Hanoi
October 6, 2016 in Vietnam ⋅ ☀️ 33 °C
Unsere Reise begannen wir in Hanoi. Unser Freund Martin, der ein Sprach- und Kulturstudium in Hanoi absolviert und bereits zwei Jahre hier lebt, holte uns am Flughafen ab. Die 40-minütige Bustour in die Innenstadt war mit 8.000 Dong (umgerechnet 0,30€) sehr preiswert und ein wahres Erlebnis zugleich, da wir zur Rush Hour ankamen.
In Martins Wohnung lernten wir direkt Elsie und Chris aus Singapur kennen, die wir voraussichtlich auf unserer Weiterreise nach Singapur erneut treffen werden. Die beiden sind für ein Filmprojekt nach Vietnam gekommen und wurden von Martin tatkräftig unterstützt.
Die Großstadt mit rund 7 Mio. Einwohnern bietet unzählige Straßenküchen, Märkte, Hochhäuser und Sehenswürdigkeiten.
Martin nahm sich viel Zeit für uns und führte uns durch die Stadt. Er erklärte uns sehr geduldig alle "merkwürdigen" Verhaltensweisen, kulturelle Hintergründe und Lebensweisen der Vietnamesen. Das waren für unser Verständnis für Land & Leute sehr wertvolle Einblicke!
Da wir viel mit Martin unternehmen und seine Umgebung kennenlernen wollten, blieben wir mit 8 Tagen für Traveller verhältnismäßig lange in Hanoi.Read more
Hòa Bình
October 6, 2016 in Vietnam ⋅ ☁️ 23 °C
Gleich am ersten Tag durften wir zusammen mit Martin und einem Filmteam nach Hoa Binh fahren. Dort sollte ein Interview mit einem Bewohner einer ethnischen Minderheit für einen Dokumentarfilm über Vietnam durchgeführt werden. Dieser Tag war sehr spannend, auch wenn man die teilweise krasse Armut hier zum ersten Mal direkt vor Augen hatte. Die Armut geht sogar soweit, dass Menschen - wie der Familienvater Thinh, mit dem das Interview durchgeführt wurde -überlegen, sich aus finanzieller Not das Leben zu nehmen, indem sie mit dem Roller in ein entgegen kommendes Auto fahren. Denn nach vietnamesischem Recht trägt der Autofahrer immer die Schuld an einem Unfall. Thinhs Familie hätte in diesem Fall eine hohe Summe Schmerzensgeld erhalten, was die finanzielle Not hätte lindern sollen. Zum Glück hat er sich dagegen entschieden.
Trotz der Armut war die Familie extrem gastfreundlich und freute sich sehr auch uns als Gast bei sich begrüßen zu dürfen.Read more

Jan und Madita
Chris aus Singapur. Zusammen mit seiner Frau Elsie zeichnete er Interviews und Footagematerial auf.
Ha Long Bay
October 11, 2016 in Vietnam ⋅ ☀️ 18 °C
Wir buchten eine 2-Tage-Tour zur Ha Long Bay mit einer Übernachtung auf einem Boot in der Bucht. Mit einem Kleinbus fuhren wir etwa 4 Stunden bis zum Hafen, wo wir auf das Boot stiegen. Merkt man an, dass es eigentlich bis dort nur 170km sind, bekommt man eine ungefähre Ahnung, wie komfortabel diese Bustour war.
Auf dem Boot lernten wir andere Traveller kennen. Die wohl interessanteste Persönlichkeit war Doc aus Sheffield (UK), der mit seinen tätowierten Widderhörnern auf seiner Glatze, sämtlichen anderen Tattoos und seiner "nuschelfluchenden" Aussprache für Aufsehen sorgte. Madita schien ihn zu verstehen, für mich galt hier lächeln und höflich nicken.
Der Trip hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Landschaft und der Blick auf die Bucht sind wirklich wunderschön.Read more

Jan und Madita
Besuch der Austern Farm: Dieser Stop war meiner Meinung nach relativ überflüssig und nur darauf ausgerichtet den Besuchern Perlenschmuck in einem für diese Farm überdimensionierten Verkaufsraum mit etlichen Vitrinen zu verkaufen. Hier lagen unter anderem Perlenketten für knapp 11.000€ zum Verkauf aus... richtiger Schnapper und ein Must-Have für jeden Austernfan.

