• Hans-Dieter und Vera Bock
  • Hans-Dieter und Vera Bock

Entlang der Panamericana

Une aventure de 300 jours par Hans-Dieter und Vera. En savoir plus
  • Ankunft in den Rocky Mountains

    14 juillet 2025, États Unis ☀️ 23 °C

    Am nächsten Morgen fahren wir zum Grand Teton Nationalpark. Das ist unser Einstieg in die Welt der Rocky Mountains, die uns die nächsten Wochen begleiten werden. Der Grand Teton ist mit knapp 4200 m einer der höchsten Berge der US Amerikanischen Rockys. Auf der Anfahrt sehen wir eine Herde Bisons neben der Strasse grasen. Im Nationalpark sind alle Stellplätze voll bis auf einen kleinen Campingplatz, abseits der Strasse mitten im Wald. Erst schauen wir ihn uns an und weil der Wetterbericht schreibt dass es regnen kann, haben wir bedenken und ziehen weiter, haben aber kein Glück und fahren schnell wieder zurück bevor hier auch alles alles voll ist. Eine sympatische Rangerin weist uns darauf hin, dass hier Bären und Luchsgebiet ist, und dass nachts zwischen 12 und 1 Uhr die Bärenmama die Angewohnheit hat, über den Platz zu streifen. Wir sehen sie nicht, um die Zeit schlafen wir bereits. Wieder einmal stellen wir fest, dass sich wirklich jeder, mit dem wir sprechen, für unsere Tour und unsere Geschichte interessiert. Wir werden auch hier herzlichst willkommen geheissen.En savoir plus

  • Fahrt zum Glacier Nationalpark

    21 juillet 2025, États Unis ☀️ 16 °C

    (HD) Obwohl wir bereits um 6 Uhr aufstehen kommen wir von KOA Campground in Great Falls nicht so richtig weg.
    Es gibt Gratis-Pancakes. Leider haben wir schon gefrühstückt, aber das hält uns nicht davon ab, noch mal von vorne anzufangen.
    Als wir fertig sind, kommt Carolina vorbei. Die 80 jährige Lehrerin die wir gestern kennenlernen durften. Die erinnert sich an ein Deutsches Lied meint aber wir kennen es evtl. nicht weil sie es 1974 gelernt habe. Sie stimmt es an: Freddy Quinn mit " Wir lagen vor Madagaskar". Vera und ich stimmen ein, und somit schmettern wir "Deutsches Liedgut" über den Campground. Carolina ist -nach 50 Jahren!- textsicher. Wir nicht so ganz.
    Als wir uns verabschieden kommt ein Ehepaar mit Enkelkind vorbei. Auch die interessieren sich für unsere Tour. Vera erklärt sie gerne, ich wasche derweil ab. Als wir dann los kommen, Es steht noch der Besuch eines ACE Baumarktes an. Bei unserer Mademoiselle fehlen ein ein paar Schrauben und wir brauchen Ad Blue. Der Verbrauch ist noch mal gestiegen. Wo bleibt das Zeug nur? Erst waren es 1 Liter auf 234 km. Jetzt ist es 1 Liter auf rund 150 km. Das ist nicht normal, aber auch nicht zu ändern. Wenn das so weiter geht müssen wir für Alaska 40 Liter mitnehmen. Wir sind so überladen. Wir probieren mal ein anderes Fabrikat.
    Leider fängt es an zu regnen. Wir überlegen, ob wir wirklich die Aussichtsroute zum Glacier fahren sollen, die uns Holger empfohlen hat, wenn wir nichts sehen. Wir entscheiden uns dafür und bereuen es nicht. Auch wenn man nicht alles sieht ist die Strecke von 350 km lohnenswert. Ich versuche einen Übernachtungsplatz zu finden. Leider sind die alle so sündhaft teuer. Bis zu 200 Dollar. Auf einmal rufe ich " ich hab was im Park für heute". Da hat jemand storniert und das nutzen wir sofort. 30 Dollar ist o.k. Vera steht auf der Standspur mit Warnblinker weil wir gerade Netz haben. Dabei ein Blick auf Navi. Bitte wenden! ??? Stimmt wir sind 25 km zu weit gefahren. Blöd. Es ließ sich doch so gut fahren.
    Also wieder zurück. Um 18 Uhr erreichen wir den Platz. Da wir morgen mit dem Shuttle Bus fahren wollen, den Platz aber nur für eine Nacht haben , wollen wir versuchen für morgen noch etwas zu kriegen. Leider hat es hier im Wald keinen Empfang. Wir laufen 1 km in Richtung Visitor Center nur um zu erfahren dass sie es verlegt haben. Also 800 m zurück. Die haben zwar zu, aber WiFi. Und das Glück ist uns hold. Im benachbarten Campground ergattern wir für die nächste Nacht noch einen Platz.
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  • Glacier Nationalpark

