Brazil
Santa Marta

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Travelers at this place
    • Day30

      Rio de Janeiro, Brasilien - Part 3

      October 26, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 28 °C

      Tag 6:
      Zwei Tage wurde uns nun schon der Anblick der Jesus-Statue verwehrt, da er von Wolken verschlungen wurde. Für heute hat uns die Wetter App zuversichtlich einen wolkenlosen Himmel versprochen. Allerdings sah es bei einem Blick aus dem Fenster überhaupt garnicht danach aus. Egal, letzter Tag, letzte Möglichkeit. Für das ultimative Erlebnis wurde uns empfohlen die Statue weder per Bus noch per Zahnradbahn sondern auf eigene Faust durch den Dschungel zu erklimmen - sofern wir körperlichen Herausforderungen gewachsen sind. Challenge accepted!
      Zuvor waren wir noch im Café Plage, welches sich im Lage-Park am Fuß des Berges befindet. Das Gebäude war wie aus einem Märchen entsprungen, mit einem Pool in der Mitte und einen atemberaubenden Blick auf die dahinterliegenden Berge. Normalerweise auch mit Sicht auf Christus, aber er wollte sich nach wie vor nicht zeigen.
      Jetzt gestärkt, beschlossen wir trotzdem ihm einen Besuch abzustatten.
      Direkt zu Beginn unserer Wanderung sind wir auf eine Grotte voller Stalaktiten gestoßen. Einige Irrwege und Wasserfälle später haben wir dann die offizielle 4 km lange Route gefunden. Wir stießen auf einen weiteren Wasserfall über den wir nur über einen quergelegten Baumstamm kamen. Viele steile und rutschige Wege über die wir uns an den Baumwurzeln und Ästen hoch hangelten. Es wurde immer steiler und die Luft dünner. Kurz vorm Ziel lag vor uns ein riesiger Steinfelsen. Hier haben lediglich Stahlstangen und eine Stahlkette halt geboten. Und als ob der 4km Hindernis-Parcours zum Himmel nicht schon Nervenkitzel genug ist, hofften wir während der gesamten Route nicht ausgeraubt zu werden. Vor allem einzelne Touristen außerhalb einer Gruppe sind hier vermehrt das Ziel, da sie sich hilflos irgendwo im nirgendwo befinden. Da wir auf dem Weg keine Gruppe fanden der wir uns anschließen konnten, mussten wir in den sauren Apfel beißen.
      Irgendwann wurde es um uns herum wieder lichter und wir konnten einen kurzen Blick auf das vor uns liegende Rio erhaschen. Paar Meter weiter legte sich um uns herum ein nebliger Schleier. Wir waren in den Wolken! Der Gedanke von unten bis in die Wolken zu klettern löste ein unvorstellbares Gefühl aus.
      Fast am Gipfel des 700m Berges angekommen, stolperten wir aus dem Dschungel auf eine asphaltierte Straße. Leider (oder zum Glück) bestand der letzte Kilometer nur aus einer sehr steilen und kurvigen Straße. Schweißgebadet riefen wir jedem Bus, der die Touristen hochfuhr „Langweiler“ hinterher 😅
      Endlich oben angekommen, wurden wir von Ameisenbären und Affen begrüßt.

      Wir standen endlich vor der 30 m hohen Statue und es war ein Gänsehaut Moment, der einem schon entwas ehrfürchtig werden lässt (egal ob religiös oder nicht). Einige beteten und andere machten Fotos. Leider hatte sich das Wetter noch immer nicht wie vorhergesagt verändert und alles um uns war komplett bewölkt, was uns den Ausblick auf Rio etwas vermieste. Zu wissen, dass man 700 m hoch ist, aber nicht zu wissen, was unter einem ist, war merkwürdig. Auch Christus Gesicht konnten wir nicht erkennen.
      Wann immer sich die Wolken kurz verzogen und wir die gesamte Staue sehen konnten, schrien die Leute auf, was für einen Magic Moment sorgte.

