Nala, Nina, Tons & Co
18 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 10 °C
Welpentime!
18 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 7 °C
Marines Schnappschüsse
18 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Ich find die einfach wahnsinnig schön, deshalb musste ich sie hochladen...
Eine emotionale Überraschung
19 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 8 °C
Heute war unser zweiter freier Tag. Die Wetterapps hatten Recht behalten, denn von Anfang an schüttete und windete es so stark, dass wir uns für einen entspannten Tag drinnen entschieden. Nina hatte ebenfalls frei und so verbrachten wir die ersten Stunden gemeinsam im Esszimmer. Mittags stopften wir uns mitallerhand Essen voll, da wir allesamt befürchteten, heute Abend wieder Kartoffelbrei zu bekommen - keiner hat mehr Lust auf Kartoffelbrei...
Danach machten wir dann doch mal kurz die Runde und besuchten die Pferde.
Und dann versuchten Marine und ich eine Stunde lang den Laptop mit dem Fernseher zu verbinden, nur um dann am zu alten Laptopmodell (welches Netflix nicht unterstützt) zu versagen...
Aus diesem Grund schauten wir keinen Film zusammen.
Ein Lichtblick gab es jedoch! Und zwar am Abend, nachdem wir uns ausgiebig über Kartoffelbrei und wie er unser Leben verändert hat unterhalten hatten, machten wir uns auf in die Küche, wo wir bereits das Übliche/Schlimmste erwarteten. Diesmal überraschte uns Kate jedoch mit Nudeln mit Hackbällchen. Ein sehr emotionaler Moment für uns (vor allem für Nina, die zum ersten Mal, keine Kartoffeln vorgesetzt bekam) und darum war es wirklich sehr schwer für uns, nicht in Lachen auszubrechen (oder in Weinen...vor Freude natürlich!). Durch diese unbestreitbare Freude wurden danach auch Interviews geführt und Bestandsaufnahmen getätigt, um nach der Gefühlslage aller Beteiligten zu fragen.
Abends saßen wir noch etwas zusammen, bevor wir dann schlafen gingen...Baca lagi
Gemütlicher Schein
20 November 2019, Ireland ⋅ 🌬 7 °C
Da heute nichts Ungewöhnliches passiert ist, kommt hier nur ein ganz kurzer Eintrag. Marine hatte frei und würde nach Glendalaugh fahren, um dort wandern zu gehen (und uns neidisch zu machen...;(), indessen misteten wir, bei Wind und Regen, die Ställe aus und fütterten die Horsis. Zuvor musste jedoch Alfie eingefangen werden. Da heute keine Treks oder sonstige Reitstunden anstanden, ließen wir uns damit Zeit. Das soll nicht heißen, dass wir es die ganze Zeit mieden und erst auf den letzten Drücker machen wollten (obwohl das vielleicht auch der Fall war), eher nahmen wir uns Zeit ihn zu fangen. Mick hatte uns gezeigt, dass Alfie Angst vor dem Stock hatte (womöglich bzw. ziemlich sicher, wegen schlechten Erfahrungen), gerade deshalb wollte ich ihn nicht nutzen. Viel eher wollte ich ihn ruhig und entspannt zurückführen. Mehr oder weniger klappte das auch - zwar mit Stock, zu unserem Schutz (wir hielten ihn lediglich vor ihn), aber ohne Bisse oder sonstiges.
Tja, wie gesagt, mehr haben wir eigentlich nicht mehr gemacht. Da schlechtes Wetter war, verzogen wir uns recht schnell nach der Arbeit nach drinnen. Da es kein Brot mehr gab, nutzten wir alles andere, was essbar war, um uns vor dem Abendessen vollzustopfen (keiner hat mehr Lust auf Kartoffelbrei!) und da Marine ihre Quiche nicht mehr zu Ende essen konnte, bevor sie losfuhr, aßen wir eben diese.
Abends gab es zu unserer Überraschung keinen Kartoffelbrei, dafür aber Pellkartoffeln mit Mais und Fleisch, was wir zusammen mit Amelia einnahmen (klingt wie Medizin, war aber gar nicht so schlecht). Durch die Unterhaltung mit Amelia kam nicht nur sie, sondern auch wir in Weihnachtsstimmung (also Tons ist da sowieso schon komplett drinnen, aber ich noch nicht so...bis jetzt), weshalb ich das dringende Bedürfnis nach einem gemütlichen Abend hatte. Zusammen mit Nina machten wir es uns abends dann bequem, wobei alle Kerzen in unserem Zimmer dran glauben mussten und Marines Bett für unseren Nutzen gebraucht wurde (kurz: Kerzen wurden angezündet und wir saßen auf Marines Bett, während wir R.E.D schauten). Irgendwie weiß ich jetzt erst so richtig den Wert von Kerzen zu schätzen. Sie sind nicht nur stromsparend, sie bringen auch eine gemütliche Atmosphäre, die alles etwas kuscheliger und sorgenfreier scheinen lässt - vor allem, wenn man sie nicht zahlen muss. ;)
Nach dem Film ging es aber dann ab ins Bett, wo noch eine lange Zeit Serien geschaut wurden...Baca lagi
Iren lieben ihre Kartoffeln
21 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 6 °C
Nach einer (für mich) recht schlaflosen Nacht begann ein Tag voller neuen Erfahrungen und mit einhergehend auch neuem Stress. Marine war immer noch weg, sodass Tons und ich alleine für die Pferde verantwortlich waren. Jedoch führten wir zuvor Alfie auf seine Terrasse und bekamen zudem noch von Amelia mitgeteilt, dass heute der Hufschmied kommen würde.
