Union Island 15 Jahre später
10 gennaio 2024, Saint Vincent e Grenadine ⋅ 🌬 27 °C
Aufregung. Erinnerungen. Durchdringende Freude. Und doch ein kleines Ziehen in det Bauchgegend.
Das ist es wohl, wie ich meine Gefühle hier auf Union Island nahe der Insel Palm Island am Besten beschreiben kann.
Wir machen einen Zeitsprung.
Dezember 2009.
Die Thor Heyerdahl läuft unter Passatsegeln über den Atlantik. Kurs Palm Island. An Bord: 30 Schülerinnen&Schüler. Darunter auch ich. 15 Jahre jung und begeisterte Seglerin! Schon damals!
Und da liegt sie dann vor uns: Palm Island. Der Inbegriff einer karibischen Insel. Türkisblaues Wasser. Sandstrand. Palmen. 🌴 Die eigentlich in Privater Hand befindliche Insel duldet uns trotzdem. Nach 24 Tagen auf See, können wir es nicht erwarten ins Wasser zu kommen. Doch der erste Sprung in die Karibik ist für mich reserviert. Im Adventskalender an Bord habe ich das große Los gezogen. Unter viel Geschrei und einem lautgebrüllte Countdown, nehme ich all meinen Mut zusammen und springe aus 8 m Höhe vom Klüverbaum in das 30 Grad heiße, türkis/klare Wasser. Eine warme Woge bricht über meinem Kopf zusammen als ich mit einem lauten Schrei aufkomme. Um mich rum explodiert das Wasser während die gesamte Besatzung mit 50 Personen mir hinterher springt. Fröhlich Jauchzend verbringen wir Zeit im Meer, am Strand und in den Palmen. Wahrscheinlich war der Hotelbesitzer sehr froh, als wir endlich wieder verschwunden waren. Am Nachmittag geht es für uns nämlich nach Union Island!
Das Union Island auf dem ich genau heute hier bin und in meinen Erinnerungen schwelge. Zugegeben an Clifton Harbour kann ich mich nur wenig erinnern. Doch ein Name blieb dort fest verankert. Lambi's Bar. Jahrzehntelang für die Thor Heyerdahl der Ort, um die Ankunft in der Karibik zu feiern. Wie viele Schüler wohl vor und nach mir hier ein traditionelles karibisches BBQ erleben durften, mag ich nicht zu erahnen. Leider hat das Restaurant Corona nicht überlebt. Doch die Schilder und bemalten Hütten lassen mir die Tränen in die Augen steigen. Tränen des Glücks. Wie viele Jahre ich schon davon träume, einmal hierher zurückzukehren! Und jetzt stehe ich auf diesem wackeligen Holzsteg und starre verzückt auf das bemalte Holz, auf dem Überreste auf Fish und Lambi hinweisen. Die Tür fehlt. Doch die Erinnerung braucht keine Tür mehr. Denn diese ist bereits geöffnet. Langsam drehe ich mich um und starre über die Wellen. Dort hinten liegt sie. Palmengesäumt. Palm Island! Welcome back! Danke, dass ich hier sein darf!Leggi altro
Der Blick von oben
12 gennaio 2024, Saint Vincent e Grenadine ⋅ 🌬 28 °C
Seit Tagen reden wir darüber den höchsten Punkt der Insel zu erklimmen. Heute wollen wir weiter. Etwas enttäuscht bin ich. Doch Jonas schlägt vor, unsere Losfahrt etwas zu verzögern und noch eine letzte Wanderung zu unternehmen.
Der Weg verspricht innerhalb kürzester Zeit am Gipfel zu sein. Ein letztes Mal die LeeLoos aus den Federn hauen, bevor sich unsere Wege für die nächsten Wochen trennen. Kurze Zeit später cruisen zwei Dinghis an Land. Ankerkette raus. und langsam an die Pier treiben lassen. Festmachen. Festschließen. Das gehört dazu.
Schon bald lassen wir das Dorf hinter uns uns und steigen hinter einem kleinen Häuschen über einen plattgetretenen Wanderpfad den Berg hinauf.
Wir sind alleine. Wanderer scheint es hier eher selten zu geben. Für Ausländer zu heiß und für Einheimische wahrscheinlich zu selbstverständlich, hier hochzukommen, dass sie es in der Mittagssonne tun würden.
Doch Wildleben treffen wir dafür umso mehr. Zwei Schildkröten, unzählige Krebse, eine verirrte Babyziege, Vögel und mehr.Leggi altro
Eine Rundreise endet
16 gennaio 2024, Martinique ⋅ 🌬 27 °C
Martinique - hier sind wir am 27.12.2023 um 13:30 Uhr nach 24 Tagen auf dem Atlantik in der neuen Welt angekommen. Hier verbrachten wir die ersten Tage in der Karibik, machten die ersten Über- und Unterwasserausflüge und warteten auf unsere Buddy-Boote Moana und LeeLoo.
Seither ist einiges passiert. Wir haben drei weitere Länder bereist und sind im Anschluss zurück nach Martinique gekehrt.
Am 05.01. ging es gemeinsam mit den LeeLoos nach Saint Lucia, wo wir, dank euch, uns einen neuen Außenborder-Motor für die Mini-Jonny kaufen konnten. Dort erlebten wir karibisches Feiern vom feinsten, tanzten mit Locals bis in die Nacht. Am nächsten Morgen starteten wir nach dem Diesel bunkern weiter in den Süden.
In einem langen Segelschlag durch die Nacht, erleben wir das erste Mal "Segeln zu zweit auf Langfahrt". Bisher hatten wir immer Freunde dabei. Doch nun sind wir alleine. Man merkt es uns auch an. Als der Anker fällt, sind wir müde und ausgelaugt. Eine böenreiche Nacht hat uns weitgehend wach gehalten. Doch die Neugier ist größer - auf an Land. Einklarieren und die Ortschaft erkunden.
Die nächsten Tage bleiben stürmisch und regnerisch. Fehlt eigentlich nur die Kälte. Doch es bleibt schwül-heiß. Jonas macht endlich seinen Open Water Diver, während ich Schiffsarbeiten erledige und das Land erkunde.
Schon kurze Zeit später geht es weiter. Union Island. Ein langersehnter Traum wird wahr! Nach 15 Jahren stehe ich erneut vor Lambi's Bar in Cliffton Habour und schwelge in Erinnerungen. Wir genießen drei wunderschöne Tage - Tauchen, wandern, Ortschaft erkunden. Man möchte am liebsten nicht wieder fort. Doch das Wetter gibt uns zu denken. Wir wollen unseren Flug nicht verpassen und beschließen, auf Nummer sicher zu gehen. 125 Seemeilen zurück. Hoch am Wind. Böen. Wellen. Regen. Flaute. Eine abwechslungsreiche und anstrengende Überfahrt zurück nach Martinique. Ich bin froh, als wir in unserer "Turtle-Bucht" den Anker wegwerfen und es geschafft haben.
Jetzt ruft die Thor Heyerdahl.
Am nächsten Morgen laufen wir im Hafen ein und beginnen die Jonny einzumotten. Segel abschlagen und verstauen. Deck entsalzen. Motor abbauen. Solar-Panele abbauen. Kühlschrank abtauen. Borddurchlässe verschließen. Wassertanks leeren. Es ist viel zu tun. Nebenbei versuchen wir zu packen. Sparsam. Wir haben zugestimmt, nur einen Koffer zu nutzen, um die Kosten niedrig zu halten. Doch auf unsere Schnorchelsachen wollen wir trotzdem nicht verzichten. Ich schiebe die Luken zu. Bringe das Vorhängeschloss an. Als allerletztes verlängern wir die Leinen und ziehen die Jonny über die Mooring-Leinen weg vom Steg. So liegt sie sicher sturmfest vertäut und unter strenger Aufsicht der Stegnachbarn. Wir machen ein letztes Foto, schultern die Rucksäcke und machen uns auf den Weg!Leggi altro
Miami Vibes
16 gennaio 2024, Stati Uniti ⋅ ☁️ 23 °C
Welcome to Miami! I haven't been here in a while!
