Argentina
Arroyo Calafate

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Travelers at this place
  • Day22

    Leben mit Hunden in Argentinien

    April 18 in Argentina ⋅ ☁️ 7 °C

    Für uns bis jetzt eine der witzigsten und coolsten Beobachtungen in Argentinien, ist das Zusammenleben mit Hunden und der Umgang mit dutzenden von Ihnen auf den Straßen in jedem bisher besuchten Ort.
    Egal ob in Ushuaia, Rio Gallegos, El Calafate oder El Chaltén, überall finden sich etliche Hunde auf den belebten Straßen die nicht alle wie Straßenhunde wirken, weil manche von Ihnen Halsbänder und sehr gut gepflegtes Fell haben.
    Das Zusammenleben mit Hund scheint hier komplett anders zu laufen als bei uns in Deutschland. Es scheint, als hätte hier fast jeder Haushalt mindestens einen Hund, aber anstatt während des ganzen Tages an dem die Besitzer arbeiten müssen alleine im Haus zu verweilen, leben und spielen sie zusammen mit einer Vielzahl anderer Hunde und Menschen auf den Straßen der Städte.
    Das geht so weit, dass die Vierbeiner häufig ihre Stamm-Restaurants haben, in denen sie Abfälle bekommen und sogar drinnen mit den Gästen verweilen dürfen.
    Die Menschen die hier leben, scheinen alle extrem hundefreundlich und machen vor Supermarkteingängen Slalomwege um auf dem Rücken liegende Hunde.
    Sie liegen auf Zebrastreifen, bellen vorbeifahrende Autos an und lassen sich gerne von allen vorbeilaufenden Leuten streicheln.
    Es scheint, als ob die Hunde aufgrund des sozialen Umgangs mit fremden Menschen und Hunden jeden Tag, sozial viel kompetenter sind als so mancher Vierbeiner in deutschen Hundeparks.
    Den Tieren hier scheint das gut zu gefallen.
    Hier ein paar der besten und lustigsten Schnappschüsse bis jetzt. Weitere werden sicher folgen😁
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    Christian Weber

    ……….. wau 🤩😜

    4/20/22Reply
    karinmari Nachname

    Das hört sich sehr positiv an, andere Länder - andere Hundesitten ! Super!

    4/20/22Reply
     
  • Day157

    Western Union

    March 7 in Argentina ⋅ ☁️ 9 °C

    Nur Bares ist Wahres. Dieses Sprichwort trifft in jedem Fall auf Argentinien zu. Beim Bezahlen per Kreditkarte werden heftige Gebühren verlangt und an Bezügen am Bancomaten verdient der Staat ordentlich mit. Hinzu kommen zu kleine Bezugslimiten und der schlechte Wechselkurs. Bargeld kann für Argentinienreisende schnell zu einem echten Ärgernis werden😡.

    Da wir mittlerweile alle aus Bolivien eingeführten US-Dollar zum vorteilhaften Blue-Dollarkurs getauscht hatten, blieb uns nur noch Western Union übrig, um an Cash zu gelangen. Denn ohne Bargeld zum Blue-Dollarkurs würde unsere Zeit in Argentinien finanziell wie ein Aufenthalt in Deutschland oder Österreich zu Buche schlagen💰. So kostet ein Abendessen für zwei Personen bei der Bezahlung mit der Kreditkarte schnell einmal 70 Franken und ein halbtägiger Kayak-Ausflug 300 Franken🍲🛶. Pesos mussten her!

    Den Account bei Western Union hatten wir bereits vor ein paar Wochen eröffnet. Also versuchten wir nach unserer Ankunft in El Calafate überschlagsmässig unsere Reisekosten für die verbliebenen Wochen zu berechnen🧮. Das war nicht ganz einfach, mussten wir doch zuerst das Preisniveau für Unterkünfte und Verpflegung im weitaus teureren Patagonien und Feuerland in Erfahrung bringen🧐.

    Der ermittelte Betrag schien uns dann aber doch zu hoch für eine erste Überweisung, weshalb wir kurzerhand probeweise 500 Franken überwiesen. Bei Western Union gibt es hierfür knapp 110'000 Pesos. Hätten wir das Geld bei einer offiziellen Wechselstube getauscht, wären uns nur 50'000 Pesos ausbezahlt worden. Echt verrückt!

