• Derya Prempeh
  • Marvinjp
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Sep 2022 – Aug 2025

Wedding World Trip

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  • Cebu, Philippinen

    December 9, 2022 on the Philippines ⋅ 🌧 24 °C

    Auf der Insel Cebu gelandet, machten wir erstmal einen kurzen Zwischenstopp in der zweitgrößten Stadt der Philippinen Cebu City. Wir schlenderten abends über den Night Market und fanden so einige Kuriositäten und Spezialitäten: Balot oder auch Überraschungsei der anderen Art verspeisen hier die Einheimischen wie nichts gutes. Ein rohes Ei mit Küken, in welchem Stadium sich das Küken befindet, ist hier die Überraschung. Probiert haben wir es nicht 😄

    Am nächsten Tag ging es mit dem Bus weiter in Richtung Moalboal, das Paradies für Freunde der Unterwasserwelten. Hier verbrachten wir 4 Tage, mieteten einen Roller, fuhren zum schönsten und abenteuerlichsten Wasserfall inkl. Canyoning. Wir sprangen in einer geführten Tour von verschiedenen Wasserfällen bis zu 10 m Höhe. Derya bemerkte, dass langsam eine kleine Höhenangst in ihr zum Vorschein kam, und Marvin bemerkte, wie viel Spaß es macht von 10m hohen Klippen ins Wasser zu springen 😂

    Noch vom Adrenalin gepackt, stellte sich Marvin für den darauffolgenden Tag einen Wecker für 5 Uhr morgens und fuhr zum Strand um dort mit Taucherbrille und Schwimmflossen in die Unterwasserwelt abzutauchen. Moalboal ist für seine riesigen Sardinenschwärme und Schildkröten bekannt.
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  • Unterirdisches Tunnelsystem der SpanierKathedrale der Spanier aus früheren ZeitenKathedraleMarvin liebt Wasserspiele 😂✌️🤚Verkehrssystem zum verrückt werdenSuche nach Schmuckstücken im SchrottSo fährt man hier Bus

    Manila, Philippinen

    December 5, 2022 on the Philippines ⋅ ☁️ 30 °C

    Unser letztes Land auf der Weltreise. Langsam rückt das Ende dieses Erlebnisses immer näher. Die letzten 20 Tage haben wir uns vorgenommen mehr Natur als Stadt zu erleben, mehr zu entspannen als sich vom Großstadttrubel mitreißen zu lassen.
    Manila war als kurze Übergangsstation geplant, von der aus wir die Inseln bereisen wollten. Allerdings kamen wir dann doch nicht so schnell weg, da die Flüge preislich in die Höhe schossen. 5 Tage verbrachten wir hier und wurden uns schnell klar, dass Manila sich noch viel von ihren asiatischen Nachbarn abgucken muss. Das Verkehrssystem war eine wahre Herausforderung, es musste sich schon zu Beginn seines Fußmarsches überlegt werden, auf welcher Seite der Straße man läuft, da sich eine Straße in mehreren Ebenen und Richtungen aufteilte. Moderne Viertel und arme Viertel direkt nebeneinander, abgeschnitten voneinander und ohne direkten Zugang zueinander. Nur umständlich und über Umwege erreichbar. Zufall oder gewollt? Riesige, moderne Malls ohne Zugang zur Bahn.
    Kein Zugang zu gesunden Lebensmitteln. Nüsse mit Zucker und Transfetten, Joghurt gezuckert. Alles wird gezuckert. Es war echt eine Challenge.

    In Manila haben wir uns den historischen Stadtkern angesehen mit Gebäuden aus der spanischen Kolonialzeit. Aber Manila hat sonst nicht so viel zu bieten gehabt. Also waren wir viel spazieren, im Fitnessstudio, haben uns die Malls angesehen, und die Kultur und die Menschen auf uns wirken lassen. Wir waren sehr überrascht von der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft ohne dass eine Gegenleistung erwartet wurde und ohne dass wir nach Hilfe gefragt haben. Am Anfang kam uns das suspekt vor, aber die Philippiner sind wirklich Engel.
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  • Kuala Lumpur, Malaysia

    December 2, 2022 in Malaysia ⋅ 🌧 27 °C

    Von Singapur nahmen wir den Bus nach Kuala Lumpur und kamen nach ca. 4h Fahrt kurz nach Mitternacht in der malaysischen Hauptstadt an. Obwohl Singapur so nah ist, hätten die Unterschiede nicht größer sein können. KL, wie man Kuala Lumpur hier auch nennt, war nicht mehr ganz so modern, chic und sauber, und vor allem nicht mehr so teuer. Die erste Nacht verbrachten wir übergangsweise in einem Hotel in der Nähe vom Busterminal. Am nächsten Tag zogen wir in unser Hotel mit Rooftop Pool und Gym um, wo wir die nächsten Tage verbrachten und alles entspannter angehen ließen.
    Der Aufenthalt in KL war geprägt von spazieren gehen, sightseeing, essen und faulenzen am Pool, natürlich immer gepaart mit einer Gymsession.
    Wir sahen die berühmten Twin Towers sowie einen Tempel in einer Höhle. Marvin kickte bei einer Header-Challenge mit einer legendären Performance den Kopfball-König Ronaldo vom Thron. Marvin war das Highlight der Zuschauer.
    Unser Highlight war das Essen. Die Geschmäcker waren anders, als wir sie von einem anderen Land kannten. Viele verschiedene Nationen und Kulturen treffen in KL aufeinander, was das besondere Essen erklärt. Sowohl Marvin als auch Derya kamen hier auf ihre Kosten. Hähnchen eingelegt in süßen Marinaden. Ein vegetarisches Buffet mit unterschiedlichen Tofu-Gerichten, wie man es sich in Deutschland nur wünschen würde. Noch heute sehnen wir uns nach dem Essen 😂
    KL haben wir als sehr friedliche und offene Stadt kennengelernt, es war sehr leicht sich auf englisch zu verständigen. Zahlreiche Religionen leben miteinander ohne religiöse Abgrenzungen zu machen. Muslime, Buddhisten, Hindus, Christen praktizieren nebeneinander. Einfach schön 🤍
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  • Singapur

    November 30, 2022 in Singapore ⋅ ☁️ 30 °C

    Kurz gefasst, Singapur ist das Dubai der Asiaten. Super luxuriös, super innovativ und super sauber. Es ist eine aufregende Stadt, aber wohl noch aufregender, wenn man nicht auf low budget unterwegs ist. Aber wir haben das beste rausgeholt und uns alles angeguckt was umsonst war. Das architektonische Highlight war das Marina Bay Sands Hotel, das wohl spektakulärste Hotel. Auf den 3 nebeneinanderliegenden Skyscrapern wurde einfach noch oben drauf eine Plattform gebaut, die einem Schiff ähnelt. Wahnsinn auf 3 Türmen.
    Außerdem hat sich Apple einfach seine eigene Bubble ins Wasser des Marina Bays bauen lassen und Louis Vuitton ein kristallenes, futuristisches Stahlgebäude. Noch weiter in die Zukunft hat wohl der Architekt der sogenannten Gardens by the Bay gedacht. 50m hohe Supertrees sind hier im Rahmen eines Landgewinnungsprojekts aus dem Nichts errichtet worden und erinnern an eine andere Welt, die wir mit blauen Menschen verbinden. Es handelt sich um vertikal gebaute Gärten mit tropischen Kletterpflanzen, die gleichzeitig noch Strom erzeugen, um in der Nacht zu leuchten.
    Nach 2 Tagen Singapur sind wir schließlich zu unserem nächsten Stop aufgebrochen.
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  • Cat Ba, Vietnam - Part 2

    November 23, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 25 °C

    Am zweiten Tag mieteten wir uns einen Roller und erkundeten die kleine Insel. Wir fuhren einmal von Süden bis nach Norden, um festzustellen, dass der Hund hier noch tiefer begraben liegt.
    Als wir gerade zurück fahren wollten entdeckten wir eine lange, wackelige Brücke, die uns zu einem kleinen verlassenen Tempel führte. Der Weg war jedenfalls spannender als das Ziel 😄

    Zurück in Richtung Süden machten wir auf halber Strecke halt und besuchten den Nationalpark. Wir hatten uns wieder auf eine steile Wanderung eingelassen. Am Ende zahlt es sich jedoch wie immer aus und wir wurden mit einem spektakulären Blick belohnt. Der Ausblick war unglaublich. Etwas weiter gab es dann noch eine Klippe für die hartgesottenen Abenteurer. Nichts für Leute mit Höhenangst. Der Kick durch den abgesperrten Bereich zu gehen und die Aussicht nochmal von einer Klippe aus zu betrachten, haben es Marvin aber angetan. Wieder unten angekommen, besuchten wir noch die riesige Cave. Die Caves waren im Krieg gegen die US Truppen eine raffinierte Strategie. Die Soldaten verstecken sich in komplexen Tunnelsystemen. Die Caves wurden sogar zu geheimen Krankenhäusern umfunktioniert.

    Cat Ba war wunderschön, allerdings hatten wir auch hier nicht so ein Glück mit dem Wetter und nach 3 Tagen war auch schon alles mit Roller und Boot erkundet.
    Von unserem Ausflug nach Cat Ba sind wir also wieder mit Bus und Fähre zurück nach Hanoi, wo wir die übrigen 2 Tage bis zum Weiterflug nach Saigon entspannt angegangen sind.
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  • Cat Ba, Vietnam - Part 1

    November 21, 2022 in Vietnam ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach dem ersten Tag in Hanoi, haben wir beschlossen am nächsten Tag einen Abstecher zur Insel Cat Ba in der malerischen Halong Bucht zu machen. Dort konnten wir etwas vom hektischen Großstadttrubel runterkommen.
    Es war keine gewöhnliche Fahrt, wir hatten die ganzen 3 Stunden über einen Guide, der uns per Mikrofon alles Wissenswerte über Hanoi und Cat Ba erzählte. So haben wir auch erfahren, dass Facebook grade ganze Städte vor Hanoi baut. Was geht da ab?

    Auf Cat Ba angekommen war alles nice. Wir hatten das beste Hotel für den günstigsten Preis unserer gesamten Reise, inklusive heißer Dusche und Frühstück mit Bananen-Pancake, was will man mehr. Die umliegenden Restaurants waren auch richtig nice, der Hotpot war nice und die Cocktails waren nice. Vergleicht man jedoch die Inseln in Thailand mit seinem vielfältigen Angebot an Streetfood, Obst und Supermärkten, fällt es einem in Vietnam etwas schwerer kulinarisch auf seine Kosten zu kommen. Zumindest etwas eingeschränkter.

    Am nächsten morgen machten wir direkt einen Tagestrip mit dem Schiff durch Halong bay.
    Die erste Station waren die Floating Fischer-Dörfer. Die Fischer leben quasi auf dem Meer. Eine Hütte neben der anderen liegen jeweils auf schwimmenden Holzstämmen.
    Mittags hatten wir ein sensationelles Seafood Buffet auf dem Schiff, doch zuvor mussten wir es uns verdienen und paddelten auf dem Kajak durch Höhlen, enge Grotten und wunderschönen Buchten.
    Zurück auf dem Schiff fuhren wir weiter und erreichten unseren nächsten Stopp an einer Bucht. Marvin wagte den 10m Sprung vom Boot ins unbekannte Gewässer.
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  • Hanoi, Vietnam

    November 19, 2022 in Vietnam ⋅ ☁️ 29 °C

    Nun aber: Good Morning Vietnam oder besser gesagt Hello Hanoi. Touch down in Hanoi und der erste Eindruck ist easy going.
    Passkontrollen easy. Money easy. Taxi easy.

