• Heike Si
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Amazonien

Einmal quer durch das Amazonasgebiet Read more
  • Trip start
    May 19, 2026

    Überraschungen…

    May 19 in Spain ⋅ ☀️ 13 °C

    …kann auch die DB manchmal: pünktliche Abfahrt in Köln Deutz und pünktliche Ankunft am Flughafen Frankfurt.
    Dort gibt es die nächste Überraschung… wir dürfen mit dem neuen Sky-Train zum Terminal 2 fahren, perfekt!!!
    Am Terminal meint man, es gäbe wieder einen Lockdown wie zu Corona-Zeiten, es ist nichts los, die meisten (Sandkasten-)Fluglinien sind schon ins neue Terminal 3 gezogen.
    Und noch ne nette Überraschung, wir lernen in Frankfurt schon über die Hälfte unsere Reisegruppe kennen und haben es dem ersten Eindruck nach gut mit ihnen getroffen👍💪

    Der Flug dauert ca. 2,5 Stunden, proxima estación: Madrid.
    Dort geht wieder das Gerenne von T4 zu T4s los, aber wir haben Zeit genug. Ich versuche sogar noch ein Upgrade zu bekommen, ist aber leider schon ausgebucht🤨 naja, immerhin haben wir drei Sitze für uns, auch nicht schlecht!
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  • Lima

    May 20 in Peru ⋅ ☀️ 23 °C

    Um fünf Uhr landen wir in Lima, der Flug war klasse, wir haben gut geschlafen.
    Vor dem Flughafen holt uns Andreas, unser Reiseleiter, ab und wir fahren mit dem Bus zum Hotel und Frühstück.
    Kurz Gepäck aufs Zimmer bringen und schon geht’s los zu einer Stadtrundfahrt mit mehreren Stops, Spaziergängen und Mittagessen (für josh gibt es Nudeln mit Shrimps in einer peruanischen Sauce, für mich vegetarisches Cheviche)
    Es ist bewölkt bei angenehmen Temperaturen und auch die Luftfeuchtigkeit verschont uns noch einigermaßen.

    Die Altstadt von Lima war ganz nett, aber es gibt interessantere Städte, zumindest für unseren Geschmack!

    Am späteren Nachmittag genehmigen wir uns noch einen Pisco Sour, das peruanische Nationalgetränk, in einer Bar, da aber alle noch mit der langen Anreise zu kämpfen haben und morgen um 3 Uhr auch schon wieder der Wecker klingelt, liegen wir schon um 21 Uhr im Bett und brauchen nur Sekunden zum einschlafen.
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  • Raus aus der Zivilisation

    May 21 in Peru ⋅ ⛅ 12 °C

    Da ist der frühe Vogel wieder….der findet uns immer! Heute gehts auf die andere Seite der Anden.
    Um halb fünf sind wir schon am Flughafen und um sieben steigen wir in den Flieger, der uns flugs in 1,5 Stunden nach Cuzco bringt.
    Vor dem Flughafen bekommt jeder sein Paar Gummistiefel, die sind im Dschungel echt angesagt.
    Dort wartet auch ein kleiner Bus mit dem wir aus der Höhe (irgendwann über 4000hm) mit mehreren Stops runter Richtung Regenwald fahren.
    Die Straße ist echt der Hammer, erst oben durch die Berge und dann geht’s Kurve für Kurve runter auf etwa 640 hm. Zwischendurch wird’s eng enger am engsten während auf einer Seite der Abgrund auf uns wartet. Alle paar hundert Meter gab’s Erdrutsche, da kommt man mit der Reparatur der Straße nicht mehr hinterher.
    Der Dschungel wird immer dichter, irgendwann ist es einfach nur noch eine grüne Wand links und rechts der Straße und wir sind mitten drin, im dampfenden Amazonasgebiet.
    Bei unseren Stops zwischendurch sehen wir die Aymara-Begräbnistürme, die Chullpas von
    Ninamarca und den ehemaligen Inka-Zoll-Posten
    Paucartambo. Im tropischen Nebelwald angekommen finden wir auch noch den Nationalvogel Perus, den knallorangenen
    Andenklippenvogel👍👍, und uns findet eine kleine Eule, die während der Fahrt durch das geöffnete Beifahrerfenster ins Auto fliegt und hallo sagt. Das ist doch wohl wie ein Sechser im Lotto, oder!?
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  • Unterwegs mit dem Boot

