• Gunnar Dellin
  • Gunnar Dellin

Osterhase mit Sonnenbrand

Wie wir Ostern 2026 auf Sardinien Erholung und Eier suchten – und der Frage nachgingen, ob der Osterhase auch im Süden einmal im Jahr Eier legt. Ein Familienkurztrip voller Sonne, Wind, Gelato und Osterhasen. En savoir plus
  • Début du voyage
    3 avril 2026

    Early in the Morning

    3 avril, Allemagne ⋅ ⛅ 1 °C

    Die Maximalausnutzungsformel für Urlaubstag ist schuld daran, dass wir diesen Trip mitten in der Nacht starten. Um 3:00 beginnt das Zusammenstellen der Apfelspalten, Kekse und Toastecken, dann um 3:30 kommen die Kinder dazu. Beide, Anja übrigens auch, sind bestens gelaunt. Vllt sollte jeder Schul- und KiTa- Tag einfach um 3:30 beginnen.
    Punkt 4:10 fahren wir los nach Ohlsdorf wo wir „wie immer“ das KfZ kostenlos am Straßenrand abstellen.
    Nachdem ich bereits gestern Abend das unhandliche Gepäck bestehend aus 2 großen Koffern und einem Kindersitz am Airport eingecheckt habe, sieht das hier eher nach einem Wandertag aus, als wir um 4:55 in Ohlsdorf, jeder mit einem kleine Rucksack bekleidet, in die S1 zum Airport steigen.
    Alles klappt wunderbar und wir sind pünktlich zum Boarding am Gate A40.
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  • Helau Palau!

    3 avril, Italie ⋅ 🌬 16 °C

    Wir landen recht pünktlich in Olbia.
    Ella hat auf Grund ihres Schnupfens vor einer Woche arge Probleme mit dem Druck. Aber mit Sitzplatz 1A und 1B genießt sie die volle Unterstützung der Crew und wir kriegen das hin.
    Am Airport nichts besonders. Eine Mischung aus Lübeck International und Segelflugschule Pinnow. Aber alles da. Das Gepäck dauert als wäre es Handgepäck - bitte mal genau hinschauen @FlughafenHelmutSchmidt.

    Die Abholung des Leihwagens geht auch ratz batz. Was soll man sagen, ein Auto- oder anders, Seat Arosa. Was eher klingt wie ein Schiff zwischen Passau und Linz ist unser neuer Begleiter. Mit Automatik und schau- 18km auf der Uhr. Da nehme ich erstmal doch ne Versicherung - man wird alt und ängstlich wa.

    Die 40km nach Palau - unsere erste Station, sind schnell abgespult. Dort angekommen erkunden wir mal den Ort, finden einen Kaffee und einen Spielplatz. Die Kinder- sind immerhin seit 3:30 wach, hungerts etwas.
    Also finden wir eine Pizzeria. Wie sagt man es am Besten; wenn das Gastrokonzept ausschließlich auf Kosten basiert, kommt sowas raus.
    Wir nehmen es gelassen ja, das eine Wagenrad (soll Margarita darstellen) nehmen wir auch noch mit nach Hause. Wir wissen alle was damit passiert.
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  • Sonnenschein und Bärenarsch

    3 avril, Italie ⋅ ☁️ 17 °C

    Oha, es setzt sich die Sonne durch. Das war zwar unsere Hoffnung aber das Wetter-online.de hatte uns ein weniger gutes Gefühl mit auf die Reise gegeben.
    Nachdem wir etwas in der Wohnung geruht haben, fahren wir raus zum Roccia dell’Orso. Der Roccia dell’Orso ist das Ergebnis von natürlicher Erosion durch Wind, Wasser und Wettereinflüsse über Millionen von Jahren. Die markante Form entstand, weil weichere Gesteinsschichten schneller abgetragen wurden als die härteren – wenn sich nur weichere Birnen auch so abtragen würden.

    Fakt ist aber auch, du siehst dort wie der Bär am Bauch aussieht - und du sieht seinen Arsch. Davor sogar eine Panorama Bank. Aber was da nun genau aussehen soll wie ein Bär- eine vermutlich gut erzählte Story die sich bei einer 4 köpfigen Familie immerhin mit 9€ bezahlen lässt.
    Angeblich sieht man von der Fähre auf die Isola Maddalena diesen Bären. Wir werden das prüfen.

    Wir besteigen den Berg und drehen eine entspannte Runde. Meine 2 Rippchen finden das noch gerade so ok. Es fühlt sich schon wie Urlaub an.
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  • Sundowner mit Chips und Vino

    3 avril, Italie ⋅ ☀️ 17 °C

    Den Bär lassen wir Bär sein. Wir wollen unsere eigenen Stories haben. Das Kaffeelokal vom Vormittag (da war es übrigens noch schauerlich kalt und ohne Sonne) lädt nun mit Sonnenschein und eben jedem Spielplatz gegenüber.
    Die Kids sind als versorgt und wir bestellen uns einen schönen Weißwein.

    Es wird ein lustiger Sundowner. Wir lachen viel und den Kindern geht’s auch gut glaube ich. Die Geschichte nimmt eine wirren Lauf. Werden wir ganz sicher mal erzählen- schreiben kannste das so nicht. Außer, das hier als Trigger:

    „Solo per chiarire: quel mucchio di patatine per terra non è colpa nostra. Poco fa è passato un gruppo di donne con bambini, e uno dei piccoli nel passeggino aveva un sacchetto di patatine… che ha deciso di svuotare proprio davanti al nostro tavolo. Lo so, sembra una storia incredibile e capiamo che forse è difficile crederci, ma è andata davvero così. A volte la vita si diverte a creare coincidenze assurde. Non vorremmo che pensaste che siamo stati noi o che non apprezziamo le patatine che ci avete portato — ci tenevamo solo a dirvi la verità. Possiamo tornare anche domani?“

    Ella und ich gehen dann noch was einkaufen und der Abend ist dann Zack - zuende.
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  • Isola Maddalena

    4 avril, Italie ⋅ ☀️ 16 °C

    Tagwache ist heute 8:00. Wir besuchen Bea‘s Bakery - aber so ganz so gut ist das nicht. Was kommt immer gut? Genau, frisch runtergeschnittene Mortadella, dazu Cotto du Sarda - einen kleinen Klumpen Butter und Chiabatta Brötchen - oder Panino con burro e prosciutto. Also rein in Tante Emmas gut sortierten Konsum, wo man wirklich alles findet und gefühlt sehr wenig zahlt. Ein Traum.

