Anfahrt Shiloh National Military Park TN
10. Februar in den USA ⋅ ☁️ 20 °C
Gestern beim Besuch von Graceland war wunderschönes Wetter, wie so oft auf der Tour blauer Himmel und Sonnenschein. Dafür ist heute starke Bewölkung und Regen angesagt. Da trifft es sich das heute nur die Anfahrt zum Shiloh National Military Park in Tennessee ansteht. Aber vorher gehe ich meinen Schatz abholen ... die zwei Plastikschrauben bei Ford. Man verweigert mir zwar die Security Escorte zurück zum Auto, aber es geht alles gut. Ich wechsel die gebrochene Schraube gegen eine der Neuen und verstaue die andere gut. Ich überlege noch ob ich Sie in den Tresor einschließe 🤣
Da es nun Dauerregnet, ich nur die eine dicke Regenjacke dabei habe, ich wie durch ein Zufall bei einer Outlet Mall mit Columbia Factory Store vorbei komme, schaue ich doch mal nach einer dünnen Regenjacke ... und was soll ich sagen, sind da, in meiner Größe und wieder ein riesen Schnapper. Ist von 80 auf 39,98 Dollar runtergesetzt, es gibt heute auf alles noch mal 10 % und ich habe einen Coupon mit 15 % auf einen Artikel. Die Jacke kostet dann zum Schluß 30,58 Dollar plus Tax. Desweiteren fällt mir noch ein T-Shirt für 10,28 Dollar in die Hände. Zusammen mit Steuer 43,70 Dollar, da ich von früheren Einkäufen einen Reward von 7,31 Dollar hatte, zahle ich 36,39 Dollar was auf meiner Kreditkarte 30,82 Euro macht. Dank dem König ist der USD von 0,88 Euro auf 0,84 gefallen 🤩
Außerdem fällt mir für 9 Dollar noch eine schöne Reebok Shorts in die Hände. So ausgerüstet geht es weiter nach Shiloh. Ich erreiche kurz vor Schließung das Visitor Center und kann zur Planung gerade noch das Faltblatt abholen bevor es schließt. Der Film dauert 49 Minuten und den Magneten gibt es im Book Store der schon geschlossen hat. Wird Beides morgen erledigt. Ich wundere mich noch, überall liegen abgebrochene Äste und ganze Bäume sind gespalten oder umgefallen. Die Frau vom Book Store wird mir morgen vom Wintersturm erzählen. Hier war es tatsächlich so viel Eis, die Ranger die auf dem Gelände wohnen waren 4 Tage von der Umwelt abgeschlossen ohne Strom und Wasser. Lediglich der Chefranger (nennt sich hier Intendant) der nicht auf dem Gelände lebt hat Sie mit einem Gelände ATV mit Sprit fürs Notstrom und Wasser versorgt bis nach 4 Tagen die Straßen wieder geräumt waren. Das erklärt auch warum in Savannah die üblichen verdächtigen Hotels die sonst für um die 50 Dollar zu haben sind zwischen 150 und 180 Dollar die Nacht aufgerufen haben. Alle Hotels in der Umgebung sind voll mit Baumschneide-, Bau- und Elektrikertrupps, teilweise aus Texas und New Mexico, um die Schäden hier zu beseitigen. Ich hab nur noch ein Zimmer in einem älteren Motel bekommen und auch dort war fast alles belegt.
Jetzt noch ein paar Nebensächlichkeiten. Wie Ihr vielleicht gemerkt habt, ich jammere nicht mehr über das Brot und die Spritpreise. Zum Brot, ich hab es aufgegeben in jedem Ort nach einem Bäcker zu schauen der Brot mit "echtem" Mehl backt und nicht mit dem behandeltem Mist hier. Ich hab eine Marke im Walmart und Safeway gefunden die es überall gibt. Oroweat (im Süden heißen die Arnold) hat eine Serie Orcanic, dafür mahlen Sie das Mehl selbst und lassen alles drin. Das verträgt man super. Nicht das ich laktoseintolerant oder glutenunverträglich wäre, in D und UK kann ich auch wochenlang Toast essen und alles ist gut. Was die hier mit Nahrungsmittel machen müßte echt verboten werden. Eine andere freudige Entwicklung ist die Sache mit dem Diesel. Seit New Mexico zahle ich um die 3 Dollar die Gallone. In Texas waren es auch mal 2,80 Dollar. Ich hab jetzt mal ausgerechnet was es im Vergleich zu D ist. Also bei 3 Dollar sind das 70 Eurocent der Liter Diesel und bei 2,80 sogar nur 65 Eurocent 👍
Und da ich Tränen in den Augen meiner amerikanischen Freunde sehen will, hab ich mal den Verbrauch des kleinen Blauen auf amerikanisch umgerechnet. Ich brauche für 100 Meilen 2,54 Gallonen. Das ist der Moment wo meinem Gegenüber das Wasser in die Augen schießt 🤣
Ok genug gepost, morgen schauen wir uns das Battlefield der größten Schlacht auf nordamerikanischen Boden an.Weiterlesen
Shiloh National Military Park TN
11. Februar in den USA ⋅ ☀️ 16 °C
Der Shiloh National Military Park besteht aus drei Teilen. Es war die größte Schlacht auf amerikanischem Boden, fast 110.000 Kombattanden. Heute besuchen wir Shiloh Battlefield und das Civil War Interpretiv Center in Corinth. Morgen beim Vorbeifahren Parker's Crossroads Battlefield. Shiloh liegt gleich um die Ecke und ich war ja schon gestern nachmittag dort. Heute schaue ich mir die kleine Ausstellung und den 49 Minuten Film an. Wie meistens gut gemacht und erklärt um was es in dieser Schlacht ging. In Shiloh ging es direkt um den Tennessee River und indirekt um zwei wichtige Bahnlinien die beide durch Corinth gingen. Deswegen die Schlacht um Corinth. Wer die Wasser- und Schienenwege besitzt hat den Vorteil Truppen und Nachschub in großen Mengen schnell verschieben zu können. Shiloh ist wieder eine Autotour mit vielen Stops an denen man jeweils einen kurzen Text über den Stop anhören kann. Wer mag kann auch aussteigen und sich zusätzlich Informationen auf Tafeln ansehen. Bei den einzelnen Stops sind die Schäden an den Bäumen durch den Wintersturm gut zu sehen. Nach der Tour durchs Shiloh Battlefield geht es in 45 Minuten über Land nach Corinth. Dort ist alles in einem Center. Lediglich der Weg vom Parkplatz zum Center ist mit verstreuten Ausrüstungsresten einer Schlacht (Replikas im Weg eingelassen) "geschmückt". Im Center Tafeln und lebensgroße Darstellungen. Außerdem auch hier mehrere kurze Videos an verschiedenen Stationen. Ich verlasse kurz vor 16 Uhr das Center bevor man mich rausschmeißt 😉
Beim Eingeben der Hoteladresse für die Rückfahrt stelle ich fest, ich bin nur 500 Meter von einem "offiziellen" Coca Cola Museum entfernt, das kostenlos ist und bis 17 Uhr offen hat. Ich fahre hin. Man muß klingeln und der Pförtner in einem anderen Gebäude macht einem die Tür auf (Summer). Es ist kein wirkliches Museum, in Corinth hat Coca Cola eine Abfüllerei, die haben eine kleine Halle gebaut, eine alte Abfüllanlage, viel Merche und zwei Computer mit alten Werbespots reingestellt. Aber schön gemacht. Leider kommt die Frau zum Abschließen schon um 16.30 Uhr und ich kann mir nicht alle Werbespots anschauen, aber mit dem Museum war ich durch. Ich muß die 45 Minuten wieder zurück fahren, gehe noch im Walmart einkaufen und zurück ins Motel um den Abend ausklingen zu lassen. Morgen will ich früh raus, das letzte Battlefield dieses Parks anschauen und weiter nach Clarksville fahren zum nächsten Fort das Schauplatz einer Bürgerkriegsschlacht wurde.Weiterlesen

ReisenderBist du so Schlachtfeld affin, oder feiern die US Amis jede Ecke, wo sie sich mal gekloppt haben? Da hätten wir viele Visitor Center und die Franzosen und Engländer erst 😂. Was ist eigentlich mit den Schlachten, die die indigenen Ureinwohner geführt haben, bevor die Mayflower ankam? Ist von dem Teil der Geschichte etwas erhalten?

ReisenderDas mit dem Bürgerkrieg ist noch nicht rum. Es gibt die zwei Seiten immer noch. Entweder gehst Du dahin weil Du immer noch Konföderierter (Rebell) bist oder weil Du die Stätte des Sieges (Union) sehen willst. Hier in den Südstaaten siehst Du auch noch jede Menge von den Südstaaten Flaggen.

