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Weltreise 2025 mit AIDAdiva

Ein 134-Tage Abenteuer von Petra Weiterlesen
  • Santa Barbara, USA 🇺🇸

    18. Dezember 2025 in den USA ⋅ ☁️ 15 °C

    Santa Barbara: Wiedersehen mit einer alten Bekannten

    Die AIDAdiva ankert frühmorgens vor Santa Barbara. Mit dem Tender setzen wir an Land über, gespannt auf einen vertrauten Ort, den wir diesmal ausführlicher erkunden.

    Unser erster Weg führt zum Diele Hill, von wo wir Stadt und Küste überblicken. Der Campus wirkt wie ein geheimer Garten – offen, ruhig, ein Ort, an dem Leben und Lernen zusammengehören.

    Über eine kleine Brücke erreichen wir das Santa Barbara City College. Die Parkanlage schenkt uns weite Blicke über Dächer, Hafen, Stearns Wharf und Pazifik.

    Weiter geht es zum Bahnhof. Ein Zug hält kurz, Menschen steigen ein und aus, und für einen Moment scheint die Stadt innezuhalten, bevor sie ihren Rhythmus wieder aufnimmt.

    In der Altstadt werden die Straßen zu Fußgängerzonen, unsere Schritte langsamer. Der historische Kern Santa Barbaras besticht durch kolonial-spanische Architektur, enge Gassen und kleine Plätze. Hier spürt man das ursprüngliche Flair der Stadt, das sich seit unserem letzten Besuch kaum verändert hat.

    Mit dem Fahrstuhl fahren wir zum Uhrenturm des Santa Barbara County Courthouse. Von oben sehen wir im Garten ein Hochzeitspaar, das sich das Ja-Wort gibt. Die Stadt breitet sich ruhig vor uns aus: rote Dächer, Palmen, Meer und Berge.

    Über die Treppen gehen wir hinunter, verweilen bei der Glocke und blicken in die Etagen. Hinter verschlossenen Türen laufen Gerichtsverhandlungen – Alltag zwischen Hochzeit und Aussicht.

    Gegenüber zieht es uns in die stille Public Library – ein ruhiger Ort voller Licht und Bücher mitten in der Stadt.

    Auf dem Rückweg Richtung Stearns Wharf durchqueren wir wieder die Altstadt mit ihren Fußgängerzonen und historischen Straßen. Wir lassen uns treiben, beobachten das Leben, trinken Kaffee in Ruhe und ohne Eile.

    Unser Tag endet nicht in der Altstadt, sondern in der lebendigen Innenstadt, in der Nähe des Einkaufszentrum Paseo Nuevo.

    Zum Abschluss schlendern wir am Pier und Strand vorbei zurück zum Tender. Unsere Abfahrt verzögert sich – einige Tender lassen noch auf sich warten.

    Nächstes Ziel: San Francisco, USA 🇺🇸! Jetzt heißt es Vollgas geben, damit wir rechtzeitig durch die legendäre Golden Gate Bridge fahren.

    Nächste Etappe: 317 Seemeilen, 588 km.

    Ahoichen 🚢
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  • San Pedro/Los Angeles, USA 🇺🇸

    17. Dezember 2025 in den USA ⋅ 🌫 14 °C

    Das Wetter meint es heute nur mäßig gut mit uns. Nebel liegt über dem Hafen, alles wirkt gedämpft und überraschend unkallifornisch. Sonne? Fehlanzeige. Trotzdem ziehen wir los. Los Angeles kennen wir schon, und einen Shuttleplatz bei AIDA haben wir diesmal nicht bekommen – also bleiben wir in San Pedro und erkunden alles zu Fuß.

    Am World Cruise Center starten wir noch etwas im Ankunftsmodus, aber neugierig. Gemütlich geht es die Harbor Blvd entlang Richtung LA Waterfront, vorbei am Fishing Industry Memorial, dem American Merchant Marine Veterans Memorial und dem San Pedro Fishmarkt.

    Am Fischereihafen bleiben wir kurz stehen, um Robben zu beobachten, die von Möwen förmlich wegen Futter attackiert wurden – ein kleines Schauspiel zwischen Meer und Chaos.

    Weiter geht es zur Cabrillo Marina und dem fast leeren, idyllischen Strand. Nur ein paar Hundespaziergänger und flinke Radfahrer teilen sich den Weg mit uns.

    Am Aquarium gibt es erst mal Kaffee, bevor wir durch Straßen mit alten, schönen Holzhäusern weiter zum Korean Friendship Bell schlendern. Die Glocke, ein Geschenk Südkoreas an die USA, wirkt wie ein Ruhepol zwischen Meer, Himmel und unseren Gedanken – fast so, als würde sie alles zusammenhalten.

    Von hier öffnet sich ein schemenhafter Blick auf den Pazifik, während der Nebel langsam verschwindet.

    Auf dem Rückweg kommen wir sogar mit Einheimischen ins Gespräch – so wird aus einem einfachen Spaziergang ein kleines Abenteuer.

    Zurück geht es an der South Pacific Avenue entlang, vorbei an StreetArt, dem Rathaus, versteckten Ecken – und der ein oder anderen Person ohne richtiges Zuhause.

    Schließlich erreichen wir wieder die Promenade und das Terminal. Die Füße sind müde, die Eindrücke zahlreich, und wir sind uns einig: San Pedro war heute genau der richtige Ort.

    Nächste Etappe: 97 Seemeilen, 180 km bis Santa Barbara, USA 🇺🇸.

    Ahoichen 🚢
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  • San Diego, USA 🇺🇸

    16. Dezember 2025 in den USA ⋅ ⛅ 14 °C

    San Diego zwischen Nebel, Farbe und Lichtern

    San Diego zeigt sich am Morgen geheimnisvoll. Nebel liegt über der Stadt, lichtet sich kurz und kehrt wieder zurück, als wolle er uns noch ein wenig auf Abstand halten. Die Einreisekontrolle passt dazu: gründlich, langsam, mit viel Warten. Die Zeit läuft uns davon, Geduld wird zur Hauptbeschäftigung.

    Erst um 13:00 Uhr sind wir endlich unterwegs. Mit dem Bus geht es vom Broadway zum Balboa Park, Startpunkt ist das Karussell.