    Zu diesem Zeitpunkt wussten wir leider noch nicht, dass Pesos in El Calafate rar sind und gefühlt mehr Menschen zu Western Union pilgern, als in die Restaurants😵‍💫. Nichts ahnend suchten wir deshalb am Freitagnachmittag den Western-Union-Schalter bei der Post auf. Der freundliche Beamte lachte schon von Weitem und erklärte uns, dass er einerseits bereits seit Mittag kein Geld mehr hätte und andererseits vor Montag auch nichts mehr zu machen sei. Zudem gäbe es an der maximalen Bezugslimite von 60'000 Pesos nichts zu rütteln. Wir mussten also eine andere Geldquelle finden, um unsere 110'000 Pesos zu beziehen und die Gletschertour zu bezahlen. Immerhin wies uns der Pöstler darauf hin, dass es im 20'000 Seelen-Städtchen El Calafate mehrere Western-Union-Schalter gäbe und wir unser Glück dort probieren sollten🤞.

    Gesagt, getan: Schnurstracks liefen wir zur nächsten Filiale und stellten uns dort in die Reihe. Etwa fünfzehn andere Personen vor uns warteten ebenfalls auf ihr Bargeld. Aber oh Schreck - auch hier gab es eine Bezugslimite. Zwar fiel diese mit 80'000 Pesos höher aus, aber um eine erneute, tiefere Überweisung kamen wir nicht drumrum. Schleunigst veranlassten wir eine zweite Zahlung, um dann eineinhalb Stunden später zu erfahren, dass auch in dieser Filiale das Geld ausgegangen sei😤. Dabei waren wir so nah dran.

    Die beiden vor uns in der Schlange stehenden Touristen mussten diese bittere Pille erst einmal schlucken. Offenbar gingen sie diese Tage gleich mehrfach leer aus. Zum Glück gab es noch ein Fünkchen Hoffnung. Sowohl eine Tankstelle, als auch ein Schuhladen boten den Service von Western Union an. Beim Schuhladen trafen wir wie erwartet ein leere Kasse an und zu unserem Erstaunen war der Schalter an der Tanke um siebzehn Uhr bereits geschlossen😫. Das war's dann wohl.

    Langsam aber sicher waren wir genervt! Das hin und her sowie die Warterei hatten wir bereits nach einigen Stunden satt. Ein Plan musste her! Dank Google wussten wir, dass am Montag am ehesten die Post die ersehnten Pesos zur Verfügung haben würde. Dort gab es aber wiederum maximal 60'000 Pesos zu holen, weshalb wir an diesem Tag zum dritten Mal eine Western Union Überweisung in Auftrag gaben🤦‍♂️.

    Am Montag stand Dani dann bereits um halb acht als zweiter in der Warteschlange der Post. Dieses Mal musste es klappen! Die Laune blieb gut, bis um acht der Pöstler verkündete, dass es frühestens um zehn Uhr Bargeld gäbe. Das bedeutete weitere zwei Stunden in der Kälte warten🥶. Immerhin kam Dani so mit anderen Reisenden ins Gespräch und erfuhr den einen oder anderen Trick, um bei der Post an mehr Bargeld zu gelangen. Schnell wurde die vierte Überweisung an Western Union vorgenommen, damit auch Martina 60'000 Pesos beziehen konnte. Dieses Geld sollte zumindest für die fünf Tage im abgelegenen El Chaltén reichen.

    Tatsächlich kamen wir an diesem Vormittag zu unserem Geld und verliessen um elf Uhr die Post mit 120'000 Pesos in Hunderterscheinen💵! Martina steckte ihre sechs Bündel in die Jackentasche und ihren Stoffbeutel und auch Dani musste die Scheine in seine Taschen stopfen🧥👜. Unsere Erfolgswelle war damit noch nicht vorüber: Etwas unerwartet gab es auch an der Tankstelle genügend Bargeld, womit wir mit insgesamt 200'000 Pesos ins Hotel zurückkehren konnten🤑.

    200'000 Pesos sind ein ziemlicher Haufen Geld. Vor allem wenn knapp die Hälfte davon in Hunderterscheinen ausbezahlt werden. Etwas beschämt bestaunten wir in der Unterkunft das viele Geld und kamen uns stinkreich vor😎.

