• Katrin W
  • Gregor Fuchs-Eisner
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Unsere große Reise

Von Nepal nach Mexiko En savoir plus
  • Zinacantán und ihre Textilkunst

    28 novembre 2023, Mexique ☁️ 19 °C

    Wir wollen mehr über die herrlich bunt verzierten Stoffe und Kleider, die für Chiapas typisch sind, erfahren - also auf nach Zinacantán.

    Immer wenn sich die Möglichkeit bietet, einen Ausflug auf eigene Faust mit dem Colectivo zu machen, nutzen wir das. Die lokalen Sammeltaxis sind sehr günstig und wir sind ohnehin keine großen Fans von organisierten Touren. Von wo das Colectivo für das gewünschte Ziel abfährt, muss man sich auf Spanisch erfragen. Dort angekommen wartet man mit den anderen Fahrgästen bis alle Plätze belegt sind. Ist der Minivan voll, geht es endlich los. Das System beruht also nicht auf fixe Fahrzeiten, sondern auf Auslastung. Ein Aus- und Zusteigen entlang der Wegstrecke wird als selbstverständlich erachtet. Auch das Mitnehmen von Großeinkäufen, Eiswägen und vieles mehr ist im Colectivo kein Problem. Alles funktioniert auch an diesem Tag wieder erstaunlich gut und nach 30min Fahrt sind wir auch schon in Zinacantán.

    Die kleine Stadt ist für ihre handgemachten Textilien bekannt. Hier werden all die schönen Stoffe und Gewänder gewebt und bestickt, die auf den Märkten verkauft werden.

    Wir können bei einer netten Familie beobachten, wie sie mit einer Engelsgeduld ihrem Handwerk nachgehen. Die Weberei, eine der ältesten Techniken der Textilherstellung, wird hier am Boden sitzend verrichtet. Schuss für Schuss wird der Querfaden durch die Trägerfäden geführt und mit einem kräftigen Ruck verdichtet.
    Auch die Kinder helfen bereits fleißig mit und so wird das Handwerk an die nächste Generation weitergegeben.

    Die fertigen Stücke sind für einheimische Verhältnisse sehr teuer. Ein Tischläufer ist die Arbeit von drei Monaten und kostet je nach Art und Muster zwischen 75 und 120 €. Es ist kaum vorzustellen, dass drei Monate, 7 Tage die Woche und 6 Stunden am Tag an einem 2m langen Tischläufer für so wenig Geld gearbeitet wird.

    Heute gibt es einen Schal für den Herren (schließlich kommen wir im Winter nach Hause) und eine Stofftasche für die Dame. Für die gesamt fünf Wochen Arbeitzeit bezahlen wir weniger als 30€.
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  • Nationalpark Cañón del Sumidero

    29 nov. – 5 déc. 2023, Mexique ⛅ 25 °C

    Der Nationalpark und Cañón del Sumidero darf bei einer Chiapas-Reise nicht fehlen und somit machen wir uns auf dem Weg zur spektakulären Schlucht.

    Der Cañón del Sumidero ist ein tiefer Canyon bei dem bis zu 1.000 m hohen Felswänden in die Höhe ragen.

    Nachdem wir die Aussicht auf den riesigen Cañón von zwei Miradores genossen haben, geht es nun im Boot am Río Grijalv durch den Cañón.

    Auf der Flussfahrt im 20.000 Hektar großen Nationalpark bestaunen wir nicht nur die tiefe Schlucht, auch verschiedene Vogelarten, viele Krokodile und einige Wasserfälle können wir entdecken.

    Die Flussfahrt und unser Ausflug endet im kleinen Städtchen Chiapa de Corzo, welches zu den Pueblos Mágicos (besonders sehenswerte Ortschaften in Mexiko) gehört, uns aber nicht vom Hocker haut. Das Marktessen ist jedoch wie überall in Mexiko unbeschreiblich lecker.
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  • Coca Cola Religion!?

    30 novembre 2023, Mexique

    In Mexiko und verstärkt in Chiapas gibt es ein Problem.
    Die Leute haben hier keinen Zugang zu sauberen Wasser. Das erreichbare Grundwasser ist giftig und macht krank. Überall sieht man Tankwagen, welche Wasser in die Speicher der Häuser pumpen. Doch auch das ist oft nicht gesund und die Herkunft ist unbekannt.
    Was soll man also tun? Schließlich braucht jeder Mensch Wasser zum Leben.

    Ach, wie gut, dass es COCA COLA gibt und ein ehemaliger Mitarbeiter des Getränkeherstellers zum Präsidenten (mittlerweile Ex-Präsident) von Mexiko wurde. Dieser verkaufte die Wasserechte mehrere Grundwasserquellen an seinen ehemaligen Arbeitgeber. So wurde auch eine riesige Quelle unter San Cristóbal de las Casas zu eigen von Coca Cola. Die Menschen können sich nun also ihr "Trinkwasser" mit Unmengen von Zucker und in Plastikflaschen abgefüllt kaufen.

    Als Mexiko in den 70er Jahren dann auch noch ein Handelsabkommen mit den USA beschließt, eskaliert die Situation völlig. Coca Cola wird sogar billiger als Wasser und ersetzt es in manchen Regionen quasi komplett.

