Tag 0,1,2: Hinfahrt & Ankunfts-Update 🤪
July 10, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 29 °C
Mittlerweile sind wir sehr viel besser geworden was die Planung angeht. :D
Zwar ist der ganze gestrige Tag für die letzten Erledigungen, das Aufräumen und Packen draufgegangen aber wir sind so früh losgekommen wie noch nie!
Schon eine tolle Erfahrung nicht komplett verschwitzt und gestresst zum Bahnhof zu hetzen und gleichzeitig mit dem Zug anzukommen wie sonst leider immer. 😂
Es war sogar noch Zeit für eine letzte, großartige Pizza.... 😋
Die Zugfahrt zum Berliner Flughafen war dann aber leider nicht ganz so toll wie wir gehofft haben. In ungefähr 78 kleinen Einheiten gelang es uns wegzudösen um dann jedes Mal mit steifem Nacken und in der Hoffnung, dass es endlich Morgen ist, aufzuwachen, doch leider wurde man dahingehend immer wieder enttäuscht.😆 Selbst meine Uhr konnte nicht eine einzige Schlafphase aufzeichnen. Aber egal, der Kaffee regelt das. Dafür sind wir extrem überpünktlich am Flughafen angekommen und konnten sogar einen kleinen Blick aus dem Zug auf den Berliner Zoo werfen. Nun sind unsere Rucksäcke bereits 2.5h vor dem Flug abgegeben, wir durch alle Kontrollen durch und es bleibt jetzt nur zu hoffen, dass der nächste Kaffee seine Wirkung entfaltet. ☺️
Kurzes Update:
Nach ca. 36h ohne richtigen Schlaf dafür mit viel gutem Essen und leckerem Wein 🍷 sind wir endlich in unserem ersten Hotel in Phuket angekommen! 🥳 Alles hat erstaunlich gut geklappt, keine Verspätungen, keine verlorenen Rucksäcke, keine lästigen Formalitäten. Sogar mein Bordpass, der meinte sich in Doha von uns verabschieden zu müssen und daher heimlich aus meiner Bauchtasche gefallen ist, hat Dank eines netten Fremden wieder den Weg zu mir zurückgefunden. 🙏😂 Während es Zuhause noch 2:30 in der Nacht war, sind wir um 7:30 bei dem schönsten Sonnenaufgang nach Thailand eingeflogen. Einfach herrlich! Auf dem Weg zum Hotel haben wir dann unseren ersten Monsunregen aus dem Auto beobachten können und hatten großes Mitleid mit allen Rollerfahrern...
Aber auch wir haben ein wenig davon abbekommen: Man sah schnell aus (und fühle sich auch so!) wie nach einer warmen Dusche in Klamotten. 😆
Wir sind trotzdem noch einmal in den Pool gehüpft und gehen jetzt schlafen um heute abend wieder einigermaßen aus dem Zombiemodus raus zu sein. 😉Read more
Ende Tag 2 und Tag 3 : Phuketmania
July 10, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 27 °C
Nachdem wir am Ankunftstag noch ein paar Stündchen Schlaf nachgeholt haben sind wir abends dann endlich ausgegangen! 🤩
Gemütlich starteten wir mit einem Strandspaziergang bei Nacht in Richtung der berühmt berüchtigten Partymeile "Bangla-Road". Nachdem mir nach einiger Zeit irgendetwas spinnenähnliches über den Fuß gelaufen ist, beschlossen wir dann doch lieber etwas zentraler zu laufen. 😅
Prompt haben wir die vielen kleinen Street-Food Stände gesehen an denen alle möglichen Köstlichkeiten zum Verkauf angeboten wurden. Uns sprach dann auch direkt alles an, aber wir beherrschten uns und gönnten uns (nachdem obligtorisch verhandelt werden musste) ein selbstgemachtes Kokosnusseis in einer Kokosnuss! 😍 mit jeder Menge Toppings. Das war so lecker!!!
Wusstet ihr übrigens, dass die Kokosnuss gar keine Nuss ist? 😂 Genau genommen ist sie eine Steinfrucht, so wie ein Pfirsich oder eine Aprikose! Dabei ist das, was man als Kokosnuss kennt, einfach nur der Kern, den man auf so unterschiedliche Weisen verarbeiten kann. Fanden wir auf jeden Fall sehr interessant. 😂
Je näher man der Bangla-Road kam, desto absehbarer wurde auch der Kulturschock. 😂 Wir waren so fasziniert von den vielen Eindrücken, es gab überall so viel zu sehen, dass man einfach völlig überwältigt war. Dabei auch noch aufzupassen nicht von einem Foodwagen, einem Roller, Auto oder Bus überfahren zu werden war eine zusätzliche Herausforderung. 😅
Nach einem langen Spaziergang durch die Patong-Area haben wir noch einen Night-Market aufgesucht wo uns ein völlig neues Geschmackserlebnis mit uns unbekannten aber auch mit vertrauten Früchten erwartete. Der Unterschied im Geschmack etwa einer Mango, einer Ananas oder einer Passionsfrucht ist wirklich gewaltig im Vergleich zu den bei uns erhältlichen Exemplaren.😋
Anschließend zog es uns nochmal auf die Bangla-Road, wo wir dann irgendwie in einer anzüglichen Kabaret-Show gelandet sind. 😂 Das war auf jeden Fall auch.... interessant. Völlig reizüberflutet aber sehr glücklich sind wir dann gegen 3 Uhr morgens dann wieder an unserem Hostel angekommen.
Leider ging es am nächsten Morgen nicht so toll für mich weiter... Das Frühstück war zwar noch super, aber danach fühlte ich mich sehr, sehr schlecht. 🤢 Tatsächlich hat die Reisekrankheit mich schon am ersten richtigen Tag hier erwischt. 🤪 Das war alles sehr unschön. Vor allem ist es mir ein Rätsel, was das verursacht haben könnte... Jan und ich haben den ganzen Tag exakt das gleiche gegessen (er tendenziell sogar noch etwas mehr als ich) und ihm ging es Gott sei dank blendend. 🤷♀️
Nach ein paar Stündchen Ruhe wollten wir aber doch noch etwas erleben und so war der Plan noch zu einem Aussichtspunkt in der Nähe zu spazieren. Leider war uns nicht richtig bewusst gewesen, dass schöne Aussichtspunkte meist hoch oben auf Bergen liegen und daher habe ich mich 4 Stunden im Regen einen Berg hoch schleppen müssen. 😂 Das war ungefähr so wie mit der Doktorarbeit: Wenn man realisiert dass das Ganze irgendwie Mist ist, aber es bereits zu spät ist abzubrechen, weil man schon so viel investiert hat. Schließlich bleibt einem nur noch zu hoffen, dass es bald vorbei ist und sich lohnen wird. 😝
Naja, nachdem wir diese Wanderung überstanden haben (die Aussicht war wirklich phänomenal!) musste ich nochmal schlafen gehen und Jan alleine zu Abend essen.
Für heute Abend haben wir nämlich etwas ganz besonderes vorgehabt: Jan wollte schon seit wir die Reise geplant haben, einen richtigen Muay Thai Boxkampf in Thailand besuchen. Damit, dass sich sein Wunsch so früh erfüllt haben wir nicht gerechnet, aber so war es tatsächlich. 😄 Für mich war das ganze auch sehr aufregend, da ich bisher nur ein paar Kämpfe im Fernsehen gesehen habe. Das besondere am Thaiboxen ist ja, dass neben Schlägen und Kicks auch erlaubt ist mit den Ellbogen und Knien zu kämpfen.
Was soll man sagen, die Stimmung dort war fantastisch! Wir hatten großartige Plätze direkt am Ring und konnten alles genau mitverfolgen. Es gab Popcorn und Getränke und sogar ein T-Shirt umsonst. 😄 Es standen 7 Kämpfe an, darunter auch 3 Frauenkämpfe! Wir waren so gespannt und es gab einfach alles: Von KO. nach 1 oder nach 3 Runden durch Highkicks über völlig ausgeglichene, spannende Kämpfe mit viel Clinch. Es waren Kämpfer und Kämpferinnen aus Thailand, China, USA, Brasilien, Mexiko und auch Deutschland dabei. Interessant war auch, dass die Kämpfe eine starke traditionelle und rituelle Komponente hatten. Vor jedem Kampf wurden die Kämpfer gesegnet, haben mit ihrem Team gebetet und eine Art Tanz zu Ehren des Sports und des Kampfes aufgeführt und dann ging es auch schon los. Maximal gab es 5 Runden und das Publikum ist bei jeder Bewegung völlig ausgerastet. 😂 Das war auf jeden Fall ein besonderes Erlebnis und wir hatten Spaß, aber ich persönlich fand es teilweise zu brutal... Gerade weil es auch ein paar KOs bei jüngeren Kämpfern gab und mir das einfach nur extrem für sie leidtat. 😕 Bemerkenswert ist aber, dass sobald jede Runde vorbei die Gegner fast schon freundschaftlich miteinander umgegangen sind. Insbesondere nach den KOs waren die Sieger auch zur Stelle und wollten den Verlierer stützen und ihm helfen von der Bühne herunterzukommen.
Einen sehr heftigen Traditionssport haben sich die Thailänder da ausgedacht.... 🙊 Man muss sich vorstellen, Muay Thai ist für die Thailänder wie Fußball für die Deutschen! Die Begeisterung für den Sport schafft eine emotional aufgeladene Atmosphäre im Stadion. Jan war vollends begeistert, besonders von dem Kampfgeist der Athleten und von den präzisen, vielseitigen Techniken.
Was für ein verrückter Tag! Ich hoffe, dass es mir morgen wieder besser geht, da wir da auch schon was cooles vorhaben.... 😇Read more
Tag 4: Becoming Big Buddha, Phuket
July 12, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 29 °C
Als Katja an diesem Tag morgens ins Bad ging, sagte sie ganz trocken und entspannt: "Hier sitzt eine Echse im Bad". Und tatsächlich, sie saß zwischen Sonnencreme und Rosenwasser und chillte. Als wir kurz wegschauten und ein paar Sekunden später wieder nachsahen, war sie auf und davon. Auf Thai sagt man so schön "Lā k̀xn" (la gon!), das bedeutet "Auf Wiedersehen!)
Nach einem schönen, ausgewogenen Frühstück holte uns unsere Tourguide Creamy (was für ein cooler Name 😄) am Hotel ab. Die Tour war Tourismus pur, was wir schon an
der Begrüßung der Mitfahrer auf deutscher Sprache direkt bemerkten 😆 Wir wurden insgesamt durch zahlreiche verschiedene Stopps geführt.
Als erstes ging es zum Karon ViewPoint. Hier konnte man die verschiedenen Strände unserer Region Patong sehen: Patong-, Freedom- und Karon Beach. Außerdem konnte man einen ersten Blick auf den gigantischen "Big Buddha" werfen, der in seiner ganzen Pracht auf den Bergen meditiert. Wir waren sehr schlau und haben unsere Regenjacken aus dem Auto mit auf den Aussichtspunkt genommen, weshalb wir als einzige aus der Gruppe trocken blieben.
Der zweite Stopp war dann direkt beim Big Buddha, welcher außer einer monumentalen Erscheinung zudem noch ein aktiver Tempel ist, wo es Mönche gibt. Daher musste man seine Knie und Schultern bedecken, um Respekt zu zollen. Es gab hier einiges an indischer und chinesischer Kultur zu entdecken. Ausserdem gab es für Fotos posierende Affen, von denen man sich aufgrund ihrer berüchtigten Bisse und kleptomanischen Kompetenzen fernhalten sollte. Nach wir genug Fotos gemacht hatten, hielten wir kurz inne, um die Atmosphäre des Tempels zu spüren und badeten in der vom Big Buddha ausgestrahlten Ruhe ☀️.
Weiter ging es zum Wat Chalong 🛕 (Wat bedeutet Tempel auf thailändisch). Wir bekamen eine Blume, Papiere mit einem goldenen Blatt und Kerzen die man an einer Art Gedenkstätte anzünden konnte. Diese war unglücklicherweise draußen. Diesmal waren wir leider nicht schlau und ließen unsere Regenjacken im Auto. Während wir also versuchten unsere Kerzen anzuzünden, platzte natürlich der gewaltigste Monsunregen aller Zeiten auf uns nieder. Nach 10 Sekunden waren wir wie in voller Montur frisch geduscht. Alle Menschen flüchteten in den Tempel, nicht ohne sich im Regen ausrutschend schnellstmöglich die Schuhe auszuziehen und barfuß durch die Pfützen die Treppe des Eingangs hochzustürmen. In diesem komplett durchnässten Zustand konnte man dann vor einer Buddha Statue knien und dreimal das Mantra Buddhas sprechen. Anschließend durfte man die 3 goldenen Blätter auf je einen goldener Buddha kleben, in der Hoffnung dass er einem ein paar Millionen thailändische Badt schenken würde (kein Scherz!). (Aber vielleicht haben wir auch etwas missverstanden.) Eine Besichtigung der kompletten Tempelanlage später ging die Fahrt komplett bis auf die Unterwäsche durchnässt weiter.
Nun ging es zu einer Cashewnuss-Verarbeitungs-Farm mit einem großen Cashewbaum davor. In einer riesigen, birnenförmigen Frucht ist nur eine einzige Nuss enthalten! Man braucht viele Kilo dieser Früchte um eine einzige Tüte davon herzustellen! Man konnte 17 Geschmackssorten Cashews probieren, darunter Trüffel- und Grüner-Tee- und Kaffee-Cashews - unfassbar lecker!
Direkt im Anschluss fuhren wir in die Altstadt von Phuket, wo es einen weiteren Tempel und die Thangla Road zu besichtigen gab. Hier gab es viele exotische Einkehrmöglichkeiten, mit allein 40 verschiedenen Kaffee und Tee Variationen und auch ansonsten einer schier unendlicher Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten.
Als nächsten Stopp, fuhren wir im Mittagstief mit Creamy zu einem weiteren Aussichtspunkt über die Landschaft von Phuket und den Big Buddha. Hier gab es außerdem eine Fütterungsstelle für Affen 🐒. Die waren überhaupt nicht scheu und wirklich süß (diese hatten auch keinerlei kriminelle Absichten). Während ich die Affen fotografierte und alle anderen mit "aaaww"en beschäftigt waren, bemerkte ich auf meine Hand ein schwarz-weiß-geflecktes Insekt. Es stellte sich dreisterweise nicht vor aber ich erkannte es: es war die asiatische Tigermücke (aedes albopictus), Überträger von diversen tropischen Krankheiten, in Thailand besonders des Dengue-Fiebers. Zum Glück konnte ich sie mit der anderen Hand wegwischen, bevor sie mich stechen konnte. Da war ich direkt wieder wach.
