Slow motion!
September 19 in Portugal ⋅ ⛅ 24 °C
Regen am Morgen. Diese Tatsache entschleunigte unseren ganzen Tag.
Also entschieden wir uns, unsere angedachte Kraterwanderung auf morgen zu verschieben.
Somit starteten wir ganz entspannt in den neuen Tag: frühstücken und jeder machte das, was er so tun wollte.
Nach dem Mittagssnack, Mac & Cheese 🤣, brachen wir Richtung Faial's Hauptstadt auf - Horta.
Wir schlenderten durch Horta, am Hafen vorbei, warfen einen Blick in die berühmte Seglerkneipe Peter Café, wo sich alle Segler*innen der Welt treffen, und endeten schlussendlich im Supermarkt Continente. Einerseits um eine Toilette aufzusuchen und andererseits hat irgendwer immer ein Bedürfnis, welches gestillt werden sollte. Für das Hochgefühl des Stimmungsbarometers der Gruppe muss natürlich gesorgt sein 🙃.
Danach besuchten wir den jüngsten Teil der Insel Faial, Capelinhos Volcano, und wagten einen sehr windigen Aufstieg. Der Ausblick war wunderschön.
Und weil bekanntlich erst die Arbeit und dann das Vergnügungen kommt, aßen wir mal wieder außerhalb und steuerten eine Pizzeria an. Für mich war das ein voller Erfolg.
Als die Kids schliefen, gönnten Volker, Alice und ich uns einen Filmabend. Es sollte etwas mit Humor und was leicht verdaulich sein. Die Wahl fiel auf Senior Year 😉. Wir hatten unseren Spaß.
Morgen heißt es dann Wanderschuhe schnüren und dem Wetter trotzen.
Good to know with Sarah:
Capelinhos ist einer der faszinierendsten Orte auf Faial. Die Landschaft wirkt fast wie eine Mondlandschaft: schwarze Vulkanasche, kahle Hänge und ein einsam wirkender Leuchtturm prägen das Bild.
Capelinhos entstand durch einen spektakulären Vulkanausbruch, der vom 27. September 1957 bis zum 24. Oktober 1958 dauerte. Der Ausbruch begann unter Wasser vor der Westküste Faials und schuf nach und nach neues Land. Dabei vergrößerte sich die Insel um rund 2,4 km².
Das bekannteste Wahrzeichen ist der Farol dos Capelinhos (Leuchtturm). Vor dem Ausbruch stand er direkt an der Küste. Während der Eruption wurde er nach und nach von Asche und vulkanischem Material verschüttet. Heute ragt hauptsächlich noch der Turm aus der Landschaft heraus und erinnert an die gewaltigen Naturkräfte jener Zeit.
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Kraterumrundung Cabeço Gordo
September 20 in Portugal ⋅ ☀️ 24 °C
Wie angekündigt, heute trotzen wir dem Wetter und umrunden den Krater Cabeço Gordo.
Doch vorher gab es noch eine Lesesession für mich und Karlotta streichelte die Hauskatze, die dann davon rannte, als sie ihr Futter bekam.
Die Webcam oben auf ca. 1.050 Meter sagt: es ist bewölkt und die Sicht somit eingeschränkt. Uns ist das egal 🙃.
Also werden nach dem Frühstück Verpflegung, Regenjacken und Badesachen gepackt, sowie die Wanderschuhe geschnürt. Der Weg zum Startpunkt war kurvenreich und es wurde immer kühler und ja, es sah definitiv nach Regen aus.
Am Startpunkt angekommen waren ca. 17 bis 18 Grad und wir zogen direkt unsere Regenjacken über.
Die Umrandung des Cabeço Gordos dauerte fast drei Stunden und war 7,2 Kilometer lang. Die Caldeira hat einen Durchmesser von etwa 2 km und ist rund 400 m tief. Sie gehört zu den markantesten Landschaftsformen der Azoren. Während unserer kleinen Wanderung zeigten sich alle vier Jahreszeiten binnen Minuten, was ein Naturschauspiel. Das Wetter ist auf den Azoren wechselhaft und kann sehr schnell umschlagen - wir haben es des Öfteren selbst erlebt 😉.
Von oben konnten wir die Sonnenseite der Insel bestaunen und zudem offenbarte sich eine Aneinanderreihung von weiteren kleineren Kratern.
