• Dominik Scholten
  • Dominik Scholten

Dome in Südamerika

150-päiväinen seikkaillu — Dominik Lue lisää
  • Matkan aloitus
    25. syyskuuta 2018

    Llegué

    27. syyskuuta 2018, Argentiina ⋅ ☁️ 16 °C

    Angekommen! :) Hier die ersten Impressionen aus Buenos Aires: Ziemlich groß! Dank dem Wiedersehen mit einer guten Freundin aus meinem Auslandssemester in Kanada, Kati aus Venezuela, bin ich dennoch nicht gleich am ersten Tag verloren gegangen. Auch meine 'Mitbewohner' sind sehr nett und ein bunter Haufen aus China, Peru, Korea und Venezuela. Heute konnte ich dann auch schon meine Volunteersausrüstung für die Youth Olympics abholen, am völlig anderen Ende der Stadt und zu Fuß. Dafür darf ich ab jetzt mit meiner Akkreditierung kostenfrei durch die City düsen :)
    Ich bin gespannt auf die nächsten Tage, aber bislang geht es mir sehr gut: Todo bien! 🇦🇷 :)
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  • Sightseeing in Buenos Aires

    29. syyskuuta 2018, Argentiina ⋅ ⛅ 17 °C

    Weiter gehts mit Sightseeing! Nach einer Free Walking Tour durch das Stadtzentrum gestern, konnte ich heute trotz miesem Wetter den berühmten Friedhof in Recoleta (leider keine Fotos gemacht) und einige weitere Sehenswürdigkeiten begutachten :)
    Morgen geht's dann los mit der Arbeit im Olympic Village! Leider muss ich hierfür mehr als eine Stunde mit der Metro hin und zurück fahren.
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  • Schreckmoment & Olympic feeling!

    8. lokakuuta 2018, Argentiina ⋅ ⛅ 27 °C

    Mit einer großen Eröffungsfeier mitten in der Stadt haben die Olympischen Spiele vor mittlerweile 4 Tagen begonnen! :) Leider konnte ich selbst nicht allzu viel davon sehen, da ich als Volunteer dafür eingeteilt war, den Athleten den Weg zurück zu den Bussen zu weisen. Trotzdem war die Stimmung vor Ort super und es waren unglaublich viele Menschen dort!
    Zwei Tage vorher habe ich auch schon die nicht so schöne Seite von Buenos Aires kennengelernt, als ich mitten am Tag und in einer belebten Gegend ausgeraubt wurde. Zum Glück habe ich dabei nur Handy & Bargeld verloren, mir selbst geht es gut und alle Pässe und Kreditkarten sind auch noch da! Dank Christine, ebenfalls Volunteer für das deutsche Team, habe ich mittlerweile auch wieder ein Handy und bin einigermaßen mobil.
    Im olympischen Dorf ist die Stimmung spitze, es ist viel los und man trifft auf Sportler aus vielen interessanten Ländern. Vorgestern hatte ich dann auch schon die Gelegenheit, im Tecnopolis Park beim Badminton und Tischtennis vorbeizuschauen. Insgesamt ist in den Sportstätten richtig viel los, lange Schlangen vor dem Einlass sind an der Regel und insbesondere bei den argentinischen Startern herrscht eine super Atmosphäre. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen noch bei der ein oder anderen Sportart reinschauen kann.

    P.S. Viele Bilder sind leider mit meinem Handy verloren gegangen, daher anbei nur einige Eindrücke aus dem Olympischen Dorf und vom Badminton :)
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  • Buenos Aires

    19. lokakuuta 2018, Argentiina ⋅ ⛅ 17 °C

    Nach rund 3 Wochen Volunteers-Dasein sind die Olympischen Jugendspiele schon wieder vorbei. Bei einigen Sportarten konnte ich noch vorbeischauen, unter anderem beim Beachvolleyball, Tennis und Kanu. Überall war die Stimmung super und es waren unglaublich viele Menschen unterwegs.
    Beim deutschen Abschlussabend (zu dem wir Volunteers netterweise auch eingeladen waren) traf ich dann sogar noch auf zwei bekannte Gesichter aus Deutschland: Anna und Kerstin, die beide über das Youth Camp des DOSB hier in Buenos Aires waren.
    Am Freitag, den 19.10. war dann auch schon Abreisetag für das deutsche Team und somit auch mein letzter "Arbeitstag". Auch wenn es oft nicht allzu viel zu tun gab (die deutsche Mannschaft ist wohl einfach zu organisiert =), hat es viel Spaß gemacht, Teil des deutschen Teams zu sein und ich nehme viele spannende Eindrücke von hier mit!
    Unten findet Ihr noch einmal einige Impressionen aus den Stadien, dem olympischen Dorf und von Buenos Aires. :)

    Hasta luego!
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  • Montevideo

    22. lokakuuta 2018, Uruguay ⋅ ⛅ 20 °C

    Strandhopping in Uruguay! :) Bei bestem Wetter konnte ich das vergangene Wochenende für einen Kurztrip nach Uruguay nutzen und mir gleich meinen ersten richtigen Sonnenbrand abholen.
    Nicht nur wegen dem Strand war Montevideo auf jeden Fall einen Besuch wert: Viele schöne Parks und Plätze, nicht ganz so laut und hektisch (und riesig) wie Buenos Aires: Alles in allem ein schönes Wochenende!
    Nach drei weiteren freien Tagen zum Planen und Wäsche waschen in Buenos Aires, geht es nun für mich nach Puerto Madryn zum Wale und Pinguine schauen. Die 18-stündige Busfahrt habe ich schon mal überstanden und die erste Tour für morgen früh gebucht!
    Update mit vielen schönen Tierfotos (hoffentlich) folgt! :)
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  • Pinguine, Wale & See-Elefanten :)