Gebannt starren Jonas und ich aus dem Fenster während die Lichter unter dem Flugzeugflügel langsam größer werden und die Skyline Miami's in Sicht kommt. Es ist Jonas sein erstes Mal in den USA. Und ich bin einfach nur happy wieder mal hier zu sein. Ich zapple bereits den ganzen Tag vor Aufregung herum und gehe Jonas danit wahrscheinlich tierisch auf die Nerven. Aber er erträgt es tapfern. Ich glaube, er ist auch gespannt, mal ein bisschen amerikanische Luft zu schnuppern.
Ich bin begeistert. Von der Einreise. Früher war das immer ein rießen Terz. Zettel ausfüllen. Gespräche führen. Lange anstehen. Heute nichts davon. Ich bin schon nervös, weil es keinen Zettel gibt. Doch scheinbar ist dieser abgeschafft. Einen Teil der Fragen füllt man online bei der Airline aus. Den anderen beantworte ich für Jonas und mich in Persona bei einem netten Security Beamten.
Ich muss nicht mal meinen Pass zeigen. Die Gesichtserkennung erkennt mich. Auch Jonas seine Finger sind schnell eingescannt und kurze Zeit später warten wir bereits auf unser Uber. Ich will unbedingt zu Walmart. Muffins. Mac n Cheese. Und durch die Regale stöbern. Für Downtown Miami ist es sowieso viel zu spät. Also geht's lieber einfach einkaufen. Und zu Taco Bell. Ich liebe Taco Bell. Andere mögen es nicht, aber andere mögen auch McDonalds nicht. Wir finden es klasse und können zufrieden mit unserem Abendprogramm in unsere Unterkunft einkehren. José begrüßt uns amerikanisch überschwenglich und wir fühlen uns sofort wie zuhause! Entspannt lassen wir bei einem Bier den Abend ausklingen. Morgen um 8 Uhr geht's weiter!Leggi altro
Casa Selina
18 gennaio 2024, Panama ⋅ 🌙 28 °C
Panama City
Einen weiteren Hopser über die Karibik später landen wir sicher in Panama City. Der Immigration Officer stempelt in unserem Reisepässem ungeniert auf frühere Stempel eines anderen Landes. Und somit sind wir offiziell eingereist. Susanne, die im Flieger neben mir sitzt; ist ebenfalls Seglerin und muss ins gleiche Hotel. So können wir ein Taxi teilen und sind viel früher als erwartet in der Stadt.
Selina. Keine weitere Mitreisende, sondern unser Hostel. Selina feiert gerne! Selina lädt uns für 17 Uhr zum Willkommenscocktail ein. Also bleibt noch etwas Zeit - wir also: Ab in die Altstadt. Eigentlich wollten wir zur Kathedrale. Aber im Hinterkopf haben wir die Idee, einen Supermarkt auszuchecken. Preise vergleichen. Und so landen wir nicht in der Kathedrale. Sondern in einem Kaufhaus. Begeistert laufe ich durch die Reihen und stelle fest. Alles da. Alles günstiger als in der Ostkaribik.
Wir probieren direkt erstmal zwei Biersorten aus, bevor es zurück zum Hostel geht. Hier lernen wir in Windeseile unsere Abendgesellschaft kennen. Deutsche sind wohl das Backpacking Volk Nummer 1. Wir vergleichen unsere Reisen, Wohnorte und es finden sich viele Gemeinsamkeiten, die wir zunächst bei einem gemeinsamen Abendessen und später auf der Dachterasse beim Salsaabend finden und uns einen tollen Abend machen. Die Skyline Panama Citys ragt hinter der Palmengesäumten Umrandung der Dachterasse hervor. Die Musik dröhnt laut über die Dächer der umliegenden Häuser hinweg. Über uns funkeln die Sterne. Es weht eine angenehme Brise und wir genießen den Trubel um uns herum!Leggi altro
Passierschein A38
19 gennaio 2024, Panama ⋅ ⛅ 33 °C
Manchmal entstehen ja so Schnappsideen. Susanne bringt mich heute morgen auf genau so eine Idee. Sie erzählt uns, dass sie noch zu den Behörden muss, um eine Cruising Permit zu bekommen. Diese wird benötigt, um in panamesischen Gewässern fahren zu dürfen. Sie ist ein Jahr gültig. Ein Jahr? Wir sind aber ja schon in zwei Monaten da. Vielleicht können wir sie auch eben beantragen? Mal eben. Das ist eigentlich eher ein Fremdwort in karibischen Ländern. Aber ein Versuch ist es wert.
Mit der Zeit im Nacken (um 12 Uhr geht unser Flug nach Bocas del Toro) fahren wir per Uber zur Authoridad Maritima de Panama. Kurz AMP. Ein großes Gebäude inmitten eines Wohnviertels in der Nähe des Panama Kanals. Die Schiffe sehen wir leider noch nicht, so gerne wir einen Blick drauf geworfen hätten. Die Panamesische Flagge weht im Wind und zeigt uns anhand ihrer Größe die Wichtigkeit der Behörde.
Drinnen angekommen, hat noch nie jemand etwas von dieser "Permiso de Navigación" gehört. Die zwei Willkommendamen suchen nach einer Auskunft. Kurze Zeit später wuseln 5 weitere Personen um uns herum. Wir sind bei der falschen Behörde. Das richtige Gebäude wäre 900 m weiter. Gepäck geschultert und Abmarsch. 2. Stock. Hinter Glastüren finden wir Büros. Doch keine Auskunft. Stockwerk 3 ist die Aussage. Wir landen bei der Unfalluntersuchung für Seeunfällen. Der erste, der Englisch kann. Stockwerk 4 ist die Aussage. Na gut. Zurück in den Aufzug. Stockwerk 4 schickt uns ins Stockwerk 2 zurück. Langsam mache ich mir Sorgen. Ob das heute noch was wird? Und dann die Wende. Stockwerk 3. Endlich. Ganz hinten rechts ist ein kleiner Raum mit einigen Sitzplätzen. Hier sind wir richtig. Wir füllen Formulare aus und drücken etwas auf die Tränendrüse und dann bekommen wir eine Rechnung. Die nur bezahlen. Aber wo? Natürlich. Im anderen Gebäude. Also wieder zurück. Bezahlen geht nur in bar - ich schaffe es mit meinen letzten Dollars die Permit zu bezahlen. Und schaue auf die Uhr. Noch eine Stunde bis Boarding. Das wird sportlich. Susanne und ich sprinten zurück und klatschen dem Typen die Zahlungsbestätigung auf den Tisch. Ich zeige ihm meinen Boarding Pass und er wirft einen Blick auf die Uhr. Und sagt - Ja, dauert 3 Tage. Ich nur: Ja, hab ich nicht. Und er grinzt und drückt mir meine Permit in die Hand. Jonas rafft unser Gepäck zusammen und in Windeseile verabschieden wir uns von Susanne und sagen nur tausend mal Gracias.
Dann sitzen wir im Taxi zum Flughafen. Mit Passierschein A38. Ein Stein fällt mir von Herzen. Geschafft!Leggi altro
Im Minijet über den Regenwald
19 gennaio 2024, Panama ⋅ ⛅ 34 °C
Ein Traum wird wahr. Jonas und ich erreichen den Flughafen. Ich grinse schon den ganzen Tag vor mich hin. Einmal in einem kleinen Flugzeug fliegen. Gut. So klein ist es gar nicht. Aber dennoch passt es in meine Wunschvorstellung.
Dank Zeitstress ersparen wir uns das Laufen und die Suche nach dem Terminal. Der Uber-Fahrer setzt uns sicher vor der richtigen Tür ab und wenig später stehen wir am Checkin und erhalten unsere Boardingpässe. Die Sicherheitskontrolle fällt entspannt aus. Und schon bald kann ich am Gate meine Nase an der großen Fensterscheibe platt drücken und den "Vogel" bestaunen. Jonas macht sich über mich lustig. Er kannte den Begriff nicht und ich wende ihn so fließend an, dass es wohl doch recht komisch wirken muss. Mir doch egal :) Meine Freude kann nichts mehr trüben. Außer vielleicht der Fakt, dass hier scheinbar ein Linienflugzeug mit sechs Sitzplätzen startet und es nicht meins ist. Bei uns finden sogar zehnmal mehr Passagiere Platz. Um freien Blick muss sich dabei keiner Gedanken machen. Die Flügel sind an der Oberseite fest. Man kann also, einmal drin, entspannt das Fahrwerk begutachten. Scheint alles gepflegt, wenn auch in die Jahre gekommen.
