• Sabine E
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Kultur und Natur in Rumänien

3 Wochen Spätsommer mit warmen Tagen, kalten Nächten und unserem Harald auf vier Rädern Read more
  • Trip start
    September 14, 2025

    Ankommen im Apuseni-Nationalpark

    September 15, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 16 °C

    Ankommen. Das geht ganz schnell hier, am kleinen Bächlein, umgeben von Wiesen, sanften Hügeln im Sonnenlicht und dunklem Nadelwald am Horizont.

    Der erste Eindruck vom Bergdorf Padis lädt uns sofort in eine neue Welt ein. Mitten auf der Straße stehen bestimmt 15 Männer jeden Alters und unterhalten sich ganz entspannt. Einer von ihnen hat seinen Esel dabei. Was tun sie da nur?
    Ein paar Meter weiter sehe ich eine Frau, die mehrere Kisten schönster frischer Steinpilze in ihren kleinen LKW lädt. Ob es da wohl einen Zusammenhang gibt? In der Nacht zuvor hatte es geregnet. Noch zu späterer Stunde begegnet uns ein freundlich grüßender Mann mit Hut und Stock, der mit seinem Eimer in den Wald zieht - auch das späte Vögelchen findet sicher einen Pilz.

    Nach dieser Momentaufnahme fällt unser Blick auf die Häuser, die uns umgeben und sicher von besseren Zeiten geträumt haben. Bildgebend ist eine große Bauruine mit eingestürztem Dachgebälk, die ihren Glanz sicher nicht mehr erleben wird. Tourismus findet woanders statt.

    Auch auf unserer Wiese am Bächlein sind wir umgeben von kleinen Datschen mit morbiden Charme. Sie sind von der Zeit gezeichnet (manch einer würde sagen: baufällig), doch am Abend verheißt warmes Licht Gemütlichkeit oder zeigt zumindest an, dass darin Leben stattfindet.
    Zwischen den Hütten können wir unser Zuhause auf vier Rädern einfach auf der Wiese abstellen- wo schon die vorbereiteten Feuerstellen auf die nächsten Camper warten.

    Am Abend sammelt der Bauer, auf seinen Holzstock gestützt, seine drei Kühe ein, die am nächsten Morgen wieder neugierig um das Auto streifen oder neben uns am Gras zupfen während wir unseren Milchkaffee in der Sonne genießen. Oder sie bringen am nächsten Morgen den Tisch zu Fall, an dem wir noch nicht sitzen. So bestimmen wiederkehrende Routinen unser Leben… und erleichtern auch in der Ferne das Ankommen.

    Als an einem dieser Tage eine tschechische Reisegruppe ankommt, werden die Anwohner geschäftig. Der erste kommt mit seinem Quad vorgefahren und nimmt den Guide kurzerhand mit, um ihm seine Auswahl an Käse und anderen Köstlichkeiten zu zeigen. Die Nachbarin baut am nächsten Morgen ihren Verkaufstisch vor ihrer Hütte unter strahlend blauen Himmel auf und bietet Hausgemachtes an. In der Eile verpassen wir den Moment, da wir uns unsere Erlebnisse erwandern wollen. Aber das ist eine andere Geschichte.
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  • Von Bären und Schafen

    September 16, 2025 in Romania ⋅ ⛅ 19 °C

    Schon bei der Fahrt in den Apuseni-Nationalpark begegnet uns die erste Schafherde - unzählige weiße Wollhäufchen, die emsig eine saftig grüne Wiese am Straßenrand mähen. Die Schäfer stehen entspannt daneben und beobachten das Treiben, während die Hunde darauf warten, etwas weg- oder wieder zurück zur Herde bellen zu können. Diese Dreifaltigkeit wird uns hier noch oft begegnen.

    Wenn die Nadelbäume und die dichten Buchenwälder des Apuseni Gebirges den Blick in die Ferne frei geben, dann sehen wir bewaldete Hügel soweit das Auge reicht. Sobald wir uns aber in diesen Wäldern bewegen, treffen wir immer wieder auf grüne Lichtungen oder eben auf eine Schafherde, die zur nächsten Wiese getrieben wird. Das geht einher mit Hundegebell, klingelnden Glocken und lauten Schnalzgeräuschen, die Mithilfe einer Peitsche erzeugt werden. Erst am Abend werden die Tiere zurück in ihre Gatter gebracht.