    Hotel war jedoch nicht so easy. Es war überbucht, also wurde uns eine Alternative angeboten. In einem Zimmer wurde uns eine Matratze auf dem Boden ausgelegt. Abgehärtet durch unsere bisherigen Erlebnisse und entspannt durch den buddhistischen Vibe, war das kein Problem für uns. Unserem Budget kam es auch zugute, da wir fast nichts bezahlt haben.

    Am nächsten Morgen machten wir das, was wir in jeder neuen Stadt machten: Gehen und Eindrücke aufnehmen. Wir gingen den gesamten Tag und erkundeten die Hauptstadt. Ein Japan Festival lockte an diesem Wochenende noch mehr Menschen in die Stadt, überall gab es was zu feiern, Konzerte, verschiedene Veranstaltungen und die Menschen trugen japanische Traditionskleidung. Wir wollten allerdings Vietnam kennenlernen.
    Wir schlenderten durch das französische Viertel und tatsächlich hatte es aufgrund der französischen Kolonialherrschaft um das 19. Jahrhundert herum hier und da einen Hauch von Frankreich.
    Es gibt sogar eine Miniatur des Eiffelturms in der Stadt, das französische Baguette ist hier in stark abgewandelter Form vertreten, was die Franzosen vermutlich garnicht anerkennen würden und auch Schnecken werden gerne gegessen.

    Womit wir auch überhaupt nicht gerechnet haben, war der Hang zu Weihnachtsdeko. Ganze Straßen waren übersäht mit Nikolausmützen und Christbaumschmuck. Ein Geschäft nach dem anderen spezialisierte sich einzig und allein auf den Verkauf von Weihnachtsdekoration und brachten abends die ganze Straße zum leuchteten.

    Wenn man über Hanoi spricht, dann muss man auch über Roller sprechen. Rollerfahrer sind wie Fahrradfahrer in Hamburg - nur noch schlimmer. Sie fahren überall, machen was sie wollen, sind nur am meckern, Hupen ununterbrochen, und überfahren dich fast immer um ein Haar. Bürgersteige sind zugeparkt, sodass man auf der Straße gehen muss, und dort von ihren fast angefahren wird. Wenn Bürgersteige frei sind, fahren sie auch dort ohne Rücksicht und Ampeln haben keine Bedeutung 😄 Sie transportieren ein halbes Schwein oder eine 5-köpfige Familie oder machen ein kleines Nickerchen auf ihrem Roller. Ja die Roller machen Vietnam nochmal ganz speziell.

    Beim Essen kamen wir auch auf unsere Kosten. Also eher Marvin. Fleisch ist hier Omnipräsent und wird in nicht ganz so appetitlicher Form zur Schau gestellt. Pho und Hotpots wurden unsere Go-Tos. Resümierend ist Derya davon überzeugt, dass die vietnamesische Küche in Deutschland raffinierter ist und war etwas enttäuscht darüber, dass Erdnüsse, Koriander und Hosin-Sauce in Vietnam nicht so vertreten sind, wie gedacht.

    Auch die vietnamesische Umgangsart hat uns überrascht: Das Handy war oft interessanter als der Kunde. Wenn wir Glück hatten war ein desinteressierter Blick vom Handy die Antwort auf unser Kaufinteresse, wenn wir Pech hatten wurden wir ignoriert. Das Motto ist hier Take it or Leave it.
    Aber natürlich war es nicht immer die Regel :)

    Wir spazierten durch die Straßen bis zum West Lake, der größer ist als die gesamte Alster, und sahen uns einen Tempel auf einer kleinen Insel an. Die Menschen brachten hier unterschiedlichste Opfergaben, die sie geweiht wieder mitnahmen. Von Süßigkeiten über Vögel bis Kaulquappen war alles mit dabei. Am West Lake war es wie in einer Bubble. Westlich geprägte Restaurants, moderner Lifestyle und Wolkenkratzer die aus dem nichts entstehen.

    Am coolsten fanden wir die ganzen Outdoor Gymnastik Parks, hier konnten wir unser neues weird couple thing ausleben: Das hängen lassen. In jedem Outdoor Gym der unser Weg kreuzte haben wir uns uns paar Minuten hängen lassen.
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  • Bangkok, Thailand

    November 15, 2022 in Thailand ⋅ ☁️ 32 °C

    Am frühen Morgen haben wir mit der ersten Fähre die touristenüberlaufende Insel verlassen und das weite gesuchte. Wir fuhren auf die östlich von Thailand gelegene Inselgruppe, mit der größten Insel Koh Samui wollten wir beginnen und anschließend auf die anderen 2 Inseln Koh Phangan und Koh Tao hoppen.
    Endlich auf Koh Samui angekommen mussten wir unseren Hunger erstmal stillen und navigierten uns direkt zu einem Markt, Säfte und Spieße as usual. Den Tag wollten wir entspannt ausklingen lassen, deswegen haben wir es uns abends mit einer Thai Massage gut gehen lassen. Für die nächsten Tage war geplant, die Insel mit dem Roller zu erkunden, hier und da an schönen Spots anzuhalten und einfach mal die Ruhe und Natur zu genießen. Daraus wurde aber nichts. Irgendwas hat uns ziemlich auf den Magen geschlagen. Wir waren für die nächsten zwei Tage out of order. Beim Gedanken an das zuvor noch geliebte Thai-Essen drehte sich unser Magen um. Was hätten wir jetzt für Muttis Apfelpfannekuchen gegeben.
    Als langsam wieder Leben in unseren Körper einkehrte machte uns jedoch das Wetter einen Strich durch unsere Planung. Tropenregen soweit die Wetter-App vorhersehen konnte. Kein Lichtblick. Traurig verließen wir die Insel durch ihre überfluteten Straßen und flogen nach Bangkok.

    Unser Hotel in Bangkok war direkt neben der Party Meile. Uns fiel direkt das Krokodil auf und die Skorpione am Spieß, die hier anscheinend als Snack verzehrt werden.
    Noch etwas erschöpft von den letzten Tagen, wollten wir trotzdem Bangkok erleben und inspizierten die Kaufhäuser, Märkte und die Umgebung. Wir machten uns ein Bild von der Großstadt und versuchten die Gerüche der thailändischen Streetfood-Küche zu umgehen.

    Ganz zufällig waren wir während der Apex 2022 in Thailand, wie wir nichtsahnend von einem Einheimischen aufgeklärt wurden. In dieser Woche ist die Regierung in Bangkok und gleichzeitig werden die Touristen mit besonderen Rabatten zum Ankurbeln der thailändischen Wirtschaft animiert. So wie wir verstanden haben, wurde dies ins Leben gerufen, um die Tourismusbranche aus der Covid-Krise zu bekommen.
    Das Must-See in Bangkok, der große Tempel mit dem Regierungspalast, war aufgrund des hohen Besuchs für die Öffentlichkeit gesperrt und öffnete erst wieder am Tag unserer Abreise. Also wurde uns von einem Einheimischen eine alternative Sightseeing-Route vorgeschlagen. Die Tuktuks fuhren in der Apex-Woche zu besonders günstigen Preisen die Touris von einem Spot zum nächsten. Wir besuchten im wahrsten Sinne des Wortes den Glücks-Tempel, der tatsächlich nur 3 Tage im Jahr geöffnet ist und zufällig und total planlos waren wir genau zur Öffnung dort. Wir wurden über unser Glück von einem Thailänder aufgeklärt, der extra für den Besuch des Glückstempels von Phuket nach Bangkok mehrere Stunden mit seinem Auto gefahren ist. Er war ziemlich überrascht, dass wir so zufällig und so unwissend in dem Glückstempel standen. Wir ehrlich gesagt auch 😅
    Auf unserer Tuktuk-Touri-Tour sahen wir noch den 30m hohen Big Standing Buddha und den Goldenen Buddha, welche jedoch nicht die letzten gewesen sein sollten.
    Endstation war China Town, hier erlebten wir wirklich China. Es zeigte sich ein komplett konträres Stadtbild: andere Sprache, andere Gebäude, anderes Essen, makabere Essenspräsentationen und merkwürdige Gerüche nach viel totem Tier.

    In den folgenden Tagen haben wir die Eindrücke der Stadt aufgesogen, geschlemmt und uns ins Fitnessstudio gewagt, um uns wieder stark zu fühlen 😃 Das Schicksal hat uns auf der Suche nach einer Toilette in den 13. Stock eines Hochhauses geführt, wo wir von der Terrasse aus einen Logenplatz für das Schauspiel des Sonnenuntergangs hatten.

    Am Tag der Abreise war es endlich soweit, der große Tempel hatte seine Pforten wieder geöffnet. Am Eingang mussten wir uns erstmal eine lange Hose kaufen (ja auch Männer), im Partnerlook ging es durch die Tempel-Landschaften. Ein Tempel schöner als der andere. Es gab so viel zu sehen, viele wunderschöne Wandmalereien, die Geschichten erzählten, man hätte dort Tage verbringen können.

    Nach einem Rundgang ging es zum Highlight für Marvin: Der liegende Buddha, riesig und komplett in Gold erstreckte er sich vor uns.
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  • Koh Phi Phi Island, Thailand

    November 11, 2022 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Früh am Morgen schipperten wir mit der ersten Fähre von Phuket zur Insel Koh Phi Phi, die für ihre traumhaften Strände und Inseln bekannt ist. Dort angekommen erlebten wir eine Überraschung mit der wir so nicht gerechnet hätten und uns auch überhaupt nicht der Sinn nach war. Wir waren auf einer Touristen-Hochburg gelandet. Amtssprache deutsch. Dazu kam noch, dass unsere Tour für diesen Tag abgesagt wurde. Also hingen wir zwei Tage hier fest. Nagut, machen wir das beste draus und erkunden die Insel, dachten wir uns optimistisch. Wir haben die Rechnung aber ohne dem tropischen Wetter gemacht. Am Mittag wurden wir von einem Monsunregen überrascht. Also nutzten wir das Wetter um uns mal wieder sportlich zu betätigen. Wir suchten ein Hotelgym mit Blick aufs Meer auf und powerten uns aus.
    Am Abend wurden wir dann von einer Feuershow am Strand doch noch begeistert.

    Am nächsten Morgen begann dann endlich unsere Bootsfahrt um die Inseln von Koh Phi Phi. Erster Halt war Monkey Island. Ja, schon wieder. Frei lebend, aber natürlich vollkommen abhängig vom Tourismus, schwang das schlechte Gewissen natürlich mit, dennoch war es schön wieder so süße Affen zu sehen.

    Anschließend schnorchelten wir im wunderschönen türkisen Meer mit unzähligen bunten Fischen, danach ging es zu einer atemberaubenden Insel - Shark Island. Marvin sprang enthusiastisch vom Bootsdeck mit einem sagenhaften Bauchklatscher ins Wasser. Und tatsächlich, dort konnten Haie beobachtetet und mit ihnen geschwommen werden. Genau genommen waren es Schwarzspitzen-Riffhaie.