    28. lokakuuta 2018, Argentiina ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Zeit in Puerto Madryn und Umgebung verging wie im Flug: Bei zwei Ganztagesausflügen auf die Peninsula Valdes gestern bzw. nach Punta Tombo heute, konnte ich unglaublich viele Tiere aus unglaublicher Nähe sehen. Highlight war dabei sicherlich das Whale-Watching per Boot gestern morgen, bei dem wir bis auf wenige Meter an einige Wale herankamen.
    Gleichzeitig hatte ich bei diesem Trip die Gelegenheit, mein Spanisch auf die Probe zu stellen, da ich einziger "Nicht-Argentinier" in der ca. 15-köpfigen Busgruppe war und niemand mehr als einen Brocken Englisch verstand. Trotz einiger Missverständnisse war es eine lustige Truppe!
    Am Nachmittag konnten wir sogar noch (wenn auch aus weiter Ferne) einige Orcas beim Jagen beobachten.
    Heute ging es in kleinerer Runde zu dritt im Auto und mit einem supernetten englischsprachigen Guide zur Pinguin-Kolonie nach Punta Tomba, der weltweit größten Brutstätte für Magellan-Pinguine. Da diese zur Zeit brüten, waren diese zwar nicht ganz so aktiv, aber dennoch war es den Besuch auf jeden Fall wert. Zusätzlich konnten wir bei einem Zwischenhalt Bekanntschaft aus nächster Nähe mit einigen See-Elefanten und Ihren Jungen machen :)
    Morgen geht es dann mit dem Bus weiter nach Trelew, von wo aus ich am Dienstag einen Flug nach Ushuaia nehme, einem der südlichsten Orte der Welt!
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  • Ushuaia - Fin del mundo

    2. marraskuuta 2018, Argentiina ⋅ ⛅ 10 °C

    Ushuaia - die, so behaupten es zumindest die Argentinier - südlichste Stadt der Welt! :) Schon im Landeanflug bietet sich ein tolles Panorama auf das kleine Städtchen, umrundet von einem Gebirgszug und direkt am Beagle-Kanal gelegen, welches für rund eine Woche mein neues Heim ist.
    Bei der ersten Erkundungstour, nachdem ich mein Appartment vom netten Vermieter Fabian übernommen habe, fühle ich mich ein bisschen wie in einem Tiroler Skiort, zumindest bis ich am Hafen ankomme. Hier legen unter anderem viele Kreuzfahrt- und Expeditionsschiffe in die Antarktis ab, zu denen man in der Stadt allerorts Last-Minute-Deals angeboten bekommt.
    Nach einem Ruhetag konnte ich gestern dann meine ersten richtigen Wander-"Trail" im Parque Nacional Tierra del Fuego in Angriff nehmen. Nach 12 anstrengenden, aber auch faszinierenden Kilometern entlang der Küste des Beagle-Kanals, setzte ich mich erschöpft in den Bus zurück nach Ushuaia.
    Auf Empfehlung meines Vermieters folgte heute dann gleich ein Bootstrip zur Isla H, die nur von einem einzigen Tourenveranstalter mit kleinen Booten/Gruppen angefahren wird. Nach Zwischenstopps zum erneuten "Seelöwen-Sightseeing" und bei einem kleinen Leuchtturm, wanderten wir rund eine Stunde über die Insel und hatten einen tollen Blick auf Ushuaia und die chilenische Seite des Beagle-Kanals.
    Morgen versuche ich mich an einer weiteren Wanderung in der näheren Umgebung: Die Laguna Esmeralda!
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  • Laguna Esmeralda & Glaciar Martial

    4. marraskuuta 2018, Argentiina ⋅ 🌬 14 °C

    Die letzten beiden Tage habe ich für zwei weitere kleine Wanderungen nutzen können! :)
    Gestern ging es zunächst im Mini-Shuttle vom Busterminal zum Ausgangspunkt für die Wanderung zur Laguna Esmeralda, einem türkisgrünen Bergsee einige Kilometer von Ushuaia entfernt.
    Im Bus machte ich Bekanntschaft mit Gabriel aus Buenos Aires, sodass wir den Weg zusammen in Angriff nahmen. Verlief dieser zu Beginn noch relativ unspektakulär, traten wir nach ca. einer Stunde Wanderung aus dem Wald hinaus und sahen uns einem riesigen Sumpfgebiet gegenüber. Die nächsten 1,5 Stunden tasteten wir uns meterweise vor, bemüht zumindest nicht allzu tief im Schlamm zu versinken und fühlten uns dabei wie Frodo und Sam auf dem Weg zum Schicksalsberg :D.
    Endlich oben angekommen wurden wir dafür mit einem tollen Blick auf die noch halb zugefrorene Lagune belohnt und dabei fast vom starken Wind umgepustet.
    Nach kurzer Rast machten wir dann auch schon wieder kehrt, um unseren Bus zurück nicht zu verpassen.
    Heute machte ich mich dann wieder solo auf den Weg zum Glaciar Martial, von dem aus man einen tollen Blick auf die Stadt und den Beagle-Kanal hat. Wie die ganze Woche hatte ich auch heute wieder Glück mit dem Wetter und konnte bei schönstem Sonnenschein bis fast ganz oben auf den Gletscher klettern.
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  • Kap Hoorn & Wulaia Bay

    10. marraskuuta 2018, Chile ⋅ ☁️ 6 °C

    Wow, eine spannende Woche liegt hinter mir! :) Spontan habe ich mich in Ushuaia dazu entschieden per Last-Minute-Kreuzfahrt über Kap Hoorn und die chilenischen Fjorde nach Punta Arenas in Chile weiterzureisen anstatt mit dem Bus.
    Zwar musste ich dafür einige Tage länger als geplant in Ushuaia bleiben, aber es hat sich gelohnt!
    Am Freitag war es dann aber soweit: Am späten Nachmittag machte ich mich auf zum Check-In und nahm meine ziemlich luxuriöse Kabine in Beschlag, bevor es um 20 Uhr hieß "Leinen los" und auf ins Abenteuer! Nach einem Begrüßungsdrink und Vorstellung der Crew und des Expeditionsteams, die uns in den folgenden Tagen bei allen Landgängen und Zodiac-Ausflügen begleiteten sowie bei diversen Vorträgen über alles Wissenswerte und Gesehene aufklärten, ging es auch gleich zum Welcome-Dinner in den Speisesaal.
    Ich hatte das Glück, meinen Tisch mit dem jungen französisch-deutschen Pärchen Marina und Cornelius sowie Mike und Marilyn aus Irland zu teilen, alle vier supernett, genauso wie unser Kellner Carlos, der uns während der ganzen 5 Tage bediente.
    Danach ging es gleich ins Bett, denn am nächsten Tag stand bereits in aller Frühe (7 Uhr) der Landgang auf Kap Hoorn auf dem Programm. Noch leicht verschlafen saß ich pünktlich im Zodiac, der uns an Land brachte und kann mich nun als stolzer Besucher des legendären Kap Hoorn bezeichnen. Mehr als das besondere Gefühl, diesen mystischen Ort mit eigenen Augen gesehen zu haben, bietet Kap Hoorn ehrlich gesagt aber auch nicht. Abgesehen von einem Momument und einem kleinen Leuchtturm, in dem jeweils eine Familie für ein Jahr die Insel hütet, gibt es hier gar nicht so viel zu entdecken.
    Um einiges spektakulärer war der zweite Ausflug des Tages am Nachmittag zum Wulaia Bay, einer kleinen Bucht mit spektakulärem Panorama (s. Fotos).
    Die folgenden Tage auf dem Schiff folgen in eigenen Footprints :)
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  • Pia Glacier & Bergklettern