Nachdem wir dem Tod nur knapp entkommen konnten, ging es als letztes zum Chillva Night-Market (dem größten von ganz Phuket), wo wir uns durch die diverse Stände durchprobieren durften 🥗🥞🥘🍲🍮🍫😋 Es war herrlich! Für uns gab es Kokosnuss-, Tapioka- und Bananenpancakes. Frittierte Bananen. Einen Bananen- und einen Nutella-Roti (thailändische Crêpes). Zum Abschluss tranken wir aus einer eisgekühlten Kokosnuss 🤩
Würde wir hier wohnen, wären wir ständig auf diesem Markt, denn es gab dort mindestens 50 verschiedene Stände mit tollem Essen JEDER Art. Zum Beispiel gab es frittierte Pilze, Spare-Ribs, Hummer, gebratene Insekten und frittierte Eiscreme...
Zurück in Patong Beach ging es zum Abschied für den letzten Abend in Phuket für uns in ein Cannabiscafé, diese gibt es hier in Thailand zu Tausenden. Generell ist Phuket wie ein riesiger Kinderspielplatz im Schlaraffenland für Erwachsene. Wir gingen den Abend aber entspannt an und tranken bloß einen Icy Thai-Tee und einen Dattel-Frappé. Denn am nächsten Tag hatten wir eine lange Fahrt in den Dschungel vor uns!
La gon!Read more
Tag 5+6: 🐘-Liebe & Dschungelabenteuer🌴
July 14, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 27 °C
Die nächsten 3 Tage werden Jan und ich im Khao Sok-Nationalpark verbringen, wo wir am Rande des Regenwaldes mitten in der Natur in einer kleinen Bambushütte wohnen werden. Damit bricht der Teil der Reise an, auf den ich mich ganz besonders gefreut habe! 😍
Schon auf dem 2km-Weg zu unserer Hütte von der Bushaltestelle aus, merkte man den Unterschied zu den bisherigen Orten in Phuket. Die Feuchtigkeit war fast greifbar, es hing ständig ein Regendunst in der Luft. Auch die Geräusche waren fast schon irreal 😄 überall zirrpte, piepste zwitscherte und quakte es. Hin und wieder konnte man sogar Affen (?) schreien hören. Es war so, als wäre man im Tropenhaus, nur dass der Sound nicht von einer CD stammte, sondern von wahnsinnig vielen versteckten Tieren. Leider war auch die Mückenproblematik hier gravierender, das Spray schwitze man einfach ab und auch trotz des Tragens längerer Klamotten wurden wir ständig von den Viechern erwischt. 😅
An unserem ersten Abend hier sind wir nur ein wenig herumgelaufen, haben leckeres Pad Thai gegessen und uns das kleine Dorf am Rande des Regenwaldes angeschaut. Auch haben wir über unser Hostel unsere nächsten Abenteuer organisiert.
Der nächste Tag sollte dann einfach großartig werden, denn Jan und ich konnten endlich in das "Khao Sok Elephant Sanctuary" fahren, eine Auffangstation für verletzte, kranke und berentete Elefanten. Ich finde es einfach toll, dass es hier in Thailand eine langsame aber sichere Entwicklung weg von dem Elefanten-Reit-Tourismus hin zu der Pflege und Versorgung von Elefanten geht. Dafür lassen sich Touristen nämlich auch sehr gut einsetzen. 😉
Darauf hatte ich mich schon die ganze Zeit seit der Reisenplanung am meisten gefreut. Zuerst wurde uns etwas über die asiatischen Elefanten erzählt und darüber, dass jeder gezähmte Elefant seinen persönlichen "Mahout" als Bezugsperson hat, einen Trainer, Betreuer, Pfleger und meistens auch Freund in einem, der für den Elefanten zuständig ist. Das Tier und sein Mahout verbringen meistens ihr gesamtes Leben, jeden Tag miteinander und bauen eine ganz besondere Verbindung zueinander auf. Manche Elefanten müssen mit 3 Jahren auch zu einer Elefantenschule, wo sie eine 7 Jährige Ausbildung absolvieren, um dann unterstützend bei Waldarbeiten mitzuwirken. Beispielsweise lernen sie dort Arbeiten am Baumstamm (Heben, Stapeln, etc.) zu verrichten oder ihrem Mahout zu assistieren.
Jan und mir wurde kurz darauf die 41-jährige Elefantendame "Bonn Lab" vorgestellt, was soviel heißt wie "Viel Glück". 😊 Sie ist von Geburt an auf dem linken Auge blind gewesen und war vorübergehend in der Auffangstation, um sich von einer Verletzung zu erholen.
Jan und ich waren direkt verliebt. ❤️ Bonn Lab war einfach unbeschreiblich niedlich, sanft und lustig. Zuerst duften wir ihr eine medizinische Mahlzeit u.A. aus Proteinpulver und Bananen zubereiten. Wir haben daraus kleine Bälle geformt und konnten sie ihr direkt in den Mund legen. 😂 Wir fanden das einfach herrlich. Anschließend ging es zusammen in einen kleinen See wo es ein zweistufiges Wellnessprogramm für sie gab: Zuerst haben wir ihre Haut mit Schlamm eingerieben und anschließend in einem anderen kleinen See wieder sauber gebürstet. Dabei hat sie auf das Kommando "Tak Bon!" eine Wasserdusche auf uns alle herabregnen lassen. Zwischendurch gab es für Bonn Lab immer wieder Bananen und andere Snacks. Es war so ein absurdes aber tiefgreifendes Erlebnis und ich glaube wir alle (einschließlich Lab) hatten viel Spaß. Wir haben sie auf jeden Fall direkt in unser Herz geschlossen und werden auch diesen Tag mit ihr nie vergessen. ❤️
Eine Sache stand noch auf dem Plan für heute. Etwas, vor dem wir großen Respekt und auch etwas Angst hatten. Wir spürten aber, dass das Erlebnis einzigartig sein und wir es bereuen würden, wenn wir es nicht machen würden. Noch nicht im entferntesten die Erfahrung mit dem Elefanten verarbeitet, ging es nach Sonnenuntergang also los zur Nachtsafari!
Wir fuhren mit 3 anderen Teilnehmern (2 Holländer und einem Südafrikaner) in den Nationalpark hinein. Unser Guide für den Abend erwartete uns. Jeder bekam eine Stirnlampe und es ging los auf den Dschungelpfad, rein in die Dunkelheit.
Die Angst wich sehr schnell der positiven Aufregung, denn unser Guide hatte die Augen eines Adlers. Alle paar Meter sah er ein Tier und zeigte mit seinem Stock oder seiner Lampe darauf. Wir müssen zugeben, alleine hätten wir nichts gesehen und wären wahrscheinlich von irgendetwas gebissen worden... Ein paar gute Fotos haben wir hochgeladen, wir sahen aber noch viel mehr Tiere. Hier mal eine Auswahl: giftige Viper, tödliche Motten, Dolomedesspinne, Babytarantel, Frösche, Agame (Grüner Nackenstachler), Riesengespenstschrecke, Affen, Spuren wütender Elefanten, Eidechsen, Wespenkolonie, Fledermäuse, fluoreszierende Skorpione, Wasserskorpione und farbenfrohe Schmetterlinge. Solange man ihnen nicht auf die Nerven ging, waren sie alle friedlich ! (Trotzdem waren wir froh, dass der Guide dabei war...)Read more
Tag 7: Chiao-Lan - Ende gut, Alles gut
July 15, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 27 °C
An diesem Tag brachen wir früh morgens auf, für einen Ganztages-Boots-Trip zum Chiao-Lan-See des Khao Sok Nationalparks.
Die ganze Aktion barg das Risiko, buchstäblich ins Wasser zu fallen, da ein Monsun mit stürmendem Regen nicht der beste Begleiter bei einem Tag auf einem Gewässer ist. Wir gingen dieses Risiko bewusst ein, da dieser See wahnsinnig schön sein sollte. Es gab in den Rezensionen dieser Tour auf Google immer ein See-Berg-Panorama mit einer einsamen Bootsspitze zu sehen, diesen tollen Moment wollten wir auch leben.
Mal ein paar Fakten zum See: Er hat klares, grünes Wasser und ist gesäumt von riesigen Kalksteinfelsen und tropischem Regenwald. Über 100 kleine Inseln sind in ihm verteilt. Es handelt sich um einen Stausee, der zur Stromerzeugung aus Wasserkraft dient. Seine Wasseroberfläche beträgt 165 km² (doppelt so groß wie der Chiemsee), an der tiefsten Stelle ist er 90 m tief.
Also fuhren wir motiviert aber auch gewappnet mit Kleidung für jedes Wetter los. Das Wetter auf der Autofahrt war traumhaft mit Sonnenschein und angenehm warmer Temperatur. Als wir ankamen, wurde uns bewusst, dass wir Teil einer Touristengruppe aus circa 80 Leuten waren, die alle aus verschiedenen Unterkünften dieser Region diesen Ausflug gebucht hatten...
Während wir auf die restlichen Leute warteten, zogen wir uns Badesachen an und cremten uns schon kurz vor Sonnenbrand gewissenhaft mit Sonnencreme und Insektenspray ein.
Ein Guide verschaffte sich Aufmerksamkeit und knallte uns erstmal ein paar Ansagen rein, welche Dinge wir auf keinen Fall tun sollten (es waren einige). Zum Beispiel sagte er, man solle nicht die Finger aus dem Boot halten, da andere Boote daran vorbeiführen und sie einem die Finger abschneiden könnten. Auch sollte man sie während der Bootsfahrt nicht ins Wasser halten, da sonst die Smartphones und Spiegelreflexkameras der Leute hinter einem nass würden und man sich nicht wundern sollte, falls sie einem dann ins Gesicht boxen würden. Nachdem seine Predigt beendet war ging es dann zu Fuß in Richtung Boote. Auf dem Weg dorthin (es waren 5 Minuten) erwies sich das bisherige gute Wetter als Bluff, wurde zu einem gewaltigen Monsunregen, strafte unsere Badesachen als falsch und unsere Sonnen- und Antimückeneincremesession als vollkommene Zeitverschwendung ab. 🌧
Die Leute wurden in 10er Gruppen einem Longtailboot zugeteilt (typisches Fortbewegungsmittel in Thailand, motorisiert, die Schiffsschraube ist am Ende eines langen Stabs am Heck befestigt). Weil unser Hostel seltsamerweise ganz unten auf der Liste zum Aufruf für die Boote stand, konnten wir zusehen, wie die Menge nach und nach kleiner wurde und in halbwegs stabil wirkenden Booten verschwand. Leider bekamen wir daher das letzte Boot, und damit das einzige Boot ohne Dach. Ja, genau, ohne Dach auf einem Motorboot bei Monsunregen...
Die Fahrt verbrachte unsere Gruppe also hauptsächlich mit Kapuzen festhalten und nach unten schauen, um nicht durchgehend vom Regen ins Gesicht gepeitscht zu werden. Doch unser Bootskapitän, der aussah wie ein Pirat aus Fluch der Karibik, lachte nur und amüsierte sich zigarettenrauchend über das Wetter.🏴☠️
Nach ungefähr einer halben Stunde jedoch, hörte der Regen auf, die Wolken und der Nebel lichteten sich und wir sahen endlich das, wofür wir gekommen waren: ein urzeitliches Seepanorama wie aus einem Jurassic Parc Film. Nein im Ernst, es hätte mich nicht gewundert, hätte ich im Dschungel auf dem Felsen zwischen den Bäumen einen Triceratops oder einen T-Rex gesehen. Wir machten Fotos und konnten das Bild von Google mit der Bootsspitze von der Art her exakt reproduzieren. 🤳Allerdings wurde uns in dem Moment bewusst, dass die Leute vorher genau wie wir mit einigen anderen auf dem Boot zusammengequetscht gewesen sein mussten 😂 Die Realität hinter solchen Fotos ist nun einmal immer anders als der Schein, das Foto aber trotzdem sehr schön 😆
Unser erstes richtiges Ziel war eine Höhle mit Stalaktiten, in der man Fledermäuse und Spinnen sehen konnte. Draußen gab es außerdem eine schöne Aussicht. Und wir lernten ein anderes deutsches Paar kennen, Alex und Jule aus Düsseldorf! Die Rheinländer sind nun einmal einfach die offensten Deutschen. Die beiden waren sehr sympathisch und wir trafen sie im Laufe des Tages noch öfter. Vielleicht werden wir uns noch auf Koh Phangan zur Full Moon Party wiedersehen, denn dort scheint ausnahmslos jeder, der gerade in Thailand ist, später feiern zu gehen.
Als nächstes fuhren wir mit dem Boot zu einem Ort mit Floating Rafting Houses (also einem kleinen Dorf mitten auf dem See). Hier gab es etwas zu essen und man konnte Kanu fahren. Wir nahmen ein Kanu zu zweit und schafften es sogar, nicht zu kentern! Wir ließen uns auch vom wiederaufkommenden Monsun nicht stören, denn das Wasser des Sees war so warm wie eine warme Dusche, weshalb wir noch schwimmen gehen konnten.
Der letzte Stopp war etwas besonderes. Wir machten eine kleine Dschungelwanderung durch (!) einen Wasserfall nach oben! Das Gefühl einfach innerhalb und durch den Wasserfall zu gehen, war wirklich witzig.🤩 Alle hatten viel Spaß, auch die Piraten wirkten wie in ihre Kindheit zurückversetzt.
Trotz des suboptimalen Starts war es insgesamt also doch ein toller Tag und die Strapazen haben sich gelohnt!
Zum Ende des Kha Sok Abschnitts muss noch einmal unsere neue Freundin erwähnt werden, die super süße Staffordshire-Hündin, die uns sogar des nachts bis vor die Tür unserer Bambushütte begleitete, damit wir sicher ankamen. Danke! (Kop Khoun Khap!)
Uns hat auch noch überrascht, wie einfach die Buchung der Weiterreise zu unserer 250 km entfernten, nächsten Location (eine Insel) ging. Ein Anruf und der gesamte Transfer (Bus-Bus-Fähre) war für einen tiefen Preis organisiert!Nächstes Ziel Koh Samui!🏝Read more
Tag 8+9: 18 Arme & 17 km in Ko Samui
July 16, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Die Reise vom Khao Sok Nationalpark ging über zwei Busse und ein Schiff und war überraschenderweise total unkompliziert. Unsere Unterkunft hatte am Abend vorher alles gebucht und die Reise war total entspannt.
Jetzt waren wir auf der Insel (=Ko) Samui angekommen. Ko Samui ist nach Phuket die zweitgrößte Insel Thailands und gilt zusammen mit unserem nächsten Ziel, der Insel Ko Phangan als eine der "Chillerinseln". 🌴🥥 Es gibt dort wunderschöne Strände, viele Kokospalmenhaine und auch noch ein wenig Regenwald. Zudem sollten diese Inseln selbst in der Regenzeit noch relativ okay sein. Nachdem wir bisher mehrmals täglich vom Monsunregen "überrascht" wurden, war uns auch dieser Gedanke ganz recht. 😅
Unser Hotel war super gelegen, direkt zu Anfang der Hauptstraße unseres Ortes und auch wohl nur 100m vom Strand entfernt. Nach kurzer Zeit wagten wir uns auch schon das erste Mal auf Samui richtig raus.