    Next stop war Maya Beach. Der Strand ist unbeschreiblich, so kann nur das Paradies aussehen. Weißer feiner Sand und türkises Meer, wie wir es noch nie zuvor gesehen haben. Nicht umsonst hat Hollywood hier The Beach mit Leonardo Di Caprio gedreht und berühmt gemacht. Thailand bemüht sich diese Schönheit zu bewahren, deshalb dürfen keine Boote mehr in die Bucht einfahren und schwimmen ist auch verboten. Was in diesem Fall eine wirklich sinnvolle Lösung ist und atemberaubende Fotos ohne schwimmende Touristen ermöglicht. Nach einem Spaziergang über die Insel ging es weiter zu Bamboo Island, auf der wir für paar Stunden verweilen und die Insel entdecken konnten.
    Anschließend machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Mosquito Island. Wie es der Name schon verrät, werden in der Nacht die Mosquitos aktiv und machen die Insel zu einem unerträglichen Ort.
    Wir fuhren mit dem Boot gemächlich durch die vielen Felsformationen zu unserem letzten Stop und genossen den Sonnenuntergang und die Stille auf dem Meer. Als die Sonne hinter dem Horizont verschwand und die Dunkelheit sich breit machte, ging es nochmal zum Schnorcheln ins Meer. In einer versteckten Bucht leuchtete Plankton auf, sobald man sich im Meer bewegte. Wie tausende Glühwürmchen - nur unter Wasser 🤩
    Mit diesem Lichterspektakel ging ein Tag zu Ende. Und jedesmal wenn wir uns fragen, ob es überhaupt noch besser werden kann, werden wir erneut positiv überrascht.
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  • Phuket, Thailand

    November 8, 2022 in Thailand ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Ankunft war verwirrend. Es fühlte sich an als seien wir in Vietnam. Die Enttäuschung, dass es mit Hanoi nicht geklappt hat, war nach kurzer Zeit verflogen. Es war alles spontan. Wir hatten kein Hotel, keine Route, keinen Plan. Wir ließen uns einfach treiben. Der Song „Lost“ von Frank Ocean war unsere Hymne und lief auf Repeat.

    Auf der Insel gibt es einen Ort für die partyfreudigen Touristen, aber auch sehr viele ruhige Gegenden mit wunderschöner Natur. Wir haben ein Hotel in Patong (dem Partyort) gebucht, um eine gute Ausgangslage für die Erkundung der Insel zu haben. Am Tag der Ankunft sind wir einfach nur spazieren gegangen und saugten alle Eindrücke auf, die uns nach der Woche Indien über den Weg liefen. Wie Außerirdische sind wir über das Sortiment im Supermarkt hergefallen. Einen richtigen Supermarkt gab es in Indien nicht wirklich, und das Angebot von Getränken und Essen ist ebenfalls anders als wir es in Europa kennen. Auf unserer Schlender-Route sind wir direkt über einen Streetfood Markt gestolpert, der uns wie das Paradis erschien. Fleisch-Spieße, Seafood, Dim Sum, frische exotische Säfte, Crêpes, usw. für’n Appel und ein Ei.

    Am zweiten Tag steuerten wir das Meer an. Zwar warm aber nicht ganz so sonnig, fühlten wir uns eher nach einem Spaziergang entlang des Strandes mit den Füßen im Andaman Meer. Nach dem hektischen und lauten Treiben in Indien, tat uns die Ruhe und Natur richtig gut, die Entspannung legte sich ein. Mit der Natur connected fielen uns jetzt die unzähligen kleinen und großen Krebse, die Einsiedlerkrebse und die See-Egel auf, die sich im Sand unter unseren Füßen einbuddelten oder im zügigen Crab-Walk ins Meer huschten. Wir waren im Entdecker-Modus und versuchten die Meereswesen zu fangen und zu verstehen.
    Am Ende des Tages peilten wir einen anderen Streetfood Markt an und schlemmerten was das Zeug hält. Wir probierten uns durch bekanntes und unbekanntes - mit Ausnahme von Krokodil und Fledermaus. Das wurde Marvin verboten 😂

    Nach zwei Tagen lost and free, machten wir wieder Pläne. Wir entschlossen uns weiter in Richtung Phuket City zu ziehen. Dort angekommen mieteten wir uns einen Roller und erkundeten die überschaubare Insel. Der erste Stop waren budistischen Tempelanlagen. Derya machte den anderen Besuchern ein Ritual nach, bei dem Stäbchen in einer Box solange geschüttelt werden, bis eins rausfällt. Die Zahl auf dem Stäbchen verweist auf das Fach mit Karten, von denen die obere Karte gezogen wird. Eine positive Karte behält man, andernfalls wird sie wieder zurückgelegt und ignoriert 😅 Good News: Deryas Karte war eine gute 😁

    Mit dem Freiheitsgefühl auf dem Roller kehrte eine Tiefenentspannung in uns ein, welche sich selbst durch den Linksverkehr nicht erschüttern lies. Die Weiterfahrt ging lange bergauf, bis wir am Ziel eine große Buddha Statue vor uns erblickten. Buddha wachte im Schneidersitz friedvoll über die ganze Stadt, vergleichbar wie Jesus über Rio.
    Nächstes Ziel unseres Trips war ein schöner, nicht all zu stark besuchter Strand, der uns von einer Thailänderin empfohlen wurde.
    Wir breiteten unsere Picknickdecke aus und aßen exotische Früchte.
    Bevor wir uns auf den Rückweg machten, fuhren wir zu einem beliebten Aussichtspunkt, um den Sonnenuntergang zu beobachten.

    Wieder in der City angekommen widmeten wir uns dem Lieblingshobby Streetfood. Und was wäre ein Besuch in Thailand ohne Massage? Unsere Füße hatten etwas Liebe verdient, eine einstündige, wohltuende Fußmassage kamen uns jetzt genau gelegen. #Welovethailand
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  • Mumbai, Indien

    November 1, 2022 in India ⋅ ☀️ 31 °C

    Über Abu Dhabi ging es nach Mumbai. Derya wollte eigentlich nach Neu Delhi aber der hashtag Mumbaistreetfood hat sie am Ende doch umgestimmt.

    First impression: Laut, hektisch, voll und übelriechend. Ein permanent beißender Geruch aus einer Kombination von Urin, Fäulnis, Kadaver stieg uns tagtäglich in die Nase. Daran gewöhnt haben wir uns bis zum letzten Tag nicht.

    Die Taxifahrt vom Airport zum Hotel war die wildeste Fahrt die wir je erlebt haben. Es waren so viele Autos, Roller, Schubkarren, Menschen und ab und zu auch mal Kühe auf der Straße. Jeder versuchte irgendwie voranzukommen. Jede noch so winzige freie Lücke wurde dafür genutzt. Der Verkehr erfolgte nach dem Tetris Prinzip, so haben wir es bezeichnet. Es wurde permanent gehupt. Der Verkehr in der Türkei ist eine Kinderfahrt dagegen. Zum Ende hin hatten wir auch noch fast einen Unfall mit einem von Links kommenden Roller gehabt.
    Wir sind bei Nacht im Hotel angekommen, es war ein gruseliger Ort und eine Welt fernab von unserer Vorstellung. Der Dreck, die Gerüche, die Armut.

    Der Eingang zu unserem Hotel war vermutlich auch mal der Drehhort für einen Horror-Film. Wir mussten durch eine enge Gasse voller Spinnweben gehen, um dann in einen klapprigen Fahrstuhl in den 5. Stock zu fahren. Auf der Fahrt nach oben konnten wir in jedes Stockwerk einen kurzen Blick erhaschen und uns das Leben dort ausmalen. Das ganze Gebäude war heruntergekommen, das Zimmer war auch dementsprechend. Allerdings ist es vermutlich für die dortigen Verhältnisse eine gute Unterkunft, wenn man bedenkt, dass viele Einwohner in noch viel schlimmeren Verhältnissen wohnen. Verrückt ist auch, dass es bislang eines der teuersten Hotels war, in dem wir nächtigten.

    Nachdem wir eingecheckt hatten, war es bereits nach Mitternacht. Wir gingen noch einmal raus, um einen Geldautomaten und etwas zu essen zu finden. Wir wurden mit der schonungslosen Realität konfrontiert. Während nachts die Ratten aus ihren Löchern krochen, schliefen die Menschen überall auf der Straße verteilt. Teilweise ganze Familien, die draußen schliefen und nicht mehr besaßen, als das was sie anhatten. Tagsüber verkauften sie auf ihrem Stand Obst, Streetfood, etc. Abends wurde der Stand zu ihrem Bett.

    Am nächsten Morgen begaben wir uns mutig raus ins Getümmel. Es war eine andere Welt, so voll, so laut, so staubig. Jeder lief mit dreckigen Klamotten rum, jeder hatte etwas zu tun. Ware gestapelt auf dem Kopf, auf dem Rücken oder meterhoch auf einer Schubkarre, wirrten die Menschen durch die engen Straßen. Vergleichbar mit Millionen von Ameisen, deren einzige Aufgabe darin besteht, Dinge zu transportieren, die größer sind als sie selber. Wir waren mit unserem Aussehen eine Attraktion und wurden häufig gegrüßt und angestarrt.
    Am ersten Sightseeing-Spot, dem Gate of India angekommen, wurden wir angesprochen und fotografiert als wären wir Stars. Und als solche fühlten wir uns auch nachdem wir mit Jugendlichen und Familien ein Selfie nach dem anderen machten.
    Die Menschen standen Schlange. Bei der ersten Gelegenheit sind wir aus dem Trubel geflüchtet und weiter durch Süd-Mumbai geschlendert. Überall auf den Straßen wurden wir vom Streetfood angelockt und probierten uns durch von Chai-Tea über exotischem Obst bis hin zu den vielfältigen Angeboten südindischer Küche.
    Das kulturelle Zusammenspiel in Mumbai war ebenfalls sehr erstaunlich. Moslems, Christen, Hindi leben friedlich zusammen und unterschiedliche Kasten (über die wir leider wenig erfahren haben) existieren nebeneinander in dieser 20 Millionen Stadt.

    Unser heimliches Hobby in Mumbai war das Bahnfahren. Es war einfach nur wild und kaum vorstellbar für den Europäer. Die Züge fuhren ohne Türen und ohne viel Zeit zum ein- oder aussteigen. Kaum erreicht der Zug den Bahnsteig, sprangen die Menschen aus dem fahrenden Zug, andere hangelten sich hoch in den Zug. Es war immer wieder erneut ein Highlight mitanzusehen und selber mitzumachen.

    Wir sind an einem Hindu-Tempel vorbeigekommen, welches Marvin sich auch von innen angesehen hat. Es war genauso voll wie alles andere in Mumbai. Marvin bewegte sich im Strom der Massen in den Tempel, ohne zu wissen, was genau passierte. Es war faszinierend zu sehen, wie die Menschen glauben und welche religiöse Rituale damit verbunden sind.

    Wir fanden im Internet eine Liste „50 things to eat in Mumbai before you die“ - challenge excepted. Schlendern, Kultur erleben, Must see‘s und Must eat‘s. So verbrachten wir unsere Woche in Mumbai. Wir blieben in unserem Viertel, es war immer noch gruselig, aber wir hatten uns arrangiert. Die Bahnstation war in der Nähe, sodass wir einen guten Ausgangspunkt hatten, um die Stadt zu erkunden. Warme Erdnüsse vom Straßenstand waren unser ständiger Begleiter. Und irgendwann gingen wir wie die Inder auf den Straßen, statt auf dem Bürgersteig, ganz ohne zu sterben (Wer hat den Linksverkehr erfunden?) .