    May 22 ⋅ ☁️ 20 °C

    Die nächsten drei Tage fahren wir mit einem Expeditionsboot den Rio de Madre runter und unternehmen einige Ausflüge.
    Ab jetzt ist auch absoluter Komfortverzicht angesagt, die Herbergen sind, wenn überhaupt eine da ist, sehr einfach, die Duschen, wenn dann mal Wasser kommt, kalt. Aber dafür werden wir bestens verpflegt, ein Kochteam begleitet uns.

    Als erstes spazieren wir durch das Dorf Pillcopata, das letzte Dorf in dem die Menschen sich versorgen können, besuchen unter anderem das örtliche Krankenhaus, in dem immer ein Arzt und eine Krankenschwester Dienst hat. Dort werden die Patienten nur erstversorgt, bei größeren Sachen wird man in einen Bus oder Auto verfrachtet und man muss die ganze Strecke nach Cuzco fahren, da wird wohl der ein oder andere nicht überleben.
    Nach dem Spaziergang besteigen wir wieder den Bus, besuchen eine Kolibrifarm, eine Tierauffangstation für illegale oder in schlechter Haltung lebende „Haustiere“ und eine Orchideenfarm.

    Nachdem unsere Energie beim Abendessen wieder aufgefüllt ist gehen einige noch für eine Nachtwanderung in den Dschungel, es gibt aber heute nicht viel zu sehen.
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  • Zu den Tapiren

    May 23 in Peru ⋅ ☁️ 22 °C

    Heute geht es weiter Richtung Osten, natürlich wieder mit dem Boot. Beim ersten Stop unternehmen wir eine „Schlamm“-Wanderung zu einem riesigen Cederbaum, der bei den Indigenen hier heilig ist, in dem Baum wohnen die Geister.
    Danach schauen wir uns in einem Dorf um, dieses hat einen Anlegeplatz, wo die Bananen und andere Produkte der entfernt wohnenden Bauern und Indigenen auf LKWs verladen werden. Da es keine festen Lieferzeiten gibt wartet der LKW so lange, bis er voll ist, was schonmal ein paar Tage dauern kann.

    Nach einer Erfrischung zeigt uns ein Einheimischer noch stolz das Fell und den Kopf eines Jaguars, der kürzlich hier geschossen wurde weil er die Tiere im Dorf riss.

    Auf unserer weiteren Bootsetappe machen wir alle die Erfahrung, dass auch hier einiges schief gehen kann…wir kollidieren in voller Fahrt mit einem Baumstamm, es gibt einen tierischen Knall und das Boot entgeht nur knapp schlimmeren. Das Wasser steht abwechselnd links und rechts bis an die Bootskante, der Schreck steht allen ins Gesicht geschrieben. Zum Glück ist aber nichts weiteres passiert, nur ein paar nasse Klamotten.

    Mit einem kurzen Zwischenstopp an einer heißen Quelle erreichen wir dann unsere nächste Unterkunft. Wir hatten aber schon beschlossen hier nicht zu übernachten, sondern zu einer Aussichtsplattform an einer Salzlecke von Tapiren zu wandern und dort zu übernachten, um diese Tiere nachts zu beobachten. Also mal wieder kein vernünftiges Bett, Toilette und Dusche, dafür aber ein tolles Erlebnis mit einer grandiosen Geräuschkulisse des Dschungels…und des Schnarchen der Eingeschlafenen.
    Bei mir ist die Nacht gegen fünf zu Ende, ich muss im stockdunkeln dann doch mal die Dschungeltoilette aufsuchen…😬
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  • Geldverschwendung und anderes

    May 24 in Peru ⋅ ☁️ 26 °C

    Den Hauptteil des Tages verbringen wir heute wieder auf dem Boot mit den grünen Dschungelwänden, die links und rechts an uns vorbeigleiten.
    Gegen Mittag halten wir an den Dorf Diamante, ein Paradebeispiel für Geldverschwendung der Regierung. Man meinte es gut und baute durch das Dorf eine beleuchtete Fußgängerzone, es gibt allerdings keinen Strom, und jede Hütte bekam ein kleines Klohäuschen, womit die Indigenen hier allerdings GARNICHTS anfangen können und sie kurzerhand zu Lagerräumen umfunktioniert haben.
    Direkt hinter dem Dorf fängt hier das Schutzgebiet an, es darf kein „Weißer“ hinein, dort leben ein indigener Stamm, der keinen Kontakt zur Zivilisation hat.

