Geboren im schönen Düsseldorf am Rhein, in jungen Jahren ins ebenso schöne Siegtal "verschleppt" 😅, dort groß geworden und auch heute noch hier lebend. Wenn man in so einer Idylle aufwächst ist der Weg in den Wald NATURgemäß nicht weit.... Message
  • Day3

    Folklore am Rabenkopf

    September 4 in Germany ⋅ ⛅ 23 °C

    Unterschätze mir die Kleinen nicht! Eine Erfahrung die ich heute machen musste. Schaut man von Benediktbeuern auf die Alpenkulisse, fällt dieser bewaldete „Winzling“ Namens Rabenkopf (1.559 m) zwischen Jochberg und Benediktenwand gelegen, zunächst gar nicht weiter auf. Dass die Besteigung dieses "Hügels" mehr als ein großer Spaziergang werden würde war klar, aber was ich dann insbesondere auf den letzten 200 Höhenmeter durchleben sollte, hatte ich so nicht erwartet.

    Los geht’s vom Wanderparkplatz im Kocheler Ortsteil Pessenbach. In etwas über einer Stunde führt ein unspektakulärer Waldweg hinauf zur wunderbar gelegenen Orterer Alm. Der Streckenbelag wird dabei zusehends grobfelsiger und unangenehm zu begehen. Auf der Alm angekommen ordere ich Erfrischung in Form einer kühlen Johannisbeerschorle und lasse es mir auf der letzten übrig gebliebenen Schattenbank gut gehen. Das Essensangebot beschränkt sich auf Marmorkuchen und so entscheide ich mich mit der Nahrungsaufnahme bis zum Rabenkopfgipfel zu warten. Großer Fehler!

    Ich sitze gerade ein paar Minuten, da gesellt sich ein etwa gleichaltriger Mountainbiker zu mir auf die Bank. Die Almwirtin kommt, reicht ihm die bestellte Erfrischung, er kramt ein Buch aus seinem Rucksack und beginnt darin zu lesen. Ich überlege derweil welchen Weg zum Gipfel ich von hier einschlagen soll. Da ich zuvor mitbekommen hatte, dass es sich bei meinem Banknachbarn um einen Einheimischen oder zumindest Ortskundigen handeln muss, nehme ich mein Herz in die Hand und spreche den hochkonzentriert in sein Buch vertieften Bayern an.

    Der reagiert alles andere als grantig, muss aber auf meine Frage nach dem besten Weg auch passen. Jetzt traue ich mich was und haue BonnGiorno’s und meinen Lieblingsspruch in solchen Situationen raus: „Frage nie einen Einheimischen nach dem Weg!“ Er lacht und bestätigt mir, schon häufig genug die gleichen Erfahrungen auf Reisen gemacht zu haben. Er verrät mir etwas südlich von München sehr ländlich zu wohnen, dass er schon oft hier hochgekommen ist, aber dass es mit dem Rad nie weiter als bis zur Alm geht. Nachdem ich später den Gipfel erklommen habe, wird mir auch klar warum. Nun entwickelt sich ein kurzweiliges Gespräch über seine und meine Heimat, die Liebe zur Natur und die Geschehnisse unserer Zeit. Halt Gschichten, nicht aus dem Paulanergarten, sondern von der Orterer Alm. Irgendwann bemerke ich das ich schon viel zu lange hier sitze und verabschiede mich.

    Während der Zeit auf der Alm beobachtete ich wie Wanderer am Rande der Wiese einen Pfad steil hoch oder runter gingen. Diesen schlage ich nun ein und erreiche eine halbe Stunde später das große Kreuz mit schöner Aussicht auf dem Pessenbacher Schneid. Von hier führen nun 2 Wege auf den Rabenkopf. Ich behalte mir die Normaltroute für den Rückweg auf und schlage den Pfad über die Bergwachthütte steil hinauf zum Schwarzeck ein. Nach etwa 300 Metern merke ich wie meine Kraftreserven mich verlassen. Der Magen grummelt, die Beine zittern. Zum ersten Mal auf einer Wanderung mache ich Erfahrung mit einem Hungerast. Ein kurz hinter mir gehendes Paar mit zwei Hunden lasse ich vorbei, dann nix wie runter mit dem Rucksack. Seit dem Frühstück hatte ich nichts mehr gegessen und mittlerweile ging es auf 14:00 Uhr zu. Einen Riegel, eine Nektarine, etwas Trockenobst, ein kräftiger Schluck Wasser und einen längeren Moment ausruhen. Puuh! 🥵

    Dann geht es weiter, steil und immer steiler. Freiliegende Wurzeln dienen als Stufen und je näher ich dem Schwarzeck komme, desto ausgesetzter werden die Felsabschnitte. Das Trittmaß erreicht zeitweise Dimensionen eines halben Spagats und Stahlseile als Aufstiegshilfe sind Mangelware. Schließlich schaffe ich es dann doch hoch und lasse während ich das Video drehe erstmal meine Beine auszittern. So langsam kehrt die Kraft zurück. Die letzten 30 Höhenmeter wuchte ich mich problemlos über teils Seilversicherte Abschnitte hoch. Der kleine aber stolze Rabenkopf ist erklommen. Hallelujah! 😇😁

    Auf dem schmalen und Felszerklüftetem Gipfel befinden sich außer mir nur eine Handvoll Wanderer, u.a das Paar was mich zuvor überholt hatte. Ein Hoch auf die Gipfel, die nicht von Bergbahnen erschlossen sind! 👍 Die Aussicht ist wieder grandios, auch wenn der Walchensee von den höheren Nachbargipfeln verdeckt bleibt. Dafür ist heute sogar der Ammersee, 20 km westlich des Starnberger Sees zu erkennen und natürlich auch Kochel- und Staffelsee. In einem Kasten am Gipfelkreuz finde ich das extra für mich neu ausgelegte Gipfelbuch. Die Damen und Herren vom Gebirgs- Trachten- Erhaltungsverein waren wohl erst ein paar Stunden zuvor hier oben. Wer wissen möchte was ich da reingeschrieben habe, möge zeitnah dort vorbeischauen. Die Bücher scheinen sehr beliebt zu sein. 😄