    22 juillet 2025, États Unis ☁️ 9 °C

    Heute stehen wir früh auf, es ist erst 6 Uhr. Wir müssen unseren Platz ja verlassen und wollen um 8 Uhr mit dem Shuttle Bus fahren. Unsere Mademoiselle muss dann beim Visitor Center auf uns warten. Da nicht abzuschätzen ist wie groß der Andrang wird fahren wir um 6.40 Uhr los. Bis auf 2 WoMos sind noch alle WoMo Parkplätze leer. erst mal frühstücken wir in Ruhe, ziehen unsere Regensachen an und packen die Rucksäcke. Seit 1 Uhr nachts regnet es leider. Der erste Dauerregen seit 13 Wochen. Und das ausgerechnet jetzt. Na ja. Wir schauen mal wie der Tag wird. Um halb neun bekommen wir einen Shuttlebus. Eine Stunde fahren wir hoch bis zum Logan Pass. Rechts der Straße ein tiefer Abgrund, aber auch relativ gute Sicht auf ausgedehnte Tannenwälder und schneebedeckte Bergriesen.
    Am Logan Pass steigen wir um und fahren die andere Seite runter bis St. Mary. Die Strecke ist nicht ganz so spektakulär, führt lange an den Seen entlang.
    Auf dem Rückweg steigen wir an einer Haltestelle aus, laufen zu einem Wasserfall und von dort auf einem Trail zur nächsten Bushaltestelle. Insgesamt knapp 8 km. Es regnet immer noch leicht. Der Weg beginnt gut, wird aber immer enger und schlechter. Irgendwann müssen wir durch grosse Pfützen und auf dem jetzt nur noch 20 cm breiten Weg durch dichtes nasses Farn. Die Hosen sind klatsch nass, die Schuhe weichen durch. Von oben regnet es stärker. Endlich erreichen wir die Bushaltestelle. Zum Glück kommt nach 20 min. ein Shuttle. Am Logan Pass haben wir Glück, der Anschluss steht bereits dort und wir dürfen als die letzten beiden Fahrgäste zusteigen. Max. 12 Fahrgäste haben Platz. Der nächste Bus fährt erst in 20 min. Nach 70 min. Fahrt und netten Gesprächen mit zwei Jungs aus Las Vegas, von denen einer eine Radtour durch England, Irland und Spanien machen wird, und zwei Schweizern die von Kanada runter kommen erreichen wir völlig durchgefroren unser Wohnmobil.
    Wir checken auf unserem neuen Platz ein, wärmen uns auf und es gibt geschmorten Rinderbraten, Kartoffeln und Bohnen.
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  • Wir erreichen Kanada

    23 juillet 2025, Canada ☁️ 16 °C

    Gestern überlegten wir, noch einmal bei gutem Wetter die Strecke zum Logan Pass mit dem Shuttle zu fahren. Nachdem es aber die ganze Nacht über geregnet hat, vergeht uns heute morgen die Lust. Der Regen hört zwar auf, aber es ist immer noch bewölkt. Um 9.30 Uhr fahren wir noch mal zum Visitor Center, um mit dem dortigen WiFi die Karten von Kanada für unser Navi runter zu laden. Da zeigt sich dass wir gestern trotz des schlechten Wetters noch Glück hatten. Der Parkplatz quillt über. Mir gelingt es, den letzten Platz für Madmoiselle zu bekommen. Als wir die Schlange von Menschen sehen die beim Shuttle ansteht, wissen wir: Alles richtig gemacht. Wir schätzen die Wartezeit auf bis zu 2 Stunden. Rechnen wir nach: 2 Std. Anstehen, 2 Std. rauf und wieder runter, vielleicht 1 Stunde zum Gletscherrand laufen, und wieder eine Stunde anstehen um runter zu fahren. 6 Std. um zugegebenermaßen imposante hohe und mässig mit Schnee bedeckte Berge zu sehen? Das können wir daheim auch in den Alpen haben. Wir fahren also über die Road 93 Richtung Norden.
    Wir kommen problemlos über die kanadische Grenze. Am Nachmittag erreichen wir einen wunderschönen Platz am St. Mary River, dessen Verlauf wir nicht verstehen. Gestern waren wir am St. Mary Wasserfall und am St. Mary See. Aber die scheinen keine Verbindung zu haben und im Internet gibt es widersprüchliche Informationen. Die wissen auch nicht alles.
    Wir genießen die gute Luft und den herrlichen Ausblick.
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  • Kootenai County