    Am Ende der Bootsfahrt erreichen wir wieder ein kleines Dorf mit unserer Dachungelherberge, wo wir die nächste Nacht verbringen.
    Dort besuchen wir noch einen Bootsbauer, der uns gerne seine Arbeit erklärt. Für den Bau eines Bootes wird ausschließlich angeschwemmtes Treibholz benutzt, das er nach der Regenzeit und Hochwasser aus dem Fluß zieht. Dieses muss dann noch ein bis zwei Jahre trocknen, bevor es verarbeitet wird. Er baut lediglich auf Bestellung, für ein Boot braucht er circa einen Monat.
    Aus einem dieser Treibholzstämme (so einen hatten wir wohl gerammt) kann er zwei bis drei Boote in der Länge von neun bis zwölf Meter bauen und an einem Boot verdient er circa 1200 Euro.
    Das war ein wirklich kurzweiliger und interessanter Besuch.
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  • Stipvisite in der Zivilisation

    May 25 in Peru ⋅ ⛅ 24 °C

    Auf unserer heutigen Bootsfahrt kommen wir immer öfter an illegalen Goldwäschern vorbei, die hier am Flußrand ihre Anlagen aufgebaut haben. Bei einem dürfen wir aussteigen und ihm ein paar Fragen zu der Arbeit stellen.
    Die Golsucher bleiben immer circa zwei Wochen an einem Ort und ziehen dann weiter zum nächsten, um die Waschanlage aufzubauen. Wenn sie Glück haben holen sie am Tag ein bis zwei Gramm Gold aus dem Fluß. Essen tun sie maximal einmal am Tag oder auch nur alle zwei Tage. Zwischendurch werden Cocablätter gekaut, die aufputschen und das Hungergefühl unterdrücken. Wir haben als Geschenk dafür auch eine große Tüte Blätter mitgebracht 😬.
    Die Fahrt geht weiter bis nach Puerto Maldonado, wo heute ein richtiges Hotel mit Zimmern inclusive Dusche und Toilette auf uns wartet👍👍.
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  • Lago Sandoval

    May 26 in Peru ⋅ ⛅ 29 °C

    Ausschlafen ist angesagt!! Zumindest für uns, wir verzichten heute in der Früh auf einen Marktbesuch, erst um 10 Uhr werden wir mit Tuktuks abgeholt und zum Hafen gebracht. Dort steigen wir ins Boot um, das uns in ca. 20 min zu einem Ausstieg bringt, wo eine kleine Wanderung durch den Dschungel über einen tollen Holzsteg zum Lago Sandoval führt. Schon auf dem Weg erklärt der einheimische Guide viel zu diesem wunderschönen Fleckchen und seinen tierischen Bewohnern.
    Schließlich steigen wir wieder in Boote, diesmal Kanadier und verbringen etwa drei Stunden in dieser Idylle. Es ist schon touristisch hier, viele Gruppen sind unterwegs, aber alles sehr ruhig. Die Sonne knallt ganz schön, am Seeufer tummeln sich Vögel, Kaimane, Massen an Wasserschildkröten, in der Höhe entdecken wir imposante Aras und Affen.
    Danach geht es quasi auf demselben Weg wieder zurück nach Puerto Maldonado, ich finde sogar noch einen kleinen Souvenirshop mit einem Tshirt, das ich jetzt mein eigen nennen darf.
    Wieder im Hotel wartet schon unsere frisch gewaschene Wäsche auf uns und es geht zügig zum Essen mit dem letzten köstlichen Pisco Sour in Peru.
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  • Bolivien wartet!