    Plötzlich dringt von irgendwo gut hörbar Blechbläsersound ans Ohr. Zwei Madln fragen einen Buabn wo denn hier die Musi spuit? Jetzt wird’s auch noch zünftig! Eine gute halbe Stunde halte ich mich noch auf, dann geht es über die Normalroute wieder langsam runter vom Berg! Während im Abstieg die bewirtete Staffelalm ins Blickfeld rückt, erkenne ich viel weiter unten noch einen weiteren Hof. Dort herrscht reges Treiben und jetzt ist auch klar wo die Krachledernen Stimmungsmacher ihr Werk verrichten. Ein aus tiefer Brust erzeugter Jodler hallt durch die Berge und setzt dem folkloristischen Treiben das Sahnehäubchen auf. Das Auslegen eines neuen Gipfelbuches scheint offensichtlich ein besonderes Happening zu sein!? 😂 🤣 Heute aber kann mich nix mehr erschüttern!

    An der sehr idyllisch gelegenen Staffelalm mache ich lediglich Fotos, da ich mich auf dem Rabenkopf ausreichend gestärkt hatte. Sensationelle Pfade mit Wiesenreichen Ausblicken führen nun zurück zum Pessenbacher Schneid. Von hier geht es dann wieder zur Orterer Alm und über die bekannten, insbesondere Bergab sehr unangenehm zu laufende Schwerschotterpisten zurück ins Tal. Eine sehr anstrengende, aber auch sehr schöne Bergwanderung ist Geschichte. Blauweißer hätte ich sie nicht malen können!
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    Traveler

    Auch vermeintlich kleine können ganz schön groß und zudem großartig sein! Der Rabenkopf gehört sicherlich dazu! Sehr schön erzählt und bebildert und tolles Bergwetter hattest du auch noch!😎🙂👍

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    War ein rund um schöner und gelungener Wandertag, mit allem was dazu gehört! 😁

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    Ausgetrocknetes Flussbett?🤔

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  • Day1

    "Mekka" der Voralpen(Eine Gratwanderung)

    September 2 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Endlich Urlaub und Reif für die Insel. Nach langem Zaudern entscheide ich mich dann doch gegen den Flieger. Zuviel Erfahrungsberichte von Kollegen bzgl. Flughafenchaos inklusive verschollener Koffer und verspäteter oder ausgefallener Flüge geben letztendlich den Ausschlag. Also bleibe ich mal wieder schön im Land. Jetzt heißt es nur noch Meer oder Berge. Die Wettervorhersage nimmt mir schließlich die Entscheidung ab und führt mich an den Alpenrand. Hat gleichzeitig den Charme, auf dem Weg dorthin einen Abstecher in die Pfalz zu machen und den WWW für 2 weitere Tage auf dem NST zu begleiten. Zwei sehr schöne Touren auf dem Pfälzer Weinsteig, von dem ich nun auch schon fast die Hälfte kenne. Danke auch hier nochmal an Dieter und Kai. Der Riesling Hiker war ja an Tag 1 auch noch mit von der Partie.

    Am Donnerstag führte mich dann der Weg weiter bis kurz vor die ersten Ü1500er. In Benediktbeuern hatte ich eine schicke Unterkunft gebucht. Benediktbeuern, da war doch was mit BonnGiorno und dem Nikolaus? Richtig! Nachdem die beiden im letzten Jahr die Gegend unsicher gemacht haben und mir das gesehene so gut gefiel, landeten einige ihrer Touren natürlich prompt auf meiner Liste. Das es nun schon dieses Jahr so weit ist sie abzuarbeiten, war eigentlich gar nicht geplant! 😅

    Als erste Tour habe ich mir lt. Beschreibung einen echten Klassiker der Bayrischen Voralpen vorgenommen. Es geht über den Heimgarten und einen sensationellen Grat bis auf den Herzogstand. Im Gegensatz zu BonnGiorno und Nikolaus starte ich nicht von Ohlstadt. Eine halbstündige Autofahrt führt mich zur Talstation der Herzogstandbergbahn an den Walchensee. Für schlappe 8 Euronen darf ich hier mein Fahrzeug abstellen! 😬

    Nachdem die Wanderstiefel geschnürt sind geht es los. Zunächst auf Asphalt entlang eines Bachs. Der Asphalt wird zum Forstweg und schließlich zum Steig, der mich nun gut 2 Stunden lang bis auf den Gipfel des Heimgarten führt. Die steilen Höhenmeter, im Laufe der Tour sollten es über 1.100 werden, stecke ich erstaunlich gut weg. Das „Trainingslager“ in der Pfalz zeigt offensichtlich Wirkung. Auf dem Parkplatz war der Aufstieg mit 2:45 h ausgeschildert. Als ich oben ankomme nutze ich die verbliebenen 30 Minuten für eine Erfrischung in der Heimgartenhütte. Diese ist sehr gut besucht und ich muss mit einem Platz in zweiter Reihe vorliebnehmen. Nachdem die Dame aus einer lustigen Dreiergruppe das Beweisfoto von mir gemacht hat, geht es weiter zum Gipfelkreuz. Hier entsteht das Panoramavideo.

    Das Wetter meint es sehr gut. Die Aussicht ist großartig, auch wenn es in der Ferne etwas diesig ist. Entsprechend voll ist es auf dem Berg. Momente der Stille sind eher selten und dann nur von kurzer Dauer. Vor mir liegt nun der Pfad über den Grat. Der führt erste mal wieder ein ganzes Stück nach unten. Nach einiger Zeit erreichen seltsame Laute mein Ohr. Singt da jemand? Einige Kurven weiter die Auflösung. Ein Anhänger des Islamischen Glaubens Singbetet im Gehen lautstark vor sich hin. Der ältere Herr war mir schon an der Heimgartenhütte aufgefallen. Erst als ich 5 Meter hinter ihm bin bemerkt er mich, macht höfflich Platz und singt einen Moment später weiter hinter mir her. Ich schaue das ich Land gewinne auf meinem Weg Richtung Mekka, ääähm Gipfel des Herzogstand.

