Argentina
Junín de los Andes

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6 travelers at this place:

  • Day41

    Ich wünsche mir Regen

    January 9 in Argentina ⋅ ⛅ 9 °C

    Der Tag beginnt erwartungsgemäß mit blauem Himmel. Endlich hat der Wetterbericht mal recht. Aber kalt. Also die dicken Sachen drunter. Ich steuere aus Bariloche hinaus in Richtung Anden, an den sieben Seen vorbei. Soll eine der schönsten Strecken hier in Argentinien sein. Die ersten 30 km sind genau so. Blauer Himmel, Neuschnee auf den Gipfeln, tiefblaues Wasser. Wie gemalt. Es wird noch kälter, ich ziehe die Regenjacke über. Gute Entscheidung, der Himmel wechselt von blau zu grau, die ersten Tropfen fallen, ich sehe nichts mehr von der Landschaft.
    In Villa La Angostura treten sich die Touristen auf die Füße. Jeder sucht ein trockenes Plätzchen. Ich auch.
    Die ersten Schneeflocken fallen. Ich habe noch 130 km, also geb ich Gas. Der Regen bleibt, 20 km weiter fallen wieder Schneeflocken und daran ändert sich 60 km lang nichts. Meine Linke wischt ohne Unterbrechung den Schnee vom Visier. Viel sehe ich nicht, viele Autos schleichen mit 30, aber noch bleibt der Schnee nicht liegen. Meine Öltemperatur Anzeige verharrt bei 50 Grad. Dem luftgekühlten Boxer ist es genauso kalt wie mir. Nach mehreren kleinen Pässen fällt es wieder, vielleicht hört es ja auf zu schneien.
    Ich wünsche mir Regen.
    Neben der Straße wirds jetzt weiß.
    Dann endlich heller und langsam wärmer. Jetzt noch ein paar Bilder und tatsächlich mein Wunsch geht in Erfüllung. Nochmals 20 km weiter ist der Spuk vorbei. In San Martin de los Andes scheint die Sonne, der Schnee rutscht von der Scheibe. Im Café steht schnell eine Wasserlache unter meinem Tisch. Langsam wird mir warm. Ich rolle nochmals 30 km zu meinem Hostel.
    Gesehen habe ich leider nichts. Aber ich bin sturzfrei angekommen, da bin ich schon zufrieden.
    Morgen soll es besser werden sagt der Wetterbericht. Genauso wie gestern, 30 km lang hatte er recht. 200 km lag er daneben. Gründlich.
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  • Day90

    Kingsday bzw. Queensday

    April 27, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 7 °C

    Man nehme 5 Mädels, die 4 Stunden Busfahrt und die entsprechenden Fahrtkosten auf sich nehmen, um an einem holländischen Feiertag in die nächste Stadt zu fahren, um Bier und Rum für die Gruppe zu besorgen und am Abend eine Party im "Club Blackhouse" steigen zu lassen - Bester Tag bei meinem aktuellen workaway-Host Hernan! 😁

    Umgeben von so viel orange wie nur möglich, wurde in dieser Nacht stolz ein Dosenbierturm gebaut, die Mojitos reichlich (überwiegend unbemerkt) mit Wasser gestreckt, das schlechteste Spontan-Instrumental, das ich je gehört habe, gespielt und leidenschaftlich um den Holzofen getanzt.

    "Das kannst du niemandem da draußen erzählen, die zeigen dir nen Vogel!" 😂🙈
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  • Day5

    Die lila Oma (Rauer Start in Argentina)!

    December 30, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 22 °C

    Trotz Hostelwechsels (weil das alte keine Betten für eine Nacht länger bot) verfolgte uns der Fluch des unruhigen Schlafes auch in der nächsten Nacht. Diesmal materialisierten sich die Schnarchgötter in Gestalt eines argentinischen Pärchens, welches uns in der Nacht mit ihren Sägearbeiten beglückten - im Duett!