Wir sind recht spät dran und das Boarding beginnt bereits kurz nach unserer Ankunft am Gate. Wir verlassen das Flughafengebäude und folgen wie eine Schulklasse der Dame in gelber Warnweste. Halten am Zebrastreifen und überqueren gemeinsam das Rollfeld bis zur Treppe hin. Ich bin nicht die einzige, die sich freut. So ziemlich jeder hält inne und schießt ein Foto vor den rießigen Propellern, die düsenlos an der Vorderkante der Flügel fest sind und darauf warten anzudrehen.
Nacheinander werden sie gestartet und bringen uns zum Startbahn und in die Lüfte.
Panama City. Die Stadt liegt unter uns. Ragt empor mit ihren Wolkenkratzern. Kurz dahinter? Regenwald. Panama Kanal. Regenwald. Wir beobachten ein Schiff und sind begeistert, denn bald geht es auch für uns hier durch den Kanal.
Die Landschaft zieht unter uns hindurch bis wir durch die Wolken fliegen. Dann erreichen wir das Wundermeer der Lüfte. Das schönste am Fliegen ist der Blick auf das Wolkenmeer. Wie große dicke Wattebauschen. Als könnte man sich hineinlegen und weich vor sich hintreiben.
Viel zu schnell vergeht der Flug. Doch kommen wir endlich unserem Ziel näher. Unter uns tauchen die ersten Mangroven, Riffs und Inseln auf.. und dann sind wir da - in Bocas del Toro!Leggi altro
Wiedersehen
19 gennaio 2024, Panama ⋅ ☀️ 28 °C
Die Vorfreude ist groß. Endlich wieder Thor. So ganz können wir es noch nicht realisieren - doch dann zeigt Jonas aus dem Fenster unserer Propeller Maschine. Dort unten. Ganz klein liegt die Thor Heyerdahl vor Anker. Ich kann sogar die drei Rahen erkennen und mein Herz macht einen kleinen Hopser. Zappelig versuche ich einen besseren Blick zu erhaschen. Doch dann macht das Flugzeug eine Kurve und Mangroven kommen in Sicht.
Schnell sinken wir tiefer und ich spüre das Ziehen in der Magengegend. Dann macht das Flugzeug einen Satz und setzt rumpelnd auf der Landebahn auf. Es fühlt sich ein wenig wie Stolpern an, doch wir kommen sicher zum Stehen und schon bald stehe ich erneut vor dem Propeller und gucke mich interessiert um. Am Ende der Landebahn ist eine Wiese. Kinder spielen Fußball und tollen umher. Ein kleines Häuschen ist für die Ankunft der Passagiere vorgesehen. Ein bereits etwas schrumpliger alter Mann begrüßt uns herzlich und lädt die Fluggäste ein mit ihm gemeinsam auf das Gepäck zu warten. Er stimmt Don't Worry Be Happy an und nach und nach stimmen alle mit ein. So kommt wohl auch der letzte Urlauber in der karibischen Welt an!
Vier Lieder später haben wir unser Gepäck und werden von Aileen abgeholt und in unser Dschungelhotel gebracht. Ein bisschen Luxus muss auch mal sein. In einem kleinen runden Häusschen mit Glaskuppel werden wir die Nacht verbringen. Mitten im Regenwald. Ein Kontrast zur lauten Metropole von gestern!
Doch zunächst zieht es uns zurück in die Stadt. Kolja und Svenja warten auf uns. Es ist ein freudiges Wiedersehen. Mitten auf einer mit schlaglöchern übersehten Schlammpiste in Bocas del Toro. Wir umarmen uns herzlichen und es fühlt sich an, als hätten wir uns nie verabschiedet.
Es soll ein schöner Abend werden, bei Burgern une Cocktails erfahren wir den neusten Tratsch aus dem Verein und von Bord. Und die Vorfreude steigt!Leggi altro
Rückkehr auf die Thor Heyerdahl
22 gennaio 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 28 °C
*Rückkehr auf die Thor Heyerdahl - 20.01.24*
Pünktlich holt uns das Wassertaxi ab. Mitten in Bocas del Toro, dessen Stadtrand aus Häusern auf Stelzen besteht. Die kleine Bar liegt für uns günstig gelegen nahe der Hafenbehörden und nur eine kurze Fahrstrecke vom Schiff entfernt. Schon vom Steg aus kann ich die Masten sehen. Diesmal deutlich größer als aus dem Flugzeug. Als ich die Bordwand hochklettere, ist das ein komisches Gefühl. Wir werden mit offenen Armen begrüßt und dennoch merkt man - die Besatzung ist eine Gemeinschaft. Seit Monaten gemeinsam unterwegs und es ist gerade ihr Zuhause!
Doch es dauert einfach keine Stunde und schon sind wir integriert, aufgenommen und Teil des Ganzen. Es bleibt auch nicht viel Zeit, denn bereits am frühen Nachmittag kehren die Kusis von ihrem dreiwöchigen Landaufenthalt zurück!
Das Hallo ist groß! Natürlich haben die Schüler bereits mitbekommen, dass wir kommen werden und ich glaube ein bisschen Vorfreude war dabei! Jonas kennen sie bereits aus Teneriffa. und mich – irgendwie total lustig – aus der Film Serie: Klasse Segel Abenteuer.
Normalerweise ist es so, wenn man auf die Thor kommt, viele Fremde, die aber irgendwie auch schnell zu Freunden werden. Aber in drei Wochen ist es fast unmöglich, jeden so richtig gut kennen zu lernen. Ihr werdet staunen – aber diese Reise soll es irgendwie anders werden. Ich sitze gerade an einem Steg hier in Mexiko und schreibe diesen Text für euch und denke darüber nach, dass ich es in unter zwei Wochen geschafft habe, alle Namen der Schülerinnen und Schüler kennen zu lernen und irgendwie auch mit allen einen wunderschönen Kontakt aufbauen konnte. Jetzt, wo sie bereits weg sind, ist es ein wenig traurig. Neben mir stehen Kartoffeln und andere Proviant, der für die gesamte Besatzung bestimmt ist, aber eben nicht für uns beide. Heute ist unser letzter Tag an Bord. Ein schöner Moment, um diese Zeit zu reflektieren. Die letzten Wochen verging wie im Flug. Es ist irgendwie surreal, dass wir das jetzt gemacht haben und dennoch bin ich unglaublich froh.
Gemeinsam mit den Kusis verbringen wir noch zwei Tage in Panama, klarieren aus, machen uns bereit für die Überfahrt und dann heißt es am 21.01.2024 - "Hievt den Anker!" Joachim, unser Kapitän dieser Reise, gibt es Kommando und manövriert die Thor Heyerdahl im Anschluss durch das enge Fahrwasser in die offene See. Schon bevor wir die letzte Kurve genommen haben, merkt man den Atlantikschwell. Große Welle schlagen uns entgegen. Es geht los! Die Reise beginnt!Leggi altro
Die Tage werden heller
23 gennaio 2024, Caribbean Sea ⋅ 🌬 28 °C
Unser bockiges Auf und Ab hat sich in Rollen gewandelt. Heute morgen haben wir endlich den Kurs geändert. NW. Richtung Kuba.
Pünktlich zum Unterrichtsbeginn setzen wir noch weitere Segel und dann verklingen die Tuckernden Geräusche der Hauptmaschine. Machen Platz für Plätschern und Pfeifen. Für das Wehen des Windes. Für Segeln.