Nachdem die Wanderung geschafft war, gab es Snacks und Volker steuerte eine Badestelle an. Natürlich wieder Naturpools mit einem kleinen Nichtschwimmerbecken. Karlotta übte fleißig tauchen und Pauline sprang vom Beckenrand ins Wasser. Sie wird immer mutiger.
Aktuell herrscht bei uns Eisdürre, das gute Eis am Stiel ist immer ausverkauft, so auch heute.
Zuhause warteten Kartoffeln, Blumenkohl und Möhren auf uns und dann wurden mal wieder die Karten rausgeholt. Der Sieg geht abermals an Volker; 1-2-0.
Gepackt wurde auch noch, denn morgen heißt es das letzte Mal die Unterkunft wechseln.
Good to know with Sarah:
Die Insel Faial ist vulkanischen Ursprungs. Sie entstand durch wiederholte Ausbrüche entlang des Mittelatlantischen Rückens, jener geologischen Nahtstelle, an der sich die nordamerikanische, eurasische und afrikanische Erdplatte begegnen.
Vor Hunderttausenden von Jahren stieg Magma vom Meeresboden auf und bildete zunächst unter Wasser Vulkane.
Durch viele Ausbrüche wuchsen diese Vulkane immer weiter, bis sie die Meeresoberfläche erreichten.
Der älteste Teil Faials liegt im Osten (Ribeirinha-Komplex).
Später entstand der große Zentralvulkan mit der berühmten Caldeira, einem etwa 2 km breiten Einsturzkrater.
Im Westen bildete sich die jüngere Vulkankette von Capelo mit zahlreichen Schlackenkegeln.
Die Insel ist geologisch noch aktiv, auch wenn derzeit kein Ausbruch stattfindet.
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Ein weiterer Reisetag & DAY OFF
September 21 in Portugal ⋅ ⛅ 24 °C
Heute ist unser sechster Reisetag und somit ist das der letzte gemeinsame als Reisegruppe.
Es geht auf die Insel Flores - dieses Mal zur Abwechslung mit dem Flugzeug.
Wie immer stand der übliche Ablauf an.
Meine heutigen Highlights:
- Priority Check-In und Boarding, dank des Familienbonus
- Essen in einem portugiesischen Restaurant
- ich kann zum Flughafen laufen 😅, der Flugverkehr ist allerdings eingeschränkt und nicht durchgängig
- Spielplatz
- unser Hostelleben beginnt 🤩
Da auf Flores gepfefferte Preise herrschen, hatten wir uns im Voraus entschieden in einem Hostel zu nächtigen.
In einem 8-Bettzimmer mit zwei Hochbetten machen wir es uns also zu fünft für die nächsten Tage gemütlich. Es ist alles eine Frage der Organisation 😊.
Mit uns sind noch fünf weitere Gäste anwesend. So teilen wir uns zwei Bäder, eine Küche, ein Wohn-Essbereich, eine Waschmaschine und eine Outdoorlounge 😆.
Nach mehreren Runden Cabo - ein voller Erfolg für mich - ging es dann um kurz vor Mitternacht für die Erwachsenen ins Bett.
Aktueller Cabopunktestand: 1-2-1 (Alice, Volker, Sarah).
Good to know with Sarah:
Flores liegt mitten im Atlantik und ist die westlichste Insel der Azoren.
Geologisch gehört sie sogar zur nordamerikanischen Kontinentalplatte, während die anderen Azoreninseln auf der eurasischen Platte liegen.
Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Natur wurde Flores 2009 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt.
Die Insel ist bekannt für ihre unberührten Landschaften, seltenen Pflanzen und vielfältige Vogelwelt.
Auf Flores leben nur etwa 3.500 bis 4.000 Einwohner, verteilt auf zwei Gemeinden: Santa Cruz das Flores und Lajes das Flores.
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Überall Wasserfälle
September 22 in Portugal ⋅ ☁️ 23 °C
Wasserfälle wohin das Auge sieht. Das erinnert mich definitiv an Hawaii.
Unsere erste Nacht im Hostel war ganz angenehm und zu unserer Überraschung reisen heute die anderen drei Zimmer ab, so haben wir die Unterkunft erst einmal für uns.
Nach einem entspannten Tagesstart setzen wir uns ins Auto und steuerten:
- Kraterseen
- Aussichtspunkte
- Wasserfälle
an.
Wir nahmen eine kleine steinige Wanderung in Kauf, um an einem schönen Spot namens Poço da Ribeira do Ferreiro anzukommen. Wasserfälle und ein See erwarten uns.