    Gleich danach landen wir im Spanish Village Art Center – ein bunter Auftakt. Farbenfrohe Häuser, offene Ateliers, Kunst überall. Nach dem zähen Vormittag wirkt dieser Ort wie ein frischer Farbtupfer, der sofort Leichtigkeit bringt.

    Der Park zeigt sich danach von seiner ruhigen Seite. Wege, Gärten, Architektur, Museen, Springbrunnen, Theater – und mittendrin der Botanische Garten. Unser klarer Favorit.

    Am Nachmittag zieht es uns zurück zum Hafen. Im Tuna Harbor Park steht das berühmte Liebespaar „Unconditional Surrender“, meterhoch und in innigem Kuss vereint. Für uns ist die Skulptur längst vertraut und Teil des typischen Parkbilds, während sie Besucher aus allen Richtungen magisch anzieht.
    Weiter geht es ins Seaport Village, das weihnachtlich geschmückt und hell erleuchtet ist. Lichterketten, kleine Läden, die Atmosphäre fast ein bisschen märchenhaft – hier lässt es sich wunderbar treiben und den Tag ausklingen.

    Kurz nach 22:00 Uhr brechen wir Richtung Los Angeles auf. San Diego verschwindet langsam hinter uns. Trotz Nebel, Warten und spätem Start bleibt ein Tag, der hängenbleibt – bunt, stimmungsvoll und voller kleiner Eindrücke, die man nicht vergisst.

    Nächste Etappe 97 Seemeilen (180 km) bis Santa Barbara, USA 🇺🇸.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag

    15. Dezember 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 17 °C

    Gestern Abend waren wir im Theater und besuchten eine Lesung mit Hera Lind – und ehrlich gesagt war das die beste Show, die wir bisher auf einem AIDA-Schiff erlebt haben. Ja, wir wissen, sie war nicht immer der unangefochtene Liebling der Nation, doch sie hat sich hör- und sichtbar wieder aufgerappelt. Umso überraschter waren wir, als wir erfuhren, dass sie eine ausgebildete Sängerin ist. Diese Fähigkeit setzte sie mit großer Leichtigkeit ein und bewies eindrucksvoll, wie gut ihre Mischung aus charmanter Plauderei und Gesang funktioniert. Ein Abend, der uns noch lange in Erinnerung bleiben dürfte – und der ganz nebenbei gezeigt hat, dass man sich auch mit Erfahrung und Humor wunderbar neu erfinden kann.

    Gegen 10:00 Uhr stand erneut eine Rettungsübung für die Crew auf dem Plan. Alles lief ordentlich und routiniert ab – auch wenn wir im Ernstfall vermutlich nicht unser letztes Hemd darauf verwetten würden. Aber Übung bleibt eben Übung, und besser man weiß zumindest theoretisch, was zu tun ist.

    Auch Vorträge gab es wieder, diesmal über San Diego und Los Angeles. Man möchte schließlich vorbereitet sein, falls es morgen oder in den nächsten Tagen erneut auf Entdeckungstour geht. Ein wenig Vorfreude schadet ja nie.

    Dazwischen kümmerten wir uns um die kleinen, aber nötigen Dinge: Postkarten wanderten auf den Weg, der Blog bekam neue Zeilen, etwas Handwäsche musste sein, und natürlich durfte der obligatorische Rundenlauf auf Deck 5 nicht fehlen – schließlich will man wissen, wo man sich so bewegt. Heute war es allerdings ziemlich frisch, entsprechend überschaubar war der Betrieb an Deck.

    Am Abend standen wir dann vor der altbekannten Qual der Wahl. Das Bordprogramm traf unseren Geschmack diesmal nicht so recht. Also entschieden wir uns für die angenehmere Alternative und zogen uns frühzeitig ins Zimmer zurück. Manchmal ist genau das der beste Programmpunkt des Tages – ganz ohne Bühne und Scheinwerfer.
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  • Passage Cabo San Lucas, Mexiko 🇲🇽

    14. Dezember 2025 in Mexiko ⋅ ⛅ 22 °C

    Der Tag begann ganz klassisch mit einem gemütlichen Frühstück, bei dem wir schon ahnten: Das wird kein gewöhnlicher Seetag. Danach zog es uns direkt hinaus auf Deck, denn vor uns lag die Passage von Cabo San Lucas. Ein Ort, den wir bereits kannten – und genau deshalb wussten wir auch, dass sich hier das genaue Hinsehen lohnt. Wale, das markante Kap und meistens mehr Bewegung im Wasser als in einem gut besuchten Freibad.

    Gegen 10:00 Uhr war es dann so weit: Wir erreichten das Kap, und pünktlich dazu begann die Naturvorstellung. Wale tauchten auf, Delphine begleiteten uns ein Stück des Weges, und auch Robben meldeten sich zu Wort – offenbar ebenso neugierig wie wir. Es war einer dieser Momente, in denen man vergisst, wie viele Fotos man schon gemacht hat, und trotzdem noch eins mehr braucht.

    Damit wirklich niemand an Bord dieses Schauspiel verpasste, drehte die AIDA eineinhalb Runden um die eigene Achse. Ein Schiff im Pirouettenmodus – sehr zur Freude aller Passagiere. Kameras klickten, Smartphones wurden gezückt, und auf allen Decks lag dieses leise Staunen in der Luft, zu dem nur das Meer fähig ist. Im Nachhinein erfuhren wir dann, dass das Ganze eigentlich gar nicht erlaubt war: Man hatte uns offenbar für ein kleines Boot gehalten. Manchmal schreibt das Meer eben seine eigenen Regeln.

    Irgendwann lag das Kap hinter uns, und wir nahmen Kurs auf San Diego.
    Für die Einreise übermorgen in die USA ist uns das Zeitfenster G für die Zollkontrolle zugeteilt worden, was bedeutet, dass wir dieses Mal früher von Bord gehen können.

    Zurück blieb das ruhige Gefühl, wieder einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.

    Ahoichen 🚢
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  • Puerto Vallarta, Mexiko 🇲🇽

    13. Dezember 2025 in Mexiko ⋅ ⛅ 28 °C

    Heute stand eine schattige Tour abseits der üblichen Touristenpfade auf dem Plan – eine willkommene Abwechslung zur glühenden Sonne, die hier sonst so gern die Besucher empfängt. Vom Hafen aus ging es gemütlich mit dem Shuttle direkt zum Malecón, der lebendigen Strandpromenade voller Kunstskulpturen, Cafés, Restaurants und Straßenkünstler.

