Belize
Cayo District

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33 travelers at this place:

  • Day176

    San Ignacio, Belize

    October 26 in Belize

    We decided not to choose any of the activities proposed by the GAdventures and went exploring the surroundings of San Ignacio on our own. This turned out to be way cheaper and nicer. We explored abandoned ruins, caves in the middle of the jungle and spent hours swimming in waterfalls and natural pools. Even the torrencial rain could not spoil it ⛈️

  • Day30

    San Ignacio und die ATM-Höhle

    November 9 in Belize

    Im letzten Post haben wir geschrieben, dass es jetzt erst mal für längere Zeit ins Landesinnere geht. Das haben wir heute mehr als wörtlich genommen und sind von San Ignacio aus zur Actun Tunichil Muknal - Höhle aufgebrochen.
    Das besondere an dieser Höhle sind nicht nur die beeindruckend großen Kammern mit Jahrmillionen alten Tropfsteinen, sondern auch die Artefakte und Skelette aus der Mayazeit, die es dort zu bestaunen gibt. Die Höhle war lange ein wichtiger Ort für Rituale, während denen Schamanen bei den Göttern um Wasser baten und dafür unter anderem Menschenopfer darbrachten (und viele Drogen nahmen 😉).
    Hat man teils schwimmend, teils kletternd die ersten Kammern überwunden, öffnen sich riesige Höhlen, die zwischen den Tropfsteinen von Tonscherben und menschlichen Knochen übersät sind. Dabei sind viele Stücke allerdings schon wieder von Sedimenten überlagert und somit sieht das Ganze weit weniger gruselig aus, als man sich das beim Lesen jetzt vielleicht vorstellen möchte.
    Wir waren beeindruckt von dieser unfassbar schönen Natur, gleichermaßen aber auch vom historischen Hintergrund. Unser Guide hat uns viel Infos zu alledem gegeben und uns sicher durch die teils abenteuerlichen und manchmal schon ganz schön engen Passagen geführt.
    Vor allem ist uns aufgefallen, wie behutsam man mit dieser besonderen Sehenswürdigkeit umgeht: nichts in der Höhle ist künstlich verändert, keine Knochen oder Tongefäße dürfen berührt werden und sogar die Archäologen halten sich zum Schutz der Höhle mit weiteren Ausgrabungen zurück. Außerdem darf man außer seiner Kleidung nichts in die Höhle mitnehmen seit einige Skelette von tollpatschigen Touristen, die ihre Kameras haben fallen lassen, beschädigt wurden. Die Fotos unten haben wir deshalb netterweise von unserem Tourveranstalter bekommen.
    Nun lassen wir ganz gemütlich den Abend in San Ignacio ausklingen. Hier haben wir zwei Nächte verbracht und uns bei gutem Essen und netter Unterhaltung (zwei Bekannte von unserem Segeltrip waren ebenfalls eine Nacht hier) sehr wohl gefühlt Das kleine Städtchen liegt schon ganz nahe an der Grenze zu Guatemala - unserem nächsten Reiseziel. 🇬🇹
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  • Day201

    Wir verlassen Mexico für zwei Tage in Richtung Belize, bevor es weiter nach Guatemala geht. Aber was soll das eigentlich mit diesen verdammten Ausreisetaxen? Dreissig Dollar pro Person, um das Land zu verlassen? Den grosszügigen Touris auf den letzten Metern noch ein paar Pesos abknüpfen? Als ob wir nicht schon genug für Tacos und Coronas liegen gelassen hätten. Ich glaube nach dem nächsten Besuch, schleichen wir uns auch irgendwo durch den Busch. Gibt hier ja auch ein paar beliebte Routen. Vielleicht geht es Trump - der blöden Sau - bei der Mauer ja gar nicht um die illegalen Einwanderer, sondern um all die illegalen Auswanderer, die das arme Mexico um die Emmigration-Fee prellen. Oder auch nicht. So oder so, blöde Sau.

