• Petra Eichhorn
  • Petra Eichhorn

Weltreise 2025 mit AIDAdiva

Petraによる134日間のアドベンチャー もっと詳しく
  • Port Elizabeth, Südafrika

    2月28日, 南アフリカ ⋅ 🌙 18 °C

    Heute starten wir ohne großen Plan in den Tag. Nach dem Frühstück machen wir uns trotz aller Warnungen gegen 9:00 Uhr zu Fuß auf den Weg in die Altstadt von Port Elizabeth.

    Schnell merken wir: Alles wirkt deutlich entspannter als erwartet. Überall sind Sicherheitskräfte in Warnwesten unterwegs, präsent und aufmerksam – und wir fühlen uns zu keiner Zeit unwohl.
    Am Donkin-Bereich folgen wir ein Stück des Donkin Heritage Trail, auch wenn wir längst nicht alles davon schaffen. Gesehen haben wir immerhin die markante Pyramide mit dem kleinen Leuchtturm, die hoch über der Stadt steht.

    Rund um das Donkin Reserve spazieren wir weiter zwischen historischen Gebäuden und Aussichtspunkten entlang.

    Ein besonderer Höhepunkt ist das Athenaeum Theatre Complex – mit Stahlskulpturen und Bronzefiguren im Gebäude und Graffitis im Innenhof – bevor wir weiter zum Fort Frederick laufen und von dort den Blick über Stadt und Hafen schweifen lassen.

    Vom Fort Frederick nehmen wir ein Uber und fahren hinaus nach Summerstrand zur Mall. Wind, Wellen und das endlose Meer am Shark Rock Pier – genau der richtige Ort, um einfach ein bisschen stehen zu bleiben und zu schauen. Danach gibt es Kaffee in der Mall, bevor wir fürs Erste aufs Schiff zurückkehren und eine kleine Mittagspause einlegen.

    Lange hält uns die Ruhe allerdings nicht: Also wieder ein Uber, wieder zur Mall – noch ein Kaffee, ein wenig Bummeln, ein Spaziergang am Strand. So vergeht der Nachmittag angenehm unaufgeregt, bevor wir schließlich zurück an Bord fahren.

    Am Abend wartet das Essen, später sorgen lokale Gastkünstler auf dem Pooldeck für Stimmung und einen schönen Ausklang dieses überraschend abwechslungsreichen Tages. Um 23:00 Uhr heißt es dann Leinen los – Kurs auf Kapstadt. Ein Seetag liegt vor uns, und die nächste Etappe umfasst 444 Seemeilen, rund 823 Kilometer entlang der südafrikanischen Küste.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 51

    3月1日, 南アフリカ ⋅ 🌬 16 °C

    Der angekündigte Seegang hat sich über Nacht eingestellt. Beim Frühstück ist es heute deutlich ruhiger, viele Plätze bleiben leer, während draußen Windstärke 10 und fünf bis sechs Meter hohe Wellen das Schiff ordentlich durchschaukeln. Deck 5 ist auf einer Seite gesperrt, und wir bewegen uns automatisch etwas vorsichtiger durch den Tag.

    Um 10:00 Uhr heißt es in der Hafen Lounge „Land in Sicht“ – AIDA Scout Finja und Lektor Michael Cornély stimmen uns auf Lüderitz ein. Später geht es in der Ocean Lounge weiter mit seinem Vortrag „Eine Meile ist keine Meile“, spannend erzählt und wie immer mit vielen interessanten Geschichten rund um Lüderitz.

    Zwischendurch drehen wir immer wieder ein paar Runden auf Deck 5, gut eingepackt und mit ordentlich Wind um die Nase. Gegen 19:00 Uhr passieren wir Kap Agulhas, den südlichsten Punkt Afrikas. Der Sonnenuntergang zeigt sich wegen Sturm und Wolken nur kurz, bevor wir den Abend beim Essen ruhig ausklingen lassen.
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  • Kapstadt, Südafrika

    3月2日, 南アフリカ ⋅ 🌙 12 °C

    Natürlich schön: Ein Tag im Kirstenbosch Garden

    Schon früh am Morgen liegen wir im Hafen von Kapstadt – direkt vor uns der Tafelberg, strahlend im Sonnenlicht, kein Wölkchen am Himmel. Ein Start, wie er kaum schöner sein könnte.

    Nach dem Frühstück steigen wir ins Uber und fahren zum Kirstenbosch National Botanical Garden. Schon nach den ersten Metern merken wir: Hier wird’s kein kurzer Spaziergang. Zwischen Duftgarten, Protea-Garten und den vielen Bereichen mit einheimischen Pflanzen gibt es an jeder Ecke Neues zu entdecken.

    Besonders beeindruckend ist, wie weitläufig und natürlich das Gelände wirkt – harmonisch eingebettet in die Hänge des Tafelbergs. Und dann das „Dell“, der älteste Teil des Gartens: schattig, grün, fast ein bisschen verwunschen.

    Natürlich darf auch unsere Kaffeepause nicht fehlen – mitten im Garten, mit Blick ins satte Grün. Der perfekte Moment, um kurz durchzuatmen und die Eindrücke wirken zu lassen.

    Immer wieder eröffnen sich herrliche Ausblicke auf Kapstadt und die umliegenden Berge. Oft bleiben wir stehen, lassen den Blick schweifen oder suchen uns ein schattiges Plätzchen zum Verweilen. Der Garten wirkt dabei nie künstlich, sondern wie eine gewachsene Landschaft – ruhig, authentisch und großzügig. Kein Wunder, dass aus einem geplanten Vormittag am Ende fast ein ganzer Tag wird.

    Am Nachmittag geht es zurück zur Waterfront. Wir bummeln gemütlich durch die Geschäfte und genießen das lebhafte Treiben – das perfekte Kontrastprogramm nach so viel Natur.

    Gegen 17:30 Uhr stehen die Zollformalitäten an – unspektakulär, aber schnell erledigt. Danach wartet das Abendessen, genau das Richtige nach so vielen Kilometern zu Fuß.