    Coca Cola beherrscht vor allem die ärmeren und ländlichen Regionen wie Chiapas. Überall sieht man das rot-weiße Logo. An den Wänden der Häuser, auf Spielplätzen und Sportstätten, die von Coca Cola gesponsert werden.
    In manchen Gemeinden kann man sich im Kreis drehen und sich sicher sein, dass man aus jedem Blickwinkel irgendwo eine Werbung der Getränkemarke erhascht.
    Die Marke ist allgegenwärtig und hat sich mit geschickten Marketingtricks vor allem in die Köpfe der indigenen Bevölkerung geschlichen und wird nicht nur als Getränk, sondern auch als Medizin gesehen.

    Im Durchschnitt trinkt man in Mexiko zwei Liter Coca Cola am Tag. Ein Großteil der Bevölkerung ist danach süchtig. Die Folgen der Suchtkrankheit sind eine extrem hohe Sterblichkeitsrate. Diabetes und Herzversagen sind die Haupttodesursache der indigenen Bevölkerung, da sie oft schon seit dem Kleinkindalter nichts anderes als das Zuckerwasser trinken.

    Besonders ein Ort wird immer wieder in Verbindung mit Coca Cola erwähnt - San Juan Chamula. Hier soll das Getränk sogar "heilig" sein und für kirchliche Zeremonien verwendet werden.

    Wir setzen uns wieder in ein Colectivo, um uns selbst von der Geschichte zu überzeugen.

    Dort angekommen fällt uns sofort das sehr schön verzierte Kirchengebäude auf. Bis auf die farbenfrohe Verzierung wirkt das Gotteshaus jedoch ganz gewöhnlich. Von innen eröffnet sich uns eine andere Welt. Die Kirche ist dunkel!
    Nur der Schein von hunderten Kerzen erhält den Raum. Der Geruch des Kerzenwachsen steigt uns in die Nase und Rauch liegt in der Luft. Die kleinen Lichter werden von der indigenen Bevölkerung entzündet, die in San Juan Chamula die große Mehrheit bildet. Die Familien sitzen im Kreis auf Heu, das am Boden der Kirche verstreut ist. Rundherum brennen die vielen Kerzen. Immer mit dabei ein paar Flaschen Coca Cola, dem hier sogar heilende Kräfte nachgesagt werden.

    Mit einer schnellen kräftigen Bewegung dreht eine ältere Frau dem in einem Plastiksack mitgebrachten Huhn den Kopf um. Schnell wird noch ein wenig Coca Cola über das geopferte Huhn gegossen und das heilige Ritual ist fast vollbracht. Zum Abschluss wird noch der regionale Schnaps namens Pox getrunken....AMEN.

    Aber was ist das nun eigentlich für eine Religion in der tote Hühner mit Coca Cola beträufelt werden?
    Synkretismus nennt man das hier auftretende Phänomen. Eine Vermischung verschiedener Religionen. Die Bewohner*innen von Chumula gaben über hunderte Jahre erfolgreich vor, sie würden römisch-katholisch sein. Aus Selbstschutz und um alte Kulturen zu bewahren entstand über die Jahre eine bunte Mischung zwischen den im geheimen fortgeführten Maya-Ritualen und dem Christentum.

    Fotos von der für uns sehr ungewöhnlichen Szenen sollte man aus Respekt vor den Zeremonien und den Einheimischen nicht machen. Das dies so bleibt überwachen die Ordnungshüter der Stadt in ihren weißen Schafsfellen. Die Herren sollen anscheinend auch schon weniger respektvolle Touristen für einen Tag weggesperrt haben. Also NEIN, wir haben keine Fotos in der Kirche gemacht.

    So weit geht also der Einfluss der mächtigen Getränkeindustrie, dass sie sogar als "heilig" angesehen wird.

    Das weitverbreitete Versorgungssystem bringt die Coca Cola Flaschen bis in die letzten Winkel des Landes. Und will jemand ausnahmsweise doch reines, sauberes Wasser trinken, kein Problem. Das gibt's auch von Coca Cola, und zwar abgefüllt in Plastikflaschen...nur mit einem kleinen Aufpreis.
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    Mehr darüber wird in der Doku "Wie Coca Cola eine Stadt runiert" berichtet: https://youtu.be/tFFKqeNk4mM?si=2x_LHlp8Oy65ixHi
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  • Ein Transfer voller Abenteuer

    1 décembre 2023, Mexique

    Schweren Herzens und mit Vorfreude auf die kommenden Abenteuer in Mexiko verlassen wir heute San Cristóbal de las Casas.

    Um 4 Uhr früh werden wir abgeholt.
    Ja, wir machen eine Tour und können es selbst kaum fassen, dass wir uns diesmal nicht gegen den Touribus entschieden haben. Aber die Tour ist ausschließlich zweckbedingt. Unser Ziel ist die Mayastätte Palenque. Mit der Tour sparen wir uns nicht nur 2 zusätzliche Reisetage und damit viel Geld, sondern besichtigen mehr als nur die Mayaruinen.

    Mit gepackten Rucksack steigen wir in den Minivan ein. Wie gesagt, wir nutzen die Tour als Überfahrt und fahren nicht mehr ins schöne San Cristóbal de las Casas zurück. Überraschenderweise begleiten uns nur eine junge Mexikanerin und ein französisches Backpacker-Pärchen, die aus den gleichen Nutzen die Tour machen. Da hatten wir wieder einmal großes Glück mit unserer quasi "Privattour".

