Bolivia
Estancia Challa

Discover travel destinations of travelers writing a travel journal on FindPenguins.
Travelers at this place
    • Day 154

      Copacabana & Isla del Sol

      April 4, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 15 °C

      Von Puno machten wir uns am Morgen auf den Weg in das 5. Land unserer Reise, Bolivien. Die Landesgrenzen Boliviens waren wegen Corona lange Zeit geschlossen und man musste teuer ins Land einfliegen. Zu unserem Glück hat sich das aber vor wenigen Wochen geändert, sodass wir einfach zu Fuß die Grenze überqueren konnten.
      Dafür fuhren wir mit einem Sammeltaxi bis kurz vor die Grenze, erhielten den Ausreisestempel und liefen dann ca. 100 m bis wir bolivianischen Boden unter den Füßen hatten. Nachdem wir dann den Papierkram abgegeben haben und offiziell eingereist sind, ging es mit einem anderen Sammeltaxi weiter. Während der Fahrt fuhren wir die ganze Zeit entlang des Titicacassees und konnten erstmals erkennen wie riesig der ist. Wie Google uns verriet, ist er ca. 8300 km² groß und damit der größte See Südamerikas und 13 mal so groß wie der Bodensee. Er wirkt zwischendurch immer mal wieder eher wie ein Meer, weil man das Ufer auf der anderen Seite gar nicht sehen kann.
      Unser erstes Ziel in Bolivien war Copacabana. Copacabana ist wie unser letzter Stopp eine Stadt am Titicacasee. Im Vergleich zu Puno ist sie aber ein bisschen kleiner und in unseren Augen schöner, wenn auch nichts wirklich Besonderes. Wir waren hauptsächlich dort, um einen Ausflug auf die Isla del Sol zu machen. Diese hat bei den Inka eine besondere Bedeutung. In der Mythologie wurden dort vom Sonnengott die ersten Inka auf die Erde gesendet. Außerdem ist die Insel auch so einfach schön und bietet traumhafte Blicke über den See.
      Nach einer Nacht in Copacabana ging es für uns also mit einem Boot auf die Insel der Sonne. Dort angekommen liefen wir ca. anderthalb Stunden bis zu unserem Hotel und genossen unterwegs die schönen Ausblicke. Immer mal wieder begegneten uns Esel und Schafe. Untergekommen sind wir die Nacht in einem kleinen Hotel auf einem Berg mit einem der schönsten Zimmer, das wir bisher hatten. Vom Bett aus hatten wir durch die drei großen Fenster einen perfekten Blick auf den See. Da uns dort angekommen aber langsam der Hunger packte, verließen wir erstmal wieder unser schönes Zimmer und gingen in ein kleines Restaurant mit Garten. Von dort aus hatten wir einen schönen Blick in die andere Richtung der Insel und genossen die Sonne. Danach erkundeten wir noch etwas die Insel und ruhten uns aus.
      Am Abend mussten wir dann nochmal los, um etwas zu essen. Wir liefen eine ganze Weile durch das Dorf und alle Restaurants, die wir finden konnten, waren geschlossen, an einem Samstag Abend. Da sahen wir leider die Auswirkungen der Pandemie. Nach einer Weile war die Sonne verschwunden und es regnete in Strömen. Zum Glück trafen wir zwei andere Reisende, die gerade aus einem Restaurant kamen. Das lag direkt hinter unserem Hotel, nur 100 m durch einen Wald den Berg hinauf. Also machten wir uns mit unseren Regenponchos auf den Weg und kamen dort gerade rechtzeitig an, als es anfing zu hageln. Letztendlich war das aber alles perfekt so, weil wir einen sehr schönen Abend in dem Restaurant hatten. Es war ein kleines Haus, nur mit Kerzenlicht beleuchtet und eine alte Frau kochte entspannt in der Küche. Nach kurzer Zeit waren wir auch nur noch die einzigen Gäste und genossen das sehr leckere Essen. Nach dem schönen Abendessen, machten wir uns mit Taschenlampe bewaffnet wieder auf den Rückweg durch den Wald.
      Am nächsten Morgen fuhren wir dann mit dem Boot wieder zurück nach Copacabana und blieben da noch eine Nacht bevor es wieder weiter ging.
      Read more