    Später am Abend kommen die lokalen Gastkünstler Dum Café an Bord und sorgen für beste Stimmung. Mit Musik, Trommeln und dem Gefühl eines rundum gelungenen Tages geht dieser sonnige Kapstadt-Stopp entspannt zu Ende – einer von denen, die man noch eine ganze Weile im Kopf behält.

    Nächste Etappe 493 Seemeilen (914 km) bis Lüderitz, Namibia 🇳🇦.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 52

    3月3日, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Heute führte uns der erste Weg wieder an die Rezeption. Die netten Mitarbeiter wechseln dort täglich die Themen und geben kleine Einblicke in die Tierwelt, Häfen oder andere spannende Fakten unserer Reise. Heute standen die Quallen im Mittelpunkt.

    Wir lernten, dass diese uralten Meeresbewohner schon seit über 500 Millionen Jahren existieren, älter als die Dinosaurier. Sie treiben meist mit den Strömungen, besitzen weder Gehirn noch Herz und bestehen zu rund 95 Prozent aus Wasser. Bewegungen und Reaktionen werden über elektrische Impulse in einem simplen Nervennetz gesteuert. Gefressen wird Plankton, kleine Fische, Krebstiere und sogar andere Quallen. Harmlos sind die meisten Arten – etwas Abstand genügt völlig.

    In Walvis Bay selbst kennen wir uns inzwischen gut aus und überlegen nun, welche Ecken wir noch entdecken könnten. Heute brachte uns der Lektor nicht Neues, dafür bleiben die täglichen Informationen an der Rezeption ein schöner kleiner Wissensstopp. Ganz nebenbei mussten wir noch die Formulare für die Einreise ausfüllen – nichts Aufregendes, aber gehört eben dazu.

    So war es wieder ein ruhiger Tag voller kleiner Aha-Momente, Planungen fürs Land und der Freude, auch auf scheinbar bekannten Routen noch Neues zu entdecken.

    Ahoichen 🚢
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  • Lüderitz, Namibia

    3月4日, ナミビア ⋅ 🌙 14 °C

    Da wir Lüderitz schon öfter besucht haben, laufen wir heute hinaus auf die Halbinsel Shark Island – eine Mischung aus traumhafter Küste, verstreuten Lodges, einem Leuchtturm, Felsen und weiten Ausblicken.

    Am Ende der Landzunge betreten wir das Gelände, auf dem unter anderem das Nama & Ovaherero Genocide Monument steht. Einst war dies Teil des berüchtigten Lagers, in dem zwischen 1905 und 1907 viele Nama und Ovaherero unter extrem harten Bedingungen interniert wurden.
    Heute wirkt alles ruhig, fast friedlich, wenn man zwischen den Tafeln, Felsen und dem Meer steht – kaum vorstellbar, dass Teile dieses Ortes später sogar einmal als Campingbereich genutzt wurden.

    Zurück in der Stadt lassen wir uns durch die bunten Straßen treiben. Die Felsenkirche hoch über Lüderitz darf natürlich nicht fehlen – der Blick über Hafen, Dächer und Atlantik entschädigt für jeden Schritt bergauf.

    Im Diaz Coffee Shop & Restaurant stärken wir uns bei Kaffee und einer Kleinigkeit, genießen unsere kleine Pause und lassen die Eindrücke des Vormittags sacken.

    Danach führt uns der Weg entlang der alten Bahngleise, die noch leise von der geschäftigen Zeit des Hafens erzählen.
    Am Robert Harbour endet unser Spaziergang.

    Boote schaukeln im Wasser, Möwen kreisen, und uns wird einmal mehr bewusst: Auch vertraute Orte wissen neue Geschichten zu erzählen.

    Gegen 17:00 Uhr laufen wir in Richtung Walvis Bay, Namibia 🇳🇦 aus – 260 Seemeilen, rund 480 Kilometer.

    Ahoichen 🚢
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  • Walvis Bay, Namibia

    3月5日, ナミビア ⋅ ☁️ 16 °C

    Zwischen Lagune, Wüste und Atlantik

    Unser Morgen beginnt an der Walvis Bay Lagoon. Eigentlich ist dieser Ort berühmt für seine Flamingos – heute sind sie wohl im Homeoffice. Keine rosa Wolke aus Vögeln, nur Wasser, Licht und Weite. Vielleicht haben sie einen besseren Frühstücksort gefunden, vielleicht schlafen sie noch. Natur hält sich eben nicht an Reisepläne. Auch ohne Flamingos hat die Lagune etwas Beruhigendes. Das flache Wasser glitzert in der Sonne, ein paar Möwen ziehen ihre Kreise, und wir bleiben einen Moment stehen, um einfach hinauszuschauen.
    Danach fahren wir weiter nach Swakopmund. Die Straße gehört zu diesen besonderen Abschnitten: Links der Atlantik, rechts die Dünen der Namib Desert. Meer und Wüste fast Tür an Tür – ein Bild, das man nicht so oft sieht.
    In Swakopmund spazieren wir zunächst zum Swakopmund Jetty. Der lange Steg ragt weit in den Atlantik hinaus. Wir schauen den Wellen zu, beobachten das Treiben rundherum und bleiben diesmal an Land – manchmal reicht es, einfach nur aufs Meer zu schauen.
    Ein Stück weiter besuchen wir das historische Woermannhaus. Das markante Gebäude mit seinem Turm stammt aus der deutschen Kolonialzeit und beherbergt heute die kleine Stadtbibliothek. Innen ist es angenehm ruhig – fast so, als hätte man einen eigenen Rückzugsort mitten im Trubel der Stadt gefunden.
    Anschließend lassen wir uns treiben: Durch die Straßen schlendern, vorbei an noch vielen Kolonialhäusern, aber auch an kleinen, wunderschönen Cafés oder Restaurants, die zum Bummeln und Entspannen einladen. In den Souvenirläden gibt es überall kleine Entdeckungen, die man so nur hier findet.
    Zum Abschluss kehren wir im Village Café ein – klein, bunt, witzig und perfekt für eine Kaffeepause. Bei Kaffee und etwas Süßem lassen wir den Tag noch einmal Revue passieren. Flamingos haben wir zwar keine gesehen, aber beeindruckend ist Namibia trotzdem immer wieder.
    Am Ende treffen wir unseren Fahrer wieder, der tapfer am Lighthouse auf uns wartet – dort, wo unsere kleine Runde begonnen hat. Ein entspannter Spaziergang, der uns wieder ein Stück Namibia mehr in den Kopf zaubert.
    Eigentlich wollten wir zum Abschluss noch zur Martin Luther Steam Locomotive, doch unser Fahrer hatte offenbar andere Pläne – oder schlicht keinen Sprit mehr. Also geht es direkt zurück zum Schiff nach Walvis Bay.

