Canada
Pointe de l'Islet

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14 travelers at this place

  • Day53

    Tadoussac

    August 22, 2019 in Canada ⋅ ☀️ 22 °C

    Zu Beginn der letzten Etappe unserer Reise sind wir heute in Tadoussac eingetroffen. Tadoussac, 1599 als Penzhandelsstützpunkt beim Zusammenfluss des Saguenay und des Sankt-Lorenz-Stroms gegründet, hat seinen Namen aus dem Innu-Indianischen und heisst so viel „Brust“, wohl wegen den vielen runden Hügeln in der Umgebung des Ortes. 813 Menschen wohnen hier, die vor allem vom Tourismus leben. Tadoussac ist Ausgangspunkt vieler Walbeobachtungs-Exkursionen, kommen doch hier viele Beluga oder Weisswale vor. Es gibt auch Blauwale.

    Wir sind im ersten Haus am Platz untergebracht, dem Hotel Tadoussac, das das Ortsbild recht eigentlich prägt. Zufällig habe ich erfahren, dass das Hotel 1984 als Szenerie für die Verfilmung einer meiner Lieblingsroman, dem „Hotel New Hamsphire“ von John Irving („Keep passing the open windows.“), diente. Irgendwie freut mich das, und es ist Grund, auch die Verfilmung dieses tragisch-komischen Buches endlich einmal anzusehen.
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  • Day355

    Die Qual mit dem Wal

    August 16, 2019 in Canada ⋅ 🌧 13 °C

    Etwa 200 km nordöstlich von Québec an der Mündung des Saguenay-Fjords liegt Tadoussac. Eine kleine, recht unscheinbare Fischerstadt am Sankt-Lorenz-Strom, der diesen Teil Québecs mit dem Atlantik verbindet. 

    Durch eine warme Süßwasserschicht, die sich über dem kalten Salzwasser anlagert, bietet dieser Teil des Stroms den idealen Lebensraum für riesige Krill-Schwärme. Krill sind kleine Krebstiere, die so ähnlich aussehen wie Garnelen. Und wahrscheinlich auch so schmecken. Zumindest locken sie zahlreiche Wale in die Region. Und viele Wale wiederum viele Touristen. Und das macht Tadoussac zu einem der beliebtesten und besten Orte der Welt, um Wale zu beobachten. 

    Als wir auf den letzten Drücker am Ticketschalter standen, um noch ein Plätzchen auf dem Schlauchboot zu ergattern, wussten wir noch nicht so recht, was uns erwarten würde. Aber viel Zeit zum Grübeln blieb nicht, da wir am Hafen noch eine der raren Parklücken erobern mussten. 

    Am Massenabfertigungsschalter dünkelte uns dann langsam das Ausmaß dieser Pilgerstätte für Besucher aus aller Welt. In drei wind- und wasserdichte Schichten verpackt bekamen wir noch eine vierte Bauarbeiterschale dazu und schwitzten uns durch die Minuten, bis alle hundert Menschen auf Boote verteilt wurden. Mit unserer 24-Personen-Gummi-Schale hatten wir ziemlich Glück, in einem kleineren Boot zu landen. 

    Beim ersten Buckel im Wasser waren wir ziemlich überwältigt. Beim zweiten, dritten, vierten auch noch. Und dann wurde deutlich, hier wimmelt es tatsächlich vor Walen. Vor allem vor Buckel- und Zwergwalen. Man munkelt, sonst auch von Beluga- und Blauwalen. Aber die waren heute woanders schnorcheln. 

    Wir haben in den zwei Stunden hauptsächlich Fontänen, Flossen und Rücken und ein Mal ein neckisches Stück Wal-Bauch aus 30 m Nähe erspähen können. Tims erhoffter Free-Willy-Moment blieb aus. 

    Trotz dessen der Bereich als Schutzgebiet gilt, tummeln sich allerhand Boote im Wasser. Zum Teil kreisten bis zu acht um einen Wal. Ein fragwürdiges Entertainment. Auch, wenn sich die Wale daran nicht zu stören schienen, erschrickt man über sich selbst, wenn man merkt, woran man da gerade teilnimmt, um für ein paar Stunden ein atemberaubendes Erlebnis zu haben.
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  • Day54

    Tadoussac II

    August 23, 2019 in Canada ⋅ ⛅ 16 °C

    Bei nicht so gutem Wetter machten wir heute eine eher enttäuschende Bootsrundfahrt von Tadoussac den Saguenay-Fjord hinauf. Einziger Höhepunkt war die Marienstatue Notre-Dame-du-Saguenay beim Cap Trinité. Diese neun Meter hohe und drei Tonnen schwere Holzskulptur, die mit Bleiblech wasserdicht gemacht wurde, thront 460 Meter über dem Saguenay auf einer Felswand. Sie wurde 1881 von Charles-Napoléon Robitaille dort angebracht, weil er unterhalb dieser Stelle auf dünnem Eis eingebrochen war. Er sprach ein Stossgebet zu Maria, die ihn tatsächlich rettete. Aus Dankbarkeit spendierte er dann diese Satue. Als wir an ihr vorbeifuhren, liess der Führer auf unserem Boot dezent das Ave Maria über den Schiffslautsprecher erklingen, und somit wurde aus diesem bisher langweiligen Ausflug immerhin so etwas wie eine Wallschiffahrt.

    Zuhause angekommen konnte ich dann aber doch noch etwas ganz Schönes entdecken: die chapelle des Indiens gleich neben unserem Hotel. Sie stammt aus dem Jahre 1747 und hat ein sehr schönes Interieur. Es ist die älteste Holzkirche in Nordamerika. Sie bietet sich neben dem Hotel Tadoussac geradezu als Hochzeitskapelle an, und in der Lobby des Hotels kann man denn auch die vielen glücklichen Brautpaare, die die Hochzeitsnacht hier verbracht haben, in einer PowerPoint-Präsentation bewundern.
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Pointe de l'Islet

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