    • Day 77

      Isla del Sol & Copacabana

      March 21, 2023 in Bolivia ⋅ ☀️ 10 °C

      Copacabana, une plage mondialement connue ou un petit village bolivien au bord du lac Titicaca. A quelques km de la frontière du Perou, le port de Copacabana abrite la marine bolivienne malgré que ce pays n’est aucune cote (le chili a récuperé la zone d’Atacama qui liait la Bolivie à l’océan pacifique).
      L’Isla del Sol abritait une des premières civilisations incas, on y reconnait d’ailleurs les terrasses sur les photos. Les boliviens viennent toujours d’ailleurs vénérer leur dieu annuellement.
      Un bon bol d’air à 3h de la Paz à 4000 m d’altitude.
      Read more

    • Day 48–52

      Titicacasee

      December 26, 2023 in Bolivia ⋅ 🌬 12 °C

      Mit dem Bus ging es von La Paz an den Titicacasee nach Copacabana. Diese Copacabana hat aber rein gar nichts mit der in Rio zu tun.
      Hier gibt es neben dem See und ein paar Forellenbuden nicht sonderlich viel zu sehen.
      Hier kommt man wirklich nur hin, um den See und die darin liegenden Inseln zu sehen. Diese haben es in sich: super klares Wasser, den Blick auf einige 6000er Berge und natürlich die Geschichte der Inka, die man hier hautnah miterleben kann.
      Die Inkas glauben, dass Abkömmlinge des Sonnengottes aus dem See hervor getreten sind und von hier aus das Reich der Inka gegründet haben. Daher ist der See auch einer der heiligsten Gebiete.
      Wir konnten einige Ruinen und Tempel auf der Isla de la Luna und Isla del Sol sehen.
      Da unser Guide leider nur spanisch gesprochen hat, haben wir leider zunächst nichts verstanden.
      Im Nachhinein hat uns eine Spanierin erklärt, was hier eigentlich abging. Scheinbar wurden wir während einer Zeremonie in das Volk der Inka aufgenommen, weil wir Wasser auf unseren Kopf bekommen und getrunken haben.
      Aufgrund einer falschen Mahlzeit hielt sich Anna die nächsten Tage im Bettchen auf, weswegen das unser einziger Stop am Titicacasee war.
      Die schwimmenden Inseln der Uros auf der peruanischen Seite des Sees haben wir nicht mehr gesehen, sondern sind direkt mit dem Nachtbus nach Cuso gefahren. Viele Backpacker haben uns gesagt, dass die Menschen dort ihre Seele an den Tourismus verkauft haben und alles nur Show ist, darauf hatten wir keine Lust.
      Read more

    • Day 11

      Titicacasee

      August 11, 2023 in Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C

      Die Fahrt von La Paz zum Titicacasee war schon ein Erlebnis. Mit der Fähre ging es über die 800 Meter breite Engstelle. Später dann mit dem Boot zur Isla del Sol, auf der wir mittags Apthapi bekommen haben, ein unfassbar leckeres Essen! Danach haben wir die Inkaruine besichtigt und sind zwei Stunden tapfer bergauf gewandert auf 4000m Höhe. Leider hat es Dominik abends mit der Höhenkrankheit erwischt.Read more

