• Uta Vogel
  • Uta Vogel

Januar auf Mallorca

Et 16-dagers eventyr av Uta Les mer
  • Wanderung ab Lidl Peguera

    7. januar, Spania ⋅ ☀️ 9 °C

    Heute scheint die Sonne und taucht die Insel in ein wunderbares Licht. Janosh muss arbeiten und so machen Joe und ich eine anspruchsvolle Rundwanderung ab dem Lidl in Peguera hoch zum Gipfel Na Bruta.

    Der eigentliche Charakter unserer anspruchsvollen Rundwanderung zeigt sich, sobald wir hinter Peguera die letzten Häuser und Ferienanlagen hinter uns lassen und vom breiten Weg auf die schmaleren, steinigen Pfade in Richtung Na Bruta einbiegen. Der Aufstieg beginnt zunächst noch moderat, durch lichte Kiefernwälder, in denen der Boden von trockenen Nadeln und hellem Kalkschutt bedeckt ist. Schon hier spürt man, dass dies kein gemütlicher Sonntagsspaziergang wird: die Wegspur ist unruhig, immer wieder von Felsstufen unterbrochen oder ausgewaschen und das Gelände steigt stetig an.

    Je weiter wir uns vom Küstenort entfernen, desto alpiner wird die Umgebung. Nach etwa der Hälfte des Anstiegs lichtet sich der Wald, niedrige Büsche aus Rosmarin und Steineiche duften in der Sonne, während sich hinter uns der Blick auf die Bucht von Peguera und das tiefblaue Mittelmeer öffnet.

    Kurz vor dem Gipfel von Na Bruta zieht der Weg noch einmal deutlich an, wir nehmen alle Viere zu Hilfe, um den Aufstieg über blanken Fels, durch schmale Felsspalten und über lose Geröllfelder zu bewerkstelligen und kämpfen uns die letzten Höhenmeter nach oben. Der Gipfel selbst ist kein spektakulärer Aussichtsturm, sondern eher eine unscheinbare Erhebung in der zerklüfteten Serra, aber das Panorama ist grandios: hinter uns die Küste mit ihren Buchten, vor uns das wilde, fast menschenleere Hinterland Mallorcas mit seinen grauen Felsrücken und grünen Waldinseln.
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  • Abend in Palma

    7. januar, Spania ⋅ 🌙 9 °C

    Heute Abend fahren wir mit Janosh nach Palma. Wollten eigentlich zum Sonnenuntergang hier sein, aber leider hatten wir auf der Strecke ziemlich viel Verkehr…..

    Es ist trotzdem wieder wunderschön im „Mar I Luz“, in dieser bezaubernden Abendstimmung, wo wir noch eine letzte Bestellung aufgeben dürfen. Wir schlendern von dort aus zunächst durch Santa Catalina. Doch außer einem sehr schönen Einrichtungshaus hat fast alles geschlossen, also schlendern wir zurück in die Stadt. Menschenleer und seelenruhig ist es rund um die Kathedrale, von hier ist es nicht mehr weit ins Can Pinar, also versuchen wir dort unser Glück und bekommen den letzten freien Tisch wie es der Zufall so will direkt neben Judith und Stefan Oechsle aus Bühl. Die Welt ist ein Dorf. Wir speisen wieder einmal ganz vorzüglich und machen uns danach auf den Heimweg.Les mer

  • Wanderung auf den Hexengipfel

    8. januar, Spania ⋅ 🌬 15 °C

    Der heilige Berg von Randa zählt zu den populärsten Ausflugszielen Mallorcas - im Gegensatz zum Puig de ses Bruixes, der sich westlich davon über die Inselebene erhebt. Dabei sticht dieser kleine, aber von senkrechten Felsspalten zerfurchte Felsdreikant allen Reisenden zwischen Algaida und Llucmajor sofort ins Auge. Schon vor Jahrhunderten sollen dort oben Hexen ihr Unwesen getrieben haben. Keine Hexerei ist die Ersteigung für felsgewandte Bergsteiger; oben auf dem luftigen Grat muss man aber die Hände zu Hilfe nehmen. Am schönsten ist die Tour zum „Hexenberg" im Februar, wenn rundum die Mandelbäume blühen, doch auch heute ist es bei strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein ein erhebendes Gefühl.

    Nach dem Aufstieg auf den Puig des Bruixes geht es für uns weiter über den Tafelberg Richtung Puig de Galdent. Mich erinnert das hier ein bisschen an unsere Wanderung auf dem Tafelberg in Kapstadt.

