• Florian Schlippi
Feb – Aug 2023

Südamerika 2023

Jetzt geht es auf meine dritte lange Reise und diesmal ist das Ziel Südamerika. Naja, ehrlich gesagt ist bisher der Plan "nur" Chile, Ecuador und Peru, aber wer weiß schon wo mich die Abenteuerlust noch hin verschlägt. Read more
  • Trip start
    February 14, 2023

    Abflug mit Tränen

    February 14, 2023 in Germany ⋅ 🌙 7 °C

    So, heute geht's los für mich. Marion hat mich zum Flughafen gebracht und mich grade durch die Sicherheitskontrollen gehen lassen. Auch wenn wir beide Tränen in den Augen hatten, freue ich mich auch sehr auf meine Reise. Ich melde mich dann aus Santiage de Chile wieder.Read more

  • Hola Chile

    February 15, 2023 in Chile

    Ich bin müde. 😴 Hundemüde. So lässt es sich denke ich am besten zusammenfassen.
    Der Flug nach Madrid war der einfache Teil. Leider hatte ich keine Kabelkopfhörer dabei, weswegen ich keine Filme schauen oder Podcast hören konnte. Deswegen habe ich mich entschlossen, meine Fotogalerie auf dem Handy endlich aufzuräumen. Nachdem dann 2 Stunden vorüber waren und 4200 Bilder gelöscht (3000 die mehrfach waren und mindestens 500 abfotografierte Dokumente, die nicht mehr relevant sind) war der Flug dann auch schnell vorbei.
    In Madrid gab es noch ein kleines Abendessen und dann hatte auch schon das boarding für Flug 2 begonnen. Leider mit 2 ebenfalls nicht dünnen und kleinen Männern in der Reihe saß ich dann auf meinem Fensterplatz für 13 Stunden. Glücklicherweise haben mich die Filme abgelenkt. An schlafen war nämlich kaum zu denken😅
    Als ich dann endlich mal eingenickt war, ging auch die Sonne schon wieder auf. Zack - Handy raus und Bilder machen 😍 das zweite kurze Nickerchen im Anschluss wurde dann über den Anden beendet. Leider durch das Flugzeugfenster nicht so gut zu fotografieren. Aber endlich wieder Berge😍🏔 diese Freude hielt mich dann auch bis zum Frühstück wach. Und dann gab's vor der Landung noch ein drittes kurzes Nickerchen.
    Gut in Santiago gelandet lief auch alles wie am Schnürchen, nur bei der Einreise musste ich etwas länger warten. Dann mit dem Bus direkt vors Hostel. Da folgen dann die Bilder von😉 ich sag mal so: es gibt nen Pool und das wetter ist auch das richtige.
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  • Die Marienstaute - doch beeindruckend.
    Natürlich muss davor noch ein selfie gemacht werden 😎Dieser Club hat mich dazu gebracht, weiter in das schöne Viertel Bellavista zu gehen.Links das höchste Gebäude Südamerika. Im Hintergrund die Anden den ganzen Tag vernebelt.Diese Stadt ist echt riesig. 40% der chilenen wohnen hier.In Deutschland wäre diese Brücke schon längst gesperrt.

    Ein bisschen durch Santiago laufen :-D

    February 16, 2023 in Chile

    Am besten Entdeckt man eine Stadt ja zu Fuß - leider tun mir diese Heute nach 20 km durch Chile laufen weh. Und noch dazu hab ich nen ordentlichen Sonnenbrand.
    Aber ich fange lieber von vorne an. Heute morgen dachte ich mir, ich schau mal auf die Karte von Santiago. So weit sieht es bis ins Stadtzentrum ja nicht aus. Also meine Trinkflaschen in meinen Rucksack und los gehts. Leider ist das Hostel in dem ich bin in einem nicht so schönen Teil von Santiago. Und auch die umliegenden sind nicht so schön. Als ich dann am Fluss (Rio Mapocha) und dem angrenzenden Park ankommen denke ich mir erstmal, dass es jetzt bestimmt besser wird. Leider ist der Fluss allerdings heute eher ein Flüsschen und noch dazu richtig dreckig. Und in dem Park haben wie auf vielen Grünflächen hier die Obdachlosen ihre Zelte und Hütten aufgebaut.
    Im Zentrum dann angekommen ist es dann zwar sauberer, aber Eng. Im historischen Zentrum (Plaza de Armas) wurde Santiago damals von einem Spanier gegründet. Der Platz, auf dem das passiert ist, ist heute tatsächlich ganz schön. Viele Bäume und Palmen und ein Brunnen in der Mitte, außenrum Schicke Gebäude. Okay - es wird.
    Weiter treibt es mich dann zu der Maria- Staute, die wie in Rio de Janeiros die Jesus- Staute über die Stadt wacht. Auf dem weg dorthin dann endlich ein Viertel, dass mir richtig gut gefällt. Ein Viertel mit vielen Bars, Clubs und Restaurants mit der Universität für Recht. Hier ist es echt schön durch zu spazieren. Am Ende dieses Viertels liegt der Nationalzoo von Chile am Fuße des Berges der Staute. Als ich davor stehe entscheide ich mich spontan rechts rum zu gehen. Leider ging der Weg hier die ganze Zeit in der Sonne entlang und auch das Eincremen kurz davor brachte nichts mehr. Aber er war zumindest am Ende schön.
    Und ich muss zugeben, dass ich geschummelt habe und in der Mittelstation in die Seilbahn gestiegen bin, um bist auf die Spitze zu kommen. 🙈
    Oben angekommen habe ich dann erstmal realisiert, wie groß diese Stadt ist - sie hat immerhin 5,2 Millionen Einwohner.
    Die Statue und die dazugehörige Kapelle waren auch ganz schön. Aber langsam hungrig geworden bin ich recht schnell runter mit der Standseilbahn und wieder in das schöne Viertel Bellavista. Nach einem kleinen Snack habe ich mich dann auf den Rückweg gemacht und bin durch Zufall noch an einem kleinen, schönen Markt vorbei gekommen. Bis auf eine Portion Pommes habe ich mir hier aber nichts gekauft, sondern habe mich verlaufen. Und dadurch konnte ich noch ein echt beeindruckendes Gebäude, dass ein Kunstmuseum beinhaltet, bestaunen. Sehr schön :-)
    Jetzt im Hostel angekommen heisst es erstmal in den Pool springen und AfterSun drauf. Ich hoffe der Sonnenbrand ist nicht zu heftig. 😅
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  • Ein Tag in Valparaiso

    February 18, 2023 in Chile

    Nachdem ich gestern Aufgrund eines starken Sonnenstichs den Tag lieber im schattigen Hostel verbracht habe, wollte ich den letzten Tag in Santiago noch genießen. Naja fast in Santiago.

    Von vielen Blogeinträgen hier und in der weiten Welt des Internets habe ich von der Künstler- und Hafenstadt Valparaiso gehört. Die Bilder haben mich überzeugt und so bin ich ohne mobiles Internet und ohne irgendeinen richtigen Plan heute morgen um 9 Uhr losspaziert Richtung busbahnhof. Auf dem weg ist ja bestimmt eine Bank zum geldholen.

    In besagter Bank verweigerte mir dann allerdings der Geldautomat mein Geld. Da habe ich langsam angefangen, mir Sorgen zu machen. Naja. Vielleicht ist es ja der bankautomat schuld. Also stapfte ich tapfer weiter. Glücklicherweise liegt auf dem weg noch ein MC Donalds, also free WiFi. Und so ließ sich das Problem schnell lösen. Ich muss mehr als 50 Euro abheben hier. Okay - das hatte ich doch schonmal in Toronto, oder🤔
    Am Busbahnhof angekommen erkannte ich dann, daß der Bus hier in Südamerika wirklich das beliebteste Verkehrsmittel ist. Ca 30 Schalter unterschiedlichster Anbieter und nochmal 50 Automaten. Ich beschloss direkt auch mein Ticket für die Fahrt morgen zu buchen. 8.45 geht's dann los nach Pucon in die Sprachschule. Aber heute erstmal nach Valparaiso.

    Die Busse sind echt angenehm. Genug platzt für die Beine, angenehme Sitze und für längere Fahrten lassen sich diese sogar auf 150 ° neigen. Heute aber nur ein "normaler" Sitz.

    In Valparaiso angekommen dachte ich mir erstmal nur, dass die ganze Stadt aus Markt besteht. Jede Straße vom Busbahnhof weg war voller Stände, an denen man alles kaufen konnte, was das Herz begehrt. Von den klassischen Sonnenbrillen über Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch bis hin zu Klamotten und Elektrogeräten. Trotz des festen Vorsätzen, heute eine Cap gegen die Sonne zu kaufen, bin ich immer noch nicht im Besitz einer solchen😒 aber heute habe ich mich genug eingecremt😎

    Erst mal übermannt von den ganzen Ständen beschloss ich erstmal Richtung Meer zu gehen. Leider war zwischen Straße und mehr noch die Bahnstrecke, weswegen man nicht direkt am Meer laufen konnte. So bin ich auf gut Glück eine Querstraße wieder zurück Richtung Hügel und hatte Glück. Schon bald war ich im Centro Cultural, ein Ort den ich von meiner kurzen vorherigen internetrecherche kannte. Und noch besser: es gab ein richtiges Café da. Also hingesetzt und ein Cappuccino genossen. ☕️
    Durch das WiFi dort konnte ich mir auch endlich einen Plan machen und im Anschluss liebte ich Valparaiso. Einmal in den richtigen Gässchen angekommen ist alles voller Kunst, Cafés, Restaurants und Hostels. In einer Gallerie sprach ich mit der Künstlerin. Ihre Antwort auf die Frage wo ich genau herkomme war nur: Ah, colonia Dom - muy bonito🙂

    Anschließend bin ich noch zum Hafen, der einmal der größte Südamerikas war, habe sehr leckeren coucus gegessen und bin leider nicht mit einem der vielen Aufzüge der Stadt gefahren. Naja, wenn ich nochmal hier in der Nähe bin, dann werde ich definitiv in Valparaios nächtigen und auch das ausprobieren😁

    Jetzt geht's wieder zurück nach Santiago ins hostel und dann heisst es Sachen packen - morgen geht's nach Pucón, Spanisch lernen💪
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  • Traumhaftes Pucón

    February 20, 2023 in Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Wie schon erzählt ist das Hauptverkehrsmittel für längere Strecken hier der Bus. Da ich im 658 km entfernten Pucón einen Spanischkurs gebucht habe, muss ich mich auf 10 Stunden Busfahrt einstellen. Aber diesmal noch etwas luxuriöser als nach Valparaiso mit breiterem Sitz und Entertainment.

