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Balkantour

Pengembaraan 34hari oleh Stefan und Birgit on tour & Birgit und Stefa on Tour Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    20 Jun 2026

    Los geht's

    20 Jun, Jerman ⋅ ☀️ 32 °C

    Heute ging es gegen Mittag los. Unser Ziel, Albanien. Da aber wie immer der Weg das Ziel ist, geht's zunächst Richtung Wien und Budapest und dann über und durch das Balkangebirge. Und wie immer, kein genauer Plan, nichts vorgebucht und wo es uns gefällt bleiben wir halt etwas länger.
    Die erste Etappe führte uns nach Kelheim, wo wir Womo-Freunde trafen, die justament aus Albanien zurück sind und viel zu berichten wussten.
    Morgen fahren wir weiter bis Linz in Österreich.
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  • St. Martin-Karlsbach

    21–22 Jun, Austria ⋅ ☀️ 33 °C

    Wie vorgesehen starteten wir grobe Richtung Wien. Wegen einer Vollsperrung der A 3 zwischen Regensburg und Passau fuhren wir halt einen kleinen Umweg durch Niederbayern. Landshut, Pfaffenhofen, Bad Birnbach, schmale Kreisstraßen wechselten mit Bundesstraßen und eh man sich versah, Österreich.
    Die vorgesehene Kaffeepause an der Raststätte direkt hinter der Grenze ließen wir wegen 4,90 Euro, serviert im Pappbecher, ausfallen.
    Eine kleine Rundfahrt in Linz führte uns statt zu einem Stellplatz zu einem Parkhaus. 2 Meter Einfahrtshöhe etwas zu wenig. Ein weiterer Platz an der Donau lässt nur Tagesgäste halten.
    Bei mittlerweile ganztägig über 35 Grad ist es nicht verwunderlich, wenn sich ein Gewitter breit macht.
    So fuhren wir nach einer Halben beim Pizzabäcker an der Donau und einsetzendem Regen weiter Richtung Wien und landeten schließlich in St. Martin-Karlsbach. Ein kleines Dörfchen, das vier kostenlose Stellplätze offeriert, aber der Dorfwirt hat geschlossen, wie uns ein freundlicher Anrainer mitteilte.
    Und weil Reisen bekanntlich bildet, wissen wir nun, dass hier die einzige Glocke in Europa, vielleicht der ganzen Welt, mit Octavton aus dem Jahr 1200 hängt, die an christlichen Hochfesten auch noch zum Einsatz kommt.
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  • Wien

    22 Jun, Austria ⋅ ⛅ 31 °C

    Kurz nach Mittag kamen wir auf dem Reisemobil-Stellplatz Wien an. Derselbe Betreiber hat noch Stellplätze in Graz und Innsbruck. Auf letzterem waren wir letztes Jahr. Alles da, was der Womofahrer braucht und dazu picobello.
    Heute bleiben wir überwiegend auf dem Platz bis auf eine kleine Erkundungstour in der Nähe.
    Morgen und Mittwoch ist dann Stadtbesuch angesagt. Schaun ma mal.
    Nebenbei bemerkt in ganz Wien sind die Parkplätze sündhaft teuer und mit Übernachtung geht überhaupt nicht!
    PS: etwas gibt immer den Geist auf. Neue Wasserpumpe, als Ersatz vorsichtshalber immer dabei, eingebaut.
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  • Tour durch Wien

    23 Jun, Austria ⋅ ☁️ 30 °C

    Heute ging es ziemlich früh von der U-Bahn-Haltestelle ganz in der Nähe des Stellplatzes in die Innenstadt. Natürlich war der Stephansplatz mit dem gleichnamigen Dom erste Anlaufstelle.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Stephansdom
    Was die Touristen aus aller Welt bein Drängeln in die majestätische Kirche und auch deren Führer ganz offensichtlich nicht interessierte waren die profanen Dinge an der Außenmauer, links und rechts des Haupteinganges. Die links angebrachten Eisenstücke in der Größe einer Elle waren durch einen Bauvorhang verdeckt, aber das Zeichen "05" rechts des Eingangs deutlich zu sehen. Die 0 steht für O und die fünf für den fünften Buchstaben im Alphabet, E., zusammen OE. Es war das Zeichen der österreichischen Widerstandsbewegung in Zeiten des Nationalszialismus.
    Danach durch Graben zum Kornmarkt, zur Peterskirche, einem imposanten, barocken Bauwerk aus dem 18ten Jahrhundert.
    Zwischendrin alles, was man für Geld kaufen kann, Louis Vuitton, Chanel, Tods, Rolex Wiener Kleider- Hemden - und Uhrenmanufakturen etc.
    Weiter an der nächsten Kirche, Michaelskirche, in der ein gemischter Chor mit ihrem Dirigenten für die abendliche Diplomierung zum Chorleiter probte, vorbei zur Hofburg, weiter durch den Hofgarten zum Bundestag der Republik Österreich und dem Rathaus bis zum Café Landtmann, wo wir dann einen Einspänner und eine Wiener Melange zu uns nahmen. Vor dem Bier!
    Kurz in das daneben befindliche Burgtheater und dann zur Wiener Staatsoper.
    Nach so viel Bauwerken wandten wir uns dann mehr der Ess- und Trinkkultur zu.
    Bei Neni am Naschmarkt Trink- und im "Wiener Wiazhaus" Esskultur. Was muss, das muss; zwei Wiener Schnitzel!
    17 tausend Schritte.
    Der erste Tag Wien war erfolgreich.
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  • Wien im Touri-Modus