    Nächste Etappe: 3.190 Seemeilen (5.908 km) bis Praia auf den Kapverdischen Inseln.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 53

    3月6日, Atlantischer Ozean ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute ist wieder einer dieser angenehmen Seetage – die ideale Gelegenheit, etwas durchzuatmen und die Reise Revue passieren zu lassen.

    Der Morgen beginnt entspannt: Wir sortieren die Fotos der letzten Etappen und merken dabei, wie viel wir schon erlebt haben – von kleinen Gassen in den Häfen bis zu weiten Blicken über das Meer.

    Danach nehme ich mir Zeit, den Blog fertigzustellen. Während ich schreibe, kommen viele Szenen noch einmal zurück: Gespräche, Gerüche, Lichtstimmungen. Zwischendurch steht etwas Handwäsche an – auf langen Reisen gehört auch das dazu, und es hat fast etwas Beruhigendes.

    Am späten Nachmittag lockt die frische Luft. Wir drehen auf Deck 5 ein paar Runden, beobachten den tiefblauen Atlantik und genießen das stetige Rhythmusspiel von Wind und Wasser. Es ist diese besondere Ruhe auf See, die man nur mitten im Ozean findet.

    Vor uns liegen noch 3.190 Seemeilen, rund 5.900 Kilometer, bis nach Praia auf den Kapverden. Eine ordentliche Strecke – aber genau richtig, um Kraft zu tanken, bevor das nächste Kapitel der Reise beginnt.
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  • Seetag 54

    3月7日, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 25 °C

    Nach dem Frühstück schnappe ich mir die Kamera und versuche mein Glück mit den fliegenden Fischen. Gar nicht so einfach – kaum sind sie aus dem Wasser, sind sie auch schon wieder verschwunden. Mehr Überraschung als Foto.

    Um 11:15 Uhr geht es zum Vortrag von Michael Cornely: „Rule Britannia – als Großbritannien die Welt regierte“. Geschichte, lebendig erzählt, mit viel Wissen und einer guten Portion Humor.

    Am Nachmittag wird es auf dem Pooldeck süß. Bei „Cake Around the World“ stehen Kuchen aus verschiedenen Ländern bereit, dazu Eisschokolade und Musik vom Gästechor der AIDAdiva.

    Auf der täglich neu gestalteten Tafel an der Rezeption entdecke ich dann noch einen kleinen Hinweis: 55 Jahre „Die Sendung mit der Maus“. Seit 1971 erklären die „Lach- und Sachgeschichten“ die Welt – und irgendwie gehört die kleine Maus einfach immer noch dazu. 🐭

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 55

    3月8日, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 25 °C

    8. März – Gemeinschaft auf See

    Heute ist ein besonderer Tag an Bord. Am Vormittag hören wir in der Ocean Lounge den Vortrag von Michael Cornely über die Seeschlacht von Trafalgar im Jahr 1805. Mit viel Leidenschaft und anschaulichen Geschichten nimmt er uns mit in eine Zeit, in der sich auf den Weltmeeren Geschichte entschied.

    Mittags wird es dann richtig lebendig auf der AIDAdiva. Von 12 bis 14 Uhr findet das „Family Club @ Sea“ statt – ein Treffen für unsere große Weltreise-Gemeinschaft. Über mehrere Decks verteilt gibt es überall etwas zu entdecken.

    Auf dem Pooldeck wird gegrillt: Tacos, Caesar Salad, Mac & Cheese und vieles mehr. Dazu stehen verschiedene Bars bereit, und irgendwo mischt DJ Tim seine Musik unter das Stimmengewirr. In der Ocean Bar spielt ein Gitarrist ruhige Acoustic-Sounds, während an anderen Stationen Cocktails, Desserts oder sogar Chai-Rum-Tee ausgeschenkt werden. Wer möchte, gestaltet Erinnerungs-Buttons, schaut beim Live-Cooking zu oder probiert sich einfach durch die vielen kleinen Leckereien.

    Zwischendurch gibt es eine kurze Eröffnung durch Kapitän Michael Schmid und die Hoteldirektorin, später treten Künstler aus dem Bordprogramm auf. Es fühlt sich ein bisschen an wie ein großes, schwimmendes Sommerfest – nur dass ringsum nichts als Meer zu sehen ist.

    Der Höhepunkt kommt gegen 13 Uhr: Alle blicken nach oben und winken für das große Drohnenfoto. Ein Moment, der die besondere Gemeinschaft dieser Reise spürbar macht.

    Und als ob das nicht schon genug wäre, ist heute auch noch der Internationale Frauentag. Auf den Kabinen wartet für jede Frau eine kleine Aufmerksamkeit – eine einfache, aber sehr herzliche Geste.

    Ein Tag voller Begegnungen, Musik und vieler kleiner Momente, die zeigen, wie besonders diese Weltreise ist.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 56

    3月9日, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 28 °C

    Kleine Begegnungen auf großer Fahrt

    Heute haben wir erst einmal richtig ausgeschlafen. Kein Wecker, kein Zeitdruck – einfach aufwachen, wenn der Körper meint, dass es genug Schlaf war. Danach geht es gemütlich zum Frühstück, während draußen schon die Sonne kräftig vom Himmel brennt. Es ist heute erstaunlich heiß, selbst für einen Tag auf See.

