Minca & "Die verlorene Stadt"
18 сентября 2022 г., Колумбия ⋅ 🌧 22 °C
Von der süßen Küstenstadt Cartagena ging es weiter nach Minca - einem kleinen Dorf im Regenwald. Hier verbrachten wir einige Tage in einem Baumhaus gemeinsam mit Mosquitos, Schmetterlingen und Penny - einem süßen Straßenhund, der uns im Dorf als seine neue Familie auserwählt hat.
Am nächsten Tag erlebten wir bei einer abenteuerlichen Wanderung zu einer kleinen Kakaoplantage erstmalig so richtig was Regenwald bedeutet. Der strömenden Regen sorgte nicht nur dafür, dass wir bis auf die Unterwäsche nass waren, sondern auch, dass der Strom in der gesamten Stadt ausfiel und die Straßen durch Bäume und Schlamm blockiert wurden. Wirklich crazy!
Das war für uns jedoch noch nicht Abenteuer genug. Wir entschlossen uns zu einer Wanderung in den Dschungel. Das Ziel war die "verlorene Stadt" in den Bergen der Sierra Nevada. Die 4 Tage, 64 km und ca 2.300 Höhenmeter bei gefühlt 100%iger Luftfeuchtigkeit wurden im Vorfeld als schönste Wanderung Kolumbiens bezeichnet, aber jedoch auch als eine der Härtesten. Von all dem ließen wir uns jedoch nicht abschrecken und spätestens als wir am ersten Abend am Camp angekommen sind und einen wirklich leckeren Fisch vor uns stehen hatten, waren wir froh das Abenteuer gestartet zu haben. Es waren vier anstrengende Tage mit schlammigen Aufstiegen, tollen Aussichten, Kontakt zu Indianerstämmen und unheimlich viel Wissen über die Vergangenheit Kolumbiens durch unsere Guides. Völlig erschöpft, mit nassen Klamotten im Gepäck und unglaublich glücklich sind wir wieder im Hostel in Santa Marta angekommen.
Eines war nun klar, die nächsten Tage haben die Wanderschuhe Urlaub.
Highlight der Tage: Auf alle Fälle die Dschungelwanderung und das Restaurant Aqua de Rio in Santa Marta, bei welchem wir insbesondere von den Muscheln begeistert waren, so dass wir direkt drei Mal dort essen waren.
🔜 Palomino, KolumbienЧитать далее
Palomino
25 сентября 2022 г., Колумбия ⋅ ☁️ 27 °C
Nicht nur unsere Wanderschuhe hatten nach der anstrengenden Dschungelwanderung Urlaub verdient, auch wir hatten das Bedürfnis ein paar Tage in der Sonne zu liegen.
Dafür bot sich das Küstendorf Palomino wunderbar an. In 2 Stunden von Santa Marta, konnten wir mit dem Bus - der voll mit Locals war - entlang der Küste bis direkt vor unser Hotel fahren. Richtig, dieses Mal haben wir uns ein Hotel direkt am Meer gegönnt.
Die kleine Hütte mit Hängematte, das wirklich leckere Essen, das unglaublich freundliche Personal und das Meeresrauschen liesen uns unsere Batterien wieder aufladen. Einzig die Kaltwasserdusche trübte die Stimmung bei Lisa etwas, denn nach 5 Tagen Bergwasserdusche, hatten wir uns wirklich auf warmes Wasser gefreut. Naja andere Länder, andere Sitten🤷🏼♀️
Zur Abwechslung war Max etwas am kränkeln, daher entschieden wir uns die Hotelanlage zu 100% auszunutzen. Ob es wohl am kalten Wasser lag?!
Highlight der Tage: die 1,5 Meter hohe Wellen, die perfekt zum Wellenspringen waren.
🔜 MedellinЧитать далее
Medellin
28 сентября 2022 г., Колумбия ⋅ ☁️ 22 °C
Als die (zweit)gefährlichste Stadt der Welt und Heimat von Pablo Escobar ist Medellin bekannt. Diese dunkle Vergangenheit endete jedoch Anfang der 2000er. Heute ist die Millionenstadt eine Vorzeigestadt in Südamerika, die sich innerhalb von zwei Jahrzehnten zu einer der sichersten und coolsten Orte Südamerikas entwickelte.
Und genau so haben wir Medellin auch erlebt. Die Comuna 13, das Viertel, von dem aus einst "Voldemort" (der Mann, dessen Namen man hier nicht sagt) sein Drogenkartell steuerte, ist heute eine bunte, belebte Hip Hop Gegend, in der die Leute unglaublich dankbar den Touristen gegenüber sind. Denn nur durch die Vielzahl an Jobs, die der Tourismus mit sich brachte und die Investitionen des Staats (Bau von Schulen, Bibliotheken und Ausbau des Metronetzes, inkl. Gondeln und einer Outdoor-Rolltreppe), konnte die Kriminalität eingedämmt werden.
Während unserer Zeit machten wir diverse Stadttouren durch die Innenstadt, sowie die Comuna 13, besuchten ein Fußballspiel der Independiente Medellin, spazierten durch die Gassen von Poblado und aßen uns durch die bunte Vielfalt an Streetfood.
Unsere Zeit hier war leider viel zu kurz, aber dennoch würden wir jedem der nach Kolumbien kommt nahelegen Medellin zu besuchen!
We loved it!
Highlight der Tage: das interaktive und wirklich interessante Museum Parque Explora. Themen wie Film, Gehirn und Zeit wurden modern aufbereit und sind sowohl für Kinder als auch für Erwachsene spannend zu erkunden.
🔜 Salento, die Kaffeehochburg der WeltЧитать далее
Salento
2 октября 2022 г., Колумбия ⋅ ⛅ 12 °C
An was denkst du noch (außer Drogen), wenn du Kolumbien hörst?
Genau, Kaffee. Unser nächstes Ziel führte uns also in die weltweite Kaffeehochburg Salento. Rund 800 kolumbianische Kaffeefarmen gibt es in der Region.
Wir besuchten eine familiengeführte Kaffeefarm. Terence zeigte uns sein kleines, aber wirklich feines Grundstück mit all den Kaffee-, Avocado-, Maracuja-, Orangen-, Limetten- und Papayabäumen. Anschließend erklärte er uns den Produktionsprozess vom Pflanzen des Kaffeebaums über das Trocknen der Bohnen bis hin zum Mahlen. Natürlich durfte eine Verkostung im Anschluss nicht fehlen. Selbst die Kaffeeskeptikerin Lisa war durchaus angetan von der Qualität des Kaffees.
Ebenfalls bekannt ist Salento für das Valle de Cocora. Eine wirklich schöne Wanderung führt uns durch das Tal, vorbei an Wäldern aus Wachspalmen und Blumengärten mit unzähligen Kolibris, über eine Vielzahl an Hängebrücken und über Wiesen mit Kühen, die dem Allgäu ähnelten. Ausreichend Zeit, in der Max Pläne schmieden konnte, wie unsere eigene Kaffeefarm einmal aussehen könnte.
Was man in Salento ebenfalls unbedingt machen sollte - und das ist kein KANN, sondern vielmehr ein MUSS - Tejo spielen. Tejo ist ein altes Spiel, bei welchem man Steine auf ein lehmbedecktes Feld wirft. In der Mitte liegen vier Papierdreiecke, jedes davon ist gefüllt mit Schießpullver. Ziel ist es den Stein auf eines der Dreiecke zu werfen und sich zu freuen, wenn eine kleine Explosion stattfindet. Das ganze erinnert stark an den wilden Westen. Sehr einfach, aber super spaßig.💥
Highlight der Tage: klar wie Kloßbrühe - die drei Welpen des Hostels, die grade einmal einen Monat alt waren. Die Versuchung war groß einen mitzunehmen.🙈
Weiter geht es zur letzten Station in Kolumbien - der Amazonas.
🔜 Leticia, KolumbienЧитать далее
Leticia - Amazonas
6 октября 2022 г., Колумбия ⋅ ⛅ 34 °C
Unsere letzte Station in Kolumbien war nochmal ein echtes Highlight. Bereits 20 Minuten vor Landung begann das einzigartige Erlebnis. Wald so weit das Auge reichte - Wasser bis an den Horizont war man gewöhnt aus dem Flieger zu sehen, aber Wald?! Wir waren also tatsächlich angekommen im größten Regenwald der Welt, dem Amazonas. Ein Traum wird wahr.
