• Hans-Dieter und Vera Bock
  • Hans-Dieter und Vera Bock

Indian Summer in Kanada + USA

Et 169-dags eventyr af Hans-Dieter und Vera Læs mere
  • Toad River Lodge

    9.–11. sep. 2025, Canada ⋅ ☁️ 17 °C

    Unser Ziel für heute und den folgenden Tag ist die Toad River Lodge. Ein friedliches Stückchen Erde direkt an einem kleinen See, wo wir ein Schwanenpaar mit seinen beiden Jungen beobachten, abends einen Biber schwimmen sehen, und eine Reihe von Wasservögeln unmittelbar vor uns sehen dürfen.
    Wir müssen dringend entsorgen und Frischwasser tanken, etwas Wäsche waschen (und auch selbst mal wieder duschen) und wollen auch einfach mal die Wasser- und Bergsicht geniessen. Der Platzwart bietet in seinem Schnellimbiss Salmon Burger an, die uns geschmeckt haben. Sogar das Brötchen war lecker knusprig, die Pommes und die gebackenen Zwiebelringe ebenso.
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  • Wildtiere am Alaska Highway

    11. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    (V) Heute bin ich Beifahrerin. Am Tagesende kann ich mich glücklich schätzen dies sein zu dürfen, denn heute haben wir viele Tierbegegnungen. Zuerst sehen wir auf der Wiese neben der Straße eine Schwarzbärenmama mit ihren 2 Kindern friedlich Gras fressen. Erst als hinter uns noch weitere 4 Autos anhalten wird es der Bärenmutter zu mulmig und verzieht sich ins Gebüsch, beäugt uns kritisch, und die Bärenbabys folgen bald nach.
    Nicht weit davon auf der linken Seite noch ein Schwarzbär, und kurz darauf der 5. Bär neben der Strasse.
    Auf unserer ganzen Tour liefen die Bären ja vor uns davon. Im Yellowstone sahen wir einen nur von Ferne, auf dem Weg nach Skagway zwei Bären ganz kurz, in Hayder warteten wir 3 Stunden darauf zu beobachten wie ein Bär Lachse fängt. Als dann einer ganz kurz kam, war er schneller wieder weg als wir schauen konnten. Und beim Bootsausflug in Valdez hatte Dieter ihn erst gar nicht gesehen. Heute auf einen Schlag 5 Schwarzbären.
    Und weil gerade unser Glückstag ist, begegnen wir auf unserem Weg nach Fort Nelsen noch einer Herde Rentiere, die ganz gemütlich ihren Weg über die Straße nimmt.
    Dieter kann zwar als Fahrer ein paar Blicke erhaschen, da er sich auf die Straße konzentrieren muss. Doch alles wird im Bild festgehalten.
    In Fort Nelsen angekommen, füllen wir bei "safe on foods" unsere Vorräte auf und beschließen nicht mehr weiter zu fahren. Der Campingplatz liegt neben dem Heimatmuseum (das leider auch schon für die Saison geschlossen hat) und gegenüber dem Visitorcenter günstig und trotz Highway ruhig. Umgerechnet 32 Euro die Nacht finden wir auch noch ganz o.k.
    Um unser Glück noch weiter auszureizen wollen wir heute Nacht wieder den Himmel beobachten, ob Polarlichter zu sehen sind.
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  • Fort Nelson Street Festival