    Am Vormittag hält der Kapitän seine Morgenandacht. Eine ruhige, fast feierliche Stimmung liegt über dem Raum, während draußen das Meer vorbeizieht. Kurz danach wartet schon das nächste kleine Highlight: Eine ganze Schule Delfine begleitet für eine Weile unser Schiff. Immer wieder tauchen sie auf, verschwinden und springen erneut aus den Wellen. Solche Momente lassen uns jedes Mal stehen bleiben und staunen.

    Später hören wir einen Vortrag von Michael Cornély über „Die Sklaverei – Ein ruchloser Handel, der drei Kontinente veränderte“. Mit viel Wissen und spürbarer Leidenschaft erzählt er von einem dunklen Kapitel der Geschichte. Es ist beeindruckend, wie lebendig und verständlich er dieses schwere Thema vermitteln kann.

    Der Nachmittag gehört dann ganz der Ruhe. Wir ziehen uns etwas zurück, lesen, dösen ein wenig und lassen die Zeit einfach vorbeiziehen. Auf Deck 5 entdecken wir schließlich noch etwas Besonderes: fliegende Fische. Immer wieder schießen sie aus dem Wasser, gleiten ein paar Meter über die Wellen und tauchen dann wieder ein. Ein faszinierender Anblick.

    Am Abend wartet das Abendessen, bevor wir uns mit Gästen aus Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern treffen. Gemeinsam mit den Gastgebern stoßen wir bei einem Glas Sekt an. Es wird viel erzählt, gelacht und natürlich auch ein wenig über Heimat gesprochen.

    Den Ausklang des Tages verbringen wir schließlich bei Wanda Kay. Mit Musik und guter Stimmung endet dieser warme Seetag ganz entspannt – und wieder einmal merken wir, wie schnell so ein Tag auf See vergehen kann.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 57

    3月10日, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 27 °C

    Mitten im Atlantik schippert die AIDAdiva ruhig durch warme 27 Grad. Überall nur Wasser und Himmel – diese Weite hat etwas Beruhigendes. Noch rund 1.500 Seemeilen trennen uns von Praia auf der Insel Santiago der Kapverden.

    Am Vormittag lassen wir uns wieder von Lektor Michael Cornély in andere Zeiten entführen. Seine Geschichten über afrikanische Großreiche sind so lebendig erzählt, dass man ihm einfach gern zuhört.

    Mittags wird es auf dem Pooldeck dann richtig maritim: Neptun persönlich erscheint zur traditionellen Äquatortaufe. Mit viel Humor, Applaus und einer guten Portion Wasser wird die erneute Überquerung des Äquators gefeiert – ein kleines Ritual, das auf See einfach dazugehört.

    Am Abend sorgt Gastkünstler Terrél Woodbury im Theatrium für Stimmung. Mit kräftiger Stimme und viel Energie zieht er das Publikum schnell auf seine Seite.

    Als wir später noch einmal über das Deck gehen, läuft das Schiff ruhig weiter durch die Nacht. Irgendwo dort draußen wartet schon das nächste Ziel unserer Reise – und wir sind gespannt, was uns dort erwartet.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 58

    3月11日, Atlantischer Ozean ⋅ ⛅ 29 °C

    Mehr als 1.000 Tage auf AIDA! Ein emotionaler Rückblick auf unsere Weltreise, den Besuch auf der Brücke und das Gefühl, wenn das Meer zur Heimat wird.

    Ein Morgen wie jeder andere – und doch ganz besonders.
    Der Tag begann still, fast unscheinbar. Ein klassisches Frühstück mit Meerblick, das vertraute Klirren der Tassen und das leise Getuschel im Marktrestaurant. Wir ließen uns Zeit, so wie wir es auf dieser Reise gelernt haben.
    Die gewohnte Runde über Deck 5 zum Schritte zählen und Horizonte beobachten ist längst kein Termin mehr, sondern Körpergefühl.
    Doch um 11:30 Uhr in der Time Out Bar änderte sich die Dynamik. Eine Zahl stand im Raum, die uns selbst kurz sprachlos machte:
    1.000 Tage und mehr auf AIDA-Schiffen.
    Von rund 2.050 Gästen an Bord gehören wir zu den genau 21 Personen, die diese magische Schwelle bereits überschritten haben – und das mitten in unserer Weltreise, die wir seit November bestreiten.
    Gemeinsam mit den anderen „Tausendern“ ging es dorthin, wo sonst nur nautische Entscheidungen fallen: Auf die Brücke. Der Kapitän begrüßte uns herzlich und fand Worte, die wirklich ankamen. Die Überraschung: Stolz hielten wir unsere Urkunden in den Händen – und dazu gab es einen leckeren Muffin, verziert mit unserer persönlichen Tageszahl.
    Der Moment: Das obligatorische Foto mit dem Kapitän, herzliche Lacher und das Gefühl, ein fester Teil der Schiffsfamilie zu sein. (Foto wird nachgereicht)
    In der Panorama Bar ließen wir später bei einem Glas Sekt die Erinnerungen fließen. Geschichten von Stürmen, fernen Häfen und unverhofften Begegnungen machten die letzten drei Jahre wieder lebendig. Später an der Reling, ohne Land in Sicht, war es wieder da: Dieses unbeschreibliche Gefühl von Zugehörigkeit.
    Der Nachmittag gehörte der nächsten Generation. Beim „YOUNG STARS“-Talentprogramm standen die Kinder im Rampenlicht. Besonders beeindruckend war eine kleine Moderatorin, die mit erstaunlicher Würde durch das Programm führte. Es war so echt und unverstellt, dass man unwillkürlich lächeln musste.
    Den krönenden Abschluss bildete die Show der AIDA Stars: Magie der Filmklassiker. Ein würdiger Ausklang für einen Tag, der selbst ein wenig Kinoformat hatte.

    Über 1.000 Tage. Das Meer hat uns nicht losgelassen – und ehrlich gesagt: Wir wollen das auch gar nicht.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 59

    3月12日, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 21 °C

    Magellan und Notfälle

    Heute lohnt sich wieder ein Blick auf die Tafel an der Rezeption. Mit viel Fantasie gestalten Crewmitglieder – und diesmal sogar ein Gast von Deck 4 – sie jeden Tag neu: Kleine Geschichten, nette Fakten, liebevolle Details rund um Ferdinand Magellan und seine erste Weltumrundung.

