Im Inneren des Edinburgh Castle
5. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 16 °C
Vereinzelte Gebäude des Schlosses konnten wir dann auch betreten, wobei in zwei von vier keine Fotos erlaubt waren. Möglich waren Fotos in der roten Great Hall. Die Great Hall des Edinburgh Castle wurde im Jahr 1511 unter König James IV of Scotland fertiggestellt und war die größte repräsentative Halle des schottischen Königshofes. Hier fanden Bankette, Empfänge und feierliche Zeremonien statt. Besonders beeindruckend ist das offene Dach aus gewaltigen Eichenbalken, das in Form eines umgedrehten Schiffsrumpfes konstruiert wurde, ein Meisterwerk mittelalterlicher Zimmermannskunst. An den Wänden sind Schwerter, Musketen, Piken und weitere historische Waffen ausgestellt, die einen Eindruck von der militärischen Geschichte der Burg vermitteln. Nachdem die Halle im 17. Jahrhundert zeitweise als Kaserne und Lager genutzt worden war, wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts aufwendig restauriert und in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Keine Fotos hingegen waren möglich bei den Honours of Scotland. Zu den größten Schätzen des Schlosses gehören die Honours of Scotland, die schottischen Kronjuwelen. Sie bestehen aus drei Insignien. Der Krone von Schottland, dem Zepter und dem Staatsschwert. Die Krone entstand Mitte des 16. Jahrhunderts und besteht aus massivem Gold. Sie ist mit Perlen sowie zahlreichen Edelsteinen besetzt und wird bis heute bei bedeutenden staatlichen Zeremonien verwendet. Auch ins Scottish National War Memorial ging’s rein, auch hier waren jedoch keine Fotos erlaubt. Das Scottish National War Memorial befindet sich im Herzen des Edinburgh Castle und ist die nationale Gedenkstätte für die gefallenen Soldaten Schottlands. Es wurde 1927 eröffnet und erinnert an die Schottinnen und Schotten sowie an Angehörige schottischer Regimenter, die in Kriegen und militärischen Einsätzen ihr Leben verloren haben.Errichtet wurde das Memorial nach dem Ersten Weltkrieg, in dem mehr als 147.000 Schotten ums Leben kamen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden auch die Namen der Gefallenen dieses Krieges sowie späterer Konflikte, darunter der Koreakrieg, der Falklandkrieg, die Einsätze im Irak und in Afghanistan, in die Gedenkbücher aufgenommen. Das zentrale Heiligtum beherbergt einen silbernen Schrein mit den Rolls of Honour, den Gedenkbüchern, in denen die Namen der Gefallenen verzeichnet sind. Insgesamt sind dort über 150.000 Namen eingetragen. Sehr beeindruckend!Weiterlesen
Ausblick vom Edinburgh Castle
5. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 16 °C
Schon bei der Ankunft, zwischendrin und natürlich auch nochmal vorm gehen konnten wir den genialen Ausblick auf die Umgebung genießen. Der Ausblick vom Edinburgh Castle zählt zu den schönsten Stadtpanoramen Europas. Da die Burg auf dem rund 135 Meter hohen Castle Rock erbaut wurde, bietet sie einen nahezu ungehinderten Rundumblick über Edinburgh und seine Umgebung. Nach Osten erstreckt sich die mittelalterliche Altstadt mit ihren dicht aneinandergebauten Sandsteinhäusern und der berühmten Royal Mile, die sich bis zum Palace of Holyroodhouse zieht. Dahinter erhebt sich der markante Hügel Arthur’s Seat, ein weiterer erloschener Vulkan und mit 251 Metern der höchste Punkt der Stadt. Nach Norden blickt man über die elegant angelegte Neustadt mit ihren breiten Straßen und georgianischen Gebäuden. Dahinter glitzert der Meeresarm Firth of Forth, der Edinburgh mit der Nordsee verbindet. Bei guter Sicht sind sogar die markanten Brücken über den Firth of Forth am Horizont zu erkennen. Direkt unterhalb der Burg liegt die weitläufige Grünfläche der Princes Street Gardens, die den Castle Rock umgibt. Der Blick nach Westen reicht über die modernen Stadtteile bis zu den sanften Hügeln der schottischen Lowlands. Deshalb gilt das Edinburgh Castle nicht nur als historisches Wahrzeichen, sondern auch als einer der besten Aussichtspunkte Schottlands.Weiterlesen
Ab in den Westen der Stadt!
5. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel ging’s raus aus dem Castle und erst mal durchs Zentrum. Zuerst mal die Royal Mile entlang, dann am Bahnhof vorbei zur Hanover Street wo wir uns erst mal einen richtig guten Bagel gegönnt haben. Anschließend ging’s bei leichtem Nieselregen die George Street entlang Richtung Westen, wo wir unser zweites großes Ziel für heute angepeilt haben, das Dean Village.Weiterlesen
Das wunderschöne Dean Village
5. Juli in Schottland ⋅ 🌧 17 °C
Schon von der Dean Bridge hatten wir das Dean Village von oben gesehen und wir fanden den ersten Eindruck schön! Hoch über dem Tal erhebt sich nämlich die beeindruckende Dean Bridge, die 1832 fertiggestellt wurde. Die rund 32 Meter hohe Brücke überspannt die Schlucht des Water of Leith und verbindet das Stadtzentrum mit den westlichen Stadtteilen. So richtig beeindruckend wars dann erst als wir auf Höhe des Stadtteils waren. Vor allem vom View point of Water of Leith Walkway hat man einen genialen Ausblick! Das Dean Village Edinburgh ist eines der malerischsten Viertel Edinburghs und liegt nur etwa zehn Gehminuten von der Princes Street entfernt. Trotz seiner Nähe zum Stadtzentrum wirkt das ehemalige Dorf wie eine eigene kleine Welt. Es schmiegt sich in das Tal des Flusses Water of Leith, umgeben von historischen Sandsteinhäusern, kleinen Brücken und üppigem Grün. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Der Name „Dean“ leitet sich vom altenglischen Wort „dene“ ab und bedeutet „tiefes Tal“. Über 800 Jahre war das Dorf das wichtigste Mühlenzentrum Edinburghs. Die Strömung des Water of Leith trieb zeitweise elf Wassermühlen an, in denen vor allem Getreide für die Bäcker der Stadt gemahlen wurde. Über Jahrhunderte war Dean Village damit ein bedeutender Bestandteil der Lebensmittelversorgung Edinburghs. Noch heute erinnern alte Mühlsteine und steinerne Reliefs mit Broten und Backwaren an diese Vergangenheit. Das bekannteste Gebäude ist Well Court, ein markanter Wohnkomplex aus rotem Sandstein mit seinem charakteristischen Uhrturm. Er wurde 1886 als moderne Wohnanlage für die Mühlenarbeiter errichtet und gilt heute als Wahrzeichen des Viertels. Nach einer umfassenden Restaurierung zählt Well Court zu den schönsten Beispielen viktorianischer Architektur in Edinburgh. Heute ist Dean Village ein ruhiges Wohnviertel und zugleich eines der beliebtesten Fotomotive Edinburghs. Besonders reizvoll ist ein Spaziergang entlang des Water of Leith Walkway, der von hier aus sowohl in Richtung Scottish National Gallery of Modern Art als auch bis zum Hafenviertel Leith führt. Durch die Kombination aus mittelalterlicher Geschichte, viktorianischer Architektur und idyllischer Flusslandschaft wirkt Dean Village wie ein verborgenes Dorf mitten in der schottischen Hauptstadt. Genau dieser Kontrast hat uns sehr gut gefallen! Von hier aus ging’s dann am Leith entlang weiter zu unserem nächsten Ziel.Weiterlesen