    13. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 16 °C

    Da am heutigen Samstag ein Strassenfest in dem 4.100 Einwohner zählenden Fort Nelson stattfindet, das um 11 Uhr eröffnet wird machen wir uns auf den Weg.
    Es gibt zwei Bühnen, auf einer wird recht ausdrucksstarke Musik von mehreren indigenen Acts geboten, auf der anderen gibt es Mitmach-Aktivitäten (Musikworkshop, Selbstverteidigung), in einem Zelt Bastelaktivitäten. Die Vereine haben Stände, es gibt Kunsthandwerk und diverse Essenstände. Also ähnlich wie ein Strassenfest daheim. Wir futtern uns durch die Stände, teilen uns Samosa mit Hühnchen, Tacos mit Rind und Chicken Wings. Das alles für zusammen 20 Can$, also 12 €. Einen Kaffee erhält jeder von uns gratis, und natürlich will der Standbetreiber wissen woher wir kommen und fragt uns über unsere Reise aus. Ein sympathischer Mann der mit einer Chinesin verheiratet ist, wie er erzählt. Natürlich kaufen wir noch zwei Packungen Kaffee. Hätten wir sowieso gebraucht.
    Den Abschluss macht der Farmer Market, also ein Bauernmarkt. Wir kaufen Fruchtwein, Honig, Eier und für Vera eine schöne Kette. An einem Stand erwerben wir zwei handgemalte Holzplättchen mit einem springenden Lachs und einem Bison. Leider fällt uns vor der Tür auf, dass wir die Plättchen nicht eingepackt haben. Vera geht zurück, aber der Verkäufer behauptet steif und fest, sie mir gegeben zu haben. Hat er nicht. 90 Dollar verloren. Eine sehr unangenehme Erfahrung, ob Absicht oder nicht sei dahin gestellt. Ich schreibe zwei Mails, eine über Facebook an den Veranstalter, eine an das Infocenter wo wir gestern sehr nett beraten wurden. Wir müssen unserem Ärger irgendwie Luft machen. Natürlich erwarten wir nicht wirklich eine Reaktion.
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  • Auf dem Weg nach Dawson Creek - Wapitis

    14. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    Es hat die ganze Nacht geregnet. Brrr. Zeit, weiter zu reisen. Rund 400 km liegen heute vor uns. Bis wir los kommen, ist es 11 Uhr. Noch mal schnell etwas Bargeld abgehoben, man weiß ja nie was kommt. Dabei sehen wir eine merkwürdige Prozession. Ein Löschfahtzeug der Feuerwehr, Kinder und Erwachsene und ein Rettungswagen schleichen an uns vorbei. Nachwuchswerbung? Ein Gedenkzug? Einweihung eines neuen Fahrzeugs? Segnung am Sonntag? Wir spekulieren. Die Fahrt ist, bis auf ein paar Wapitis, die wir sehen, auf amerkanisch "Elk" (nicht zu verwechseln mit "Elch" der hier "Moose" heisst), langweilig. Auch wenn es nicht mehr regnet, hängen die Wolken tief. Wieder fahren wir kilometerweit durch ausgebrannte Wälder. Vor 3 Wochen haben wir gelesen dass die USA Kanada vorwerfen, zu wenig gegen Waldbrände zu unternehmen. (Wie sollen sie das auch machen in dieser menschenleeren Gegend?). Kanada hingegen wirft den USA vor, mit ihrer Klimapolitik erst die Zunahme der Waldbrände zu verursachen. Manche Verantwortlichen machen es sich sehr einfach damit, Verantwortung zu tragen.
    Es ist schon spät geworden. Daher entscheiden wir uns in Taylor auf einem abseits gelegenen Campingplatz die Nacht zu verbringen. Eine gute Wahl, da wir sehr ruhig stehen und einen guten Blick nach Norden haben....wenn da nicht die Wolken wären.
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  • Dawson Creek

    15. september 2025, Canada ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir haben auf dem Peace Island Provicial Campground ruhig geschlafen. Zwar hört man es wenn LKWs über die Stahlgitter der Brücke donnern, aber das ist weit weg. Ansonsten sind wir auf der Insel alleine.
    Wir würden ja den Übernachtungspreis von 22 Can Dollar (ca. 13 Euro) bezahlen, aber die Bargeldzahlung im Umschlag wie wir sie von fast allen anderen Plätzen her kennen gibt es hier nicht. Das Büro schließt am Sonntag früher, und macht Montag erst um 11 Uhr auf. Die Bitte nach elektronischem Check In können wir nicht erfüllen. Dazu muss man ein Konto eröffnen und das funktioniert für uns Ausländer mal wieder nicht.
    In Dawson Creek besuchen wir den berühmten "Kilometer 0" des Alaska Highway. Später stellen wir fest dass der historische Nullpunkt ein paar hundert Meter weiter liegt. Aber da gibt kaum Parkraum. Daher hat man wohl einfach die Strasse verlegt und einen neuen Kilometerstein gesetzt.
    Visitorcenter und Museum haben, wie nicht anders zu erwarten, geschlossen.
    Bei Walmart machen wir Kaffee-Pause und überlegen wie wir weiter fahren wollen. Unser Ziel ist der Swan Lake Provicial Park Campground. Laut Internet hat er noch offen. Wir stehen jedoch vor verschlossen Schranken. Ein Ranger kommt zufällig vorbei. Wir erklären unsere Situation und er meint, am Bootsanleger mit Tages-Picknick-Gelände könnten wir kostenlos übernachten. Es sei zwar eigentlich nicht erlaubt, aber es kontrolliert niemand. Sie hätten dafür gar kein Personal.
    Ein wunderschöner Platz am See bei noch sehr sonnigem Wetter verleitet uns zu einem längeren Spaziergang. Wir kommen an einem Biberbau-Zugang vorbei und vor uns laufen plötzlich zwei Rehe über den Weg. Die Weisskopfseeadler, die es hier im Sommer auch gibt, sind leider schon in ihre Brutgebiete abgeflogen. Dort waren wir ja vor einigen Wochen. Damals waren sie noch nicht da. Schlechtes Timing.
    Auf der Infotafel lesen wir dass sie bis 2,20 m Flügelspannweite erreichen, das Nest bis zu einer Tonne (und mehr) wiegt, die Männchen 25% kleiner als die Weibchen sind (das ist bei Vögeln eher selten) und ein Seeadadler rund 6 kg wiegt.
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  • Winagami Lake/Alberta