    Noch bevor der Tag richtig Fahrt aufnimmt, erklingt die Stimme des Kapitäns: Das Schiff wird etwa drei Stunden früher in Praia ankommen – ein medizinischer Notfall macht es erforderlich. Solche Momente erinnern uns, wie unvorhersehbar und besonders das Leben auf See doch ist.

    Direkt im Anschluss begeistert Cornély mit seinem Vortrag über die Kapverden – informativ, unterhaltsam und mit seiner typischen Leichtigkeit vermittelt, ein echtes Highlight für alle Insel-Fans.

    Mittags versammelt sich die gesamte Crew auf dem Pooldeck zum großen Gruppenfoto. Hunderte Menschen aus aller Welt, vereint für diesen einen Moment – erst hier wird wirklich spürbar, wie viele helfende Hände täglich hinter den Kulissen dafür sorgen, dass an Bord alles reibungslos läuft.

    Nach dem Trubel der Mittagsstunden kehrt zunächst etwas Ruhe ein, bevor der Abend in entspannter Gesellschaft weitergeht: Gegen 18:30 Uhr steht ein Besuch im Rossini an – ein schönes Abendessen in angenehmer Runde mit Bekannten.

    Doch das Bordleben hat seine eigenen Gesetze, und schon wieder steht ein medizinischer Notfall auf der Tagesordnung. Kurzfristig steuern wir Dakar im Senegal an, wo ein Hubschrauber den Patienten übernehmen soll – nur um kurz darauf von der senegalesischen Seite eine Absage zu bekommen. Am Ende bleibt unsere Ankunft in Praia trotzdem punktgenau, als hätte das Meer selbst den Zeitplan im Griff.

    Ahoichen 🚢
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  • Praia, Santiago, Kap Verde

    3月13日, カーボベルデ ⋅ 🌬 20 °C

    Plateau: Menschen, Märkte, Graffitis

    Heute lassen wir’s gemütlich angehen. Die Insel kennen wir ja schon von früheren Landgängen, also steigen wir einfach in den AIDA-Shuttle und fahren hinauf ins Plateau – das alte Herz von Praia.

    Oben angekommen, machen wir das, was auf Reisen oft am besten funktioniert: einfach loslaufen. Ohne Ziel, ohne Plan. Die Sonne steht schon kräftig über den Dächern, in den Straßen herrscht geschäftiges Treiben. Menschen eilen zur Arbeit, Verkäufer bieten ihre Ware an, und überall diese bunten Fassaden, die im Licht fast glühen.
    Vorbei am Quartel General Jaime Mota, über den Largo do Memorial Amílcar Cabral, bis wir plötzlich vor einem riesigen Wandbild stehen – Cabral selbst, in kräftigen Farben und mit stolzem Blick. Man kann kaum wegsehen.
    Im Mercado Municipal wird’s lauter, enger, echter. Stimmen mischen sich, Obst duftet, Frauen bieten ihre Waren an. Hier schlägt das Herz der Stadt – laut und herzlich.
    Ein paar Straßen weiter stoßen wir auf erkennbare Spuren von Street Art: mehrere Graffitis nahe dem Instituto Nacional de Previdência Social. Mal politisch, mal einfach schön – kleine Kunstwerke im Stadtgewirr.
    Zum Abschluss landen wir noch im Mercado de Sucupira. Ein einziges Durcheinander, aber genau das macht’s aus: Stände drängen sich dicht an dicht, Händler rufen durcheinander, Taschen, Stoffe, Gewürze – alles in Bewegung.
    Später bringt uns der Shuttle zurück zum Schiff. Ein Tag ohne großes Programm, und gerade deshalb so gut. Farben, Stimmen, Eindrücke – Praia pur.

    Am Abend gibt’s noch was zum Schmunzeln: In der Prime Time steigt das Kochduell – Armen und Franz gegen Chris und Chefkoch Kevin. Es wird flott, unterhaltsam und sicher auch ein bisschen chaotisch am Herd – am Ende haben Armen und Franz die Nase vorn.

    Etwas verspätet legt die AIDA ab – 946 Seemeilen liegen vor uns, Kurs Santa Cruz de Tenerife, Spanien 🇪🇸 .

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 60

    3月14日, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 19 °C

    Seetag – kleine Geschichten vom Schiff

    Heute lesen wir an der Rezeption eine Notiz zur Geschichte von AIDA Cruises. Die erste Reise startete am 11. Juni 1996 von Bremerhaven nach Palma de Mallorca, eine Doppelkabine kostete damals etwa 5.500 D-Mark. Ein kurzer Blick zurück – und wir mittendrin in der Gegenwart.

    Auch unser Schiff, die AIDAdiva, gehört inzwischen fest zur AIDA-Geschichte. Sie startete 2007 von Hamburg nach Palma und bekam 2025 während der „Evolution“-Werftzeit ein neues Konzept. Ein schönes Gefühl, mit genau diesem Schiff einmal um die Welt unterwegs gewesen zu sein.

    Wir schreiben am Blog, sortieren Fotos und schlendern über die Gänge. Im Flur entdecken wir Boxen, in die Reisende nicht mehr benötigte Dinge legen können – eine praktische Hilfe für die Crew am Abreisetag und eine nette Geste der Gäste.

    Nebenbei läuft der Vortrag über Funchal mit Lektor Michael Cornely, den wir im Hintergrund mitverfolgen.

    Nach der Mittagspause drehen wir ein paar Runden auf Deck 5, frische Luft, ein bisschen Bewegung, Meerblick.

    Am Abend lachen wir bei der Show von Thorsten Bär und lassen den Tag anschließend bei einem ruhigen Abendessen ausklingen.