    24 Jun, Austria ⋅ ☀️ 32 °C

    Ganz entgegen unserer Gepflogenheiten machten wir uns heute auf Wunsch der Reiseleiterin zu allgemein bekannten Touri-Hotspots auf den Weg. Alles mit einer Tageskarte des hervorragenden ÖPNV-Systems für 10,20 Euro pro Person/24 Stunden.
    Erstes Ziel, Schloss Schönbrunn. Ein riesiges Schloss mit noch größeren Parkanlagen. Da wir schon die Innereien einiger Schlösser gesehen haben, begnügten wir uns mit 2,5 Stunden Spaziergang durch den Garten, ohne dass wir einen Weg zwei mal gegangen wären.
    Zweites Ziel, Hundertwasserhaus. Ein wirklich interessanter Bau über mehrere Etagen und mit mehreren Haus- und Wohnungsteilen. Natürlich auch mit einem Extra-Bau für Schnickschnack jeder Arten, aber auch Gezapftem. Bemerkenswert dass die Stadt Wien das Haus als sozialen Wohnungsbau hat herstellen lassen und es immer noch als solches führt.
    Drittes Ziel, Servitenviertel. Ein Wohnviertel, in dem es sich ganz offensichtlich gut zu leben lässt, mit hervorragend erhaltener alter Bausubstanz und gefühlt für jeden Bewohner ein "Beisl". Rumgelaufen und nach einiger Zeit wegen der hohen Temperatur, 38 Grad, eingekehrt und den Flüssigkeitshaushalt aufgefüllt.
    Was fehlt noch? Genau, ein Heurigenlokal! Also wieder in die Straßenbahn und zu einem der bekanntesten der Art, Meyer am Pfarrplatz. Eine Bretteljause und einen halben Liter Grüner Veltliner, den man sogar gut trinken konnte.
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  • Györ

    25 Jun, Hungary ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute ging es weiter in Richtung Budapest. Zunächst jedoch kurz nach Mittag nach Neusiedl am gleichnamigen See. Bis zum Hafen gefahren und den See sowie die umliegende Landschaft betrachtet. Einkehr im See Restaurant und dann weiter zur Tankstelle.
    Exkurs: in Ungarn wird der Treibstoff wie in Deutschland momentan staatlich subventioniert. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung. Während sich Deutschland sehr europakonform zeigt, siehe die Schlangen von französischen Tanktouristen an saarländischen Tankstellen, sind die Ungarn eher etwas zurückhaltend mit dem Europagedanken. Subventionierter Sprit nur mit ungarischen Kennzeichen.
    Wir fuhren weiter zu einem bei P4N angegeben Parkplatz in Györ, deutsch Raab, wo wir gegen 15.30 ankamen und mutterseelenallein waren.
    Noch zu einer im Internet viel gelobten Werkstatt, die sich vielleicht den Totalausfall von Klimaanlage und Gebläse im Ducato anschauen möge. Könne sie gerne machen, allerdings erst nächste Woche.
    So liefen wir dann eine Zeitlang durch die historische Altstadt, die zum Teil durch Bombenangriffe 1944 zerstört wurde. Alles in allem macht die Stadt einen aufgeräumten Eindruck. Neben einigen besonderen Punkten wie dem Kriegerdenkmal, der Annoncenuhr, der Kathedrale und der einige Straßenzüge umfassenden Fußgängerzone interessierte uns dann doch eine lustige Kneipe mit vielen jungen Leuten und gutem Bier.
    Bei der Rückkehr zum Stellplatz waren wir nicht mehr alleine. Eine größere Gruppe Italiener ist auf Heimreise vom Schwarzen Meer.
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  • Budapest muss warten

