Aguas Calientes
29. oktober 2016, Peru ⋅ ⛅ 16 °C
Zugfahrten machen Spaß. Auch wenn es ganz schön wackelt in dieser Bergdschungelbahn. Und für den Preis erwartet man auch etwas als Service. Da gabs den guten organisch biologischen Kaffee aus der Region. Die haben hier auch richtig guten Kaffee.
Is ganz schön warm hier, so auf 2100 m. Das is wirklich ein Bergdschungel. Aber da die Regenzeit gerade anfängt, regnet es auch mal ein bisschen. Heute bisher nicht.
Das Dorf an sich ist alles andere als schön, sagen wir mal Tourismus kann man auch übertreiben. Vor allem auch bei den Preisen. Aber man ist hier ja nur da um Machu Picchu zu sehen. Was das ganze auch ein bisschen traurig gestaltet.
Aber hier gibt es warme Quellen, wir sagen im deutschen heiße Quelle. Diese Heißen Quellen sind manchmal nur warm, also Calientes stimmt wohl eher, aber kaltes Wasser ist überall scheiße kalt.
Aber ich steh auf Wechselbäder. Das bereitet mich bestimmt gut auf morgen vor.Læs mere
Machu Machu
30. oktober 2016, Peru ⋅ ⛅ 28 °C
Um 3:45 klingelt der Wecker. Ich sollte mittlerweile ja daran gewöhnt sein, so früh aufzustehen, aber nö. Und irgendwie finde ich es albern so früh raus zu müssen, nur das wir auch gut durchkommen, bevor All die Massen antanzen.
Um 4:15 schaffe ich es dann auch mal mich aus dem Bett zu hieven. Muss mich beeilen, um 4:40 treff ich mich mit Jason und Freya am Ortsausgang.
Um 5:00 stehen wir dann an der Brücke. Hier geht's über den Heiligen Fluss im Heiligen Tal und rauf nach Machu Picchu.
Ich weiß nicht wieviele Stufen es sind, aber knapp 300 Höhenmeter geht's in Treppen hoch. Obwohl ich anfangs auf Jason und Freya warte, brauche ich nur 32 Minuten. 4 Minuten hinter dem Rekord...ich bin ein Lamari. Vielleicht macht die dauernde Höhenluft doch irgendwas mit mir.
Oben dürfen dann alle schweißgebadet bis 06:00 warten. Und da oben sind die Wolken, d.h. es nieselt. Perfekt um eine massive Erkältung zu bekommen, aber ich bleibe männlich und weine ein bisschen herum das ich Männerschnupfen kriege.
Und dann wartet man da, bis die ersten Massen mit den Bussen kommen, frisch und und ungeschwitzt. Aber die zahlen 12 Dollar für 5 Minuten fahren.
Was in der Zeit nicht passiert ist das Josh und Freya auftauchen. Nichts, nur mehr Leute aus Bussen und vom Weg.
Als besichtigen wir mal die wohl berühmteste Playboy Manson der Welt, sogar mit Menschenopferaltar. Aber so um kurz nach 6 morgens sieht man nicht viel, außer Wolken, in denen man die steckt. Also erstmal Frühstück auf den Anbauterassen der Inka.
Dann auf zum Sonnentor, oja das Tor der Sonne. Das ist am Ende des berühmten Inka Trails, der ab den Hängen des heiligen Tals nach Machu Picchu führt. Sonnentor deshalb weil man hier von der anderen Bergseite über einen Pass auf die Seite der Stadt kommt. Und zweitens, da in der Wintersonnenwende die Sonne über diesem Punkt untergeht. Von dem Sonnentempel in der Stadt aus gesehen.
Um 7:30 sieht man hier leider die Ruinen noch nicht richtig, aber als die Sonne raus kommt ist es super.
Die Anlage der Stadt ist riesig für einen halben Tag. Knapp 1000 Menschen haben hier gelebt, viel für diese zeit wenn man bedenkt das die großen Metropolen in Europa zu dieser Zeit auch manchmal nur 10000 Einwohner hatten. Und das in besser zugänglichen Gebieten. Rom steht auf sieben Hügeln, keine 300 m hohen Dschungelbergrücken.
In der Stadt gibt es den Sonnentempel, der für den höchsten Gott INTI da ist. Hier werden auch astronomische Berechnungen für die Jahreszeit angestellt. Das wird ganz simpel über Fenster geregelt. Wenn die Sonne an einem Tag beim untergehen durch das Fenster scheint, dann ist Winter- oder Sommersonnenwende bzw Tag und Nachtgleiche.
Dann gibt es noch denn Totentempel unter dem Sonnentempel, da die Inkas in Mutter Erde, Pacha Mama, beerdigt werden. Die haben dann auch versucht Leute zu mumifizieren, waren aber bei weitem nicht so gut wie die Ägypter.
Und um die drei voll zu machen gibt es noch den Condortempel, da wurden verschiedene Dinge, auch Menschen je nach Fall, geopfert. Der Condor steht für den Himmel, der Puma für die Welt Lebenden und die Anaconda für die Unterwelt.
Und es gibt noch kleinere Tempel, von denen aber keiner so genau weiß, für was die da waren.
Was man auf den Bildern gut sieht, mir aber vorher nie aufgefallen ist, da gibt es eine Art Pyramide. Diese ist zur Hälfte in den Fels, zur Hälfte als Terrassenpyramide angelegt. Diese Pyramide, Intihuana, hat einen komischen Stein auf der obersten Ebene. Man weiß nich genau für was, ich bin eher ein Opfersteinbefürworter, aber viele sagen, es ist eine Art Sonnenbeobachtung. Aber zwei?
Naja, zur Mittagszeit durften wir noch den Wayna Picchu hoch, den kleinen Berg den man in den berühmten Fotos im Hintergrund sieht. Und der ist richtig steil. Stufen die ich kaum hoch komme, nochmal 400 Höhenmeter und dann hat man die super Aussicht.
Das ist dann ein Snickers wert.
Und dann Dschungeltrekmäßig zurück, volle Kanne, denn um 14:30 fährt der Zug. 4 Uhr wäre besser, aber auch 30$ teurer.
Und zum Ende kann ich noch sagen, Zugfahrten machen immer noch Spaß. Bus fahren nicht so, am Ende. Aber duschen ist wieder Super.Læs mere
Jungle Trek...Trek?
2. november 2016, Peru ⋅ ⛅ 8 °C
Bevor ich Peru verlasse mach ich mal noch nen Trek, hier werden so viele angeboten. Und da es da eine Angebot gibt, welches Wandern mit ändern Aktivitäten verbindet. Also nochmal vier Tage in den Dschungel rund um Machu Picchu und dann geht's nach Bolivien.
Also geht's mal los, ohne Frühstück. Und dann fahren wir mal raus aus Cusco, auf nen Berg und praktizieren ordentlich Down Hill Biken.
Also los, auf dem Weg noch ein kleines Frühstück besorgt und dann ab auf den Sattel. Ziemlich viel der 3h langen Strecke von über 3800 Höhenmeter auf 1500 Höhenmeter sind auf der Straße. Aber trotzdem ziemlich gut, und etwas gefährlich so mit Volldampf da runter. Alex, ein Freund von Jeroen, legt es gleich mal nach so einem Wasserfall. Auf dieser Straße fließen diese Wasserfälle einfach über den Asphalt ab.
Nächster Wasserfall, Jeroen kommt falsch auf und sein Sattel gibt auf. Kaputt. Tour de France mäßig wird sein Fahrrad gewechselt und dann geht's munter weiter. Mit Regen. Viel Regen.
Es gewittert wie Sau und der Regen spritzt einem nur so ins Gesicht. Die Schuhe sind sofort voll und auch der Rest bleibt nicht verschont. Gut, das ich meinen Poncho nach dem ersten Halt ausgezogen habe, ich kann das mit dem Wetter einschätzen. Hat er gesagt. Ich hab mich auch noch nie verlaufen. Nene, stimmt gar nicht.
