• RUEDI - hakuna matata.
  • Margrith von May
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PANAMERICANA & Route 66

PanAmericana & Route 66 - 46’000 km von Montevideo über Feuerland durch Süd- und Zentralamerika bis nach Halifax in Canada Weiterlesen
  • Bariloche!

    26. Februar 2022 in Argentinien ⋅ ⛅ 15 °C

    Die unendlich langen schnurgeraden Strassenabschnitte, die sich am Horizont verlieren, werden seltener. Bei Rio Mayo haben wir den Teilstaat Santa Cruz verlassen, sind schnell durch Chubut gefahren um heute, kurz vor Bariloche, Rio Negro zu erreichen. - Patagonien liegt langsam hinter uns!

    Die Temperaturen steigen moderat, wir bewegen uns jedoch bis 1000 müM und ein kühler Wind bläst von den Anden. - Die Standheizung werden wir nachts noch einige Tage nutzen...

    Immer mehr werden die unendlichen Ebenen durch hochstämmige Föhren-Wälder ersetzt. Es wird grüner und über 3000 m hohe Berge rücken ins Sichtfeld. - Zeitweise fühlen wir uns im Bündnerland und im Engadin! Wir durchfahren San Carlos de Bariloche bis zum Ufer des Lago Nahuel Guapi, der sich in der Mitte des gleichnamigen Nationalparks befindet. Von dem bekannten Ferienort haben wir mehr erwartet: sicher gibt es da ein paar sehr schöne Hotels, aber die ganze Infrastruktur drumherum ist sosolala. Beim Spaziergang entlang dem See entdecken wir jedoch schöne Liegenschaften so fast wie wir sie vom Gardasee kennen.
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  • nordwärts!

    1. März 2022 in Argentinien ⋅ ☀️ 25 °C

    Noch in Bariloche haben wir Morgentemperaturen von um die 5 Grad abgelesen und unsere Heizung wirklich gebraucht. Nach dem Durchfahren der grünen, bewaldeten und touristisch bekannten Gegend des Parque Nacional Nahuel wird es nach San Martin wieder karger ...aber auf dem Standplatz Los Najas bereits merklich wärmer.
    Wir fahren entlang der Cordilieras Salado und die Anden werden höher. Wir bewegen uns auf 500-1500 müM und besuchen das mitten in wüstenählicher Umgebung liegende schmucke Städtchen Chos Malal, um dann in Buta Ranquil unser Nachtlager im schönen Privatgarten von Mutter und Tochter ..?.. aufzuschlagen. Die Strasse führt uns nun immer höher, bis fast 2000 müM auf total einsamer und auch etwas überraschend ca 50 km lang auf sehr staubiger Piste nach Malargüel, wo wir einen ebenso staubigen Standplatz beziehen, aber trotz Sturmwind gut schlafen.
    Nichts wie weg zu "Menu 1 " (8 Medialunes + 4 Cafe solo + gutes Wifi bei der YPF-Servicestation). Auftanken und weiter nordwärts in sehr schöner Szenerie: Schneebedeckte bis 5300 m hohe Andengipfel begleiten die richtige Passtrasse, die über wenig Wasser führende Flüsse und durch beeindruckende Schluchten schlängelt. Wir stationieren im absolut sympathischen Familien-Hotel-Camping in San Carlos nur noch wenige km südlich von Mendoza: alleine in grünem Rasen, Swimmingpool und gleich bewirtet in zum wohl sehr verdienten Asado-Mittagessen. - Wir machen gleich ab, um 2030 wieder zu kommen: ...zum Abendessen.

    PS:
    Unserem Jano geht es sehr gut! - Er geniesst seine Ferien bei Götti Pe und Tanti Doris in Ostermundigen.
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  • Vendimia!

    6. März 2022 in Argentinien ⋅ ☀️ 30 °C

    Mendoza, die Weinstadt Südamerikas haben wir von ihrer besten Seite erlebt:
    Erste Bodegas künden schon bei der Anfahrt bei San Carlos Grosses an und wir beziehen das ideal gelegene Hotel nh mendoza im Zentrum. Ideal zur Erledigung all der aufgestauten Pendenzen inkl nochmaliger Reparatur des Stossdämpfers vorn links durch den sympathischen Garagisten (gleichzeitig Präsident des örtlichen LandRover-Club).
    Am Freitag besuchen wir die Bodega von Dieter Meier "Ojo de Agua", essen ein exzellentes Mittagessen und bekommen einen guten Eindruck, wo und wie der "Puro" produziert wird, den wir zu Hause schätzen gelernt haben.
    Der Samstag dann steht ganz im Zeichen des bekannten Weinfestes "Vendimia": Am Morgen wohnen wir dem Umzug bei, der uns stark an unser Sechsiläuten erinnerte. Schon am frühen Abend dann geht es los zur unglaublich eindrücklichen Show mit Wahl der Weinkönigin und es wird deutlich Sonntag, bis wir wieder "daheim" sind
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  • der Weg nach Colome...

    11. März 2022 in Argentinien ⋅ 🌧 10 °C

    Erstmals fühlen wir uns so richtig mittendrin im Anden-Gebirge. Allerdings sind wir lediglich in den "Voranden", wenn man das so in Anlehnung an unsere "Voralpen" nennen darf. Wie ein Tischtuch schiebt die Pazifische Platte die Anden in verschiedenen Falten und bis fast 7000 m hoch vor sich her. Wir fahren immer auf Plateaus von 1500 bis über 2000 müM. Wir erleben unglaublich eindrückliche Landschaften die zunehmend auch mit mächtigen Kakteen durchsetzt sind. Nach einem letzten, besonders rütteligen unbefestigten Strassenstück erreichen wir die Bodega Colome: Wie aus einer anderen Welt stehen da plötzlich das luxuriöse Hotel, das Museum ..und all die Reben, die bis 3000 müM angebaut werden.Weiterlesen

  • Bodega y Museo

    12. März 2022 in Argentinien ⋅ ⛅ 14 °C

    Margrith's neues Lieblings-Hotel heisst "Colome". Obwohl das Wetter anfangs eher kühl und regnerisch ist, geniessen wir die kleine Rast im Hotel:
    - Weindegustation
    - Museumsbesuch
    - gut Essen
    - gut trinken
    - ausschlafen
    - lesen
    - Regenspaziergang im Rebberg in den Weinbergen

    Dem Hotel ist ein ausserordentliches Museum angegliedert: James Turrell präsentiert faszinierende Lichtwerke im speziell erstellten Gebäude. Kunst und Wein sind Leidenschaften von Donald Hess, dem Eigentümer ...und beides wird meisterhaft inszeniert.