Aus diesem Grund sollten einige Pferde in die Scheune (wo die Ställe sind) geführt werden, sodass der Schmied sich deren Hufen genauer ansehen könne.
Wir begannen mit Guinness, der mit Elsa und Natasha auf einem Feld stand (Weide ist dafür eigentlich kein adäquates Wort, immerhin wächst da kein Hälmchen Gras mehr). Da diese beiden auf Schritt und Tritt folgten, musste einer Wohl oder Übel das Tor aufhalten und schnellstmöglich nach Guinness schließen, während der andere (in dem Fall Tons) ihn herausführte. Ein Auto fuhr zur Scheune runter und machte uns unverkennbar die Ankunft der Schmiede(Schmieder/Schmieds?) klar- 30 Minuten zu früh...
Da für die restlichen Pferde nur eine Person beansprucht wurde, hatte ich mir bereits ein Halfter für Joshua, Hannah oder Hercules mitgenommen und stieß so zu Amelia, die bereits eilig das Tor geöffnet hatte und dabei beinahe das kleine Pony Huggybear („der Teufel mit Topfschnitt“) entkommen ließ. Bevor dies jedoch passieren konnte, schloss ich das Tor und lief zu ihr.
Nun ist das jedoch nur ein Tor, was zu weiteren Gattern mit je einem solchen Plastikverschlussteil führt. Heißt: die große Weide ist in mehrere kleine aufgeteilt und durch Elektrozäune voneinander abgetrennt. Herki, Hannah und Joshua waren mit den meisten anderen Pferden auf dem größten Matschfeld.
Ich machte mich also daran Joshua auf das mittlere Feld, das als Durchgang, um alle anderen Koppeln zu erreichen, dient (ähnlich wie ein Flur), zu führen. Amelia rief mir irgendwas zu und noch bevor ich mich Versehen hatte lief auch schon Hannah neben mir auf die mittlere Koppel. Na toll! Glücklicherweise kam Tons gerade mit einem Seil (keinem Halfter, aber immerhin) von den Ställen zurück, sodass sie Hannah mehr oder weniger einfangen konnte.
Bei dem Versuch durch das Tor zu gehen entwischte uns Huggybear, der, glücklich über seinen Ausbruch, eifrig das Gras vor der Koppel verschlang. Egal! Dafür hatten wir nun wirklich keine Zeit!
Mit Herki, Athena, Hannah und Joshua im Schlepptau ging es dann zur Scheune, in der Guinness bereits vor den Ställen stand und von drei Schmieden/Schmiedererern unter die Lupe genommen wurde. Wir begannen den Pferden die Beine zu waschen und kurz darauf brachte Tons auch wieder Guinness (und ich Herki) weg, sodass nur noch drei Pferde im Gang standen. Immer noch zu viel, vor allem bei drei weiteren Schmiede(r)n/s und Amelia. Deshalb begannen wir Heu aufzureißen und danach die anderen Pferde in den Ställen zu striegeln. Nach einer gefühlten Ewigkeit waren alle Eisen befestigt, sodass wir die restlichen Pferde wieder zurück nach draußen bringen und endlich mit der eigentlichen Arbeit- MFK- beginnen konnten.
Gegen 12/13 Uhr waren wir dann auch durch und beschlossen zusammen mit Nina Pfannkuchen zu backen. Allerdings entschied sich Mick spontan dazu mit uns Essen zu gehen, weshalb wir kurzerhand zu dritt im Kofferraum des Trucks, auf Werkzeug und Hundefutter, neben einem Reifen, saßen und einige Zeit später zusammen Salat, Pizza, Burger &Co mampften. Bei jedem Gericht dabei (außer beim Salat): Pommes.
Ja, auch bei der Pizza, beim Sandwich und beim Curry! Denn Iren lieben ihre Kartoffeln. Mick meinte, dass es vermutlich mit der Geschichte (Hungersnöte etc.) zu tun hätte, aber sind wir ehrlich! Iren sind einfach verrückt. Verrückt nach Kartoffeln! Hatten wir noch gar nicht bemerkt...
Nach der Abendroutine, bei der wir abwechselnd mit einem Pferd spazieren gingen, während der andere den Stall mistete, kam Marine zurück und gemeinsam nahmen wir noch eine Kleinigkeit zu uns. Eigentlich war ich ja immer noch pappsatt, aber der Teller mit Salami, Birne, Brot und Tomaten (und Kartoffelsalat- Iren lieben eben ihre Kartoffeln) sah einfach zu verlockend aus, um ihn den Hunden zu überlassen.
Am Ende landeten wir zu viert im Wohnzimmer, wo wir bei Kerzenschein unseren eigenen Tätigkeiten nachgingen, bis einer nach dem anderen dann ins Bett schlurfte...Baca lagi
Ein Tag, zwei Geschichten
22 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 6 °C
Der Tag begann um 3 Uhr und endete um 7 Uhr- zumindest für mich. Mach einer weiteren schlaflosen Nacht mit durchgehender Übelkeit und einem (mehr oder weniger) spontanen Besuch im Raum nebenan, bei der ich meinen Mageninhalt entleerte, entschied ich mich (wohl oder Übel) dazu, im Bett zu bleiben.
Das bedeutete, Tons und Marine mussten umso mehr am diesem Morgen arbeiten, denn Nina und Tons wollten gegen 11 Uhr nach Glendalough fahren. Denn Part Glendalaughs übernimmt hoffentlich Antonia selbst und auch den stressigen Morgen.
Derweil verbrachte ich meinen ganzen Tag drinnen und verbesserte meine Beziehung zu meinem Bett...
Mittags kam Marine dann völlig erschöpft vom Stall zurück und entschied sich nach dem Essen dazu rauchen zu gehen. Normalerweise nichts erwähnenswertes, doch diesmal beschloss sie, etwas zu wagen - etwas verrücktes möchte ich meinen!