Dort pausierten wir und sahen Menschen beim Posieren vor der Kulisse zu. Das ist und bleibt sehr erheiternd.
Im Anschluss hielten wir an einem kleinen Foodtruck, wo es gesunde Leckereien gab, die Wartezeit wurde mit einer Spielplatzaktivität versüßt.
Danach ging es für uns nach Fajã Grande, um zu baden. Doch die Wellen waren so stark, dass wir lediglich die Aussicht genoßen und die Kids spielten, dass sie baden gehen. Manch ein Erwachsener traute sich zu nah ans Wasser heran und wurde pitschnass - zu unserer Belustigung 🙈.
Unser letzter Halt war der Aussichtspunkt Miradouro do Portal, der uns begeisterte, denn wir sahen den Vulkan, den Weg der Lava und die Lavazunge. Sehr beeindruckend diese Natur.
Wieder im Hostel angekommen, waren wir nicht mehr allein und für uns gab es dann Resteessen. Bevor der lokale Supermarkt um 19:00 Uhr schloss, sprangen wir vom Essenstisch auf und waren acht Minuten vor Ladenschluss da. Volker gab Vollgas, nur so war das überhaupt möglich 😅.
Aus sechs benötigten Lebensmitteln wurden natürlich mehr und so endeten wir noch am Crêpesstand 🤩. Es gab Nutellacrêpes - njoommiii.
Der Tag endete mit einer Lesesession und dann ging es für mich ins Bett.
Good to know with Sarah:
Die Fajã Grande auf der Insel Flores ist das Ergebnis der vulkanischen Entstehungsgeschichte der Azoren und späterer Erosionsprozesse.
Eine Fajã ist im Portugiesischen eine relativ flache Küstenebene am Fuß steiler Kliffs. Die Fajã Grande und die benachbarte Fajãzinha gelten als lavische Fajãs. Sie entstanden ursprünglich durch Lavaströme, die vom Vulkangebiet der Insel bis zur Küste gelangten und dort neue Landflächen aufbauten. Später wurden diese Flächen durch Sedimente, Geröll und Ablagerungen von Bächen und Wasserfällen teilweise überdeckt.
Hinter der heutigen Siedlung erhebt sich eine etwa 300 Meter hohe fossile Steilküste (Arriba fóssil), die die Fajã vom zentralen Hochplateau von Flores trennt. Diese Steilwand entstand durch Küstenerosion und Hangrutschungen sowie durch die geologische Entwicklung der Insel. Die zahlreichen Wasserfälle, darunter der bekannte Poço do Bacalhau, transportieren bis heute Material auf die Küstenebene.
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Sonnenuntergang auf dem Atlantik
September 23 in Portugal ⋅ ☁️ 24 °C
Laufen gehen und entspannen, das sind die Schlagwörter bis heute um 15:00 Uhr. Fast einfach mal nichts tun 😅.
Alice hat uns für heute eine Bootstour gebucht. Um 16:00 Uhr fährt unser Boot Richtung Corvo ab. Corvo ist die kleinste bewohnte Insel der Azoren und zugleich die kleinste portugiesische Gemeinde. Die Insel hat eine Fläche von etwa 17 km² und rund 435 Einwohner. Alle Bewohner leben praktisch im Ort Vila do Corvo. Corvo ist eine vulkanische Insel, die durch den Aufbau eines großen Schildvulkans im Atlantik entstanden ist. Die Insel erhebt sich auf der Nordamerikanischen Platte aus dem Ozean.
Pünktlich um 15:45 waren wir am Hafen und warteten auf unseren Skipper Marco.
Als Marco mit seinem Speedboot namens The Dogfather ankam, wir ein Hundetattoo auf seiner linken Wade entdeckten und die ersten Personen mit der Aussage "He is crazy" vom Boot stiegen, wussten wir noch nicht so ganz, auf was wir uns eingelassen hatten 😂. Aber nach einer kurzen Einweisung - danke an Hugo fürs Anlegen der Schwimmwesten - und den ersten schnellen unnötigen Kurven, war uns alles klar, das wird eine wilde Fahrt 🤣. Zu unserer aller Freude, obwohl Karlotta am Anfang sehr skeptisch war, schlug dies nach kurzer Zeit in pure Freude und Spaß um.