    Dann gehts rauf auf die Fähre. Die Fahrt dauert lasche 20 Minuten die man im Sonnenschein aber bei gefühlt 9Grad am Oberdeck aushalten kann. Der Seat sieht von oben noch verlorener aus. Egal.

    Wir sind natürlich vorbereitet und wollen im Uhrzeigersinn um die Insel fahren. Komisch dass ich rechts abbiege - es schreit nach Konzentrationsübungen. Der Fehler wird korrigiert und wir beginnen die Inselrundreise am ersten Beach.
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  • Einschub: Kippgrenze: tan(θ) = a/h

    4 avril, Italie ⋅ ☀️ 16 °C

    Unsere Airbnb‑Wohnung hatte eigentlich alles, was man sich für einen entspannten Osterurlaub wünscht: Meerblick, Sonne, Ruhe, ein Balkon für den Morgenkaffee.
    Alles – außer einem am Boden verschraubten Stand‑WC.
    Aber das ist egal, denn Klopapier gibt es sowieso nicht.

    Doch das wahre Abenteuer wartet nicht im Bad.
    Es wartet unter dem Haus.
    Genauer gesagt: in der Tiefgarage.

    Denn unsere Unterkunft bietet einen eigenen Stellplatz.
    Klingt praktisch.
    Ist es aber nicht.
    Nicht hier. Nicht bei dieser Rampe.

    Die Rampe

    Man fährt hinein, noch entspannt, noch voller Urlaubsfreude. Also jeder der mal Bungee gesprungen ist, der drückt das durch.
    Doch beim Herausfahren zeigt die Rampe ihr wahres Gesicht.

    Sie erhebt sich vor dir wie ein Beton‑Everest.
    Eine Steigung, die nicht gebaut wurde, sondern aus dem Fels gemeißelt scheint.
    Eine Rampe, die schon beim ersten Blick sagt:

    „Ich hoffe, du hast gute Reifen. Und gute Nerven.“

    Rein rechnerisch rutscht ein Auto erst bei etwa 40° Steigung.
    Kippen würde es erst bei über 60°.
    Alles völlig unrealistisch für eine Tiefgarage. Aber trotzdem in deinen Gedanken beim Rein- und Rausfahren.

    Aber diese Rampe?
    Diese Rampe fühlt sich an wie 39,999°.
    Mindestens. Ach- mehr noch.

    Die Reifen kämpfen.
    Der Motor brüllt.
    Die Kupplung schwitzt.
    Und du fragst dich, ob du nicht doch lieber zu Fuß gehen solltest.

    Und dann; Der Drehzahl‑Fehler

    Dann kam heute früh der Moment, der alles entscheidet.

    Wenn du auf dieser Rampe nur ein einziges Mal die Drehzahl fallen lässt — wirklich nur ein Hauch, ein Flackern, ein Zucken — dann passiert das Unvermeidliche:
    Du verlierst etwa 1 Millimeter Profil.
    Ein Millimeter.
    Pro Fehler.
    Pro Versuch..
    Denn diese Rampe frisst Reifen wie andere Leute McDonald’s Kohlenhydrate.
    Gnadenlos. Schnell. Und ohne Reue.

    Man spürt förmlich, wie der Gummi schmilzt, man riecht es in der halben Stadt wie die Moleküle sich verabschieden, wie die Sommerreifen innerlich flüstern:
    „Bruder… wir waren nicht dafür gebaut.“
    Aber dann doch der Triumph wenn du es dann doch schaffst — mit zitterndem Gasfuß, schweißnassen Händen und einem Motor, der kurz an seine Kündigung dachte — dann rollst du oben aus der Garage wie ein Held.
    Nicht einfach ein Urlauber.
    Sondern jemand, der eine Prüfung bestanden hat.
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  • It‘s a Bär Digga oda?

    4 avril, Italie ⋅ ☀️ 17 °C

    Na wir müssen zurück zur Bärengeschichte. Jetzt habe ich das IPhone 16 aber sowas von hin und her gezoomt. Ja, es könnte ein Bär sein. Also wegen „sieht man nur von der Fähre aus“. Aber festzuhalten ist, es ist ein Klumpen Stein der anders aussieht. Aber ein Bär?
    Sagen wir es mit BuddyOgüns Worten:

    „Der Fisch ist kein Bär und der Bär ist kein Fisch.Der Tisch ist kein Stuhl und der Stuhl ist kein Tisch.Aber der Bär liebt den Fisch.Und der Stuhl liebt den Tisch.“

    Bei der Gelegenheit, habe ich einen Ohrwurm für den Rest des Tages:
    https://open.spotify.com/track/225RP0xGgem8yHcf…
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  • La Maddalena Downtown

    4 avril, Italie ⋅ ☀️ 18 °C

    Wie umrunden die Insel Stück für Stück. Es gibt schon nette Spots. Das Wasser ist glasklar und so arschkalt nicht wirklich.
    Wenn’s einen Ticken weniger Rippenbrüche gäbe, wäre ich baden gegangen. Isch schwöre! Im Sommer ist hier die Hölle los möchte ich meinen.
    Wir enden wieder in La Maddalena. Was auch immer das hier mal war- es ist ein echt netter Ort. Die Architektur geht deutlich weiter in Ihrer Bedeutung als dieses Palau auf dem „Festland“ mit 2 Vollgeschossen und zu vielen Parkplätzen.
    Das erinnert hier schon mehr an Côte d’Azur. Und wieso hat eine Insel die gefühlt 1/1000 seiner Hauptinsel ist, einen derart mondänen Ort? Die haben sogar mehr Fahrradfahrer als ganz Sardinien - an diesem Tag.
    Faktencheck:
    La Maddalena
    • Fläche: 20,1 km²
    • Bevölkerung: ca. 10.000
    Sardinien
    • Fläche: 24.090 km².
    • Bevölkerung: ca. 1,6 Mio.
    Zack, da läuft dieses Maddalena dem Sardinien mal schön den Rang ab.