Jan und Madita
Die unzähligen Schiffe, die über Nacht in der Bucht geankert haben, wie auch unseres, sorgten für eine wunderschöne Kulisse zusammen mit den durch den Sonnenuntergang in orange gefärbten Kalksteinfelsen.

Jan und Madita
Ein überwältigender Blick auf die Ha Long Bay von dem Aussichtspunkt der Ti Top Insel.
Da Nang
October 15, 2016 in Vietnam ⋅ ⛅ 29 °C
Mit dem Flieger ging es von Hanoi nach Da Nang. Da Nang ist keine der Touristenhochburgen und besitzt dennoch einen bei gutem Wetter wunderschönen Sandstrand. Von hier aus wollten wir Tagestouren nach Hué und Hoi An machen und uns in Da Nang am Strand entspannen.
Wie man vielleicht bereits herauslesen kann, war das Wetter dann dementsprechend ernüchternd. Es war tagsüber nur bedeckt und regnete zeitweise. Wir entschieden uns daher, die entspannten Strandtage nach Nha Trang zu verlegen und stattdessen eine Nacht in Hoi An zu bleiben. Die Tagestour nach Hué machten wir trotzdem. Da sich die Sehenswürdigkeiten in Da Nang auf bei Nacht beleuchtete Brücken und einen Laden mit dem Namen "JANSHOP" beliefen, blieb uns viel Zeit die örtlichen Cafés durchzuprobieren (Vietnam besitzt eine 1A Kaffeekultur), unsere weitere Reise zu planen und sogar ins Kino zu gehen. Die Verfilmung von Dan Browns "Inferno" wurde auf English mit vietnamesischen Untertiteln gezeigt und war für 5€ auch sehr preiswert.Read more

Jan und Madita
MyCasa, ein in einer Nebenstraße befindliches kleines Restaurant, das von Aussteigern aus Europa betrieben wird. Grandioses Essen und Cocktails in der Happy Hour für 1,20€.
Hué
October 17, 2016 in Vietnam ⋅ ⛅ 29 °C
Der Tagestrip nach Hué begann mit einer 3,5 stündigen Bahnfahrt und der Überquerung eines Bergpasses mit grandioser Aussicht auf unerschlossene Buchten und Wälder.
In Hué angekommen machten wir uns direkt auf den Weg zum Kaiserpalast (oder das was davon übrige geblieben ist). Fast die gesamte Stadt befindet sich in einer quadratischen mit einem Wassergraben umgebenen Zitadelle, innerhalb derer sich der Kaiserpalast ebenfalls als quadratisches Gebiet befindet. Einige Gebäude befinden sich noch in ihrem originalen Zustand, andere wurden/werden restauriert.
Für die Rückfahrt wählten wir die Hardseats (man unterscheidet zwischen Hardseat, Softseat und für lange Fahrten zwischen Hard- und Softsleeper). Hardseat bedeutet hier tatsächlich Hardseat. Man sitzt auf einer Holzbank und die Klimaanlage verwandelt das Abteil gefühlt in einen Eisschrank. Das zudecken mit einer der dafür vorgesehenen Decken wurde uns nur mit Murren gewährt. Kunde ist König kennt man in diesem Land absolut nicht, das merkt man an jeder Ecke. Auch das Wort Rücksichtnahme scheint im vietnamesischen Vokabular nicht aufzutauchen.
Letztendlich ist Hué nicht mehr wert als ein Tagesausflug.Read more
Hoi An
October 20, 2016 in Vietnam ⋅ ⛅ 30 °C
Der bisherige Höhepunkt unserer Reise waren die zwei Tage in Hoi An. Wir kamen im Little Hoi An Hotel in der Nähe der Altstadt unter, welches an dieser Stelle sehr zu empfehlen ist.
Die Stadt oder wie wir es eher bezeichnen würden das Städtchen besteht aus wunderschönen mit Lampions übersäten Gassen, in denen es von Schneidereien, Shops und Restaurants nur so wimmelt.