Die Hauptmaschine hat mich diesmal wenig gestört. Viel leiser war es gewesen als auf der Jonny. Auf der Jonny liegt unser Kopf quasi auf dem Motor. Man hört sie laut und deutlich. Spürt das Vibrieren und findet kaum Schlaf. Dagegen fühlte sich der Motor der Thor irgendwie eher kätzchenhaft an. So fern. Trennen uns doch mehrere Metallwände davon. Doch das Tuckern ist verklungen. Lebensfreude geht durch das Schiff. Der Tag scheint heller. Nach und nach kommen auch die Seekranken hervor. Nach den ersten Tagen auf See, gewöhnt man sich an die Bewegung. Der Gleichgewichtssinn sieht ein, dass Gleichgewicht keinen Sinn mehr macht. Das Hin und Her wird zur Normalität und die kehrt in den Schiffsbetrieb ein.
Der Unterricht ist endlich voll besetzt. Die Wachen ebenfalls. Samstag machen wir Großreinschiff. Wer sich nicht erinnert - das bedeutet so viel wie Frühjahrsputz. Denn die Tage werden heller und langsam kommt Kuba in Reichweite!Leggi altro
Land in Sicht!
30 gennaio 2024, Cuba ⋅ ☁️ 20 °C
Noch 70 Seemeilen bis Kuba.
Die Zeit vergeht wie im Flug. Jonas und ich haben uns in die neue Familie eingelebt als wären wir bereits seit Monaten an Bord der Thor Heyerdahl.
Das ist das besondere an diesem Schiff. Man erlebt zwischenmenschliche Atmosphäre auf einer anderen Ebene. Wir leben so dicht beieinander. Und erleben den Tag gemeinsam. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit hat hier eine andere Dimension.
Noch 60 Seemeilen bis Kuba.
Das Klassenzimmer unter Segeln findet sein Ende. Zumindest für diese Etappe. Die Segel sind geborgen. Die letzte Unterrichtsstunde hat geschlagen. Der Biotest steht an. Schon am Vorabend merkt man bei dem/ der ein oder anderen die Nervosität. Andere lassen sich nicht vom Alltag abbringen. Segel müssen gepackt werden. Die Vorbereitungen für den Landaufenthalt laufen auf Hochtouren. Doch jetzt geht Bio vor. Ab in die Messe mit euch. Biosysteme. Meer. Thor. Iris hat sich Mühe gegeben, den Test reisenah zu gestalten - Ökosystem Thor Heyerdahl.
Noch 45 Seemeilen bis Kuba.
Der Tag bringt Hitze mit sich. Wir haben uns die letzten Tage bereits immer wieder darauf gefreut uns endlich Abkühlung zu verschaffen. Warum eigentlich nicht einfach hier und jetzt! Ein Freudenschrei geht durchs Schiff. Wir stoppen auf. Rettungsringe raus. Sicherheitsnetze ab. Und dann eröffnet Lukas mit einem Hechtsprung die Badesession. Das Wasser ist klar und fühlt sich unglaublich gut auf der Haut an. Ich bin es von der Jonny gar nicht mehr gewöhnt, mit Frischwasser zu duschen. Das Salz auf unserer Haut gehört dazu. Zu unserem neuen Leben. Wir lachen, wir jauchzen. Viele tauchen unter und genieße die Ruhe unter Wasser. Es ist eine herrliche Abwechslung nach den letzten Tagen.
Noch 20 Seemeilen bis Kuba.
Der Wind frischt auf. Kräftig sogar. Ich denke mir nichts weiter und geselle mich zum Filmabend in die Messe. Irgendwann werde ich aufs Achterdeck gerufen. Wir fahren nur noch 1,5 Knoten - der Kapitän ist bereits zu Bett gegangen und hat Jakob und mir die Planung überlassen. Was machen wir? Langsam weitermotoren und morgens am vereinbarten Treffpunkt zu sein oder lieber früher ankommen und treiben. Wir entschließen uns mehr Drehzahl zu fahren. Na also - 4,5 Knoten gegen die 6 Windstärken.
Noch 5 Seemeilen bis Kuba.
Der Leuchtturm ist in Sicht! Trotz Mondschein, sehen wir kein Land. Es ist zu düster, das Land zu flach. Die Bucht misst über 12 Seemeilen Breite und ist fast 2000 m tief. Wir fühlen uns als wären wir mitten auf dem Meer. Ich schreibe die letzten Anweisungen für die Nacht. 23:30 Uhr Maschine Stopp. Umdrehen und dann vor dem Wind treiben. Hoffentlich nicht zu schnell.
Kuba.🇨🇺
Im Morgengrauen wache ich auf und nutze den Luxus meiner Kammer. Es gibt nur zwei Kojen mit direkten Fenstern. Ich schlafe unterm Sternenhimmel. Aber weich. Doch jetzt ist Morgen. Zeit das auftauchende U-Boot zu spielen. Ich knien mich hin und strecke meinen Kopf hinaus und erschrecke eine Schülerin. Das macht am meisten Spaß an diesem Oberlicht. Menschen erschrecken oder zum Lachen bringen :) Ich bekomme meinen Lagebericht und kann entspannt noch einmal auf mein Kissen zurück sinken. Doch die Neugierde hält mich wach. Kommen Erinnerungen hoch? Vor 15 Jahren habe auch ich hier die Thor Heyerdahl verlassen, um dieses neue Land zu entdecken. Die Küste scheint wieder weiter weg zu sein. Ich entdecke weißen Sandstrand und Palmen, die wir aus der Ferne noch für Masten gehalten haben. Ich entdecke das Hotel, in dem
wir vor 15 Jahren unsere erste Nacht verbracht haben. - Nette Anekdote: Damals durfte die neue Besatzung samt Kinder nicht an Bord (Probleme bei der Ausklarierung) und wir haben deshalb unsere Zimmer geräumt, so dass die Kids dort schlafen durften. Wir teilten uns daraufhin mit 8 Mädels ein Dreibettzimmer. Aber Kuscheln ist ja sowieso eine der Lieblingsbeschäftigungen der Kusis!
Ich werde keine Zeit bekommen, Land zu betreten. Doch Jonas schon ;-) Wieder ein neues Land auf seiner Weltkarte! Für mich bleibt die Erinnerung. Und die Freude unserer Kusis, die einerseits im Abschiedsschmerz gefangen sind und andererseits sich bereits tierisch auf den Landaufenthalt freuen!Leggi altro
Zu Zehnt
31 gennaio 2024, Messico ⋅ ☀️ 24 °C
wir winken dem letzten Boot hinterher. Lucas, Lena, August und einige weitere winken zurück. Das war's. Jetzt sind sie weg. Wir sind alleine – zu Zehnt.
Das Anker Spill läuft, und langsam heben wir den Anker aus dem Wasser und bereiten die Segel zum Setzen vor. Als Jonas mit dem Rescue Boot zurückkehrt, sind wir los fahrbereit. Schnell noch das Boot auf die Lade Luke und dann geht es los. Wir typhonieren: Tuuuuut Tuuuut Tuuuuut tuut. Ein Abschiedsgruß. Ein Lebt wohl - es war schön mit euch!
Unsere Wege trennen sich - für uns geht's jetzt zur Isla Mujeres. Für die Kids auf Fahrradtour quer durch Kuba!
Enthusiastisch reißen wir spontan erstmal viel mehr Segeltuch hoch als geplant. Die Maschine stützt nur etwas mit - 7 Knoten! Na mal sehen, ob das so bleibt. Erschöpft muss ich endlich einen Mittagsschlaf machen bevor es für Marlene, Iris und mich in die Kombüse geht. "Pizza satt" steht auf dem Essensplan.
Über Nacht werden wir langsamer, bis wir am nächsten Mittag bei 3 Knoten angekommen sind. Strom gegenan. Strom von der Seite. Alle paar Minuten müssen wir den Kurs ändern. Mexiko ist in Sicht, doch Mexiko möchte nicht näher kommen!
Erst gegen Spätnachmittag erkennen wir die ersten Palmen an Land und biegen dann in die spannende Ansteuerung ein.