    Zwischendrin lenke ich mit lesen und Podcasts hören ab, inzwischen habe ich es doch geschafft meine SimKarte zu aktivieren.

    Doch schon bei der Fahrt Richtung Süden wandert mein Blick immer wieder aus dem Fenster, meistens wegen der Natur, aber tatsächlich auch einmal wegen eines Bauwerks, dem Malleco- Viaduct. Sieht schon schön aus.

    Umso näher ich Pucón komme, desto schöner wird die Landschaft. Der letzte Halt ist dann Villarrica. Von der Stadt aus sieht man bereits den gleichnamigen Vulkan. Er ist aktiv und wird auch grade noch aktiver. Ab und an sieht man Rauchwölkchen aufsteigen. Aber wirklich gefährlich ist er, wie mir später mehrfach erzählt wird, nicht.

    Was mir aber dann wirklich den Atem raubt ist der Lago Villarrica. Die letzte halbe Stunde schaue ich nur noch grinsend aus dem Fenster.

    Das Grinsen wird noch größer, als ich dann endlich in Pucón bin. Zwar ist es ein Touristenort, aber da nächste Woche wohl die Ferien hier vorbei sein sollen, wird es hoffentlich was ruhiger.

    Leider denke ich, dass sich die Sprachschule nicht mehr gemeldet hat, da die Emails auf einmal im Spamordner gelandet sind und deswegen weiß ich nicht, wo mein homestay für diese Woche ist. Anstatt es als Problem zu sehen, nehme ich die Herausforderung an und suche mir ein Hostel - und finde auch ein wunderschönes, direkt am Seeufer. Es hat ein Haupthaus mit einer Bar und die "Zimmer" sind im Garten verteilt. In meinem Fall passt Zimmer noch am besten. Es ist tatsächlich eine kleine Hütte mit einem Vorraum in dem die Küche ist und einem Zimmer mit neun Betten. Außerdem gibt es ein Zweibettzimmer als Baumhaus, zwei Vans zum Schlafen und drei Hobbithöhlen aka Schlaffässer. Ich muss es nochmal sagen: es ist wunderschön.

    Da es schon abend ist genieße ich erstmal den Sonnenuntergang am See, im Anschluss noc ein Bier in der Bar. Und schon bin ich in einem Gespräch mit einem chilenen. Kurz darauf schließt sich ein Aussi dem Gespräch an und dann noch ein schwules chilenischen Pärchen. Es ist ein lustiger Abend.😁

    Da ich keine weiteren Informationen wegen des Sprachkurses hab, laufe ich am nächsten Tag einfach zur Sprachschule. Die Stadtmitte von Pucón ist klein genug, dass ich alles easy zu Fuß machen kann. In der Schule sitzt auch schon Gloria, meine Lehrerin. Sie macht mich auf die Idee mit dem Spamordner aufmerksam und sagt das meine Gastgeber mich gestern schon vermisst haben. Nach drei Stunden Spanisch raucht dann auch mein Kopf und ich gehe zu meinem Homestay. Silvana und Israel sind super nett. Sie haben ein kleines Häuschen mit großem Garten und die Terasse nutze ich jetzt, um hier meinen kleinen Beitrag zu schreiben. So lässt es sich Leben😊
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  • Aprender español und andere Abenteuer.

    February 21, 2023 in Chile ⋅ ☀️ 24 °C

    Das Lernen mit Gloria macht zwar Spaß, aber ist auch sehr anstrengend. Vieles weiß ich zwar schon, aber beim Anwenden fehlt mir noch die Praxis. Deshalb erzählt mir Gloria sehr viel über Pucón, Chile und ihre Familie. Bei Ihr komme ich tatsächlich auch schon sehr gut mit. Sie hat zwei Kinder, die in Santiago und Valparaiso leben und grade hier zu Besuch sind. Von dem Vater ihres Sohnes hat Sie sich getrennt und hatte damit vor wenigen Jahren die erste offizielle Trennung in Pucón. Das ist nämlich erst seit kurzem möglich. Aber heiraten sei hier wohl eh eher eine formelle Sache und mehr ein Unterschreiben eines Vertrages.
    Im Gegenzug dazu erzähle ich viel von Deutschland und meinen Plänen für die Reise.
    Danach bin ich immer recht platt, aber Silvana und Israel wollen natürlich auch noch reden. Da muss ich aber leider häufig no entiendo sagen. Israel erzählt trotzdem viel und macht seine Witze 😁

    Da ich auch ein bisschen was von der Gegend hier sehen will, entscheide ich mich dazu, mir ein Fahrrad zu leihen und will damit zum Lago Caburgua fahren. Der etwas längere Weg an der Straße soll nicht schön sein, deswegen entscheide ich mich für den Kiesweg mit deutlich mehr Steigung. Und Gefälle. Und wieder Steigung. Und... ihr versteht was ich sagen will😁
    Vor dem Lago Carburgua sind noch die Ojos del Carburga, Wasserfälle eines echt schönen und sauberen Flusses. Leider entscheidet sich meinen Fahrradkette dazu, das Ganze nicht mehr mitmachen zu wollen😒 Kacke. Was mache ich jetzt? Zum Zurücklaufen bin ich schon zu weit von Pucón weg. Es bleibt die Flucht nach vorne und ich Rolle auf dem Fahrrad so gut es geht wieder Richtung Hauptstraße, da um mich rum nur ein paar Höfe und sonst nur Wald ist. Doch ich habe Glück. Keine viertel Stunde nach dem die Kette gerissen ist treffe ich einen jungen Mann, den ich um Hilfe bitte. Glücklicherweise kann er auch etwas Englisch und sagt mir ich solle warten. Er verschwindet, doch nach 5 Minuten kommt er mit einem PickUp an. Er hat mit seinem Chef gesprochen und einen Bekannten angerufen. Der Chef leiht den PickUp aus und der bekannte hat ne kleine Fahrradwerkstatt. Super freundlich 😁 da mich die ganze Aktion knapp ne Stunde gekostet hat entscheide ich mich dann aber doch für den Rückweg. Und das nächste mal dann organisiert zum Lago carburga 😅

    Weil mich der Sprachkurs doch gut Energie kostet, entscheide ich mich die nächsten Tage in Pucón zu bleiben. Und habe dann auch Glück. Auf dem weg zum See stolpere ich über eine Parade von Tänzern, die zum großen Park unterwegs sind und durch die Stadt ziehen.
    Den Abend genieße ich dann am See und versuche Beweisbilder zu schießen, um euch zu zeigen wie aktiv der vulkan ist. Klappt leider nicht so gut, aber schaut selbst.

    Morgen ist dann auch der letzte Tag des Sprachkurses. Und Samstag ist der Plan dann den vulkan mal von was näher zu sehen 😃
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  • Vulkan Villarrica, versuch 2

    February 25, 2023 in Chile ⋅ ⛅ 7 °C

    Nachdem FindPenguins anscheinend meinen Beitrag nicht hochladen wollte kommt hier der Bericht über die Vulkanbesteigung mit ein bisschen Zeitverzögerung. Dafür aber mit besseren Bildern.

    Am Freitag letzte Woche lief ich durch Pucón, um die verschiedenen Agenturen zu vergleichen. Okay, was war mir wichtig? Natürlich musste der Preis stimmen. Aber ich wollte mich auch gut beraten fühlen. Im Endeffekt habe ich die genommen, wo ich mich am besten gefühlt habe und es war die richtige Entscheidung.

    Start um 06:30 Uhr in der früh. Das heißt aufstehen um 5:30. Silvana hat mir am Vortag extra Sandwiches gemacht und Israel steht schon in der Küche und bereitet mir meinen Joghurt vor 👌

    Nach dem Frühstück und vorallem nach dem Kaffee geht's dann los. Mitzubringen sind nur Socken, gute Wanderkleidung und das Essen. Schuhe, Jacke, Spikes und alles andere wird gestellt. In der Agentur wird nochmal alles gecheckt und eingepackt, man merkt uns allen aber die Müdigkeit an. Als wir dann am Fuß des Vulkans angekommen sind, sind wir auch wach genug für die Vorstellungsrunde. Wir sind zu 6. Drei Chilenen, ein Argentinier, ein Kolumbianer und ich. Mit dem Kolumbianer quatsche ich den ganzen Aufstieg.

    Dieser beginnt erstmal auf einer Schotterstraße, doch nach kurzer Zeit biegen wir von dieser in den Wald ab. Der Wald ist noch schön kühl, aber durch die Bewegung ist uns warm und alle haben die Jacken offen. Als wir dann den Wald verlassen und ein kurzes Stück auf grünem Boden laufen, werden einige Jacken zu gemacht, da uns ein Vorgeschmack auf das trifft, was uns heute erwartet. Der Wind ist ganz schön stark.