      Es wurde sehr spät und hoch oben wurde es noch schweißgebadet vom Hinweg schnell sehr kühl. Die ganzen 4km zu Fuß bei anbrechender Dunkelheit wieder runter war uns nicht ganz geheuer. Wir schauten uns gegenseitig an und waren uns einig, dass wir definitiv mit dem Taxi zurückfahren. Das Problem, es dürfen keine Taxen bis nach oben. Also schlichen wir uns in einen der Tourbusse und fuhren ca. 3 min bis zur nächsten Station hinab. Die Taxifahrer verlangten aber so horrende Preise, die wir nicht bereit waren zu zahlen. Nach paar erfolglosen versuchen ein Uber zu rufen, bemerkten wir, dass bis auf ein paar Mitarbeiter niemand mehr da war. Wir gingen die Straße abwärts, um ein Taxi zu finden. Es gab allerdings nur noch den Jungle und uns. Es war schon ziemlich dunkel und wir waren uns einig, dass der Rückweg sehr brisant werden könnte. Vorbeifahrende Autos fuhren ignorant an unseren Rufen vorbei.
      Wir standen vor einem Scheideweg. Der eine Weg führte durch die Micheal Jackson Favela, der andere Weg war deutlich länger und führte am Ende durch eine Favela, die wir nicht kannten. Wir entschlossen uns für das bekannte Übel und gingen in Richtung Micheal Jackson Favela. Nach einiger Zeit sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die Abzweigung zur Favela laut Maps hätte sein sollen, allerdings war weit und breit nichts zu sehen. Die nahende Dunkelheit legte die Nerven etwas blank und mit der Zeit im Nacken mussten wir den Weg in die komplett gegensätzliche Richtung nehmen. Der Wettlauf gegen die Zeit wurde angekurbelt. Während wir uns mental auf das bevorstehende vorbereiteten, sahen wir die Lichter eines Polizeiautos. Wir hielten es an als ginge es um Leben und Tod. Wie erklärten unsere Lage und stiegen in den mit Maschinegewehr besetzten Polizeiwagen. Gefühlt war es für uns der sicherste Ort auf der Welt. Wir wurden bis in unseren Stadtteil kutschiert. (Shoutout an Masood, Polizei dein Freund und Helfer). Jesus Christus 🙏🏼

      Zur Belohnung haben wir uns Buffet mit Rodizio-Pizza im brasilianischen Stil gegönnt. Schoko-Pizza und Banane-Karamell Pizza waren unsere Sünde.
      Satt und Chao ging es noch am selben Abend mit dem Nachbus in Richtung São Paulo.
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      Traveler

      capuuuuucccinooooo

      11/15/22Reply
      Traveler

      JESUS!

      11/15/22Reply
      Traveler

      🙌

      11/15/22Reply
      2 more comments
       
    • Day3

      Die Christusstatue

      May 9, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

      Pflichtprogramm! Die Tickets haben wir gestern mit Zeitfenster geordert, 10 bis 12!
      Bis zur "Talstation" geht es mit UBER. Die Fahrerin ist wie ein 😈 unterwegs, bekreuzigt sich aber an jeder ⛪️ auf dem Weg. So sitzen wir schon viel früher in der Zahnradbahn.
      Technische Details ersparen wir uns. Es geht auf den Corcovado-Berg.
      Der christliche Leuchtturm hat uns dann doch beeindruckt und die Aussicht in alle Richtungen ist ebenso überwältigend!
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      Traveler

      ♥️♥️♥️♥️♥️

      5/10/22Reply
      Traveler

      Hammer Aussicht

      5/10/22Reply
      Happy-Womo

      Der Blick ist ja echt phantastisch👍in "echt" bestimmt noch tausendmal mehr😉

      5/10/22Reply
      6 more comments
       
    • Day2

      PRAIA DE IPANEMA

      May 8, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

      Sonntag, sehen und gesehen werden ist das Motto. Wir werden noch (!) als Deutsche erkannt und von einigen Gringos angesprochen. Immer interessante Gespräche und wir haben einen Fotografen 📸. Im Hintergrund, teilweise in Wolken gehüllt, die ZWEI BRÜDER.
      Das Wetter spielt auch mit, immerhin 23 Grad gegen Mittag.
      Es muss dringend angebadet werden!
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      Traveler