Die Segel sind geborgen und gezeisert. Das Wasser färbt sich von dunkel nach hell nach türkisblau. Wunderschönes strahlendes türkis. Wir sind begeistert. Währenddessen fallen die Zahlen auf dem Tiefenmesser. Die Einfahrt in die Lagune ist super flach. Lediglich weniger Zentimeter liegen wohl zwischen Kiel und Meeresboden. Zum Glück ist alles Sand. Wir drehen langsam in die Einfahrt hinein. Wie eine Spirale nähern wir uns dem Ankerplatz. Dafür halten wir zunächst dicht auf den Strand zu. Nur 20 m vor dem Strand kommt eine scharfe Rechtskurve. Geschafft. Wir können den Strand und die sonnenden Menschen darauf fast berühren. Dann entfernen wir uns wieder. Vorbei an kleinen Stegen. Rechts von uns ist flach. Links ist Land. Wir bleiben akkurat in der Mitte und nähern uns den ankernden Yachten. Mit der Jonny wäre das ein Kinderspiel. Mit einem 50 m langen Schiff ist erstaunlich wenig Platz. Joachim dreht auf der Stelle. Dann hören wir den Feueralarm. Gleichzeitig steigt Rauch aus der Maschine auf. Schnell sprinten Jonas hinunter. Wir lassen den steuerbord Anker fallen. Zur Sicherheit. Doch Will gibt grünes Licht. Die hohen Drehzahlen voraus und achteraus haben der Maschine viel abverlangt - so viel, dass sie beschlossen hat, Rauch zu entwickeln. Doch alles in Ordnung. Wenig später tuckern wir erneut los und fahren zu unserer gewünschten Ankerposition. Dann fallen die 4 Kettenlängen. Aus Berichten wissen wir - der Ankergrund hält schlecht. Wir kommen recht nahe an einem Katermaran zum liegen. Und wenig später haben bereits Papa und seine drei Kinder das "Pirateship"
erklommen. Der holländische Papa trinkt entspannt unser Ankommens-Sundowner-Bier mit uns während die Kids sich Lukas an die Fersen genagelt haben und ihren neuen Abenteuerspielplatz entdecken gehen.
Für uns steht die nächsten Tage noch eine Werftzeit an. Die Thor braucht einige dringende Überholungen bevor sie wieder in den Atlantik starten kann. Für uns geht es am 08.02. zurück Richtung Martinique, wo die Jonny sicher bereits sehnsüchtig wartet!Leggi altro
Das perfekte Chaos Teil 1
8 febbraio 2024, Messico ⋅ ☀️ 28 °C
Es geht nach Hause! Endlich, aber irgendwie traurig.. Die Zeit ist viel zu schnell vergangen und gleichzeitig freuen wir uns tatsächlich mal auf Ruhe!
Wir mussten die Thor einen Tag früher verlassen, da unser Flug so früh ging, so dass das alles knapp geworden wäre. Nun gut. Eine Nacht mehr im Hotel. Dafür sitzen wir pünktlich am morgen im Uber zum Flughafen.
Angekommen finden wir unseren Schalter recht schnell und sind gut in der Zeit. Es sind ca 25 Personen vor uns. Noch 2,5 h bis Abflug. Kein Problem. Wir machen uns ein wenig Sorgen - unser Gepäck ist bestimmt zu schwer... am Schalter angekommen - der Blick in unsere Pässe: " So könnt ihr nicht fliegen. Ihr müsst erst zur Immigration..die ist ganz da hinten rechts" Etwas genervt machen wir uns also auf den Weg nach ganz hinten rechts. Keiner da. Tatsächlich warten noch 10 andere aus unserem Flug. Scheint wohl was spezielles. Noch 1,5 h bis Abflug. Langsam wird es knapp. Endlich bequemt sich Madame in ihr Büro. Und was ändert sich? Sie schreibt einfach nur ok auf den Stempel. "Ok" Das hätte ich auch selbst gekonnt. Vielen Dank. Zurück zum Checkin. Es stehen immer noch mächtig viele an. Wir sneaken uns in den Priority Checkin. Das dauert auch lange, aber man fühlt sich wichtig dabei.
Noch 50 min bis zum Abflug. Wir sind eingecheckt. Ab zur Sicherheitskontrolle. Boarding hat laut Zeitplsn bereits begonnen. Wir sprinten Richtung Gate. Niemand zu sehen. Komisch. Wir erkennen andere Fluggäste wieder - scheint also der richtige Ort zu sein.
Noch 10 min vor Abflug. Das Ground-Personsl tanzt an. Doch nichts passiert. 30 min nach Abflug - eine erste schlechte Durchsage. Wir haben Verspätung - was du nicht sagst. Das wäre noch niemanden aufgefallen.
70 min nach Abflug. Die nächste Durchsage - Der Vogel ist kaputt. Jonas macht sich darüber lustig, dass ich Flugzeuge Vögel nenne. Ich versuche mit meinen Spanisch an Informationen zu kommen. 120 min nach Abflug. Das Gerücht geht um - der Flug wurde verschoben. Auf morgen, aber keine Durchsage bestätigt das. Auf einmal stellen sich alle an. Wir auch - ohne Ahnung warum. Es wird nur schnelles Süd-Amerika-Spanisch gesprochen.
Die Menge ist aufgebracht. Von allen Seiten sprechen Menschen auf die beiden Angestellten ein. Was sei los? Wo kommen wir hin? Was ist mit den Anschlüssen? Wir müssen unsere Pässe einscannen. Dann warten. Dann bricht das System zusammen. Dann scannen wir wohl nochmal ein. Dann bricht 5 h nach Abflug das System erneut zusammen. Verdammt. 5,5 h später werden unsere Pässe fotografiert und per whatsapp versendet. Gut, Datenschutz gibt es hier nicht. Dafür ein Hotel. Abends um 18:45 erreichen wir das Marriot. Immerhin ein schönes Hotel. Mittlerweile haben wir Jana und Rene kennen gelernt. Zwei Österreicher, die mit uns einen Abend auf der Dachterassr verbringen.. ein schöner Abschluss für Chaostag 1Leggi altro
Das perfekte Chaos Teil 2
10 febbraio 2024, Repubblica Dominicana ⋅ ⛅ 21 °C
Die Flüge sind weg.. unser Anschluss verpasst. Was nun? Das Büro zuhause versucht verzweifelt Alternativen zu finden.
Am nächsten Tag geht es für uns gegen 17 Uhr in den Flug in die Dominikanische Republik. Alles klappt. Diesmal wird unser Gepäck beanstandet - es sei zu schwer. Es ist natürlich leichter als gestern, aber das zählt nicht.
Wir nehmen etwas raus, dann ist der Schalter-Mensch zufrieden. Dafür geht der Flug mehr oder weniger pünktlich - ein Glück :)
Bringt uns aber nichts. Der Anschluss ist bereits weg. Wir landen abends in der Dom Rep. Ohne Hotel und immerhin mit neuen Flügen. David, der Engel, hat uns neue für den kommenden Morgen besorgt. Noch 12 h bis Abflug.
Wir warten in der Immigration auf Einreise. 10 min, 20 min, 30 min - nichts geht vorwärts. Dann die Info über Mundpropaganda - irgendwas ist kaputt. In der Halle warten Kinder, Hunde, viele müde Menschen. Die Stimmung ist von resigniert bis genervt fröhlich gemischt. Das nationale Einreisesystem ist zusammengebrochen. Das Land so fortschrittlich, dass es dafür keine manuelle Alternative gibt. Eine Passagierin versucht sich ihren Gang in die Freiheit zu erkämpfen. Erfolglos. Jetzt werden auch noch die Türen verschlossen. Na super. Hilft ja alles nichts. Für uns macht es keinen Unterschied. Noch 10 h bis Abflug.
Unsere Pässe werden mal wieder fotografiert und per whatsapp versendet. Langsam frag ich mich, wer eigentlich alles bereits meinen Pass kennt.
Dafür sind wir frei. Die Nacht verbringen wir mit unseren Taschen zunächst im Ausganhsbereich, dann auf einer Wiese vorm Flughafen und schlussendlich auf einer Bank beim Checkin.