    12. marraskuuta 2018, Südsee

    Nach einem ausgiebigen Frühstück mit umfangreichen Buffet ging es mit den Zodiacs zum Pia Glacier, einem der zahlreichen fulminanten Gletschern in Patagonien, den wir schon vom Schiff aus bestaunen konnten.
    Durch ein Eisfeld steuerten wir vorsichtig das Ufer an und je näher wir dem Gletscher kamen, desto beeindruckender erschien er uns.
    Insgesamt eine Stunde hatten wir Gelegenheit, Fotos aus allen Perspektiven zu schießen und vor allem darauf zu hoffen, dass der ein oder andere Eisblock sich vom Gletscher löst. Immer wieder donnerte und knirschte es gewaltig und man konnte spüren, dass der Gletscher in Bewegung ist, auch wenn sich letztlich kein ganz großer Brocken löste.
    Für die zweite Exkursion am Nachmittag mussten wir uns entscheiden: Auf dem Schiff bleiben und den Ausblick auf einen weiteren Gletscher bestaunen oder eine anspruchsvolle Trekkingtour hinauf zu einem Wasserfall mit Garantie für nasse Füße :)
    Ich entschied mich für den Aufstieg zum Wasserfall, der ein Riesenspaß war: Durch kleine Flüsse und Bäche, unter Wurzeln und Bäumen hindurch, per Seil steile Abhänge hinauf/hinunter ging es bis mitten hinein in den Wasserfall.
    Schmutzig, nass und geschafft, aber auch glücklich ging es wieder zurück aufs Schiff, um den Tag bei einem tollen Dinner und einigen Getränken in der Bar ausklingen zu lassen.
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  • Aguila & Condor Glacier

    12. marraskuuta 2018, Chile ⋅ ☁️ 6 °C

    Tag 3 der Kreuzfahrt mit zwei weiteren Gletschern auf dem Programm - davon gibt es in Patagonien einen Haufen! Langweilig wurde es trotzdem nicht, denn alle Gletscher unterschieden sich voneinander. Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen gibt es in Patagonien viele Gletscher, die stabil sind und sogar einige, die noch wachsen.
    Übrigens sind die Schiffe von Australis die einzigen, die entlang dieser Route anlegen dürfen.
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  • Punta Arenas

    13. marraskuuta 2018, Chile ⋅ 🌬 14 °C

    Bevor es zum Zielhafen Punta Arenas ging, stand am letzten Morgen in aller Frühe noch ein Landgang auf die Isla Magdalena an, um Pinguine (und viele, viele Vögel) zu sehen.
    Wie schon in Punta Tombo ein schönes & lautes Erlebnis!
    Dann waren 5 abwechslungsreiche Tage auch schon vorbei und die Zivilisation hat mich wieder!
    Ich bleibe noch für einige Tage in Punta Arenas, bevor es weitergeht nach Puerto Natales, der letzten Station vor dem Besuch des berühmten Nationalparks Torres del Paine.
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  • Puerto Natales

    16. marraskuuta 2018, Chile ⋅ ☁️ 7 °C

    Nach dem kurzen Zwischenstop im windigen Punta Arenas, wo ich, außer einem kurzen Besuch des sehenswerten Friedhofes und dem kurzen Aufstieg zu einem Aussichtspunkt über die bunten Dächer der Stadt (Bilder unter dem letzten Beitrag), keine großen Unternehmungen geplant hatte, ging es für mich per Bus weiter nach Puerto Natales. Das kleine, gemütliche Städtchen am Ultima-Esperanza-Fjord ist vor allem als Ausgangspunkt für Touren/Fahrten zum Nationalpark Torres del Paine bekannt, kann sich aber auch selbst sehen lassen.
    Da meine gebuchte 7-tägige Trekking-Tour im Nationalpark erst am 19. November starten sollte, hatte ich genug Gelegenheit, mir Puerto Natales in Ruhe anzuschauen, meine Wäsche zu waschen und meine weiteren Schritte zu planen.
    Zufällig waren außerdem Marina und Cornelius vom Bootstrip nach ihrem Ausflug in den Nationalpark gleichzeitig mit mir in Puerto Natales, sodass wir uns auf ein Mittagessen und anschließenden Kaffee/Kakao in einem netten Cafe verabredeten.
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  • Torres del Paine - Part 1

