• Nick's Reisen ab 2022
  • Nick's Reisen ab 2022

Argentinien, Uruguay und Chile

Schwerpunkt Argentinien, etwas Uruguay und auch Patagonien, das teilen sich ja Chile und Argentinien Baca selengkapnya
  • Adios Bariloche 25.1.

    25 Januari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 29 °C

    Bin wie immer einer der Ersten die Aufstehen. Man beginnt hier erst um 10 Uhr zu arbeiten. Aber wir sind ja auf dem Camping, wo die Leute Ferien haben. Alle Autos, welche hier eintreffen, sind bis oben hin vollgepackt und mit Menschen beladen. Unglaublich, was da mitgeschleppt wird, da bin ich direkt heilig - obwohl ich auch zuviel mitschleppe! Die Meisten bleiben nur eine Nacht, sind dann wieder weg. Viele haben Hunde, auf welche sie nicht gerade aufpassen. Am lautesten hier waren aber immer Brasilianer, in einer Lautstärke wird disputiert bis tief in die Nacht - Frauen dominieren die Diskussionen! Am Morgen schaut es dann bei vielen so aus, wie wenn das Camp explodiert wäre. Da liegt und steht so viel herum. Die Argentinier sind da viel ordentlicher!

    Die Vögel machen schon ab etwa halb sieben Krach. Ich ignoriere ie, zu meinem Glück freuen sie sich anderswo über den neuen Tag. Stehe kurz nach acht Uhr auf, und esse mein Vollkornbrot, dazu Milch und Apfel, Orange.
    Dann Schlafsack und Isomatre verpacken, die Rucksäcker auf den Tisch hinaus, Zelt etwas putzen, unglaublich was da
    Schon für Dreck drin ist.
    Zelt zusammenlegen, der Boden ist noch etwas nass, lasse ihn kurz trocknen - auf dem Zeltdach war unglaublich Staub angesammelt. Heute bringe ich sogar den Schlafsack in den grossen Rucksack.Irgendwie hat sich alles etwas gelichtet, Nahrungsvorräte und Sandalen weg, gestern ist die Sohle rechts durchgebrochen.
    Besorge mir das Taxi bei der Rezeption, es kostet bis Busbahnhof (rund 10 km) keine 7 Dollar, ich wäre über 2 Stunden gelaufen.
    Den Taxifahrer schätze ich so gegen 80 Jahre, er ist in Mar de Plata geboren, die Familie ursprünglich deutscher Herkunft, München. Er spricht aber kein Deutsch mehr, ist wegen Arbeit ehemals hierher gezogen.

    Habe noch keine Unterkunft in Mendoza - schaue und suche, Booking, dann Airbnb, wo ich eine Anfrage starte, aber da ist etwas komisch. Bin in der Zwischenzeit schon im Bus. Schaue bei einem anderen Angebot, wo ich auch die Bestätigung rasch erhalte, kann aber irgendwie nicht bezahlen, Internetausfall - fahre schon Überland. Die andere Person ist immer noch am Rummachen, ich habe ihr aber schon geschrieben, ich hätte etwas Anderes, endlich lehnt sie endgültig ab - auch bereinigt!

    Der Bus ist voll, ich habe auch jemand neben mir. Zu einem aufgegebenen Gepäckstück hat sie noch zwei Rucksäcke in der Hand - wenn ich aufs Klo will, wird das zum Problem!
    In Neuquen steigt der Grossteil der Reisenden aus, ich hole mir ein Bier und ein Sandwich. Dann fährt der Bus noch zwei Stationen an, wir sind nicht besser besetzt. Mir fällt seitlich drr Strasse ein Kanal auf, da wird gebadet, Jungs zuerst, wie es etwas kultivierter Wiese und Bäume hat, sitzen teils ganze Familienclans da, viele baden auch oder waschen sich oder etwas - na ja. Der Kanal zieht sich kilometerlang neben der Strasse hin, mal etwas wilder ungefasst, aber immer parallel zur Strasse, bis zu einem Fluss, wo anscheinend das Wasser abgezweigt wird.
    Wir fahren kurz tanken, dann geht es langsam in die Nacht hinein, auf schnurgeraden Strassen. Viele Lastwagen auch, teils mal wieder Schotterstrasse, dann von Hitze und Schwertransporten beschädigte Stücke. Die Strasse führt durch hügeliges Gelände, schwer einsehbar - auch hier gibt es riskante Fahrweise, der Chauffeur hält sich jeweils zurück, danke - sitze im oberen Stock bei der Frontscheibe!
    Dann geht es in die Nacht, meine Nachberin muss mal, was ich auch gleich danach mache, setze mich aber dann auf zwei freie Plätze dahinter und schreibe Tagebuch.
    Die Strasse ist jetzt nicht mehr so befahren wie vorher, auch deutlich schmaler, dafür deutlich breitere Sandstreifen neben der Strasse. Diese weist viele Schlaglöcher auf, welche unser Fahrer mit etwas Schlangenlinien fahren auszugleichen versucht. Einmal weist ein Schild darauf hin, dass hier etwas konstruiert wird - daher die überbreiten Bankette? Kreuzen ist eng, Staubfahnen wirbeln hoch, im Scheinwerferlicht, die Bankette sind zwar festgefahren, doch Staub liegt überall …

    Schlafe etwas, trotz unterschiedlichem Fahrbahnbelag. Wir sind vor der Zeit in Mendoza. Muss meinen Gepäckzettel abgeben um den Rucksack zu erhalten - sind echt konsequent hier bei der Busgesellschaft! Gehe wie immer nach einer längeren Fahrt gleich zum WC. Lasse meinen grossen dreckigen Sack einfach draussen stehen. Doch die gerade aktive Reinigungsmannschaft nimmt ihn hinein - gebe dann etwas, es war sauber aber ohne Papier! Meine Servietten-Hamsterei lohnt sich manchmal schon!
    Dann gehe ich zur Gepäckdeponie, mag das Zeug nicht schleppen. Nun auf zu einem grossen Café con Leche. Anschliessend schreibe ich Tagebuch und mache einen Rundgang um das Busterminal. Ich kann erst ab 1500 Einchecken bei meiner Airbnb Buchung.
    Vor dem Busterminal gibt es Parkplätze am der Strasse. Die werden wie an vielen Orten „verwaltet“. Platzanweiser kassieren da einen Obolus, erzielen ein Einkommen! Bzw. solange bis sie genügend zum Essen haben? Kurz vor der Mittagszeit ist keiner mehr da, die letzte will mir im Park noch 100 Pesos abringen und geht dann eilig. Bald ist aber der nächste da, welcher die Hand öffnet, er war nur auf der anderen Seite - haben die ihre Zeiten abgesprochen um jedem etwas zum Verdienen zu geben? Um die Mittagszeit legen die Jungs sogar Kartons auf die Windschutzscheibe …

    Dann ist es Zeit für mich zu gehen, kann um 1500 einchecken. Es ist heiss, ich treffe nach einer kurzen Rast im nahe gelegenen Park an der Unterkunft ein. Laura ist sehr nett, doch mir kommt auch gleich ein grosser Hund entgegen. Ich erzähle ihr das wegen meiner Allergie. Sie zeigt mir ihr Profil - airbnb übersetzt das nicht richtig. Nach längerem Hin und Her auch mit airbnb entschliesse ich mich zum Bleiben. Suchen und weiter gehen stinkt mir, das Wetter ist sehr warm heute und Laura meint es werde noch wärmer …
    Baca selengkapnya

  • Mendoza 1 - 26.-29.2.

    28–31 Jan 2024, Argentina ⋅ ☀️ 36 °C

    Mendoza - mir gefällt die Stadt sehr! Ich bin hier, wo ich unterkam, allerdings eher in einem Aussenviertel, wenig Verkehr - ausser bei Fussball!
    Denn am Rand des San Martin Parks ist auch ein Fussballstadion, wo am ersten Abend ein Spiel stattfand, ich hab es nicht ganz mitgekriegt, aber die Einheimischen haben geführt - gewonnen?
    Es hat ganz in der Nähe ein Ausgangsviertel bzw. eine Strasse voller Restaurants und Bars! Am unteren Ende der Strasse steht Aristides. Was mich hier beeindruckt sind vor allem die von Platanen gesäumten Strassen! Schön und anständig breit.
    Die Häuser sind meist zweistöckig, unten sind eher Läden oder Garagen. Viele sehr schmucke Häuser. Sogar eine elektrifizierte Bahn hat man hier.
    Das relativiert sich in der Innenstadt dann. Es ist höher gebaut, doch eher ältere Bausubstanz. Unten sind hier an der Hauptstrasse alles Läden, welche immer Vorfassaden haben.
    Mendoza hat aber sehr schöne Pärke, wie Plaza Italia oder Plaza Espana umd Plaza Independiente, auch kleinere nicht benannte an den Strassen mit Bänken. Vor allem im Independiente finden viele Kulturveranstaltungen statt. Es ist der grösste in der Stadt drin, viele Leute bewegen und treffen sich da, auch Künstler präsentieren sich viele hier. Da ist alles improvisiert, die Künstler platzieren Sammelbehälter aller Art oder gehen damit herum. Dazwischen ist Sport und Spiel.
    Ich gehe einmal noch zur Kathedrale - der Name ist sicher falsch, eine äusserlich bescheidene Erscheinung - sie war geschlossen. Dafür sind mir aber in der Stadt Jungs mit weissen Hemden und dunklen Hosen aufgefallen. Es waren nicht Zeugen Jehovas, sondern Kirche Jesu der Heiligen der letzten Tage, mir ja soweit egal, anscheinend rekrutieren die auch in Geschäften Angestellte?
    Mendoza gibt sich Mühe grün zu sein und zu bleiben. Auch neuere Pärke sind vorhanden. Was mir aufgefallen ist, hier ist deutlich weniger Polizeipräsenz zu sehen. Nicht bei jeder grösseren Kreuzung mindestens zwei, man ist diskret und die Stadt hat sogenannte „Preventers“, welche bei Bedarf zugreifen, abklären.
    Auch Penner habe ich nie einen gesehen.
    Beim Abfall ist hier in Mendoza ein Trennsystem in den Strassen aufgestellt. PET, Karton, Übriges. Trotzdem wühlen auch hier Leute im Müll. Da aber nicht alles gemischt ist, liegt der unbrauchbare, nicht gewollte Teil dann nicht gesamt auf der Strasse! Es lag sehr wenig daneben, eher Unsorgfältigkeiten …
    Inwiefern die Drahtkörbe vor den Häusern noch gebraucht werden, weiss ich nicht.

    Schnorrer um vor allem Geld, gibt es auch hier überall, welche sich ein paar Pesos zusammenbetteln, auch weitere Bettler. Die aber bei weitem nicht so gehäuft auftreten wie in Buenos Aires oder anderen Städten.
    Macht es die Weinproduktion aus von der die Region sicher profitiert?
    Dann musste ich hier lernen, dass Kioske ab 2300 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen dürfen!, ich wollte noch ein Bier für die Unterkunft.
    In Lokalen kann der Konsum ungehindert weiter gehen, das zielt auf die Herumhänger, anscheinend mit Erfolg!

    Ich habe sogar ein Lokal entdeckt, welches ein 5 Gänge Menu mit abgestimmten Weinen offerierte. Für 72000 Peso mit inländischem Wein, für 120‘000 kam dann auch französisches Gut dazu! Leider hatte ich da gerade nicht Hunger und keine Weinlust sondern Bierdurst, es war heiss!

    An einem Tag bin ich noch zum Denkmal des Befreiungs-kampfes der Andenstaaten von Spanien gewandert. Sinnigerweise an den Park San Martin (General/Anführer der Freiheitsbewegung) angrenzend. Es sind meist nur Touristen, welche zu Fuss gehen!
    Das Wetter war eher bewölkt, doch drückend warm, zugeführte Flüssigkeit ist nur so verdampft, ich bin teils oben ohne gelaufen - langsame Annäherung an den Strand!