    Auch wenn es hier Braunbären und Wölfe geben soll, so sehen wir doch eher Hufspuren als alles andere.
    Der Braunbär begleitet uns auf unseren Wanderungen nur in Gedanken. So macht es allen Beteiligten Spaß, vermeintliche Spuren zu deuten und „Ich hab mal gelesen…“-Geschichten zu teilen.
    Mit folgendem Szenario wird die Phantasie zusätzlich angeregt: Wir sitzen abends an unserem Auto als in der Nähe ein lautes Getöse ausbricht: Kühe muhen, Männer rufen und schlagen lautstark Gegenstände aneinander, mindestens vier Hunde bellen, selbst der Esel schreit scheinbar aufgeregt.
    Genauso schnell, wie es angefangen hat, ist das Lärmen wieder vorbei.
    Vielleicht alles ganz normal?
    Vielleicht nur eine Kuh, die nicht zurück nach Hause wollte?
    Bei unserer Nachtwanderung am nächsten Abend denke ich an diese Szene und frage mich: Sind Bären nicht eigentlich nachtaktiv!?
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  • Vom wandern

    September 16, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 22 °C

    Bei unserer ersten Tour zum Erkunden der Umgebung denke ich, dass mein Körper das Laufen verlernt hat. Alles tut weh, ich keuche die Berge hoch und frage mich, was ich hier eigentlich will. Später stelle ich fest: Ich habe kaum geschlafen, wenig gegessen und uns stecken dreizehn Stunden Fahrt in den Knochen. Man könnte meinen, ich muss mir daraufhin am nächsten Tag etwas beweisen…

    Mit den spärlichen Informationen, die das bescheidene Internet preisgibt, habe ich uns eine TOP Wanderung ausgesucht, schlappe 9 Stunden Laufzeit. 9 Stunden für 14 Kilometer? Das müssten wir doch schneller schaffen, denke ich.
    Gegen 10 fange ich an zu drängeln und wir starten. Dabei müssen wir besagte Marmeladen-Oma aus meiner ersten Geschichte leider sitzen lassen.

    Trotz guter Wegmarkierungen verlaufen wir uns natürlich erstmal (ich nehme die Schuld auf mich) und landen eine Stunde später am Startpunkt der Tour. Hier entdecken wir einen weiteren wunderschönen Campingplatz an einem ebenso schönen Bächlein. Der ist sogar noch ein bisschen wunderschöner, weil es hier ein paar einfache Gasthäuser gibt. Das Campen an solchen Orten ist übrigens oft kostenlos. Die Rumänen verbringen selbst gern Zeit in ihrer Natur.
    Wir klären, wie lange es etwas zu essen gibt (Antwort: „Ich schlafe hier, ich bin immer da!“) und laufen danach motiviert los.

    Der Punkt, an dem wir kürzen könnten, ist viel zu schnell erreicht. Wir gehen also aufs Ganze.
    Die Wälder hier sind schön wild, die Wege super markiert. Immer wieder klettern wir über umgefallene Bäume, entdecken unterwegs kleine Höhlen oder Felsformationen. An dem ein oder anderen Abzweig könnten wir unsere Pilzpfanne für den Abend direkt am Wegesrand einsammeln, aber wir ahnen schon, dass es zum kochen zu spät sein wird.

    Als wir eine Stunde lang stetig bergab laufen, denke ich mir, dass wir da ja auch wieder hoch müssen. Doch das Wanderhighlight erwartet uns nunmal im Tal. Dort angekommen, begegnen wir den ersten und einzigen Menschen auf dieser Runde. Sie waren schon in der kleinen Schlucht unterwegs, die nun auf uns wartet. Sie schauen uns etwas besorgt an und sagen: „Müsste gehen…“ Aha…!?

    10 Minuten später: An rostigen Ketten und dicken Drahtseilen hangeln wir uns die nächste Stunde durch eine Felswand an einem Fluss entlang und versuchen, dabei keine nassen Füße zu bekommen. Alles ist nass und rutschig, die rostigen Halterungen sollte man sich nicht zu genau anschauen, während man mit seinem ganzen Gewicht am Seil hängt.
    Am Ende wartet ein Wasserfall… wie schön… und irgendwie müssen wir da auch noch hoch!
    Kurz verschnaufen, bis man realisiert, dass man nun ja auch noch aus der Schlucht raus muss… also geht es weiter auf steilen, schmalen Wegen, wieder an Drahtseilen durch Felswände.
    Nun wussten wir also, warum die recht überschaubare Strecke so viel Zeit in Anspruch nimmt. Und nachdem wir uns am Flusslauf doch ein wenig verausgabt hatten, folgten nun circa 1000 Höhenmeter, die wir am Stück überwinden müssen. Also wieder keuchen und schnaufen!

    Gegen 18:30 Uhr kommen wir an eine Kreuzung, an der wir entscheiden müssen: Im Hellen zurück zu unserem Auto oder uns am Gasthaus bekochen lassen?
    Kurz darauf sitzen wir mit Bier, Hühnchen und Pommes auf der Bank, beobachten die Schäfer mit ihrer Herde und blenden kurz aus, dass wir im Anschluss noch eine Stunde durch die Nacht laufen werden
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  • Pittoreske Dörfer

    September 18, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 18 °C

    Nach einer 9 Stunden Wanderung soll man ruhen- sagen meine Beine. Die Temperaturen sind über Nacht um 10 Grad gefallen. Also beschließen wir, weiterzufahren und schauen uns den Apuseni Nationalpark nochmal auf der Südseite an. Der Reiseführer verspricht pittoreske Dörfer und Höhlen.
    Tatsächlich sieht man sofort, dass es den Menschen hier besser ergeht. Das Ski-Resort, durch das wir fahren, erklärt vielleicht, warum. Hier findet offensichtlich mehr Tourismus statt.
    Die Weiden erstrecken sich weit hinauf in die uns umgebenden Berge, verstreute Holzhäuser und Zäune ergeben ein eigenes Muster auf dem hellen Grün.