Anstatt auf den Hof draußen zu treten, öffnete sie die Terrassentür und stellte sich auf die Terrasse. Der ein oder andere wird inzwischen wissen, warum ich das als komplett wahnsinnig angesehen habe. Die Terrasse ist nämlich bewohnt und zwar von niemand geringerem als Alfie (...und Sherlock, aber den lassen wir hier mal außer Acht). Dieser begann Marines Hand abzuschlecken und sie streichelte ihn beruhigend. Soweit so gut. Als ich bin meinem Abstecher ins Bad zurück kam, hätte sich daran auch nicht viel getan. Aus Schutz jatte Marine einen Stock mitgenommen und den lehnte sie nun hinter sich an die Wand.
Ich weiß nicht, ob es diese Geste war, das verschwinden des Stocks oder einfach die Hand am Türgriff zu sein, aber irgendwas veränderte Alfies Verhalten so drastisch, dass Marine den ersten Sprung nicht kommen sah. Jedenfalls begann Alfie zu springen und zu beißen.
Ich half Marine die Tür zu öffnen und gemeinsam meisterten wir es. Und schwupps war Marine drin und schwupps...Alfie auch (zum großen Bedauern von Sherlock und zum Schock von Marine und mir).
Alfie fand die ganze Situation natürlich super. Er legte sich zufrieden im Esszimmer ab, ignorierte Sherlocks schrillen Bellen und unsere Rufe vollkommen und hielt uns wie eine Schafsherde zusammen, indem er den Ausgang verteidigte.
Zum großen Bedauern von meinem Magen und Darmtrakt, der sich in diesem Moment meldete und selbstverständlich auch von uns und unseren Armen und Beinen, welche zum Ziel eines zweijährigen Schäferhubdes geworden waren.
Wir versuchten also den großen Hund wieder rauszulocken. Da er ein Halsband trug, schien das ja zunächst recht leicht. Allerdings rollte er sich auf den Rücken und schnappte nach uns, sobald wir unsere Hände in Richtung Kette streckten. Es funktionierte zwar hin und wieder und wir konnten ihn auch einige Male rausdrängen, schafften es allerdings nicht die Türe zu schließen, da er sich bereits wieder ins Esszimmer durchgequetscht hatte.
Aber man sollte in diesen Fall nicht unsere Angst vor Amelias Reaktion auf Alfie im Haus vergessen (sie hatte sowieso schon einen schlechten Tag) und genauso wenig mein dringendes Bedürfnis auf dem Klo zu verschwinden.
Hinzu kommt, dass Alfie ein schlecht erzogener Hund sein mag, aber ich ihn dennoch gerne (ohne Gewalt!) zurück nach draußen bringen wollte. Also versuchte ich erneut sein Halsband zu schnappen und diesmal wich ich zurück. Denn diesmal fletschte er die Zähne, wie es aggressive Hunde tun.
Das war der Moment, indem sowohl Marine als auch ich ernsthaft bezweifelten, dass wir ihn, ohne bleibende Schäden bei einem von uns dreien (Sherlock hatte sich verzogen) rausbekommen würden.
Darum schrieben wir Amelia, diese bemerkte allerdings nur, dass wir ihn mit Futter locken und den Boden danach sauber machen sollten (vermutlich konnte sie die Situation nicht einschätzen).
Marine lenkte Alfie mit einer Banane ab, während ich aus dem Zimmer stürmte und ins Bad rannte.
Als ich zurück kam, lag Alfie immer noch ruhig in der Küche und beobachtete jeden einzelnen Schritt Marines. Ich begann mich neben ihn zu stellen und Marine die Banane hin und her zu schwenken.
Alfie war zwar interessiert, bewegte sich aber nicht, als wüsste er ganz genau, was wir vorhatten. Sherlock interessierte das ganze nicht und mit einem Satz war er bei Marines Hand und die Banane in seinem Maul.
Das hatte also auch nicht geklappt.
Ich fing an mit Sherlocks Ball zu spielen und ihn vor mir hin und herzurollen und als ich bemerkte, dass Alfie seine Aufmerksamkeit völlig darauf richtete, begannen wir zu spielen. Erst warf ich den Ball nur einige Meter vor ihn. Er holte ihn und legte sich wieder auf seinen Platz. Ich belohnte ihn, indem ich ihn streichelte und lobte und begann erneut den Ball zu rollen.
Beim dritten Mal wäre ich ihn auf die Terrasse. Es dauerte einige Minuten, doch letzendlich lief Alfie hinterher und wir konnten die Türe endlich schließen!
Wir hatten es geschafft! Und das ganz ohne Gewalt!
Den restlichen Tag verbrachte ich meist im Bett oder im Bad, lediglich abends setzte ich mich zu Marine, die Lasagne mit Pommes verspeiste, während ich auf meiner zweite Mahlzeit (nach einer Banane am Mittag), einem trostlosen Toast herumkaute.
Wie der Tag für Antonia aussah, muss sie euch selber berichten...Baca lagi

PengembaraEigentlich schon, aber andrerseits tut er mir auch echt leid. Immerhin hat er sich nicht selbst erzogen...(niemand hat das so richtig...)