    Umso höher wir kommen, umso mehr weicht der grünen Umgebung einer Schwarzen und wir gehen zwischen Vulkangestein und Asche entlang. Außer dem durch den letzten Ausbruch zerstörten Lift gibt es nicht viel zu sehen, denke ich. Doch dann führen uns unsere 3 Guides hinter eine Felswand, um uns vor dem Wind zu schützen und für die erste Pause an eine Vulkanhöhle. In diese müssen wir natürlich auch rein klettern😁

    Nach einer Stärkung und dem Eincremen wird mir noch gesagt, dass jetzt die Sonnenbrille sinnvoll ist. Eine gefühlte Ewigkeit stapfen wir weiter neben dem Lift der Sonne entgegen durch die Asche und der Wind tobt so stark, dass es uns regelmäßig 1 bis 2 Meter zur Seite schiebt🙈 was ein Spaß. An der Bergstation angekommen muss ich dann tatsächlich Übersetzter spielen. Auf deutsch steht dort eine Warnung, dass das Weitergehen verboten sei.

    Wir gehen trotzdem weiter. Unser nächster Halt ist ein, wie soll ich es nennen? Eine vor dem Lavafluss schützende Betonkonstruktion. Diese nutzen wir allerdings eher als Fotostation und der Blick über die Wolken ist überwältigend. Im Hintergrund sieht man zusätzlich auch einen anderen, etwas höheren Vulkan. Und die ersten Eisflächen haben wir erreicht.

    Als es weiter geht freuen wir uns alle auch schon auf unsere Spikes. Wir ziehen sie an und dann heißt es ab auf die Eisfläche. Es sieht so aus als wären es einzelne Eisfleder, aber eigentlich ist es ein einziger Gletscher, der von Asche und Steinbrocken bedeckt ist.

    So kämpfen wir uns immer höher übers Eis, bis wir an die höchste Stelle kommen, an die wir heute dürfen. Da der Vulkan grade sehr aktiv ist, ist es verboten an den Kraterrand zu gehen und einen der 7 einzigen Lavaseen der Welt zu bestaunen. Es sind nur noch geschätzt 200 hm. Ich würde so gerne weiter. Aber naja, es ist eine Inspiration für die nächste Reise, einen Lavasee sehen zu können 😁

    Der Aufstieg hat ca. 5 Stunden gedauert. Für den Abstieg sind zwei geplant. Das liegt daran, dass wir hierfür teilweise die Eisfelder als rutsche nutzen können. Nach einer kurzen Einweisung wie man bremst geht der Spaß auch schon los und wir rutschen auf unseren Schutzhosen und den Plastiktellerschlitten wieder Richtung Pucón. Wie immer sind dann die letzten Kilometer der Wanderung gefühlt die anstrengendsten und die letzte halbe Stunde fühlt sich an wie zwei. Als wir wieder in den Autos sitzen schlafen alle. Und den Rest des Tages kann ich außer schlafen auch nichts mehr machen. 😴
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  • Etwas Wassersport darf auf nicht fehlen.

    February 28, 2023 in Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Ich befinde mich ja grade in der Region der Flüsse in Chile. Da will ich natürlich auch einen dieser Flüsse erkunden. Die Möglichkeiten sind, wie sich das für einen Ferienort gehört, nicht grade wenige. Canyoningen - habe ich schon mal gemacht.
    Rafting - gibt es überall auf der Welt.
    Was ist den dieses HydroJet? Ohne eine wirkliche Vorstellung buche ich. Und es lohnt sich.
    Als ich in der Agentur ankommen tummeln sich 3 Leute da. Bis es los geht hat sich die Anzahl verzehnfacht. Glücklicherweise werden wir aber noch aufgeteilt, da jetzt sowohl ne Rafting- als auch die Hydrojettour startet.
    Mit Bussen fahren wir erstmal zur Base, wo wir mit Neoprenanzügen, Flossen und Helmen ausgestattet werden. Hier sieht man auch wer zum Team Raften und wer zum Team Hydrojet gehört. Bei de Hydrojettern hebe ich den Altersschnitt deutlich, nur eine Mutter ist mit ihrer Tochter dabei.
    Weiter geht's zum Fluss und nachdem wir uns dann komplett eingekleidet haben üben wir erstmal am Rand. Aha, so steuert man also diese Überdimensioniert Schwimmbretter, die ich sonst nur von der Wassergymnastik kenne. 😁

    Nachdem alle gezeigt haben, dass sie die Dinger steuern können und auch wieder rein können (es sind Löcher für die Arme drin) geht es auch schon los. Wobei ich jetzt schon das Amt des Ältesten übernehme, da die Mutter doch lieber auf das Schlauchboot zum Raften umsteigt.

    Mit dem Kopf voraus auf unseren Brettern liegen heißt es dann auch runter den Fluss. In den Flussschnellen kriegen wir auch ganz schön Geschwindigkeit und prallen immer wieder gegen Steine. Gut geschützt durch unsere Neoprenanzüge spürt man aber kaum etwas. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es 6 Schwierigkeitsstufen. Wir gehen heute bis Stufe 3 und die erste Stufe 3 Stelle ist unter einer Brücke entlang. Hier fängt der Spaß erst richtig an. Immer wieder haut es uns von den brettern, aber meistens kommt man auch einfach wieder drauf. Am Schluss wird es dann doch richtig kalt, da der letzte Fluss, der in unseren fließt die Kälte aus den Bergen mit bringt.
    Aber da ist auch schon der Ausstieg in Sicht. Nachdem wir uns umgezogen haben kriegen wir noch ein Softdrink zur Stärkung und ich genieße den wunderbaren Blick über den Fluss.
    Von mir aus gibt's auf jeden Fall ne Empfehlung HydroJet mal aus zu probieren. 👍
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  • Die letzten Tage Pucon

    March 2, 2023 in Chile ⋅ ⛅ 24 °C

    Nachdem ich wieder mal einen Ruhetag im unglaublich chilligen Hostel Chili Kiwi hab, muss noch ein aktiver Tag her. So hab ich mich auf der kleinen Hostelparty für den nächsten Tag mit Franz verabredet. Der kennt durch seine Arbeit in Santiago Gonzalo, der in der Nähe von Pucón wohnt und mit ihm eine Wandung machen will. Zusätzlich kommen noch Tara und Lena mit.
    Also heißt es nach einer nicht allzu langen Nacht um 8 Uhr aufstehen und um 8.45 fertig vor dem Hostel warten. Ich habe es geschafft, auf die Mädels aber dürfen wir warten. Da die zwei genauso spontan wie ich mitkommen, müssen sie vorher auch noch kurz in den Supermarkt und etwas Essbares für den weg besorgen.
    Unser Ziel heute heißt San Sebastian, wie ich auf der Fahrt erfahre. Das ist der höchste Berg im Nationalpark Huerquehe. Glaube ich zumindest😅
    Den Eintritt muss man vorher buchen, glücklicherweise habe ich ja Internet 😁

    Dort angekommen füllen wir erstmal noch die Flaschen auf, was sich als sehr clever herausstellt. Leider müssen wir nach den ersten Metern schon wieder umdrehen, da es unserem Fahrer, Gonzalo, nicht gut geht. Wir versichern ihm, daß wir auch ohne ihn wieder zurück nach Pucón kommen und er gerne fahren kann. Doch er bleibt und macht in der Zwischenzeit einen anderen Track.
    Und wir machen uns auf den Weg nach oben. Erst schön im kühlen Wald kämpfen wir uns ca 400 hm aufwärts. Wie sich herausstellt ist das noch der angenehme Teil. Nach einem kurzen, flachen Stück über ein Feld, an dem uns schon die ersten Eindrücke der Aussicht verzaubern, gelangen wir wieder in den Wald. Was ein Glück, schon auf dem kurzen Stück haben wir gut die Kraft der Sonne gespürt.
    Ab hier wird es noch steiler und anstrengender. Kurz nach unserer Pause höre ich Lena auf einmal hinter mir einen komischen Laut von sich geben. Ich drehe mich um und sie starrt auf den Boden. Ich bin fast in eine handtellergroße, behaarte Spinne getreten. Nach dieser Begegnung sind wir alle etwas vorsichtiger und und entdecken noch eine dieser Spinnen auf unserem Weg hoch.

    Jetzt beginnt der anstrengendste Teil. Wir verlassen wieder den Wald und kämpfen uns in der prallen Sonne über Felsen. Doch oben angekommen verfliegt die Müdigkeit und wir alle haben ein Grinsen im Gesicht. Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und genießen unseren Erfolg und unser Essen.

    Natürlich muss auch noch ein Fotoshooting gemacht werden, bei dem ich mich allerdings raushalte. Beim Foto an der Gipfelfahne bin ich jedoch gerne dabei.
    Der Weg runter geht zwar deutlich schneller, fühlt sich für mich aber nicht weniger anstrengend an. Und so passiert es am Ende, ich Knicke um. Ein Glück ist keine weitere Wanderung morgen geplant.
    Am Auto angekommen warten wir noch etwas auf Gonzalo, der seine Wanderung auch genossen hat.
    Wieder in Pucón springen wir erstmal in den See, um uns von den Schmerzen, der Anstrengung und der Müdigkeit zu befreien. Nach einer kurzen Dusche gehen wir dann am Strand in eine kleine Bude und laden Gonzalo auf ein Empenada und einen Kuchen ein.
    Hatte ich schon erwähnt, was empenadas sind? Mit allem möglichen gefüllte Teigtaschen, die super lecker entweder im Ofen gebacken oder fritiert werden und super geil schmecken. Die gibt's hier an jeder Ecke 😁

    Nach der Verabschiedung von Gonzalo falle ich aber auch nur noch glücklich ins bett.