    Das schaffe nur ich (R):
    Hoteltaschen ins Auto verladen; Hecktüre zuschlagen. -> Tasche betätigt Fern-Bedienung an meinem Schlüsselbund -> Ersatzschlüssel ist in und Original unter der Tasche und beide im verriegelten Ländy ...und ich stehe leicht verwirrt draussen:
    1 Stunde später: wir haben Türe hinten rechts demontiert. - 2 Stunden später: Türe ist wieder montiert und wir fahren los in Richtung Salta.
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  • Salta, la Linda

    13. März 2022 in Argentinien ⋅ ⛅ 14 °C

    Die Reise von Colome nach Salta war landschaftlich wieder sehr schön. Erstmals haben wir unser Auto auf 3500 müm "gehievt"! Auf dem Pass sind wir dann aber in die Wolkendecke gefahren. Diese hat uns dann begleitet bis auf 1800 auf der andern Seite und war so dick, dass wir kaum 4 Meter gesehen haben. Eine abenteuerliche Fahrt. Wir waren glücklich, in Salta anzukommen um dort unser Hotel Salta zu beziehen, mitten im Zentrum.
    Schon der erste Eindruck von Salta war beeindruckend , sehr schöne Gebäude, spezielle Pärke mit nie gesehenen hohen Palmen, gute Beizen usw. Dies hat sich dann auch über die Stadtrundfahrt bestätigt. Wir waren 2 Tage in Salta, weil ich (M) einen Untersuch in der Klinik machen musste, wegen starken Schmerzen an der rechten Seite. Glücklicherweise alles ok: Muskelverspannungen - dabei fährt sich im Ländy wie auf Wolken!
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  • Salinas Grandes

    14. März 2022 in Argentinien ⋅ ⛅ 8 °C

    Auf dem Weg nach Bolivien fahren wir die Routa 9 nach Norden. In Purmamaica, einem pitoresken und auch hyppimässigen Ort möchten wir übernachten. Davor machen wir aber noch einen Abstecher über die R52 zu den Salinas Grande.
    Eine bergige Strasse führt uns auf unsern bisher höchsten Pass von knapp 4200 müM (!) - mehr als 1000 m höher als der Beverin! Sowohl wir wie auch unser Ländy kommen etwas ins „Schnaufen“. Danach geht es runter zu den Salinas. Der Salzsee ist durch vulkanische Tätigkeit entstanden, nicht etwa durch Anhebung ozeanischer Ablagerungen. Alle Salinen Argentiniens werden von den Argentiniern selber genutzt und auch geschützt. Auf der Oberfläche zeigt sich das typische rautenförmige Muster.
    Zurück in Purmamaica beziehen wir unser ganz einfaches Hostel und essen im Ort.

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  • ... I cry for you, Argentina!

    15. März 2022 in Argentinien ⋅ ⛅ 8 °C

    Argentinien hat uns sehr gut gefallen und am Schluss hat es uns richtig schwierig gemacht, es zu verlassen!

    Unsere bleibenden Eindrücke des schönen Landes sind vielfältig:

    das Land ist r i e s e n g r o s s / unglaublich vielfältige Natur in vielen Facetten / liebe und hilfsbereite Menschen / in die Infrastruktur müsste dringend investiert werden / grosszügige und einzigartige Landschaften / teilweise wird etwas kompliziert gesrbeitet / unendliche Weiten / Regionalstrassen vielfach unbefestigt (Ripp-Strassen) und staubig / viele hohe Berge / uns unbekannte Tierwelt / Viele Pickups und unendliche schnurgerade Strassen / viele Schlaglöcher / hervorragende Weine / Steaks und chorizos / ....

    Wir haben uns sehr wohl und sicher gefühlt und es würde noch v i i i e l zu sehen geben!
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  • ....in Bolivien!

    16. März 2022 in Bolivien ⋅ ⛅ 12 °C

    Wir fahren früh los, wollten "desayunar" im Ort, aber um 08.00 ist noch alles geschlossen. Unser nächster Stopp ist an einer inzwischen liebgewonnenen YPF Tankstelle, wo wir wie immer feinen Kaffee und unsere geliebten Medialunes ( Gipfeli) erhalten ("Menu 1").
    Wir fahren auf dem "Altiplano" immer auf 3000 - 3500 müm (in Worten: dreitausend bis dreitausendfünfhundert) und sind einmal mehr überwältigt von den Formen und Farben der Landschaft. Zum ersten Mal sehen wir Lamas, diese putzligen Felltiere, braun und hell, in ganzen Herden. Im Gegensatz zu den Guanakas sind sie grösser und massiger.
    Wir sind immer mehr gespannt auf den Grenzübertritt. Da wir aber alle einen negativen PCR Test haben, sollte eigentlich nichts schiefgehen. Doch schon beim ersten Schalter wurden wir in die Libreria zurückgeschickt, um unsere Dokumente zu vervollständigen und 3-fach kopieren zu lassen. Danach mit einem Bündel von Dokumenten von einem Schalter zum andern. Nach 5 Stunden haben wir es geschafft. Nachdem auch unser Auto zollmässig verarbeitet und auch noch desinfiziert wurde (Corona sei Dank) fahren wir über die Grenze nach Bolivien. Weil es bereits 19.00 Uhr und am Eindunklen ist, entscheiden wir uns, nicht weiter zu fahren und suchen uns ein Hotel. Das beste am Platz ... - wir haben dann aber die Schlafsäcke aus dem Auto geholt... Für umgerechnet 10 Dollar kann man halt wahrscheinlich auch nicht viel mehr erwarten und Preis/Leistung stimmt.