Bevor es nach Corvo ging, fuhren wir an der Küste Flores vorbei und bestaunten zwei Höhlen und einige Wasserfälle, wobei uns Marco direkt durch einen Wasserfall jagte und wir nass wurden. Wir hatten noch ein zweites Speedboot im Schlepptau, welches wir liebevoll das Renterboot taufen. Die hatten wesentlich mehr Spaß als wir 🙃.
Marco fuhr sicher an Klippen vorbei und zwischen Felsen hindurch und bescherte uns oft einen Adrenalinkick und entlockte uns einige Schreie. Nach der Hinfahrt mussten wir dann erst einmal trocknen und uns das Salz aus unseren Gesichtern wischen.
Auf Corvo angekommen, nahmen wir ein Taxi hoch zum Krater und kehrten nach zehn Minuten wieder um.
Oben war es nebelig, kalt und windig. Zudem hatten wir bereits einige Krater gesehen und waren für eine Wanderung nicht ausgestattet. Der Caldeirão ist ein riesiger vulkanischer Einsturzkrater (Caldera) und das bekannteste Wahrzeichen auf der Miniinsel. Dieser hat einen Durchmesser von etwa 2 bis 2,3 km und ist rund 300 bis 320 m tief.
Unser Taxifahrer fuhr uns dann zu Izzy's Burger, wo wir vor der Rentergruppe ankamen und zum Glück unser Essen schon bestellt hatten. Zwei Katzen hielten uns währenddessen auf Trapp und dann war es auch schon wieder Zeit zu unserem Boot zurückzukehren. Um 19:30 Uhr sollte das Boot abfahren. Diese portugiesische Ruhe und Unpünktlichkeit schafft mich hier ab und an 😊. Geduld ist eine Tugend, immer und immer wieder.
Dann gab es noch unerwartet Highlights am Abend. Einerseits der Sonnenuntergang rechts von uns und andererseitsbdie Sichtung einer Delfingruppe 🤩, laut Marco handelte es sich common dolphins. Das dritte Mal während unseres Azorenaufenthalts - juhuuu.
Die Delfine folgten uns eine ganze Weile und spielten mit den zwei Booten. Der beeindruckendste Moment war der, als fünf Delfine zur gleichen Zeit aus einer Welle heraus sprangen. Einfach nur WOW!
Soooo konnten wir dann alle friedlich und beseelt einschlafen. Ich bin zeitgleich mit Karlotta und Pauline ins Schlummerland abgetaucht.
Good to know with Sarah:
Wissenswertes über Corvo:
Die Insel kämpft mit Überalterung und Bevölkerungsrückgang. Viele junge Menschen ziehen für die Ausbildung oder Arbeit auf andere Azoreninseln, nach Portugal oder nach Nordamerika.
Die Bevölkerung hat im Laufe des letzten Jahrhunderts durch Auswanderung, insbesondere nach Nordamerika, deutlich abgenommen.
Die meisten Einwohner kombinieren mehrere Tätigkeiten. Wichtig sind, Viehzucht (Rinderhaltung), Landwirtschaft für den Eigenbedarf, Fischerei, öffentliche Dienste und der kleine Tourismussektor.
Die Grundausbildung ist auf Corvo möglich. Für weiterführende Schulen und Studiengänge müssen Jugendliche meist die Insel verlassen.
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Regen!
September 24 in Portugal ⋅ 🌧 22 °C
Es regnet, es regnet die Erde wird nass.
Für den ganzen Tag ist Regen angesagt. Also beschlagnahmten wir das Hostel und verbrachten die Zeit bis zum späten Nachmittag drinnen.
Es wurden Disneyfilme geschaut, gemalt, gelesen, lustige Fotos mit KI erstellt und Mittagsruhe gehalten. Zwischendurch natürlich auch noch gegessen 🤗.
Dann war es an der Zeit ein Museum zu besuchen. So verschlug es uns in das ortsansässige Walfangmuseum, welches früher eine Walfangfabrik war.
Kurz vorher hielten wir noch an einem Café, um den süßen Zahn zu besänftigen. Unser Plan abends in ein Chinarestaurant essen zu gehen, wurde zerstört, als wir den Rauch und die dreckigen Tische sahen. Auf wirklich jedem Tisch standen noch Gläser und Flaschen, welche nicht abgeräumt und gesäubert worden sind. Alice, lösungsorientiert wie immer suchte kurzerhand eine Pizzeria raus, die ca. 30 Minuten entfernt liegt, also ab hin da. Alle ins Auto rein und los.