    Eigentlich sind wir nur aus einem Grund hier. Wir wollen eine Höhlen-Tour zur Actun Tunichil Muknal - kurz ATM - machen. Davon hatten wir bei unserem ersten Besuch in Belize schon gelesen, dann aber doch zu wenig Zeit. Denn da hatte der Fidel schon zu fest mit seinem Schniedel gewunken. Oder mit den Zigarren? Egal. Die Höhle ist ein echtes Schwimm- und Kletter-Abenteuer durch tiefes und kaltes Wasser, enge Spalten und riesige Kathedralen. Höhlen hatten wir noch nicht auf unserer Reise und es hat sogar mehr Spass gemacht als befürchtet. Trotz der Enge und Stirnlampe. Die Mayas nutzten diesen schwer zugänglichen und mystischen Ort über acht Jahrhunderte für Zeremonien und Opfergaben und so findet man allerlei Relikte und Überreste menschlicher Opfer, welche die Götter gnädig stimmen und Regen bringen sollten. Die meisten der knapp zwanzig gefundenen Individuen - allesamt mit eingeschlagenen Schädeln - jünger als zehn Jahre. Gestorben für einen guten Zweck könnte man sagen. Klingt komisch, ist aber so. Irgendwie.

    Leider darf man keinerlei Fotos und auch keine GoPro-Doku des verrückten Abenteuers machen. Nicht mehr. Das liegt aber nicht etwa daran, dass man mit schrecklichen und nur schwer zu verkraftenden visuellen Eindrücken konfrontiert wird. Im Gegenteil, die Höhle ist atemberaubend schön. Nein, es liegt viel mehr daran, dass einer der ramponierten Schädel vor einigen Jahren ein zweites Mal eingeschlagen wurde, als so ein beknackter Trump-Wähler - ich kann mir einfach nichts anderes vorstellen - seine zwei Tonnen Spiegelreflex von Nikkon auf das arme Kind fallen liess. Beim Fotografieren?! Schade. Blöde Sau.
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  • Day100

    Isla Ometepe & Granada

    March 6 in Belize

    Die Insel Ometepe, die im riesigen Nicaragua-See liegt, und die als größte Süsswasserinsel der Welt gilt (Achtung erneuter Superlativ!), besuchen wir im Anschluss an Leon. Was uns erwartet, wissen wir nicht, denn die beiden Daniels haben uns mithilfe ihres Freundes Carlos eine Unterkunft gebucht. Wir wissen nur, dass Eduardo uns vom Fähranleger abholen wird, was er auch tut. Die Insel besteht aus zwei Vulkanen, einer aktiv, einer nicht und wir wohnen zwischen beiden in Santo Domingo, am schönen schwarzen Sandstrand der Insel. Eduardo und seine Frau Coco sind reizend und das kleine Zimmer hinter ihrem Restaurant ist gut und günstig. In der Nacht können wir die Seebrandung hören, und die ist gewaltig, denn der Februar ist hier der windigste Monat.
    Wir leihen uns einen Roller und brettern über die Insel; es fahren wenig Autos, frau/man muss eher auf Pferde, Rinder, Schweine und Hühnerfamilien achtgeben, die am Strassenrand grasen und picken. Ein Museum mit viel hier gefundener Keramik, die beiden Inselhauptstädte, ein paar Aussichtspunkte, das schlechteste und teuerste vegetarische Restaurant bisher, das beste Nica-Frühstück (Reis, Bohnen, Ei und frittierter Käse), wunderschöne Sonnenauf- und untergänge, eine nette Lagune mit vielen Brüllaffen und eine Kajaktour nach meinem Geschmack: Steff im Einzelboot und ich als Fotografin zusammen mit dem Guide davor. Wie einige vielleicht wissen, ist paddeln nicht meine Lieblingsdisziplin und so konnte ich einfach dann und wann mitrudern und ansonsten die unzähligen Vögel fotografieren oder es zumindest versuchen.
    Nach drei Nächten fuhren wir nach Granada, unserer letzten Station in Nicaragua und auch diese Stadt hat viele kolonialistische Bauwerke, allerdings alle nachgebaut, da die Originale mehrfach abgefackelt wurden. Das tut der Schönheit keinen Abbruch und besonders gefallen uns die wunderschönen Innenhöfe mit Grünbewuchs, in denen häufig Menschen in Schaukelstühlen sitzen und ein bisschen schaukeln.
    Granada ist lauter und wuseliger als Leon und so langsam sind wir auch ein bisschen stadtmüde. Ausserdem ist hier das Gekobere wieder sehr stark ausgeprägt. Wir lassen uns treiben und planen die weiteren Reisetage.
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  • Day12

    The ruins I didn't climb

    January 14, 2017 in Belize

    Early departure from Caye Caulker and a boat, taxi and public bus later we arrive at San Ignacio.

    Not much to the town but it is a base to explore nearby ruins, caves, waterfalls and reserves.