Hoi An ist bekannt für seine maßgeschneiderten Kleidungsstücke, die man an wirklich jeder Ecke anfertigen lassen kann. Für das ganze Prozedere sollte man mindestens zwei, besser drei Tage einplanen, damit am Ende auch alles stimmt. Wir haben aus Zeitgründen davon abgesehen. Ein Fluss durchzieht die Stadt und bietet zusammen mit den Palmen an der Promenade eine tolle Kulisse, welche bei Nacht keinesfalls an Charme verliert. An einer Brücke kann man mit Kerzen bestückte Laternen ins Wasser setzen, die den Fluss erhellen und zieren. Außerdem gibt es einen Nachtmarkt, auf dem man auch Leckereien, wie Bananen- und Shrimppancakes bekommen kann.
Unser Hotel bot einen kostenlosen Shuttleservice zum 4km entfernten An Bang Beach, den wir für einen kurzen Abstecher zum Strand nutzten. Der Fahrer schlich so sehr, dass selbst wir uns fragten was mit ihm los sei, da wir den sonst halsbrecherisch gängigen vietnamesischen Fahrstil erwartet hatten. Diese kleine Abwechslung kam uns ganz recht.
Am Abend fuhren wir zurück nach Da Nang, von wo wir den Nachtzug nach Nha Trang genommen haben.Read more
Nha Trang
October 23, 2016 in Vietnam ⋅ ⛅ 28 °C
Wir erreichten Nha Trang mit dem Nachzug aus Da Nang. Aufgrund des grandiosen Wetters kamen wir hier dann endlich auf unsere Kosten was die Standtage anging.
Somit nutzten wir die ersten zwei Tage um uns zu entspannen und die Sonne zu genießen (Sonnebrand inklusive). Premiumstrandliegen konnten wir für den ganzen Tag für 2,50€ (wohlgemerkt beide Liegen zusammen) mieten und eine eisgekühlte Kokosnuss gönnt man sich für 1€ auch noch.
In unserem Hostel (Mojzo Inn auch sehr empfehlenswert) lernten wir ein paar Leute kennen, mit denen wir Abend eine Bar besuchten, um etwas trinken zu gehen. Witzigerweise lernten wir auch Daisy und Hadley aus Kent kennen, ein Ort der genau neben Gillingham liegt, wo wir im Januar hinziehen werden. Auch hier ergaben sich nette Gespräche und solche Kontakte können noch einmal sehr wertvoll werden.
Am dritten Tag wollten wir ursprünglich die Ba Ho Wasserfälle (1h Fahrzeit von Nha Trang) besichtigen. Das Wetter spielte leider nicht mit und wir mussten den Trip canceln. Sinnflutartiger Regen verwandelte die Straße vor dem Hostel in eine Bachlauf und uns blieb nichts anderes über uns nach einer Alternative umzuschauen. In und um Nha Trang gibt es viele Thermalbäder, die berühmt sind für ihre gesunden, mineralhaltigen Schlammbäder, ganz nach dem Motto "Man muss erst richtig dreckig sein, um sauber zu werden". Gesundheit hin oder her wir besuchten das I-Resort, das neben den Schlammbädern auch viele weitere kalte und warme Pools besitzt.
Auch dieser Ausflug war lohnenswert und wir kehrten abends ins Hostel zurück.
Das Hostel war sowieso großartig - super viel Unterstützung für Buchungen zu Aktivitäten / Weiterfahrten. Die Mädels an der Rezeption waren immer gerne bereit in allem zu helfen und fragten auch sonst immer nach, was so geht, wie uns alles gefällt und welche Pläne wir für die kommenden Stunden haben. Besonders Gastgeberin Mrs Ly war unglaublich herzlich! Das Hostel bot außerdem auf der Dachterrasse mit "Free Beer" von 5-6pm eine tolle Plattform, um andere Traveller kennenzulernen.
Am nächsten Tag bedankten wir uns bei der Hotelbesitzerin Ly für Ihre fachkundige Unterstützung und fuhren mit dem Bus ins 4 Stunden entfernte Da Lat, das 1600m höher in den Bergen liegt.Read more
Da Lat
October 25, 2016 in Vietnam ⋅ ☀️ 22 °C
Mit dem Bus erreichten wir Da Lat, das im Hochland von Vietnam auf etwa 1600m über NN liegt. Dementsprechend kühler war es hier auch - der Pullover kam hier zum ersten Mal zum Einsatz.