      Das ist mal ne Aussicht zum Baden 🥰

      5/9/22Reply
      Traveler

      Und sie fahren noch

      5/9/22Reply
       
    • Day2

      Muttertag an der COPACABANA

      May 8, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 22 °C

      Heute sende ich aus Rio ❤️-liche Glückwünsche an alle Mütter der Welt!
      Auch an der COPACABANA sind heute auffällig viele Mannsbilder mit Blumengebinden unterwegs. Auch in den Wirtschaften herrscht ein reges Treiben, am Strand ist eine große Konzertbühne aufgebaut, es wird wohl eine heiße Nacht in BRASILIA 🎆Read more

      Traveler

      Herrliche erste Eindrücke und perfekte Erfrischung

      5/8/22Reply
       
    • Day3

      Rio - the hard way

      July 1, 2022 in Brazil ⋅ ☀️ 19 °C

      Landed in Sao Paulo 3 hours late and missed my connection to Rio while we were still in the air. When i bought my airfare back in april to Rio, it was only 80 dollars. But when i checked for a flight today, the cheapest was 450. Yikes

      A taxi driver told me the terminal for that airline was a bit far. I figured the chances of getting on a new flight without paying the difference was low and asked him to take me to the bus station instead and salvage the lost day maybe without getting into a brazillian argument with no recourse. Sometimes you gotta weigh the battles vs the greater good. This felt low on the greater good scale and time was ticking to make the trek and arrive relatively early in Rio

      My taxi driver also gave me awesome intel. Its not like back home with one bus company and one type of seat. There were 50 different bus companies and I had to know which one did express routes plus comfort levels. I learned this lesson in colombia years ago.

      8 hours later, i arrived in Rio. Ugh. But I had a bed to sleep in on the bus... yes!! Still my day got wiped out but at least i was there.

      Found a local restaurant near my hotel and met a nice local Daniela who spoke great english and ordered a crazy cold drink that was smoking and bubbling - so weird. After a few drinks she went home and i moved onto another nearby spot my lonely planet book recommended and met carlos and his friend who insisted on refilling my beer glass repeatedly despite my lack of portuguese language. It really is remarkable how people can communicate sometimes with minimal common words. People everywhere are awesome. Seriously.

      Then finished the night at a copacabana beach bar which despite being super quiet, i felt was really apt. So anxious to see things in daylight tomorrow!! Actual brazil pics coming soon!! Stay tuned.

      Edit: As I type this, the nice people two tables over invited me to join them. Even as i try to take advantage of a quiet moment to write this blog, i make new friends haha. Loving brazil 🇧🇷 already
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    • Day14

      Rio de Janeiro

      July 21, 2022 in Brazil ⋅ 🌙 21 °C

      Gestern hatten wir eine Ganztagestour "1Tag in Rio", gebucht über TripAdvisor.
      Der Guide namens "Jal" ist ein sehr netter Brasilianer, spricht sehr gut deutsch und hat uns sehr viel über die Sehenswürdigkeiten, die Geschichte und das Leben in Rio erzählt.
      Ich kann und möchte hier nicht alles weitergeben, nur eine Episode in Kurzform:
      Als die europäischen Entdecker im Januar 1500 hier eintrafen, hielten sie die Bucht neben dem Zuckerhut für einen großen Fluss und nannten ihn "Fluss des Januars" - Rio de Janeiro. Und ich habe mich schon immer gefragt, warum "Rio"? Es gibt hier doch gar keinen großen Fluss...

      Heute waren wir noch im Museu do Amanhã - Museum der Zukunft und haben anschließend das gute Wetter (endlich) für einen Strandnachmittag an der Copacabana genutzt.