    • Day 274

      Isla del Sol, Titicacasee, Bolivien

      October 1, 2019 in Bolivia ⋅ ☁️ 10 °C

      Wie gedacht gehen wir heute einfach spontan an den Hafen und besorgen uns ein Ticket für die Insel. In Boot treffen wir Simon ... ein cooler Typ ebenfalls aus Deutschland!
      Die Überfahrt dauert 2 Stunden.
      Angekommen auf der Insel suchen wir uns ein Hostel ... Maps.me empfiehlt das "Hostal palacio del Inka" wo wir auch spontan zwei Zimmer bekommen! Wir legen unsere Sachen ab und ziehen direkt los ... umser Ziel ist ein Aussichtspunkt auf dem höhstem Punkt der Insel!
      Simon hat sich bereits auf dem Festland ein anderes Hostel gebucht (total überteuert). Wir treffen aber Simon auf dem Weg und so ist unsere Reisegruppe jetzt 5 Mann!
      Auf dem Weg am Sportplatz ist eine Misikveranstaltung wo sowohl Männer als auch Frauen in ihrer traditionellen Kleidung Tänze vorführen! Den Anlass haben wir leider nicht ganz verstanden☺️
      Nach ca. 1h gehen wir weiter ... immer Bergauf!
      Nach ca. 1,5 Stunden erreichen wir endlich den höhsten Punkt der Insel! Es ist wunderschön ein 360° Rundumblick ... der Titicacasee ist so riesig das mann denkt das man am Meer ist! (13 x größer als der Bodensee). Oben angekommen chillen wir in der Sonne und machen Blödsinn und Fotos!
      Nach ca. 2 Stunden oben geht es hungrig wieder ins Dorf zurück. Auf dem Weg zurück finden wir ein schönes Restourant mit einem wunderschönem Ausblick!
      Die Menükarte sieht ganz gut aus, und so entscheiden wir zu bleiben!
      Im Endeffekt mussten wir feststellen das heute nur das Tagesmenü gibt! Auch nicht schlecht den da fällt die Auswahl viel einfacher😂 für mich gibt es auf jedenfall Fisch!
      Beim essen wir mega viel gelacht und gequatscht!
      Wir machen gemüdlich "Mittag" um 16 Uhr!
      18 Uhr gehen wir zurück zum Hostel weil es im Dorf wirklich nichts anderes gibt!
      Ja gut ... unterwegs besorgen wir uns Bier!
      Wir haben mit Christoph aus München noch ein freies Bett und viel Platz im Zimmer und so ist unser Zimmer heute der Gemeinschaftsraum😀
      Wir 5 sind ein perfektes Team ... wir quatschen echt über alles möglichen "dreckige Toiletten, Mann & Frau, und und und!
      Ein perfekter Abschluss für den Tag!
      Read more

    • Day 51

      Regentag auf der Sonneninsel

      February 21, 2020 in Bolivia ⋅ 🌧 10 °C

      Titicacasee. Ein Wort, das wir schon in der Primarschule kannten und lustig fanden. Und da glitzert er nun in der Ferne. Der Titicacasee ist der höchst gelegene schiffbare See der Welt. Lange waren wir unschlüssig, ob wir einen Abstecher hierhin machen sollen, ist der See doch sehr touristisch. Weil er aber quasi auf unserer Route Richtung Peru liegt, beschliessen wir, zwei Nächte auf der bolivianischen Seite des Sees zu verbringen. Laut den Bolivianern gehört ihnen fast die Hälfte der Fläche, laut den Peruanern soll es bloss ein Drittel sein. Mit dem Bus dauert die Fahrt von La Paz nach Copacabana rund vier Stunden. Natürlich nicht der bekannte Strand in Rio de Janeiro, sondern eine kleine Stadt auf rund 3'800 Metern, eingebettet zwischen zwei Hügeln. Die Fahrt vergeht recht zügig, wenn man davon absieht, dass der Bus gefühlt Minustemperaturen aufweist. Da hilft ein Cocatee, den es beim Stopp in der Hälfte zu kaufen gibt. Spannend wird es, als der Bus das Ufer erreicht und auf eine einfache Fähre aus Holz verschifft wird. Denn Copacabana ist von Bolivien her nur über den Seeweg zu erreichen. Wir Passagiere steigen aus und bekommen für die Überfahrt ein kleines Boot. Dafür können wir das Spektakel auf der anderen Seite beobachten und uns mit Cookies stärken. Immer unter scharfer Beobachtung eines vorwitzigen Hundes. Auch der bekommt ein Cookie.

      Copacabana macht einen sehr verschlafenen Eindruck. In der Regenzeit ist halt Nebensaison, obwohl die Temperaturen jetzt viel angenehmer sind als etwa im Juli oder August, wenn die eigentliche Hauptsaison ist. Dennoch brauchen wir den Ofen in unserem schönen Zimmer. Unser kleines Hostal ist rund einhundert Meter oberhalb des Zentrums in einen Hügel gebaut und bietet einen schönen Blick auf den See. Ziemlich hungrig, weil wir sehr früh aufgestanden sind und entsprechend zeitig gefrühstückt haben, essen wir auch gleich im kleinen Restaurant des Hostals La Cupula. Einmal mehr sind wir verblüfft über die Auswahl an Speisen. Linseneintöpfe, Auberginenauflauf, Gemüselasagne. Für Vegetarier ein wahres Paradies und nie so erwartet. Am Nachmittag besteigen wir noch den Hügel, füttern die frechen Lamas und Alpakas vor dem Hotel und schlendern durch die kleine Stadt.