    25 juillet 2025, Canada ☀️ 25 °C

    Nach zwei Tagen verlassen wir den KOA Camping in Cranbrook. Es war der bisher schönste KOA, für nur umgerechnet etwas über 40 Euro die Nacht. Er gehört zu einem Golf- und Tagungshotel und wir durften gestern Hotpool, Swimmingpool und Dampfbad nutzen. Für die heutige Etappe ändern wir unsere Pläne. Anstatt von Kimberley bzw. Cranbrook nach Banff zu fahren, folgen wir dem Rat eines US Amerikaners der in Montana wohnt und hier seine Mutter besucht. Er empfiehlt entlang des Kootenai zu fahren und erst später Richtung Jasper abzubiegen. Damit würden wir die Stadt Banff umfahren. Laut unserem Reiseführer ist Banff um diese Jahreszeit sowieso völlig überlaufen. Zuvor fahren wir noch in Cranbrook bei Saveway einkaufen und uns mit Bargeld versorgen. Vera ist jetzt Member bei Saveway in USA und auch in Kanada. Wo man so alles Mitglied wird...
    Die Empfehlung führt uns durch eine einmalige unbeschreibliche schöne Landschaft. Zuletzt überqueren wir auf einer Fähre den Kootenai See. Die Fähre ist kostenfrei, fährt aber nur alle 50 min. Die Überfahrt dauert ca. 30 min.
    Da wir die Zeitzone wechseln, gewinnen wir zwar eine Stunde, doch es wird aber auch früher dunkel. Wir beschließen den nächsten Campground anzufahren. Es ist Freitag und sehr viel Betrieb. Die Plätze sind voll. Auf dem Whatershed Campground bekommen wir einen mit 47 Euro völlig überteuerten Platz, aber wir können auch nicht mehr weiter suchen.

    Nachtrag zum den Bildern vom Glacier NP: Da wir mehrfach vor Bären gewarnt wurden kaufen wir ein Bärenspray, das Dieter am Gürtel trägt. Es handelt sich um ein überdimensioniertes Pfefferspray, reicht aber auch nur 7 Sekunden.
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  • Berge und Seen Rundfahrt

    26 juillet 2025, Canada ☁️ 20 °C

    Die letzte Nacht war ruhig trotz unmittelbarer Nähe zur Straße, daher haben wir gut geschlafen. Heute morgen scheint wieder die Sonne, sodass wir draußen frühstücken können. So gegen 10.00 Uhr starten wir unseren 2. Tag auf der "Seen und Berge - Rundfahrt". Die Straße führt am Upper Arrow Lake eine lange Strecke entlang. Wir sehen oftmals den See nicht, doch wir werden mit der Fahrt durch
    dichten Nadelwald belohnt. Noch ist uns das Wetter hold.
    Es geht dann am Columbia River weiter , und wieder mit der Fähre über den Revelstoke Lake, die in Canada kostenlos genutzt werden kann. Nach 30 min Wartezeit und weiteren 30 min Überfahrt geht es weiter nach Revelstoke. Unser heutiges Ziel ist das 'Canyon Hot Spring Resort". Dort soll es die Therme direkt am Platz geben. Trotz schlechtem Internet schaffen wir es einen der freien Platz zu buchen. Unmittelbar vor Revelstoke fängt es an zu regnen. Wir fahren auf den "Canada Highway no 1" und kommen flott voran.
    Wir wechseln in daa "Avalanche County" was "Lawinen-Landkreis" bedeutet.. Gegen 16 00 Uhr erreichen wir den Platz. Die Therme hat 2 Schwimmbecken, eines mit 32 Grad und das andere hat ca. 38 Grad. Von letzterem hat man tatsächlich einen phantastischen Blick auf die Gletscher. Wir bleiben 2 Stunden im Bad. Dann treibt uns der Hunger zurück zum Womo. Dieter backt Fisch im Teigmantel, dazu Reis, gedünstete Karotten und Salat. Wir fallen müde in die Betten, denn die vielen schönen Eindrücke wollen verarbeitet werden.
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  • Banff Nationalpark