    Nach einigen Fahrstunden sind wir auch schon beim ersten Stopp angekommen - Cascadas de Agua Azul. Da unser Fahrer extrem schnell rast, sind wir vor allen anderen Touribussen da und können alleine die blitzblauen Wasserfälle genießen und darin plantschen - traumhaft.

    Weiter geht's zum nächsten Wasserfall. La Cascada Misol-Ha wurde durch die Filmdreharbeiten von Avatar 2 und Predator bekannt. Auch hier dürfen wir wieder baden und den beeindruckenden Wasserfall direkt vom Wasser aus bestaunen.

    Genug Abkühlung für heute, wir brechen nach Palenque auf. Die Ausgrabungsstätte Palenque ist von Dschungel umgeben und wirkt dadurch sehr mystisch. In der archäologischen Zone von Palenque befinden sich die Ruinen einer ehemaligen Mayametropole, die seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
    Nach einer kurzen spanischen Führung erkunden wir die atemberaubende Ausgrabungsstätte bei knapp 40 Grad auf eigene Faust 🥵 Wie Indiana Jones erklimmen wir die gut verlassenen Ruinen, welche mittens im Dschungel liegen. Teile des Films wurden sogar dort gedreht.

    Anschließend werden wir am Busbahnhof von Palenque-Stadt abgesetzt. Das Gepäck verstaut und ein gemütlicher Stadtrundgang kann beginnen, bevor wir Chiapas verlassen und die Nachtfahrt nach Merida in die Hauptstadt von Yucatan antreten.
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  • Merida - Cenoten von Cuzamá

    2 décembre 2023, Mexique ⛅ 33 °C

    Nach 9h Nachtbus sind wir um 6 Uhr früh in Merida angekommen. An Ausrasten ist nicht zu denken. Nach einer kurzen Erfrischung (und waschen) im Hotelpool brechen wir auf. Auf dem Weg zum Colectivo statten wir noch den Markt einen Besuch ab und stärken uns mit leckerem Obst.
    Das Colectivo bringt uns nach Cuzamá, wo wir 3 Cenoten erkunden.

    Schon zu den Cenoten von Yucatán zu gelangen ist meist ein Abenteuer für sich.
    Oft klettert man über eine rostige Eisenleiter senkrecht in ein schwarzes Erdloch hinab, oder man geht durch eine Tropfsteinhöhle. Es gibt Cenoten unter der Erde, die wie eine Kathedrale wirken, beleuchtet nur durch kleine Löcher an der Decke. Der einfallende Lichtschein lässt das Wasser im Inneren, das so klar ist, dass man bis zum Boden sehen kann, Azurblau erstrahlen. Von den Decken der natürlichen Gewölbe ragen riesige Stalaktiten nach unten, die wie eine Stadt aus Hochhäusern wirken, wenn man am Rücken darunter schwimmt. Andere Cenoten sind bereits zur Gänze geöffnet.
    Lange vor uns haben die Bäume endeckt, was sich unter der Erde verbirgt und so tasten sich gewaltige Wurzelstöcke und Lianen hinunter bis zum Wasser. Die paradiesischen Naturpools sind meist mitten im Nirgendwo und es gibt Tausende davon. Manche der Becken sind nur mit einer Pferdeeisenbahn erreichbar, so auch die drei Cenoten von Cuzamá.

    Aber was genau sind nun eigentlich Cenoten und was erwartet einem nach dem Abstieg in die Unterwelt?
    Für die alten Maya waren Cenoten heilige Plätze. Sie sahen darin Eingänge zur Unterwelt. Dort wurden vermutlich auch Zeremonien mit Menschenopfer abgehalten. Ganze Großstädte wurden in deren Nähe errichtet, die von den natürlichen Süßwasserreservoirs abhängig waren und noch sind.

    Yucatán ist durchzogen von unterirdischen Flüssen. Das weiche Karstgestein wird vom Wasser gelöst und so entstehen riesige Hölensysteme, die teils miteinander verbunden sind. Bricht die oft dünne Decke der Höhlen ein, entstehen die wunderbaren Cenoten, welche uns den Aufenthalt in Yucatán versüßen.

    In den Cenoten ist das Wasser weder kalt noch warm. Es ist also eine herrliche Abkühlung und bestens zum Schwimmen geeignet. Zu wissen, dass jederzeit eine Möglichkeit zum Plantschen verfügbar ist, macht unser Kulturprogramm noch besser als es ohnehin schon ist. Der Besuch von der Mayastätte Uxmal, den wir für den nächsten Tag geplant haben, lässt sich leicht mit einem Abstecher zu weiteren Cenoten verbinden - juhuuu.