      Tags darauf bringt uns die Fähre in rund zwei Stunden auf die Isla del Sol. Die Fahrt zerrt etwas an den Nerven, eine Gruppe von spanischsprechenden Touristinnen, welche im ganzen Boot verteilt sitzt, plaudert ununterbrochen. Miteinander. Über die Sitzreihen hinweg. Laut. Und im Innern des Boots riecht es stark nach Kerosin. Kaum angekommen auf der Isla del Sol, setzt Regen ein. Wir montieren unsere Regenausrüstung, die zuvor noch nie zum Einsatz gekommen ist, und spazieren etwas abseits der anderen Ankömmlinge los. Mit dem Regen und den Wolken, welche um die Hügel ziehen, wirkt die Insel mystisch. Und das passt irgendwie auch, soll es sich bei der Isla del Sol doch um die Geburtsstätte des Inkareichs handeln: Manco Cápac, der erste Inka, wurde der Legende nach vom Sonnengott Inti auf die Welt gesandt und erblickte auf der Isla del Sol das Licht der Welt. Von dort ging er in die Welt hinaus, um das Inkareich zu gründen. Geschichtlich verbürgt ist, dass die Inka fast 350 Jahre über ein Gebiet herrschten, das sich von Kolumbien bis nach Chile erstreckt. Ihre Hegemonie im westlichen Südamerika wurde mit der Ankunft der Spanier im Jahre 1532 rapide beendet.

      Auch wenn es regnet, gefällt uns der Spaziergang. Nach mehreren Städten ist es sehr schön, sich wieder in der Natur zu bewegen. Es riecht nach frischen Kräutern, welche überall wachsen. Zwischendurch treffen wir auf Esel und Maultiere – manchmal mit und manchmal ohne Hirten. Auf einer Anhöhe sehen wir ein australisches Paar, das sich ebenfalls vom Touristenstrom abgesetzt hat. Was wir damals noch nicht wissen, wir werden Tom und Kayla wieder sehen.

      Leider können wir nur den südlichen Teil der Insel erwandern. Weil die Dorfbewohner untereinander einen Streit austragen, ist der nördliche Teil der Insel für Touristen gesperrt. So müssen wir noch etwas die Zeit vertreiben und suchen im kleinen Dorf, von wo die Fähre wieder zurückfährt nach einer Verpflegung. Irgendwo scheint sich ein Restaurant zu befinden und wir fragen die Bewohner, welche vor dem Haus stehen. Sie bejahen und bitten uns, kurz zu warten. Nun wird ein Tisch hergebracht, Stühle und Tischdekoration aufgefahren. Wir haben den Eindruck, dass das Restaurant eigentlich geschlossen ist, für uns nun aber eine Ausnahme gemacht wird. Die Leute sind sehr freundlich, doch es scheint uns nicht sehr sauber zu sein, so dass wir uns dafür entscheiden, nur etwas zu trinken. Mariana, die achtjährige Tochter der Gastgeber und Namensgeberin des Restaurants beobachtet uns dabei genaustens. In der Nähe des Hafens werden wir dann restaurantmässig fündig und bestellen ein Omelett. Leider dauert es sehr lange und noch immer haben wir erst die Getränke erhalten. Irgendwann werden wir nervös, sind doch schon viele Touristen wieder auf dem Boot. Wir beschliessen zu bezahlen und gehen zum Steg, als das Boot gerade ablegen will. Wir können just noch einsteigen, schon geht es los. Obwohl erst 14.50 Uhr ist und auf dem Ticket die Abfahrtszeit von 15 Uhr steht. Und wir dachten immer, Südamerikaner tendieren zur Unpünktlichkeit.

      Tags darauf fahren wir mit dem Bus über die Grenze nach Peru. Die Grenzformalitäten gleichen nun wieder eher jenen von Argentinien als den bolivianischen. Wir verbringen eine Nacht in Puno. Vor dieser Stadt liegen die schwimmenden Inseln der Urus. Uns fehlt aber die Zeit für einen Besuch und es reicht nur noch für ein sehr leckeres Znacht in einem französisch-peruanischen Restaurant. Nicht fehlen darf da unser erster Pisco Sour auf peruanischem Boden.
      Read more

    • Day 53

      Isla del sol 🌞

      March 6, 2023 in Bolivia ⋅ ☀️ 13 °C

      Friedliches Leben?