    May 27 in Bolivia ⋅ 🌙 23 °C

    Was für eine Fahrt! Da Touristen nicht über den Fluß von Peru nach Bolivien einreisen dürfen (da gibt es nur einen Militärposten) müssen wir mit den Autos einen Riesenumweg durch den Dschungel fahren, das dauert dann normal circa 4 Stunden anstatt 20 Minuten mit dem Boot.
    Aber was ist schon normal? Wir brauchen den ganzen Tag, da der Grenzposten im Dschungel für den Einreisestempel nach Bolivien dauerhaft geschlossen hat. Wir fahren trotzdem weiter, müssen aber noch einen Umweg nach Cojiba (Grenze zwischen Bolivien und Brasilien) in Kauf nehmen, da wir ja den Einreisestempel brauchen für die Ausreise.
    So summiert sich das ganze auf über 400 km und das auf einer lehmigen Schotterpiste im Slalom wegen der ganzen Löcher.
    Letztendlich kommen wir gegen 22 Uhr in Chive an und beziehen unsere gemütliche komfortlose Dschungelherberge direkt am Fluß.

    Es wird noch gegrillt während in der Nachbarschaft heftig der heutige Muttertag gefeiert wird, die Einheimischen haben wirklich Ausdauer, erst um halb vier wird die Musik ausgeschaltet.
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  • Zu den Paranusspflückern

    May 28 in Bolivia ⋅ ☀️ 29 °C

    Um acht Uhr gibt es heute Frühstück, aber inzwischen sind wir so ans frühe Aufstehen gewöhnt, das fast alle um sieben Uhr schon irgendwo rumlungern.
    Nach der dreckigen Fahrt gestern tut die eiskalte Dusche richtig gut!!!

    Nach dem Frühstück geht’s wieder aufs Boot, auf der Fahrt werden die Goldsucher am Fluss besucht, die hier im Gegensatz zu Peru legal arbeiten.
    Auf dem Goldsucherboot arbeiten 12 Männer 24 Stunden am Tag (außer Sonntags) und eine Frau ist zuständig fürs kochen und die gute Laune der Männer. 👎👎
    Krasse Zustände auf dem Boot und ein tierischer Lärm von den Motoren, die die Pumpe zum Arbeiten bringen.

    Danach fahren wir nach Santa Rosa, einer Paranussfarm. Wir gehen etwas in den Dschungel hinein zu einem Paranussbaum. Diese Bäume können nicht kultiviert werden, sie benötigen bestimmte Pflanzen und Konstellationen um sich herum um zu wachsen. Sie haben einen sehr langen geraden kahlen Stamm und in der Krone, gerne auch mal 60 m hoch, wachsen die Nüsse.
    Auf dieser Farm arbeiten zur Erntezeit 82 Familien, alle kommen mit Sack und Pack vom Opa bis zum Baby.
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  • America

    May 29 in Bolivia ⋅ ☁️ 29 °C

    Ausschlafen ist angesagt! Und danach wird ganz in Ruhe auf der Kuhwiese gefrühstückt, Dilaras Geburtstag gefeiert und letztendlich wieder aufs Boot gestiegen.
    Nach circa vier Stunden kommen wir in America an, hört sich groß an, ist aber wieder nur eine Farm mit ein paar Häusern drumherum. Alles ist recht verlassen da die Paranussernte seit drei Wochen vorbei ist.
    Immerhin hatte man hier mal auf Initiative von world insight eine Schule gebaut, aber auch die ist inzwischen verlassen, da viele Kinder den Eltern bei der Ernte helfen müssen.
    Spannend jedoch ist, dass vor der Farm zwei Kriegsschiffe aus dem Pazifikkrieg liegen, die hier still vor sich hin rosten😉

    Abends gibt es das letzte Essen von unserem Kochteam, die morgen nach Peru zurückkehren 😢
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  • Fahrt nach Riberalta

    May 30 in Bolivia ⋅ ⛅ 30 °C

    Alle haben die Nacht gut überstanden, man gewöhnt sich also auch an das Schlafen auf Feldbetten in Lagerhallen für Paranüsse.
    Nach dem Frühstück steht die letzte Bootsfahrt an, circa vier Stunden bis La Sena, wo wir beim Mittagessen sogar noch das Champions League Finale sehen können.