    19. marraskuuta 2018, Chile ⋅ 🌬 7 °C

    Torres del Paine - drei magische Worte für jeden Patagonien-Reisenden! :) Der wohl bekannteste Nationalpark Chile's fasziniert mit seinen mächtigen Gletschern, schroffen Bergen und tiefblauen Seen direkt am südpatagonischem Eisfeld jährlich tausende Besucher.
    Auch für mich war der Park daher natürlich Pflichtprogramm! Da große Teile des Parks in Privatbesitz von verschiedenen Organisationen ist, gestaltete sich die Planung einer Mehrtagestour auf eigene Faust leider ziemlich kompliziert (zumal viele Campingplätze schon ausgebucht waren). Daher hatte ich mich kurzerhand dazu entschlossen, eine mehrtägige Tour über eine Organisation zu buchen. Auch wenn dies ziemlich teuer war, wollte ich unbedingt den sogenannten W-Trail absolvieren, der alle Highlights des Parks umfasst.
    Voller Vorfreude (und mit leichten Bauchschmerzen aufgrund der Wetterprognosen) wurde ich somit am Montag mit dem Bus eingesammelt, um zunächst beim gemeinsamen Mittagessen meine Mitstreiter und Tourguide Carlos kennenzulernen.
    Wie sich in den nächsten Tagen herausstellte, hatte ich eine sehr, sehr lustige Truppe mit Josie aus China, dem lesbischen Pärchen Gorgi und Shelly aus den USA, sowie Valdemir und Elaine aus Brasilien erwischt!
    Im Anschluss an das Mittagessen ging es dann von Puerto Natales endlich los Richtung Nationalpark. Ausgangspunkt für unser Torres del Paine - Abenteuer war das Ecocamp Patagonia, wo wir nach Briefing für die nächsten Tage durch Carlos und tollem Abendessen in sogenannten "Domes" unsere erste Nacht verbrachten (ich im "Standard-Dome" zwar ohne Strom und Heizung, aber mit durchaus luxuriösen Betten).
    Früh morgens am nächsten Tag brachen wir, trotz Nieselregen hochmotiviert, auf in Richtung unserer ersten Zwischenstation, dem Campamento Los Cuernos. Auch wenn wir die Bergriesen neben uns aufgrund der Wolken nicht besonders gut erkennen konnten, war die Landschaft beeindruckend und ließ uns den stärker werdenden Regen ertragen. Trotzdem waren wir froh, als wir nach 6 Stunden völlig durchnässt das Camp erreichten, wo wir die Nacht im Zelt verbringen sollten.
    Eine warme Dusche gab es zwar nicht, dafür ein tolles Steak und einen lustigen Abend mit Spielen von Quizmaster Shelly.
    Der nächste Morgen brach zu unserer Erleichterung mit strahlendem Sonnenschein und einem tollen Blick auf "Los Cuernos" an, die Bergkette, die wir am Vortag nur mühsam erahnen konnten.
    Dafür hatten wir für den neuen Tag beachtliche 25km auf dem Programm, von denen wir einige fast kletternd verbrachten, um zum French-Valley-Aussichtspunkt zu gelangen. Die Anstrengung lohnte sich aber in jedem Fall, denn oben angekommen gab es spektakuläre Aussichten in alle Richtungen - riesige Gletscher (inklusive Lawinen) und Berge hier, großartige Seenlandschaft dort! Nachdem uns die Sonne bis zum Mittag treu blieb, erlebten wir danach zur Freude von Carlos "the real patagonian experience" mit wechselndem Schnee, Regen, Sonne und Hagel innerhalb von wenigen Minuten. Trotzdem einigermaßen trocken im Vergleich zum Vortag erreichten wir schließlich unser nächstes Camp, direkt am Fuße des Lago Pehoe gelegen. Hier übernachteten wir im Stile einer Klassenfahrt alle gemeinsam in einem Dorm.

    Damit ich all die schönen Bilder mit euch teilen kann, splitte ich meinen Torres del Paine Beitrag an dieser Stelle, Fortsetzung folgt :)
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  • Torres del Paine - Part 2

    22. marraskuuta 2018, Chile ⋅ 🌬 5 °C

    Um den Sonnenaufgang am Lago Pehoe nicht zu verpassen, quälte ich mich bereits um 5 Uhr aus dem Bett - aber es lohnte sich!
    Danach stand laut Carlos für diesen Tag eine "Easy-Peasy"-14km Wanderung zum nächsten Highlight des Parks, dem Grey Glacier an.
    Der wirklich heftige Gegenwind machte diesen Abschnitt allerdings schwieriger als gedacht und mehrmals mussten wir mehrere Minuten verharren, um nicht verweht zu werden. Für uns alle (außer Carlos natürlich) der stärkste Wind unseres Lebens bisher! :D
    Nachdem der Kapitän vom Catamaran dennoch das "Go" gegeben hatte, ging es dann auf eine rund zweistündige Bootsfahrt um den Gletscher mit seinen verschiedenen Zungen auf dem Lago Grey!
    Damit war der größte Teil des W-Trekkings auch schon geschafft, sodass wir per Bus zurück ins Ecocamp gebracht wurden, von wo aus wir am nächsten Morgen den finalen & kompliziertesten Aufstieg zu den Wahrzeichen & Namensgebern des Parks, den drei spektakulären Bergspitzen "Las Torres" in Angriff nehmen sollten.
    Mit leicht reduzierter Truppe (Gorgi & Shelly bevorzugten einen Ruhetag im Camp) machten wir uns schon um 7:30 Uhr an den rund 4-stündigen Aufstieg, ständig in der Hoffnung ganz oben ein Wetterfenster zu erwischen, um die Türme gut zu sehen. Nach viel Kraxelei hatten wir tatsächlich einigermaßen Glück und die Wolken erlaubten uns eine weitgehend freie Sicht.
    Selten hatte ich eine bessere Aussicht beim Mittagessen! :)
    Auf dem gleichen Weg ging es dann zurück ins Ecocamp, in dem wir alle erschöpft, aber glücklich das Abendessen genießen konnten.
    Ich hatte übrigens das Glück, die letzten beiden Nächte in einem "Suite-Dome" zu verbringen, inklusive eigenem Bad, Ofen, King-Size-Bed und sogar Strom - was ein Luxus!
    Nach den anstrengenden letzten Tagen hatte Guide Carlos für den letzten Tag nur leichtes Programm geplant - eine kurze Wanderung abseits von den bekannten Trails, in der Hoffnung hier auf einige Tiere & Pflanzen Patagoniens zu stoßen, die wir bisher noch nicht gesehen hatten.
    Über den Weg gelaufen waren wir in den Tagen zuvor schon zahlreichen Vögeln (u.a. mehreren riesigen Kondoren), einem Red Fox und einigen der für die Gegend typischen Guanacos (eine Lama-Art). Was uns noch fehlte war vor allem der Puma - bis heute!! Leider stieß meine Kamera mit Ihrem Zoom an Ihre Grenzen, aber vielleicht entdeckt Ihr den Puma ja auf dem Bild unten trotzdem - spektakulär! :)
    Nach diesem tollen Erlebnis ging es quer durch einige Guanaco-Herden zurück zum Bus und zum letzten Abend zurück ins Camp - eine tolle Woche mit einer super Gruppe und vor allem außergewöhnlicher Umgebung ging sehr sehr schnell zu Ende!
    Nach einer weiteren Nacht in Puerto Natales heißt meine nächste Station El Calafate - zurück nach Argentinien!
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  • El Calafate - Kayak & Gletscher-Trekking