    Zurück geht es vorbei an Fincas - meist umgeben von uneinsehbaren Zäunen - und an einer Eventlocatiion mit einem Höhlenrestaurant….. leider geschlossen, wie so vieles zu dieser Jahreszeit auf der Insel.
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  • Sonnenuntergangs-Spaziergang

    8. januar, Spania ⋅ ⛅ 14 °C

    Eigentlich wollten wir heute schon zum Sonnenuntergang im „Mar y Mar“ sein, doch unsere Mittags-Wanderung in Llucmajor dauert länger als geplant und wir sind erst kurz vor 17:00 Uhr in der Wohnung. Wir sind verschwitzt und müssen erst einmal duschen und so ist die Sonne schon untergegangen, als wir uns zu Fuß auf den Weg ins „El Galeon“ machen. Doch dafür werden wir mit dieser romantischen Abendstimmung belohnt.Les mer

  • Wanderung zum Punta de Andritxol

    9. januar, Spania ⋅ 🌬 15 °C

    Ich weiß gar nicht, warum wir es bisher nicht einmal hierher geschafft haben. Seit heute habe ich eine neue Lieblingswanderung auf der Insel zu einem der schönsten Plätze auf Mallorca. Hier oben hat man einen unglaublichen 360° Blick über das Meer, nach Cala Fornells und Es Camp de Mar, aber auch weiter bis zur Bucht von Palma und bis zu den Erhebungen des Tramuntana Gebirges. Heute Abend ist es ziemlich stürmisch, aber es gibt auch herrlich klare Sicht und die Landschaft ist in weiches Licht getaucht. Trittsicherheit und ein bißchen Kondition sind für diese Tour allerdings unabdingbar.Les mer

  • Stürmischer Sonnenuntergang

    9. januar, Spania ⋅ 🌬 15 °C

    Nach unserer Wanderung packen wir in Windeseile unsere Sachen zusammen inklusive drei Bier, die wir an der Hafenmole von Port d’Andratx zum Sonnenuntergang gerne trinken möchten. Alles geht ganz schnell und als wir am Zielort ankommen, stellt Joe fest, dass er seine Jacke vergessen hat. Ohne ist es wirklich viel zu kalt, es stürmt und die Wellen peitschen bis hoch auf die Straße und so flüchten wir uns zunächst ins sehr einladende,‚Ferns Wine & Tapas“, doch dort ist jeder Platz leider schon besetzt.

    So ziehen wir hoffnungsvoll weiter ins „House of Sunset“, wo wir zuletzt im November einen ganz wunderbaren Sonnenuntergang genießen durften inmitten von Gäste, die sich wohl alle kannten. Heute sitzen nur drei Gäste in der kleinen Gaststube, die offensichtlich gerade ins Gespräch gekommen sind. Wir nehmen den Tisch zwischen den dreien und sind gleich voll involviert, denn das Ehepaar kommt aus der Flensburger Förde und hat ein Hotel aufgebaut, in dem wir auch schon übernachtet haben. Der einzelne Herr stammt ursprünglich aus Worms und plant Fußballstadion weltweit, insbesondere auch im Zusammenhang mit Weltmeisterschaften und berichtet zum Beispiel von den Wünschen aus Dubai nach einer Rasenkühlung, die sein Planungsbüro umgesetzt hat oder vom traurigen Verfall der Stadien in Brasilien, wo sich die Natur nach und nach alles wieder zurückgeholt, weil die Stadien nicht mehr bespielt werden. Wir erzählen sehr viel miteinander, dann kommt noch ein Paar herein und der eintretende Mann erkennt den Hotelier, weil er vor einigen Jahren einmal mit ihm ein Parkhaus verhandelt hat. Es stellt sich heraus, dass er zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern seit drei Jahren hier auf der Insel lebt, die Kinder auf die internationale Schule gehen und somit viersprachlich erzogen werden. Ausschlaggebend für den Umzug war die Tochter, die vor vier Jahren ihre Freundin hier auf der internationalen Schule besucht hat und zu den Eltern sagte, hier möchte sie auch mal zur Schule gehen.