    16. september 2025, Canada ⋅ ☀️ 18 °C

    Wir verabschieden uns von dem schönen Swan Lake bei strahlendem Sonnenschein, fahren wieder ein Stück weit zurück Richtung Dawson Creek, da wir gestern einen Besichtigungspunkt "übersehen" haben, die Brückenkonstruktion Trestle in Pouce Coupe.
    Die Bahnlinie wurde in den 30er Jahren gebaut und so alt ist auch die Holzkonstruktion der Brücke. Wir sind begeistert, dass sie nach fast 100 Jahren noch steht.
    Den ganzen Tag fahren wir heute durch Agrarland. Kilometerweit können wir in die ausgeräumte Landschaft schauen. Schrecklich. Dort, wo kein Weizen angebaut wird, wird Erdöl gefördert. Manchmal stehen die Getreidespeicher und die Ölpumpen direkt nebeneinander. Wir sind etwas irritiert.
    Unser nächstes Ziel ist der Winagami Lake Provincial Park, der laut Internet noch geöffnet hat. Auf dem Weg dorthin überqueren wir die Landesgrenze von British Columbia nach Alberta. In Mc Lennon am Kimiwan Lake kommen wir an einer dem Eisenbahn Museum angrenzenden Entsorgungsstation vorbei. Entsorgt ist schnell, Museum hat, wie nicht anders zu erwarten, geschlossen. Die auch dort befindliche Vogelbeobachtungsstation müssen wir leider auch auslassen, sind wir doch zur falschen Uhrzeit da.
    Nach ungefähr 30 km erreichen wir den Stellplatz, suchen ein sonniges Plätzchen und erkunden die Umgebung.
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  • Spaziergang in der Vormittagssonne

    17. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir dürfen laut den Campingregeln bis 14.00 Uhr auf dem Platz bleiben und haben somit genügend Zeit für eine Wanderung am Winagami Lake entlang, um mögliche Tierbeobachtungen zu machen. Es hat sich gelohnt, auch im Hinblick auf die schöne Landschaft bei strahlendem Sonnenschein. Wir beobachten Rebhühner, Greifvögel, viele Enten ("Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh") und bunte Vögel.Læs mere

  • Lesser Slave Lake

    17. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 22 °C

    Bis Edmonton ist es noch zu weit, darum werden wir noch eine Übernachtung einplanen. Wie soll es auch hier im "Alberta-District der grossen Seen" anders sein, haben wir wieder einen Stellplatz am See ausgewählt, den "Lesser Slave Lake Provincial Park". Der "kleine Sklavensee" ist mit fast 100 km Länge und 18 km Breite 3x so gross wie der Bodensee, allerdings nur durchschnittlich 20 m tief. Und der große Bruder, der Grosse Sklavensee im Norden Kanadas, ist übrigens noch mal 20 mal grösser. Kaum vorstellbar.
    Ein Großteil der Strecke führt am See entlang, der ist aber nicht gut zu sehen. Die letzten 30 km sind extrem schlechte Straße, sodass wir kurzfristig überlegen wieder kehrt zu machen. Doch wir fahren weiter. Am Ziel werden wir mit einem schönen Stellplatz nahe am Zugang zum See belohnt und nutzen dies auch für eine Runde Relaxen. Wenn man so am feinen Sandstrand sitzt und den Blick in die Ferne schweifen lässt denkt man, man wäre am Meer. Nur der Salzgeruch fehlt.
    Am Abend kocht Dieter, und wir genießen es draußen bis uns zu kühl wird.
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  • Edmonton - Rainbow Valley Campground