    26 Jun, Hungary ⋅ ☀️ 33 °C

    Wie vorgesehen machten wir uns heute Morgen, nicht allzu früh, auf den Weg nach Budapest. Die Klimaanlage, wie die gesamte Lüftung, verblieben im Dauerstreik, was die Temperatur im Fahrzeug trotz geöffneter Fenster, Cabrio Fever im Wohnmobil, unerträglich ansteigen ließ. Eigentlich kein Wunder bei fast 40 Grad.
    Nach etwa 40 Kilometer Autobahn zogen wir uns zur Beratung in eine wunderbar klimatisierte Raststätte zurück und kamen zu folgenden Entscheidungen:
    wir fahren an den Plattensee,
    wir suchen eine Werkstatt, die uns möglichst schnell weiter hilft
    in der Zwischenzeit besuchen wir einen Campingplatz am See und ruhen aus!
    Als mögliches Ziel haben wir uns Siofok, direkt am Plattensee ausgesucht, mit 25 tausend Einwohnern die größte Gemeinde am See.
    Erste Werkstatt, nach Internetwerbung arbeitet sie rund um die Uhr, 7 Tage die Woche, bot einen Termin zum Nachsehen für Montag in 8 Tagen an. Danke.
    Dann zu Fiat, eigentlich Fiat und was es sonst so alles gibt. Ein freundlicher Mitarbeiter rief einen Kollegen, der sich mal grob mit Handyübersetzung das Problem erklären ließ, ins Auto krabbelte, an der Lüftung rumfummelte, den Kopf schüttelte, was von Kollege sagte und mitsamt dem Womo in ein Werkstattgebäude verschwand.
    Dort wartete besagter Kollege, offensichtlich der Elektrospezialist, und machte sich ans Werk. Radio weg, Ablage weg, Kleinteile weg, aber gut sortiert auf den Sitz gelegt, mit Kopf kurzzeitig im entstandenen Loch verschwunden und mit einem kleinen Elektroverteiler mit 6 inneren Anschlüssen wieder aufgetaucht. Los marschiert und mit dem geöffneten Teil wieder zurück gekommen. Er zeigte mir das Teil, dem jeder Laie ansehen konnte, dass es zu nix mehr zu gebrauchen ist. Er meinte dann in ziemlich gutem Deutsch, dass mit dieser Anlage kein großer Staat mehr zu machen sei. Da wir ja wohl nicht lange bleiben wollten, habe er bereits veranlasst, dass alles, was repariert werden muss, bestellt wird. Kosten 25000 Forint. Rund 70 Euro, genau ein Viertel vom Kostenvorschlag des Betriebes meines Vertrauens als die Lüftung noch auf zwei von vier Stufen am Tag vor unserer Abfahrt lief und der Meister meinte, die halte noch einige Zeit.
    Langer Rede kurzer Sinn; morgen kommen die Teile an, am Montag gegen 10 Uhr ist Termin zum Einbau.
    Und so bleiben wir dann bis Montag auf einem sündhaft teuren Campingplatz in Siofok, lassen den Herrgott einen guten Mann sein und hoffen, dass es Montag weiter geht.
    Wohin genau werden wir dann festlegen.
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  • Nix

    27 Jun, Hungary ⋅ ☀️ 35 °C

    Heute mal so gut wie nichts gemacht. Gelesen, gechillt, etwas rumgelaufen und dann wieder zurück.
    Ein Erfrischungsversuch im Plattensee verlief kläglich. Wassertiefen nach hundert Metern etwa Kniehöhe, Wassertemperatur orientiert am Badewasser. Daher wohl die Bezeichnung "Ungarns Badesee".
    Am Nachmittag eine Einkehr mit zwei Bier und zwei Aperol und am Abend noch eine Sternenwanderung.
    Morgen geht's weiter bei so 38 Grad.
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  • Grenzwertig 🥵

    28 Jun, Hungary ⋅ ☀️ 35 °C

    Wie fast überall glüht auch hier die Sonne unerbärmlich. Dazu noch absolute Windstille.
    Aber, was soll's. Nur mit den allernotwendigsten Bewegungen mit mehreren Gießkannenfüllungen den Wassertank gefüllt. Eine Kanne zu 10 Liter in 50 Meter Entfernung auffüllen, ab in den Tank und etwas ruhen. Schön gemächlich 5 mal hintereinander und schon ist der Tank für die nächsten Tage gefüllt.
    Die Bluetti auf 100 Prozent aufgeladen.
    Trinkwasser besorgt. Gewaschen und getrocknet, gekocht, Rösti mit Gemüse und Omelett, das Wohnmobil wieder eingeräumt, die Markise eingeholt und ich vergaß fast; zwischendurch noch wie die letzten beiden Tage im Moby Dick eingekehrt.
    Und so ist jetzt alles bereit, um morgen zur Werkstatt und danach weiter nach Albanien zu starten.
    So Gott will!
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  • Auf nach Szeged

    29 Jun, Hungary ⋅ ☀️ 38 °C

    Kurz nach 10 Uhr waren wir in der Werkstatt und gegen 11. 00 Uhr starteten wir in Richtung Szeged, der Stadt die dem Szegedinger Gulasch den Namen gibt und nicht mehr weit vor der Grenze zu Serbien liegt.
    Wir fuhren fast 200 Kilometer durch eine Ebene, minimal bevölkert, landwirtschaftlich intensiv genutzt, die dem Auge weder nach rechts oder links irgendwie Einhalt bietet. Weites Land Ungarn. Die drei, vier Dörfchen, durch die uns der Weg führte, glichen sich in der Bebauung. Straße, links und rechts Wasserkanäle, momentan natürlich trocken, eineinhalbstöckige Häuser und direkt daran nach hinten angebaute Stallungen, die jetzt zu allem möglichen genutzt werden.
    In Barja einer putzigen Kleinstadt, machten wir eine Rast und füllten bei 39 Grad den Flüssigkeitshaushalt tatsächlich mit selbst hergestellter Limonade auf.
    In Szeged fanden wir einen "wilden" Campingplatz, bei dem allerdings nur der Platz selbst wild war.
    Die Klimaanlage lief wie am Schnürchen.
    Mit dem Bus ging es dann noch in die Stadt, ein kleiner Rundgang und ein ungarisch- italienisches Restaurant und bereits im Dunkeln zu Fuß an der Theiß vorbei zurück.
    Weil der angeblich sehenswerte Dom bereits geschlossen war, werden wir morgen eventuell wieder in der Stadt anhalten.
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  • Weiter nach Serbien