    Das größte Slum Indiens und die größte Wäscherei Mumbais haben wir während unseres Aufenthalts ebenfalls noch sehen wollen. Durch den Slum Dharavi ist Derya fast gesprintet, alle Sinnesorgane wurden hier überreizt. Auch an der größten Wäscherei wollten wir nicht lange bleiben. Wir wurden von charmanten, englisch sprechenden Straßenkindern belagert, die man schweren Herzens abwimmeln musste. Die Eindrücke sind schwer zu beschreiben. Mumbai ist ein riesengroßes Moloch. Die Menschen sind hingegen freundlich und hilfsbereit, oft auch ungefragt wurde uns ihre Hilfe angeboten. Was uns jedoch zunächst irritierte und zum Ende hin amüsierte, ist die Körpersprache der Mumbis, wie wir sie liebevoll genannt haben. Der Kopf-Wobble ist vor allem im Süden Indiens eine Gestik, wie wir sie sonst nirgendwo auf der Welt sehen. Wofür das schütteln des Kopfes genau steht, bleibt uns wohl für immer ein Rätsel und wir können nur spekulieren. Es deckt auf jeden Fall alle Stimmungen ab: Ja, Nein, Vielleicht, Gern geschehen, Ich weiß, Ich weiß nicht. Man weiß nicht woran man ist, das war zumindest immer unser Gefühl 😅

    Zum krönenden Abschluss waren wir natürlich noch im Fitnessstudio. Die indische Masche war immer die gleiche. Erst kamen sie zu Marvin und fragten nach einem Foto, um sich dann dem eigentlichem Ziel zu nähern, ein Foto mit
    Derya. Aber dieses Mal sollte es nicht bei einem Foto bleiben. Es wurde zu einer Video Session für eine große Fitnesskette in Indien mit Studios in Australien. Sie filmten uns beim Sport und posteten es auf Instagram 😅

    Die Zeit bis zum Abflug wurde wieder etwas knapp, weil wir zum Abschied und zur Stärkung noch unser Lieblingsgericht Kaju Masala essen wollten (nein, nicht Butter Chicken, das ist typisch Neu Delhi, aber da wollte Monsieur ja nicht hin 😜)
    Am Flughafen angekommen, sagte man uns am Schalter, dass unser Gate für den Flug nach Hanoi bereits geschlossen sei. Unser Flug wurde vorverlegt und war bereits vor 3 Stunden gestartet - der Flugveranstalter hatte uns nicht Bescheid gegeben.
    Um 1 Uhr nachts am Airport von Mumbai mussten wir uns jetzt schnell eine Alternativplan überlegen. Der nächste Flug nach Hanoi ging erst in 2 Tagen, mit Mumbai hatten wir aber schon abgeschlossen, länger hier bleiben war also keine Option. Nach Recherchen und Telefonaten mit dem Veranstalter, beschlossen wir unsere Reise nach Thailand vorzuverlegen und buchten den nächsten Flug Last Minute nach Phuket (5 min vor Gate closing).
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  • Dubai, VAE

    October 29, 2022 in the United Arab Emirates ⋅ ⛅ 31 °C

    Mittlerweile die dritte Nacht ohne Bett.
    14 Stunden bis zum Zwischenstopp Doha und dann 2 Stunden bis zu unserem Ziel Dubai. Wir sind mit Qatar Airlines geflogen, was den langen Flug trotzdem angenehm machte. Da Derya vor dem langen Flug noch 1,5 Liter geext hatte, waren ihre Beine in Dubai voller Wasser 😐
    Erschöpft von der langen Reise sind wir um 5 Uhr morgens Ortszeit endlich im Hotel in Dubai angekommen. Wir verbrachten drei Stunden auf der Couch in der Lobby, als wir endlich einchecken durften.
    Es war ein kurzer Power-Nap geplant, der Wecker war für 10 Uhr gestellt. Als wir aufwachten waren es 17 Uhr und schon fast dunkel.
    Schlaftrunken rappelten wir uns auf um das höchste Gebäude der Welt zu bestaunen. Da sich der Burj Khalifa neben der Dubai Mall befindet, flanierten wir zuvor durch das imposante Kaufhaus: überall Luxus, Scheiche, ein Aquarium mit bunten Fischen und Haien. Die Dubai Mall war ziemlich beeindruckend. Aus der Mall raus, sahen wir den Burj Khalifa hinter einem riesigen Wasserbecken mit Fontänen und Lichtspielen. Wir waren geflasht von der imposanten City. Dieser erste Eindruck wurde in den nächsten 2 Tagen auch nur bestätigt. Dubai glänzt mit einer führerlosen, überirdischere Metro. Die öffentlichen Toiletten, die es überall gibt, sind besser als in so manchen Hotels. Dubai ist makellos. Viele Unternehmungen und Sehenswürdigkeiten in Dubai sind eine Frage des Geldes. Unser Budget zuliebe beschlossen wir, uns diese Dinge für ein nächstes Mal Dubai aufzuheben.
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  • Sao Paulo, Brasilien

    October 27, 2022 in Brazil ⋅ ☀️ 29 °C

    Sao Paulo

    7 Uhr morgens in São Paulo. Nach kurzer Ausrichtung und Ortung machten wir uns natürlich als erstes auf die Suche nach Kaffee. Und wir landeten wieder bei Starbucks - ja, wir stehen dazu. In einer hinteren Ecke haben wir unser Lager aufgeschlagen, uns ins WLAN eingehackt, das WC für eine Katzenwäsche blockiert und das schwarze Lebenselixier genossen. Akklimatisiert ging es dann mit schwerem Rucksack durch die größte Stadt Südamerika. Bis Derya einen Geistesblitz hatte. Wir buchten ein Tages-Ticket bei Smartfit (das McFit Südamerikas), schließen unsere Taschen sicher weg, und führten unsere Tour erleichtert weiter fort.
    Wir erreichten unser 1. Ziel, dem Mercado Municipal. Dieser verfolgte eine andere Verkaufsstrategie, als andere Märkte in Südamerika. Die Stände wollten mit Kostproben zum Kauf überzeugen und hofften darauf, dass sich die Touristen am Ende verpflichtet und überrede fühlen, etwas zu kaufen. Im Internet wird aufgrund dessen davon abgeraten etwas anzunehmen. Empfehlungen hin oder her, mit einer Kokosnuss schlürfend, signalisierten wir unsere Kaufbereitschaft. Wir ließen uns von jedem Obststand anlocken, taten so als würden wir nichts probieren wollen und wurden dann mit vielfältigen Obststücken, dessen Existenz wir bis Dato teilweise nicht kannten, überflutet. Derya war im 7. Obst-Himmel.

    Wir spazierten von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit bis wir in einem Park ankamen und uns in die Sonne am See setzten. Wir snackten ein paar exotische Früchte die wir im Supermarkt zu normalen Preisen gekauft haben.
    Erschöpft und entspannt schliefen wir einfach ein und wachten zum Sonnenuntergang wieder auf.
    Der letzte Ort den wir sehen wollten war eine Rooftop Bar mit Blick auf die Skyline von São Paulo. Natürlich durfte São Paulo bei Nacht nicht auf unsere Liste fehlen.

    Der Tag in São Paulo hat uns mindestens 26.000 Schritte eingebracht, aber unsere Muskeln wollten auch noch beansprucht werden, also ging es zurück zu Smartfit. Zum Abschluss hatten wir ein Restaurant aufgesucht mit indigenem brasilianischen Essen. Ein guter Abschluss um den Kontinent zu verlassen. Unser Flug ging um 02:40 Uhr in Richtung Dubai.
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  • Rio de Janeiro, Brasilien - Part 3

    October 26, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 28 °C

    Tag 6:
    Zwei Tage wurde uns nun schon der Anblick der Jesus-Statue verwehrt, da er von Wolken verschlungen wurde. Für heute hat uns die Wetter App zuversichtlich einen wolkenlosen Himmel versprochen. Allerdings sah es bei einem Blick aus dem Fenster überhaupt garnicht danach aus. Egal, letzter Tag, letzte Möglichkeit. Für das ultimative Erlebnis wurde uns empfohlen die Statue weder per Bus noch per Zahnradbahn sondern auf eigene Faust durch den Dschungel zu erklimmen - sofern wir körperlichen Herausforderungen gewachsen sind. Challenge accepted!
    Zuvor waren wir noch im Café Plage, welches sich im Lage-Park am Fuß des Berges befindet. Das Gebäude war wie aus einem Märchen entsprungen, mit einem Pool in der Mitte und einen atemberaubenden Blick auf die dahinterliegenden Berge. Normalerweise auch mit Sicht auf Christus, aber er wollte sich nach wie vor nicht zeigen.
    Jetzt gestärkt, beschlossen wir trotzdem ihm einen Besuch abzustatten.
    Direkt zu Beginn unserer Wanderung sind wir auf eine Grotte voller Stalaktiten gestoßen. Einige Irrwege und Wasserfälle später haben wir dann die offizielle 4 km lange Route gefunden. Wir stießen auf einen weiteren Wasserfall über den wir nur über einen quergelegten Baumstamm kamen. Viele steile und rutschige Wege über die wir uns an den Baumwurzeln und Ästen hoch hangelten. Es wurde immer steiler und die Luft dünner. Kurz vorm Ziel lag vor uns ein riesiger Steinfelsen. Hier haben lediglich Stahlstangen und eine Stahlkette halt geboten. Und als ob der 4km Hindernis-Parcours zum Himmel nicht schon Nervenkitzel genug ist, hofften wir während der gesamten Route nicht ausgeraubt zu werden. Vor allem einzelne Touristen außerhalb einer Gruppe sind hier vermehrt das Ziel, da sie sich hilflos irgendwo im nirgendwo befinden. Da wir auf dem Weg keine Gruppe fanden der wir uns anschließen konnten, mussten wir in den sauren Apfel beißen.
    Irgendwann wurde es um uns herum wieder lichter und wir konnten einen kurzen Blick auf das vor uns liegende Rio erhaschen. Paar Meter weiter legte sich um uns herum ein nebliger Schleier. Wir waren in den Wolken! Der Gedanke von unten bis in die Wolken zu klettern löste ein unvorstellbares Gefühl aus.
    Fast am Gipfel des 700m Berges angekommen, stolperten wir aus dem Dschungel auf eine asphaltierte Straße. Leider (oder zum Glück) bestand der letzte Kilometer nur aus einer sehr steilen und kurvigen Straße. Schweißgebadet riefen wir jedem Bus, der die Touristen hochfuhr „Langweiler“ hinterher 😅
    Endlich oben angekommen, wurden wir von Ameisenbären und Affen begrüßt.

    Wir standen endlich vor der 30 m hohen Statue und es war ein Gänsehaut Moment, der einem schon entwas ehrfürchtig werden lässt (egal ob religiös oder nicht). Einige beteten und andere machten Fotos. Leider hatte sich das Wetter noch immer nicht wie vorhergesagt verändert und alles um uns war komplett bewölkt, was uns den Ausblick auf Rio etwas vermieste. Zu wissen, dass man 700 m hoch ist, aber nicht zu wissen, was unter einem ist, war merkwürdig. Auch Christus Gesicht konnten wir nicht erkennen.
    Wann immer sich die Wolken kurz verzogen und wir die gesamte Staue sehen konnten, schrien die Leute auf, was für einen Magic Moment sorgte.