    Danach besteigen wir die Ladeflächen von PickUps und fahren über die rote staubige Piste vier Stunden nach Riberalta. Krasse Tour, danach sehen alle rot gepudert, wie Indianer, aus, die Arme vibrieren vom festhalten.
    Nach ungefähr zwei Stunden sind wir an einer Tankstelle vorbei gekommen, dort standen unzählige LKWs PKWs und vor allem Mopeds, die auf Benzin warten, das aber wegen der anhaltenden Streiks in der Umgebung von La Paz frühestens Dienstag kommt. Keine Ahnung, ob die jetzt drei Tage hier stehen und warten….

    Angekommen in Riberalta wird erstmal geduscht, natürlich kalt! Danach wird nochmal geduscht, weil das Handtuch nach dem Abtrocknen rot ist…😆

    Zu einem späten Abendessen gehen wir noch zum Hauptplatz, Andreas leiht sich einen Roller und fährt mit uns Runde um Runde, das ist hier bei den Einheimischen das Abendvergnügen! (Keiner weiß woher die das Benzin haben…)
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  • Ruhetag

    May 31 in Bolivia ⋅ ☁️ 28 °C

    Bis auf einen Spaziergang durch das Städtchen haben wir heute nicht viel vor.
    Riberalta war zu Zeiten des Kautschuk-Booms eine der reichsten Städte auf dem Kontinent, wir wohnen in einem alten Kolonialhaus, dass ein Kautschukbaron damals gebaut hatte und heute von seinem Urenkel als Hotel geführt wird.
    Es gibt auch noch wenige andere Hotels in der Stadt, aber Touristen sieht man hier selten.

    Zu Zeiten des Kautschuk-Booms war es auf Todesstrafe verboten Samen des Kautschukbaums auszuführen, die Engländer haben es aber doch geschafft und die Bäume in Asien angebaut, damit er der Boom vorbei. Außerdem werden hier 70 Prozent des Weltmarktes für Paranüsse verpackt und es wurde früher Salpeter abgebaut, das la Schießpulver in alle Welt verschickt wurde.

    Während unserem Spaziergang besuchen wir einen Markt, obwohl heute der „Hauptmarkttag“ ist, haben kaum Stände geöffnet, da auch hier die Waren aus La Paz nicht mehr angekommen.

    Den Nachmittag verbringen wir im öffentlichen Schwimmbad und mit einem Schläfchen bevor wir abends wieder am Plaza den Runden drehenden Rollerfahrern zuschauen.
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  • Hallo Brasilien!

    June 1 in Brazil ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute wird Strecke gemacht. Zunächst fahren wir mit dem Kleinbus zur Grenze Bolivien/Brasilien, diese liegt quasi auf dem Rio Madre de Dios, der hier mit dem Rio Madeira zusammenfließt, wenn ich mich richtig erinnere.
    Dort wird auch Geld gewechselt, ein paar Einheimische haben ihre kleinen Tische aufgebaut und Geld in diversen Währungen landet in einer kleinen Schublade.
    Danach geht es mit der Fähre über den Fluß und schon sind wir in Brasilien. Die Taxis die auf uns warten sind komfortabel und haben alle Starlink-Internet an Bord , Luxus pur!!
    Die Fahrt geht mit kleinen Unterbrechungen (auch der Reiseleiter muss mal aufs Buschklo) nach Porto Velho, wo wir noch eine kleine Stadtbesichtigung machen und im Hafen etwas essen bevor unser Flug nach Manaus startet.

    Leider passiert einem der Reiseteilnehmer, Alex, noch ein „kleines“ Missgeschick, er unterschätzt die Höhe eines Bordsteins (die sind echt hoch hier), stolpert, der Fuß knickt um und er fällt direkt….aufs Gesicht! 😱
    Ergebnis: drei Zähne ausgeschlagen und der Fuß wohl gebrochen!!!

    Die Landschaft verändert sich, je weiter man im Amazonasgebiet nach Osten kommt, desto mehr sieht man gerodete Flächen. Diese liegen aber inzwischen brach und so nach und nach holt sich der Dschungel die Gebiete zurück.
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  • Manaus

    June 2 in Brazil ⋅ 🌧 29 °C

    Nach einer sehr kurzen Nacht und Frühstück geht’s zu Fuß in die Altstadt von Manaus.
    Zunächst kommen wir aber an der Oper vorbei, die wir heute Abend noch besichtigen und eine Tanzveranstaltung besuchen.