    Cenoten sind jetzt unser Ding und wir beschließen so viele wie möglich zu erkunden.
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  • Ausgrabungsstätte Uxmal und Kakaomuseum

    3 décembre 2023, Mexique ☁️ 24 °C

    Zeitig in der Früh brechen wir zu einer der meist besuchten Mayastätten auf. Kurz nach Öffnungszeit kaufen wir das Ticket und nehmen uns einen Guide, der uns durch die Ruinenstadt führt und uns mit wertvollen Informationen beliefert.
    Wir besichtigen die fast menschenleere Anlage. Das frühe Aufstehen hat sich also gelohnt ;)

    Im 7. Jahrhundert hatte die Mayastadt eine Bevölkerung von knapp 30.000 Menschen und entwickelte sich zum regionalen Machtzentrum der Region. Uxmal besitzt viele imposante Bauwerke, die aufwendig verziert sind und uns begeistern. Das Wahrzeichen ist die 35 m hohen Pyramide des Wahrsagers El Adivino.
    Unter anderem ist die Treppe der Pyramide mit Masken des Regengottes Chaac dekoriert. Ganz oben auf den letzten treppen befindet sich ein kleiner Tron. Die Verzierung findet man auf weiteren Tempel, da der Regengott aufgrund der trockenen und dürren Umgebung für die Mayas in Uxmal eine wichtige Bedeutung hatte.
    Der Tempel an der Spitze der großen Pyramide stellt ein Gesicht dar. Der Eingang ist der Mund und die Verzierungen sind der Kopfschmuck.

    Als die Touristenbusse langsam eintrudelten, machten wir uns aus dem Staub. Schließlich hatten wir die Anlage schon genaustens erkundet und wieder viel zu viele Fotos gemacht 🙈

    Im Anschluss besichtigen wir das Kakaomuseum, das sich neben Uxmal befindet. Neben Infos über die Bedeutung und Herkunft des Kakaos, bekamen wir auch den kräftigen Kakao zu trinken und Schoko zu essen. Nach dem Kakao-High verließen wir beschwingt das Museum und machten uns auf dem Weg Cenoten.
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  • Cenoten von San Antonio

    3 décembre 2023, Mexique 🌧 27 °C

    Nach so einem informationsreichen Kulturvormittag, darf die Erfrischung am Nachmittag nicht fehlen.

    Das Gebiet von San Antonio besitzt drei wunderschöne Cenoten. Eine ist komplett offen und wirkt wie ein paradiesischen Schwimmteich und die anderen zwei sind große geschlossene Cenoten mit blitzblauen Wasser.

    Am Abend erkunden wir noch das schöne Zentrum der Kolonialstadt Merida.
    Der Palacio de Gobierno ist freizugänglich und die riesigen Wandgemälde erzählen Geschichten der Vergangenheit. Vor allem wird die Ankunft der Spanier und der Untergang der alten Mayas verdeutlicht.

    Zum Abschluss gibt es noch Spezialitäten der Küche Yucatáns. Die leckeren yucatekischen Panuchos und Salbutes lassen wir uns schmecken, bevor wir müde ins Bett fallen.
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  • Cenoten von Santa Barbara

    4 décembre 2023, Mexique ⛅ 30 °C

    Heute ist unser letzter Tag in Merida. Wir beschießen, zuerst die Stadt zu erkunden, dann gemütlich zu brunchen und anschließend zu den Cenoten von Santa Barbara zu fahren, bevor es am Abend nach Izamal geht.

    Die drei Cenoten Santa Barbara sind eine der beliebtesten und die touristische Erschlossenheit merkt man. Es gibt ein Restaurant, jeder muss Schwimmwesten tragen und die Zugänge der Cenoten sind sehr gut ausgebaut. Es hat Ähnlichkeiten von einer Therme. Dennoch hält sich die Auslastung in Grenzen. Zuerst machten wir uns über die Schwimmwesten lustig, aber später stellten wir fest, dass dadurch der Besucherstrom geregelt wird. Wenn es keine Schwimmwesten mehr gibt darf man nicht rein, dadurch ist keine der Cenoten überrannt. Außerdem ist es sehr chillig bewegungslos am Wasser zu treiben und die Cenote zu bewundern.

    Die Cenoten von Santa Barbara unterscheiden sich wieder total von denen, die wir bisher gesehen haben.
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  • Izamal - die gelbe Stadt 💛 💛

    5 décembre 2023, Mexique ☁️ 23 °C

    Ich seh, ich seh, was du nicht siehst und das ist gelb.
    Wir sind im gelben Pueblo Mágico.

    Izamal, die Stadt der drei Kulturen, vereint die Maya-Kultur mit der Pyramide Kinich-Kakmó und spanische Kultur mit dem Kloster San Antonio de Padua, sowie das moderne Mexiko. Das komplette Zentrum der Stadt erstrahlt in einem kräftigen Gelb. Izamal ist eine der farbigsten Städte der Welt und äußerst fotogen. Die Farbe Gelb bedeutet für die Maya Mais und Sonne.

    Das imposante Kloster neben dem Hauptplatz und dem traditionellen Markt steht im Mittelpunkt der kleinen Stadt, die rund 16.000 Einwohner*innen zählt. Das Kloster ist eines der wichtigsten Gebäude in Mesoamerika und das Zentrum der katholischen Kirche in Mexiko.

    Bei unserer Erkundungstour stellen wir fest, dass mitten im Zentrum eine riesige Pyramide steht, die wir natürlich prompt besteigen.

    Izamal wirkt sehr entspannt und durch das viele Gelb hat es einen ganz besonderen Flair. Wir verbringen eine Nacht und einen Tag an diesem wunderschönen, unterschätzen Ort.
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  • Valladolid & die urbane Cenote

    6 décembre 2023, Mexique ☁️ 28 °C

    Im Zentrum von Valladolid gibt es direkt neben dem sehr schönen Stadtplatz einen herrlichen Food Market. Dort sitzen wir am Abend unserer Ankunft und dort werden wir auch die kommenden Tage essen. Es schmeckt und uns wird klar, dass wir nicht mehr allzu lange in Mexiko sind. Also kosten wir das traditionelle Essen sicherheitshalber noch besonders aus.