Spazieren am Water of Leith
5. Juli in Schottland ⋅ 🌧 17 °C
Auch wenn wir den Spazierweg am Wasser entlang nur einen kurzen Abschnitt lang sind, hat uns der Weg sehr gut gefallen! Einerseits weil wir durch die vielen Bäume vom Regen geschützt waren, andererseits weil‘s so schön ruhig und grün war und das mitten in der Stadt. Der Water of Leith ist mit rund 35 Kilometern der längste Fluss Edinburghs. Er entspringt in den Pentland Hills südwestlich der Stadt und fließt durch zahlreiche Stadtteile, bevor er schließlich im Hafenviertel Leith in den Firth of Forth mündet. Über Jahrhunderte war der Fluss von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Seine Strömung trieb Dutzende Wassermühlen an, in denen Getreide gemahlen, Papier hergestellt und Holz verarbeitet wurde. Besonders Dean Village entwickelte sich dadurch zu einem wichtigen Mühlenstandort und versorgte Edinburgh über viele Jahrhunderte mit Mehl. Heute ist der Water of Leith vor allem ein Natur- und Erholungsraum mitten in der Großstadt. Entlang des Flusses verläuft der Water of Leith Walkway, ein etwa 20 Kilometer langer Fuß- und Radweg, der von den südwestlichen Stadtteilen bis zum Hafen führt. Die Route verbindet zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie Dean Village, Scottish National Gallery of Modern Art, Stockbridge und Leith. Am Ende des Abschnitts den wir gegangen sind ging’s für uns noch kurz in einen Bauernmarkt, wo wir uns einen sehr üppigen Cookie geteilt haben. Ordentlich gesättigt ging’s dann wieder durch den Regen weiter, zurück in Richtung Hotel für eine Pause.Weiterlesen
Auf Abschiedstour durch Edinburgh
5. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Nach gut zwei Stunden Pause im Hotel ging’s los zum Abendessen und damit auch unsere Abschiedstour durch Edinburgh, eine Stadt die uns wirklich unglaublich gut gefallen hat! Nachdem das rausgesuchte Restaurant circa 50 Minuten zu Fuß entfernt vom Hotel liegt, sind wir hin mit dem Bus gefahren. Nachdem eine Einzelfahrt recht günstig ist und die normalen Linienbusse hier extrem bequeme Doppeldecker sind, haben wir die Gelegenheit beim Schopf gepackt, nochmal die Sehenswürdigkeiten der Stadt von einem anderen Winkel aus zu sehen. Tolle Gelegenheit, schon mal Abschied zu nehmen, wobei der Fußweg zurück dafür nochmal etwas besser war. Pünktlich um 17:30 Uhr waren wir dann beim Restaurant.Weiterlesen
Hagis & Roast - Schottisches Essen in vegan!
5. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Das Hendersons hatten wir uns rausgesucht, da wir unbedingt in ein Restaurant mit klassischer schottischer Küche wollten. Natürlich in vegetarisch oder vegan, da die Küche sonst eher Fleischlastig ist. Während wir in den Highlands nicht damit rechnen dazu fündig zu werden, waren wir uns in Edinburgh recht sicher. Kurz gesucht und erfolgreich gewesen! Dazu noch von Papa als Geburtstagsgeschenk für Nadine ein Gutschein. Ideal! Vielen Dank dafür!! Vor oder haben wir uns schnell entschieden und zwei Klassiker in Veganer Ausfertigung gewählt. Nadine hatte das berühmte Haggis (zum Glück ohne Innereien!) und ich hatte einen Sunday Roast. Haggis gilt als das schottische Nationalgericht und ist ein fester Bestandteil der schottischen Esskultur. Traditionell besteht es aus fein gehackten Schafsinnereien (Herz, Leber und Lunge) die mit Haferflocken, Zwiebeln, Rindertalg und Gewürzen vermischt und ursprünglich in einem Schafsmagen gegart wurden. Heute werden aus hygienischen Gründen meist künstliche Hüllen verwendet. Der kräftig-würzige Geschmack erinnert eher an eine herzhafte Fleischfüllung als an Innereien. Serviert wird Haggis klassisch mit „neeps and tatties“, also gestampften Steckrüben und Kartoffeln, sowie einer cremigen Whiskysoße. Den Stampf und die Soße hatte Nadine wie im Original, das Haggis selbst war aus Linsen und Bohnen. War super lecker! Der Sunday Roast ist eines der traditionsreichsten Gerichte Großbritanniens und wird seit Jahrhunderten sonntags im Kreis der Familie gegessen. Ursprünglich entwickelte sich dieser Brauch im 18. Jahrhundert, als nach dem Kirchgang ein großes Bratenessen serviert wurde. Typischerweise besteht ein Sunday Roast aus einem langsam gegarten Braten, meist Rind, Lamm, Schwein oder Hähnchen. begleitet von knusprigen Ofenkartoffeln, saisonalem Gemüse, einer kräftigen Bratensoße (Gravy) und den berühmten Yorkshire Puddings, einem luftigen Gebäck aus Ei-, Mehl- und Milchteig. Genau so hatte ich es, nur das der Braten aus Seitan war, nicht aus Fleisch. Überragend gut! Dazu haben wir uns als Vorspeise marinierte Süßkartoffel mit Chilli-Knoblauch Soße gegönnt. Auch sehr lecker! Ingesamt haben wir, ohne Getränke da Leitungswasser umsonst war, circa 70€ ausgegeben. Ein stolzer Preis, trotzdem jeden Cent wert und für jeden zu empfehlen, der die klassische Küche probieren möchte, dabei aber auf Fleisch oder allgemein tierische Lebensmittel verzichtet. Gut gesättigt ging’s dann nochmal knapp eine Stunde zurück zum Hotel, dabei direkt durch die Altstadt mit der Viktoria street und der Royal Mile als finale Highlights. Zurück im Hotel hieß es dann nach 23.991 Schritten (16,92 Kilometer) etwas zusammenräumen, da es morgen nicht zu spät losgeht zum Mietwagen abholen und dann los nach Norden, erst mal bis Dundee mit ein paar Stopps auf dem Weg. Danach haben wir noch etwas King of Queens geschaut und den Abend schön ausklingen lassen. Gute Nacht Edinburgh!Weiterlesen
Unser Wagen für zwölf Tage
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 15 °C