    18.–24. sep. 2025, Canada ⋅ ☁️ 20 °C

    Wir nutzen das schöne sonnige Wetter, um nach dem Frühstück noch einen Strandspaziergang zu machen und gleichzeitig Abschied zu nehmen. Wir wollen und müssen weiter und heute noch Edmonton erreichen. Unsere Mademoiselle braucht einen Ölwechsel, allerdings haben wir dafür aber keinen Ölfilter mehr. Dies wollen wir morgen klären. Da aber morgen Freitag ist und am Wochenende sicherlich nichts organisiert werden kann, wollen wir rechtzeitig da sein.
    Die Fahrt ist unspektakulär und gegen 17.00 Uhr erreichen wir den Campingplatz. Wir buchen zunächst für 2 Nächte.
    Am nächsten Morgen fahren wir zu Derrick Dodge Werkstatt, die uns auch als Fiat Werkstatt angezeigt wird.
    Die Mitarbeiter sind alle sehr nett und bemüht uns zu helfen. Der Manager verspricht den Ölfilter zu organisieren und hat hierfür auch seine deutschen Kontakte angerufen.
    Wir verabreden für kommenden Mittwoch den Ölwechsel, weil der Filter bis dahin da sein soll. Natürlich müssen wir auch unsere Reisegeschichte erzählen.
    Am Campingplatz zurück verlängern wir den Aufenthalt bis Mittwoch.
    Ab Donnerstag schließt der Platz, der übrigens städtisch ist und vom Skiclub betrieben wird. Neben dem Platz erschließen im Winter 3 Skilifte einen kleinen Hügel.
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  • Edmonton Zoo

    20. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 27 °C

    Nachdem nun klar ist dass wir bis Mittwoch bleiben, wollen wir etwas für unsere Gesundheit tun und die 5 km bis zum Fort Edmonton Park laufen, zumal es einen schönen Weg am Fluss entlang und abseits des Verkehrs gibt.
    Fort Edmonton Park ist lebendig erzählte Geschichte, da mit Schauspielern das damalige Leben nachgestellt wird. Diese Art der Präsentation finden wir interessant und machen uns hoffnungsfroh auf den Weg. Leider hat das Museum entgegen der Ankündigung im Internet ab diesem Wichenende Saisonschluss. In den 10 min. die wir vorm verschlossenen Eingang stehen wollen bestimmt 60 bis 70 ebenso enttäuschte Besucher in das Museum. Das kann man nicht verstehen. Wir gehen daher weiter zum Zoo und schauen uns dort alle Tiergehege an. Zurück laufen wir dann auch, mit dem Bus dauert es zu lange. Am Abend sind wir dann laut Dieters Trecking Uhr 19 km gelaufen.
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  • Muttard Konservatorium Edmonton

    21. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 22 °C

    Die Wanderung von gestern steckt uns noch ein wenig in den Beinen. Daher entscheiden wir uns heute mit Uber zum Muttard Konservatorium zu fahren. Für den Preis von umgerechnet 12 Euro durchaus erschwinglich.
    Das Muttard Konservatorium wurde 1953 von einem Unternehmer-Ehepaar als Stiftung aus dem Erlös ihrer Firmenverkäufe gegründet. Das Ziel war und ist es bis heute der Bevölkerung die Wichtigkeit des Erhalts der Pflanzenvielfalt näherzubringen und auch für Schulklassen anschaulich darzustellen.
    Es werden die Pflanzen der verschiedenen Klimazonen der Welt in Glaspyramiden präsentiert und erläutert. Die subtropische Pyramide hat es uns angetan, da wir viele Pflanzen wiedererkannt haben und nochmal gezeigt bekommen in welchem Land Süd- und Mittelamerikas sie zu finden sind.
    Was auch interessant ist sind die Gestaltungsräume, wie man Pflanzen in der Wohnung anordnen kann und in Verbindung mit Brunnen ein gutes Raumklima schafft.
    Wir fahren mit Uber zurück zum Campingplatz, freuen uns auf unseren Lachs mit Kartoffelpüree und Karotten.
    Damit es schnell geht soll es Kartoffelpüree aus der Tüte geben. Also Deckel vom Doppelboden geöffnet und dann - oh Schreck... Tüte angeknabbert. Wir haben also einen "Untermieter" im Doppelboden. Ob es sich um eine Maus handelt? Oder ein Eichhörnchen? Egal, wir müssen nun alles ausräumen, kontrollieren und umpacken. Dann säubern wir die Fächer und die Luftlöcher werden mit Klebeband verschlossen. Das angeknabberte Pulver wird vernichtet und Vera bereitet frische Brei zu. Mittlerweile wird es kühl und dunkel, sodass wir mit über 1 Stunde Verspätung zum kochen kommen und daher unser Essen im WoMo genießen.
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  • West Edmonton Mall