    Der Río Cuale teilt die Promenade, doch wenige Schritte weiter verbindet der Puente Río Cuale die beiden Ufer. Von der Brücke zweigt ein kleiner Weg zur Isla Cuale ab – einem unserer heutigen Ziele – und lädt zu einem kurzen Abstecher ein, zwischen Ruhe und kleinen Entdeckungen.

    Auf der Isla Cuale fielen uns bunte Stände und schattige Ecken ins Auge, dazu eine Katze, die auf einem Baum thronte wie eine strenge Zollinspektorin. Alles war noch dabei, sich für den herannahenden Touristenstrom vorzubereiten.

    Die Plaza Hidalgo präsentierte sich in sanften Pastellfarben. Bougainvillea wucherte über die Häuser, und schattige Gassen führten hinauf zum Mirador Gringo Gulch, einem historischen Viertel auf einer kleinen Anhöhe oberhalb des Río Cuale.

    Gringo Gulch ist auch durch Richard Burton und Elizabeth Taylor bekannt: Burton kaufte hier für Taylor ein Haus, errichtete nebenan sein eigenes und ließ zwischen beiden eine Brücke bauen – heute bekannt als Puente del Amor. Der Aufstieg war zwar etwas anstrengend, doch oben erinnerten nicht nur der Ausblick, sondern auch die Spuren Hollywoods an die bewegte Geschichte dieses charmanten Viertels.

    Am Playa Los Muertos Pier endete unsere heutige Tour, da der Aufenthalt nur begrenzt war. Dennoch hatten die kleinen Abenteuer, stillen Momente und die Lebendigkeit der Stadt den Tag vollkommen gemacht. Puerto Vallarta hinterlässt Eindrücke, die noch lange nachklingen.

    Wir verlassen Puerto Vallarta verspätet, können aber heute nach dem Verlassen des Hafens einige Wale und Delfine beobachten. Zwar weit weg, aber immerhin – genug, um uns an die Reling zu locken und gemeinsam in die Ferne zu deuten.

    Nun sind wir auf dem Weg nach San Diego, USA 🇺🇸. Nächste Etappe: 1.069 Seemeilen, das sind stolze 1.980 Kilometer.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag

    12. Dezember 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌙 29 °C

    Der Tag begann ruhig mit einem Frühstück, das keinen Anlass zur Eile bot. Auf Deck 5 wurde anschließend der Spiegel gelesen, während Hermann seine Laufrunde absolvierte – Bewegung klar verteilt, Aufgaben ebenso.

    Zum Mittagessen kam alles wieder zusammen, danach folgte eine ausgedehnte Ruhephase mit Fernsehen. Erholung will schließlich ernst genommen werden. Später wurde der Shuttle für Puerto Vallarta gebucht, ein kleiner organisatorischer Erfolg, der den Tag kurz offiziell wirken ließ.

    Am Nachmittag ging es erneut auf Deck 5. Das Lesen wurde unvermittelt von Delfinen unterbrochen. Viele waren es nicht, aber einer ließ sich fotografieren – manchmal reicht genau das. Der Sonnenuntergang zeigte sich später von seiner zuverlässigen Seite: ruhig, schön und ganz ohne Kommentar.

    Ein Abstecher zur Rezeption klärte die Sache mit dem Buffalo Steak House. Auf Deck 10 wurde anschließend der Termin fest vereinbart: 22.12.25 um 18:00 Uhr – erledigt und notiert.

    Das Abendbrot auf Deck 9 schloss den Tag angenehm ab. Danach noch ein wenig Fernsehen, bis klar war: Mehr musste heute wirklich nicht passieren.
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  • Seetag

    11. Dezember 2025, Pazifischer Ozean ⋅ 🌬 26 °C

    Der Tag beginnt entspannt mit einem gemütlichen Frühstück. Danach stehen Blogschreiben und Fotos sortieren auf dem Programm. Später erstelle ich die passenden Fotokollagen, die unserer Reise langsam ein kleines Gesicht geben. Es macht richtig Spaß, all die bunten Momente nebeneinander zu sehen – fast so, als würde der Tag noch einmal an uns vorbeiziehen.

    Nach dem Mittagessen machen wir eine kleine Mittagsruhe, bevor wir uns einen Kaffee im Kiss holen. Anschließend zieht es uns auf Deck 5. Dort lesen wir, laufen ein paar Runden und beobachten nebenbei die Wellen, die aussehen, als würden sie uns im Vorbeiziehen frech zuwinken.

    Der Sonnenuntergang taucht das Schiff schließlich in warmes Licht, ein stiller Höhepunkt, den wir einfach nur wirken lassen. Danach geht es zum Abendessen – ruhig, gemütlich und genau richtig, um den Tag rund abzuschließen.
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  • Puerto Quetzal, Guatemala 🇬🇹

    10. Dezember 2025 in Guatemala ⋅ 🌙 24 °C

    Schon am frühen Morgen brechen wir von Puerto Quetzal nach Antigua auf. Die Fahrt ins Hochland zieht sich länger als gedacht – überall Baustellen, dazwischen schwerfällige LKWs, und wir mittendrin im zähfließenden Verkehr. Unsere Reiseleiterin spricht unermüdlich, während draußen die Landschaft allmählich grüner und weiter wird.
    Der Vulkan Pacaya meldet sich in regelmäßigen Abständen zu Wort und pustet kleine Aschewolken in den Himmel. Fasziniert beobachten wir, wie sich dieses Naturschauspiel ganz selbstverständlich zwischen uns und der Straße abspielt.

    In der Altstadt von Antigua tauchen wir sofort in die kleinen, ruhigen Gassen ein. Überall liegt der Duft von Kaffee und frischem Gebäck in der Luft, und wir starten gleich mit dem besten Cappuccino, den wir hier finden können.

    Dann lassen wir uns einfach treiben: Wir besuchen die Iglesia de San Francisco El Grande, schlendern durch versteckte Wege und landen schließlich am Parque Central. Kinder spielen, Tauben werden gefüttert, und wir stolpern über eine kleine Bibliothek, die wir sogar betreten dürfen – ein stiller Moment mitten im lebhaften Treiben.

    Am Santa-Catalina-Torbogen halten wir kurz inne, wie viele andere Touristen auch. Die Architektur mit dem Blick auf den Fuego ist einfach wunderschön – und spontan nehmen wir an einer Umfrage der Universität teil, was dem touristischen Trubel gleich einen kleinen wissenschaftlichen Touch verleiht.