Bis auf die erste Nacht im Hostel hatten wir noch nichts gebucht, doch sicher war, wir wollen den Dschungel nicht nur von oben sehen. Im Hostel angekommen fragte uns der Mitarbeiter direkt, ob wir übermorgen denn nicht mitkommen wollen zu einer 3-tägigen Dschungel-Survival-Tour. Das Schicksal war also auch mit dabei, einfacher hätte es nicht klappen können. Natürlich sagten wir ja und konnten das Angebot, die perfekte Zusammenstellung der Tour und die geringen Kosten in Kombination, kaum glauben.
Tag 1 - die Wanderung:
Bei strömendem Regen machten wir uns also auf mit vier weiteren Jungs aus Kanada, Venezuela, England und Serbien, unserem Guide, dem Übersetzer und natürlich dem wichtigsten Mann der Crew, unserem Kapitän. Nach ca. einer Stunde Bootsfahrt setzte dieser uns ab und für uns ging es zu Fuß weiter. Also vertrauten wir ab diesem Zeitpunkt dem Guide unser Leben an. Es ging vorbei an Einheimischendörfer, durch Sumpfgebiete und dichten Wald. Wir sahen eine Tarantel, einzigartige Pflanzen und Tiere. Kurz vor Ankunft am Boot machten wir leider noch Bekanntschaft mit einem Wespenschwarm, der uns angriff. Voller Panik rannten alle wild umher, schrien und ich glaube jeder hoffte, dass wir unversehrt weiterkamen. Nach 5,5 Stunden Dschungelwanderung kamen wir schließlich total hungrig und müde im Camp an.
Tag 2 - der Dieb:
Der Tag begann mit dem Sonnenaufgang um 6 Uhr, denn wir hatten einiges zu erleben. Unser erster Stop war das Rescue Center für Tiere des Amazonas, die zB vom Aussterben betrot sind. Mindestens 10 zuckersüße Affen begrüßten uns per Handschlag und Umarmung. Ob wir jetzt über einen Affen als Haustier nachdenken? Na klar!
Seit zwei Jahren betreuen die Mitarbeitenden ebenfalls das Projekt Anaconda. Ein Fischer hatte ausversehen in seinem Netz das Prachtstück gefangen. Da diese häufig getötet werden, um zB Medizin herzustellen oder einfach nur um gegessen zu werden, geht die Anzahl stetig zurück. Daher ist das Center aktuell auf der Suche nach einem passenden Partner für die Schlange, um der Reproduktion etwas nachzuhelfen.
Ein weiteres abgefahrenes Tier, das wir bestaunen durften war der Fisch Pirarucu - der größte Fisch der Welt. Bis zu über 130 kg kann er wiegen. Die Art, wie er von der Angel frisst, erinnert mehr an ein Monster aus einem Horrorfilm als an einen Fisch.
Zum Abschluss kam das Affenbaby nochmal zum kuscheln und spielen. Tasche auf, Handy raus und Cheeeese - Familienbild. Ohne zu bemerken was grade passiert strahlten wir in die Kamera. Das Äffchen lachte jedoch nicht fürs Bild, sondern freute sich, dass es Lisa die letzten 3 Bonbons aus der Tasche stibitzen durfte. So ein Schlingel!
Beim zweiten Stopp durften wir unsere Angelkünste unter Beweis stellen. Stock, Faden, Hühnerhaut und los gings. Max war erfolgreich und fing gleich 3 Fische - 2 Piranhas und eine Lisa - ein äußerst schmackhafter Fisch. Angeln konnte er schon immer 😅
Den Sonnenuntergang haben wir uns am Strand bei einem ausgiebigen Bad im Amazonas angesehen.
Ein weiteres Highlight wartete an diesem Abend noch auf uns. Denn nach dem Abendessen packten wir unsere Sachen und machten uns im Stockdunklen auf den Weg in den Dschungel, wo wir in dieser Nacht schliefen. Nach einer 20-minütigen Wanderung erreichten wir unser "Camp". Wir spannten unsere Hängematten und Mosquitonetze auf und lauschten den unzähligen Geräuschen des Regenwalds bei Nacht. Alle schliefen wie Babys, keiner ließ sich von den unzähligen giftigen Spinnen und Schlangen, den Jaguaren oder Affen aus der Ruhe bringen. Es war ein unglaubliches Erlebnis.
Tag 3 - der Spielplatz:
Am letzten Tag stand eine 4-stündige Rückfahrt in die Zivilisation mit dem Boot an. Ein letztes Mal in einer Nussschale über den Amazonas. Und auch dieses Mal meinte es das Schicksal gut mit uns. Wir fuhren durch mindestens zwei Spielplätze von Delphinen. Um uns herum waren sie überall, graue, pinke, kleine, große. Ein absolut magischer Moment!
Highlight der Tage: absolut alles!
Wir durften in so kurzer Zeit so viele unvergessliche Momente erleben. Diese müssen wir erst einmal sacken lassen.
Nach vier Wochen in Kolumbien (2-3 waren eigentlich geplant), geht es für uns von Leticia weiter mit der Fähre nach Peru.
Kein Land hat uns bisher so positiv überrascht wie Kolumbien. Unglaublich nette Einheimische, abwechslungsreiche Landschaften, fortschrittliche Städte und mit einem gesunden Maß an Vorsicht total sicher.
Kolumbien, wir sehen uns bestimmt wieder!
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ПутешественникIch bewundere euren Mut. Passt auf euch auf und genießt die Zeit. LG
Hasta lluego Colombia
7 октября 2022 г., Колумбия ⋅ ☁️ 26 °C
Länger als geplant und vor allem viel schöner und abwechslungsreicher als erwartet!
LiMa in Lima
10 октября 2022 г., Перу ⋅ ⛅ 18 °C
Nach der durchaus abenteuerlichen Anreise über den Amazonas sind wir nun also in Lima - der Hauptstadt von Peru - angekommen. Die drittgrößte Stadt Amerikas hat ca. 9 Mio Einwohnern und ist somit größer als New York City oder Buenos Aires.
Das waren so ziemlich die einzigen Facts, die wir über Lima wussten. Daher waren wir völlig unvoreingenommen und super gespannt, was die Stadt zu bieten hatte.
Zwei Tage hatten wir eingeplant, bevor wir die unzähligen Wandermöglichkeiten in Peru wahrnehmen werden.
Am ersten Tag erkundeten wir "unser" Viertel Miraflores. Entlang der Küste führte uns der Miraflores Broadway, vorbei an bunten und kleinen Parks, süßen Cafés und tollen Aussichtsplattformen mit Blick auf den Pazifik. Der Spaziergang brachte uns direkt in die Innenstadt, die unglaublich westlich und belebt war. Wir haben uns direkt sehr wohl in Lima gefühlt und uns entschieden eine Nacht zu verlängern.
Am zweiten Tag machten wir in der historischen Innenstadt eine Free Walking Tour und versuchten uns durch die peruanische Küche. Ein kleiner Fun Fact, den wir im Rahmen der Free Walking Tour lernen durften: jedes Stadtviertel von Lima hat einen eigenen Bürgermeister - ziemlich wild.🙈
Unsere letzten Stunden in Lima verbrachten wir schlendernd und Spritz trinkend im Künstlerviertel Barranco. Ein wirklich entspannter Ausklang bevor es für uns per Nachtbus in die Anden geht.
Im Übrigen, das zweitbeste und sechsbeste Restaurant der Welt kommt aus Lima, die hohen Kosten für einen Besuch hätten wir glatt in Kauf genommen. Leider waren alle Tische bis Ende November ausgebucht und auch über die Warteliste hatten wir kein Glück. Das Gute an der Sache, wir haben ziemlich viel Geld gespart.
Highlight der Tage: Churros gefüllt mit Dulce Leche an jeder Ecke für 50 Cent.