Prompt begann auch wieder ein recht ansehnlicher Regen, daher stapften wir mit unseren Ponchos durch die ziemlich überfüllten Straßen auf der Suche nach dem Weg zum Meer, welcher uns aber leider verborgen blieb.
Etwas enttäuscht stellten wir fest, dass alles was wir hier sahen scheinbar nur auf Touristen ausgerichtet war; es gab dutzende Bazars und teure Malls.
Die mit Abstand vorherrschende und am meisten gehörte Touri-Sprache war natürlich Deutsch. 😂 Man kam sich ein bisschen wie auf Mallorca vor... Aber auch Russisch war sehr stark präsent. Uns ist auch oft aufgefallen, dass russische Übersetzungen häufiger in Thailand mit dabei stehen als englische.... 🤔 Sogar russische Gerichte wie z.B. Syrniki wurden hin und wieder angeboten, das war irgendwie ein wenig unerwartet. 😂
Auf dem Rückweg hatten endlich mehr Glück: Der Regen hörte auf und direkt fanden wir eine Möglichkeit zum Meer zu gelangen und ein wunderschöner nächtlicher Spaziergang am Strand begann.
Besonders im Kontrast zu der Hauptstraße war das wirklich herrlich ruhig, nur hin und wieder kamen wir an ein paar gemütlichen, luxuriösen Strandresorts vorbei, die den Strand in ein hübsches Licht tauchten. Einem dieser Resorts konnten wir nicht widerstehen und nahmen dort ein paar köstliche Cocktails zu uns.🍸🍹😄
Am nächsten Tag wollten wir den Norden der Insel zu Fuß bei einer längeren Wanderung erkunden.
Wir konnten bei perfektem Wetter 6 km am Strand entlang laufen und über Felsen klettern, bis es zentraler auf die Insel ging. Das war dann auch der Moment, an dem wir begriffen, warum die Thailänder nie zu Fuß gehen. Es gibt einfach keinen Bürgersteig oder Seitenstreifen. Nein, man geht einfach neben den Autos, Rollern und Foodtrucks auf dem selben Fahrstreifen. 😂 Da hörte der Spaß auch stellenweise für uns auf. Teilweise musste man echt um sein Leben rennen und hoffen das die Vehikel ausweichen. Heilfroh noch zu leben kamen wir dann irgendwann bei der Statue der Fruchtbarkeitsgöttin Guan Yin in einer riesigen Tempelanlage (Wat Plai Laem) an. Guan Yin ist außerdem auch die Göttin der Barmherzigkeit und des Mitgefühls. Ihre 18 Arme sollen zeigen, dass sie alle Lebewesen beschützt und ihre Hilfe allumfassend ist und weltweit reicht. Auch ein dicker, lachender Buddha durfte natürlich nicht fehlen. 😂 Auch eine weitere 12m hohe, goldene Buddha-Statue konnten wir noch bewundern. Da konnte man sich auch direkt bedanken, noch nicht überfahren worden zu sein. 😅
Leider ging es auf besagten Straßen noch ein ganzes Stück weiter, bis wir an dem Fishermans Village, einem bekannten Nachtmarkt ankamen. Dort haben wir z.B. einfach gegrillte Wasserskorpione auf Spießen gesehen, uns aber nicht getraut sie zu probieren. 😝 Es waren genau dieselbe Art, die wir vor ein paar Tagen im Regenwald gesehen haben....
Stattdessen hatten wir zur Abwechslung mal Sushi, Lachsbällchen und ein sehr besonderes Eis, was der Verkäufer direkt vor unseren Augen aud 3 Zutaten frisch zubereitet hat (siehe Video). 😋😍 Und was passt gut dazu? Ja genau, noch mehr Cocktails. 😁😉Read more
Tag 10 + 11: Beach Life auf Ko Samui
July 18, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 31 °C
Nachdem also unser Versuch einer Erkundung der Insel zu Fuß weit von Entspannung entfernt war, beschlossen wir, uns ab Tag 10 in Thailand mit dem Roller fortzubewegen 🛵. Wir liehen ihn aus und stellten fest, dass wir erstmal wieder verstehen mussten, wie man ihn tankt, parkt oder das Helmfach öffnet. Nachdem dies vor den kritischen Augen der den Roller vermietenden Thailänderinnen geschafft war, ging es los zu unserer ersten Fahrt.
Das Ziel war der Coral Cove Beach. Die erste Fahrt war nicht nur wegen der 30 Grad schweißtreibend. Rollerfahren in Thailand ist etwas anders als in Deutschland. Jeder Roller hat mindestens 125 ccm, da er sonst nicht die extrem steilen und gewundenen Straßen hochkommen würde. In Deutschland gibt es Roller mit 50 ccm, die ich schon gefahren bin. Unser geliehener war eher wie ein Motorrad und die Beschleunigung war wirklich nicht schlecht 😂. Außerdem ist in Thailand Linksverkehr und der Fahrstil der Leute auch etwas "dynamischer" als bei uns, was die ganze Situation noch spannender machte. Ampeln und Straßenschilder existieren praktisch nicht und der zwischendurch einsetzende Monsunregen kommt natürlich auch noch dazu.
Trotz dieser Widrigkeiten (an die man sich schnell gewöhnt), schafften wir es zum Korallenstrand. Und es hatte sich gelohnt, es war wirklich schön: der Sand, die Menge an Leuten, die Wassertemperatur und -farbe, die Stärke der Wellen... alles war perfekt. Wir genossen ein paar Stunden das optimale Beachlife.
Als wir zum nächsten Strand fahren wollten, sahen wir im strömenden Monsunregen eine Straßenlaterne funkensprühend explodieren, woraufhin die komplette Beleuchtung der inzwischen etwas dunkler gewordenen Autobahn erlosch. Leicht eingeschüchtert änderten wir unsere Pläne für den weiteren Tag und fuhren erst einmal wieder zurück ins Hotel, um dort den Tag zu verbringen.
Und es war eine gute Entscheidung. Wir hatten den perfekten Entspannungstag mit 3 Stunden Training im Fitnessstudio, eine top Thaimassage zu zweit und danach noch leckeres Pad Thai und ein Glas Rotwein am Strand 🏖👟💆♂️🍷🏝. So gut geschlafen wie danach haben wir lange nicht mehr 😴.
Am nächsten Tag machten wir es ähnlich, wir fuhren mit dem Roller zu verschiedenen Stränden. Einziger Wermutstropfen: wir machten uns am Morgen über die Deutschen lustig, die am Strand ausschließlich mit potthässlichen Unterwasserschuhen ins Wasser stiegen. Das wurde postwendend vom Karma damit bestraft, dass Katja sich den Fuß an einem Stein ein wenig aufschlitzte. Der Sand war hier nämlich so fein, dass das Wasser dadurch trüb erschien und die Steine völlig unsichtbar waren. Mayday, ist hier jemand Arzt?! Achja, da war ja was 😅. Alles halb so schlimm, wir versorgten den Fuß erst mit Meerwasser, dann mit Iod und Pflastern und alles war wieder in Ordnung. Wir sahen mehrere schöne Strände, aßen Kokoseis aus einer frischen Kokosnuss unter Palmen und entspannten. Wir sahen außerdem einen Großvater- und Großmutterfelsen. Die Legende besagt, dass eine Liebesaffäre eines älteren Paares tragisch mit dem Tod im Meer endete, aber die beiden als Felsen verewigt wurden.
Am letzten Tag ging es nochmal ins Fitnessstudio, wo einfach ein Trainierender seinen Waschbären dabei hatte, richtig süß 😄 Übrigens kann man im Gym hier auch lustige Sachen kaufen: zum Beispiel kann man als Getränk eine frische Kokosnuss kaufen oder einen Hühnchensmoothie 😂. Nach dem Training gab es noch einen leckeren Erdnussbutterproteinshake, ein Abkühlen im Meer und ein gutes Frühstück. Dann ging es wieder aufs Schiff, zur nächsten Insel Ko Phangan.Read more
Tag 12-17: Das Phangan-Paradies & die 🐍
July 21, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 29 °C
Nach Samui war unsere nächste Destination die Insel Koh Phangan. Wir reisten per Fähre an und direkt ging es zu unserem Hostel an der Silver Beach, wo wir die nächsten 5 Tage wohnen sollten. Wir bekamen unser Zimmer und konnten es kaum fassen: Wir hatten ein Zimmer direkt am Strand! Man konnte direkt aus der Tür ins Meer gehen, was wir auch sofort ausprobierten. Die Familie, die dieses paradiesische Hotel betrieb war auch sehr lieb und machte uns jeden Tag Omelett, Pad Thai und frische Shakes aus Früchten und Kokosnuss in jeder nur möglichen gewünschten Kombination.😋😍
Die 5 Tage, die wir hier verbrachten, vergingen sehr schnell. Es war wirklich herrlich: Jeden Tag gingen wir mehrmals im Meer schwimmen und hatten viel Zeit, um an "unserem" Strand zu entspannen.🥰 Abends genossen wir dann die verschiedensten Arten von Thai-Currys. In absteigender Reihenfolge nach Schärfegrad gab es rotes Curry 🔥🧯Cho-Chee-Curry 🥥, grünes Curry🌶, Panang 🥜, gelbes Curry 🍍 und Massaman-Curry 🥔🤩.
Am 22. Juli war die Full-Moon-Party, die auf Ko Phangan jeden Monat bei Vollmond stattfindet. Hier bemalen sich mehrere Tausend Besucher mit Leuchtfarben und feiern am Strand bis die Sonne wieder aufgeht. So lange haben wir es persönlich aber nicht geschafft, weil wir mit Alex und Jule (die zwei aus Düsseldorf, die wir am Chiao-Lan-See kennengelernt haben) und noch eimem anderen Paar sehr intensiv gefeiert haben und schon früher den Weg nach Hause antreten wollten 😆. Unglaublich, was dort am Strand alles aufgebaut wird. Es gibt zum Beispiel Feuershows, wie Fackelschwinger oder Menschen, die über brennende Seile springen. Überall gibt es Stände mit Essen, sogar Dönerkebab oder Crêpes, aber natürlich auch gutes Thai-Food. Alkohol wird meist in sogenannten Buckets verkauft, ein riesen Eimer, wo dann oft ein thailändisches Redbull dazugekippt wird (diese Art Redbull ist in Deutschland nicht erlaubt, da es die ganze Nacht wach hält). Überall gibt es verschiedene Bühnen die die Menge mit ihrer Musik kochen lassen. Eine sehr wilde Party also!
Als wir wieder zuhause waren, lief uns eine süße, rot-getigerte Katze bei uns auf dem Hof entgegen, strich uns um die Beine und wollte unaufhörlich gestreichelt werden. Sie begleitete uns bis zu unserem Zimmer und wir konnten sie gerade noch daran hindern, direkt bei uns einzuziehen. Als wir am nächsten Morgen die Tür öffneten, quäkte es auf einmal laut und ein rot-getigerter Blitz huschte sofort herein. Die kleine Katze hatte scheinbar die ganze Nacht vor der Türe gewartet! 🥹 Wir konnten nicht anders, als noch ein Weilchen mit ihr zu chillen (nachdem sie ohne dass wir es verhindern konnten, geradewegs in unser Bett sprang 😆), bis sie irgendwann wieder ihrer Wege ging 🐈.
Am vorletzten Tag liehen wir uns wieder einen Roller aus und besuchten einen Night-Market, wo es wieder mal nur feinstes, ultraleckeres Essen gab 🥘🥗🍲🐠🍗😋.
Auf dem Weg dorthin mussten wir einmal eine Vollbremsung machen, weil unsere komplette Fahrbahnseite von einer langen, grünen Schlange blockiert war 🐍🫠. Etwas unbeholfen versuchten wir irgendwie mit dem Roller an ihr vorbei zu kommen, wobei wir fast das Gleichgewicht verloren. Gott sei Dank schafften wir es doch irgendwie nicht auf die Schlangr drauf zu stürzen und fuhren in Windeseile davon. Das war schon echt gruselig.😅
Schlangen gab es auch am letzten Tag wieder zu sehen, als wir eine 12 Kilometer Wanderung durch den Dschungel auf den höchsten Berg der Insel (Khao Ra) unternahmen. Wir erstachen sie mit unseren Dschungelmessern, die wir dabei hatten und grillten sie auf offener Flamme unter der sengenden Sonne. Kleiner Scherz, sie hatten Gott sei Dank mehr Angst vor uns als wir vor ihnen und verschwanden schnell im Dickicht 🫢.
Die Aussicht vom Berg war wunderschön, man konnte weit aufs Meer und in die nahegelegenen Buchten hinabschauen, das Dschungel-Trekking haben wir allerdings doch ein wenig unterschätzt... Dafür, dass das ein "offizieller Wanderweg" war, mussten wir uns stundenlang durch den Regenwald kämpfen.😬😅 Man ist mehr geklettert als gegangen, unzählige Male ist man vom "Weg" (der absolut nicht! existierte) abgekommen, wurde von dornigen Pflanzen zerkratzt und von allerlei Insekten zerstochen, so dass wir uns am Ende vorkamen wie Indiana Jones als wir es endlich wieder aus dem Dschungel herausschafften. Besonders beeindruckend war auch der "Paradise-Waterfall" den wir vor der Wanderung aufgesucht haben. In Erwartung eines atemberaubend schönen, riesigen Wasserfalls mit großem natürlichen Pool davor in dem man baden kann, fuhren wir also dorthin. Leider stellten wir fest, dass WIR mittlerweile mehr Wasser auf dem Weg zu ihm ausgeschwitzt haben als von ihm herunterfließt.... 😂 Auch der Pool war nur noch eine modrige, kleine Pfütze vor der auch einige andere Besucher enttäuscht standen. 😂 Wir sahen das Ganze eher als einen lustigen Fail, aber erfuhren dann dass wohl alle Wasserfälle in der Region ausgetrocknet waren. Merkwürdig, und das in der Regenzeit! 🤔
Danach gönnten wir uns zur Belohnung für die Strapazen das beste Massaman Curry, dass die Welt und Trip Advisor je gesehen haben. Das Curry enthielt neben vielen weiteren Zutaten thailändische Chilis, Kokosmilch, Zwiebeln und geröstete Erdnüsse. Es war mit zarten Süßkartoffeln und Hähnchen zubereitet und wurde durch die Zugabe von Sternanis, Zimt und Gewürznelken zu einer Mahlzeit, die uns ein wenig an Weihnachten erinnerte 🎄.
Zu guter letzt gingen wir nachts noch ein letztes Mal im Meer baden 🌊☺️.
Koh Phangan war wirklich ein Paradies. Das wird eine Zeit sein, an die man sich an dunklen Tagen zurückerinnern kann um sich aufzumuntern.