    Das absolute Highlight ist jedoch das Besteigen des Daches der gelben Iglesia La Merced. Von oben breitet sich die Stadt wie ein kleines Bühnenbild aus, eingerahmt von majestätischen Vulkanen, und wir lassen die Aussicht einfach auf uns wirken.

    Der Rückweg zieht sich endlos. Stau, Schritttempo, die Uhr tickt – zum Glück wartet die AIDA nicht nur auf uns. Den Sonnenuntergang erleben wir nur aus dem Bus heraus, die Händler im Hafen räumen bereits ihre Waren ein, und es ist stockdunkel, als wir endlich am Schiff ankommen.

    Trotz Stau und langer Fahrt: Antigua mit seinen Vulkanen und kolonialem Flair war wieder einmal jeden Kilometer wert.

    Hinter uns liegt Puerto Quetzal, vor uns Puerto Vallarta in Mexiko 🇲🇽. Zwei Seetage ziehen sich dahin, perfekt, um das Meer zu genießen und vielleicht den ein oder anderen Wal vorbeiziehen zu sehen.

    Aktuelle Etappe: 1929 Seemeilen, 1906 km.

    Ahoichen 🚢​​​​​​​​​​​​​​​​
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  • Seetag

    9. Dezember 2025, Pazifischer Ozean ⋅ ☀️ 26 °C

    Auf dem Weg nach Puerto Quetzal, Guatemala 🇬🇹

    Wir starten gemütlich mit dem Frühstück, noch halb im Wachmodus, als sich plötzlich die nautische Offizierin meldet. Mit ernster Stimme, aber durchaus feierlichem Unterton, wird verkündet: Wale und Schildkröten auf dem Weg nach Puerto Quetzal.
    Wir schauen uns an – das klingt nach einem vielversprechenden Tag, auch wenn wir diesmal wohl nur innerlich applaudieren dürfen.

    Zum Mittagessen sind wir bereits bestens ausgeruht, was auf See ja schon als echte Leistung gilt. Danach folgt die Kaffeepause, die allerdings kürzer ausfällt als geplant. Die Theaterproben in unserer Nähe entwickeln sich akustisch zu einer kleinen Generalattacke auf unsere Ruhe, also ziehen wir uns taktisch klug zurück. Flucht kann eben auch sehr entspannt sein.

    Später drehen wir eine Runde an Deck. Das Meer erinnert uns sanft, aber bestimmt daran, wer hier das Sagen hat.
    In der Ferne tauchen Delphine auf – leider mehr Idee als echtes Schauspiel, zu weit weg für große Begeisterung, aber nah genug für ein zufriedenes Nicken.

    Am Abendbrotstisch kehrt wieder Ruhe ein, und danach folgt das, was wir inzwischen meisterhaft beherrschen: ausruhen. Ein Tag ohne große Dramen, aber mit kleinen Momenten, die man gerne festhält – und mit der leisen Gewissheit, dass selbst entfernte Delphine den Tag ein wenig runder machen.
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  • Puntarenas, Costa Rica 🇨🇷

    8. Dezember 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 26 °C

    Küstenblicke und Kolonialgeschichte

    Heute sind wir auf dieser Reise zum zweiten Mal in Costa Rica – diesmal auf der Pazifikseite. Alles fühlt sich vertraut an und doch wieder ein bisschen neu.

    Kaum unterwegs, lassen wir den Hafen hinter uns und fahren ins Landesinnere. Die Landschaft macht es uns leicht anzukommen: sattes Grün, dazwischen immer wieder ein Blick auf die Küste, die sich ganz unaufgeregt von ihrer besten Seite zeigt.

    In Esparza machen wir Halt. Die Kirche steht ruhig da, schlicht und ohne jede Aufdringlichkeit.

    Ich kann sie ganz in Ruhe allein besichtigen, während sich im Pérez Park daneben langsam alles auf eine Aufführung kostarikanischer Tänze vorbereitet.

    Wir gehen ein wenig umher, setzen uns, schauen zu – und merken erst später, dass gut 45 Minuten vergangen sind. Hier scheint die Zeit nicht zu drängen.

    Weiter geht es nach Orotina. Das Souvenirgeschäft bleibt eher nebensächlich, dafür legen wir eine kleine Pause ein: frisches Obst, Schokolade und Kaffee, während wir einer kostarikanischen Tanzaufführung zusehen – genau im richtigen Moment, um neue Energie zu tanken.

    Zur Mittagszeit sind wir zurück am Schiff, essen eine Kleinigkeit und schlendern noch über die Strandpromenade. Die Hitze meldet sich deutlich zu Wort und macht klar, dass heute Schluss ist mit Programm. Wir hören darauf.

    Ein Tag ohne Hast, mit viel Grün, ein bisschen Geschichte und genau den richtigen Unterbrechungen.
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  • Seetag, 2. Advent

    7. Dezember 2025, Pazifischer Ozean ⋅ ⛅ 26 °C

    Der 2. Advent begann ruhig mit einem Frühstück an Bord. Ohne Hast, mit Blick nach draußen, genau richtig für einen Sonntag.

    Danach erledigten wir die digitale Post. Ein paar Klicks, kurz sortiert, fertig. Papierkram gibt es hier nicht, was wir durchaus zu schätzen wissen.

    Die Wäsche wurde per Hand gewaschen. Nichts Besonderes, aber gehört eben dazu, wenn man auf dem Schiff lebt. Danach war alles erledigt, und der Vormittag konnte abgehakt werden.
    Mit der Kamera fotografierte ich die Vögel rund ums Schiff. Dabei waren einige schöne Motive dabei.

    Zur Kaffeezeit saßen wir an der Eisbar. Kaffee, eine kleine Pause zwischendurch.

    Am Abend schauten wir noch den Sonnenuntergang. Ruhig, unspektakulär, passend zum restlichen Tag. Der hübsche Weihnachtsmarkt am Abend auf dem Pooldeck brachte für alle Gäste ein wenig weihnachtliche Stimmung am Abend. Ein angenehmer, entspannter 2. Advent an Bord.
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  • Panamakanal, Panama 🇵🇦

    6. Dezember 2025 in Panama ⋅ ☀️ 26 °C

    Heute folgten wir dem Panama-Kanal Schritt für Schritt, ganz ohne Eile und ohne auf die Uhr zu schauen. Los ging es in Colón an der Atlantik-Einfahrt, wo schon die ersten wartenden Schiffe auf Reede lagen. Unter der Puente Atlántico glitten wir weiter und erreichten bald die mächtigen Gatún-Schleusen, in denen sich eindrucksvoll zeigte, wie elegant schwere Giganten angehoben werden können.