      Ich kann nur sagen: Rio ist ein Traum!? Let the dream come true! Rio ist eine Reise wert! Einer der schönsten Flecken der Welt.
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      Traveler

      Einfach toll, was ihr erlebt.

      7/22/22Reply
      Traveler

      Sehr schöne Fotos, Dankeschön, dass wir an euren Erlebnissen teilhaben können.

      7/22/22Reply
       
    • Day5

      Reisestart in Rio de Janeiro

      October 16, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C

      Tja, wie fangen wir an. Aller Anfang ist schwer? Wir hätten's eigentlich besser gewusst? Denn obwohl wir an vieles gedacht und uns entsprechend vorbereitet haben, vergassen wir dennoch ein Detail: Thomas' feine, goldene Kette, die er seit Ewigkeiten immer um den Hals trägt. Und so kam es wie es kommen musste und wir wurden bereits am ersten Tag dreist beraubt. Von einem vorbeifahrenden Fahrradfahrer vom Hals gerissen. Ein denkbar schlechter Start in unsere grosse Reise. Wir sind betrübt, kommen nicht recht in die Gänge. Die riesige, laute, gefährliche Stadt ist ein herausfordender Start, der uns keine Zeit lässt, im Kopf überhaupt erst in unserem Abenteuer anzukommen - dafür werden wir noch etwas Zeit brauchen. So ziehen wir uns zurück in die grünen Oasen der Stadt, besuchen den riesigen botanischen Garten und den wunderschönen Park Lage. Wir schlendern an der Copacabana entlang, kämpfen mit Sprachbarrieren (da hier zu 95% niemand auch nur eine einzige Fremdsprache spricht, und wir, trotz der Ähnlichkeit zum spanisch, grosse Mühe haben, portugiesisch zu verstehen), und finden "mehr Schein als Sein" vor. Die Aussichten von den bekanntesten zwei Hügeln der Stadt, dem Corcovado mit der riesigen Statue "Cristo Redentor" und dem "Pão de Açúcar" (Zuckerhut) stimmen uns dann wieder ein wenig versöhnlich. Vor allem im Licht des atemberaubenden Sonnenuntergangs betrachtet, ist unser Blick auf die Dinge schon wieder deutlich positiver gestimmt. Leckeres Essen und gute Gespräche helfen natürlich auch. Nach diesen intensiven Tagen begeben wir uns auf die wahrscheinlich längste Busfahrt dieser Reise und brechen auf ins Landesinnere nach Bonito. Nach dem harzigen Start sind wir freudig gespannt, was die nächsten Tage bringen werden.Read more

      Traveler

      Gueti Reis and take care🤗😍

      10/24/22Reply
      Traveler

      🙏🥰

      10/29/22Reply
      Traveler

      Suppi Fotti😁

      10/25/22Reply
      Traveler

      dangge🤗

      10/29/22Reply
       
    • Day9

      Rio again

      July 7, 2022 in Brazil ⋅ ☀️ 27 °C

      Long drive back to Rio today. 6.5 hours according to Google maps. But its such a fun drive over and around mountains all the way. I was about an hour outside of Rio at noon and i pulled over to check out a castle i saw near the highway that has a restaurant but unfortunately it was closed.

      Nearby Petropolis has brazil's oldest brewery, so i went there instead. Had lunch there and then checked out the very pretty town. Tons of mansions and palaces. But i couldn't park because i had already incurred a parking ticket near the brewery (and i got one in mariana too). I pulled over for a few quick pics on one street where i found an opening. But around the corner i saw the parking ticket lady putting tickets on every car, so i scurried back and left. Certainly not the types of towns i imagined before arriving in brazil. Lots of german settlements here and there apparently.

      Made my way to chaotic Rio. Driving in this city requires a certain level of insanity and patience haha. Often there are 4 lanes of traffic and no lines on the road, and everyone is jostling for position like a race track. And my map will say to exit to the right but there will be one ramp going up and another going down. Google maps isn't 3 dimensional, so its a coin flip every time, and I'm losing more than winning :) But i just laugh and recalibrate Google maps for a new route and try again. I can't imagine doing this without google maps.