    Wir entscheiden uns für die größte Eishöhle Rumäniens und sind bei der Anfahrt auf der schmalen Straße wieder froh, in der Nebensaison unterwegs zu sein. Wir streifen einige urige Dörfer und winden uns die Berge hinauf. Oben angekommen, sehen wir links und rechts der Straße unzählige Schilder mit der gleichen Aufschrift: „Parking - 10 Lej“. Jedes freie Fleckchen wird den Touristenscharen angeboten, die gerade nicht da sind.
    Wir landen auf einem Privatgrundstück, ein blonder Junge, vielleicht 4 bis 5 Jahre alt, winkt uns freundlich zu aus seinem eigenen kleinen elektrischen Jeep. Er kassiert dann auch gleich die 10 Lej und wirkt, als hätte er die Geschäfte in der Hand.

    Die Eishöhle der Superlative ist im Spätsommer kaum der Rede wert. Allein der Abstieg in das kalte Loch beeindruckt. Wir beschließen, die Nacht im Dorf zu verbringen und stellen uns auf einen der 10 Lej Plätze mit schöner Aussicht. Es gesellt sich auch gleich ein freundlicher Dorfhund zu uns. Auch meine Karmapunkte bei einer Marmeladen-Oma kann ich hier aufbessern. Als ich sie später sehe, wie sie ihre schweren Gläser die Straße hinunter schleppt- wer weiß, wohin - bereue ich den Kauf nicht, auch wenn die Marmelade nicht schmeckt.
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  • Salina Turda und Roma-Kultur

    September 19, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 18 °C

    Lange grell beleuchtete Gänge, ein etwas muffiger Geruch, schwarz-weiß marmorierte Wände und weiße Knollen, die wie Schimmel an den Füßen der Wände zu wachsen scheinen- so empfängt uns die Salina Turda.

    Wir befinden uns im ältesten Salzbergwerk Siebenbürgens. 1075 erstmals erwähnt, wurde hier bis 1932 Salz abgebaut. Danach wurden die Stollen als Luftschutzbunker und Käselager genutzt, bis man sie 1992 zu einem Schaubergwerk umgestaltet hat.

    Wirklich alles ist hier mit einer Salzkruste überwachsen.
    Schon jetzt schleichen wir staunend die Gänge entlang, bis es dann richtig irre wird und wir am oberen Rand des Rudolfstollens stehen. Ganz konkret befinden wir uns auf einer mehr oder weniger vertrauenserweckenden Holzgalerie und schauen 42 Meter in die Tiefe. Weit unter uns erkennen wir ein Riesenrad, Billardtische, Tischtennisplatten und einen kleinen Spielplatz.

    Wir laufen die Holztreppen hinab und entdecken in jedem der 13
    Stockwerke eine neue Marke, die uns anzeigt, in welchem Jahr wir uns gerade befinden. Unten angekommen, stehen wir auf einem riesigen Gelände. Oh ja, Minigolf gibt es auch noch! Von der Decke hängen lange Bindfäden aus Salz herab.

    Noch unter uns liegt der Theresienstollen mit einem kleinen See, auf dem man Boot fahren kann. Die schwimmende Insel wirkt wie eine eigene Welt aus einem Steampunk-Universum. Wir staunen! Hier kann man doch ganz wunderbar einen Tag mit der Familie verbringen - 112 Meter unter der Erde!

    Wieder unter Tageslicht beschließen wir, uns das Örtchen Turda anzuschauen.

    Beim Parken fällt mir ein Gebäude ins Auge, dass aus der Ferne an einen asiatischen Tempel erinnert. Wir schauen genauer hin und stehen vor einer imposanten Bauruine. Die riesige Villa hat unzählige Säulen, das blechbeschlagene Dach ist reich verziert.
    Später, bei einem selbstgebrannten Schnaps, werden wir die Geschichte dieser Villen erfahren: Sie sind an verschiedenen Orten in Rumänien zu finden und sind hier als Roma-Paläste bekannt.
    Roma, die es zu Wendezeiten vor allem mit Kupfer- und Altmetallhandel zu Reichtum gebracht haben, wollten mit diesen repräsentativen Prunkbauten zeigen, dass sie im Leben etwas erreicht haben. Die Architektur und Innenausstattung dieser Häuser wirkt in ihrer Umgebung oft exotisch, spiegelt aber die Kultur ihrer Besitzer wieder und schreit laut: Schaut her! Finanziell stand hinter diesen Bauvorhaben oft die gesamte Großfamilie.
    Die Häuser dienten mehr als Prestigeobjekt, das Respekt in der Gemeinschaft mit sich brachte, als dass sie als Wohnraum genutzt wurden. Es heißt, dass die Roma nur einzelne Räume oder im Sommer lieber das Zelt im Garten bewohnten. Es bleibt zu sagen, dass der Großteil der Sinti und Roma sich keinen eigenen Palast leisten kann. Nach wie vor leben sie als marginalisierte Gruppe in prekären Verhältnissen und am Rande der Gesellschaft.