Jetzt ist das Insel- und Strandleben erstmal vorbei 😄😢 und während wir uns noch den letzten Sand von den Klamotten wischen, geht es für uns mit mehreren Taxis, einer Fähre, einem Bus und einem Flugzeug in den Großstadtdschungel Bangkoks.Read more
Tag 17 + 18: Wat-Wanderung in Bangkok
July 25, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Ankunft in Bangkok! Für viele Touristen ist es die erste oder sogar einzige Station in Thailand, für uns war es die letzte. Wir kamen abends per Bus, Fähre, Flug und Taxi an.
Es ging los mit einem langen Moment der Verwirrung: Wir kamen bei unserem Hotel an und dachten zuerst, der Taxifahrer hätte uns zum falschen Ort gebracht. Kein Mensch war da, alles wirkte wie ausgestorben, und das Prince Palace Hotel sah wirklich aus wie ein richtiger Palast 👑. Überall gab es Büsten, Marmorböden und generell ein sehr aufwändiges, goldenes Dekor... Erst nach 20 Minuten in denen wir durch das Hotel geirrt sind, verstanden wir, dass dieses Hotel 3 Towers besitzt und wir nicht am Hauptturm rausgelassen wurden, weshalb es so leer war. Als wir endlich unseren Teil des Palastes fanden, stellte sich heraus, dass wir im 21. Stock wohnen durften! 🤩 Auch die Ausstattung des Metropolengasthauses ließ nicht zu wünschen übrig, es gab einen schönen Spa-Bereich, ein Fitnessstudio, ein riesiges internationales Buffet morgens und eine Rooftop-Bar mit Pool und Skylineblick 🏙! So gut haben wir das Ganze jedenfalls nicht erwartet...😄
Da es schon spät war, wir aber noch etwas von Bangkok sehen wollten, aßen wir natürlich nicht die Pizza, die bequemerweise als einziges zur späten Stunde direkt vor unserem dem Hotel verkauft wurde. Stattdessen ging es raus in die Nacht Bangkoks und es hat sich definitiv gelohnt!
Wir sahen schon einige pompöse, beleuchtete Tempel, den Fluss Chao Phraya und als etwas Großes immer wieder das Licht der Laternen verdeckte, schauten wir hoch und dachten wir schon kurz in Gotham-City zu sein. Es wirkte so als würde Batman jeden Moment auftauchen 🦇😆. Besser als Batman waren nämlich die riesigen thailändischen Flughunde die einfach zu mehreren Tieren durch die Straßen Bangkoks flogen und um die Bäume und Laternen kreisten. Es kam uns schon ein wenig unwirklich vor, denn jedes der Tiere hatte ca. 1,5m Flügelspannweite! 🫣😱
Danach stolperten wir mehr oder weniger zufällig in ein Restaurant namens Thipsamai. Das Restaurant ist sehr bekannt, denn hier wurde der Legende nach das originale Pad Thai Gericht erfunden ! Es war auch wirklich unfassbar lecker und die Leute unglaublich nett und fast schon zu höflich bei der Bedienung. Man konnte den Köchen sogar bei der Arbeit zusehen! Die Spezialität des Ladens ist das Pad Thai superb, wo das Shrimp Pad Thai von einem Eimantel umhüllt ist 🤤. Manchmal lohnt es sich einfach, den ungewöhnlichen Weg zu gehen, wenn man etwas Schönes erleben möchte 🌟.
Am 2. Tag zogen wir eine Wanderung von Wat zu Wat durch. Wir liefen 20 Kilometer und schauten uns dabei verschiedene Tempel an 🛕. Der erste war der Golden Mount, hier hatte man einen weitreichenden Ausblick auf die Stadt Bangkoks. Dann ging es zum Wat Pho, wo neben Schreinen (sog. Chedis) ein gigantischer liegender Buddha zu bewundern ist. Er war mit seinen 45 Metern Länge wirklich riesig, das machte schon Eindruck wenn man daneben stand! Danach versuchten wir zum Königspalast "Grand Palace" zu kommen, welcher aber aufgrund einer Zeremonie leider schon geschlossen war. Deshalb ging es mit der Fähre über den Fluss direkt weiter zum Wat Arun, einem wunderschönen, mit Porzellanmosaik verzierten Tempel. Hier bot sich uns eine äußert bizarre Szenerie, den sowohl Europäer als auch Asiaten aller Herren Länder waren altertümlich und höfisch bekleidet und veranstalteten eine wahre Instagram-Shooting-Orgie. Ab diesem Moment war uns auch nie wieder ein Fotografieren von irgendwelchen Dingen peinlich. Dieses Foto-Festival hat uns die Hemmungen genommen und auch etwas erschreckt 😆.
Zwischendurch waren wir auch noch bei einer großen Schaukel, einem berühmten Blumenmarkt und haben die Khao San Road besucht, wo man shoppen, Streetfood essen und Party machen konnte. Das hat uns ein wenig an die Bangla-Road in Phuket erinnert. Hier haben wir es geschafft, erfolgreich zu verhandeln, sodass wir beide eine günstige neue Sonnenbrille ergattern konnten 😎.
Zurück im Hotel tranken wir das thailändische Redbull Krating Daeng, womit wir nach der Wanderung noch ein gutes Training absolvieren konnten. Danach ging es tatsächlich noch einmal zu Thipsamai, wir konnten einfach nicht wiederstehen und mussten das köstliche Pad Thai erneut genießen 🤩. Ausklingen ließen wir den Abend dann mit einem Drink an unserer hoteleigenen Rooftop Bar im 11. Stock 🍸.Read more
Tag 19 + 20: Das pulsierende Bangkok
July 27, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 29 °C
Am 3. Tag in BKK machten wir hauptsächlich unsere Wäsche, Sport und Wellness im Hotel, sahen uns aber noch das sogenannte "Herz Bangkoks" an, unter welchem man das Viertel China Town versteht.
China Town ist so, wie man sich Bangkok vorstellen würde. Es ist sehr laut, und voll und überall passieren tausend Sachen gleichzeitig. Zudem kommt die Nase an ihre Grenzen, da man sehr viele Gerüche (angenehme und unangenehme) gleichzeitig und rasch wechselnd wahrnehmen kann. Hier kann man alles kaufen, von Krokodilspießen, über Gold, bis hin zu Durian-Candy (die berühmte Stinkfrucht). Wir kauften uns nur Trüffelchips, diese waren sehr lecker und stanken nicht 😃.
Am Ende des Tages wollten wir ein kleines lokales Restaurant in unserer Nähe aufsuchen. Hier bestellten wir (natürlich erneut 🤭) ein Pad Thai und Basil Fried Rice. Kurz darauf standen plötzlich Becher mit Tee und eine riesige Portion Mango Sticky Reis vor uns, die der unglaublich nette Besitzer uns einfach geschenkt hatte! Damit aber nicht genug, kurz darauf tauchte auch einen Teller mit einem frisch gemachten Roti vor uns auf. Auch geschenkt! Wir konnten es kaum glauben. 🤤 Es war dazu auch noch alles sehr lecker und wir gaben großzügig Trinkgeld. Aber auch davon wollte der Chef nichts wissen und drückte uns kurz darauf jedem noch ein Bier in die Hand. 😂 Das Lokal war übrigens auch das einzige, welches wir jemals gesehen haben mit fast 1000 Googlebewertungen und ausschließlich 5/5-Sterne-Bewertungen ⭐️ - auf jeden Fall zu Recht !
Am 4. Tag kamen wir aufgrund von organisatorischen Erledigungen erst gegen Nachmittag aus dem Prinzenpalast los. Den kompletten Tag verbrachten wir in den Malls von Bangkok. Diese gigantischen Einkaufszentren sind nicht nur fürs Shopping gut. Dort zu sein ist ein Erlebnis, denn es gibt hier sehr viel zu sehen und zu machen, sodass einem nie langweilig werden kann (vorausgesetzt natürlich, man hat das entsprechende Kleingeld🫠). Als erstes waren wir im MBK-Center. Diese Mall bietet vieles an lokalen kleinen Läden, und ist vergleichsweise sehr günstig. Auch gute Kleidung kann man hier richtig preiswert shoppen. Man konnte sich Maniküre und Pediküre machen lassen oder eine Ausstellung des Anime Detektiv Conan anschauen. Wir gönnten uns auch jeder ein Urlaubsparfüm in Handgepäcksgröße für kleines Geld. Es gibt allerhand verrückte Stores mit Dingen, die es bei uns Zuhause nicht gibt. Zum Beispiel kann man sich für nicht viel Geld einen top Anzug nach Maß schneidern lassen, während fast direkt daneben gegrillt wird. 😂 Es gibt sogar eine Etage im MBK mit einem richtigen Kino und eine mit einem Lernraum für Studenten. Nach dem MBK waren wir im Siam-Center und im Siam-Discovery. Zwei sehr coole Malls, allerdings etwas teurer, da hier auch namenhafte Marken ihre Waren anbieten. Wir haben übrigens gelernt, dass Thailand früher Siam hieß, daher vielleicht der Name der Malls und des lebhaften Viertels Siam in Bangkok 🤔. Am diesem Tag war die Stadt außerdem mit sehr viel gelber Dekoration geschmückt, denn der König von Thailand hatte Geburtstag und Gelb war die royale Farbe 🎂🟨🌼.
Ja in Bangkok geht es heiß her. Sie ist sogar die heißeste Stadt der Welt (wirklich wahr! Jahresdurchschnittstemperatur sind 28°C!). Man kann hier hier wirklich jeden Tag ein neues Gesicht der Stadt erblicken 🎭Read more

Traveler
In Vietnam haben wir auch solche Zwergbanane probiert. Die waren extrem lecker. Vom Geschmack wie eine „gezippte“ konzentrierte große Banane
Tag 21: Birthday in Bangkok! 😍🥳
July 29, 2024 in Thailand ⋅ 🌧 31 °C
Kaum zu fassen, aber ich darf dieses Jahr meinen 28. Geburtstag tatsächlich in Bangkok feiern! 😄😍
Für diesen Tag haben wir uns daher jede Menge wunderbarer Aktivitäten vorgenommen.
Begonnen hat der Tag mit einem Stück Torte, die mir von unserem Hotel geschenkt und als Überraschung direkt aufs Zimmer gebracht wurde. 😋
Nach einem herrlich ausgiebigen Frühstück gönnten wir uns eine intensive Thaimassage bei der wir uns dennoch gut entspannen konnten.
Anschließend ging es zu meinem absoluten Tageshighlight: einem thailändischen Kochkurs!
Dieser wurde uns von dem Düsseldorfer Pärchen vom Khao Sok Nationalpark wärmstens empfohlen. Zuerst waren wir zugegebenermaßen ein wenig skeptisch, da wir noch nie einen Kochkurs gemacht hatten und uns das Kochen mit einer Gruppe einfach nicht so richtig vorstellen konnten...
Letztendlich war das (gleich nach unserem Elefantenabenteuer) sogar meine zweitliebste Aktion hier in Thailand! 😍
Es hat unfassbar viel Spaß gemacht und war so köstlich!
Unsere Köchin und herrlich humorvolle Lehrerin hieß May und unsere Kochgruppe bestand aus 8 Leuten.
Es war auch lustig wie bunt gemischt die Truppe war: Zwei Leute kamen aus Australien, und je ein Teilnehmer aus Polen, den USA, England und Belgien.
Zuerst haben wir gelernt, wie man (die bei uns ja in Dosen erhältliche) Kokosmilch herstellt und die meisten Schritte selbst durchgeführt.
Anschließend haben wir unsere Zutaten für Pad Thai mit Shrimps auf eine ganz neue Weise "entdeckt" und jeden einzigen Geschmacksnerven stimuliert.😛 Auch wurde uns der Unterschied zwischen Jasmin Reis und Sticky Reis und deren Zubereitung gezeigt. Anschließend ging es an die Woks und zuerst haben wir in 2 Gruppen unser Dessert (Mango Sticky Reis) für später vorbereitet, bevor jeder dann seine eigene Portion Pad Thai zubereitete.
Was soll ich sagen? Wir sind gestorben, so lecker war das! Vorallem nachdem man die gefühlt 20 Zutaten gesehen, angefasst, probiert und daran gerochen hatte. Man lernt die Gerichte die man sich hier ständig bestellt (es war übrigens mein 11-tägiger Pad Thai Streak 😂) einfach ganz anders wert zu schätzen!
Als zweites bereiteten wir einen erstaunlich einfachen und dabei extrem intensiv und vielfältig schmeckenden Spicy-Lemongrass-Chicken Salat zu. (Den thailändischen Namen kann ich mir leider nicht merken 😅 ) Auch super!
Absolut großartig war auch das grüne Curry was wir als nächstes angegangen sind. Sogar die Currypaste dafür haben wir selbst hergestellt und in einem riesigen Mörser mit vereinter Kraft zerstampft. 😄
Wir kannten gefühlt keine einzige Zutat für das Curry und endlich haben wir verstehen können, was wir da bisher immer gegessen haben.
Die größten Mysterien des grünen Currys waren für uns immer die kleinen grünen Kügelchen (wie große, weichere Pfefferkörner), die beim draufbeißen aufgeplatzt sind und etwas was aussah wie eine Mischung aus Grüner Tomate und Feige. 😂 Jetzt haben wir erfahren dass beides(!) ganz unterschiedliche Arten von Auberginen sind! Verrückt, wie anders sie aussehen und schmecken können! Lustigerweise nennt man die Tomaten-Feigen-Aubergine hier einfach auf Englisch "Ping-Pong-Eggplant" wegen der runden Form. 😆
Das grüne Curry hat uns auch vollkommen umgehauen und wir waren echt stolz darauf so etwas ganz alleine zubereitet zu haben. 😊
Nur noch mit Platz im Dessertmagen machten wir den letzten Gang fertig.
Eine Hälfte der Gruppe hatte ja vorher den weißen und durch die Butterfly-Blume blau gefärbten Reis hergestellt, während Jans und meine Hälfte der Gruppe die Kokosmilch gemacht haben. Für den Mango Sticky Reis fehlte also nur noch die Mango, die wir lernten wie eine Rose 🌹 anzuordnen. 😄 Es sah am Ende wirklich aus wie ein Dessert in einem 5-⭐️ Restaurant!
Wir haben jetzt auf jeden Fall Lust bekommen bei weiteren Reisen mehr Kochkurse und neue interessante (oder bekannte und geliebte) Gerichte auszuprobieren.🥰
Als nächstes wollten wir ein wenig durch den großen Lumpini-Stadtpark spazieren. Als wir dort ankamen wurden wir von einem der bisher heftigsten Monsunregen durchnässt. Zwar hatten wir Poncho und Regenjacke dabei, aber irgendwie waren wir trotzdem pitschnass. Doch auch dieser Spaziergang hat sich gelohnt, denn wir sahen die "Ungeheuer des Loch Lumpini". 😵💫😄
Uns begegneten riesige Warane, die wie eine Mischung aus Krokodil, Schlange und großer Echse aussahen und schwammen ganz zurückhaltungslos im See zu mehreren an uns vorbei. So gruselig wie sie aussahen mussten wir direkt nochmals recherchieren ob sie auch WIRKLICH harmlos sind. 😂 (Ja, Gott sei Dank sind sie das!)