    30 Jun, Serbia ⋅ ☁️ 37 °C

    Gegen 11.00 Uhr sollte es los gehen. Erster Schreck: die gestern so gut funktionierende Klimaanlage wollte nicht auf den Stufen 1 bis 3 laufen, auf 4 prima.
    KI stellte fest, dass der Widerstand defekt ist, der ja auch nicht ausgetauscht wurde, aber gestern lief. Bei 39 Grad kein Spaß beim fahren. Also zu Fiat, die uns zu Bosch vermittelten, die wiederum zusagen um 13.00 Uhr mit der Reparatur zu beginnen und spätestens 16.00 sind sie fertig. Sie wollen auch nach dem Widerstand und dem Gebläse mit Motor sehen, weil jetzt wohl so langsam alle Tage was kaputt geht.
    Also mit Bus und Bahn in die Stadt und eine offene Kirche vorgefunden, deren Besichtigung sich auf jeden Fall lohnt. Vorher aber kurz noch in ein schattiges Straßencafé.
    Gegen 16.00 Uhr bei Bosch ein teuer repariertes Auto entgegengenommen und auf den Weg nach Novi Sad gemacht. In der Stadt fuhren wir vier P4N Plätze an, die alle total besetzt mit PKWs und wenig vertrauenerweckend wirkten. Jetzt stehen wir auf einem urigen Platz weiter weg und fahren morgen wieder ins "Athen Serbiens". Schauen ma mal, Zeit haben wir ja.
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  • Novi Sad

    1 Julai, Serbia ⋅ ☁️ 28 °C

    Von unserem rustikalen Stellplatz ging es in Richtung Novi Sad, wo wir neben einer Stadtbegehung auch eine serbische SIM-Karte erstehen wollten.
    Zwischendurch machten wir allerdings Station im Wein- und Kulturdorf Sremski Karlovci.
    Wein, weil an jeder Ecke ein Winzer zur Weinverkostung einlädt und auch einige Lokale denselben lobpreisen.
    Kultur, weil sich neben einem der ältesten Gymnasien Serbiens noch drei Kirchen unterschiedlicher Konfessionen und mehrere Museen befinden.
    Weiter in die zweitgrößte Stadt Serbiens. Wir haben schon viele Städte auf unseren Reisen kennengelernt. Aber eine Stadt in der man nach fast einstündiger Rundfahrt und Zuhilfenahme einschlägiger Apps und KI keinen Parkplatz für ein Wohnmobil findet noch nicht.
    Ziemlich außerhalb ergatterten wir dann auf dem Parkplatz eines Möbelhauses einen Platz und konnten in einem angrenzenden Café mit Internets Hilfe zwei Telefonanbieter finden, die wir dann auch mit Googlekarte und Navipunkt ansteuern konnten. Praktischerweise liegen sie nur hundert Meter auseinander. In einer engen Nebenstraße haben wir dann gegen jegliche Verkehrsregeln geparkt und nach einer längeren Wartezeit bei A1 sind wir seit etwa 16.00 Uhr wieder mit der Welt verbunden.
    Nix wie weg. Die Kleinstadt Ruma, nach einem Bier im Café mit Blick auf das Womo, bei Maps eingegeben und ab.
    Just als wir am Eingang zur Altstadt vorbei fuhren, ein Parkplatz in einer Nebenstraße. Kein großer, zwei normale hintereinander. Schnell hin, eingeparkt, Auto abgesperrt und noch in das alte Viertel, in dem neben der Kirche noch viele alte Häuser erhalten sind, meistens allerdings jetzt mit hochpreisigen Läden versehen.
    Danach über die Landstraße nach Ruma, wo wir jetzt mutterseelenallein auf einem Platz neben dem Friedhof stehen und übernachten wollen. Jedenfalls kann man davon ausgehen, dass aus dieser Richtung wenig Lärm zu erwarten ist.
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  • Ab nach Skopje

    2 Julai, Macedonia Utara ⋅ ☁️ 24 °C

    Unser heutiges Ziel war Vranje in Serbien, wo wir etwas durch die Stadt gehen und dann entweder dort auf einem Stellplatz bleiben oder noch ein paar Kilometer fahren wollten.
    Wie schon die Tage vorher, eigentlich ab dem Plattensee, fuhren wir durch eine flache Landschaft mit intensiver landwirtschaftlicher Nutzung.
    Die gängigen Getreidesorten, Raps, Mais und vor allem riesige Sonnenblumenfelder.
    In Vranje getankt, den Stellplatz an der Sporthalle aufgesucht und dann in die Stadt gestartet.
    Eine orthodoxe Kirche war geöffnet, ansonsten wirkte die Stadt hektisch und verlebt bis auf einige Sträßchen in einem Fußgängerbereich, in dem sich viele Jugendliche tummelten.
    Ein Bier und da es noch nicht 16.00 Uhr war, beschlossen wir bis Skopje durchzufahren. Dort hatten wir uns einen Campingplatz ausgesucht, den wir ohne Internet mit gespeicherter Route auch tatsächlich fanden.
    Der Platz mit dem Namen Camping Skopje besteht aus einem großen Garten in einer Vorstadt, den man nur durch eine schmale Durchfahrt zwischen den Wohnhäusern erreichen kann. Ein Womo geht immer noch unter und so stehen wir jetzt zwar etwas im Weg, aber morgen früh gibt's wieder Platz.
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  • Skopje