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  • Bienvenidos Bolivia!

    17. März 2022 in Bolivien ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach schlecht und recht überstandener Nacht, müssen wir uns organisieren: Sim-Karte kaufen, Geld wechseln und Einkaufen.
    Unser erster Tag in Bolivien bringt wieder viel interessantes: Landschaftlich sobald aus der Stadt wieder sehr schön, viel Landwirtschaft mit Herden von Ziegen, Schafen, Kartoffelernte. Wir durchqueren
    kleine Dörfer, überall Schulkinder.

    Tupiza ist unser nächstes Ziel, wo wir mit viel Glück einen ruhigen Campingplatz (bei Monika und Mario) finden. Diese scheinen in Bolivien nämlich sehr rar.
    Wir entscheiden, eine zweite Nacht hier zu bleiben. Am nächsten Tag erkunden wir den Ort, uralter Bahnhof, Markt und viele kleine Gassen. Die Menschen hier sind arm, Bruttoinlandprodukt pro Person US Dollar 3‘168.—, laut unserm Campingchef gibt es keine Rechte in Bolivien, die Drogenmafia hat alles im Griff. Die indigenen Menschen zeigen sich unverfälscht im Strassenbild. Bolivien hat den höchsten indigenen Bevölkerungsanteil in Südamerika. Mit unzähligen "Toritos" bewegen sie sich sehr schnell und unkompliziert von einem Ort zum andern - auch wir.
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  • Potosi, die Silberstadt...

    19. März 2022 in Bolivien ⋅ ⛅ 8 °C

    Nach zwei "Ferientagen" auf dem Privatplatz von Monika und Mario in Tupiza fahren wir über das Altiplano Boliviens immer auf +- 3000 müm durch beeindruckende Landschaft und schlussendlich über den 4361 müm (!!) hohen Pass nach Potosi. Unser Ländy gibt sein Bestes und wir helfen mit: Klimaanlage aus, Schlaglöcher meiden und unvermeidliche Überholmanöver ohne Blinker!

    Das Silberreichtum der am Fusse des Cerro Rico und auf 4000 müm liegenden Stadt machte Potosi im 17. Jahrhundert zur grössten Stadt der Welt ...und wurde von den Spaniern arg ausgebeutet.

    Der Haupteinkommenszweig ist heute noch der Bergbau. Abgebaut werden hauptsächlich Zinn, Kupfer und Silber.
    Die Arbeitsbedingungen der Mineros sind absolut bedenklich und auf einem sehr niedrigen Sicherheitsstandard. Es wird vor allem von Hand gearbeitet, wobei die Frauen ausserhalb der Minen auf mühsamste Art die Ausbeuten sortieren.

    Durch eine beeindruckende Führung in einer Mine, anlässlich derer wir den Mineros Kokablätter, die sie bei Ihrer beschwerlichen Arbeit unter Tag immer kauen, mitgebracht haben, waren wir entrüstet über die überaus harte Arbeit der sehr jungen Männer und die absolut mangelhaften Arbeitsbedingungen...

    Begeistert hat uns hingegen ein Rundgang durch die Stadt, dies entgegen dem ersten Eindruck von gestern, der bei uns eine unheimliches Durcheinander von Verkehr, engen Strassen und ärmlichen Menschen hinterlassen hatte: Um den Hauptplatz 10 Noviembre gibt es viele schöne Gebäude aus den Blüte- und Kolonialzeiten des 16. und 17. Jahrhundert.

    Auch die anschliessenden sehr schmalen Gassen wirken sehr einladend. Die Kathedrale war leider geschlossen, wichtig war aber das in der Nähe liegende casa real de moneda. Mit den Bau der casa real de moneda, der königliche Münze, wurde 1572 begonnen. Die spanischen Kolonisatoren holten riesige Edelmetallmengen aus der Mine und finanzierten damit ihre weltweiten Feldzüge.

    Mit vielen Eindrücken fahren wir im kaum fahrbaren, klapprigen Taxi zurück ins Hotel "Estancia Cayara", eine der ältesten Haziendas von Südamerika, die heute ein Hotel und ein Museum beherbergt und nach wie vor Landwirtschaft betreibt. Hier lassen wir uns verwöhnen und versuchen, am wärmenden Chemine die Welt neu zu ordnen...
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  • Salar de Uyuni

    21. März 2022 in Bolivien ⋅ ⛅ 11 °C

    Wir verlassen die älteste Hacienda Südamerikas und fahren durch das Highland von Bolivien über viele Pässe zwischen 3200 und 4300m nach Uyuni, bekannt durch die grösste Salzpfanne der Welt, 12000 km2. An ihrer Stelle befand sich ein prähistorischer See, der austrocknete und eine wüstenartige Landschaft zurückliess, die von schneeweissem Salz und einer kakteenbewachsenen Insel geprägt ist.
    Weil z.Zt. sehr viel Wasser auf dem Salar ist, machen wir die Tour mit einem lokalen Guide. Wir erleben unvergessliche Momente, die Stille des Salars verbunden mit dessen Weite und dem Spiel der Wolken werden uns immer in Erinnerung bleiben. Unser Guide serviert uns ein Almuerzo vom feinsten inmitten des Salars. Wegen dem vielen Wasser war der Besuch der 80km entfernten Kaktusinsel leider nicht möglich.
    Am Abend werden wir nochmals abgeholt zur Sunset-Tour. Wir stossen mit einer Flasche feinstem bolivianischen Malbec an und geniessen die untergehende Sonne. Wie bereits am Mittag, zaubert Valerio feine Snacks und einen wärmenden Quinoadrink, alles durch seine Frau selbstgemacht, aus seinem Auto.