Schlaf finden wir nur wenig.. Aber wir wollen keine weiteren Kosten verursachen.
Diesmal klappt alles besser. Wir können einchecken und verbringen noch ein wenig Zeit beim Frühstück bevor es endlich Richtung Zuhause geht. Unser Zuhause steht auf Martinique und wartet brav im Hafen! Endlich :)Leggi altro
Ein Carneval zum Geburtstag
12 febbraio 2024, Martinique ⋅ 🌙 26 °C
Nach unserer Tortur auf der Heimreise von Mexiko nach Martinique haben Jonas und ich eigentlich schon aufgegeben, meinen Geburtstag hier in Martinique feiern zu können! Irgendwie habe ich schon damit gerechnet, irgendwo mit einem kleinen Gläschen Sekt am Flughafen in der Dominikanischen Republik zu feiern... Aber glücklicherweise haben wir es trotzdem rechtzeitig geschafft und sind jetzt hier! Schon im Januar haben wir unsere finnischen Freunde gefragt, ob sie nicht Lust haben mit uns in den Tag rein zu feiern!
Und so sitzen wir am Abend gemütlich beisammen, trinken Bier & Cocktails, essen Snacks und tauschen uns über unsere Erlebnisse der letzten Wochen aus. Das letzte Mal haben wir uns vor der Atlantiküberquerung in La Palma getroffen. Ella und Mika mussten allerdings noch einmal zurück nach Finnland, bevor es für sie auch dann endlich Mitte Dezember losgehen konnte: über den Teich.
Und so wird der Abend lang. Es gibt viel zu erzählen. Und schwupp die wupp - ist er da. Mein Geburtstag. Ich höre einen Korken knallen und bekomme ein finnisches Geburtstagsständchen! Das erlebt man auch nicht alle Tage! Doch das ist erst der Anfang dieses besonderen Geburtstags!
Karneval in Fort de France! Why not! Der Festivalkalender kündigt Party ab 15:30 an. Also verbringen wir den Tag mit Proviantieren und einkaufen, bauen mittags unser Dinghi auf und springen dann in unsere etwas dürftige Verkleidung und damit wiederum ins Boot. Das Bussystem auf der Insel ist eine Katastrophe. Dagegen kann die Deutsche Bahn echt stolz auf sich sein. die Bootstour dauert länger als gedacht mit zwei Booten Cruisen wir nebeneinander her drei Personen pro Boot. Das Wegbier und die gute Stimmung lassen die Zeit aber wie im Flug vergehen. Dann testen wir das erste Mal unseren neuen Motor und kommen zu zweit endlich ins Gleiten! Richtig cool - wie eine Rakete schießen wir übers Wasser und jolen laut vor uns hin!
Dann erreichen wir die ersten Ankerlieger vor der Stadt. überall machen sich andere Segler bereit, an Land zu fahren, um gemeinsam mit uns und den vielen Einheimischen Karneval zu feiern.
Schnell machen wir unser Dinghi fest, und dann sind wir mittendrin! Das kann man sich überhaupt nicht vorstellen. Alle sind verkleidet! Alle haben Spaß! Man sieht übrigens sehr viel nackte Haut. kein Wunder, es hat 29° und die Menschen zeigen, was sie haben! Alles glitzert. Heute ist Cross-Dress Day. Das führt irgendwie dazu, dass sich schlicht und einfach alle als Frau kleiden. Nur wenige Frauen zeigen sich in Männerklamotten. Ella und ich ärgern uns ein wenig - zu gern hätten wir die Jungs in unsere Kleider gesteckt!
Der Karibische Lifestyle findet sich auch in der Organisation des Karnevals wieder. Planlos laufen Trommler, tanzende Menschen und Partygruppen durch die Straßen. Wir haben uns an einer Stelle mit drei nebeneinander gelegenen Straßen positioniert. Mal feiert man auf der einen, mal auf der anderen. Ein bemalter Autokorso bahnt sich seinen Weg durch die Menge. Die Autos sind überfüllt mit Menschen und es mir ein Rätsel, wie die Achsen das Gewicht überhaupt tragen können. Doch dir Party ist im vollen Gange! Überall wird getanzt und gelacht! Höhepunkt sind die zwei Partytrucks der Hauptsponsoren. Mit Farbbomben, DJs und wackelnden Hintern. Man muss überall zur gleichen Zeit sein - denn das Festivalareal verteilt sich durch die halbe Innenstadt. Erschöpft fallen wir am frühen Abend auf eine Wiese im Stadtzentrum und lassen schlussendlich bei Pizza und Lauschen der Trommeln meinen Geburtstag ausklingen. Was für ein Tag!Leggi altro
*Dominika’s Dschungelwelt heißt uns Will
14 febbraio 2024, Dominica ⋅ ☀️ 27 °C
Wir nutzen die ruhige See und den guten ESE Wind am Tag nach meinen Geburtstag um Martinique zu verlassen. Man merkt, wir sind nicht mehr so ein gespielt. Wollten wir doch ursprünglich mal um 10 Uhr auslaufen, ist es 13 Uhr als wir endlich die Leinen loswerfen. Wir verabschieden uns von Mika und Ella und setzen die Segel. Endlich wieder segeln ohne Motor. Kurz müssen wir uns noch von den Ankerliegern freikreuzen dann gehen wir vor den Wind und schnell beschleunigen wir auf 6 Knoten.
Ich schweife mit meinen Gedanken ab und dann der Schock. Wir haben vergessen auszuklarieren. Für Frankreich nicht schlimm, doch für uns richtig dumm. Ohne „Zarpe“ kommt man in die anderen Länder nicht rein. Verdammt. Wir gehen hart über steuerbord und ziehen das Groß dicht. Bergen das Groß. Kurz darauf sind wir zurück. Ella erwartet uns zum Glück schon und das Ausklarieren geht schnell. Rund 5 min später sitze ich bereits wieder im Dinghi. Gott sei Dank ist das in Martinique so einfach.
Groß wieder hoch. Zurück auf unseren Kurs aus der Bucht hinaus. Die Jonny hat richtig Spaß. Schnell wie der Wind biegen wir um die Ecke und nehmen dann bereits Kurs Dominika. Wir schaffen heute einen 6,5 Knoten Schnitt und erreichen die 50 Seemeilen entfernte Bucht bereits am Abend. Und dann das große Wiedersehen – LeeLoo erwartet uns bereits und wir freuen uns, wieder vereint zu sein!
Viel Zeit zum Ankommen ist nicht, denn es geht direkt los in den Dschungel. Natürlich erst am nächsten Morgen. Doch wir wollen unsere Zeit hier nutzen – auf zu den Middelham Falls. Jonas war hier bereits einmal. Vor zwei Jahren mit den Kusis. Damals ging es für ihn mit einer Gruppe Halbstarker entlang des Fernwanderwegs – mit Machete und Starkregen. Durch zugewachsene Trampelpfade. Heute ist der Tag sonnig und die Wege meist trocken und frei. Jonas erzählt Geschichten von seiner Tour und motiviert geht es voran. Durch das ewige Grün. Wir passieren Brücken und Flüsse. Erst steil bergauf und dann ins nächste Tal steil bergab. Nach einer Stunde Fußmarsch werden wir belohnt. Der Dickicht öffnet sich, wir hören das Rauschen und erspähen sprühende Wasserschwaden. Spüren die kalte Gischt, die vom Winde vertrieben wird, auf unserer Haut. Gigantisch prasselt der Wasserfall bestimmt aus 40 Meter Höhe herab. Unter ihm hat sich über die Jahrtausende ein natürlicher Bassin gebildet. Kurz darauf jauchzen wir fröhlich durch das kühle Nass, waschen den Schweiß ab und lassen uns durch die Wogen treiben.