    In Turda haben wir es uns gut gehen lassen. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass hier im 16. Jahrhundert ein Edikt zur Religionsfreiheit in Siebenbürgen erlassen wurde. Da passt es doch ganz gut, dass wir hier neben der orthodoxen Kirche noch eine katholische und eine calvinistische entdeckt haben. Es lebe die Vielfalt!
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  • Targu Mures

    September 21, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 24 °C

    Ein kleiner Abstecher nach Targu Mures sollte es sein, weil ich den Kulturpalast sehen wollte. Der Tag verging schneller als gedacht.

    Unterwegs fällt mir buntes Markttreiben am Straßenrand ins Auge. Natürlich halten wir an. Wir finden uns auf einem großen Platz mit unzähligen Ständen wieder. Hier vereint sich Flohmarkt mit Alltäglichem - ein Ort voller kleiner Beobachtungen. Vor allem die Roma-Frauen mit ihren langen Zöpfen, goldenen Ohrringen und bunten, oft golden glänzenden Röcken fallen ins Auge. Auf den Oberteilen prangen in Glitzerpailletten geschriebene Markennamen wie Dolce & Gabbana, bei den Herren verweisen die Schnallen am spitzen Lackschuh auf Louis Vuitton. Sie tragen breite schwarze Hüte, besagte Schuhe, schicke Hemden und imposante Bärte.
    Direkt neben dem Markt wirbt ein Laden für „gipsy style fashion“, dort ist einiges los. Ihren Stil präsentieren sie mit einem gewissen Stolz.
    Zwischen Bergen von Jeans sitzt ein kleiner Junge zwischen den Hosen, der die Optik der Männer bereits mit großem Selbstbewusstsein nachahmt. Auch er trägt spitze Lackschuhe und einen breitkrempigen Hut, beides viel zu groß für ihn. Auch die Mädchen sind Miniaturen ihrer Mütter mit bunten Bändern im Haar.
    Überall steigen Rauchschwaden vom Grill und Gerüche von Cevapcici auf. Ringsherum wird gefeilscht und gehandelt.

    Ortswechsel in die Innenstadt. Ich denke, wir schauen nur mal kurz in den Kulturpalast hinein, aber hinter den Mauern verbirgt sich tatsächlich einiges an Kultur, das besichtigt werden möchte. Wir befinden uns nun wieder in einer ganz anderen Welt, umgeben von einer anderen Art Schönheit.
    Das Gebäude wurde unter dem Bürgermeister György Bernady errichtet, bekannt als Förderer von Bildung und Kultur sowie Initiator zahlreicher Modernisierungsmaßnahmen in der Stadt.

    Das Kulturpalast ist ein Beispiel ungarischer Art Nouveau-Architektur und beherbergt neben prunkvollen Konzertsälen mehrere kleine Museen und eine Gemäldegalerie.
    Hier erzählen selbst die zahlreichen Buntglasfenster Geschichten vom einfachen Bauernleben und ungarische Legenden. Am beeindruckendsten ist aber die grün-goldene Deckenbemalung in der Eingangshalle. Wunderschön!

    Natürlich streifen wir noch ein bisschen durch die Stadt. Vor der Kirche stellt sich mir Bruder John vor. Als ehemaliger Mathelehrer restauriert er nun Kirchen in Griechenland. Er beschreibt uns seinen Glauben, die ewige Liebe Jesu und verliert sich dabei immer mehr in Details, bis Thomas Ungeduld anzeigt (eigentlich wollten wir ja essen gehen). Nichtsdestotrotz bedanke ich mich für seine Zeit.
    Mir fällt auf, dass sich Menschen hier oft mit ihrer ethnischen Zugehörigkeit bekannt machen. Das verwundert nicht bei dem bunten Mix an Minderheiten, die hier zum Teil zusammenkommen. Mit über 40 % ist die ungarische Minderheit in Targu Mures am stärksten vertreten und begründet damit die bilinguale Amtssprache, die hier Anwendung findet.
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  • Touri unter Touris in Sighisoara

    September 22, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 24 °C

    Ein bisschen genießen….
    Seele baumeln lassen….
    Am Campingplatz in den kalten Pool steigen und danach 5 Minuten bis zur Innenstadt laufen…
    Im Restaurant „Joseph Haydn“ bei gutem Essen einen schönen Abend verbringen…
    Am Abend durch die bunten Gassen laufen, wenn die Bustouristen schon wieder weg sind…
    Die letzten Sommertage genießen…

    All das geht in dem schönen Städtchen Sighisoara. Ja, es ist sehr touristisch hier, schließlich findet man hier das Geburtshaus von Vlad Dracul und die mittelalterlichen bunten Gassen sind Weltkulturerbe.