    Ein ganz typischer Seetag: unspektakulär auf dem Papier, aber genau richtig für zwischendurch.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 61

    3月15日, Atlantischer Ozean ⋅ 🌬 18 °C

    Heute lassen wir es ruhig angehen. Wir frühstücken spät, ganz ohne Hektik, und nehmen uns danach Zeit, unsere vielen Fotos zu sortieren. Dabei wird uns erst richtig bewusst, wie viel wir auf dieser Reise gesehen haben.

    Später gehen wir zu einem Vortrag von Michael Cornély, der über die Guanchen und die Vulkane von Teneriffa erzählt. Spannend, lebendig und genau die richtige Einstimmung auf Morgen.

    Nach dem Mittagessen erledigen wir noch etwas Organisatorisches: Wir buchen den Shuttle von Steinwerder zum Hamburger Hauptbahnhof. Ein kleiner Schritt – und doch einer, der uns daran erinnert, dass unsere Weltreise langsam ihrem Ende entgegengeht.

    Überhaupt sind die Edutainer an Bord echte Perlen. Sabine Luitjens spricht über Selbsthypnose, Katja Lau bringt mutigen Anfängern das Saxophon näher, Almut Irmscher liest Geschichten von Apokalypse bis Märchen, und Cornély hält unser Wissen über Länder und Geschichte frisch. Eine kleine „Uni auf See“ – unterhaltsamer kann Lernen kaum sein.

    Am Abend gäbe es viele Möglichkeiten: „Wicked“ im Kabinenkino oder Tanzen mit den Offizieren. Doch wir entscheiden uns erstmal für etwas ganz Einfaches. Wir stehen an der Reling, atmen die Meeresluft und schauen hinaus aufs Wasser.

    Und während sich unsere Diva heute spürbar durch die stürmischen Wellen arbeitet, laufen wir trotzdem unsere Runden, spüren den Wind und merken: Ein Stück Meer werden wir von dieser Reise wohl immer im Herzen behalten.

    Am Abend hieß es dann „Enter the Dancefloor“ – eine grandiose Show, die den Tag perfekt abgerundet hat.

    Ahoichen🚢
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  • Santa Cruz, Teneriffa, Spanien

    3月16日, スペイン ⋅ ☀️ 20 °C

    Verplant, aber bunt unterwegs

    Der Morgen beginnt ruhig bei einem gemütlichen Frühstück an Bord. Gegen 9:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle – unser Ziel wäre eigentlich der Fotostrand von Benijo über das Anaga-Gebirge gewesen. Doch der nächste Bus fährt erst um 10:30 Uhr, zu spät für unseren ehrgeizigen Plan. Also ändern wir spontan die Richtung und nehmen die Straßenbahn nach San Cristóbal de La Laguna.

    Die Stadt kennen wir schon gut, wollten diesmal aber nur in die historische Bibliothek der Real Sociedad Económica de Amigos del País de Tenerife hineinschauen. Das barocke Gebäude in der Calle San Agustín ist ein echtes Schmuckstück – heute bleibt die Tür allerdings verschlossen. Manchmal hat sogar die Geschichte ihre kleinen Scherze parat.

    Wir landen in der Parroquia Matriz de Nuestra Señora de la Concepción und umgehen die Patios. In einem Raum läuft eine abstrakte Kunstausstellung zwischen alten Säulen.

    Eine Treppe höher öffnen sich Vitrinen der benachbarten Casa Museo Cayetano Gómez Felipe mit Chemiegeräten, Uhren, Schallplattenspielern, Fotoapparaten, ausgestopften Tieren und anderen historischen Schätzen – ein echtes kanarisches Raritätenkabinett.

    In einem weiteren Patio werden Workshops angeboten. eine faszinierende Mischung aus Geschichte und Moderne.

    Nach einem kurzen Spaziergang durch die vertrauten Altstadtgassen fahren wir am frühen Nachmittag zurück nach Santa Cruz.

    Dort zieht uns das moderne TEA Espacio de las Artes mit seiner markanten Betonarchitektur an. In der städtischen Bibliothek im Untergeschoss herrscht angenehme Stille; helle Lesesäle, lange Tische, über hunderttausend Bücher. Wir gönnen uns im Café eine heiße Schokolade und telefonieren mit unseren Kindern.

    Gegen Abend bummeln wir zurück zum Hafen. Um 19:00 Uhr heißt es wieder: Leinen los! Langsam verschwindet Teneriffa im Abendlicht.

    Nächste Etappe: 261 Seemeilen (484 km) bis Funchal, Madeira, Portugal 🇵🇹.

    Ahoi!chen 🚢
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  • Funchal, Madeira, Portugal

    3月17日, ポルトガル ⋅ ⛅ 13 °C

    Unser heutiger Plan: ein Besuch im Monte Palace Tropical Garden – allerdings ganz entspannt erst am Nachmittag.

    Da die Seilbahn heute nicht fuhr, stiegen wir in den Bus. Der Fahrer nahm die Serpentinen mit einer Begeisterung, die eher an Rallyesport erinnerte als an einen Linienfahrplan. Während wir uns festhielten, blieb nur Zeit für flüchtige Blicke auf die Stadt, die unter uns langsam kleiner wurde.

    Eigentlich wollten wir den Monte Palace Tropical Garden nur kurz mitnehmen. „Einmal durchlaufen, fertig”, dachten wir. Schon nach den ersten Schritten war klar: Daraus wird nichts.

    Oben öffnet sich der Garten wie eine grüne Oase über Funchal. Rund um ein altes Herrenhaus führen Wege terrassenförmig den Hang hinunter – üppig, natürlich, fast verwunschen.

    Palmen, Farne, kleine Wasserläufe, Teiche mit Koi-Karpfen – hinter jeder Kurve ein anderes Bild.

    Besonders reizvoll sind die asiatisch gestalteten Ecken: Brücken, Pagoden, sorgfältig gesetzte Details – für einen Moment fühlt man sich weit weg von Madeira.

    Zwischendurch tauchen immer wieder großformatige Fliesenbilder auf, die Geschichten erzählen.

    Wir schauen, rätseln ein wenig – und stehen plötzlich vor Flamingos. Ganz ruhig, fast so, als wüssten sie, dass sie beobachtet werden.