    Am nächsten Morgen steht zuerst eine Free Walking Tour durch die Stadt am Programm.... claro 😉
    Dabei erfahren wir noch mehr über die leckeren Zutaten und Gewürze, die man auf den mexikanischen Märkten erhält und wir dürfen uns sogar durchkosten. Auch die Geschichte der Stadt wird uns während der Führung nähergebracht,

    In Valladolid gibt es eine besondere Cenote. Mitten in der Stadt ist sozusagen ein riesiges Loch, in dem man schwimmen kann. Also rein mit uns.
    Die Cenote war natürlich zuerst da und mit ein Grund, warum die Stadt überhaupt hier gebaut wurde. Valladolid wurde auf einer alten Mayastätte errichtet und das Wasser der Cenote war die einzige Quelle weit und breit. Die schöne Kirche am Stadtplatz wurde sogar aus den Steinen der alten Pyramide gebaut.

    Am Abend bestaunen wir die eindrucksvolle Projektion über die Stadtgeschichte. Als "Leinwand" für das Outdoorkino dient die Fassade eines wichtigen Klosters der Stadt.
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  • Das Weltwunder Chichén Itzá

    7 décembre 2023, Mexique ☁️ 28 °C

    Morgenstund hat Gold im Mund ...und zu einem der sieben neuen Weltwunder fährt man am besten ganz bald in der Früh. Denn die berühmten Bauwerke sind zwar sehr schön, werden aber gerade deswegen und aufgrund des Weltwunder-Hype täglich von Menschenmassen überrannt.

    Mit dem ersten Colectivo fahren wir heute zur Mayastadt Chichén Itzá. Pünktlich um 8.00 Uhr sind wir die Ersten am Ticketschalter und somit auch die Ersten in der Tempelanlage.

    Chichén Itzá gehört neben Taj Mahal, Felsenstadt Petra, Machu Picchu, Kolosseum, Cristo Redentor und Chinesische Mauer zu den den 7 Weltwundern der Neuzeit und zählt somit zu den bekanntesten und meist besuchten Bauwerken der Welt.

    Chichén Itzá ist eine der bedeutendsten Ruinenstätten auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Mit einer Fläche von 1547 Hektar ist sie außerdem eine der größten Maya-Fundorte.

    Die Mayastadt gilt als das größte Politik- und Handelszentrum der Mayas und war dem Gott Kukulcán geweiht. Seit 1988 ist das damalige Handelszentrum der Maya als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt. Das wohl berühmteste Monument ist die 24 Meter hohe große Pyramide des Kukulcán, welche von den spanischen Eroberern als „El Castillo“ (das Schloss) bezeichnet wurde. Die Maya benannten die Pyramide nach dem Gott der Auferstehung und der Reinkarnation, welcher in Form einer gefiederten Schlange abgebildet wird. Neben der großen Pyramide gibt es das Observatorium, den Kriegertempel, den Tempel der 1000 Säulen, den größten Ballspielplatz Mesoamerikas und noch viele weitere Bauwerke.

    Wir genießen die noch nicht überlaufen Ruinenstadt und lassen uns von ihren beeindruckenden Bauwerken und Geschichten in den Bann ziehen.

    Während die Mexikaner*innen um 10.30 Uhr noch immer ihre Verkaufsstände am Areal der Mayastätte gelassen aufbauen und die vielen Reisegruppen nun auch antanzen, sind wir mit unserer Besichtigungstour längst fertig und machen uns auf dem Rückweg.
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  • Ohne Worte

    9 décembre 2023, Mexique ☁️ 29 °C

    ..... okay, doch ein paar 😉

    Die Karibik darf natürlich auf unserer Reise nicht fehlen. Wir verbringen 4 wunderbare Tage im Urlaubsort Tulum.

    ☀️ Sonne tanken ⛱️
    🤿 Mit Fischen, Meeresschildkröten und Stachelrochen schnorcheln 🐡🐠🦀🐟🐢
    🌴 Unter Palmen chillen
    🌊 Im Meer plantschen und Wellen reiten
    🚴‍♀️ Mit dem Fahrrad die Gegend erkunden
    🗿 Einen Ausflug zur am Traumstrand gelegenen Mayastätte Tulum unternehmen (die Mayas wussten offensichtlich auch schon was schön ist)
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  • Und noch ein paar Worte

    10 décembre 2023, Mexique ☁️ 30 °C

    Unsere Zeit in Mexiko geht zu Ende.
    Wir durften ein ganzes Monat durch diesen bezaubernden Fleck der Erde 🌎 reisen. Dabei haben wir nur einen Bruchteil dieses riesigen Landes erkunden können. Eins steht fest, wir kommen wieder!!!

    Netflix-Serien über Drogenbarone und europäische Berichterstattung schaffen ein sehr einseitiges Bild des Landes und seiner Bevölkerung. Die Probleme, die das Leben der Einheimischen begleiten sind groß und wir hoffen, dass sich hier in Zukunft einiges bessert. Doch es gibt in Mexiko sehr viel mehr als Korruption und Gefahren, von denen wir zum Glück nichts mitbekommen haben. Das Land und seine herzlichen Bewohner*innen strotzen vor Selbstbewusstsein. Sie sind Stolz auf ihre spannende Vergangenheit und die Traditionen und köstlichen Gerichte, die daraus hervor gingen. Manche Sichtweisen der Mexikaner*innen, wie zum Beispiel der positive Umgang mit dem Tod und gleichzeitig die Freude am bunten Leben, sind sehr erstrebenswert.