    26. marraskuuta 2018, Argentiina ⋅ ⛅ 13 °C

    Mit dem Bus ging es für mich frühmorgens weiter zu meiner nächsten Station - zurück nach Argentinien nach El Calafate!
    Wie die meisten Touristen, die es hierher verschlägt, wollte ich von hier aus vor allem eine Tour zum riesigen Perito Moreno Gletscher machen - und mich ansonsten etwas von den vielen Wander-Kilometern der letzten Tage erholen.
    Nach dem Check-in im Hostel nutzte ich den Rest des Tages für einen kurzen Stadtbummel durch das Zentrum mit seinen vielen Restaurants, Cafés und Souvenir-Shops. Auch Tour-Anbieter gibt es hier zuhauf!
    Außerdem schlenderte ich durch die gleich am Stadtrand gelegene Laguna Nimez, wo man zig verschiedene Vögel beobachten kann - unter anderem viele, viele Flamingos.
    Für den nächsten Tag entschied ich mich aufgrund des tollen Wetters spontan, eine Kayak-Tour auf einem nahe gelegenen Fluß zu machen - inklusive kurzem Trekking-Stop!
    Mit zwei super, sympathischen Guides und sechs anderen Paddlern ging es am frühen Morgen mit dem Bus zum Ausgangspunkt und dann auch gleich in die Kayaks - mit einer älteren, aber sehr lustigen Koreanerin an meiner Seite!
    Nach 6 kurzweiligen Stunden auf dem Fluss sowie beim Trekking in einer Art Mondlandschaft (eine ganz andere Seite von Patagonien als bislang!) und einem kurzen Bad im eiskalten Wasser zum Abschluss ging es dann auch schon wieder zurück nach El Calafate.
    Hier buchte ich mir für den nächsten Tag gleich einen Bus zum Gletscher und für eine Eiswanderung auf diesem!
    Der Bus brachte uns zunächst zur gegenüberliegenden Seite des Gletschers, wo man auf verschiedenen Aussichtsplattformen diesen beeindruckenden Koloss aus allen Perspektiven begutachten - und mit ein wenig Glück einen der gewaltigen Eisberge abbrechen sehen konnte. Überall hört man den Gletscher arbeiten und knacken und donnern!
    Ich hatte ein wenig Glück und konnte das Spektakel auf Video einfangen!
    Im Anschluss ging es mit dem Boot direkt zum Gletscher, wo wir mit Spikes ausgestattet in kleinen Gruppen ca. 1,5 Stunden auf dem Eis wandern konnten - ein spektakuläres Erlebnis! :)
    Bevor es wieder aufs Boot ging, brach dann gleich vor unserer Nase ein riesiges Stück des Gletschers ab und löste einen kleinen Mini-Tsunami aus - leider war ich diesmal ein bisschen zu langsam mit meiner Kamera.
    Nichtsdestotrotz ein toller Abschluss für meine 5 Tage in El Calafate!
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  • Wanderparadies El Chalten

    1. joulukuuta 2018, Argentiina ⋅ ⛅ 11 °C

    Mein nächster Stop führte mich ins kleine Andendorf El Chalten, bekannt für seine vielen tollen Wanderwege! Das Tolle: Alle Wege starten gleich im Ort und obwohl El Chalten im Nationalpark Los Glaciares liegt, braucht man hier im Vergleich zu vielen anderen Nationalparks keinen Eintritt zahlen. Entsprechend viele andere Wander-Wütige und Backpacker findet man hier, alles in El Chalten ist auf diese ausgerichtet.
    Mein Bus traf am frühen Mittag im Mini-Busterminal ein, zuvor gab es schon einen kurzen Stop am Eingang des Nationalparks, wo wir eine Karte mit allen Wanderwegen und eine Einführung durch einen Parkranger erhielten.
    Da ich im Internet gelesen hatte, dass es sich lohnt für einige Tage hier zu verweilen, hatte ich mir ein kleines Appartement für 6 Nächte gebucht, in dem ich auch selber kochen konnte (Pastaaa Juhuu!).
    Danach machte ich mich gleich auf zu einer schnellen Erkundungstour und gönnte mir eine Pizza (wie überall bisher in Argentinien mit vieeel Käse!).
    Da es am nächsten Morgen ziemlich bewölkt war, beschloss ich nur zwei kleinere Wanderungen zu einem Aussichtspunkt auf die Stadt und einem Mini-Wasserfall zu machen. Obwohl die Strecke nicht allzu lang war, musste ich mich durch den starken Wind hier ganz schön abkämpfen.
    Auch der folgende Tag startete mit Wolken, sodass ich mich noch nicht auf zur "Königsetappe" Richtung Fitz Roy, dem höchsten Berg in der Region, machte, sondern zunächst auf die Etappe zu seinem kleinen Bruder, dem Cerro Torre. Glücklicherweise verzogen sich die Wolken im Laufe des Vormittags, sodass ich bei Erreichen des Aussichtspunkts eine tolle Sicht auf den Berg und Gletscher sowie den kleinen Bergsee hatte.
    Auf gleichem Weg ging es die 10km dann wieder zurück - übrigens perfekt, dass man sich an den kleinen Bächen und Flüssen jederzeit seinen Wasservorrat mit dem sauberen Gletscherwasser wieder auffüllen kann!
    Da für den kommenden Tag Sonnenschein und blauer Himmel angesagt waren, startete ich bereits um 7 Uhr Richtung Fitz Roy, um ein wenig Vorsprung vor den zahlreichen anderen Wanderern zu haben. Schon auf dem Weg konnte ich immer wieder bei strahlendem Sonnenschein einen Blick auf den Fitz Roy und seine Nachbarn erhaschen, ein wirklich imposanter Anblick! :)
    Ging es bis ca. einen Kilometer vor Ende recht locker, meist geradeaus oder nur leicht bergan, hatte es der letzte Abschnitt in sich, denn ab hier ging es eine Stunde nur noch steil bergauf!
    Oben angekommen wurde ich dafür wieder mit einem tollen Ausblick belohnt - seht unten selbst! Ein schöner Platz für mein Mittags-Sandwich :)
    Der Rückweg führte mich zunächst auf gleichem Weg wieder bergab und jetzt konnte ich sehen, dass es sich gelohnt hatte früh aufzubrechen. Wie an einer Schnur gezogen kraxelten die Wanderer den Weg hinauf, den ich eine Stunde vorher noch weitgehend für mich hatte.
    Auf halber Strecke zurück entschied ich mich dafür, noch auf den Weg Richtung zweier kleiner Lagunen abzubiegen. Dieser war leider etwas weiter als gedacht (meine Wanderkarte hatte ich natürlich nicht dabei :P), sodass ich mich ziemlich fertig und mit meinen ersten Blasen nach ca. 30km Wandern in El Chalten auf mein Bett warf.
    Eigentlich wollte ich daher meinen vorletzten Tag mal etwas ausruhen, doch da es immer noch wunderschön sonnig war, ignorierte ich meine kaputten Füße und machte mich auf meine letzte Wanderung, die uns der Parkranger am ersten Tag als Geheimtipp bei klarem Wetter empfohlen hatte (da völlig andere Sicht auf den Cerro Torre/Fitz Roy von hier).
    Tatsächlich ging der Weg von Beginn an nur bergauf und führte mich auf den höchsten Punkt bislang - mit wieder ordentlich Kletterei am Ende! Aber der Ranger hatte nicht zu viel versprochen, denn vom Gipfel aus hatte man eine atemberaubende Sicht in alle Richtungen!
    Ich hoffe, zumindest ein bisschen davon konnte ich mit der Kamera einfangen.
    Da mein Bus am nächsten Tag erst um 21:50 Uhr Richtung Los Antiguos startete, konnte ich dann in aller Ruhe packen und noch etwas entspannen!
    Definitiv eine der schönsten Stationen bisher :)
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  • Los Antiguos