    Es wurde sehr spät und hoch oben wurde es noch schweißgebadet vom Hinweg schnell sehr kühl. Die ganzen 4km zu Fuß bei anbrechender Dunkelheit wieder runter war uns nicht ganz geheuer. Wir schauten uns gegenseitig an und waren uns einig, dass wir definitiv mit dem Taxi zurückfahren. Das Problem, es dürfen keine Taxen bis nach oben. Also schlichen wir uns in einen der Tourbusse und fuhren ca. 3 min bis zur nächsten Station hinab. Die Taxifahrer verlangten aber so horrende Preise, die wir nicht bereit waren zu zahlen. Nach paar erfolglosen versuchen ein Uber zu rufen, bemerkten wir, dass bis auf ein paar Mitarbeiter niemand mehr da war. Wir gingen die Straße abwärts, um ein Taxi zu finden. Es gab allerdings nur noch den Jungle und uns. Es war schon ziemlich dunkel und wir waren uns einig, dass der Rückweg sehr brisant werden könnte. Vorbeifahrende Autos fuhren ignorant an unseren Rufen vorbei.
    Wir standen vor einem Scheideweg. Der eine Weg führte durch die Micheal Jackson Favela, der andere Weg war deutlich länger und führte am Ende durch eine Favela, die wir nicht kannten. Wir entschlossen uns für das bekannte Übel und gingen in Richtung Micheal Jackson Favela. Nach einiger Zeit sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die Abzweigung zur Favela laut Maps hätte sein sollen, allerdings war weit und breit nichts zu sehen. Die nahende Dunkelheit legte die Nerven etwas blank und mit der Zeit im Nacken mussten wir den Weg in die komplett gegensätzliche Richtung nehmen. Der Wettlauf gegen die Zeit wurde angekurbelt. Während wir uns mental auf das bevorstehende vorbereiteten, sahen wir die Lichter eines Polizeiautos. Wir hielten es an als ginge es um Leben und Tod. Wie erklärten unsere Lage und stiegen in den mit Maschinegewehr besetzten Polizeiwagen. Gefühlt war es für uns der sicherste Ort auf der Welt. Wir wurden bis in unseren Stadtteil kutschiert. (Shoutout an Masood, Polizei dein Freund und Helfer). Jesus Christus 🙏🏼

    Zur Belohnung haben wir uns Buffet mit Rodizio-Pizza im brasilianischen Stil gegönnt. Schoko-Pizza und Banane-Karamell Pizza waren unsere Sünde.
    Satt und Chao ging es noch am selben Abend mit dem Nachbus in Richtung São Paulo.
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  • Rio de Janeiro, Brasilien - Part 2

    October 25, 2022 in Brazil ⋅ ⛅ 26 °C

    Tag 5:
    Special-Tourguide Derya hat wieder das Zepter in die Hand genommen und einen Alternativplan aus dem Hut gezaubert. Der bewölkte Himmel machte uns auch heute einen Strich durch die Rechnung. Rios Jesusstatue versteckte sich seit 2 Tagen in den Wolken, sodass es wenig Sinn machte den Berg zu Jesus zu erklimmen. Derya führte uns stattdessen in eine für Touristen eher zugängliche Favela - Favela Santa Marta. Man sollte sie zwar nur in einer geführten Gruppe sehen, aber nach gestern Abend fühlten wir uns etwas brasilianischer.
    Direkt am Anfang noch am Fuß der Favela kam ein Mann auf uns zu der kein Wort Englisch verstand und ständig Micheal Jackson zu Marvin sagte. Wir waren uns nicht sicher ob er ein Verrückter ist oder ob Marvin ihn an Michael Jackson erinnert.
    So oder so war beides irritierend.
    Wir hatten jetzt also unbeabsichtigt einen einheimischen Tourguide, dessen Absicht uns allerdings nicht so ganz klar war. Wir folgten ihm nach oben durch die Favela. Wollten wir eigensinnig nach rechts abbiegen, ermahnte er uns ihm zu folgen. Wir hatten aber auch keine andere Wahl. Die Favela war ein unübersichtliches Labyrinth mit vielen Sackgassen und Irrwegen. Der Weg nach oben verlief gefühlt durch Wohnungen und Toiletten.
    Oben angekommen lief die kaputte Schallplatte weiter aus ihm „Michael Jackson, Michael Jackson“. Und jetzt löste sich alles auf. Eine Statue von Micheal Jackson stand oben auf dem Platz und Wandbilder umgaben diesen Ort. Wahrscheinlich wurde dort „don’t care about us“ gedreht, recherchiert haben wir es noch nicht.
    Auf dem Platz hatten wir eine tolle Aussicht über die Favela und Rio. Die vielen Stufen aufwärts haben sich mal wieder gelohnt.
    Auf dem Platz fragten wir eine Gruppe, ob es hier sicher sei. Besser spät als nie 😃
    Es waren uniformierte Personen, die zuerst nach Security aussahen, aber offensichtlich auch nur Besucher waren, da sie uns plötzlich mit dem Mann alleine oben gelassen haben. „Bis hier hin ist es sicher, aber nicht weiter hoch gehen“ war das Letzte was sie sagten, bevor sie uns verließen.
    Jetzt tauchte ein weiterer Mann auf und sprach mit unserem Favela-Guide. Marvin bemerkte ein Stockwerk tiefer eine Pistole liegen, ein Mann stand daneben. Jetzt kam unser unfreiwilliger Guide auf uns zu und zeigte sein Handy. In der Übersetzter App stand „Touristen die hier her kommen müssen bezahlen“. Wahrscheinlich hatte die App nur schlecht übersetzt, uns war das egal. Rio, Favela, alleine, ein zweiter Mann dazu gekommen, Touristen, eine große blonde Frau und eine Pistole. Und die Dämmerung trat ein. Blitzschnell machten wir uns auf den Weg nach unten durch die dunklen Gassen. Der Mann folgte uns. Marvin blieb kurz stehen, um Derya etwas Vorsprung zu verschaffen und ging dann selbst weiter. Als wir die Security-Gruppe einholten, ließ der Mann ab, bog irgendwohin ab und wir sahen ihn nie wieder 🙏🏼

    Nächstes Ziel des Tages: der legendäre Zuckerhut. Auf dem Zuckerhut hatten wir eine unglaubliche Aussicht über ganz Rio, auf die Favelas, das Meer und auf die vielen Berge. Mit dem Sonnenuntergang erleuchtete vor uns Rio bei Nacht.
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  • Rio de Janeiro, Brasilien - Part 1

    October 21, 2022 in Brazil ⋅ ☁️ 28 °C

    Ola Brasil! Als wir in Rio ankamen war es bereits dunkel. Die höchste Priorität war die Sicherheit. Wir haben üble Geschichten von Reisenden gehört und alles was man zu Rio lesen kann hat es natürlich noch verschlimmert. Mit dem Uber sind wir ca. 1 h gefahren bis wir unser Hotel im Stadteil Botafogo erreicht haben. Es gibt nur drei Stadtteile im Süden von Rio die Touristen empfohlen werden und selbst dort ist in der Nacht Vorsicht geboten. Der Norden von Rio ist selbst für viele Einheimische eine Tabuzone.
    In der Unterkunft angekommen, spiegelte sich ein ganz anderes Bild ab. Wir waren in der Sternschnanze von Rio angekommen. Wir spazierten im Viertel und wollten uns natürlich typischerweise den ersten Caipirinha in Rio genehmigen und auf unser Abenteuer in Brasilien anstoßen. Wir fanden auch eine richtig gute Bar mit fantastischen Cocktails. Am Ende sind es ganz andere Cocktail geworden, Deryas Drink war aber immerhin mit Chachaça gemacht worden.
    Am Ende des Abends landeten wir schließlich auf Deryas Wunsch wieder in einem peruanischen Restaurant mit Ceviche. Ein absolutes no go für Marvin, der nur Gerichte aus dem Land isst 😄

    Erster Eindruck: sicherer als gedacht, aber ein mulmiges Gefühl schwingt oft mit.

    Tag 2:
    Am zweiten Tag entdeckten wir die schönen Seiten von Rio. Das Rio wofür man kennt und liebt. Viele Kulturen und Lebensphilosophien treffen hier aufeinander, es wird ausgelassen gelebt und leben gelassen. Eines der berühmtesten Strände der Welt, die Copacabana. Mit einer Açai Bowl und einem Caipirinha ausgestattet, schlenderten wir an der Promenade der Copacabana entlang. Es gab unzählige Caipirinha-Stände, Stände mit Açai-Bowls, alle Sportarten die am Strand möglich sind wurden gespielt, Beachvolleyball, Beach-Fußballtennis etc., es gab Strandabschnitte für Rastas, für Gays usw. Es war ein kunterbuntes Treiben.
    Am Ende der Copacabana, dort wo die Ipanema beginnt, befindet sich eine alte Festung. Von hier hatten wir einen wunderschönen Blick auf die gesamte Copacabana und den Zuckerhut. Rio ist einfach wunderschön. Die bewaldeten Berge, die einfach wie in einer Fabelwelt aus dem Meer herausragen und der Millionenstadt noch das Dschungel-Feeling geben, machen die Stadt sehr malerisch.

    Die Zeit ganz vergessen, sind wir noch kurz vor Sonnenuntergang entlang des Strandes der Ipanema dann etwas zügiger entlang geschlendert. Bei Dunkelheit sollte man sich nämlich nicht mehr am Strand aufhalten. Verrückt wie so ein fröhlicher Ort bei Dunkelheit in etwas gefährlichem umschlagen soll. Aber wir wollten es nicht genauer wissen.

    Ein weiteres Highlight des Tages war botanischer Natur. Die brasilianische tropische Caju-Frucht haben wir im Supermarkt entdeckt und musste natürlich auch probiert werden. Das Fruchtfleisch des sogenannten Caju-Apfels ist saftig süß, aber auch zäh und fest, kaum zu beschreiben. Die eigentliche Frucht der Caju ist allerdings die für uns bekannte Cashew-Nuss.

    Tag 3:
    Marvin wollte unbedingt zu den berühmten Treppen Rios, bekannt aus dem Musikvideo von Pharell Williams und Snoop Dogg. Er sang den ganzen Tag den Song Beautiful. Und tatsächlich waren die Treppen auch wunderschön. Und wir waren nicht die einzigen 😅
    Aus vielen kleinen und bunten Mosaiksteinen sind an den Treppen Geschichten festgehalten worden.
    Um ein Foto auf den Treppen machen zu können, mussten wir bestimmt 20 Minuten warten. Wir hoffen, dass diese Fotos hier besonders Beachtung finden 😂

    Von den Treppen war die Kirche im Maya inka Style nicht weit und wir sahen uns die Colonial Brücke an.

    Der Tag war natürlich auch durchzogen von Essen. Auf einem Markt probierten wir gefüllte Tapioka mit Gemüse und frittierte Teigtaschen mit Rohrzuckersaft a la brasil.
    Abends hatten wir im Viertel Santa Teresa wohl unser bestes brasilianisches Essenserlebnis: Wildreis mit Bohnen und Kochbanane und Wildreis mit Käse auf eine ganz außergewöhnliche Art gewürzt und zubereitet. Davor gab es aus der Küche gekochte Erdnüsse in ihrer Schale serviert. Und begleitet wurde unser Mahl mit einem Cocktail aus Cachaca und Jabuticaba, einer brasilianischen Frucht die vom Aussehen an unsere heimische Weintraube erinnert. Beim Schlemmern haben wir über eine Idee gesprochen, die wir beide unabhängig voneinander hatten: unsere Lieblingsgerichte aus der Weltreise in Deutschland für euch nachzukochen. Und wir fantasierten über ein Restaurant mit den besten Kombinationen.