    Immer wieder zieht der Blick hinaus über Funchal und den Atlantik. Schwer zu sagen, was mehr beeindruckt – der Garten selbst oder das Panorama.

    Irgendwann merken wir, dass Stunden vergangen sind. Der Bus bringt uns zurück in die Altstadt; wir schlendern durch die Gassen, werfen einen Blick in den Innenhof des „Palácio do Governo“– und gehen schließlich zurück zum Schiff.

    Ein schöner Tag klingt aus. Und wir nehmen das Gefühl mit, an einem jener Orte gewesen zu sein, an denen man sich wunderbar verlieren kann.

    Aktuelle Etappe:
    532 Seemeilen (986 km) bis Lissabon, Portugal 🇵🇹.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 62

    3月18日, Atlantischer Ozean ⋅ 🌧 15 °C

    Heute zieht es uns wieder ins Theater, und kaum beginnt der Vortrag von Michael Cornély, sind wir gedanklich schon ganz woanders. Er erzählt von Lissabon, als hätte die Stadt selbst beschlossen, uns ihre Geschichten ins Ohr zu flüstern.. Für einen Moment fühlt es sich an, als würden wir selbst durch die engen Gassen ziehen und über die weiten Plätze schlendern.

    Später ziehen wir uns ein wenig zurück und widmen uns unserem Blog über Funchal. Wir sortieren Gedanken, feilen an Worten und stellen die passenden Collagen zusammen.

    Am Abend wartet dann ein ganz anderer Rhythmus auf uns. Wayne Morris bringt die Bühne zum Strahlen und sorgt mit seiner Energie dafür, dass niemand lange still sitzen bleibt. Die Stimmung ist lebendig, fast ansteckend, und wir lassen uns einfach mitreißen. So endet unser Seetag mit einem schwungvollen Abschluss.
    Ahoichen 🚢
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  • Lissabon, Portugal

    3月19日, ポルトガル ⋅ 🌧 13 °C

    Die Einfahrt in Lissabon ist jedes Mal ein Erlebnis – heute zeigt sich die Stadt jedoch zunächst im Dunkeln. Es regnet, der Himmel ist grau und schwer. Kein Postkartenwetter, aber passend für diesen Moment.

    Wir nehmen uns bewusst nur unbekannte Orte vor, ohne Hektik, entspannt. Mit der Metro fahren wir zum Parque das Nações. Unser erstes Ziel ist die Ponte Vasco da Gama, die sich beeindruckend über den Tejo spannt. Die grauen Wolken und das Wasser verschmelzen fast – das hat seinen eigenen Reiz. Wir schlendern an der Promenade, machen Fotos und beobachten Menschen, die im Schlamm suchen – mit mehr Geduld, als wir je hätten.

    Weiter geht es zur 360º Rooftop Bar & Lounge im Myriad by SANA Hotels. 145 Meter über dem Boden wirkt alles ruhig und geordnet. Die Brücke zieht sich wie ein Band durch die Landschaft. Dazu ein Kaffee und Pastéis de Nata. Mit der Telecabine schweben wir zum Oceanário de Lisboa weiter. Von oben wirkt alles wie ein stimmiges Kunstwerk. Bis zum Bahnhof laufen wir in Ruhe, auch er ist ein architektonisches Highlight.

    Zurück in der Altstadt holt uns der Trubel ein: enge Gassen, Stimmengewirr – das typische Lissaboner Leben. Doch dann setzt der Regen richtig ein, und wir machen uns auf den Rückweg zum Schiff. Natürlich nicht ohne einen letzten Blick durch den Arco da Rua Augusta. Um 16:00 Uhr verabschieden wir uns von Lissabon und der AIDAperla, die heute mit uns im Hafen lag – begleitet von einem lauten Typhonkonzert, fast feierlich. Wir winken ausgiebig, drüben wird zurückgewunken.

    Während wir noch einmal zurückblicken, wird uns bewusst: Mit diesem Hafen endet nicht nur ein Tag, sondern unsere ganze Weltreise – voller Erinnerungen, die uns lange begleiten werden. Vor uns liegen drei Seetage – dann wartet Hamburg, 1.392 Seemeilen entfernt.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 63

    3月20日, Atlantischer Ozean ⋅ ☁️ 14 °C

    Unsere Weltreise
    In den vergangenen Monaten sind wir mit der AIDA einmal um die Welt gefahren – von Hamburg hinaus in die große weite Welt und schließlich über den Atlantik wieder zurück nach Europa. Wir haben Nord- und Südamerika, den Pazifik, Hawaii, Japan, Vietnam, Teile Afrikas und viele kleinere, oft unscheinbare Häfen erlebt, die sich gerade durch ihre Ruhe, Natur und besondere Stimmung tief eingeprägt haben.

    Die Seetage wurden zu unserem vertrauten Rhythmus: Hermanns Laufrunden an Deck, meine Zeit mit Fotos, Blog und Notizen, gemeinsame Kaffeepausen, Serienabende und Gespräche mit Blick auf Meer und Horizont. Zwischen all den großen Namen der Route waren es immer wieder die kleinen Momente – ein Vogel, ein Stück Streetart, ein zufälliger Blick aufs Meer – die diese Reise so persönlich gemacht haben.

    Je näher das Ende kam, desto bewusster wurde uns, wie sehr dieses Schiff für eine Zeit zu unserem schwimmenden Zuhause geworden ist. Die Einfahrt in Lissabon im Regen, der letzte Stadtbummel und der Blick auf unser Schiff am Kai fühlten sich an wie ein leiser Abschied von einem ganzen Lebenskapitel.

    Die letzten drei Tage gehören den Koffern und kleinen Erledigungen. Und doch hält uns das Schiff weiter fest: Tanzkurse, Bingo, Chor, Shuffleboard und vieles mehr füllen die Stunden – fast so, als wolle es uns nicht so leicht gehen lassen.