    Hinweis: die beiden Bilder der Western-Union-Filialen stammen nicht von uns.
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    Ruth Meier

    All diese Hunderterscheine 💰 an- nehmen und reich in die Heimat zurückkehren 😉🙃👍🏼🤗

    3/15/22Reply
    Daniel Meier

    Genau! Gerade sind wir von einem Western-Union-Besuch in Ushuaia zurückgekommen. Hier konnten wir endlich die 500 Franken in Pesos abholen. 110 Tausendernoten haben wir erhalten🤑

    3/15/22Reply
    Ruth Meier

    SCHLAU - MEIER 🤣🤣

    3/15/22Reply
    Ruth Meier

    .....Dani&Martina, geniesst die Tausendernoten! Ihr habt sie euch schwer verdienen müssen ..😉😉🙃

    3/15/22Reply
     
  • Day15

    El Calafate et spécialités

    March 14 in Argentina ⋅ ⛅ 13 °C

    Par miracle nous arrivons à 11h55 à Rio Gallegos, le bus pour El Calafate partait à 12h ! Juste le temps pour acheter les billets et c'est reparti pour 4h30 de bus 😪
    Arrivées à El Calafate, il fait moins froid que ce à quoi nous nous attendions. Nous nous rendons à l'Office du tourisme puis partons à la recherche d'une chambre pour le soir.
    Ensuite petit goûter dans une boulangerie (pour continuer de découvrir les spécialités 🥧), balade le long du lago Argentino (où nous nous préparons pour les randos à venir 💪) et restaurant bien mérité (car nous n'avions pas mangé depuis le veille) !
    Pauline commande les deux plats que nous comptions partager (truite et agneau, spécialités de la région). Nous avons un peu paniqué quand la serveuse arrive avec deux assiettes d'agneau, nous avons eu peur d'avoir 3 plats pour deux 😅. La serveuse avait en fait très bien compris, c'était un plat divisé en 2 assiettes !
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    Sylvie Prouilhac

    Appétissant ! Bonnes balades autour du lago! ¡Hasta luego!

    3/15/22Reply
    Jonat Bened

    un peu de sport entre les repas ? belles balades à vous

    3/15/22Reply
    Pierrejanine Morcenx

    on constate que Pauline n est pas encore rouillée

    3/15/22Reply
    Pauline Prouilhac

    😂

    3/15/22Reply
    4 more comments
     
  • Day20

    Half a day in el calafate

    November 21, 2019 in Argentina ⋅ ⛅ 11 °C

    We arrived here after a very early get up at 5.30am to catch our flight for el calafate ... (the place where icy treks happen!) So we had just half a day here before our 5hr bus to Puerto Natales the next day. We decided to chill, have a beer ( a few!) and some empanadas (fried bread pastries yum!!)Read more

  • Day7

    The windy roads of El Calafate

    February 27, 2020 in Argentina ⋅ ⛅ 13 °C

    Nach einer etwas kürzeren Nacht und mit schnellem Frühstück ging es für uns heute morgen um Punkt 7:30 mit dem Bus nach El Calafate in Argentinien. Unsere großen Gepäckstücke können wir im Hostel lassen, weil da haben wir nach diesem Trip wieder eine Nacht gebucht. Ab jetzt sind wir also nur mit leichtem Gepäck unterwegs.
    Nach ca. einer Stunde Fahrt durch wundervolle Landschaft kamen wir an dem chilenischen Grenzposten an, wo wir dann offiziell ausgereist sind. 10 Minuten später standen wir dann schon zur Einreise an der argentinischen Grenze an. Das hat etwas länger gedauert, ging aber auch problemlos.
    Und irgendwann, so nach ca. 6h Busfahrt kamen wir in El Calafate an. Was ein schöner Ort! Wir waren von Anfang an begeistert. Der Ort liegt an einem See, der türkisblau ist, im Hintergrund die Berge. Wahnsinn. Unser Hostel ist auch sehr schön. Das hatte uns eine Chor-Freundin von Anja empfohlen. Als wir der Dame an der Rezeption von dieser Freundin Grüße bestellt haben, hat die sich so extrem drüber gefreut, das war echt voll knuffig😃
    Danach haben wir dann die Stadt erkundet. Wir waren im Supermarkt, haben uns was zu essen gekauft und wollten danach bei einer Bank noch Geld abheben. Es ist aber hier bei dem Plan geblieben. Geld haben wir keins bekommen. Obwohl wir zwei Banken, drei Geldautomaten und zwei Kreditkarten ausprobiert haben. Naja, muss auch ohne gehen. Mit Karte lässt sich ja auch vieles bezahlen. Außer ein Wanderweg, welcher am Ufer des Sees entlang geht. Aber die an der Kasse haben uns dann gezeigt, wo wir auch kostenlos am See wandern und Flamingos gucken können. Das war sehr schön.
    Und so sind wir dann noch ein paar Stunden durch die Stadt gewandert. Danach ging’s kurz zum duschen ins Hostel und gleich in die Stadt. Wenn wir schon mal in Argentinien sind, dann müssen wir auch mal ein richtiges argentinisches Steak essen. Also jeder von uns eins. Nicht eins für beide 😉
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    Das würde mir, glaube ich, auch schmecken.