ReisenderUps, zu früh abgeschickt. Ich bin nicht nur Schlachtfeld affin, ich schau mir alles was mich interessiert ziemlich genau und lange an. Die Sache mit dem Bürgerkrieg war nur hier im Süden und deswegen sind die Schlachtfelder hier ziemlich gehäuft. Wird auch wieder besser😉 Das mit den indigenen Völker ist leider ein Problem. Die haben keine Aufzeichnungen gemacht, alles nur mündlich weitergegeben. Durch die Ausrottung durch die guten Weißen ist da nicht mehr viel übrig. Auch wurde früher einfach alles zerstört was man gefunden hat, das Umdenken hat noch nicht lange stattgefunden. Erst in den letzten Jahrzehnten hat man realisiert, die Geschichte auf dem amerikanischen Kontinent ist älter als 250 Jahre. Sei froh das ich Findpenguin während meiner Englandtouren noch nicht hatte. Vier Wochen nur Burgen und Ritterschlachten 🤣
Parker' Crossroad Battlefield TN
12. Februar in den USA ⋅ ☀️ 14 °C
Die eine oder andere Bürgerkriegsschlacht müßt Ihr noch überstehen. Ist ein bisschen wie mit den Pueblos, geht aber auch vorbei 😉
Heute fahren wir in Richtung Clarksville TN und auf dem Weg dahin liegt das dritte Battlefield vom Shiloh National Military Park und will besichtigt werden. Die Union hatte schon einige Kämpfe gewonnen, das Schienennetz schon unter ihre Kontrolle gebracht und belagerte Vicksburg. Der konförderierte General Forrest war beauftragt in Guerilla Taktik Angriffen die Bahnlinie und Züge der Union anzugreifen und zu zerstören. Forrest hatte mit seiner grauen Kavallerie schon einigen Schaden angerichtet und blaue Truppen wurden entsandt um Ihn zu stellen. Beim Zusammentreffen am Parker's Crossroads trieben die Konföderierten die Infanterie der Union zurück und boten Ihnen an zu kapitulieren. Das lehnten die Blauen ab da Sie von weiterer Verstärkung wußten die auf dem Weg zu Ihnen war. Die erreichte den Ort des Geschehens und die sichere Niederlage der Union wurde abgewendet. Forrest und der Rest seiner Männer entkam. Ein interessantes kleines Visitor Center im Auftrag des NPS mit Ausstellung und Film. Kleine Autotour und auf dem Battlefield ein schöner Spaziergang zu den einzelnen Positionen. Ich trödel natürlich wieder zu lange rum, habe noch ein ganzes Stück zu fahren und es ist natürlich wieder dunkel als ich ankam. Das Hotel ist dieses Mal ein Howard Johnson und ein Glücksgriff. Super Zimmer und mit das Günstigste vor Ort. Abendessen gibt es aus dem eigenen Bordkühlschrank und dann wird die Spalandschaft im Zimmer genutzt, 1A !Weiterlesen
Fort Donelson National Battlefield TN
13.–14. Feb. in den USA ⋅ ☀️ 17 °C
Starten wir heuten den Vorraussichtlichen Civil War Battlefield Counter (VCWBC). Die Zahl gibt an wieviele Battlefields wahrscheinlich noch überstanden werden müßen 😉 Mit Heute sind es noch 4. Allerdings wird eine Cave eingestreut, die lag auf dem Weg und an einem Tag gibt es noch was Anderes als Battlefield. Aber kommen wir zu heute. Um den Cumberland River als Transportweg zu schützen bauten die Konföderierten zwei Artillerie Batterien an den Fluß. Um die Batterien von der Landseite zu schützen wurden zwei Forts gebaut. Fort Henry und Fort Donelson. Allerdings keine Forts wie wir Sie uns aus den Western vorstellen, so mit Holzpalisaden und Türmen. Es handelte sich um Erdarbeiten, also Mauern und Laufgräben aus Erde und die Armee war in 400 kleinen Holzhütten untergebracht. Das Fort Henry wurde von den Ironclads (die Kanonenboote wie das in Vicksburg) angegriffen und vernichtet. Die Taktik war mit den schwer geschützten und bewaffneten Booten ganz nah ranzufahren und die Batterien im direkten Gefecht zu vernichten. Was beim Ford Henry funktioniert hat, schlug beim Fort Donelson fehl. Man mußte ganz langsam ganz nah ran fahren und das nutzen die Batterien im Fort Donelson aus und beschossen die Boote heftig. Die Boote mußten sich mit starken Beschussschäden zurück ziehen. Ein Angriff über Land mit Unterstützung der Kanonenboote hatte mehr Erfolg. Die Kapitulation wurde im Dover Hotel unterzeichnet. Nach dem Film und der Ausstellung im Visitor Center, den Magnet noch gekauft und es gab wieder eine Battlefield Tour mit Auto, aber mit vielen Stellen zum Aussteigen. Bei dem schönen Wetter macht das Rumlaufen Spaß. Außer der Battlefield Tour gab es noch eine Quilt Tour. Die Quilts hat man ab und zu auch so unterwegs gesehen. Zum Schluß noch zum Dover Hotel. Danach war der Tag rum und ich bin wieder ins Hotel. Am nächsten Tag war Verlegung angesagt. Auch dieses Mal war das Hotel ein Traum.Weiterlesen

Das Zimmer sieht seeehr edel aus 👍… wenn Quilts in der Nähe sind, dürften Amish People nicht weit sein, oder ? Aber die konzentrieren sich doch eher in Pennsylvania, oder ? [Michael]
Stones River National Battlefield TN
15. Februar in den USA ⋅ 🌧 11 °C
Der VCWBC steht heute auf 3. Morgen gibt es eine kurze Battlefield Auszeit. Aber heute ist wieder Battlefield Time und dieses Mal bin ich froh über die Auto Tour. Es regnet in Strömen. Also zuerst wieder ins Visitor Center, Ausstellung und Film schauen und den Magnet holen. Tatsächlich hat es kurz aufgehört zu regnen. Es langt gerade so für die kurze Runde ums Visitor Center mit Erdwällen und Artillerie Batterie, dann fängt es wieder an zu regnen und hört nicht mehr auf. Diese Schlacht hat drei Tage gedauert. Sie begann am 31.12. und der erste Tag endete mit großen Vorteilen für die Konföderierten. Allerdings waren Sie so erschöpft, der Kampf ging am 01.01. erst zur Mittagszeit weiter. Die Zeit hat der Union ausgereicht neue Kräfte heranzuführen. Vor allem neue Batterien. Man ließ die Konföderierten angreifen, stellte Ihnen eine Falle und die Artillerie fügte Ihnen schwere Verluste zu. Die Schlacht war eigentlich mit leichtem Vorteil zu Gunsten der Union am 02.01. entschieden. Kleinere Scharmützel gingen auch am 03.01. weiter. Die Konföderierten hatten nicht mehr genügend frische Männer und so zog man sich auf Murfreesboro zurück. Die Schlacht ging ohne Entscheidung zu Ende. Allerdings erklärte sich die Union als Sieger. Die Union baute im Anschluß an die Schlacht auch hier ein riesiges Fort aus Erdwällen und Batteriestellungen. Dabei wurden außer Soldaten auch viele "befreite" Sklaven gegen Geld beim Fort Bau beschäftigt. Nach dem ich fertig war bin ich noch zu Walmart, wollte eigentlich nur Einkaufen. Aber in dem Walmart ist ein Friseur und dem war langweilig (hat auf seinem Handy rumgedaddelt). Also durfte Er an meine Haare. Er hat zwar die Maschine mit zwei verschieden Klingenhöhe plus zum Abschluß eine andere kleine Maschine benutzt, hat also 0,9 Zentimeter Haar auf drei mal abgeschnitten. Aber letztendlich sind Sie gleichmäßig geworden. Nach Friseur und Einkaufen zurück ins Hotel und das wars für den Tag.Weiterlesen

Nashville lässt du aus ? Kein Abstecher in eine DER Musik Kapitalen Amerikas ? Mit so einem Schnittche wie Lack wärst du der Star in jeder Musik Bar !! [Michael]

ReisenderDie spielen keinen Techno. Spaß beiseite, ich bin am 14. durch Nashville gefahren und habe es tatsächlich versucht eine Großveranstaltung zu besuchen: https://www.opry.com/show/2026-02-14-grand-ole-… Allerdings hatte ich zum Glück keine Karte online erstanden, ich bin über eine Stunde auf dem Großparkplatz rumgefahren ohne einen freien Platz zu finden, dann hab ich es aufgegeben. Der Rest wie üblich, das ist was für einen Trip mit dem Flieger und nicht mit dem eigenen Auto.
Russell Cave National Monument AL
16. Februar in den USA ⋅ ☀️ 20 °C
Es ist soweit ... alle haben darauf gewartet ... keiner will es verpassen ... kein Battlefield today. Wer aber jetzt auf Bilder mit mir, mit einem goofy Helm auf dem Kopf mit Helmlampe im Schlamm rumkriechend wartet, der sei enttäuscht 🤣
Russell Cave kann nicht besichtigt werden. Russell Cave ist eine archäologische "Sensation". Jäger und Sammler aus Asien die über die damals noch vorhandene Landbrücke über jetzt Alaska und Kanada in Nordamerika und weiter nach Südamerika gezogen sind, haben im Winter in kleinen Gruppen in dieser Höhle Unterschlupf gesucht. Wenn der Winter rum war und das Wasser der Schneeschmelze und die starken Regenfälle des Frühjahrs die Cave überschwemmt haben, wurde auch viel Sand und Erde in die Cave gespült und hat sich abgesetzt. So haben sich immer neue Schichten gebildet mit dem "Abfall" der Bewohner. Bei Ausgrabungen in der Cave wurden über 2 Tonnen Artefakte gefunden und gesichert. Je tiefer gegraben wurde um so älter wurden die Funde. Die Cave ist wie eine Zeitreise weit zurück. Da das Smithsonian die Ausgrabungen geleitet hat, wurden die wichtigsten Artefakte dort im Original ausgestellt. Im Visitor Center sieht man nur Schautafeln der Gegenstände. Ich war leider etwas zu früh, die Artefakte kommen dieses Jahr in die Ausstellung im Visitor Center. Aber auch so war das sehr interessant. Bevor z.B. der Pfeil und Bogen erfunden wurde gab es kurze Speere die mit Hilfe eines weiteren kurzen Stocks geschleudert wurden. Das brachte Reichweite und Zielsicherheit. Die Waffe wurde Atlatl genannt. Viele weitere Gegenstände und Nahrungsreste wurden gefunden und konnte genau der jeweiligen Periode zugeordnet werden. Auch wenn es nur Schautafeln waren, sehr gut gemacht. Ein paar Felle zum Anfassen und der wieder mal gute Film rundet alles ab. Als Sahnehäubchen haben Sie noch einen wunderschönen Magnet mit einem Urzeitmensch der den Atlatl schleudert. So vorbereitet geht es auf den Trail zur Cave wo man von oben reingucken kann. Außerdem gibt es noch einen Trail durch den Wald. Eigentlich habe ich keine Zeit mehr, ich hab noch ein ganzes Stück zu fahren, aber das Wetter ist so schön und auf dem Trail ist nix los, ich laufe Ihn dann doch noch. Ist dann natürlich schon dunkel und spät als ich im Hotel ankomme. Was ich nicht weiß, es ist sogar noch eine Stunde später, aber das werde ich erst am nächsten Tag abends feststellen. Das Hotel ist ein absoluter Glücksgriff, sauber, große Zimmer und es gibt sogar Wasserflaschen als Welcome. Zu allem Überfluß gehört zum Hotel noch ein Diner mit super leckerem Essen und 10 % Rabatt für Hotelgäste. Als Abschreckung hab ich mal so ein Potthole in der Straße fotografiert. Irgendwann hat mal jemand eine solide Straße gebaut, als die nachgelassen hat wollte man Geld sparen, hat ein bisschen die Oberfläche aufgeraut und neuen Asphalt drübergeschmiert. Da der Unterbau immer noch kaputt ist bricht der neue Asphalt und man hat ein doppelt so tiefes Loch und da fährt man dann mit 100 km/h rein 🤮