    Es ist schon faszinierend, welche Menschen sich für die Insel begeistern und wie schnell und unkompliziert man ins Gespräch kommt. Vom Stadionplaner bekommen wir noch eine Empfehlung für unser Abendessen, er legt uns das Viva ans Herz, das testen wir sehr gerne.
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  • Landgut La Raixa

    10. januar, Spania ⋅ 🌬 11 °C

    Das Anwesen Raixa ist ein wunderschönes Landgut in der Gemeinde Bunyola mit einer langen, wechselvollen Geschichte, die bis in die maurische, islamische Zeit zurückreicht und sich über Jahrhunderte als landwirtschaftlichen Anwesen mit kunst- und kulturhistorisches Erbe entwickelte. Die Lage am Fuße der Serra de Tramuntana bot durch reichlich Quellwasser ideale Bedingungen für Landwirtschaft und Gärten.

    Nach der Eroberung Mallorcas durch König Jaume I. im Jahr 1229 gelangte das Gut in den Besitz christlicher Adliger, zunächst an die Fürsten von Ampurias und später im 16. Jahrhundert an Familien wie die Zaforteza-Tagamanent. Im 17. Jahrhundert übernahm die Familie Despuig das Anwesen – eine Familie, deren wohl bedeutendster Vertreter, Kardinal Antoni Despuig y Dameto (1745–1813) La Raixa nachhaltig prägte. Der Kardinal hatte bei Reisen nach Italien und besonders Rom ein starkes Faible für neoklassizistische Architektur und Gartenkunst entwickelt und verwandelte das schlichte Landgut in ein prachtvolles Herrenhaus im Stil eines italienischen Palazzo mit beeindruckenden Terrassengärten. Besonders charakteristisch sind die große Freitreppe, die Wasserspiele, Springbrunnen, Pavillons und die streng geometrisch angelegten Gartenachsen, die bis heute zu den Highlights der Anlage gehören.

    Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wechselte La Raixa mehrmals den Besitz. 1910/1919 gehörte es dem Unternehmer Antonio Jaume, der zusätzliche Gartenanlagen wie das „Puppenhaus“ für seine Töchter errichten ließ und dessen Besitztümer auch literarische Spuren hinterließen (so inspirierte die Finca Teile des Romans Bearn von Llorenç Villalonga).

    In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geriet das Landgut zunehmend in Vergessenheit; viele Teile der Gärten und Gebäude verfielen, und La Raixa wurde nur noch sporadisch genutzt, etwa als Filmkulisse. Aufgrund seines kulturellen Werts wurde das Anwesen 1993 offiziell als „Bien de Interés Cultural“ (Denkmalschutzobjekt) anerkannt.

    Anfang der 2000er Jahre stand La Raixa erneut im Zentrum öffentlicher Debatten, als es der deutschen Modedesignerin Jil Sander angeboten, aber durch das Vorkaufsrecht des Inselrats und der Zentralregierung für die öffentliche Hand gesichert wurde. Seit 2002 befindet sich das Estate im Besitz öffentlicher Institutionen (Nationalparkstiftung und Consell de Mallorca) und wurde umfassend restauriert. Die Restaurierungsarbeiten gliederten sich in mehrere Phasen: Zunächst wurde das Hauptgebäude saniert (bis 2008), später die Gärten und landwirtschaftlichen Gebäude. Heute ist La Raixa als kulturelles und historisches Zentrum der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich unter anderem mit einem Interpretationszentrum zur Serra de Tramuntana und regelmäßigen Ausstellungen und Führungen.

    Das Gebäude und seine umliegenden Gärten, die monumentale Freitreppe, das grosse Wasserbecken und der unvergessliche Panoramablick machen Raixa zu einem sehenswerten Ausflugziel.

    Raixa ist vor allem wegen seiner Gärten, die das Gebäude umgeben und sich über den Südhang von Sa Muntanyeta ausbreiten, bekannt. Im unteren Teil befindet sich der Gemüsegarten, der Garten „dels Tarongers”, der Garten „de la Galeria” mit einem zentralen Brunnen und der Garten „d’Entrada” mit einem kleinen Teich.