    2/28/20Reply
     
  • Day9

    Adios El Calafate

    February 29, 2020 in Argentina ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute war nochmal so ein Tag, wo wir uns länger schlafen gegönnt haben. Nach dem Frühstück wurden wir dann per Küsschen von unserer Hostel-Besitzerin verabschiedet und sind Richtung Zentrum El Calafate gelaufen. Von dort ging es mit dem kostenlosen Shuttlebus zum Glaciarium, einem kleinen Museum mit vielen Informationen über Gletscher. Das war echt sehenswert und informativ. Und wir hatten einen wunderschönen Blick über den Largo Argentino. Ein schöner Abschluss für unseren Besuch in El Calafate.
    Danach gabs noch Pizza zu Mittag und wir haben ein bisschen Proviant für die nächsten Tage gekauft. Und schon ging’s zum Busbahnhof wo wir dann mit dem Bus zurück nach Puerto Natales fahren werden.
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    Careina245

    😍😍😍😍

    3/1/20Reply
     
  • Day283

    El Calafate

    January 31, 2020 in Argentina ⋅ ⛅ 7 °C

    Es geht mit dem Bus ins südliche Patagonien- El Calafate ist unser nächstes Ziel.
    Die Busfahrt ist ziemlich langatmig- 2 Grenzübergänge müssen wir passieren (aus Argentinien raus,nach Chile einreisen und wieder andersherum) und mit der Fähre aufs Festland übersetzen. Das Wetter spielt heute nur leider nicht besonders mit- es ist richtig windig. Daher ist es für die Fähren auch zu gefährlich um zu fahren. Lange ist nicht klar, ob wir heute überhaupt noch weiter kommen. 4h warten und warten wir, dass sich der Wind dreht und die Fähren fahren. Es gibt keinen anderen Weg Feuerland zu verlassen als über das Wasser. Ich glaube nicht mehr daran aber es passiert tatsächlich: gegen 8 Uhr abends sind wir auf der Fähre und auf dem Weg ans andere Ufer! 4-5h später- ach ist das toll wieder unterwegs zu sein :).
    Mit uns im Bus fährt eine riesen Gruppe Israelis, die alle ihren Militärdienst abgeleistet haben und nun mit dem verdienten Geld rumreisen. Auch Deutsche sind im Bus, mit denen wir uns nett unterhalten. Interesanterweise ist das Jahr 2020 das Jahr der Weltreisenden. In den letzten Wochen haben wir einige Leute getroffen die im Januar mit ihrer Reise angefangen haben.
    El Calafate erreichen wir erst um halb 4 in der Nacht. Zum Glück ist das Hostel nicht weit vom Busbahnhof entfernt, so können wir ohne Probleme hinlaufen.
    Das touristische Highlight hier in El Calafate ist der Gletscher Perito Moreno. Es ist der größte Gletscher Argentiniens und einer der wenigen in der Welt, der noch wächst (täglich mehr als 2m). Durch diese Bewegung lösen sich Eisstücke vom Gletscher,die dann mit lautem Knall (es hört sich so an wie ein Kanonenschuss) ins Wasser fallen.
    Der Gletscher ist ein wunderschöner und atemberaubender Anblick- was die Natur da geschaffen hat ist einfach unfassbar. So etwas habe ich noch nie gesehen. Die Gletscher die wir in Ushuaia gesehen haben sind ein Witz dagegen! Der Gletscher scheint endlos, das Eis glitzert schön blau- einfach krass! 3h bestaunen wir das Phänomen, wir haben sogar das Glück ein riesen Stück aus nächstes Nähe fallen zu sehen- toll!
    Es ist wirklich kaum in Worte zu fassen, was das für ein wunderbares Wunder der Natur ist.
    Der Abstecher hat sich definitiv gelohnt!
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  • Day64