Glendalough
22 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 7 °C
Wochenendwahnsinn
23 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C
Heute begann das Wochenende und damit auch der dadurch verbundene Stress auf einem Reiterhof! Das hieß für uns um 8.30 Uhr bei den Ställen sein, davor Alfie fangen und schnellstmöglich alle Ställe ausgemistet und alle Pferde gefüttert sowie gebürstet haben, um diese dann zu satteln. Dass an einem solch stressigen Tag einiges schief gehen kann, haben wir ja schon mehr als einmal bewiesen. Diesmal war es Athena, die uns (wie immer) das Leben erschwerte. Tons ließ ihre Tür einen Tick zu weit auf und schwupps, Athena galoppierte Hals über Kopf aus ihrem Stall hinaus auf das Gelände. Das war jetzt nicht unbedingt das Praktischste was hätte passieren können, aber das Schlimmste war es auch nicht (von mir aus hätten wir Athena auch ruhig draußen grasen lassen können- die Zicke!). Marine fing sie wieder ein, während wir die lange Liste von Amelia (die ich übrigens durchgehend falsch geschrieben habe, da sie eigentlich „Ameila“ geschrieben wird, aber ich bin zu faul, das zu ändern…) abarbeiteten. Um 10.15 Uhr begann der erste Trek von vielen an diesem Tag. Derweil holten wir weitere Pferde für Trekkingtouren und Reitstunden von der Koppel, wuschen Füße, striegelten und sattelten (oder kehrten…wie immer). Mittags machten wir eine kurze Pause, bis Mick mit den Klienten zurückkam und wir absattelten oder Geschirre säuberten.
Gegen 4 Uhr sollte Mick von einem weiteren Trek zurückkommen und gleich den nächsten antreten. Also sattelten wir die Pferde und Amelia half den Klienten beim aufsitzen. Doch Mick kam nicht. Auch nicht nach 10 Minuten oder 20. Amelia war derweil ins Haus gegangen und so standen wir geschlagene 40 Minuten mit vier Klienten auf vier dunklen Pferden (wieso ich das nochmal betont habe? Keine Ahnung! Es war einfach cool, dass sie alle dunkel waren) in der Scheune und bemühten uns, unsere Ungeduld zu verstecken.
Als Mick dann endlich angeritten kam, hielt er einen seiner Steigbügel in der Hand. Dessen Lederriemen war gerissen, weshalb er sich verspätet hatte (immerhin reitet es sich um einiges schwerer mit nur einem Steigbügel!). Der Himmel hatte sich verdunkelt und Amelia war sich sicher, dass die Leute alles andere als begeistert von diesem Trek wären (super glücklich waren sie auch nicht, aber es hielt sich noch in Grenzen). Nachdem wir fertig mit den Pferden und deren Ställen waren, liefen Marine und ich zu Nina und halfen ihr mit den Hunden (und den Welpiiiis <3 ). Während wir diese kraulten und davon abhielten unsere Gesichter abzuschlecken (klingt als hätten wir mehrere), fuhr Amelia mit dem Quad gerade aus einem Feld und schrie über das Brummen des ATVs und das Bellen der Hunde hinweg, ob wir wüssten, wo Hutch, das Pony, ist. Marine verstand „Watson“ (der älteste Hund auf der Farm) und erklärte daraufhin, dass dieser im Badezimmer wäre („Do you know where Hutch is?“ „Oh yeah, I think he´s in the bathroom“ = „Wisst ihr, wo Hutch ist?“ „oh ja, ich glaube, er ist im Badezimmer!“). Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie verwirrt und perplex Amelia nach dieser Antwort geschaut hat und ich konnte die Situation nicht aufklären, da ich mich derweil vor Lachen krümmte.
Nach dem Abendessen (…Kartoffelbrei mit Hühnchen und Karotten – wie ich es am Mittag vorausgesagt hatte! Gut für mich und meinen Magen.) wollten wir nach Wicklow runter fahren und den Weihnachtsmarkt besuchen (und ein Pub). Da Marine am nächsten Morgen schon abends nach Dublin fahren würde, war das der letzte gemeinsame Abend und wir wollten ihn zusammen genießen. Netterweise nahm uns Kate mit nach Wicklow, wo wir voller Euphorie auf den Weihnachtsmarkt zuliefen
…nur um dann feststellen zu müssen, dass dieser seit gut zwei Stunden geschlossen hatte. Egal! Dann würden wir halt sofort etwas trinken gehen! So machten wir uns auf zu „The Bridge Tavern“, um etwas zu trinken…also Nina, Marine und Tons Guinness und ich eine Cola (Gesundheit geht vor Spaß…leider…).
Gegen halb elf fuhren wir dann mit dem Taxi zurück und schliefen daraufhin auch schon bald ein…Baca lagi
Ein Abend zu viert in Wicklow
23 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C
Bye bye Marine
24 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 8 °C
Sonntag, unser letzter Arbeitstag, bevor es weiter nach Dublin ging. Und auch dieser sollte es (typisch Wochenende) in sich haben. Marine, Tons und ich misteten, fütterten, zogen Decken von Pferderücken, striegelten und sattelten Pferde, sodass um 9.30 Uhr der erste Trek beginnen konnte. 6 Pferde von 7 waren damit aus den Ställen und Marine! Denn diese ritt auf Hannah mit in den Wald.
Tons und ich schippten also erneut die größte Scheiße aus den Ställen (ihr glaubt gar nicht, wie viel Pferde kacken!) und dann gab es eine kurze Verschnaufpause. Aber nicht lange, denn Amelia (die eine Reitstunde hatte) schrieb uns, dass die Ersten schon wieder vom Trek zurückgekehrt waren.
Also ging es wieder raus. Und tatsächlich Amelia hatte Recht behalten. Denn langsam Schritt Hannah (mit Marine) zur Scheune runter. Doch außer ihr war niemand sonst zu sehen.
Als Marine absprang deutete sie auf ihren Daumen, den sie nicht mehr bewegen konnte und begann vor Schmerzen zu weinen.