    Ein interessantes Element ist das 1898 erbaute Zugangstor, an dem der Wappenschild des Grafen Ramon Despuig i Fortuny hängt. Er war derjenige, der Raixa 1910 an den Geschäftsmann Herrn Antoni Jaume verkauft hat. Wir sind zum dritten mal hier und immer wieder auf‘s Neue begeistert.
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  • Wanderung ab La Raixa

    10. januar, Spania ⋅ 🌬 12 °C

    Das Wetter ist schön, die Sonne scheint vom blauen Himmel und vom Parkplatz aus kann man eine wunderbare Wanderung rein ins Tramuntana Gebirge Richtung Valdemossa unternehmen. Der Weg hat zunächst kaum Steigungen und ist sehr bequem zu gehen. Nach circa 2 km kann man einen alternativen Weg wieder zurücknehmen. Das ist eine wunderschöne Ergänzung zu Besuch auf dem Landgut.Les mer

  • Spaziergang durch Sóller

    10. januar, Spania ⋅ ⛅ 12 °C

    Eigentlich wollten wir von Sóller aus nach Fornalutx und weiter Richtung Port de Sóller wandern. Doch zum einen sind wir durch La Raixa etwas später dran und zum anderen ist der Himmel auf dieser Seite des Tramuntanagebirges wolkenverhangen. Es ist trüb und triest und so drehen wir nur eine kleine Runde durch das winterlich ruhige Sóller und fahren dann zurück nach Hause.Les mer

  • Spaziergang durch Andratx

    11. januar, Spania ⋅ ☀️ 11 °C

    Heute haben wir uns für eine Wanderung in der näheren Umgebung entschieden, die wir noch nicht kennen. Sie startet mitten in Andratx am imposanten Castell de Son Mas, das heute als Rathaus genutzt wird, und wir schlendern zunächst durch das am heutigen Sonntag sehr ruhige und beschauliche Städtchen hoch zur Kirche Santa Maria. Der Ortskern strahlt mallorquinische Gelassenheit aus und wirkt heute fast ausgestorben.

    Ursprünglich von den Römern „Andrachium“ genannt, zeugen Funde von ihrer Präsenz im 2. Jh. v. Chr. Die Lage des Ortes einige Kilometer im Landesinneren wurde einst bewusst gewählt, um sich vor Piratenüberfällen zu schützen. Im 16. Jh. errichtete man ein Netz aus Beobachtungstürmen zur Verteidigung gegen nordafrikanische Angriffe – von ursprünglich 14 sind heute noch viele erhalten.

    Geographisch erstreckt sich die Gemeinde von zerklüfteten Bergen im Norden bis zu kleinen Buchten und Stränden im Süden. Die berühmten Küstenorte Port d’Andratx, das exklusive Hafenresort, und Camp de Mar gehören ebenso zum Gebiet wie Sant Elm an der Westseite. Die unbewohnte Insel Sa Dragonera, heute ein Naturpark, liegt direkt vor der Küste.

    Heute leben in der Gemeinde rund 11 000 Menschen, darunter viele Einheimische und eine beachtliche Zahl von Ausländern – vor allem Deutschen, Briten und Franzosen –, die sich hier niedergelassen haben. Die traditionellen Lebensweisen von Landwirtschaft und Fischerei sind stark zurückgegangen; stattdessen ist Tourismus heute der wichtigste Wirtschaftszweig.
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  • Wanderung ab Andratx

    11. januar, Spania ⋅ ☀️ 11 °C

    Doch dann wird es spannend, als wir Richtung Gebirge abzweigen. Die Asphaltstraße wird immer enger und schmaler und rechts und links von uns tauchen herrliche Anwesen auf, die meist geschmackvoll und im mallorquinischen Stil gestaltet sind mit viel Gelände darum herum.

    Die Wanderung ist kurzweilig und spannend, es geht über 4 km gemächlich bergauf und nach unserem höchsten Punkt auf der anderen Seite noch idyllischer gemächlich bergab. Eine schöne, entspannte Tour, die wir gerne noch mal laufen werden.
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  • Sky Bar im Hotel Almudaina

    11. januar, Spania ⋅ ☀️ 13 °C

    Heute waren wir zum ersten Mal in der Sky Bar des Hotel Almudaina in Palma, von der uns Sabine und Jan schon mehrfach vorgeschwärmt haben. Endlich haben wir es geschafft!. Von der Dachterrasse hat man einen sehr guten Blick über die Altstadt bis zur Kathedrale und in Richtung Hafen und gleich nebenan liegt das Restaurant von Corte Ingles, in dem wir vor ein paar Tagen saßen und hier rüber geschaut haben, nicht wissend um wie viel schöner es hier oben ist. Besonders in den Abendstunden ist die Atmosphäre ruhig und sehr angenehm.