    In Santa Teresa unterhielten wir uns mit Brasilianern über die anstehende Präsidentenwahl. Die Leute unterstützen leidenschaftlich und ganz öffentlich zu jeder Tages- und Nachtzeit ihren Kandidaten mit Stickern auf T-Shirt oder Taschen. Vor allem der linksgerichtete Herausforderer LULA war überall präsent, die Brasilianer wollten eine Veränderung für ihr Land. In Deutschland unvorstellbar. Und wie wir uns während des Schreibens ergooglet haben, ist LULA Präsident geworden. Wir haben tatsächlich etwas mitgefiebert 😃

    Tag 4:
    Nicht das Wahrzeichen Rios, aber trotzdem etwas was wir sehen wollten, war die Altstadt. Ganz unscheinbar neben einer großen Hauptstraße fanden wir die Altstadt mit ihren kleinen Seitenstraßen, bunten Geschäften und Märkten. Und während Derya sich auf Obst und Säfte spezialisierte, entwickelte Marvin eine Leidenschaft für gebrannte Erdnüsse, die es in den warmen Regionen von Südamerika überall an kleinen Straßenständen zu kaufen gibt. Etwas Winter-Nostalgie bei 30 Grad.
    Nach einem Abstecher im Café Colombo, welches im Stil eines Wiener Kaffeehauses errichtet wurde, machten wir uns auf die Suche nach einem Afroshop für Marvins Rastas. Es war Montags und viele Geschäfte hatten zu, also fragten wir uns durch, klopften an geschlossene Türen und landeten schließlich im 2. Stock eines verwinkelten Wohnhauses. Ein Mann machte uns die Tür auf und es entpuppte sich eine Gay Videothek. Wir waren ganz schnell draußen und beendeten die Suche 😃

    So ruhig wie die Montage vergleichsweise tagsüber in Rio sind, sind die Abende das genaue Gegenteil. Die Abende in Rio sind legendär und nicht zu verpassen, wenn man wissen will, was Samba in Rio bedeutet. Eine unscheinbare Wohnstraße verwandelt sich jeden Montag Abend zu einem Samba Festival und zu einer riesigen Party, auf der die Menschen auf der Straße tanzen und feiern. Mittlerweile mutiger beschlossen wir mit der Bahn zu fahren und das letzte Stück zu Fuß zu gehen. Die Straßen waren menschenleer, die vereinzelten Personen die uns auf den verlassenen Straßen entgegenkamen machten das Unbehagen nicht besser. Aber irgendwann sahen wir das Licht bzw. hörten die Musik am Ende des Tunnels. Wir stürzten uns ins Gewusel. Die Musik war richtig nice und die Stimmung war übertrieben. Wir verloren uns aus den Augen und suchten bestimmt eine Stunde bis wir uns wieder fanden 😅.
    Auf dem Weg nach Hause wollten wir wagemutig oder auch leichtsinnig den selben Weg zurück wie hin nehmen. Ein Mann hielt uns jedoch zurück, weil es zu gefährlich sei. Uns wurde der offizielle Eingang/Ausgang eindringlich empfohlen 🤣 Hinterher ist man immer schlauer 😂
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  • Lima, Peru

    October 19, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 18 °C

    Früh morgens in der Hauptstadt Perus gelandet, mussten wir uns erstmal den Weg durch die chaotische Stadt zu unserem Hostel bahnen. Das einzige öffentliche Verkehrsmittel ist hier der Bus, und so brauchten wir 1,5 Stunden um in das Szeneviertel Barranco zu gelangen. Der Tag unserer Ankunft war geprägt von landestypischen Köstlichkeiten.
    Perus und insbesondere Limas Küche hat in den letzten Jahren einen großen Hype erfahren und spätestens jetzt wissen wir wieso. In Lima vereinen sich die peruanischen Spezialitäten des Amazonas, der Anden und der Küste.
    Wir gingen zunächst zum Mercado No. 1, wo wir frisch zubereitetes Ceviche und peruanische Paella aßen. Anschließend kamen wir in den Genuss von Kaffee aus peruanischen Bohnen und schlenderten weiter in Richtung Mercado No. 2. Selbstverständlich probierten wir uns auch hier durch.
    Am späten Nachmittag erreichten wir das Viertel Miraflores. Der Ort ist geprägt von gläsernen Hochhäusern und bunt bemalten Häuserwänden. Wir haben die wunderschöne Aussicht auf den pazifischen Ozean genossen und dabei den Sonnenuntergang beobachtet. Im Rausch der Geschmäcker wurde der Tag gekrönt mit einem Besuch im Restaurant Kjolle. Die peruanische Inhaberin wurde 2021 zur besten Köchin der Welt gekürt. Mit nur wenigen Zutaten zaubert sie einzigartige Gerichte.
    Selbstbewusst gingen wir in Leggings und Jogginganzug ins Restaurant. Am Eingang wurden wir durch den eigenen Kräutergarten ins Restaurant geführt. Der Weg war lang genug um zu erwähnen, dass wir auf Weltreise und im Honeymoon sind, um unseren Style zu erklären und trotz dessen die Chancen auf einen besonders schönen Tisch zu erhöhen 😃.
    Das Essen war köstlich!

    Nachdem wir den ersten Tag im schicken Süden Limas verbracht hatten, sind wir am zweiten Tag in den Norden der Stadt gefahren, um einen Eindruck von dem echten Lima zu bekommen. Hier sollte man sich vorzugsweise nur tagsüber aufhalten.

    Vorher machten wir aber noch einen kleinen Schlenker entlang des Strandes von Miraflores. Marvin konnte es sich nicht verkneifen seine Hände kurz in den Pazifik zu halten, als ihn eine Welle überraschte und seine Schuhe komplett durchnässte. Mit nassen und stinkenden Fischfüßen musste er jetzt durch ganz Lima watscheln 😂

    Wir fuhren mit dem Bus ca. 1 Stunde bis wir am Hauptplatz Plaza de Armas angekommen waren. Von da aus flanierten wir durch die City. Es war eine andere Welt. Es gab unzählige Straßenstände und jeder versuchte irgendwas zu verkaufen.

    Wir hatten alles gesehen was wir sehen wollten, und beschlossen zur letzten Sehenswürdigkeit zu spazieren. Ein Park mit einem ganz besonderen Licht- und Wasserspiel. In den Fontänen der Brunnen wurde über LED eine kleine Geschichte gespielt. Es war wirklich besser als wir gedacht haben und ein schöner Abschied von Lima und Peru.

    Nach knapp zwei Wochen in Peru sagen wir jetzt Good Bye und sind bereit ein neues Land zu entdecken.
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  • Amazonas Peru, Tag 4

    October 17, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 30 °C

    Der Tag startete gut. Es regnete nicht und unser Guide stand um 5:30 Uhr parat, um uns endlich den versprochenen Sonnenaufgang über dem Amazonas zu zeigen. Das Warten hatte sich gelohnt und wir wurden mit einem wunderschönen orangefarbenen Himmel belohnt.

    Wir sind noch lange flussaufwärts gefahren, um Delphine sehen zu können. Nach einiger Zeit sprangen schließlich ein paar graue Delphine aus dem Wasser. Da wir über die gestrige Aktion unseres Guides noch etwas verärgert waren, haben wir allerdings darauf bestanden pinke Amazonas Delphine zu sehen. Vorher wären wir nicht nach Hause gefahren 😃 Und tatsächlich hat er bestimmt eine Stunde an der Spitze des Kanus gestanden und den Amazonas beobachtet, bis er uns dann freudig zurief. Pinke Delphine zu beobachten ist nicht einfach, da sie aufgrund ihrer schweren Statur nicht hoch springen können und direkt wieder im Wasser verschwinden. Wir konnten ca. 5 Delphine aus weiter Entfernung kurz erahnen. Dann auf dem Rückweg passierte es doch noch, direkt vor unserem Kanu erblickten wir 2 pinke Delphine: Mutter gefolgt von ihrem Kind. Definitiv das Highlight unseres Tages und unserem Guide fiel ein Stein vom Herzen 😅

    Bevor es wieder zurück nach Iquitos ging, besuchten wir nach dem Frühstück den Jaguar Stamm. Die Jaguars leben noch nach den Vorstellungen und Bräuchen ihrer Vorfahren. Sie tragen keine Schuhe und ernähren sich u.a. von Affen und Anakondas (so wurde es uns zumindest erzählt). Bei unserer Ankunft wurden wir in ihrem Stamm mit einer Gesichtsbemalung willkommen geheißen. Die Kinder forderten uns zu ihrem Volkstanz auf, der mit Trommeln und lauten Rufen begleitet wurde.

    Das älteste Stammesmitglied präsentierte uns ihr Jagdgewehr. Es war ein langes Blasrohr, in welches ein mit Gift getränkter Pfeil eingesetzt wird, um ihre Beute zu narkotisieren. Wir durften unsere Jagdfähigkeiten üben und ein 3 m entferntes Ziel durch kräftiges Pusten in das Blasrohr außer Gefecht setzen. Es war zwar nur ein unagiler Holzstamm, aber das aufgemalte Gesicht machte es wieder authentischer 😃
    Es hat Spaß gemacht und für die Show durften wir dazu noch eine Federkrone tragen.

    Zum Abschluss unserer Amazonas Experience angelten wir dann noch Piranhas. Sobald die Angelschnur mit dem Fleisch-Köder ins Wasser geworfen war, musste schnell reagiert werden. Oft war das Fleisch in nur Bruchteilen von Sekunden abgeknabbert. Ziemlich frustrierend. Aber am Ende hatten wir den Dreh raus. Marvin angelte sich sein Mittagessen, Derya warf ihre mickrigen Piranhas wieder zurück ins Wasser und blieb bei vegetarisch.

    Während der Fahrt zurück in die Lodge entfernten wir den Matsch von unseren Schuhen im Amazonas, als Marvin wie aus dem nichts anfing zu schreien. Ein lautes und entsetztes „Neeeiiinnn“, gefolgt von einem verrückten Lachen 😂 Im Strom der Kanufahrt hatte sich sein Ehering am Schuh verhakt und ist im hohen Bogen in den Amazonas geflogen 🙈😳
    Zum Glück war es nur ein Fake-Ring für die Reise. Natürlich wussten das unsere Mitreisenden auf dem Boot nicht und waren sichtlich irritiert, dass wir plötzlich beide lachten #scarycouple

    Nach dem Mittagessen packten wir unsere 7 Sachen und kehrten zurück nach Iquitos. Es waren 4 unvergessliche Tage mitten im riesigen Amazonas-Dschungel, die wir uns schöner nicht hätten vorstellen können. Eine Welt fernab der Zivilisation, mit Einwohnern noch viel tiefer im Amazonas, die kaum eine Vorstellung von unserem Leben haben und umgekehrt.
    Und dann gibt es noch Menschen, die aus Spanien in den Amazonas auswandern, sich eine Lodge errichten und den Gästen erzählen, dass die Erde eine Scheibe ist 😂

    In Iquitos haben wir unser Leben erstmal wieder in unsere Laufbahn gebracht: Wäsche waschen, Supermarkt und ein nicht durchgetakteter Tagesablauf waren die Dinge, auf die wir uns gefreut haben. Wir sind über den Markt geschlendert, haben Kokosnüsse geschlürft, exotische Früchte und Gerichte gegessen und abends regionale Cocktails genossen.
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  • Amazonas Peru, Tag 3

    October 16, 2022 in Peru ⋅ ☀️ 30 °C

    Endlich war es soweit, morgens um 5:30 Uhr standen wir bereit, um den besonderen Sonnenaufgang auf dem Amazonas zu erleben. Anschließend wollten wir zu einem Spot fahren, in der Hoffnung Pinke Delfine beobachten zu können. Wir waren müde aber aufgeregt zur vereinbarten Zeit in der Lodge, jedoch war weit und breit keine Spur von unserem Tourguide. Nach einiger Zeit des Wartens und durch den Dschungel rufend, machten wir uns auf die Suche. Nach einigen Anrufen beim Veranstalter tauchte unser Guide dann endlich auf. Er hat im nächstgelegenen Dorf Party gemacht und anscheinend auch dort übernachtet 🤣…und unsere Tour verschlafen.