      Got to my hotel in copacabana. This time i ended up with something much nicer and somehow much cheaper. Got in contact with Daniela again and she took me to a really cool restaurant in Ipanema where you can order off a menu, but i don't recommend doing that. Because, there are waiters circling the establishment with different trays of small plate appetizers every 10 minutes that you can take off their tray and they add it to your bill. You can see the food and decide, whereas i have no idea what anything is in print. Brilliant! And delicious!

      Then we went to a craft beer spot a few blocks away for a little while. She had to be up at 5am and i was exhausted from the long travel day so we both needed to get some rest and get out of there after a quick pint.
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    • Day25

      Rio de Janeiro, Brasilien - Part 1

      October 21, 2022 in Brazil ⋅ ☁️ 28 °C

      Ola Brasil! Als wir in Rio ankamen war es bereits dunkel. Die höchste Priorität war die Sicherheit. Wir haben üble Geschichten von Reisenden gehört und alles was man zu Rio lesen kann hat es natürlich noch verschlimmert. Mit dem Uber sind wir ca. 1 h gefahren bis wir unser Hotel im Stadteil Botafogo erreicht haben. Es gibt nur drei Stadtteile im Süden von Rio die Touristen empfohlen werden und selbst dort ist in der Nacht Vorsicht geboten. Der Norden von Rio ist selbst für viele Einheimische eine Tabuzone.
      In der Unterkunft angekommen, spiegelte sich ein ganz anderes Bild ab. Wir waren in der Sternschnanze von Rio angekommen. Wir spazierten im Viertel und wollten uns natürlich typischerweise den ersten Caipirinha in Rio genehmigen und auf unser Abenteuer in Brasilien anstoßen. Wir fanden auch eine richtig gute Bar mit fantastischen Cocktails. Am Ende sind es ganz andere Cocktail geworden, Deryas Drink war aber immerhin mit Chachaça gemacht worden.
      Am Ende des Abends landeten wir schließlich auf Deryas Wunsch wieder in einem peruanischen Restaurant mit Ceviche. Ein absolutes no go für Marvin, der nur Gerichte aus dem Land isst 😄

      Erster Eindruck: sicherer als gedacht, aber ein mulmiges Gefühl schwingt oft mit.

      Tag 2:
      Am zweiten Tag entdeckten wir die schönen Seiten von Rio. Das Rio wofür man kennt und liebt. Viele Kulturen und Lebensphilosophien treffen hier aufeinander, es wird ausgelassen gelebt und leben gelassen. Eines der berühmtesten Strände der Welt, die Copacabana. Mit einer Açai Bowl und einem Caipirinha ausgestattet, schlenderten wir an der Promenade der Copacabana entlang. Es gab unzählige Caipirinha-Stände, Stände mit Açai-Bowls, alle Sportarten die am Strand möglich sind wurden gespielt, Beachvolleyball, Beach-Fußballtennis etc., es gab Strandabschnitte für Rastas, für Gays usw. Es war ein kunterbuntes Treiben.
      Am Ende der Copacabana, dort wo die Ipanema beginnt, befindet sich eine alte Festung. Von hier hatten wir einen wunderschönen Blick auf die gesamte Copacabana und den Zuckerhut. Rio ist einfach wunderschön. Die bewaldeten Berge, die einfach wie in einer Fabelwelt aus dem Meer herausragen und der Millionenstadt noch das Dschungel-Feeling geben, machen die Stadt sehr malerisch.

      Die Zeit ganz vergessen, sind wir noch kurz vor Sonnenuntergang entlang des Strandes der Ipanema dann etwas zügiger entlang geschlendert. Bei Dunkelheit sollte man sich nämlich nicht mehr am Strand aufhalten. Verrückt wie so ein fröhlicher Ort bei Dunkelheit in etwas gefährlichem umschlagen soll. Aber wir wollten es nicht genauer wissen.