In der Früh hieß es frühzeitig aufstehen, fertig machen, um mit der Tram zurück zum Flughafen fahren, wo wir unser Mietwagen abgeholt haben. In Edinburgh hat es uns sehr gut gefallen. Es war überhaupt kein Problem, dass es wettertechnisch teilweise mal leicht geregnet hat oder auch windig war. In der Stadt gibt’s unglaublich viel zu sehen, unendlich viele Möglichkeiten lecker zu essen und das allgemeine Stadtbild hat uns einfach sehr gut gefallen. Am Flughafen angekommen sind wir direkt zum Mietwagenbereich, wo er freundlich begrüßt wurden. Und innerhalb kürzester Zeit hatten wir unser Auto. Ein nagelneuer Hyundai i20 mit gerade mal circa 500 Meilen auf dem Tacho. Keinerlei Schäden. Ausstattung zur relativ standardmäßig aber zum Glück ist der Standard inzwischen sehr gut. Beim Wagen hieß es dann erst mal alles einräumen und ans Recht sitzen gewöhnen, bevor es dann hieß, ans links fahren zu gewöhnen. Zum Glück hatten wir das auf Malta schon mal, die Eingewöhnung ging also relativ schnell. Mit dem Auto ging’s dann los. Zu unserem ersten Ziel außerhalb Edinburgh.Weiterlesen
Die wunderschöne Rosslyn-Kapelle Rosslyn Chapel
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 15 °C
Circa zwanzig Minuten ging’s dann mit dem Auto erst mal in die entgegengesetzte Richtung unserer eigentlichen Route. Ziel war dabei eine wirklich schöne, sehr bekannte Kapelle. Die Rosslyn Chapel liegt im Dorf Roslin, etwa 11 Kilometer südlich von Edinburgh, und zählt zu den geheimnisvollsten und kunstvollsten Kirchen Schottlands. Die Kapelle wurde 1446 von William Sinclair, 1st Earl of Caithness gegründet. Ursprünglich war sie als Teil einer deutlich größeren Stiftskirche geplant, doch nach dem Tod ihres Stifters wurde nur der Chorbereich vollendet. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Größe beeindruckt die Rosslyn Chapel durch ihren außergewöhnlichen Reichtum an Steinmetzarbeiten. Nahezu jede Wand, jede Säule und jede Decke ist mit filigranen Schnitzereien bedeckt. Fotos sind dabei leider nur sehr limitiert möglich. Insgesamt schmücken Tausende Ornamente das Bauwerk, darunter biblische Szenen, Engel, Heilige, Pflanzen, Tiere und fantasievolle Fabelwesen. Besonders berühmt ist die Lehrlingssäule (Apprentice Pillar), die zu den kunstvollsten Steinarbeiten Europas zählt. Einer Legende zufolge soll der Meister aus Eifersucht seinen Lehrling erschlagen haben, nachdem dieser die prachtvolle Säule während seiner Abwesenheit vollendet hatte. Seit Jahrhunderten ranken sich zahlreiche Legenden um die Kapelle. Immer wieder wurde sie mit den Tempelrittern, den Freimaurern, dem Heiligen Gral oder verborgenen Schätzen in Verbindung gebracht. Historische Belege für diese Theorien gibt es jedoch kaum, sie trugen trotzdem wesentlich zum geheimnisvollen Ruf der Kapelle bei. Weltweit bekannt wurde Rosslyn Chapel durch den Roman The Da Vinci Code von Dan Brown und dessen Verfilmung aus dem Jahr 2006. Das Buch machte die Kapelle zu einem internationalen Besuchermagneten, auch wenn viele der dort erzählten Zusammenhänge rein fiktiv sind. Neben ihrer Geschichte beeindruckt Rosslyn Chapel vor allem durch die außergewöhnliche Handwerkskunst. Kunsthistoriker betrachten sie als eines der schönsten Beispiele spätgotischer Steinmetzkunst in Europa. Uns hat die Kapelle auf jeden Fall richtig beeindruckt! Vorm losfahren ging’s dann noch kurz in den Shop, wo wir uns unseren ersten Scone des Urlaubs gegönnt haben. Super lecker!Weiterlesen
Angekommen in Linlinthgow - St Michael’s Church
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 16 °C
Von der Kappelle aus ging’s dann gut eine halbe Stunde wieder an Edinburgh vorbei, in die richtige Richtung, nach Linlinthgow. Hier hatten wir zwei große Ziele. Einerseits den Palast, andererseits die Kirche direkt daneben. Linlithgow ist eine historische Kleinstadt zwischen Edinburgh und Glasgow und zählt zu den bedeutendsten königlichen Orte Schottlands. Die Stadt liegt malerisch am Ufer des Linlithgow Loch und war über Jahrhunderte eng mit der schottischen Monarchie verbunden. Das historische Zentrum von Linlithgow mit seiner High Street besitzt bis heute viel mittelalterlichen Charakter. Zahlreiche historische Häuser, kleine Geschäfte und Cafés prägen das Stadtbild. Vor dem Palast befindet sich außerdem der kunstvoll verzierte Cross Well, ein Brunnen aus dem 16. Jahrhundert, der als einer der schönsten Renaissancebrunnen Schottlands gilt. Die absoluten Highlights sind aber naturlich Palast und Kirche. Nach dem parken ging’s zuerst zur Kirche.
Die St Michael’s Parish Church ist eine der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchen Schottlands und steht unmittelbar neben dem Linlithgow Palace im Herzen von Linlithgow. Über Jahrhunderte war sie die Kirche der schottischen Könige, wenn diese im benachbarten Palast residierten. Die Ursprünge der Kirche reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Nach einem Brand im Jahr 1424 wurde sie unter König James I of Scotland neu aufgebaut und in den folgenden Jahrhunderten weiter vergrößert. So entstand eines der eindrucksvollsten Beispiele spätgotischer Kirchenarchitektur in Schottland. Das Innere der Kirche beeindruckt durch hohe Gewölbe, schlanke Säulen und große Spitzbogenfenster, die den Raum mit viel Licht erfüllen. Im Laufe ihrer Geschichte wurde die Kirche mehrfach umgestaltet, sodass sich heute mittelalterliche Architektur mit späteren Ergänzungen verbindet. Besonders markant ist der Turm der Kirche. Ursprünglich trug er, ähnlich wie die St Giles’ Cathedral in Edinburgh, eine steinerne Kronenspitze. Diese wurde jedoch im 19. Jahrhundert entfernt. Im Jahr 1964 erhielt der Turm eine moderne, 26 Meter hohe Aluminiumkrone. Die offene Konstruktion greift die historische Form der Krone auf und ist heute eines der auffälligsten Wahrzeichen von Linlithgow. Die Kirche spielte auch in der Geschichte der schottischen Monarchie eine wichtige Rolle. Hier nahmen Mitglieder der königlichen Familie regelmäßig an Gottesdiensten teil, wenn sie sich im Linlithgow Palace aufhielten. Besonders eng ist die Kirche mit Mary, Queen of Scots verbunden, die 1542 im benachbarten Palast geboren wurde.Weiterlesen
Der Linlithgow Palace
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 16 °C
Von der wunderschönen Kirche ging’s direkt weiter zum gigantischen Linlithgow Palace. Die Tickets hierfür, wie auch für viele andere Schlösser, hatten wir bereits im Voraus in Form des Explorer Passes gekauft. Super Investition! Schon heute hatten wir, nach dem Stirling Castle, das Geld des Passes reingeholt. Das war aber erst der Anfang!