    3 Julai, Macedonia Utara ⋅ ⛅ 28 °C

    Gegen Mittag kam unser gestern vom Platzwart bestellter Taxifahrer und brachte uns über die rund 13 Kilometer direkt in die Stadtmitte. Diese liegt an der Alten Brücke aus dem 15ten Jahrhundert über den Fluß Vardar. Über die Brücke gelangten wir in den Altstadtbereich, der die Besucher mit dem bekannten, kolossalen Standbild Alexander des Großen empfängt. Der war schließlich auch Mazedonier, zwar schon lange her, aber was soll's.
    Wir liefen durch die meist ansehnlichen Straßen mit allerlei Einkaufsmöglickeiten und vielen Cafés und Restaurants. Eine orthodoxe Kirche konnten wir besuchen, ein Haus mit Erinnerungen an Mutter Therese betrachteten wir nur von außen genauso wie das Parlamentsgebäude und verschiedene Museen. Eins davon hat das Erdbeben von 1963 überstanden, allerdings ist die Uhr bei der Katastrophe stehen geblieben und erinnert heute noch an den Beginn des Bebens.
    Zurück über die Brücke zum Alten Bazar der Stadt, in dem noch heute Händler und Kaufleute aus den verschiedensten Balkanländern ihre Waren feilbieten, gelegentlich mit Chinaware gemischt.
    Die Stimmung erinnert an einen nordafrikanischen Soukh.
    Auch das Erinnerungszentrum für die Holocaust Opfer der Stadt und Region konnten wir aus Zeitgründe nicht besuchen. Die Skulptur mit den Kindern vor dem Haus erinnert an ähnliche, die wir in anderen Städten bereits mit der gleichen Intention gesehen haben.
    Und damit Alexander der Große nicht so alleine ist, steht auf dieser Flussseite das riesige Standbild von Philipp II. von Makedonien.
    Das Fort haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben.
    Und morgen früh werden wir gegen 05.00 Uhr wieder vom Muezzin geweckt, der sein lautsprecherbewehrtes Minarett zwei Grundstücke weiter aufgebaut hat.
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  • In den Bergen angekommen

    4 Julai, Macedonia Utara ⋅ ☀️ 25 °C

    Zunächst fuhren wir heute Morgen zur nur wenige Kilometer entfernten Matka Schlucht und dem gleichnamigen Stausee. Beides Naturdenkmäler. Dass sie zu den beliebtesten Ausflugszielen der Mazedonier gehören, konnten wir problemlos feststellen. Weit vor dem eigentlichen Parkplatz stellten wir den Carado ab und wanderten bis kurz hinter die Staumauer und ließen uns die Natur genauso gefallen wie den künstlichen See. Ansonsten alles so wie überall, Taxifahrer wollen uns partout fahren, Händler erklären ihre super tollen Waren als momentane Schnäppchen und statt Wurst gibt es Mais vom Grill.
    Danach fuhren wir weiter nach Ohrid, wo wir jetzt direkt am gleichnamigen See auf einem Stellplatz mit ordentlich Party drumherum stehen. Der See ist mit 1,5 bis 5 Mio Jahren der älteste in Europa, liegt rund 700 Meter über nN und ist 360 Quadratkilometer groß.
    Morgen werden wir dann der Stadt unsere Aufwartung machen.
    Ohrid gehört zu den ältesten Städten Europas. Als Stadt wurde sie bereits in der Antike erwähnt, war römische Handelsstation und im Mittelalter wichtiges Zentrum der slawischen Kultur.
    Auch heute kamen wir wieder an einer unendlich langen Autobahnbaustelle vorbei. Bei den letzten dieser Art sind uns asiatisch anmutende Arbeiter, vermutlich Ingenieure, aufgefallen. Heute wissen wir, dass Nordmazedonien, genauso wie Serbien, eine intensive Zusammenarbeit mit China im Bahn- und Straßenbau unterhalten. So ist nicht verwunderlich, dass dann auch unter den Brückenbauten gelegentlich "Power by China" zu lesen ist.
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  • Ohrid

    5 Julai, Macedonia Utara ⋅ ☀️ 24 °C

    Am frühen Nachmittag machten wir uns auf den Weg in das Zentrum der rund 2,5 km entfernten Stadt Ohrid und dort wieder zunächst zum Alten Bazar, ähnlich dem in Skopje, halt entsprechend kleiner. Dort schauten wir zunächst in die vor rund 500 Jahren erbaute Ali-Pascha-Moschee, die man auch als Nicht-Muselmane besuchen darf.
    Ein paar Meter weiter, direkt neben der angeblich um das Jahr 1000 vom hl. Kliment gepflanzten Platane kehrten wir ein, um danach den Berg Richtung Burg und alter Altstadt, hat nix mit Bazar zu tun, hoch zu laufen.
    Auf dem Weg warfen wir einen Blick in die orthodoxe Heilige Mutter Gottes Kirche, um dann weiter nach Passieren des oberen Stadt-Tores das Alte mazedonische Theater anzusteuern, ein klassisches griechisches Amphitheater aus etwa 200 vor Christus, das noch heute für Veranstaltungen genutzt wird.
    Danach kamen wir zum Weltkulturerbe Sophienkirchen, Sveti Sofija. Sie gehört zu den historisch und architektonisch bedeutendsten Bauwerken im Balkan. Sie wurde in der ersten Hälfte des 11 Jahrhunderts erbaut und später erweitert. Im Innern sind heute noch Fresken aus dem 11. Jahrhundert gut erhalten. Warum ein Steinway-Flügel in der alten Kirche steht, fanden wir etwas seltsam. Aber wer fragt gewinnt; wegen der hervorragenden Akustik im alten Gemäuer finden regelmäßig Konzerte statt.
    Von dort ging es runter an den See und zur Kirche des hl. Johann von Kabeo. Nichts besonderes, halt eine kleine, im typischen Stil gebaute orthodoxe Kreuzkirche mit alten Fresken an den Wänden. Der Standort auf dem Felsenvorsprung hat allerdings etwas mystisches, ruhig und irgendwie majestätisch thront das Kirchlein über dem See.
    Genug des Laufens, der vielen alten Häuser und Kirchen sowie belebten Gassen ließen wir uns -oh Schande- bei einem Italiener mit dem bezeichnenden Namen Cosa Nostra zur Pizza nieder und liefen dann so gestärkt den Weg wieder zurück.
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  • Kreis Berat in Albanien