    Die Einheimischen fahren, und seien es noch so alte Vehikel, wie überall in Argentinien - Renault ist gut vertreten, am meisten R12, viel rarer R4, R6, R9. Man fährt eher Kleinwagen, oder dann Diesel SUV, Fahrzeuge mit Personenkabine und Ladefläche. In dieser Kategorie sind es vor allem alte Ford, teils Chevrolet. Neuere Renault, vor allem Nissan-Modelle sind verbreitet.
    Ein ganz bestimmtes altes Ford-Personenwagen-Modell lebt hier auch noch überall, macht den jüngeren Renaults Konkurrenz. Selten ist aber einer noch in einem guten Zustand. Läuft wegen einfacher robuster Technik/Elektrik noch.
    Benzin ist ja auch sehr billig - wenn ich für einen Dollar 1150 Pesos erhalte und das Benzin kostet ein Liter so um 830 …
    Das Essen hier in Mendoza ist auch gut - mit dem Mangel, dass auch hier einfach nicht viel Gemüse im Restaurant auf den Tisch kommt - Papas, also Kartoffeln in gebratener, frittierter Form.
    Ich habe einmal Riesenwürste auf einem Grill gesehen, Kaliber etwa vier unserer Schweinswürste. Pancho ist auch überall verbreitet hier, wie in ganz Argentinien, das sind Würste in aufgeschnittenen weissen Brötchen oder Broten, Baguettes. Dann stehen Saucen da oder man kann sagen, was man dazu will.
    Auch Hamburger sind natürlich überall zu haben - bei der Mc …Firma bevorzuge ich aber um Längen das gute Softeis 🍦!

    Die Parilla/Asado kann mir gestohlen bleiben. Sieht gut aus, wenn ganze Stücke/Seiten/Teile da am Grill schmoren - es fehlt aber häufig etwas an Saftigkeit, Zartheit, das Fleisch ist mir meist zu faserig, viel auch zu gummig.

    Daneben wird überall viel Süsses angeboten, ist aber relativ teuer. Auch zum Frühstück, gängig ist da Milchkaffee und 2 Medialunas, kleine gipfelartige Brötchen, welche dann mit einem Zuckerguss versehen werden, Typ „dulce“ - die nicht süssen sind „salada“ gesalzen, habe ich lieber, man kriegt sie aber häufig nicht! Weisses Toastbrot ist auch sehr verbreitet, natur geröstet oder mit Schinken und Käse. Ebenso sind die Medialunas mit Inhalt erhältlich.
    In Mendoza habe ich das erste Mal wieder ein Müsli erhalten, welches zwar gesüssten Joghurt und gesüsste Flocken beinhaltete, aber auch 5 verschiedene frische Früchte.

    Desserts sind auch teuer, teils fast so wie eine Mahlzeit. Die Rezepte entsprechen selten den guten Originalen, welche wir in Europa kennen (kein Frischrahm). Wenn ich Lust habe (und im Restaurant auch ein Angebot haben), nehme ich aber eher einen Flan. Alles andere ist mir zu unsicher, Wissen und Können sind hier dünn gesät!
    Männer sind eher schlanker als Frauen, diese sind meist kleiner und etwas breiter bis ausufernd gebaut - da kommt mir doch die Nonna von früher in den Sinn.
    Mich dünkt es, Mendoza habe viele italienische Namen, ich habe auch einige ältere Menschen mit italienischem Einschlag und Temperament gesehen - reden, gestikulieren. Hier eher weniger spanische Typen. Viele Mestizen, Indios, vor allem die jungen Leute. In der Stadt, den Städten fliessen die Rassen ineinander, meine ich. Ausserhalb ist das sicher weniger.
    Baca selengkapnya

  • Von Mendoza nach Mar del Plata

    29 Januari 2024, Argentina ⋅ ☀️ 39 °C

    Am Vorabend schon etwas umgepackt - ich brauche ja nur meine Sommersachen!
    Wache kurz vor halb acht Uhr auf und packe den Rest in den kleinen Rucksack. Dann schaue ich nochmals wegen der Unterkunft in Mar del Plata. Ein Anbieter namens Jorge hat mir Antwort gegeben, der Adere nicht, kein Hund, also buche ich gleich da - erledigt! Sage dem anderen ab.
    Ich esse einen Apfel, trinke meine Wasserflaschen aus und ziehe meine Rucksäcke an. Den Kleinen vorne, der Grosse hinten. Meine Wirtin kommt sich gerade aus einem Zimmer, ich verabschiede mich, nehme den Abfall gleich mit - um die Ecke kann ich entsorgen.
    Es ist noch schön kühl am Morgen, trotzdem schwitze ich natürlich, im Sandwich meines Gepäcks! Gebe den Grossen im Busterminal in die Gepäckaufbewahrung und mache mich nochmals auf in die Stadt. Ziel wären eigentlich neue Sandalen, doch ich finde wenig Zusagendes. Trinke mal einen Kaffee, aber bald plagt mich der Durst. Ich kaufe 1,5 Liter Wasser - es ist weg wie ich in den Bus steige - heiss in Mendoza!

    Heute Montag ist anscheinend
    Sängertag - an einer Kreuzung singt eine ältere Frau schlecht Playback - auch über Jesus. Weiter vorne hat sich ein blindes Paar singend positioniert, auch mit Lautsprecher, ein Hut zwischen sich für Einnahmen - die Hände kontrollieren alle paar Sekunden ob da was ist! Weiter vorne hat sich ein Rapper mit Boombox neben einem Lautsprecherladen positioniert. Ich verstehe kein Wort, er hüpft wie wild. Sinnigerweise steht er neben einem Lautsprechergeschäft und gegenüber ist auch gleich eines - Absicht? Vor einem Supermarkt steht ein Geiger, der Zigeunermusik spielt, ebenfalls elektronisch verstärkt - gefällt mir am Besten, ich bin aber zu faul um über die Strasse spenden zu gehen.
    Im Park vor dem Busterminal mache ich es mir noch kurz gemütlich, will aufs Klo, doch das Terminalklo ist überfüllt! Es ist nur eines brauchbar, am zweiten wird noch gebaut. Eindeutig zu wenig für die hier wandelnde Menschenmasse, denn auch bei den Herren steht man Schlange.
    Hole mein Gepäck und begebe
    mich in den Wartebereich.
    Die Busse sind verspätet - und halt wieder nicht angeschrieben, einer 1600, einer 1601 Uhr. Nicht erstaunlich für mich wieder - der 1601 kommt zuerst und fährt früher als der 1600.
    Ich habe wieder einen breiten Einzelsitz gebucht.
    Entlang der Strasse erstreckt sich meist Busch, selten mal Reben. Weiter hinten sieht man Bäume, welche sicher Felder einrahmen.
    Dann zieht sich längere Zeit ein Bahndamm neben der Strasse hin.
    Ich gehe jetzt hier im Bus aufs Klo. Einer hat schon nach einer Stunde das Klo verpisst. Es hat aber noch Papier, reinige grob und mache dann mein Geschäft - Männer sollten halt sicher sitzen, aber …!
    Es klopft während ich muss - da steht dann eine dickliche mit ihrem Kind, hält dem Mädchen dann die Türe zu und schliesst sie nachher nicht, der nächste auch nicht. Meiner Nachbarin über dan Gang beginnt es dann nach Stunden langsam zu stinken, sie schliesst die Türe nun jeweils - auch ich kriege ab und zu eine Nase voll ab, bin froh darüber. Es nützt ein schön breiter Sitz nichts, wenn die Luft schlecht riecht, Pisse ist penetrant.
    Dann sind wir endlich in Mar del Plata, rund eine halbe Stunde verspätet.
    Baca selengkapnya

  • Mar del Plate 3 Fischerhafen

    31 Januari 2024, Argentina ⋅ 🌙 26 °C

    Ich habe Jorge zu einem Nachtessen eingeladen, er revanchiert sich und zeigt mir mit dem Auto den etwas weiter südlich liegenden Fischerhafen, welchen wir anschauen., mit wenigen Verkaufsständen von Frischfisch. Aber es wird da sicher auch am Morgen einen Fischmarkt geben! Fisch ist auch hier am Meer zum Fleisch vergleichsweise teuer.

    Tagsüber organisiert man von hier aus auch kleine Küstenfahrten mit Booten.

    Wir fahren dann zu einem grossen noch schlecht gefüllten Parkplatz, wo rundherum alles Fischrestaurants sind. Wir sind mit 20 Uhr früh dran, fast niemand da.
    Wir trinken ein Bier und studieren die grosse Speisekarte. Nach kurzer Diskussion erscheint es uns am besten eine gemischte Platte zu nehmen., Fisch mit Crevetten und Calamari, dazu Saucen Mayo und Knoblauchmayo, Ketchup aus Flasche- wir mögen dann kaum die kleine Version - die Portionen sind wiederum echt gross. Dazu trinken wir dann einen Rotwein. Bier wird hier gekühlt, Wein wird mit Eiswürfeln auf eine angenehme Temperatur gebracht. Weine sind auch im Vergleich zu CH nicht dreimal teurer in Restaurants als in Läden, haben für mich eher normale Preise wie in den Läden.
    Zum Schluss natürlich noch Kaffee, ich mag heute kein Dessert mehr …

    Jorge ist 76, ehemals Buchhalter, macht Vermietungen auch für Dritte, plus ??? - Er ist 180 gross und schlank, hat 4 Kinder, die Tochter lebt in Spanien, die Söhne in Argentinien, nur einer in Mar del Plata. Er ist Wittwer, seine Frau ist an Krebs gestorben. Natürlich bat er aber eine Freundin.
    Baca selengkapnya

  • Mar del Plata 1

    4 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 21 °C

    Da ich zum vereinbarten Treffpunkt zu Fuss über eine Stunde hätte, nehme ich ein Taxi, weil der Bus verspätet war und ich sonst nicht rechtzeitig wäre. Vor dem Busterminal ist eine lange Warteschlange, zum Glück zum Hineingehen!
    Wie in Buenos Aires sind die Taxis hier echt günstig! Allerdings helfen sie meist nicht beim Gepäck. Den Kofferraum
    Aufmachen ist schon alles …

    Ich merke an der Adresse dann, dass Jorge wegen des Cafés nicht so präzis war. Einerseits hat es an beiden Seiten des Blocks bzw. der Strasse je 2 Restaurants, drei haben auf und verkaufen auch Kaffee. Sitze in eines der drei und sende ihm eine Foto von mir mit dem Restaurant-Namen.
    Weil er vorzeitig eintrifft und mein Kaffee noch nicht fertig getrunken ist, lade ich ihn auch zu einem ein. Natürlich reden wir etwas … - tut mir immer gut, so Kontakte!
    Dann gehen wir zum Apartment, Das Strassengitter muss zum Hinein- und Hinausgehen mit einem Impulsgeber geöffnet werden, dann die Haustür, diese ist mit Schnappschloss gesichert. Nun gehts zum Lift und in den 8. Stock. Das Apartment ist sauber, hat Küche (Ausführung vor etwa 30 Jahren), Boiler da und Gasherd.
    Das WC ist ok, etwas verkalkt, Bidet-Hähne schwergängig, die Badewanne ebenfalls ziemlich verkalkt, interessiert mich nicht, da sind nur meine Füsse auf der darin liegenden Gummimatte. Die Dusche bringt gut Wasser - ok. Für 25 CHF/Nacht ist es deutlich preiswerter als ein Hotelzimmer.
    Die Nächte in den Bussen sind halt schon häufig ein Geholper, entweder Strasse schlecht oder dauernd Schotterstücke. Ich mache erst mal ein Nickerchen! Die Stadt ist echt auf Touristen ausgerichtet! Ein unheimlich grosser Immobilienmarkt, einesteils Kauf und Verkauf, daneben floriert aber auch die Vermietung, Hotels im Dutzend!

    Ich habe hier über Airbnb gebucht, prüfe immer auch Booking.com. Airbnb ist eher ein Zimmer bei Privatpersonen. Hier in Argentinien isr das für mich etwas risikobehaftet, weil alle, auch in der kleinsten Wohnung, meist einen Hund haben.