    27 juillet 2025, Canada ⛅ 11 °C

    Heute werden wir mehrere Nationalparks durchqueren. Beim Frühstück blicken wir noch mal zurück auf den Revelstoke Nationalpark mit seinen markanten Bergen. Aber wir wollen ja weiter nach Norden.
    Auf unserer Fahrt durchqueren wir zuerst den Glacier Nationalpark. Nein, nicht der in den USA, denn den hatten wir ja schon. Es gibt auch einen gleichnamigen in Kanada.
    Von der Trans Canada Route 1 (TCR) aus hat man einem tollen Blick auf steile, schroffe und teilweise schneebedeckte Berge.
    Als nächstes durchqueren wir auf der TCR 1 den Yoho Nationalpark. Wir sehen von der Strasse aus grosse Wasserfälle und schneebedeckte Gipfel. Interessant ist, dass der Name Yoho aus der Sprache der Cres Indianer stammt und ein Ausdruck der Freude ist. Der Highway verläuft auf der Trasse der ehemaligen Eisenbahnlinie von 1880, für die die Steigung zu stark war und die neu gebaut wurde. Der Staat zahlt dafür Pacht an Pacifik Railway, die mit dem Geld aber die Strasse vierspurig ausbaut.

    Weiter geht es durch den Banff Nationalpark. Der Park ist sensationell. Wir wechseln auf den Canada Highway 93, den Icefield Parkway. In diesem Sommer hat die Kanadische Regierung beschlossen keinen Eintritt für die Parks zu berechnen. Daher ist auch die Mautstrssse frei. Unsere Kreditkarte freut sich darüber.

    Bereits in den USA waren wir positiv überrascht. Der "American Beautiful- Pass" der uns Beiden und unserer Mademoiselle kostenfreien Eintritt beschert hatte, kostete nur einmalig 80 Dollar. Die Einzeleintritte hätten je Park über 50 Dollar gekostet. Leider will der Effizienzminister, Elon Musk, das für das nächste Jahr einschränken.
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  • Das Columbia Icefield

    27 juillet 2025, Canada ☁️ 10 °C

    Das Columbia Icefield gilt als das Highlight des Jasper Nationalparks. Das imposante und grösste Gletscherfeld der Rocky Mountains umfasst knapp 300 km2. Es ist stellenweise immer noch 300 m dick. Und dennoch schmelzen die Gletscher sichtbar ab und sind zum Tode verurteilt. Bereits im US- Amerikanischen Glacier Nationalpark erfuhren wir dass es Mitte des 19. Jahrhunderts sehr viele Gletscher gab und der Park daher seinen Namen erhielt. Die letzten Eisfelder werden dort schon in 5 Jahren, also 2030 verschwunden sein.
    Hier, am Columbia Icefiel ist der Rückgang der Gletscher mit Tafeln markiert. Auf den Tafeln sieht man dass vor rund 100 Jahren die Gletscher bis zum heutigen Visitor Center reichten. Auch sieht man dass der Rückgang der Gletscher immer schneller erfolgt.