    Hinter den Schleusen öffnete sich der weitläufige Gatúnsee mit seinen grünen Inseln, die wie zufällig verstreut wirken, aber eine ganz eigene Ruhe ausstrahlen.
    Bei Gamboa änderte sich die Stimmung langsam, und im Gaillard-Kanal rückten die bewaldeten Hänge ganz nah an uns heran – hier spürt man, wie viel Arbeit nötig war, um diesen Weg durch das Land zu schlagen.

    Nach der Pedro-Miguel-Schleuse ging es weiter zu den Miraflores-Schleusen, wo der Weg zurück Richtung Meer vorbereitet wird.
    Schließlich tauchten der Hafen von Balboa und die Kulisse von Panama City auf.

    Unter der Puente de las Américas verabschiedeten wir uns innerlich vom Kanal, bevor wir die Pazifik-Zufahrt erreichten.

    Am Ende waren wir uns einig: Diese Fahrt ist weniger eine Durchquerung als vielmehr eine Reise durch Technik und Natur.

    Aktuelle Etappe 553 Seemeilen (1.025 km) bis Puntarenas, Costa Rica 🇨🇷.

    Ahoichen 🚢
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  • Colón, Panamá 🇵🇦

    5. Dezember 2025 in Panama ⋅ ☁️ 24 °C

    Wir starteten in den Morgen, neugierig auf alles, was uns erwarten würde. Vieles kannten wir schon – die Altstadt, die Zugfahrt – und doch fühlte sich die Fahrt bis Panama City wie ein kleines Abenteuer an.

    Der Bus schaukelte uns über die Autobahn, vorbei an Lkws, Autos und Taxis, während die Klimaanlage tapfer gegen die Hitze kämpfte. Erst kurz vor der Stadt tauchten die Hochhäuser auf.
    Die Panoramafahrt zeigte eine Stadt voller Gegensätze: koloniale Ecken neben modernen Glitzerfassaden, überall Weihnachtsvorbereitungen – und unsere Reiseleiterin, die uns unermüdlich mit Infos versorgte.

    An der Multiplaza Pacific Mall fanden wir uns in einem glänzenden Labyrinth aus 260 Versuchungen wieder. Neugierig schlenderten wir durch die Gänge, als führten wir eine gründliche Expedition durch, und ein Kaffee durfte dabei natürlich auch nicht fehlen.

    Drei Stunden später brachte uns der Bus zurück zum Schiff, aber vorher drehten wir noch eine entspannte Runde durch den Hafen, beobachteten das Treiben vom Ufer aus und ließen die Eindrücke wirken.

    Während die Bucht im Abendlicht schimmerte, dachten wir: Reisen lebt genau von diesem Wechsel zwischen Neuem und Vertrautem – und sorgt zuverlässig für ein kleines Schmunzeln.

    Morgen geht es endlich in den Panamakanal, und wir sind gespannt, welche Schleusen wir als Erste durchfahren dürfen.

    Nächste Etappe 553 Seemeilen (1.025 km) bis Puntarenas, Costa Rica 🇨🇷.

    Ahoichen 🚢
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  • Puerto Limón, Costa Rica 🇨🇷

    4. Dezember 2025 in Costa Rica ⋅ ☁️ 25 °C

    Heute starteten wir voller Neugier in Richtung Manzanillo Nationalpark, und schon die Fahrt im Bus fühlte sich an wie ein kleiner Auftaktfilm zum Hauptprogramm. Unser Reiseleiter Maikel gab sein Bestes, um uns sein Land in unterhaltsamer Weise näher zu bringen.

    Vor uns lag eine Landschaft, die fast unwirklich wirkte: heller Sand, Palmen, und ein Meer so klar, dass wir kurz überlegten, ob das Licht hier einfach ein bisschen großzügiger verteilt wird als anderswo.

    Während unseres geführten Spaziergangs durch die Natur hatten wir das Gefühl, jede Bewegung im Gebüsch sei ein kleiner Auftritt. Mal raschelte etwas, mal huschte etwas davon, und unser Guide wirkte so, als würde er jeden Bewohner des Waldes seit Jahren persönlich kennen.

    Danach führte der Weg nach Puerto Viejo, wo uns sofort die entspannte karibische Stimmung auffing. Wir schlenderten durch das kleine Örtchen, nahmen die bunten Häuser, die Musik und das Treiben auf und hielten immer wieder inne, um einfach den Moment wirken zu lassen.

    Schließlich brachte uns der Bus zurück zum Schiff, und beim Auslaufen tauchte der Supermond auf, als perfekter Abschluss eines Tages, an dem einfach alles stimmig war.

    Nächste Etappe: 194 Seemeilen, 360 km bis Colon, Panama 🇵🇦.

    Ahoichen 🚢
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  • Roatán , Honduras 🇭🇳

    2. Dezember 2025 in Honduras ⋅ ☁️ 26 °C

    Roatán empfing uns heute mit warmem Tropenwind und einem hübschen Sonnenaufgang.

    Gegen halb zehn organisierten wir uns außerhalb des Hafens ein Taxi. Der Fahrer zeigte sich sichtlich bemüht, uns als Fahrgäste zu gewinnen – etwas, das er vermutlich jeden Tag genauso routiniert ausprobiert.

    Er fuhr uns zuerst zum Mirador Roatán, wo Einheimische ihre Stände für die Besucher aufgebaut hatten. Da dort gefühlt jeder jeden kannte, mussten wir uns die Aussicht über Stadt und Küste ein wenig zwischen Plauderei und Trubel hindurch erkämpfen.

    Weiter ging es nach Roatán City: vorne eine bunte, leicht in die Jahre gekommene Häuserzeile, hinten das echte Leben mit hupenden Mopeds, neugierigen Blicken und kleinen Läden, die so gar nichts vom touristischen Glanz wissen wollten. Eine karibische Szenenwelt, die uns fast an ferne Reiseziele erinnerte.