    Diese Gratwanderung ist einfach unbeschreiblich. Den Gipfelpavillion des Herzogstand fest im Blick, schweifen die Blicke aber auch immer wieder zur Seite. Rechts der wunderbar türkisblaue Walchensee, links der kleinere Kochelsee. In der flachen Ebene der Voralpen auch gut erkennbar, der Staffelsee, daneben der Riegsee und in weiterer Entfernung das südliche Ufer des Starnberger Sees, davor die Osterseen. Ab der Hälfte wird der Weg etwas schwieriger, aber nie gefährlich. Einige Stahlseilversicherte Stellen, dienen mehr der Aufstiegshilfe.

    Am Gipfelpavillon des Herzogstand herrscht reges Treiben. Zu der Vielzahl an Wanderern die über den Grat gekommen sind, gesellen sich gefühlt doppelt so viele Bergbahnfahrer, immer gut erkennbar am „professionellen“ Schuhwerk! Ich glaube das ändert sich nie. Trotz des Trubels verweile ich noch sehr lange hier oben und genieße die Aussicht. Unzählige Gipfel bis in die Hochalpen erzeugen eine Traumkulisse. Drei Schautafeln im Pavillion erklären was man dort alles sehen oder vermuten kann. Die bekanntesten Namen sind natürlich die ca. 30 km entfernte Zugspitze, aber auch der Großvenediger (3.657 m) und der Großglockner (3.798 m).

    Irgendwann heißt es dann doch Abschied nehmen, auch wenn es schwer fällt diesen Ort zu verlassen. Der Weg hinunter zum Berggasthof Herzogstand wird zunehmend breiter und einfacher zu gehen. Kurz überlege ich noch auf ein Radler einzukehren. Das rege Treiben auf der hoffnungslos überfüllten Aussichtsterrasse lässt mich aber den geordneten Rückzug antreten. Der führt 1,5 Stunden, teils steil herab über wurzelfelsige Pfade, ähnlich denen wie ich sie beim Aufstieg zum Heimgarten vorgefunden habe. Nach fast 7 Stunden, davon 4,5 in Bewegung ist der Parkplatz an der Talstation Herzogstand erreicht. Was für ein großartiger Wandertag!!! 😃

    Das war nun meine dritte Gratwanderung in den Deutschen Alpen. Die Nagelfluhkette war schon fantastisch, ebenso die leichtere Überquerung vom Söllereck über das Fellhorn zur Kanzelwand zwischen Oberstdorf und dem Kleinwalsertal. Mein neuer Favorit steht jedoch seit heute fest! Und während ich das hohe Lied auf Heimgarten und Herzogstand anstimme, sitze ich auf dem Balkon meiner Unterkunft und schaue schon auf das nächste Objekt meiner Begierde...die Benediktenwand! 😊
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    Traveler

    Die vielen Menschen wären wirklich ein Problem für mich, aber das muss man halt in Kauf nehmen, wenn man diesen wunderschönen Ort sehen möchte.

    Traveler

    Wünsche Dir eine schöne Zeit, tolle Bilder und die Tour sieht toll aus. Ja die Berge haben schon was, leider spielt iM meine Kondition nicht so mit, aber lt deinem Bericht heißt es üben, üben, üben. Freue mich auf den nächsten Footprint 👍

    Traveler

    Danke Dir!

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  • Day1

    Hinter den 7 Bergen

    August 27 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Heute bot sich für uns nach langer Zeit die Gelegenheit nochmal mit DüsselSieg unterwegs zu sein und wir trafen uns in Heisterbacherrott, um eine von den 3 Kapellenschleifen zu gehen!
    Vom Rhein aus gesehen verlaufen die sehr gut ausgeschilderten Rundwege, direkt hinter dem 7 Gebirge, auf ruhigen Pfaden!
    Nach sehr langer Zeit zeigte sich die Sonne überhaupt nicht, die Temperatur war mit etwas über 20° angenehm frisch und das diesige Wetter verhinderte eine rückwärtige Sicht auf die 7 Berge!
    Trotzdem ideales Wanderwetter!
    Jede dieser 3 Rundwege führt an mehreren Kapellen vorbei und wir wollen in nächster Zeit auch die beiden anderen noch erwandern! Zum krönenden Abschluss, lassen sich alle 3 zu einer großen Runde verbinden und dabei kommt man genau auf 42 km, also auf Marathon Distanz!
    Mal schauen wann wir dazu kommen, für 2 von uns dreien währe das eine Premiere!
    Leider öffnete heute, das auf halbem Wege liegende Hofcafe erst um 17 Uhr, für uns zu spät!
    Aber es gab am Ziel im schönen Biergarten vom "Haus Schlesien" doch noch Kaffee und Mohnkuchen!
    Auf der angrenzenden Wiese spielte genau zu unserem Einmarsch, eine große Blaskapelle pünktlich auf!
    Wir waren mehr als gerührt, mussten allerdings erfahren, daß die Bigband, für eine sehr üppige Hochzeitgesellschaft aufspielte!
    Morgen geht's ja bekanntlich auf unserer ungleich größeren Runde, an der Grenze zu Holland, auf dem Pieterpad weiter!
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    Traveler

    Schade, aber beim nächsten Mal müßte ich wieder soweit sein. Viel Spaß bei Eurer nächsten Etappe

    8/28/22Reply
    Traveler

    Ja das währe schön wenn beim nächsten Mal wieder dabei wärst! Weiter gute Erholung!👍

    8/28/22Reply
     
  • Day1

    3 NSTler bei 3. Halfwaypointparty!

    July 23 in Germany ⋅ ⛅ 25 °C

    Irgendwie schien dieses Jahr der Wurm drin, was das Zustandekommen einer Halfwaypointparty für den NST Thruhiker Jahrgang 2022 angeht. HikingManu flog schon vor Wochen hier unter dem Radar und der Woche durch und WildWortWechsel’s Timing war auch nicht das Beste. Hoffnung machte ein Footprint von Robin The Hood, der seine Etappen im Westerwald so plante um am Samstag seine NST Halbzeit mit Freundin Luise und weiteren Freunden aus Bonn zu feiern.