    Am nächsten Tag ist dann Sachen packen und auschecken angesagt. Ich genieße danach noch zwei Kaffee in meinem Lieblingscafe hier, dem budahouse. Hinten dran gibt's hier auch ne boulderhalle 😅
    Um die Zeit zu vertreiben lese ich am Strand und merke immer mehr, dass ich Pucón doch eigentlich gar nicht verlassen will. Doch nach einem Radler und nochmals einem Empenada zum Abschied am See hole ich meine Sachen und die Verabschiedung wird größer als geplant. Ich wollte mich unauffällig rausschleichen, doch mich erwischen Paula, die Hostelmanagerin und ihre Schwester. Paula sagt, dass ich unbedingt mit Marion, wenn sie mich hier besuchen kommt, zurück kommen soll. Leider geht das nicht.

    Jetzt sitze ich aber im Bus, so wie ich gehört habe, zum nächsten schönen Ort. Ebenfalls am See gelegen und umgeben von Vulkanen liegt das Örtchen Puerto Varas. Es ist nur noch kurz vor Puerto Montt entfernt, von wo aus ich dann weiter Richtung meinem ersten großen Ziel fliege. Dem Torres del Paine Nationalpark.
    Ich freu mich darauf 😊
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  • Man beachte die Adler im Stadtlogo.
    Und natürlich gibt's auch deutsches Essen. 😅Aber die Aussicht ist Beeindruckend.Etwas Kunst darf auch nicht fehlen.Das sind also die so angepriesenen Salto Petrohue.Okay, sieht doch ganz cool aus.Und auch die Umgebung im Regenwald ist ganz cool.Das sieht mystisch aus. Oder es kommt einfach en wedda.😁Ganz ohne Regen ist der Blick von Frutillar aber doch sehr schön.Und das Touri- Herz wird auch erfüllt 😍Doch ich suche mir lieber abseits ein Plätzchen.Die klassische Musik ist hier auch bildlich zu sehen.Aber noch mehr die deutsche Hochkultur.Und an vielen Häusern finden sich deutsche Namen oder deutsche Schriftzüge.

    Puerto Varas und Umgebung

    March 4, 2023 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Jetzt geht es also erstmal nach Puerto Varas. Spät abends komme ich mit dem Bus an und weiß dank GoogelMaps, dass ich noch ca. 40 Minuten laufen darf. Leider hat mein Koffer noch dazu eine Rolle verloren, weswegen das Ziehen immer umständlicher wird.
    Das erste, was ich dick an einer Wand sehe: Club alemán. Kein Wunder, da dieser Ort hier von deutschen Einwanderern gegründet wurde.
    Und das prägt auch die ganze Umgebung.

    Weiter geht's zum See. In der Nacht sieht er endlos aus. Doch heute abend will ich nur noch ins Bett.

    Frisch ausgeschlafen erkunde ich dann nochmal die Stadt. Auch hier ist es sehr touristisch, es gibt viele Outdoorläden, Restaurants, ein Casino und na klar auch ne bombastische Aussicht inklusive Vulkan.

    Auf einem kleinen Hügel angekommen lässt sich diese noch besser genießen. Aber mir ist es hier im Vergleich zu Pucón einfach zu groß.

    Am nächsten Tag entscheide ich mich dazu, noch mal etwas zu entspannen. Ich habe ja genug Zeit hier. Außerdem ist Franz gestern zufällig im gleichen Hostel gelandet. Wie auch einer der Chilenen, die ich in Pucón kennen lernen durfte.

    Franz und ich entscheiden uns dann die Salto de Petrohue am nächsten Tag zu bestaunen und fahren mit dem Bus dort hin. Für den ganzen Tag ist Regen angesagt. Es regnet zwar nicht, aber mit dem wolkenbedekten Himmel sind die Wasserfälle nicht so beeindruckend. Und wir hatten uns eigentlich auf eine Wanderung eingestellt, aber der Bus lässt uns direkt am Eingang raus und mit den anderen Wegen dort sind wir nur knapp 45 Minuten beschäftigt.

    Wieder im Bus geht's noch ein Stück weiter zu dem gleichnamigen Ort. Dieser liegt am Lago todos los Santos. Im Sommer muss hier einiges los sein, aber der Ort entpuppt sich mehr als Hafen mit einem Kiosk, einem Hotel und einem Menschenleeren Strand. Mir gefällt der Spaziergang am Strand gut, auch wenn man die Berge und den Vulkan durch die Wolken nicht sieht. Aber diese lassen es dafür etwas mystisch erscheinen.

    Auf dem Rückweg gehen wir noch zur Laguna Verde, aber auch diese haut uns nicht von den Socken und als wir in wieder in Puerto Varas ankommen, ist der vorhergesagte Regen auch schon da. Also ab zurück ins Hostel und etwas Haushalten.

    Franz fliegt dann heute schon weiter nach puerto natales, ich nehme den Bus diesmal in die andere Richtung den Lago Llanquihue entlang. Der See ist der zweitgrößte in Chile, größer als der Bodensee.
    Ich fahre zum Örtchen Frutillar. Hier ist der deutsche Einfluss noch mehr zu spüren. Aber als erstes muss ich über den See den Vulkan vom Steg aus bestaunen. Nach zehn Minuten einfach nur schauen entscheide ich mich den Strand lang zu gehen. Hier in Frutillar- Bajo, dem unteren Teil der Stadt gibt es auch nicht sehr viel mehr.

    So schlender ich erst den offiziellen Strand lang und gehe dann noch weiter bis ich ganz alleine für mich bin und die Ruhe, den See und den Vulkan genießen kann.

    In die andere Richtung erblicke ich von hier aus auch nochmal besser das wohl größte Gebäude hier, das zum Teil über den See gebaut ist. Es ist die Konzert- und Baletthalle hier und auf dem Weg dahin fallen mir am Strand auch immer wieder Statuen von Instrumenten auf. Auf der Harfe entdecke ich leider auch noch das Nestlé Emblem. Aber gut. So ist das halt leider🙈

    Morgen geht's dann nochmal ein Stück weiter weg, ich hoffe drauf im Sinne dieser App hier Pinguine zu sehen.
    Ich werde berichten 😉
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  • Chiloe und Pinguine

    March 8, 2023 in Chile

    Heute halte ich mich kurz mit meinem Bericht.
    Die Insel chiloe ist bestimmt schön, wenn man ein eigenes Fahrzeug zur Verfügung hat. Die Stadt Ancud, in die ich mit dem Bus gefahren bin ist nicht wirklich interessant. Dafür kann man von hier aus zum Pinguine schauen. Wieder in einen dieser kleinen Busse und ne dreiviertel Stunde fahren. Dort dann ab ins Boot. Ich muss leider sagen, das meine Handykamra für solche Aufnahmen nicht geeignet ist. Naja, vielleicht erkennt ihr ja die Pinguine.Read more

  • Puerto Natales - das Tor zur Wildniss

    March 10, 2023 in Chile

    Weiter geht es mit meiner Reise. Ich will von puerto montt aus nach puerto natales fliegen. Ganz schön viele puertos hier🙈
    Ich will etwas Geld sparen und nehme mir vor mit dem Bus zum Flughafen zu fahren. Hier in puerto Varas kenne ich die Busse inzwischen. Zu Stoßzeiten ist es wie in Deutschland. Sie brauchen deutlich länger und sitzen kann man vergessen. Nur zu spät kommen können sie nicht, denn so etwas wie einen Plan gibt es nicht. Zumindest habe ich noch keinen gefunden.

    Deswegen bin ich auch 5 Stunden vor meinem Abflug an der Bushaltestelle. Wobei das gar nicht nötig ist, man kann den Bus überall anhalten.
    Das frühe losfahren lohnt sich aus zwei Gründen. Ersten fährt der erste Bus nur bis puerto montt, ab da weiß ich nicht, welchen Bus ich weiter nehmen kann. Und zweitens gibt's nen großen Stau nach einem schlimmen Unfall auf dem Highway. Es klappt aber sonst alles und den Flug verschlafe ich zum größten Teil.

    Am Flughafen von puerto montt habe ich Marion schon gesagt, dass der Flughafen süß ist. In puerto natales muss ich dann schmunzeln. Wenn hier ein Flugzeug steht, ist der Flughafen voll😁
    Schon beim aussteigen werden hier die ersten Bilder geschossen. Und das nicht ohne Grund. Die umliegenden Berge sind einfach fantastisch.

    Auch aus Geldgründen habe ich mich entschieden in puerto natales auf einem "Campingplatz" zu schlafen. Es stellt sich als Garten von Nicole raus und liegt ziemlich nah am stadtzentrum. Nicole zeigt mir alles, ich baue mein Zelt auf und gehe wieder zu ihr. Sie sagt mir, dass es jetzt durchaus möglich ist, eine der Mehrtageswanderungen noch buchen zu können. Die Saison ist ja vorbei. Also stampfe ich nach meiner ersten kalten Nacht im Zelt zu den offices der beiden Unterkünfte- Betreiber des torres del Paine. Leider muss ich zu beiden und es gibt kein System, in dem man einfach beide Anbieter und auch die Auslastung der Campingplätze sieht.