    6 Julai, Albania ⋅ ☀️ 31 °C

    Heute ging es dann schon gegen 11.00 Uhr los in Richtung Albanien. Noch ein mal getankt und über die Landstraße zum Zoll, wo wir a) mal zwanzig Minuten warteten und b) direkt dahinter eine Vodafone Tourist Sim Karte für den ganzen Balkan erstanden.
    Hinter der Grenze ging es zunächst mehrere Kilometer bergab, ziemlich steil, und im ersten Dörfchen, das wir erreichten, war offensichtlich der zentrale Auto Waschsalon für Albanien. An jeder freien Stelle neben der Straße speiten Wasserfontänen unterschiedlicher Dicke in die Luft und an einigen standen eingeschäumte Autos oder mit Hochdruckreinigern hantierende Menschen. Geschätzt 40 bis 50 Lavazahs auf einen Kilometer.
    Im weiteren Verlauf der Straße Richtung Tirana würden wir dann Zeitzeugen des Autobahnausbaus. Teilweise wurden Steinbrüche in die Natur getrieben, von denen Lkw nach Lkw große, kleinere und riesengroße Steine zu Baustellen transportierten, die sichtbar keinerlei Systematik folgten. Mal Straßenbau von Untergrund bis zu Teerschicht, mal unübersichtliche Abtragungs- oder Auffüllarbeiten, mal einen Brückenbau und mal eine fertige Autobahn. So ging das dann in gemächlicher Fahrweise über rund 40 Kilometer. Es passiert was in Albanien.
    Gegen 15.00 Uhr erreichten wir dann unser Ziel.
    Berat, Stadt der tausend Fenster und Weltkulturerbe, wie Ohrid gestern.
    Die Stadt ist an einem Berg gebaut und als erhaltenswertes Beispiel ottomanischer Bauweise und der Koexistenz verschiedener Kulturen besonders geschützt, weswegen es auch strenge Neubauverbote gibt, die, wie soll es auch anders sein, nicht auf ungeteilte Zustimmung stoßen.
    Auf einem bewachten Bus Parkplatz ließen wir uns für 10 Euro nieder und liefen zunächst die 2 Kilometer, anfangs durch steile und maximal enge Sträßchen mit Feldsteinbelag zum Ortsteil in der ehemaligen Burganlage.
    Die ganze Altstadt besteht aus engsten, steilen und verwinkeltsten Gassen.
    Nachmittags waren wir noch fast alleine unterwegs, was sich aber zum Einbruch der Dunkelheit massiv ändern sollte.
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  • Auf in den Süden

    7 Julai, Albania ⋅ ☀️ 31 °C

    Auf klare Anweisungen der Reiseleiterin starteten wir heute in den Süden Albaniens, genauer nach Ksamil, fast der letzten Stadt im Lande, einige Kilometer von der griechischen Insel Korfu entfernt.
    Aber natürlich nicht direkten Weges, nein zuerst über den Llogara-Pass zum dortigen Aussichtspunkt.
    Der erste Teil, bis etwa Fier, führte uns über eine gut ausgebaute Landstraße, meist mit großen Oleanderbäumen gesäumt.
    Danach eine Autobahn und dann der wirkliche Hit, eine Küstenstraße wie aus dem Bilderbuch.
    "Die albanische Küstenstraße (Teil der Nationalstraße SH8) erstreckt sich als spektakuläre Panoramaroute von Vlorë nach Sarandë. Sie führt über den 1.027 Meter hohen Llogara-Pass und vorbei an der „Albanischen Riviera“ mit ihren malerischen Bergdörfern und Traumstränden. Die reine Fahrzeit für die rund 120 Kilometer beträgt 3 bis 4 Stunden." So weit KI, wir benötigten die 4.
    Die Aussicht auf dem Pass ist phänomenal.
    Wir sind auf unseren Reisen schon viele Kurven gefahren. Diese Straße übertrifft alles!
    Ksamil selbst ist eine Touristenhochburg, die den Vergleich zu anderen europäischen Touristenzentren nicht scheuen muss, was allerdings, auch berechtigt, nicht jedermann gefällt.
    Angeblich versucht auch die Regierung Auswüchse baulicher Art zu verhindern. Hoffen wir mal, dass es nützt.
    Noch am Rande; seit etwa Serbien begleiten uns Tag und Nacht die Grillen mit ihrem unermüdlichen Zirpen.
    Jedenfalls trifft die weibliche Logik den Kern. Jetzt können wir gemütlich die Rückreise antreten und noch die Dinge links und rechts ansehen, die uns noch einfallen. 18 Tage bleiben nur noch.
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  • Halli-Galli in Ksamil