Danach bin ich erstmal froh kein kaputtes Knie zu haben und meine Klamotten direkt wechseln zu können. Aber das mit dem Wasser ist ja noch nicht vorbei. Jetzt geht's Essen und dann raften.
Vor allem dann beim Rafting wird's Bass, aber hier auf 1250 Höhenmeter ist es kuschelig warm, schwül und alles ist voll mit Stechmücken. Moskitos sind nicht mal schlimm. Die Sandfliegen geben einem den Rest. Also schnell bewegen und nicht stehen bleiben.
Und dann ab durch die Mitte. Alex fand es mit seiner Wunde am Knie wohl nicht so cool xv dass wir ihn ins Wasser warfen. Aber es war zuerst eine gute Idee. Und das Rennen mit den sechs Israelis haben wie locker gewonnen. Die Leute sagen Deutsch hört sich direkt und unfreundlich an. Die haben noch nicht sechs Israelis fluchen gehört und wild paddeln gesehen.
Das war ein aktiver Tag, und nu ins Bett. Ich bin tot und hab die ersten Stiche...und morgen Wandern! In dem Dschungel!Læs mere
Tag nach 1, my friend
3. november 2016, Peru ⋅ ☀️ 13 °C
Heute mal Wandern? Jo, im Dschungel, und es gibt dazu nur eines zu sagen.
Ich hab etwa 250 Mückenstiche, vor allem von Sandfliegen.
Und das ich endlich weiß wo die ganzen Früchte herkommen, also Banane, Ananas, Maracuja, Avocado, Coca, Papaya und noch mehr lokales Zeug was kein Mensch in Europa kennt.
Und jetzt geh ich in die große Disco dieser großen Stadt. Die heißt "El Gringo". Also genau mein DingLæs mere
Er ist wieder da
4. november 2016, Peru ⋅ ☀️ 16 °C
Da bin ich wieder, in Aguas Calientes. Bin heut morgen beim Ziplining erstmal fast eingeschlafen, das hat in Baños ein bisschen mehr Spaß gemacht.
Das beste war die Behelfsbrücke, die aus zwei Drahtseilen für die arme und so ein paar Tritten alle 50cm. Dave, Jeroen und ich sahen da eine gute Chance mal etwas Entertainment rein zu bringen.
Das sah dann so aus: vor uns war Ryan, der Höhenangst hat, hinter uns Alex, dem es nicht so gut ging. Und wir haben halt mal los gelegt.
Von vorne kam dann ein ängstliches "could you please stop it", mit einem Gesicht, das pure Angst zeigte. Und von hinten kam von Alex nur noch ein Kanon aus Schreien wie: "Stop it!", "Motherf*&-ers!" und "I Kill you!". Und wir mittendrin. Dave wollte gar nicht aufhören. Gut, ich auch nicht.
Naja, der Rest des Mittags bestand aus einer Wanderung nach Aguas Calientes auf den Bahngleisen. Das ist hier die offizielle Strecke. Und da man diese Chance nicht oft hat, bin ich knapp 7 km auf den Gleisen balanciert. Die Züge sind laut und langsam, die hört man schon im nächsten Ort.
Aber nicht Zuhause nachmachen.
Nun ruhen wir uns rein bisschen aus und ich bin fleißig am Stiche versorgen mit Tonnen von Kortison und kaltem Wasser, die Dinger spannen nämlich wie die Sau. Und es sieht echt krass aus. Ich wurde gegessen!Læs mere
Mandor Mountain
5. november 2016, Peru ⋅ ⛅ 9 °C
Erstmal Frühstück, die anderen sind wahrscheinlich grad am Anstehen. Ich geh bestimmt nicht nochmal nach Machu Macchu Machu Picchu. Ich geh auf nen anderen Berg, Mandor, und da schau ich mir mal Macchu Picchu von oben an. Der is nämlich ziemlich hoch.
Aber wie gesagt , erstmal was Essen.
So, nachdem ich da jetzt war, fasse ich das kurz mal zusammen. Laufen auf den Gleisen, kein Problem. Eingang zum Park finden, kein Problem. Hochsteigen bis zum Wasserfall, kein Problem. Weg finden auf den Gipfel, schwierig, weil nicht wirklich existent. Ich geh halt einfach mal den Fluss entlang, so haben die das früher auch gemacht. Vielleicht auch mit Macheten, aber das hab ich jetzt nicht hier, in ausreichender Größe. Also weiter durch den Dschungel, hier gibts ja nichts gefährliches und ekliges.
Also weiterlaufen, schwierig, aber möglich. Plötzliches Rascheln im Busch und ein schwarzes Tier im Augenwinkel? Lauf, Lauf einfach. Ich glaub meine Beine werden das so schnell nicht vergessen. So viele Zweige und Blätter im Weg. Aber ich bin nicht einmal gestürzt. Aber bestimmt dreimal gestorben.
Ich geh jetzt erstmal nen Milchshake trinken, und dann fahr ich heim. Der Dschungel kann mir gestohlen bleiben.Læs mere
Islas de Uros und Puno
9. november 2016, Peru ⋅ ☀️ 16 °C
Zack, raus aus dem Nachtbus und dann glaub ich ich spinne. In Puno am Busbahnhof sehe ich einen grinsenden Donald Trump.
Es ist also soweit, ich muss hier bleiben. Dabei ist Puno jetzt nicht so geil. Ist eher so eine Stadt zum vorbei fahren. Also hab ich mir direkt mal ein Ticket nach Copacabana mit Grenzübertritt gekauft.
Aber vorher wollte ich noch die schwimmenden Inseln, die Islas de Uros sehen. Also direkt zu einem Hostel um 6 am Morgen und mal nach WLAN fragen.
Dann hab ich erstmal eine Stunde damit verbracht mein flaues Gefühl im Magen zu beruhigen, aber Donald Trump hat wirklich gewonnen. Das weitete sich dadurch zu soliden Bauchschmerzen aus und ich weiß immer noch nicht was ich sagen oder machen soll.
Nebenbei habe ich noch eine Agentur gesucht um zu den Inseln zu kommen, aber die macht erst später auf als bei denen Abfahrt ist. Also direkt mal den Chef aus WhatsApp angeschrieben (selber Schuld wenn man die Nummer auf der Website postet). Und dann lief das wie geschmiert.
Also hier mal die Fakten: der Titicacasee heißt nicht so weil er mit Busen und Kot voll ist. Sondern in den beiden Indigenen Sprachen hier, Quechua und Aymara, heißt titi Puma und caca grau/Stein. Also heißt der See grauer Puma, denn wenn man den See auf der Karte umdreht, also Norden nach Süden, dann siehts aus wie ein Puma der einen Hasen jagt. Und der See ist der höchste der Welt mit über 3900 Höhenmeter und der größte in Südamerika. Die Tiefe variiert stark zwischen 2 und 250 Metern. Und das ist auch der Grund für die schwimmenden Inseln.
Die liegen im flachen Gebiet wo viel Schilf wächst und es immer wieder Sandbänke gibt. Und damit bauen die ihre Inseln. Der Grund besteht aus den verrotteten Wurzeln der Schilfpflanzen, welche dicht gepackt, aber sehr leicht sind. Diese findet man an den Rändern dieser Sandbänke. Diese Wurzeln werden in 1 m Würfel geschnitten und zusammen gebunden. Das bildet das schwimmende Gerüst. Oben drauf kommen drei Lagen aus Schilf. Da das Schilf nass wird und zu verrotten beginnt, muss jede Woche eine neue Lage Schilf drauf. Unter den Hütten wird eine zusätzliche Lage gelegt, da hier wirklich alles trocken bleiben sollte. Die Hütten sind deshalb auch einfach transportierbar, das wird einfach verrückt und dann kommt wieder eine Lage drauf.
Die Inseln an sich sind ziemlich interessant und es ist mal was anderes auf so einem Boden zu laufen. Aber gleichzeitig ist es auch sehr touristisch. Also eine Nacht bei einer Familie würde ich nicht machen.