    Im Salar liegt das grösste Lithium-Vorkommen der Welt. Der geplante Abbau weckt Hoffnungen, ist aber wegen dem immensen Wasserverschleiss höchst umstritten.
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  • unsere Ländis in La Paz!

    23. März 2022 in Bolivien ⋅ ☁️ 9 °C

    Schön war‘s beim Salar de Uyuni. Weiter geht es auf unserm Weg nach Norden: Ziel La Paz, die zweite Hauptstadt von Bolivien, neben Sucre, dem Regierungssitz. Wir haben viel über La Paz gelesen (pulsierende Stadt, multikulturell, hohe Kriminalität).
    Entsprechend vorsichtig gehen wir die Planung an: alle Hotels haben keine Garage in die unsere Ländis (255 cm hoch) passen 🥴. Was machen wir mit unsern Coches?
    Im letzten Moment hat Markus (unser Kontakt aus der Schweiz) den erlösenden Vorschlag: Sein Fahrer/Reiseführer steigt an der Stadtgrenze zu und führt uns sicher zum passenden Parking und danach zum Hotel, nicht um vorher kurz anzuhalten, um uns einen überwältigen Blick auf La Paz zu zeigen. La Paz liegt zwischen Hügeln und ist deshalb zwischen 3200 und 4000 müm.
    Marcellino gibt uns wertvolle Tipps (nur Passkopie, keine Wertsachen, Handy und Geld in den Taschen und Kameras versteckt) und überlässt uns in der Lobby unsern Schicksal. Wir werden ihn übermorgen wieder treffen zu einer Tour auf den nahen 5000der.
    Auf unserer Fahrt hierher haben wir wieder viel Schönes gesehen. Es ist flacher geworden (trotzdem immer mehr als 3500m), viel Landwirtschaft , unendliche Quinoafelder, grosse Herden von Lamas, Schafen aber auch von Kühen. Gearbeitet wird nicht mehr nur von Hand , sondern auch mit Traktoren.
    Je näher wir La Paz kommen, je urbaner werden die Dörfer.

    Quinoa: In den Anden ist Quinoa als anspruchslose Kulturpflanze bekannt und gedeiht bis in Höhen von 4200 müm. Sie enthält im Vergleich zu Reis mehr Ballaststoffe und Proteine.
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  • La Paz / El Alto

    24. März 2022 in Bolivien ⋅ ⛅ 8 °C

    La Paz wurde 1548 von Alfonso de Mendoza als Station auf dem Handelsweg von Potosi nach Callau in Peru gegründet.
    La Paz ist die höchstgelegene Verwaltungshauptstadt weltweit und befindet sich auf der Antiplano-Hochebene der Anden zwischen 3200 und 4000 müm.
    Im Hintergrund liegt der schneebedeckte 6538m hohe Hausberg Illimani.
    Der öffentliche Verkehr in la Paz und El Alto besteht hauptsächlich aus Minibussen, die auch heute noch das Strassenbild prägen.
    Hygiene- und Sicherheitsmängel sowie grosse Staus in den engen Strassen haben dazu geführt, dass Luftseilbahnen als Verkehrsmittel im Personentransport in Auftrag erstellt wurden. Im Mai 2014 eröffnete der damalige Präsident Evo Morales die Linea Rioja und damit die erste Linie des Netzes. Im gleichen Jahr folgten weitere Linien im Projekt Mi Teleferico.
    Heute bestehen 10 Linien, die die ganze Stadt verbinden, und ein leises und schnelles Vorwärtskommen mit genialer Aussicht gewährleisten. Sie ist sie die grösste städtische Seilbahn der Welt.
    Im Zentrum von La Paz gibt es zahlreiche Zeugen der spanischen Herrschaft. Im Wappen der Stadt, Berg im Hintergrund, Fluss der die Stadt teilt, der spanische Löwe auf der linken Seite, das Schaf der Ureinwohner rechts zeigt heute noch vom grossen Einfluss der Spanier.

    Das Valle de Luna besteht aus abertausenden Felsen und kraterähnlichen Formationen, entstanden aufgrund von Erosionen und extremen Wetterbedingungen. Starke Regenfälle waschen die bizarren Formationen aus dem Lehmboden, die Andensonne macht sie fest.
    Eine eindrückliche Stadt.
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  • ACHACHICALA - 5398 müm !

    25. März 2022 in Bolivien ⋅ ⛅ 16 °C

    Um 0830 holt uns Marcelino ab: Wir fahren mit ihm zum Hausberg von La Paz, dem Illimani-Masiv hoch. - Zum ACHACHICALA, dem "alten Berg". Dieses Massiv besteht aus 4 über 6000 m hohen Gipfeln und unser Ziel ist der Mirador Chacaltaya: 5398 müm! - unser persönlicher Höhenrekord! Wir mussten da oben bei jeder kleinen Anstrengung schon ganz schön schnaufen!
    Zum Glück konnten wir mit dem Auto bis ganz oben fahren: Zuerst durch die chaotische Stadt La Paz, dann El Alto und danach über Alpweiden und Steilhänge die unbefestigte Strasse hoch bis zum Kehrplatz. Wunderbare Aussichten auf die Stadt, auf schneebedeckte 6000er und das Antiplano haben sich gezeigt ...und Viele Lamas und Alpacas haben uns etwas verwundert nachgeschaut.
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  • Adios Bolivia!