Zum Glück hatten sie noch ein Plätzchen für uns fünf frei und so kamen alle nochmal in den Pizzagenuss.
Als wir nach Hause kamen, war der Tisch von spielenden Mithostelgästen belegt, somit nahmen wir die Couch und den Couchtisch ein, um eine letzte große Runde Cabo zu spielen. Der Sieg ging an Volker und somit ist Volker auch gleichzeitig der Cabokönig des Azorenurlaubs. Die eine konnte das besser verkraften als die andere 🫣.
Gute Nacht.
Good to know with Sarah:
Das Museu da Fábrica da Baleia do Boqueirão in Santa Cruz das Flores befindet sich in einer ehemaligen Walfang- und Walölverarbeitungsfabrik. Die Anlage wurde in den 1940er-Jahren errichtet und war bis in die 1980er-Jahre in Betrieb. Heute dient sie als Museum und vermittelt die Geschichte des Walfangs auf den Azoren.
Gezeigt werden unter anderem traditionelle Fanggeräte, Boote, Fotografien und weitere Objekte aus der Zeit des Walfangs.
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Ein letztes Sonnenbad
September 25 in Portugal ⋅ 🌬 20 °C
Mein letzter Tag auf den Azoren ist angebrochen.
Morgen wird die bestehende Reiseformation leider aufgelöst. Denn für mich geht es nach Großbritannien weiter, doch ich werde nicht allein bleiben🙃.
Nach unserer Frühstückstoutine entschied ich mich den Tag allein zu verbringen. Mein heutiger Plan ein letztes Mal laufen gehen und ein letztes Sonnenbad genießen, nachdem es gestern durchgängig geregnet hatte.
Die WalthMau's sind definitiv aktiver unterwegs gewesen, als ich es war 😅 .
Der Badespot war recht windig, das Meer dementsprechend unruhig und aus diesem Grund war ich fast allein vor Ort. Den Sprung ins kühle Nass wagte ich nicht. Es war mir einfach zu ungemütlich und zu unberechenbar. Die Sonne ließ mich nach zwei Stunden im Stich, ich harrte allerdings noch ein Weilchen aus, lass mein Bich, bis es mir dann zu kalt wurde.
So landete ich mit meinem Buch auf der Outdoorcouch unseres Hostels, wo sich wieder neue "Mitbewohner*innen" zeigten. Ein ständiges Kommen und Gehen.
Kurze Zeit später kam der andere Gruppenteil mit Lebensmitteln im Gepäck wieder zurück. Es folgte ein Austausch über das Erlebte und dann wurde ich abermals kreativ. Ich brauche noch einen Anhänger, um meinen Backpack zu markieren. Der Wiedererkennungswert auf dem Gepäckband soll verbessert werden 😊.
Unser letztes gemeinsames Abendmahl waren Nachos mit Käse überbacken und selbstgemachte Guacamole. Das i-Tüpfelchen war der Besuch unseres liebsten Crêpesstandes, der heute offen hatte. Zur Freude aller!
Mit gefüllten Mägen brachte Volker die Kids ins Bett und Alice und ich landeten auf der Couch im Wohnzimmer und schauten Grey's Anatomy 🙂. Diese Serien von früher lassen einen aber auch nicht los...
So klang unser letzter gemeinsamer Abend sehr entspannt aus.
Good to know with Sarah:
Auf Flores, der westlichsten Insel der Azoren, hängt das Wetter besonders stark von der Windrichtung ab. Das liegt an der einzigartigen Lage der Insel mitten im Nordatlantik und ihrer bergigen Topographie. Flores ist die erste größere Landmasse, die viele Atlantik-Wetterfronten aus Westen erreichen.
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Auf Wiedersehen Azoren und Reisecrew 🫶
September 26 in England ⋅ ☁️ 15 °C
Der dritte Reiseabschnitt beginnt heute, bevor es in einer Woche wieder Richtung Heimat geht.
Die Zeit verfliegt immer viel zu schnell.
Mit einem weinenden und einem lachenden Auge sage ich zu den WalthMau's "tschüssiliiii". Wir sehen uns in einer ähnlichen Formation zu Silvester in Málaga wieder 😍.
Am Vormittag hieß es Backpack und Daypack packen und essen 😂. Carbloading ist bei längeren Flügen auch sehr wichtig - nicht nur vor sportlichen Veranstaltungen.