Ich führte sie ins Haus und gab ihr Schmerztabletten sowie ein Kühlakku, musste allerdings recht schnell wieder zurück zu den Ställen, da Mick und die Klienten bald vom Trek zurückkommen würden (außerdem war Nina im Haus und Amelia würde sich das ganze- als graduierte Tierärztin- ebenfalls anschauen).
So viel stand zumindest fest: Marine würde uns an diesem Tag nicht mehr helfen können.
Den restlichen Tag verbrachten wir also mit den bereits oben genannten Aufgaben, zudem mit absatteln, Decken auf Pferderücken platzieren, Geschirr putzen und Pferde von/auf Koppeln bringen.
Mittags meinte Marine, dass ihr Host aus Island sie wegen dieser Handverletzung nicht mehr haben wolle (sie würde da ein Apartment putzen). Das verbesserte ihre Gefühlslage nicht gerade! Immerhin würde sie morgen bereits nach Island zu jenem Host fliegen (so der Plan). Wir halfen ihr also in der Mittagspause nach neuen Hosts in Island zu suchen und trösteten sie.
Danach ging es in den Ställen weiter. Da Amelia in den Nachmittagsstunden keine Reitstunden oder Trekkingtouren geplant hatte, waren wir diesmal bereits um halb vier fertig und konnten so Nina mit den Hunden helfen.
Nach dem Abendessen (...jap...genau das, was ihr denkt mit Fleisch und Gemüse) war die Stimmung gedrückt.
Nicht nur wegen Marines Hand und ihrem A***h von Host, denn einige Familien hatten sich bereits gemeldet und ihr Interesse bekundet. Viel eher, weil Marine in wenigen Stunden nach Dublin fahren würde (ihr Flug ging schon früh am Morgen). Das hieß also Abschied nehmen. Am Ende war nicht nur ich, sondern auch Tons sentimental (ich kann euch versichern, sentimental zu packen, dauert um einiges länger!). Und am nächsten Morgen, mussten wir Abschied nehmen. Das konnte ja nur gut gehen!
Am Abend waren Mick und Amelia auf einer Feier und Nina(, Tons) und ich schauten R.E.D 2, wobei Tons in der Klammer steht, da sie vor Ende schlafen ging, und wir taten ihr es nach dem Film gleich...Baca lagi
Hundespaß mit Tons, Nina und Marine
24 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 9 °C
Von Scheiße zu Gold
25 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 11 °C
Man mag sagen, was man will, aber diese Zeit in Irland war nicht nur die regnerischste meines Lebens, sondern beinhaltete auch sicherlich einige der besten Momente dieses (bis jetzt). Von in Scheiße stehen und Zäune oder Türen bepinseln bis zu putzen, Katzen, Pferde oder Alfie fangen und Scheiße schaufeln (irgendwie komisch, dass eine meiner schönsten Zeiten so viel mit Ausscheidungen anderer zu tun hat... vielleicht sollten wir alle mehr Scheiße auf Schubkarren schaufeln, um glücklich zu werden).
Und da ich in dieser Zeit nicht alleine war, was das ganze so viel ansprechender und cooler gemacht hat, kann ich diese, mal schönen mal kack (...mal beides) Erfahrungen teilen.
Sicher werden sich jetzt einige fragen, warum ich, einen Monat bevor der (mehr oder weniger) geplante Rückflug stattfinden soll, so einen nostalgischen Einstieg für diesen Footprint gewählt habe.
Keine Angst, dazu komme ich gleich, zuvor möchte ich euch jedoch von den Stunden bis zum Anfang unserer Busfahrt erzählen.
Tons und ich würden an diesem Morgen abreisen. Man könnte meinen, dass wir uns auf die weitere Reise vor uns freuen würden und darauf, nicht mehr als Kaumaterial Alfies zu enden. Doch weit gefehlt (obwohl letzteres sicher zutreffen mag)!
Ehrlich gesagt, keiner von uns beiden hatte bis dahin so richtig realisiert, dass wir der Farm und allen Lebewesen dort, nun den Rücken kehren würden.
Die letzten Vorbereitungen wurden getroffen, ich fing zusammen mit Nina Alfie ein und es wurde sich von Mick verabschiedet, der uns versicherte, dass wir immer bei ihnen willkommen seien. Und dann sagten wir auch Nina Lebewohl.
So dramatisch war es eigentlich gar nicht, immerhin Leben wir nicht mehr in der Steinzeit und Whatsapp nimmt(sei es nun gut oder schlecht) einen Großteil unserer Leben ein.
Amelia fuhr uns zur Haltestelle, bedankte sich erneut bei uns und war nach einer herzlichen Umarmung wieder im Auto verschwunden. Die Verabschiedungen hatten wir also hinter uns gebracht! Da standen wir nun, mit je einem Koffer/bzw. Riesenrucksack/bzw. Tasche und einem Rucksack und warteten auf den Bus nach Dublin.
'Gut, nun kennen wir euren Morgen bis hin zum Bus. Und jetzt? Was kommt jetzt?'
Hatte ich gesagt, dass es nun vorbei sei mit Verabschiedungen? Kleiner Scherz! Denn jetzt würde erst die richtige Verabschiedung kommen und für mich die wohl härteste.
Denn vor einigen Wochen bereits, fassten Tons und ich einen Beschluss, der unsere Reise nun auf's Äußerste beeinflussen würde. Antonia würde gehen. Zurück. Nach Deutschland. Und ich bleiben. Hier. In Irland.
Warum wir das hier noch nie angesprochen haben? Ganz einfach, weil es eine Überraschung für Antonias Mama sein sollte. Die hat nämlich morgen Geburtstag und wusste nichts von Tons Rückkehr. (Überraschung! Die ist übrigens gänzlich geglückt!)