Hier kommt nicht jeder her, zu beschwerlich der Weg, aber für uns heute die perfekte Wanderung. Ohne Touristen und abgeschieden in der Natur. Ausnahmsweise freue ich mich sogar auf den Rückmarsch. Wieder die Dschungelgeräusche genießen und mit den Händen entlang grüner Blätter fahren. Und dann wartet ja noch ein weiteres Highlight auf uns. Titou Gorge. Das Must-Do auf dieser Insel. Über einen kleinen Canyon gelangt man schwimmend in die surreale Welt der Wasserfälle. Wir paddeln rund 50 Meter wie die Robben und kommen dem Rauschen langsam näher. Jonas ist zum ersten Mal hier, und ich hüpfe unter Wasser vor mich hin, voller Vorfreude auf den tosenden Wasserfall. In einem kleinen Rondell von ca. 3 m Durchmesser prasselt stürmisch das Wasser herab. Steht man darunter, bekommt man kaum Luft, geschweige denn kann sich fast nicht auf den Beinen halten. So stark strömt das Wasser herein. Wir tollen herum und tauchen immer wieder unter und nehmen schlussendlich die natürlich gebildete Felsrutsche hinaus zurück in den Canyon. Langsam treiben wir zurück. Mit meiner Taucherbrille beobachte ich Krebse am Grund des Flusses und genieße die Stille unter Wasser.
Ein gelungener Tag für Tag Nummer 1 in einem weiteren Land unserer Reise!Leggi altro
Leaving Roseau
15 febbraio 2024, Dominica ⋅ ☀️ 28 °C
Zwei kurze schöne Nächte hat es uns in die Bucht vor Roseau verschlagen. Wahrlich gibt es schönere Änkergründe. Deshalb geht es nach einer kurzen Tour um die Jonny auch weiter in den Norden!
Treffen der Geschwister!
16 febbraio 2024, Dominica ⋅ ☀️ 28 °C
Unsere Furia 37 ist ein wahrliches Unikat! Kein Audi, kein BMW, keine Massenproduktion. Von ihr wurden nur wenige gebaut!
Und so gibt es nur noch eine handvoll Boote dieses Types auf der Welt. Und eine dieser Schwestern liegt hier in Dominika! Bernie lernten wir bereits vor zwei Jahren kennen und konnten es diesmal kaum erwarten ihm unsere Jonny vorzustellen!
Seine Ododo ist bereits etwas in die Jahre gekommen, aber die typische Rote geschwungene Linie leuchtet klar in der karibischen Sonne!
Frühmorgens passieren wir sie bereits und holen Bernie im Anschluss vom Steg ab und laden ihn ein, mit uns an Bord zu kommen! Wir verbringen einem gemütlichen Vormittag damit über die Furien zu fachsimpeln bevor wir ihn mittags an Land setzen und uns für abends erneut verabreden.
Bernie besitzt einen Van und den will er heute Abend gemeinsam mit uns ausfahren!Leggi altro
Dominica's Norden
16 febbraio 2024, Dominica ⋅ 🌙 26 °C
Pünktlich um 16:30 hupt uns Bernie's Van vom Strand an. Wir vertäuen gerade noch das Dinghi und Jonas sprintet schon mal vor um Hallo zu sagen. Die LeeLoos dürfen ebenfalls mit. Sie wissen zwar nicht wohin, aber manchmal muss man sich einfach mal überraschen lassen!
Voller Stolz präsentiert uns Bernie seine Musikanlage und so geht es unter karibischer Musik in den Norden. Der Himmel heute ist super klar! Kaum eine Wolke zu sehen und perfekt für unseren kleinen Ausflug!
Dominika's Straßen winden sich fröhlich kurvig durch die Natur, ganz wie die Lebenseinstellung hier. Gerade kann jeder.
Es ist ein farbenfrohes Spektakel. Die bunt bemalten Häuser sind fröhlich nebeneinander gewürfelt. Mal aus Holz, mal aus Beton. Nach dem Hurricane Maria hat man viel beim Hausbau gelernt. Betonhäuser sind meist mit Flachdach, so dass sie den Stürmen gut trotzen. Holzhäuser werden nunmehr geschraubt und nicht genagelt. Dächer haben vier Seiten anstatt zwei. Viele Häuser sind damals zerstört worden. Innerhalb von 6 h hinterließ der Hurricane eine Spur der Verwüstung. Viele Tote und die Insel muss schrecklich darunter gelitten haben und leidet auch noch heute.
Doch nicht nur die Infrastruktur ist dem Sturm
zum Opfer gefallen, auch die Vegetation hat deutlich gelitten. Das sehen wir direkt am ersten Stopp unserer Tour. Viele abgestorbene Bäume ragen aus dem mittlerweile jung nachgewachsenen Wald heraus. In Senken finden sich viele umgestürzte und zerstörte Bäume. Quellen versiegten und neue entstanden. Trails wurden "verschüttet" und mussten neu erschlossen werden.
Unter anderem auch der Trail zu den kalten Boiling Lakes. Schwefelgase treten hier aus der Erde aus und lassen Wasser aus einem nahegelegenen Fluss zum Brodeln bringen.
Spannend anzusehen. Und Jonas probiert natürlich direkt aus, ob das Wasser auch wirklich nicht heiß ist..
Für uns geht's weiter über die kurvenreiche Straße - durch die Berge, an die Ostküste, in eine Gegend, die quasi keinen Tourismus kennt. Wir trinken gemeinsam mit Bernie inmitten der Einheimischen ein Bier in einer Bar an der Straße. Und leben in den Tag. So wurde das ursprünglich geplante Bier am Strand zu einem wunderschönen Ausflug in die Inselwelt Dominica's!Leggi altro
Zeit am Strand
18 febbraio 2024, Dominica ⋅ ☀️ 27 °C
Ein kurzer Shout-Out an unsere ersten richtigen Strandtage! Wir haben es geschafft! Einfach mal entspannen, nichts tun und am Strand liegen!
Zwar meist nicht sehr lange, dann hatten wir bereits wieder Hummeln im Hintern, aber immerhin :)
Wir genießen die Zeit in Dominika - bisher unser absoluter Favorit! Wenig Tourismus und ein sehr cooler Vibe auf der ganzen Insel mit super netten Leuten!Leggi altro
Einer der schönsten Segeltage
20 febbraio 2024, Guadeloupe ⋅ ☀️ 27 °C
Wir sind glücklich in Guadeloupe angekommen. Haben uns bereits daran gewöhnt, dass wir uns wieder nicht mehr verständigen können, aber schwelgen in Erinnerung an einen tollen Segeltag.
Die Etappe Dominica - Pointe a Pitre haben wir aufgeteilt auf zwei Tage. Den ersten Tag nutzen wir, um bei besten Segelwind endlich wieder zu Segeln. Im Schnitt laufen wir 6,5 Knoten und eine ganze Zeit schieben wir sogar mit 7,5 Knoten vorwärts! Die Sonne scheint warm auf meine Haut, es ist wenig Dünung, sanfter, nicht zu starker Wind. Das Ziel ist bereits früh in Sicht. Ich werde diesen Tag als einen der schönsten Segeltage meines Lebens in Erinnerung behalten!
20 Meilen nachdem wir Dominika verlassen haben, steuern wir eine kleine Inselgruppe an, vorbei an wasserumtosten Felsen, vorbei an Untiefen und anderen vor Anker liegenden Yachten. Unser Ziel: Les Saintes. Dort wollen wir einklarieren und mit zwei anderen Yachten Pizza essen gehen bevor es am nächsten Tag weitergeht nach Pointe a Pitre um unsere neuen Mitseglerinnen einzusammeln!Leggi altro

ViaggiatoreDas macht neidisch wenn man im trüben Schleswig-Holstein bei 4 Grad auf den Frühling wartet.