    Zurück am Hafen bogen wir noch auf den Nature Trail ab – ein kurzer grüner Tunnel, überraschend still und angenehm schattig. Auf einigen Holzgestellen verbreitete feiner Sprühnebel eine willkommene Abkühlung. Ein kleiner Luxusmoment bei diesen Temperaturen.

    Am späten Nachmittag zogen wir wieder los, diesmal mit der Mission „Leguane“. Und tatsächlich: Wir entdeckten mehrere dieser gelassenen Inselbewohner.

    Danach liefen wir weiter zur Mahogany Beach. Über uns schwebte der „Magical Flying Beach Chair“, die kleine Seilbahn, die Mahogany Bay mit dem Strand verbindet – ein bisschen wie ein Skilift im Sommerurlaub, nur über Palmen statt Pisten. Wir entschieden uns trotzdem für den Fußweg.

    Um diese Uhrzeit war es dort schon deutlich ruhiger; nur ein paar Besucher waren noch unterwegs, was dem Weg eine angenehme Abendstimmung verlieh.

    Zum Abschluss ging es zurück zum Schiff, das pünktlich um 18 Uhr ablegte.
    Nächste Etappe: 558 Seemeilen (1.034 km) bis Puerto Limón in Costa Rica 🇨🇷.

    Ahoichen 🚢
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  • Belize Stadt, Belize 🇧🇿

    1. Dezember 2025, Karibisches Meer ⋅ 🌙 27 °C

    Heute brachten uns lokale Tender an Land. Das Boot lag zwar längst bereit, doch bis alle an Bord waren und wir endlich ablegen konnten, verging mehr als eine Stunde. Kaum waren wir an Land, wurden wir sofort von einer bunten Schar von Touranbietern umlagert, die ihre Ausflüge anpriesen und uns freundlich, aber bestimmt ihre Angebote nahelegten. Wir bahnten uns unseren Weg durch das kleine Gewusel und ließen uns schließlich doch von der Stadt treiben.

    In Belize City schlenderten wir einfach ein wenig umher. Die Stadt wirkte lebendig, ein bisschen chaotisch – auf die freundliche Art.

    Zwischen kleinen Geschäften, bunten Häusern und Straßenständen mischte sich ein Rhythmus, der langsam und doch bestimmt war, als hätte die Stadt ihre eigene leise Melodie.
    Wir ließen die Wege entscheiden, bogen hier ab, schauten dort hinein und erfreuten uns an den einfachen Momenten: ein Verkäufer, der uns freundlich zulächelte; ein Einwohner, der uns einen schönen Tag wünschte, oder eine bunte Häuserwand, die aussah, als sei sie frisch aus einer Postkarte gefallen.
    Ein stiller, unspektakulärer, aber schöner Stadtbesuch – einer, der sich ganz von selbst in Erinnerung setzen wird.

    Nächste Etappe: 137 Seemeilen (254 km) bis Mahogany Bay, Roatàn, Honduras 🇭🇳.

    Ahoichen 🚢
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  • Cozumel, Mexiko 🇲🇽

    30. November 2025 in Mexiko ⋅ ⛅ 25 °C

    Der Tag begann ungewöhnlich früh. Um sechs Uhr erreichten wir bereits den Liegeplatz in Cozumel. Drei weitere Schiffe lagen neben uns, still wie verschlafene Riesen im Morgenlicht.

    Wir nahmen ein Taxi und ließen uns die wenigen Kilometer bis zum Stadtbereich bringen, denn die großen historischen Kapitel hatten wir für diese Reise bereits abgeschlossen.

    In einem kleinen Park neben dem Fähranleger zum Festland trafen wir auf mehrere Leguane, die gelassen auf den warmen Steinen ruhten. Einer von ihnen musterte uns kurz, als wolle er prüfen, ob wir in seinem terrakottafarbenen Reich etwas im Schilde führten, und verschwand dann lautlos unter seinem Stein.

    Wir setzten unseren Rundgang fort, suchten immer wieder den Schatten, wanderten von Farbklecks zu Farbklecks und ließen die Wärme nur so nah heran, wie es angenehm blieb. Schließlich machten wir uns entspannt auf den Rückweg zum Schiff.

    Am Nachmittag wagten wir einen zweiten Start – diesmal ganz ohne Fahrt, nur ein paar Schritte vom Pier entfernt. Die Punta Langosta Mall lag direkt vor uns: eine Mischung aus Souvenirläden, Boutiquen, klimatisierten Fluchten und dem stetigen Rauschen von Menschen, die zwischen Sonnenhüten und Parfümflaschen Entscheidungen trafen.

    Ein kleines Café bot uns einen Platz im Schatten, und wir nutzten die Gelegenheit für eine Pause. Wir betrachteten das Treiben, ließen uns Zeit und rundeten den Tag in der warmen Gelassenheit der Insel ab.

    Morgen steht Belize 🇧🇿 auf dem Plan – wir sind gespannt, was uns dort erwartet.

    Nächste Etappe 220 Seemeilen (408 km).

    Ahoichen 🚢
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  • Miami, USA 🇺🇸

    28. November 2025 in den USA ⋅ ☁️ 15 °C

    Wer in Miami aufwacht und statt Tropenhitze nur milde 22 Grad bekommt, ahnt schnell: Der Strand muss heute warten.

    Nach einem entspannten Frühstück zieht es uns raus – unser erstes Ziel: Wynwood.
    Die berühmten Murals sind beeindruckend, keine Frage, aber am frühen Vormittag wirkte das Viertel eher gruselig. Überall lag Müll, in Ecken schliefen Menschen, und die Stimmung war alles andere als einladend. Also schnell der Entschluss: Weiter geht’s.

    Kurz darauf landen wir in der Dolphin Mall – und siehe da, der Black Friday war in vollem Gange. Überall Schilder mit Rabatten, Menschen mit vollen Tüten und Koffern, die fast schon als mobiles Kleiderlager durch die Gänge marschierten. Zwischen Nike, Tommy Hilfiger und Victoria’s Secret fühlten wir uns wie auf einem ausgelassenen Shopping-Spektakel, und die spanischen Gespräche ringsum machten die Szenerie noch internationaler. Zwischendurch stärkten wir uns im Food Court, bevor wir uns wieder ins Getümmel stürzten.