    26. März 2022 in Peru ⋅ ☁️ 8 °C

    La Paz hat uns heute nochmals seine chaotische Seite gezeigt:
    dichtester Verkehr / ca 10'000 Minibusse / überall Menschen / Marktstände ...fast kein Durchkommen. Mutige Entscheidungen, hupen und viiiel Geduld sind gefragt ...aber nach ca zwei Stunden sind wir am Stadtrand.

    Wir tanken nochmals bei YPFB auf: Längere Verhandlung und nur bei Barzahlung! Ausländer benötigen offenbar einen Code, den man beantragen muss. Dann bekommt man Treibstoff zum doppelten Preis und einen Beleg, mit dem man einen Teil wieder zurückfordern kann. Die Tankwartin begreift nicht, dass wir den doppelten Preis (ca CHF -.80/l Diesel) bezahlen wollen ohne Rückforderungsbeleg, willigt dann aber nach Rücksprache mit der Chefin ein.

    Durch landschaftlich schöne Gegend fahren wir zum Titicacasee! Weil der Grenzübergang bei Desagudero bestreikt wird, ist Kasani unser Ziel. Dafür benutzt man den Fährbetrieb bei Corihuaia, der mit vielen Holz-Kähnen betrieben wird. - pittoresk.

    Beim Zoll nach PERU geht es an sich sehr schnell. Freundlich werden wir bedient und alle unsere vorbereiteten Formulare werden nicht benötigt. - Nur die Salud-Fräuleins wollen unbedingt grad jetzt ihre Mittagsrast abhalten, bevor sie unsere Temperatur messen - ...also warten wir eineinhalb Stunden vor geschlossener Schranke. Genug Zeit also, um unsere Eindrücke von Bolivien nochmals Revue passieren zu lassen:

    - die Menschen sind hilfsbereit und freundlich
    - es wird oft von älteren Frauen die traditionelle Bekleidung getragen
    - wir bewegen uns immer in grosser Höhe in wunderschönen Landschaften
    - Strassen mit vielen Schlaglöchern und oft unbefestigt
    - Bolivien ist farbig
    - es gibt fast fast keine Restaurants
    - wir finden fast keine Campingplätze mit richtiger Infrastruktur
    - sehr mühsamer Verwaltungsapparat
    - Menschen leben in sehr ärmlichen Verhältnissen
    - Abfall ist ein ganz grosses Problem (City La Paz ist besser)
    - Kriminalität ist uns nicht begegnet
    - Touristen bezahlen doppelten Benzinpreis
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  • in PERU - am Lago Titicaca!

    28. März 2022 in Peru ⋅ ☀️ 13 °C

    Schon um 0530 geht die Meldung von Markus Matthys per WhatsApp ein: Barra de Trasportisti! - Morgen früh wollen die LKW-Chauffeure landesweit Strassen sperren! Sollen wir nun sofort nach Cusco fahren, um die dort reservierten Besichtigungen und Hotels rechtzeitig zu erreichen? Nach Abwägung aller relevanten Faktoren und insbesondere der Tatsache, dass wir am Mittag in Puno eine Haftpflichtversicherung für das Auto (SOAT) abschliessen müssen entscheiden wir uns: NEIN, wir wollen erst den Titicacasee etwas fühlen und werden es dann schon schaffen...!

    Also los nach Puno, einer 110'000-Einwohner-Stadt, schön gelegen an einer Bucht am See. Und unser Hotel liegt noch schöner auf einer vorgelagerten Insel. - Wir buchen gleich für zwei Nächte und geniessen den Service.

    Um 0600 Uhr klingelt WhatsApp wieder: Der Streik findet (vorderhand) nicht statt!! - Schwein gehabt und ein lockerer Tag ist garantiert! Am Morgen organisieren wir SOAT und eine SIM-Card für Peru, was ein ganz besonderes Erlebnis wird: 4 Fräuleins bemühen sich fast eine Stunde um uns und unsere Händys. Wir unterschreiben min 4 Formulare (..alles spanisch) mit Unterschrift und Fingerabdruck (!!), der Pass wird kopiert und schlussendlich bezahlen wir 50 SOL (ca CHF 12.50)! - schon alles paletti!

    Am Nachmittag fahren wir mit dem Boot zu den schwimmenden Inseln, nach UROS. - Das ganze kommt uns reichlich touristisch vor aber wir genossen die Fahrt auf dem See trotzdem sehr.

    Titicacasee: ca 15 x Fläche des Bodensee, auf ca 3800 müm gelegen.
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  • on the road: Lago Titicaca - Cusco

    30. März 2022 in Peru ⋅ ☁️ 8 °C

    ...ein kurzer Blick zurück auf Puno und den glänzenden Titticacasee, dann geht es weiter Richtung Cusco. Erwartet haben wir eine gerade Strasse, doch einmal mehr sind wir überrascht. Unsere Reise führt uns durch eine Gegend, geprägt durch Landwirtschaft. Überall grosse Herden von Schafen, Kühen aber auch Pferden mit Lamas und Alpacas. Wir erklimmen bald wieder 4300m. Auf der Passhöhe Strassenverkauf von Alpaca-Produkten. Wir kaufen wunderbare Schals, wie wir später feststellen, einmalig weich (hätten mehr kaufen sollen).
    Den Alltag der Strasse ist bunt, staubig, unkonventionell, beseelt einfach irgendwie vorwärtszukommen. Selbst die Eisenbahn begleitet uns über den Pass.
    In Cusco das bekannte Chaos, das uns nicht hindert, das Hotel mitten im Zentrum problemlos zu erreichen. Verwunderte Augen des Concierge, wie hoch unsere Ländis sind🥴, doch er hat eine Lösung.
    300m weiter eine Parkfeld mit Tor - auch unsere Autos haben eine sichere Bleibe.