Nach dem Bezwingen der Ungeheuer ging es auf ein paar Drinks in den 24. Stock einer Rooftop-Bar. Das wollten wir hier in Bangkok auch schon die ganze Zeit machen. 😊
Die Cocktails waren der Wahnsinn und die Aussicht so beeindruckend!
Mir hat besonders der Wechsel des Tageslichtes zur nächtlichen Szenerie gefallen. Es ist so als würden nur noch die schönen Teile der Stadt hervorgehoben werden und alles andere in den Hintergrund treten.
Als letztes gingen wir noch zu einem Nachtmarkt, wo es nochmal ein bisschen Süßes im Sinne von grünen Pandan-Kokos-Pancakes und natürlich.... Rotis gab. 😍
Am Ende waren wir dermaßen von den Rotis gesättigt, dass ich der Meinung bin, dass das für den Rest unseres Lebens ausreichen wird. 😂
Sehr glücklich und müde kamen wir wieder im Hotel an und gönnten uns noch die Reste der Torte (ich weiß auch nicht wie das noch reingepasst hat 😂) und noch einen letzten Drink.🍸
Das war wirklich ein toller und total besonderer Geburtstag und ich werde mich bestimmt lange an ihn erinnern. 🥰Read more
Tag 22: Abschied von Bangkoks Dächern 🏙
July 30, 2024 in Thailand ⋅ ☁️ 31 °C
Der letzte Tag in Bangkok! Wir fuhren zum Maha Nakhon, dem mit 314 Metern Höhe und 78 Etagen höchsten Gebäude Bangkoks. Es ist architektonisch aus mehreren Gründen bemerkenswert. Man nennt es auch den Pixeltower, was nach einem Blick auf den Wolkenkratzer keiner Erklärung mehr bedarf. Der Architekt ist übrigens ein Deutscher namens Ole gewesen 😀. Außerdem kann man hier nach ganz oben und einen 360 Grad Blick auf die Stadt, sowie einen Skywalk genießen. Dabei geht man in über 300 Meter Höhe über eine Glasplatte und kann komplett bis auf den Boden schauen! Etwas gruselig, aber auch sehr aufregend und spannend 😄. Anschließend konnte man ein Virtual Reality Spiel spielen, wo man mit einem Fallschirm von diesem Gebäude springt und durch Bangkok fliegt. Uns war danach beiden extrem übel, denn das Spiel wirkte sehr echt und der Körper und sein Gleichgewichtsorgan kam mit dieser Erfahrung nicht wirklich klar 🤢. Trotzdem war es sehr interessant, wie echt sich das ganze angefühlt hat...
Anschließend sind wir nochmal in die Siam Discovery Mall gefahren, um dort (nein, nicht zu shoppen 😉 sondern...) das Madame Tussauds der Stadt zu besuchen!
Wir hatten beide noch nie so eine Ausstellung besucht, daher war es für uns faszinierend, wie echt die Figuren aussahen! Auch den Herstellungsprozess mit hunderten von Stunden feinster Maßarbeit nach dem Posieren und fotografieren der Modelle in allen Winkeln fanden wir spannend. Unsere Favoriten: Johnny Depp, Muhamed Ali, Einstein und Leonardo Di Caprio 😆! Auch das Gefühl, neben solchen berühmten Personen zu stehen, war trotzdem sie nicht echt waren verrückt. Man verspürte sogar ein bisschen Ehrfurcht neben Obama, Clooney oder Ghandi, weil sie einfach täuschend echt aussehen. Auch die Maße sind originalgetreu, bei der Vermessung der Personen werden hunderte von Aufnahmen und Messungen durchgeführt!
Nach einem super leckeren Ramen Curry beim Restaurant Tonkotsu Kazan ging es für uns wieder ins Hotel, wo es den letzten Krating Daeng und ein intensives Training gab 🏋🏼♂️🏃♀️. Die Idee war dann, als letzte Aktion in Thailand nochmal eine Thaimassage zur Entspannung machen zu lassen. Wir bekamen dann auch eine Massage, allerdings hielt sich die Entspannung in Grenzen....
Denn direkt gegenüber vom Massagesalon fand einfach ein Heavy Metal- und Punkrock Konzert statt 😂. Dieses gibt es dort scheinbar jeden Abend von 21-01:00, die armen Salonmitarbeiter... 😅
Das war wirklich gewöhnungsbedürftig, da man während der gesamten Massage das Konzert inklusive Screams mitkommen hatte. 😂
(Katja hat die Musik aber gefeiert. 😆)
Es war zudem auch die erste Massage, die wir von Männern bekommen haben. Bei mir haben sie den Rücken und Nacken sehr intensiv durchgeknetet, bei Katja war es eher entspannt, da hatten die Frauen bei ihr bisher mehr zugepackt!
Das war es also mit Thailand 🇹🇭🥲🫡. Es war eine sehr vielseitige und schöne Zeit und wir sind dankbar für alle schönen Momente und Tage, die wir hier erleben durften! Das Land hat phantastische Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Auch kulinarisch und kulturell war es wirklich top. Die Thailänder selbst waren immer höflich und der Service perfekt. Sie sind aber eher etwas zurückhaltender und man hat mit keiner Person wirklich eine Verbindung aufgebaut. Das haben wir so auch noch nicht gesehen. Gründe hierfür könnten Sprachbarriere, kulturelle Gründe oder einfach der Touristenstatus den man dort hat sein. Trotz der Reserviertheit waren uns die Thais aber immer sympathisch und wir würden immer gerne zurückkommen, um ein Pad Thai oder ein Panaeng zu genießen 🍲😂.Read more
Tag 23 + 24: HalIo Indonesien! 😄🥰
July 31, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 32 °C
Nach nervenaufreibenden Stunden während des Flugs von BKK Don Mueng mit Transit in Kuala Lumpur (mit Gepäckabholung, erneuter Aufgabe 😩 und mit ungefähr 700 Security Kontrollen) kamen wir in Yogyakarta Indonesien an. Nach einer Stunde Taxifahrt kamen wir in unserem Homestay (Unterkunft bei Leuten Zuhause) im Zentrum an. Das Pendoporo Andari wird von einer Familie geführt. Die Leute in Indonesien scheinen etwas offener zu sein als die in Thailand, jedenfalls lächeln sie deutlich mehr und sind super nett und offen! Wir hatten die "Superior"-Zimmer-Option gebucht. Uns war nicht ganz klar, was das für indonesische Verhältnisse bedeutet 😆. Das Zimmer war sehr klein (eigentlich passte nur das Bett rein) und es gab kaum Raum fürs Sitzen oder das Ablegen von Klamotten. Manchmal war auch eine Echse oder ein paar Fliegen im Zimmer 🦎. Immerhin hatten wir eine Klimaanlage und eine eigene Toilette, was für die Region schon top ist! Nach dem Prince Palace Hotel in Bangkok mussten wir uns aber wieder etwas an einfachere Verhältnisse gewöhnen.
Wir gingen direkt nochmal los etwas essen. Die Wahl fiel auf DAS Gericht aus Yogyakarta: Nasi Gudeg. Das Lokal war auf Google Top bewertet, es SEI Yogyakarta. So gut sei das Gudeg dort! Wir bestellten das Nasi Gudek Krecek Komplit. Wir bekamen einen Teller mit etwas Reis und diversen undefinierbaren, vereinzelt drapierten Dingen in allen möglichen Brauntönen. Wie sich später herausstellte waren es Jackfruit, ein extrem gummiartiges und außen sowie innen(!) erdbraun gefärbtes Hühnerei und gefühlt jedes Körperteil eines Huhns (Brust, Leber, geröstete Haut, und nicht identifizierbares). Um es kurz zu machen, der Appetit ist uns bei diesem Anblick direkt vergangen und wir mochten das Gericht kein bisschen, es war einfach nur schrecklich. 😝
Auch gab es kein Messer, Indonesier essen auch nicht mit Stäbchen, sondern alles mit Gabel und Löffel, was das Essen eine halben Huhns schon marginal erschwert.
Das einzig Gute an der Geschichte ist, dass wir nicht Nasi Gudeg Krecek Kepala bestellt haben, da bekommt man noch den Kopf des Huhns komplett durchgebraten oben drauf serviert 🫠🐔. Unser Homestay Gastgeber hatte uns bevor wir los sind gefragt, ob javanesisches Essen für das Frühstück okay sei.... Das war also der Grund 😂 Das hatte uns schon verwundert aber leider(!) hatten wir bereits hocherfreut ja gesagt...
Am nächsten Tag hatten wir also etwas Angst vor dem Frühstück, dieses war aber zum Glück in Ordnung. Gesättigt und beruhigt besuchten wir den Kraton Palast des Sultans. Er hat symbolischen und kulturellen Wert für die muslimische Nation Indonesiens, tatsächlich hat das Land heute auch immer noch Sultanate, auch wenn dessen Macht und Ruhm nicht mehr mit dem vergangener Zeiten gleichzusetzen sind. Im Palast konnte man einiges über die speziellen Rituale und Zeremonien lernen, die die Sultanfamilien früher abhielten und teilweise noch heute abhalten. Beispielsweise dauert die Hochzeit (die Hochzeitsnacht ist ein besonderes Thema für sich) 3 Tage und 3 Nächte und ist voller kleiner Rituale. Die Geburt eines Kindes beginnt auch mit bestimmten Abläufen. Zum Beispiel wird die Plazenta direkt nach der Geburt von den Eltern gewaschen, in weiße Tücher gehüllt, geschmückt und anschließend vergraben. Es soll sich damit für die Ernährung und Versorgung des Kindes bedankt werden.
Auch das Kind wird von Anfang an in solche Prozeduren eingebunden. Wenn das Kind des Sultans etwa seine ersten eigenen Schritte macht, wird das Tedhak Siten abgehalten. Es läuft über bestimmte Farbfelder, um spezielle Charakterzüge zu erhalten. Es läuft beispielsweise über Weiß ⚪️, für die Reinheit seines Herzens.
Danach spazierten wir zum Wasserschloss. Ein Ort, der seinen Namen aus einer Zeit hat, wo der Sultan sich vor Angreifern in einem komplett von Wasser umhüllten Schloss verstecken konnte. Hier konnten wir auch seinen schönen Garten (Tamansari) mit Spa-Bereich für den Harem bewundern. Der erste Sultan hatte 24 Frauen, der heutige nur eine...
Dort bekamen wir auch die Technik des Batik erklärt, Kunst, bei der mit Wachs sehr akkurat beidseitig auf Stoff gemalt wird. (Ja, wir haben bisher auch etwas anderes unter "Batik" verstanden. 😂) Die Stoffe der Sultanskleider sind beispielsweise damit bedruckt und sind somit sehr hochwertig. Auch konnte man vor Ort richtige Batikgemälde erwerben, besonders schön sahen sie aus wenn Licht durch die Leinwand fällt. 😊
Außerdem durften wir den teuersten Kaffee der Welt probieren, den Kopi Luwak ☕️, der vor allem in Indonesien hergestellt wird. Eine Tasse kostete 100.000 indonesische Rupien (umgerechnet 6 Euro), was für Indonesien unfassbar viel ist. Ein normaler Kaffee kostet 0,6 Euro, also nur ein Zehntel davon. Würde man den Kaffee in Deutschland kaufen können, würde eine Tasse bis zu 80 Euro kosten... Aber warum ist er so teuer? Das liegt am Herstellungsprozess: Der Fleckenmusang (eine Schleichkatzenart) isst gerne Kaffeebohnen und ist dabei extrem wählerisch. Sie isst nur die besten Bohnen, welche im Darm fermentiert werden. Aus dem Kot kann man dann die Kaffeebohnen gewinnen, die dann noch aufwendig und lange getrocknet werden. Und wie schmeckt der Kaffee nun? Er schmeckt wirklich sehr gut: aromatisch, kräftig, vollmundig, so wie guter Kaffee eben schmecken sollte. Als wir beim Trinken des Kaffees über die Verhältnisse bei der Herstellung lasen, ist uns die Euphorie aber vergangen. Die Tiere sind nicht mehr wild, sondern werden in Käfigen gehalten und nur noch mit Kaffeebohnen gefüttert, was zu Angst, Stress und einer höheren Sterberate der Tiere führen soll 🤯. Deswegen haben wir dann auch keine Packung gekauft und begnügen uns mit unserem normalen Kaffee in Deutschland, der auch sehr gut und wenn richtig zubereitet, sogar noch leckerer als der teuerste Kaffee der Welt ist. 😋
Wir rechneten dann mal aus, wieviel Geld wir ungefähr für unsere nächsten Aktionen brauchen würden. Ich kam zu dem Schluss, dass ich 15 Millionen indonesische Rupien abheben müsste. Der Geldautomat verweigerte mir die Auszahlung mit dem Hinweis, dass 1,25 Millionen die Obergrenze sei. Ich müsste also 12 Mal den Maximalbetrag abheben. Nach 2x 1,25 stellte ich aber bereits fest, dass mein Portemonnaie fast platzte, weshalb ich es erstmal dabei belies. Das sind first world problems! 😅 Ich fühle mich jedenfalls direkt ultra reich. Wenn man schnell Millionär werden will, muss man nur nach Indonesien reisen. 😀
Zum Abschluss des Tages besuchten wir Malioboro. Auf dieser Flaniermeile gibt es viele Shops und Lokale. Man konnte hier Batikkleidung oder andere lokale Spezialitäten erwerben. Etwas skurril war auch folgende Situation: Ich wurde von einer Muslimin angesprochen, ob ich mit Ihrem Sohn ein Foto machen könne 😆. Wir trauten uns nach langem(!) Zögern, wieder in einem indonesischen Restaurant essen zu gehen. Gott sei dank, denn es war wirklich lecker! Wir bestellten verschiedene Nasi Goreng Varianten mit Ei (die sehr lecker waren) und konnten sogar noch eine uns bisher unbekannte Kaffeespezialität probieren: den Kopi Joss. Kopi Joss ist ein einzigartiges indonesisches Getränk, das durch seine Zubereitungsart besticht. Zuerst wird ein starker Kaffee zubereitet. Auf den heißen Kaffee werden dann glühende Kohlen gelegt! Ein Stück Zuckerrohrzucker wird auf die Kohlen gelegt, bis er karamellisiert. Um den Kaffee abzukühlen und den Geschmack zu intensivieren, wird Eis hinzugefügt. Die glühenden Kohlen karamellisieren den Zucker und geben dem Kaffee einen einzigartigen, leicht rauchigen Geschmack. Man muss nur aufpassen, dass man sich nicht an der Kohle verbrennt, darf sie aber auf keinen Fall rausnehmen 😄.