    22. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 20 °C

    Mit dem Bus fahren wir heute zur West Edmonton Mall. Vera möchte dort einen Friseur aufsuchen und ich vertreibe mir die Wartezeit mit einem Bummel durch die Geschäfte.
    Die West Edmonton Mall ist das am zweithäufigsten besuchte Einkaufszentrum in Kanada, war mal das grösste Einkaufszentrums der Welt, aktuell immer noch unter den Top 30, gleichauf mit der Dubai Mall.
    Gemessen an der Anzahl der Geschäfte ist die West Edmonton Mall die größte in der westlichen Hemisphäre.
    Das Einkaufszentrum wurde von zwei Brüdern gegründet , die 1959 aus dem Iran emigrierten.
    Die West Edmonton Mall verfügt über mehr als 800 Geschäfte und Dienstleister, darunter ein Hallenbad, zwei Hotels und über 100 Restaurants im Komplex, und Parkplätze für mehr als 20.000 Fahrzeuge. Mehr als 24.000 Menschen sind in dem Gebäude beschäftigt. Das Einkaufszentrum verzeichnet jährlich etwa 32 Millionen Besucher.
    Nach gut 2 Stunden ist Vera beim Friseur fertig. Kein Witz - Die Frau, die da am Tresen stand habe ich erst nicht wiedererkannt.
    Mit einem Abendessen bei "Boston Pizza", einem der über 100 meist Schnellestaurants, beenden wir den Bummel. Wie sind positiv überrascht. Für eine kleine Pizza und ein Bier vom Fass zahlen wir in der Happy Hour nur umgerechnet rund 10 Euro plus Trinkgeld. Und es schmeckt sogar.
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  • Elk Island Nationalpark

    24. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 14 °C

    In Edmonton haben wir heute unseren Termin zum Ölwechsel. Die Werkstatt war am Freitag noch optimistisch einen passenden Ölfilter bestellen zu können. Der Ölwechsel klappt gut, der Filter der geliefert wurde passt leider nicht. Also muss der alte Filter noch mal eingebaut werden. Wieder einmal zeigt sich dass in Nordamerika für europäische Fahrzeuge oft keine Ersatzteile zu bekommen sind.
    Nach dem Werkstattbesuch fahren wir rund 60 km zum "Elk Island Nationalpark " und übernachten dort. Auf dem Weg dorthin treffen wir auf eine große Herde Präriebisons und einen Waldbison.
    Während der Bestand der Bisons vor der Ankunft der europäischen Siedler in Nordamerika auf rund 30 Millionen Tiere geschätzt wird, ging er bis zum Ende des 19. Jahrhunderts aufgrund exzessiver Bejagung dramatisch bis auf 600 Exemplare (!) zurück. Dank der Gründung des Yellowstone Nationalparks im Jahr 1872 sowie des Wood-Buffalo-Nationalparks im Jahr 1922 erhielten die Bisons noch rechtzeitig Rückzugsgebiete. Heute wird die Gesamtzahl der wildlebenden Tiere auf mehr als 30.000 Individuen geschätzt.
    Der Elk Island Park wurde 1905 von 5 Männern privat gegründet und schon 1913 zum Bundespark erklärt, 1930 dann zum Nationalpark. Diese Menschen bewiesen damit eine Weitsicht die man sich von manchen Verantwortlichen heute wünschen würde.
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  • Das Osterei von Vegreville