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Huaraz
13 октября 2022 г., Перу ⋅ ⛅ 8 °C
Endlich ist es wieder soweit - Berge soweit das Auge reicht. Zuhause war es unsere Lieblingswochenendbeschäftigung in die Berge zu fahren und wandern zu gehen. Die Vorstellung die Zeit hier wieder in der Höhe zu verbringen machte uns glücklich. Allerdings haben wir den doch signifikanten Höhenunterschied ziemlich unterschätzt.
Huaraz liegt bereits auf über 3.000 müNN - somit ist das Dörfchen höher als der höchste Berg Deutschlands.
Nimm dir ausreichend Zeit dich zu akklimatisieren. Fange langsam an über die 3.000 müNN zu wandern. Haben sie gesagt und geschrieben.
Auf andere hören war noch nie unser Ding. Also entschieden wir uns, nachdem wir um 6 Uhr in der Früh in Huaraz angekommen waren direkt um 9 Uhr eine Gletschertour zu starten. Gletscher hört sich hoch an. Das war er auch. Wir fuhren mit dem Bus und 30 anderen Personen auf ca. 5.000 müNN. Von da aus wanderten wir nochmal 250 Höhenmeter bis zum Ziel. Von 100 (Lima) auf 5.250 müNN ist schnell? Viel zu schnell!
Man merkte direkt bei den ersten Schritten, wie die Luft dünner wurde. Das Atmen fiel einem auf einmal so schwer. Max war es dauerhaft schwindlig und flau im Magen. An der mini Eisfläche angekommen machten wir Fotos, was das Handy her gab und schon gings wieder zurück zum Bus. In Huaraz angekommen hatten wir das Gefühl die Höhe ganz gut weggesteckt zu haben. Doch die Rechnug kam unmittelbar nach diesem absurden Gedanken. Max schlief in dieser Nacht 14 Stunden, nahm 2 Vomex gegen Übelkeit und 2 Paracetamol gegen die unglaublich fiesen Kopfschmerzen und das Fieber.
Nehmt euch Zeit, haben sie gesagt. Nähert euch langsam den hohen Bergen an... sagen nun auch wir :)
Am nächsten Tag war alles wie vergessen. Der Schlaf hat sein Bestes getan. An diesem Tag entschieden wir uns für eine entspannte Wanderung (die vermutlich am ersten Tag die richtige Wahl gewesen wäre). 500 Höhenmeter von ca. 3.200 auf 3.700 müNN. Nach der Schocktherapie vom Vortag super gut machbar. Wunderschöner Ausblick, leider hat es am Ziel dem Wilcacocha See geregnet, wieso wir direkt die Rückkehr angestrebt haben. An diesem Abend gingen wir ohne Beschwerden schlafen. Ein richtiges Erfolgserlebnis!
Eigentlich sind wir mit dem Ziel nach Huaraz gekommen, den Santa Cruz Trek zu wandern. Eine 4-Tageswanderung durch das Santa Cruz Valley. Allerdings nur, wenn wir gut akklimatisiert sind.
Daher machten wir vor Start des Treks eine weitere 1-Tagestour zur wunderschönen Laguna 69. In 7km (one way), 700 Höhenmeter ging es von ca. 3.900 müNN auf 4.600 müNN. Eine perfekte Vorbereitung auf unser anstehendes Abenteuer. Um 5 Uhr in der Früh wurden wir abgeholt, 3h fuhren wir Bus, bis es endlich losging mit 6 Litern Wasser, einer Tüte voller Coca-Blättern und noch reichlich Energie und Motivation. Wir durchquerten eine wirklich wunderschöne Landschaft bevor es 1h bergauf ging. Das Ziel vor Augen war die Anstrengung nicht mal so schlimm wie erwartet - dachten wir. Oben angekommen stellten wir fest, dass dieser See nicht unser Ziel war und wir erst auf 4.200 Höhenmetern waren. Eine weitere Stunde mit noch mehr Höhenmetern wartete auf uns. Wir kauten beim Gehen fleißig Coca-Blätter und freuten uns, dass die Höhe bisher keine Schmerzen verursachte.
Und dann brachen sie an, die letzten Höhenmeter, Schritt für Schritt nahmen die Kopfschmerzen und die Übelkeit bei Max zu, so gingen wir langsam mit regelmäßigen Wasser- und Atempausen dem Ziel entgegen. Ein Glück waren wir dann endlich da. Das türkisblaue Wasser strahlte uns entgegen und zauberte direkt ein Lächeln ins Gesicht. Kurzer Power Nap und auch Max konnte die traumhafte Landschaft genießen. Dies war definitiv eine der schönsten Wanderungen, die wir je gemacht hatten.
Trotz 3 Tage Akklimatisierung fühlte sich Max ab ca. 4.200 müNN nicht wohl. Zudem regnete es nachmittags recht stark und die Temperaturen in der Nacht gingen weit unter den Gefrierpunkt. Daher entschieden wir uns schweren Herzens, die 4-Tageswanderung nicht zu machen. Wenn wir ein solches Abenteuer starten, dann ohne 10% Schwund und mit ein wenig mehr Wetterglück. Denn krank werden können wir uns bei den anstehenden Highlights auf keinen Fall leisten!
Achja, wie es Lisa mit der Höhenkrankheit ging? Da gibt es nur einen Antwort - super sie ist auf dem Berg aufgewachsen, diesen Vorteil kann man ihr nicht abstreiten.
Highlight der Tage: die türkisblaue Lagune 69 mit Schneebedeckten Bergen im Hintergrund.
🔜 Ica, PeruЧитать далее
Paracas & Huacachina
18 октября 2022 г., Перу ⋅ ☀️ 27 °C
Eine Alternative zum 4-tägigen Santa Cruz Trek war schnell gefunden. Wir entschieden uns die Gringo (Touristen) Busroute in Richtung Cusco zu nehmen, wo wir unsere Mehrtageswanderung zu Machu Picchu starten werden.
Also hieß es abends um 21:30 Uhr in Huaraz in den Nachtbus einzusteigen, um gegen 6:30 Uhr in Lima anzukommen. Wir nahmen unseren liebsten Busanbieter hier in Südamerika - Cruz del Sur. Dieser Touristenbus hat breite, bequeme Sitze, die man auf 160 Grad einstellen konnte und somit eigentlich recht okeisch schläft. In Lima mussten wir einmal umsteigen und 3 Stunden später sind wir in Paracas angekommen.
Wir mieteten uns für den Nachmittag direkt einen Roller und fuhren durch die Weiten des Paracas Nationalparks.
Vom Gletscher zur Wüste. Sand so weit das Auge reichte. Absolutes Highlight waren die traumhaften Strände - wo Wüste auf Meer trifft - unglaublich beeindruckend.
Am nächsten Morgen haben wir uns der Hostelgruppe angeschlossen und sind mit einem Speedboat zu nahegelegenen Inseln "Islas Ballestas" gefahren. Zig verschiedene Arten von Vögel, Pinguine, Seelöwen, Seesternen, Krabben, etc. leben gemeinsam auf dem kleinen Fleckchen Erde, das auch "Galapagos der Armen" genannt wird.
Mittags ging es dann weiter in das 30 Minuten entfernte Oasendorf - Huacachina. Dieses kleine Dörfchen besteht aus einem See, unzähligen Hostels und riesige Sanddünen drum herum. Touristisch aber unglaublich beeindruckend. Unser Hostel, das Wetter, die Wüste, alles war einfach Wahnsinn!
Doch nur die Sanddünen vom Hostel aus anzusehen stellte uns nicht zufrieden. Wir heizten mit einem Buggy, 15 anderen Personen und unserem Fahrer durch die Wüste, über die Dünen, mit einer Geschwindigkeit, bei der Lisa das Schreien gar nicht mehr sein lassen konnte. Nach 45 Minuten hielten wir an, in Mitten von Sand. Jeder bekam ein Brett, sah etwas wie ein Skateboard aus, nur ohne Räder. Dann hieß es Bauch drauf, Kopf nach vorne, festhalten und los. In einem Affenzahn ging es 4 Dünen nach unten - manche sagen "mega geil" andere sagen "horror" - Geschmackssache 😅
Nach einer letzten Runde Vollgas durch den Sand, haben wir den Sonnenuntergang auf einer Düne angeschaut. So einen roten, orangenen, pinken, lilanen Himmel haben wir noch nie erlebt. Es war einfach magisch.