    Weiteres Highlight- der Espresso Martini ist brillant. Kinder sei Dank gibt’s nur einen.

    Wir nehmen besser die Fähre zurück, kaufen ein wenig was ein und stellen das Auto in den Tiefen unserer Garage (Morgen muss ich da noch ein letztes Mal raus) ab. Und dann genießen wir den lauen Spätnachmittag in unserer Bar in Palau. Es endet mit Pasta für alle aus unseren Töpfen im Apartment. Dann geht ein wundervolle Tag zu Ende.
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  • Buona Pasqua

    5 avril, Italie ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir stehen etwas zerknautscht auf. Es war lange laut gestern Abend. Am „Piazza due Palme“ wurde live Musik vom Diskjockey präsentiert. Und das bis weit nach Mitternacht. Also Nix mit Musik undTanzverbot zum Ostersonntag. Der Piazza die Palme liegt halt genau vor unserer Wohnung. Wenn man genau zählt ist hier auch Nix „due“. Selbst wenn man nur die jeweils baugleichen Palmen zählt sind es mindestens 3. Naja, lassen wir mal so stehen.

    Na jedenfalls Frohe Ostern - es ist Ostersonntag und heute verlassen wir den Norden hin zum Osten.
    Der schlängelige Asphalt in Richtung Olbia kostet die Kids viel Kraft. Kurz vor Olbia halten wir an einem Restaurant das wie eine Raststätte aussieht und wenigstens offen hat.
    Hier lassen wir uns ein wenig den Wind um die sonnigen Nasen wehen und hoffen, dass der kleine Würger von Liah nur ein Ausrutscher bleibt. Der Kaffee den die an so einer Raste servieren ist übrigens vom anderen Stern. Da kannste Jura, DeLonghi usw. gerne als Kaffeemaschinen nutzen - jede Tankstelle in Italien serviert einen bessern Kaffee und das für 1.10€. Es geht weiter……
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  • San Giovanni

    5 avril, Italie ⋅ ☀️ 22 °C

    Hier kommt er also her, der Endgegner vom Silbereisen. Der, der mit der selbstbewusst dicken Maite flirtet und sie somit in dem Glaube lässt, dass sie doch nicht ungevögelt bleiben könnte. Heilig haben sie ihn hier dafür gesprochen und so heißt es Santo Giovanni oder kurz San Giovanni. Das Zarrella hat man weggelassen- würde auch merkwürdig klingen würde oder gar Santi Bro'Sis.

    Die Empfehlung für diesen Ort haben wir gestern von einer Schweizer Familie aufgenommen, die witziger Weise genau andersherum reist und somit gestern die Fahrt Ost nach Nord durchgeführt hat. Die waren gleich so aufdringlich und wollten Freunde sein - so zumindest mein Gefühl. Kann ich ja gar nicht drauf - Urlaubsbekanntschaften. Na aber der Tip - sagen wir mal „Merci vielmal „.

    Auf etwa halber Strecke liegt San Giovanni.
    Wir erobern diesen Turm auf der Spitze des Berges. Wirklich sehr sehr fein. Im Turm selbst erreicht man den höchsten Punkt nur durch ein Loch in der Decke. Ich werde komplett mit Sonnencreme eingeschmiert und kann so da durchflutschen.
    Der Ausblick ist herrlich. Die Kids machen alles mit. Gerade Liah die Leiter hoch und durchs Loch. Aber auch die ganzen Stufen um da überhaupt erstmal zum Fuße des Turmes zu kommen.

    Im Anschluss gibts dafür eine kleine Stärkung.
    Und dann bringen wir den Zwergen bei, dass es leider noch ne Stunde weitergeht. Sie akzeptieren das und los geht es in Richtung Etappenziel.
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  • Cala Conone

    5 avril, Italie ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Fahrt von Giovanni nach Cala Conone ist etwas spuky. Wir zählen auf der zweispurigen Schnellstraße auf unserer Seite 4 Autos- 8 kommen uns entgegen. Es ist wie ausgestorben. Die „Autogrill“s sind verriegelt - freilaufende Menschen? No.
    Hat was von - wurde die Insel über Nacht von Außerirdischen gekapert und es gibt nurmehr eine Hand voll Überlebender. Na wenn so wäre - es gibt genug für alle. Schafe und Rinder überall.

    So, dann sind wir nach 1h da.
    LeChat: „Die Ostküste Sardiniens, insbesondere der Golf von Orosei, war historisch schwer zugänglich und blieb daher lange Zeit unberührt. Die Region war früher vor allem von Hirten und Fischern bewohnt. Heute ist sie ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Abenteurer, die die unberührte Schönheit der Insel erleben möchten.“
    Hey, spricht uns Alles voll an. Cala Conone ist zwar merkwürdiger Weise schwerer auszusprechen als man denkt, aber es ist unser neues zu Hause für die nächsten Tage.

    Wir beziehen unser Reihenhaus mit Meerblick und 2 Stühlen am Tisch sowie einem Doppelbett.
    Dann geht’s schnurstracks die 40 Höhenmeter runter zum Strand. Die Kinder planschen und wir lassen auch mal alle 21 Grad wärmer sein und entspannen.
    Das Wetter ist uns übrigens mehr als gut gesonnen. Keine Wolke am Himmel.

    Wir bummeln in Richtung Hafen, finden einen Spielplatz und ein Lokal dazu. (Das machen die clever hier)
    Einige Getränke später kommt der Hunger. Die Restaurants sind alle zu. Wir können aber feststellen, dass diese erst spät öffnen und wissen aber sofort, dass es dann zu kalt wird für unser Frühlingsoutfit. Also wandern wir am Strand zurück zu unserer Residenz.
    Per Auto geht es dann zu einer Pizzeria - nicht Waterfront sondern zweite Reihe. Vorher kurz noch zu unserem Vermieter - wir müssen bezahlen. Dabei nehmen wir auch gleich 2x Kissen und Handtücher mit - die schienen zu fehlen.
    Dann gehts zurück in das 1 Bed Beach House……Moment, steht da One Bed Beachhouse? Aber wir sind doch 4! Also testen wir die Schlafcouch im Wohnraum zu zweit - das wird Nix. Kurzerhand packen wir die Sachen während Anja mit Matteo (oder Fritsche wie er hier genannt wird) klärt, dass wir was anderes brauchen.
    Fakt ist- 2 Wohnungen vertauscht. Katharina und Anja verwechselt. Matteo scheint früh in der Saison schon durch zu sein. Anja und Katharina wechseln also die Wohnungen.