    Aber ich habe Glück. Bei Vertice sagen sie mir, dass sie mir an dem wichtigsten Campingplatz noch einen Platz freischaufeln können, ich solle mich aber beeilen, bei dem anderen Betreiber so schnell wie möglich die Plätze zu buchen und dann erst bei Ihnen. Die Offices sind zwar in der gleichen Straße, leider aber an unterschiedlichen Enden. Ich hetze mich trotzdem nicht und siehe da, es klappt alles. Also geht's morgen endlich los. 8 Tage wandern. Gletscher, Wind und Wetter trotzen. Eventuell Pumas und sehr wahrscheinlich Guanacos sehen. Den Andenkondoren mit ihrer Flügelspannweite von bis zu 3,2m beim Fliegen zu sehen. Kein Internet. Kaum Möglichkeiten Essen zu kaufen.
    Es wird ein Abenteuer.😊

    Das Schöne an meinem Campingplatz in puerto natales ist übrigens, dass es ne Feuerstelle gibt. Gestern habe ich mich hier mit zwei Japanern und einem Koreanisch/ Taiwanischen Pärchen unterhalten. Und jetzt sitze ich hier und schreibe diesen Text. Nach der Wanderung werde ich zurück kommen hier hin 😌

    P.S. Wie eben schon geschrieben, ich werde die nächsten Tage kein Internet haben. Dementsprechend gibt's auch keine Beiträge und keine Antworten auf WhatsApp 😉
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  • Tag 1: Pferde, Flüsse, Frieren

    March 11, 2023 in Chile ⋅ ☀️ 12 °C

    Früh morgen geht es los. Der Wecker steht auf 5.30 Uhr, der Bus soll um 7.10 Uhr losfahren. Ich baue mein Zelt ab und bin jetzt schon am Frieren 🥶
    Naja, es ist die Vorbereitung.

    Carlos, der Mann von Nicole, ist auch schon wach und bereitet das Frühstück vor. Ich teile mein Zeugs auf. Alles was ich nicht brauche bleibt in Puerto Natales in meinem Koffer. Der Rest in oder an den Backpack.
    Am Busbahnhof ist schon die Hölle los. Mindestens 3 Busse voll fahren von hier aus los zum Nationalpark. Und ich habe das Glück und habe den Sitzplatz neben eine 50 Jährigen Lehrerin, die 6 Jahre in Augustin an der Frida Kahlo Schule war. Was ein Zufall.

    Am Parkeingang angekommen müssen wir erstmal unser Ticket vorzeigen. Oder sagen wir lieber wir können, wer will kann sich easy reinschleichen. Leider ist der Trail von hier aus gesperrt, deswegen müssen wir erst noch einen weiteren Bus nehmen. In der Schlange, die auf die Busse wartet lerne ich Marco und Milena kennen. Ein italienisches Pärchen. Wir starten den Trail zusammen und laufen mit ca 50 anderen heute diese Strecke. Es verteilt sich aber sehr gut und ich bin teilweise außer Sichtweite anderer Menschen.
    Wir haben richtig Glück mit dem Wetter. Die Sonne strahlt und der Wind ist nicht so stark wie erwartet.

    Nach der ersten Stunde kommen wir an den ersten Bach. Ich Fülle meine Flasche auf und kühle mich kurz ab. Zwei Mädels machen hier schon ihre erste Pause. Wir entscheiden zu dritt weiter zu gehen und kurz darauf bleibt Marco stehen und schaut in einen Baum. Ich drehe mich um und genieße mein erstes Wildlife hier im Park. Ein Specht hämmert gegen den Baum.😁

    So geht es immer weiter und umso weiter man in den park kommt, umso beeindruckender wird die Landschaft. Über der nächsten Kuppel sieht man in das erste große Tal, durch das sich ein türkisblauer Fluss schlängelt. Auf der einen Seite Umgeben von Hügeln, auf der anderen von leicht schneebedeckten Bergen und am Horizont sind die Berge gut weiß. Herrlich🤩

    Die Italiener wollen eine Pause machen, doch ich habe mir vorgenommen heute die 4 Stunden ohne große Pause durch zu laufen. Als ich einen der nächsten Flüsse umgeben von Bäumen überquere und aus den Bäumen heraus trete, stehe ich auf einmal vor einer Herde Pferde. Überwältigt von diesem Anblick ist mein erster Gedanke: sind das Wildpferde? Ich vermute leider nicht, trotzdem ein beeindruckendes Erlebnis. Beim vorbeigehen bin ich natürlich trotzdem vorsichtig.

    Es geht weiter durch Steppenähliche Landschaft. Es ist super angenehm zu laufen und hier habe ich gefühlt keine Menschenseele um mich. Ich genieße es einfach nur zu gehen und die Natur zu bewundern.

    Als um mich herum wieder mehr Bäume stehen, treffe ich dann doch schließlich auf Florian und seine japanische Partnerin. Wir quatschen mit einander bis wir an unserem Ziel für heute angekommen sind, dem Camp Seron. Ich baue mein Zelt auf, schnapp mir einen kleinen Snack und meinen Stuhl und laufe noch ein paar hundert Meter weiter zum türkisen Fluss. Kurz darauf entdecken mich aber Marco und Milena und kommen zu mir. Ich ziehe mein Tshirt aus und springe in Badehose in den Eiskalten Fluss. Marco hat keine Badehose.😁

    Kurz darauf kommt auch Florian zu uns und wir quatschen den Nachmittag gemütlich am Fluss und veranstalten ein kleines steineflitschtunier. Gegen Abend gehen wir dann zurück ins Camp zum Kochen. Inzwischen stehen einige Zelte auf dem Platz, aber voll ist er noch lange nicht. Es bleibt glücklicherweise auch so. Es gibt ein großes Zelt mit zwei Bänken zum Kochen. Marco und Milena versuchen ihr Glück draußen im Wind. Florian und seine Partnerin sind am schnellsten fertig. Nach 15 min ist auch mein Reis essbereit. Marco und Milena schaffen es nach ca 1 Stunde dann auch endlich was zu essen. Wir anderen haben dafür eine schöne Show. Als es langsam dunkel wird ziehen sich alle langsam immer mehr an. Wie gesagt, heute ist noch gutes Wetter. Trotzdem frieren wir alle.

    Auf dem weg zum Zelt fällt mir dann der Sternenhimmel auf. Er ist Atemberaubend schön so weit weg von der Zivilisation. Ich habe mal versucht die Sterne fotografisch einzufangen. Wie auch die anderen Bilder lasse ich das hier aber mal unkommentiert. Genießt einfach die Bilder 😁

    Ein Wermutstropfen hat der Tag allerdings. Bisher hat sich noch kein Puma gezeigt 😕
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  • Tag 2: Ein bisschen windig

    March 12, 2023 in Chile ⋅ ☁️ 15 °C

    Da es heute gegen 13:00 Uhr im nächsten Camp regnen soll, entscheide ich mich erneut fürs frühe Aufstehen. Also ist der Wecker wieder auf 5:30 Uhr gestellt. Die Nacht war erstaunlich mild und ich habe nicht gefroren, trotzdem bin ich regelmäßig durch den Wind am Zelt geweckt worden. Aber das passt zur heutigen Etappe, ich muss nämlich über den Pass Viento, den Windpass.

    Das Frühstück wird noch im Dunkeln gemacht, es gibt drei Käsebrote. Ich will meine zwei Laibe Brot so schnell wie möglich essen, da die wohl das Schwerste an Essen sind, was ich dabei habe.

    Den Sonnenaufgang im Rücken geht's dann erstmal am Fluss weiter. Während die Sonne langsam über die Hügel hinter mir wandert, sehen die Wolken vor mir aus als ständen sie in Flammen. Ein Klasse Bild.

    Ich gehe entwas schneller als die Italiener und lasse die zwei dann recht Früh hinter mir.

    Schon nach kurzer Strecke fängt auch schon der kleine Aufstieg zum Pass an. Hier überholt mich dann Florian und seine Partnerin. Für ein paar Stunden sehe ich ab jetzt keine Menschen mehr.

    An einem kleinen See immer weiter den Berg rauf stapfend merke ich gut das Gewicht meines Backpacks. Und am Pass oben angekommen ist der Wind dann so kraftvoll, dass ich fast das Gleichgewicht verliere. Glücklicherweise nur fast.

    Der folgende Pfad hat auch immer etwas Respekt verdient. Links der Berg, rechts geht's steil runter. Ich befürchte, dass wegen des Windes mein Zelt nicht am Backpack hält und ich im schlimmsten Fall hinterherklettern muss. Das bleibt mir aber erspart 😁

    Noch abenteuerlicher wird dann wieder der Abstieg. Immer wieder hin und her geweht muss man ein kurzes Stück eine Art Gratwanderung bestehen. Okay, mann hat schon ein bisschen Platz, aber mehr wäre hier nicht schlecht 😅

    Und das positive daran: dem majestätischen Gletscher, den man von hier aus sieht, kommt man immer näher.

    Bald passiert man aber erstmal eine kleine Basis der Ranger hier im Park. Wichtiger ist aber, dass es hier Bänke für ne kleine pause und nen Bach zum Flasche auffüllen gibt. Und zwei gute Nachrichten: der Wetterbericht sagt jetzt doch keinen Regen mehr an und der Rest des Weges hat keine großen Anstiege mehr. Was nicht heißt, dass es nicht schön ist. Der Pfad führt durch ein großes Tal mit immer wieder bewaldeten Abschnitten, kleinen Bächen und Stegen zum drauf laufen. Im Hintergrund wächst der zwischen zwei Bergern hindurchspinkstende Gletscher immer weiter an. Ich kann nicht sagen wo der Gletscher aufhört und die Wolken anfangen.