    Selbst die Biskaya zeigt sich ruhig und lässt uns unbehelligt weiterfahren.
    Hamburg rückt näher – und mit jeder Seemeile wird deutlicher, dass das Schwerste nicht das Packen ist, sondern das Loslassen. Was bleibt, passt in keinen Koffer.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 64

    3月21日, フランス ⋅ 🌬 11 °C

    Zum Frühstück erwartet uns eine ganz besondere Überraschung: Unsere lieb gewonnenen Kellner haben uns eine Abschiedskarte geschrieben. Wir bleiben heute ein wenig länger sitzen, lesen jede Zeile in Ruhe – und spüren, wie viel uns diese kleine Geste bedeutet.

    Um 10:00 Uhr treffen wir den Staff-Kapitän Jörn Harwatta sowie den Security Officer Stefan Deisenroth. Auch das ist noch einmal ein besonderer Moment auf den letzten Etappen dieser Weltreise.

    Ein Blick auf die aktuellen Daten macht es schließlich ganz greifbar: Noch 1.232 Kilometer bis Hamburg. Der Wind kommt aus Nord-Ost mit Stärke 5, die See bleibt ruhig. 11 Grad Luft, 12 Grad Wassertemperatur – kühl, klar und irgendwie passend.

    Später nehmen wir uns ganz bewusst Zeit für diesen Seetag. Nicht nur, um die Koffer zu packen, sondern auch, um die Reise noch einmal Revue passieren zu lassen. Während wir so zusammensitzen, wird uns nach und nach klar, wie viele Eindrücke sich angesammelt haben.

    Ab 13:00 Uhr läuft im Theater der vierstündige Reisefilm. Hafen für Hafen zieht noch einmal an uns vorbei – und wir sitzen da und staunen, was wir in dieser Zeit alles erlebt haben Wir sind an der Freiheitsstatue vorbeigefahren, haben den Panamakanal durchquert und standen staunend in Cabo San Lucas. Wir haben uns unter der Golden Gate Bridge hindurchdrehen lassen und Silvester auf Hawaii gefeiert – ein Moment, der sich tief eingeprägt hat.

    Wir haben die japanische Kultur kennengelernt, wurden herzlich in Hongkong empfangen und hatten in Singapur das Gefühl, schon ein Stück in die Zukunft zu blicken. Sri Lanka hat uns überrascht, und Namibia hat uns mit seinen weiten Dünen verabschiedet.

    Ganz leise schleichen sich irgendwann die ersten Tränen ein. Europa kommt näher – und mit ihm das Ende dieser Reise, die sich längst wie ein eigenes kleines Leben anfühlt.

    Mit jedem Kilometer rückt nun das Ziel näher, und gleichzeitig möchten wir diese besonderen Tage noch ein wenig festhalten. Das Meer zeigt sich heute ruhig – fast so, als würde es uns den Abschied ein wenig leichter machen.

    Noch einmal läuft die Prime Time, Wayne Morris tritt zum 2. Mal auf und sorgt mit seiner Musik für vertraute Stimmung.

    Ahoichen 🚢
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  • Seetag 65

    3月22日, Nordsee ⋅ ☀️ 6 °C

    Der letzte Tag unserer Weltreise ist da.
    Monate lang war unser Alltag das Meer, der Horizont und die Frage: „Was entdecken wir heute?” Jetzt entdecken wir vor allem, wie schnell eine Weltreise vorbeigehen kann.

    Wir streifen ohne festes Programm über das Schiff, bleiben hier hängen, schauen dort noch einmal hinaus. Dinge, die selbstverständlich geworden sind, bekommen plötzlich Gewicht.

    Am Vormittag meldet sich die Brücke: Sonnenschein, aber nur 8 Grad. Wir gleiten durch das Wattenmeer – Weltnaturerbe – vorbei an Scharhörn, der wandernden Düneninsel, die Wind und Strömung Jahr für Jahr ein Stück weiterverschieben. Nur 22 Meter tief hier, nach all den Ozeanen fast ungewohnt.

    Auch die vertrauten Laufrunden fehlen nicht: je nach Wetterlage auf Deck 5 oder dem Pooldeck – ein letztes Mal diese Runden drehen, die irgendwann ganz selbstverständlich zum Tag gehörten.

    Am Nachmittag Farewell-Stimmung mit Torte und Sekt, abends die Lieder unserer Reise, dann die große Farewell Gala. Kapitän Michael Schmid und die Crew sagen Danke – und wir merken, dass Abschied nehmen keine unserer Lieblingsdisziplinen ist.

    Ahoichen 🚢
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  • Hamburg, Deutschland

    3月23日, ドイツ ⋅ ☁️ 1 °C

    Unser letzter Morgen auf der AIDAdiva beginnt früher als gedacht. Kurz vor acht verlassen wir das Schiff, noch bevor der große Trubel einsetzt. Die Betten haben wir vorher noch selbst abgezogen, ein kleiner Handgriff, der sich trotzdem richtig anfühlt. Eine stille Art, sich zu verabschieden.

    Im Restaurant wird es dann noch einmal besonders. Wir verabschieden uns von unseren Kellnern, und plötzlich wird es viel emotionaler, als wir erwartet haben. Da sind warme Worte, ehrliche Blicke – und dieses Gefühl, dass man sich in den letzten Monaten doch nähergekommen ist, als man es im Alltag je für möglich gehalten hätte.

    Am Terminal erwartet uns ein Abschied, der bleiben wird. Die Offiziere stehen Spalier, der Kapitän ist dabei – gemeinsam mit seinem Sohn. Ein Moment, der weit über ein freundliches Winken hinausgeht. Erst jetzt, in dieser letzten Geste, wird uns vollends bewusst, wie außergewöhnlich diese Reise war. Das Gehen fällt schwer.

    Und dann, fast unwirklich: Reporter tauchen auf, Hermann wird spontan interviewt. Selbst der allerletzte Augenblick dieser Reise schreibt noch seine eigene Geschichte.

    Dann stehen wir an Land. Die Koffer in der Hand, das Meer im Rücken. Die Reise ist zu Ende – und trotzdem fühlt es sich nicht nach einem Abschied an. Eher nach einem „Auf AIDAsehen.” Denn nach dem Abschiednehmen kommt die Vorfreude.
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    旅行の終了
    2026年3月23日