    Nun hat jeder sein Bett und gefühlt, haben wir auch hier Meerblick - morgen werden wir es wissen. Gute Nacht.
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  • Da geht kaum Meer

    6 avril, Italie ⋅ ☀️ 24 °C

    Und dann muss man es einfach machen. Wir sind planmäßig an diesem Ostermontag zum Hafen gestartet. Wir wollten uns mal informieren über das „wann fährt welches Schiff wohin und was kostet dat denn alles so“.
    Die Mixtur aus Englisch/Deutsch/Italienisch mit der ich den grau melierten Seebären da am Kiosk anspreche wird umgehend unterbrochen. Deutscher ist er - Nennen wir Ihn Pottwal-Paule. Der jedenfalls klärt uns auf. Komplett- mit allem. Und wir kommen zu dem Ergebnis, dass wir einfach selbst Hand anlegen. Nicht bei uns, also nicht jetzt, sondern an die Situation.
    Ich pose noch mit meinem Motorbootführerschein See den Paule umgehend mit einem „ich zeig dir nun doch mal meine letzten 4 Zähne“-Lächeln quittiert. (Was hat der schon alles durch- der war bestimmt damals schon auf Galeeren durchs Mittelmeer geschippert)

    Und einige Minuten (Morgenkaffee am Hafen, Verpflegung einkaufen, Badesachen packen usw) später, sind alle Mann an Bord. Käptn Rotbirne hat das Kommando.
    Stolze 6m lang ist unsere Yacht. Ausgestattet mit 40PS - ruhige See, das wird reichen.

    Wir schippern die Küsten gen Süden entlang. Die Sonne kennt keine Gegner heute- dennoch ist es mit Fahrtwind etwas huschi.
    Wir sehen Klippen, Felswände aber auch kleine Buchten mit Stränden. Auch Grotten gibt es, die dürfen wir aber nicht befahren- wir schauen nur kurz mal herein.

    Das Meer ist glatt wie ein Kinderpopo. Keine großartige Strömung also einfach ab und an den Motor aus und dann wirds gleich warm.
    Zwei Mal landen wir an einem Strand auch an. Aber so richtig gut ist das nicht- wer weiß wie lange das Boot da so liegenbleibt. Also sind wir die meiste Zeit auf dem Wasser.

    Ella möchte unbedingt baden. Und lange fackelt sie nicht - zieht ihren Bikini an und nimmt die Badeleiter am Heck. Hut ab sage ich da nur. Muss ich mal überlegen, ob ich mit 9 Jahren ins offene, nur 15Grad warme Wasser gegangen wäre. Wie groß sie geworden ist.

    Um 16:30 entern wir die Tankstelle im Hafen und füllen wieder auf. Dann der klassische Bootsscheck und wir haben wieder festen Boden unter den Füßen.
    Ein wirklich wunderbarer Tag. Das Wetter, das glasklare Wasser, das Boot - einfach alles.

    Am Abend gibt’s dann noch ein Abendessen wo ich mich mal wieder verwähle- aber dem Rest schmeckt es.
    Gute Nacht und guten Heimflug vom Mond gewünscht!
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  • Strada del Sole vs. Via della cacca

    7 avril, Italie ⋅ ☀️ 20 °C

    Ja was soll man sagen. Die Autobahn ist voll. Was uns bei der Fahrt von Olbia nach Cala Conone nicht so aufgefallen scheint, diese Autobahn ist irgendwas anderes als je gesehen. Beton und Asphalt wechseln sich unryrhmisch ab. Würde man alle Schlaglöcher quasi als Negativ bauen und umdrehen- darauf rollt man sicher ganz entspannt. Die Vegatation (Zypressen, Palmen, Pinien und Kakteen versuchen die Bahn im Beschlag zu nehmen. Da fahren zwar hier und da 2 Filipos mit ner Sense umher, aber das Grünzeug lacht sie aus und wächst weiter.
    Die Bahn trägt auch noch die Nummer SS131 - also gerade nicht SS88 oder SS39 - na irgendwas dazwischen. Gebaut hat sie wohl wirklich das „Comando Superiore Forze Armate Sardegna“ - und später hatte dann keiner mehr die Absicht eine Autobahn zu bauen. Kurz vor Cagliari wechseln sich Asphalt und temporäre Umfahrungen immer wieder ab. Das ist schon sehr lange so. Nirgends wird gearbeitet. Hier ruht es schon so lange, dass selbst das Navi sämtliche Umfahrungswege kennt.
    Na der Seat zieht ohnehin durch. Der ist zwar neu, aber die Stoßdämpfer……ach was, wir sind überversichert! Rechts ist Gas.
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  • Das andere Sardinien

    7 avril, Italie ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir müssen den Müll mitnehmen in Cala Conone. Ich glaub jetzt spinnt Fritsche deutlich mehr als Alice Weidel. Hatte ich ganz vergessen zu erwähnen. Durch die Schlaglöcher schaukeln auch 2 Mülltüten. Mal ehrlich, ich wollte die mal eben wo loswerden. Aber im Vorbeifahren konnte ich an den Autogrill Raststätten auch keine Eimer sehen- halten wurde mir sowieso untersagt, da Liah schläft.
    Also entlade ich Müll und Kinder am Hafen von Cagliari. Alles kommt in eine Tonne. Also der Müll versteht sich,
    Is dann so. Schön getrennt und dann eben wieder vereint.

    Wir machen einen kleinen Bummel durchs Zentrum. Sieht ganz nett aus soweit. Alles sehr groß - kennen wir von unseren Fischerdörfern bisher nicht. Viele Yachten und sogar ein riesiger Costa Kreuzfahrer liegen im Hafen. Ohne Francesco Schettino - der dürfte wohl noch einsitzen - na wer weiß das schon so genau in Italien.