Tja, da saßen wir also. In einem Bus Richtung Dublin und Dublin Flughafen und würden in wenigen Stunden andere Wege einschlagen. Und so richtig realisieren konnten wir das erst in jenem Bus, der uns an verschiedenen Stops absetzen würde.
Und kurz vor 12 Uhr kam er an meinem Stop an. In Dublin, wo ich die nächsten zwei Tage verbringen würde. Das hieß dann wohl Abschied nehmen...
Huiuiui, ganz schön sentimental! Oh ja! Definitiv, so sentimental, dass ich erstmal die nächsten 40 Minuten in Dublin umherirrte, nur um mich in ein uns nur allzu bekanntes Café zu setzen und einen Mocha zu schlürfen.
In diesem schrieb ich etwas (im Café, nicht im Mocha) und machte mich gegen halb drei auf zu meinem Hostel, um mein Zimmer zu beziehen, das ich mir mit 6 anderen Mädchen teilte.
Am Nachmittag suchte ich mir dann ein Pub, das lustigerweise meine Situation recht gut verbildlichte. Denn außer vier anderen Gästen, war es komplett leer. Ich gönnte mir einen Burger und begann (endlich!) das dicke Buch über den alten hundertjährigen Mann, der aus dem Fenster stieg und verschwand, zu lesen, dass ich schon seit drei Monaten mit mir rumschleppte.
Nach einigen Nachrichten, Telefonaten und einem langen Spaziergang kam ich wieder in meinem Zimmer an und schaute einen Film, bevor ich einschlief, im Wissen, meine Reise morgen alleine fortzusetzen...zumindest bis Mittwoch. ;)
Man mag also sagen, was man will, diese Zeit in Irland war herausfordernd, nass und teilweise mit einem wirklich üblen Geruch verbunden. Aber ebenso mit viel Lachen, Verständnis, Durchhaltevermögen, Kompromissen und Vertrauen. Und dafür bin ich dir, Tons, unendlich dankbar! Diese Reise war und ist ein wichtiger Teil meines Lebens und ich kann dir nicht genug dafür danken, dass du Dreiviertel dieser neben mir bestritten hast! In eiskalten Räumen, Cafés und oftmals auch in, auf und neben Scheiße! Vielleicht sollten wir wirklich alle mehr Scheiße in Schubkarren schaufeln, (vielleicht sogar unseren eigenen Mist), aber viel wichtiger ist doch, dass wir mit einem guten Freund neben uns schaufeln, denn diese Erfahrung ist Gold wert...Baca lagi

PengembaraAaaww danke mein Helenchen😘 für mich war es auch eine unfassbar schöne und prägende Zeit! Da hat uns die ganze Kacke aber mächtig zusammengeschweist, wenn man das so sagen kann... 😅 Dankeschön dafür! Hab dich ganz dolle lieb und dir noch eine gute und aufregende Zeit ❤️
Ein neuer Abschnitt
25 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 12 °C
Dublin bei Nacht
25 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 11 °C
Ohrwürmer und Vorfreuden
26 November 2019, Ireland ⋅ 🌧 11 °C
Nun von heute gibt es nicht viel zu erzählen. Nach dem Frühstück verließ ich das Hostel (welches einem Labyrinth gleicht!) und streunte im Regen umher. Irgendwann entschied sich dann mein Kopf doch etwas Sinnvolles mit diesem Tag anzustellen und so lief ich (nach einem kurzen Halt im Hostel) zum Kino, um meine Umwelt endlich von meinem nervenden "Ich will Frozen 2 sehen" Gequengel zu befreien. Mit mir befanden sich noch neun weitere Personen im Kino, von denen ich wohl am lautesten gelacht habe (was soll ich sagen, allein die Werbung hat mich überzeugt öfter ins Kino zu gehen!). Der Film war toll, meine Stimmung gehoben und ich einfach nur glücklich morgen endlich meine Paten in Irland begrüßen zu dürfen (<3) - auch, wenn ich Tons, die anderen und die Tiere (Calypso voran) schon ziemlich vermisste.
Mit mega Ohrwürmern ging es dann zurück zum Hostel. Kennt ihr das, wenn man zwei oder mehrere Ohrwürmer auf einmal hat? Genau das hatte ich jetzt und aus Angst, dass ich die Lieder überhören könnte (kennt der ein oder andere vielleicht auch), hörte ich auf mit Musik hören und begann eine Serie bis spät in die Nacht zu schauen. Irgendwann knipste ich dann aber auch das Licht aus und schlief ein, ganz in Vorfreude auf Morgen...Baca lagi
Weihnachtszauber und Linksverkehr
27 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 8 °C
Schon um 6 Uhr wachte ich voller Freude auf den Tag auf. Heute war es soweit. Heute würden Gele und Petern kommen.
Ich konnte es kaum erwarten!
Das hieß für mich, nach dem kleinen Müslisnack, meine sieben Sachen zusammenzupacken und zum Treffpunkt zu watscheln (zu dem wir das Kino gekürt hatten).
Nach einigen Findungsproblemen und Linksverkehrschwierigkeiten fanden wir uns dann tatsächlich vorm McDonald's wieder und kurdarauf an einem Tisch dort.
Und dann ging es auch schon los. Auf nach Galway! Das erste Mal mit Auto (Respekt an Petern und seine Fahrkünste!).
Unser Ziel war eine süße Wohnung mitten in Galway, mit einem eigenen Zimmer für mich (<3).
Aber dort hielten wir uns zunächst gar nicht so lang auf, sondern liefen ins Zentrum Galways, wo sich mein erster Weihnachtsmarkt in Irland befand. Eigentlich bin ich gar nicht so ein Weihnachtsmarktgänger, aber Galway verzaubert nun mal ganz und gar mit seiner Schönheit und seinen Reizen und so auch mit den kleinen Ständen, die aneinander gereiht um den Eyre Square standen. Ich hätte mir keinen besseren ersten Weihnachtsmarkt für dieses Jahr vorstellen können.