    Schnell liefen die Drähte hinter den Pinguinkulissen heiß und auch wenn sich einige der Rheinlandgang im Urlaub befinden, bekamen wir noch eine ordentliche Truppe an den Start. Die war auch dringend nötig, galt es doch gleich 3 NSTler in Empfang zu nehmen. WWW stieß nach vollbrachtem Tagewerk auf dem Rheinsteig mit unserem lieben Trailangel Sandra dazu. Der Hungrige Bär entschied sich für die Variante Mini Flipflop auf dem Westerwaldsteig und konnte somit gemeinsam mit Robin den Halfwaypoint ansteuern. Die beiden hatten zudem noch Tobi im Schlepptau, den Robin bei seinem Start auf Sylt kennengelernt hat. Soulboy, der bereits am frühen Nachmittag eingetroffen war, wanderte gemeinsam mit Luise und einem Freund von Robin den Dreien ein Stück weit entgegen.

    Nachdem dann alle so nach und nach an der Hütte eintrafen und etwas später auch noch ein weiterer Freund von Robin, Pura-Vida, BonnGiorno und DüsselSieg dazustießen, stand einem weiteren schönen Abend an dem schon legendären NST Ort nichts mehr im Wege!
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    Traveler

    Wiedermal eine sehr gelungene NST Halfwaypoint Party, mit einer sehr spontan zusammengetrommelten Truppe! Toller Abend und fast alle blieben über Nacht!😁👍

    7/24/22Reply
    Pura-Vida

    Ein schöner Abend mit 3+1 NST Wanderen. es ist einfach immer wieder toll wenn man die virtuellen Hiker dann endlich persönlich kennen lernt. Erstaunlich wie vertraut die Pinguingemeinde ist-als ob man alte Freunde trifft🤣👍

    7/24/22Reply
    Traveler

    Wunderbar, klasse Aktion dank Flexibilität von allen Seiten. Schön das auch die Class of 22 ihre halfway Party bekommen hat!

    7/24/22Reply
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  • Day16

    Welcher Wanderweg bin ich?...

    June 10 in Germany ⋅ ⛅ 16 °C

    …und wenn ja, wieviele? Sorry Richard David Precht, kenne lediglich den Titel ihres Bestsellers, aber den musste ich mir mal - ein wenig modifiziert - ausleihen. Was war passiert?

    Nach einer kurzen Snackpause am Rittersturz, mache ich mich gleich weiter auf die 7.Etappe. Da steht einer von diesen Km Schildern. Doch nicht nur der RBW ist hier angeschlagen. Ich sehe einen 2. Wegweiser und denke eine dieser Traumschleifen. Falsch gedacht! Da steht Welterbesteig auf der Tafel! Was ist das, noch nie von gehört!? Mal kurz Herrn Google befragt. Jede Menge Artikel, gerade einmal 5 Tage alt. Dieser Weg wurde am Pfingstsonntag offiziell eröffnet. Beim Blick auf die Kilometerangaben stutze ich. Rhens 13,3 km, Schloss Stolzenfels 6,4 km, Dommelsberg 1,8 km. Alles identische mit den Angaben des Rheinburgenweg. Eine Recherche bei Waymarkettrails bleibt erfolglos. Der Weg ist hier wohl noch nicht eingepflegt.

    Es gibt eine offizielle Seite, die ist allerdings wenig informativ bzw. noch im Aufbau. Zumindest erfährt man, dass dieser Steig in großen Abschnitten dem Rheinburgenweg folgt. Wer denkt sich sowas aus? Antwort: Ein ehemaliger Bürgermeister von Boppard. An manchen Stellen wird vom RBW mal abgewichen, um einige der prominenten Highlights besser einzubinden. Aber das war’s dann wohl auch mit den Neuerungen. Dafür einen ganz neuen Weg Beschildern? Was für eine Verschwendung von Steuergeldern denke ich mir. Kann man das nicht einfacher mit RBW Alternativrouten erreichen?

    Der Steig ist wohl auch in Hinblick auf die Bundesgartenschau 2029, die ja im kompletten oberen Mittelrheintal stattfindet, angelegt worden. Daher könnte man es ja noch verstehen, wenn dieser Weg das komplette Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal einbezieht. Und da gehört nun mal die rechte Rheinseite ebenso zu. Quasi ein Best Of Two Worlds! Der Rheinsteig und der Rheinburgenweg in der Relation Koblenz–Rüdesheim–Bingen-Koblenz! Dann bekäme die ganze Sache auch einen Schuh. Ich konnte jedoch nicht in Erfahrung bringen, ob solche Gedankenspiele überhaupt bestehen. Aktuell führt der Welterbesteig jedenfalls nur von Bingen bis Koblenz.

    Nu genug gemekert, schließlich wurde ja auch noch gewandert. Zunächst geht es auf naturnahen Wegen und durch schönen Buchenwald zum Dommelberg und anschließend zum Hasenberg. Einige Meter weiter tritt man aus dem Wald und erhält einen Panoramablick auf Schloss Stolzenfels. Aber nicht nur das. Von der anderen Rheinseite winken Burg Lahneck und aus noch weiterer Entfernung die Marksburg rüber. Auch die Lahnmündung ist zu sehen. Ich rufe mir bildlich in Erinnerung wie das im vergangenen Jahr war, auf dem Rheinsteig? Ok. Die Ruppertsklamm fiel seinerzeit wegen Flutschäden aus. Und der weitere Weg über die Höhen von Lahnstein sind nicht wirklich in bleibender Erinnerung geblieben. Dort wurde es kurz vor Braubach richtig klasse.