    Ich mache die Wanderung zum Gletscher allein, Vera fühlt sich nicht fit. Die Regenwanderung vor vier Tagen im US - Glacierpark mit der durchweichten Kleidung zeigt bei Ihr Folgen. Sie bekommt Fieber und legt sich hin.
    Da wir sowieso auf dem Parkplatz des Visitorcenters übernachten wollen (was gegen eine Parkgebühr von rund 10 Euro erlaubt ist) kann sie sich ausruhen.
    Nachts gehen die Temperaturen bis auf etwa 5 Grad runter. Kein Wunder. Wie schlafen ja neben Gletschern.
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  • Jasper

    28 juillet 2025, Canada ⛅ 20 °C

    Von einer Katastrophe zu wissen und sie im Fernsehen zu sehen ist das Eine. Sie mit eigenen Augen zu sehen das Andere.
    Natürlich wissen wir von der Brandkatastrophe im letzten Jahr, die zur Vernichtung riesiger Waldbestände führte und die auch vor der Kleinstadt Jasper nicht Halt machte. Als wir aber durch diese sich kilometerweit hinziehenden verkohlten Wälder fahren, sind wir sehr sehr traurig. Jasper selbst erlebt einen Aufschwung. Nur noch wenige Gebäude zeigen Folgen des Brandes. Grosse Flächen am Ortsrand wurden eingeebnet und werden zu Bauland.
    Im Stadtkern blüht die Gastronomie. Es wird improvisiert, zum Beispiel Geschäfte verkleinert oder der Zugang geht durch ein anderes Gebäude. Erfreulich, dass auch schon Kunst wieder ihren Platz findet und neue Bänke in neu angelegten Parks zum Verweilen einladen.
    Nachdem ich unsere Besorgungen erledigt habe und mir ein paar neue, wasserfeste Wanderhosen gönne (wichtig! Vera bleibt immer noch mit Fieber im WoMo zurück) fahren wir weiter. Wir parkten in einer Anliegerstrasse ("Parken nur für Anwohner"). Ha ha. Ringsherum nur Brachfläche und Baumaschinen.
    Wir fahren weiter zum Campground "Overflow". Zuvor stoppten wir an einem der großen Plätze, da noch viel frei zu sein scheint. Die Rangerin winkt ab. Das meiste ist gesperrt da die Brandfolgen ein Campieren nicht zulassen. Sie rät zum Overflow weiter zu fahren. Dort gibt es noch viele freie Plätze, Aber auch hier: Steiniger Untergrund, keine Bäume, kein Gras. Wenigstens hat man die verkohlten Reste beseitigt, und die Natur beginnt sich zu erholen. Immerhin haben wir eine tolle Sicht auf die Berge. Nach Vorne. Nach Hinten sehen wir nur abgebrannte Hänge. So ist das Leben.
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  • Mount Robson

    29 juillet 2025, Canada ☁️ 21 °C

    Wir verlassen den tristen Campground und wollen, da es noch früh am Tag ist, zum Maligne Canyon. Dort gibt es einen viel gelobten Wanderweg über 7 Brücken, teilweise hoch über dem Canyon. Doch schon auf der Anfahrt bemerken wir dass hier das Feuer wohl sehr intensiv gewütet hat. Alles ist verkohlt. Uns kommen tatsächlich die Tränen. Der Aussichtspunkt über dem Canyon ist zwar geöffnet und hier wurden die verbrannten Bäume auch gerodet, der Trail jedoch ist geschlossen. Wir fahren zurück, machen noch mal auf einem Parkplatz nahe der 5. Brücke Pause. Von hier könnte ich den Trail bergauf laufen, die Absperrgitter wurden beiseite geräumt. Einige Touristen machen das. Aber es macht wahrlich keine Freude durch einen abgebrannten Wald zu laufen, also fahren wir weiter.
    Unser Ziel ist das Visitor Center des Mount Robson, mit 3954 m der höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains. Hier gibt es drei Campingplätze, wir sehen und den größten an und finden einen freien Platz, was in der Urlaubszeit auch in Kanada schwierig ist.
    Den Nachmittag lassen wir ausklingen indem ich unsere Campingstühle hole und wir am Ufer des Fraser River relaxen. Das "mal eben zurück zum WoMo und Stühle holen" dauert 45 min. Den Rundweg habe ich etwas unterschätzt.
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  • Die Overlander Falls