    Die Straße um die Oper herum war früher mit einer 6 cm dicken Schicht aus Kautschuk belegt, damit man das Getrappel der Pferde und Kutschen drinnen nicht hörte. Heute ist das aber bis auf ein paar Meter gepflastert oder asphaltiert.

    Am Hafen schlendern wir durch die von Eifel erbauten Märkte und shoppen ein wenig. Und dann bekommen wir noch ein Geschenk vom Reiseveranstalter, für jeden eine Hängematte, die werden wir übermorgen noch brauchen👍😉.

    Nachmittags besichtigen wir die Oper von Manaus, das Teatro Amazonas. Sie war die erste Oper in Brasilien, noch vor Sao Paulo oder Rio de Janeiro.
    Damals gab es zwei Architekten, die sie gerne erbauen wollten, der der den Zuschlag erhielt starb kurz vor der Eröffnung. Damit kam sein Kontrahent zum Zuge, der dann natürlich noch einiges änderte, so dass die Eröffnung mehrmals verschoben werden musste.
    Finanziert wurde die Oper durch die Einnahmen des Kautschuk-Booms.
    Der Theatersaal und der Ballsaal sind wirklich schöne Räume, im Theater ist die Decke so bemalt, dass man meint, man stehe unter dem Eifelturm.

    Abends sehen wir dann noch die Tanzaufführung (nicht so toll…) und danach in eine Bar, um noch selber zu tanzen😀 und den ersten Caipirinha zu trinken. Die Nacht wird kurz!!!
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  • Strand, Kautschuk, Seerosen und Delphine

    June 3 in Brazil ⋅ ☀️ 32 °C

    Endlich geht’s wieder aufs Boot! Direkt nach dem Frühstück latschen wir zum Hafen, treffen dort einen einheimischen Guide.
    Die Fahrt geht erst zum Zusammenfluss des Rio Negro, der aus dem Dschungel kommt und des Rio Solimões aus den Anden.
    Man sieht sehr genau welcher welcher ist, da sie unterschiedliche Farben haben und auch etwa vier Grad Temperaturunterschied.
    So fließen sie mehrere Kilometer nebeinander her bevor sie sich endgültig vermischen. Danach geht es zu einem indigenen Dorf, die hier in Hütten auf dem Wasser leben. Dort sehen wir auch die ersten Flussdelphine aus dem Wasser springen, so ein richtig gutes Foto gelingt aber nicht.
    Proxima Parada findet statt an einem Steg, der wunderschön in den Dschungel führt bis zu einer Freifläche. Dort wachsen riesige Seerosen, Vitoria Regia, diese blühen aber leider nur nachts, sehr schade. Aber allein die Blätter, riesengroße Teller sind schon toll anzusehen.

    Noch nicht genug, der Tag ist noch lang, jetzt statten wir einem Kautschukmuseum einen Besuch ab. Dieses Museum besteht aus mehreren Holzhütten, die für den Film „La Selva“ original nachgebaut wurden. Leider kann man diesen Film nicht auf deutsch sehen.
    Dort erklärt uns ein 85jähriger ehemaliger Arbeiter, wie der Prozess der Kautschukgewinnung vor sich geht. Langwierig und anstrengend, die Arbeiter mussten ein gewisses Kontingent erbringen, sonst wurde ihnen direkt gekündigt.
    Auf unserem weiteren Weg steuern wir ein Boot an, auf dem ein Restaurant ist, das leckere riesige Fische für uns grillt.
    Dort sehen wir auch die rosa Delphine wieder, die sich für unsere im Wasser hängenden Füße interessieren und dann von der Köchin mit den Resten aus der Küche gefüttert werden.
    Zum Abschluss darf ein Stückchen weiter ein Strand- und Badeausflug nicht fehlen, dort verweilen wir noch ein Stündchen bevor das Boot uns zurück nach Manaus bringt.