    Doch auch meine Euphorie der letzten Kilometer erhält nun einen Dämpfer. Zunächst geht es wieder Kilometer um Kilometer über langweilige breite Wege. Ca. 4 km vor Rhens stoße ich auf den Traumpfad Wolfsdelle, der nun den RBW bis zu meinem Tagesziel begleitet. Über tolle Trails und mit Aussichten auf die nun zum Greifen nahe Marksburg, laufe ich dem heutigen Zielort entgegen. Ich könnte hier jetzt noch was zu der 10minütigen Bahnfahrt nach Koblenz schreiben, aber dafür verweise ich auf den ausführlichen „9 Euro FP“ vom Vortag. Und täglich grüßt das Murmeltier! 😂

    Abschließend sei, um mögliche Irritationen vorzubeugen noch erwähnt, dass dieser Wanderbericht in keinem Zusammenhang mit noch evtl. tagaktuell folgenden Footprints der Wandermaus steht. Bin halt mal wieder ein bissel spät dran. 😅 Für eine komplett gemeinsam erwanderte Etappe hat es ja zeitlich leider nicht gepasst. Aber zumindest der gestrige Tag hat doch wenigstens etwas entschädigt…und Moselsteig geht ja bekanntlich immer! 😊 Also liebe Wandermaus: Ich lehne mich nun erstmal zurück und schaue mir aus der virtuellen Entfernung an, nicht wo, aber wann Du mich überholst! Wünsche Dir viel Spaß dabei!...und den anderen 🐧🐧 natürlich auch! 🙋‍♂️
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    Traveler

    Na mal sehen, wann ich dich überhole. War gerade im Forsthaus einen Kaffee trinken. Nur gut, das ich noch deinen FP gelesen habe, bevor ich in den Waldpfad eintauchte. Da kommt ein Mountainbiker heraus geschossen. Der hätte mich glatt umgeraucht. Kaum hat der Schreck nachgelassen, kam schon der nächste. Und ich dachte, das sei ein Wanderweg.

    6/19/22Reply
    Traveler

    Virtuelles Trailmanagement. Rettet die Wandermaus!

    6/19/22Reply
    Traveler

    Mit ehemaligen Bürgermeistern haben wir ja schon etwas Erfahrung!😁

    6/19/22Reply
    Traveler

    Sehr geehrter Bürgermeister a.D. ..."Wir müssen reden!" 🤣

    6/19/22Reply
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  • Day16

    Mosel runter Mosel rauf!

    June 10 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Nach einer entspannten Autofahrt nach Koblenz und 2 Stationen Zugfahrt bis Winningen, stehe ich kurze Zeit später an dem Punkt wo ich den Weg tags zuvor verlassen habe. Nach wenigen Metern des Einlaufens knallen die ersten Höhenmeter rein. Steil hoch geht’s durch die Weinberge. Als Belohnung noch mal Hammerausblicke. Sofort werden die Hosenbeine abgezipt und von Langarm auf Kurzarm Modus gewechselt. Nach einer ersten Getränkezufuhr geht es weiter.

    Der RBW folgt von Winningen bis Koblenz Güls nicht sklavisch dem Moselsteig. Ich bin kurz vor Güls jedoch mal wieder unaufmerksam und renne natürlich den Zeichen des Moselsteigs hinterher. Die Mogelpackung dürfte aber eher von kleinerem Ausmaß gewesen sein. Im Ort haben sich beide Wege wieder, aber für den Moselsteig ist hier auch Schluss. Das Schaulaufen zum Deutschen Eck folgt ab jetzt nur noch mittels Zuweg Zeichen. Direkt am Moselufer erreiche ich die Gülser Eisenbahnbrücke. Hier geht es nun auf die andere Seite, wo sich Rheinburgenweg und Moselsteig (-zuweg) auch endgültig Adieu sagen.

    Für mich geht es wieder in die entgegengesetzte Richtung, Moselaufwärts, Berg aufwärts! Am Rande des größten Koblenzer Stadtteil Karthause durchläuft man die nördlichen Ausläufer des Hunsrücks. Dieser Teil der Strecke führt in einem großen Bogen durch den Koblenzer Stadtwald. Das merkt man dem Weg auch irgendwie an.

    Auf der gegenüberliegenden Moselseite steigen im 5 Minuten Takt Kleinflugzeuge vom Flugplatz Winningen in die Höhe, drehen über mir eine große Kurve um Momente später weiter Richtung Hunsrück oder Moselaufwärts zu entschwinden. Bereits am Vortag ist mir der rege Flugverkehr aufgefallen, den ich bei meinen bisherigen Besuchen in dieser Gegend nie so intensive wahrgenommen habe. Meine Recherche ergibt, dass sich der Flugplatz bis 1965 ungefähr dort befand, wo ich gerade unterwegs bin. Er musste weichen, um dringend benötigten Wohnraum für die Stadt Koblenz zu schaffen. 1971 nahm das neue Gelände oberhalb von Winningen den Flugbetrieb auf.

    Der Weg führt weiter, recht Ereignisarm über den Layer Kopf, ohne großartige Aussichten. Andere Wanderer Fehlanzeige, nur einige Jogger und Mountainbiker scheinen hier ihr Revier zu haben. Nach Überquerung der Hunsrückhöhenstraße wird es langsam besser. Über den höchsten Punkt, dem bekannten Kühkopf samt Turm führt der Weg jedoch nicht. Über teils nette Pfade erreiche ich den Rittersturz und stehe zum ersten Mal seit ca. 30 Km wieder hoch über dem Rhein. Der Panoramablick auf Teile der Stadt, die Rheinbrücken und insbesondere die Festung Ehrenbreitstein erinnern erstmals wieder daran, das ich auf dem linksrheinischen Pendant des Rheinsteig unterwegs bin.