    Wir bummeln etwas durch die Gassen. Es gibt eine Kaffee und dann geht’s zurück zum Auto. Was es auch gibt sind Bangladeshis. Echt auffällig. Hätte ich so nicht vermutet, aber die haben sich hier breiter als andere gemacht.

    Was auch echt Mist is- zwischen Zentrum und Hafenpromenade läuft wie so oft eine fette Straße. Das stört echt, weil die Wasserfront der City so voll untergeht. Na gut, wir werden das hier nicht ändern können - und Bürgermeister von Cagliari möchte ich auch nicht werden.
    Also ab zur Wohnung, Roberta wartet und wir wollen doch deutsch pünktlich sein.
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  • Das Salz in der Suppe

    7 avril, Italie ⋅ ☀️ 21 °C

    Quartu Sant’Elena ist so ein Ort, der dich erstmal irritiert anschaut – und du schaust irritiert zurück.
    Von außen wirkt vieles wie ein städtebauliches „Pfff, reicht doch“, aber dann stehst du plötzlich in einem Airbnb, das Roberta sehr hübsch eingerichtet hat. Sie kam natürlich zu spät - wir sind in Italien.

    Draußen gefühlt unfertige Straßen, Häuser, die aussehen, als hätten sie seit den 80ern auf ein Update gewartet, und diese Grundhaltung von „is halt so“. Alles irgendwie in die Jahre gekommen, oder eben gar nicht erst weil es nie fertig war. Wie mag das sein wenn Saison ist.

    Ich glaube Quartu Sant’Elena ist eine dieser Orte, die man leicht unterschätzt - drittgrößte Stadt Sardiniens, direkt neben Cagliari, mit einem Mix aus Meer, Chaos und Tradition. Hier wurde mal viel Salz abgebaut. Heute wohnen hier Flamingos und haben die Salzbauern vertrieben. Wir schauen einfach mal wie es hier so ist.

    Wir sind zum Strand gegangen, haben uns in einen Beachclub gesetzt und zugesehen, wie das Meer versucht, die Stadt optisch zu retten. Es gelingt ihm erstaunlich gut. Es ist gemütlich und die Preise sind sehr moderat- die Musik spitze. Alles sieht nach Massentourismus aus. Aber war das mal so oder kommt das in 2 Monaten wieder? Bis dahin müsste aber noch wer aufräumen.

    Und dann die Flamingos –sie stehen im Wasser herum, völlig unbeeindruckt von der menschlichen Improvisationsarchitektur ringsum. Ab und an drehen sie eine Runde über die alten Salzseen. Ich dachte zugegebener Maßen, dass sie mehr rosa sind und eher nicht hier wohnen.

    Wir werden uns diesen Ort die nächsten Tage mal erarbeiten. Es soll ne Menge geben hier und drumherum, Es ist auf jeden Fall spannend.
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  • Cagliari in dettaglio

    8 avril, Italie ⋅ ☀️ 22 °C

    Cagliari zum Zweiten bzw. zum ersten richtigen Besuch. Was alles wirkt wie zu groß für diese Insel entpuppt sich als sehr charmant.
    Wir müssen hier klar unterscheiden zwischen Cagliari und Quartu Sant‘Elena - ab sofort QSE (ich habe auch Zeitknappheit)
    Also, in QSE bin ich in der Früh zum Coop gegangen (ca. 47m ist der weg) und bin dabei wieder fast 5 Mal hingeflogen. Da fehlten Platten auf dem Weg und wenn du den Bordstein beim Überqueren der Straße mit antippst, dann könnte das mit Bänderriss oder Schürfwunde quittiert werden. Und dennoch- es hat was. Denen ist hier gefühlt alles egal. Coop macht auch erst um 8:30 auf - is dann so. Die zierliche Dame an der Kasse ist unglaublich freundlich - man fühlt sich hier irgendwie wohl. Da nimmt man nicht alles zu ernst. Dann pass halt auf auf dem Gehweg und gut ist.
    Es gibt heute mal Öbste und Joghurt zum Frühstück. Grund ist, dass Roberta uns einen riesigen Obstkorb auf den Tisch gestellt hat.
    Da ist sie wieder- diese charmante QSE Offensive.
    Nach dem Frühstück geht’s nach Gagliari. Vorbei am Stadion - was ein Tempel aus sichtbarem Bewehrungseisen- Respekt. Die spielen leider erst am Samstag 15:00 in der SerieA - da sind wir schon aufm Weg in den Norden.
    Wir parken am Hafen und bummeln mal los. Motto „Schnurrestrackse“ rauf auf den Berg. Die Innenstadt liegt auf einem Hügel. Ein toller Ausblick. Wir besuchen die „Cattedrale di Santa Maria Assunta e Santa Cecilia“ und die „Bastione di Saint Remy“ (Waren wohl die gleichen Götter am Werk die unseren Bundesgesetzen Namen geben).
    Wir finden ein echt süßes Café und da gibt’s heute mal nen Prosecco zur Belohnung :)
    Dann schlängeln wir uns Stück für Stück nach unten. Vorbei am Torre dell'Elefante - ja, da hat ein Bildhauer wohl mal nen Stein so gehauen dass er aussieht wie ein Elefant. Was soll’s.
    Fazit: die Stadt ist schon schön. Historische Gebäude, ok- ab und an eine Bausünde der 60-70er Jahre (wer kennt nicht die Burgseegalerie [Grazie Matz] in Schwerin). Ganz liebe Gassen mit den typischen Balkonen. Die Farben und Gerüche - es ist Italien und es schadet nicht es mal gesehen zu haben. Ne runde Sache.

    Wir erreichen nach gut 3,5h wieder unser Auto. Ein Dank geht hier mal ausdrücklich an die kleinen Mäuse, die einfach alles mitlaufen. Da gibt’s kein maulen und kein zetern. Also schnell los an den Strand von QSE.
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  • Pre Saison LaMarinella Check

    8 avril, Italie ⋅ ☀️ 22 °C

    Das La Marinella liegt logistisch für uns am Besten und ist somit unser Lokal.
    Nun gut, die Nachbarn bauen noch und es scheint ohnehin nicht das schlechteste hier zu sein.
    Und es liefert wie immer gute Musik, entspannte Stimmung und diesen Blick auf Strand und Meer, der eigentlich schon alles rechtfertigt.
    Die Küche dagegen läuft noch im „Sommer kommt irgendwann“-Modus. Man merkt: Die Saison übt noch.