Wir sind einfach unglaublich froh, dass wir diesen Teil von Peru auch erleben durften. Lisa war das erste Mal in einer Wüste, somit wirklich besondere zwei Tage.
Highlight der Tage: die Buggy Tour über die Sandberge.
🔜 Cusco, PeruЧитать далее
Machu Picchu
21 октября 2022 г., Перу ⋅ ☁️ 12 °C
Als letzte Station in Peru hatten wir nochmal ein absolutes Highlight vor. So wie das Koloseum zu Italien gehört oder der Eiffelturm zu Frankreich, so gehört Machu Picchu zu Peru. Abzureisen ohne die bekannteste Inka-Stätte zu sehen kam für uns nicht in Frage. Zudem spricht Max auch schon seit Jahren darüber.
Alle Wege führen nach Rom und auch so einige nach Machu Picchu - Tagestour mit dem Zug, der berühmte 4-tägige Inka-Trail oder der anstrengendere 5-tägige Salkantay Trek. Und genau für Letzteren entschieden wir uns.
Wir wanderten 5 Tage mit einer tollen Truppe und unserem super Guide Marco, schliefen 4 Nächte in süßen Hütten, gingen insgesamt ca. 75 km zu Fuß, überquerten den Salkantay Pass (4.600 müNN) und genossen traumhafte Landschaften. Der Weg ist das Ziel stimmte in diesem Fall nur teilweise. Ganz klar war es nämlich auch Machu Picchu.
Somit standen wir am letzten Tag ein letztes Mal um 4 Uhr auf und stiegen die knapp 2.000 Stufen zum Eingang hinauf. Völlig schweißgebadet und oberglücklich genossen wir während die Sonne hinter den Bergen aufging eine Führung durch diesen atemberaubenden Platz.
Unser Fazit: Es ist mit Abstand die beeindruckenste Stätte die wir je gesehen haben! Sowohl die Geschichte, die Architektur als auch der Blick auf das Secret Valley waren unglaublich beeindruckend. Wenn Träume wahr werden, ... es war auf jeden Fall ein Gänsehautmoment.
Highlight der Tage: Spontanes Tanzen und Feiern nach einem Bad in heißen Quellen mit etlichen weiteren Touristen
🔜 Atacama Wüste, ChileЧитать далее
Danke Peru,
30 октября 2022 г., Перу ⋅ ⛅ 18 °C
Hohe Berge, traumhafte Aussichten, lange Busfahrten und unglaublich herzliche Menschen prägten unsere Zeit in Peru. Die drei Wochen sind leider viel zu schnell vergangen.
Danke Peru!
Der kleine Norden Chiles
31 октября 2022 г., Чили ⋅ 🌙 16 °C
Nach 6 Ländern, 108 Tagen und 12.370 Kilometern, die wir mit Adiletten und Birkis zurückgelegt haben, sind wir nun in unserem letzten Land Südamerikas - Chile.
Nach einigen Überlegungen haben wir uns entschieden für die ersten 10 Tage ein Auto zu mieten und den "kleinen Norden" Chiles zu erkunden. Der Name deutet schon an, dass wir in 10 Tagen nicht den gesamten Norden abfahren werden. Auch auf einer 12-monatigen Weltreise muss (leider) priorisiert werden.
Lisa: Da will ich hin - die Hacienda los Andes wird in mehreren Travelblogs erwähnt, ist super bewertet und sie haben eine eigene kleine Sternwarte mit täglichen Führungen.
Für Lisa stand fest, egal wo die Unterkunft liegt, da geht es hin. Naja und da es für Max das Wichtigste ist, dass Lisa glücklich ist (wird nämlich sonst echt unangenehm🙈), kam es natürlich so und nicht anders.
Wir wurden herzlich von der unglaublich lieben Eigentümerin empfangen. Eine Chilenin begrüßte uns mit einem überraschenden "Pfia di". Nachdem sie 13 Jahre auf einem bayrischen Bauernhof gelebt hat, beherrschte sie den bayrischen Dialekt durchaus besser als Max.
Wir fühlten uns direkt willkommen und um ehrlich zu sein hatte die Hacienda so viel Scharm, dass wir uns das allererste Mal auf der Weltreise wie Zuhause fühlten.
In den drei Tagen in der Hängematte, bei einer Wanderung durch die Wüste und langem Ausschlafen, konnten wir so richtig entspannen. Und dann hieß es Abschied nehmen, auch wenn uns die Eigentümerin Patricia für eine weitere Nacht einladen wollte. Wir jedoch konnten es kaum erwarten noch mehr vom kleinen Norden zu entdecken.
Es ging weiter nördlich, wo wir ein süßes kleines Fischerhaus direkt am Strand gemietet hatten. Hier war bis auf das Rauschen des Meeres nichts zu hören - absolute Ruhe. Von hier aus machten wir uns auf den Weg nach Huasco bzw. in einen nahegelegenen Nationalpark, wo wir gerade noch rechtzeitig die blühende Wüste vor fanden, als hätte sie auf uns gewartet. Alle 5-7 Jahre regnet es dort, was zu einem unglaublich schönen Meer an pinken, gelben, orangenen und lilanen Blumen führt.
Vor unserem letzten Stopp machten wir noch einen kurzen Abstecher zu einer zweiten Hacienda - nicht so familiär, dafür war sehr viel geboten. Wir machten einen Reitausflug - ja wir zwei Nicht-Pferdemenschen, der zuckersüße ungefähr 90-jährige Pferdemann und die drei alten, langsamen Pferde. Es war mal was anderes, wird jedoch bestimmt nicht unsere Lieblingsbeschäftigung auf Reisen.
Vielmehr genossen wir es den Tag bei Billiard, Kaffee, am Pool, bei nem Gläschen Wein oder abends unterm bewölkten Sternenhimmel im Hot Tube zu verbringen.
Bei unserem letzten Stopp Valparaiso hatten wir mal wieder eine Wohnung mit Küche. In der wirklich schönen Galeriewohnung konnten wir endlich mal wieder unser liebstes Freitagsessen an einem Dienstag zaubern - Flammkuchen mit Schmand, Feta, Kirschtomaten, Rucola und Parmesan. Die auf Hügel gebaute Stadt hat uns jedoch auch auf Grund der unzähligen Gemälde an den Häuserwänden überzeugt.
Es waren unglaublich entschleunigende 10 Tage im kleinen Norden Chiles, in denen wir gemerkt haben, dass es nicht jeden Tag ein großes Highlight braucht, sondern die Kleinen mindestens genau so wertvoll sind. Wie zum Beispiel eine warme Dusche, eine abklingende Erkältung, den Sternenhimmel, warmherzig Menschen, die Sonne im Gesicht, blühende Kakteen, bunte Muscheln, ein Billiardtisch, eine Küche zum selbst kochen, Netflix, einander zu haben...
Highlight der Tage: die Astro-Tour mit Elke, bei welcher wir Saturn, Jupiter, Sternnebel, den Mond und viele weitere Himmelskörper erklärt bekommen und durch ein wirklich gutes Teleskop anschauen konnten.
🔜 Santiago de Chile, ChileЧитать далее
Santiago de Chile
10 ноября 2022 г., Чили ⋅ ☁️ 19 °C
Viele fragten uns die letzten Wochen und Monate über "Könnt ihr einen neuen Ort überhaupt noch aufnehmen?" oder "Habt ihr nicht bald Heimweh?". Ohne drüber nachzudenken waren unsere Antworten klar. Die meisten unserer Erlebnisse sind so unterschiedlich, da fällt das Aufnehmen von Neuem nicht schwer und für Heimweh haben wir gar keine Zeit 😏
Doch in Chile änderten sich unsere Antworten ein wenig. Und das hat absolut nichts mit dem Land an sich zu tun. Im kleinen Norden und insbesondere in Santiago verspürten wir eine leichte Müdigkeit. Müde, noch eine Stadtführung zu machen. Müde, wieder den ganzen Tag unterwegs zu sein. Müde, auf TripAdvisor nach weiteren Aktivitäten zu schauen. Und müde, das beste Restaurant der Stadt zu finden.