Zufrieden und gespannt gingen wir schlafen, da wir für das, was wir am nächsten Tag vorhatten, gut ausgeruht sein mussten...🫣🤫Read more
Tag 25: Höhen und Tiefen in Java
August 2, 2024 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C
Nach langem Überlegen für unsere Aktivität für unseren zweiten und letzten Tag in Yogjakarta entschieden wir uns gegen den Besuch der beiden weltbekannten und als UNESCO-Kulturerbe verzeichneten Tempel auf Java. Sowohl der Borobudur (größter buddhistischer Tempel der Welt(!), zwischen 750-850 erbaut) als auch der um das Jahr 850 errichtete Prambanan (größter Hindutempel Indonesiens) sollen völlig von Touristen überlaufen sein, weshalb man schon vor Sonnenaufgang dort sein und stundenlang auf seinen Slot für eine kurze Besichtigung warten müsste... (Andere Reisende haben uns erzählt von Sonnenaufgang an 6 Stunden(!) einfach nur gewartet zu haben.)
Stattdessen buchten wir eine Outdoor-Aktivität, der wir einfach nicht widerstehen konnten 😆. Im Auto trafen wir unseren indonesischen Guide Ekko und die anderen beiden Teilnehmer der Tour. Ein nettes und reisefreudiges Paar aus Luzern 😄🇨🇭. Sie haben uns auch wieder eine neue Delikatesse gezeigt, die köstliche Salak, auch genannt Schlangenfrucht (sie sieht aus, als hätte sie die Haut einer Schlange). Zuerst fuhren wir zu einer Höhle namens Jomblang. Dieses Wunder der Natur wurde von einem Erdbeben in den Berg gerissen. Katja und ich wurden dann zu zweit 60 Meter tief mit einem Seil in ein Loch hinabgelassen 🧗♂️⛑️. Das war wirklich eine adrenalingeladene Situation, besonders wenn man wie ich Höhenrespekt hat 😄. Vor allem der Moment, als man loslassen sollte, kostete mich einiges an Überwindung 😆. Aber es war cool 😎. Als alle unten waren, wanderten wir in die riesige und tiefe Höhle hinein. Die Dunkelheit verschluckte einen direkt nach ein paar Schritten. Gerade deswegen war es spektakulär, als man an einer Stelle ankam, wo das Licht durch ein Baumdickicht bis auf den Boden fiel. Der Anblick der einzelnen Sonnenstrahlen in der dunklen Höhle ist so atemberaubend und magisch, dass man diesen Ort auch als "God's Hole" bezeichnet.
Nach dem Mittagessen ging es als nächstes zur wassergefüllten Pindul-Höhle, wo wir zusammen mit den Schweizern und Peggy aus Taiwan als Gruppe 6 auf großen Gummidonuts durchfuhren 😄. So viele Fledermäuse auf einem Haufen hatten wir noch nie gesehen 😲! Diese Höhle war besonders für ihre interessanten Konfigurationen von Stalaktiten und Stalakmiten bekannt. Da durchzufahren während Fledermäuse um einen herumschwirrten war auch einfach nur beeindruckend.
Anschließend fuhren wir auf den Donuts noch durch einen Fluss und bewunderten die Landschaft mit ihren Wasserfällen und Palmen. Achja, Katja und ich nahmen erneut unseren Mut zusammen und sprangen noch von einem 7 Meter hohen Vorsprung zusammen in den Fluss 😄.
Es war wirklich ein schöner, verrückter Tag und wir bereuen es kein bisschen, die "Must-See" Tempel dafür sausen lassen zu haben. (Es lohnt sich dennoch die beiden Tempel mal zu googeln und sich davon die 4K Videos auf Youtube anzuschauen 😉).Read more
Tag 26 + 27: Vulkantour Teil I/III
August 4, 2024 in Indonesia ⋅ ⛅ 22 °C
Am Morgen ging es früh los zum Bahnhof in Yogyakarta, um mit dem Zug auf Java Richtung Osten nach Surabaya zu fahren 🚅. Die 4-stündige Fahrt wird auch als eine der schönsten Zugstrecken der Welt bezeichnet. Sie war wirklich ziemlich unterhaltsam und abwechslungsreich.
Wir sahen viele Flüsse, Berge und auch einige Bauern, die auf ihren Reisfeldern arbeiten. In Bezug auf den Zug selbst fiel uns auf, dass jeder automatisch einen Sitzplatz hatte und der Zug auf die Minute pünktlich war. Die Abwesenheit minütiger Durchsagen technischer Störungen am Zug oder ähnlicher Probleme war wirklich bemerkenswert, besonders wenn man die DB gewöhnt ist 😆. Etwas gewöhnungsbedürftig war allerdings die Nummerierung der Waggons im Zug. Es gab die Wagen 1,2,3,4 mit dem Zusatz einer Buchstabenkette z.B. EKS, dann wieder 1,2,3,4 mit anderen Buchstaben wie PRE. Das führte fast zum Streit mit anderen Passagieren, da jeder überzeugt war, dass ihm der Platz in dem Waggon gehöre 😅. Auch wir hatten da so unsere Probleme...
Die indonesische Bahngesellschaft schien auch mehr Vertrauen in ihre Mitfahrer zu haben als die DB, denn man konnte jederzeit die Seitentüren öffnen und theoretisch einfach herausspringen. Manchmal stand eine Tür auch komplett offen und man musste aufpassen, dass man bei der holprigen Fahrt nicht auf dem Weg zur Toilette aus dem Zug fiel 😄.
Angekommen in Surabaya wurden wir von unserem 24-jährigen, sehr sympathischen Guide Dimas und dem Fahrer Banji abgeholt, um die faszinierende Natur der Region Bondowoso zu besichtigen. Dimas studierte Psychologie und verdiente sein Geld nebenbei als Tourguide. Unterwegs hielten wir bei einem guten Restaurant, wo wir super leckeren Chili-Tofu und Nasi Goreng Ayam, sowie eine riesige Kokosnuss genossen. Den Rest des Tages fuhren wir hauptsächlich im Auto, wobei wir angesichts von Banjis waghalsigen Überholmanövern von allen Seiten froh waren, nicht selbst ein Fahrzeug auf diesen Straßen lenken zu müssen.🙈
Wir kamen schließlich in einem absurd luxuriösen Hotel an (die Guides denken hier, die Europäer bräuchten das) und genossen hier eine Runde Schwimmen unter Fledermäusen im riesigen Pool und ein exzellentes Abendessen.
Am nächsten Tag ging es vom Hotel direkt zu einem Krater namens Wurung. Dimas bot uns an, um 4 Uhr morgens loszugehen, um den Sonnenaufgang dort anzuschauen. Da aber auch die nächsten beiden Tage der Tour vor Sonnenaufgang starten sollten, entschieden wir uns stattdessen dazu, lieber um 8 nach dem Frühstück loszugehen. Das war, wie sich später herausstellen sollte, eine sehr gute Entscheidung...
Der Krater Wurung befindet sich im Gebiet des Vulkans Ijen. Dieser Vulkan ist 2769 m hoch und beherbergt den größten Säuresee der Erde in seinem Krater. Wir sahen ihn von außen aber konnten ihn nicht begehen, da er aufgrund einer kürzlichen Aktivität von der Regierung geschlossen wurde. Eigentlich wäre ein Aufstieg mit Gasmaske bei Nacht zu dem türkis leuchtenden Schwefelsee an diesem Tag geplant gewesen. 😩
Das Ersatzprogramm bestand daher aus dem Wurungkrater, welcher von einigen Bergen und anderen Vulkanen umsäumt ist. Besonders interessant ist seine Geschichte: vor einigen Zehntausend Jahren stand dort nur ein einziger, riesiger Vulkan. Er explodierte und verschwand nach einer gewaltigen Eruption, sodass der Gegend so ein ganz anderer Schliff verpasst wurde. So entstand also der Wurungkrater.
Der Ort hat uns mal wieder vor Augen geführt, dass die Erde immer im Wandel war 🌎.
Danach machten wir kurz einen Stopp bei einer unüberblickbar großen Kaffee-Plantage des Ijen Gebiets. Wir konnten den Kaffee in einem nahegelegenen Restaurant probieren und er hat uns sehr gut geschmeckt 😊.
Dann kamen wir zum Kalipait Wasserfall bzw. -fluss. Sein Wasser kommt direkt aus dem Ijen Vulkansee und beinhaltet Solfatare, d.h. postvulkanische Exhalationen (Ausströmungen) von Gasen, wie Schwefelwasserstoff und Kohlenstoffdioxid. Deshalb riecht er dezent schwefelig und wechselt je nach Zusammensetzung die Farbe! Bei uns hatte er ein giftiges, leuchtendes Grün angenommen 🟢.
Der letzte Halt des Tages war der Blawan Wasserfall. Er fällt 30 m in die Tiefe und enthält ebenfalls vulkanisches Schwefelwasser. (Er hat aber zum Glück gar nicht gerochen 😄!) Drumherum finden sich viele heiße Quellen, in denen man auch baden könnte. Da der heiße Wasserfall im Tal auf kaltes Wasser trifft entsteht viel Dampf, was neben den herabstürzenden Wassermassen vorallem zusammen mit den Sonnenstrahlen einfach magisch aussah. Wir fanden ihn wirklich unfassbar schön! 🤩
Danach fuhren wir zu unserem nächsten Hotel, um am nächsten Tag den Vulkan Semeru zu sehen. Auf dem Weg bekam unser Guide um 17 Uhr die Nachricht, dass die Straße, die wir in 2 Stunden nehmen wollten, nicht passierbar sei. Ein großer Erdrutsch hatte sich ereignet und die Strasse vollständig blockiert. Dieses Unglück hatte sich am Nachmittag gegen 15 Uhr ereignet. Wer weiß, ob wir da nicht genau hineingeraten wären, wenn wir das Sonnenaufgangstrekking genau 4 Stunden früher gemacht hätten! 🫨 Unsere entspannte Herangehensweise hatte uns also sogar vielleicht gerettet, sollte das etwa eine Lektion sein? 😆. Durch die Straßensperrung mussten wir dann aber leider einen riesigen Umweg nehmen und komplett andersherum um den Berg herumfahren und brauchten 6 Stunden länger als geplant.🫠 Wir waren erst nach Mitternacht im Hotel und mussten um 5 Uhr wieder raus, um bei Sonnenaufgang am Mount Semeru (gefühlt sind fast alle Berge in Indonesien Vulkane😅) zu sein, was sich aber wirklich gelohnt hat! Dazu bald mehr....Read more
Tag 28: Vulkantour Teil II/III
August 5, 2024 in Indonesia ⋅ ⛅ 17 °C
Wir standen wie zwei richtige Deutsche um Punkt 5 auf der Matte und fuhren also zum Mount Semeru. Wenn man über diesen Vulkan liest, bekommt man Respekt vor ihm und der Natur der Erde. Er ist nämlich mit 3676 m Höhe der höchste Berg der Insel Java und einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane der Welt. Die letzte massive Eruption war erst vor 3 Jahren, wobei umliegende Dörfer durch die Lava und die Asche komplett zerstört wurden und über 30 Einwohner ums Leben kamen. Auch vor 2 Jahren gab es wohl aufgrund eines Monsunregens einen größeren Ausbruch.
Die eruptive Phase dauert bis heute an (er kann also jederzeit wieder ausbrechen). Es hat sich sogar eine Mini-Eruption in unserer Anwesenheit ereignet 😶🌫️. Aber eins nach dem anderen.
Wir kamen am Semeru an und sahen eine Straße mit gefühlt einhundert chinesischen Touristen, die alle wie wild Selfies mit allen möglichen Instrumenten vor dem Vulkan machten. Diesen Zirkus haben wir leider überhaupt nicht gefühlt, weshalb wir ein paar Meter weiter gingen und schließlich auf einen winzigen Kaffeestand aufmerksam wurden. Wir fanden dort eine kleine Bank mit perfektem Ausblick auf den Semeru! 🤭😍 So konnten wir den monumentalen Anblick des Semeru bei Sonnenaufgang mit einem Kaffee und einer frittierte Banane dazu genießen. 😁😋 Ich chillte und stellte mein Handy auf, um ein Video zu machen, wie sich die Farbe des Vulkans bei Sonnenaufgang verändern würde. Während wir also gemütlich quatschten, fing der Berg an zu leben und bot uns einen einmaligen Anblick. Eine weiße Rauch- bzw. Dampfwolke waberte gemächtlich aus ihm heraus. Das war genau zu Sonnenaufgang ein herrlicher Anblick. Die anderen Besucher sind wahrscheinlich ausgerastet beim Knipsen, wir wissen es nicht, da wir nur noch Augen für den Semeru hatten. Und schon wieder - die entspannte Art war die Beste 😆
Als nächstes ging es vor dem Frühstück noch zu einem ganz besonderen Spot...
Dimas kannte einen Ort, der einfach unbeschreiblich schön war:
Man musste nach einer kurzen Autofahrt ein wenig bergauf kraxeln bis man an einer gewaltigen Klippe ankam. Von unserer Seite floss ein kleiner Bach die Klippe herunter in dem man in 2 Campingstühlen Platz nehmen konnte. Es bot sich dabei ein Ausblick in eine riesige Schlucht mit weiteren Wasserfällen und auch auf den Mount Semeru! 😍 Ein völlig surrealer Anblick war das.
Nach dem Frühstück ging es dann auch schon zu unserem nächsten und letzten Ziel für den heutigen Tag; dem Tumpak Sewu Wasserfall. Das bedeutet auf indonesisch "die tausend Wasserfälle".
Er besteht nämlich aus sehr vielen Wasserfällen, die in einem Halbkreis angeordnet sind. Das war auch wirklich ein Gänsehaut-erzeugender Anblick.
Auch eine Gänsehaut bekam man vom Ab- und Aufstieg zum Grund des 120m hohen Wasserfalls, denn das war ziemlich anstrengend und gefährlich. 😅Abgesehen von der Höhe, die es in Flip-Flops (alles war nass) zu überwinden galt, musste man selfie-tauglich-als-prinzessinnen -angezogenen Chinesinnen und klauenden Affen ausweichen. 😂 Außerdem wurde man auf dem Weg nach unten komplett durchnässt. Aber gelohnt hat es sich auf jeden Fall!
Anschließend fuhren wir in unser nächstes Hotel um noch ein wenig vorzuschlafen, da wir am nächsten Tag bereits um 1:30 morgens aufstehen mussten... 😂Read more
Tag 29: Vulkantour Teil III/III
August 6, 2024 in Indonesia ⋅ 🌙 12 °C
-- Unsere kleine Sendepause hatte mit einem 3-tägigen Funkloch zu tun, woran ein anderer Vulkan schuld war.... Dazu schon bald mehr! ❤️😇 --
Um 2 Uhr waren wir erneut auf den Beinen und fuhren mit Dimas und einem Jeepfahrer (der wie ein Indianerhäuptling aussah 😄) zu einem Aussichtspunkt, von wo aus man den Vulkan Bromo am besten bei Sonnenaufgang anschauen kann.