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  • im Zentrum des Inkareiches

    1. April 2022 in Peru ⋅ ☁️ 15 °C

    Cusco & Machu Picchu

    Das Inkareich erstreckte sich von Santiago bis Quito und wurde von Cusco aus regiert.
    In Machu Picchu wurden die dazu notwendigen Personen ausgebildet: Wissenschaftler, Staatsdiener und auch einfache Hilfskräfte.
    Condor, Puma und die Schlange repräsentieren die Weltaufteilung der Inkas.

    Cusco
    Cusco, Stadt in den peruanischen Anden, einst Hauptstadt des Inkareiches und heute bekannt durch seine archäologischen Stätten und die spanische Kolonialarchitektur. Die weniger ruhmreiche Seite ist aber die Eroberung Cuscos durch die spanischen Concuistadores im Jahre 1533: Es wurde nicht nur viel zerstört, sondern auch das reichlich vorhandene Gold und Silber geklaut.
    Rund um die Piazza de Armas liegt die Iglesia de la Compania und die Kathedrale von Cusco, von den Spaniern von 1560-1654 auf den Grundmauern des Palastes der Inkas erbaut und mit unglaublichem Prunk versehen.
    Auf unserm geführten Rundgang lernen wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen, das barocke Kloster Santo Domingo wurde auf den Ueberresten des Sonnentempels der Inkas gebaut. Teile des ursprünglichen Sonnentempels sind noch heute zu sehen.
    Wir sind begeistert von der Ingenieurskunst der Inkas: Geschliffene Steinquader (mit Wasser und Sand) wurden ohne Mörtel passgenau aufeinandergebaut, alle Mauern sind leicht geneigt.
    Nach dem Rundgang essen wir wieder hervorragend in einen der vielen Restaurants auf der Piazza.

    Machu Picchu
    Von Cusco geht es zuerst mit dem Bus nach Olantaytampo, ein im ursprünglichen, inkaischen Stil erhaltenes Dorf, das im heiligen Tal der Inkas, 70km von Cusco entfernt, liegt, umringt von imposanten Terrassen und Festungsanlagen, die letzte Station bevor man mit dem Zug nach Machu Picchu fährt. Der Zug führt uns nach Aguas Calientes, wo wir unerwartet komfortabel übernachten. Wir kommen bei Dunkelheit an und gehen zu Fuss entlang dem rauschenden Fluss "Rio Urubamba" zu unserem Hotel.

    Endlich. - Am nächsten Morgen fahren wir mit dem Bus eine sehr kurvige Strecke hoch nach Machu Picchu, immer wieder auf den tief im Tal liegenden Fluss Urubamba blickend.

    Ueber unzählige Treppen rauf und runter erhaschen wir dann den ersten Blick auf diese gut erhaltene Ruinenstadt der Inkas, erbaut im 15. JH zwischen den Gipfeln des Huayna Picchu (junger Berg) und dem Machu Picchu (alter Berg) über dem Urubambatal. Machu Picchu gehört zu den 7 Weltwunder und wurde durch Hiram Bingham 1911 gefunden. - Und wir hatten riesiges Glück: Wir sind total allein!! In der Nacht hat sich eine Schlammlawine gelöst, welche den ersten Touristen-Zug aufhält und für eine Verspätung von mindestens 3 Stunden "sorgt".

    Total beeindruckt machen wir uns auf die wiederum lange Rückreise.
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  • Andenquerung!

    4. April 2022 in Peru ⋅ ☁️ 8 °C

    ...4'568 müm - ein weiterer Rekord für die Landis! - Sie sind sich langsam gewöhnt an hohe Höhen und wenig Sauerstoff. - Gestern sind wir in Cusco gestartet und morgen wollen wir am Pazifik ankommen! Das sind ca 700 km über etliche 3- und 4'000er-Pässe mit entsprechend kurvigen Strassen. Gestern war ganz schönes Wetter, aber heute hat es sich dann richtig eingelassen: Nebel, teils schneebedeckte Strasse, Regenschauer für Scheibenwischerstellung II ... - Drum sind wir dann im Hotel Los Andes** gelandet. Wir geben in unserem nach oben offenen Villazon-Index 3 Punkte: trocken, sauber, sichere Parkplätze. - eben situationsgerecht richtig - und preiswert billig!
    Unglaublich viele Lamas und Alpacas bevölkern die hohen Pässe. Und bis in die abgelegensten Kurven: Hunde aller Grössen und Farben. Die könnten Jano vom Hundeleben B erzählen: Die suchen sich das Fressen selbst und sie haben kein weiches Posto ...und sie achten auf den Verkehr, bevor sie die Strasse queren!
    Nun haben wir ein paar km westlich von Nasca in einer kleinen Hacienda einen sehr schönen Standplatz nutzen dürfen: Fasan, Hunde und eine nette Frau, die uns betreut hat. Nach dem Morgenessen gehts dann los die letzten 60 km zum PAZIFIK! - Fotoshooting, Füsse im kalten Wasser baden und originalperuanischer Lunch: lärmig, aber sauber ist die Gaststätte, viel zu viel aber gut die Speisen ...und viel zu günstig die schlussendliche Rechnung (148 Sol = ca CHF 15.-- je Person für ein richtiges Menu).
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  • Nazca & Cahuachi

    7. April 2022 in Peru ⋅ ☀️ 27 °C

    Die 1500 grösstenteils nur aus der Luft sichtbaren Scharrbilder ("Nasca-Linien") verteilen sich auf eine grössere Fläche in der Wüste bei Nasca und Palpa in Peru. Als Urheber gelten die Parcas- und die Nasca-Kultur. Eine systematische Erkundung und Vermessung zusammen mit archäologischen Grabungen erfolgte zwischen 2006 und 2009. Es lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass es sich um Fruchtbarkeitsritualien, die zwischen 800 v. und 600 n. Chr. angelegt wurden, handelt. Durch die enorme Grösse kann man sie nur aus hoher Entfernung von den nahen Hügeln oder durch Überfliegen erkennen.