    Am nächsten Morgen mussten wir früh raus (Busabfahrt um 7:30 Uhr) und wollten durch lautes Rumrödeln ein wenig Rache an den Zimmergenossen üben. Ging allerdings nicht ganz auf, weil deren Wecker eine Viertelstunde nach unserem läutete und wir uns 45 Minuten später mit ihnen im selben Bus wiederfanden. Dieser nahm halbwegs pünktlich Kurs gen Argentinien.

    Auf dem 'paso mamuil malal' überquerten wir die Anden und somit auch die Grenze Chiles zu Argentinien. Das verlief völlig problemlos, kostenlos und ohne irgendwelche Sperenzchen der Grenzbeamten (da könnten sich ihre südostasiatischen Kollegen mal eine große Scheibe abschneiden). Und zudem in großartiger Szenerie: Bild 1 zeigt die Aussicht aus dem Niemandsland (die 300 m zwischen den Grenzstationen) auf Vulkan 'Lanín', eingerahmt von wunderschönen und uralten Araukarien. Diese Baumart überdauert schon Jahrmillionen und wächst extrem langsam - die abgelichteten Vertreter sind mehrere hundert Jahre alt! So hieß uns Argentinien (scheinbar) gebührend willkommen (2).

    Wir tuckerten noch ein Stündchen weiter und erreichten mittags Junin de los Andes. Und hier fing der titelgebende Ärger an: Eigentlich geplant waren zwei Stunden Aufenthalt bis zur Weiterfahrt nach Bariloche. Nach zwei Stunden kam auch der Bus in den wir umsteigen mussten, jedoch vernahmen wir recht schnell ein unnatürliches Scheppern. Die Fahrer scharrten sich um eine geöffnete Luke am Heck des Buses, rauften sich die Haare und murmelten was von "Klimaanlage". Das war auch schon die einzige Information, die wir für die nächsten drei Stunden erhalten sollten. So campierten wir vor dem Bus (3), rissen galgenhumorige Witze, unterhielten uns mit einer sich wunderbar echauffierenden Israelin und vertrieben uns die Zeit in völliger Ahnungslosigkeit (aus den Veranwortlichen war wirklich nichts Vernünftiges rauszukitzeln) damit, das Maleur (4) und die Tierwelt außenrum zu dokumentieren (5).

    Die Erlösung kam dann endlich nach drei Stunden Warterei. In der Rückbetrachtung bin ich mir sogar ein wenig unsicher, ob sich diese aufgrund der sich darauffolgend bietenden Szene nicht sogar gelohnt hat - aber entscheidet selbst: Nach drei langen Stunden also tritt auf der 'Mecánico' und das in einem so uralten und röchelnden Gefährt, dass man seine Qualifikation getrost anzweifeln durfte! Er machte sich relativ flink ans Werk, aber nicht etwa mit Schraubschlüssel oder Ratsche, nein, er benutzte ausschließlich dicken Draht! Die Kirsche auf der Sahnespitze dieser Backpacking-Transportchaos-Story gesellte sich dann noch in Form einer Omi dazu, welche sich zuvor schon fürchterlich aufgeregt hatte und nun dem Mechaniker wahrscheinlich höchst intelligente Anweisungen zur Reparatur gab. Das Ganze natürlich stilecht im lilanen Pyjama! Bild 6 zeigt all das, extra für diejenigen, die denken, ich würde mir sowas ausdenken.

    Nach zwei Minuten war der stundenlange Spuk auch schon vorbei. Mit erleichtertem Lachen ging's dann endlich los nach Bariloche. Die Fahrt an sich führte durch sehr schönes Hochland, teils durchbrochen von großen Flüssen oder Seen (aber dazu mehr in den folgenden Footprints).