    8 Julai, Albania ⋅ ☀️ 30 °C

    Den Morgen verbrachten wir anlassbezogen sehr gemütlich mit einem ausgedehnten Frühstück, ausnahmsweise mit Rührei und etwas Obst.
    Gegen 14 hr bewegten wir uns mal Richtung Strand, direkt in der Nähe unseres Campingplatzes und dort directement in eine von einigen jungen Leuten betriebene Strandbar. Hätten wir uns besser erspart. Apérol Spritz war etwas Apérol mit Wasser und viiiiiel Eis, am Bier konnten sie außer am Zapfen nicht viel falsch machen. Dafür verlangten sie allerdings Preise wie die Weltmeister.
    Gegen frühen Abend ging es dann in Richtung bestes traditionelles Restaurant in Ksamil, so zumindest die Empfehlung der Platzchefin.
    Nochmal vorbei an den zahlreichen Bars, Cafés und Restaurants am Strand, die sich langsam füllten. Der Betrieb war ordentlich für Mitte der Woche.
    Das Restaurant "Museum" war dann wirklich gut, vom Ambiente über den Service bis zum Essen, eine traditionelle albanische Fleischplatte mit allem, was man sich so vorstellen kann. Geplant sind diese Platten angeblich für zwei, satt werden bestimmt vier!
    Der Hauswein war trinkbar und der Dijestiv, Pflaumenschnaps und Weintrester, ebenso.
    Das Lokal ist absolut empfehlenswert.
    Der Heimweg führte uns dann durch Ksamils buntes Treiben, Discomusik im Trommelfell gefährdenden Bereich, Lichtgeblinke an allen Ecken und Enden und in jedem noch so dunklen Eckchen noch ein Souvenir- oder sonstiges lädchen.
    Morgen geht's weiter in die Berge.
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  • Durch die Schluchten des Balkan

    9 Julai, Albania ⋅ ⛅ 31 °C

    Gjirokaster heißt unser heutiges Ziel. Eine Stadt im Gebirge, deren Altstadt zum Weltkulturerbe gehört.
    Zunächst machten wir allerdings am bekannten Touristenhotspot "Blue Eye", albanisch "Syri i Kaltër" einen Besichtigungsstop. Parkten den Carado für 8 Euro und liefen dann mit ganzen Heerscharen über einen prima ausgebauten Weg zur Quelle, mit einer Förderung von 6 bis 9 tausend Litern Wasser pro Sekunde ist sie die stärkste Quelle Albaniens. Das austretende Wasser bildet sofort einen starken Fluss, der kurz nach dem Austritt einen See speist
    Danach ging es weiter über die gewohnt engen und extrem kurvigen Straßen, die im Wesentlichen von deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg gebaut wurde.
    Gjirokastra (auch Gjirokastër) ist ein UNESCO-Weltkulturerbe in Südalbanien. Die „Stadt der Steine“ ist berühmt für ihre osmanische Architektur, schiefergedeckte Steinhäuser und das verwinkelte Kopfsteinpflaster. Wahrzeichen ist die hoch über der Stadt thronende Burg, die ein Waffenmuseum und fantastische Aussichten bietet.
    So weit KI. Dass der Weg von unserem Stellplatz im Tal bis zur Burg rund 2,5 Kilometer lang ist und nur aus Steigungen besteht, hat sie nicht berichtet. Jedenfalls haben wir die Burg, einen alten Stollen und die Altstadt mit ihren markanten Häusern besichtigt, sind durch die engen Gässchen geschlendert und haben auch den Flüssigkeitshaushalt aufgefüllt.
    Morgen schaun ma mal.
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  • Himarë

    10 Julai, Albania ⋅ ☀️ 27 °C

    "Ein Tag Ruhe und Strand muss drin sein. Wir fahren nach Himarë, das ist nicht weit."
    Tatsächlich; Luftlinie kaum der Rede wert. Allerdings setzen jahrzehntelange Abschottung und Mangelwirtschaft etwas, aber umso mehr die Topographie, dem Straßenbau Grenzen.
    Und so ging es dann über die gut ausgebaute, aber sehr kurvige Landstraße zunächst zurück und dann wie auf der ursprünglichen Hinroute zurück bis Himarë und dort auf den Campingplatz Moskato, nur durch die Straße vom Strand getrennt.
    Vorher legten wir an der Burg Porto Palermo einen Zwischenstopp ein. Stefan besichtigt für 3 Euro die gut erhaltene Burg aus dem 19ten Jahrhundert, Birgit badet die Füße im kristallklaren Wasser.
    Eine Wanderung über den Strand, vorbei an einigen Mittelklasse- aber auch Luxushotels.
    Der "Strandtag" endete mit einem prima Fischgericht im ausgezeichneten Restaurant des Campingplatzes und dem WM Spiel Spanien gegen Belgien.
    Morgen wird dann noch ein Strand angefahren. Wir wissen nur noch nicht wo.
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  • Strandtag zwei