Und Puno ist jetzt auch nicht sehr einladend, also geht's nach einem Monat Peru nun nach Bolivien.Læs mere
Estado Plurinacional de Bolivia
9. november 2016, Peru ⋅ ⛅ 19 °C
So, dann mach ich mich mal auf den Weg ins Land Nummer 10 dieses Jahr. Bleiben noch knapp 180 die ich noch nicht bereist habe.
Aber erstmal Bolivien. Hier geht das mit der Grenze viel schneller, quasi Stempel, Stempel und ab geht's.
Und Antibiotika hab ich heute auch gekauft, für die berühmte bolivianische Lebensmittelvergiftung, die hier fast jeder bekommt.
Zusätzlich ist wieder ein Monat rum. Peru war ganz anders als Ecuador, die Ansprüche waren viel höher und es wurde dem nicht immer gerecht. Aber trotzdem ein Land in das man Reisen sollte. Und obwohl ich als Reisender vergangenen Monat mehr Englisch als Spanisch gelernt habe, waren die Leute meistens nett und hilfsbereit. Auch wenn manche einen als laufende Geldbörse sehen.
Und das Essen war super.
Diesen Monat habe ich auch mal erlebt wie es ist in einer Gruppe zu reisen. Die meiste Zeit waren Jeroen, Emma und Susie dabei. Es hat definitiv Vor und Nachteile. Ich habe immer nur ein Viertel geplant. Aber ich musste auch Rücksicht nehmen, bzw ich wollte. Keiner zwingt einen.
Jetzt bin ich wieder alleine unterwegs und will mal keine Rücksicht nehmen, hemmungslos im Zimmer furzen und nackt rumlaufen. Und vielleicht wieder mehr Spanisch lernen, hier in Bolivien ist das mit dem Englisch scheinbar nicht so gut.
Also danke an Jeroen, Emma und Susie für die super Zeit in Peru. Jeroen komm gut heim, Susie viel Spaß im Dschungel und Emma, ich hoffe das Yoga Lehrer Training zahlt sich aus.Læs mere
Copacabana
9. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 27 °C
Das heißt hier so, sieht aber nicht aus und das Wetter ist auch nicht für meine Badehose gemacht, eher was für lange Hosen.
Als erste Station wird mal die Insel der Sonne besucht. Morgen, aber heute muss ich erstmal duschen, pennen nach meinem ersten Nachtbus alleine. Und was essen.
P.S.: Memo an mich, hier ist eine Stunde Differenz zu Peru, ich komme wohl langsam nach Hause. Und um 22/23 Uhr ist hier alles dicht. Also nix zu essen...Læs mere
Isla del Sol
10. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 27 °C
Bootfahren is morgens echt kalt, vor allem auf einem See 4000 Meter über dem Meer. Aber ich wollte auch unbedingt oben sitzen, ohne Sicherungen. Macht Spaß und ist gefährlich, also nicht zu Hause nach machen. Kann man in Europa wahrscheinlich auch gar nicht machen.
Diese Insel liegt am Südende des Titicacasees, und hier gibt es wirklich eine Marinestation des bolivianischen Militärs. Witzig das ich da drei Schweizer treffe, die auch sonst eher auf dem Bodensee patrouillieren.
Nino, Robin und ... waren dann auch überrascht das ich Schwyzer Deutsch ganz gut verstehe. Hört sich ein bisschen wie Hardcore Schwäbisch mit viel ch an. Aber ich hab viele Worte gehört, die ich sonst kaum noch höre. zB Grumbirne.
Naja die Insel ist dann auch überraschend schön, ich hatte zuerst geplant ein bisschen rum zu laufen und dann nach La Paz zu fahren. Aber dann bin ich halt 4,5 h da komplett mit denen drei durch gelaufen. Vorsicht für alle Reisende, hier muss man Wegzoll bezahlen. Kein Spaß, 35 Bolivianos, etwa 4,25 €. Der Sonnenbrand ist indes kostenlos. Mal schauen wie das morgen aussieht.
Die Insel war den Inkas heilig, aber außer ein paar Steinmauern is nicht viel zu sehen. Interessanter war die Erscheinung der Insel. Es sieht aus wie im Mittelmeer, is aber anstrengender zum Laufen und es hat trotz Sonne nur 15-20 Grad Celsius. Aber ich kann es nur empfehlen, und mit Schweizern kann man dann auch mal über die Deutschen ablästern.
Mir sind so ein paar Macken aufgefallen die ich wirklich nicht vermisse.
1. Immer meckern
2. Immer Recht haben müssen
3. Viele sind echt nicht witzig
Und Deutsche sind oft etwas reserviert...aber nach drei Bier gehen sie dann ab wie Schnitzel. Das ist ganz witzig. Aber in einem sind sich viele Reisenden einig: die Franzosen sind noch komischer, allein aus dem Grund das sie nie Englisch reden wollen wenn noch ein Franzose oder Französischsprecher dabei ist. Alex hat das in Cusco immer in den Wahnsinn getrieben.
Aber zurück zum Thema. Nach Wanderung und Sonnenbrand zieh ich mir jetzt noch den Judas rein, ein lokales Bier mit 7 Umdrehungen das es nur in 1 Liter Flaschen gibt. Und auf dem Etikett ist hinten eine brennende Frau. Sehr christlich, also ein dreifach Hoch auf den Papst, die katholische Kirche und seinen manchmal sehr eigenen Vater. Denn seine Wege sind wirklich unergründlich, was man an der US Wahl wieder sieht.Læs mere
La Paz
12. november 2016, Bolivia ⋅ ☀️ 12 °C
Also, gestern Abend, als der Bus diese riesige Stadt erreichte, war ich schon beeindruckt. Zum einen von der schieren Größe. Und zweitens erschien diese Stadt ganz anders als alle anderen Städte in Südamerika. In meiner Vorstellung sah das mehr aus wie Mogadischu, aber ohne schwarze Einwohner. Die Straßen waren eher Staubpisten mit riesigen Steinen, richtige Rudel von Straßenhunden und kaum Geschäfte oder irgendwas.
Dann hab ich in Maps.me gesehen das La Paz nicht einfach La Paz ist, da sind zwei Städte, La Paz und El Alto. Und letztere ist die größere Stadt. Sie liegt auf dem alti plano, der Hochebene in Südperu und Bolivien, von der ich gerade kam. La Paz liegt dagegen in einem Tal östlich von El Alto. Hier sieht es zwar auch nicht schön aus, aber besser als da oben. Es gibt alles was es in den anderen Städten auch gibt, außer einer schönen Altstadt. Fast wie Pforzheim, nur mit mehr Leuten. Die alle schwarze Haare haben und braun sind. Also auch nicht Mogadischu.
Da ich niemals Vorurteile gewinnen lassen will, schauen wir uns gleich mal die Walkingtour an, hier mit der Red Cap agency. Und die ist auch nich frei, die kostet 3 Dollar, oder 20 Bolivianos. Aber dafür ist es eine der interessantesten Touren...
Also fangen wir an mit der Geschichte von La Paz: Die Stadt wurde von den Spaniern als Station des Silbers von Potosi nach Peru gegründet. Sie ist der höchstgelegene Regierungssitz der Welt und heißt eigentlich "Nuestra Señora de La Paz", unsere Frau des Friedens. Mit Frieden ist es aber nicht weit wenn man direkt mit einer Sehenswürdigkeit der anderen Art beginnt, das San Pedro Gefängnis. Das ist ein bisschen anders als die meisten Gefängnisse der Welt, angefangen bei der Tatsache das man sich hier seine Zelle selbst kaufen muss. Da gibt es dann alles von der Lusxuszelle mit Ausblick, Netflix Account und eigener Dusche bis hin zu einem Loch ohne alles. Da sich die Insassen die Zellen kaufen müssen, ziehen da auch ganze Familien ein. Ist ja dann wie eine Wohnung. So entsteht dann eine ganze Gesellschaft im Gefängnis, da die Leute ja ein Einkommen brauchen um die Rechnungen zu bezahlen. Also gibt es da Restaurants, Geschäfte und Bars. Alles was man in einer Kleinstadt braucht, und die wohl größte und bekannteste Koksproduktion der Welt.