    Er ging in einen anderen Raum und kam mit einer riesigen Machete zurück. Anstelle von Delfinen machten wir eine improvisierte Dschungel-Wanderung. Vor kurzem wurde auf unserer Route eine Schlange, die sogenannte Bushmaster, gesichtet. Sie ist schwer zu identifizieren, da sie den Baumwurzeln zum Verwechseln ähnlich sieht und dazu ist sie extrem aggressiv. Einmal ins Visier genommen, verfolgt sie ihr Ziel, bis zum Biss. Ein solcher Biss hinterlässt eine große Wunde, das ist aber das kleinste Problem. Die Uhr tickt ab dem Moment 20 Minuten. 20 Minuten um aus dem Dschungel zu kommen und das Gegengift zu nehmen, ansonsten war’s das.
    Bei Augenkontakt also Ruhe bewahren, langsam zurückbewegen und keinesfalls rennen.

    Die Augen nun hellwach, schlenderten wir im Schatten unseres Guides hinterher. Mit der Machete schlug er uns den Weg frei. Er zeigte uns, wo man eine Anaconda in der Natur finden könnte und welche Pflanzen wir auf keinen Fall essen dürften. Wir sahen die einzige essbare Pilzsorte, die natürlich mit der giftigen leicht zu verwechseln ist.
    Wir liefen in viele Spinnennetze, die viel dicker und klebriger sind als wir sie von Zuhause kennen.
    Während der ganzen Wanderung waren unsere einzigen Gedanken, bloß keiner Bushmaster über den Weg zu laufen. Oder sie zu sehen, bevor sie uns sieht.
    Heil angekommen, sollte es direkt zum nächsten Abenteuer gehen. Der Tourguide gab sich jetzt besonders Mühe seinen Fauxpas wieder gut zu machen.

    Über den Amazonas ging es weiter durch ein Dorf, um dann in einem Nebenfluss tiefer in den Regenwald vorzudringen. Der Nebenfluss Yana Yacu River (übersetzt schwarzer Fluss) war sehr schmal und nur 2 bis 3 m tief. Wir stiegen in ein wackeliges Kanu, das bei der geringsten Bewegung schon zu schaukeln anfing. 1,5 Stunden fuhren wir flussaufwärts, während wir an den Rändern ein Schauspiel der unterschiedlichensten Vogelarten begutachteten. Der Fisherking stürzte sich neben uns senkrecht ins Wasser, um einen Fisch zu fangen. Adler boachteten uns, während Geier über uns kreisten. Am schönsten waren aber die unzähligen weißen Kraniche, die das Ufer mit ihren weißen Federn schmückten.

    Wir wurden irgendwo an einem Ufer rausgelassen und machten uns wieder mit einer Machete durch den Regenwald. Heute sollten wir ganz anderen Pflanze und Bäume sehen als bisher. Und tatsächlich, unser Guide hatte nicht zu viel versprochen. Wir entdeckten den Savor Baum, die größte und älteste Baumart m Amazon. Er wird bis zu 250 Jahre alt. Die Wurzeln waren so hoch, dass wir uns hinter ihnen im Stehen verstecken konnten. Den Kopf in den Nacken gelegt, konnten wir den gigantischen 100m Baum bewundern.
    Am Ende des Pfades sammelte uns das Kanu wieder ein und wir schipperten zu unserem Zielort. Es war eine kleine Siedlung mit wenigen Häusern. Wir wollten unbedingt das authentische Leben und Essen kennenlernen und so wurde unser Wunsch erfüllt. Wir waren zu Gast bei einer einheimischen Familie. Es war eine kleine Hütte auf Holzstelzen mit zwei Zimmern. 1 Wohnzimmer und 1 Schlafzimmer für mindestens 5 Personen und 1 Henne mit Küken. Die Küken liefen durch die Hütte, während die Frau das Essen über eine Feuerstelle in der kleinen Küche für uns zubereitete. Der gefangene Fisch wurde ausgenommen und alle Reste nach unten geschmissen. Unter der Hütte warteten schon die anderen Hühner, Hunde und Katzen auf die Abfälle. Während das Essen kochte, sind wir mit dem Mann, dem Kanufahrer und unserem Guide durch den benachbarten Dschungel gewandert. Wir gelangten zu einem See, der mit seinen Seepflanzen wie künstlich angelegt wirkte, es aber natürlich nicht war.
    Wir sahen einen Baum, dessen Stamm übersäht war mit alten Schnittwunden. Sofort schlug unser Guide mit der Machete auf den Baum ein. Aus der Wunde tropfte eine rote Flüssigkeit, das sogenannte Drachenblut. Dem roten Saft werden heilende Wirkung zugesprochen. Wir tranken das Drachenblut und cremten unreine Stellen ein.
    Ungefähr 50 Meter weiter hackte unser Guide eine lange, vom Baum herunterhängende Wurzel ab. Wir hielten sie senkrecht über unseren Mund. Zuerst entwickelte sich ein Schaum, dann floss köstliches und reines Wasser aus der Wurzel in unseren Mund. Auf unserem Weg sichteten wir dann auch einen weiteren Savor Baum, der zweitgrößte Amazonas.

    Zurück in der Hütte gab es Mittagessen: Catfish in Dschungelblätter gewickelt und gedünstet. Dazu Yuka-Wurzel und Reis mit einer scharfen Tomaten-Limetten-Soße abgerundet.

    Der Rückweg ging schneller als der Hinweg. Unser Kanu geriet kurzzeitig gefährlich ins schwanken, da wir über einen im Wasser liegenden Baumstamm gefahren sind. Davon gibt es hier einige, aufgrund der jährlichen Überflutung.

    In der Lodge zurück versöhnte sich Marvin mit dem Guide bei einer Angelrunde.
    Nach dem Abendessen startete die Expedition Dschungelwanderung bei Nacht. Mit Taschenlampen ausgerüstet suchten sie nach den funkelnden Augen der Taranteln, Schlangen und anderen nachtaktiven Tieren. Der Tourguide erzählte, dass aufgrund der Reflexion der Augen bei Nacht, die Gefahren besser erkannt werden können. Derya wollte damit nichts zu tun haben und blieb zuhause 😅
    Marvin sah leider oder auch zum Glück keine Tiere. Er war sich aber sicher, dass er keine Nacht alleine im Amazons überleben würde.
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  • Amazonas Peru, Tag 2

    October 15, 2022 in Peru ⋅ 🌧 33 °C

    Die erste Nacht im Regenwald war sehr geräuschintensiv. Geschlafen haben wir in einer Holzhüte mit Fenstern aus Mosquito-Netzen. Das Rascheln und die unterschiedlichsten Tiersounds die ungleichmässig durch den Dschungel zu hören sind, haben uns nicht gerade in den Schlaf geschaukelt.

    Beim Frühstück erzählte uns der Guide die Geschichte des Amazonas. Über den Entdecke Francisco de Orellana der nach Zimt suchte und dabei von einem Stamm attackiert wurde. Zur Verwunderung waren die Kriegsführer große Frauen. Nachdem der Entdecker den Fluss zuerst nach sich benannte, entschied er sich zu Ehren dieser Kriegerinnen um. Er war angetan von den imposanten und mächtigen Frauen, die ihn an die Amazonen aus der griechischen Mythologie erinnerten.

    Nach einer längeren Fahrt ging es in eine Comuna, in der wir einiges zu den dort angebauten Heilpflanzen erfuhren. Für fast jedes Problem gibt es eine helfende Pflanze. Die Malba-Pflanze wird zum Beispiel gegen Fieber angewendet.
    Unsere Pflanzenkunde fuhren wir im Dschungel weiter fort. Ein von Termiten befallener Baum wurde uns als Mosquitoschutz präsentiert. Marvin wollte es direkt am eigenen Leib ausprobieren. Er öffnete den Termitenbau ein wenig und legte seine Hand auf diese Stelle. Seine Hand war übersäht mit tausenden von Ameisen. Er verrieb die Termiten in seiner Handfläche und verteilte deren Saft wie Creme an den Armen. Der Geruch ist angenehm hölzern, was die Mosquitos scheinbar nicht mögen.
    Er durfte Derya erst wieder anfassen, nachdem er seine Arme abgewaschen hatte 😅
    Bullet-Ameisen entdeckten wir ebenfalls auf unserer Survival-Tour. Ihr Gift bereitet einem für bis zu 48h unaufhaltbare und höllische Schmerzen. Ganz im Gegenteil zur Feuer-Ameise. Sie wird zur Behandlung von Schnittwunden verwendet, da sie sich festbeißt und dann nicht mehr loslässt. So lassen sich Wunden auf natürliche Weise schließen, falls im Dschungel mal nicht Nadel und Faden zur Hand sind.

    Weiter ging es zu einem Camp mit verschiedensten geretteten Tierarten, die ebenfalls auf das wilde Leben im Amazonas vorbereitet werden. Wir kuschelten mit einem Faultier. Das Leben eines Faultieres könnte nicht sorgenfreier sein. Sie schlafen 18 Stunden am Tag, die übrigen 6 Stunden verbringen sie damit die alkoholhaltigen Blätter einer Pflanze zu verspeisen. Sie halten also permanent ihren Prozente-Pegel, bewegen sich aufgrund dessen langsam fort und müssen dann wieder ihren Rausch ausschlafen.

    Kaimane und Anacondas durften wir auch streicheln. Wir standen gleich mit drei der bekanntesten Amazons-Schlange im Käfig, der Anaconda. Zwei Anacondas durften wir näher kommen. Da sie sich gerade am häuten waren, war ihnen zum Glück alles egal. Die dritte hatte uns jedoch fest im Visier. Sie richtete sich auf und schien bereit für neue Beute. Der Pfleger warnte uns mehrmals sich ihr nicht weiter zu näheren.
    Euphorisch aber auch erleichtert wurden wir in eine Hütte gebraucht, in der es Amazonas-Schnaps gab. Unterschiedliche Baumrinden oder auch tropische Früchte werden mit selbstgemachtem Zuckerrohrschnaps in eine Flasche gefüllt, die dann zum Fermentieren für einige Zeit in die Erde vergraben werden.
    Wieder ausgegraben haben sie sich zu köstlichen Cocktails entwickelt, von denen wir nicht genug bekommen konnten. Der Alkohol Gehalt lag bei ca 9%. Die Einwohner sagen den Getränken je nach Zusammensetzung der Zutaten unterschiedliche Wirkungen nach. Von präventiver Krebsvorsorge bis zum Potenzmittel ist alles dabei. (Man trinkt kein Alkohol, man tut sich was gutes 😉).

    Auf dem Rückweg saßen wir ganz vorne auf dem Boot und genossen angetrunken die Sonnenstrahlen während wir auf dem Amazons schipperten.

    Wir entwickelten langsam eine Dschungel-Alltagsroutine, nach Mittagessen und Kaffee dösten wir 30 Minuten in der Hängematte bis der nächste Tagesordnungspunkt auf der Agenda losging.

    Dieses Mal ging es wieder in einen anderen Bereich des Dschungels. Wir verstanden wie die Menschen im Amazonas leben und was sie aßen (leider auch Affen). Unser Guide zeigte uns wofür die Einwohner welche Pflanzen und Bäume nutzen. Bei Schlangenbissen empfahl er uns den Saft aus dem Stamm einer schwarz-weiss-gestreiften Pflanze in die Bisswunde zu verteilen und anschließend einen Schluck zu trinken. Eine Frucht haben wir auch probiert, die der Physalis zwar ähnelt, aber nach Tomate schmeckt - die Tomatillo. Sie war lecker, auch wenn man geschmacklich zunächst etwas ganz anderes erwartet hat.

