Japan
Fukuromachi

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11 travelers at this place:

  • Day192

    Hiroshima

    February 8 in Japan ⋅ ⛅ 8 °C

    Die erste Nacht in unserem Ryokan-Zimmer haben wir gut überstanden. Die Klimaanlage hat uns ordentlich eingeheizt und das Körner-Kopfkissen war bequemer als angenommen. Für den ersten Tag in Hiroshima haben wir uns aufgrund der Wetterprognose für einen Ausflug nach Miyajima entschieden. Das ist eine heilige Insel, auch Insel der Götter genannt, die etwas außerhalb liegt. Da die Insel früher Götterland war, durfte sie nicht bebaut werden und so wurde ein schwimmender Tempel und ein schwimmendes Eingangstor (Torii) errichtet. Der Tempel ist so angelegt, dass er bei Sturmfluten aufschwimmt und seit der Errichtung ist der Hauptschrein noch nie vom Meerwasser berührt worden. Bei Ebbe zieht sich das Wasser soweit zurück, dass das Eingangstor auf dem Grund steht und man zu Fuß bis dahin gehen kann. Wir besichtigten den Tempel und die umliegenden Anlagen ausgiebig bevor wir ein bisschen ratlos waren, was wir mit dem restlichen Tag anstellen sollten. Dann entschlossen wir uns jedoch noch den Daishoin-Tempel zu besichtigen und bis zum Gipfel des Mount Misen hinauf zu gehen. Im Daishoin-Tempel lagen vor dem Altar eine Menge Räucherkerzen und richtige Kerzen auf die Wünsche geschrieben waren. Wir entschlossen uns auch eine Kerze anzuzünden und schrieben alle unsere Wünsche darauf. Im Nachhinein waren wir uns etwas unsicher ob das so funktioniert oder ob wir die Götter mit unserem Minimalismus verärgern würden (wir hoffen einfach das beste für die Zukunft). Der Aufstieg dauerte rund 1,5 Stunden und wenn es nicht ganz so diesig gewesen wäre, hätten wir noch eine bessere Sicht auf die umliegenden Inseln gehabt. Mittlerweile war es Nachmittag geworden und mich plagte schon seit dem Aufstieg der Hunger. Der Abstieg dauerte auch wieder 90 Minuten und zur Belohnung gönnten wir uns im Ort eine kleine Snack-Tour. Wir probierten gefüllte Waffeln am Spieß, ein Sandwich mit gebratenem Kürbis und Hefeknödel mit Fleischfüllung. Glücklich und satt schlenderten wir zurück zur Fähre und traten die Heimreise an.
    Eigentlich hatte ich keine Lust nach dem Besuch im Museum zum Amerikanischen-/Vietnamkrieg schon wieder über so ein ernstes Thema zu schreiben, aber ein Besuch in Hiroshima setzt voraus, dass man sich auch mit dem zweiten Weltkrieg und dem Atombomben-Abwurf über der Stadt beschäftigt. Doch vorher machten wir noch einen Abstecher zum Mazda Stammwerk, welches am Stadtrand liegt. Auf der 90-Minütigen Tour wurden wir mit ein paar interessanten Fakten versorgt. So ist die größte Entfernung auf dem Gelände etwa 7 km und führt über eine rund 500m lange Autobrücke, welche die beiden Grundstücke verbindet und bei der Fertigstellung zu den größten Brücken in Unternehmensbesitz zählte. Mazda war auch die erste japanische Automarke (bis 2018, Toyota), welche beim 24h-Rennen in Le Mans einen Sieg einfahren konnte (1991, 3 Wagen unter den Top 10). Dabei war im Mazda 787B ein 4-Scheiben Wankelmotor mit 700 PS verbaut, der einzige bisher der einen Sieg in Le Mans einfahren konnte. Vermutlich auch deshalb weil die FIA ab 1992 das Reglement änderte und Wankelmotoren nicht mehr zugelassen waren.
    Anschließend machten wir uns auf den Weg in die Innenstadt von Hiroshima und steuerten als erstes den A-Bomb Dome an. Die (gut gepflegte) Ruine steht als erschütterndes Mahnmal inmitten eines neu entwickelten Stadtviertels und wenn zu dieser Jahreszeit viele Bäume ringsum kahl und grau sind wirkt die Silhouette nur noch eindringlicher. Auf dem Weg zum Friedensmuseum besichtigten wir noch Friedensdenkmäler von Schülern und Studenten. Das Museum an sich wurde gerade zum Teil renoviert aber die ständige Ausstellung war begehbar und sehr modern eingerichtet. Es gab viele Bilder und Texte, davon das meiste digital und mehrsprachig. Außerdem gab es mehrere Animationen, die unter anderem den Ablauf der Explosion der Atombombe sowie die Auswirkungen von Hitze und Druckwelle auf die Stadt und die Menschen darstellte. Es wurde der Werdegang von den ersten Forschungen bis hin zum Abschussbefehl aufgezeigt, wobei unter anderem auch mehrere Ziele in Japan zur Auswahl standen, wo vor allem die geographischen Eigenschaften sowie der Einfluss auf die Bevölkerung betrachtet wurden. Angeblich wurde die alte (und kulturelle) Hauptstadt Kyoto verschont, da ein General persönliches Gefallen an der Stadt gefunden hatte. In einem nacherzählten Zeitzeugenbericht erfuhren wir, dass viele Menschen im ersten Augenblick nach der Explosion gar nicht begriffen, dass gerade die komplette Stadt zerstört wurde. Viele dachten, dass nur ihr Haus oder ihr Viertel von einer Bombe getroffen worden war. Am Tag der Explosion war das Stadtbild vor allem durch Menschen geprägt, die wie Zombies durch die Trümmer wanderten. Durch die Explosion sind mit einem Schlag 80-100.000 Menschen gestorben und in den folgenden 3 Monaten weitere 140.000 an den Folgen der Explosion und der radioaktiven Strahlung. Auch jetzt gibt es noch viele Menschen, die an den Spätfolgen der Strahlung leiden. Das U.S.-Militär gibt als Grund für den Einsatz an, dass eine Demoralisierung Japans und damit eine Kapitulation erzwungen werden sollte, um den Krieg schnellstmöglich zu beenden. Dadurch sollten auch die enormen Forschungs- und Entwicklungskosten gegenüber der amerikanischen Bevölkerung gerechtfertigt werden. Außerdem erhoffte man sich, somit den Einfluss der Sowjetunion zu verhindern. Der Pilot des B2-Bombers, der die Bombe abwarf, war bis zuletzt von der Richtigkeit seines Handelns überzeugt und der Meinung dadurch vielen Menschen, die sonst in einem Krieg gegeneinander hätten kämpfen müssen, das Leben gerettet zu haben.
    Für mich persönlich bleibt der Einsatz generell und insbesondere in Hiroshima und Nagasaki höchst fraglich. Ein zweites Mal in kurzer Zeit hat man hier den Eindruck das Kriegsschauplätze genutzt werden um Massenvernichtungswaffen in einem realen Umfeld zu testen. Auch hier greift das Prinzip „Too Big to fail“ - ein Staat der mächtig genug ist, kann sich jedweder Mittel und Kriegsverbrechen bedienen ohne ernsthafte Konsequenzen durch die Staatengemeinschaft zu fürchten. Es bleibt die Hoffnung, dass gerade jetzt wo ein neues Wettrüsten nicht nur zwischen Russland und den USA bevorsteht doch noch der Gedanke an das Fortbestehen der Menschheit siegt und alle nuklearen Waffen konsequent vernichtet werden.
    Konrad
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  • Day70