    Ich habe einen alkoholfreien Bitter mit wenig Kalorien bestellt, der mir überraschend gut schmeckt. Muss ich mir unbedingt merken. Im Aufzug fahren wir mit einem Deutschen, der gerade eingecheckt ist. Wenig später steht er zufällig auch auf der Dachterrasse auf der Suche nach einem Plätzchen. Wir laden ihn ein, sich zu uns zu setzen und kommen schnell ins Gespräch, tauschen uns aus und er erzählt uns so viel von sich, spannende Dinge und die ein oder andere Geschichte, die wir nicht ganz verstanden haben. Er ist Humanbiologe und denkt darüber nach, seine Geschäfte unter anderem auch nach Palma und Zypern zu verlegen. Er hat gerade ein Forschungsprojekt abgeschlossen, das belegt, dass Wasser in Verbindung mit Spurenelementen, das Ergebnis bei IQ Tests erhöht und hilft bei Burnout und der Verarbeitung von posttraumatischen Erlebnissen. Das interessiert mich.

    Er hat so viele Projekte am laufen, dass uns fast schwindlig wurde von all seinen Ideen und Visionen. Zur Sicherheit haben wir unsere Kontaktdaten ausgetauscht, wer weiß vielleicht treffen wir uns noch einmal an gleicher Stelle. Doch dann müssen wir los, denn wir sind um 19:00 Uhr mit Stefan und Judith zum Abendessen verabredet. Schön war’s. Schön und interessant.
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  • Abendessen im Can Cera

    11. januar, Spania ⋅ 🌙 11 °C

    Wir wollten uns noch mal mit Stefan und Judith vor ihrer Abreise zum Abendessen in der Stadt treffen. Das Restaurant, das sie vorgeschlagen hatten, hat heute leider geschlossen. Die Bar Espanya, die ich ins Auge gefasst hatte, gibt keine Telefonnummer raus und online lassen sich erst Termine ab dem 15. Januar reservieren. So hab ich am Ende einen Tisch in der „La Vermutería de Can Cera“ im Hotel Can Cera reserviert. Schon bei der Reservierung wurde ich gefragt, ob wir auch alle älter als 16 seien und dass wir auch keine Haustiere mitbringen dürften. Okay, das ist kein Problem für uns.

    Heute Nachmittag hatte ich noch einmal einen Anruf erhalten, ob unsere Reservierung noch steht. Klar, wir freuen uns darauf!

    Erst als wir ankommen, verstehe ich den ganzen Aufwand. Wir sind die einzigen Essensgäste. Das Hotel ist ein elegantes Boutique-Hotel im historischen Zentrum der Stadt, das in einem ehemaligen Stadtpalais aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist und Geschichte mit modernem Komfort verbindet.

    Ursprünglich eine adlige Residenz, wurde das Gebäude liebevoll restauriert und 2011 als luxuriöses, kleines Hotel mit nur 14 Zimmern und Suiten eröffnet, wodurch eine besonders intime Atmosphäre entsteht. Die Architektur und Inneneinrichtung bewahren viele originale Elemente wie Innenhöfe, Marmortreppen, hohe Decken und traditionelle Materialien, ergänzt durch ausgewählte Kunstwerke und hochwertige Design-Möbel, daher also Adults Only.

    Zum Service gehören aber auch eine Bar und Restaurant „La Vermutería“ mit mediterranen Tapas, einer kleinen Karte und lokalen Weinen, sowie ein kleiner Wellness- und Spa-Bereich mit Sauna, Whirlpool und Anwendungen. Man kann nicht einfach eintreten, sondern muss vor dem großen hölzernen Tor an der unscheinbaren Fassade klingeln und warten, bis man eingelassen wird. Joe und ich sind schon etwas früher dran und bekommen gleich noch eine kleine Hotel-Führung durch das zauberhafte 1. Obergeschoss.

    Beim Essen sind wir tatsächlich die einzigen Gäste und werden liebevoll und dezent umsorgt, das ist schon ein erhebendes und ganz besonderes Erlebnis.
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  • Absacker im Hotel Riad

    11. januar, Spania ⋅ ⛅ 7 °C

    Heute haben wir uns noch einen weiteren kleinen Traum erfüllt und zum ersten Mal die Bar des legendären Hotel Riad in Palma besucht. Abseits vom Trubel der Stadt öffnet sich eine ruhige, fast magische Welt. Hinter der schweren Tür steht man plötzlich in einem warmen, orientalisch angehauchten Ambiente, das eher an Marrakesch als an die Altstadt von Palma erinnert. Von der Decke des Eingangsbereiches hängt ein Christbaum kopfüber und wunderbar dekoriert. Leider habe ich vergessen, diesen zu fotografieren.