    Draußen dasselbe Bild.
    Der Strand könnte einmal gründlich geharkt werden, einige Liegen hätten dringend einen neuen Bezug nötig – und man fragt sich leise: Wann wollen die das alles machen? Kommt hier noch ein Aufräumkommando vorbei oder „ist das dann einfach so“ im QSE Gefühl?

    Immerhin: Wir werden inzwischen als Stammgäste wiedererkannt, und der Service funktioniert für uns erstaunlich runder als noch gestern. Vielleicht ist das die wahre Pre‑Saison‑Magie. Wir nehmen es wie es ist - einfach mal die Erwartungen runterfahren - es ist doch schön wie es ist.

    Die Mäuse nehmen den Strand auseinander. Steine werden gesammelt und Handstand geübt. Wir haben alle unseren Spaß.

    Dann geht’s „Heim“ und bald auch ins Bett- morgen geht’s in die Karibik 🤫
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  • 39° 6′ 46″ N, 9° 32′ 57″ E

    9 avril, Italie ⋅ ☀️ 23 °C

    Secca dei Berni. Was klingt wie der Keller von unseren Nachbarn in Raben Steinfeld „ist eine unterseeische Felsformation vor der Südostküste Sardiniens, eingebettet in das Schutzgebiet von Capo Carbonara. Sie liegt etwa anderthalb Kilometer südöstlich der Linie zwischen Punta Molentis und der Isola Serpentara. Unter der Wasseroberfläche erhebt sich ein Plateau aus Granitblöcken, dessen oberste Kante in rund zwanzig Metern Tiefe liegt, bevor es ringsum auf dreißig bis vierzig Meter abfällt. Die Struktur wirkt wie ein aufgebrochener Felsgarten – und genau dort tummelt sich dann alles, was Flossen hat und neugierig ist.“
    (LeChat)
    Uns fehlen also Flossen und mir sogar Rippen um da nachzuschauen.
    Eigentlich sind wir auch nur hier, um hier mal den Fligupinguinen [man kennt sie besser als Gertis oder für die einfachen unter den Lesern „Flamingos“] näher zu kommen. Aber die sind nicht da.
    Genauso wenig da ist ein Lokal auch wenn Google bis jetzt noch felsenfest behauptet, dass es hier 2 davon gibt. Es gibt aber nichtmal irgendeinen Verschlag oder sowas. Also mit aller Ruhe und Gelassenheit - da kommt auch nichts mehr im 2026.

    Aber es gibt einen tollen Strand. Glasklar ist das Wasser. Die Kinder spielen und wir genießen. Draußen in der Bucht das mahnende leuchtturmähnliche Dreieck von Bernie.
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  • A Bussi per tutti!

    9 avril, Italie ⋅ ☀️ 23 °C

    DEN Strand haben wir satt.
    Aber Hunger haben die Zwerge trotzdem. Also steuern wir eben den Porto di Villasimius an – den perfekten Un‑Hafen.
    Ein Hafenzentrum, das wirkt, als hätte jemand es im Vorbeigehen auf die Südostküste Sardiniens geworfen. „Im Nirgendwo“ trifft es ganz gut.
    Ein Klon eines Milliardärshafens, einfach ins sardische Off gepflanzt.
    Kein Architekt, kein Masterplan – nur Beton, Granit und der pure Zufall. Die Yachten glänzen, die Stege wackeln. Genau deshalb funktioniert es irgendwie doch.
    Hätten Architekten hier mitgemischt, stünde jetzt ein überdesignter Luxus‑Bunker mit Dachgarten am Hafenbecekn und man bekäme einen 12€ ‑Cappuccino. So aber ist es ein Ort, der einfach tut, was er soll – für Fischer, Yachtbesitzer und alle, die keine Show brauchen - da sind wir dabei.

    Morgens hatten wir dort schon einen Kaffee. Im Grunde ok, aber mehr musste es nicht sein.
    Beim Wegfahren zum Strand hatte ich jedoch im Augenwinkel ein Lokal gesehen, etwas abseits an der Mole.
    Da geht’s jetzt hin – Primo Molo Villasimius.
    Und siehe da: sehr guter Stop. Für die Kids gibt’s richtig gute Sachen und die haben auch Salat. (🙃)

    Weiter zum nächsten Strand. Der liegt eigentlich direkt neben unserem Vormittagsstrand, wirkt aber aufgeräumter und irgendwie noch leerer.
    Kein Lokal, kein Schatten, nichts, was sich dem Sonnenschein entgegenstellt.
    Aber den Kindern gefällt’s. Sie genießen die Temperaturen, und Ella muss natürlich wieder ins Wasser. Lust hätte ich ja eigentlich schon….

    Später führt uns der Weg nach Villasimius.
    Ein anscheinend bekannter Ferienort, über den man immer wieder liest. Ob da im Sommer wirklich was geht?
    Wenn man nach der Villasimius Music Hall urteilt, wäre es jedenfalls höchste Zeit für Pinsel, Besen und vielleicht auch einen Statiker. Die merkwürdigen Architekturkombinationen lassen sich bis Juni definitiv nicht mehr heilen.

    Es gibt ein Eis, wir bummeln durch.
    Weiß nicht so recht.

    Zurück geht’s nach QSE – diesmal nicht über die Schnellstraße wie auf dem Hinweg. (Ich schwöre: alle Straßenbaumittel der letzten Jahrzehnte sind in dieses Teilstück Cagliari‑Ost geflossen. Tunnel an Tunnel, perfekte Brücken, alles vom Feinsten.)
    Jetzt fahren wir entlang der Küste. Malerische Blicke, die einen schon neugierig machen, wie das hier im Sommer aussieht.

    Abends hole ich Pizza aus einer kleinen Familienpizzeria – richtig schön dort, warm, herzlich, gut.