Bereits von Martin wussten wir, dass der Nachtmarkt überragendes lokales Essen bieten würde. Darauf freuten wir uns schon die ganze Hinfahrt über und wurden nicht enttäuscht! Zwar nicht immer ganz sicher, was in dem Pott vor uns schwamm, aßen wir uns durch einige Köstlichkeiten, die der Markt zu bieten hatte.
Am nächsten Tag nahmen wir an einer sehr umfangreichen geführten Tour teil.
Von der kleinen Gruppe mit 6 Teilnehmern, von denen zwei Niederländer bereits in unserem Bus von Nha Trang nach Da Lat saßen, waren wir positiv überrascht und so ging es von Stop zu Stop.
- Da Lats historischer Bahnhof: Nicht mehr im Betrieb, dennoch können Touristen eine 7 km lange Strecke mit einer Bahn fahren, die natürlich (wie soll es anders sein) an einer Pagode endet
- Flower Farm: Da Lat ist aufgrund des ganzjährigen milden Klimas berühmt für den Anbau von Blumen. Das erkennt man bereits, bevor man die Stadt selber erreicht. Ganze Berghänge sind bepflastert mit Gewächshäusern. Die Stadt selbst besitzt viele Grünflächen und floristische Dekorationen. 20-25 frisch geschnittene Rosen werden für 1€ verkauft - in Deutschland undenkbar.
- Minority Village: Eine von vielen in VN lebenden Minderheiten in extrem ärmlichen Verhältnissen auf dem Land. In diesem Dorf haben die Frauen die Hosen an, gehen arbeiten und die Männer erziehen die Kinder.
- Silk Farm: Mit der Herstellung von Seide habe ich mich bisher (warum auch immer ;) ) nicht befasst. So war es spannend zu sehen, wie aus mit Kokon umhüllten Maden der kostbare Garn gewonnen wird. Einer dieser Kokons liefert unglaubliche 1.000m Seide.
- Coffee Plantation: Für uns Kaffeeliebhaber definitiv das Highlight des Tages. Die Farm ist neben dem Anbau der unterschiedlichen Bohnensorten Arabica, Mokka und Cherry für seinen "Weasel coffee" bekannt. In Käfig gesperrte Wiesel bekommen den ganzen Tag nichts anderes zu fressen außer Kaffeebohnen und Gemüse. Durch den Verdauungsprozess des Wiesels gewinnen die Bohnen an Qualität und werden anschließend "geerntet" (getrocknet, aufgebrochen und weiterverarbeitet). Nach einigen Arbeitsschritten ist dann der laut unseres Guides "weltbeste Kaffee" fertig - für VN ist fast alles, was sie selbst herstellen "weltallerbest". Auf einer Terrasse mit Panoramablick über das gesamte Tal schlürften wir dann einen "weasel coffee", dessen Geschmack für uns vergleichbar war mit dem zweifelsohne schon qualitativ hochwertigem vietnamesischen Kaffee.
- Pagode: Auch hier gilt: "Pagode bleibt nunmal Pagode". Außer ein paar Selfies mit nachdenklich wirkenden Fabelwesen und einem riesigen, etwa 10m großen Buddha, der trotz seines Wohlstandsbauchs sichtlich gut gelaunt war (daher auch "Happy Buddha" genannt), war hier nicht viel zu sehen.
- Elephant Waterfalls: Die Wasserfälle waren für mich eines der Highlights der Tagestour. Man konnte sowohl von oben auf die Wassermassen schauen als auch von unten. Außerdem bot sich durch das Klettern durch einen Felsspalt ein Blick von hinten auf den herabstürzenden Strom.
- Reisschnaps und Grillenfarm: Wir probierten sowohl den selbstgemachten Reisschnaps als auch die sehr proteinhaltigen gerösteten Grillen. Die Überwindung war dabei schlimmer als der Geschmack.