Daher fuhren wir einige Gänge zurück und planten unsere nächsten Schritte - außerhalb von Südamerika. Denn wir stellten fest, dass es Zeit für etwas Neues wird. Nach drei Tagen bemerkten wir, dass wir bis auf den Weg zur Wäscherei, zwei Cafés und ausgiebigen Einkaufstouren von Lisa in der riesigen Shoppingmall neben unserer Unterkunft recht wenig von Santiago gesehen hatten. Jedoch verspürten wir kein "Bereuen" - also alles richtige gemacht!😊
Am letzten Tag entschieden wir uns dann doch noch zu einem Spaziergang im Park Metropolitano de Santiago, von wo aus man eine tolle Aussicht über komplett Santiago hat. Glücklich stellten wir fest, dass schöne Aussichten uns noch immer berühren.
Also kann unsere letzte Station in Südamerika kommen - eine 5-Tageswanderung durch den Nationalpark Torres del Paine.
Highlight der Tage: Bummeln durch das Einkaufszentrum und mal wieder "so richtig" shoppen. Und ganz viel Netflix und Pizza im Bett.
🔜 Torres del Paine, PatagonienЧитать далее
Torres del Paine
14 ноября 2022 г., Чили ⋅ ⛅ 9 °C
Schön, schöner, Patagonien. Es war uns durchaus bewusst, dass uns eine einzigartige, wunderschöne Natur erwarten würde, mit DIESER wundervollen Landschaft haben wir jedoch absolut nicht gerechnet.
Nachdem wir von Punta Arenas aus das Feuerland - den südlichsten Punkt Festland der Welt - sehen konnten, war uns klar, dass wir noch nie so nahe der Antarktis waren und so schnell auch nicht mehr kommen werden.
In den kommenden Tagen ging es auf große Wanderschaft im Nationalpark Torres del Paine. Dieser umfasst ca. 2420 km² bestehend aus Seen, Bergen, Gletschern und unglaublichen Weiten.
Wir freuten uns seit Wochen auf den 5-tägigen W-Trek, der einmal durch den Nationalpark führt. Wir hatten auf unserer Reise schon einige Mehrtageswanderungen gemacht, jedoch stellten wir hier in Patagonien bei den ersten Schritten bereits fest, dass diese besonders werden würde. Dieses Mal hatten wir keinen Guide, keine Gruppe und vorallem keine Mulas (eine Kreuzung aus Esel und Pferd) die unser Gepäck trugen. Mit Klamotten, Zelt, Isomatten, Schlafsäcken, Gaskocher und Essen für 5 Tage im Gepäck, machten wir uns also mit über 20 kg auf den Weg - bis zur ersten Pause, nach 10 Minuten...
STOPP! Jacke ausziehen, es ist viel zu warm!
Nach weiteren 45 Minuten erreichten wir einen Aussichtspunkt. Und wieder hieß es... STOPP! Jacke anziehen, nun windet es zu sehr. Dieses kräftezehrende Spiel, den Rucksack ab und wieder aufzusetzen, um Klamottenschichten an oder aus zu ziehen, begleitete uns die gesamten fünf Tage. :)
Am ersten Tag erlebten wir vier Jahreszeiten und hatten von Sonne pur, über 100km/h starke Orkanböen bis hin zu Schneeregen wahrlich alles und trotzdem waren wir überwältigt von den unglaublich türkisenen Seen und vorallem von den hellblauen Eisschollen, die im Wasser schwammen. Unser erster Camping Platz lag nur einen Kilometer vom Gletscher Grey entfernt, der uns durch seine riesige Eisfläche und den Blick auf das Südpatagonische Eis total faszinierte. Leider ist auch seine Eismasse in den letzten Jahren um ein vielfaches kleiner geworden. Klimawandel hautnah...
Viel stand an diesem ersten Tag jedoch nicht mehr an, nachdem wir unser Zelt im Nu aufgebaut hatten, stärkten wir uns mit Suppe & Nudeln und hüpften total erschöpft in den Schlafsack.
Lisa hatte am ersten Tag sehr mit dem Gewicht des Rucksacks zu kämpfen, weshalb Max ihr das ein oder andere Kilo abnahm. Was eine Nudelpackung, Tomatensoßen und Gewürze so alles bewirken können. Speedmodus eingelegt und weiter ging es zum Camp 2. Als Belohnung, dass wir den Tag erfolgreich gemeistert hatten, gab es zu Abend eine Runde Dr. Oetker Paradiscreme mit Blick auf das türkisblaue Wasser. Unglaublich was sich in chilenischen Supermärkten so alles finden lässt.😅
An Tag 3 erwartete uns ein traumhafter Weg immer und immerzu entlang unterschiedlicher Seen und vorbei an majestätischen Bergen. Ein unglaubliches Panorama, das wir den ganzen Tag genießen durften. Wir machten einen kurzen Abstecher zum Lookout Frances, bei welchem wir Aussichten auf drei Gletscher hatten, die sich schwer in Worte fassen lassen. Nur wirklich lange genießen konnten wir es nicht, da die Windgeschwindigkeit bei ca. 105 km/h lag. Solche Böen, die sogar Max zu Fall bringen, haben wir bisher so noch nie erlebt.
Und dann kam er, Tag 4. Die Rucksäcke wurden zum Glück zwar immer leichter, unsere Beine jedoch immer schwerer und unsere Knie immer schmerzhafter. 18 km standen an, mit reichlich Höhenmetern - 6-7 Stunden Wanderung. Die Landschaft änderte sich, die Wege gingen von steinig in Gras über. Anders und trotzdem wunderschön. Leider fuhr bei Lisa der Genießermodus recht schnell zurück und der Schmerzmodus stieg explosionsartig an. Trotz Abnahme von weiteren Kilos, schaffte Max es nicht ihr für die letzten 5 km ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Und so erreichten wir nach ein paar Tränen unseren letzten Camping Platz, wo wir die Reste des Essens vernichteten. Merke: Tassenkuchen auf dem Gaskocher ist machbar und schmeckt lecker.
Am letzten Tag wollten wir uns eigentlich gegen 5 Uhr auf den Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt machen. Jedoch erwartete uns Schneeregen, es war bewölkt und auch Max ging mittlerweile eher wie ein Esel im Endstadium. Daher machten wir uns nach dem Frühstück auf in Richtung Bushaltestelle und genossen noch einen letzten Abstieg und das traumhafte Panorama mit Blick auf die Torres.
Müde, kaputt, hungrig und insbesondere richtig müde ging es mit dem Bus zurück ins Hostel nach Punta Arenas, wo erstmal ausgeschlafen wurde.
Drei Dinge sind uns klar geworden während der Tage:
1. Patagonien sieht uns auf jeden Fall wieder.
2. Es ist gut, dass wir auf unserer Weltreise nicht in Wanderschuhen weiterziehen, sondern auf Bus, Bahn, Auto und co zurückgreifen.
3. Es gibt Orte an denen Bier teurer ist, als auf dem Oktoberfest.
Highlight der Tage: der massive Gletscher, die Eisschollen im See & das traumhaft türkisfarbene Wasser.
🔜 Tauchen in Utila, HondurasЧитать далее
3 Wochen traumhaftes Chile
20 ноября 2022 г., Чили ⋅ ⛅ 14 °C
Super schöne, entschleunigende Wochen in Chile. Einfach traumhaft!
Tauchkurs auf Utila in Honduras
22 ноября 2022 г., Гондурас ⋅ ☀️ 26 °C
Mit unserer Wanderung durch Patagonien war auch unsere Zeit in Südamerika vorbei. Unser nächster Stopp führte uns zurück nach Mittelamerika in die gefährlichste Stadt der Welt - San Pedro Sula in Honduras.
Auch wenn wir hier nur einen kurzen Zwischenstopp einplanten, um auf die Insel Utila zu kommen, hatte Lisa Respekt vor der Reise. Um das Risko zu reduzieren verbrachten wir mal wieder eine Nacht im Flughafen bevor es mit einem privaten Taxi in Richtung Utila ging.
Dort angekommen starteten wir direkt mit unserem Tauchkurs. Das Ganze war dann doch etwas ernster als wir dachten. Und somit verbrachten wir viel Zeit mit Theoriekursen und Unterwasserübungen. Nach 5 Tagen war es dann endlich soweit und wir beendeten unseren Open Water Tauchkurs erfolgreich.