Der Mount Bromo ist ein 2329 m hoher und ebenfalls aktiver Vulkan. Zuletzt brach er 2015 aus, weshalb damals der örtliche Flughafen in Malang geschlossen werden und die Bewohner der Region Masken tragen mussten, um sich vor dem Aschestaub zu schützen. Der Bromo besitzt einen großen, rauchenden, schwefligen Krater. Er sieht einfach richtig mächtig aus. Vielleicht heißt er deswegen Bromo, was vom hinduistischen Schöpfungsgott Brahma abgeleitet wurde. Es gibt hier eine lokale Geschichte: Lange Zeit war der Krater des Bromo eine Opferstätte der Hindus und das ist er leider auch noch immer. Hier werden von Bauern Früchte, Reis, oder sogar Tiere hineingeworfen, um sich den Segen des Gottes einzuholen und die Ernte so fruchtbarer zu machen! Für Hindus aus der Region Tengger und anderen wie z.B. Bali ist er heute noch eine wichtige religiöse Gebets- und Pilgerstätte und wir haben auch einige größere Gruppen dorthin pilgern sehen.
("Nach einer Geschichte gründete am Ende des 15. Jahrhunderts die Prinzessin Roro Anteng des Majapahit-Imperiums zusammen mit ihrem Ehemann Joko Seger ein eigenes Fürstentum. Sie nannten es Tengger nach den Endsilben ihrer Namen. Das Fürstentum florierte, aber dem herrschenden Paar war es nicht möglich, Nachkommen zu zeugen. So kletterten sie in ihrer Verzweiflung auf den Bromo und beteten zu den Göttern, sie mögen ihnen beistehen. Diese versprachen ihnen zu helfen unter der Bedingung, ihr letztgeborenes Kind den Göttern zu opfern. Die beiden hatten 24 Kinder und als das 25. und letzte Kind, Kesuma, geboren wurde, weigerte sich Roro Anteng, ihr Kind wie versprochen zu opfern. Die Götter drohten mit Feuer und Schwefel, bis sie schließlich das Kind doch opferte. Nachdem es in den Krater geworfen wurde, befahl die Stimme des Kindes den Einheimischen, jährlich eine Feier am Vulkan abzuhalten. Dieses Kassada genannte Fest wird auch heute noch abgehalten. Es besteht hauptsächlich aus einer nächtlichen Prozession zum Gipfel, wo dann Tiere, Früchte und Reis geopfert werden.")
Mit dem Jeep ging es anderthalb Stunden in der Dunkelheit steil den Berg hoch. Am Ende gab es sogar keine Straße mehr, sondern es ging über eine riesige Vulkansandfläche. Und wir waren nicht alleine, den hunderte Jeeps beladen mit Indonesiern und Touristen lieferten sich ein Wettrennen in Fast&Furious-Manier zum Aussichtspunkt. Denn wenn man spät ankam, bekam man oben keinen Parkplatz mehr und musste kilometerweit hochlaufen (und die Indonesier können unnötige Fußwege nicht ausstehen, Dimas sagt alles über 100m wird immer gefahren 😂). Wir schafften es, um halb 4 dort zu sein, sodass wir vor Ort nach lokaler Tradition vor brennender Kohle noch einen Kaffee und eine Portion Instant-Nudeln zu uns nehmen konnten, um uns aufzuwärmen. Es war nämlich trotz Thermounterwäsche und 4 Schichten Kleidung echt kalt geworden! Um 4 Uhr stiegen wir einen Hügel hinauf. Unter Dimas Führung umgingen wir mal wieder eine Horde fotografierwütiger chinesischer Touris und gelangten schließlich zu einem geheimen Ort am Viewpoint. Hier musste war es abschüssig und man musste aufpassen, nicht in den Abgrund zu stürzen. Wir saßen quasi unter einer Klippe im(!) Abhang und bohrten unsere Füße in den Boden um nicht in die Tiefe zu rutschen.😅
Dafür gab es einen perfekten Ausblick auf den Sonnenaufgang, die Vulkane Semeru und Bromo, den Berg Batok (ein Berg, der aussieht wie ein Gugelhupf Kuchen) und das die umgebende Wolkenmeer. Außerdem war es schön ruhig, nur wenige Leute außer uns waren dort. Bevor die Sonne aufging, hatten wir Spaß daran, mit dem Smartphone Bilder im Nachtmodus aufzunehmen. Mittlerweile kann man wirklich den Sternenhimmel fotografieren... Auch das Bergpanorama konnte man in völliger Dunkelheit schon auf dem Bildschirm sehen! Die Sonne ging auf und färbte die Landschaft mit der ganzen Palette an Rottönen. Glücklicherweise gab es keinen Nebel, die Sicht war also klar uns einfach perfekt.
Der Anblick war einfach wunderschön. Das Frieren und das frühe Aufstehen hatten sich mehr als gelohnt. Wir sahen auch immer wieder kleine Rauchwolken aus den Kratern der Vulkane aufsteigen und konnten sogar den Tempel der Hinduisten am Fuße des Mount Bromo erkennen.
Nachdem die Sonne vollständig aufgegangen war, stiegen wir wieder hinab und fuhren mit dem Jeep zu einer Stelle 2,5 km entfernt vom Krater des Bromo. Wir wanderten dann durch eine Fläche, die von schwarzem Vulkansand bedeckt war, während sich langsam wieder die Hitze einstellte. Viele Touristen bestiegen sogar Pferde, um die Strecke zu überwinden (und natürlich für ein cooles Foto). Am Ende gab es eine große Treppe nach oben zum Kraterrand. Der Krater enthält Sulfur, was man sehen und riechen konnte. "Beeindruckend" kann dieses imposante Werk der Natur nicht im geringsten beschreiben. Man konnte die Aktivität des Vulkans sogar als rauschendes, leichtes Brodeln hören! So etwas hatten wir noch nie gesehen. Auch im Nachhinein wirken die Bilder so krass und wir können gar nicht mehr glauben, dass wir tatsächlich da gewesen sind.
Danach ging es per mehrstündiger Autofahrt nach Surabaya, wo wir am nächsten Tag unseren Flug zum nächsten Ziel nehmen würden. Hier hatten wir nicht so viel Zeit, aber wir konnten noch die Luxusmall besichtigen, einen English Breakfast Tea im kolonialistisch designten Mahapajit Hotel trinken, ein altes russisches U-Boot und die Hauptstraße anschauen. Man sah auch schon die Vorbereitungen für den 79. Unabhängigkeitstag Indonesiens am 17. August, wo es die Freiheit der Kolonialherrschaft Hollands erkämpfte. Nach einem Training im Fitnessstudio mit super netten und coolen Einheimischen waren wir etwas spät dran fürs Essen. Deshalb bekamen wir nur noch ein ultra scharfes Essen bei einem KFC ähnlichen Restaurant, weil das als einziges noch offen hatte und nur noch diese Gerichte übrig hatte. Im Ernst, es war so scharf, dass meine Nase schlimmer als bei einer Erkältung lief und die Lippen brannten als hätte man ein Osterfeuer geküsst. Außerdem hatte dieses Huhn nur 20 % Fleisch, der Rest war Panade und Knochen 🤣. Nächstes Mal also lieber wieder ein harmloses Nasi Goreng bei einem Straßenstand. Die haben immer offen und tun einem nicht weh 😂. Wieder mal ein verrückter Tag, nach dem wir jetzt wieder reif für eine Insel sind, also ab nach Lombok!Read more
Tag 30-33: Eine kleine Dosis Kuta
August 7, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C
Nach einem herrlich reibungslosen Flug von Surabaya nach Lombok und einer längeren Autofahrt kamen wir bei unserem Homestay im Süden der Insel an.
Die Leute vom Homestay waren auch hier mal wieder unfassbar nett und man fühlte sich wie Zuhause. Direkt bekam man eine schnuckelige Katze (Bubu 😂) in den Arm gedrückt, einen Roller ausgeliehen und gezeigt, wo man sich 24/7 einen Kaffee machen konnte.
Wir haben hier in Kuta abgesehen vom Anreisetag noch 2 weitere volle Tage verbracht und wir wollten uns hier ein wenig nach der Vulkantour erholen und vor der nächsten gewaltigen Aktion ein wenig ausruhen... 😅😄
Die Zeit hier war sehr schön: Zum Frühstück gab es immer Schoko-Bananen-Pancakes und man konnte dabei ein paar Affen beim Spielen beobachten. 😂 Anschließend sind wir zu verschiedenen Stränden gefahren und haben es uns dort gemütlich gemacht. Es gab dazu immer verschiedene Obst- und Kokosnussshakes. 😍😋 Abends sind wir dann in das Dörfchen reingefahren und haben dort immer etwas köstliches gegessen. Wir konnten gar nicht fassen, wie leer und untouristisch diese Nachbarinsel von Bali ist. Überall hatte man seine Ruhe, die Stände waren wunderschön und leer und das in der Hauptsaison! Wir haben uns Lombok, was als "Bali von vor 30 Jahren" bezeichnet wird definitiv überlaufener vorgestellt.
Leider haben wir aber auch hier ein wenig gefailt, denn nach ersten Tag hier mussten wir beide feststellen, dass wir aussahen wie zwei Krebse. 🦀🫠
Also badeten wir praktisch mehrmals täglich in Aloe Vera und Kokosöl und blieben komplett im Schatten.😅
Am letzten Tag in Kuta wollten wir den Pantai Selong Belanak Beach besuchen, welcher als DER Surferstrand bekannt ist. Wir wollten schön aus dem Schatten heraus den Leuten beim Surfen zuschauen und angeblich soll dort sogar 2x täglich eine Wasserbüffelherde vorbeikommen. 😄
Jedoch kam alles ein wenig anders, denn als wir den Strand betraten wurden wir schnell von mehreren Leuten angesprochen, ob wir nicht einen Surfkurs bei ihrer Surfschule machen wollten.
Ich zögerte kurz, da ich wirklich großen Respekt vor Wellen habe und zudem das Gefühl habe nicht so gut mit ihnen umgehen zu können. 😅
Jans Argumente waren aber wirklich unschlagbar:
1. Wir sind halt jetzt schon mal hier und es ist die perfekte Gelegenheit das Surfen zu lernen. 😂
2. Laut der Surflehrer sind gerade die perfekten Wellen für Anfänger und später könnten sie zu groß oder ganz weg sein.
3. Man kriegt lange Sachen an und kann somit in der Sonne sein ohne weiter zu verbrennen. 😆
Kurzerhand gab ich nach und schon bald lagen 2 Surfbretter vor uns auf dem Sand auf denen wir dann trocken gezeigt bekamen wie man darauf liegt, paddelt und aufsteht. Jan und ich hatten beide je einen Surflehrer die ihre Stunde damit starteten uns von hinten überraschend zu schubsen. Das Bein was dann reflexartig nach vorne ging um den Sturz zu verhindern war das Bein, was vorne aufs Brett musste (wie beim Snowboarden). 😁 Danach sollten wir sehr(!) oft den Bewegungsablauf auf dem Brett auf dem Sand vorzeigen bis wir endlich ins Wasser gehen konnten. Glücklicherweise waren die Wellen wirklich sehr klein und auch sonst stand man nur ca. hüfttief im Wasser. Meine Sorgen waren also zum Glück unbegründet. 😊
Was soll ich sagen? Es war schon ganz cool. 😄 Die 2 Stunden Unterricht waren zwar extrem anstrengend und man ist noch lange nicht bereit selber abzuschätzen, welche Welle man nehmen kann, wann man lospaddelt und wann man dann aufsteigt. Wenn der Lehrer einen aber gut "ausgerichtet" hat, die Kommandos "NOW PADDLE!!!!" und "NOW STAAAAAND UP, STAND UP!!!" brüllt und man es dann noch schafft diese rechtzeitig zu befolgen, kann man schon auf der Welle zum Strand fahren.😁
Tatsächlich hat es bei mir sogar direkt bei der ersten Welle überraschenderweise geklappt. 😂 Danach folgten noch sehr, sehr, sehr viele Stürze aber wir haben beide auf jeden Fall einige Wellen gestanden. 😍
Nach den 2 Stunden waren wir echt platt und entspannten uns einfach nur noch am Strand. Die Büffelherde kam zwar nicht vorbei, aber dafür war der Sonnenuntergang wunderschön! Er spiegelte sich dabei im nassen Sand und es sah einfach perfekt aus.
Wir waren echt froh, den Tag so verbracht und sogar einen neuen Skill gelernt zu haben. 😍Read more
Tag 33: Auf den Rinjani! 🌋 Teil I/II
August 10, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 20 °C
Wir verließen das wunderschöne Kuta um 4:30 Uhr morgens um die größte Herausforderung unserer Reise anzutreten: die Besteigung des Gipfels des höchsten Vulkans Lomboks und mit 3726 m Höhe zweithöchsten Vulkans Indonesiens - dem Rinjani. Warum so eine Aktion im Urlaub? Aus 2 Gründen: 1. Weil wir die Herausforderung lieben und 2. weil die Natur im Rinjani atemberaubend sein sollte. 😊😄
Ein paar Fakten und Geschichten zum Vulkan: Der Rinjani ist immer noch aktiv, der letzte Ausbruch ereignete sich im Juli 2018. Der wohl heftigste Ausbruch fand im Jahr 1257 statt. Die Aschewolke war so gewaltig, dass sie die Sonne noch jahrelang verdeckte 😶🌫️. So verursachte er eine kleine Eiszeit. 1990 konnte ein Flugzeug aufgrund schlechter Wetterlage nicht am Flughafen Selaparang landen und flog stattdessen geradewegs in den Rinjani hinein. Alle Insassen des Flugzeugs starben. Auch beim Wandern auf dem Rinjani verunglücken regelmäßig Leute aufgrund der Höhe oder des schwierigen Terrains, manchmal sogar tödlich. Er ist genau genommen ein Komplex mit vielen Gipfeln und besitzt einen Kratersee in der Mitte des ganzen, worin sich wiederum der Schlot des oberhalb eingestürzten Vulkans befindet. Über den Wolken, vom höchsten Punkt des Komplexes (des Rinjani-Summits) aus soll man einen der besten Ausblicke der Welt haben! Man kann den Kratersee, das Meer, die Natur der Insel Lombok und der Nachbarinseln sehen.
Um 7 waren wir an der Unterkunft unseres Guide-Unternehmens Green-Rinjani, wo wir ein leckeres Frühstück bekamen. Man konnte neben Reisfeldern und Dschungel bereits einen Gipfel des Komplexes sehen. Er sah aus, als mache er sich mit seiner Größe lustig darüber, dass wir kleinen Menschen dort hochgehen wollten... Katja meinte, das würde schon werden. Ihr einziges Kriterium sei, dass wir uns nicht so beeilen müssten beim Gehen und den Weg selber genießen könnten. Ein Mitarbeiter der Company gab uns noch eine kleine Einführung (nach der wir zugegebenermaßen kurz unser Leben hinterfragten 😆).