Der Linlithgow Palace zählt zu den bedeutendsten königlichen Residenzen Schottlands und liegt malerisch am Ufer des Linlithgow Loch. Über mehr als zwei Jahrhunderte diente der Palast den schottischen Königen als bevorzugter Aufenthaltsort auf ihren Reisen zwischen Edinburgh und Stirling. Der Bau begann im Jahr 1424 unter James I of Scotland, nachdem eine ältere königliche Residenz durch einen Brand zerstört worden war. In den folgenden 150 Jahren wurde der Palast von mehreren Herrschern erweitert, darunter James III of Scotland, James IV of Scotland und James V of Scotland. Dadurch entwickelte sich Linlithgow Palace zu einem der schönsten Beispiele der schottischen Renaissance-Architektur. Seine größte historische Bedeutung erhielt der Palast als Geburtsort von Mary, Queen of Scots, die hier am 8. Dezember 1542 das Licht der Welt erblickte. Auch andere Mitglieder der schottischen Königsfamilie hielten sich regelmäßig in Linlithgow auf. Die Anlage besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss mit vier mächtigen Ecktürmen, die einen großzügigen Innenhof umschließen. Im Mittelpunkt des Hofes steht ein prachtvoll verzierter Renaissancebrunnen aus dem Jahr 1538, der zu den schönsten erhaltenen Brunnen seiner Art in Großbritannien zählt. Der Legende nach floss bei besonderen königlichen Feierlichkeiten statt Wasser sogar Wein aus seinen Fontänen. Obwohl der Palast heute eine Ruine ist, lassen sich die ehemaligen Wohnräume, die Große Halle, die königlichen Gemächer und die Kapelle noch gut erkennen. Von den Türmen und Wehrgängen bieten sich eindrucksvolle Ausblicke über den Linlithgow Loch und die umliegende Landschaft. Der Niedergang des Palastes begann nach der Vereinigung der schottischen und englischen Krone im Jahr 1603, als der königliche Hof dauerhaft nach London verlegt wurde. Den entscheidenden Schaden erlitt das Gebäude 1746, als es nach dem Jakobitenaufstand durch ein Feuer weitgehend zerstört wurde. Seitdem blieb es als Ruine erhalten. Schade, dass das Schloss nicht mehr voll erhalten ist, wiederum toll, dass man hier ganz frei das ganze Areal erkunden kann. Von hier aus ging’s dann noch kurz zum Subway, für ein Mittagessen. Dann ging’s weiter auf unserer Route. Nächster Halt, Stirling!Weiterlesen
Ausblick vom Königlichen Friedhof in Stirling
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 17 °C
In Stirling angekommen haben wir an einem
Park and Ride geparkt und sind mit einem Bus für 1£ zum Stirling Castle gefahren. Zwei Tage zuvor hatten wir eine E-Mail bekommen, dass der Parkplatz limitiert ist und man lieber woanders parken sollte. Als wir mit dem Bus oben waren, haben wir gesehen, dass der Parkplatz ohne Problem nutzbar gewesen wäre. Etwas ärgerlich, da uns der Weg mit dem Bus doch einiges an extra Zeit gekostet hat. Trotzdem waren wir schnell voll motiviert, das ganze Areal auf dem Felsen zu erkunden. Stirling zählt zu den geschichtsträchtigsten Städten Schottlands und wird oft als das „Tor zu den Highlands“ bezeichnet. Die Stadt liegt an einer strategisch wichtigen Stelle, an der der River Forth überquert werden konnte. Wer Stirling kontrollierte, beherrschte jahrhundertelang den Zugang zwischen den Lowlands und den Highlands. Deshalb spielte die Stadt eine Schlüsselrolle in der schottischen Geschichte. Das Wahrzeichen Stirlings ist das majestätisch auf einem vulkanischen Felsen gelegene Stirling Castle. Es gehört zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Burgen Schottlands und war über viele Jahrhunderte eine bevorzugte Residenz der schottischen Könige. Zahlreiche Herrscher wurden hier gekrönt oder verbrachten einen großen Teil ihrer Regierungszeit in der Burg. Auch Mary, Queen of Scots verbrachte hier einen Teil ihrer Kindheit. Stirling war außerdem Schauplatz zweier entscheidender Schlachten der schottischen Geschichte. Im Jahr 1297 errang William Wallace in der Battle of Stirling Bridge einen spektakulären Sieg über die englischen Truppen und wurde dadurch zum schottischen Nationalhelden. Nur wenige Kilometer entfernt fand 1314 die Battle of Bannockburn statt, in der Robert the Bruce die englische Armee entscheidend besiegte und damit den Weg zur schottischen Unabhängigkeit ebnete. Bevors dann zum Castle ging, haben wir noch die Kirche und den alten Friedhof besichtigt, die ebenfalls hier sind. Vor allem die Aussicht vom Friedhof auf das Schloss ist super! Die Church of the Holy Rude ist eine der bedeutendsten mittelalterlichen Kirchen Schottlands und liegt auf dem Castle Hill von Stirling, nur wenige Schritte vom Stirling Castle entfernt. Sie wurde im 15. Jahrhundert erbaut und zählt zu den wenigen Kirchen des Landes, die ihre mittelalterliche Bausubstanz weitgehend bewahrt haben. Ihre größte historische Bedeutung erhielt die Kirche am 29. Juli 1567, als hier der erst 13 Monate alte James VI and I zum König von Schottland gekrönt wurde. James VI and I (1566–1625) war König von Schottland als James VI. und ab 1603 auch König von England und Irland als James I. Daher der verwirrende Name. Die Zeremonie fand nach der Abdankung seiner Mutter, Mary, Queen of Scots, statt. Es ist die einzige erhaltene Kirche in Großbritannien, außerhalb von Westminster Abbey, in der eine königliche Krönung stattfand. Ins Innere sind wir leider nicht, da uns die circa 20€ zusammen doch etwas zu viel waren.Weiterlesen
Rein ins Stirling Castle!