    We have lunch at the town's market - $2 for a quasadia and 10 cents for 2 bananas.

    Then we catch a bus to the Xunantunjch ruins. And I am pretty sure the bus driver had his foot flat to the ground - at one stage I thought we were going to take off! After crossing the river on a barge its a 15 minute walk we are told. A 15 minute walk uphill in the sun! You can see the photo of my view at the back of the pack!

    The ruins are in a lovely quiet setting with few tourists.

    You can see the pyramid I didn't climb!! You can also see my red face! I lay under a tree in the shade minding the bags! But as there was no one around it was lovely and peaceful.

    Bus back to town early dinner and bed! The hotel doesn't have air conditioning included in the price and its $20US extra a night. There are two fans though so they should blow any mosquitos away!

    Usually I crank the air conditioning up to artic temperatures and sleep in long soaks, long pants and a long sleeved top. Pretty sure no mosquito is going to get through that!

    In the evening we strolled around the very busy town centre. We ended up sitting on the stage in the park in the centre of town eating our yummy street food. My tacos were $1.75 and my friends has a chicken and rice dish for $4.00. Then we found an ice cream place and had 2 scoops for $4.00.

    A very nice day.
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  • Day13

    Today we are doing a guided tour of Actun Tunichhil Muknal cave (ATM for short). Numbers are restricted and you can only do it with a registered tour guide.

    We had to swim across a few rivers then when we got to the cave we swam into it. Then with our helmuts with flashlights we waded right into the cave. There was alot of climbing up and down through the water. The cave was fascinating and the crystallations sparkled. Although alot of it has died due to a lack of rainfall. In mayan times there was no water.
    But it was hard going!!

    The footwear was socks and crocs and mine were a size too small and they basically had no grip! And with my foot still healing from the ruptured ligaments I don't have the balance and strength that I did pre injury.

    So I had to tread carefully and take my time so the guide took me up the front and held my hand which gave me the extra stability I needed.

    Then we got to this huge rock which we had to climb up. So the guide tells me to basically do the side splits as the first part of getting up the rock! Couldn't do it and as I thought they were just going to walk over the limestone in soaks and the guide said they would be back soon I stayed behind.

    So at first it was quite nice being in the cave by myself and I found a nice rock to sit on with my feet in the water but as time marched on I thought something isn't right. I watched a group go up and their guide showed them a much easier way up. There were two vital steps our guide missed which meant no side splits!

    Then I watched another group go back the way we came and I thought OMG the main point of the tour is up there!!!! So I was one cranky $95US out of pocket person on a tight budget.

    Anyway thank god one of guides offered to take me up and I was up that rock very quickly and we speed climbed deeper into the cave!

    And there was the highlight! The site of the maya sacrifices. It was incredible.

    A huge space that is called the Cathedral and it really looks like one. Beautiful stalactites and stalagmites and lots of simmering.

    Lots of pots everywhere that would have contained offerings to the rain gods. And then the saddest part is seeing all the skeletons of the human sacrifices including seven children the youngest 18 months. The way they died was kept a secret and it was violent. They could be disembowelled, their beating heart pulled out, skull mashed or mutilated. It was all about letting as much blood as possible as an offering to the raingods.
    It was a great honor to be a sacrifice and supposedly they were volunteers.

    The 18 month old had its skull smashed and the axe is laying next to the skeleton. Another skeleton is laying on its back which means it was probably disembowelled.

    The mayans thought the cave was full of evil so going into it showed the gods how brave they were.

    No cameras are allowed after a French tourist was leaning over the rope getting close to a skull (he obviously had never heard of zooming) and dropped his camera smashing the skull!! Clearly he had not heard of a safety strap either. The Government then closed the caves. The guides then lobbied for them to be re opened with camera restrictions. They tell you if you try to sneak a camera in their jobs are on the line.

    So a long trek back and an early night for me. Exhausted!

    No photos of the cave so random Belize photos attached. The little guy did a fine job of trying to sell me things! The little girl is his sister and was in the stall having a great time swinging away! Under the sign saying no alcohol is where the town drunks hang out! And Zuly's had some great food.
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  • Day95

    San Ignacio

    June 24, 2015 in Belize

    The ferry docks at Belize City and during the 15 min walk to the bus station we think we've seen enough. Not sure if this is the shady part of town or if its all like this but it looks dodge and the taxi drivers are pushy and rude! Fortunately the bus arrives immediately and we are off to San Ignacio.