    Ein Baum sichert den Einwohnern aber selbst in schweren Zeiten ohne Ernteerträge das Leben: Der Brotbaum. Dieser hält den jährlichen Überflutungen stand und liefert den Anwohnern zu jederzeit lebenswichtige Nahrung. Seine Frucht haben wir gesammelt und in unserer Lodge gekocht und verzehrt. Vom Geschmack ähnelt sie unserer heimischen Kastanie. Ein bisschen Herbstfeeling im Amazonas :)
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  • Amazonas Peru, Tag 1

    October 14, 2022 in Peru ⋅ 🌧 32 °C

    An der Lodge angekommen, fühlten wir uns wie in Avatar. Üppige Pflanzen und Bäume und ein Geräuschpegel der unterschiedlichsten Tiere aus dem Dschungel. Die Geräusche kamen uns so surreal vor, wie aus einer Dschungel-Tonspur für Tropenhäuser in Deutschland. Leuchtende Schmetterlinge verschiedener Art flatterten um uns herum, riesige Ameisen kreuzten unseren Pfad. Unsere Lodge und auch die Häuser der Einwohner waren aus Holz gebaut und wurden von dünnen Holzpfählen in der Luft getragen, um die jährlichen Überflutungen des Amazonas zu überleben.

    Direkt nach der Ankunft machten wir uns mit Gummistiefeln ausgerüstet auf eine Wanderung durch den Dschungel in die nächstgelegene Comuna. Neugierig entdeckten wir unterschiedliche Pflanzen- und Insektenarten. Die gigantischen Wurzeln der Bäume schlängelten sich durch unseren Pfad. Wir waren fasziniert von den Ausmaßen, da wussten wir jedoch noch nicht was uns an Tag 4 erwartet. Auf dem Rückweg mussten wir eine bestimmt 5 m hohe Schlucht überqueren. Die Brücke war zweckerfüllend aus Baumstämmen und Brettern errichtet.

    Heil zurück, erwartete uns auch schon das Mittagessen in unserer Lodge. Der Koch betrat mit einer dekorativen Platte voller lecker angerichteten Fischen den Raum. Piranhas! Es war wenig dran aber es schmeckte überraschenderweise ganz gut.

    Nach dem Essen schipperten wir wieder über den Amazonas und landeten auf Monkey Island. Es war eine Insel mit einer tollen Geschichte. Die Gründer haben die Insel zum Schutz der Affen erklärt. Von Schwarzmärkten, Zurschaustellungen oder privaten Haushalten gerettete Affen werden hier gepflegt und resozialisiert. Die Affen verschiedener Arten bewegen sich frei auf der Insel, sind meistens jedoch in der Nähe der Pfleger und sehr kuschelbedürftig. Wir streckten unseren Arm nach unten und sie hangelten sich sofort an uns hoch. Wir haben sehr viel über die Affen und ihre besonderen Charaktere erfahren dürfen. Es leben insgesamt 8 Arten auf der Insel, 4 davon haben wir sehen können.
    Es ist schön zu sehen, dass es Organisationen gibt, die sich für diese intelligenten Wesen so einsetzen und oft misshandelten Affen eine Chance auf ein artgerechtes Leben geben. Es war uns auch nicht erlaubt die Tiere zu füttern, um den Lernprozess der natürlichen Nahrungsbeschaffung nicht zu gefährden.

    Wie auch immer das passiert ist, Marvin wurde sofort von mindestens drei Affen gleichzeitig belagert. Die Affen leckten sein Gesicht und Hals gründlich und genüsslich ab, was ein Kitzeln und Kichern in Marvin auslöste. Die Affen lieben das Salz in unserem Schweiß. Das erklärt natürlich einiges 😅. Nachdem Marvin salzfrei war, blieb das weibliche Kapuzineräffchen namens Fiona stets an Marvin kleben. Sie verteidigte ihren geliebten Menschen gegenüber ihren Artgenossen mit einem zickigen Fauchen. Niemand anderes durfte mehr auf Marvin klettern. Die Kapuzineräffchen sind bekannt für ihre Intelligenz und ihr raffiniertes Wesen. Selbst Mimiken der Menschen können sie sich aneignen und auch mal frech zurückgrinsen.
    Marvin hatte sie sofort um den Finger gewickelt. Manchmal spielten sie verstecken unter seinem Shirt. Oder auch mal zu dritt mit Derya. Erfreulicherweise hat Fiona das erlaubt, laut Aussage der Pfleger ist dies eher ungewöhnlich.

    Dauerte ein Weilchen länger, aber dann verliebte sich auch Derya irgendwann in ein Affenbaby. Sie brachte es sogar später ins Bett (ein spezieller Käfig für die Nacht zum Behüten noch nicht ausgewachsener Affen). Weinend verabschiedete sich das kleine Affenbaby. Deryas Herz zerbrach in tausend kleine Einzelteile. (Marvin ist der Meinung bei Derya auch eine Träne gesehen zu haben 😜).

    Schweren Herzens ging es zum nächsten Abenteuer, eine Sandbank auf dem Amazonas. Wir wurden von unserem Tourguide dazu ermutigt in den Amazons zu springen. Davor erzählte er uns aber erstmal noch Horrorgeschichten von den alles fressenden Piranhas. Sogar ihm haben sie schon ein Stück Fleisch aus der Hand gebissen. Da alle Lebewesen im Amazons aufgrund der schlammigen Farbe blind sind bzw. maximal 1 m weit sehen können, haben sie unterschiedliche Sinne entwickeln müssen, um Futter zu finden. Delphine haben das System der Echowellen, während Piranhas Blut riechen. Im Amazonas schwimmen ist also kein Problem, sofern man natürlich nicht blutet.
    Im Wasser war es viel wärmer als auf dem Boot, der Untergrund war sandig aber fest. Obwohl wir wahrscheinlich von Piranhas umzingelt waren, dachten wir nicht einmal darüber nach, sondern genossen die Zeit im Wasser und das einmalige Gefühl im Amazonas mitten im Regenwald zu schwimmen.

    Wieder zurück auf dem Boot und auf dem Weg in unsere Lodge, erzählte uns der Tourguide von gefährlichen bis tödlichen Begegnungen aus seinem Bekanntenkreis mit Zitteralen und Kaimanen im Amazonas.
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  • Iquitos, Peru

    October 13, 2022 in Peru ⋅ ☁️ 34 °C

    Ursprünglich war die Weiterreise mit dem Bus nach Cuzco zum Machu Picchu und den Rainbow Mountains geplant. Aber Derya hat sich durchgesetzt, deshalb geht es wieder in den warmen Norden nach Iquitos, der Dreh- und Angelpunkt für Ausflüge in den Amazonas.
    Iquitos wird umgeben durch Flüsse, wodurch die Stadt zu einer Insel im Festland wird. Erreichen kann man die Stadt am Amazonas dadurch nur per Flugzeug oder Schiff. Wir entschieden uns für das Flugzeug, denn mit dem Schiff von Perus Hauptstadt Lima nach Iquitos gehen mehrere Tage drauf.

    Bei der spontanen Buchung des Fluges haben wir die Abflugzeiten durcheinander gebracht. Statt auszuschlafen und im Hotel zu frühstücken, fiel Marvin im Taxi kurz vorm Flughafen auf, dass die Abflugzeit erst in 4 Stunden ist 😅 okay cool, also 4 Stunden Wartezeit am kleinen, aber charmanten Airport überbrücken. Der Flughafen war so klein, dass das einzige Kaffee hinter der Passkontrolle nur Stehocker als Sitzmöglichkeit hatte.

    Mit dem Honeymoon-Bonus und etwas Charisma (oder auch flirten wie Derya es treffender bezeichnen würde 😜) erschlich Marvin uns einen Platz in der VIP Lounge des Flughafens für un manzana y una huevo.
    Dort gab es Kaffee, Bier, Frühstück, bequeme Sofas und gutes Wifi. Wir nutzten die Zeit, um unser Reisetagebuch nach der tagelangen Abstinenz durch Krankheit & Co. wieder zu aktualisieren. Die Stunden vergingen wie im Flug, so dass uns eine Stewardess freundlich fragte, ob wir sie nicht zum Gate begleiteten wollen (allerdings nicht aufgrund des VIP Services, vielmehr weil wir das Talent haben unsere Flüge fast zu verpassen, obwohl wir bereits eingecheckt sind 🙈😅)

    Beim Zwischenstopp in Lima wurde Marvin von einer Gruppe von ca. 10 gleichgekleideten, kichernden Rentnerinnen für einen Star gehalten. Er musste mit allen zusammen ein Selfie machen 😅
    Generell ist Marvin hier der Blickfang. Zur Freude von Derya, sie genießt es mal nicht für ein sonderbares blondes Wesen gehalten zu werden.

    Iquitos - die größte tropische Stadt im Regenwald Perus. Wir wurden nicht enttäuscht! Mit einer schwülen Wärme wurden wir herzlich empfangen. Die Temperaturen zauberten uns sofort ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Genau das haben wir gebraucht.

    Glücklicherweise wurden wir am Flughafen von unserer Amazonas Agentur abgeholt und in die Stadt gebracht, wo wir die finalen Dinge der Expedition abklärten. Nachdem wir auch die letzten Besorgungen erledigt hatten, um für das Amazonas Abenteuer ausgerüstet zu sein, sind wir in den Genuss einer wilden Tuktuk-Fahrt gekommen. Hier heißt es nicht viel Nachdenken, zurücklehnen, dem Fahrer vertrauen und die Fahrt bei Nacht durch die City genießen.

    Am nächsten Morgen wurden wir von der Agentur abgeholt und zum Hafen gebracht. Mit einem motorisierten Kanu sind wir 1,5 h auf dem Amazonas seelenruhig in Richtung Lodge geschippert. Dort werden wir für die nächsten 3 Nächte und 4 Tage untergebracht sein, um den tiefen Dschungel zu entdecken. Das Gefühl auf dem Amazonas zu sein war unbeschreiblich. Keine großen Schiffe und nichts als unberührte Natur. Wir haben einige interessante Dinge auf der Bootsfahrt erfahren. Es gibt Zeiten im Jahr, in denen der Regenwald komplett geflutet wird und der Amazonas sehr viel breiter und höher ist, als in dieser Periode, in der wir ihn auf unsere Reise vorfinden. Mit seinen 8000 km gilt er knapp vor dem Nil als der längste Fluss auf unserem Planeten. Der Amazonas entspringt in Arequipa und mündet im atlantischen Ozean in Brasilien. Und er erreicht eine Breite von ca. 8 km - Wahnsinn oder?!
    Der Amazonas beherbergt 700 Spezies von denen man weiß. Es wird jedoch vermutet, dass es das Zuhause von mehr als doppelt so vielen Lebewesen ist. Die Legende besagt, dass der Amazonas der Dschungel der Giganten sei, die jedoch noch niemand zu Gesicht bekommen hat bzw. niemand ist beim Anblick mit dem Leben davon gekommen. Es heißt, Anacondas und Kaimane können bis zu 150 Jahre alt werden. Allerdings wurde noch nie ein Skelett eines 150 Jahre alten Tieres gefunden. Man kennt also ihre tatsächliche maximale Größe überhaupt nicht.
    Ein großes Rätsel….

    Um unser Abenteuer um einen Nervenkitzel zu erweitern, fragten wir ihn, wie lange man alleine im Dschungel überleben würde. Wenn man es eine Woche schafft, hat man Riesenglück. Ohne Kenntnisse ist es das nackte überleben. Gerade die Nächte sind tödlich. Darüber werden wir die nächsten Tage mehr erfahren…
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