    Hier mache ich im Schatten eines Baumes eine kleine Pause, baue meinen Stuhl auf, esse was und lese ein bisschen. Und beinahe schlafe ich auch ein😴 in dem Wissen, dass nur nich 5 km fehlen mache ich mich dann aber doch vor dem Nickerchen auf den weg und nach dem letzten kleinen Anstieg liegt auf einmal der Lago Ducksen vor mir und dazu auch das Refugio.

    Die nächste gute Nachricht bekomme ich dann im camp: es gibt warme Duschen. Also Zelt aufbauen, Sachen rein und ab unter die Dusche.

    Morgen geht es dann frisch weiter🙂
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  • Tag 3: Von Grün zu Blau zu Grün

    March 14, 2023 in Chile ⋅ ⛅ 2 °C

    Okay, heute wird es entspannt. 12 km und ca. 400 hm. Also schlafe ich aus und werde erst um 7.30 Uhr wach. Ganz entspannt mache ich mir im herumgewühle im Refugio meine Brote. Heute will ich mein zweites Laib Brot essen, damit mein Gepäck endlich komplett in meinen Rucksack passt😁 ein bisschen verwirrt mache ich mich dann auf den weg. Äh, ne, nochmal umdrehen. Fast hätte ich mein Handy beim Laden vergessen🙈

    Da es diesmal auch für mich etwas später losgeht, bin ich etwas mehr unter Menschen. Schon am Anfang überhole ich ne Gruppe von 5. Natürlich begegnen wir uns immer wieder.
    Davon ausgehend, dass heute eine ruhige Wanderung ansteht bin ich dann aber von der Steigung anfangs doch überrascht 😮‍💨 also heißt es Pulli ausziehen und kurz nochmal den Blick auf den Lago Gray ruhen lassen.

    Dann heißt es durch den Wald spazieren. Manchmal auf sehr matschigen Untergründen, manchmal auf festem Waldboden. Immer begleitet vom Rauschen des nahen Flusses. Langsam wird das Rauschen immer lauter und schnell sieht man auch die Ursache dafür. Mitten im Wald kommt ein kraftvoller Wasserfall. Doch noch entscheide ich mich nicht für eine Pause, sondern wandere ein paar hundert Meter weiter und dann vom Weg ein bisschen weg zurück an den Fluss für ne kleine pause im Paradies.

    Nach ein paar Nüssen und einem Apfel und viel Genuss geht es weiter. Das Grün ändert plötzlich in ein deutlich helleres, als man einen anderen Teil des Waldes betritt. Viel mehr kleine Bäume und hellere Rinde. Kurz darauf durchbricht man die Waldgrenze und betritt eine Fläche aus mal größeren, mal kleineren Steinen.
    Beim Blick in die Ferne sieht man warum. Das Tal, durch das ich heute wandern darf ist durch einen Gletscher entstanden. Dieser trohnt über mir und hat die Felsen unter mir vor Jahrzehnten (?) zermalen. Immer wieder gibt es neue, fantastische Ausblicke auf den Gletscher. Ich weiß nicht, wo ich hier Pause machen will.

    Ich entscheide mich für zwei spots. Beide liegen wieder ein bisschen abseits des Weges, lohnen sich aber. Der zweite ist auch der Lookout, der empfohlen wird. Hier sitze ich ne halbe Stunde völlig alleine.

    Es sind keine 2 km mehr zum Camp, aber dieses liegt wieder im Wald. Von Moosbewachsenen Bäumen umgeben stehen hier die Zelte. Es fängt glücklicherweise erst an zu regnen, als mein Zelt steht😁
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  • Tag 4: Ein richtiges Abenteuer

    March 14, 2023 in Chile ⋅ ☀️ 3 °C

    Heute steht die härteste Tour an. Es sind zwar nur 19 km und 600 hm, aber es geht über den Paso Grey.

    Da es gestern den ganzen Abend und die ganze Nacht durch geregnet hat, sind wir alle durchnässt. Später werde ich noch von Florian und seiner Partnerin erfahren, dass sie in der Nacht das Zelt wechseln mussten, weil ihres überschwemmt wurde.
    Auch bei mir im Zelt ist es dreckig und nass geworden und beim abbauen am Morgen im Regen ist dann alle Hoffnung verloren und auch mein Innenzelt ist völlig nass. Aber meckern bringt nichts und deshalb wird erstmal losmaschiert. Mal schauen was der Tag so bringt.

    Erstmal natürlich durch den Wald nach oben kämpfen. Hier merke ich schon ein bisschen von dem, was heute auf mich zu kommt. Alles ist matschig und mit meinen Barfußschuhen rutsche ich häufig aus. Aber hier schaffe ich es noch, halbwegs sauber zu bleiben. Der Wald lichtet sich das erste Mal und ich erhasche einen Blick auf die folgenden Höhenmeter. Es geht auf Steinen, durch Flüsse und durch Schnee immer weiter rauf.

    Erst macht es mir echt noch Spaß und hoch bin ich schneller als die meisten und überhole. Durch den Fluss hier. Da ein bisschen die Steine hochklettern. Und dann fängt es an zu schneien. Meine Handschuhe sind schon völlig durchnässt und Ich mache den Fehler sie so anzuziehen. Am Pass angekommen sind meine Finger zu Eiszapfen erstarrt und ich versuche sie durch Bewegung etwas zum Leben zu erwecken. An dem Punkt muss ich echt mit mir kämpfen und meine Willenskraft unter Beweis stellen. Ich war kurz davor dies als meine letzte Etappe auszurufen. Ich kann es also leider nicht wirklich genießen hier, zumal die Aussicht eh durch Wolken verdeckt ist.

    Milena und Marco holen mich auf dem ersten Stück runter wieder ein und Milena macht sich sorgen um mich wegen meiner Schuhe. Zu Stärkung kriege ich einen Schluck warmen Tee, der in diesem Moment echt Gold wert ist.

    Doch jetzt beginnt erst der wirklich harte Teil. Mit einem sehr starken Gefälle geht es runter und wieder ins Gehölz. Wie schon erwähnt ist alles voller Matsch und der Abstieg zerrt nicht nur an der Willenskraft. Auch die Kleidung muss leiden und ich rutsche 3 mal gut ein Stück den Matsch runter. Ich wünsche mir zum ersten mal wirklich bessere Ausrüstung.

    Als ich den ersten Blick auf das Patagonische Eisfeld, hier den Greygletscher, erblicke, sind die Gedanken allerdings ganz schnell wie weggeblasen. Seht euch selbst die unglaublichen Bilder an.

    Die Hängebrücken, die nun Folgen, sind aber auch nicht ohne. Es hat zwar aufgehört zu regnen/ schneien, aber bei dem ständigen Wind hier ist es trotzdem ganz schön wackelig.

    Und immer wieder dieser Gletscher von oben.

    Den Rest des Weges wird es aber dann entspannt und es kommen ab hier auch immer mehr Wanderer entgegen, die den W- Track machen oder gemacht haben.

    Am Campingplatz angekommen baue ich mein Zelt nur halb auf. Durch den Wind kann es super von innen trocknen. Dann wird aber erstmal die warme Dusche genossen und gleichzeitig die Klamotten ein bisschen gewaschen.

    Den Abend verbringen viele, die den O Track zusammen machen in der "Küche". Ab hier sind nämlich die Ziele ganz unterschiedlich. Manche sind schon komplett fertig und fahren morgen mit dem Schiff Richtung Zivilisation. Andere machen jetzt das O voll oder wie ich hängen noch den W Track hinten dran und dann auf den unterschiedlichen Campingplätzen hier.

    Aber ab jetzt soll es angeblich deutlich einfacher werden 🙂
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  • Tag 5 und 6: kurzer Weg, lange Pause

    March 15, 2023 in Chile ⋅ ☁️ 9 °C

    Glücklicherweise steht nach dem anstrengenden Tag gestern heute nur eine kurze Strecke von 11 km an. Ich stehe spät auf, packe entspannt meine Sachen und bin trotzdem nicht später dran als die meisten. Bevor es Richtung Camp Torres geht, gehe ich aber erst noch ca 10 Minuten zurück an den Strand hier und genieße den Ausblick auf den Gletscher. Und frage nach, wie lange denn ne kanutour inklusive Gletscherwanderung dauert. Leider zu lange für mich 😒

    Es ist aber wahrscheinlich besser so, weil schon auf der kurzen Strecke heute merke ich meinen ganzen Körper. Trotz des schönen Tals um mich herum und die Berge ist mein Ziel heute nur eins: beim Camp torres ankommen. Ich fasse mich kurz und lasse die Bilder wieder sprechen.

    Als ich das Zelt aufgebaut habe steht für mich auch die Entscheidung fest. Ich werde morgen einen Pausentag einlegen und auf den einen Teil des W verzichten. Es ist die bessere Entscheidung, sonst wäre ich nur nass geworden.
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  • Tag 7: Das Ende des O

    March 17, 2023 in Chile

    Der Tag Pause tat mir richtig gut. Vorallem weil Kilometermäßig heute die längste Strecke ansteht. 25 km. Naja, Schritt für Schritt anfangen. Und nochmal den Blick über den See genießen.

    Dann kommt das erste mal eine nicht gut ausgeschilderte Abzweigung. Bevor es wieder in die touristischeren Gebiete ging, brauchte man das eh nicht - es gab nur einen Weg. Doch jetzt gibt es Abzweigungen in die Täler und da meine Karte nicht mehr zu gebrauchen ist, warte ich kurz. Keine Minute kommt mir ne Gruppe entgegen und sagt mir, welcher der richtige Weg ist. Also weiter durch die Steppe.

    Bis zum ersten Camp passiert nicht viel, trotz dass die Anblicke auf die Berge sich immer wieder ändern. Doch zum nächsten Camp hab ich dann plötzlich Meer- Gefühl. Bereits von oben ist der See traumhaft türkisblau. Doch dann geht es auch noch runter bis zum Strand und mit den Wellen kann man hier wirklich vermuten, am Meer zu sein.