      Für uns hat es den Anschein gemacht, dass die Inselbewohner in einem kleinen Paradies leben.
      Mitten im Titicacasee liegt die Sonneninsel und hat ca. 2000 Einwohner die sich auf drei Gemeinden aufteilt. Im Norden Ch‘allapampa, im Zentrum Ch‘alla und im Süden Yumani.

      Wir sind mit dem Boot von Copacabana 1,5 Stunden über den See zur Insel gefahren. Beim ersten Halt sind wir ausgestiegen und haben eine Ruine besichtig. Von da aus sind wir zu Fuss ca. 30 Minuten nach Yumani gelaufen. Wir haben dort etwas gegessen, die Aussicht genossen und sind später noch weiter hoch gelaufen. Der Ausblick war einmalig.

      Nach drei Stunden auf der Insel, haben wir uns mit dem Boot auf den Rückweg gemacht. Zum Abschluss von Noemis Geburtstags haben wir ein gutes Abendessen und ein Schlummerdrink mit Philipp genossen.

      Morgen geht es für eine Nacht zurück nach La Paz bevor unser Abenteuer Bolivien endet. Am 10. März fliegen wir weiter nach Kolumbien.

      Hasta Luego!

      Alessandra und Noemi
      Read more

    • Day 37

      Copacabana und Isla del Sol

      November 17, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 12 °C

      Vom höchstgelegenen Regierungssitz der Welt ging es weiter zum höchstgelegenen kommerziell beschiffbaren See der Welt - dem Titicacasee. Die Anreise war abwechslungsreich - mitten drin mussten wir aus dem bequemen Bus aussteigen und per Boot über den schmalsten Teil des Sees, da es hier keinen Landweg gibt. Auch der Bus wurde per Holzfähre auf die andere Seite verfrachtet, was sehr amüsant zum Zuschauen war.
      Angekommen in Copacabana (ein kleines bolivianisches Städtchen am Titicacasee nahe der peruanischen Grenze, scheinbar Namensgeber für den berühmten Strand in Rio de Janeiro) assen wir etwas kleines z'Mittag (Thomas darf sich seiner Gattin heute noch nur bis auf einen Meter nähern, da es sein Knoblauchbrot mächtig in sich hatte😂). Den Nachmittag verbrachten wir dann in unserem mässig chicen und mässig sauberen Hobbit-Zimmer und litten an einer Mischung aus Höhenkrankheit (immerhin sind wir auf knapp 4000m) und Darmverstimmungen. Auch an diesem schwierigem Nachmittag zeigte sich aber, wie gut wir uns ergänzen: Einer hat Durchfall, die andere Verstopfung - WC-technisch also top organisiert.😉 Am Abend konnten wir uns doch noch überwinden und besuchten das Städtchen mit seiner schönen Kathedrale und den lebendigen Markständen. Wie überall in Bolivien sind auch hier an den Märkten vor allem die typischen Cholas - die bolivianischen Frauen, mit bis zu 10 übereinandergestapelten Röcken (damit das Becken auf die Männerwelt möglichst breit und gebärfreudig wirkt😉), den farbigen Kleidern und dem typischen Melonen-Hut. Die langen, dunklen Haare werden immer zu Zöpfen geflochten und noch mit einer Kordel zusammengebunden, da sonst die Energie daraus entweichen würde, haben wir gehört.
      Am nächsten Tag steuerten wir die Sonneninsel an. Der Legende nach sollen hier die ersten Inkas zur Welt gekommen sein, von wo aus sie nach Cusco zogen und ihr riesiges Reich gründeten. Die Insel liegt etwa eine 2-stündige Bootsfahrt von Copacabana entfernt (aber auch nur weil die Boote so ultra langsam fahren). Es waren erstaunlich wenig Touristen vor Ort und so wanderten wir fast alleine auf der Insel umher und genossen die wunderbaren Ausblicke auf den dunkelblau glitzernden See, das Festland und die Andenkette!🤩 Teilen mussten wir uns den Wanderweg nur mit Schafen und Eseln. Nach unserer Rückkehr am späten Nachmittag begaben wir uns in ein Restaurant mit Dachterrasse und genossen den Sonnenuntergang über dem See, der über 15-mal (!) so gross ist wie der Bodensee. Einfach magisch.
      Read more

    • Day 594

      Isla del Sol

      July 21, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C

      Nach einem gemütlichen Start in den Tag im neuen Land fahren wir um 9:30 Uhr mit dem Boot los zur Isla del Sol. Ziemlich genau 2 Stunden später kommen wir im Norden der Insel an und starten unsere Wanderung. Zuerst geht es zu Inka-Ruinen und einem Aussichtspunkt ganz im Norden der Insel. Danach wandern wir einmal quer über die Insel in Richtung Süden. Die Sicht ist wirklich atemberaubend. Das Wasser des Titicacasees schimmert blau und im Hintergrund erheben sich die schneebedeckten Berge der Cordillera Real. Mehrfach legen wir Pausen ein, um die Aussicht zu genießen.