    Windstärke 8-9

    March 5, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 16 °C

    Das Verkehrszeichen mit dem windgepeitschten Baum kennt Ihr schon vom gestrigen Footprint, aber nun geht es mit dem patagonischen Dauerwind erst so richtig los. Vor allem auf dem heutigen, etwa 100 km langen Schotterstück (Bild 2: kurze Pause in the middle of nowhere) bläst es gewaltig, laut Wettervorhersage haben die Böen eine Beaufort-Stärke von 8-9 (Bild 4: kleine Infotafal dazu, denn Reisen soll ja auch bilden, und Entsprechendes gilt für Reiseblogs).

    Natürlich wäre es langweilig, wenn ich ständig über das Motorradfahren schreiben würde, aber angesichts dieser neuen Komponente "Wind" muss ich einen kurzen Exkurs für meine Motorradkumpels einschieben. Also: Im Grunde ist es auf den Schotterpisten hier so, dass man meistens ein oder zwei von Reifen festgefahrene Spuren findet, denen man folgt. Sie sind etwa 30-40 cm breit und können unter normalen Umständen mit circa 80 km/h befahren werden. Schließlich möchte man erstens vorankommen und zweitens nicht in jedes Loch tief hineinfahren, sondern lieber darüber hinweg. Und wie immer: Wenn man ordentlich auf den Horizont guckt, trifft man die Spuren recht gut und alles ist stabil, außer vielleicht dem Hinterrad, das gelegentlich etwas hin und her zappelt (wie es im Englischen so schön heißt: "the bike is fishtailing").

    Einige Zusatzkomponenten sorgen allerdings in gewissen Abständen dafür, dass man die Spur in Richtung tieferem Gravel oder festgebackenem Matsch verlässt, was wiederum sofort zu schlagartig erhöhtem Puls führt. Erstens: Man fühlt sich sicher und denkt an etwas anderes als "Spur halten". Zweitens: Die Spur ist plötzlich keine mehr, sondern plötzlich wechselt die Bodenbeschaffenheit. Und (neu!) drittens: Es packt einen eine Windböe und schiebt das Motorrad mitsamt Fahrer neben die Spur. Ich würde für heute mal so sagen: Wir hatten alle viel Puls, und das vor allem wegen des Windes.

    Da aus der Frauenriege schon mehrmals angemahnt wurde, ich würde keine südamerikanischen Männerbilder bloggen, was mangels Interesse meinerseits sicherlich auch stimmt, gibt es heute wenigstens einmal einen stolzen Tankwart im Gaucho-Outfit. Ich möchte ergänzen: Der junge Mann (und seine gesamte Familie) hat mit seiner Tankstelle inklusive Kiosk wirtschaftlich alles richtig gemacht, denn die nächste Tanke ist 200 km entfernt und die Stickersammlung beweist: Hier fährt keiner vorbei, ohne die Treibstoff-, Zucker- und Koffeinvorräte wieder aufgefüllt zu haben.