Soviel dazu, freut Euch auf Morgen, neue Battlefield Geschichten, aber auch noch was friedlicheres 😉Weiterlesen
Chickamauga and Chattanooga NMP GA + TN
17. Februar in den USA ⋅ ⛅ 20 °C
Ja ... yuhuuu ... heute wieder ein Battlefield 😉 Allerdings noch eine kleine Überraschung anschließend die nicht mehr in den Titel gepaßt hat. Chickamauga and Chattanooga National Military Park sind eigentlich zwei Schlachten die räumlich (GN und TN) und zeitlich (September und November) stattgefunden haben. Die Union ist unaufhaltsam auf dem Weg nach Chattanooga, ein Straßen-, Bahn- und Schifffahrtsknotenpunkt. Die Konföderierten versperren Ihnen den Weg in Chickamauga und es kommt zu einer dreitägigen Schlacht in der die Konföderierten unterliegen und sich nach Chattanooga zurück ziehen. Die Union belagert die Stadt und die Konföderierten haben Sie zur Verteidigung hergerichtet. Eine strategisch wichtige Position ist der Lookout Mountain. Im November greift die Union die Stadt und den Berg an und wieder dauert die Schlacht drei Tage bevor die Union die Stadt einnimmt und die geschlagene Armee weiter flieht. Chattanooga wird von der Union als Nachschubzentrum und Basis für Shermans Atlanta Campaign benutzt. Man sagt die Niederlage von Chattanooga war der Sargnagel für die Konföderierten. Zuerst das Visitor Center von Chickamauga. Richtig groß, umfangreiche Ausstellung und Beschreibungen und wieder ein guter Film. Wenn man sich nicht so für interessiert aber mal ein informatives Civil War Museum für den Überblick anschauen will, dann das hier. Wenn man keinen Bock drauf hat, aber ein Fahrrad dabei hat, dann die Battlefield Road Tour. Alles Einbahnstraße ohne Gegenverkehr und ein breiter Fahrradstreifen auf der ganzen Länge. Nach Film, Ausstellung und Magnet kaufen geht es auf Tour. Wieder viele Schautafeln, Monumente und Steine für Kompanien. Wenn man sich die Soldaten so anschaut, mein Vater hätte Bartdouble machen können 🧔
Es gibt am Ende noch eine Cabin einer Farmerfamilie die leider am Schlachfeld lag und als Verwundetensammelstelle benutzt wurde. Die Anlage ist kostenlos, ich fahre jetzt noch nach Chattanooga auf den Lookout Mountain zum Point Park. Dort ist das zweite Visitor Center und der Park kostet 10 Dollar, wenn man keinen Park Pass hat. Auch hier im Visitor Center eine kleine Ausstellung und ein Film über die Schlacht in Chattanooga. Lustigerweise treffe ich Ulli aus Thüringen (Er kennt Schleusingen und Suhl, aber nicht den Heßler, interner für die BIG Fahrer) und er erkennt mich sofort am Akzent als Deutscher. Ulli war Zeitsoldat beim Bund und tritt jetzt eine Stelle als Bierbrauer an. Bevor er das tut macht er einen Trip durch Amiland und schaut sich die Bürgerkriegs Schlachtfelder an. Allerdings mit mehr Aufmerksamkeit wie ich. Er ist Reenactor und hat sowohl blaue als auch graue Uniformen plus entsprechende Waffen. Auf der Tour hat Er auch wieder authentisches Zubehör zum Nachstellen gekauft. Wir schauen uns gemeinsam den Point Park an und erzählen uns ein bisschen. Er ist beeindruckt von meiner Vorbereitung, ich hatte ja auch drei Jahre Arbeitsblock Zeit bevor der Freizeitblock angefangen hat. Eine Sache wundert mich, wir hatten die Frau Rangerin am Eingang gefragt wann der Park schließt. Sie hatte 18.30 Uhr geantwortet und macht dann doch um 17.30 Uhr zu. Wir verlassen den Park, ich zeige Ulli noch mein Auto und dann trennen wir uns. Er fährt zu einem Bekannten und ich hatte gesehen, eine Sehenswürdigkeit ist nur 1,1 Meilen entfernt und hat bis 20 Uhr auf. Die Rubi Falls (nach der Frau des Finders benannt) ist ein Wasserfall in einer Höhle. Ist schon dunkel und nix mehr los. Aber man kann noch Tickets an einem Automaten kaufen. Ist jetzt kurz nach 18 Uhr, die Touren gehen alle 30 Minuten, aber ich kann nur noch die Tour um 19.30 und 20 Uhr kaufen. Also hab ich noch ewig Zeit. Aus dem Sandstein den Sie beim Freilegen des Wasserfalls rausgeholt haben, haben Sie eine Burg gebaut. Auf den Turm der Burg kann man steigen und die Stadt von oben sehen. Das hat 10 Minuten gedauert. Als ich runter komme wird die 19.30 Uhr Tour aufgerufen. Mich beschleicht ein ungutes Gefühl und da erinnere ich mich wieder. Beim letzten Wechsel der Zeitzone wollte das Handy die Zone nicht automatisch nehmen, so habe ich Sie von Hand eingestellt. Als ich gestern über die nächste Zeitzone gefahren bin konnte sich das Handy nicht automatisch umstellen und ich laufe seit gestern mit falscher Uhrzeit rum 🫣
Aber zu den Ruby Falls. Man läuft 1 km zu den Falls, der Guide bemüht sich ein paar interessante Dinge zu sagen, geht so. Aber dann am Ruby Fall, ist schon gut gemacht und war das viele Geld wert. Sind schon üble Showmaker die Amis 😉
Nach der Show wieder zurück ins Hotel und im Diner Spaghetti Bolo bestellt. Die waren so lecker ! Nicht der übliche Kraft Tomatenpampe Geschmack den man sonst bekommt. Richtig gut, wie selbstgekocht. Anschließend mit der richtigen Zeit ins Bett.Weiterlesen
Anfahrt + Kennesaw Mountain NBP GA
18.–19. Feb. in den USA ⋅ ☁️ 18 °C
Die Strecke nach Atlanta ist zu weit um hinzufahren und Kennesaw Mountain National Battlefield Park am gleichen Tag zu besichtigen. Auf der Strecke gibt es keine Rest Areas (sowieso nur ganz wenige im Süden) und so nutze ich die sauberen und gut gepflegten Outlet Malls Restrooms die es mehrfach auf dem Weg nach Atlanta gibt. Leider fallen mir da auch wieder mehrere Kleidungsstücke von Columbia zu einem Spotpreis in die Hände. Im ersten Outlet eine Jacke, Originalpreis 165 Dollar, dann 110 Dollar, dann 79,99 Dollar, dann 49,98 Dollar und ich habe noch einen 15 % Gutschein. Das sind plus Tax noch ganze 42,48 Dollar und in Euro auf der Kreditkartenabrechnung 38,87. Im zweiten Outlet bekomme ich zwei Fleece Jacken für je 9,98 Dollar, zusammen mit Tax auf der Abrechnung 17,96 Euro. Allerdings wird der Platz im Auto jetzt knapp und ich hab Jacken für die nächsten 10 Jahre 🤣
Atlanta ist natürlich ein teures Pflaster, so zahl ich zwar nicht viel mehr als sonst, aber die Qualität des Hotels ist etwas schlechter. Die Frau an der Rezeption (indisch oder pakistanischen Ursprungs, selbst aber in USA geboren) war als Jugendliche Aupair in Berlin, kann etwas Deutsch und findet Deutschland toll. So bekomme ich ein Upgrade von Queen auf King Bett. Bettwäsche ist sauber und eines der Duschtücher auch, die restlichen kannste vergessen. Die sollten mal an ihrer Waschmaschine arbeiten. Aber es ist ruhig, der Kühlschrank geht und es kommt warmes Wasser aus der Dusche.
Am nächsten Morgen geht es zur Freude aller hier ... wieder auf ein Battlefield. Kennesaw Mountain National Battlefield Park, der Besuchstag war Donnerstag, das Wetter war sonnig (außer als ich oben war, eine graue Wolke und ein heftiger Schauer fertig) und es war die Hölle los. Der Parkplatz voll Autos und hunderte Leute zum Teil mit Hunden unterwegs um den Kennesaw Mountain zu besteigen. Normalerweise geht eine Straße hoch, die ist aber wegen Reparaturen gesperrt, nur am Wochende fährt ein Shuttle hoch. Heute kein Wochenende also 1.1 Meilen steiler Berganstieg und danach die 1.1 Meilen wieder steiler Abstieg. Der Kennesaw Mountain gehört zu einer Berg- und Hügelkette, die letzte vor Atlanta und Atlanta war das industrielle Herz und Nachschublager der Konföderierten. Deswegen waren die Berge und Hügel gut ausgebaut und mit 65.000 Mann besetzt. Die Union griff mit 100.000 Mann an und holte sich am Kennesaw Mountain und am Pigeon Hill blutige Köpfe. Was ja klar ist, der Berg ist so steil, man kommt nur langsam voran und die Verteidiger schießen aus der Deckung. Es ist nicht bekannt ob der Angriff aus Dummheit befohlen wurde und es Zufall war oder tatsächlich ein kühner Plan. Am Ende des ersten Tages waren die Unionssoldaten bis kurz vor die Stellung gekommen und haben sich eingegraben. Am nächsten Morgen stürmten die Union Soldaten die letzten Meter ohne jedoch beschossen zu werden. Die Verteidungsstellungen waren leer. Was war passiert ? Ein dritter Angriff rechts der Hügelkette auf ebenem Gelände ist durchgeschlagen da die meisten Verteidiger auf dem Berg waren. Damit die durchgebrochenen Unions Armeen nicht von hinten angreifen sind die Konföderierten geflohen. Die Union besetzte Atlanta und somit hatte der Süden keine Proktionsstätten mehr.
Auch hier wieder ein sehr interessantes Museum, ein spannender Film und mein Magnet bevor es an die Laufeinheit ging. Als ich oben angekommen bin kommt genau eine graue Wolke und fette Regentropfen fallen für 5 Minuten auf alle die schutzlos in der Gipfelregion rumeiern. Zum Schluß rege ich mich noch über Rocker auf die trotz Verbot mit ihren Harleys hochfahren und auf dem Parkplatz posen. Komischerweise sind Sie alle grau angezogen und ihre Harleys haben Blaulichter 🤔 Auf dem Rücken steht Sheriff. Das ist ne Motorradeskorte vom County, die hatten den König begleitet der in der Nähe (Rome GA) seine Untertanen belogen hat (Videos von der Rede auf Youtube, Er hat auf Stahlarbeiter eingeredet). Ich laufe wieder runter und will mir noch was richtig gutes gönnen. Ich hab von einem Griechen mit authentischem Futter und guten Preisen und direkt daneben den besten Smoothie Laden gelesen. Das mit dem Griechen stimmte, super lecker Essen. Das mit dem Smoothie Laden war wieder typisch. Viel Geld für Schund. Ich dachte so schön ein paar frische Erdbeeren und Kiwi, frisch geschnippelt und püriert. Also mit Tax 12 Dollar abgedrückt (2 Dollar weniger als beim Griechen für das ganze Essen) und dafür drückt Sie zwei Spritzer Erdbeersirup und zwei Spritzer Kiwisirup in einen Shaker, macht einen Scoop Milchpulver rein, füllt mit Eis auf und haut es in den Mixer. Das war der Smoothie für 12 Dollar 🤨
Ich bin dann zurück ins Hotel, hab gegessen, geduscht und den nächsten Aufenthalt geplant und gebucht. Davon morgen mehr.Weiterlesen

Exakt wie von dir beschrieben: Motel sieht doch ganz gut aus, die Handtücher ersparst du uns 😉. Gyros 🥙 voll lecker 😋, und aus dem Shake springt schon die Chemie…. [Michael]

ReisenderWegen des Smoothie hab ich mich noch stundenlang geärgert. 12 Dollar = 10 Euro ... Alter ...