      Am Nachmittag kommen wir in dem kleinen Ort Yumani im Süden der Insel an, wo wir eine Nacht verbringen werden. Nach dem Check-in erkunden wir noch etwas die Gegend und laufen später zum Mirador Palla Khasa, um den Sonnenuntergang zu sehen. Auf dem Rückweg zur Unterkunft legen wir noch einen Stopp bei einem Restaurant fürs Abendessen ein.
      Read more

    • Day 88

      Titicacasee - Hola Bolivien

      October 28, 2022 in Bolivia ⋅ ⛅ 12 °C

      Unsere wunderbaren Begegnungen am Meer und im Dschungel von Peru hatten uns dazu verleitet, etwas zu bummeln. Ein wunderbarer Zustand, an Orten verweilen zu können! Es gab allerdings noch einige Stationen in Peru, die wir sehen wollten und dann war die Zeit schon so voran geschritten, dass wir uns überlegen mussten, wie wir weiter reisen möchten. Es lagen noch mehrere Tausendkilometer bis zum Süden von Peru vor uns und wir wollen noch 3 Länder bereisen. Am Ende war es dann klar, dass wir uns entscheiden und einen Sprung machen müssen. Also entschieden wir uns, an den Titicacasee zu fliegen. Es gab eine Verbindung von Tarapoto nach Juliaca, die uns sehr weit gebracht hätte. Da wir nicht mit unserer deutschen VISA Karte online buchen konnten, blieb uns nur die Möglichkeit an den Flughafen in Tarapoto zu fahren und spontan einen Flug zu erfragen.

      Alex brachte uns also am Montagmorgen zur nahe gelegenen Stadt Tarapoto und wir versuchten am Flughafen unser Glück. Man sagte uns, dass man beim Tresen, bei dem man die Koffer einfolien lassen kann, auch nach Tickets fragen könnte. Der dort arbeitende Jungspunt „Pool“ war sofort zur Stelle und fragte Tickets per WhatsApp Kontakt an. Es gab keine Direktverbindung zum Titicacasee, aber es war wohl möglich über Lima zu fliegen. Nach etwas hin und her, warten, erneutem Nachfragen, schien es tatsächlich noch zwei Plätze zu geben und eine Frau auf der anderen Seite des WhatsApp Chats buchte für uns Tickets. Wir sollten die Tickets bar bezahlen, also lief Paul zum Automaten und kam mit einigen Scheinen wieder. Pool hielt es für keine gute Idee, das Geld in der Wartehalle vom Flughafen zu übergeben und verschwand mit Paul auf der Toilette. Gefühlt wartete ich sehr lange auf die Jungs und fragte mich, was da wohl auf dem stillen Örtchen von statten ging. Am Ende hatte die Übergabe geklappt und die Tickets wurden auch mit den richtigen Daten versehen, die die beiden auf der Toilette noch geprüft hatten. Pool half uns dann noch mit dem Gepäck und beim Einchecken. Der Flug sollte nur eine Stunde später nach Lima gehen und wir warteten voller Spannung in der Empfangshalle. Es war verrückt, wie unkompliziert man einen Flug buchen kann und wie das hier in Lateinamerika so laufen kann. Natürlich hatte der Flug Verspätung und es schien, als ob wir den Anschlussflug nicht bekommen würden aber blieben optimistisch überhaupt schneller gen Süden voranzukommen. Am Ende hatte alles geklappt und wir kamen zum Sonnenuntergang am Titicacasee an. Knapp 5 Tage Reisezeit, mindestens 4 lange Busfahrten und mehrere Hostelübernachtungen hatten wir uns mit diesem Sprung durch nur ein Land erspart, auch wenn es mir nicht recht ist zu fliegen. Jedoch bezweifle ich mittlerweile irgendwie auch, dass das Busfahren hier so viel ökologischer ist, wenn man sieht wie viel und wie stark die Abgase schwarz aus den Rohren gepustet kommen. Wir waren jedenfalls glücklich über unsere Ankunft nahe der Grenze zu Bolivien, dass es unsere Rucksäcke auch geschafft hatten und wir schwups auf knapp 4000m waren. Die Höhe haute mich dann jedoch mit einem Schlag um. Wenn man auf einmal über 3000m höher ist, dann gibt der Körper eindeutige Signale: kribbeln in den Gliedern, schnelles Atmen, Schwindel und ganz schön Druck auf dem Kopf. Es war klar, dass wir uns erstmal akklimatisieren mussten und so suchten wir uns eine Stadt weiter, in Puno, eine Bleibe. Am nächsten Morgen besuchten wir bei bestem Wetter den Titicacasee, der sich im schönsten blau zeigte. Langsam schlenderten wir durch die Stadt, erkundigten uns wie wir nach Bolivien fahren könnten und schlichen in Mopsgeschwindigkeit auf die Aussichtsplattform. Selbst das Schuhezubinden war an diesem Tag anstrengend. Jedoch hat sich der Blick auf den See und die umliegenden Berge, trotz des kräftezehrenden Aufstiegs sehr gelohnt. Die Stadt an sich ist sehr hässlich aber wir konnten ein paar schöne Stadtszenen einfangen, ich durfte einen riesen Adler auf dem Arm halten und so war es für einen Zwischenstopp ganz ok.