Dann war es soweit und ich wurde zum Flughafen begleitet, sogar bis zur Sicherheitskontrolle 😊. Ihr erinnert euch, der Flughafen ist nur fünf oder weniger Gehminuten von unserer Unterkunft entfernt. Nach dem Abschied ging wie immer alles sehr schnell und zack landete ich bereits in Ponta Delgada auf Saõ Miguel zwischen.
Hier musste ich dann mein Gepäck einsammeln, zum Check-In Schalter gehen, um einzuchecken und das Gepäck erneut abgeben und wartete dann schlussendlich auf dem Boden vor meinem Abfluggate. Die Umstiegszeit von 90 Minuten war dann doch sehr schnell vorbei. Dank der kurzen Wege vor Ort jedoch ausreichend 🙌.
Um 16:30 Uhr hob ich dann Richtung London Heathrow ab.
210 Minuten, einem salzigen Snack, einem Wasser und einem fast ausgelesen Buch später hatte ich englischen Boden unter meinen Füssen 🤩.
Somit beginnt ab jetzt das Kapitel Großbritannien 🙃.
Good to know with Sarah:
Die Ananasfrage - danke Andreas - von Beginn der Reise muss noch aufgeklärt werden.
Hier kommt die Antwort:
Die Ananas der Azoren ist eine Besonderheit, weil sie nicht wie in tropischen Regionen im Freiland wächst, sondern fast ausschließlich auf der Insel São Miguel in Gewächshäusern angebaut wird.
Das Klima der Azoren ist zwar mild, aber für Ananas eigentlich zu kühl und zu feucht. Deshalb entwickelten die Bauern im 19. Jahrhundert eine einzigartige Anbaumethode in Glasgewächshäusern.
Die Pflanzen wachsen:
- in kleinen Gewächshäusern aus Glas,
- ohne künstliche Heizung,
- über einen ungewöhnlich langen Zeitraum von etwa zwei Jahren bis zur Ernte.
Dadurch entwickeln die Früchte ein besonders intensives Aroma und eine ausgewogene Süße.
Die bekannteste Anlage ist die Plantação de Ananases dos Açores bei Ponta Delgada, die Besuchern die historische Anbaumethode zeigt.
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London in Bildern
Sep 26–29 in England ⋅ ☁️ 15 °C
Sightseeing per Fußbus
September 27 in England ⋅ ☁️ 21 °C
Über 23.000 Schritte - erst einmal ankommen und entspannt durch London schlendern 😄.
Nachdem ich gestern fast zeitgleich mit Erik in Heathrow gelandet bin und wir uns auf dem Weg zur Gepäckausgabe wiedergesehen haben 🥰, hieß es heute ausschlafen.
Leider weckte uns das Housekeeping viel zu früh 😅.
Bei bewölkten 20 Grad entschieden wir uns, die Stadt zu Fuß zu erkunden. Doch zuvor gab es eine Stärkung - der Klassiker musste natürlich sein: Baked Beans.
Während unserer touristischen Fußtour gab es vielerlei spannende Gebäude, Menschen und Fotospots zu entdecken. Abends verpflegten wir uns dann eigenständig, weil wir einfach zu müde waren, uns nochmal aufzuraffen. Danke Tesco - natürlich steht der Besuch diverser Supermärkte hoch im Kurs.
Die Coke Cherry Zero ist hier der absolute Hammer. Der Kirschgeschmack ist äußerst intensiv 🤤.
Aus Zeitgründen und weil wir einen engen Zeitplan haben, wird das "Good to know with Sarah" bis zum Ende dieser Reise ausgesetzt. Danke für euer Verständnis 😘.
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Ein Tag voller Magie
September 28 in England ⋅ ☁️ 12 °C
Heute steht unsere Harry-Potter-Tour durch das Warner Bros. Studion an.
Somit war ausschlafen leider nicht möglich. Ganz im Gegenteil, wir standen extra sehr früh auf, um den südwestlichen Teil Londons noch zu Fuß inspizieren zu können 🙃.
Unser Weg führte uns am London Eye, dem Graffitti Tunnel, Westminster und Big Ben vorbei. Wenn schon, denn schon 😉.
Am Treffpunkt angekommen, fuhren wir inklusive vieler anderer Harry-Fans gegen 9:00 Uhr Richtung Warner Bros. Studio.