Um dieses Koks auch nach draußen zu verkaufen entwickelte der britische Insasse Thomas McFadden die Idee, eine geführte Tour durch das Gefängnis anzubieten. Dabei wurde dann ordentlich Koks verkauft. Nachdem McFadden frei kam und verschiedene Leute die Tour weiterführen wollten, kam es zu Messerattaken, Vergewaltigungen und Raub. Also gibt es heute keine Tour mehr, alle Touren wurden verboten.
So viel dazu, dann gibt es in La Paz auch einen großen Straßenmarkt wie in jeder bolivianischen Großstadt. Dieser ist viel mehr als nur eine Einkaufsmöglichkeit. Erstmal gibt es hier mehr Arten von Kartoffeln zu kaufen als ich kenne, weswegen die Leute in La Paz auch Kartoffelkopf, chicuta, genannt werden.
Zusätzlich funktioniert dieser Markt auch als Partnerbörse. Die Frauen ziehen die bekannte Andentracht aus den Dokus an und gehen zum Markt. Da wird dann die Hüfte ordentlich ausgestopft, das zeigt die Gebährfreudikeit. Die Waden verstecken die Frauen, das ist wichtig, gut merken.
Die witzigen Hüte tragen sie wegen der englischen Bahnarbeiter, die im 19. Jahrhundert die Eisenbahnen bauten. Wenn der Hut lotrecht sitzt, sind die Frauen vergeben, sitzt er im Winkel, sind sie Single. Und wenn sie mit einem flirten und interessiert sind, dann zeigen sie einem die Waden, deshalb versteckt.
Und was die Frauen angeht, die mögen Männer mit vollem Haar und dicken Bäuchen.
Also ist der Markt auch immer ein Ausschau nach dem Hut der nicht mehr gerade sitzt und wer mit wem wo und überhaupt.
Nächste Station ist der Hexenmarkt. Dort gibt es alles was die Einheimischen brauchen in Sachen Magie. Da gibts dann Aphrodisiaka, Medizin, Gegenstände für Flüche und zur Heilung usw. Was die Touristen am meisten anzieht sieht man in den Bildern, das sind hydrierte Lamaphöten. Diese muss man Opfern wenn man zB ein Haus baut, heiratet oder ein Auto kauft. Dazu gibts dann ne Legende das bei großen Gebäuden so Lamaphöten nicht ausreichen, weshalb man einfach Obdachlose opfert. Die werden unter Drogen gesetzt und bevor sie das Bewusstsein verlieren werden sie einbetoniert. Ist nur ne Legende und niemand würde es zugeben, aber man hat nach Abriss von alten Gebäuden Überreste von Menschen gefunden. Also wer weiß?
Die letzte Station ist der Präsidentenpalast und das Thema: Evo Morales. Der Präsident von Bolivien, der nun versucht entgegen der Verfassung eine dritte Amtszeit zu bekommen. Nach dem gescheiterten Referendum, in dem er die Bolivianos befragt hat ob er nochmal antreten soll, und seinem Versuch noch eines anzusetzen, könnte man meinen er mutiert zum Diktator wie es so oft passiert. Aber die Situation ist etwas komplizierter.
Bolivien hatte nicht viele gute Präsidenten, obwohl es in 191 immerhin 88 Präsidenten gab. Also alle zwei Jahre im Schnitt. Manche davon sind im Palast verbrannt, weshalb er "palacio chamuscado" genannt wird. Der letzte längere Präsident, Lozado, war sehr USA freundlich und privatisierte viele Staatsfirmen und Sparte Bolivien generell fast in den Ruin. In den darauffolgenden Protesten erschoss das Militär mehr als 60 Personen, meist Polizisten die Leute beschutzen wollten. Auch nich gut.
Evo Morales dagegen hat viel gutes getan, er verstaatlichte die Firmen wieder um Bolivien eine gute Einnahmenquelle zu sichern.
Morales schloss auch die Indigenen mit in die Politik ein, er ist selbst Indio und die machen den Großteil der Bevölkerung in Bolivien aus. Aber er ist auch ein Populist, der offen gegen Schwule ist und Fast Food für Haarausfall verantwortlich macht. Obwohl er es selbst isst. Und nach eine Volkszählung wollte er Kondome verbieten lassen, es gäbe zu wenig Bolivianos. Hat einen Aufschrei gegeben und die Sache war vom Tisch.
Nun wird sich zeigen ob Evo, der immer noch sehr viel Unterstützung im Volk hat, was man überall sehen kann, selbst zum Problem wird.Læs mere
La Paz in english, please
12. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 19 °C
Considering the fact that this App can't contain larger texts, I have an extra footprint in English, same same, but different:
Well, yesterday evening, when the bus arrived this huge city, I was impressed. First by the huge size. And second was that this city looked different from most of the cities in South America so far. It looked more liked my imagination of Mogadishu, but without black inhabitants. The streets were more like dusty paths with huge stones on them, there were real packs of street dogs and nearly no shops or anything.
Then I realized, looking at maps.me, that La Paz isn't just La Paz, there are two cities, La Paz and El Alto. And Last one is the bigger City. It's placed on the Alti Plano, the high plateau from were I just came. In contrast to that is La Paz placed in a valley east of El Alto. Here it doesn't look good either, but better than up there. The city has everything what a big one needs in South America, beside of a beautiful old town. Nearly like Coventry, but with more people. And everyone has black hair and is brown, so also not Mogadishu.
As I want never prejudice to win, I have to get to the walking tour here, done by the Red Cap Agency. Its not a free tour, it costs $3 or 20 Bolivianos. But to be fair it's one of the most interesting tours...
Let's start with a brief history of La Paz: The city was founded by the Spanish as a station for the silver transports from Potosi to Peru. It's the seat of the government on the highest altitude and the full name is "nuestra Señora de La Paz", our women of peace. But it's not really about peace when you look at the first highlight, San Pedro prison. It's a bit different compared to most prisons. Let's start with the fact that you have to buy your own cell. And so there are luxury cells with a great view, netlfix account and a hot shower, bit also holes in the ground. Caused by the fact of burying your own cell, whole families are moving to this cells because it's like a bought flat. And so that creates a whole community within the prison, because they have to create an income to pay the bills. And so one can find there restaurants, shops and bars. Simply everything that you need in a small town, and one of the biggest and well known cocaine production site. And to sell this product to the outside world, the british inmate Thomas McFadden developed the idea to offer a guided tour through the prison. On this tours coce was selled like hell, till McFadden was released. Afterwards different people tried to continue the tours, but there were stabbings, rape and muggings, so today the tours are prohibited.
So much to that one, there is also a big street market like in every big bolivian city. And this market is more than just a possibility to buy your groceries.
By the way, there are more types of potatoes that I've ever saw in my life. That's the reason why the people from La Paz are called potatoehead, chucuta.
The other function of the market is to be a dating place. The women wear their typical clothing which is known from all the documentaries on discovery channel. There they stuff the hips because it's a sign of fertility and the skirt has to be longer than the cuffs, remember that one.
The funny melon hat that they are wearing is rooted on the british railway workers, who build the railways from Potosi to the sea in the 19th century. If the hat is straight on the head, they are dating or married. If the hat is slope, they are ready for dating. And if theses women are flirting with someone, they show their cuffs, therefore the long skirt.
The women in the same place prefer men with thick hair and big belly's, I'm currently out of that for sure.
And so is this market also a place to look for hat's and who is with whom and whatever.
Next station is the witches market. Here the locals can find everything what they need in matters of magic like aphrodisiacs, medicine, things for curses and against them. And what's most interesting for tourists, hydrated lama phetus.
You have to offer them when you marry, buy a car or build a house. An urban legend says that lamas are not enough for big and important buildings. So they sacrifice homeless persons. They get them drunk, and before passing out they're set in concrete. It's just a legend and nobody would confess it, but there were some human remains found in the basements of old and big buildings.
Last stop is the presidential palace and the theme: Evo Morales. The president who wants to become president for a third period, contrary to the Constitution. After a failed referendum, in which he asked the Bolivianos whether he should go for a third presidential period, he wants to go for another referendum. You could get the image of a president who is on the well known way to become a dictator, but the real situation is a bit more complicated.