    Bis 1930 war die für den Handel bedeutende Stadt vorwiegend von den Siebenbürger Sachsen bewohnt. So findet man hier unter jedem Straßennamen die deutsche Übersetzung und auch auf dem Friedhof liest es sich als wäre man zu Hause.
    Auch wenn die Siebenbürger Sachsen hier zum Großteil nicht mehr ansässig sind, so haben sie doch ihre Spuren hinterlassen. So kann man zum Beispiel an der Bergschule (zu der übrigens 176 Treppenstufen führen) das deutsche Abitur machen.

    Tagsüber muss man tatsächlich den mit mehreren Kameras bewaffneten Touristen aus dem Weg gehen. Wenn man aber vor sich die nächste große Reisegruppe erspäht, dann biegt man einfach in eine der ruhigen Gässchen ab oder verzieht sich an den Pool. Abends begrüßen uns dann die Katzen… und mit etwas Glück der ein oder andere freundlich gestimmte Einheimische, der noch nicht genug hat vom internationalen Menschentrubel.
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  • …wo die (wilden) Bären wohnen

    September 24, 2025 in Romania ⋅ ☀️ 15 °C

    Auch bei uns kündigt sich das Ende des Sommers an. Unseren letzten warmen Tag verbringen wir mit einer Tour über die Karpaten.

    Der Weg führt uns durch grüne Hügel und kleine Dörfer, in denen wir von den wenigen Menschen auf der Straße aufmerksam beäugt werden. Die Karpaten zeichnen sich schon als Silhouette am Horizont ab.

    Auf dem Weg in die Berge schießt mir aus gegebenem Anlass eine Frage in den Kopf: Wie finden Bären das eigentlich, wenn Frau ihre Regel hat? Ich nehme das Thema sehr ernst… und erfahre, dass es dazu sogar eine Studie gibt. Alles kein Problem, besagt diese. Mit weiteren Faktenwissen bereiten wir uns auf möglichen Bärenkontakt vor.

    Die Transfagarasan ist eine der beliebtesten Passstraßen der südlichen Karpaten, die sich in steilen Kurven nach oben windet und uns bis auf 2042 Höhenmeter führt. In der Draufsicht sieht sie aus wie eine Carrera-Rennstrecke. Ich kneife ein Auge zu und fange an, mit dem Finger die kleinen Autos unter mir imaginär die Straße entlang zu schieben.

    Am höchsten Punkt erwartet uns der Balea-See. Der kleine Gletschersee mit Berghütte hat sicher schon für viele Instagram-Bilder hergehalten. Es ist auch wunderschön, wie sich die Berge im klaren Wasser spiegeln. Nur muss man in der Lage sein, das Drumherum gut auszublenden. Volle Parkplätze, Souvenirstände und viele Menschen, die auf den umliegenden Wegen herum kraxeln. Das macht nicht unbedingt Lust zu bleiben. Also genießen wir die Seerunde und ergattern noch leckeren Käse und richtig tolles Kartoffelbrot für den Abend. Weiter geht’s!

    Auf einmal gibt Thomas Telefon Alarmtöne von sich. Hektisches Drücken verhindert, das wir checken können, was los ist. Mein ach so tolles iPhone schreit uns erst fünf Minuten später an. Warnung vor einer Bärensichtung im Arefu-Gebiet! Es wird gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten und den Bären nicht zu füttern.

    Schon auf der gesamten Strecke warnen uns Schilder vor dem wilden Einheimischen. Die Bärendichte ist hier vier Mal höher als in anderen Gegenden. Eigentlich sollte man sich hier glücklich schätzen, wenn man KEINEN Bären zu Gesicht bekommt.
    Normalerweise scheuen sie den Kontakt zum Menschen, doch hier werden sie von Touristen gefüttert, bestaunt, teilweise steigen die Leute aus, um Selfies zu machen. Dabei entstehen immer wieder brenzlige Situationen. Anfang des Jahres ist zum Beispiel ein Italiener gestorben, weil er bei eben so einer Aktion einer Bärenmama in die Quere kam.
    Das Ganze bringt mit sich, dass sich die Tiere immer näher an die Dörfer heranwagen, um den Müll nach Futter zu durchwühlen.