    25. september 2025, Canada ⋅ ☁️ 16 °C

    (HD) Noch am Vormittag mache ich, Dieter, eine kleine Wanderung im Nationalpark. Vera hat sich wohl wegen der vielen Klimaanlagen die es überall gibt erkältet und bleibt im Wohnmobil. Der Wanderweg wird wohl auch von vielen Bisons begangen, wie deren "Hinterlassenschaften" belegen. Auch ein Häufchen, das wie Bärenkot aussieht finde ich. Bei der Weiterfahrt steht plötzlich wieder ein Waldbison vor uns am Strassenrand.
    Anschließend besichtigen wir den Ort Vegreville, der 1906 von ukrainischen Auswanderern gegründet wurde und in dem auch heute noch mehrheitlich kanadisch-ukrainische Einwohner leben. Bekannt ist der Ort wegen seinem "Osterei".
    Das Vegreville-Ei ist eine riesige Skulptur einer Pysanka, eines Osterei im ukrainischen Stil. Das Werk von Paul Maxym Sembaliuk besteht aus einem komplizierten Satz zweidimensionaler eloxierter Aluminiumfliesen in Form kongruenter gleichseitiger Dreiecke und sternförmiger Sechsecke , die über einem Aluminiumrahmen angebracht sind. Das Ei, das sich im Wind dreht, ist 9 m lang, dreieinhalb Stockwerke hoch und wiegt 2,5 t.
    Wir übernachten in Lloydminster, da es ansonsten bis Saskatoon zu weit wäre.
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  • Saskatoon Campingplatz

    26.–29. sep. 2025, Canada ⋅ 🌬 11 °C

    Die heutige Fahrt nach Saskatoon ist langweilig. Wieder geht es Kilometer um Kilometer endlos durch landwirtschaftliche Flächen. Was machen die nur mit dem ganzen Weizen? In Battlefort müssen wir gut 15 min. an einem Bahnübergang warten um einen langen Güterzug durchzulassen.
    Nach einem Einkauf bei Walmart und einer kleinen Pause setzen wir unsere Fahrt nach Saskatoon fort. Die Strasse ist oft schlecht (Verwerfungen und tausende von Fugen die ständig "dadum, dadum, dadum" machen.) Dazu Seitenwind mit Böen von 70 km/h.
    Wir beschließen 3 Nächte zu bleiben, zum einen, da wir die Antwort von Iveco Mainz wegen unseres Ölfilters frühestens Montag erwarten, zum anderen damit Vera eine Chance hat sich ein wenig zu erholen und die Erkältung zu mildern.
    Dennoch möchten wir das Western Development Museum besuchen und evtl. eine Wanderung machen, Wäsche waschen steht auch an.
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  • Western Development Museum Saskatoon

    27. september 2025, Canada ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir fahren mit dem Bus zum Museum. Die Kosten betragen 3 Can. $ (1,80 €) pro Person für die einfache Strecke.
    Ins Museum haben wir heute freien Eintritt. Die freundliche Dame am Schalter erklärt uns dass die Scotia Bank den freien Eintritt durch eine Spende ermöglicht hat. Toll.
    Das Museum beeindruckt durch seine Liebe zum Detail. Man wandert durch die Geschichte, die plastisch und naturgetreu nachempfunden wird. Man glaubt es mitzuerleben und nicht nur von Vitrine zu Vitrine zu gehen.
    Lassen wir wieder mal die Bilder sprechen. Da es viele Fotos sind, haben wir sie auf mehrere footprints verteilt.
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  • Regina Campingplatz

    29. september 2025, Canada ⋅ 🌬 19 °C

    (V) Unseren Plan noch in Moose Jaw einen Stopp einzulegen, haben wir gecancelt, denn die dortige Attraktion, die Besichtigung des Bergwerk Tunnels mit Führung muss im voraus gebucht werden und bei 270 km Anfahrt können wir nicht voraussagen wann wir ankommen. Die Führung wird als Theaterstück an verschiedenen Punkten des Tunnels gezeigt, doch so gut ist unser Englisch dann nicht um dem Inhalt folgen zu können.
    Daher wählen wir den direkten Weg nach Regina, was allerdings mehr als 300 km Fahrtstrecke ist.
    Für eine kleine Pause halten wir am Ort Davidson, der sich rühmt, die größte Kaffeekanne der Welt zu haben. Sehenswert und nett gemacht. Die daneben stehende Kaffeetasse fasst 1000 Liter!! Recherche im Internet ergeben allerdings dass der Weltrekord von Selb aufgestellt wurde.
    Außerdem hat ein Künstler zur Hommage an die Ureinwohner Skulpturen hergestellt und diese an verschiedenen Plätzen entlang des Highway aufgestellt. Wir haben allerdings unsere Augen auf der Straße wegen des stürmischen Wetters. Wir erreichen wir den Kings Acres Campground in Regina. Hier werden wir 2 Nächte bleiben, da wir morgen das Science Center besuchen und eine Wanderung unternehmen wollen.
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  • Saskatchewan Science Centre in Regina