Bolivia didn't had many good Presidents, although they had in 191 years 88 Presidents. So nearly every two years another one. And some of them where burned in the presidential palace, so it's called "palacio chamuscado", burned palace.
The last president with a longer period was Lozado, an America friendly president who privatized many state owned enterprises and tightened Bolivia nearly to it's ruin. In the following protests the military shot more than 60 persons, most of them policeman trying to protect people. Not that good.
Compared to that did Evo Morales many good things, like nationalizing the former enterprises to create an income for Bolivia. Also he supports education and included the indigenous into his politics, after all their are the majority of people in Bolivia. But also he is a populist who is against gay people and blames fast food to be the reason for hair loss, although he likes to eat it. Abd after a population census he wanted to ban condoms, because there are to less Bolivianos. After a protest he changed his mind.
So now the time will tell the story whether Evo will become the problem, because he is still very popular in Bolivia which you can see everywhere.Læs mere
Huayna Potosi Base Camp
13. november 2016, Bolivia ⋅ 🌙 10 °C
So, dann mal los. 6088 m, rauf auf den Huayna Potosi. Wird schon klein Problem sein... vielleicht die Höhe. Aber mit der Agentur High Camp Lodge hat es auch der Holländer geschafft. Und der hat nich mal Berge in seiner Heimat.
Als erstes packen, Sonnenbrille? Meine Alpaka Handschuh? Ich nehm die vom Bund, die sind immer in meiner Jacke...
Und dann nehmen wir mal den Bus, drei Stunden durch ein ehemaliges Abraumgelände einer Mine. Sieht super aus, so ein Auffangbecken mit Cobalt und Eisen. Hat rot und blau, aber auch Gift. Und dahinter dieser Berg, mit seiner weißen Krone.
Im Bus sitzen schon ein paar Briten. Stephen, Ryan, Richard und Anne, 4 von 7, gute Quote. Und diesmal kommt keiner aus London, sonst immer. Zuerst dachte ich auch Stephen wäre Australier, aber er kommt nur aus dem Süden Englands.
Naja, auf jeden Fall hab ich ne Sonnenbrille gefunden, gefälschte Oakley.
Nach der Fahrt sind wir zum ersten Camp, nix mit Wandern heute. Stattdessen sagten wir Richard und Anne Goodbye. Die wollen das Ding heute nacht besteigen. Das klingt jetzt irgendwie pervers. Naja, die verbleibenden fünf zogen sich hübsch an, um mal zur Gletscherzunge zu gehen und mal ein bisschen Eisklettern zu üben, und wie man als Michelin Mann überhaupt gehen kann. Die Bewegungen waren eher wie ein watschelnder Pinguin. Is aber auch schön.
So, let's do that. 6088 m to Huayna Potosi. Will be no problem at all...but maybe the altitude will kill you. But with high camp lodge the Dutch guy did it, and he has no mountains at all in the near area of his whole country.
First I have to pack....hmm tienes gafas del sol? And my alpaca gloves? Do I need them? I will take my other gloves, they're always in my rain jacket...
And then, let's take the bus. For almost three hours we drive on a former mine road through "lagoons", lakes were they dumb the leftovers from the production. Colourful, but also poisonous. And directly behind it, this huge mountain with the white crown. Again 6088m, a lot of ice and in the night maybe a bit cold.
Within the bus there quiet some british people around. Stephen, Ryan, Richard and Anne, that's four out of seven. And this time no one comes from London! Abd so far everyone is nice and has a pretty brtish kind of humor. I thought first Stephen comes from Australia, but no. It's the South, but just Southampton. Do the Australians descent mostly from Southampton?
Anyway, it was fun, and I got some fake Oakley glasses.
After the ride we got to the first camp, just near the road, so no hiking today. Instead we said Goodbye to Richard and Anne, they wanted to climb it in the same night. The remaining five of us dressed up properly, like a marvelous Michelin man, and went to the glacier's tongue.
Here we just sat in the sun and got the good Englishman's tan, lobster red. And in between we did some ice climbing and we were introduced how to walk on a glacier without just slipping like retarded penguins. I like penguins.Læs mere
High Camp
14. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 10 °C
Und haste gut geschlafen? Ich schon, andere nicht. War besser als auf dem illinizas Vulkan in Ecuador. Vielleicht war das aber auch der Micky Maus Matratze geschuldet. Man weiß nicht was in Walt Disneys Kopf vorging, wenn er sich was einfallen ließ. Echt nicht.
Der Tag startete auch schon wie der letzte geendet hat, mit Essen. Und nach dem Packen, zwei Stunden später, nochmal Essen. Jetzt denkt jeder ic hab ein schwarzes Loch im Magen, aber ich hab bloß Hunger. Klingt komisch, is aber so. Ich bin auch nicht ungarisch, im hungry, not hungary. Ich verstehe Stephen manchmal nicht. Southampton muss in Australien liegen.
Also dann gings los, gestopft wie ne Wurst. Volles Gepäck, voller Bauch, voll die Sonne. Stephen und Ryan hatten da nicht die beste Zeit. Für Jef und mich war das natürlich kein Problem, außer das wir gepumpt haben wie die Maikäfer. Klingt komisch, ist es auch.
Oben im Camp trafen wir dann noch fünf weitere. Namen, frag nicht, hab gepennt. Kurzes Nickerchen vor dem Nachmittags Snack/Abendessen. Aber mir wurde anus Tee angeboten, Naja das hat sie gesagt, war aber doch Anis Tee.
Am späten Abend, um 17:00, wurde uns gesagt wir sollten doch drei Lagen unten rum und vier oben rum tragen. Vielleicht auch fünf wenns kalt wird. Da muss ich erstmal probieren, also lange Unterhose, Trekkinghose, Hose von der Agentur. Es war hart, aber die Hosen waren härter, und passten gerade so.
Und nu schlafen bis 23:30
Did you sleep Well? I did, some others didn't. This time I had less problems compared to that lovely night on the illinizas refugio. But maybe that was also the Micky mouse mattress, you don't know what was going on in Walt Disney's head when He created stuff. Really.
The day started like the last ended, with food. And after packing all the stuff, two hours later, some more food. Everyone thinks now I'm a living black hole, but i have to admit, I'm just Hungary. A funny creation that I understood when Stephen spoke to me in his Southampton/Australia accent.
It was not the last funny miss hearing this day.
Feed up like a nearly exploding sausage, or maybe as the South Americans would say, chicken, we wnt up to the high camp. Full package, full belly, full sun. For Stephen and Ryan it was, let's say they should have had better days in their live, or it was pretty hard and sad. For Jef and me it was of course no problem, beside the fact that we breathed like fishes in the air. Sounds silly, but that was it.
Up the camp we met another five, I didn't hear the names, I was taking a short nap before our afternoon snack/diner. But I was offered some awesome anus tea...she said anus, but still, it's anis. Sounds silly, and it is.
To the end of the day, at 5 pm, we were said to wear three layers down and four layers up, maybe five if it gets cold. Ok, let's try if I can wear some leggings, my normal pants and the waterproof pants. It was a moon mission but Houston, we did it.
And now sleep till 23:30.Læs mere
Huayna Potosi
15. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 13 °C
Start um 00:30. Ich hatte gerade erst meine Mondmission des Anziehens beendet, da hieß es noch fünf Minuten und los geht's. Also Bundeswehrfrühstück. Rein, rein, rein, trinken und hau weg die Scheiße.
Und so fing es an, einfach Plastikstiefel an und vorbei an der Toilette und los. Is nich cool in denen Dingern zu laufen, aber schon nach 20 Minuten zogen wir die Steigeisen an und dann gings weiter auf dem Gletscher. War viel besser.
Aber eines war komisch. Es war richtig hell, ich hab die Stirnlampe kaum gebraucht. Achso, is ja Vollmond. Und keine Wolken! Also schonmal eine Stunde keinen Schnee und Regen!