    Der Rittersturz war ein beliebtes Ausflugslokal hoch über den Dächern von Koblenz. Während seiner Blütezeit konnte man den Ort auch gemütlich mit einer Seilbahn erreichen. Zudem wurde hier 1948 eine richtungsweisende Tagung der 11 Ministerpräsidenten zur Errichtung eines neuen föderalistischen Deutschen Staates abgehalten. Zitat Wikipedia: „Damit war die Rittersturz-Konferenz einer der ersten Schritte auf dem Weg zum Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und zu deren Gründung.“ 1974 war das Schicksal des Lokals besiegelt. Es fiel der Hangrutschgefährdeten Steillage zum Opfer und musste abgerissen werden. 1978 wurde an dieser Stelle die dreigliedrige Stele zur Erinnerung an einen historischen Ort errichtet. An dieser Stelle endet auch die offiziell 6. Etappe des Rheinburgenweg.
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    Traveler

    Nu wenn du so rennst, hole ich dich nie ein. 😀

    6/17/22Reply
    Traveler

    Wenn ich weiterhin so "zeitnahe" Footprints schreibe, bekommst Du gar nicht mit, wo Du mich überholt hast! 😂

    6/17/22Reply
    Traveler

    🤣🤣🤣

    6/17/22Reply
    Traveler

    Also Wandermaus, immer schön wachsam sein, damit du nicht aus versehen drauftritst!😂

    6/17/22Reply
    Traveler

    Werde mir Mühe geben. 😀🐭

    6/17/22Reply
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  • Day15

    Regenschlacht im Neuwieder Becken

    June 9 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    Kaum zu glauben, wenn man die Wettervorhersagen Landauf Landab verfolgt. Zur Aufklärung: Bin einfach sehr spät dran mit diesem FP. Aber vergangenen Donnerstag war das so.

    Vom Bahnhof Miesenheim geht es erst mal eine ganze Weile durch den Ort. Beim Durchlaufen eines Parks steht an einer Hecke neben einem Spielplatz ein Zelt. Mutig gewählter Ort für eine Übernachtung! Die jungen Wandersleute sind wohl Langschläfer, es ist 10:45 Uhr. Wir grüßen uns kurz und für mich geht es langsam an den Ortsrand.

    Hier folgt eine interessante Wegführung. Diagonal mitten über einen Bolzplatz. Dann erreiche ich wieder die bekannten, breit geschotterten Pisten über unendliche Felder. In meinem Kopf lässt Kraftwerk wieder die Autobahn erklingen. Mit der 22:30 Minuten andauernden Eintönigkeit über eine komplette LP Seite lässt sich dieser Wegabschnitt auch in Sachen Länge bestens beschreiben.

    Es hat sich mittlerweile ziemlich verfinstert und keine 5 Minuten später öffnet Petrus die Schleusen. Die Regenjacke hatte ich Weiser Voraussicht schon seit dem Start an, jetzt noch schnell den Schirm raus. Es schüttet wie aus Eimern und ich laufe mitten durch die Felder. Der Wind peitscht von der Seite den Regen bis auf Kniehöhe an die Hose. Weit und breit kein Schutz in Sicht. Doch halt Stop…da oben auf der Kuppe ein Fünkchen Hoffnung! Ein netter Landwirt hat wohl ein ❤️ für Wanderer. Als ich oben ankomme wird mein Flehen erhört. Das Örtchen ist nicht verschlossen und so trete ich ein. Toi Toi Toi!!! 😂 Ein hoher Hygienestandard lässt es mich dort eine gute Viertelstunde aushalten. Dann hat sich das Gröbste vorerst erledigt und ich mache mich weiter auf den ereignislosen Weg Richtung Bassenheim.

    Am Ortsrand wechselt der RBW die Straßenseite, nur um auf der anderen Seite wieder kehrt zu machen. Da es sich mittlerweile schon wieder verfinstert hat und mir gerade ein Bus aus dem Dorf entgegengekommen ist, gehe ich auf Nummer sicher. Bevor eine Bushaltestelle auftaucht, entdecke ich an einer Schule eine Straßenunterführung. Dort lasse ich mich nieder, sitze eine weitere halbe Stunde aus und widme die Zeit der Nahrungszufuhr. Zum Regen gesellt sich ein Gewitter der heftigeren Art. Es ist Mittagszeit und Kinder, teils in Begleitung ihrer Ehrziehungsberechtigten, ziehen an einem auf dem Boden sitzend und mit dem Rücken an der Wand lehnenden DüsselSieg vorbei. Fehlt noch Hut + Gitarre und das Bild in ihren Köpfen wäre wohl vollkommen.

    Hinter Bassenheim geht es dann endlich mal in den Wald. An einer Stelle wo ich nach links abbiegen muss, zeigt mir ein Schild 1,4 km geradeaus zum Karmelenberg. Von der A48 schon oft gesehen aber noch nie dort gewesen, überlege ich nicht lange und nehme den Umweg gerne in Kauf.

    Die letzten Meter hinauf verlaufen über einen Kreuzweg, bis die Marienkapelle auf dem Gipfel erreicht ist. Es gibt zwar keine großartigen Ausblicke, dennoch ein wirklich schöner Ort für den sich dieser Abstecher auf jeden Fall lohnt. Als ich oben ankomme parkt eine Frau ihren VW Bulli mit Kfz „K“ neben der Kapelle und hinter einem gleichartigen Fahrzeug mit Kfz „D“. Beide in den Farben ihrer Stadt. Geht doch!...wenn die Reihenfolge stimmt! 😆 In der Kapelle wird z.Zt. aufwendig renoviert. Nach einem kurzen Gespräch mit den Damen, darf ich mir das gerne mal anschauen.

    Danach geht es auf schönen Singletrails um den Berg und an Infotafeln vorbei, wie ich sie schon im Steinbruch Hohe Buche bei Brohl gesehen habe. Auf dem Rückweg zum RBW eröffnen sich sehr schöne Aussichten ins Neuwieder Becken bis hinüber in die Höhen des Westerwaldes. Als ich den Rheinburgenweg wieder erreicht habe stehe ich hinter einer Infotafel den letzten Regenguss des Tages aus. Die nächsten Kilometer verlaufen wieder recht ereignisarm auf breiten Wald- und Feldwegen vorbei an und durch Wolken, bis der Moselsteig ins Spiel kommt. Zuvor sammele ich aufgrund zweimaliger Unaufmerksamkeit einige Bonusmeilen! 😅

    An der Mosel nimmt der Weg dann richtig Fahrt auf. Nach über 20 km, geht es auf einmal steil hoch. Wie in der Spirale eines Korkenziehers ziehe ich mich unendliche Serpentinen hinauf bis die atemberaubenden Aussichten erreicht sind. Die folgen dann bis zur Moseltalbrücke Schlag auf Schlag. Die Unterquerung der Brücke und über den A61 Parkplatz Moselblick ist ja schon Kult. Hinter der Brücke ist dann noch schönes Auslaufen durch die Weinberge bis nach Winningen angesagt.