Wir hatten uns für eine 3-Tages-Tour entschieden. An Tag 1 sollte es von 1000 m an die Sembalun-Route bis auf 2600 m hochgehen (s. 1. Bild). Die Übernachtung war am Kraterrand mit Blick auf den See geplant. An Tag 2 begann der Morgen um 2 Uhr nachts, da man nach 3 Stunden und 1100 Höhenmetern den Sonnenaufgang auf dem Summit sehen sollte. Danach stieg man dieselbe Strecke wieder runter bis zu seinem Camp, um dort zu frühstücken. Gegen 10 ging man ca. 700 Höhenmeter runter zum Kratersee und direkt danach zu heißen Quellen in der Nähe. Das Ziel war es aber auch, danach wieder oben an einer anderen Stelle am Krater zu übernachten, weshalb man danach wieder 600 Höhenmeter raufsteigen musste. Man ging an diesem Tag insgesamt 3500 Höhenmeter über eine Strecke von 30 Kilometern 😆. Am 3. und letzten Tag sollte es dann nur noch 5 Stunden durch den Dschungel zum Exit Point gehen. Merkwürdig war auch, dass der Mann die Abschnitte der Strecke an Tag 2 alle ähnlich beschrieb ("that will be very hard", "oh, that will be the hardest part!" und "at this time, you will be completely exhausted so it will be harder then all the other parts for you").😅
Nach der ermutigenden Einführung fuhren wir zur Registrierung für den Nationalpark, wo wir aufgrund der vielen Gipfelstürmungsaspiranten einiges an Wartezeit hatten. Endlich ging es dann zum Eingang des Nationalparks, wo wir Bekanntschaft mit unserem Guide Basri machten. Unerklärlicherweise waren wir scheinbar 3 Stunden zu spät. Basri teilte uns deshalb mit, dass wir am 1. Tag so schnell wie es irgendwie gehe zum Camp hochgehen müssten. Katjas Albtraum war also direkt war geworden. Aber es half nichts, im Eilschritt ging es durch den Wald und das Gebirge hoch. Einen Weg, der normalerweise 8 Stunden dauern soll, machten wir in 5 Stunden. Es ging hauptsächlich durch Savannengrassland und uns begrüßten direkt ein paar Kühe der ansässigen Dorfbewohner, die alleine im Wald grasten. 😄
Wir kamen an den drei Orientierungspositionen 1, 2, 3 und 4 vorbei wo man sich immer ein wenig ausruhen konnte und einen Snack in die Hand gedrückt bekam. 😊
An POS 3 gab es dann endlich ein absolut köstliches Mittagessen, was von den Portern für uns frisch auf dem Berg zubereitet wurde! 😛🤯
Die Porter verdienen großen Respekt, da sie die Zelte, Kochutensilien, Essen usw. nur in Flip-Flops an den Füßen (!!!) den Berg hochtragen. Das Gepäck befindet sich dabei einfach in 2 großen Körben, die an einer Bambusstange befestigt sind. Während wir schon mit unseren Rucksäcken zu kämpfen haben, tragen sie das besagte Gepäck mit einer absolut wahnwitzigen Geschwindigkeit auf einer Schulter an uns vorbei! Wozu Menschen fähig sind ist immer wieder erstaunlich...
Oben beim Camp angekommen genossen wir die atemberaubende Aussicht von unserem Camp direkt an einer Klippe mit Sicht auf den Kratersee mit einem Kaffee und einer frittierten Banane. Warm eingepackt ging es dann bereits gegen 19 Uhr in den Schlafsack, damit wir noch ein paar Stündchen für den vermutlich körperlich anstrengendsten Tag unseres Lebens vorschlafen können. 😬😅Read more
Tag 34+35: Auf den Rinjani! Teil II/II
August 11, 2024 in Indonesia ⋅ 🌙 7 °C
Der nächste Tag begann für uns dann schon um 1:50 Uhr. Wir zogen alle Schichten inklusive Thermosachen an, die wir dabei hatten und gingen nach einem kleinen Mitternachtsimbiss los. Die Geschichten von der Aufstiegsstrecke waren nicht übertrieben gewesen: Die Vulkanasche hatte den sehr steilen Weg zum Gipfel extrem schwer begehbar gemacht. Wenn man nicht die richtige Technik anwendete, verschwendete man extrem viel Energie, weil man genauso viel oder sogar mehr herunterrutschte wie man hochstieg! Der Spruch "1 Schritt vor und 2 zurück" ergab plötzlich einen anderen Sinn für uns. 😅 Zudem merkte man auch irgendwann die Höhe, was sich bei uns in leichtem Unwohlsein und Übelkeit äußerte. Sobald man aber tief durchatmete, den Rucksack ablegte, sowie Wasser und einen Schokoriegel von Basri zu sich nahm, ging es wieder. Der Guide war abgesehen davon nicht wirklich hilfreich, da er nur eine Stunde geschlafen hatte und ständig irgendwo am dunklen Wegesrand einschlief und uns verlor. 😂😅
Grundsätzlich ließ sich dieser letzte Aufstieg zum Gipfel in 3 Etappen einteilen, wovon die erste und die letzte Etappe am schlimmsten waren.
Nach 3 Stunden Kampf mit uns selbst und der Vulkanasche waren wir aber doch rechtzeitig zum Sonnenaufgang endlich oben! Diese Aussicht war wirklich der absolute Wahnsinn. Die Bilder sprechen hier mehr als 1000 Worte.
Im Gegensatz zum Kilimanscharo war der Aufstieg terraintechnisch zwar um einiges schwieriger, aber dafür war die Temperatur am Gipfel deutlich angenehmer und man transformierte sich nicht direkt in einen Eiszapfen wenn man stehen blieb. 😂 Auch das Atmen fiel oben um einiges leichter als dort. Das führte dazu, dass wir oben recht gemütlich ein wenig verweilen und den Sonnenaufgang genießen konnten. 🥰🌄☀️
Der Abstieg war entgegen unseren Erwartungen (und Basris Beteuerungen!) nicht wirklich angenehmer, da man sehr (!) leicht auf der Asche ausrutschen konnte. (Katja schaffte es, sich ganze 10 mal in die Horizontale zu begeben 😝🙈). Auch die Müdigkeit der Muskeln von dem unfassbar anstrengenden Aufstieg führten dazu, dass man nicht mehr so viel Kontrolle über die Beine hatte und mehr stolperte als ging. Die meisten anderen Bergsteiger fielen auch mehrmals und liefen so als hätten sie mehr als Einen im Tee gehabt, es hatte schon eine gewisse Komik. 😂😝 Aufgemuntert haben uns die überraschend sozialen Langschwanz-Makaken-Affen, die jeden Morgen ebenfalls zum Sonnenaufgang in Richtung Gipfel klettern, um ein paar Kekse von den Wanderern abzustauben (oder zu klauen) 😆.
Nach dem Frühstück im Camp ging es erst richtig mit dem sportlichen Teil los: der steile Weg runter zum See, bei dem man große Teile klettern musste, um den steinigen Abhang zu meistern. Unser Guide verbot uns, hier Fotos zu machen, da sich hierbei schon einige Touristen die Beine oder den Rücken gebrochen hätten. Wir schafften es zum Glück ohne Verletzungen und gelangten erst zum wunderschönen Kratersee und dann nach dem Mittagessen zu den heißen Quellen. Das war die perfekte Erholung bevor es schon wieder nach oben ging!
Auf dem Weg nach oben zum zweiten Camp mussten wir auch Einiges klettern, schafften es aber auch hier unbeschadet. Leider sind wir ein wenig langsamer geworden (und ja, wir haben auch seeehr lange im heißen Quellwasser gelegen 😂), sodass wir erst nach Sonnenuntergang im Dunkeln an unserem Camp eintrafen. Ein bisschen besorgniserregend war auch die Position unseres Zeltes, welches die Porter glücklicherweise bereits aufgebaut hatten. Wenn man den Kopf aus dem Zelt steckte, schaute man direkt in den Abgrund hinein 🤪. Es war aber leider der einzige freie Platz gewesen. Man musste eben ein wenig aufpassen. 😅🤷🏼♂️ Sehr glücklich hat uns das Abendessen (mit Stirnlampen direkt am Abgrund 😂) gemacht, da wir ein unfassbar leckeres Curry bekommen haben.
Am nächsten Tag wanderten wir über eine sehr rutschige Strecke und dann durch den Dschungel zurück zum Gate. Die einzigen zu überwindenden Schwierigkeiten waren hierbei riesige Monster-Bienen, die trotz Insektenspray scheinbar in unseren (schwitzigen?) Geruch verliebt waren und uns daher verfolgten und unsere geschundenen Beine, die bei jedem Schritt bergab wegzuknicken drohten. 😅
Obwohl es echt hart war und wir auch etwas Angst vor dem Riesenvulkan hatten, haben wir es geschafft.
Wir haben die Tour direkt gebucht, als wir von der grandiosen Aussicht gehört haben. Vielleicht mag es für manche verrückt oder unnötig sein, etwas derartiges im Urlaub zu machen. Für uns ist es fast schon notwenig, denn bei der Herausforderung einer Bergbesteigung geht es nur nebenbei um körperliche Dinge. Vielmehr zählt für uns die Abhärtung des Geistes und das Antrainieren eines routinierten Verhaltensmusters. Nämlich sich stets aus eigener Kraft das zu holen, was man im Leben möchte, um niemals etwas zu bereuen. 🥰Read more
Tag 36-41: Last but not least: Senggigi
August 14, 2024 in Indonesia ⋅ ☀️ 30 °C
Nach unserem Abenteuer auf dem Rinjani blieben wir auf Lombok, um zum Abschluss noch einmal am Strand zu entspannen. Dieses Mal ging es aber nicht nach Kuta, sondern zu einer anderen Ecke der Insel, nach Senggigi. Wir checkten in unser Hotel ein, eines der Puri Bunga Beach Cottages. Wir bekamen sogar ein eigenes, süßes Cottage. Ein kleines Häuschen, welches etwas höher gelegen war, sodass man vom Balkon aus Meerblick hatte. Wirklich herrlich! Die vielen Stufen zu der Unterkunft waren direkt nach unserer Bergwanderung allerdings nicht so einfach zu überwinden 😂.
Nach dem wir die Vulkanasche von unseren Körpern (und so gut es ging aus unseren Nasen 😂) entfernt hatten, gingen wir in ein Restaurant. Denn hier warteten mein Bruder Julian und sein Freund Patrick. Ich hatte Julian seit 7 Monaten nicht gesehen, weil er nach dem Abitur nach Australien reiste. Er hatte als Bartender in Sydney gearbeitet und danach einen Road Trip gemacht, an dessen Ende er Patrick kennen gelernt hat. Die beiden entschieden sich relativ spontan dazu, auf dem Weg zurück nach Deutschland für uns einen Zwischenstopp in Indonesien einzulegen und noch ein wenig Urlaub auf Bali und Lombok zu machen. So konnten wir unsere letzten Tage auf Lombok noch gemeinsam verbringen. Es war wirklich schön, Julian wieder zu sehen, vor allem einfach hier in Indonesien! 😄
In diesen Tagen gingen wir oft Essen , gönnten uns balinesische Massagen, entspannten am Pool, gingen Surfen oder chillten am Strand. Es war eine sorgenlose, richtig entspannte Zeit. 😍
Katja und ich machten noch einen Tagestrip zu den Gili Inseln (ganz kleine Inseln zwischen Lombok und Bali), wo wir beim Schnorcheln mit Schildkröten und Regenbogenfischen im Korallenriff schwimmen konnten. Wir hatten vorher noch nie geschnorchelt, daher war es eine absolut überwältigende Erfahrung in diese Unterwasserwelt einzutauchen. 😍 Wir konnten einfach alle Fische aus "Findet Nemo" sehen. 😂 Mein Highlight war aber auf jeden Fall die Schildkröte, Katja war besonders von den vielen Farben und Formen der Korallen beeindruckt. 😊
Surfen gingen wir am Senggigi Beach mit Nemo's Surf School. Die Lehrer hatten das Unterrichten richtig drauf und brachten uns sogar ein bisschen bei, die Wellen zu lesen.
Allgemein hat uns immer wieder überrascht, wie leer Lombok ist, da es so wunderschön ist! Julian und Patrick waren noch erstaunter, da sie vom wunderschönen aber extrem überfüllten und zugemüllten Bali kamen. Auf Lombok kann man wirklich super entspannen und die Natur und Strände genießen. Vielleicht wird es in 5 Jahren auch um einiges voller sein, wenn sich unter Touristen und Influencern der Charakter und die Unberührtheit der Insel rumspricht. Wir sind so dankbar, dass wir Lombok noch so erleben durften!
Am 17. August, dem Unabhängigkeitstag und Nationalfeiertag Indonesiens, schafften wir es trotz Paraden in den Straßen komplikationslos zum Flughafen und kamen am 18. August nach insgesamt 25 Stunden Flug über Jakarta, Bangkok und Frankfurt mittags in Köln an.
Diese Reise war kein normaler Urlaub, denn sie hatte einfach von Allem etwas: Abenteuer, Action, sportliche Herausforderungen, Entspannung, Beachlife, Nightlife, exotisches Essen, tausende neue Eindrücke, interessante Leute, wilde Tiere, Kultur, Religion, Philosophie, Reisen mit jedem Fortbewegungsmittel, und und und. Sie hat von vorne bis hinten ohne Komplikationen funktioniert und hat in Anbetracht der Zeit, der Dichte an Aktivitäten und dem (teilweisen) Luxus der Unterkünfte nicht einmal viel Geld gekostet. Wir sind sehr froh, glücklich und dankbar, dass wir so etwas erleben und teilen durften!!!Read more

Vielen Dank für das Teilen eurer Reise, es war sehr spannend und schön diese ,,mitzuerleben" <3 Sehr schön, dass alles funktioniert hat, ihr eine schöne Zeit hattet und unvergessliche Momente sammeln konntet :) [Enrico]
























































































































































































































































































TravelerGute Reise und eine glückliche sorgenfreie Zeit! Danke, dass ich wieder ein wenig teilhaben darf☺️
TravelerDanke 😘
TravelerMit eurer Reise beginnt für uns auch eine interessante und spannende Zeit 😘