    Jorge, mein Vermieter bezahlt für seine etwa 100 m2 Wohnung im zweitobersten Stock etwa 500 USD, vermutlich mit Garage. Das Haus ist 8 Jahre alt.
    Das als Vergleich zu meiner Apartment-Miete von 25 CHF/Tag, Doppelbett, Couch/drittes Bett da, Tisch und vier Stühle, kleine Küche mit Kühlschrank, Herd mit Backofen, max. 30 m2.
    Allerdings unweit Casino.
    Baca selengkapnya

  • Mar del Plata 2 - weitere Fotos, Eindrüc

    4 Februari 2024, Argentina ⋅ ⛅ 34 °C

    Ja, Mar del Plata ist voll touristisch, viele Familien hier, nicht nur Ma, Pa und Kinder, meist ganze Clans machen im Pulk das Vorankommen auf den Trottoirs schwer. Dazu kommen viele hinausgestuhlte Restaurants (die meisten dann allerdings auf der Strasse/Parkfläche mit Holzboden,) Strassenverkäufer, Hinweis- und Werbetafeln und Leute welche bei begehrten Läden anstehen. Das natürlich nur in den zentraleren Strassen mit engeren Gehsteigen. Die breiten Avenidas und wenigen Fussgängerzonen, haben meist genug Platz.
    Die Polizei ist hier trotz vieler Menschen eher wenig präsent - eher bei Bankfilialen, Penner habe ich auch nur einmal einen angetroffen und Schnorrer/Bettler auch nur sehr selten.
    Ich war hier mal noch beim Coiffeur - zufällig neugierig in ein Gebäude gegangen, da war ein unbeschäftigter Dienstleister dieser Art - 5 Dollar etwa, er hat aber gründlich fast eine Stunde mit Schere geschnipselt und auch mit Rasiermesser gearbeitet - nur Haare waschen konnte er nicht - da war ein Problem! Seine Frau hab ich noch kennen gelernt und dann war plötzlich ein Kundenansturm, für Fotos keine Zeit! Während des Schneidens hat er mir noch ein gutes Fischrestaurant angegeben, da bin ich dann mal hin, war aber voll besetzt und Leute warteten. Habe dann im die Ecke ein romantisches Restaurant gefunden - Essen sehr gut, Forellenfilet als Vorspeise und danach ein Filetstück, dazu ein Bier und ein Glas Wein, ein Flan und Kaffee zum Dessert - um die 30 CHF.

    Ich habe einen ganzen Tag nach einem Fahrradverleih gesucht - die Angaben in Google stimmten nicht, die Angaben meines Vermieters ebenso nicht, weitere Umfrage auch auf dem Touristenbüro ergab auch nichts. Ich habe zwar orange Räder gesehen mit Täfelchen „Galicia“, das ist eine Bank. Jedoch von einer Station keine Spur!

    Die Stadt verdoppelt ihre Einwohner während der Hochsaison etwa, hat normal 8-900’000 Einwohner.
    Es hat da schmucke Aussenquartiere mit eher Einfamilienhaus-Charakter und Bäumen, recht schmucke Sache, wie auch die Hochhaus-schluchten.
    Kleine Appartements kann man so ab etwa 40-45‘000 US kaufen!
    Im Casino war ich nicht - bei näherem Hinsehen alles etwas heruntergekommen, die Hotels in dem Komplex existieren nicht mehr oder nur beschränkt. Viele Teile der Gebäude sind leer, in den Seitengängen zum Meer stinkt es an vielen Orten nach Urin.

    Die Küste wird nach italienischer Art bewirtschaftet, es hat da halbe Dörfer darin sind Cabanas zu mieten, dazu sind meist noch Schwimmbäder dabei. Kostenpunkt leicht 15-20/Tag.
    Viele Leute stehen im
    Meer, habe ich auch noch nicht gesehen, dass man sich da so drängelt …
    Den meisten Platz am Strand nehmen die Cabanas und Sonnenschirme/Liegen ein, für weniger begüterte wird es bei Flut dann eng, ich vermute daher stehen die Leute dann halt im Wasser?

    Restaurants haben teilweise Kartenaktionen, zB. 25% wenn man die Karte einer Bank braucht, dann stehen die Leute Schlange schon vor der Öffnungszeit. Normalerweise geht man aber auch hier erst nach 2100 Uhr Essen. Wenn ich zischen 20-21 Uhr komme ist das Restaurant meist leer, danach beginnt sann das Gedränge.
    Wie ich hier bei Jorge auch gelernt habe, ist das mit den 10 % Service nicht so sakrosankt. Argentinier geben eher weniger, wie ich bei Jorge gelernt habe. Wenn man mal kein Geld für Trinkgeld hat neben der Kartenzahlung, so ist das für den Kellner nicht tragisch, man trägt es mit Gleichmut! Trinkgeld kann man nicht mit Karte bezahlen, sonst gibt es Abrechnungs- und Steuerprobleme …
    Hier gibt es auch viele Buffet-Selbstbedienungsrestaurants, wie auch Takeaways, welche keine Sitzplätze anbieten.

    Unglaublich ist halt auch hier die Vielzahl der Läden - viele haben schon mit Liquidationspreisen gelockt, einige schliessen auch. Die „Kiosco“ haben durchgehend geöffnet und die Essensläden aller Art auch sehr lange.
    Ein beeites Früchte-Angebot jat Mar del Plata, bei Gemüse eher wenig Auswahl. Auch in Restaurants, und die Salate sind für eine Person da meist schon eine ganze Mahlzeit - schlicht gross. Habe aber gelernt zu fragen, ob ich Salat als Beilage haben kann, dann ist die Menge passabel!
    Baca selengkapnya

  • Fahrt Mar dP - BA

    5 Februari 2024, Argentina ⋅ ⛅ 25 °C

    Am Morgen stehe ich normal auf, habe anderthalb Stunden Zeit, bis die Putzfrau kommt. Unerwartet taucht aber Jorge auf und fährt mich zum Busterminal, sehr nett - er will allerdings keinen Kaffee mit mir trinken, hat einen Termin.

    Kläre an einem Schalter der Busgesellschaft noch ab, ob mit meinem Ticket alles gut ist, denn im Mail habe ich nichts erhalten wie normal, mache aber immer von der Bestätigung noch eine Foto. Nach kurzer Suche bestätigt mir die Frau am Schalter ich sei auf der Liste!

    Da ich mehr als genug Zeit habe trinke ich ihn halt alleine, mit zwei Medialunas (hatte immer Mühe das Wort zu behalten, mich daran zu erinnern, musste mir eine bildliche Hilfe im Gehirn bauen, damit es gut war!). Hier kostet mich das 3500 Peso, in der Seitenstrasse in Mar del Plata waren es nur 1800, in Restaurants sonst meist 2400. In den Terminals ist es öfters teurer. Aber die Leute wissen es und konsumieren halt nicht da - ob sich das für die Besitzer auszahlt? Dann schreiben die häufig noch gross PROMO - na ja!

    Die Fahrt ist unspektakulär, was mir auffällt, sind zwei Wasserparks mit Rutschbahnen unweit der Autobahn.

    Bei der Ankunft in Buenos Aires beeindruckt mich immer wieder die grosse Recyclingstelle/-markt, Trödelmarkt beim Retiro, dem Busbahnhof - alles was noch irgendwie gebraucht werden kann … - unglaublich die Haufen, welche da auf noch brauchbar sortiert werden, buchstäblich Alles was irgendwie noch brauchbar ist, wird angeboten.
    Gerne würde ich da mal hin, traue mich aber nicht, da sind wirklich die Armen! Wie auch diejenigen, welche in den Strassen die Abfallcontainer durchstöbern auf Metalle, Karton und Sonstiges, was noch brauchbar ist. Die schlafen denn auch häufig in “ihrem” Quartier tagsüber an einer nicht so betriebsamen Ecke, regengeschützt normalerweise.

    Im Terminal merke ich nach dringendem WC Besuch, dass ich meinen Hut liegen gelassen habe im Bus. Gehe zurück, doch der Bus ist schon wieder weg.

    Für eine Nacht bin ich also wieder in BA, habe mein gesamtes Gepäck natürlich dabei!
    Ich habe über Airbnb extra eine Unterkunft in der Nähe gesucht, eine halbe Stunde zu Fuss vom Retiro Busbahnhof.
    Ich habe eine Beschreibung erhalten wie ich in mein Zimmer hinein komme, es ist niemand persönlich zum Empfang da anscheinend.
    Heute ist es warm in BA, ich komme natürlich etwas verschwitzt zum Ort der Unterkunft. Es ist ein altes Gebäude, die Tür ist zu, dahinter ein Wächter, welcher mir dann die schwere Eisentüre aufmacht. Ich erkläre ihm wohin ich will, zuerst will er noch einen Ausweis, dann kommen aber andere Leute, er ist beschäftigt, weist mir aber noch kurz den Weg.
    Mit einem alten Scherentüren-Lift fahre ich dann in den 5. Stock, da weiss ich dann kurz nicht wohin. Da ich einen Code habe, wie ich an den Wohnungsschlüssel komme, muss Aber logisch so was da sein. Der Schlüssel öffnet auch die nahe Türe, den muss ich aber wieder in den Safe legen, für weiteren Gebrauch, die Schlüssel sonst sollen im Zimmer liegen. Da sind drei Zimmer, zwei Türen sind auf, bei der Dritten stecken die Schlüssel aussen. Wie ich da hineinschaue, liegt ein Mann in Unterhose auf dem Bett - ‚Perdon‘! Nehme eines der anderen Zimmer und schaue mich rasch um - grosse Küche mit Allem, Tisch und Stühle. Die Dusche und WC ist nicht gross, etwas beengt. Die Wohnung und Möbel sind alt, sicher vor meiner Geburt, die Matratze ist aber gut, neuer. Betlaken sind sauber, etwas zerknittert, nicht gebügelt.
    Nur das Internet funktioniert nicht - informiere den Vermieter, welcher innert Minuten auftaucht und mir QR-Code Täfelchen für den Login hin hält, welche auf der Seite im Zimmer liegen. Habe ich nicht beachtet, sorry.
    Wie ich Duschen will, hat mein Nachbar da Wäsche gemacht. Zottle halt ohne in die Stadt bummeln und Essen.
    Komme zurück, die Wäsche ist noch da, hänge sie so gut es geht um und Dusche.
    Mein Mitbewohner kommt später zurück als ich und macht überall Licht - leider habe
    Ich ein Fenster zum Gang mit nicht dichtem Vorhang - es ist hell im Zimmer, stehe auf und gehe im Vorraum Licht löschen.
    Ziehe dann auch die Läden zu, bei einem geht das nicht, da sind Leitungen daran befestigt … - Strom/Internet/Fernsehen, keine Ahnung! Aber ich schlafe gut!

    Obwohl ich Zeit hätte, habe ich Halbinsel Valdes als Reisedestination verworfen, es ist mir zu abgelegen und aufwendig da hin zu gehen. Habe echt genug vom Bus fahren und Reisen, brauche eine Pause.
    Ausserdem sind die Wale jetzt nicht da - Pinguine und Seelöwen kenne ich zur Genüge., einzig Orcas wären mal was. Aber da gibt es bessere Orte zur Sichtung.

    Habe mich aber entschlossen nach Colón zu gehen, nördlich von BA, da hat es auch eine Therme, dazu schönen Flussstrand.
    Baca selengkapnya

  • Fahrt nach Colón

    6 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 35 °C

    Früh wach, drehe mich nochmals, bis der Wecker um halb acht kommt. Meine Spanisch-Lektion, dann Duschen (hier gab es ein Badetuch) und Rasieren. Wieder mein Zeug einpacken.
    Dann zum Busbahnhof gehen. Es ist jetzt schon warm, mein Merinoleibchen ist verschwitzt, wie ich ankomme. Ich habe genügend Zeit für einen Kaffee und zwei Medialunas. Preislich günstig, nur 2900, gestern in Mar del Plata habe ich 3500 Pesos bezahlt. Bis ich allerdings bedient werde dauert es 10 Minuten. Zwei Frauen mit Kindern wollen Take-away, was die Bedienung behindert.