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 17 °C
Durch den Friedhof ging’s dann von der Kirche zum und ins Stirling Castle. Hier haben wir dann insgesamt ungefähr zwei Stunden verbracht, das ganze Areal erkundet. Dabei ging’s erst in den Royal Palace. Anschließend noch in die Chapel Royal, die Great Hall und dann auf Erkundung der Grand Battery. Dabei konnten wir viel sehen und erfahren. Das Stirling Castle gehört zu den bedeutendsten und am besten erhaltenen Burgen Schottlands. Es erhebt sich auf einem rund 75 Meter hohen vulkanischen Felsen über der Stadt Stirling und beherrscht den Übergang zwischen den schottischen Lowlands und den Highlands. Aufgrund dieser strategischen Lage galt Stirling über Jahrhunderte als einer der wichtigsten militärischen und politischen Orte des Landes. Die Ursprünge der Burg reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, doch der größte Teil der heutigen Anlage entstand zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert unter den schottischen Königen. Stirling Castle war über viele Generationen eine bevorzugte königliche Residenz und Schauplatz zahlreicher politischer Entscheidungen, Feste und diplomatischer Treffen. Besonders eng ist die Burg mit Mary, Queen of Scots verbunden. Sie wurde hier im Jahr 1543, im Alter von nur neun Monaten, zur Königin von Schottland gekrönt und verbrachte einen Teil ihrer Kindheit auf der Burg. Auch ihr Sohn, James VI and I, wuchs in Stirling Castle auf. Er wurde später in der benachbarten Church of the Holy Rude zum König gekrönt und vereinigte 1603 als James I. erstmals die Kronen Schottlands und Englands. Zu den beeindruckendsten Gebäuden der Burg gehören die Great Hall, der größte erhaltene mittelalterliche Festsaal Schottlands, sowie der prachtvolle Royal Palace, der als eines der schönsten Renaissancegebäude Großbritanniens gilt. Im Inneren wurden zahlreiche Räume aufwendig restauriert und vermitteln heute einen Eindruck vom höfischen Leben im 16. Jahrhundert. Berühmt sind außerdem die Nachbildungen der kostbaren „Stirling Heads“, kunstvoll geschnitzte Holzmedaillons mit Porträts von Königen, Königinnen, Adligen und Figuren der Antike, die einst die Decke des Königspalastes schmückten. Militärisch spielte Stirling Castle eine entscheidende Rolle in den schottischen Unabhängigkeitskriegen. Aufgrund seiner strategischen Lage wurde die Burg mehrfach belagert und wechselte wiederholt zwischen schottischer und englischer Kontrolle. Von ihren Mauern aus bietet sich ein weiter Blick über das Tal des River Forth bis zum National Wallace Monument und den Schauplätzen der berühmten Battle of Stirling Bridge und Battle of Bannockburn.Weiterlesen
Ein wirklich interessantes Schloss!
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 17 °C
Die Burganlage besteht aus mehreren Burghöfen, die von mächtigen Wehrmauern, Bastionen und Toranlagen umgeben sind. Toll ist, dass man die Mauer sowohl auf oberer Ebene, als auch auf der unteren, erkunden kann. Diese Mauern hielten vielen Angriffen
fest. Aufgrund ihrer strategischen Lage war Stirling Castle eine der am stärksten umkämpften Burgen des Landes. Historiker gehen davon aus, dass sie mindestens 16-mal belagert oder angegriffen wurde, häufiger als nahezu jede andere Burg Schottlands. Dennoch blieb sie über Jahrhunderte eine der wichtigsten königlichen Residenzen. Heute zählt Stirling Castle mit rund 600.000 Besuchern pro Jahr zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Schottlands. Die Kombination aus imposanter Festungsarchitektur, prachtvollen Renaissancegebäuden und ihrer einzigartigen Lage macht sie zu einer der eindrucksvollsten Burganlagen Großbritanniens. Uns hat’s auf jeden Fall sehr gut gefallen!Weiterlesen
Ein kleiner Zwischenstopp in Perth
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 18 °C
Vom Sterling Castle ging’s dann weiter Richtung Dundee, wobei wir auf dem Weg noch ein letztes Ziel hatten, nämlich die Stadt Perth. In Perth angekommen haben wir auf einem zentralen Parkplatz geparkt, von dem aus wir auf eine knapp eine Stunden lange Runde durch Perth aufgebrochen sind. Perth liegt am Ufer des River Tay im Herzen Schottlands und zählt zu den ältesten und historisch bedeutendsten Städten des Landes. Aufgrund ihrer zentralen Lage war Perth über viele Jahrhunderte ein politisches, religiöses und wirtschaftliches Zentrum und wurde häufig als „Fair City“ bezeichnet, ein Beiname, der durch den Roman The Fair Maid of Perth von Walter Scott weltbekannt wurde. Im Mittelalter galt Perth als die inoffizielle Hauptstadt Schottlands. Die schottischen Könige hielten hier häufig Hof, tagten im Parlament und trafen wichtige politische Entscheidungen. Ganz in der Nähe, in der ehemaligen Abtei von Scone, wurden jahrhundertelang die schottischen Könige auf dem berühmten Stone of Destiny gekrönt. Das historische Zentrum wird von der St John’s Kirk geprägt, einer Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Perth entwickelte sich früh zu einer wohlhabenden Handelsstadt, da der River Tay eine wichtige Verbindung zur Nordsee darstellte. Noch heute erinnern zahlreiche historische Gebäude, Plätze und enge Gassen an diese Zeit. Die Lage am längsten Fluss Schottlands verleiht Perth einen besonderen Charakter. Unser Highlight der Stadt ist definitiv die Promenade mit den Gebäuden, vor allem zwei Kirchen, direkt am Tay. Obwohl Perth heute mit rund 48.000 Einwohnern deutlich kleiner ist als Städte wie Edinburgh oder Glasgow, besitzt sie aufgrund ihrer königlichen Vergangenheit eine außergewöhnliche historische Bedeutung. Erst 2012 erhielt Perth anlässlich des diamantenen Thronjubiläums von Elizabeth II offiziell wieder den Status einer City. Uns hat es hier ganz gut gefallen, wobei es für uns eher eine Stadt für einen Zwischenstopp und nicht für einen längeren Aufenthalt ist. Nach unserer Runde durch die Stadt ging’s weiter auf den letzten Abschnitt nach Dundee.Weiterlesen
Angekommen in Dundee!