    Am Nachmittag zog es uns zurück zum Hafen. Ein letzter Bummel über die Bayside, die Wolken hingen tief über dem Wasser und alles wirkte trotz des grauen Himmels lebendig und leicht.
    Zurück aufs Schiff, Füße hoch und so tun, als hätten wir den ganzen Tag nichts getan – was fast stimmte.

    Das Auslaufen, eigentlich für 18:00 Uhr geplant, verzögerte sich um fast zwei Stunden. Während wir warteten, tuckerten alle anderen Schiffe vor uns aus dem Hafen, als wollten sie uns ein bisschen ärgern.

    Seltsam, aber irgendwie witzig – so verabschiedet man sich eben auf Miami-Art.

    Unser nächster Hafen ist Cozumel in Mexiko 🇲🇽. Aktuelle Etappe: 529 Seemeilen (980 km).
    Ahoichen 🚢
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  • Charleston, USA 🇺🇸

    26. November 2025 in den USA ⋅ ☀️ 21 °C

    „La Belle of the South“ = „Die Schöne des Südens“

    Das Wetter hat sich gegenüber New York deutlich verbessert, sodass wir die Stadt ganz entspannt ohne dicke Jacke erkunden können.

    Charleston wirkt auf uns wie eine liebevoll gepflegte Kulisse aus einer anderen Zeit.

    Ende der 80er hat uns das Südstaatenepos „Fackeln im Sturm“ völlig in seinen Bann gezogen. Wir gehörten damals nicht zum Tal der Ahnungslosen und haben jede neue Folge sehnsüchtig erwartet.

    Heute fahren wir mittags zur Boone Hall Plantation, einem der bekanntesten Drehorte der Serie – danke für den Tipp, Claudia!

    Die alten Häuser und Anwesen sind klasse erhalten, und zwischen moosverhangenen Eichen und großzügigen Veranden fühlt man sich sofort in die Welt von „Fackeln im Sturm“ versetzt.

    Wir erkunden mit einem offenen Waggon die Plantage und schauen auf Mais, Baumwolle, Tabak, Obst und Wein.
    An den Seen watscheln Gänse, Schildkröten dösen in der Sonne, und am Fluss beobachten uns neugierige Vögel. Einfach treiben lassen – genau so macht Plantage erkunden Spaß.

    Später streifen wir durch die kleinen Unterkünfte der ehemaligen Sklaven und fühlen ein bisschen die Geschichten, die hier einmal passiert sein müssen.

    Auf dem Rückweg zum Haupthaus taucht gerade eine Gruppe auf; wir schleichen neugierig hinein – merken aber schnell, dass das Haus privat genutzt wird. Ein kurzer Blick, ein leises Staunen, und schon sind wir wieder draußen, als hätten wir auf leisen Sohlen eine kleine Entdeckungstour gemacht.

    Danach geht es zurück zum Schiff, wo unser Tourguide uns freundlicherweise direkt am Hafen absetzt. Wir lassen die Eindrücke noch ein wenig nachwirken – die Allee, die Gärten und die Geschichten der Plantage bleiben lange im Kopf.

    Um 22:00 Uhr legen wir in Richtung Miami, USA 🇺🇸, ab. Vor uns liegt ein Seetag.

    Nächste Etappe: 441 Seemeilen (817 km).

    Ahoichen 🚢
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  • New York, USA

    24. November 2025 in den USA ⋅ ☀️ 11 °C

    Ein Taxi brachte uns heute zum Columbus Circle, wo unser Tag mitten im New Yorker Gewimmel begann. Die Fahrten sind erstaunlich preiswert, nur die Beinfreiheit ist für meinen Liebsten immer ein kleines Abenteuer – ein Detail, das uns jedes Mal ein stilles Grinsen entlockt.

    Vom Trubel des Columbus Circles ging es weiter in den Central Park, wo der Lärm der Stadt langsam hinter den Bäumen verhallte und eine angenehme Ruhe zwischen den Spaziergängern entstand.

    Später standen wir wieder vor dem  Store. Beim letzten Besuch kamen wir nicht hinein – die Schlange wegen des neuen iPhones reichte fast bis auf die Straße. Wir erinnern uns noch gut an die Frau aus Leipzig, die uns damals fragte, warum hier alle warten. „Für das neue iPhone“, sagten wir. Sie grinste und sagte trockenen ihrem sächsischen Dialekt: „Früher standen wir nach Bananen an – und heute nach .“
    Heute konnten wir entspannt hinein, kein Gedränge, einfach Zeit, alles in Ruhe zu betrachten – ein kleines Nachholen von damals.

    Die Fifth Avenue zieht einen sofort in ihren Bann. Elegante Schaufenster und prächtige Häuser, dazwischen Menschen, die stehenbleiben, fotografieren oder Selfies machen – jeder scheint ein Stück dieses Glamours mitnehmen zu wollen.
    Überall wird gerade dekoriert, Helfer hängen Lichter auf und schmücken die Straßen, und schon jetzt liegt ein Hauch des festlichen Weihnachtszaubers in der Stadt.

    Durch Midtown East ging es anschließend weiter, einfach treiben lassen, ohne Plan. Irgendwann führte der Weg zurück Richtung Hafen – noch nicht als Abschluss, eher als Übergang, der Zeit ließ, den Tag innerlich zu sortieren.

    Beim Ablegen verzögerte sich alles ein wenig, weil eine Dame den Weg zurück an Bord nicht gleich fand.

    Später drehte die AIDAdiva – als erstes Schiff der Flotte, das dies durfte – eine Runde vor der Freiheitsstatue. Die Sonne tauchte die Skyline in warme, wechselnde Farbtöne, und eine besondere Ruhe legte sich über das Wasser, als wollte die Stadt uns noch einmal kurz winken.

    Jetzt geht es weiter nach Charleston, USA 🇺🇸. Hinter uns verschwindet New York, vor uns liegt ein Seetag über 644 Seemeilen (1.193 km) – genug Zeit, um die vielen gesammelten Eindrücke wirken zu lassen.

    Ahoichen 🚢
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  • New York, USA

    23. November 2025 in den USA ⋅ ☁️ 10 °C

    Wir sind heute schon um 6 Uhr auf Deck gewesen, um die Einfahrt nach New York nicht zu verpassen. Der Sonnenaufgang war atemberaubend und machte das frühe Aufstehen mehr als lohnenswert.

    Nach dem Frühstück spazierten wir über die Highline, eine stillgelegte Hochbahntrasse, die heute als grüner Weg hoch über den Straßen Manhattans verläuft und von der man immer wieder neue Blicke auf die Stadt und ihre Dächer werfen kann.