    Packe meine Rucksackträger des grossen für den Bus ein. Ist dann wie eine Reisetasche. Schaue mal auf die Anzeigetafel, der Bus ist noch nicht angegeben. Gehe mal dahin, wo zwei andere Flechabusse stehen, meist starten alle von bestimmten Bereichen.
    Dann kommt ein Bus, es ist aber ein anderer Ort angegeben, Kontrolle über Google Maps sagt mir, dass das etwas weiter ist als ich will, auf Nachfrage muss ich aber da mit.

    Zu meinem Erstaunen habe ich dann keinen Fensterplatz, sondern Gang - wieso, habe doch anders gebucht … - vor mir ist die Sitzreihe dann lange leer.
    Neben mir sitzt eine aus den Fugen geratene jüngere Frau.
    Um sie etwas einzugrenzen, lege ich die Zwischenlehne hinunter, das zwingt sie etwas zu rücken. Ausserdem ist sie dauernd am Telefon oder schaut Kurzvideos in ziemlicher Lautstärke - Ohrhörer hat sie keine! Na ja, es sind ja nur 5 Stunden.
    Ich muss ehrlich sagen, wegen der körperlich ziemlich ausufernden weiblichen Bevölkerung sollten die Sitzbreiten überdacht werden!
    Und heute, wo ich mich extra etwas wärmer angezogen habe - kühlt der Bus nicht, ich verschmachte fast!😅 Ziehe mich wieder aus.
    Ich habe heute meine neue Jeans an im Bus, leider muss ich später feststellen dass mir aus der Stretchhose das Sackmesser aus der hinteren Tasche herausgerutscht ist. Na ja, ich sollte halt auch immer den Sitz nochmals kontrollieren!
    Zwei Verluste in zwei Tagen - wenn man vergesslich ist und/oder nicht kontrolliert.

    In Colon mache ich mich mit Google zu einem Camping auf. Ich habe auf dem Weg die ganze Zeit unbefestigte Staubstrasse, was mich doch etwas erstaunt. Aber Google leitet mich leider an der Innenstadt vorbei (welche ich dann erst zwei Tage später entdecke). Google führt ausserdem einen Camping, welcher nicht existiert. Es hätte auch noch einen weiter vorne gegeben, doch der liegt nicht am schönen Strand.
    Ich gehe doch fast eine Stunde und komme bei schönem Wetter dann zum Camping Molino, wo mich Hugo und Lito empfangen. Der Camping kostet mich für das Zelt und für mich je 3000, Platz ist frei wählbar - wo es gerade hat.
    Ich buche mal für drei Tage und platziere mich eher etwas schattig - es ist heiss, um die 40 Grad heute.
    Dann gehe ich auf ein grosses Bier, sie haben auch einen Kiosk. Mur zum Essen wenig, Sandwiches sind alle schon weg. Lito bietet mir einen Super-Pancho an. Das ist ein seitlich eingeschnittenes maximal halbes Baguette mit einem Würstchen drin, dekoriert mit Senf, Ketchup, Mayo mach Wahl. Drüber kann man noch Kartoffelstreusel haben - kostet rund einen Dollar, nicht viel, ist aber auch nicht viel!
    Ich schaue mir noch den Strand und die Umgebung an, bin aber zu faul um in die Stadt zu gehen.
    Gehe Duschen und Zähne putzen, lese noch und höre etwas Musik, schaue dem Treiben auf dem Platz zu.
    Baca selengkapnya

  • Colón, Tag Thermenbesuch

    8 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach Colón bin ich ja, weil ich in die Therme wollte.
    Also mache ich mich dahin auf, ein Fussmarsch von 3/4 Stunden. Es ist heiss an diesem Tag, um die 40 Grad - war es schon wie ich gekommen bin! Nach kurzer Zeit ist mein Leibchen feucht, die Sonne brennt. Ich weiss erst im nachhinein, dass das hier die heissesten Tage sein werden.
    Habe den Küstenweg gewählt, nicht Inland, wie ich von der Busstation gekommen bin.
    Es ist nicht überall Strand, aber sehr viel, Strandbuden ab und zu, einige Boote, welche Fahrten anbieten, Rundfahrt oder Inselbesuch, da ist auch eine Insel. Hier oben sind die Strände weniger gut besucht, weniger Sand, mehr grasüberwachsen. Das Ufer ist auch teils von Schilf gesäumt, ein Zugang manchmal schwierig. Es gibt keine Überwachung wie unten beim Camping, wo dann aber auch der Aufenthalt im Fluss mit Abschrankungen limitiert ist. Ausserhalb wird man energiach zurück gepfiffen, ich zum Beispiel.
    Ich habe echt heiss, wie ich bei der Therme eintreffe. Ein Wächter weist zur Kasse bei der Autoeinfahrt. Die Angestellte protestiert aber und weist uns Fussgänger zurück - tatsächlich macht dann die andere Kasse auf, also zurück latschen. Die Frau vor mir meldet „jubilado“, was pensioniert heisst, mache ich auch und erhalte den günstigen Satz von 2200 statt 5500. Die Therme gehört der Pensionskasse von Colón, wie ich später erfahre.
    Hinter dem Eingang sind Umkleidekabinen, ziehe mich da um, dann folgt gleich das Vergnügungsviertel der Jungen. Weiter hinten sind dann nochmals Kabinen, bei den Thermenbecken. Suche mir ein schattiges Plätzchen, nicht ganz einfach, das Bad ist sehr gut besucht. Vor allem auch im Hinblick auf die voranliegenden Flussufer. Aber das Wasser ist halt bräunlich, was sicher viele in die Klarwasserbecken bringt.
    Ich besuche die verschiedenen Becken - alles etwa 38 Grad warm - nicht gerade kühlend, höchstens die Duschen … Es gibt keine Unterwasserdüsen, nur dünne Oberwassersdüsen, nicht sehr stark. Man kann sich auch auf Steinliegen berieseln lassen. Die Becken sind beaufsichtigt und hier hinten steht überall „no correr“ nicht rennen. Die Kinder werden laufend ermahnt - vorne bei den Rutschen kann man sie aber nicht halten! Es existiert auch ein Erwachsenenbereich, wo Familien mit Kindern verwiesen werden, sie dürfen nicht auf die Wiese und in die drei Becken da. Hier ist auch das SPA. Wie ich mich aber bemühe, ist da keine Massage verfügbar, obwohl Werbung. Internetsuche bringt mir nichts. Telefonanruf zu tätigen, scheue ich mich - habe immer noch Mühe mit Sprechverständnis - das Alter? Sonst ist da kein Empfang bei dem Gebäude. Ich sitze in de Nähe, sehe aber nie jemanden hinein- oder hinausgehen.
    Mittlerweile brennt mein Rücken nach diversen Beckenbesuchen, habe die Sonnencreme nur eingestrichen, nicht mit genommen. Die Becken sind alle in der Sonne, auch der gedeckte Pool. Ich suche und finde hinten einen nicht belegten, mit Schilf gedeckten Sonnenschirm, welcher mir auch liegend Schatten bietet.
    Gehe gleich noch zum nahen zum Kiosk und kaufe einen halben Liter Wasser und ein Zitronenwasser-Eis. Aber ich habe das Gefühl das verflüchtigt sich gleich - hole einen Liter und noch ein Eis. Hier etwas erhöht über dem Fluss geht ein leichter Wind. Um keinen Preis würde ich jetzt nochmals in die warmen Becken hocken, gehe nur duschen. Die Duschen lassen sich nicht unten einschalten, sie haben beim Duschkopf oben einen Drehgriff - Kinder brauchen sicher einen Erwachsenen ab einer bestimmten Grösse - nicht schlecht, diese Einrichtung.

    Das Bad leert sich so langsam nach 18 Uhr. Auch ich packe meine Sachen, gehe in Richtung Camping zurück, kaufe aber gleich noch einen halben Liter Wasser, 2,5 Liter bisher plus einen Kaffee.
    Hier ist wieder Kiesstrasse, wo ich durchgehe, aber dann wechselt es auf geteert. Auch hier, nur Zentrum und Hauptstrassen sind geteert, der Rest ist staubgefährdet …

    Plötzlich stehe in der Innenstadt von Colón. Nicht riesig, aber doch ein Strassenzug mit einigen Restaurants, vielen Läden, welche teils auch Pesos aus Urugay annehmen. Auch im den Seitenstrassen und den anliegenden Parallelstrassen gibt es Läden und kleine Restaurants, Pizza-, Hamburger- und Pancholäden. Auf dem Weg habe ich dutzendweise „Alquila“ gesehen - Vermietung scheint hier ein gutes Geschäft zu sein. Was aber nervt, sind die vielen Haushunde, welche auf Distanz Alarm schlagen - sicher keiner erzogen!
    Nachdem ich mich etwas umgeschaut habe, will ich um 20 Uhr Essen gehen. Der „Viejo Almacen“ wo ich hin will, öffnet aber erst um 20:15 Uhr. Also noch eine Runde drehen - treffe auf einen Supermarkt und kaufe da Früchte, Haferflocken und Milch.
    Ich bin dann trotzdem der Erste Gast. Eine Walliser-Kantonsfahne hängt an einer Wand, viele alte Fotos von Colon, Hafen, Schiffe, Weinflaschen auch als Deko im rustikalen Lokal. Auch Fotos von der Inhaberfamilie - Germanier. Anscheinend hat es hier auch eine namhafte Schweizer/Deutsche Kolonie, weitere Namen sind Frei und Escher an die ich mich erinnere.
    Bestelle gleich einen Liter Bier, Dann einen Fluss-Fisch mit Salzkartoffeln und Salat. Die Portion ist für Zwei, auch der Salat immens - ich kämpfe, mag aber nicht alles! Wie ich gehe, ist das Lokal fast voll.
    Der Weg zum Camping ist angenehm kühl jetzt, brauche nur etwa 20 Minuten. Toilette, Zähne putzen, dann an einem freien Tisch beim Zelt lesen - hier auf dem Camping ist Betrieb! Irgendeiner lässt immer laut Musik laufen, Kinder spielen bis über Mitternacht, jagen sich. Auch die Erwachsenen sind teils laut, Kommunikation über Distanz ..
    Schlafe aber rasch gegen halb ein Uhr.
    Baca selengkapnya

  • Colón, Camping und Strand

    18 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    Colón ist eine recht hübsche Kleinstadt, lebt klar vom Tourismus. Da auch viele von Uruguay kommen, akzeptieren viele Läden auch diese Pesos. Wechselkurse sind auf Tafeln vor der Türe angegeben.

    Unglaublich an wie vielen Häusern zu vermieten steht. Die Dorms (Mehrbettzimmer) sind nicht billig, unter 16 CHF habe ich nichts gefunden - ohne Frühstück.

    Da ich meine Camping-Ausrüstung ja immer noch mitschleppe, habe ich mich hier entschieden das mal wieder auszuleben und hier sicher eine Woche zu verbringen.
    Ich wurde aber auch geprüft - zweimal ein starkes Gewitter/Windböen, ein ganzer Regentag mit starker Abkühlung - mein Zeltboden hat soweit Stand gehalten. Nur unter Plastik und Kunststoff oder etwas Druck/Gewicht hat er nach dem Regen Feuchtigkeit gezogen. Ich hätte ja noch einen Zeltgraben machen können (ein Spaten war verfügbar) - war aber zu faul! Habe nur nach den Regentagen die Rucksäcke mal rausgenommen. Auch den Daunen-Schlafsack, welchen ich zum Zudecken in den kühlen Nächten nach dem Regen benötigte, habe ich mal gesonnt - hat auch leicht Feuchtigkeit gezogen. Mach dem Regentag war ein ziemlich kühler Wind vom Atlantik - Temperatursturz.
    Vorher war meine Isomatte von oben nass … - wir hatten teils um 42 Grad!