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 19 °C
Nach einem sehr ereignisreichen Tag konnten wir dann direkt an unserem Hotel parken, unsere Koffer ablegen und erst mal in Ruhe ankommen, bevor es zum Abendessen ging. Dundee schauen wir dabei heute gar nicht an, das steht erst morgen früh auf dem Plan. Dundee liegt an der Nordseite des Firth of Tay an der Ostküste Schottlands und ist nach Glasgow, Edinburgh und Aberdeen die viertgrößte Stadt des Landes. Mit rund 150.000 Einwohnern verbindet Dundee eine lange Industriegeschichte mit moderner Architektur, Wissenschaft und Design. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Dundee zu einem der weltweit bedeutendsten Zentren der Stoffindustrir (Jute). Gemeinsam mit den Bereichen Marmeladenherstellung und Walfang bildete sie die sogenannten „Three Js“ – Jute, Jam and Journalism –, die den Wohlstand der Stadt begründeten. Besonders bekannt wurde Dundee durch die Orangenmarmelade der Familie Keiller, die hier im 18. Jahrhundert ihren Ursprung hatte. Die Lage am Firth of Tay machte Dundee außerdem zu einer bedeutenden Hafenstadt. Von hier startete 1901 die berühmte Antarktisexpedition des Forschungsschiffs RRS Discovery unter der Leitung von Robert Falcon Scott. Das Schiff liegt heute restauriert im Hafen und zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Gesehen haben wir das Schiff am nächsten Tag, hatten da aber nicht mal die Bedeutung gekannt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Dundee stark gewandelt. Die ehemaligen Hafen- und Industrieflächen wurden umfassend modernisiert und bilden heute ein lebendiges Uferquartier. Wahrzeichen dieser Entwicklung ist das spektakuläre V&A Dundee, das 2018 eröffnet wurde. Es ist das erste Designmuseum des Vereinigten Königreichs außerhalb Londons und beeindruckt mit seiner außergewöhnlichen Architektur, die an schottische Klippen erinnert. Dundee gilt außerdem als bedeutender Wissenschafts- und Technologiestandort. Die Stadt besitzt renommierte Universitäten und ist international für ihre Forschung in den Bereichen Medizin, Biowissenschaften und Computerspiele bekannt. Erfolgreiche Videospielreihen wie Lemmings und Grand Theft Auto haben hier ihren Ursprung. Spannender Zufall, kurz bevor GTA 6 rauskommt! Sehr spannend ist auch die Geschichte unseres Hotels. Das Best Western Queens Hotel Dundee ist eines der traditionsreichsten Hotels von Dundee und liegt an der Nethergate, nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum, dem Bahnhof und der Uferpromenade entfernt. Das Hotel wurde 1878 erbaut und entstand ursprünglich in der Erwartung, dass der neue Bahnhof der Stadt in unmittelbarer Nähe errichtet werden würde. Zwar wurde der Bahnhof später an einem anderen Standort gebaut, dennoch entwickelte sich das Gebäude zu einem der bekanntesten Hotels Dundees und prägte das Stadtbild der viktorianischen Epoche. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz und besitzt zahlreiche originale architektonische Elemente aus dem 19. Jahrhundert. Im Laufe seiner Geschichte beherbergte das Queen’s Hotel zahlreiche berühmte Gäste. Besonders eng ist seine Verbindung zu Winston Churchill, der zwischen 1908 und 1922 als Abgeordneter für Dundee regelmäßig hier wohnte und das Hotel als politischen Stützpunkt nutzte. Auch Frank Sinatra übernachtete hier während seines einzigen Auftritts in Dundee im Jahr 1947. Dem Hotel sieht man heute an, dass es mal sehr hochwertig war und dennoch etwas in die Jahre gekommen ist. Für eine Nacht trotzdem super!Weiterlesen
Super Abendessen bei The Braes
6. Juli in Schottland ⋅ 🌬 18 °C
Fürs Abendessen haben wir uns für eine Sportsbar direkt neben unserem Hotel entschieden. Grund dafür war einerseits die Nähe, andererseits gute vegetarische Auswahl und final auch der etwas günstigere Preis. Vor Ort waren wir erst etwas genervt, da kein Kellner zu uns gekommen ist, bis wir erfahren haben, dass wir einfach nur am Tresen bestellen müssen. Dann hatte es wiederum den Vorteil, dass wir kein Trinkgeld zahlen mussten. Zusätzlich gab’s kostenfreies Leitungswasser. Also hatten wir am Ende nur meinen Burger, Nadines Salat und Beilagen Mac and Cheese zu bezahlen. Insgesamt dann mit 30 £ im Vergleich zu den letzten Tagen auf jeden Fall vollkommen in Ordnung und zudem sehr lecker! Gut gesättigt ging’s dann noch auf einen Abstecher zu Tesco, wo wir uns ein kleines Dessert gekauft haben. Krispy Kreme Donuts! Mit unserem Dessert ging’s zurück ins Hotel, die Beine hochlegen und ausruhen. Mit 19.871 Schritten (14,1 Km) und vor allem 175 Höhenmeter aufwärts waren wir heute überraschend viel unterwegs. In Kombination mit der Fahrt und der Anstrengung vom ersten Linksverkehr waren wir ziemlich platt und sind zeitnah schlafen gegangen.Weiterlesen
Eine morgendliche Runde durch Dundee
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
In der Früh hieß es direkt um 08:30 Uhr aufbrechen auf unsere heutige Tour. Bevor es aber mit dem Auto los ging, ging’s erst mal auf eine kleine Runde durch Dundee. Zuerst ging’s zum River Tay zu V&A Dundee, von wo aus wir den Fluss entlang gegangen sind. Durch den Hafen, vorbei am Schiff HMS Unicorn ging’s dann wieder ins Zentrum, zum City Square mit der Caird Hall und dem Standesamt. Auch zur Steeple Church sind wir gegangen, leider war diese nicht offen. Trotzdem hatten wir noch ein Ziel vor uns, bevor es zurück zum Hotel zum auschecken und damit auch losfahren ging.Weiterlesen
McManus Galleries - Wunderschönes Gebäude!
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Unser letztes Ziel in Dundee war dann noch ein Kunstmuseum in einem wunderschönen Gebäude. Das The McManus: Dundee’s Art Gallery and Museum ist das bedeutendste Museum und die wichtigste Kunstgalerie von Dundee. Es befindet sich am Albert Square im Herzen der Stadt und zählt zu den eindrucksvollsten Beispielen viktorianischer neugotischer Architektur in Schottland. Das Gebäude wurde ursprünglich als Albert Institute for Literature, Science and Art errichtet und war als Denkmal für den 1861 verstorbenen Prinz Albert gedacht, den Ehemann von Victoria. Der Bau entstand in mehreren Etappen. Zunächst wurde zwischen 1865 und 1867 die öffentliche Bibliothek errichtet, anschließend folgten von 1871 bis 1873 das Kunstmuseum und die Galerie. Im Jahr 1889 kamen weitere Ausstellungsräume hinzu. Heute erzählt das Museum die Geschichte Dundees von der Urzeit bis in die Gegenwart. Insgesamt reichen die ausgestellten Objekte bis zu 400 Millionen Jahre in die Vergangenheit und vermitteln einen umfassenden Einblick in die Entwicklung der Region. Sehr beeindruckend! Schon das Gebäude selbst ist eine Sehenswürdigkeit. Seine reich verzierte Sandsteinfassade, die hohen Spitzbogenfenster, Giebel und Türmchen verleihen ihm den Charakter einer gotischen Kathedrale. Vom Kunstmuseum ging’s dann zurück zum Auto. Dundee hat uns wirklich gut gefallen! Keine Stadt für mehrere Tage aber als Zwischenstopp mit einer kleinen Tour durchs Herzen der Stadt, unbedingt!Weiterlesen