    Ja, auch wir haben einen Bären gesehen… der am Straßenrand saß und aus einem Auto heraus mit Äpfeln gefüttert wurde. Ein skurriler Moment, denn irgendwie beeindruckt das Tier (vor allem, wenn man selbst im sicheren Auto sitzt), aber gleichzeitig findet man die Situation ganz schön doof.
    Die Gegend lädt auf keinen Fall zum wild Campen und auch nicht wirklich zum wandern ein.
    Nach einem Zwischenstopp an einer beeindruckenden Talsperre landen wir also bei “Dracula Camping“ und fühlen uns hinter einem elektrischen Zaun gut aufgehoben. Hier hätte es auch eine Wandertour zu einer Burgruine gegeben, wegen der wir uns eigentlich für den Platz entschieden haben. Nun lese ich, dass die Tour vor ein paar Monaten noch geschlossen war wegen zu vieler Bärenkontakte. Jetzt haben sie den Weg mit einem Elektrozaun gesichert und über Lautsprecher wird laute Musik gespielt, um die Tiere zu verschrecken. Das ist alles nur noch merkwürdig.
    Bei Brot und Käse planen wir um und haben nun ein tolles Ziel für die kommenden frischen Wandertage vor uns.
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  • Hier sind wir richtig

    September 25, 2025 in Romania ⋅ ☁️ 15 °C

    Wenn man das erste Mal irgendwohin fährt, dann entdeckt man auf seiner Reise die Orte, an denen man das nächste Mal länger bleiben möchte.

    Südlich von Brasov landen wir in Bran, bekannt für die Dracula Burg, die wir zwar vor der Nase haben, aber nicht besuchen. Wir befinden uns hier zwischen dem Bucegi und dem Piatra Craiului-Nationalpark, sind umgeben von schönster Landschaft und unzähligen Wanderwegen. Wenn es nicht schon so kalt wäre und die nächste Woche nicht mit Regen aufwarten würde, dann wären wir wohl bis zum Ende unserer Reise hier.

    Man hat die Wahl zwischen der Besteigung der umliegenden 2000er (dafür müssen wir wohl nochmal wiederkommen) und abwechslungsreichen Touren durch das Umland. Dabei kommt man dem hiesigen Landleben ganz nah, läuft immer wieder über blühende Weiden, vorbei an kleinen Schäferhütten oder auch mal den Hang direkt hinter einer Pension hinauf.
    Noch vor einer Woche wären die Schafe vielleicht auf den Weiden gewesen und hätten das Bild perfekt gemacht. Doch am letzten Septemberwochenende feiert man in Bran den Schafabtrieb. Dazu später mehr.

    Eine kleine Geschichte am Rande:

    In Rumänien kann man sehr schnell zu einem Haustier kommen. Wenn wir weiterfahren, müssen wir erstmal kontrollieren, ob wir nicht eine der kleinen Katzen im Auto haben, die uns immer wieder besuchen. In unser Herz geschlossen haben wir aber Bärlinde.

    Wir begegnen ihr und ihrem Freund (nennen wir ihn Fiffy) bei einem Zwischenstopp auf einem Campingplatz. Sie sind die einzigen, die uns erwarten, immerhin schwanzwedelnd und voller Freude. Als wir uns auf eine Erkundungstour begeben, begleiten sie uns kurzerhand. Im Bärenland kann es ja nicht schaden, einen Hund dabei zu haben… oder zwei, denken wir. Fiffy ist links und rechts unterwegs, springt voller Energie durch die Wiesen während Bärlinde entspannt vor uns herläuft, die Aussicht genießt und ihre Markierungen auffrischt.

    Auf einmal steht ein Hund, groß wie ein Wolf, auf dem Weg. Als er zum bellen erstmal hinter den Zaun rennt, entspanne ich mich. Dann sehe ich zwei weitere Hunde, die in das Bellen einstimmen, auf uns zurennen und nicht sehr freundlich aussehen. Bärlinde drückt sich an meine Seite und schaut mich, scheinbar fragend, an. Ich sage einfach nur „weiter, nicht stehen bleiben!“ und so kommen wir erstmal sicher an den Hunden vorbei.
    Die Situation beruhigt sich. Fiffy ist längst über alle Berge.

    Etwas später schnüffelt Bärlinde in den Wald hinein und versteckt sich danach zwischen uns. Wir drehen um. Dort unten sitzen nun wieder zwei dieser Wolfshunde. Der eine rennt wie gehabt zum bellen hinter den Zaun, der zweite wird von Bärlinde spielerisch angesprungen und gibt sich ganz entspannt.