Martin Luther King, Jr. NHPaPD GA
20. Februar in den USA ⋅ ☀️ 25 °C
Für was ist Atlanta noch bekannt (außer die verlorene Metropole der Konföderierten zu sein) ? Es ist der Hub und Sitz von Delta Airlines (mit deren 4 Wochen Standby Ticket war ich 1988 und 1990 in Amiland unterwegs) und der Sitz von Coca Cola. Ich hatte auch über ein Besuch von Coca Cola nachgedacht. Aber die wollen 25 Dollar fürs Parken und 27,95 Dollar pro Person für eine riesen Werbeveranstaltung. Da gehe ich lieber zu Dollar General und kauf mir drei mal 12 Dosen Coca Cola Produkte für 15 Dollar, da hab ich mehr davon. Außerdem hatte ich schon ein kostenloses Museum und eins für 3,50 Dollar.
Nein, eine Person die jeder kennt, aber von der ich nicht wußte das Sie in Atlanta geboren und aufgewachsen ist ... Referent Dr. Martin Luther King, Jr., geboren 15.01.1929 in Atlanta, am 04.04.1968 in Memphis erschossen und am 09.04.1968 in Atlanta beigesetzt. 1980 wurde das Geburts- und Wohnhaus zur National Historic Site, 2018 wurde ein National Historical Park daraus. Das Visitor Center wird gerade umgebaut, so lange ist das Visitor Center in der historischen Feuerwache neben dem Geburtshaus untergebracht. Hier hat der kleine Martin immer mit seinen Kumpels im Hof gespielt. Die Ausstellung ist klein und gemischt, Dr. King und Feuerwehr. Dann gehe ich zum King Center in dem es eine Ausstellung über Martin Luther King, Jr., seine Frau und seinem großen Vorbild Ghandi gibt. Allerdings ist das Fotografieren verboten. Anschließend besuche ich den Hof mit dem langen Pool und den Sarkophagen von Martin Luther King, Jr. und seiner Frau. Hier sind jede Menge Schulklassen unterwegs die Busweise angekarrt werden. Zum Schluß gehe ich noch zum Geburtshaus, das aber ebenfalls renoviert wird und nicht besucht werden kann. Der NPS Bookstore neben an hat außer meinem Magneten noch ein Zimmer in dem ganz viele Bilder vom Inneren des Hauses gezeigt werden. Lediglich einen Film gibt es für den Martin Luther King, Jr. National Historical Park and Preservation District nicht. Ich laufe durch die Straße zurück. Auch die restlichen Häuser dürften noch aus der Zeit sein. Atlanta ist voll von selbstfahrenden Autos, hab mal ein Video gemacht. Dann bin ich noch eine ganze Strecke gefahren zum nächsten Ziel, mal wieder ein Campingplatz. Zwischenstation war eine Outlet Mall ... wegen der Toilette ... Abends bin ich auf dem Campingplatz angekommen. Halber Preis einer Hotelübernachtung und eine schwere Enttäuschung. Mein Platz war so steil, hätte man als Startrampe für Seifenkistenrennen nehmen können. Ich hab alle vier Unterleger gebraucht um einigermaßen gerade zu stehen, aber der Platz hatte noch eine seitliche Neigung und ich keine Unterleger mehr. Das Beste war das Toilettenhaus der Herren. Für 43 Stellplätze ein mal Porzellan und zwei mal Urinal, dafür 4 Duschen. Die aber von kalt bis lauwarm mit einem Wasserstrahl den ich in einem Wasserstrahlschneider für Metall erwarte. Als einziges entschädigt die Schlafqualität meiner Matratze und ich penne bis 10 Uhr durch.Weiterlesen
Andersonville National Historic Site GA
21. Februar in den USA ⋅ 🌧 22 °C
Vom CP aus stehen zwei Ziele zur Auswahl. Einmal etwas mit größerem Museum und wenig Außengelände und einmal kleine Ausstellung und großes Außengelände. Da es heute regnen soll entscheide ich mich für mehr Museum und wenig außen. Für die Chronik, natürlich ist eine größere Gruppe mit Zelten auf dem CP und Sie haben nur eine Nacht gebraucht um das Porzellan zu verstopfen. Da Sie nix anderes haben und nicht spülen können machen Sie die Toilette immer voller 🤮 Zum Glück habe ich für den Notfall meine dabei und Sie kommt in diesem Urlaub zum zweiten Mal zum Einsatz. Ich bin kaum losgefahren und auf die erste Tankstelle abgebogen da zieht es eine riesen graue Wolke über den blauen Himmel. Da im Amiland alles größer ist regnet es nicht nur, es schüttet wie Sau, siehe Video. Ich warte auf der Tankstelle bis meine Scheibenwischer es wieder packen und fahre ab in Richtung Andersonville. Da bei den Bürgerkriegsschlachten immer mehr Gefangene gemacht wurden und die ursprünglichen Gefangenenlager nicht mehr ausreichten oder die Union immer näher kam, baute man ein neues Gefangenenlager. Camp Sumter oder bekannter unter dem Namen Andersonville war ursprünglich für 10.000 Mann gedacht. Nach kurzer Zeit wurde das Lager vergrößter von 16,5 auf 26,5 Acres. Somit wäre die geplante Kapazität ca. 17.000 Mann. Tatsächlich befanden sich zum Schluß 32.000 Mann im Lager. Das Lager war von einer Pallisade umgeben und innen um die Pallisade ging eine Absperrung, wenn man die überschritt wurde man von Wachen auf der Pallisade erschossen. Das war die sogenannte Todeszone. Zur Wasserversorgung ging ein kleiner Bach durch das Lager und die Latrinen waren in Flußrichtung am Ende des Geländes angelegt damit das Wasser alles mitnehmen kann. Guter Plan, nur waren es heiße Sommer und der Bach versiegte fast. Außerdem hatte man an den Bach die Bäckerei und die Latrinen für die Aufseher gebaut bevor der Bach ins Gelände fließt, klevere Idee. Durch die Überfüllung, das schleche Wasser und viel zu geringe Rationen wurden viele Gefangene krank und starben. Insgesamt 13.800 Gefangene und Wärter starben im Lager. Auch die Wärter litten an einer höheren Sterblichkeit da Sie den gleichen Krankheitseregern ausgesetzt waren. Dies war ein Gefangenenlager der Konföderierten in dem Unionstruppen waren. Den gefangenen Konföderierten in Unionslagern erging es auch nicht besser. Eine Statistik besagt es gab insgesamt 195.000 gefangene Unionssoldaten (Blaue), davon starben in Gefangenschaft 30.000 (15%). Gefangene Konföderierte in Lagern 215.000 (Graue), davon starben in Gefangenschaft 26.000 (12%). Also haben beide Seiten es nicht gut gemacht. Und weil das Schicksal manchmal ein Arschloch ist, wurden nach Ende des Bürgerkriegs die Gefangenenlager aufgelöst und die Gefangenen nach Hause transportiert. Unter anderem wurden auch Raddampfer ab Vicksburg eingesetzt. Einer davon war die Sultana. Das Schiff war mit 2.455 Personen besetzt, aber eigentlich nur für 356 Personen zugelassen. In der Nähe von Mephis explodierten die Kessel und das Schiff ging unter. Ca. 1.700 Menschen, meistens entlassene Gefangene kamen dabei um. Zusätzlich zur Geschichte von Andersonville wird im Museum auch die heroischen Geschichten der amerikanischen POW (Prisoner of War) in allen Konflikten erzählt. Technisch gut gemacht aber inhaltlich natürlich nur so erzählt das die guten Amerikaner nie was falsch gemacht haben. Guantanamo und Warenhäuser als Abschiebegefängnisse ist natürlich kein Thema. Das Amiland im 2. Weltkrieg Amerikaner mit italienischer Abstammung in Camps interniert haben wird einmal am Rande erwähnt, das es mehrere Camps mit US Bürgern mit japanischer Abstammung gab überhaupt nicht. Film war wieder gut, ging aber fast nur ums Camp im Bürgerkrieg. Meinen Magneten hab ich bekommen und als ich mit dem Museum fertig war, war auch der Regen vorbei und ich konnte eine Runde auf dem Außengelände drehen. Es war schon spät und es war noch ne ordentliche Strecke zu fahren. Am CP angekommen war es schon dunkel, Toilettenzustand unverändert und die Dusche war immer noch nur lauwarm, zusätzlich lief das Wasser in der Dusche nicht ab. Morgen werde ich weder die Toilette noch die Dusche benutzen. Ab in die Heija, gute Nacht.Weiterlesen
Ocmulgee Mounds National Historical Park
22. Februar in den USA ⋅ ☀️ 11 °C
Auf Wunsch einer einzelnen Lotte besuchen wir heute Ocmulgee Mounds National Historical Park GA (natürlich hätten wir den Park auch ohne Wunsch von Lotte besucht 😉). Die Erbauer und Bewohner der Mounds sind die gleichen Völkerwanderer die schon in der Russel Cave waren. Die Seite hier wurde etwas später besiedelt. Die Bewohner haben ebenfalls mit dem Atlatl gejagt und für ihre zerimonellen Bauten haben Sie große Erdhügel aufgeworfen, sogenannte Mounds. Auf dem Gelände gibt es eine Nachbildung einer Earth Lodge, ein Versammlungsgebäude. Zuerst der Film und die Ausstellung im Visitor Center dann geht es aufs Freigelände. Man kann verschiedene Mounds auf dem Gelände besuchen. Cornfield Mound war wahrscheinlich ein zeremonieller Ort an dem für gute Ernte gebeten wurde, Funeral Mound beinhaltet mehr als 100 Gräber, wurde aber zum Teil abgegraben als in den 1870iger Jahren die Trasse der Eisenbahn durchgebaut wurde. Great Temple Mound, Lesser Temple Mound und die Trading Post Site (wo britische Händler mit den Nachfolgern der Ureinwohner und Vorgänger heutiger Nativ Americans, den Creek Handel betrieben. Felle gegen Tand (Glasperlen, Decken usw.). Außerdem ist es ein schöner Spaziergang durch einen Wald. Ganz lustig auch, auf dem Great Temple Mound treffen sich Therianer. Menschen die sich als Tiere fühlen und sich als solche verkleiden. Sind nette Menschen, haben sich hier das erste mal getroffen und ein Picknick mit Pizza veranstaltet. Sind natürlich wieder welche dabei die Deutsch können und meine Kamera gut finden. Da der Park bald schließt verlassen wir die Anlage und ich fahre ins Hotel zurück.Weiterlesen

ReisenderEs gibt natürlich nur eine Lotte™️ und wenn ich deren Kommentar zum 11.02. zitieren darf: "Was ist eigentlich mit den Schlachten, die die indigenen Ureinwohner geführt haben, bevor die Mayflower ankam ? Ist von dem Teil der Geschichte etwas erhalten ?" Hab ich als Wunsch verstanden 😉

ReisenderHach.... So einfach geht das? Vielen Dank! Fand es auch spannend zu lesen. Eigentlich verrückt, dass die Amis nicht auf ihre vorangegangene Hochkultur stolz sind, sondern immer nur die Eroberungen und Schlachten der Siedler feiern. Sehr schade, passt aber in mein Bild der USA.