    30 juillet 2025, Canada ☁️ 20 °C

    Ganz in der Nähe unseres Campingplatzes gibt es einen Wasserfall des Fraser River, die "Overlander Falls". Der Wasserfall ist nach der Overlander-Expedition von 1862 benannt. Eine Gruppe von 175 Männern und einer Frau aus Ontario reiste über die Prärien und durch die Rocky Mountains in der Absicht, die Goldfelder von Barkerville oder Cariboo zu erreichen. Fündig wurden sie nicht. Die Frau war schwanger, und ausgerechnet beim Wasserfall entschied sich das Kind, das Licht der Welt erblicken zu wollen. Einige Indianerfrauen nahmen die Auswanderin und einige Begleiter bei sich auf.
    Die Overlander Falls sind die letzte Hürde, die die Lachse auf ihrem schweren Weg in die Laichgewässer nehmen müssen.
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  • Prince George

    30 juillet 2025, Canada ☁️ 31 °C

    Wir folgen weiter der road 16, auch Yellowhead Scenic Highway genannt, und erreichen unseren Stellplatz in Prince George, genauer gesagt im Nachbarort Hart. Ein kleiner familiärer Platz der alles bietet. Endlich hat Vera auch kein Fieber mehr, freut sich aber auf die warme saubere Dusche. Der Platz kostet umgerechnet 40 Euro, was wir als o.k. empfinden. Man hört zwar die Strasse, aber da es nicht mehr so heiss ist können wir nachts die Fenster schließen. Wir bleiben zwei Tage und fahren am nächsten Vormittag einkaufen für den langen Weg nach Alaska, auf dem es nicht viele Ortschaften geben wirdEn savoir plus

  • Burns Lake

    1 août 2025, Canada ☁️ 25 °C

    Bereits gestern habe ich unseren 250 km entfernten liegenden Übernachtungsplatz auf iOverlander ausgesucht. Am Kager Lake in der Nähe des Ortes Burns Lake gibt es einen im Wald versteckt liegenden Campingplatz für 20 Camper. Der 4 km lange Zuweg, davon 3 km Schotter, hat uns zunächst abgeschreckt. Aber als wir ankommen sind wir begeistert. Der Platz wird von der lokalen Mountain Biker Assoziationen unterhalten und ist kostenfrei. Zahlreiche Bike Trails gehen von hier ab. Der See scheint warm zu sein, vielleicht probiere ich das morgen früh mal aus. Es ist gut dass wir schon am Mittag da sind. Am Abend ist der Platz voll. Heute ist Freitag und der Montag ist ein Feiertag. Alle sind hier irgendwie unterwegs.En savoir plus

  • Anderson Flats Provincial Park

    2 août 2025, Canada ☁️ 23 °C

    (HD) Am Morgen mache ich die kurze 5 km Wanderung rund um den See. Unterwegs treffe ich auf ein Eichhörnchen, das mit mir Wettlauf um den Baum machen will. Ich drehte mich dann einfach um und kann in ein verblüfftes Eichhörnchen Gesicht blicken😉. "Du bist ja schon da" meint Vera als ich zurück komme. Sie wollte nicht mitkommen und derweil einige Hausarbeit erledigen. Also ziehe ich meine Badesachen an und gehe schwimmen. Das Wasser ist viel wärmer als gedacht und tut richtig gut. Nach einem Sonnenbad und einer "Lagebesprechung" brechen wir um 12 Uhr auf.
    Die Strasse führt teilweise kerzengerade durch die Seenplatte. Wir brechen in Gelächter aus, als ich ein Foto von der endlosen Strasse mache und auf das Navi schaue. Dort steht "Biegen Sie in 150 km rechts ab". 😂
    Unser Etappenziel ist ein kostenfreier Naturcampingplatz bei Hazelton. Erst dachte ich, dass wir von hier aus das alte Indianerdorf, das heute ein Museum ist, erkunden können. Leider habe ich den Skeena River übersehen, der uns davon trennt. Macht nichts. Dieses idyllische Fleckchen Erde ist so schön, dass wir am liebsten noch etwas bleiben würden. Aber für morgen ist Regen angesagt und das wäre hier auf der Wiese nicht so gut.
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  • Stewart