    On the bus and once we arrive its nice people galore! So refreshing. We find a nice cheap hotel (Abraham is awesome!) and head to the local, "Bamboo Bar" for some much needed drinks.. its a tiny little place and there we meet and chat to more friendly locals and Conrad, our awesome bartender.

    Chinese takeaway for dinner and we are crossing our fingers we'll get to go to the famous ATM cave tomorrow!
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  • Day116

    Die ATM Höhle

    October 1, 2017 in Belize

    Heute waren wir in einer der größten Höhlen in Belize. Der Actun Tunichil Muknal Höhle. Da der Name so lang und schwer auszusprechen ist, wird sie einfach ATM Höhle genannten, was oft zu Verwirrungen führt, da ein ATM eigentlich im englischen ein Geldautomat ist!
    Um in diese Höhle zu kommen muss man eine Tour buchen und leider ist sie auch nicht billig (76€), aber es lohnt sich auf jeden Fall!
    Unsere Tour begann morgens und wir mussten 1Stunde mit dem Bus zum Parkplatz der Höhle fahren, die Hälfte des Weges war natürlich Schotterweg mit vielen Schlaglöchern 😋, aber das kannten wir ja schon!
    Wir würden mit Schuhen, Helmen und Taschenlampen ausgestattet und durften nur unser Wasser mitnehmen. Kamaras sind verboten, weshalb es keine Bilder von uns von der Höhle gibt. Damit ihr aber trotzdem sehen könnt wo wir waren habe ich Bilder aus dem Internet hochgeladen.
    Los ging das Abenteuer!
    Bis zur Höhle mussten wir eine dreiviertel Stunde durch den Dschungel laufen und dabei drei Mal einen Fluss durchqueren. Es gab Seile an denen man sich festhalten konnte, durch einen Fluss musste man schwimmen durch die anderen konnte man laufen.
    An der Höhle angekommen war ich schon sehr beeindruckt von dem Eingang und war gespannt auf das was uns erwartet.
    Wir bildeten eine Schlange, der Tourgide ganz vorne und die sieben Teilnehmer hinterher und schwammen in die Höhle hinein. Durch die Höhle fließt ein Fluss und deshalb waren wir zu 70% der Zeit im Wasser. Meistens konnte man laufen und sich an den Wänden festhalten manchmal war das Wasser so tief, dass man schwimmen musste. Es gab große Felsbrocken und enge Gassen, wir sind dadurch, drüber, drunter und drumrum geklettert, manchmal musste man seitwärts gehen und hat gerade so durch die Öffnung gepasst. Manchmal war man in riesigen Räumen wo Tropfsteine von den Decken hingen und glitzerten und manchmal musste man kleine Stromschnellen raufklettern oder runter rutschen.
    Schließlich klettern wir in eine obere "Etage", zu einem "Raum" in der die Maya früher Zeremonien gehalten hatten und ihren Göttern Opfer gebracht haben. Es lag alles noch so da wie es gefunden wurde, denn es darf dort nichts entfernt, bewegt oder ausgegraben werden. Wir sahen viele verschiedene getöpferte Vasen und Krüge (die die Mayas nach den Zeremonien selbst zerstören, sie waren aber noch gut zu erkennen), Feuerstellen und Skelette von Menschenopfern.Dieser "Raum" war wunderschön, er war riesig und hoch und überall wuchsen Stalagmiten und Stalaktiten die glitzerten.

    Wir waren über zwei Stunden in der Höhle, sie ist riesig! Als ich den Ausgang wieder sah wollte ich gar nicht raus!
    Wir hatten einen sehr guten Guide der viel erklärt hat und gut auf uns aufgepasst hat. Mich überfiel wieder einmal eine große Dankbarkeit, die Welt bereisen zu können und so etwas sehen zu können. Denn eins ist klar, so etwas ist in Deutschland nicht möglich, viel zu gefährlich, zu riskant und zu viele Regeln und Gesetze die verhindern würden, das man solche Plätze so erleben könnte.