    Kurz vor unserem Zielort El Calafate öffnet sich die Landschaft und gibt erste Blicke auf Patagoniens berühmte Gletscherwelt frei - wer auf dem vorletzten Bild genau hinsieht, entdeckt den bizarren Monte Fitz Roy (3.400 m). Doch ich hoffe, morgen noch ein paar schönere Bilder machen zu können, denn es steht die Tour zum Gletscher Perito Moreno an.
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    Amelie Hentschel

    Überragend :)

    3/6/18Reply
     
  • Day65

    Der Gletscher kalbt

    March 6, 2018 in Argentina ⋅ ☁️ 19 °C

    Und zwar ziemlich laut. Und ziemlich oft. Ich würde sagen, so etwa zehnmal während der Minitrekking-Tour, die uns heute auf den Perito Moreno Gletscher führt, etwa 70 km von El Calafate. Das Kalben bzw. Abbrechen von Eisnadeln in den Lago Argentino ist lauter als erwartet, manchmal fast explosionsartig, manchmal eher wie eine Lawinensprengung. Natürlich mit anschließender tsunamiartiger Welle. In Summe ein ganz großartiges Naturschauspiel.

    Wir starten die Bikes in der Morgendämmerung um 7 Uhr bei überraschend warmen 18 Grad. Auch die Annäherung an den Gletscher verspricht Spitzenwetter. Um 9 Uhr fährt uns ein Motorboot - als erste Gruppe - 20 Minuten über den See bis an die Gletscherzunge heran. Die Temperatur steigt sogar nochmals, auf über 20 Grad. Doch das ist alles trügerisch.

    Denn just in dem Moment, wo wir die Steigeisen angelegt bekommen (im Bild: Will und Bernd), um im Gänsemarsch ein Stück auf den Gletscher zu steigen, ändert sich das Wetter schlagartig. Es gießt in Strömen. Meine kapuzenlose Motorradjacke erweist sich dementsprechend als suboptimales Bekleidungsstück. Aber all das ist egal, denn die Eisskulpturen, die überraschend tiefen Blautöne und die gewaltigen Eismassen ziehen uns alle in ihren Bann. Pinguin Bonpland darf natürlich auch einmal auf das Eis. Er sieht mittlerweile etwas gerupft aus, dass es in meinen linken Seitenkoffer leicht hineinregnet, da ist der Dauerregen auf dem Gletscher dann aber auch egal.

    Schöner Abschlussgag der Tour: Es gibt Whiskey on glacier ice (habe leider nicht mitbekommen, wie alt das ist, aber sicherlich sehr, sehr alt). Wenigstens bei ein paar anderen Fakten habe ich unserem Führer aufmerksam gelauscht. Hier sind sie: Der Perito Moreno ist 30 km lang, aber nur einer (und bei weitem nicht der größte) von 300 Gletschern in diesem südlichen Eisfeld. Jeden Tag schiebt er sich zwischen 1,5 und 3 Meter voran und nimmt - anders als die Alpengletscher - eher an Masse zu als ab. Die Eisnadeln, die man z.B. auf Bild 3 sieht, sind 50 m hoch (weitere 130 m sind unter Wasser). Und das ganze Phänomen ist darauf zurückzuführen, dass an seinem Ursprung auf ca. 2.500 bis 3.000 m Höhe (eigentlich nicht sehr hoch ...) im Jahr etwa 30-40 m Schnee fallen. Wow!
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    Serge en Route

    Großartig👌LG an Bonpland😊

    3/6/18Reply
    Kirsten Lewin

    Großartige Fotos 👍

    3/7/18Reply
    Simone Buch

    Macht nichts. Ist ja auch ein Wasservogel …

    3/8/18Reply
     
  • Day12

    Flamingos für Mia, das Penthouse für uns

    January 28, 2018 in Argentina ⋅ 🌬 16 °C

    Welcome to El Calafate, bienvenido a El Calafate! Will Smith singt dies zwar für Miami, aber das interessiert hier grad niemanden. Unsere Reise zieht uns gen Norden (ist ja auch logisch, vom Ende der Welt gibt es nicht mehr viele Richtungen in die man gehen kann und Antarktis sparen wir uns für den 40. Hochzeitstag, wie das unsere Jury-Mitglieder Ruth und Peter gerade machen), ins schöne und beschauliche El Calafate. Ein Skigebiet mit 400m Pisten. Für Schweizer Verhältnisse wie gesagt eher beschaulich. Es erinnert uns ein wenig an Zermatt. Einfach mit Autos. Und ohne Schnee. Also wie Zermatt im Sommer mit vielen lauten Autos. Ungefähr.