    Der Zufall will, dass wir ein drittes Mal an der Meute vorbei müssen. Diesmal sehen wir hinterm Zaun den Schäfer mit seiner Herde. Oh, oh! Das bringt die Hütehunde natürlich in den Verteidigungsmodus und da wir ja nun schon zum dritten Mal hier einschleichen, können wir nichts Gutes im Schilde führen. Frei nach dem erprobten Motto „ nicht stehen bleiben“ laufen wir weiter, Bärlinde vorweg, ich als letzte im Dreiergespann… direkt hinter mir bedrohliches knurren.
    Das scheint mir gerade brenzliger als eine Begegnung mit einem Bären. Ich drehe mich leicht zur Seite und sehe direkt hinter mir gefletschte Zähne, viel zu nah…. Wieder wegdrehen und langsam weiter! Die Anspannung ist groß, ich stolpere, was den Hund zusätzlich aufregt. Den Schäfer scheint nicht so recht zu interessieren, was da passiert… meine Phantasie allerdings schlägt Purzelbäume. Ich sage zu mir selbst und zum Hund „schhhh, wir gehen weiter, alles gut.“ Ich glaube, ganz kurz singe ich sogar leise.
    Mit der Entfernung werden die Tiere tatsächlich wieder ruhiger. Nur ein kleiner Kläffer bellt Bärlinde noch hinterher, die einfach tiefenentspannt bleibt. Geschafft!

    Am Campingplatz angekommen, ist auch Fiffy wieder da. Nach diesem verbindenden Abenteuer fällt es uns schwer, Bärlinde zu verabschieden, aber wir beschließen, ohne sie weiterzufahren… Für den Fußraum wäre sie zu groß.
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  • Schloß Peles

    September 27, 2025 in Romania ⋅ ☁️ 12 °C

    Zwischendurch gibt es etwas Kultur. Wir besuchen das Schloss Peles.

    Das Schloss war die Sommerresidenz der rumänischen Könige und wird als wahres Märchenschloss beschrieben. So verwundert es nicht, dass es für den ein oder anderen seichten Märchenprinzfilm als Kulisse herhalten durfte.
    Baubeginn war 1873 unter der Leitung eines Wiener Architekten. Im Inneren verbergen sich 160 Räume, jeder für sich aufwendig dekoriert und modern ausgestattet. So gab es bereits eine zentrale Heizanlage, elektrische Beleuchtung und Warmwasserversorgung. Das Innendekor ist aufwendig und überwiegend aus Holz gestaltet, es lassen sich sogar Wandgemälde von Gustav Klimt finden.

    An den Wochenenden ist Peles offensichtlich auch bei Rumänen ein beliebtes Ausflugsziel. So schlängeln wir uns als große Gemeinschaft durch die Räume, erwischen zwischendurch aber auch immer wieder ruhige Momente.
    Der Prunk ist wirklich überwältigend. Es gibt keinen Raum, in dem sich die Augen ausruhen können, denn jeder möchte als Highlight glänzen.
    Am meisten beeindruckt der Eingangsbereich mit der hohen Glasdecke, der Wendeltreppe aus Holz, unzähligen Säulen, Ebenen und Verzierungen. In dem Gewusel um uns herum kann man gar nicht alles erfassen. Der Wunsch kommt auf, hier mal allein durchzuwandeln. In jedem Raum erwarten uns neue Besonderheiten - Kronläuchter aus Murano-Kristall, goldene Tapeten, aufwendig gestaltete Decken, spiralförmige Holzsäulen, maurische Muster. Wahrlich märchenhaft… und vielleicht ein (kleines) bisschen übertrieben!? Wir genießen den Prunk und kehren dann in unser kleines Heim auf vier Rädern zurück - ohne Zentralheizung!
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  • Transhumanz und Schafsfestival Bran

    September 29, 2025 in Romania ⋅ 🌧 9 °C

    Die KI hat es schön zusammengefasst:

    „Rumänien hat mit über zehn Millionen Zuchtschafen den drittgrößten Schafbestand in der EU, wobei kleine lokale Züchter dominieren und eine traditionelle Wandertierhaltung betreiben. Diese Praxis ist tief in der Kultur verwurzelt und wird oft als persönliche Verpflichtung für die Schäfer angesehen, die sich auf ihre Hunde verlassen, um die Herden zu schützen. Rumänische Schafhaltung ist jedoch auch mit Herausforderungen verbunden, wie dem täglichen Kampf gegen Raubtiere wie Bären und der Notwendigkeit, strenge EU-Vorschriften einzuhalten.“

    Auch wenn mittlerweile die ein oder andere Schäferhütte dem Verfall preisgegeben ist, spielt die sogenannte Transhumanz eine zentrale Rolle in der rumänischen Kultur und Lebensweise. Überall sehen wir Schäfer mit kleinen oder mittleren Herden, manchmal begleitet von Eseln und natürlich von den großen robusten Hütehunden, die es im Rudel auch mal mit einem Bären aufnehmen können. Auch in der Landschaft spiegelt sich diese Lebensweise wider. Aus der Ferne wirkt das alles sehr romantisch, aber das Leben der Schäfer ist sicher hart. Käse und andere Erzeugnisse werden zum Teil noch per Hand zubereitet und besonders viel Lohn fällt nicht ab, wenn es nicht die eigenen Schafe sind.