      Ein weiteres Highlight des Tages war botanischer Natur. Die brasilianische tropische Caju-Frucht haben wir im Supermarkt entdeckt und musste natürlich auch probiert werden. Das Fruchtfleisch des sogenannten Caju-Apfels ist saftig süß, aber auch zäh und fest, kaum zu beschreiben. Die eigentliche Frucht der Caju ist allerdings die für uns bekannte Cashew-Nuss.

      Tag 3:
      Marvin wollte unbedingt zu den berühmten Treppen Rios, bekannt aus dem Musikvideo von Pharell Williams und Snoop Dogg. Er sang den ganzen Tag den Song Beautiful. Und tatsächlich waren die Treppen auch wunderschön. Und wir waren nicht die einzigen 😅
      Aus vielen kleinen und bunten Mosaiksteinen sind an den Treppen Geschichten festgehalten worden.
      Um ein Foto auf den Treppen machen zu können, mussten wir bestimmt 20 Minuten warten. Wir hoffen, dass diese Fotos hier besonders Beachtung finden 😂

      Von den Treppen war die Kirche im Maya inka Style nicht weit und wir sahen uns die Colonial Brücke an.

      Der Tag war natürlich auch durchzogen von Essen. Auf einem Markt probierten wir gefüllte Tapioka mit Gemüse und frittierte Teigtaschen mit Rohrzuckersaft a la brasil.
      Abends hatten wir im Viertel Santa Teresa wohl unser bestes brasilianisches Essenserlebnis: Wildreis mit Bohnen und Kochbanane und Wildreis mit Käse auf eine ganz außergewöhnliche Art gewürzt und zubereitet. Davor gab es aus der Küche gekochte Erdnüsse in ihrer Schale serviert. Und begleitet wurde unser Mahl mit einem Cocktail aus Cachaca und Jabuticaba, einer brasilianischen Frucht die vom Aussehen an unsere heimische Weintraube erinnert. Beim Schlemmern haben wir über eine Idee gesprochen, die wir beide unabhängig voneinander hatten: unsere Lieblingsgerichte aus der Weltreise in Deutschland für euch nachzukochen. Und wir fantasierten über ein Restaurant mit den besten Kombinationen.

      In Santa Teresa unterhielten wir uns mit Brasilianern über die anstehende Präsidentenwahl. Die Leute unterstützen leidenschaftlich und ganz öffentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren Kandidaten mit Stickern auf T-Shirt oder Taschen. Vor allem der linksgerichtete Herausforderer LULA war überall präsent, die Brasilianer wollten eine Veränderung für ihr Land. In Deutschland unvorstellbar. Und wie wir uns während des Schreibens ergooglet haben, ist LULA Präsident geworden. Wir haben tatsächlich etwas mitgefiebert 😃

      Tag 4:
      Nicht das Wahrzeichen Rios, aber trotzdem etwas was wir sehen wollten, war die Altstadt. Ganz unscheinbar neben einer großen Hauptstraße fanden wir die Altstadt mit ihren kleinen Seitenstraßen, bunten Geschäften und Märkten. Und während Derya sich auf Obst und Säfte spezialisierte, entwickelte Marvin eine Leidenschaft für gebrannte Erdnüsse, die es in den warmen Regionen von Südamerika überall an kleinen Straßenständen zu kaufen gibt. Etwas Winter-Nostalgie bei 30 Grad.
      Nach einem Abstecher im Café Colombo, welches im Stil eines Wiener Kaffeehauses errichtet wurde, machten wir uns auf die Suche nach einem Afroshop für Marvins Rastas. Es war Montags und viele Geschäfte hatten zu, also fragten wir uns durch, klopften an geschlossene Türen und landeten schließlich im 2. Stock eines verwinkelten Wohnhauses. Ein Mann machte uns die Tür auf und es entpuppte sich eine Gay Videothek. Wir waren ganz schnell draußen und beendeten die Suche 😃