    Hiroshima 1 - Der Peace Memorial Park

    April 7 in Japan ⋅ ⛅ 14 °C

    Da sich mein Hostel nur ein paar hundert Meter entfernt vom Peace Memorial Park befindet, war das heute natürlich mein erstes Ziel.
    Der Park wurde als Gedänkstätte des Atombombenangriffs angelegt und in ihm befinden sich mehrere Denkmäler, die Nationale Friedensgedächtnishalle und das Friedensgedächtnismuseum.
    In dem Museum wird die Geschichte der Stadt erklärt und der Atombombenangriff detailliert dargestellt. Es war interessant und bedrückend, sich die Videos mit den Berichten der (wenigen) Überlebenden anzusehen. Vor allem aber ist es für mich nicht zu begreifen, dass Menschen anderen Menschen so etwas antun.
    140.000 Menschen sind in Hiroshima durch die Atombombe gestorben und die Überlebenden kämpfen noch heute mit den Folgen.
    Der Park ist wirklich schön gestaltet und strahlt tatsächlich eine sehr ruhige und friedliche Atmosphäre aus.
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  • Day31

    Kyoto

    May 13, 2018 in Japan ⋅ 🌧 17 °C

    Kyoto vereint Tradition und Moderne. Wir wohnen in einem 179 jährigen Ryokan. 5 Gehminuten vom Kyoto-Tower und der unglaublichen Bahnhofshalle. Der Eigentümer selbst kocht für seine Gäste ein traditionelles 8 Gang Menue. Der Kaiserpalast und die unglaublich vielen Schreine sowie der Mount Ikari laden zum spazieren und verweilen ein.Read more

  • Day36

    Hiroshima - 18.05.2018

    May 18, 2018 in Japan ⋅ ⛅ 24 °C

    Hiroshima am 6. August 1945 08:15 und 73 Jahre später. Eine junge, pulsierende Stadt mit Baren, Cafés, Restaurants und Einkaufsläden.