    Beim nächsten Camp sehe ich das erste mal Zelte auf Stelzen. Wie Dachzelte sind die hier aufgestellt, da es kaum grade Flächen im Wald gibt. Drunter hängen Klamotten und Handtücher zum trocknen. Genial😁

    Immer wieder geht es vom Wald an den See, doch langsam lichtet sich der Wald und ich bin wieder in dieser Steppenlandschaft, die ich von meinem ersten Tag der Wanderung wiedererkenne. Weit ist es nicht mehr ins Camp Central.

    Hier treffe ich dann neben Milena und Marco auf ein brasilianisch/ argentinisches Pärchen, die uns am Abend noch mit einem kleinen Konzert beglücken. Sie spielt Querflöte, er Gitarre. So lässt sich der Abend genießen.
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  • Tag 8: Die Torres del Paine

    March 18, 2023 in Chile ⋅ ☀️ 8 °C

    Okay, eine Wanderung steht noch bevor. Die anderen wollen zum Sonnenaufgang bei den Torres sein, ich entscheide mich aber für die entspanntere Variante und stehe erst später auf. Auch so ist es noch kalt genug. Mein Frühstück besteht aus 2 Müsliriegeln und einer Möhre. Für heute ist eh nicht mehr viel zum snacken in meinem Essensbeutel.

    Die meisten, die nur einen Tagestrip zu den Torres machen, kommen so gegen 10.00 Uhr an. Ich will aber vor der Masse da sein und starte deshalb um 8.30 Uhr. Wieder geht es durch die Steppenlandschaft, doch schon bald biege ich in das Tal, das mich zum Wohl bekanntesten Touristenziel in Chile führt.

    Für die Sohle meines Schuhs, die sich leider gestern zum Teil dazu entschieden hat, abzugehen, finde ich noch etwas Panzertape und kann sie flicken. Aber nach heute ist die einzige Wanderung, die diese Schuhe noch machen werden, die in die Mülltonne.

    Und dann geht's wieder bergauf. Auch heute muss ich ziemlich mit mir kämpfen und nicht selten kommt mir der Gedanke in den Kopf, dass ich doch umdrehen sollte. Aber nein, immer weiter geht's rauf. Dann nochmal die Flasche am Fluss aufgefüllt, bevor es dann wieder über die Steine nach oben geht.

    Das letzte Stück ist dann das anstrengendste. Alleine hier mache ich innerhalb 1,5 Stunden drei Pausen.
    Doch die Torres blitzen immer wieder auf und motivieren mich, weiter zu gehen.

    Und dann plötzlich denke ich, ich bin in eine Postkarte getreten. Im schönsten Sonnenlicht stehen die drei Türme vor mir, mit dem kleinen See davor. Ich setze mich auf einen großen Brocken und genieße nur.

    Der Weg runter wird dann erstmal sehr entspannt. Während dich die Massen hoch kämpfen, springe ich schon fast über die Steine runter. Ich bin wieder voller Energie.

    Leider löst sich dann auf dem Rückweg das Tape wieder von meinem Schuh, aber auch das ist mir egal😁
    Bei dem Camp auf der Hälfte des Weges mache ich noch mal eine Pause und Sonne mich.

    Und dann ist es geschafft: 8 Tage, davon 7 Wandernd. Natur, wie es sie wohl nur ganz selten woanders gibt. Und dann zum Abschluss diese einzigartigen Torres mit Postkartenmotiv. Es hat sich gelohnt, egal wie anstrengend es war😊

    Am nächsten Tag passiert es dann, zwar kein Puma, dafür aber ein Guanaco. Die wilde Form der Lamas. Keine 30 Meter entfernt 😍
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  • El Calafate - Gletschern und Flamingos

    March 21, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 14 °C

    Entgegen meines anfänglichen Plans fahre ich doch nach Argentinien. So viele haben geschwärmt.

    Also wieder in den Bus. Ein Schweizer sitzt neben mir und wir quatschen über dieses und jenes. So geht die Zeit super schnell um. Auch die Grenzüberquerung klappt ohne Probleme, obwohl wir beide unsere Einreisebestätugung aus Chile verloren haben.

    El Chalten ist - für Touristen - eine Straße mit allen Bars, Agenturen und Restaurants. Kulinarisch ist es für Vegetarier aber doch etwas schwierig, in vielen Fenstern sieht man die Schweine über den Feuern braten. Ich muss mich meistens mit Pommes oder Pizza zufrieden geben.

    Hier in Argentinien kann man als Tourist ganz günstig leben. Das liegt an der enormen Inflation und der Tatsache, daß es zwei Wechselkurse gibt. Wer mehr zu den Hintergründen wissen will, kann selber Googeln😜
    Auf jeden fall führt das dazu, dass sich an Wechselstuben der Western Union häufig schlangen bilden. Auch mich hats erwischt und ich darf 2 Stunden warten, bis ich Geld bekomme.😁

    Besonders bekannt ist in el Chalten der Gletscher Perito Moreno. Hier werden Touristenmassen hingekarrt. Man kann mit dem Schiff dran fahren oder mehreren Routen über den Metallsteg laufen.

    Als ich diesen Steg betrete und den ersten Infopoint begutachte höre ich ein respekteinflösendes Knacken, gefolgt von Rauschen. Ich renne los um mir das Spektakel an zu schauen, sehe aber nur noch die Wellen, die das abgebrochene Eis im See hinterlassen. Trotzdem ist diese Eiswand hier vor mir beeindruckend. Man sieht zwar nicht so weit auf das Eisfeld wie bei der Wandrung im Torres del Paine (es ist übrigens das selbe Eisfeld) aber dafür ist die Front des Gletschers größer. Bis zu 70 Meter hoch ragt sie aus dem See.

    Die Eisbrocken im See haben Teilweise auch das leuchtende Blau das man so von Bildern kennt😉

    Ich wandere also so über diesen Steg, diesmal in Begleitung eines Engländers. Und natürlich treffe ich auch hier wieder Bekannte 😅 diesmal zwei Amimädels vom O- Track.

    Am nächsten Tag entscheide ich mich für einen Spaziergang am See, an dem El Calafate gelegen ist. Auf vielen Werbeschildern der Agenturen habe ich bereits gesehen, dass es hier wohl auch Flamingos geben soll. Und Tatsache, im See stehen ein paar. Vorgelagert am See ist die Laguna Nimez. Ein Traum für Vogelbeobachter. Neben den Flamingos flattert hier alles durch die Gegend und die Kameraausrüsrungen, die hier rumgeschleppt werden sind enorm.

    Ich spaziere nur entspannt hindurch und muss mich mot handyfotos zufrieden geben. Darüber bin ich aber auch ganz froh, auch wenn die Flamingos auf den Fotos nicht gut zu erkennen sind😅

    Das nächste Ziel ist jetzt Bariloche. 26 Stunden Busfahrt stehen mir bevor. Wenigstens habe ich noch nen Platz im Bus ergattert.
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  • Bariloche Part 1

    March 29, 2023 in Argentina ⋅ ⛅ 9 °C

    Okay, geplant waren 26 Stunden. Gebraucht haben wir 30. Dafü gab's nen Platten Reifen und ne Polizeikontrolle auf dem Weg🤙

    Naja als ich dann abends ankomme, entscheide ich mich doch fürn Taxi zum Hostel. Auf 45 Minuten laufen kann ich verzichten. Der Taxifahrer zeigt mir auf dem Weg auch gleich seine Lieblingsbar😁 aber wir halten nicht.

    Wieder will ich Bariloche als erstes zu Fuß erkunden. Leider habe ich nicht damit gerechnet, dass heute Sonntag ist und deswegen zum Beispiel die Läden meines Handynetztbetreibers geschlossen haben. Naja, so genieße ich halt nur den wunderschönen See und die Tourimeilen Inklusive den im Stile Schweizer Berghütten gehaltenen Touristinformationszentrum. Ja, hier ist der Schweizer Einfluss doch zu spüren. Unter anderem auch an den Unmengen an Schokolade, die man hier kaufen kann.

    Bariloche gilt als Abenteuerparadies und ist der wohl einer der beliebtesten Urlaubsorte in Argentinien.
    Eines der größten Skigebiete Südamerikas liegt hier am Cerro Catedral. Dementsprechend auch viele schöne Wanderungen. Leider muss ich darauf aber verzichten, da es mich etwas umgehauen hat. So bleibe ich 2 1/2 Tage quasi nur im Hostel. An dem letzten halben Tag muss ich aber doch etwas machen und mein Körper lässt mich auch.

    Ich entscheide mich für eine kleine Wanderung zu den Wasserfällen der Kobolde. Das Busnetz in Bariloche ist Verhältnismäßig gut ausgebaut. Also ab zum Lago Guiterez. Die ganze Zeit den Blick in die Berge.
    Angekommen freue ich mich erstmal wieder darüber, das hier die Tiere frei rumlaufen. Pferde am Straßenrand, Schaafe am Seeufer.