      So ruhig wie die Montage vergleichsweise tagsüber in Rio sind, sind die Abende das genaue Gegenteil. Die Abende in Rio sind legendär und nicht zu verpassen, wenn man wissen will, was Samba in Rio bedeutet. Eine unscheinbare Wohnstraße verwandelt sich jeden Montag Abend zu einem Samba Festival und zu einer riesigen Party, auf der die Menschen auf der Straße tanzen und feiern. Mittlerweile mutiger beschlossen wir mit der Bahn zu fahren und das letzte Stück zu Fuß zu gehen. Die Straßen waren menschenleer, die vereinzelten Personen die uns auf den verlassenen Straßen entgegenkamen machten das Unbehagen nicht besser. Aber irgendwann sahen wir das Licht bzw. hörten die Musik am Ende des Tunnels. Wir stürzten uns ins Gewusel. Die Musik war richtig nice und die Stimmung war übertrieben. Wir verloren uns aus den Augen und suchten bestimmt eine Stunde bis wir uns wieder fanden 😅.
      Auf dem Weg nach Hause wollten wir wagemutig oder auch leichtsinnig den selben Weg zurück wie hin nehmen. Ein Mann hielt uns jedoch zurück, weil es zu gefährlich sei. Uns wurde der offizielle Eingang/Ausgang eindringlich empfohlen 🤣 Hinterher ist man immer schlauer 😂
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      Traveler

      Juhuu. Herrlich schön die Bilder und (lulaaaa) Video zu sehen und eure Erlebnisse zu lesen! Freu mich auf die nächsten Zeilen!

      11/12/22Reply
      Traveler

      🙏🏼💗

      11/12/22Reply
      Traveler

      Different world, different lifestyle 🙌🏾😎So habe ich auch Zuhause gefeiert, als Bolsonaro raus gekickt wurde 😁😁

      11/19/22Reply
       
    • Day151

      Sightseeing Carioca Style

      June 18, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 20 °C

      Wie läuft eigentlich unser erster dezidierter Großstadtstopp seit Anbeginn unserer Reise ab?

      Rio ist riesig - 7 Mio Menschen wohnen hier; inklusive Großraum 13 Millionen. Im (großen) Touri-Dreieck zwischen Zuckerhut, Ipanema und dem Centro merkt man davon aber verhältnismäßig wenig. Von einem der unzähligen Aussichtspunkte lässt sich die gesamte Dimension der Stadt nur schwer begreifen. Immer wieder wird der Großstadtdschungel von wirklichem Dschungel und den Granitmonolithen unterbrochen. Obwohl die Favelas hier bis in Bergbauern-gleiche Steillagen hinaufgebaut werden, bleibt trotzdem noch so viel Grün über, dass hier Mitten in der Stadt ein ganzer Nationalpark ausgewiesen ist. Viel Wohnfläche (wie auch am Satellitenbild gut ersichtlich) befindet sich auch im flach sumpfigen Hinterland. Hier wurden schon einige Viertel der Sumpflandschaft abgetrotzt.

      In Rio wurde uns vor Ankunft immer geraten einige Verhaltensweisen zu beherzigen. Zur falschen Zeit am falschen Fleck ist hier nicht ratsam. Uber wurde unser empfohlenes Fortbewegungsmittel - soll sicherer als Taxis sein. So nehmen wir eigentlich für jeden weiteren Weg der nicht zu Fuß gemacht werden will das Uber-Taxi. Bei jedem Tagespunkt wird vorab kurz recherchiert ob das eh 'sicher' sein soll. (Spoiler: passiert ist uns nix.) Versuchen nicht aufzufallen — allerdings (allein schon durch unsre weiße Haut) leichter gesagt als getan. Kamera / Handy lieber eingesteckt lassen, etc. Etwas zwiegespalten haben wir auch die wirklich viele Polizeipräsenz gesehen (an allen Touri-Flecken fix mehrere Autos, und sonst auch an jeder 3. Straßenecke) — einerseits fühlt man sich an diesen Punkten nochmal sicherer, allerdings schrecken gleichzeitig die allzeit bereiten und zur Schau gestellten Maschinengewehre ab. Für uns hat sichs während unseres Aufenthalts zwar halb so wild angefühlt, denn nix passiert und auch nix mitbekommen — allerdings bekommt man den Kontrast zwischen Reichtum und Armut aus nächster Nähe mit. Mit europäischen Städten ist das nicht vergleichbar. Wir haben uns zwar eigentlich nie unsicher gefühlt, so unbekümmert sicher wir Zuhause allerdings auch nicht, sondern immer ein bisschen auf der Hut.