    Ohne den atemberaubenden Anblick des Perito Moreno Gletschers können wir hier natürlich nicht weg. Details: schau Fotos. Und da die arme Familie Taeschler trotz rosa Koffer und rosa Säule in der Ankunftshalle im sonst tollen Südafrika doch keine Flamingos gefunden haben, spazierten wir kurzerhand noch zur Laguna Nimez, nur knapp 1 Kilometer vom Zentrum entfernt (auf dem Weg haben wir dann auch noch das passende Heim für die Taeschlers gesehen und versucht einen Verkauf zu verhandeln, erfolglos, keine Wunder dass wir arbeitslos sind). Ein kleines Paradies für eine Vielzahl von Vogelarten. Hätte uns nicht gewundert, wenn wir den vergesslichen Bob noch beim Beeren sammeln erwischt hätten. Haben wir aber nicht. Und so teilen wir gerne ein paar Bilder von wunderbar pinken und in Patagonien ansässigen Flamingos. Ich dachte zwar die mögen es etwas wärmer, aber die fühlen sich hier sichtlich wohl. Nicht wie die schöne Sue, der ist meistens zu kalt bzw zu windig.

    Auch sonst gibt es unzählige Vogelarten zu beobachten. Klinge jetzt grad wie ein schnulziger Vogelkundler, aber ja, die Lagune hat wirklich etwas einzigartiges. Oft sieht man die Tierchen zu zweit und meistens im peinlichen Partnerlook. So werden wir denn auch Zeugen eines etwas eigenwilligen Paarungsrituals oder was auch immer das war. Während der eine blauschnablige Enterich unermüdlich versuchte seine kleine Chicca abzuschirmen, versucht der andere Blauschnabel - nennen wir ihn mal Ramon - sich durch geschickte Tauchmanöver kurz hinter die Kleine zu buxieren, um sie dann wohl mit einem Satz von hinten zu ... naja, ihr wisst schon. Das scheint über Stunden so zu gehen. Ramon, der kleine Schmutzfink, gibt zwar nicht auf und quietscht lauthals vor sich hin, schafft es aber in den beobachteten 10 Minuten doch nie zum Schuss. Pfeife. Hauptsache grosse Klappe und so. So werden die nächsten blauschnäbligen Babys wohl nicht von Ramon abstammen. Wahrscheinlich auch gut so.

    Den Wind habe ich ja schon kurz erwähnt. Der ist hier überall, immer. Immer immer. Und zwar ungestüm und böig. Für ein paar Tage ist das ja ok, aber auf lange Zeit daran gewöhnen ist aus unsere Sicht kaum möglich. Und im Winter soll es noch heftiger sein. Generell wechselt das Wetter hier schneller als meine Stimmung bei schlechtem Essen oder warmem Wein (oder Sue’s Stimmung ohne Essen), eine unaufhörliche Textil-Ambivalenz zwischen T-Shirt und Ski-Anzug. Ziemlich Borderline alles. Trotzdem schön hier.

    Im weiteren Verlauf dieser Patagonien-Expedition führt uns der Weg nun zuerst nach El Chalten auf einen Campingplatz namens Bonanza (ich weiss, lustig, "sag gute Nacht John Boy" und so), etwas ausserhalb vom Zentrum (Budget schonen, Hawaii kommt ja dann irgendwann auch noch), bevor wir dann mit Bussen und 2 Nächten in Los Antiguos nach Bariloche weiterreisen. Dann schauen wir dann weiter. Nächstes grösseres Ziel ist Santiago de Chile, für wo wir heute noch die freundliche Bestätigung von Lisa (wir hatten sie an einer Hochzeit in Moldawien kennengelernt, sie handelt mit Wein und lebt in China) erhalten haben, dass wir ihr Penthouse in der Stadt nutzen dürfen. Yeah Baby! Uuhh lieb! Darauf freuen wir uns also schon jetzt.
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    Immanuel Rode

    Wow! Meega schön :)

    1/31/18Reply
    Fabienne Moser

    Holy, soooo schööön🤩🤩🤩

    1/31/18Reply
    Marc Taeschler

    Danke für die Bilder.... wir geben nicht auf, scheuch sie zu uns 😉! Streichen wir halt unser Haus um... ich bin schon dankbar, dass die Kinder auf Safari nicht nach Einhörner fragen 😂

    1/31/18Reply
    3 more comments
     

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Arroyo Calafate

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