    Und dann: gute Nacht.
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  • Nora at Capo di Pula

    10 avril, Italie ⋅ ☀️ 20 °C

    Nora ist einer der faszinierendsten archäologischen Orte Sardiniens – Ich dachte erst, Nora ist die Frau von Modern Talking Dieter’s Freund Anders - aber hier geht’s offensichtlich um Steine, nicht um Synthesizer! Auch wenn annähern das Alter passt?
    Die Stadt wurde schon im 9. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet, später von den Karthagern und Römern geprägt.
    Heute kannst du dort zwischen antiken Ruinen wandeln: ein römisches Theater, Thermen mit Mosaiken, ein Forum, ein Amphitheater und sogar die Reste eines Tempels der karthagischen Göttin Tanit. Richtig muss es heißen; Heute könntest du dort zwischen den Gemäuern umher wandern. Es kostet nur einen Arsch voll Geld. Und mal ehrlich- Ruinen siehst du in Italien mehr als Mülleimer. Und unsere Mädelz bekommen wir nicht davon überzeugt, dass da hinten - hinter den Mäuerchen noch ein Eisladen kommt.

    Der Park liegt auf einer Halbinsel bei Pula, mit Blick aufs kristallklare Wasser. Vorne am Parkplatz gibt’s für uns einen Kaffee und dann geht’s weiter - Vamos a la playa wie Andy Heulsuse Möller hier sagen würde.
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  • Spiaggia di Tuerredda

    10 avril, Italie ⋅ ☀️ 24 °C

    Schon von weiteren leuchtet der weiße Sand neben dem türkisen Meer. Der Weg zum Strand aber ein Abenteuer für sich: zugeparkt, als hätte jemand beschlossen, hier ein Autokino zu eröffnen, nur ohne Leinwand. Stattdessen offensichtlich ein geplatztes Wasserrohr, das sich wie ein trüber Fluss durch den Sandweg schlängelte. Unser Arosa, ohnehin schon ein Staubfänger, trug nach der Durchquerung dieses Hindernisparcours nun auch noch die Farbe des sardischen Bodens – ein natürliches Camouflage. Ich war ja fest der Meinung - da ganz vorne am Strand wird schon zufällig was frei sein. Augenrollen vom Beifahrersitz hast du da gratis sage ich dir.
    Aber ich hab am Ende des Weges alle rausgeschmissen und bin zurück um einen Parkplatz zu finden - SuperPapa!

    Also Arosa nochmal durch den Gatsch und dann zu Fuß nochmal.
    Doch dann der Strand. Und plötzlich war alles andere egal.
    Das Wasser, dieses unglaubliche Türkis, lud zum Eintauchen ein. Ella verschwand fast sofort ins Wasser. Liah ist da was huschiger und findet es zu kalt. Später muss ich auch einfach mal rein. Gaaaaanz vorsichtig.
    Zwei Stunden lang waren wir einfach nur da, im Rhythmus der Wellen, der Sonne, des Windes.

    Als der Hunger kam, landeten wir im „edlen“ Strandbistro. Kein Porzellan, kein edles Besteck – nur Einweggeschirr, vermutlich eine Folge des Wasserrohrbruchs an der Straße. 😅
    Aber wer braucht schon Porzellan, wenn es Wein für uns gibt, kühlen und aus einem echt netten weißen Plastikweinglas? Dazu kam, was Sardinien ausmacht: ein frischer Salat, sardische Spezialitäten, die nach Meer und Kräutern schmeckten, und natürlich – die Krone des Ganzen – eine cotoletta mit Pommes, knusprig, goldbraun, genau wie sie sein muss für die kleinen Damen.

    Am Ende des Tages war klar: Tuerredda ist nicht nur ein Strand. Es ist ein Ort, an dem selbst ein geplatztes Rohr und ein chaotischer Parkplatz nicht stören können – weil das, was zählt, einfach zu gut ist.

    Weiter geht’s.
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  • Spiaggia di Campana Dune Beach

    10 avril, Italie ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach dem Chaos und der gleichzeitigen Idylle von Tuerredda führte uns der Weg weiter zur Spiaggia di Campana, einem Strand, der nicht nur mit seinen gewaltigen Dünen beeindruckt, sondern auch mit einer ganz eigenen Energie. Hier weht der Wind nicht nur – er regiert. Und mit ihm die Surfer, die wie selbstverständlich über das Wasser gleiten, als wäre Schwerkraft zu diskutieren.

    Wir standen da, zwischen den Dünen, und beobachteten das Spektakel: Kitesurfer, die mit ihren Drachen den Himmel in Bewegung setzten, und diese modernen Foil-Surfer, die ihre Bretter mit einer Art Unterwasserflügel über die Wellen hoben – als würden sie fliegen, während sie das Brett mit einem kleinen, handgehaltenen Drachen steuerten. Es sah aus wie eine Mischung aus Zukunftstechnologie und purer Freiheit. "Das könnte ich auch", dachte ich für einen kurzen Moment – bis mir klar wurde, dass ich nicht mal eine einfach Drachenschnur halten kann, geschweige denn einen zu lenken.

    In der Bucht lag eine elegante Segelyacht, als würde sie gelassen zuschauen, wie die Surfer ihr Revier abgrasten. Da würde ich mich dann eher sehen.

    Wir konnten nicht mithalten, nicht foilen, nicht kiten, nicht segeln. Aber wir konnten zuschauen, die Sonne genießen und uns fragen: "Wie muss es sich anfühlen, so leicht über das Wasser zu schweben?"
    Vielleicht war das der eigentliche Zauber dieses Strandes – dass er einem das Gefühl gab, alles wäre möglich.

    Und dann packst du deine Kids und ziehst wieder ab - und dann weißt Du was wichtig ist.
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  • Finale Cagliari - Sonne, bleib noch!

    10 avril, Italie ⋅ ☀️ 28 °C

    Auf dem Heimweg wird es gefühlt wärmer und wärmer. Schnell ist der Entschluss gefasst in Cagliari nochmal zu stoppen. Wir wollen noch nicht in unsere Wohnung - man der letzte echte Tag ey!
    Die Altstadt atmet noch, als wir durch die Gassen schlendern – 28 Grad, warm wie im echten Sommer.
    Die Cafés sind voll. Menschen allen Alters trinken Aperol oder Wein - ja auch mal ein Bier. Ich glaube, das Erwachen nach dem Winter erleben wir hier live.
    Auch die Restaurants erwachen langsam aus der „Siesta“, Türen stehen offen, aus den Küchen weht der Duft von Knoblauch, Tomaten, frischem Brot. Irgendwo brät jemand Fisch, irgendwo anders wird Pasta in kochendes Wasser geworfen. Der Abend in Cagliari beginnt, und wir sind mittendrin.