St Andrews - Die Universität von William & Kate
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Mit dem Auto ging’s dann ungefähr eine halbe Stunde nach Süden, unter anderem über die sehr lange Tay Road Bridge, Richtung St Andrews. Unsere eigentliche Route geht nach Norden, davor ging’s aber erst mal nach St Andrews. Hier konnten wir zentral bei der Universität von St Andrews parken und von hier aus los auf eine kleine Runde. Zuerst ging’s kurz zur Universität, bevor wir zu Pret a Manger sind, um einen kurzen Regen mit einem Frühstück zu überbrücken. Danach ging’s zu den zwei großen Hauptsehenswürdigkeiten. St Andrews liegt an der Ostküste der Region Fife am Ufer der Nordsee und zählt zu den geschichtsträchtigsten und bekanntesten Städten Schottlands. Obwohl St Andrews heute nur rund 18.000 Einwohner hat, genießt die Stadt weltweit einen außergewöhnlichen Ruf als religiöses Zentrum des mittelalterlichen Schottlands, als Heimat des Golfsports und als traditionsreicher Universitätsstandort. Im Mittelalter war St Andrews das wichtigste kirchliche Zentrum des Landes. Hier befand sich der Sitz des schottischen Erzbischofs, und die gewaltige St Andrews Cathedral war einst die größte Kirche Schottlands. Pilger aus ganz Europa kamen hierher, um die Reliquien des heiligen Andrew the Apostle zu verehren, der als Schutzpatron Schottlands gilt. Noch heute prägen die Ruinen der Kathedrale und der benachbarte St Andrews Castle das Stadtbild. Weltberühmt ist St Andrews außerdem als „Home of Golf“. Bereits im 15. Jahrhundert wurde hier Golf gespielt, und der legendäre Old Course at St Andrews gilt als der älteste Golfplatz der Welt. Bis heute finden dort regelmäßig die prestigeträchtigen Turniere der „The Open Championship“ statt. Für Golfer aus aller Welt ist St Andrews ein Sehnsuchtsort. Ein weiteres Wahrzeichen ist die University of St Andrews, die 1413 gegründet wurde und damit die älteste Universität Schottlands sowie die drittälteste Hochschule der englischsprachigen Welt ist. Zu ihren bekanntesten ehemaligen Studenten gehören William, Prince of Wales und Kate, Princess of Wales, die sich während ihres Studiums in St Andrews kennenlernten.Weiterlesen
Die Ruinen der St Andrews Cathedral
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Unser erstes Ziel nach dem kurzen Mittagessen waren die Ruinen der St Andrews Kathedrale, ein sehr imposantes Areal das man sogar kostenlos besichtigen kann! Schon von außerhalb des Areal hat uns der Blick auf die Überreste der gigantischen Kathedrale, sehr gut gefallen. Also dann durch den Friedhof gelaufen sind und immer näher ran konnten. An die übrigen Teile waren wir ziemlich beeindruckt. Ein absolutes Highlight war dann, als wir am Turm angekommen sind, dennoch vollständig erhalten ist. Hier stand eine Mitarbeiterin vor der Tür, und als wir gefragt haben, wo wir rauf dürfen, meinte sie, eigentlich ist das nur im Rahmen einer Führung möglich, sie gibt jedoch gerade eine Führung und da ihre Gruppe ohnehin aktuell oben ist, können wir auch noch hoch. Somit hieß es direkt aufwärts laufen und den Ausblick von oben auf das gesamte Areal, die Stadt und Richtung Burg genießen. Super schön! Die St Andrews Cathedral war einst die größte und bedeutendste Kirche Schottlands und das religiöse Zentrum des mittelalterlichen Königreichs. Die gewaltigen Ruinen liegen direkt an der Nordseeküste in St Andrews und zählen heute zu den eindrucksvollsten historischen Bauwerken des Landes. Der Bau der Kathedrale begann 1158 und dauerte mehr als 150 Jahre, bis sie 1318 feierlich geweiht wurde, in Anwesenheit von Robert the Bruce. Mit einer Gesamtlänge von rund 119 Metern war sie die größte Kirche Schottlands und ein Meisterwerk der normannischen und gotischen Architektur. Zwei mächtige Westtürme sowie ein hoher zentraler Vierungsturm prägten einst die Silhouette der Stadt. St Andrews war im Mittelalter Sitz des Erzbischofs von Schottland und entwickelte sich zum wichtigsten Wallfahrtsort des Landes. Der Überlieferung nach wurden hier Reliquien des heiligen Andrew the Apostle aufbewahrt. Pilger aus ganz Europa kamen nach St Andrews, um den Schutzpatron Schottlands zu verehren, was der Stadt großen Wohlstand und politische Bedeutung verschaffte. Während der Schottischen Reformation verlor die Kathedrale jedoch ihre zentrale Stellung. Im Jahr 1559 wurde sie von reformatorischen Anhängern schwer beschädigt, ihre Altäre und Kunstwerke wurden zerstört und der Gottesdienst eingestellt. In den folgenden Jahrhunderten verfiel das Bauwerk, und viele Steine wurden für andere Gebäude in der Umgebung verwendet. Heute sind vor allem die mächtigen Mauern des Langhauses, Teile des Chors und des Querschiffs sowie der weitläufige Friedhof erhalten. Besonders markant ist der benachbarte St Rule’s Tower, der bereits vor dem Bau der Kathedrale errichtet wurde und mit seinen rund 33 Metern Höhe bestiegen werden kann, wie wir es gemacht haben.Weiterlesen
Die Ruinen von St Andrews Castle
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Von den Ruinen der Kathedrale ging’s weiter zu den Ruinen vom ehemaligen Schloss der Stadt. Im Gegensatz zum kostenlosen Areal der Kathedrale mussten wir hier Eintritt zahlen. Lustigerweise wurden wir zu keiner Zeit kontrolliert, trotzdem hatten wir natürlich gültige Tickets. Unterm Strich haben uns diese auch nicht gekostet, da wir diese mit dem bereits bezahlten und im Wert bereits überstiegen den Explorer Pass gebucht hatten. Beim Schloss waren wir dann auch einige Zeit, haben eine Runde durch das gesamte Areal gedreht, uns die ganze Ruine angeschaut und auch den Blick die Küste entlang genossen. Die St Andrews Castle liegt auf einer Felsklippe über der Nordsee und war über mehrere Jahrhunderte die Residenz der Bischöfe und später der Erzbischöfe von St Andrews. Gemeinsam mit der benachbarten St Andrews Cathedral bildete sie das religiöse und politische Zentrum des mittelalterlichen Schottlands. Die Ursprünge der Burg reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück. Im