New Crew
22 febbraio 2024, Guadeloupe ⋅ ⛅ 28 °C
Pointe-a-Pitre oder: Weihnachten
Seit Wochen planen wir diesen Aufenthalt. Nach einer ganzen Zeit zu zweit, müssen wir die vordere Kabine freiräumen. Trotz aller Vorsätze sich nicht auszudehnen, hat sich dort ganz schön was angesammelt. Getränke, Kissen, Mehlkisten, Solarpanele, etc. Doch der Besuch steht vor der Tür! Und deshalb verbringen wir den Tag im Hafen damit, das Boot auf Vordermann zu bringen, uns die Beine zu vertreten und uns auf den Weihnachtsmann zu freuen. Zuhause haben sich ganz schön viele Pakete angesammelt und warten auf den Moment, übergeben zu werden. Insgesamt drei Extragepäckstücke haben wir Caro und Anna aufgedrückt. Ein wenig schlechtes Gewissen haben wir ja. Aber unser Freudenstrahlen ist riesig als ich den Reißverschluss der Reisetasche öffne. Doch auch die beiden Mädels zu sehen, macht mir Freude. Zu lange haben wir auf diese Zeit gewartet.
Ersatzteil um Ersatzteil wandert auf den Salontisch! Meine Geburtstagsgeschenke sind auch dabei und dann noch das ein oder andere Extra. Kopfhörer, Geocaching Travel Bugs und Ladekabel reihen sich mit ein. Mitten drin - unsere neue Bordkatze. Leider ohne Fleisch und Blut, dafür umso flauschiger.
Am wichtigsten sind jedoch unsere neuen Unterwanten. Wer sicher erinnert; uns war auf dem Atlantik das Backbord Unterwant, also eines der Drahtseile, welches den Mast hält, angeknackst. Das Seil besteht aus 19 einzelnen Drähten. Davor waren zwei durch. Noch nicht bedrohlich, aber dennoch notwendig, es zu tauschen. Das wurde direkt am nächsten Morgen in die Tat umgesetzt. Während ich unsere neue Crew in unsere Sicherheitsausrüstung einweise und ihnen das Boot im Hellen zeige, bereitet Jonas alles vor und ist kurz darauf im Mast verschwunden. Es wird gebohrt und gefeilt, genietet und geflucht, aber dann sitzen die neuen Anschlagpunkte wie angegossen. Jonas schaut inzwischen aus wie ein begossener Pudel - hat es die letzte halbe Stunde einfach in Strömen geregnet, aber was tut man nicht alles für sein Boot!
Aber nun sind wir startklar, um gemeinsam mit Caro und Anna gen Antigua zu starten!Leggi altro
Kurzer Zwischenstopp
23 febbraio 2024, Guadeloupe ⋅ ⛅ 26 °C
Nach erfolgreichem Tausch der Unterwanten laufen wir aus. Ohne Hilfe des Hafens. Normalerweise kommen die Boatboys und lösen die Leinen an der Mooring. Wir schaffen es auch ohne sie. Der Wind drückt uns etwas stark auf die Seite, so dass wir nochmal einen U-Turn im Hafen fahren bevor es dann Richtung See geht. Ziel ist die Westküste Gouadeloupes. Denn mit Anna und Caro wollen wir ein anderes Land bereisen: Antigua!
Somit nutzen wir den Abend, um Strecke unter Motor Richtung Norden zu machen. Westlich der karibischen Inseln ist meist kein Segeln möglich. Also können wir das auch direkt bei Nacht machen. Anna hat es seekrankheitstechmisch erwischt, doch Caro genießt die Überfahrt!
Abends werfen wir in einer viel zu schaukeligen Bucht den Anker, doch es soll bereits um 6 Uhr weitergehen. Also sind die Ansprüche klein!Leggi altro

ViaggiatoreWollt ihr nicht lieber noch ein wenig nördlicher kommen? 😅 Hätte Tortola, Saint Kitts und Sint Maarten noch auf meiner Route 🙈 wäre sehr schön euch wieder zu sehen 🌞
Türkises Meer und weißer Sand
25 febbraio 2024, Antigua e Barbuda ⋅ ☀️ 26 °C
Willkommen in der Karibik! Hier kann man es aushalten! Schon 10 Seemeilen bevor wir unser Ziel erreichen können wir den Meeresgrund sehen. Um uns herum ist das Wasser türkis. An Land sehen wir die ersten Palmen an weißen Sandstränden. Die Welt scheint kitschig surreal.
Der Anker geht diesmal bereits früh am Morgen aus dem Grund. Um 05:48 wecke ich Jonas. Die Mädels sind dank Jet-Lag bereits wach. Etwas verschlafen, hieven wir den Anker und verlassen unter Motor die Bucht. Nach einer unruhigen Nacht, ist keiner traurig, Gouadeloupe bereits hinter uns zu lassen. Während wir die Segel hochziehen, verlassen wir bereits den Landschatten und können diesmal super zügig den Motor stoppen und segeln. Doch wir sind nicht die einzigen. Hinter uns ergießt sich eine Armada an Segeln in den Atlantik. Es scheint als wäre die gesamte Bucht erwacht und nach und nach segeln immer mehr Boote in den Norden. Der Wind ist perfekt. Leicht südliche Tendenz, wenig Welle - auch Anna kann den Tag heute schon viel besser genießen als den gestrigen.
Die große Genua zieht uns durch den Tag. Die Meilen purzeln herunter und schon am frühen Nachmittag erreichen wir die 10 m Linie.
Neben uns bemerken wir immer wieder große Tiere an der Meeresoberfläche - Rochen und Schildkröten nennen die Bucht ihr zuhause. Doch man muss ein gutes Auge haben und zur richtigen Zeit hinschauen. Denn so schnell; wie sie auftauchen, sind sie auch wieder verschwunden. Ich freue mich bereits auf die Tauch- und Schnorcheleinheiten.
Dann fällt der Anker in 5 m Tiefe vor einem weißen Sandstrand. Jonas hatte die Mädels bereits vorgewarnt und spricht die magischen Worte: Der Anker hält. Und kurz danach macht es Platsch Platsch Platsch Platsch. Ab ins kühle Nass!
Für mich ein kurzer Spaß. Die Pflicht ruft. Schnell ist das Boot aufgebaut und ich bin mit Dirk vom Nachbarboot auf dem Weg in die Stadt. Einklarieren. Hier etwas aufwändig, aber definitiv einfacher als in Mexiko. Man fühlt sich wie beim Passierschein A38 beantragen. Von Port Health zu Customs zu Immigration zu Customs zu Port Authority und dann hat man für 80 East Caribbean Dollars seine Permit in der Hand. Die gelbe Flagge darf runtergenommen werden. Und somit haben wir erneut ein neues Land auf unserer Liste!
Das muss gefeiert werden. Und wir ginge das besser als mit einem Cocktail aus einer frisch aufgeschlagenen Kokosnuss. Das Leben kann so schön sein 🍹🥥🌴😇Leggi altro
5000 km über den Atlantik
25 febbraio 2024, Antigua e Barbuda ⋅ ☀️ 28 °C
5000 km über den Atlantik - das haben die Brightsides in einer besonderen Art erlebt und wir können an ihrer Ankunft teilhaben. Das Tesm, das beim Atlantic Dash mitgemacht hat, kommt genau heute in Jolly Habour an. Und sie sind nicht etwa gesegelt, wie wir das getan haben - nein, sie sind mit reiner Mannes- (und Fraukraft) über den Atlantik gerudert. Mein größten Respekt. 12 h am Tag für sehr viele Tage rudern.
Die Strapazen auf sich nehmen für den guten Zweck. Und sie haben es geschafft!
In den Nachtstunden waren sie durch die Ziellinie gegangen und rudern heute morgen gemächlich in den Hafen, um von Freunden, Familien und Schaulustigen begrüßt zu werden!
Wir begleiten das Team aus 3 Männern und einer Frau unter Applaus der Anwohner in den Hafen. Viele Schlauchboote, Motorboote und zwei Segelschiffe gesellen sich dazu. Die kleine Flotte fährt gemächlich in den Hafen und wir sind live dabei, wie die Menge an Land johlend winkt und sich freut, dass die Brightsides es geschafft haben!
Unseren größten Respekt für das Team, das nun mit Sekt und Applaus ihren Erfolg feiert!Leggi altro















































































