    3 août 2025, Canada 🌧 13 °C

    (V) Heute morgen fällt es mir schon schwer, aus den Federn zu kriechen. Es war sehr ruhig letzte Nacht und das genieße ich. Es ist Sonntag und eigentlich mein Tag für Frühstück vorbereiten, doch Dieter hat ein Einsehen, und macht uns ein tolles Frühstück. Wir genießen es bei angenehmen Temperaturen. So gegen 11.00 Uhr starten wir, lassen jedoch die Besichtigung des Museumsdorfes Old Hazelton ausfallen. Haben halt doch zu lange gebraucht startklar zu sein.
    Nach rd. 50 km biegen wir nach Norden auf den Cassier Highway ab und werden diesem nun über 700 km folgen. Er ist mal als Truck Highway gebaut und erst Anfang der 70er Jahre für die Öffentlichkeit freigegeben worden. Seit dieser Zeit erlebt diese Straße, die der Topographie der Umgebung folgt einen regen touristischen Aufschwung.
    Bis zum Meziadinjunction sehen wir bewaldetes Gebiet eingerahmt von hohen teils mit Schnee bedeckte Bergen. Wir genießen diese Fahrt sehr und haben es garnicht eilig. Vor Meziadin Junction fängt es heftig an zu regnen. Wir kaufen ein Internetticket und checken die Wetter-App. Wetterbesserung ist in Aussicht, und es klart tatsächlich immer wieder auf. Wir machen daher den Abstecher nach Stewart, und kommen durch ein landschaftlich traumhaftes Tal. Wir können uns nicht sattsehen. Nach knapp einer Stunde erreichen wir Stewart. Ein kleiner Ort, quadratisch angelegt mit 1 geschossigen Häusern. Nett, aber nicht herausragend. Unser Campingplatz ist am Ende von Stewart und sehr ruhig gelegen. Wir lassen den Tag im Wohnmobil mit geräucherten Lachshappen, Brot und Wein bei mäßigem Dauerregen ausklingen.
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  • Hayder/Alaska - Lachse im Bear River

    4 août 2025, États Unis ☁️ 10 °C

    (HD Von Stewart aus ist es ein Katzensprung nach Alaska. Die Strasse ist mehr oder weniger eine Sackgasse, führt durch den Ort Hyder in den US Tongass National Forest und weiter zu einigen Gletschern. Obwohl nur ein paar hundert Menschen hinter dem Grenzposten leben ist es eine Staatsgrenze und eine andere Zeitzone gilt hier. Wir überqueren sie weil wir zum Fish Creek wollen. Hier sammeln sich um diese Jahreszeit tausende von Lachsen auf Ihrem Weg gegen den Strom zu ihren Laichgewässern. Ein gedeckter Tisch für die Bären in dieser Gegend die nur zuschnappen müssen. Als wir um 9.30 Uhr ankommen regnet es etwas. Der Eintritt um auf auf einen Holzsteg zu gelangen von dem man eine gute Sicht hat aber auch ungefährdet ist beträgt 11 US Dollar. Ein stolzer Preis. Denn heute hat sich bisher noch kein Bär so richtig sehen lassen. Als wir gegen 11 Uhr gehen wollen, kommt Bewegung in die Zuschauer. Ein Ranger hat einen Bären gesehen. Tatsächlich erhascht Vera einen kurzen Blick auf den Bären, bevor dieser von Dannen zieht. Es sind ihm wohl zu viele Leute da.
    Wir machen auf dem Rückweg in Hyder Stopp bei einem Fischstand, den uns der Campingplatzbesitzer empfohlen hat. Er öffnet erst um 12 Uhr, wir warten aber gerne die 15 min. Der Ehemann der Köchin fängt die Fische am Morgen und sie bereitet sie mittags zu. Das Warten lohnt sich. So frischen Fisch bekommen wir sonst nie.
    Nachdem wir wieder in Kanada sind steuern wir noch die Tankstelle an (die nächste ist möglicherweise erst in 150 km, man weiss hier nie) und füllen unserem Propangas Vorrat und die Ad Blue Reserve auf. Freundlicherweise entsorgt uns die Besitzerin unsere nicht mehr benötigte zweite Deutsche Gasflasche die wir seit Mexiko in unserer Garage leer mit uns mitschleppen.
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  • Zurück in Kanada