    In der Umgebung herrschte Aufregung während der Regentage Aufregung - die meisten deckten ihre Zelte noch mit Planen ab und gruben Wassergräben, zwei Indio-Frauen neben mir haben ihr Zelt mitten in der Nacht wegen Undichtigkeit abgebrochen, gingen ins Auto schlafen und am nächsten Tag nach Hause.

    Die Betreiber, zwei Brüder, Hugo und Lito Richard (ehemals Savoyen) haben mir vom Vorjahr erzählt, wo der Fluss über die Ufer trat und den Camping bis unterhalb meinem Platz zwei Wochen lang überschwemmt hat - starke Regenfälle in Brasilien (ich erinnere mich an Iguazu und die zerstörten Gehstege da).

    Interessant war auch, dass die Leute eher nur 4 Tage blieben,
    Freitag bis Montag, unter der Woche viel Wechsel. Eigentlich waren es immer Familien-Clans.
    Geschwister, Eltern mit Kindern, Grosseltern und Pärchen.
    In den Tagen hier habe ich einige Kontakte geknüpft, und mehr Spanisch gebraucht als in zwei Monaten Reise! Es gibt aber wenige, welche gerne ihre Englischkenntnisse anwenden, die sind zwar nett, behinderten aber leider meinen Lernprozess!

    Da an der Ecke wo der Camping ist, hatte es unweit einen grossen öffentlichen Bereich mit Betongrills, -tischen und -bänken. Auch der Camping war so ausgerüstet. Die Leute sind aber auch gut, mit Campingstühlen vor allem, gerüstet. Man kommt in Colon anscheinend auf diese Weise zusammen - vor allem abends/nachts..

    Zu meinem Leidwesen gab es in der Gegend kein Kaffeeangebot und nirgends eine vernünftige Mahlzeit, nur Junk, von Sandwiches über Hamburger, Fritten oder anderes Frittiertes bis Pancho (eine Art Hot Dog). Getränke aller Art zur Genüge! Vor allem kaltes Bier, Wasser und halt auch die exzessiv gezuckerten Süssgetränke wurden angeboten.
    Die Leute benötigen vor allem Eis für ihre Kühltruhen, welches fast überall verfügbar ist. Sie nehmen sonst das Meiste mit. An den Stränden gibt es daher wenig Essens-Angebot, auch Liegestühle oder Sonnenschirme zum Mieten gibt es hier nicht, keine Nachfrage! Es ist eine richtige Auto-Gesellschaft, laufen und tragen, tut hier niemand, man bewegt sich fast nur mit dem Auto. Auch hier existieren viele alte Vehikel, der Zustand aber besser als teils im Norden - Salta, San Salvador de Jujuy.
    Der Fluss ist mindestens so breit wie der Zürichsee, führt bräunliches Wasser Auch verläuft im Fluss die Grenze zu Uruguay. Trotzdem er ziemlich warm ist, hat er mir in den ersten heissen Tagen jeweils eine willkommene Abkühlung verschafft. Die Leute sitzen teils mit ihren Stühlen auch im Flachwasserbereich oder stehen schwatzend im Wasser. Wie schon in Mar del Plata. Natürlich gibt es auch Unterhaltungsangebote, wie Kajakmiete, Bootsfahrten, wilde Ritte auf verschiedenen Plastikgeräten mit garantiertem Taucher hinter einem Motorboot. Nur die Gleitschirme haben gefehlt! Jetski waren nur Privat.

    Natürlich sind auch viele Tiere da auf dem Camping - allen voran eine grosse Anzahl verschiedener Ameisenarten, verschiedene Taubenarten und weitere.
    Am Strand in Palmen
    Vor allem haben sich Sittiche eingenistet, machen manchmal unglaublichen Lärm, sind auch beim Überflug laut, wenn in Scharen.

    Der Camping ist schon älter, etwas heruntergekommen, bedürfte eigentlich der Sanierung. Die Anlage gehört anscheinend wie die Therme dem Pensionierten-Verband von Colón.
    Sauber ist es, zweimal täglich wird geputzt, es sind Fussabstreiflappen da. Wenn man aufpasst und sich organisiert, könnte man eine schöne heisse Dusche nehmen ohne den Boden gross nass zu machen und mit den Schuhen zu verdrecken.
    Doch die Leute schauen nicht, lassen Zeugs liegen, Kippen im Klo und Pissoir, auf den Wiesen, dazu Plastikteile.
    Wegen des Alters fehlende Armaturengriffe, defekte WC und Dusch-Türen, laufende oder tropfende Hähne. Vieles improvisiert, doch passende Ersatzteile fehlen meist
    Baca selengkapnya

  • Colón, Ort

    18 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    In Colon war ich nach Buenos Aires am längsten.
    Der Ort besitzt sogar einen kleinen Luna-Park gegen das Flussufer, weg von der City. Daneben sind Spielzeug- und Souvenirhändler mit ihren Ständen und anschliessend gibt es ein Mehrzweck-Areal mit Restaurants am äusseren Rand, dazu Konzertbühne mit Sänger oder DJ am Abend.

    Über das Ausgehverhalten in Argentinien bin ich mir nicht im klaren. Ich habe viele Leute am Donnerstag, Freitag, Samstag, Montag erlebt.
    Vor Patagonien waren Weihnachten, in Patagonien war sowieso nicht viel los mit Ausgehen, dann waren Sommerferien bis diesen Montag 26.2.
    Ich vermute es fehlt den Jungen hier häufig an Geld einerseits, andererseits werde ich die Klibs nicht gesehen oder gekannt haben! Auch Colón ist eher eine Feriendestination für Argentinier.

    Die Shops und Restaurants sind in der Innenstadt, hauptsächlich auf eine Strasse und deren Parallelstrassen beschränkt.
    Die traditionellen Restaurants öffnen so ab 20:00 Uhr. Auf Touristen ausgerichtete Pizzerias und Cafés/Restaurants sind teils ganztägig offen.
    Auch hier herrscht ein Gemüsemangel.
    Hier hatte ich im Restaurant aber das Gericht, welches mir am besten gemundet hat - Mejillones, Miesmuscheln an einer weissen Sosse. Irgendwie waren die zu Schnitten verarbeitet.
    Das wohl schlechteste Essen, ein echt süsses Stroganoff, wenn es wenigstens noch Schärfe gehabt hätte - war zwar essbar, aber als Genuss unter allen Erwartungen.
    Baca selengkapnya

  • Colón, Essen, Restaurants

    18 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 27 °C

    Eigentlich gibt es auch hier in Colón viele Obst- und Gemüseläden. Diese werden überwiegend von Indios betrieben, es hat auch Pop-up‘s, an einer Strassenecke ein besonderes Angebot von einem fliegenden Händler, meist nur eine Sorte.
    Es hat grundsätzlich ein gutes Gemüseangebot, in den Läden - aber immer nur Teile - Gurken, Blumenkohl, Bohnen, Broccoli, Auberginen, Tomaten aller Art, Erbsen, Karotten, Krautstiel, Kürbis, Peperoni, Zwiebeln, Randen, Linsen und Bohnen, sogar Süsskartoffeln habe ich gesehen.
    Aber in den Restaurants kommen die nicht oder selten an, nur Salate in Form von Tomaten, Karotten, Lattich, Rucola, Zwiebeln. Kartoffeln jedoch sind in allen Formen und Varianten verbreitet (Süsskartoffeln nicht).
    Rotes Fleisch ist am günstigsten, Fisch eher teuer, auch Flussfisch - fast jeder angelt!
    Lamm ist auch eher teuer, Lammracks in dem Sinn gibt es nicht.
    Alle Fleischarten werden anders geschnitten/aufgeteilt als in Europa. Es sind ganze Seiten der Tiere welche so auf den Grill kommen und erst nach dem Garen aufgeteilt werden.
    Im Restaurant sind Entrecote und Filet schon Gang und Gäbe. Nur fehlt fast immer Pfeffer, häufig kein Salz vorhanden. Doch bei den Beilagen (guarnición) da liegt für mich der Haken. Die ewigen Papas und zu grossen Ensaladas sind ätzend (ab und zu war es wenigstens möglich die Beilage gegen einen Salat zu tauschen).

    Ich habe vieles ein bisschen durchprobiert, auch Blutwürste vom Grill mit Zwiebeln und Weiterem drin …. Die anderen Bratwürste a la Schweinsbratwurst (etwa doppelt so dick und länger wie unsere), sind mir viel zu viel zum Essen und zu grob zerkleinert, haben grosse Stücke an Mundöffner drunter - ich bin da heikel!
    Die hier verbreiteten Milanesas, Fleisch aller Art mit Käse überbacken, vielleicht noch Tomaten drauf und erst noch ein oder zwei Spiegeleier drüber, sind mir viel zu fett, aber der Käse gibt halt Aroma und Würze!
    Das fehlt hier meistens. Mit dem Portionen ist man nicht geizig, meist könnten zwei davon satt werden!
    Fisch war eigentlich meist gut - nur auf dem Grill ging es 2 x schief - er war jedesmal fast getrocknet …

    Die italienische Küche hat einiges verloren beim Transfer hierher, sicher nicht mehr mediterran, vor allem Aroma und mir war alles etwas zu mastig, auch die Sossen. Am Besten haben mir Sorrentinos de cordero (Lamm) an einer Sauce a la Putanescana geschmeckt. Da haben schwarze Oliven echt Wunder gewirkt - waren echt stark im Geschmack, was der Sauce etwas Pfiff gab!
    Grundsätzlich sind die Teigwaren weichgekocht, haben keinen „Biss“ mehr, das „al dente“ ist weg.

    Das beste und breiteste Angebot an Vegetarischem haben noch die Garküchen, wo man Buffet ambietet, meist als Take-away, selten mit Tischen um gleich da zu essen! Aber die sind meist nicht so auffällig, man sieht sie nicht immer gut.

    Ich freue mich echt mal wieder nur ein kleines Stück Fleisch mit einem schönen
    Gemüsebouquet zu essen, dazu einen kleinen Beilagensalat zu haben.

    Zu den Desserts kann ich nur sagen - Flan Casero, ein Caramelköpfli , war mein Favorit, ohne etwas, also keine Crema (Rahm - es hat mich häufig gedünkt, die sei hinüber) und keine Dulce de Leche - mir zu süss als zusätzliche Beilage!
    Für Kuchen/Torten wird sowieso meist nicht Rahm genommen - der ist rasch schlecht. Die Ersatzvariante mag ich halt nicht.

    Zum Frühstück bzw. ganztags, gibt es Medialunas, die sind süss, mit Zuckerguss, mochte ich nicht sehr, bis ich merkte, dass es auch eine salzige Variante gibt - leider sind die teils auch noch mit Zucker überstrichen …😝!
    Törtchen, Torten und Süsses werden in Confiterias in vielen Varianten angeboten, Teig, Blätterteig, auch mit Quarkeinlage, die echt gut. Mir war es meist etwas zu klebrig und zu süss - weniger die Quarks, da hatte ich einige Male etwas zum Kaffee oder aus der Bäckerei.

    Auch wenn das Essen in Argentinien viel billiger ist - ich freue mich wieder auf die Art, Geschmack und Angebot von Essen in CH und Italien, Frankreich, die Gewürzvielfalt!
    Allerdings - im Flughafen von Buenos Aires hatte ich mit meinen letzten Pesos dann ein echt sehr leckeres Curry-Poulet Sandwich. Vereinzelt können sie dann doch und bieten was!

    Gute Restaurants hier in Volon waren Viejo Almacen, Dos Gardenes, Brown 38 und Juanes. Juanes hat eher Spezialitäten, wie der Magenmuskel da auf dem Foto oder die Mejillones (Miesmuscheln). Ausserdem noch das Restaurant in der Bibliothek „Fiat Lux“ und das Bocatto, wo ich ein Matambre hatte.
    Die Restaurant Don Hugo, La Plaza (süsses Stroganoff), Vortice, eher Musikschuppen, wenig Auswahl, kann ich nicht empfehlen.
    Sonst viel Einheitsbrei, Pizza mit eher dicker Böden, wenig Sachen drauf, viel Mozzarella, wenig Gewürze, wie überall halt Hamburger und Pancho‘s, eine Art Hot Dog nur seitlich aufgeschnitten!
    Kartoffeln in verschiedenen Varianten sind erhältlich,
    Bagels aller Art sind auch noch häufig.