    Am Bahnhof bleibt dann genügend Zeit für ein Resümee: Spieglein, Spieglein…Rheinsteig oder Rheinburgenweg? Heute ganz klar…der Moselsteig!!! 😆
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    Traveler

    Nu da bin ich ja gespannt auf den Abschnitt. So muss weiter, sonst schaffe ich es nie zum Rheinburgenweg. 😀🐧🐭

    6/15/22Reply
    Traveler

    Du wirst wahrscheinlich schmunzeln über die Gegebenheiten vor Ort. Bei dem was Du alleine schon auf dem E8 alles an Asphalt und Schotter erleben musstest! Bei einer Wanderung durchs Mittelrheintal hat man halt immer eine hohe Erwartungshaltung! Daher wohl die vielfach ähnlichen Erlebnisberichte zu diesem Abschnitt!

    6/15/22Reply
    Traveler

    Viel Spaß auf dem RBW und grüß mir den Rolandsbogen! 🙋‍♂️

    6/15/22Reply
    Traveler

    Erledigt

    6/15/22Reply
    Traveler

    Auf Dich ist Verlass! 👍

    6/15/22Reply
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  • Day15

    Der Rheinburgenweg als 9 EURO Erlebnis

    June 9 in Germany ⋅ ⛅ 11 °C

    Nur für interessierte Enthusiasten der Deutschen Bundesbahn! 😅

    Eigentlich fahre ich ja gerne mit dem Zug. Wenn, ja wenn es nur einfacher wäre eine Tagestour mit einer zeitlich hinnehmbaren Bahnlogistik zu bewerkstelligen. Für die Fortsetzung meiner Reise auf dem Rheinburgenweg habe ich es dennoch probiert. Das 9 Euro Ticket will ja schließlich genutzt werden. Für An- und Rückreise mit dem Auto einmal quer durch den Westerwald in die Region Koblenz, ein wenig ÖPNV Logistik und die Sache wäre mit ca. 2,5 Stunden getan. Mit der Bahn bin ich hin und zurück mal locker 5,5 Stunden unterwegs.
    Windeck-Siegburg-Bonn-Andernach-Miesenheim. Zielführend geht sicherlich anders! Das Ganze dann für 8,5 Stunden Wandererlebnis. Zur Ehrenrettung der DB sei gesagt, dass die Tour auf 2 Tage ausgelegt war. Der Plan, mir vom Trail noch eine Unterkunft zu buchen scheiterte daran, dass Kreditkarte und Co. daheim geblieben waren. Shit Happens! Wird vielleicht doch langsam mal Zeit, der Zeltfraktion beizutreten!

    Die Fahrt selber verlief zunächst reibungslos. Mit der Siegtalbahn bis Siegburg, erster Umstieg in die Stadtbahnlinie 66 nach Bonn. Am Hauptbahnhof warten auf die Mittelrheinbahn, die dann auch mit moderaten 5 Minuten Verspätung eintrudelt. Kurz hinter Bonn beeinträchtigen Gleisarbeiten die Weiterfahrt erheblich. Der Zeitpuffer zum Umstieg in Andernach schmilzt dahin.

    Als es dann endlich weitergeht rückt kurz vor Remagen Vater Rhein ins Blickfeld und ich lasse mich dazu hinreißen das Urheberrecht von StartTheTrail zu verletzen. Der herrliche Ausblick über die langgezogene Rheinkurve hinauf zu Erpeler Ley ließ mir keine andere Wahl. 😁😊

    Der Moment der Entspannung ist von kurzer Dauer. Bei Einfahrt in den Bahnhof Remagen die Ansage des Zugführers, dass die zweite Hälfte der Wagons abgetrennt wird und Reisende die weiter in Richtung Koblenz oder Mainz wollen, bitte in die vorderen Wagen wechseln mögen. Ja Kruzifix, woher soll ich denn wissen ob das mich betrifft. Ein Blick in die Gesichter der Mitreisenden sagt mir, das ich offensichtlich nicht der einzige Rookie auf dieser Strecke bin. Am Bahnsteig dann hektisches Gewusel. Ein auskunftsfreudiger Bahnangestellter klärt auf: Ja, Ihr müsst alle weiter nach vorne. Also raus und Sitzplatz gegen Stehplatz getauscht.

    Die Weiterfahrt verzögert sich natürlich auch noch ein wenig. Bei Einfahrt in den Bahnhof Brohl (oder war es Namedy?) eine weitere Ansage des Zugführers: „Bitte nicht die vorderste Türe zum Ausstieg nutzen, der Bahnsteig ist zu kurz!“ Mittlerweile muss ich lachen! 😂🤣

    Endlich in Andernach, flitze ich noch schnell zum Bäcker den ich bei Einfahrt in den Bahnhof erspäht habe. Die mitgeführten Vorräte waren etwas spärlich. Dann rüber auf den anderen Bahnsteig und diesen gefühlte 200 Meter entlanggehetzt, bis ich die wartende Regionalbahn Richtung Mayen keine Minute zu spät besteige. 5 Minuten später ist Miesenheim erreicht…

    ….8,5 Stunden später: Tatort Winningen an der Mosel! Natürlich habe ich den stündlich verkehrenden Zug um eine Viertelstunde verpasst. Nun gammle ich also 45 Minuten vor dem Bahnhof rum. Im Ort kam ich an keiner geöffneten Lokalität vorbei, auch sonst war dort ziemlich Tote Hose!

    Der Bahnhof Winningen gleicht einem Hochsicherheitstrakt! Die Bahnsteige können nur durch das Bahnhofsgebäude betreten werden. Die Tür dorthin ist verschlossen und ein Schild klärt auf, das diese erst kurz vor Einfahrt des Zuges geöffnet wird. Dieser Provinzbahnhof ist tatsächlich rund um die Uhr besetzt. Unglaublich!