    Etwas neidisch werde ich auf die Menschen, die hier Leben, als ich mich auf den Weg Richtung Wasserfälle mache. Der Blick, die Ruhe, trotzdem nah an einer größeren Stadt. Das kann schon was. Vor einem Haus, das auch als kleines Café dient werde ich dann von einer Gefährlichen Bestie angefallen und muss erstmal streicheln. Auf dem Rückweg, als ich mich in das Café setzte, erfahre ich dann, dass die Bestie Sofia heißt. Der Kaffee und Kuchen schmecken herrlich🥰

    Aber tatsächlich sehe ich hier auch wieder ein wildes Tier. Völlig verdattert stehe ich am Parkplatz vor dem kleinen Nationalpark hier und vor mir auf der Straße steht ein Andenfuchs🤩

    Nach der Überraschung fliege ich quasi bis zu den Wasserfällen. Okay, es ist auch nicht mehr weit🙈 Die Wasserfälle sind schön, aber leider schreien die Kinder der Schulklasse hier rum ohne Ende. Deswegen und weil ich mich gut fühle, entscheide ich mich dann doch noch bis zum Aussichtspunkt hoch zu gehen. Doch komme ich oben total aus der Puste und verschwitzt an. Ganz fit bin ich doch noch nicht😅
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  • Bariloche - Circuito Chico mit dem Rad

    March 30, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 9 °C

    Trotz meiner fehlenden Fitness grade will ich doch noch etwas aktives in Bariloche machen. Es bietet sich ja doch sehr an hier. Und ein Highlight ist der Circuito Chico. Ein Rundweg um mehrere kleine Seen. Der eigentliche Weg ist 27 km lang. Aber ein Abstecher in die Colonia Suiza bringt noch mal knapp 5 km extra mit sich.

    Die wohl beliebteste Art hier die Natur zu erleben, ist mit dem Fahrrad. Direkt am Anfang des Circuits ist natürlich auch passenderweise ein Fahrradverleih, die in Sachen Organisation sehr gut aufgestellt sind. Man wird begrüßt und kriegt die Strecke erklärt, dann wird man für den bürokratischen Teil weiter geleitet zur nächsten Person. Den Helm erhält man bei Station 3 und als letztes wird dann noch beim nächsten das Fahrrad eingestellt und getestet. Sehr effizient 👍

    Der komplette Circuito ist asphaltiert, mit Ausnahme des Abstechers zur Colonia Suiza. Das macht das Fahren sehr angenehm. Und schon bei der ersten Brücke, zu der man keine 5 Minuten braucht, steigen die meisten schon wieder vom Fahrrad und machen Bilder. Ich verstehe warum😁

    Dann kommt auch schon der Abstecher. Die Colonia Suiza ist ein kleines Dorf das nur vom Tourismus lebt und ja, mit den Bergen hier drum kann man sich wirklich vorstellen in der Schweiz zu sein.

    Aber ich will nicht zu lange verweilen und fahre die Gravelroad zurück zum eigentlichen Track. Denn hier kommt bald schon der nächste Höhepunkt, im wahrsten Sinne des Wortes. Der Aussichtspunkt, über den man über die Seen schauen kann😍

    Ein weiterer Grund, warum Leute zum Circuito Chico fahren, sind die Brauereien hier. Ich entscheide mich hier für die Brauerei Patagonia und verspeise neben meinem Bier die besten Pommes, die ich in Südamerika bis her gegessen habe. Sehr zu empfehlen 👍

    Auch wenn die Abfahrten immer wieder sehr viel Spaß machen, sind die Steigungen für mich doch immer noch anstrengend 🥵 aber das ist nicht der Grund, warum ich gefühlt jeden Kilometer stehenbleibe. Die Ausblicke verändern sich so schnell und ich will jeden genießen.

    Glücklich und müde sitze ich nach einem schönen Halbtagesausflug im Bus. Doch die Vorfreude steigt auch schon wieder. Morgen geht's weiter auf 2 Rädern, aber diesmal motorisiert. 🏍
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  • Los 7 Lagos mit dem Motorrad

    March 31, 2023 in Argentina ⋅ ☁️ 13 °C

    Heutiges Ziel ist San Martin de los Andes. Und wie schon erwähnt mache ich die Ruta 40 - Los siete Lagos mit dem Motorrad.

    Ich fasse mich kurz: 380 km wunderschönster Strecke. Seht selbst!

  • Mendoza und der Aconcagua

    April 3, 2023 in Argentina ⋅ ☀️ 18 °C

    Ein weiteres Ziel auf meinen Reise ist es den Aconcagua zu sehen. Mit seinen fast 7000m Höhe der höchste Berg außerhalb Asiens.

    Die erste Herausforderung bestand darin, den Eintritt für den Nationalpark dort zu buchen. Leider sind die Websiten hier ja nicht ganz so übersichtlich aber nach einigem Gesuche habe ich es dann doch geschafft. Und meine Reservierung per Mail erhalten. Nur bezahlt hatte ich noch nicht.

    In der naiven Annahme das würde ja auch sicher vor Ort einfach gehen, fahre ich dann um 5.55 Uhr los. Bis zum Park sind es nämlich nochmal gut 4 Stunden Fahrt. Dort angekommen stellt sich dann heraus: nein, es ist nicht möglich vor Ort zu zahlen. Zumindest nicht bei den Rangern.

    Das bezahlen läuft über pagofacil. Man kann über Barcodes Rechnungen einfach in angemeldeten Shops oder im Internet mit Kreditkarte bezahlen. Leider akzeptiert pagofacil sowohl meine als auch die Kreditkarten der anderen, die es so versucht haben nicht. Deshalb durften wir, die noch nicht bezahlt hatten, dann warten bis jemand mit der App kommt. Also 40 Minuten rumstehen.

    Aber dann geht's endlich los. Erstmal noch auf einer normalen Straße. Hier macht sich die Höhe echt schon bemerkbar. Nicht nur ich war außer Atem.

    Als dann der richtige Nationalpark anfing, war das Atemproblem auch schnell überstanden. Den Aconcagua vor mir gehe ich immer weiter durch das Tal und bestaune die Ausblicke. Nach einer Hängebrücke wird der Pfad immer wilder und kleiner. Einmal muss ich sogar eine kleine Kletterpartie einlegen. Und umso weiter ich richtung Basecamp komme, umso mehr verschwindet der Grund, warum ich hier bin aus meinem Blickfeld. Und tatsächlich. Vom Camp direkt aus kann man den Aconcagua gar nicht sehen.
    Dafür einen anderen Gipfel mit seinen mindestens 5 verschiedenen Farben.

    Im Camp muss ich wieder meine Reservierung vorzeigen und dann wird auch erklärt, dass man den Giganten nur vom Lookout sehen kann. Also nochmal ein paar Höhenmeter rauf und da ist er. So hoch scheint er gar nicht zu sein. Aber er hat ja doch immer noch über 2000hm mehr. Als ich mir das klar mache, staune ich nochmal.

    Der Weg runter ist meines Erachtens der schönere, auch wenn mich am Ende die Müdigkeit übermannt. Den Blick die ganze Zeit ins Tal gerichtet mit gleich mehreren Andencondoren über mir. Sehr schön 😊

    Wieder zurück in Mendoza falle ich dann auch nur noch ins Bett. Aber ja, Mendoza. Eine große Stadt. Aber sie gefällt mir sehr gut. Neben vielen kleinen Parks gibt es einen zentralen, um den sich sehr viel abspielt. Es gibt eine Party- und eine Restaurantmeile. Beide nutze ich zwar nicht, aber ich schlender hindurch. Was wirklich schön an der Stadt ist, ist der gigantische und gut gepflegte Park am Rand. Egal ob rumliegen und chillen, Sport machen oder an einer der unzähligen Buden was essen. Nicht nur die Studenten nutzen dieses Angebot.

    Um mal wieder ein bisschen zu entspannen, was hier in Südamerika ja viel zu wenig passiert für mich 😉 fahre ich noch einen Tag in die Thermen hier. Echt entspannend😁👍
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  • Die colonialstadt Salta

    April 9, 2023 in Argentina

    Auf geht's nach salta, die nächste größere Stadt in Argentinien. Auch hier fühle ich mich direkt wohl. Das liegt vor allem an Santiago, dem Besitzer des Coya hostel😊 schon beim einchecken morgens früh quatschen wir sehr viel. Er ist in der Nähe von Salta groß geworden, an einem großen See. Schon seine Eltern hatten ein Hostel dort, in dem er aufgewachsen ist.
    Weil die sich beschwert haben, dass sie keinen festen Schlafplatz in Salta haben, hat er dann im Haus seines Opas ein hostel in salta eröffnet. Daher auch der Name. Coya ist wohl ein Wort für zugezogene und sein Opa kam wohl aus der Pampa 😁

    Im Zentrum von salta ist der Platz des 9. Juli. Was genau an dem Datum passiert ist, weiß ich leider nicht. Aber der platz ist immer voll und die Cafés und Restaurants drum herum sehen echt gemütlich aus. An einer Seite des Platzes ist die Basilika de Salta. Hier sieht man auch am meisten den Einfluss der Spanier.

    Da ich was Architektur angeht nicht so interessiert bin, schlägt es mich hier erstmal wieder auf den Stadtberg, den San Bernado. Man kann ihn mit dem Auto, der Gondel oder zu Fuß erklimmen. Ich mache es natürlich zu Fuß. Durch die hohen Temperaturen komme ich ganz schön ins schwitzen. Doch von oben hat man einen sehr guten Ausblick auf das Tal, in dem salta liegt und die Berge drum herum.

    Auf dem Rückweg entspanne ich noch etwas bei der riesigen Statue des General Martin Miguel de Güemes. Einem General, der erst für die Spanier und später für die Unabhängigkeit Argentiniens gekämpft hat.
    Außerdem schlender ich durch den Markt im Park. Hier ist ein Stadtfest mit tausenden ständen, Clowns die durch den Park laufen und vielen Menschen.

    Doch am meisten, ich muss es nochmal sagen, überzeugt mich das Hostel. Schön entspannt im Garten sitzen, ab und an in den Pool springen und abends beim asando genießen ist einfach genial.
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