Fort Pulaski National Monument GA
23.–24. Feb. in den USA ⋅ 🌬 8 °C
Am Morgen fällt der Abschied vom CP nicht schwer. Allerdings gibt es noch ein Problem, sowas habe ich auf einem CP noch nicht gesehen. Es gibt eine Dump Station, aber dort darf man nur Grauwasser ablassen, für das Andere gibt es keine Entsorgungsmöglichkeit. Dieser CP ist ziemlich schlecht geplant. Ich habe festgestellt, hier im Süden läuft immer ein Highway neben der Interstate. Da alles auf die Interstate fährt sind die Highways leer und fast alle sind von der Substanz her wesentlich besser als die Interstates. Von der Geschwindigkeit ist es nicht viel langsamer. Hab mal ein Video davon eingestellt. Am Abend erreiche ich das Hotel und es ist eines der besten Budgethotels auf der Tour. Alles pickobello sauber und es werden sogar nach der ersten Nacht die Handtücher getauscht und das Bett gemacht. Am nächsten Morgen ist Fort Pulaski angesagt. Das Fort wurde 1829 erbaut nach dem 1812 die Briten die Ostküste überfallen haben und Washington niedergebrannt haben. Aus diesem Grund gab es noch weitere Forts an der Küste Floridas. Das Fort wurde nach dem polnischen Offizier Kazimierz Pułaski benannt der im Britisch/Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg auf amerikanischer Seite gefallen ist. Bis die Kette der Forts fertig war, waren Sie nicht mehr nötig. Sie wurden trotzdem von schwachen Kräften besetzt um die Küste zu schützen. Fort Pulaski war für den Schutz des Savannah Rivers und des Hafens zuständig. Im Bürgerkrieg gehörte Georgia zu den Konföderierten und Savannah war ein wichtiger Umschlaghafen. Das Fort wurde ausgebaut und verstärkt. Die Union rückte an und es begann ein 2 tägiges Artillerie Duell. Dem Fort hätte nichts passieren dürfen da die Entfernung viel zu groß war für die glatten Kanonen der damaligen Zeit. Allerdings griff die Union mit Mörsern und gezogenen Kanonen (innen geriffelt und nicht glatt für mehr Reichweite und Zielgenauigkeit) an. Die Mörser entpuppten sich als wirkungslos, alle Schüsse gingen zu weit, lediglich ein Schuß traf ins Fort und hinterließ ein Loch im Boden. Die gezogenen Kanonenläufe der Kanonen hatten so viel Kraft, am zweiten Tag war ein Loch in der Mauer zur Pulverkammer und bevor alles in die Luft fliegt ergab sich das Fort. Bis zum Ende des Bürgerkriegs wurde es als Gefangenenlager für konförderierte Offiziere genutzt. Etwa 600 wurden dort gefangen gehalten. Nach dem Bürgerkrieg wurde das Fort weiterhin als Küstenverteidigung genutzt. Eine weitere Batterie wurde direkt an den Strand gebaut um das Minenfeld zu schützen das man mittlerweile im Savannah River angelegt hatte. Da man durch das ganze Fort und das Außengelände streunern kann, ist es 16 Uhr als ich fertig bin. Ich fahre nur noch zurück ins Hotel, Abendessen aus meinem Kühlschrank, Duschen und Schlafen gehen.Weiterlesen
Fort Frederica National Monument GA
25. Februar in den USA ⋅ ⛅ 19 °C
Heute ist ein trauriger Tag ! Für mich früh am Morgen, habe ich schlechte Nachrichten aus Deutschland erhalten. Ein sehr lieber Mensch und Familienmitglied hat heute am 25.02. am frühen Morgen den Kampf gegen den Krebs verloren. Eigentlich hatte ich keine Lust heute was zu besichtigen, aber ich mußte aus dem einen Hotel raus und zum nächsten Hotel fahren das bereits für die nächsten drei Nächte gebucht war. Unterwegs liegt ein Fort mit Siedlung aus der Zeit der Briten. In den Beschreibungen wird es als ruhige Anlage am Meer beschrieben. Ich entschließe mich doch hinzufahren und einfach über die Anlage zu schlendern. Es wird heute keine anekdotische Schilderung geben, nur die Fakten und Bilder. Ich bitte auch heute keine Kommentare abzugeben und kein gefällt mir zu drücken. Vielen Dank !
1733 erreichten englische und schottische Truppen mit ihren Angehörigen die Küste von Georgia und errichteten ein Fort und eine Siedlung. Die Spanier, die etwas gegen die Rivalen in Georgia hatten, zogen von Florida hoch und wollten Fort Frederica überfallen. Sie wurden aber schon vorher von den englischen Truppen abgefangen. Mit dabei nativ Americans und Highlander. Die damalige Art zu kämpfen war es sich in Reihen gegenüber zu stehen und aufeinander zu schießen. Die nativ Americans und die Highlander warfen nach dem ersten Schuß ihre Musketen weg und stürmten mit Tomahawk, Messer und Schwerter auf die Spanier ein. Mit dieser Art Kampf kammen die Spanier nicht zurecht und wurden besiegt. Zu Spitzenzeiten lebten 500 Menschen in der Stadt. Allerdings ließ das Interesse an der neuen Welt in England nach und so zogen immer mehr Sieder in andere Städte oder zurück nach England. Um 1755 waren kaum noch Einwohner vorhanden und 1758 zerstörte ein Feuer große Teile der Stadt die dann völlig verlassen wurde und verfiel.
Wie schon geschrieben bitte keine Kommentare und kein gefällt mir (man kann die Funktion nicht abschalten, sonst hätte ich das für diesen Beitrag gemacht). Vielen Dank !
* 07.12.1963 # 25.02.2026Weiterlesen
Timucuan Ecological and H. Preserve FL
26. Februar in den USA ⋅ ⛅ 25 °C
Timucuan Ecological and Historic Preserve FL ist eine ganz komische Mischung aus drei verschiedenen Themen und Lokationen in einem Park. Zuerst Timucua, war der Name eines indigenen Volkes das zur Zeit der ersten europäischen Ankünfte um 1550 lebte. Da es sich um das spätere Florida handelte lebten Sie an Land betrieben aber viel Fischfang. Darüber handelt das erste Visitor Center mit Film und Ausstellung. Auf dem Freigelände ist der Nachbau des Fort de la Caroline der Franzosen aus 1564. Das Fort wechselte mehrfach den Besitzer was immer sehr blutig ausfiel. Zuerst eroberten die Spanier das Fort, dann holten sich die Franzosen das Fort zurück, siedelten dann aber nicht mehr in der Gegend und die Spanier besetzten Florida für die nächsten 200 Jahre bis es an Amerika verkauft wurde. Zum dritten Teil des Parks hab ich eine Straße rausgesucht auf der ich etwa eine Stunde brauchen werde. Von einem Ranger bekam ich den Tip mit einer Autofähre zu fahren und so dauerte es nur 15 Minuten zum Teil drei, die Kingsley Plantation. Sie liegt auf Fort George Island und auch dort wurde mit Hilfe von Sklaven Baumwolle angebaut. Zephaniah Kingsley hatte eine Sklavin aus dem Senegal gekauft und geheiratet. Anna hat die Plantage geleitet wenn ihr Mann unterwegs war. Das Haus kann leider nur von außen besichtigt werden und die Sklavenunterkünfte im Original sind nur noch als Ruinen vorhanden. Die vollständigen Gebäude sind Nachbauten. Auch hier wurde Tabby verwendet (Beton mit Muscheln vermischt). Nach dem langen Tag ging es nur noch zurück ins Hotel.Weiterlesen
Castillo de San Marcos National Monument
27. Februar in den USA ⋅ ☁️ 22 °C
Der Seeweg von Panama, Havanna und Veracruz führte die vollgeladenen Schiffe der Spanier immer um die Küste Floridas herum. Um den Piraten (private oder von England bezahlte) keine Unterschlupfmöglichkeit zu geben planten die Spanier ein großes Fort an die Küste Floridas zu bauen. Die Wahl fiel auf Saint Augustine. Die Spanier hatten schon 1513 Florida erkundet. 1564 bauten die Franzosen ihr Fort Caroline (der aufmerksame Leser erinnert sich) und die Spanier bauten ihr erstes hölzernes Fort 1565 um Saint Augustin zu schützen. Es folgten 8 weitere hölzerne Forts bis man 1672 mit dem steinernen Fort begann und 1695 damit fertig wurde. 1763 wurde das spanische Florida an England abgetreten. Durch die amerikanische Revolution ging Florida wieder an Spanien zurück (1783), dort hatte man aber kein Interesse mehr und 1821 ging Florida endgültig an die USA. Auch das Fort wechselte jeweils den Besitzer und Namen. Unter den Briten wurde es Fort St. Mark und unter den Amerikanern Fort Marion genannt. Im Civil War war es kurze Zeit von den Konföderierten besetzt, aber nach nur einem Jahr von den Unionstruppen ohne Kampfhandlung übernommen. Unrühmlich war die Beteiligung bei den Indianerkriegen, im Fort wurden unter anderem auch Apachen gefangen gehalten und umerzogen. Bis 1945 war das Fort im aktiven Einsatz, zuletzt als Trainings Base für die Coast Guard. Danach vom NPS übernommen und in den Urzustand zurückgebaut.