      Als Tourist ist Rio auf jeden Fall eine wirklich beeindruckende Stadt mit argen Kontrasten zwischen Strand und Bergen, Metropole und Dschungel, Atlantik und Lagune, Favela und Golfplatz (Entfernung: 100 Meter). Als Carioca (= aus Rio kommend) auf die Dauer aufgrund der Sicherheitsbedenken wahrscheinlich sehr mühsam. Wir haben bisher bereits einige Brasilianer:Innen getroffen die deswegen aus Rio weg gezogen sind bzw. die Stadt meiden oder Kletter:Innen die aufgrund der Kriminalität noch nie in Rio waren.

      Für uns bsundrig, dass die Hauptattraktionen wie Zuckerhut oder die Christusstatue am Corcovado kletternd besichtigt werden können. Ned nur spaßiger und beeindruckender sondern in beiden Fällen sogar auch gratis!
      Dafür ist es dann richtig lustig oben anzukommen und auf einen Schlag von 'alleine in der Wand' sich Mitten in einem schiawü Leid' (=Haufen Leute) unter unserm und eanam Erlöser wieder zu finden.
      - Die Stadt der Kontraste!! 😁

      Montags hätt ma Mal den Samba probiert, aber da sind wir wahrscheinlich zu verwöhnt aus Serra do Cipó. Der unsrige auserwählte Samba carioca war eher Kategorie Jahrmarktbesäufnis, sprich Prater oder Urfahrmarkt. Eher ned um vü gangen! Beziehungsweise wir dann a früh gegangen..
      - Vielleicht ein Zeichen von Reife oder afoch von fortgeschrittenem Alter..
      Kamillentee statt Caipi-Schmäh!
      (Den Reim hätt der FPÖ-Werbetexter ned besser hin bekommen..)

      Ansonsten überall Selfies, zig Insta-Stories und hunderttausend Posen und Fotos aus allen Blickwinkel. Lustig zum Zuschauen! Eigentlich aber ziemlich peinlich - leider anscheinend Zeitgeist! Vielleicht das eindeutigste Zeichen von fortgeschrittenem Alter: der 'Insta-Rant' von grumpy old man!

      Beeindruckende Stadt jedenfalls!!
      1000 Karmapunkte am Corcovado fürs Fegefeuer gesichert!
      Militär und Polizeipräsenz an vielen Ecken!
      Neues Lieblingsgericht: Acarajé 🤩
      Neue Lieblingssüßigkeit: Paçioquita 🥰
      Tägliche Dosis von beidem: kann niemals genug sein!

      PS.: Volleyball hätt ma natürlich wieder probiert. Futvolei gibt's zuhauf, Beachbadminton a, Beachvolley leider wieder fast ergebnislos. (2 Argentinier haben uns letztendlich beglückt).
      Netze und Plätze generell aber zum Sau fuadan!

      PPS.: Unser Beitrag zum Trainerwechsel der österreichischen Männer Fußball Nationalmannschaft: 'Foda' heißt Scheiße auf Portugiesisch.. - Foda raus! 😁
      Der eigenen Seleçao werden in Qatar eher wenig Chancen eingeräumt - Neymar zu 'mimimi' und der Rest tw. zu alt - schaumamoi dann sengmascho!
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    You might also know this place by the following names:

    Santa Marta

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