Und mit meinen Seilparntern hatte ich auch eine gute Wahl getroffen. Ismail war als Guide rücksichtsvoll bei der Geschwindigkeit und Maike ging in ihrem langsamen Tempo, so konnte ich nicht Rennen, ungeduldig wie ich sonst bin. Und sie hatten gewarnt, es sind sechs Stunden bis zum Gipfel, also einfach 1,2 und Eisaxt ins Eis. Und nochmal.
So gingen wir ziemlich zügig hoch, wir konnten sogar mit Jef und dem Iren mithalten. Aber bei etwa 5500 m musste ich stoppen. Ich war weder außer Atem oder Kopfweh, noch hatte ich Schmerzen. Ich konnte in meinem Rücken einfach ganz El Alto sehen. Diese riesige Stadt, ganz klein und so weit unten.
Nach drei Stunden des Atmens, "1 und 2 und Eisaxt" und ein paar Späßen meinerseits, erreichten wir fast den Gipfel. Da war nur noch ein kleines Hindernis, die letzten 80 m muss man Klettern. Durch ein Gebiet, das nur zum Teil mit Eis bedeckt war, also können Steine und Zeug jederzeit runter kommen. Das bedeutet dann keine Pause, kein Stehen bleiben, einfach gehen...oder halt Klettern. Es war...einfach geil, ich bin durchgedreht und eonfach geklettert, geklettert und hoch. Maikes Muskeln waren schon fast am Ende und Ismail dachte jetzt is er komplett verrückt. Aber das wars Wert, fünf Stunden. Eine weniger als geplant und nach Jef und dem Iren Dritter und Vierter. Und dann kam auch schon der Sonnenaufgang um die Ecke.
Runter kommen war dann ein bisschen schwierig, wie immer, wer klettert schon gerne mit dem Arsch zuerst. Und dann fingen auch die Knie an weh zu tun, Maikes Muskeln waren so gut wie tot, aber wir mussten uns sputen. Nach dem Sonnenaufgang is so ein Gletscher kein cooler Ort. Also war das weniger cool, aber was solls. Auch dann wiederum mit allem Gepäck runter zum ersten Camp, egal. Einzig interessant war das viele beim Weg runter Kopfschmerzen bekamen. Aber sowas geht nach einem guten Schlaf Weg...also gute Nacht.
Start at 00:30. I just was finishing my moon mission to get into all that clothing when they said five minutes and then we start. Ok, so military breakfast. Eat, drink, eat, drink, drink, eat...
And so it started, just get outside walk along the toilet and go for it, in your plastic boots. Not really appreciating to walk in them, but after 20 minutes we got the crampons on and started to walk on the glacier's tongue. That was much better.
But one thing was strange, it was so bright I nearly didn't need my headlight. Full moon! And no cloud, so no rain for the next one hour!
And I did a good choice with my waking partners, Ismail the guide was at first really considerate and Maike was going in her slow step so I couldn't rush up as I'm always to inpatient at first. And they said it will be six hours to get up. So just 1,2 and pick the axe in the ground. Repeat.
With this we made our way pretty fast up, so fast that we could cope with Jef and the Irish guy. At 5500 or something I had to stop. Neither because of breathing or headache, nor of pain. I just realized that I could see the whole of El Alto in the night. It's a huge city but on this mountain it looked so little, all the way down on the earth.
After another two or three hours of walking and some Jokes from my side we nearly reached the summit, bit there was one stumbling block in our way, the last 80 m you had to climb, really climb, with rock and ice. This site was not really covered with ice, so everything can come down. That means no pause, no stop. Just go...it was so fun! I was going complete mental just climbing and climbing, Maike was nearly at the end of her muscle power and Ismail thought I was crazy. But it was worth it, made it in 5 hours. Jef and the Irish were just ahead of us and so we made it, so third and fourth, watching the sunrise.
Down the way was, as always a bit difficult, the knees were hurting and Maikes muscles were doing nothing more. But we had to hurry up, ice is not good when it's warm. So this part was less fun. But fuck it. Also afterwards walking with all the stuff down to the first camp. An interesting thing was that with the way down, the people got a bit of altitude sickness. It was just getting better with sleep...so good night.Læs mere
Teleferico tour
16. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 14 °C
Grün, Gelb und wo ist der Bus? Das war die große Frage. Hier in La Paz gibt es ein Netz aus mehreren Telefericos, Seilbahnen. Diese sind notwendig um die verschiedenen Teile der Stadt und El Alto mit La Paz zu verbinden.
Die Bahnen sind auch, entgegen dem was man in Bolivien sonst so an Infrastruktur sieht, top modern und sauber. Da haben sie sich nicht Lumpen lassen.
Nervig war dann nur von der gelben Line, hoch nach El Alto, zur grünen Linie zu kommen. Keiner wusste wie man da hin kommt. Und in Bolivien ist es äußerst unhöflich einfach zu sagen:" das weiß ich nicht." Also wird irgendwas erzählt. Und dann sucht man erstmal... und läuft durch dieses El Alto, ein Wust aus Straßenständen, Minibussen, Hunden und komischen bis ekligen Gerüchen. Ich kam mir vor wie in Bombay.
Green, Yellow and where is this Bus? That was the big question. Here in La Paz is a Network of Telefericos, cable cars. It is necessary to connect the different parts of the city and La Paz with El Alto.
These cable cars are, compared to bolivian infrastructure so far, very modern with top equipment. They really put an effort in that one.
The only annoying was to find a connection from the yellow line up to El Alto and the green line, down to a different part of La Paz. No one had a real plan. And in Bolivia it's very impolite to say:"I just don't know." So they tell you the story of the American pie. And so you start to search in this city , El Alto. It's a bunch out of street shops, mini buses, dogs and smells from strange till disgusting. My imagination of Bombay.Læs mere
Death Road
17. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 30 °C
Ja also, diese Todesstraße fing erstmal mit einer Runde Schlaf im Bus an. Soweit nicht sehr tödlich. Nichts mehr, außer der Tatsache das es scheiße kalt ist, wenn man so einen Berg von 4500 m runter fährt.
Zuerst aber traf ich Christian, ein Deutscher der mehr aussieht wie ein spanische Version von Jason Statham. Seine Eltern kamen als Kinder nach Deutschland, also hat er den vollen hessischen Akzent. Er kann durch sein Spanisch eine ganz andere Verbindung mit den Einheimischen und spanisch Sprechern generell herstellen. Es hat wirklich einen großen Einfluss wie dich die Leute sehen, obwohl er auch für die Einheimischen ein Gringo ist. Nichts desto trotz war es ein Schlüsselerlebnis des Tages in zu treffen, denn er machte sich gleich mal zwei Peruaner, Vater und Sohn, zum Freund. Und mit diesen drei sollte ich mich die ganze Zeit um die Krone als schnellster Toter, ähh, schnellster Todesstraßenradler streiten
Zuerst hatte ich gar keine Chance, es war einfach so windig, sodass jeder der kleiner und schwerer war an mir vorbei zog. Ich war der Größte und bin nicht gerade der Schwerste, nachdem ich auf meiner Reise schon ordentlich Gewicht verloren habe. War aber auch nicht die richtige Todesstraße, dieser Teil war die neue Straße, nix Tod, nur die Yungas Straße vom Alti Plano in den Dschungel. Diese Straße ist ziemlich wichtig da sie die Versorgung von La Paz mit Lebensmitteln und Wasser darstellt.
Im Vergleich dazu ist diese Todesstraße mehr ein Stein und Staubpfad, der an die Felswand geklebt wurde. Hier gibts richtige Steine, aber eigentlich is breit genug für zwei Räder oder ein Auto, ähh soll aber für zwei sein.
Und so kämpfte ich mich den Weg runter, gegen die zwei Peruaner und Christian von 4500 auf 1250 m, am Ende reichte es für Platz Drei. Dazu gabs schmerzende Hände und einen tauben Arsch. Und wieder ein Tag an dem ich ins Hostel zurückkehre und direkt ins Bett gehe.
Ok, this death road started with sleeping in the bus. Nothing more than sleeping and the fact that at 4500 m it's shitty cold when you want to drive down a hill.