    7. joulukuuta 2018, Argentiina ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Nachtbus von El Chalten lieferte mich pünktlichst am nächsten Morgen um 8 Uhr im verschlafenen Örtchen Los Antiguos ab, wo ich als Einziger ausstieg.
    Ehrlich gesagt wollte ich von hier aus auch nur eine Tour zu den chilenischen "Capillas de Marmol", einigen wunderschönen Marmorfelsen machen, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer erreichbar sind.
    Trotzdem machte ich mich nach Ankunft im sehr netten Hostel (einziger Gast) auf den Weg ins Zentrum, wenn man denn eine Bank, ein Restaurant und einen Mini-Market so nennen will.
    Nach kurzer Suche fand ich auch den Anbieter für die Tour und buchte mein Ticket für den nächsten Tag.
    Da das Wetter weiterhin spitze war (strahlender Sonnenschein bei bestimmt 20°) und Los Antiguos ansonsten wie ausgestorben, verbrachte ich den Rest des Tages am Strand des Lago Buenos Aires, dem zweitgrößten See in Südamerika. Ab der Grenze nach Chile heißt er dann interessanterweise Lago General Carrera.
    Sonst gibt es zu Los Antiguos allerdings nicht mehr viel zu erzählen, scheinbar ist dann hier erst in ein paar Monaten etwas mehr los.
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  • Capillas de Marmol

    8. joulukuuta 2018, Chile ⋅ ⛅ 20 °C

    Um 8 Uhr sammelte mich der Minibus am Hostel ein und es ging über die Grenze zurück nach Chile. Am Grenzübergang stellte sich heraus, dass meine Sitznachbarin im Bus auch Deutsche war und schon seit fast einem Jahr durch Südamerika reist. Für mich die Gelegenheit auch mal wieder ein bisschen Deutsch zu sprechen :)
    Die Route führte wunderschön am Lago General Carrera entlang und jetzt erklärte sich auch, warum es nur wenige öffentliche Verkehrsmittel auf dieser Strecke gibt, denn wir wurden auf der Schotterpiste ein ums andere Mal kräftig durchgeschüttelt.
    Trotzdem boten sich beim Blick aus dem Fenster immer wieder tolle Aussichten!
    Nach fast 4 Stunden Fahrt erreichten wir dann endlich unser Ziel. Mit kleinen Booten ging es über den türkisblauen See zu den Marmorhöhlen, die in allen ihren Farben und Formen spektakulär anzusehen waren. Zum Teil gab es hier riesige Tunnel, durch die wir mit dem Boot hindurchgleiten konnten.
    Nachdem wir uns das Naturphänomen aus allen Perspektiven angeschaut hatten, ging es nach kurzem Lunch auch schon wieder zurück nach Los Antiguos, wo ich mir die Stempel 3 und 4 des Tages für meinen Reisepass abholte. Trotz der langen Fahrt ein lohnenswerter Ausflug!
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  • Esquel

    9. joulukuuta 2018, Argentiina

    Um die Fahrtzeit im Bus auf meinem Weg nach Bariloche etwas aufzuteilen, machte ich für einige Tage Zwischenhalt im kleinen Städtchen Esquel.
    Tatsächlich gab es hier nicht sonderlich viel zu sehen. Eigentlich wollte ich eine Fahrt mit der historischen Dampflok "La Trochita" machen, doch diese fährt momentan leider nur samstags.
    Somit nutzte ich die Zeit für eine kurze Wanderung zu einem kleinen See oberhalb der Stadt und für einen Besuch im besten Restaurant der Stadt "Don Chiquino, wo ich mir mit selbstgemachten, superleckeren Nudeln den Bauch vollschlug.
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  • El Bolson

    12. joulukuuta 2018, Argentiina

    Aufgrund einiger Empfehlungen machte ich auch noch für ein paar Tage Halt im kleinen Andendorf El Bolson.
    Auch hier gab es einige kurze Wanderwege mit Ausblick auf die Stadt und den Rio Azul zu entdecken. Die weiteren umliegenden, größeren Wanderungen zu Wasserfällen und Berggipfeln ließ ich, inzwischen etwas wandermüde, allerdings aus.
    Stattdessen schlenderte ich über den zweimal wöchentlich stattfindenden kleinen Hippie-Markt, für den die Stadt bekannt ist und gönnte mir bei "Jauja" das beste Eis der Region (superlecker)!
    Den Rest der Zeit nutzte ich, um meine Wäsche zu machen, die nächsten Schritte zu planen und ein bisschen zu relaxen.
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  • Bariloche - Schokolade & Paragliding