    Also: Wir haben uns ins angebotene Flugzeug gesetzt und sind gestartet. Der Flug erweist sich jedoch als nicht ganz einfaches Unterfangen: Der Pilot fliegt jedes Bild mittels scharfer Kurve an, ...damit wir seitlich rausschauen und die Bilder orten könn(t)en. - Wir haben einiges gesehen ...und den ungewöhnlichen Flug schlussendlich alle mehr oder minder (d.h.: mit und ohne Plastiksack) überstanden ...und freuen uns über die speziellen Fotos!

    Danach fahren wir nach Cacuachi, ein ehemaliges Kulturzentrum der indigenen Naska Kultur . In den Jahren 1984 bis 1998 wurden unter der Leitung des Italieners Guiseppe Orefici ausgiebige Ausgrabungen auf diesem Ruinengelände vorgenommen und die Bausiedlung teilweise rekonstruiert.

    Unser letzter Besuch galt dem Bewässerungssystem am Stadtrand von Naska. Die Kanäle wurden durch Flussteine ohne Mörtel erstellt. - Im Grunde ein Drain-Kanal, der das Wasser aufnimmt, das in den Anden abregnet und in die Ebene entlang dem Pazifik zurückfliesst.

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  • nordwärts nach Lima

    10. April 2022 in Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Noch immer fasziniert von den vielfältigen Ansichten der Dünenlandschaft entscheiden wir uns kurz nach Ica zum Besuch der Oasis de la Huacachina, die von spektakulären Sanddünen umgeben ist. Obwohl sehr touristisch, erleben wir eine wunderbare Wanderung im Sand mit einem tollen Sonnenuntergang.
    Auf der Fahrt nach Lima wird es immer diesiger und karger. Da wo Wasser ist, ist das Tal sehr fruchtbar, mit vielen Kulturpflanzen wie Trauben, Avocados, Kakteen, Mais. Daneben wüstenartig karg und trocken, z.T. fast trostlos durch die vielen verlassenen Hühnerfarmen.
    Riesige Plakatwände empfangen uns eingangs Lima. Bald schon zeigt uns der traumatische Verkehr, dass wir in einer 10-Millionen-Stadt sind.
    Lima, die betriebsame Metropole zwischen Pazifik und Anden, ist eine der grössten Städte Südamerikas und verfügt über ein gut erhaltenes Zentrum aus der Kolonialzeit.
    Die Altstadt wurde 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
    Schon vor der Ankunft der Spanier war der Grossraum von Lima das am dichtesten besiedelte Gebiet am Pazifik. 1535 wurde Lima vom spanischen Eroberer Franzisco Pizzaro unter dem Namen Cuidad de los Reyes gegründet.
    Die Stadtbesichtigung endet in Miraflores am Meer, wo wir mit Blick auf den Pazifik und die Wellen-Surfer wunderbar essen. Zu Fuss zurück zum Hotel rundet unser Bild von der Millionenstadt ab.

    gut zu wissen:
    Ein authentischer PISCO SOUR wird mit peruanischem Pisco (Traubenbrand) zubereitet und mit einer Eiweißhaube serviert:
    - 60 ml Pisco
    - 30 ml Limettensaft
    - 20 ml Zuckersirup
    - ½ Stk. Eiweiß geschäumt
    - 3 Spr Amargo Chuncho Bitter
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  • Peru Norte

    13. April 2022 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Mehr oder weniger der Küste entlang führt uns unsere Reise nach Norden. Die Landschaft ist trocken und karg. Die Behausungen kleben an den sandigen Hügeln. Wo es Wasser gibt, ist es schön grün, u. a. grosse Zuckerrohrfelder. Es ist sehr diesig und unfreundlich. Auf der Strasse ist, wie überall in Peru, alles erlaubt: Zu dritt auf Mofas, Auto beladen mit Zuckerrohr, alle irgendwie fahrbaren Vehikel, Karren mit Eseln und Pferden und natürlich Toritos (3-Rad-Vespa-Taxis) in allen möglichen Varianten.
    Bei Huaco finden wir einen schönen Campingplatz auf einer Estancia - wie meistens sind wir die einzigen Gäste!
    Am nächsten Tag geht es ins Landesinnere. Sobald wir weg von der Küste sind, wird das Wetter wieder klarer. Am Huascaran 6768müm vorbei fahren wir erneut auf über 4000 müm umringt von vielen Schneebergen.
    In Caraz übernachten wir auf einem sehr schönen Platz. Der Abend ist geprägt durch die Tatsache, dass der Zoll nach Ecuador ab Freitag bis Montag geschlossen ist. Wir müssen die über 800km bis zur Grenze in zwei Tagen schaffen.
    Am nächsten Morgen müssen wir früh los.
    Der Rio Santa tost durch den Canon del Plata, eine nur 15m breite und 15km lange Gebirgsenge. Wir fahren auf einer ganz schmalen Schotterstrasse durch 35 unbeleuchtete Tunnels. Eine spannende aber auch nicht ungefährliche Fahrt, begleitet von stetigem Hupen.
    Wir erreichen schlussendlich Chicklay erst bei Dunkelheit und übernachten im Hotel.
    Am nächsten Tag kommen wir zügig voran und erreichen die Grenze um den Mittag. Mit viel Geduld können wir nach 2 1/2 Stunden die Grenze nach Ecuador überfahren.
    Peru hat uns sehr diverse Eindrücke hinterlassen:
    - die wunderbaren Hochebenen mit vielen Tieren
    - Einheimische in speziellen Trachten
    - einfachstes Leben mit Schafen und Geissen, Kühen, Pferden und Eseln
    - Lima als schöne Stadt, wenn man vom Zentrum spricht
    - diesige und öde Küstenlandschaft neben fruchtbaren Tälern mit Agrarkulturen wie Zuckerrohr, Kartoffeln, Reis und Mais
    - allgegenwärtige Armut
    - überall politische Parolen
    - schlechte Strassen mit viielen Schlaglöchern
    - kaputte Autos
    - ungepflegte Landschaft und überall Berge von Abfall
    .....die Peruaner sind nicht zu beneiden!!
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  • Ecuador Frontera...