    Weiter ging es zum Vessel, einem auffälligen, begehbaren Bauwerk aus Treppen und Plattformen, das wie eine moderne Skulptur mitten in der Stadt steht.

    Schließlich erreichten wir die Little Island mit ihren tulpenförmigen Betonstützen, die die Insel über dem Hudson River tragen und den Park jetzt mit den warmen Farben des Indian Summer schmücken.

    Am Nachmittag kehrten wir zum Schiff zurück und ließen uns ein spätes Mittagessen schmecken. Nach einer kleinen Pause zogen wir noch einmal los zum Broadway, wo bereits reichlich Betrieb herrschte.
    Je weiter der Abend fortschritt, desto dichter füllten sich die Straßen. Gut gelaunt und voller Eindrücke fuhren wir mit dem Taxi zurück zum Schiff und ließen die Lichter der Stadt hinter uns zurück.
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  • Boston, USA

    21. November 2025 in den USA ⋅ ☁️ 4 °C

    Mit dem Taxi geht es heute zur Boston Public Library, eine der ältesten und bedeutendsten öffentlichen Bibliotheken der USA.
    Sie beeindruckt mit ihrem historischen Hauptgebäude im Beaux-Arts-Stil, großzügigen Lesesälen wie der berühmten Bates Hall und zahlreichen Kunstwerken.

    Danach führte uns der Weg ins Prudential Center, wo wir ein bisschen umherschlenderten. Natürlich schauten wir auch im  Store vorbei – aber wie wir nach kurzem Suchen feststellten, hatte das Gesuchte offenbar frei. Also schmunzelten wir kurz und zogen weiter.

    Auf dem Rückweg besichtigen wir die beiden Kirchen Old South Church und Trinity Church, in der man tatsächlich extra für uns die Orgel spielte. Was für ein Klang – der füllte den ganzen Raum und blieb uns noch eine Weile in den Ohren.

    Zwischendrin gönnten wir uns eine kleine Kaffeepause in Arlington bei Starbucks, bevor wir in Richtung South Station weiterliefen und noch einen Abstecher in den Public Garden machten. Die alten Bäume, die vielen Grauhörnchen – und ganz nebenbei ein kleines Fotoshooting auf dem Friedhof, wie es sich eben ergibt.

    Von der South Station fuhren wir schließlich per Taxi zurück zum Schiff.
    Ein sehr schöner, ausgefüllter Tag in Boston, an dem wir wieder etwas Neues entdeckt haben.

    Gegen 20:00 Uhr legen wir ab Richtung New York. Vor uns liegt ein Seetag – 398 Seemeilen (737 km) bis zum nächsten Ziel. 🇺🇸
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  • Boston, USA

    20. November 2025 in den USA ⋅ ☁️ 6 °C

    Unsere Abreise aus Halifax begann unerwartet unruhig. Ein medizinischer Zwischenfall sorgte dafür, dass wir zunächst ein wenig durch die Gegend fuhren, bevor wir schließlich wieder Kurs auf Boston aufnehmen konnten. Der Kapitän blieb dabei bemerkenswert ruhig und sicherte uns zu, dass der Fahrplan dennoch eingehalten wird und wir sogar bis 20:00 Uhr Liegezeit in Boston haben.
    Und tatsächlich erschien heute Nachmittag gegen halb zwei der Lotse, der uns zu unserem Liegeplatz brachte.
    An Bord ging es währenddessen lebhaft zu. Der Yogakurs wurde kurzerhand auf das Pooldeck verlegt, wo Gastkünstler Erik Paisley – ein bekanntes Gesicht auf diesem Schiff – die Gruppe begleitete.
    Zum Einlaufen in Boston wurde es dann etwas festlicher. „USA, Here We Come!“ schallte über das Pooldeck, während die AIDA Stars, die Gastgeber und der DJ gemeinsam für Stimmung sorgten. Dazu gab es Apple Pie Cookies und Boston Ritz Fitz, eine kleine Einstimmung auf das, was uns an Land erwarten könnte.
    Gegen 15 Uhr kamen die Behörden an Bord, und die ersten Gäste konnten das Schiff verlassen. Wir selbst waren unter dem Buchstaben N eingeteilt und entschieden uns an diesem Abend, keinen Landgang mehr zu machen.
    Manchmal fühlt es sich einfach richtig an, den Tag in aller Ruhe ausklingen zu lassen, während Boston langsam in den Abend übergeht. Wir freuen uns auf Morgen.
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  • Halifax, Kanada 🍁

    19. November 2025 in Kanada ⋅ ⛅ 6 °C

    Die Seetage auf dem Weg nach Halifax waren angenehmer, als wir gedacht hatten. Alles blieb verhältnismäßig ruhig, und so lagen wir pünktlich um 8:00 Uhr im Hafen.

    Die Einreise verlief ohne jede Verzögerung, und schon um 8:15 Uhr saßen wir im Doppelstock-Bus zu unserem Ausflug „Küstenzauber Nova Scotias“.

    Karin ist unsere Reisebegleiterin und hat viel zu erzählen. Die Fahrt nach Terrence Bay dauerte etwa 45 Minuten und bot erste Eindrücke der Landschaft.
    In Peggy’s Cove, diesem kleinen, charmanten Postkartenklassiker Kanadas, stand der Leuchtturm wie aus dem Bilderbuch auf seinem Felsen.

    Wir hatten genug Zeit, über die Steine zu klettern, die schmalen Pfade zu erkunden und die ganze Atmosphäre in uns wirken zu lassen. Trotz Sonnenschein fühlten sich die 1 Grad plus durch den Wind ordentlich frisch an.

    Auf dem Rückweg schauten wir uns noch die Halifax Citadel National an, liefen am Uhrenturm, dem Wahrzeichen der Stadt, vorbei und landeten schließlich in einem Schuhladen, aus dem wir mit einem neuen Paar Wanderschuhe wieder herauskamen. Über die Pier ging es dann zurück zum Schiff.

    Das Ablegen verzögerte sich noch um anderthalb Stunden, weil die Container anscheinend ihren eigenen Zeitplan hatten.

    Jetzt sind wir auf Kurs Boston, USA 🇺🇸: Vor uns liegen 334 Seemeilen (618 km).

    Ahoichen 🚢
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