    4 août 2025, États Unis ☁️ 13 °C

    (V) Wie Dieter schon beschrieben hat, kehren wir bei einem Imbiss ein, an dem die Frau des Hauses fangfrischen Heilbutt zubereitet. Wir bestellen 1 Portion "fish and chips" für 25 US Dollar, die so üppig ist, dass wir zu zweit satt werden. Selbst ich (die nur selten Fisch isst) kann es nur loben. So frischen Fisch hatte ich bisher selten.
    Weiter geht es den Stewart Highway zurück zum Meziadin Junction und von dort auf dem Cassier Highway nach Kinaskan.
    Hier sehen wir dann tatsächlich kurz zwei Bären. Dieter sieht einen Braunbären neben der Strasse, der aber gleich im Wald verschwindet, und kurz darauf entdecken wir einen schwarzen Bären vor uns, vermutlich ein Grizzly. Als ich abbremse und Dieter zum Fotoapparat greift dreht sich der Bär um und verschwindet ebenfalls im Dickicht. Heute haben wir kein Glück, einen Bären zu fotografieren. Der Campingplatz im Provinzpark hat 50 Stellplätze. Die Plätze direkt am See sind alle schon voll aber in der zweiten Reihe bekommen wir noch was. Kurz darauf ist alles belegt Leider ist es so kalt dass wir nach dem Abendessen sofort ins WoMo verschwinden.
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  • On the Road again

    5 août 2025, Canada ☁️ 9 °C

    (V) Uns zieht es weiter nordwärts. Wir denken dabei an das Lied von Status Quo "on the road again" , rufen es im Handy Speicher auf und drehen die Lautstärke auf. Der Cassier Highway verändert immer wieder sein Bild. Von breiter gut ausgebauter, mit dem obligatorischen gelben Mittelstreifen, Straße bis hin zu schmaler Fahrbahn ohne Abgrenzung und Buschwerk bis zum Rand. Wir erwarten jeden Moment, dass ein Elch oder Bär aus dem Gebüsch springt, doch es passiert nichts. Wahrscheinlich klappert unsere Mademoiselle so laut dass es schon vorher alle Tiere verscheucht 😉.
    Die Straße windet sich an vielen Seen entlang, die jeder einzelne zum Verweilen einladen, doch wir wollen ein wenig mehr Strecke machen und haben uns den Stellplatz am Boya Lake ausgesucht. Wiederum ein angenehm sauberer trockener Platz im Wald, Seeblick allerdings nicht inklusive. Wir laufen daher zu Fuss zum See für den Blick.
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  • Teslin in Yukon

    6 août 2025, Canada ⛅ 18 °C

    (HD) Heute wird ein reiner Fahrtag. 330 km bzw. Knapp 6 Stunden liegen vor uns. Vera ist heute mit Fahren dran. Der gestrige Tag hat mich sehr geschlaucht. So schön die Landschaft ist - die Strasse strengte an und auch heute sind die ersten 100 km schwierig. Das Farbspiel Licht und Schatten, dazu viele Schlaglöcher, die ständigen Hinweise auf kreuzende Tiere, die schmale Strasse und die tausende von Dehnfugen auf der Strasse sind mühsam und erschweren das Vorankommen.
    Dann haben wir den Alaska Highway erreicht. Wir gratulieren uns für das Erreichen dieses Traums. Die Strasse ist etwas besser. Vor allem ist sie breiter.
    Unser Etappenziel heisst Teslin am gleichnamigen Fluss, der so breit ist, dass man den Eindruck hat, am See zu sein. . Ein Versorgungsposten am Highway mit Tanke, RV Park, Motel und Restaurant. Hier essen wir abends, Vera eine Elch Bratwurst und ich das Tagesgericht Roast Beef. Beides sehr lecker. Es ist so eine typische Fernfahrerkneipe, draussen parken mehrere LKW.
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  • Impressionen vom Fahrtag Westkanadas

    7 août 2025, États Unis ☁️ 13 °C

    (V) Von Teslin geht es heute nach Skagway. Ein Abstecher, um den Gletschern näher zu kommen und auf den White Pass zu gelangen. Dazu später mehr.
    Wir haben nicht nur sensationelle Blicke auf Berge und Seen, sondern sehen auch einen jungen braun-schwarz gefleckten Bären, der am Straßenrand in der Sonne Beeren pflückt. Doch bis ich die Kamera gezückt habe und das Fenster geöffnet, macht der Bär sich von dannen. Schade,😕 hat nicht sollen sein.
    Nun lassen wir wieder die Bilder wirken.
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