Ecuador
Cantón Pastaza

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7 travelers at this place:

  • Day65

    Baños - Dschungel

    December 7, 2018 in Ecuador ⋅ 🌧 20 °C

    Am Donnerstag haben wir nochmal etwas besonderes geplant: Da uns die Zeit für einen längeren Dschungeltrip zu knapp wird, haben wir uns für einen eintägigen Ausflug nur in den Sekundär-Regenwald entschieden, um zumindest noch ein bisschen Ahnung davon zu kriegen.
    Morgens um halb 9 gehts los, und wir freuen uns schon gleich, als unser Führer Carlos erklärt, dass wir die einzigen in der heutigen Gruppe sind. Perfekt!
    Als erstes fahren wir zwei Stunden mit dem Auto an die Regenwald-Grenze, dort besuchen wir zunächst wieder ein Tierreservat, wo viele verletzte Tiere aufgenommen worden sind und nun ein neues Zuhause gefunden haben. Von Kaimanen (kleineren Krokodilen), bunten Papageien in verschiedenen Größen und Farben, über Ozelots (eine Leoparden-Art), Tapire, Schlangen und Schildkröten bis hin zu Äffchen, Wasch- und Nasenbären ist alles vorhanden. Wir beobachten die Wildkatzen, wie sie and Kuhköpfen knabbern und einen Tapir, wie er vom Tierarzt eine Spritze bekommt und spielen ein bisschen mit den neugierigen Affen, bevor wir uns weiter in den Dschungel aufmachen. Davor gibts noch ein leckeres Essen (Fisch, in einem großen Blatt gedämpft, dazu Kochbananen-Kroketten und Gemüse) - dann gehts mit Gummistiefeln ausgerüstet durchs Dickicht, ins Wasser und in knöcheltiefen Schlamm. Wir sehen „wandernde Bäume“, die sich durch immer neu bildende Wurzeln im Jahr bis zu einen Meter fortbewegen, Termitenbauten (die Termiten kann man essen oder als natürliches Insektizid verwenden - beides demonstriert von unserem Guide), wir lernen den Kautschukbaum kennen und sehen, dass man die Früchte des Korkbaums wir natürliche Haarbürsten verwenden kann. Ziel ist - na klar - mal wieder ein Wasserfall! Dort gönnen wir uns eine kurz Erfrischung und wagen uns ins kühle Nass, bevors durch die schwüle, stehende Luft wieder zurückgeht. Bevor wir wieder ins Auto steigen, verkosten wir noch hier hergestellten Zuckerrohr-Schnaps (bäh) - da gehen wir lieber schnell weiter.
    Nächster Stop ist ein kleines Quichua-Dorf, wo wir neben dem Kunsthandwerk-Markt auch vorgezeigt bekommen, wie man mit einem (überdimensionalen) Blasrohr Pfeile auf ein Ziel schießt (bläst). Die Pfeile, die wir verwenden, sind nicht (wie die üblichen Jagdpfeile) mit Curare-Gift getränkt - beruhigend, denn mit Ziel und so haben wirs nicht so... ist aber auch echt schwierig!

    Danach steigen wir in ein Holz-Kanu, mit dem wir stromabwärts ein etwas anderes „Rafting“ machen. Franz ist zwar die meiste Zeit beschäftigt, mit einem Plastikkübel Wasser aus dem Boot rauszuschöpfen, und die patschnassen Schuhe nerven ihn ein wenig, aber insgesamt ist die Fahrt echt schön und idyllisch. Am Ausstieg werden wir dann wieder von Carlos mit seinem Pick-Up empfangen, und das Highlight der Tour steht bevor: El Paraiso, eine kleine biologische Kakao-Farm!
    Schon am Eingang werden wir nicht nur vom Besitzer, sondern von vielen Papageien begrüßt, die wir uns mit ein paar Stücken Banane zu Freunden machen. Die Bananen sind aus dem eigenen Garten (genauso wie neben Kakao auch noch viele andere Früchte), und sie schmecken, so natürlich und vollkommen ungedüngt, viel süßer und besser als die normalen Bananen, die wir kennen!
    Danach dürfen wir Kakao-Früchte verkosten, die trockenen Bohnen rösten und anschließend schälen. Aus den Schalen kann man wunderbar fruchtigen Tee bereiten, die geschälten Bohnen kommen in eine Handmühle, die wir drehen und drehen, bis alles zu einer öligen, dunkelbraunen Masse verarbeitet ist (die Mühle sieht ein bisschen aus wie ein Fleischwolf, und was hinten rauskommt... naja, ich sags lieber nicht ;)
    Einen Teil davon verarbeitet Carlos für uns zu heißer Schokolade (richtig intensiv, mit 100%iger Kakaomasse bereitet, und ohne Zucker fast ein bisschen bitter), der Rest wird auf einem großen grünen Blatt (weiß nicht mehr, von welcher Pflanze) ausgestrichen und im Kühlschrank kaltgestellt. Daraus wir eine große Tafel Superbitter-Schoki :)
    Zur heißen Schoki und dem Kakao-Tee kriegen wir noch mit Käse gefüllte Yuka-Tortillas gereicht - ein leckeres Abendessen, und alles hausgemacht mit Produkten aus dem Garten oder von den eigenen Tieren. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass ich auf dieser Farm im siebten Himmel schwebe und kaum mehr loszureißen von den Kakao-Früchten und den leckeren Bananen.... :) Ein weiteres Highlight des Urlaubs für mich!

    Aber auch der Tag geht irgendwann zu Ende, und nachdem wir zurück in Baños unsere sieben Sachen wieder gepackt haben, gehts ab zur Bushaltestelle. Ein weiterer Nachtbus steht bevor, morgen Früh wollen wir nämlich schon in Cojitambo sein, und endlich unsere Klettersachen wieder auspacken!
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You might also know this place by the following names:

Cantón Pastaza, Canton Pastaza

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