    Die vielfältige Landschaft, kulinarischen Köstlichkeiten, faszinierende Kultur, bezaubernden Städte und Dörfer, sowie die paradischen Strände und Cenoten machten unseren Aufenthalt in Mexiko zu einer wunderbaren und spannenden Zeit.

    Hasta luego Mexico! 🌵☀️🥑🌽🌮
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  • Antigua im Vulkanland 🇬🇹 🌋

    11 décembre 2023, Guatemala ⛅ 21 °C

    Wir sind in Guatemala angekommen. In Guatemala City, wo wir mit dem Flugzeug gelandet sind, hält uns nichts und so geht es direkt nach Antigua, der ehemaligen Hauptstadt des Landes.

    Die Stadt, die Antoine de Saint-Exupéry inspirierte das Buch "Der kleine Prinz" zu schreiben, ist umringt von Vulkanen. In Guatemala liegen parallel zur Pazifikküste 33 Feuerspucker, wobei 3 davon dies auch tatsächlich tun. Von Antigua aus sehen wir den nur 16km entfernten Vulkan Fuego zu, wie er immer wieder eine Rauchwolke in den Himmel bläst.

    Die uralte Stadt Antigua ist sichtlich von Erdbeben gezeichnet. Hier hat man jedoch einen ganz eigenen Umgang mit eingebrochenen Baustrukturen gefunden. Oft stehen von Kirchen nur noch Teile der Fassade. Die Kathedrale San José, welche sich unweit vom Stadtplatz befindet, muss heutzutage ohne ihre einst imposanten Kuppeln auskommen. Die Bögen ohne Dachkonstruktion sind ein wunderschöne Anblick.
    In einem alten Konvent befindet sich ein Veranstaltungszentrum, wo zum Beispiel Hochzeiten stattfinden. Ein anderes Gebäude widerum wird als Museum und Bildergalerie genutzt. Hier wird nicht einfach alles abgerissen, sondern neu gedacht, was den verschiedenen Locations einen besonderen Charme verleiht.

    Antigua ist für ihre Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit und den schönen gepflasterten Straßen bekannt. Neben der wunderbaren Altstadt und der langen Stadtgeschichte macht die atemberaubende Vulkan- und Berglandschaft Antigua zu einem besonderen Ausgangspunkt für viele Aktivitäten.
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  • Markttag ❤️ in Chichicastenango

    14 décembre 2023, Guatemala ☁️ 12 °C

    Mit den Märkten geht es uns beiden immer gleich. Wir gehen so gerne durch die hektischen Gänge zwischen den Marktständen und genießen den Alltag der Einheimischen beobachten zu können. Für uns sind diese Tage mitunter die schönsten und auch für die anderen Besucher*innen ist es sichtlich ein besonderer Tag.

    Am Donnerstag und Sonntag ist in Chichicastenango Markttag. Er ist der größte und spektakulärste Markt in Zentralamerika und diesen lassen wir uns natürlich nicht entgehen.
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  • Der Mount Everest unter den Märkten

    14 décembre 2023, Guatemala ☁️ 19 °C

    Der Markt wird zu einem beeindruckenden und farbenfrohen Highlight unserer Guatemala-Reise. Die Vielfalt der angebotenen Waren ist schlicht überwältigend. Von Textilien, Obst und Gemüse über handgefertigte Waren bis zu Tieren wird hier alles von den einheimischen Frauen in ihrem traditionellen Gewändern verkauft. Es scheint als hätten die Frauen das Sagen am Markt. Die Männer sind hier deutlich in der Unterzahl. Auffällig sind auch die vielen Kinder und Teenager, die mit ihren Müttern am Markt einkaufen und verkaufen. Sollten sie nicht eigentlich am Donnerstagvormittag in der Schule sein? 🤔

    Schon auf den ersten 10m sind wir hin und weg von den Farben der Textilien, die hier angeboten werden. Auch wenn wir bis jetzt der Meinung sind, dass Guatemala kulinarisch nicht ganz mit Mexiko mithalten kann, stellen wir fest, dass die schönen, bunten Stoffe dem großen Nachbar um nichts nachstehen.
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  • Lago de Atitlán

    14 décembre 2023, Guatemala ⛅ 24 °C

    Wir, die das Salzkammergut zu unserer zweiten Heimat samt Wohnung am See (Dachzelt) gemacht haben, sind was Süßwasserbaden betrifft einiges gewöhnt. Wir sind gespannt, ob der Lago de Atitlán, zu dem wir unterwegs sind, auch nur annähernd mit Attersee und co. mithalten kann.

    Siehe da, ein See mit wunderbar klarem Wasser (Temperatur Traunsee) und sogar Berge rundherum. In diesem Fall handelt es sich um keine gewöhnlichen Berge, sondern um drei Vulkane, die vom Ufer aus bis auf 3500m in den Himmel ragen. Sogar der 300 m tiefe See selbst liegt in einem Krater, der einst durch die Explosion eines Supervulkan entstanden ist. Zwischen den Bergen befinden sich mehrere kleine Ortschaften und Städte, die es zu entdecken gilt.