But first I met Christian, a german guy who looks more like a spanish Version of Jason Statham. His parents moved from Spain to Germany when they were kids. So he has the full Hessen accent. He has an awesome connection to every Spanish speaking because it's his mother tongue. It has a huge impact how the people see you. Although for the locals he is still a gringo. But nevertheless to meet him was a key thing on that day. Because he made quiet fast friends with two Peruvians, father and son, who became quiet competitors to me for the first place on this death road.
First I had no chance at all, it was simply so windy that everybody who was heavier and smaller than me had not the problem to get down. I was the tallest and not anymore the heaviest because of some weight loss during my travel time. But it was also not the real death road, this first path was on the new road, the yungas road from the alti Plano into the jungle. This street is quite important because most of the food and water are coming from there.
I'm comparison to that is this death road more like a stone and dust path, glued to the steep mountainsides. The street is farely wide enough for two bikes or one car, but not for two or even a truck.
And so I battled hard with Christian and the two Peruvians down the mountain from 4500 till 1250 m, in the end I got the bronze place, hurting hands and I don't feel my ass anymore. Another time when I come back to the Hostel and just go to bed.Læs mere
Sucre, no azucar
19. november 2016, Bolivia ⋅ 🌧 5 °C
Da bin ich mal nach Sucre gefahren, soll die schönste Stadt in Bolivien sein. War von dem was ich bisher gesehen habe nicht schwer.
Und wirklich, es ist eine sehr schöne Stadt, mit weißen Wänden und einer richtigen kolonialen Altstadt.
Wahrscheinlich ist es deshalb auch die Hauptstadt, obwohl die Stadt nicht den Eindruck einer Hauptstadt erweckt. Eher den Eindruck einer hippen Stadt mit junger und gehobener Gesellschaft. Und eher in Südspanien als in Bolivien.
Aber wie in jeder guten bolivianischen Stadt gibt es auch hier einen riesigen Markt mit allen Dingen und den guten Fruchtsäften. Und heute werd ich mal zur Feier des Tages kochen und mir die volle Anzahl an Kalorien reinziehen, die man so zu sich nehmen kann. Heute bricht nämlich mein letztes Jahr der Zwanziger an. Bald is der Spaß rum. Also nochmal richtig auf die Kacke haun und den ganzen Tag wild rumschreiben.
Just drove to Sucre, it's said to be the most beautiful city in Bolivia. From what I saw so far that's not a hard to create.
Maybe because of that it's the capital of the city, although it doesn't look like a capital. Looks more like a hip young city with more wealthy people. In a bolivian standard. And it looks more like southern Spain than Bolivia.
But like in every big bolivian city there is this huge market with groceries and the good fruid juices. And today I'm gonna take the full calories which I can take on one day. Because today the last year of my twenties is starts. Then the fun will be over. So today I'm gonna hit sack...oh that means I want to go to bed. No, I'm gonna hit all the towns this year. Because everything has an end, but the sausage has two.Læs mere
Ach du ... tut das weh
20. november 2016, Bolivia ⋅ ☀️ 27 °C
Also auf die Kacke hab ich ordentlich gehauen, aber eher wörtlich. Nachdem ich bisher immer verschont geblieben bin, ist es passiert. Ich hab die Ehrenrunde eines Backpackers auf der Toilette gedreht. Pirouetten und Köpfer ins Klo gemacht.
Voll in die Scheiße gegriffen und meine Geburtstagsnacht/abend auf der Toilette verbracht.
Das war super. Und trotzdem hab ich noch gelacht denn gestern war ich noch ganz Stolz darauf, aber auch überrascht, das bisher nichts passiert ist. Bazinga, Penner.
Heute dann erstmal sterbend und weinend-lachend den halben Tag rumgelegen und bemerkt das ich Fieber habe. Dann erstmal gegooglet was eine Lebensmittelvergiftung eigentlich ist und herausgefunden, das es drei Arten gibt. Lebensmittel-Intoxikation, bei der ein Toxin im Lebensmittel vorliegt; Infektion des Darmes durch Bakterien oder Viren die im Lebensmittel sind und als drittes die Toxi-Infektion. Hier bildet der Erreger das Gift im Darm.
Nachdem es mir nun besser geht hoffe ich einfach das ich bloß eine Intoxikation hatte.
Ich geh ins Bett und Streich den Tag von der Liste.Læs mere
Salar de Uyuni
22. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 29 °C
Angekommen um 4:00 mitten auf der Straße. So mag ich das, und dann ohne Busterminal und nix außer ein paar Bruchbuden und einem Haufen Straßenhunden. Klingt einladend und man könnte sich direkt die Frage stellen warum man sowas macht.
Aber ich bin vorbereitet. Bewaffnet mit Informationen und zusammen mit Florian aus Köln suchen wir uns erstmal ein Kaffee oder irgendwas wo Licht brennt.
Und nach 10 Minuten rum irren war da auch direkt ein Cafe, nicht das Beste aber sogar mit Dusche. Ich habs nicht gewagt da rein zu steigen.
Naja, hat dann auch nicht lange gedauert bis immer mehr Leute kamen und so langsam die Sonne sich mal zeigte. Da werden dann auch direkt mal die Infos ausgetauscht und dann Tour buchen und los geht's. Direkt, da wird nich lange rum gemacht.
Die Tour geht dann drei Tage mit dem Auto durch den Südwesten Boliviens bis an die chilenische Grenze. Und für 650 Bolivianos, etwa 80 Euro, könnte ich genauso die drei Tage im Hostel leben und mich durch futtern. Wäre nach der Lebensmittelgeschichte und dem Verlust von ein paar Kilos wohl besser.
Also laden wir, vier Deutsche und Bethany, die amerikanische Kanadierin, die Rucksäcke auf den Toyota irgendwas Jeep (ich glaube den benutzt auch der islamische Staat) und dann fahren wir zum Eisenbahnfriedhof. Unser Fahrer, Roger, hat sogar seine Frau dabei. Ganz cool eigentlich, wenn ich mehr Spanisch könnte.
Am Anfang geht auch alles sehr schnell und durcheinander, so wie dieser Text, aber so ist das harte Leben eines Reisenden. Da zieht man sich auch mal auf der Hauptstraße um.
Der Eisenbahnfriedhof ist ein riesiges Abstellareal für all die ausgemusterten Lokomotiven, welche früher die Erze von Potosi an die Küste geschafft haben.
Von da geht's dann zu dem warum die Leute diese Tour machen und dessen Namen sie trägt: Der Salar de Uyuni. Die größte Salzfpanne der Welt und einer der unbeschreiblichen Orte dieser Welt. Man kann das nur schwer beschreiben, auf diesem Salz zu laufen, bei 4000 Höhenmetern und einer Sonne, die ich so intensiv noch nie gespürt habe. Wahrscheinlich kommt zu diesem Gefühl auf der Haut auch der starke Wind und die trockene, salzige Luft. Ganz klar ist dies eine Welt jenseits allem Leben, und doch gibt es mitten im Salar eine Insel. Incahuasi heißt Sitz des Inca und ist ein kleiner Flecken Erde in der Mitte des Salars, und hier gibt es riesige, zum Teil 6m hohe Kakteen.
Nachdem wir einen Platten hatten und Roger alles geben musste um das Auto wieder klar Schiff zu machen sind wir jetzt in einem Hostel einer einheimischen Familie in der Nähe des Salars. Und alles ist aus Salz gebaut. Bis auf die Matratze...gott sei Dank.Læs mere
Laguna Colorada
23. november 2016, Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C
Wie gut schläft man in so einem Salzhotel, die Luft könnte ja mit Salz geschwängert und ein Killer für Lunge und Haut sein?
Also soweit erstaunlich gut, diese Killerhypothese muss ich erst noch überprüfen. Erstmal raus aus dem Hotel, in dem ich Klopapier kaufen musste, und schwups sind wir mitten auf den neuen Bahngleisen, die immer noch, wie seit hunderten Jahren, Erze von Bolivien nach Antofagasta in Chile bringen.