Zu unserer Freude zeigte sich die Unterwasserwelt direkt auch super spannend und wir sahen Seepferde, Rochen, Hummer, etliche Fische und - für Lisa das absolute Highlight - schwammen mit einer Delphinefamilie.
Somit war der Hunger auf mehr auch direkt gegeben und wir können es kaum erwarten auf der weiteren Reise immer wieder Tauchausflüge zu machen. Jetzt bedarf es jedoch erstmal ein wenig Erholung und Ruhe die ersten Tage in Guatemala!
Highlight der Tage: definitiv das Schwimmen mit den Delphinen.
🔜 Rio Dulce, GuatemalaЧитать далее
Guatemala
27 ноября 2022 г., Гватемала ⋅ ☁️ 18 °C
Das Land der Vulkane - in Guatemala gibt es 37 Stück davon. 33 sind aktiv und einige spuken regelmäßig Lava, 4 sind nicht aktiv und sehen einfach nur gut aus 😏
Einer der schönsten Tage unserer Reise hat mit genau solch einem Vulkan zu tun. Aber erst einmal der Reihe nach.
Nach der kräftezehrenden Wanderung in Patagonien, der zwei Tagesreise nach Utila und dem Tauchkurs mit unzähligen Tauchgängen, haben wir die ersten Tage in Guatemala ganz entspannt in einer kleinen, süßen Holzhütte verbracht, in Mitten von viel Grün. Ab hier verbrachten wir die Tage zu Dritt. Nein, wir verkünden hiermit nicht, dass wir schwanger sind. Raphi, ein ehemaliger Praktikant von Lisas Arbeit war auch zufällig in der Gegend und leistete uns in Guatemala Gesellschaft.
Gut erholt ging es weiter an den See Atitlan nach San Pedro La Laguna. Wir genossen die Zeit mit einigen Partien Billiard, ausgiebigen Frühstücks, einer Massage und anschließendem Baden in Hot Pools und einem nicht all zu langen Morgenspaziergang auf den Indian Nose für einen unglaublich schönen Sonnenaufgang.
Leider rannte die Zeit in Guatemala viel zu schnell und schon brachen die letzten Tage in Antigua an. Eine super süße Stadt umgeben von zig Vulkanen. Die Free Walking Tour gab uns einen guten Einblick in die Geschichte der Stadt.
Und dann stand das absolute Highlight an.
Unweit von Antigua liegt einer der aktiven Vulkane Fuego. Etliche Organtisationen bieten zwei Tagestouren auf den gegenüberliegenden Vulkan Acatenango an. Und genau dies wollten wir machen. Wir wanderten also mit einer Gruppe von 20 Personen und unseren Guides die 1.400 Höhenmeter bis zum Camp. Steil triffts ganz gut.
Nachdem wir unsere Zelte mit Blick auf den Vulkan Fuego bezogen hatten, durften wir einen unglaublichen Sonnenuntergang genießen. Mit Einbruch der Dämmerung begann schließlich die Magie. Alle paar Minuten spuckte Fuego Lava in die Höhe, die anschließend auf die Erde herunter prasselte. Unglaublich schön, etwas angsteinflössend und so einzigartig!!!
Am nächsten Tag mussten wir uns leider schon von Raphi verabschieden, denn für uns geht es weiter - Bahamas calling.
Highlight der Tage: die Magie des Vulkan Fuego. So etwas Schönes haben wir lange nicht gesehen.
🔜 The Exuma, BahamasЧитать далее
Unglaublich schönes Guatemala
9 декабря 2022 г., Гватемала ⋅ ⛅ 15 °C
10 Tage Guatemala sind viel zu wenig. Dieses Land ist in jeglicher Hinsicht eine Reise wert - allerdings mindestens für 3 Wochen.
Daher auch an dieser Stelle: Guatemala, du wirst uns auf jeden Fall wiedersehen.
Danke, für die wirklich schöne Zeit.
Raphi, schön, dass du dabei warst!Читать далее
Great Exuma Island, Bahamas
10 декабря 2022 г., Багамские о-ва ⋅ 🌙 24 °C
"Schönere Strände als auf den Malediven" war eines der Zitate, über die wir beim Planen unserer Weltreise Anfang des Jahres 2022 gestolpert sind. In Kombination mit den berühmten schwimmenden Schweinen und dem türkisblauen Wasser überzeugten uns die Bahamas direkt.
Bereits vom Flugzeug aus erwartete uns ein unglaubliches Bild - 50 shades of blue.
Angekommen am wohl kleinsten Flughafen, den wir bisher auf unserer Reise besuchten, holte uns unsere gut gelaunte, wirklich nette Airbnb Vermieteren ab und brachte uns zu unserem kleinen Cottage - unser Zuhause für die nächsten 6 Tage.
Aus dem Auto konnten wir bereits den ein oder anderen Blick auf die Strände erhaschen und die Vorfreude auf Sand zwischen den Zehen und Sonne im Gesicht stieg sekündlich. Daher verstauten wir unsere langen Klamotten und schlüpften so schnell wie möglich in Bikini, Badehose und Shirts. Sonnencreme, Sonnenbrille, Sonnenhut. Los gings - 5 Minuten zu Fuß und wir erreichten einer von unzähligen Stränden auf der Insel. Wir trauten unseren Augen kaum. Der Strand war so weiß, so lang, so leer. Das Wasser war türkis, hellblau, dunkelblau. Es war ein wunderbares Farbenspiel. Es war einfach traumhaft.
Am zweiten Tag regnete es leider den ganzen Tag, Zeit genug für uns, um auszuschlafen und einfach mal wieder einen Tag im Bett zu verbringen. Toitoitoi, dass die weiteren 5 Tage besser werden würden.
Neuer Tag, neues Glück. Bereits ab 6 Uhr morgens schlichen sich die ersten Sonnenstrahlen in unsere kleine Hütte. Die Sonne war zurück und wir konnten es kaum erwarten mit dem Auto die Insel zu erkunden. Wir fuhren von einem Traumstrand zum Nächsten. Ein Strand war schöner als der andere, obwohl wir dachten, dass das gar nicht mehr möglich ist.
Da wir uns ausreichend Zeit an den einzelnen Stränden nahmen, schafften wir entgegen unserer Planung lediglich den nördlichen Teil der Insel. Daher mietet wir direkt das Auto ein weiteres Mal für den nächsten Tag. Auch die Südinsel bestätigte, dass die Insel Exuma die schönsten Strände hat, die wir je gesehen hatten.
Was natürlich nicht fehlen darf, bei einem Besuch auf den Bahamas - eine Tour zu den schwimmenden Schweinen. Nach langem hin und her schreiben mit jeglichen Organisationen bekamen wir immer nur eine Aussage zurück: "Wir bieten erst wieder am Freitag eine Tour an. Wie haben zu wenige Teilnehmer."
Freitag war unser Abreisetag. Wir konnten es kaum fassen. Wir waren bereit einen Batzen Geld für die Tour zu bezahlen und Mittwoch und Donnerstag sollte es keine Touren geben. Wir durchliefen drei Phasen der Verarbeitung - Aggression, Trauer, Akzeptanz. Der Plan B für Donnerstag stand - wir wollten zur Beach Bar auf Stocking Island.
In der Früh jedoch rief Max noch total verschlafen "Wir haben glaub eine Tour. Heute Nachmittag.".
Das Schicksal meinte es gut. Wir durften doch noch in den Genuss der riesigen Schweinchen, einigen Rochen, einem Strand voller Leguane und einem schönen Schnorchelspot kommen. Es war wirklich ein Erlebnis. Ob es die $170 pro Person für die 4h wirklich wert waren sei dahin gestellt. Jedoch abzureisen ohne Tour, da hätte dann vermutlich was gefehlt. Daher waren wir bzw. insbesondere Lisa happy, dass es so unerwartet doch noch geklappt hat.
Am Freitag stand dann mal wieder Rucksack packen an. Schon lange ist es uns nicht mehr so schwer gefallen weiter zu fahren. Diese Insel war so paradiesisch, so traumhaft, so wunderschön. Wir hätten noch einige Tage mehr dort verbringen können.