In Sankt Augustin werde ich erleben was mich im restlichen Florida erwartet. Es ist Hauptsaison, die Hölle los und zu 80 % alte Leute (schreibt der 61 Jährige). Im Ernst, das die nicht mit Gehfrei und Krücken aufeinander einschlagen ist alles. Der sonst übliche kostenlose Parkplatz ist nicht kostenlos an diesem NPS Fort. Allerdings kann ich nicht sagen was er kostet, nach einer halben Stunden rumfahren ohne einen Parkplatz zu bekommen verliere ich die Nerven und fahre ins Parkhaus. Das wird mit 20 Dollar Parkgebühr bestraft. Der Weg zum Fort ist kurz und bei strahlendem Sonnenschein geht es los. Alles wird besichtigt, kleine Ausstellung, viele Schautafeln und der Film. Zum Schluß noch der Magnet und da ich schon 20 Dollar fürs Parken bezahlt habe nehme ich auch noch die Stadt mit. Das die Amis immer aus allem Disneyland machen müßen. In der Stadt lerne ich auch wie schnell das Wetter in Florida umspringen kann. Ich bin kaum fertig mit dem Fort und wende mich der Stadt zu ziehen dunkle schwarze Wolken auf und es schüttet wie Sau. Die neue Columbia Regenjacke liegt natürlich im Auto. Da wird Sie wenigstens nicht naß ... ich dafür um so mehr. Nach ein paar frischen Minidonuts geht es zurück zum Parkhaus und ins Hotel. Noch heiß duschen und Abendessen aus dem Bordkühlschrank und das war es für heute.Weiterlesen
Fort Matanzas National Monument FL
28. Feb.–1. März in den USA ⋅ ☁️ 15 °C
Die Anfahrt zum Fort Matanzas ist etwas weiter und da man mit einem Boot zum Fort übersetzen muß ist das ein Tagesjob und nix mal für eine Stunde. Deswegen buche ich zwei Übernachtungen. Zum Glück bekomme ich tatsächlich einen Platz auf dem CP eines State Parks. Ist mitten im Wald dafür günstig und ich kann endlich wieder mal im Auto schlafen. Nicht nur das die Übernachtungen in Florida sauteuer sind, meine Matratze ist bequemer als Motelbetten und im Motel wird man viel mehr gestört durch Idioten die meinen vor deiner Tür nachts um 2 noch eine zu Rauchen und sich zu unterhalten oder morgens um 5 Uhr ihren Pickup mit dem Ofenrohr als Schalldämpfer für ne Stunde warmlaufen zu lassen. Nach Ankunft auf dem CP wird das Camp bereitet, das Toilettenhaus besichtigt und für gut befunden. Später werde ich leider feststellen, das warme Wasser in der Dusche ist nur lauwarm. Aber Duschen wird eh überbewertet 😉 Macht nur dünne Haut. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück geht es zum kleinen Visitor Center des Forts. Ganz kleine Ausstellung, ein paar Schautafeln und eine freundliche Frau Ranger die sich wie Bolle freut das jemand nach dem Film fragt. Nach dem Film bekomme ich von Ihr auch die Bootsfahrkarte (kostenlos) und den Magneten (gegen Geld). Ich stromer noch ein bisschen auf dem Gelände rum, lese die Daten zum Fort und warte auf die Abfahrt meines Bootes.
Das Fort Matanzas gehört zum Castillo de San Marcos, steht auf einer Insel des Matanzas River und deckt die Zufahrt zum Castillo aus südlicher Richtung. Erbaut auf dem Land der Ureinwohner, den Timucua, die am Anfang noch freundlich gesinnt den Europäer gegenüber waren. Um 1569 wurde an der Stelle ein unbewaffneter hölzerner Wachturm, eine Hütte und eine Pallisade gebaut. Die Bauten wurden des öfteren eine Beute der Elemente und mußten mehrfach erneuert werden. Als 1740 Saint Augustin und das Castillo von den Briten belagert wurden bauten die Spanier ein festes Fort aus Coquina (Shellstone). Das kleine Fort wurde mit 5 Kanonen bestückt was aber völlig ausreichte. Durch das flache Wasser konnten keine großen Kriegsschiffe angreifen und kleine Schaluppen hatten nur seitlich Kanonen und konnten erst bei der Vorbeifahrt feuern, waren aber vorher schon mehrfach vom Fort aus beschossen worden. Das blieb den Briten nicht verborgen und im September 1742 wollten Sie das Fort mit 12 Schiffen überfallen bevor es fertig war. Sie schickten zwei kleine Schiffe in den Fluß um die Tiefe zu prüfen. Die bekamen aber überraschenderweise Feuer aus Kanonen vom Fort. Das Fort war schon so weit das es sich wehren konnte. Die Briten zogen unverrichteter Dinge wieder ab, versuchten es im April 1743 noch einmal erfolglos und dann nie wieder. Die Besatzung des Fort bestand aus 1 Offizier, 2 Kanoniere und 4 Soldaten. Sie wurden alle 30 Tage ausgewechselt und ihre Aufgaben waren Wache halten, kleine Reparaturen erledigen, kleine Gefechte führen und Schiffbrüchige retten. Wenn das Wasser in den Regenzisternen zu neige ging wurde Frischwasser von landeinwärts mit dem Ruderboot geholt. Wir mußten nicht rudern, wir wurden mit einem Boot rübergefahren und von Rangern und Freiwilligen begleitet. Am Fort gab es einen kleinen Vortrag, dann konnte man auf eigene Faust erkunden. Das Fort wurde 1853 verlassen und verfiel mit der Zeit. Das Fundament wurde unterspült und Pflanzen wucherten das Fort zu. 1916 haben Lokals mit der Restauration begonnen, 1924 wurde es Nationales Monument, zuerst unter Leitung des Kriegsministerium, dann 1933 durch den NPS. Seit 1972 bietet der NPS die kostenlose Fähre an. Da die gesamte Rattlesnake Island Nationalpark wurde, ist auch der Tierbestand geschützt und auf der Insel gibt es Bobcats (Rotluchs), Seeschildkröten, die Gopher Schildkröte, viele Vögel und Fischarten die anderswo bedroht sind. Nach der Tour geht es zurück mit dem Boot zum Visitor Center und ich fahre zurück auf den CP, verpflege mich aus meiner Bordküche und erspare mir die lauwarme Dusche.Weiterlesen
Canaveral National Seashore FL
2. März in den USA ⋅ ☀️ 21 °C
Eigentlich wollte ich nicht Cape Canaveral besuchen. Aber wann komm ich schon mal wieder her, meine Route führt mich direkt daran vorbei und Sie bieten Seniorentickets ab 55 Jahre. Außerdem ist direkt neben dran ein National Seashore Park den ich besuchen will. Der ist nicht so groß und so besuche ich den Park auf dem Weg vom CP zum Hotel. Der Name stammt von den Spanier und bedeutet soviel wie place of canes, also Platz der Bären. Die muß es da noch gegeben haben. Jetzt findet man im Park Schildkröten, Manatees, Falken, Bald Eagles und viele weitere Vogelarten. Ein kleines Visitor Center mit Ausstellung, Film und Magnet bereitet einen auf 6 Meilen Parkroad, mehrere Strände und Eldora vor. Das Seashore Park Gelände grenzt an den Weltraumbahnhof an und Raketenstarts können von hier aus beobachtet werden. Eldora war eine kleine Siedlung von der jetzt nur noch ein Haus steht. In Eldora hatten sich Citrusfarmer niedergelassen und Felder angelegt. Im Jahr 1895 hat der Frost alle Citruspflanzen zerstört und die Farmer haben die Siedlung verlassen. In dem Haus gibt es ebenfalls einen Film, eine Ausstellung mit Fotos und einer Freiwilligen die Fragen beantwortet. Ich habe mir auch die Strände angeschaut und an Tieren habe ich Schildkröten, Armadillos und Delphine gesehen. Dann mußte ich mich beeilen damit ich vor Schließung des Parks an den Toren vorbei war. Es blieb mir nur noch ins Hotel zu fahren und mich auf den großen Tag am Weltraumbahnhof vorzubereiten.Weiterlesen
Kennedy Space Center FL
3. März in den USA ⋅ ⛅ 25 °C
Oder ganz einfach ... Disneyland. Die Amis verstehen es einfach eine große Sache daraus zu machen. Mein Hotel ist ganz in der Nähe und ich düse früh los. Bin auch kurz nach der Öffnung da und darf nach 15 Dollar Parkgebühr auf Parkplatz Nr. 5 !!!! fahren. Das ist nicht der 5. Parkplatz, das ist der 5. Großparkplatz. Wobei Nr. 1 der Busparkplatz ist und der nicht voll ist. Aber 2 bis 4 sind PKW Plätze und um die Uhrzeit schon voll ... an einem Dienstag 🫣
Am Automat ziehe ich mir das verbilligte Seniorenticket für 77,04 Dollar, ein Schnapper. Ich stürze mich sofort ins Getümmel und wähle gleich die Bustour, die dauert 2,5 Stunden. Allerdings nicht am Stück. Man wird von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gefahren, steigt aus und kann alles im eigenen Tempo anschauen. Erster Stop eine simulierte Triebwerkstestanlage. In meinen Augen und ganz ehrlich gesagt ... für den Arsch. Anscheinend wird nur bei vielen Zuschauern der simulierte Testlauf gestartet. Es sind nie gleichzeitig viele Menschen da, deswegen gibt es auch keine Simulation, enttäuschend. Weiter geht es zum Apollo Center und danach zurück ins Gelände zum Space Shuttle Bereich. Dort kann man eine Startsimulation mitmachen und viel über das Spaceshuttleprogramm lernen. Die Zeit reicht gerade noch für einen Imax Film und dann macht das Space Center auch schon zu. Zum Glück hat der Souvenirladen länger auf, da bekomme ich auch noch meinen Magneten. Auf dem Rückweg zum Hotel fahre ich noch schnell einkaufen und dann ist der Tag auch schon wieder vorbei. Dieses Mal gibt es nur eine kleine Auswahl an Bilder und Videos, ich habe natürlich unendlich viele gemacht.Weiterlesen
Anfahrt und Rückfahrt Key West FL
4.–6. März in den USA ⋅ 🌬 24 °C