      Es zog uns ohnehin weiter auf die bolivianische Seite vom Titicacasee, um auf die Insel „Isla del Sol“ zu fahren. Es ging also sehr früh los mit dem Bus Richtung Grenze, die ganz einfach zu passieren war, weiter nach Copacabana. Auch in Bolivien hat sich ein Örtchen so benannt ☺️ Wenig später saßen wir im Bötchen und tuckerten bei herrlichem Sonnenschein der Insel entgegen. Ich war irre gespannt auf das neue Land, das wohl das ärmste in Südamerika ist, welches durch einige Kriege viel Land verloren hat und letztendlich im Salpeter-Krieg mit Chile 1883 auch noch den Meerzugang einbüßen musste. In Bolivien kann man alle Klimazonen vorfinden und viel Artenreichtum erkunden. Durch eine hohe Anzahl an Indigenen und wenig Zuwanderung soll es seine Ursprünglichkeit beibehalten haben und so spricht man Spanisch, Quechua und Aymara.

      Nun saßen wir also im Boot auf dem Titicacasee, knapp 4000m über dem Meeresspiegel, auf einem der größten Seen in dieser Höhe und ich bestaunte die Natur und das klare Wasser. Es kam mir vor, als wären wir auf einem Meer, umgeben von niedrigen Hügeln, wenn da nicht am Horizont hier und da schneebedeckte 6000m hohe Gipfel aufgetaucht wären. Ich vergegenwärtigte mir, wo wir gerade waren und war zu tiefst dankbar. Die Insel selbst wird von Aymaren bewohnt, die sich durch Kartoffel-, Mais- und Quinoaernte selbst versorgen können. Es gibt unheimlich viele Tiere, die die Inselvegetation auf Hufhöhe halten und nur wenig Eukalyptusbäume die Chance haben zu wachsen. Seit einigen Jahren bringen die vielen Touris Geld mit auf die Insel, sodass sich einige Hostels auf der Südseite angesiedelt haben. So kann man auf den Hügeln Pizza bei Sonnenuntergang und Frühstück bei Sonnenaufgang genießen. Auf der Insel selbst sind Hügel, die über 4000m hoch sind und wir suchten uns, ab von der Hostelhochburg, auf so einem eine schöne Bleibe. Bei der dünnen Luft kam man nur sehr langsam voran und wir drehten nur eine kleine Runde, um die Ausblicke aufsaugen zu können. Da Paul schon mal auf der Insel war, wusste er wie besonders dieser Ort ist und wollte ihn mir genau deshalb auch zeigen. Schon am ersten Abend wurde klar, wie traumhaft diese kleine Insel ist. Die Farbe des Wassers, die einzigartige Lage der Insel, die besondere Wärme der Sonne, die Stille des Ortes und den weiten Blick über den See bis hin zu den Andengipfeln war magisch. Dazu färbte sich der Himmel zum Sonnenuntergang in Lilatönen und wir konnten nur da sitzen, die Ruhe aufsaugen und staunen. So einen Himmel hatte ich noch nicht erlebt.
      Aus unserem kleinen und einfachen Zimmer hatten wir auch am Morgen einen wunderbaren Blick auf den See. Wir genossen unser Frühstück auf einer Sonnenterrasse und fühlten uns wie die glücklichsten Menschen der Welt. Unser Ziel war es, bis in den Norden zu laufen, um dort die zweite Nacht zu verbringen. Auf den knapp 9km kamen wir nur sehr langsam voran. Zum einen glich das Wandern in so einer Höhe eher langsamen Gehen und zum anderen bekamen alle Tiere am Wegesrand eine Kuscheleinheit. Hauptverkehrsmittel auf der Insel ist der Esel und steht demnach an jeder Ecke. Aber auch Schweine, Schafe und Kühe ließen es sich an den Stränden gut gehen. Die einzigen Geräusche, die man also wahrnahm, waren die von Tieren. Mich beeindruckten die Bewohner, die stetig die Berge rauf und runter laufen , schwere Sachen auf dem Rücken tragen, sich selbst versorgen und der stetigen Sonne ausgesetzt sind.