    Psychologisch war das nicht so genehme Essensangebot gut für mich, habe doch etwa 4,5 kg verloren in den drei Monaten Argentinien 👍😄, so dass ich nun endlich mein selbst gesetztes Gewichtslimit habe!
    Baca selengkapnya

  • BA - Friedhof im Quartier Recoleta

    19 Februari 2024, Argentina ⋅ ⛅ 30 °C

    Nach der Bahnhofsbesichtigung habe ich noch viel Zeit - der berühmte Friedhof von Recoleta ist von da etwa 3/4 Stunden zu Fuss, ich mache mich auf den Weg durch die Stadt.

    Recoleta ist auch ein etwas reicheres Quartier, viele Bäume, hat aber höhere Häuser als in Palermo, mit häufig nur 2-3 stöckigen Häusern und breiteren Baumalleen. Es hat aber hier viel mehr Läden aller Art und Cafés, vergleichsweise deshalb auch viel mehr Verkehr.

    Zuerst sehe ich eine Kirche, gehe hinein, habe aber schon viel besseres gesehen. Einige Bettler sitzen da, es hat anscheinend auch eine Sozialstelle da - Kirche, Staat?
    Ich suche den Eingang zum Friedhof, der ist nicht weit, habe wegen der Kirche einen Umweg gemacht.
    Für den Eintritt wird kein Bargeld angenommen, 5000 Pesos sind ja nicht viel, man könnte auch eine Führung haben. Audioführungen sind nicht verfügbar, gehe also selbst Eindrücke sammeln, alleine bin ich ja nicht, es hat schon viele Besucher. Mache eine Foto vom Plan, aber irgendwie bin ich nie ganz richtig, lasse mich von schönen Kunstbauten auf Abwege verführen! Mittlerweile ist es Mittag und die Sonne brennt richtig herunter. Ich bin dann trotzdem über 2 Stunden drin - eigentlich unglaublich, diese Denkmäler, Kunstwerke, welche für Verblichene da stehen, teils kleine Einfamilienhäuser, manchmal sogar mit unterirdischen Grüften. Verschiedene Baustile, viel schwarzer Marmor als Baumaterial. Meist nur einstöckig, doch auch Anlagen bis 2-stöckige Höhe. Anlagen für Verstorbene von Freunden, Vereinigungen, Verbänden, Familiengräber, auch Denkmäler für Helden im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien und Abwehr der Engländer.
    Mehrheitlich aber ein Friedhof der Eitelkeit! Geldadel …
    Es gibt sehr gut gewartete Gräber, Aber auch viele, welche verwahrlosen. Man argumentiert, den Friedhof mit den Eintritten zu unterhalten - da ist tatsächlich viel zu tun, alt kann die Idee nicht sein, aber ein guter Arbeitgeber.
    Nur einen in der CH bekannten Namen habe ich gefunden - ein Ziuberbühler hat sich hier auch ein Denkmal gesetzt, verglichen bescheiden.

    Ich gehe zurück zur Unterkunft, wo ich problemlos mit der App hinein kann.
    Auf dem Weg hatte ich dann so Durst, dass ich ein Wasser und einen Milchshake getrunken habe.
    Im Apartment stelle ich meinen kleinen Rucksack ab und mache mich auf den Weg den Grossen zu holen, welchen ich deponiert habe.

    Nachtessen in einem Restaurant um die Ecke, ein 4-Gang Menü. Vor allem die Vorspeise ist opulent - eine Art Kartoffelgratin in Kuchenform, aber die Grösse ist schon ein Essen! Dazu zuerst ein Durstbier, dann ein Glas Malbec, das Restaurant offeriert einen kleinen Apero und einen Limoncino am Schluss, ich mir nich einen Kaffee.
    Baca selengkapnya

  • BA, Liniers, Claudio’s Quartier

    20 Februari 2024, Argentina ⋅ ☀️ 28 °C

    Claudio und seine 3 Brüder habe ich auf dem Camping kennen gelernt.
    Er hat mich eingeladen mir sein Quartier zu zeigen, wo er lebt, was ich gerne angenommen habe. Ich habe ihm mein Zelt geschenkt, das ist mehr als amortisiert und habe dabei mein Gepäck deutlich entlastet.

    Die Fahrt dahin dauert rund 1,25 Std. Ich habe meine Bleibe etwas darauf ausgerichtet um nicht viel umsteigen zu müssen.

    Bei der Hinfahrt muss ich zuerst mal meinen Saldo aufladen, umsteigen muss ich auch einmal. Zuerst die Sube, dann Bus. Der Bus wird schon zwei Haltestellen nach Einstieg so voll, dass er nur noch zum Aussteigen anhält. Zuvor kaufe ich einem alten Herrn, einem Strassenhändler im Bus, noch Süsses ab.
    Ich fahre mit Google Maps. Sagt mir klar wo ich bin. Leider stimmen die Angaben nicht immer wie man fahren soll, ab und zu veraltet! Aber das hilft schon am richtigen Ort immer auszusteigen.
    Claudio hat mir eine Koordinatenamgabe gesandt, ich treffe an der Hausecke auf ihn, wie er gerade entsorgt.
    Wir gehen kurz in die Wohnung der Familie hallo sagen, Dann machen wir uns auf - suchen zuerst den Bruder auf, welcher eine Schreinerwerkstatt hat im Quartier. Der ist nicht da, wir gehen zu seiner Wohnung. Vor der Wohnung, an der Strasse, scheisst mir eine kleine Taube einen unglaublich grossen Haufen auf Kopf und Leibchen. Leider ist beim Bruder dann niemand zuhause, nur drei Hunde und etlicher Scheissdreck.
    Claudio findet einen Lumpen und reinigt mich etwas, auch Wasser ist da. Der älteste Hund hat unglaublich Durst, trinkt ab dem Wasserhahn, Claudio füllt ihm ein Becken.
    Wir gehen weiter und bei einer Gemeinschaftsküche/-raum treffen wir auf den Bruder und seine Frau, weitere zwei Frauen sind da. Freudiges Hallo, der Bruder kommt mit uns, seine Frau bereitet mit den anderen Frauen etwas weiter vor. Ich lerne, dass die Solidarität im Quartier gross ist - vor allem für die Kinder schauen alle, die sollen immer Essen haben. Es wird vieles auf Spendenbasis und Frondienst bereit gestellt - halt Solidarität.
    Hier ist der Kindergarten schon früh, die Kinder gehen anscheinend 5 Jahre dahin (ich denke, das ist bei uns kombiniert, Krippe und Kiga). Es werden auch Mahlzeiten gereicht. An einem weiteren Ort
    bereiten Frauen trotz Ferien Essen zu, Gebäck ohne Salz wird mit Nutella-artigem
    bestrichen. Da im Garten/Vorgelände wachsen Fruchtbäume, die auch Nahrung liefern - Claudio schüttelt eine Papaya herunter und weckt gleichzeitig eine Mückenschar -
    schon eine unglaubliche Plage hier - das zweite Mal nun dieses Jahr. Ich habe mich vorsorglich eingerieben. Das verschärft natürlich auch die Dengue Situation, sie haben da steigende Zahlen!
    Es gibt auch eine umscheinbare Kirche in dem Barrio-Teil, daneben eine Apotheke, welche ihre Medi‘s gratis abgibt - wenn etwas verfügbar ist, sonst muss man in eine entfernte Apotheke und kaufen!
    Innerhalb der auch hier quadratisch angelegten Strassenzüge (ganz BA) sind die Häuser und Zugänge nicht immer so gerade. Im Innern der Strassenquadrate sind teils Staubstrassen/-wege Dann ist die Hauszufahrt nicht gegeben. Es ist alles immer improvisiert, man verwendet, was es an Material gerade hat/gibt, man ist ideenreich. Ersatz wird sann meist ja auch nicht einfach!

    Es hat einige kleine Läden, vergittert geschützt, nur kleine Durchreichen zur Warenabgabe. Die Brüder kennen natürlich Alle hier - es sind fast nur Männer auf der Strasse sichtbar. Frauen tauchen zwar auf, verschwinden aber gleich wieder.
    An verschiedenen Orten wird gebaut, bis 5 Stöcke hoch. Ich frage nach wegen Plänen und Bewilligungen - man braucht das nicht, baut einfach. Es erfolgt schon mit Armierungen, aber …Claudio meint, die Leute arbeiten ja alle auf dem Bau irgendwo und verstehen ihr Handwerk (alle sind angelernt, keine Berufsschule). Meist wird in Etappen gebaut, wenn Geld da ist. Natürlich funktioniert auch hier Solidarität oder einer hilft dem Andern. Zement ist teuer und Baumaterial ist vergleichsweise teuer!

    Wir kommen auch an einem Abfallsammler vorbei - Zentralstelle für diejenigen, welche die Abfallcontainer in den Strassen auf Verwertbares durchwühlen und sich damit durchschlagen. Alles was irgendwie etwas bringt, wird eingesammelt. Der Besitzer wollte nicht auf ein Foto.
    Die Regierung hat verkündet, dass über 57% der Bevölkerung arm ist. Den Pensionierten geht es besser, da sind es nur etwa 20%.

    Über die Strasse ist gleich die Transformatorenstelle der Stromversorgung für den Bereich - in Containern, nicht abgesperrt und daneben ist ein Wasserrohrbruch, schon länger, aber die nächste Kanalisation ist nicht weit und die strasse neigt sich nicht gegen die Elektroinstallation.

    In den Strassen stehen auch Autowracks, wenn möglich finden Quartierbewohner oder Besucher da auch eine Unterkunft, zumindest kurzfristig. Sonst stehen die Ruinen einfach vor sich hinrostend da, wenn möglich noch für Ersatzteile dienend. Mich erstaunt, dass da nicht mehr mit den Altkarrossen läuft! Aber die gehören natürlich jemandem.

    Claudios Familie wohnt zur Miete (er bezahlt im Monat rund 70’000 Pesos, aktuell etwas über 60 USD) ein anderer Bruder hat das Elternhaus. Was er als Automechaniker verdient, wollte er nicht preisgeben.
    Er ist der Älteste der vier Brüdern, doch die Mutter war zweimal verheiratet, er ist nur Halbbruder.
    Er selbst hat auch einen 18 jährigen Sohn von einer anderen Frau, mit Partnerin Nancy (sind nicht verheiratet) hat er zwei Töchter, 15 und 6 Jahre).

    Früher gab es unweit ein altes Spital für Typhuskranke. Das war aber veraltet, verschimmelt und auch baufällig. Es wurde deshalb abgebrochen, Die Regierung hat da ein Ministeriumsgebäude gebaut. Unten ist das Haus nicht so gross wie oben, es zieht ein kühler Wind durch, was ältere Männer zur Zusammenkunft nutzen.

    Wir haben den Rundgang vollendet und gehen wieder in die Wohnung, wo es Süssgetränk gibt. Ich schlage vor Bier zu holen und wir gehen zum nächsten Kiosk, das Bier ist wenig günstiger als in der Stadt. Meist werden Litergekauft, diese sind hier immer in Glas und mit Depot versehen!
    Der Bruder gesellt sich dann auch wieder zu uns, zwei Flaschen sind für vier bei diesem Wetter eher knapp.
    Dann verabschiede ich mich, Schaue wann der nächst Bus geht, Claudio begleitet mich, die Haltestelle ist in der nächsten Parallelstrasse - die Strassen hier sind alle Einbahn oder richtungsgetrennt, selten eine Ausnahme.
    Brauche länger zurück, obwohl weniger Passagiere. Der Bus wird aber praktisch an jeder Haltestelle angehalten.