Vom Cape Canaveral nach Key West ist es ein ganzes Stück und so habe ich auf dem Hinweg eine Zwischenübernachtung eingelegt. Von da waren es aber immer noch 170 Meilen bis ans Ende von Florida. Da die Preise auf Key West irre sind (billigstes Hotel 320 Dollar aber ne schlechte Bewertung) habe ich erst überlegt nach Key West zu fahren und am gleichen Tag die 144 Meilen wieder zurück. Zum Glück habe ich das nicht gemacht. Die Hinfahrt war ein Alptraum, 170 Meilen Stop and Go. Wegen dem vielen Verkehr und einem Unfall auf der einspurigen Straße bin ich erst gegen Nachmittag auf Key West angekommen. Ich hab mich beim AirBnB angemeldet, hab dann noch schnell die Boje besucht und einen Strand mit Sonnenuntergang rausgesucht. Als ich dann zur Unterkunft zurück gefahren bin habe ich eine Schraube im Reifen bemerkt. Nach der Nacht im 180 Dollar AirBnB bin ich zum Reifenhändler und hab wieder den linken Hinterreifen flicken lassen. Da auf Key West alles teurer ist, hätte ich mir für das Geld einen neuen Reifen kaufen können. Da es wieder der gleiche Reifen hinten ist, nenne ich Ihn jetzt liebevoll meinen schweizer Käse. Nach dem Flicken bin ich die 144 Meilen wieder zurückgefahren und dieses Mal ist es gerollt. Kurzer Zwischenstop am blue Hole und dort den ersten Alligator gesehen. Wieder auf dem Festland gab es noch mal ein Hotel bevor ich in den Everglades auf den CP gehe.Weiterlesen
Biscayne National Park FL
7. März in den USA ⋅ ☀️ 26 °C
Auf dem Weg vom letzten Hotel zu den Everglades kommt man an einem kleinen National Park vorbei der einige Inseln der Kays und Teile des Festlands beinhaltet. Hier lernt man auch den Unterschied zwischen den Keys und Inseln. Inseln sind geologisch entstanden und Keys wachsen, sind also z.B. aus Pflanzen oder Limestone (Muschelkalk). Hier im Park oftmals aus Mangroven. Durch den starken Schiffsverkehr und das teilweise flache Wasser liegen in diesem National Park viele gesunkene Schiffe. Sechs davon hat man in den Park integriert. Es sind Bojen an den jeweiligen Wracks befestigt und man kann mit seinem Boot dahinfahren und zu den Wracks tauchen. Teilweise ist das Wasser so flach das man die Wracks auch nur beim Schnorcheln ohne großartige Ausrüstung ertauchen kann. Wer kein eigenes Boot hat kann an einer der zwei Tauchtouren des NPS teilnehmen. Kostet im moment 119 Dollar. Ich nehme nicht teil, es gibt keine Neoprenanzug (zum Glück) in meiner Größe 😉
So schau ich mir die Ausstellung und mehrere Filme über die Wracks an. Anschließend laufe ich noch den kurzen Naturtrail der über eine Brücke auf eine Key führt und man kann dort die Mangroven anschauen. Schönes Wetter und ein glattes Meer laden zu dem Spaziergang ein. Um 17 Uhr schließt das Visitor Center der Everglades und so gebe ich Gas damit ich das noch besuchen kann. Das Visitor Center ist über 30 Meilen vom CP und meiner Bootstour morgen entfernt und so muß ich heute die Ausstellung anschauen und den Magnet kaufen. Film gibt es keinen. Auf dem Aussengelände gibt es noch einen Borrow Pit und an dem trocknet sich ein Vogel sein Gefieder. Von dem Vogel werde ich morgen mehr erfahren. Damit er tiefer tauchen kann saugen sich seine Federn voll Wasser (deswegen trocknet er Sie öfters) und er hat schwere Knochen (so wie ich 🤣). Ich düse noch die 30 Meilen, nehme meinen Stellplatz in Besitz, rege mich nicht mehr darüber auf das man die Fahrzeuge ohne eigene Toilette am weitesten entfernt vom Toilettenhaus hinstellt und sich prinzipiell weigert Änderungen des Stellplatzes vorzunehmen obwohl der CP nicht mal zur Hälfte belegt ist. Ich erfreue mich des Nachthimmels, der erträglichen Temperaturen (am Tag waren es über 30 Grad) und den Notstromer der Dickschiffe die auch Nachts die Klima laufen haben 🫣
Ich brauche nur das dünne Deckchen und schlafe wie ein Stein, gibt ja auch kein Netz und WLAN.Weiterlesen
Everglades National Park FL
8. März in den USA ⋅ ☀️ 28 °C
Wie ich schon geschrieben hatte, wollte der NPS von nicht Amerikanern selbst mit NP Paß für einige Parks zusätzlich 100 Dollar kassieren. Wenn das so geblieben wäre, hätte ich mir den Park rein aus Prinzip gespart. Zum Glück haben Die kurz vor meinem Besuch die Regel geändert und alle mit einem Paß aus 2025 müßen die 100 Dollar nicht bezahlen. Der Park ist so groß, man könnte Wochen darin verbringen. Ich habe mir eine Bootsfahrt rausgesucht und "den" Natural Trail auf dem man die meisten Tiere zu sehen bekommt. Bei der Bootstour hat man drei zur Auswahl. Die Kosten aber auch alle drei je knapp 50 Dollar. Tour 1 ist mit so einem coolen Boot mit dem riesen Propeller hinten dran übers Wasser gleiten. Tour 2 ist zu einer Insel und Tour 3 zu einem See. Was nehmen ? Zum Glück berät die Frau an der Kasse recht fair. Sie empfiehlt Tour 3. Da bekommt man die meisten Tiere zu sehen und stellenweise (ist nicht immer erlaubt) kann das Boot mit zwei 250 PS Außenborder schneller fahren als so ein Propeller Boot. Bei Tour 1 mit Propeller Boot sieht man keine Tiere weil das Ding so einen Lärm macht das alles verschwindet und Tour 2 zur Insel ist ein Gebiet mit wenig Tieren. Also hatte ich Tour 3 gebucht und mich zur Abfahrt eingefunden. Da es ziemlich heiß war und die Everglades relativ leer, war auch auf dem Boot viel Platz. Das Boot wurde von einem Mann gefahren und ein zweiter machte die Kommentare. Hatte den Vorteil das was der eine übersehen hat wurde vom Zweiten entdeckt. Unterwegs wurde immer mal kurz angehalten oder langsam gefahren wenn es was zu sehen gab. Auf einem Stück auf dem See hat der Kapitän die 500 PS mal losgelassen, ging gut ab. Nachdem wir wieder zurück waren bin ich die fast 30 Meilen bis kurz vor den Park Eingang gefahren da dort der Natural Trail war. Es gab jede Menge Tiere und Vögel zu entdecken. Nach der Runde bin ich wieder zurück zum CP und da die Zeit gerade noch gereicht hat, habe ich auch das kleine Visitor Center beim CP noch besucht bis es geschlossen hat. Danach bin ich auf meinen Stellplatz und habe wieder die Abendstimmung genossen, dieses Mal ohne Notstromer da heute abend der Platz noch leerer ist.Weiterlesen
De Soto National Memorial FL
9.–10. März in den USA ⋅ ☀️ 24 °C
Von den Everglades ist es ein gutes Stück bis Tampa Bay und dort befindet sich das nächste National Memorial. Deswegen habe ich eine Zwischenübernachtung auf einem CP des US Army Corps of Engineers (sowas wie unsere Heerespioneere, warum bauen die nicht sowas cooles ?) eingelegt. Schön am Fluß gelegen, super Duschen und alles tiptop. Unterwegs gab es wieder einen Stop in einer Mall und die hatten ein Becken mit Schildkröten in der Mall. Am Platz angekommen hat die Sonne geschienen und ich konnte noch draußen sitzen. Abends hat es dann noch richtig geschüttet aber am nächsten Morgen war alles wieder sonnig. Bei über 30 Grad bin ich in Tampa Bay am De Soto Memorial angekommen. Dort finde ich eine einsame Frau Ranger unter einem Zelt Pavillon sitzen. Das Visitor Center ist geschlossen wegen Hurricane Schäden. Das Fundament hat sich durch Flutung gesetzt und es sammelt sich Wasser unterm Gebäude. Das Ding ist Ihnen total verschimmelt. Also leider kein Film und viel schlimmer ... kein Verkauf von Magnete 😪 Ich beklage mein Schicksal, da wird Sie weich. Ich soll mal den Trail ablaufen und Sie wird was organisieren. Also laufe ich los um die Geschichte von Hernando de Soto, einem spanischen Explorer oder soll man eher Eroberer und Sklavenhändler sagen. Im May 1539 kommt de Soto mit seinen Schiffen von Havanna und landet in Tampa Bay. Er lädt seine Soldaten und Pferde aus und zieht raubend und plündernd (Sachen und Menschen) durch Florida und die ganzen jetzigen Südstaaten. Allerdings läuft es nur am Anfang gut. Sein Ruf eilt Ihm voraus und spätere indigene Völker wissen das er plündert, mordet und Sklaven nimmt. Deswegen greifen Sie seine Armee nicht mehr frontal an sondern nutzen die Nadelstichtaktik, zuschlagen und verschwinden bevor er sich wehren kann. Außerdem sorgen Sie dafür das es keine Versorgungsgüter und Frischwasser mehr für Ihn gibt. Im May 1542 stirbt de Soto und die Reste der Spanier fahren auf Flössen den Mississippi runter bis ans Meer wo Sie von spanischen Schiffen aufgenommen werden. Aus den damaligen Ureinwohner haben sich durch die Vertreibung und den Kampf neue Tribes gebildet. So bedeutende Tribes wie Choctaw, Chickasaw, Cherokee, Seminole und viele mehr entstanden aus den Ureinwohner (deren Hügel mit Häuser wir in Ocmulgee Mounds, Georgia besucht haben). Hier im Park gibt es die Stelle zu sehen wo die Spanier gelandet sind, ein Longhouse wie das welches die Spanier einfach besetzt und als Basis benutzt haben. Die ersten Einheimischen wurden noch freundlich behandelt weil man Sie brauchte. Schöner Spaziergang um die Bucht und das nachgebaute Haus. Als ich wieder bei Frau Ranger angekommen bin überreicht Sie mir freudestrahlend einen Magneten. Sie hat Ihn extra im Hauptquartier geholt und da Sie keine Kasse hat schenkt Sie Ihn mir. Ich soll aber nichts ihrem Chef davon erzählen, ich werde mich hüten 😉
Es ist jetzt schon Nachmittag, immer noch viel zu warm und ich fahre ins nächste Hotel und teste ausgiebig die Klimaanlage ... geht 🥶Weiterlesen
Gulf Islands National Seashore FL
11.–13. März in den USA ⋅ ☁️ 22 °C