    30. september 2025, Canada ⋅ 🌬 26 °C

    (HD) Zwei Erlebnisse prägen den heutigen Tag.
    Zuerst besuchen wir das "Saskatchewan Science Centre", das "Wissenschaftszentrum" das von einer gemeinnützigen Organisation betrieben wird. Anschließend wandern wir durch einen herbstlich geprägten Park der uns die Schönheit dieser Jahreszeit vor Augen führt.
    Das Wissenschaftszentrum ist eine Institution die insbesondere Kindern in spielerischer Form Natur, die Elemente Wasser und Feuer, Elektrizität und vieles mehr nahe bringt. Wir sehen viele junge Leute die hier engagiert den Familien die Welt erklären.
    Zum Komplex gehört das grösste Imax Kino Saskatchewans, in dem wir einen interessanten Film sehen dürfen, der zu dem heutigen "Internationalen Tag der Wahrheit und Aussöhnung" passt. Ein 83 jähriger Inuit erzählt in vielen Bildern seine Lebensgeschichte. Wie er als Kind in eine christliche "Residential School" verschleppt wurde, in denen im 20. Jahrhundert 150.000 Kinder indigener Abstammung zwangsweise christianisiert wurden. Die "Mountain Police" sorgte dafür dass sie vom Norden des Landes meist in den Süden deportiert wurden. Bis zu 10.000 Kinder starben, 2.000 Leichen wurden in den letzten 4 Jahren gefunden. Das Ziel war nicht die Ausbildung von Akademikern, sondern die Formung nützlicher und „niederer“ Arbeitskräfte, d.h. die völlige Assimilierung und die Einordnung in die unterste Ebene der kanadischen Gesellschaft.
    Kanada wollte diese Internate nicht selbst unterhalten, sondern bediente sich kirchlicher Einrichtungen. Kanada zahlte und die Kirchen bzw. Glaubensgemeinschaften (allen voran die katholische Kirche) übernahmen die Leitung der Internatsschulen. ( Quelle: ORF).
    Dennoch vermittelte der Film über den 83jährigen "Dancing Bear" Hoffnung und den Appell zusammen zu tanzen und in Frieden und gegenseitigem Respekt zu leben.
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  • Wolseley Swinging Bridge

    1. oktober 2025, Canada ⋅ ☀️ 23 °C

    (HD) Wir lesen von einer sehenswerten Hängebrücke im Örtchen Wolseley und biegen daher vom Canadian Highway 1 ab.
    1902 staute die Canadian Pacific Railway den durch den Ort fließenden Bach an, um ihre Dampflokomotiven mit Wasser zu versorgen. Das Gebiet wurde dadurch zu einer "Boomtown". 1905 wurde für 300 Dollar die erste Hängebrücke darüber gebaut, um die Häuser jenseits des Sees mit dem Zentrum zu verbinden. Die Brücke wurde 1954 von einem Zyklon vernichtet, aber 1964 wieder aufgebaut. Auch diese Brücke wurde 1991 bei Ausbaggerung des Sees beschädigt und abgerissen. 2004 wurde die 100 Meter lange Brücke für 250.000 Dollar überwiegend mit privaten Spenden wieder aufgebaut. Auf beiden Seiten gibt es Picknicktische, auf der gegenüber liegenden Seite steht das älteste Gerichtsgebäude Saskatchewan von 1905. Nun ja das älteste Gerichtsgebäude in Deutschland ist das Kammergericht Berlin aus dem Jahre 1468. Aber da Saskatchewan erst 1905 gegründet wurde, ist das schon beachtlich.
    Wir schauen uns noch das Rathaus an und dann geht es wieder ab auf den Highway 1.
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