Die ganzen Eindrücke machten natürlich auch recht hungrig und so setzten wir uns (zu Peterns Freude) in einen typischen Irish Pub und begannen (zu Geles Freude) schon bald unser Essen zu verputzen. Das erste Mal Fish and Chips für Gele, für Petern gab´s ein Steakbrötchen und für mich ein Steak.
Den restlichen Abend verbrachten wir dann in dem kleinen Apartment und schliefen schon kurz nach 11/12 Uhr ein...Baca lagi
Gelwieee mit den Paten
27 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 5 °C
Westpointportend
28 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 8 °C
Um das schon zuvor klarzustellen, die Stadt, um die es hier geht, heißt Westport, auch wenn gewisse Legenden sie sicher mal als Westpoint oder Westend bezeichnet haben...und diese Legenden saßen an diesem Tag mit mir im Auto und bemühten sich mit dem Linksverkehr klarzukommen. Aber erstmal von vorne.
Die erste Nacht in Galway hatten wir hinter uns gebracht (das klingt jetzt tragisch, aber mir fiel gerade einfach keine bessere Formulierung ein) und wir besiegelten sie, indem wir Frühstücken gingen. Wir liefen zu einem kleinen Café in unserer Straße, keine 100 Meter von unserer Haustür entfernt und bestellten uns allesamt Toast (ja ich weiß, shame.on.me!) mit Egg (also Toast mit Ei, ein paar Blättern Salat und für mich noch Avocado), dabei schlürften wir Kaffee oder heiße Schoki.
Als wir alles gefuttert hatten, machten wir uns auf zum Auto, denn heute wollten wir nach Westport...oder -point - wie Gele so schön sagte. Der westlichste Punkt Irlands ist es zwar nicht, aber immerhin stimmt die Richtung und so tuckerten wir los. Erstmal Richtung Clifden - eine Stadt, die Tons und ich schon einmal zuvor besucht hatten, da sie in der Nähe von Roundstone (wir erinnern uns: viele viele Katzen und viel putzen) liegt. Deshalb war es auch keine Überraschung, dass wir am gleichen Parkplatz hielten (um Fotos zu machen), wie der Bus vor zwei Monaten (um uns abzusetzen)- also eigentlich kam es für mich doch sehr überraschend...
In Clifden selbst liefen wir etwas umher und schauten uns eine Kirche an (weil das nun mal typisch für Irland ist...), dann ging es weiter. Auf nach Westend! Oder Point...oder Pint?
Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch allerlei Natur und an tausenden Schafen vorbei. Wobei Petern diese wohl nicht so ganz genießen konnte, denn die Straßen wurden immer enger und manch eine Mauer links kam gefährlich nah. Aber im Endeffekt haben wir's alle überlebt und das Auto auch!
Nach beinahe 2 Stunden kamen wir in Westpoint, -port, -end an. Irgendwie war es recht kahl und unspektakulär (aber wir wissen doch, der Weg ist das Ziel... ;) ).
Gemeinsam (wie auch sonst?) setzten wir uns in ein Kitschcafé und schlürften Cappus oder Mocha (wer was getrunken hat, wird wohl für immer ein Geheimnis bleiben...). Und dann machten wir uns auf den Rückweg. Erschöpft kamen wir in Galway an.
Links fahren hatte uns alle angestrengt, besonders aber Petern (nochmal ein großes Lob an dich, weil wir es ohne Schrammen und Zwischenfälle geschafft haben!).
Am Abend waren wir dann in einem Pub namens 1520 (in welchem Tons und ich auch schon einmal gesessen hatten) und lauschten den Klängen der Live-Musik.
Als wir abends zurück zur Wohnung kamen, tranken Gele und ich noch einen guten Schluck Baileys und dann wurde auch schon recht schnell geschlafen...Baca lagi
Ein Tag voller Wind und Meer
29 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 6 °C
Heute wollten wir zu den Cliffs, den Cliffs of Moher. Dafür musste (nach unserem Frühstück im gleichen Café wie gestern) der Keksvorrat im Auto aufgefüllt und das Navi Richtung Ennis eingeschaltet werden. Denn das war unser Plan: die engen Straßen zu den Cliffs vermeiden, indem wir von der anderen Seite kamen, und viele Cookies dabei zu naschen. Und unser Plan ging auf. Petern meisterte diese Strecke mit Bravour, sodass ich mich in Ruhe meinen Frozen Ohrwürmern hingeben konnte und gemeinsam mit Gele brachte er uns sicher zu den Cliffs und auch wieder von dort zurück nach Galway.
Die Klippen waren mal wieder ein Traum. Und, obgleich sich das Wetter zunächst etwas geziert hatte, fiel kein Tropfen Regen vom Himmel. Viel eher schien gen Ende sogar die Sonne auf die malerische Landschaft, deren Anblick wir voll und ganz genossen - auch wenn der Wind uns ganz schön ins Gesicht wehte.
Wir liefen ziemlich weit (weiter als ich und Tons) und je weiter wir liefen, desto weniger Menschen kamen uns entgegen. Einer dieser wenigen Menschen, war eine Frau die uns ein Foto (das sie von uns gemacht hatte) schenkte.
Bevor es dunkel wurde, begaben wir uns auf den Heimweg und recht schnell dann in ein nettes Pub, mit noch netterer Bedienung, bei der (bzw. dem...dem Barkeeper) wir allesamt Fish and Chips bestellten.