Leider war das supercoole Zimmer (in allen Belangen) nur für eine Nacht. Wir sind auf der Durchreise und müßen Strecke machen. Die nächste Übernachtung ist auf einem wunderschönen CP ... direkt an einem gut befahrenen Highway. Der Platz ist super, kostet 13 Dollar und hat saubere Toiletten und Duschen mit heißem Wasser und mächtigem Wasserdruck. Da können sich so manche ein Scheibchen abschneiden. Da es wieder in Richtung Süden geht reicht auch wieder das dünne Deckchen nachts. Am nächsten Morgen werde ich wach und ... es schüttet wie Sau. Erster Einsatz der Columbia Regenjacke. Hat Sie gut gemeistert. Bei der Abfahrt regnet es noch, aber wie schon öfter in den Staaten reißt es irgendwann auf und die Sonne bricht durch. Unterwegs ist wieder Mallrestrooms angesagt und da ich einen Vietnamesen entdecke gibt es ein belegtes Croissant und einen Mangosmoothie (mit "echten Früchten" aus der Pumpflasche). Ich bin schon zu lange hier, er schmeckt mir sogar 🫣
Nachmittags komme ich am Hotel für die nächsten zwei Nächte an. Die wollen sogar 200 Dollar Kaution und man muß auf einem Zettel 7 mal unterschreiben wofür Sie die Kaution einbehalten dürfen. Alles drauf, auch Flecken auf der Bettwäsche. Ich komme ins Zimmer, der Raum, das Bad und die Handtücher plitzsauber. Ich schlag die Bettwäche zurück ... ein fetter Fleck auf dem Laken auf der Matratze. Ok, das geht so nicht, ich wieder zur Rezeption, das mit Ihr geklärt, wenn sowas die Kaution kostet will ich ein sauberes Laken haben. Sie holt ein neues, ich geh raus, schau es mir im Licht an, noch mehr Flecken und am Rand sogar schwarz von Öl. Zurück, ihr das auf die Theke gelegt und Sie hat das eingesehen, hat aber kein Frisches mehr. So mußten wir zusammen in die Wäschekammer, sie hat eins rausgesucht das sauber war und ich dann zufrieden. Wenn Ihr meint Ihr könnt so leicht meine Kaution kassieren 😉
Da das Hotel ziemlich am Rand von Pensacola liegt gibt es nur noch Futter aus dem bordeigenen Kühlschrank. Der Park hat einen eigenen CP, aber für Florida ist Hochsaison und natürlich Wochen im voraus nichts zu bekommen. Das Hotel ist aber auch ok, recht ruhig für ne Großstadt. Am nächsten Morgen fahre ich schon früh los, muß mich durch die ganze Stadt schieben und erst mal 30 Meilen die Küste entlangfahren. Auf die Insel kann man über eine Toll Bridge drauffahren oder über einen längeren Weg kostenlos. Runter von der Insel ist dann auch über den kurzen Weg der Brücke kostenlos. Auf der längeren Anfahrt sieht man dann schon viel von der Insel. Gulf Islands National Seashore ist wieder eine Kombination aus Stränden, Tierschutz und alten Anlagen wie Forts, Barracks und Batterien. Supergut erhalten ist das Fort Pickens. Die Batterien erspare ich mir, das Fort selbst hat mehrere. Alles gut erhalten und gut erklärt ... durch Schilder. Im Laden komme ich ins Gespräch mit der Angestellten der Firma die im Auftrag des NPS die Sachen verkauft, denn das Visitor Center ist geschlossen und in der ganzen Anlage ist kein Ranger zu sehen. Somit hab ich meinen Magneten bekommen aber keinen Film gesehen. Sie erklärt, es ist genau eine Frau Rangerin da, die hat an der Einfahrt meinen Paß kontrolliert. Vor dem Einfrieren der Haushaltsmittel waren hier mehr als 10 Ranger beschäftigt. Die haben sich alle was anderes suchen müßen weil Sie Familie haben und sind nicht mehr wiedergekommen. Herzlichen Glückwunsch, hat ja gut geklappt 🤯
Ich streunere so lange über die Anlage bis Sie schließt, fahre noch schnell an einen der Strände die zum Park gehören. Sieht alles nach Urlaub aus und der NPS hat sogar überall Pavillons mit Umkleide, Toiletten und Duschen installiert. Zurück am Hotel gibt es auch heute Futter aus dem Dometic Kühler und kalte Getränke aus dem Hotelkühlschrank, habe fertig.Weiterlesen
Tuskegee Airmen N. Historic Site AL
14. März in den USA ⋅ ☀️ 26 °C
Die Anfahrt nach Tuskegee wieder nur über Highways und nicht über Interstates, es ist einfach weniger los, die Straßen sind fast immer besser und die Strecke selbst ist meist kürzer. Ganz abgesehen davon, es gibt viel mehr zu sehen unterwegs. In Tuskegee angekommen besuche ich die Tuskegee Airmen National Historic Site. Hier wurden ab 1941 die ersten farbigen Piloten für den zweiten Weltkrieg ausgebildet. Sie wurden zwar auf Jagdflugzeugen ausgebildet, wurden aber nicht im Kampf gegen Jagdflugzeuge direkt eingesetzt sondern mußten die amerikanischen Bomber abschirmen. Sie schossen auf angreifende deutsche und später japanische Jagdflugzeuge wenn Sie Bomber angriffen, durften aber nicht hinterfliegen sondern mußten bei den Bombern bleiben. Begründung: ein farbiger Pilot ist nicht so gut wie ein Weißer. Alles natürlich Unfug und es wurde noch schlimmer, nach Ende des Krieges hofften die Piloten in der Air Force bleiben zu können, Sie wurden aber alle entlassen und nach Hause geschickt wo die übliche Diskriminierung wie vor dem Krieg weiterging. Die Ausstellung auf dem Gelände befindet sich in Hangar Eins und Hangar zwei, wo man auch den Film schauen kann und den Shop besuchen. Ich komme gerade rechtzeitig für den letzten Film des Tages und stürze in Hangar zwei rechtzeitig zum Beginn. Mit mir ca. 50 uniformierte Frauen und Männer, ich würde aber auf Army tippen, keine Air Force. Die sind dann auch mit mir zusammen in der Ausstellung unterwegs und werden mit mir zusammen rausgeworfen als es Zeit war. Ich habe nicht mehr weit nach Auburn, wo ich ein günstiges Zimmer für 50 Dollar die Nacht für zwei Nächte gebucht habe. Wenn die Auburn Tigers spielen steigt der Preis fürs Zimmer auf 275 Dollar die Nacht ... Wahnsinn, mein Zimmer ist schön, aber 275 Dollar 🤯Weiterlesen
Horseshoe Bend National Military Park AL
15. März in den USA ⋅ ☁️ 25 °C
Was ? Schon wieder ein Military Park ? Schon wieder Civil War ? ... Nein, warum auch immer der NPS das Ding Military Park genannt hat, es geht um den Kampf von ca. 3.300 Tennessee Milizen, verbündete Creek Stämme und Cherokee gegen ca. 1.000 Krieger der Upper Creek Stämme, auch Red Sticks genannt da Sie ihre War Clubs rot anmalten, die Farbe des Kriegs. Wer sind die Creeks und warum gab es den sogenannten Creek War der zwei Jahre andauerte. Die Creeks sind nicht ein Stamm, es sind viele Stämme deren Ursprung wir schon in Ocmulgee gesehen haben. Aus diesem Urstamm haben sich viele neue gebildet die weiter gezogen sind und immer neue Städte gegründet haben. Welcher Stamm zu den Upper oder Lower Creek gehört wird durch die Positon des Stammes über- oder unterhalb des Chattahoochee Rivers bestimmt. Die Lower Creek haben sich seit dem Vertrag von New York 1790 der US Regierung und dem Indianerbeauftragten angenähert. Im Vertrag werden die Grenzen des Creek Landes festgeschrieben. Hat natürlich nicht geklappt, Siedler und Goldschürfer haben das Land überfallen und sich Stücke davon geholt. Die Lower Creek haben das toleriert, die Upper Creek haben sich gegen die Siedler und Goldgräber gewehrt. Es gab immer wieder kleine Überfälle und Scharmützel auf beiden Seiten. Da wurden mal 7 Siedler Familien überfallen und ermordet, die verantwortlichen Krieger wurden von den Lower Creek Häuptlingen verhaftet und hingerichtet, eine Gruppe Jäger der Upper Creek wurde von Tennessee Milizen abgefangen und ermordet. Dafür überfielen die Creeks ein Fort und töteten dort 250 Siedler. Das war der Anlass die 3.300 Milizen und verbündeten Indianer gegen die Städte der Upper Creek ziehen zu lassen. Angeführt von dem späteren Präsidenten Andrew Jackson wurden mehrere Städte angegriffen und kleinere Kämpfe durchgeführt. Die Upper Creek zogen sich immer weiter zurück bis Sie im Horseshoe Bend des Tallapoosa River ihre Verteidigungspositionen bezogen. Sie zogen eine Pallisadenwand mit Erdaufwurf und Schießscharten quer durch das Hufeisen und normalerweise wäre der Angriff der Milizen blutig gescheitert da die Angreifer übers freie Gelände angreifen mußten und die zwei vorhandenen Kanonen trotz zweistündigem Beschuß keinen Schaden an der Pallisade verursachten. Schlachtentscheident waren Cherokee Krieger die ein paar Kanus der Creeks klauten und damit Krieger übersetzten, die die Pallisade von hinten angriffen und den Kampf entschieden. Im Kampf sind 800 der 1.000 Red Sticks gefallen, Jackson hatte 49 Tote und 154 Verwundete von denen noch viele starben. Allerdings hatten auch die gewinnenden Stämme nicht lange Freude am Sieg. Jackson unterschrieb 1830 als Präsident den Indian Removal Bill und alle Stämme, auch die Cherokee, mußten in Reservationen ziehen. Die Cherokee nannten den Weg "Trail of Tears" und den habe ich bis heute auch in Alabama, Kentucky, Massachusetts usw. mehrfach gekreuzt. Das Visitor Center ist relativ klein, bisschen Ausstellung, der Film und der Laden zum Magnet kaufen. Der Film wie immer gut, der Ranger nett und der Magnet schnell gekauft. Dann geht es in den Horseshoe, das Wetter ist schön und so schaue ich mir jede einzelne Position genau an. Wenn man sich vorstellt, auf der kleinen Wiese haben sich 4.300 Männer die Köppe eingeschlagen. Ich bin bis kurz vor Schließung im Park und der Rückweg dauert auch noch ein bisschen. Ich gehe unterwegs noch einkaufen, so gibt es wieder Futter aus der Bordküche und ich genieße noch mein 250 Dollar Zimmer 😉Weiterlesen












































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































ReisenderNicht das ich Sport machen würde ... aber falls, würd ich gut aussehen 🤣