Der übrige Plan heute war die ganzen Lagunen anzuschauen. Und gibt es ein paar. Welche die nach Schwefel stinken, welche mit Flamingos, und welche mit beidem. Flamingos dürfen da anscheinend auch nicht fliegen, wenn man so manchem Schild glauben darf.
Einfach nur atemberaubend war die übrige Landschaft mit Vulkanen, die eigenartige Erze ausspucken und so die gesamte Gegend in verschiedenste Farben tauchen.
Kurz vor der großen, finalen Laguna Colorada fanden wir noch kleine Tierchen, mitten in dieser trostlosen Wüste. Sie sehen aus wie eine Mischung aus Hase und Eichhörnchen. Leben tun diese in Felsformationen, welche hier und da immer wieder auftauchen. Heute werden sie wohl maßgeblich von Touristen gefüttert, wer weiß was die früher gegessen haben.
Und dann war sie da, die bunte Lagune...mit weißem Borax, roten Krebschen und auch ein bisschen grün sieht es da aus. Diese Gegend hier, dieses gesamte Plateau am Rand der Atacama ist nicht von dieser Welt. Wunderschön, aber leben will und kann hier nichts. Wie auf dem Mond.Læs mere
End of Bolivia
24. november 2016, Chile ⋅ ⛅ 21 °C
So, am letzten Tag auf dieser Tour geht es mal weder, wie so oft, um 05:00 los. Draußen sind - 5 Grad, da kommt ein heimatliches Gefühl auf, Ende November.
Wir stehen deshalb so früh auf, weil Roger uns Geysire zeigen will...Und die beste Zeit um die zu beobachten ist morgens, wenn das Wasser eigentlich gefroren ist.
Und tatsächlich erreichen wir direkt nach Sonnenaufgang die Geysire. Die gar keine sind.
Mit unserer Expertin Bethany, immerhin ja eine Geologin ist, lernen wir erstmal das ein Geysir Wasser spuckt und die hier Gase spucken. Vor allem Schwefel, was man wie gestern sehen und sehr gut riechen kann. Trotzdem ganz witzig diese Gase...kommen zum Teil mit richtig Schwung da raus, so dass man nichts hört außer einem ohrenbetäubenden Pfeifen.
Die letzte Station der Tour ist die Laguna Verde, die grüne Lagune, direkt am Dreiländereck von Bolivien, Chile und Argentinien. Es ist komisch zu sehen das dort der Vulkan Lukakambur direkt hinter der Lagune seit Millionen von Jahren Mineralien ausgespuckt hat...Und heute gehört eine Seite zu Bolivien, die andere zu Chile. Die Landschaft ist nicht anders, doch die Leute Leben komplett anders.
Die Lagune enthält verschiedene dieser Mineralien wie Kobalt und Mangan. Und wenn der Wind die Wassermengen durch wirbelt, erscheint die Lagune grün. Ist also ein rein chemischer Effekt, da gibts keine Tiere oder sonst was.
Problem war für uns nur, das es nicht windig war. Also nur eine Lagune mit einem Hauch von grün... wahrscheinlich mit ordentlich Phantasie.
Aber trotzdem, diese Tour war wie eine Reise ins Weltall, komplett fremd und wunderschön. Allein diese Tour wäre eine Reise nach Bolivien wert, auch wenn ich persönlich dem Land nicht so viel abgewinnen konnte. Außer dem Huayna Potosi und der Tatsache, dass man hier ganz günstig über die Runden kommt. Hoffentlich wird Bolivien in Zukunft ein Land mit mehr Stabilität. Denn mit dem Alti Plano haben sie eine große Herausforderung des 21.Jhdts vor sich: Wasser.Læs mere
The Holy St. Peter in Chile
24. november 2016, Chile ⋅ ⛅ 29 °C
So, mach diesem Salar de Uyuni und drei Tagen mit Staub, Kälte bei gleißendem Sonnenschein und irgendwelchen Salzen fahr ich als letztes Land dieses Jahr nach Chile. Von jemandem, der diesen Blog verfolgt, habe ich gehört es soll ein super Land sein. Also schauen wir uns das mal näher an.
So auf den ersten Blick sieht die Gegend noch immer ziemlich atacamamäßig aus. Immer noch Staub und Salz und Wind, aber es is wärmer da 1000m tiefer als die Ebene vom Salar. Nachts wird's hier zwar auch kalt, aber mir friert der Zipfel nicht fast weg.
Die Leute sehen zum Teil schon sehr Spanisch aus. Europäisches Gesicht, aber halt dunkelhaarig und braun. Es gibt immer noch Leute mit indigenen Zügen, aber gegen Bolivien, wo diese Gesichtszüge überwiegen, sieht man hier mehr Chilenen. Glaubt man kaum, war das ja vor 130 Jahren noch Bolivien. Darf man aber keinen drauf ansprechen, zumindest nicht auf bolivianischer Seite.
Die Stadt sieht aus wie meine Vorstellung einer Wüstenstadt in Texas. Die Flagge Chiles hängt überall und sieht ziemlich ähnlich aus, die Häuser einstöckig und weiß gestrichen. Die Kirche sieht sehr nach Südspanien aus, wobei das ja in Texas aus sein könnte. Auf jeden Fall ist das nicht groß, eher so groß wie Huchenfeld. Und wer das kennt, der kennt bestimmt San Pedro de Atacama. Mit Sicherheit.Læs mere
Valle de la Luna
25. november 2016, Chile ⋅ ☀️ 0 °C
Ich hatte in letzter Zeit öfter mal Knieschmerzen. Radfahren soll da ja ganz gut sein. Also mietet man sich ein Fahrrad und geht mal ein bisschen Radeln, am Mittag, in der Wüste, bei Wind. Is halt trocken.
Also richtig trocken. War nicht nur meine Idee, Bethany war auch dabei. Und natürlich haben wir wieder über Elon Musk geredet. Sie ein großer Fan, ich eher skeptisch das die heutigen großen Gründer des Silicon Valley viel anders sind als J.D. Rockefeller und Co.
Und bei San Pedro gibt das Tal des Mondes, das Valle de la Luna.
Das ist dann so trocken, das da Salz im Stein zu finden ist, oder halt Stein im Salz. Und halt ganz Gänge in den Felsen welche, von Wasser raus gewaschen wurden. Da sind wir dann erstmal durch, also mehr oder weniger durchgezwängt. Ich mehr, Bethany weniger.
Weiter im Tal gibt es dann eine Düne, ein natürliches Amphitheater und noch mehr Salz. Und dezent Wind auf dem Rad...Und von diesen Bergen sieht man da schwarzen Sand. Vulkane in Verbindung mit Wüste ist gleich schwarzer Sand.
Und so ein Sonnenuntergang is auch ganz cool. Vor allem wenn man die Räder zurück geben muss, dann früher gehen muss und am Ende etwas viel cooleres sieht als man erwartet hat.Læs mere
Antofagsta
28. november 2016, Chile ⋅ ⛅ 18 °C
Diese Küstenstadt ist erst meine zweite Station am Meer, seit ich in Ecuador gestartet bin. Mit 400k Einwohnern ist es die drittgrößte Stadt in Chile und war ist ein bedeutender Hafen für Minenprodukte und der einzige Hafen von Bolivien, auch wenn es nicht mehr in Bolivien liegt. Denn die ganze Nordregion bzw. der Großteil der Atacama gehört erst seit dem Salpeterkrieg Ende des 19.Jhdt zu Chile. Deshalb gibt es bis heute auch keine Botschafter zwischen Chile und Bolivien. Und in Bolivien hassen manche Leute die Chilenen, da sie den Verlust der Region und des Zugangs zum Meer für die langsame Entwicklung in Bolivien verantwortlich machen. Vielleicht etwas kurzsichtig, aber irgendjemand muss ja Schuld sein.
Der Salpeter indes machte Chile zu einem reichen Land, da es für Dünger und Munition gebraucht wurde. Chile belieferte im ersten Weltkrieg dann auch alle mit Salpeter zur Schwarzpulverherstellung, bis Fritz Haber die Ammoniumsnythese entdeckte.
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