    Wir werfen zunächst einen Blick in den Patio, den überdachten Innenhof, und sind umgeben von Palmen, flackernden Kerzen und dem leisen Plätschern des Brunnens. Dann geht’s in die schummerig illuminierte Bar mit einer sehr ausgefallenen Getränkekarte. Joe und ich bestellen Cocktails, die wir zuvor noch nie gehört haben, Stefan und Judith verlassen sich lieber auf Bewährtes und Bekanntes. Es hat schon was, wenn man für kurze Zeit in diesen stilvollen Luxus eintauchen darf.
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  • Wanderung Santa Ponça nach Cala Fornells

    13. januar, Spania ⋅ ☀️ 17 °C

    Wir haben mal wieder einiges auf unserer To-Do-Liste und kommen so auch nach Santa Ponça. Es ist inzwischen Mittagszeit und wir suchen uns einen Platz etwas oberhalb vom Strand in einem kleinen Restaurant, dessen Namen wir am besten gleich wieder vergessen, und blicken bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen aufs Meer hinaus. Eigentlich hätte ich Lust, von hier aus nach Hause zu laufen. Ich frage Joe, ob er mit dem Auto zurückfahren würde, aber überraschenderweise mag er lieber mitkommen. So wandern wir die gut 8 km zurück und holen danach das Auto mit dem Roller.

    Die Wanderung führt uns zunächst an der dicht mit hohen Apartmenthäusern und Hotels bebauten Küste von Santa Ponça entlang, bietet aber immer wieder wunderschöne Buchten und Ausblick auf die Steilküste.

    Zwischendurch geht es auch mal etwas zurückgesetzt durch Villen-Siedlungen, in denen wohl eher kaum Inhaber oder Bewohner zuhause, dafür aber umso mehr Handwerker tätig sind. Bald erreichen wir ein kleines Waldstück, dass uns oberhalb der Steilküste nach Paguera führt. Von dort ist es nicht mehr weit bis nach Hause, eigentlich ein Heimspiel.
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  • Markt in Sineu

    14. januar, Spania ⋅ ☁️ 9 °C

    Heute waren wir schwer unterwegs auf der Insel und ganz früh am Morgen schon in Sineu auf einem angeblich vielfältigste Märkte auf der Insel, auf dem auch noch Tiere verkauft werden. Deshalb sollte man früh da sein, meinte unser Reiseführer. Machen wir schon kurz vor acht sind wir im Markttreiben, das dann Jahreszeit bedingt eher spärlich ausfällt. Dennoch ist das kleine Städtchen sehr sehenswert und der Markt eigentlich auch sehr schön, allerdings scheinen nur rund ein Drittel der Marktplätze belegt zu sein. Bei den Tieren gibt es nur Federvieh und drei Kaninchen zu kaufen, die ein oder andere Besonderheit ist dennnoch dabei.Les mer

  • Kurze Stipvisite in Manacor

    14. januar, Spania ⋅ ⛅ 15 °C

    Ein Spaziergang durch das Zentrum von Manacor fühlt sich anders an als durch die typischen Badeorte der Insel: wir sind in einer echten mallorquinischen Stadt in der man kaum Touristen trifft, in der Spanisch gesprochen wird und die Einheimischen unter sich sein dürfen. Bekannt ist Manacor für sein Shopping Angebot wie die Majorica-Kunstperlen, die in aufwendiger Handarbeit produziert werden und als typisch mallorquinisches Schmuckstück gelten. Besucher können oft direkt in Manacor sehen, wie diese Perlen gefertigt werden. Neben Perlen hat Manacor eine lange Tradition in Möbel- und Holz-Handwerk, etwa mit Olivenholz-Produkten. Wir kaufen hier eine Lampe für unseren Eßtisch, drei kleine Hocker, einen wunderschönen Spiegel und eine Toilettenbürste mit Halter. Alles sehr mallorquinisch!

    Im Zentrum sind breite Straßen und eine Fußgängerzone ebenso typisch wie traditionelle Plätze, kleine Cafés und teils historische Gebäude. Besonders beim Schlendern um die Plaça de sa Bassa oder entlang der Altstadtgassen nimmt man mallorquinisches Stadtleben wahr: Einheimische gehen ihren Erledigungen nach, es gibt Bäckereien, Boutiquen und Handwerksläden.