    11 Julai, Albania ⋅ ☀️ 29 °C

    Weil der Strandtag nicht so richtig war, sind wir heute späten Morgens los zu einem weiteren Stellplatz am Meer.
    Und den haben wir auch gefunden, direkt in erster Reihe. Eine allgemeine Bemerkung zu Wochenende in Albanien; samstags zieht es offensichtlich alle Landsleute und deren Besucher ans Meer. Jedenfalls waren die Straßen alle ordentlich ausgelastet und je enger, desto mehr Autos .
    Den Strand haben wir ein Mal abgelaufen, eingekauft, abends erstmals den neuen Grill angeworfen und den Tag mit Bier und Rummikup ausklingen lassen.
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  • Tag mit etwas Pech

    12 Julai, Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    Durrës war das Ziel des heutigen Tages, eine größere Stadt mit viel Geschichte.
    Nun muss man wissen, Albanien hat etwas mehr als 2,3 Mio Einwohner. Die sind vermutlich alle verpflichtet, Samstag und Sonntag an die Küste zu kommen.
    Aber von vorne.
    Los ging es schon früh über die Küstenstraße, durchschnittliche Geschwindigkeit ca. 20 km/h, Straßen eng und total überlastet, Baustelle an Baustelle, aber tolle Landschaft.
    So kamen wir dann an unserem ersten Etappenziel, dem alten Kloster St. Mary's Monastery, malerisch auf einer kleinen Insel gelegen an. Der Weg führte die letzten Kilometer durch einen Wald, die Wege teilweise nur einspurig befahrbar. Aber, ein Klosterchen, das man sich ansehen kann, in traumhafter Lage.
    Zurück dachte dann ein entgegenkommender Fahrer, er müsse kurz vor uns etwas in die Straßenmitte ziehen. Mein notwendiges, kurzes Ausweichmanöver krachte dann mittig Markise an einen Baum, der leider so in Höhe 2,8 Meter eine Knick in Richtung Fahrbahn machte. Etwas Schwund ist eben immer.
    Unseren Versuch, in Durrës einen Parkplatz zu ergattern, gaben wir auf und die Reiseleiterin hatte auch schnell ein weiteres Ziel parat. Ein Stellplatz in Richtung Shkotra, unserem nächsten Ziel, idyllisch und direkt am Meer.
    Die letzten Kilometer der Anfahrt erinnerten den Carado und seinen Fahrer an die schlechtesten Straßen in Afrika. Aber nix da, der Strand verspricht Ruhe und Gelassenheit.
    Am angegebenen Punkt angelangt, "Sie haben Ihr Ziel erreicht", standen wir vor einer Discobude, einem wunderschönen Sandstrand mit hunderten Liegen und Sonnenschirmen. Ein freundlicher Mitarbeiter des Strandlokals erklärte uns dann, wir sollten den Carado auf die Seite fahren und dort könnten wir stehen so lange wir wollten. Wir fuhren auf die Seite und der anscheinend feste Sandboden erwies sich als mit Sand überzogener Schlick. Ergebnis, festgefahren.
    Mit der kleinen, für Marokko von der Reiseleiterin angeschafften Schaufel und drei herbei gerufenen Kollegen ging es wieder rückwärts auf festen Boden.
    Noch einige Kaltgetränke und Fisch zum Abendessen . Das im Naturschutzgebiet liegende Restaurant war lediglich über einen Holzsteg erreichbar. Morgen geht's weiter nach Shkotra.
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  • Schlaglöcher, Umleitung, Umweg und Stau

    13 Julai, Albania ⋅ 🌙 24 °C

    Shkotra oder Schodër, war das Ziel des heutigen Tages. Laut Maps in etwa 2 Stunden zu erreichen. Durch einen vermutlichen Eingabefehler machten wir zunächst mal einen Umweg, danach fuhren wir über einen vierspurigen Abschnitt, der nur noch von Schlaglöchern zusammengehalten wurde, eine Baustelle mit ewigem Stau führte uns dann auf verschlungenen Pfaden endlich bis zum Ziel, einem kleinen Campingplatz im Garten unter Olivenbäumen.
    Im nahen Market Wasser und Lebensmittel aufgefüllt, etwas geruht und dann den neuen Grill, ein Meisterwerk der Technik, angezündet.
    Später zur Besichtigung der Altstadt aufgebrochen, Moschee, orthodoxe Kirche und rk Kirche friedlich nebeneinander, eine kath. Kathedrale, ein Theater, ein altes Rathaus und hunderte Restaurants, die auch alle gut besucht waren.
    Am Stadteingang begrüßte uns ein martialisches Denkmal, wie in fast jeder größeren Stadt eins an den Widerstand gegen die Nazis erinnert.
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  • Kotor

    14 Julai, Montenegro ⋅ ☀️ 27 °C

    Unser heutiges Ziel, Kotor, eine der ältesten Städte im Balkan, heute natürlich Weltkulturerbe, erreichten wir nach einer Berg- und Talfahrt mit Blicken auf hohe Berge und tiefe Schluchten sowie über die ständig wechselnde Küste.
    Diesel für 1,58 Euro getankt, aber für einen Stellplatz am Ufer dann 40 Euro.
    Die Stadt selbst ist jedenfalls einen Besuch wert, engste Gässchen winden sich in den Berg, Häuser aus dem 15ten, 16ten Jahrhundert, viele Restaurants und leider auch Kreuzfahrtschiffe.
    Morgen geht's Richtung Kroatien.
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