Als großer Herr der Ringe-Fan hat mich die Harry-Potter-Tour in den Warner Bros. Studios nicht völlig vom Hocker gehauen, trotzdem war der Besuch interessant und definitiv einen Abstecher wert. Die originalen Filmkulissen, Kostüme und Requisiten geben einen spannenden Einblick in die Entstehung der Filme und zeigen, wie viel Liebe zum Detail in der Produktion steckt. Es war faszinierend, die Orte, die man aus den Filmen kennt, einmal in echt zu sehen und mehr über die Tricks und Spezialeffekte hinter den Kulissen zu erfahren. Auch die interaktiven Stationen lockerten den Rundgang auf.
Vor allem sehe ich nun Quidditch nach diesem Besuch mit ganz anderen Augen. Was auf der Leinwand selbstverständlich wirkt, steckt in Wirklichkeit voller beeindruckender Filmtechnik und Detailarbeit. Vor Ort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre der Harry-Potter-Welt, die ich sehr wertgeschätzt habe.
Nach der magischen Tour ging es wieder knapp 1,5 Stunden mit dem Bus zurück und es wurden noch der Buckingham Palace, der Piccadilly Circus sowie der Trafalgar Square bestaunt.
Völlig k.o. und glücklich fielen wir erneut ins Bett und schauten, wie soll es auch anders sein, Harry Potter 😂.
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Wie Mittelengland uns den Stecker zog
September 29 in England ⋅ 🌬 19 °C
Der erste Reisetag in Großbritannien steht an. Manche Reisetage sind schöner, andere eher erzählenswert. Unser heutiger Tag gehört der zweiten Sorte an.
Wie so oft schon in den letzten Wochen heißt es erneut Sachen packen, auschecken, zur Mietwagenstation gelangen und das Auto im Empfang nehmen.
Ich hatte zu diesem Zeitpunkt echt Respekt vor dem Londoner Linksverkehr - Augen zu und durch 🙈. Der Stadtverkehr war sehr aufregend und zum Glück war noch ein weiteres Paar Augen mit im Auto. Auf der Autobahn angelangt, lief es dann flüssiger und wir hielten nach 1,5 Stunden Fahrt für einen Zwischenstop in Oxford.
Oxford ist eine sehr niedliche Stadt, die sich für einen Tagestrip oder ein paar Stunden Sightseeing lohnt. Das dachten sich auch viele andere 🥲.
So erkundeten wir alles rund um die Universität und das New College. Natürlich waren wir hier auch wieder auf den Spuren von Harry Potter unterwegs 🧙♂️.
Es war äußerst touristisch, für uns zu überfüllt, daher fuhren wir nach drei Stunden weiter. Die Parkhauspreise haben es in sich 🫣 und in der Regel wird direkt bei Ankunft bezahlt.
Nach weiteren endlosen 4,5 Stunden im Auto, eine Stunde davon standen wir im Stau - hoch lebe der Feierabendverkehr, kamen wir endlich in unserer Unterkunft in Longridge an. Unsere nächsten Ziele sind die Highlands und die Highland Cows 🤩, kurz gesagt Schottland.
Longridge befindet sich wirklich irgendwo im nirgendwo und in der Mitte von England. Um genauer zu sein, nördlich von Manchester.
The Derby Arms, so heißt unsere Unterkunft, hat ein Restaurant angeschlossen und die Zimmer befinden sich im Obergeschoss - ein mittelenglischer Pub mit Charme und dem Duft vergangener Jahrzehnte.
Wir waren allerdings nicht die einzigen Gäste. Mindestens vier verschiedene Spinnenarten teilten sich das Zimmer mit uns. Wer mich kennt, weiß, dass ich Spinnen über alles Liebe, NICHT!
Ausgehungert gingen wir direkt in den Pub und bestellten Graupenrisotto, einmal mit und einmal ohne Käse und dazu jeweils ein alkoholfreies Bier. Beide waren wirklich lecker. Danach ging es nach oben, wir machten uns bettfertig und freuten uns auf den Schlaf.
Fünf Minuten später: Stromausfall.
Unser erster Gedanke war eine durchgebrannte Sicherung. Ein Blick aus dem Fenster zeigte aber, dass das ganze Dorf dunkel war. Irgendwann kam die offizielle Erklärung: Irgendein großes Kabel sei kaputt.