    In Bran wird am letzten Septemberwochenende traditionell der Schafabtrieb mit einem Festival gefeiert. Die Landwirte verkaufen ihre Erzeugnisse, feilschen um Schafe und tauschen ihre Geschichten aus. Die Männer, die hier unterwegs sind, haben sicher viel zu erzählen, allein ihre Gesichter zeigen tiefe Spuren und verweisen auf das Leben.
    Als Besucher findet man hier sicher den besten Käse und Schinken, kann zu live gesungener Musik tanzen und sich durch rumänische Köstlichkeiten futtern. Große Suppentöpfe brodeln überall, Fleisch wird gegrillt und Polentakugeln werden gerollt und mit Käse befüllt. Die Stimmung ist gut und geschäftiges Treiben umgibt uns.

    In einem Artikel von 2016 lese ich, dass eine Schäferfamilie 3500 Euro im Jahr verdient - kaum vorstellbar bei den mittlerweile europäisch angepassten Preisen.
    Dem gegenüber fallen immer wieder viele teure Autos im Straßenverkehr auf - sowie die ausgelagerten Industriestandorte internationaler Firmen. So ist Rumänien ein Land großer Kontraste, das auf dem Weg in die Moderne sicher einige Traditionen, aber vielleicht auch prekäre Lebensumstände hinter sich lassen wird.
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  • Von Burgen und etwas anderen Palästen

    September 29, 2025 in Romania ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Herbst ist da. Er kommt mit Kälte und Regen. Uns geht es noch ganz gut, denken wir, als die Nachbarn im Zelt erklären, dass sie nur Sommerschlafsäcke dabei haben. Wir haben kleine Katzen, die uns wärmen und protestierend miauen, wenn wir sie zum schlafen vor die Tür setzen. Bei uns riecht es doch schließlich so gut nach Wurst vom Markt.

    Wir beschließen, uns noch etwas zu gönnen und machen uns langsam auf den Heimweg. Unterwegs halten wir in Hunedoara, Eisenmarkt. Das scheint auf den ersten Blick eine nicht allzu schöne Industriestadt zu sein, in der sich aber auch ein bisschen jener Charme umgenutzter Industriebauten verbirgt - und die Burg Corvin. In ihrer ganzen Pracht könnte sie wirklich wunderbar vor uns stehen, aber der Himmel ist grau und ein Teil versteckt sich hinter einem Gerüst. Entsprechend empfängt uns Baulärm. Nichtsdestotrotz verlieren wir uns auf den vielen Stufen, zwischen den verschiedenen Türmen und hören draußen den Regen plätschern. Nebenbei erfahren wir, dass auch hier diverse Filme gedreht wurden, unter anderem der Horrorstreifen „the Nun“, an den ich Erinnerungen habe, obwohl ich ihn nie gesehen habe.
    Mein Highlight ist eine Fotoausstellung von Vasile Dorolti, der sehr eindrucksvoll und ungefiltert das ländliche Leben Rumäniens zwischen Glauben, Hoffnung und harter Arbeit aufzeigt.

    Danach schauen wir uns eine andere Art von Palästen an. In Hunedoara gibt es einen ganzen Stadtteil mit jenen Roma-Palästen, die ich hier schon einmal beschrieben habe. Ohne Umschweife findet man sich hier in einer anderen Welt wieder, die mich sehr an den Kitsch indischer Prunkbauten erinnert. Es ist nichts los auf den Straßen und man fühlt sich wie ein Eindringling, denn ich spüre, dass wir hier nicht her gehören. Ich bin zurückhaltend mit dem Fotografieren und werde auch bald gewarnt, dass meine „Kamera kaputt“ gehen könnte, wenn mich die falschen Leute sehen. Also schlendern wir zurück.
    Es ist still hier, die Fassaden schweigen und nur die teuren Autos zeugen davon, dass hier auch Menschen wohnen. Auf dem Rückweg laufen ein paar Jungs durch die Straßen. An manchen Gebäuden hängen große Banner mit Fotos der Hausbesitzer. Ich sehe goldene Löwen, Pferdeköpfe, Statuen und Symbole, die ausdrücken: hier ist das Geld zu Hause. Gern würde ich mehr erfahren und hinter die Kulissen schauen, das Thema ohne die Färbung westlicher Kultur betrachten, die ich in einigen Beiträgen heraus gelesen habe. So bleibt nur ein kleiner Eindruck einer anderen Welt, in der wir Fremde sind.
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  • Letzte Urlaubstage im Waldparadies

    October 1, 2025 in Hungary ⋅ ☁️ 9 °C

    Uns geht es ganz wunderbar! Wir verbringen unsere letzten Urlaubstage in einem kleinen Waldparadies in der Mátra und machen Pläne fürs Heimkommen…. und gehen in die Sauna… und sitzen stundenlang im heißen Zuber… und trinken Wein… und genießen.
    Ich produziere neue Bildideen, Thomas spielt Gitarre und mikroskopiert. Dabei entdeckt er zwar keine großen Bären, aber kleine Bärtierchen. Wer sie nicht kennt, dem sei empfohlen, sich mal eine Doku anzuschauen. Das sind nämlich wahre Superhelden!
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    Trip end
    October 4, 2025