Doch die Flüge waren gebucht und unser Geldbeutel leer - kein günstiges Pflaster.
Merke: kaufe niemals in einem kleinen Lebensmittelladen einen Salatkopf ohne Preisschild. Zuhause stellten wir fest, dass er $15 gekostet hat.😅
Jetzt freuten wie uns jedoch auch wirklich auf 2 Tage Weihnachtsstimmmung in Chicago mit Christkindlsmarkt, Glühwein, Minusgrade und ganz viel Weihnachtsmusik.
Highlight der Tage: die unglaublich freundlichen und herzlichen Einheimischen. Ob am Strand, auf der Straße, aus dem Auto oder Haus raus, sobald man Blickkontakt hatte riefen sie "Hallo", winkten und fingen Gespräche an. Alles wirkte so echt und absolut nicht aufgesetzt.
🔜Chicago, USAЧитать далее
Chicago
16 декабря 2022 г., Соединенные Штаты ⋅ ☁️ -1 °C
Next stop Chicago!
Aufgrund einer Flugverschiebung erwartete uns ein ganz besonderer Zwischenstopp in Chicago.
Wir freuten uns unheimlich auf einen kurzen Ausflug in den Winter mit Glühwein und ein wenig Weihnachtsstimmung.
Nach dem ersten Kälteschock kam die Freude dann auch tatsächlich auf. Wir entschieden ubs direkt mit Free Walking Tour die Stadt zu erkunden. Fokus der Tour: Weihnachten.
Denn davon hat Chicago viel zu bieten. Zum Beispiel wurde - Rudolph the red-nosed Reindeer in einem Kaufhaus in Chicago geboren.
Anschließend kauften wir uns eine Vielzahl typischer Chicago Süßigkeiten. Unter anderem eine Tüte Popcorn Chicago Style - Geschmacksrichtung Käse und Karamell gemischt. Hört sich ganz furchtbar an, schmeckt jedoch wirklich super lecker und wurde sogar von Oprah empfohlen.
Zum Abschluss des tollen Tages gingen wir in das Goodman Theater, um das Weihnachtsstück "A Christmas Caroll" anzusehen.
Den zweiten Tag spazierten wir durch die Straßen und am Lake Michigan entlang. Alle ca. 30-60 Minuten jedoch mussten wir uns in einem Gebäude aufwärmen, da es so kalt war. -8 Grad in Kombination mit dem Wind war unglaublich eisig. Was erwartet man jedoch in der "Windy City" wie Chicago auch genannt wird.
Zum Abschluss unseres Zwischenstopps besuchten wir den Chicago Christkindlsmarkt und vergnügten uns mit deutscher Bratwurst in der Semmel, Currywurst und Glühwein. Tatsächlich alles wirklich Deutsch!
Am Sonntagmorgen stellten wir zudem mit Schrecken fest, dass wir für die Einreise nach Kenia ein Visum benötigen. Bearbeitungsdauer 2-4 Werktage. Unser Flug ging jedoch bereits Montagmorgen. Kenia ist zwar 7 Stunden vor Chicago, der pünktliche Erhalt schien jedoch aussichtslos. Trotzdem schrieben wir den kenianischen Behörden via Mail, WhatsApp und Co. Plan B und C hatten wir bereits ausgearbeitet. Lisas Geburtstag und Weihnachten werden wir wohl doch im kalten Chicago verbringen. Schade. Sonntag Nacht um 1 Uhr Chicago Zeit kam völlig unerwartet die frohe Botschaft - wir können einreisen.
Total erleichtert und happy machten wir uns am Montag in aller Früh auf dem Weg zum Flughafen, um nach Kenia zu fliegen.
Highlight der Tage: original Nürnberger Glühwein 😍
🔜 Diani Beach, KeniaЧитать далее
Frohe Weihnachten
24 декабря 2022 г., Кения ⋅ ☁️ 25 °C
Weihnachten am Strand unglaublich schön und trotzdem ziemlich ungewohnt.
Weihnachtsmützen, 30 Grad und Sandstrand - welch gewöhnungsbedürftiger Anblick. Und genau deswegen mussten wir auf den Bahamas einfach ein kleines Fotoshooting machen.
Wir wünschen Euch allen frohe und besinnliche Weihnachten. Genießt die Zeit mit euren Lieben! Habt Spaß und viel Freude bei allem was ihr macht.
Merry Christmas & Happy Holiday🎄Читать далее
Kenia
25 декабря 2022 г., Кения ⋅ ⛅ 27 °C
Bei der Planung unserer Weltreise war uns eines besonders wichtig: Lisa will ihren Geburtstag ein erstes Mal im Warmen feiern.
So suchten wir lange Zeit nach einem passenden Reiseziel und fanden Kenia!
Nach etwas Hin und Her um unser Visa - das wir nur haarscharf bekommen hatten - ging es für uns nach Mombasa an den Diani Beach. Die Tage verbrachten wir damit unsere verlorene Bräune bei ausgiebigen Pool Sessions und Strandspaziergängen zurückzuerobern - erfolgreich.
Nachdem wir einige schöne Tage hatten - darunter auch Lisas 30en Geburtstag🥳, sowie ein schönes Weihnachtsdinner unter Palmen, ging es für uns mit dem Zug in den Tsavo Nationalpark. Hier hatten wir eine Unterkunft mit Blick auf ein Wasserloch, so dass Max sein Fernglas nicht einmal beim Schlafen auszog - eher weniger erfolgreich.😅 Etwas erfolgreicher war dann jedoch die Safari - Leopard, Geparden, eine große Löwenfamilie und unzähle Elefantenherden weckten in uns unzählige Glücksmomente.
Wir sind endlich zurück in Afrika!!😍
🔜 Kapstadt, SüdafrikaЧитать далее
Kenia in 90 Sekunden
26 декабря 2022 г., Кения ⋅ ☀️ 34 °C
Die wohl informativste Safari, die wir bisher gemacht haben. Super Guide, viele Tiere, tolle Landschaft.
Kapstadt & Stellenbosch
29 декабря 2022 г., Южная Африка ⋅ ☀️ 21 °C
Eines der Länder, auf die wir uns besonders freuten war Südafrika. Und nun sollte es endlich soweit sein.
Wir landeten in Johannesburg, blieben lediglich eine Nacht bevor es nach Kapstadt weiterging. Und trotzdem fühlte es sich direkt wie ein zweites Zuhause an. Eine Heimat weit weg von Zuhause.
Die Erinnerungen kamen in uns hoch, wie jeder von uns damals vor 6 Jahren in Johannesburg gelandet ist und ein 6-monatiges Abenteuer auf uns wartete. Ein Abenteuer, welches viele unvergessliche Erinneringen mit sich brachte und uns dahin führte, wo wir heute sind. ❤
Angekommen in Kapstadt war uns direkt wieder bewusst, wieso wir uns immer vorstellen konnten ein paar Jahre hier zu leben. 'Howzit' - endlich wieder eine Begrüßung, die wir verstanden. 'Uns geht's super und dir?'. Diese Freundlichkeit, dieses Strahlen in den Augen, diese unkomplizierte Konversation - endlich sind wir wieder zurück.
Die Tage vor Silvester genossen wir mit ausgiebigen Spaziergängen an der Küste, schlendernd entlang der V&A Waterfront und leckerem Essen in den unzähligen Essensmärkten und leckeren Restaurants. Endlich wieder Essen und Preise nach unserem Geschmack!!!
Silvester wollten wir eigentlich mit Mira und Bene (haben wir damals ebenfalls in Südafrika kennengelernt) und vier Freunden von ihnen verbringen. Leider hinderte eine spontane Fiebererkrankung Mira daran das Bett zu verlassen. Daher waren wir nur noch zu sechst im Restaurant, hatten jedoch trotzdem super viel Spaß.
Zu unserer Freude klappte es ein paar Tage später mit Mira und Bene in Stellenbosch Mittag zu essen. Wirklich schön Freunde nach circa der Hälfte unserer Reise zu treffen.
Die weiteren Tage haben wir zu 100% in Stellenbosch auf unzähligen Weingütern genossen. Andreas studiert in Stellenbosch und kommt aus der Nähe vom Krüger Nationalpark, ihn haben wir in Peru kennengelernt. Er hat uns die besten Weingüter geschickt und wir müssen sagen, die waren einfach wirklich klasse!