Die Powerbank hielt tapfer die Stellung und ich duschte trotzdem noch, ganz im Dunkeln, aber Mithilfe meiner Handytaschenlampe 😂. Erik lag derweil bereits müde im Bett und vertagt die Hygieneinheit auf morgen.
Der Clou kommt noch, aber dazu morgen dann mehr...
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Hi Schottland 🏴
September 30 in Scotland ⋅ ☀️ 18 °C
...die Fortsetzung folgt.
2 Uhr morgens: Licht an, Party an.
Mitten in der Nacht ging der Strom wieder an und zwar überall. Das Licht im Zimmer ging an und im Restaurant direkt unter uns setzte die Musik ein, mit voller Lautstärke. Da hat wohl wer vergessen, die Musikanlage auszuschalten, nachdem der Strom ausfiel 🥸.
Das Licht konnten wir ausschalten. Die Musik spielte einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Offenbar wurde im Derby Arms gerade Wiedervereinigung mit dem Stromnetz gefeiert.
Nach einer eher unruhigen Nacht wollte Erik nach dem Aufstehen duschen. Es kam kein Wasser. Die Spülung funktionierte auch nicht. Es gab überhaupt kein Wasser mehr. Also mussten wir improvisieren. Wir hatten noch Wasser in unseren Trinkflaschen, somit konnten wir Zähneputzen und die Toilette "benutzen".
Während des Check-Outs stellte sich heraus, dass es einen Wasserrohrbruch gab - um 7 Uhr in der früh oder vielleicht schon noch eher, als Zugabe zum Stromausfall. Die Infrastruktur in Mittelengland läuft, oder eben auch nicht. 😉
Inzwischen sind wir, nach 3,5 Stunden Autofahrt, in Schottland angekommen und es ist wunderschön. Hier gibt es Strom, Wasser und soweit wir das bisher beurteilen können, deutlich weniger Spinnen.
Der Ort Linlithgow hat es uns total angetan. Wir planten den restlichen Tag um und schlenderten ganz gemütlich durch die Straßen.
Wir kauften Mysteriebücher und reservierten in einem Restaurant, wo wir am Abend ein 2-Gänge-Menü zu uns nahmen 😍.
P.s. Ich habe heute endlich mein viertes Buch beendet.
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Heimreise und die eine Frage, die bleibt...
October 3 in Scotland ⋅ ☁️ 12 °C
Nach einer spontanen zweiten Nacht in Linlithgow holte uns der Wecker um 07:00 Uhr Ortszeit aus dem Schlaf.
Heute steht der allerletzte Reisetag dieses Trips an, denn es geht nach Hause.
Also ein letztes Mal:
- Sacken packen
- den Mietwagen volltanken
- den Mietwagen abgeben
- Gepäck aufgeben, denn eingecheckt sind wir schon und ab durch die Sicherheitskontrolle.
Immerhin schaffen wir es für den Abflug nach Edinburgh 🙃.
In dieser Woche hatten wir tatsächlich zweimal vor der Hauptstadt Schottlands einen Besuch abzustatten, es sollte aber nicht sein. Zum Glück komme ich irgendwann wieder, somit ist es nur verschoben und nicht aufgehoben. Edinburgh das nächstes Mal bist du die Priorität.
Trotz regen Treibens und langer Warteschlangen am Flughafen blieb noch genügend Zeit die Shops auszukundschaften. Kurz danach wurde auch schon zum Boarding gerufen.
Der heutige Holzklassenflug war moderner als sonst und bot ausserdem mehr Platz. Ich habe dann doch noch das sechste Buch angefangen 😇.
Überpünktlich landeten wir am BER und so habe ich nach 38 Tagen und vier Ländern (ohne Deutschland) wieder deutschen Boden unter meinen Füßen. Mein Backpack kam problemlos mit 👌.
Da der Kühlschrank leer und heute Feiertag in der gesamten Nation ist, wurde alles notwendige am Flughafen bei Rewe eingekauft, um bis Montag überleben zu können 🫠.
Jetzt bleibt nur noch eine einzige Fragen offen und zwar die, ob die Azoren, welche zu Portugal gehören, den Titel "Europäisches Hawaii" wirklich verdient haben.
Was meint Ihr?
Wir lesen uns bald wieder, versprochen 🤩🥰.
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Traveler
Das nenn ich mal kreativer Heckenschnitt 🤣 muss ich mal überlegen, ob ich das unseren Nachbarn zumuten kann 🫶
TravelerEin Versuch ist es wert 😆.
Traveler👍