    Wie es hier üblich ist, fahren wir mit einem Boot, Lanchas genannt, über den See nach San Juan. Dort angekommen wartet bereits Don Lencho auf uns. Der äußerst herzliche Gastgeber, bringt uns zur Unterkunft, in der wir aufgrund eines Tipps von Freunden die kommenden 5 Nächte schlafen werden. Auch das guatemalesische Abendessen und Frühstück, welches liebevoll von seiner Ehefrau Elena zubereitet wurde, ließen wir uns während unseren Aufenthalts schmecken.
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  • Seeleben 🚤 👙🌋

    15–21 déc. 2023, Guatemala ☁️ 21 °C

    Nach dem Frühstück führt der erste Weg des Tages immer zum Steg, wo die Kapitäne der kleinen Lanchas darauf warten, dass ihre Boote voll werden. Sind alle Sessel besetzt geht es los. Man sollte gutes Sitzfleisch mitbringen, denn die Boote werden ganz schön schnell und so wird man wild durchgeschauckelt. Bezahlt wird erst beim Aussteigen, ansonsten ist man der Gefahr, abgezockt zu werden, ausgesetzt - ist uns auch passiert 🙈

    Im "Hippiedorf" San Marco gibt es ein wunderbares Plätzchen zum Baden. Einen Tag entspannen wir am Wasser und am nächsten Tag erkunden wir den schönen Ort San Pedro und dessen tollen Markt.

    Fast könnte man durch die vielen kleinen Bootsfahrten glauben, man fährt von Insel zu Insel.

    Das Leben am See ist unser Ding, sogar ohne Dachzelt 😉
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  • Pimp my Tuk Tuk 🛺🌟

    16–22 déc. 2023, Guatemala ☁️ 17 °C

    Rund um den Lago de Atitlán treiben vor allem die jungen Tuk Tuk Fahrer die Hingabe zu ihren Minitaxis an die Spitze. Mit Liebe zum Detail werden die Gefährte verschönert und manch einer hat sogar einen Spoiler montiert. Noch nie haben wir so viele und ganz sicher nicht so schöne Tuk Tuks gesehen.
    Das Motto der Seebewohner scheint zu sein, wer hat das schönste Tuk Tuk im Land.

    Das beste am Reisen sind die unerwarteten Erlebnisse. Zurück von der heutigen Erkundungstour durch San Pedro spazieren wir Richtung Unterkunft, als wir uns plötzlich mitten in einer Tuk Tuk Weihnachtsparade wiederfinden. Zur Freude der Kinder (und uns) ziehen kolonnen von "Weihnachts-Tuk Tuks" durch San Juan und werfen Süßigkeiten zu den Zuschauer*innen am Straßenrand ✨🎅🏽🎄

    Offensichtlich hat auch der Weihnachtsmann die gepimten Tuk Tuks von Guatemala ins Herz geschlossen. Rudolf ist jetzt arbeitslos 🦌💫
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  • Die Powerbohne

    16 décembre 2023, Guatemala ⛅ 16 °C

    Das beste Frühstück der Stadt gibt es direkt neben unserer Unterkunft. Und dort sitzen wir auch heute bei leckerem Avocadotoast und Kaffee. Der Besitzer entpuppt sich als ein absoluter Kaffee-Nerd. Er weiß alles über die kleinen Energy Bohnen und deren Zubereitung. Er empfiehlt uns einen Besuch bei der Kaffeeplantage um die Ecke. Super, wir wollten ohnehin mehr über den ausgezeichneten Kaffee Guatemalas erfahren. Es folgt eine 2,5 Stunden Privattour durch die Kaffeeplantage samt dem Produktionsgelände. Was für ein guter Tipp 😊

    168 Familien tragen zur Kaffeeproduktion in San Juan bei. Sie pflanzen die Kaffeesträucher, pflegen sie und ernten die Samen. Kaffee aus der Region um den Lago de Atitlán zählt zu den begehrtesten der Welt. Nicht zuletzt die Höhenlage auf bis zu 2000m nimmt Einfluss auf die Dauer des Reifeprozess und macht das Ergebnis besonders schmackhaft. Nur einmal im Jahr kann ein Strauch abgeerntet werden. Unvorstellbar wie viel Arbeit dahinter steckt.

    Durch geschickte Phermakultur sorgen die erfahrenen Bäuerinnen und Bäuer dafür, dass die Sträucher genau in der richtigen Umgebung wachsen und der Boden nährstoffreich bleibt. Große Avocadobäume und Bananenstauden sorgen für genug Schatten und andere Pflanzen filtern unerwünschte Giftstoffe aus dem Boden, damit der Kaffee nichts davon abbekommt. Natürlicher Dünger aus zum Beispiel Kompost und Hühnermisst sorgen für die nötige Energie.

    Die Zusammenarbeit zwischen der Kaffeeplantage und den Bauern beruht auf einem fairen Abkommen, das regelmäßig von den Abnehmern überprüft wird. Von der Aufzucht der Pflänzchen bis zum fertigen Exportprodukt passiert hier alles regional in San Juan.