    Die ganze Tour war sehr beeindruckend, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich noch eine schönere Höhle in meinem Leben sehen werde! Auf jeden Fall werde ich dieses Abenteuer nicht so schnell vergessen!!!
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  • Day109

    Iguana

    September 24, 2017 in Belize

    Iguana sind Leguane die hier in der Natur leben. Grüne Leguane sind hier in Belize auch bekannt als "grüne Hühnchen" da ihr Fleisch ähnlich wie Hühnerfleisch schmeckt. Die weiblichen grünen Iguanas werden wegen ihrer Eier und ihres Fleisches deshalb oft gejagt, was eigentlich verboten ist. Wir haben ein Iguana Conservation Center in San Ignacio besucht. Sie kümmern sich um die Aufzucht und lassen die Tiere dann wieder frei. War interessant sie anzusehen und lustig und komisch die Tiere auf sich zu haben!Read more

  • Day56

    Mein Belize;-))

    November 21, 2017 in Belize

    Man merkt es natürlich direkt am Titel, dass meine Umplanung genau der richtige Schritt war. Morgens sitze ich noch bei der verkaufstüchtigen Rezeptionistin im Aufenthaltsraum. Das Thema Frühstück habe ich hier bereits vorgestern aufgegeben. Mein Taxi kommt dann schließlich mit zwanzig Minuten Verspätung, der Taxifahrer bequemt sich nicht mal aus dem Wagen, um meinen Rucksack einzuladen. Ich nehme den Bus nach Dandriga und habe beim Umsteigen Glück, der Bus nach Belmopan wartet schon auf mich. Nette Mitreisende hieven mein Rucksackmonster tatsächlich auf die Ablage und außerdem erstehe ich noch schnell eine Tüte Popcorn zum Frühstück. Dann geht es auch schon los. Beim Zwischenstopp in Belmopan ist auch hier der Bus Richtung Westen bereits abfahrbereit. Bereits nach drei Stunden Gesamtreisedauer bin ich in San Ignacio, wo es mir auf Anhieb gefällt. Mein Hotel ist nur wenige Meter entfernt und zur Begrüßung gibt es einen leckeren Cocktail! Außerdem könnte ich hier sowohl eine Verkostung der Saucenpalette von „Marie Sharp“ haben, die DIE Ikone für scharfe Saucen in Belize ist, als auch im eigenen klimatisierten (!) Rumverkostungsraum eine Probe buchen. Beides stelle ich zunächst zurück und kümmere mich um mein Ausflugsprogramm der nächsten Tage.