Nach dem leckeren Schmaus liefen wir noch schnell über den WUNDERSCHÖNEN (ja Gele, er IST wirklich sehr schön), aber ARSCHKALTEN Weihnachtsmarkt, aber da ich zur Frostbeule mutiert war, nur kurz, bevor wir uns wieder zu unserem Apartment aufmachten.
Und dort saßen wir dann wieder auf der Eckbank und schlürften genüsslich Bier oder Baileys, bevor es dann Richtung Bett ging...Baca lagi

PengembaraFind ich auch! Wäre jetzt auch gerne auf dem Dubliner Weihnachtsmarkt mit euch! 😍
Im Schlepptau durch Dublin
30 November 2019, Ireland ⋅ ⛅ 2 °C
Zeit Galway "bis dann" zu sagen und zurück nach Dublin zu fahren, denn dort sollte um 12 Uhr meine Cousine ankommen. Yaaaaaay <3
Kurz nach dem Frühstück ging es mit dem Auto los und zwei bis drei Stunden später erreichten wir Dublin Flughafen, um Katharina abzuholen. Mit ihr im Schlepptau fuhren wir dann zu unserem mega coolen und modernen Apartment und einer fast noch cooleren Tiefgarage (aber nur fast!), und wenige Zeit später liefen wir auch schon in das Zentrum Dublins, wo die Temple Bar (und Umgebung), das Dublin Castle, eine der vielen Kirchen und viele andere Viertel besucht wurden (zumeist aus Versehen, da mein Orientierungssinn in Dublin einfach einen Aussetzer hat).
Am Abend machten wir uns dann auf in ein Pub, wo wir aßen (alle hatten einen super Burger) und tranken. Später saßen wir noch etwas beisammen und planten die kommenden Tage und dann ging es auch schon für die meisten Richtung Bett. Außer für mich, denn ich wartete noch eine gute Stunde auf meine Wäsche, die aufgehängt werden musste, aber dann fiel auch ich zufrieden in mein Bett...Baca lagi
Der dritte Versuch!
1 Disember 2019, Ireland ⋅ ☀️ 4 °C
Ein besonderer Tag- und zwar nicht nur für mich. Nicht nur, dass es der erste Dezember und gleichzeitig der erste Advent war und ich somit mein erstes Frozen 2-Adventstürchen öffnen durfte (es war Schokolade drin!), nein, es war auch ein Tag auf den ich mich schon die ganze Zeit vorbereitet und gefreut hatte (das klingt vielleicht etwas zu dramatisch, aber das ist mir egal!)!
Denn endlich! Endlich - nach zwei mühsamen und misslungenen Versuchen - war es soweit! Endlich ging es nach Glendalough! Und zwar auch für mich!
Nach einem Frühstück bei Insomnia fuhren wir zügig los nach Wicklow County (einer der 32 Countys Irlands ;) ), in welchem auch der Park liegt. Kurz vorm Wandern, zog ich noch schnell die Wanderschuhe voller Nostalgie (also Pferdescheiße) an und dann marschierten wir los...
Über Stock und über Stein und auch zwischen Steinen hindurch. Wir erkundeten Friedhöfe und Ruinen, durchquerten Brücken und Berge (irgendwie). Immerhin hatten wir (minus mich...) uns die längste Strecke ausgesucht - also die weiße Route. Und diese verlief den Berg (es waren nur 388 Meter, also eher ein Hügel)- den Hügel hoch, über einen Bach und dann auf Holzbalken entlang. Während dieser Strecke sahen wir nicht nur haufenweise belassener Natur, sondern auch Hirsche und Rehe, die in dieser grasten.
Gegen drei Uhr liefen wir die 600 Treppenstufen herunter und machten uns dann auf den Weg zum Auto. Die Schuhe wurden gewechselt und das nächste Restaurant aufgesucht, wo ich zum ersten Mal Seafood Chowder (eine typisch irische Suppe) als kleine Stärkung probiert habe (sie war super gut!).
Zurück in Dublin suchten wir dann verschiedene Pubs auf. Nicht unbedingt, weil wir ne Trinktour planten, sondern weil Gele sich dazu entschied, dass 15 km wandern nicht genug für diesen Tag wären - Spaß! Die ersten beiden Pubs waren einfach etwas uneinladend gewesen. Beim einen war es viel zu laut gewesen, beim anderen saß ich Rücken an... Metall mit einem Rohr. Beim dritten Versuch, sahen wir den Sportpub alle als gemütlich genug an und ich bekam (zu meiner Genugtuung) einen leckeren Burger und ein Guinness und verfolgte so völlig zufrieden die verschiedenen Footballspiele vor mir auf der Leinwand (ich hab nichts verstanden, außer, dass man sich an die Beine der anderen hängen darf). Im Apartment, kurz bevor Gele und ich auf der Liege im Wohnzimmer eindösten, süffelten wir den Baileys leer und dann ging es wirklich müde, aber sehr zufrieden schlafen, immerhin war der Tag wirklich anstrengend gewesen. Aber dafür war ich nun auch in Glendalough gewesen. Der dritte Versuch zählt eben!Baca lagi
Glänzende Lock
1 Disember 2019, Ireland ⋅ 🌙 0 °C
Advent, Advent ein Lichlein brennt
1 Disember 2019, Ireland ⋅ 🌙 1 °C
















































































































































