    Um kurz vor zehn hatten wir dann auch im Hostel eingecheckt. Aber der Stress war noch nicht vorbei: wir hetzten noch durch einen Supermarkt, planten die nächsten Tage, suchten vergeblich nach einer Bank mit vernünftigen Abhebegebühren und ärgerten uns schwarz über die Konditionen der Gefundenen (10 € Gebühr für einen maximal abzuhebenden Betrag von 135 € - absoluter Wucher). Das hätte man insgesamt auch alles leichter haben können Argentinien!
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  • Day145

    Hat mal jemand einen Draht?

    December 30, 2017 in Argentina ⋅ ☁️ 23 °C

    In den Morgenstunden hieß es für uns heute Abschied nehmen von Chile und Pucón. Mit rund dreißigminütiger Verspätung sollte unsere Fahrt, die uns über die Anden in Richtung Argentinien brachte, beginnen und bereits nach kurzer Zeit ließ uns ein Schild wissen, dass wir kurz davor sind das Land, das die letzten fast fünf Monate meine Heimat war, zu verlassen. Dementsprechend kam auch ein bisschen Wehmut auf, als ich meinen Ausweis der Beamtin zur Ausreise vorlegte. Allerdings spürte ich auch gleichzeitig Lust ein neues Land zu erleben und spätestens mit dem argentinischen Einreisestempel waren die nostalgischen Gefühle wieder verflogen. Im Rahmen unserer Fahrt nach Bariloche in der Provinz "rio negro" mussten wir in San Junin de los Andes umsteigen und so hatten wir laut Plan rund zweieinhalb Stunden Aufenthalt in dem kleinen Örtchen, laut Plan...
    Während wir die Stunden mit behilfmäßigen Snacks überbrückten - im Bild zu sehen ist meine neuste Kreation: Brötchen mit Salzcracker - und den nahegelegenen Würstchenstand des älterlichen Mannes betrachteten - manchmal ist das einfache leben vielleicht doch das Beste?! - ahnten wir noch nicht, dass wir das ganze noch länger machen müssen als uns lieb sein sollte. Denn so kam der Bus für südamerikanische Verhältnisse einigermaßen pünktlich - ca eine halbe Stunde Verspätung - jedoch hieß es dann, als alle schon bereit zum Einstieg waren, dass der Bus Probleme mit der Klimaanlage hätte und man nicht weiterfahren könne. Lösungen waren, laut Buspersonal, entweder ein "mecánico" oder ein Ersatzbus. Doch die Minuten und Stund vergingen ohne Aussicht auf Weiterfahrt. Da außerdem keine Informationen zum aktuellen Stand an uns Fahrgäste weitergegeben wurden, echauffierte sich eine Frau, bei uns bekannt als die Frau im lila Trainingsanzug, lautstark bei einem der Reisebegleiter. Doch auch das half nichts. Als wir uns schon anfingen uns damit anzufreunden eine Nacht in Junin zu verbringen, kam unser Retter, der mecánico. Sein röhrendes Auto mit dem er vorfuhr, unterstrich zwar nicht seine fachlichen Kenntnisse, dennoch war so etwas wie unsere letzte Hoffnung. Und siehe da, wir wurden nicht enttäuscht, auch wenn die Lösung des Problems eher wie ein schlechter Witz daherkam. Denn so nutzte er lediglich einen dünnen Draht um einen Teil der besagten Klimaanlage zu fixieren. Zwei israelischen Mitfahrerinnen, die wir während der Fahrt kennengelernt hatten, war das herzlich egal und so klatschten sie vor Begeisterung als kurz darauf das Signal zur Weiterfahrt kam. Und auch wenn wir letztlich mit rund dreistündiger Verspätung in Bariloche ankamen, so hatte Paul doch Recht, als er meinte, dass einem die Geschichten mit der ein oder anderen Komplikation in Erinnerung bleiben.
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You might also know this place by the following names:

Junín de los Andes, Junin de los Andes, Andų Chuninas, 胡寧德洛斯安第斯

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