    Es ist 19:23 man hört den pünktlichen Zug einfahren, es ist 19:23 und 2 Sekunden. Ein völlig gechillter Bahnbeamter öffnet die Pforte! Die gute Nachricht: Alle Reisewilligen haben es in die Bahn geschafft! 👍

    Beim Umstieg in Koblenz klappt alles reibungslos. Die Regionalbahn Richtung Köln ist pünktlich. In Linz fällt erneut das Unwort des Tages…Gleisarbeiten! Aaargh! Aus den angekündigten Minuten, werden deren Zehn. Umgeleiteter ICE von vorne, Güterzug von hinten, ungehaltene Fahrgäste um mich herum. Wir sehen unseren Anschluss in Troisdorf schwinden. Aber auf die Bahn ist letztendlich Verlass. Auch der Regionalexpress nach Siegen hat 3 Minuten Verspätung und sammelt noch weitere ein. Um 22:30 steige ich in Schladern aus und bin froh, dass ich hier mein Auto stehen habe.

    Im geistigen Ohr höre ich den WDR 2 Radio Comedian Lurch Peter Hansen: „Thank You for Deutsche Bahn!“ Keine Chance, morgen setzte ich wieder auf die Karte Auto + Bahn. Und zukünftig berichte ich nur noch von Wanderungen. Versprochen!!!
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    Traveler

    tsenk ju for traweling wis Deutsche Bahn. 🤣

    6/15/22Reply
    Traveler

    😂🤣

    6/15/22Reply
    Traveler

    gibt's komplett zum anschauen auf YT

    6/15/22Reply
    Traveler

    Die Wise Guys, woll?

    6/15/22Reply
    Traveler

    Ist das nicht comedy von wdr2??

    6/15/22Reply
    Traveler

    Lurch Peter Hansen, schrieb ich ja ganz zum Schluss. Aber die Wandermaus kennt da halt auch noch anderes, was ich wiederum noch nicht kannte!

    6/15/22Reply
    Traveler

    so ist es, wenn man erst kommentiert und dann den FT liest 😳

    6/15/22Reply
    Traveler

    Ertappt! 😆

    6/15/22Reply
    Traveler

    oje 🙄

    6/15/22Reply
    17 more comments
     
  • Day4

    Pinguin Pfingstwochenende 1.0

    June 7 in Germany ⋅ ⛅ 14 °C

    Wir, Pura-Vida und ich möchten uns bei allen Teilnehmern für dieses tolle Wochenende bedanken!
    Diese 4 Tage waren jede Minute Aufwand wert!
    Wir haben uns sehr über die tolle Zeichnung und die Kreativität bei der Gestaltung gefreut! Zudem von 3 NST Finishern signiert, weltweit einmalig!
    Das ist für uns ein wunderbares Erinnerungsstück, an dieses spektakuläre Wochenende!
    Ein Pinguin Pfingstwochenende 2.0 im neuen Jahr würden wir sehr begrüßen!
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    Traveler

    Ihr müsst es nicht begrüßen, ihr solltet es einfach nur wieder organisieren 😳😂🤣👍

    6/7/22Reply
    Traveler

    😁😂

    6/7/22Reply
    Traveler

    Vorsicht, sonst seid ihr mittendrin statt nur dabei!☝

    6/8/22Reply
    22 more comments
     
  • Day3

    3 Gipfel zum Abschluss

    June 6 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Seit Freitag sind wir schon gemeinsam unterwegs und heute an Pfingstmontag, ist schon der 4. und letzte Tag vom Pinguin-Treffen im 7 Gebirge!
    Insgesamt waren 17 Pinguine zum CP Jillishof gepilgert! Gestern hat uns leider Spike verlassen aber Louder vorbei gebracht! Heute morgen gesellte sich noch Waldpassage dazu und so konnten wir die letzte Wanderung mit 11 Teilnehmern antreten!
    Nach dem Frühstück und bei bestem Wetter fuhren wir zum heutigen Startpunkt, Kloster Heisterbach!
    Hier nutzen wir die Strecke vom NST zum Aufstieg auf den Petersberg! Soulboy nutzte die Gunst der Stunde und verbesserte die Ausschilderung!
    Bei großartiger Sicht auf das Rheintal und den Drachenfels erreichten wir die Terrasse vom ehemaligen Gästehaus der Bundesrepublik! Eine junge Fotografin bescherte uns ein tolles Erinnerungsfoto! Auf schmalem Pfad erreichten wir anschließend den Gipfel vom Nonnenstromberg! Die Regenradarapp gab uns einen guten Tipp und kurz vor einem kräftigen Regenschauer erreichten wir, keine Minute zu früh, die urige Waldwirtschaft Einkehrhaus!
    Wir sitzen trocken bei Kaffee und Kuchen, draußen flüchten die Gäste von der Gartenterasse! Wiedermal Schwein gehabt!
    Nach einer Stunde war der Spuk vorbei und in gleissendem Sonnenschein wandern wir über den Stenzelberg, noch vor Jahren das Kletterpadadies von Bonn, hinunter zum Kloster Heisterbach!
    Hier endet ein sehr gelungenes, langes Pinguin Wochenende und wir verabschieden uns voneinander mit einem klaren Wunsch! Nächstes Jahr zu Pfingsten sehen wir uns alle wieder und vielleicht gesellt sich ja noch der eine oder andere dazu!😎👍
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    Sommersprosse

    Die Neuauflage 2023 ist schon vorgemerkt.

    6/6/22Reply
    Traveler

    Ein tolles Wochenende! Hat Spaß gemacht. Im nächsten Jahr wäre ich wieder dabei

    6/6/22Reply
    Traveler

    Sehr schön geschrieben!!!- Ja, das war wirklich ein super Wochenende mit euch allen🐧😍👍. Sehr gerne nächstes Jahr Pfingsten wieder 😉

    6/6/22Reply
    7 more comments
     

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