    In Maunas bekommen wir noch ein Geschenk vom Reiseveranstalter, für jeden eine Hängematte, die wir morgen noch brauchen werden.
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  • Flusskreuzfahrt 1. Teil

    June 4 in Brazil ⋅ ☁️ 27 °C

    Es wird nochmal spannend, wir werden die nächsten zwei Tage auf einem Frachter verbringen, unser Ziel ist Santarem bzw. Alter do Chão.
    Um 8 Uhr sind wir schon im Hafen und erledigen alle Formalitäten. Bis das Schiff gegen 12 Uhr ablegt schauen wir noch den geschäftigem Treiben am Hafen zu und wie die Schiffe, von denen es hier massenhaft gibt, beladen werden.

    Dann geht es mit allem Gepäck auf engen Treppen rauf aufs dritte Deck und Plätze für die Hängematten, in denen wir die Nacht verbringen werden sichern.
    Das Schiff hat 869 Hängemttenplätze, ist aber zum Glück nicht ausgebucht. So haben wir relativ Platz um die Hängematte, sonst würden die hier kreuz und quer, über- und untereinander aufgehängt. Aber auch so wird es interessant mit so vielen Menschen auf kleinem Raum zu schlafen. Zum Glück haben wir ja in den Lagerhallen bei den Paranussfarmern etwas geübt😆.

    Ansonsten passiert auf so einem Frachter naturgemäß nicht viel, man redet dummes Zeug, trifft sich beim Essen, und lässt die Landschaft an sich vorbei ziehen.
    Nach einem tollen Sonnenuntergang sitzen wir an einer Bar auf dem Oberdeck und vertiefen die deutsch-brasilianische Freundschaft🤪, Hauptthema, wie kann es anders sein, Fußball!!
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  • Flusskreuzfahrt 2. Teil

    June 5 in Brazil ⋅ 🌧 28 °C

    Die Nacht war überraschend gut! Andreas hatte uns noch gezeigt, wie man am besten in der Hängematte liegt, alles eine Frage der Technik. Um sieben Uhr gehen die meisten zum Frühstück (ich nicht) um zu erfahren, dass es das erst um acht Uhr gibt😆. Da bin ich dann auch dabei!

    Danach wird erst nochmal geschlafen bis es Mittagessen gibt, wir verzichten und schlafen noch ne Stunde👌.

    Am späten Mittag trudeln so langsam wieder alle auf dem Oberdeck ein, die Musik dröhnt schon aus den Lautsprechern.

    Bevor uns langweilig wird hat Brasilien sich noch eine Überraschung für uns überlegt! Wir legen unplanmäßig an und werden sogar von einer Gruppe Polizisten aus verschiedenen Einheiten empfangen, sogar mit Hund.
    Scherz beiseite, so ganz lustig war es nicht, die haben das ganze Schiff durchsucht. Jeder musste seine Hängematte hochbinden und bei seinem Gepäck warten bis es kontrolliert wurde.
    Natürlich auch der Frachtraum. Der Hund zeigte mehrmals an, das Ergebnis haben wir aber nicht erfahren.
    Ganz schön spannend, ca. 1,5 Stunden hat der Zirkus gedauert.

    Danach konnten wir dann aber ruhig weitershippern bis Santarem, dann mit dem Taxi nach Alter do Chão, wo wir die nächsten zwei Nächte verbringen.
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  • Relaxen…

    June 6 in Brazil ⋅ 🌧 27 °C

    …das haben wir uns ja wohl auch mal verdient!
    Nach dem Frühstück auf der Dachterrasse des Hotels geht’s, mal wieder mit dem Boot, auf eine vorgelagerte Landzunge mit diversen Bars, wovon aber zwei Drittel wegen dem Hochwasser geschlossen sind.
    Dort besteigen wir erstmal den höchsten Berg der Gegend, mit Flipflops ganz schön anstrengend!

    Danach gibt’s den verdienten Drink, langsam füllt sich der Strandabschnitt, die Tische und Stühle stehen im Wasser, auch Hängematten stehen zur Verfügung. Die Brasilianer verstehen schon etwas vom Leben genießen!!

    Es ist zwar bedeckt, aber trotzdem sehr warm und so lassen wir uns nachmittags mal mit dem Bötchen durch die Kanäle im Dschungel kutschieren. Auch sehr nett!
    Dann noch zwei Stündchen süßes Nichtstun, Fußball schauen (USA-Deurschland) bis ein Platzregen unseren Aufbruch einläutet.
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    Trip end
    June 9, 2026