    Dass dieser Mittwoch einer der Highlights meiner gesamten Reise werden wird, weiß ich morgens, als mich ein Kleinbus 🚐 abholt natürlich noch nicht. Ziel ist die Höhle Actun Tunichil Muknal, überall hier nur unter der Abkürzung ATM caves gehandelt. National Geographic hat die Höhle aufgrund der rituellen Bedeutung für die Maya in die top ten aufgenommen https://www.nationalgeographic.com/travel/top-10/sacred-caves/ . Nach einer halbstündigen Autofahrt sind wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung. Wir, das sind eine amerikanische Großfamilie, unser Guide Emile und ich. Karen und Bill verbringen mit ihren 4 erwachsenen Söhnen und der angehenden Schwiegertochter Jenny das verlängerte Thanks Giving Wochenende in Belize. Grundsätzlich ist Belize für US Amerikaner ein ähnliches Ziel wie für uns die Kanaren; eine Flucht vor dem Winter, das in 4 bis 5 Stunden zu erreichen ist. Schnell hat Emile Karen und mich als schwache Glieder ausgemacht und sofort haben wir unsere Spitznamen weg: Mom und Germany. Damit einher geht, dass wir uns in schwierigen Wegabschnitten in seiner Nähe aufhalten. Auf den Weg zur Höhle nehmen wir außer Wasser nichts mit. Es herrscht ohnehin Kameraverbot seit einige Touristen durch Unachtsamkeit einiges kaputt gemacht haben. Ausgerüstet mit Helm und Stirnlampe geht es los. Ich habe mich als einzige für die angebotene Schwimmweste entschieden da wir nicht nur mehrere Flüsse durchqueren sondern auch in die Höhle schwimmen werden. Bereits kurz nach dem Parkplatz wartet die erste Flussquerung auf uns. Eigentlich nur knietief ist der Fluss nun am Ende der Regenzeit bei über 3m Tiefe, so dass wir ihn mit Hilfe eines Seils durchschwimmen. Eine halbe Stunde und zweimal Fluss durchwaten später sind wir am Höhleneingang. Stirnlampen an und dann heißt es wieder schwimmen. Der Weg in der Höhle schlängelt sich dann weiter durch teils mehr als brusthohes Wasser und durch enge Spalten. Immer wieder gibt es größere Kammern, in denen Tropfsteine in allen Größen und Formen im Licht unserer Lampen durch die Mineralien aus dem Wasser funkeln. Je weiter wir in die Höhle vordringen, umso mehr sieht man die Spuren der Maya. Der Ort war den Priestern vorbehalten, die ihn für zeremonielle Riten inkl. Opfergaben genutzt haben. Nach etwa einer Stunde immer stromaufwärts stehen wir vor einem drei Meter hohen Felsen, der auf ein darüber liegendes Plateau führt. Ich habe keine Ahnung wie ich da hoch geschweige denn wieder runterkommen soll und bin kurz davor zu kneifen. Aber einerseits wird Karen von ihren Söhnen angefeuert und erklimmt den Felsen. Phhhh, mir doch egal! Aber wie soll dann mein heutiger Tagebucheintrag enden ohne über eines der besterhaltenen Skelette der damaligen Zeit berichtet zu haben? Also dann los. Der Weg nach oben klappt ganz gut mit einer helfenden Hand am Plateau oben. Dann geht es au Socken weiter, um den Untergrund nicht mehr als nötig zu belasten. Ab hier ist der Weg trocken und fast eben. Emile hat extrem viel Hintergrundwissen und wir lernen viel über die Denkweise der Maya. Neben Gefäßen und Knochen fallen immer wieder Tropfsteine auf, die von den Maya in Form Ihrer Götter, z.B. des Jaguars behauen sind. Dann stehen wir vor einer Aluleiter, die weitere 5m nach oben zum heiligsten Ort führt. Hier sind sowohl die am besten erhaltenen Keramiken als auch Knochen zu finden. Die Forscher haben sich bei der Entdeckung entschieden, die Gegenstände an Ort und Stelle zu lassen. Viele Knochen insb. Schädel sind hier, das Highlight ist ein vollständiges Skelett. Allerdings scheint das kein friedlicher Tod gewesen zu sein. Einige Knochen sind gebrochen und auch die Hände fehlen... Danach geht es den selben Weg zurück. Mein Angstfelsen ist schnell bezwungen, mal wieder umsonst Sorgen gemacht. Den Rest des Weges durch Wasser und Fels legen wir vielfach auf dem Hosenboden zurück und ich bin mehr als froh über meine Weichei-Schwimmweste mit der ich mich im tiefen Wasser treiben lassen kann statt mich auf Felsvorsprüngen entlang hangeln zu müssen. Irgendwann ist dann Licht am Ende des Tunnels und nach einer letzten Schwimmeinlage sind wir zurück an der Sonne und dann auch bald wieder am Parkplatz. Nachdem wir alle wieder in trockenen Klamotten stecken gibt es noch ein spätes Mittagessen vor der Rückfahrt. Da ich leider gar keine Bilder habe hier ein youtube Video, dass alles ganz gut zeigt, bis auf die Tatsache, dass bei uns das Wasser sehr sehr viel höher Stand https://youtu.be/3n1ojB6FEFo. Alles in allem ein absolutes Muss für jeden Belize-Urlaub!

    Erwartungsgemäß habe ich am nächsten Morgen etwas schwere Beine, was mich jedoch nicht von meinem heutigen Ziel der Maya-Ruine Xunantunich abhält. Mit dem Bus kommt man bis zu einer Fährverbindung über den Fluss, die zum Eingang führt. Womit ich leider nicht gerechnet habe ist, dass das Hochwasser dazu führen kann, dass die Fähre nicht verkehrt, wie exakt jetzt der Fall. Eine Brücke gibt es nicht, auch schwimmen ist heute auch keine Alternative☹️. Daher zieht Plan B und die ich fahre weiter zu den Ausgrabungen von Cahal Pech, einer etwas kleineren Maya-Stätte, die bis 850 bewohnt wurde. Am Abend schaue ich noch im San Ignacio Hotel, dem besten Haus am Platz, das aus den Siebzigern stammt und auch die Queen schon beherbergt hat. Im herrlich grünen Garten kann man Leguane in den Bäumen sehen. Leider habe ich die letzte Tour verpasst, so muss ich mich mit dem Blick von der Terrasse begnügen. Der erste knallorange Leguan sitzt mitten im Baum, der zweite hat sich für mich extra auf einem Ast in Pose gesetzt. Aber genau in dem Moment als ich die Kamera zücke ist für ihn Schlafenszeit und er rollt sich um den Ast herum zusammen.
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You might also know this place by the following names:

Cayo District, Cayo

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