    15. April 2022 in Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir überqueren die Grenze bei Macara. Es geht immer gleich und wir haben das nun schon 8 mal gemacht:
    - Abmeldung Migration altes Land
    - Abmeldung Auto Aduana
    - Anmeldung Migration neues Land
    - Anmeldung Auto Aduana
    - Haftpflichtversicherung wenn notwendig

    Nach den üblichen Erledigungen im Ort wie SIM Karte kaufen und Geld wechseln suchen wir den nahen i-Overlander-Standplatz am Ort auf. Auf der Höhe in privatem Garten finden wir eine gute Bleibe, inmitten der üppigen Vegetation. Rosen, Palmen - Es ist sehr feucht und warm.

    Am nächsten Tag über die Routa 25 zum Pazifik. Ziel Campingplatz nördlich von Machala. Wir fahren durch unendliche Bananenplantagen. Es ist unglaublich was hier alles wächst: Nebst Bananen, Kakao, Ananas, Avocados, Reis, Kartoffeln und vieles mehr was wir gar nicht kennen. Plötzlich müssen wir direkt in die Plantagen abzweigen, es geht bergauf, unbefestigte Strasse, immer dichtere Vegetation. Als wir nach 3/4 Stunden ankommen, finden wir uns mitten im Urwald. Eine sehr spezielle Erfahrung und ein unvergessliches Erlebnis:
    Schlafen mit Moskitonetz und Ventilator. Mit unserm Landy ist einfach alles möglich.

    Auch heute ist es unsere Herausforderung, einen Standplatz für die Nacht zu finden. Wir fahren zwei Plätze an, beide gibt es (Pandemie?) nicht mehr. Deshalb entscheiden wir uns für den Parkplatz beim einem grossen Kloster - mit den Segen des Padres. Wir essen eine warme Suppe, nehmen einen Schlummertrunk und legen uns schlafen. Das Osterfrühstück auf dem Kühler unseres Landy‘s.

    das passiert nur uns:
    Wir brauchen noch Equador-Dolars. Keine Bank weit und breit. Endlich finden wir den Mann mit der blauen Mütze, der auf dem Trottoir meine 800 peruanischen Sol in Dollar wechselt. Nun wechselt auch Martin noch 100 US-Dollars: Der Mann staunt "willst du Sol?!" - "Nein, Eq-Dollars." - "...das sind doch unsere Dollars!" Alles klar 😵‍💫: Die nutzen US-Dollars als ihr Zahlungsmittel und was ich getauscht bekommen habe sind US-Dollars! !
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  • die 9 Vulkane um den COTOPAXI

    19. April 2022 in Ecuador ⋅ 🌧 7 °C

    Bevor auf dem Klosterplatz das Osterleben so richtig los geht, fahren wir weiter in Richtung Quevedo, eine eher mühsame Slalomfahrt zwischen den vielen Schlaglöchern. Die Bananen sind allgegenwärtig durch viele Verkaufsstände entlang der Strasse. Wir entscheiden uns, unterwegs in einem kleinen Beizli an der Strasse Almuerzo einzunehmen: Poulet mit Reis und Fisch mit Reis gekocht in Bananenblättern. Es schmeckt uns sehr gut und kostet US Dollar 15.- mit Wasser für alle.

    Uebernachtet wird heute im Hinterhof des geschlossenen Hotels El Presidente, nicht sehr charmant aber sicher. Wir dürfen sogar die sanitären Anlagen eines Hotelzimmers benutzen. Von einem Spaziergang ins Dorf ragtet uns unser "Chef" ab und erzählt von Mord und Totschlag. Also bleiben wir hinter dem verschlossenen Tor und richten uns ein. Nach obligatem Apero machen wir feine Bratkartoffeln zu selbstimportiertem argentinischen Malbec und diskutieren über Gott und die Welt bis tief in die Nacht...

    Unser Weg nach Quito führt uns wieder zurück über die Anden. Zum Glück auf einer einigermassen guten Strasse mit Ausnahme von vom tosenden Bach weggeschwemmten Teilstücken sind wir bald wieder über 4000müm. Es begegnet uns wiederum das einfache Leben der Bewohner und überall entlang der Strasse die wilden Hunde. Bemerkenswert auch die schön angelegten Felder bis ganz in die Höhe. Auf der andern Seite ein überwältigender Ausblick ins Tal und auf die Stadt Latacunga. Da in den Anden, bleiben wir auf 2500müm. Unsere Chilcabamba Mountain Lodge liegt sogar wieder auf 3460müm, deren Anfahrt sich als richtige Landy Strecke entpuppt, und nur mit dem Geländegang zu erreichen war. Doch es hat sich gelohnt. Die Lodge ist total gemütlich und liegt inmitten vieler Vulkane. Leider ist das Wetter so schlecht, dass wir von der Umgebung nichts sehen. Wir bleiben 2 Nächte und hoffen, das sich dies noch ändert. Wir bereiten unsere Rückreise in die Schweiz vor, packen, Landy aufräumen und Wäsche waschen...

    Einer der Vulkane ist der Cotopaxi (5897) einer der höchsten Vulkane der Welt. Er zeigt sich uns gnädigst zum Frühstück, um dann aber gleich wieder zu verschwinden. Auch gezeigt hat sich der Sincholagua (4873). Alle andern 7 gaben sich weiterhin bedeckt.

    Bei schönem Wetter hier zu sein, muss wunderbar sein.
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