Super Wein, mega Essen, tolle Aussichten, schöne Anwesen, blauer Himmel, bunte Blumen, ... wir lieben es!
Wir freuen uns im Februar nochmal in die Weinregion Südafrikas zu fahren.
Highlight der Tage: das Widersehen mit Mira und Bene und der Rotwein The Jam vom Weingut Waterford!
🔜 10 Tage Tour durch den Norden Südafrikas mit den Eltern von MaxЧитать далее
Roadtrip durch den Norden von Südafrika
6 января 2023 г., Южная Африка ⋅ 🌧 16 °C
E-Mail Posteingang: Flugbuchungsbestätigung München nach Johannesburg am 05.01.2023.
Wir sind bereits seit 5,5 Monaten unterwegs ohne Zwischenstopp in der Heimat. Für uns kann der Flug also nicht sein.
Passagiernamen: Manuela und Karl Nakladal
Endlich ist es soweit. Die Eltern von Max kommen uns besuchen. Ein großes Highlight für die Beiden uns nach so langer Zeit in Südafrika, unserem zweiten Zuhause, zu besuchen. Und auch für uns ein wirklich schöner Meilenstein nach einem halben Jahr Reisen um die Welt, einen Teil der Familie wiederzusehen.
10 Tage Südafrika Roadtrip standen uns gemeinsam bevor. Einmal die schönsten Erlebnisse und Plätze von damals erkunden und zeigen, wieso wir Südafrika so lieben - das war unser Plan.
Wir starteten mit einem kleinen Kulturschock und erkundeten zwei Tage Johannesburg - Apartheidsmuseum, Food Markets, die größte Mall Afrikas, unsere ehemalige Lieblingsbar Livingroom und lecker Essen im Kream.
Weiter ging es zu einem ganz besonderen Erlebnis. Auf dem Weg in Richtung Krüger Nationalpark stoppten wir bei einer Löwenfarm. Wir kannten diese bereits von 2016 und wussten, dass Collins Horseback Safari jeden Cent wert ist. Collin züchtet Löwen, mit dem Ziel den Löwenbestand in Südafrika zu stärken. Wir knuddelten Erdmännchen, streichelten Wildkatzen, gingen spazieren mit Teenager Löwen, beobachteten die ausgewachsenen Löwen beim Fressen uuuuuund kuschelten mit Baby Löwen. Einfach ein tolles Erlebnis. DANKE an Collin für die klasse Tour und die spürbare Leidenschaft, mit der er die Farm betreibt.
Am nächsten Tag ging es in aller Früh in den Krüger Nationalpark. Bereits gegen 5 Uhr waren wir am Eingang - um 5:30 Uhr öffnete das Tor - deutsche Überpünktlichkeit muss auch in Südafrika sein. :D
Wir fuhren bis Nachmittags durch den Park und sahen schon einiges an Tieren. Zum Abschluss des Tages machten wir eine Walking Safari. Leise marschierten wir mit zwei Guides in einer Reihe über Stock und Stein. Unweit sahen wir eine riesige Büffelherde, Zebras, Antilopen, super viele Käfer, Schmetterlinge und Vögel. Beim Überqueren von Löwenspuren wurde es einem auch ein bisschen flau im Magen.
Den nächsten Tag starteten wir um 4 Uhr mit einer Morgen-Safari im Game Vehicle. Alle waren noch etwas müde und verschlafen. Als wir jedoch passend zum Sonnenaufgang 4 Löwen direkt neben dem Auto beobachten konnten, waren wir alle wach!
Den Rest vom Tag fuhren wir wieder mit dem eigenen Auto in Richtung Südausgang - wollten wir. Bis auf einen Leoparden und Nashörner hatten wir so ziemlich jedes Tier gesehen. Es war erst mittags und wir waren motiviert diese beiden Spezien auch noch sichten zu können. Also entschieden wir uns für eine (offizielle) Waldstraße, um im ruhigen Hinterland fündig zu werden. Nach kurzer Zeit lag ein vertrocknetes Flußbeet vor uns, mit einigen Pfützen auf der Fahrspur.
3, 2, 1 und schon steckte unser linkes Vorderrad im Sand fest. Vor fahren, zurück fahren, 4x4 aus- und wieder anstellen, nichts brachte etwas. Wir sanken immer tiefer in den nassen Sand - der staubtrocken aussah.
Nach langem Hin und Her entschieden wir uns, dass zwei Personen aussteigen und das Auto schieben, eine Person die wilden Tiere, die sich womöglich im nächsten Busch versteckten beobachtete und eine Person natürlich das Auto bediente - erfolglos das Leben aufs Spiel gesetzt. Nach einer Stunde Wartezeit im Auto (mit zum Glück ausreichend Wasser, Snacks und vollem Tank) kam ein weiteres Auto vorbei und versprach uns umzudrehen und Hilfe zu holen. Nach weiteren 30 Minuten kamen super nette SüdafrikanerInnen, die uns leider vergeblich mit ihren Skills versuchten zu helfen. Ein weiteres Mal Glück gehabt, dass kein Löwe Lust auf vier Deutsche hatte.
Nach etwa zwei Stunden kamen die gelben Engel oder in diesem Fall die freundlichen Parkranger und zogen uns mit einem Lachen auf den Lippen raus - passiert aktuell anscheinend mehrfach täglich.
Leider haben wir weder Leoparden noch Nashörner gesehen, aber hey, wer kann sagen, dass er im Krüger stecken geblieben ist. Achja und zwei Geparden gab es dann doch noch zum Abschluss.
Die nächsten beiden Nächte verbrachten wir bei Andreas, den wir in Peru kennengelernt haben. Er und seine Eltern empfingen uns sehr herzlich mit wirklich leckerem Braai. Danke Andreas, Alexander und Linda für die wirklich tolle Gastfreundschaft.
Den Tag verbrachten wir am Blyde River Canyon, der so grün war, das wir kaum unseren Augen trauten. Und nach wie vor einer unsrer absoluten Lieblingsplätze in ganz Südafrika.
Eine letzte Station stand uns zu viert noch bevor. Wir fuhren 8 Stunden an die Küste südlich von Mosambique vorbei an der Grenze zu Swasiland nach St. Lucia. Wir verbrachten zwei sonnenreiche Tage am Strand bei warmem aber doch erfrischendem Meer in einem Nationalpark. Und wer hätte es gedacht, wir haben sogar noch ein Nashorn gesehen. Das eigentlich verrückte an St. Lucia ist jedoch, dass man nicht nur bei einer Sonnenuntergangstour etliche Nilpferde beobachten kann, sondern dass diese nachts auch durch die Straßen im Städtle laufen. Wir trauten unseren Augen kaum, aber ja, da rechts auf dem Grünstreifen wackelte ein dickes, fettes Nielpferd und ließ sich das Gras schmecken.
Ein wirklich gelungener Abschluss der 10 Tage. Wir konnten den Eltern von Max erfolgreich zeigen, wieso wir Südafrika so sehr lieben. Und wir selbst freuten uns jeden einzelnen Platz wieder zu sehen und in Erinnerungen zu schwelgen.
Highlight der Tage: wiedersehen mit Manuela und Karl
🔜 BotswanaЧитать далее







































































































































































































































































































































