    16. joulukuuta 2018, Argentiina ⋅ 🌬 18 °C

    Strahlender Sonnenschein begrüßte mich bei der Ankunft mit dem Bus in Bariloche! Entsprechend gut gelaunt nahm ich mein Appartment von der sehr netten Familie des Vermieters entgegen - inklusive Balkon mit toller Aussicht über die Stadt (siehe 2. Foto unten).
    Bariloche liegt gleich am Lago Nahuel Huapi, einem großen Gletschersee inmitten der Anden.
    Eine der besten Aussichten über die Umgebung bekommt man vom nahegelegenen Cerro Campanario, den man entweder per Seilbahn oder per kurzem Aufstieg erreicht.
    Nach kurzer Busfahrt zum Ausgangspunkt (praktischerweise wird in den städtischen Bussen die SUBE-Card genutzt, die ich noch aus Buenos Aires hatte) entschied ich mich für den knapp 45-minütigen Fußweg. Oben angekommen wartete ein wirklich atemberaubendes 360-Grad-Panorama aus Seen und Berglandschaft auf mich - zu meinem Glück bei wolkenlosem Himmel!
    Ein absolutes Highlight hatte ich mir für den nächsten Tag vorgenommen: Paragliding! :)
    Ganz einfach per Whatsapp hatte ich mich für 14 Uhr mit Pablo verabredet, Start- und Treffpunkt auf dem Cerro Otto etwas außerhalb der Stadt. Um den Morgen zu nutzen, machte ich mich bereits etwas früher auf den Weg zum Gipfel (diesmal per Seilbahn) und konnte so in aller Ruhe die Aussicht genießen und bereits einigen anderen Paraglidern beim Start zuschauen.
    Dann war ich endlich selbst an der Reihe, wurde mit Helm, Handschuhen und Anzug ausgerüstet und an Pablo gekettet. Kurzer Anlauf - und schon schwebte ich (übrigens sehr gemütlich sitzend) für 30 Minuten über Bariloche, während Pablo mir in aller Ausführlichkeit die Umgebung zeigte und fleißig Fotos und Videos mit seiner GoPro schoss.
    Definitiv Wiederholungsbedarf! :)
    Aber nicht nur die Umgebung von Bariloche, auch die Stadt selbst hat einiges zu bieten - allem voran die Schokoladenmanifakturen, die es hier an jeder Ecke gibt und für die Bariloche berühmt ist. Sehr lecker!
    Nach einem entspannten Tag auf meinem Balkon, wollte ich an meinem letzten Tag noch einmal ein bisschen wandern und nahm hierfür den Bus nach Llao Llao.
    Ausgehend vom schönen Hotel Llao Llao kann man dort einen Rundweg durch einen wundervollen Wald (unter anderem mit den tollen Arranyan-Bäumen, siehe Bild unten) und mit mehren Aussichtspunkten absolvieren.
    Dann war es auch schon wieder Zeit zum Abschied nehmen - und Argentinien endgültig den Rücken zuzukehren!
    Für die Weihnachtszeit geht es nach Pucon/Chile!
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  • Ein ganz besonderes Weihnachten in Pucon

    24. joulukuuta 2018, Chile

    Eigentlich hatte ich mich darauf eingestellt, die Weihnachtstage alleine im beschaulichen Pucon, das gleich am Fuße des aktiven Vulkans Villarica liegt, zu verbringen und mir hierzu ein Appartement mit Kochmöglichkeit etwas außerhalb des Zentrums gesucht.
    Stattdessen erlebte ich ein kleines Weihnachtswunder :)
    Als ich gerade auf dem Weg zum Einkaufen in die Stadt war, hielt plötzlich ein Auto neben mir und die Fahrerin Rocio und ihr Sohn Felipe boten mir an, mich mit ins Zentrum zu nehmen.
    Wir kamen ein bisschen ins Gespräch (trotz meiner immer noch sehr ausbaufähigen Spanischkenntnisse klappte es überraschenderweise recht gut) und kurzerhand wurde ich zum Mittagessen (superleckere "Humitas", eine Art Maisbrei) im Haus der Familie eingeladen, zu der außerdem noch Tochter Maria José gehört.
    Anschließend packten die drei mich ins Auto und nahmen mich mit zu einem etwas abgelegenen, dafür aber sauberen Strand, wo wir den Rest des wunderschönen Tages zusammen am See verbrachten.
    Für mich völlig überraschend fragte mich Rocio auf dem Rückweg, ob ich nicht die Weihnachtstage bei Ihnen verbringen will. Ein bisschen unsicher, ob ich die Frage wirklich richtig verstanden hatte und ob das wirklich ok wäre, stotterte ich ein bisschen herum, fragte noch zweimal nach und dann war es auch schon beschlossene Sache.
    Wir fuhren noch gemeinsam einkaufen für den nächsten Tag, ich wurde (natürlich) noch zum Abendessen eingeladen und fiel dann ziemlich geplättet von diesem verrückten Tag in mein Bett.
    Heiligabend machte ich mich also am späten Nachmittag auf den Weg zu meiner neuen "Adoptivfamilie" und wurde aufs Herzlichste empfangen. Der Grill wurde angezündet und ich erlebte mein erstes typisch-südamerikanisches "Asado"! Während die Unmengen an Fleisch (Hähnchen und Rind) auf dem Grill brutzelten, unterhielten wir uns toll, ich holte mir meine zweite krachende Niederlage beim Schach gegen Felipe ab und erkundete den großen Garten der Familie unter Führung von Rocio.
    Das Essen war wirklich großartig, neben dem Fleisch gab es einen leckeren Salat und Kartoffeln.
    Punkt Mitternacht gab es die Bescherung und zu meiner Überraschung ging auch ich nicht leer aus, sondern bekam zwei schöne Ketten mit Steinen geschenkt, die mich auf meiner Reise beschützen sollen.
    Danach wurde viel Musik gehört, gesungen (auch ich durfte ein paar deutsche Lieder anstimmen :D) und gelacht, bis ich mich schließlich um 4 Uhr auf den Heimweg machte - nicht ohne fest zu versprechen, mich auch am nächsten Tag wieder blicken zu lassen!
    Nachdem wir alle ausgeschlafen und uns über Whatsapp verabredet hatten, fuhren wir also gemeinsam ins Zentrum, wo ich eine ausgiebige Stadtführung bekam. Pucon ist wirklich einen Besuch wert, mit seinem schönen kleinen Hafen, der gemütlichen Innenstadt und dem atemberaubenden Panorama am Fuße des Vulkans.
    Bei einer kleinen Partie Tischtennis revanchierte ich mich bei Felipe für die Niederlagen im Schach, bevor Rocio mich mit ins städtische Casino nahm, dass wir allerdings ohne Glück schnell wieder verließen.
    Für den 27. Dezember hatte ich mir dann auch schon den Nachtbus nach Valparaiso gebucht, sodass ich schweren Herzens schon wieder Abschied von dieser großartigen Familie nehmen musste. Vorher ließen es die drei sich aber nicht nehmen, mich noch zu einem anderen schönen Strand zu fahren. Den Rückweg durfte ich dann sogar selbst ans Steuer - nach so langer Zeit ohne Auto ein ganz ungewohntes Gefühl!
    Nach 5 tollen, unerwarteten und verrückten Tagen in Pucon saß ich schließlich ein bisschen wehmütig im Bus nach Valparaiso.
    Vielen Dank für die Gastfreundschaft, Herzlichkeit und tollen Momente mit euch, Rocio, Maria und Felipe! :)
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  • Buntes Valparaiso