      An einer der Strände machten wir eine kleine Pause, eigentlich um etwas zu essen aber dann entdeckten wir die Holzstege. Erinnert an einen schönen Moment in Montenegro, bei dem wir nackt in die Bucht von Kotor gesprungen sind, hatten wir beide den selben Gedanken. Wir bereiteten die Kamera vor und uns selbst, in dem Wissen wohl gleich in sehr kaltes Wasser zu springen. Vorbei laufende Kinder merkten, dass wir da auf dem Steg etwas vorhatten und setzen sich sehr nah dazu und beobachteten sehr genau, was wir da taten. Etwas unsicher, ob wir unser Vorhaben so umsetzen könnten, wickelten wir uns in die Handtücher und rannten dann einfach los und sprangen rein. Es war viel kälter als gedacht, ich schrie, mein Herz hüpfte und musste wirklich einiges aushalten: die Höhe und 10 Grad Wassertemperatur. Aber wann kann man schon mal in den Titicacasee springen? Das sorgte natürlich für Aufsehen und die Kinder mehrten sich, waren an allem interessiert, was wir dabei und an hatten. Wir schossen noch ein paar witzige Fotos, verschenkten unser Anden-Popcorn und machten uns vom Acker, sonst wären sie noch in unsere Rucksäcke gekrochen 😁 Ein wunderbar elektrisierendes Erlebnis.
      Wir fanden auch im nächsten, sehr ursprünglichen Ort eine kleine Bleibe. Der davor liegende Strand war ein Tümmelplatz für Schweine und Kühe, die so traumhaft in die Inselsilhouette gepasst haben. Nach einer frischen Forelle aus dem See, waren wir irre froh, abends die Körper ausruhen zu können. Vom Fenster konnten wir ein Gewitter über den Andengipfeln beobachten, der See lag ganz ruhig davor und wir schliefen selig ein.
      Wir konnten am nächsten Morgen direkt vom Strand aus mit dem Boot zurück zum Festland fahren. Auch das Boot tuckerte mit den geringsten Knoten gen Copacabana und alles war völligste entschleunigt. Ein mitfahrender Reiseleiter erzählte uns noch einiges über die Insel und wie die Inkas hier früher gelebt haben. Es soll wohl auch eine Menge Gold auf der Insel gegeben haben, die die Inkas, vor der wissentlichen Eroberung der Spanier, in den See geworfen haben. Da dieser auch mit knapp 400m sehr tief ist, liegt ein guter Teil davon wohl immer noch da. Wir kamen irgendwann an der Küste an und entschlossen uns kurzerhand, direkt nach La Paz weiter zu fahren, da dies unser nächster geplanter Stop war. Wir bekamen auch direkt einen Bus und kamen abends in La Paz an.

      Das Flair der Insel, die Vogel- und Tiergeräusche, der majestätische See, die Ruhe und hochgradig liebevollen Menschen werden für immer in meinen Erinnerungen bleiben. Der Aufenthalt auf der Isla der Sol war wirklich etwas besonderes und ein ganz zauberhafter Start in Bolivien.
      Read more

    You might also know this place by the following names:

    Estancia Challa

    Join us:

    FindPenguins for iOSFindPenguins for Android