    Manacor ist aber auch die Geburtsstadt des Tennis-Superstars Rafael Nadal. Hier befindet sich sein Museum (Rafa Nadal Museum Xperience) und die weltbekannte Tennisakademie, die viele Sportinteressierte anzieht.

    Besonders beeindruckt hat mich die Pfarrkirche Nostra Senyora dels Dolors und der Torre del Palau.
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  • Wanderung zum Torre de Cala en Basset

    15. januar, Spania ⋅ ☀️ 14 °C

    Diese Wanderung ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken im Südwesten der Insel. Man startet im beschaulichen Sant Elm, in dem es deutlich mehr zu entdecken gibt, als es auf den ersten Anschein vermuten lässt. Man wandert mäßig ansteigend entlang der Steilküste mit herrlichem Blick über das Meer bis zur Isla Dragonera.

    Nach einem schmalen Felsdurchstieg erreichen wir bald den Torre de Cala en Basset, einen historisch bedeutsamer Wachturm. Er wurde 1581/1583 erbaut als Teil eines weit verzweigten Küsten-Verteidigungssystems („talaies“), das die Insel gegen Angriffe von See, insbesondere durch Piraten und Korsaren, schützen sollte. Von seinem markanten Standort auf einer 80 m hohen Felskante
    konnte man den Seeweg zum Engpass zwischen Mallorca und der vorgelagerten Insel Sa Dragonera gut beobachten und so frühzeitig vor drohenden Schiffen warnen. 

    Teil dieses Systems waren mehrere Türme entlang der Westküste, die in Sichtweite zueinander standen. Sobald ein Wachtposten ein feindliches Schiff entdeckte, wurden Warnsignale – etwa Rauch oder Feuer – an benachbarte Türme weitergegeben, sodass sich Nachrichten schnell über große Entfernungen verbreiten konnten. 

    Im 19. Jahrhundert verlor der Turm seine ursprüngliche militärische Funktion und wurde nicht mehr besetzt. Während des Spanischen Bürgerkriegs (1938/39) erhielt das Bauwerk eine neue Rolle: Es wurde zur Überwachung des Luftraums und der strategisch wichtigen Meerenge umfunktioniert, und ein kleines Nebengebäude wurde zu diesem Zweck angefügt. 

    Seit 1949 steht der Torre de Cala en Basset unter Denkmalschutz und zählt zu den Bienes de Interés Cultural (kulturell bedeutende Güter) der Region.

    Zurück geht es diesmal auf einer alternativen Strecke über einen Bergsattel. Am Ende schlendern wir noch durch das beschauliche Sant Elm.
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  • Beschauliches Sant Elm im Januar

    15. januar, Spania ⋅ ☀️ 15 °C

    Im Januar ist ein Spaziergang durch Sant Elm auf Mallorca ruhig, naturnah und deutlich anders als in der Sommersaison. Die Temperaturen sind mild mit Tageswerten um etwa 12–14 °C, das Meer ist deutlich kühler (~14–16 °C), sodass Baden nur für Mutige infrage kommt. 

    Der kleine Küstenort an der Süd-Westspitze der Insel wirkt im Winter verschlafen und entspannt, viele Restaurants und Bars haben verkürzte Öffnungszeiten oder saisonbedingt geschlossen und nur wenige Touristen sind unterwegs. Man kann entlang der Promenade und der Avenida Jaume I schlendern, den Blick über die Bucht und auf die unbewohnte Insel Sa Dragonera genießen und die klare Luft und das mediterrane Licht aufnehmen. 

    Der Strand von Sant Elm ist leergefegt und die winterliche Ruhe macht das Dorf zu einem idealen Ort für Spaziergänge und stille Momente am Meer, begleitet vom Rauschen der Wellen. Wir kehren nach unserer Wanderung noch auf einen Café in der kleinen Bar am Kreisel ein, wir genießen die Ruhe, die wärmenden Sonnenstrahlen und die Tatsache, dass wir das Privileg haben, hier sein zu dürfen.
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  • Mittagsmenü bei Adrian Quetglas

    16. januar, Spania ⋅ ⛅ 15 °C

    Heute wollen wir uns noch einmal mit Beate und Harald treffen. Wir trinken den Aperitif bei Ihnen und schlendern zu Fuß zu dem Restaurant von Adrian Quetglas. Als der in Buenos Aires bei seinem mallorquinischen Vater und seinen Großeltern väterlicherseits aufwuchs, bildeten die Familienmahlzeiten eine Brücke zwischen der traditionellen Küche seiner Großmutter – Escaldón, Tumbet und Frito mallorquín – und argentinischen Speisen – Empanada, Chimichurri und Gegrilltem. Womöglich haben seine frühen Erfahrungen mit dieser Küche der „dritten Kultur“ – einer Verschmelzung zweier ethnischer Kochkünste und die Entstehung einer dritten, innovativen Mischversion – seinen kulinarischen Einfallsreichtum geprägt.