    31. joulukuuta 2018, Chile ⋅ ☀️ 19 °C

    Valparaiso gilt für viele als die kulturelle Hauptstadt Chiles - und würde man sie mit einem Wort beschreiben müssen, wäre das wohl: Bunt!
    Jedes Haus hat eine andere Farbe, jede Wand, insbesondere im historischen Stadtkern, ist mit bunten Graffities verziert, an jeder Ecke gibt es etwas neues zu entdecken. Die Stadt erstreckt sich außerdem über zahlreiche Hügel (Cerros), die über Treppen sowie einige kleine Standseilbahnen (Ascensores) zu erklimmen sind.
    Wie ich bereits an meinem ersten Tag hier feststellen konnte, kann man sich in den vielen kleinen Ecken, Windungen und Sträßchen sehr leicht verlaufen - entdeckt dabei aber immer wieder schöne, neue Flecken.
    Um mich doch etwas besser zu orientieren, entschloss ich mich an gleich zwei verschiedenen "Free Walking Tours" teilzunehmen, die in jeweils drei Stunden völlig verschiedene Seiten von Valparaiso beleuchteten. Neben den schönsten Aussichtspunkten und wichtigsten Plätzen, erfuhren wir von den einheimischen Guides viele interessante Hintergrundinfos zur Geschichte der Stadt.
    Gleichzeitig für mich eine gute Gelegenheit, ein paar andere Reisende kennenzulernen, zum Beispiel Jan aus Stuttgart, mit dem ich mich nach der Tour noch für eine Pizza verabredete.
    Valparaiso fühlt sich nach den zuletzt vielen kleinen, ruhigen Örtchen für mich zum ersten Mal nach Buenos Aires wieder nach Großstadt an, dementsprechend ist alles ein wenig lauter, dreckiger und hektischer als zuletzt. Überall wird an Straßenständen Obst, Schmuck und alles Mögliche verkauft. Trotzdem hat die Stadt mit ihren vielen Farben Charme!
    Nach drei Tagen Herumlaufen habe ich immer noch das Gefühl, längst nicht alles gesehen zu haben.
    Heute, am Silvestertag, machte ich mich noch auf den Weg zum Strand und Fischmarkt, von wo aus man einen tollen Blick auf den Hafen der Stadt hatte. Außerdem kann man von hier aus Seehunde bei Ihren tollpatschigen Versuchen beobachten, eine kleine Plattform im Meer zu erklimmen und riesigen (!) Albatrossen bei Ihrer Flugshow zusehen.
    Da mein Hostel ein wenig abseits vom Zentrum liegt, werde ich die Silvesternacht wohl vom Dach aus verfolgen, von wo man die Stadt gut überblicken kann. In Valparaiso soll es übrigens das spektakulärste Feuerwerk in ganz Chile zu sehen geben, ich bin gespannt!
    Euch allen ein frohes, neues Jahr und ganz liebe Grüße! :)
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  • Neujahr in Santiago

    1. tammikuuta 2019, Chile ⋅ ☀️ 26 °C

    Frohes, neues Jahr! :) Nach einem spektakulären Feuerwerk zu Silvester in Valparaiso ging es für mich an Neujahr gleich weiter in die Hauptstadt, Santiago!
    An den vier Tagen, die ich dort verbrachte, hat die Stadt mich sehr beeindruckt. Neben unzähligen Parks und Grünflächen, gibt es unzählige Märkte für Fisch, Fleisch, Gemüse und alles was man sich vorstellen kann. Außerdem bieten die Stadtberge, insbesondere der Cerro San Cristobal und der Cerro San Lucia, eine tolle Sicht auf die Stadt.
    Wieder einmal nahm ich hier an zwei Free Walking Tours teil, die wirklich super sind, um einen Eindruck von der Stadt zu gewinnen.
    Die erste Tour führte uns dabei über all die verschiedenen Märkte bis zum außergewöhnlichen Friedhof der Stadt, in dem zum Teil riesige Mausoleen (das größte 8-stöckig und mit Aufzug) in allen möglichen Bauformen zu bestaunen sind. Zum Teil sind diese völlig zugewachsen und gleichen Ruinen, denn auch wenn die Besitzer sich nicht mehr um den Erhalt kümmern (oder tot sind) gehen die Gräber nicht mehr in den Besitz der Stadt über.
    Meine zweite Tour führte uns dann vorbei an allen "normalen" Sehenswürdigkeiten der Stadt bis zum Fuße des Cerro San Cristobal, den ich im Anschluss mit der Seilbahn in Angriff nahm. Auf halber Strecke machte ich einen kurzen Halt im Zoo, der ebenso wie zwei Schwimmbäder und eine Menge Parks und Wanderwege auf dem Berg zu finden ist.
    Zurück ging es dann zu Fuß, durch das bunte Partyviertel "Bellavista" über den unglaublich dreckigen Rio Mapocho, der sich wie eine einzige Schlammflut durch die Stadt zieht, bis zu meiner Unterkunft.
    Meinen letzten Tag nutzte ich zu einem Besuch in einem der bekanntesten Museen von Santiago, dem "Museo de la Memoria y los derechos humanos", welches an die Zeit der Militärdiktatur in Chile und die Verletzung der Menschenrechte während dieser Episode erinnert.
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