  • Day7

    Hiroshima

    June 10, 2018 in Japan ⋅ ⛅ 20 °C

    Today was a very eye opening day - with our first stop in Hiroshima / Peace Park. We we able to walk the site where the Atomic Bomb went off on August 6, 1945. There is a center / museum that we walked through that was so somber. I had no idea the impact the the bomb Haden this city and the amount of lives lost. What an experience to share with my daughters. A memory we will her forever.

    After Peace Park - we drove over to the ferry to Migiyashi Island. There was another temple there - that we were able to walk through and experience. Today Yuki’s Family joined us as they live in Hiroshima and her mom works on the island. It was truly a pleasure to enjoy the beautifulness - with them. On the island - there’s an abundance of deer that are so friendly ... and of course looking for food - they will eat any thing! I had so much fun with them !

    After our site seeing day - we went to Yakinuki / Korean BBQ ... and ate and laughed the night away ! It really could not have been a more perfect day❣️
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  • Day67

    Hiroshima - Miyajima

    October 22, 2018 in Japan ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir haben 2006 alle geschichtsträchtigen Orte in Hiroshima besucht - deshalb fahren wir heute ganz entspannt nochmal auf Miyajima, der Insel mit dem berühmten Tori.
    Abends essen wir in einem kürzlich eröffneten Restaurant Tempura an der Theke und versuchen uns neben Sake auch an Shochu, einem Schnaps, in unserem Fall aus Süßkartoffeln.
    Wir sind immer wieder beeindruckt, wieviele Restaurants und Imbissläden es in den größeren Städten gibt - und in jedem Lokal gibt es üblicherweise nur eine Art von Essen, also Ramen, Udon oder Soba, Yakitori, Tempura, Fleisch (aber eben nicht als Spieß), Fisch, Meeresfrüchte, Sushi, Sashimi, ..., oder wie gestern bei uns Okonomiyaki (gegrillte Nudeln mit verschiedensten Beilagen). Und Austern essen wir hier in Hiroshima auch (werden hier gegrillt oder gedünstet), Hiroshima ist berühmt für seine Austern.
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  • Day66

    Matsuyama-Hiroshima (100, ges. 15.170km)

    October 21, 2018 in Japan ⋅ 🌙 15 °C

    Heute geht‘s auf den Burgberg zur schwarzen Burg von Matsuyama, einem beeindruckenden Gebäudeensemble vom Anfang des 17. Jahrhunderts.
    Im Park unterhalb der Burg findet gerade der 11. Ramenwettbewerb statt und wir essen daher gleich eine schmackhafte Nudelsuppe. Ob es die Siegersuppe ist?
    Die Fährfahrt nach Hiroshima führt uns durch Ondo-no-Seto, eine sehr enge Meerenge in der Inlandsee.Read more

  • Day12

    Hiroshima - Tag 1

    May 4 in Japan ⋅ ⛅ 23 °C

    Die letzten Tagen waren anstrengend, also beschlossen wir auszuschlafen und den Tag ruhig anzugehen. Am Morgen gingen wir los Richtung Friedensdenkmal. Dabei bemerkten wir, dass in Hiroshima zur Zeit das Flower Festival statt findet. Am Mittag war ich super glücklich, da wir Okonomyaki essen waren, mein japanisches Lieblingsessen! Am Nachmittag schauten wir uns noch das Friedensmuseum an und bummelten etwas in der Shopping-Meile umher. Am Abend genossen wir die Live-Unterhaltung von verschiedenen KünstlernInnen.

    The last few days were exhausting, so we decided to sleep in and to start the day calmly. In the morning we went to the freedom park of Hiroshima. There we noticed that there is a flower festival at the moment in Hiroshima. During lunch I was super happy because we were eating my favorit japanese food: Okonomyaki! In the afternoon we visited the freedom museun and went for shopping in the strip mall of Hiroshima. In the evening we enjoyed the live act of various artists.
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You might also know this place by the following names:

Fukuromachi, 袋町

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