Laufe der Zeit wurde sie mehrfach erweitert und zu einer stark befestigten Anlage ausgebaut. Ihre Lage auf den steilen Klippen bot einen natürlichen Schutz, während mächtige Mauern und Türme die Landseite sicherten. Besonders bekannt ist St Andrews Castle für ihre Rolle während der Schottischen Reformation im 16. Jahrhundert. Nach der Ermordung von Kardinal David Beaton im Jahr 1546 besetzten protestantische Anhänger die Burg. Es folgte eine lange Belagerung, bei der Angreifer und Verteidiger erstmals in Schottland auf spektakuläre Weise unterirdische Minen und Gegentunnel einsetzten. Diese Tunnel sind bis heute erhalten und können besichtigt werden. Derzeit werden diese jedoch restauriert. Sie gehören sonst zu den wenigen zugänglichen Belagerungstunneln aus dem 16. Jahrhundert in Europa. Nach der Reformation verlor die Burg ihre Bedeutung als Bischofssitz und verfiel allmählich. Zusätzlich beschädigten Küstenerosion und Stürme große Teile der Anlage, sodass heute nur noch eindrucksvolle Ruinen erhalten sind. Nach der Besichtigung der Burg ging’s wieder zurück zum Auto und weiter auf unsere Tour. Jetzt ging’s erst mal wieder vorbei an Dundee und dann Richtung Norden.Weiterlesen
Atemberaubender Blick auf das Dunnottar Castle
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Auf unserem Weg nach Everdeen hatten wir dann noch einen großen, stop, der ein absolutes Highlight des Urlaubs war, das können wir jetzt schon sagen. Unser Ziel war das Dunnottar Castle. Wir hatten das Glück, dass wir direkt am Parkplatz der Burg parken konnten und von hier aus ging’s dann los zum Castle. Bevor es dann rein zur Besichtigung des gesamten Areal ging, für das wir Tickets bereits im Voraus gekauft hatten, konnten wir erst mal von den Klippen aus den Ausblick genießen. Definitiv ist hier der Blick auf das Dunnottar Castle sogar noch beeindruckender als das Bauwerk selbst. So hieß es von verschiedenen Punkten auf der Klippe den Blick zu genießen, Fotos zu machen und zu staunen, wie vor so vielen Jahren die Bauwerke auf diesem Felsen gebaut werden konnten. Ein wirklich imposantes Bauwerk & Panorama!Weiterlesen
Auf dem Felsen, im Dunnottar Castle
7. Juli in Schottland ⋅ ☁️ 17 °C
Von der Klippe mit dem gigantischen Ausblick ging’s dann erst mal einige Treppen abwärts, bevor es dann wieder einige Treppen aufwärts auf den Felsen ging, rein in das Burg Areal. Hier haben wir dann eine große Runde gedreht und uns die gesamten Ruinen genaustens angeschaut. Das Dunnottar Castle zählt zu den spektakulärsten Burgruinen Schottlands. Sie liegt rund drei Kilometer südlich der Küstenstadt Stonehaven auf einem etwa 50 Meter hohen Felsvorsprung, der auf drei Seiten senkrecht in die Nordsee abfällt. Mit dem Festland ist die Burg nur über einen schmalen Landrücken und einen steilen Zugangsweg verbunden. Eine Lage, die sie über Jahrhunderte nahezu uneinnehmbar machte. Die Ursprünge der Festung reichen bis ins frühe Mittelalter zurück. Bereits im 7. Jahrhundert soll hier eine Befestigung gestanden haben, während die heute sichtbaren Gebäude überwiegend aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammen. Dunnottar entwickelte sich zu einer der wichtigsten Festungen im Nordosten Schottlands und war über lange Zeit der Stammsitz der mächtigen Keith family, der Earls Marischal. Berühmt wurde Dunnottar Castle vor allem während der Kriege des 17. Jahrhunderts. Im Jahr 1651 belagerte die Armee von Oliver Cromwell die Burg mehrere Monate lang, weil dort die schottischen Kronjuwelen, die Honours of Scotland, versteckt worden waren. Der Überlieferung nach gelang es einigen Frauen, die Kronjuwelen heimlich aus der Burg zu schmuggeln und so vor der Beschlagnahmung zu retten. Dadurch blieben die ältesten erhaltenen Kronjuwelen Großbritanniens erhalten. Heute sind diese im Edinburgh Castle ausgestellt. Die Burg spielte außerdem eine Rolle in den schottischen Religionskonflikten. Im Jahr 1685 wurden hier zahlreiche Covenanter, schottische Presbyterianer, unter unmenschlichen Bedingungen in einem Gewölbe eingesperrt, das heute als Whigs’ Vault bekannt ist. Heute sind große Teile der Anlage als Ruine erhalten. Als Besucher kann man die Überreste des Palastes, der Kapelle, der Wehrmauern und verschiedener Wohngebäude erkunden. Besonders beeindruckend sind die Ausblicke von den Klippen auf die Nordsee und die wunderschöne und dramatische Küstenlandschaft. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Lage zählt Dunnottar Castle zu den meistfotografierten Burgen Schottlands und diente bereits mehrfach als Kulisse für Filme und Fernsehproduktionen. Sehr verständlich!Weiterlesen
Old Aberdeen & die Universität von Aberdeen
7. Juli in Schottland ⋅ 🌧 16 °C
Nachdem wir sowohl das gesamte Dunnottar Castle, als auch die Klippen wegen dem Ausblick, erkundet hatten ging’s weiter nach Aberdeen. Bevor wir jedoch zum Hotel oder Abendessen sind, sind wir noch in den Stadtteil Old Aberdeen gefahren, wo auch die Universität von Aberdeen ist. Hier haben wir dann eine kleine Runde gedreht und uns vor allem die Universität als auch die schönen, alten und niedrigen Gebäude dieser Stadtteil angesehen. Die Old Aberdeen ist der älteste Teil von Aberdeen und vermittelt bis heute den Eindruck einer eigenständigen mittelalterlichen Stadt. Bis 1891 war Old Aberdeen tatsächlich eine eigene Gemeinde, bevor sie in die wachsende Stadt Aberdeen eingegliedert wurde. Im Gegensatz zum geschäftigen modernen Stadtzentrum prägen hier enge Kopfsteinpflasterstraßen, historische Granitgebäude und eine ruhige Atmosphäre das Stadtbild. Das Herz von Old Aberdeen bildet die University of Aberdeen, eine der ältesten Universitäten Großbritanniens. Sie wurde 1495 von Bischof William Elphinstone gegründet und ist nach den Universitäten von St Andrews und Glasgow die drittälteste Universität Schottlands sowie die fünftälteste im englischsprachigen Raum. Wahrzeichen der Universität ist das historische King’s College mit seinem charakteristischen Turm und der außergewöhnlichen steinernen Krone, die zu den bekanntesten Symbolen Aberdeens zählt.Weiterlesen





































































































































































































































































































































































































