    Wir lassen uns treiben. Ella hätte gerne Flamingo Ohrstecker - na dann suchen wir mal. Aber auf die Idee sind die Souvenierlädenbetreiber wohl noch nicht gekommen. Manchmal findet man eben nicht, was man sucht – und manchmal ist das auch gut so?

    Dann steuern wir die laut Tripadvisor beste Eisdiele an. Die recht schnelle Entscheidung: Schoko für Liah, Stracciatella für Ella, Mango und Cagliari Special für Anja, Lemon und Fragola für den Papa.
    Fünf Kugeln, fünf Geschmäcker, ein letzter Moment von Dolce Vita, bevor bald wieder der trübe Norden ruft – mit seinem grauen Himmel, seinen 15 Grad, seinem "War das wirklich erst gestern?"
    Und die Gewissheit: Manche Erinnerungen schmecken besser als jeder Souvenir.

    Wir gönnen uns zum Abschluss einen Wein am Strand in „unserer Bar“ bis wirklich der letzte Strahl der Sonne weg ist und dann gehts ab nach QSE in unsere Butze - Papa, mach Gnocchi mit Pesto. Und dann? - wir müssen packen.
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  • Billa-Flamingo, ois echt – und koa Gerti

    11 avril, Italie ⋅ ☀️ 20 °C

    Oida, des war a guade Gfrast, wa! Heit am Friah in da Früh, wo d’Sunn no a bissl schläfrig war, san mia no amoi zum Salzsee beim Quartier Santa Elena rüberdackelt. Und wia mia da standn, san mia no amoi von de Flamingos verabschiedet ham – a guadsackerl von de rosa Watschn, die da so gemütlich im Wasser herumstochern. Des is a wahnsinniger Ort, des Salzsee-Gebiet, wo d’Natur si wieder zurückholt. Mia san da standn wie bei an echten Tierfilm, „Expedition ins Tierreich“ – nur ohne Hansi Hinz, dafür mit echten Blesshühnern, die da so rumwatscheln, und Möwen, die überm Wasser kreischn wie a Haufn Teenager beim Wurstlstand.

    Und des Beste? Des is alles Renaturierung, des is koa Naturpark, des is koa Zoo – des is einfach d’Natur, die si wieder ihr Revier zurückerobert. Mia san da standn und ham gstaunt, wia des Leben da so vor sich hin blüht und gurgelt. A guads Sache, des Salzsee-Gebiet – a Ort, wo mia uns noch lang erinnern werdn! Und jetzt? Jetzt gibt’s a Melange und a Sachertorte, weil a „Wiener Herz“ braucht ja auch was Süßes nach so viel Natur!

    Also gut. Wir steigen mal ein und fahren los. Alles halb so wild - ja Mama, ich fahre ohne Alkoholzugabe!

    https://youtu.be/QgtKUQLm630?si=BKVEfOo_G1Dz1fEH
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  • Links gute Laune, rechts gute Laune, …….

    11 avril, Italie ⋅ ⛅ 21 °C

    Die Fahrt zurück nach Norden ist natürlich gerade für die Zwerge ein kleiner Ritt. Es geht von Süd nach West nach Nord und Ost. Ein „S“ durch die Insel. Die beiden machen das aber sehr sehr gut. Hab selten so viel Spaß bei einem Tierquiz gehabt (gewonnen nach 9-9-3 Rückstand - danke Liah 😂😂😂)

    Der Aufmerksame Betrachter kann bei der Fahrt durchaus viel sehen.
    Und da Arosa und ich wenig mit Verkehr zu kämpfen haben schweift der Blick stets umher.
    Grün, grüner, am grünsten. Ginster leuchtet gelb, am Straßenrand kleine, zähe rote Blüten. Das erinnert mich an die Marienkäferplage im Bezirk Schwerin und Rostock - gibts Leser die das noch wissen? Ende Juli bis Mitte August 1989 kam es entlang der mecklenburgischen Ostseeküste – von Boltenhagen über die Insel Poel bis auf den Darß zu einer ungewöhnlich starken Marienkäferplage.
    Ursache war wohl eine Kombination aus mildem Winter, sehr warmem und trockenem Sommer sowie einem deutlichen Rückgang der Blattläuse, wodurch die Käfer in großen Schwärmen auf Nahrungssuche gingen.
    Für etwa zehn bis vierzehn Tage traten sie in solchen Mengen auf, dass Strände, Häuser und selbst die Wasseroberfläche dicht bedeckt waren, bevor das Phänomen ebenso abrupt wieder verschwand. Ich weiß noch als ich in der Wolenberger Wiek mit Oma und Opa baden war- ein 20cm breiter roter Streifen am Asphalt - da lagen all die, die den Kampf mit den Frontscheiben verloren hatten.

    Na jedenfalls ist es sehr grün. Die richtige Jahreszeit. In 1-2 Wochen werden auch die Kakteen und all das ganze Zeugs blühen. Das muss sehr gut sein - aber ohne uns. Wir zupfen dann zu Hause wohl an einem Krokus.

    Pause in Oristano: Ein Familienrestaurant, wie aus dem Bilderbuch. 15€ für ein ganzes Menü – und es schmeckte, als hätte Oma gekocht. Kein Schnickschnack, nur gut. So sitzen wir im Garten mitten einer Wohnsiedlung und essen bodenständig verdammt gut.
    Dann geht’s weiter.

    Am späten Nachmittag erreichen wir Olbia. Nur eine Nacht, dann geht’s heim.
    Aber heute ein letzter Bummel mit Sonne. Ein feines kleines Städtchen. Ein Riesenrad gibt die Chance mal alles zu überblicken. Huch- da steht ja auch gleich der Tower vom Airport. Sehr klein alles.
    Es gibt dann noch ein wenig Shopping für Kids (coole Klamotten) und natürlich nochmal Pizza, nochmal Meeresluft, nochmal Sardinien.

    Gute Nacht.
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