    Der motivierte junge Mitarbeiter der Kaffeeproduktion führt uns durch die umliegenden Felder und erklärt uns bis ins Detail, was einen guten Kaffee ausmacht. Dazu gehört auch die richtige Trocknung der Bohnen. Sie werden nach dem Schälen und Waschen in Maschinen und Wasserbehältern auf großen Planen verteilt und immer wieder gewendet. Nach einem Tag kommt das wertvolle Gut in eine Trocknungshalle, wo man leichter Einfluss auf Temperatur und Luftfeuchtigkeit nehmen kann.
    Abgefüllt in Säcke ist danach alles bereit für den Export nach Kanada, USA und Deutschland.
    Ein kleiner Teil wird direkt hier geröstet, was gut ist, denn nach der intensiv Führung brauchen wir dringend einen leckeren Expresso ☕
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  • El Mirador und die Dörfer

    17 décembre 2023, Guatemala ☁️ 20 °C

    Wir erklimmen die Aussichtsplattform von San Juan und genießen den traumhaften Blick auf den Lago de Atitlán mit seinen Vulkanen. Von oben sehen wir auch die Kaffeeplantage und das Anbaugebiet hinter der Stadt, durch das wir am Vortag spazierten. Dabei fällt uns auf, dass es noch ein paar Dörfer abseits der gut erschlossenen Ortschaften am See gibt. Also ab auf das nächste Boot.

    Unsere Entdeckungstour führt uns nach Tzununa und Santa Clara. Beide Orte sind noch sehr ursprünglich und touristisch kaum erschlossen. Die Armut der Bewohner*innen ist vor allem an den Hütten und brüchigen Häusern ersichtlich, und die vielen streunenden Hunde belagern die Straßen.

    Am nächsten Tag gönnen wir uns nochmal einen Badetag in San Marco und genießen die schöne See- und Vulkanlandschaft, bevor wir wieder zurück nach Antigua fahren.
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  • Alle Wege führen nach Antigua

    20 décembre 2023, Guatemala ☀️ 14 °C

    Wir sind wieder in Antigua angekommen. Das Wetter ist momentan sehr klar und so lohnt es sich einige Stufen nach oben zu gehen, um einen tollen Ausblick auf die Stadt zu haben.
    Der Vulkan hinter der Stadt trägt den Namen Aqua und bildet mit seinem perfekten Kegel die berühmten Skyline von Antigua.

    Wir sind diesmal jedoch nicht zum Sightseeing, sondern zum Wandern hier. Genauer gesagt besteigen wir den Vulkan Acatenango.

    Der Acatenango ist ein Schichtvulkan und misst eine Höhe von 3.976 Meter. Ein Schichtvulkan oder auch Stratovulkan besteht aus mehreren, aufeinander abgelagerten Schichten, die großteils aus erkalteter Lava und Gesteinsfragmenten bestehen. Dadurch hat er einen steilen und spitz zulaufenden Kegel.
    Der Acatenango ist einer der höchsten Schichtvulkane in Mittelamerika und bildet zusammen mit dem Volcán de Fuego, den Vulkankomplex La Horqueta.
    Der Acatenango ist aktuell inaktiv, aber der angrenzende Vulkan Fuego spuckt Lava und dieses Spektakel wollen wir sehen. Also rauf mit uns!

    In einer geführten Gruppe mit kompetenten Guides machen wir uns zum Startpunkt . Gut, dass wir bestens ausgestattet sind und nichts mieten müssen. Unser Wanderequipment für die Berge von Nepal wird sich auch hier wieder bewähren, denn oben am Gipfel hat es nachts -7 Grad Celsius.

    Nach einer Stunde Busfahrt wandern wir los. Die erste Stunde geht es in praller Hitze steil hinauf und wir kommen dabei ziemlich ins Schwitzen. Danach folgt ein gemächlicher Anstieg durch den wunderschönen dschungelartigen Wald mit traumhaften Ausblicken auf die faszinierende Vulkanlandschaft. Am späten Nachmittag sind wir erschöpft im Base Camp angekommen und schon sieht man erste Rauchwolken aus dem Krater des aktiven Nachbarvulkans steigen.
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  • Höllenfeuer 💥🌋🔥

    21 décembre 2023, Guatemala ☀️ 16 °C

    Im Schnitt alle 15min steigt vom Krater des Vulkans Fuego eine heiße Aschewolke auf. Umso dunkler es wird, umso feuriger leuchtet die Wolke und umso besser sieht man die Lava und Gesteinsbrocken, die durch die Luft geschleudert werden.

    Um 16.00 Uhr wird es für Gregor Zeit mit einem Teil der Gruppe aufzubrechen, um dem Ganzen etwas näher zu kommen. Zwei Stunden geht es steil hinab und wieder hoch auf dem Bergrücken des brodelnden Fuegos.

    Katrin bleibt mit dem Rest der Gruppe zurück im Base Camp. Vom Lagerfeuer aus bietet sich ein grandioser Ausblick auf den benachbarten Feuerspucker.

    Beim Fuego angekommen wartet ein unglaublich schöner Sonnenuntergang über den Wolken. Doch lange bleibt nicht Zeit, es zu genießen. Ein lauter Knall und schon regnet es Lava in alle Richtungen. Wer das zum ersten Mal sieht, schafft es nicht den Kammera Knopf am Smartphone zu bedienen ....so überwältigend und vielleicht etwas zu nahe am Geschehen.

    Was für ein Erlebnis. Wir sind beide nicht ganz fit und fast hätten wir die Wanderung ausgelassen. Als wir am nächsten Tag wieder unten angekommen sind, sind wir unglaublich froh, dass wir so etwas besonderes erleben konnten.
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