    Duschen und irgendwo Nachtessen …
    Baca selengkapnya

  • Quartier Recoleta mit Bond Street

    23 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 29 °C

    Wie ich durch das Wuartier Recoleta gegangen bin, habe ich eine „Bond Street“ gefunden. Hier sind Tattoo- Läden, Punks, Sci-Fi Sachen wie Star Wars und Artikel dazu käuflich. Auch Pflanzerde ist erhältlich. Ein Shop, welcher mit Hanfblättern im Schaufenster und am Boden aufgeklebt arbeitet, an der Türe aber angeschrieben hat, sie verkaufen keinen Haschisch! Schaut selbst …Baca selengkapnya

  • Nachtessen mit Geburtstag

    23 Februari 2024, Argentina ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute wieder spät aufgestanden, müde, keine Lust auf Training, wie die letzten Tage. Mache wenigstens Spanischlektionen, sonst zappe ich die Fernsehprogramme durch. Schaue noch das Formel 1 Rennen.
    Gehe nach Mittag dann binaus, möchte ein en Milchshake trinken gehen, leider finde ich das Restaurant nicht mehr, wo ich auf dem Rückweg von Recolata war - da ist nur ein herunter gelassener Laden.
    Finde auf dem Weg zufällig Outdoor-Läden, wo ich mir Sandalen und Trekkinghosen und Rucksäcke anschaue, leider aber keine gefälligen Modelle, minderwertige Qualität und Preise wie in der CH bei Marken. Wie häufig hier, wenn ein Laden da ist, gibt es in der Nähe weitere! Wenn ich von meiner Unterkunft in Richtung des Theaters Colon gehe, passiere ich etwa 4 Häuserblöcke mit Juwelierläden, welche auch Uhren und Schmuck aller Art verkaufen, Parallesteasse zur Julio 9.
    Gehe dann an die Avenida Julio 9, wo ich einen Kleiderladen mit guten Angeboten gesehen habe. Es gibt im BA unzählige Kleiderläden, von veraltet bis hochmodernen aktuellen Angeboten, natürlich auch Designermode. Markenware hat logisch auch hier ihren Preis. Das Angebot ist auch je nach Quartier verschieden - Einkommen …
    Ich kaufe mir dann noch eine Stretch-Jeans plus 3 Polos. Anscheinend haben aktuell peruanische Baumwollprodukte die beste Qualität, wie mir der Verkäufer versichert - ich werde es sehen, die Ausführung kostet mich fast das doppelte der beiden anderen.. Unglaublich, wie
    Der Laden vollgestopft ist bis obenhin. Nebenan hat seine Frau (nehme ich an) ein Damengeschäft, von aussen getrennte Türen, innen durchgängig.
    Dann mich bei einem kleinen Markt eine Flasche Wein besorgen - so ab 4-5000 Pesos (4-5 CHF) sind die Weine schon echt gut. Man kriegt Flaschen ab so 1500-2000 Pesos, doch …
    Mache mal noch etwas Bargeldbudget, schaue mal nach dem Bus zum Flughafen oder was Taxi kostet.
    Lese noch imd bereite mich für sas Nachtessen vor - suche ein italienisches Restaurant. Da ist eines nicht weit, schaut gut aus, gehe da hin, finde es aber nicht, Eine Familie mit Kleinkind steht auch da und schaut, bis wir die Glocke sehen, das
    Lokal ist im Gebäudeinnern, nicht sichtbar, man sieht nur eine kleine Fahne mit Italien.

    Ein Mann macht uns auf, bringt die Familie in den Speisesaal, gibt mir da dann einen Tisch - ein langer Tisch links von mir ist noch leer. Zwei Tische sind schon voll besetzt.
    Eine Vedienung erläutert mir sie hätten heute nur ein 4-Gang Menü und dass es 22’000 kostet, Getränke extra, bei Kartenzahlung wollen sie satte 5000 mehr. Na gut, ich mag nicht weiter, bin zu faul und harre der Dinge welche da kommen, denn natürlich habe ich die Hälfte der Erläuterungen mal wieder nicht verstanden!
    Doch seht selbst, was es dann gab - Fotos.

    Auch der Tisch neben mir hat sich langsam gefüllt.
    Ich lese zwischen dem Essen. Irgendwann kommt eine Dreiergruppe, ein Handorgelspieler und eine Sängeein, ein Sänger dazu und geben bekannte alte italienische Weisen zum Besten.

    Ich lerne später noch den Organisator kennen, der Sohn der Jubilarin (84), mache mit ihr noch eine Foto - er, Claudio, gibt mir seine Karte. Auch ein Sohn kommt mit schwatzen. Claudio hat 5 Kinder, 4 Söhne und eine Tochter, arbeitet als Immobilienhändler.
    Wie ich gehe, gratuliere ich der Jubilarin natürlich auch, was sie freut und natürlich muss ich dann auf eine Foto!

    Ich habe bar bezahlt - mein Budget von heute stimmt schon nicht mehr 🤪! Gab ein gutes Trinkgeld, mehr als die 10 %, welche auf der Rechnung stehen und auch den drei Interpreten lasse ich einen zusätzlichen Obolus - es hat mich schlussendlich gesamt 40’200 gekostet, keine 40 CHF.
    Aber ich bin zufrieden und mehr als satt!, hatte einen netten, unterhaltsamen Abend!
    Baca selengkapnya

  • Epilog Argentinien

    28 Februari 2024, Swiss ⋅ ☁️ 9 °C

    Am Anfang habe ich sprachlich fast nichts verstanden, in Buenos Aires wird y, ll zu sch! Das war besonders am zweiten Tag mit Kauf der SIM-Karte recht schwierig. Aber so speziell in der Ausprägung wird eigentlich nur in BA gesprochen, etwas ausserhalb ist dann wieder das normale Spanisch eher üblich!
    Meine Lehrerin meinte, dass die Mehrzahl der Argentinier Englisch sprechen würde, wovon ich allerdings wenig bemerkte. Trotz langer Schulpflicht von bis 11 Jahren, wo aber die Vorschule/Kindergarten auch inbegriffen ist. Die Kinder gehen meist vor 5 Jahren schon in Strukturen in den Barrios/Quartieren. Aber das sind eher gemeinschaftliche Spielgruppen, welche freiwillig betrieben werden. Die staatlichen Schulen werden als schlecht angesehen. Kein Wunder, wenn die Lehrer Nebenjobs machen müssen, zB. noch Mahlzeiten an die Schüler verkaufen um sich selbst durch zu bringen, weil schlecht bezahlt. Der Nachwuchs, welcher etwas werden soll/will, wird daher an privaten Schulen ausgebildet - gegen Entgelt!

    Grundsätzlich ist das Preisniveau in Argentinien deutlich günstiger als in Uruguay oder in Chile bzw.. hinter der Grenze bei Puerto Natales. Dieser Ort ist aber auf Touristen. ausgerichtet. Vor allem der Alkohol war da sehr teuer, vermutlich um Saufgelagen vorzubeugen!
    Argentinien wird sowohl von Brasilianern als auch Uruguayanern als günstige Einkaufsmöglichkeit genutzt. Die Chilenen scheinen das Wertgefälle nicht so zu nutzen, die Verbindungen sind distanzmässig auch weiter, es lohnt sich nicht so - und auch wenige Strassen - meist nicht geteert.

    Eine staatliche Statistik (im Fernsehen gesehen) weist rund 58% der Einwohner als arm aus, jedoch nur etwa 20 % der Rentner!
    In Buenos Aires betteln auch viele in den frequentierten Strassen (Ausgang/Einkauf). Da sitzen teils ganze Familien - mit einem Karton, worauf ein Hilfeaufruf ist.
    Der Durchschnittslohn in Argentinien war in meiner Reisezeit etwa 250 CHF im Monat, wie ich in der Schweiz erfahren habe.

    Die Inflation ist hoch, angegeben mit 211 % im Dezember 2023 - für den Dollar erhielt ich zuerst nur 870 Pesos, höchst war 1160, am Schluss aber nur 1060, das in drei Monaten. Der Grund für den sinkenden Wechselkurs war, dass vor dem Präsidentenwechsel die Bauern wegen hoher Steuern Waren zurückhielten. Danach wurde ein Gesetz gekippt, dadurch wurden erhöhte Deviseneinnahmen möglich, was den sogenannten „Dolar blue“ (Schwarzmarkt) gleich 5% drückte. In BA waren zu diesem Kurs nur 100 US$ gefragt, Noten darunter mit Abschlag. Ausserhalb in den Provinzen und Städten war das dann nicht so der Fall - weniger Touristen/Wechsel.
    Am besten waren die Campingplätze zum Wechseln - die waren immer sehr fair, aktuell!

    Bargeld war am beliebtesten in den Läden. Karten nicht so gefragt, die Inhaber von Läden wussten nicht so recht was Kredit-, was Debit und befürchteten Belastungen von Kosten bis 10%, verzichteten manchmal auf Verkauf! Käufe in Geschäften mit Kreditkarten wurden teilweise mit Ratenzahlungen angeboten, auch bei den Busunternehmen!
    In Buenos Aires und den grossen Städten war Geldbezug über Western Union vorteilhaft. Ich würde das heute in der CH aufgleisen, mich hier schon erkundigen, versichern. Bei Barwechsel war Dollar die gefragteste Währung, Euro mit etwas Abschlag. Ich hatte 2000 Dollar mit, mit den
    Kreditkarten bezahlte ich die Essen und Unterkünfte - (Buchung eher Airbnb statt Booking, Camping immer direkt) reichte das schlussendlich gut für meine drei Monate.
    Die Geldaufbewahrung war etwas problematisch, weil 100 Doller fast ein 2 cm dickes Peso-Bündel waren. Die Inflation war auf meiner Seite, meist gab es jeden Tag etwas mehr beim Wechseln, die Preise stiegen aber nicht in diesem Ausmass!

    Generell wurden in den Essens-Restaurants Karten akzeptiert, was touristische Gegenden anbelangt In den kleinen Seitenstrassen-Lokalen wieder eher nicht. Trinkgeld geben ging nur bar, sonst wurde anscheinend beim Besitzer besteuert, sicher nicht an die Kellner weiter gegeben! Manchmal forderte ein Restaurant auch 10 % mehr, wenn man mit Karte bezahlte. Umgekehrt gab es bei Barzahlung 10 % Rabatt. Die Einheimischen sind beim Trinkgeld eher kleinlich, die im Internet angegebenen 10% sind nicht Realität! Wenn nichts da ist, wird es stillschweigend akzeptiert.

    Essen war für mich im Land eher schwierig. Es gab zwar neben viel günstigem Fleischangebot und natürlich Hamburger, Würstchen im Brot mit verschiedenen Saucen (Panchos) auch Pizza und Teigwaren aller Art, doch leider immer sehr beschränkt und wenig Gemüse!
    Die Teigwaren waren meist alle verkocht, nichts mit „al dente“. Ausserdem fehlte es bei allen Gerichten generell an Gewürzen, selten mal frischen Basilikum.
    Sehr beliebt waren die sogenannten „Milanesa“-Gerichte, Fleisch aller Art, überbacken mit Mozzarella, Käse, worauf wiederum noch Tomatenscheiben lagen. Man konnte alternativ noch Spiegeleier drauf haben. Dazu gibt es immer Kartoffeln in jeder Form, eigentlich zu allem.
    Pizza hatte eher dicke Böden und wenig Belag.
    Das Verständnis der italienischen Küche ist ein anderes als ich es in Europa erlebe - auch in besseren Lokalen. Da habe ich mal mit einem Besitzer gesprochen, welcher sich bezüglich seiner Rezepte auf seine Nonna berufen hat! Aber das waren damals alles arme Auswanderer, welche auch ein besseres Leben suchten! Mich wundert da nichts!
    Dafür habe ich zu Spottpreisen beste wohlschmeckende Rinderfilets und Entrecots verspiesen, nicht immer wie fest durchgebraten bestellt, doch immer gut!
    Leider ist bezüglich Fisch-Zubereitung das Wissen schlecht - die waren meist fast vertrocknet, wenn über dem offenen Feuer zubereitet! Lachs war verhältnismässig teuer, zwei Mal hatte ich aber aber Glück - sehr wohlschmeckend, sogar mit etwas Gemüse!
    Frühstück - meist isst man da Medialunas, süss oder salzig, gar süss und salzig und Kaffee. Es hat auch noch Criollos, Kekse aus Blätterteig. Ausserdem Toast nature oder mit Schinken und/oder Käse.
    Den ganzen Tag über kann man alle Arten von Empanadas (gefüllte Teigtaschen im Ofen gebacken) kaufen, meist spezialisierte Stände, aber auch Restaurants bieten das neben Menüs an. Die hab ich geschätzt und für den Hunger gerne mal gekauft, wenn ich nicht in ein Restaurant mochte.
    Die Eisdielen haben auch ansprechende Qualitäten - mein Lieblingseis war aber das Softeis von McDonalds!