    Auf jeden Fall konnte er dank seiner professionellen Erfahrungen in diversen Küchen von Paris bis Moskau seine Technik schulen. Quetglas’ Mission, die „Haute Cuisine zu demokratisieren“, zeigt sich in seiner Speisekarte und seinem internationalen Team. Sein gleichnamiges Restaurant behält seinen Michelin-Stern aus dem Jahr 2017, ein Beweis dafür, dass Vielfalt Veränderungen zum Wohle der Allgemeinheit schafft.

    Das Restaurant befindet sich auf dem Paseo Mallorca, wo in den letzten Monaten diverse neue Bars und Restaurants geöffnet haben. Das Dekor ist modern und schick: die Böden und Tische sind aus Holz und die Stühle sind bequem. Außer den Sitzgelegenheiten im Innenbereich gibt es auch Tische draußen unter einer überdachten Terrasse. Wir entschieden uns für drinnen, denn draußen ist es noch zu frisch.

    Wir bestellten das 5-Gänge-Mittagsmenü für 55 €, bei dem man für einen Aufpreis von 30 € einen Cava und drei verschiedene Gläser Wein aus Magnumflaschen dazu genießen kann, die auf die jeweiligen herzhaften Gerichte abgestimmt werden.

    Im Oktober 2016 wurde Adrián Quetglas zu Russlands "Koch des Jahres" ernannt und sein Restaurant in Moskau - AQ Kitchen - zum drittbesten Lokal Russlands.
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  • Spaziergang am Yachthafen von Palma

    16. januar, Spania ⋅ ⛅ 16 °C

    Nach unserem leckeren Menü wollen wir uns noch ein bisschen bewegen. An diesem sonnigen Januarnachmittag leuchtet der Himmel in strahlendem Blau. Die Luft ist mild, fast frühlingshaft, und entlang des Yachthafens klirren leise die Masten der Segelboote. Wir folgen der neu gestalteten, gerade erst eröffneten Uferpromenade: weit, offen, modern, mit Blick auf das glitzernde Meer und die ruhigen Bewegungen der Spaziergänger und Radfahrer. Palmen werfen lange Schatten, das Licht tanzt auf dem Wasser und Palma wirkt entspannt und gelassen.

    Am kleinen Hagen von Can Barberà angekommen, drehen wir um und laufen den selben Weg zurück – begleitet vom warmen Nachmittagslicht, dem Duft des Meeres und dem Gefühl, zur genau richtigen Jahreszeit hier zu sein.

    Langsam neigt sich unsere Auszeit auf Mallorca dem Ende entgegen und tatsächlich wäre ich diesmal sehr gerne noch länger geblieben. Ich hatte mir eigentlich noch so viel vorgenommen, aber dann haben wir so nette Menschen kennen gelernt, mit denen wir auch viel wertvolle Zeit verbracht haben. Die Wanderungen werden auf mich warten, so gibt es wieder etwas, auf das ich mich bei meinem nächsten Besuch von Herzen freuen darf.
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  • Reiserückblick

    17. januar, Spania ⋅ 🌧 14 °C

    Seit nicht einmal zehn Monaten haben wir nun die Wohnung auf Mallorca. Ich hätte mir nie vorstellen können, ein Feriendomizil auf dieser Insel zu haben, doch inzwischen ist es wie heimkommen. Ich liebe die Wohnung und unseren Ort, die Insel und all die vielfältigen, abwechslungsreichen und spannenden Möglichkeiten, die Mallorca bietet.

    Gute zwei Wochen waren wir nun hier und ich hätte gerne noch ein paar Tage dran gehängt. Allerdings soll das Wetter nun umschlagen, eine Regenfront ist im Anmarsch und so fällt uns der Abschied am Ende doch nicht ganz so schwer..
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    Reisens slutt
    17. januar 2026