    Das Ausgangsverhalten war erstaunlich - nicht die ganze Woche, nicht am Wochenende, sondern an einzelnen Tagen, da war mal Mittwochs ein Andrang, oder Sonntag, Montag. Wieso und warum war mir schleierhaft. Discos gibt es auch, aber man steht da nie Schlange, im Gegensatz zu Theater und Kino - oder bei preiswerten Restaurants!
    Betrieb und Amüsement ist eher in speziellen Lokalitäten mit Musik und Gesellschaft, meist dann Bierkneipen. Wein ist zwar sehr günstig, wird aber eher nur zum Essen getrunken. In jeder Stadt gibt es ein oder mehrere Ausgehzentren/Barrios - nur habe ich mich manchmal gefragt, ob die Leute aus den Barrios/Quartieren da überhaupt hingehen. Die Distanzen sind gross - allerdings die Taxis auch sehr günstig. Überall in den Quartieren existieren auch grosse/viele Parkplätze, welche aber nicht billig sind. Und das Problem ist auch das mit den Einkommen - Normalos können es sich schlicht nicht leisten, bei 250 CHF Durchschnittseinkommen!

    Bezüglich Trekking würde ich nicht mehr so viel mitnehmen. Ich habe mich da von den Internetbeiträgen etwas ins Abseits manövrieren lassen. Lange Unterwäsche und Pullover unnötig in Patagonoen im Sommer! wie auch Handschuhe, Kocher mit Trekkingnahrung und Gamaschen. Das Angebot an Trekkingnahrung in Puerto Natales war in Supermärkten super, wie auch Gaskartuschen überall käuflich waren. In El Chalten habe ich in Supermärkten eher wenig Angebot an Fertignahrung bemerkt. Da ist aber eher Tagestrekking, organisierte Ausflüge in die Umgebung mit wenigen Campsites, vieles auch mit Autos und Fahrrädern.
    Meine Bergschuhe waren bis auf wenige Male fehl am Platz - steile Aufstiege und Flussbetts bei Regen - es ging immer auch sonst, die Leute trugen Trainingsschuhe aller Art, wenige auch nur Sneakers … - die Wege waren immer klar, gut ersichtlich, bis auf wenige Male „ausgelatscht“. Wie ich feststellte waren auch immer Campingstrukturen vorhanden und genügend Platz für ein Zelt, wenn man dieses mit hatte.
    Im Vorfeld oder im Angebot war das für mich nie (ich würde heute auf Zusehen auch auf den W-Trek gehen!).
    Doch die Trekking- und Tourismusindustrie ist in El Chalten, vor allem aber in Puerto Natales sehr gross, die leben davon und brauchen Belegung, Auslastung der Touren/Tagesausflüge! Da wird
    alles irgendwie sehenswerte angepriesen/verkauft. In der CH habe ich über das Internet nichts günstigeres als ca. 1200 CHF angeboten bekommen, in Argentinien konnte ich dann Halbpension und Transport, Eintritt Nationalpark für 760 US$ für 4 Nächte/5 Tage buchen. Mochte nicht Kochen, habe von den Strukturen profitiert, diese genutzt. Das Buffet von Vertice war das reichhaltigste, was ich an pflanzlicher Nahrung (Reis, Bohnen, Gemüse) in Argentinien gesehen habe!
    Ich habe meine importierten Mahlzeiten dann in Bariloche auf einem Camping etwas ausserhalb genutzt.
    Dabei habe ich wieder etwas gelernt, mein windresistentes Funkenwerf-Gerät war nicht in der Lage die Gasbrenner im Camping-Kochbereich anzuzünden - ohne Wind … - werde in Zukunft ein Feuerzeug mit haben!

    Die Mehrbettzimmer auf dem W-Trek von Las Torres waren für die Preise eher eine Zumutung, teils nicht mal einen Platz um den Rucksack zu deponieren, aber 80 US$ gekostet.
    Die von der Firma Vertice (Campsites Grey und Paine Grande) geführten Campingplätze und Unterkünfte/Restaurants waren besser organisiert und auch die gebotene Leistung war besser als die vom Unternehmen Las Torres (alle übrigen Plätze). Die Kosten für Halbpension waren 70 US$ übers Internet, vor Ort günstiger erhältlich …
    Vertice offeriert für die Mahlzeiten ein vermutlich immer gleich breites Buffetangebot in Selbstbedienung auch bei Getränken/Kaffee, nachfassen möglich.
    Die Firma Las Torres macht abends nur Tellerservice, beschränkte Menge, kein Kaffee, am Morgen auch Buffet mit reduziertem Angebot!
    Strom und Steckdosen waren immer vorhanden, überall gut ausgelastet … - die eine USB-Steckdose beim Etagenbett von Las Torres war zwar gut, bei mehreren Geräten eher knapp.

    Ausserhalb von Ortschaften und in den Camps gab es in Patagonien kein Internet. Man konnte in den Camps aber für umgerechnet 10 $ Satellitenverbindung buchen - für 2 Stunden. Mehr Zeit war günstiger. Es wurde aber darauf hingewiesen, dass die Verbindung nicht immer gut sein kann (je nach Nutzer/Wetter).

    Die Campingplätze werden von der Unter- bis Mittelklasse besucht. Die Einrichtungen im Land ausser den Touristenzentren sind eher etwas heruntergekommen, doch sie sind dafür preiswert, bedürften mehr Unterhalt, aber passende Ersatzteile sind rar oder auch teuer, geschickte Reparateure, Berufsleute auch! Alles ist eher so im Heimwerkerstil und viele Provisorien …! Das ist auch in den Haushalten so, ich war ja in einigen Privatunterkünften/Wohnungen, welche Zimmer vermieten (als zusätzliche Einkommensquelle).

    Da traf ich aber auf ein anderes Phänomen - fast alle Haushalte haben einen oder mehr Hunde - für mich als Hundehaar-Allergiker nicht gut. Da hatte ich mit Airbnb zweimal Probleme. Die übersetzen die Angaben der Wohnungs-Eigentümer nicht korrekt, ein Link zu den Original-Angaben fehlt meist auch! Ich kam häufig dahin und was beschnuppert mich als erstes? Ich mag die Viecher ja, leider kriege ich bei Kontakt rasch rote Augen und dicke Wassersäcke unter den Augen - Zombie mässig!

    Reisen in Argentinien ist für die Bevölkerung üblich mit dem Bus. Für Kurz-/Mittelstrecken das beste Mittel. Es gibt neben normalen Liegesitzen (semicama) noch breitere Sitze (camas), welche deutlich mehr Platz bieten, aber auch teurer sind. Es hat da nur drei statt vier Sitze in der Reihe. Mein kleiner Rucksack hatte bei beiden Varianten meist gut
    Platz unter dem Sitz/Beinen. Leider ist bei den breiten Sesseln vorne auch immer das WC, auf langen Strecken kann es dann schon mal etwas riechen …
    Ich habe meine Fahrten mit wenigen Ausnahmen über das Internet gebucht. Die App Ticketonline hat mir für Busbuchungen am besten zugesagt und immer gut funktioniert, nachdem ich herausgefunden habe, was ich bei der Zahlung anklicken muss (Inland-Kreditkarte (aus CH))
    Andere bekannte und in Foren erwähnte Apps waren nicht so gut. Alle verlangen einen Aufpreis, meine Erinnerung für günstigere Fahrten bis so 30 $ waren es rund 10%, darüber eher weniger. Dafür muss man aber nicht zu den Busbahnhöfen gehen oder telefonieren und fragen, muss nicht herausfinden, welche Buslinie welche Destinationen anbietet, man hat eine gute Übersicht welche Plätze frei und buchbar sind. Leider fördert das auch nicht die sprachlichen Fertigkeiten!

    Die Überlandstrassen sind in Grenzregionen nie asphaltiert - immer Schotterpiste, teils auch auf langen Strecken zwischen den Städten. So auch die Ruta 40, Nord-Süd Verbindung.

    Fliegen ist auch nicht teuer, habe von BA nach El Calafate um 260 US$ bezahlt, für rund 2500 km. Die Fluggesellschaft ist noch staatlich. Die Abgeordneten und Angehörige hatten noch Spezialpreise. Der neue Präsident hat das abgeschafft, hat Millionen gekostet - die Parlamentarier sind nicht schlecht bezahlt, im Gegensatz zum Grossteil der Bevölkerung.
    Auf den Flughäfen sind viele Familienclans unterwegs. Wobei meist nur ein Teil fliegt, für die anderen ist es ein Anlass. Wie das in meiner Kindheit mit Kloten war!
    Die Flüge sind auch immer voll, die Wartezeiten zum Einchecken bei den Inlandflügen vor allem lange - ich bin für die Gepäckaufgabe fast 2 Stunden angestanden für El Calafate. Man hat dann die Leute für anstehende Flüge herausgepickt, vorgezogen. Das Einchecken am Inlandflughafen Newbery ist äusserst langwierig, da sind nicht bestimmte Flüge, sondern alle müssen über den allgemeinen Check-in!

    In der ländlichen Gegend hat es viel weniger Penner und Bettler, alles scheint auch aufgeräumter, gepflegter, inkl. der Abfallbewirtschaftung - teils -trennung, nicht wie in Buenos Aires!

    Zwischen dem neuen Präsidenten Milei nach dem Amtsantritt und den Gouverneuren herrschte während meiner Zeit ein Machtkampf! Der Präsident wollte sparen und hat Gelder gestrichen. Die Regionen protestiert und wollten Oellieferungen für die staatliche Oelfirma sperren …

    Argentinien, ich weiss nicht was da nicht stimmt, das Land hat Vieles, Lebensmittel Eigenversorgung, auch Rohstoffe. Vor allem aber viel Armut.
    Ich hoffe, dass der neue Präsident Bewegung in das System und Verbesserung für Alle bringt, zuerst wird das aber hart vor der Verbesserung der Umstände und wird sicher Proteste absetzen …

    So und nun ist auch die Zusammenfassung langsam am Ende, ich habe einige nette Leute kennen und schätzen gelernt - es gab auch anderes, mehrheitlich überwog das Positive.
    Wie immer beeindruckt es mich, unter welchen Umständen Menschen leben, sich durchschlagen - vor allem im Vergleich zu wie gut es uns allen hier geht - und wie wenig man sich des eigenen Luxuslebens bewusst ist!

    Leider habe ich nicht so viel Spanisch benötigt und geredet wie gehofft. Die besuchten bekannten Orte waren halt wieder eher touristisch! Ich habe viele nette Leute kennen gelernt, Amerikaner, Brasilianer, Franzosen, Deutsche, Holländer, Polen, Schweizer, Russen und Ukrainer waren zu verzeichnen - halt mehr mit Englisch untereinander. In den unverbindlichen Hotelzimmern war Kommunikation auch nicht grossartig, Airbnb bei jemandem zuhause schon viel besser, die beste Zeit war jedoch auf dem Camping in Colon, wo die Leute miteinander kommunizieren und ich als einzelner Ausländer Aufsehen erregte, man kontaktierte mich gerne, wollte mich auch zum Essen einladen (was ich meist ablehnte, Essen ging). Nach dem Essen dann mit einer Flasche Wein oder Bier mit ihnen noch zusammen sass - ich konnte da mehr radebrechen - viele versuchten auch ihr Englisch.
    Baca selengkapnya

    Akhir trip
    28 Februari 2024