- Crazy House: Eine Architektin lies dieses Gebäude erbauen, das ohne Bilder nur schwer zu beschreiben ist. Am ehesten vergleichbar mit Hundertwasser, besteht das Konstrukt aus drei als Bäume erkenntlichen Hauptelementen, in deren Mitten das Haus der Architektin selbst steht. Dieses erinnert eher an ein Märchenhaus. Die einzelnen Bauten, sind durch etliche Gänge und Brücken, die wie Äste und Wurzeln aussehen, miteinander verbunden. Auf jeden Fall "crazy" und sehenswert.
Mit den beiden genannten Niederländern gingen wir abends erneut auf den Nachtmarkt und in den Pub, bevor es am nächsten Tag mit dem Flieger weiter nach Ho Chi Minh City ging.Read more
Ho Chi Minh City
October 26, 2016 in Vietnam ⋅ ⛅ 27 °C
Mit dem Flugzeug erreichten wir Ho Chi Minh Stadt bzw. Saigon, wie es die Südvietnamesen lieber nennen (dazu später mehr). Aus Erzählung hatten wir bereits gehört, dass es enorme Unterschiede zwischen den Lebensstilen der Nord- und der Südvietnamesen gibt. Dies bestätigte sich uns auch direkt bei der Ankunft. Unser Hostel befand sich in der Backpacker Straße. War es im Norden doch eher ruhig und konservativ, wimmelte es hier von Bars und Clubs. Die Stadt wirkt reicher und lebendiger als Hanoi im Norden des Landes.
Am nächsten Tag begannen wir mit einer Tour durch die Stadt gemäß unseres ständigen Begleiters - des Lonely Planets. Als mein privater Guide führte Madita souverän Regie durch die Straßen von Ho Chi Minh Stadt. Nachmittags besuchten wir auf den Spuren des Vietnamkrieges den Unabhängigkeitspalast und das Kriegsmuseum. In keiner Stadt in Vietnam zuvor fanden sich dermaßen viele Spuren des Krieges bzw. der Kriege (auch hier kommt es auf die Sichtweise an). Dem Norden merkt man den starken Einfluss Chinas an und im Süden kann man überall den Einfluss der USA entdecken. Im letzten Krieg 1975 siegte letztlich der kommunistische Norden des Landes über den von den Amerikanerin unterstützten Süden und benannte "Saigon" in "Ho-Chi-Minh-Stadt" um (Ho Chi Minh war der bedeutendste kommunistische Revolutionär und ist an jeder Ecke als Statue/Bild zu sehen) und stülpte dem gesamten Land das kommunistische Gedankengut über. Daher tun sich viele Südvietnamesen schwer die Stadt als "Ho-Chi-Minh-Stadt" zu bezeichnen. Im Kriegsmuseum bekam man anschließend anhand von Fotos von Kriegsfotografen (die größtenteils auch im Krieg umkamen) einen Einblick in die Grausamkeit des Krieges. Fotos von durch "Agent Orange" verursachte Missbildungen und die Darstellung von Foltermethoden in den Kriegsgefängnissen warfen die Frage auf, was Menschen einander nur antun können?
Nach dem historisch geprägten Nachmittag machten wir es uns abends in der Skybar eines nahegelegenen Hotels gemütlich und genossen unsere Cocktails mit Blick auf die Skyline der Stadt.
Damit war unsere Zeit in Ho Chi Minh Stadt oder eher Saigon (mir gefällt die westliche Bezeichnung auch besser als die des kommunistischen Vietnams) nach nur einem Tag bereits vorbei und wir starteten am folgenden Tag unsere Tour durch das Mekong Delta.Read more

Jan und Madita
Die zwei Jungs sprachen uns in der Stadt an, um mit uns etwas English sprechen zu üben. Es war allerdings eher ein vorlesen von vorformulierten Fragen, auf die wir mit ein bis zwei Wörter antworten konnten. Vielleicht einer der Gründe, warum Vietnamesen nur sehr schlechtes Englisch sprechen.
Mekong Delta
October 29, 2016 in Vietnam ⋅ ☀️ 28 °C
Der Mekong ist einer der längsten Flüsse in Asien und durchquert sechs Länder. In Vietnam mündet er im Mekong Delta ins Südchinesische Meer. Für uns bot sich eine 3-Tages-Tour durchs Mekong Delta beginnend in Saigon und endend auf Phu Quoc Island an, da wir die größte Insel Vietnams sowieso für ein paar entspannte Tage besuchen wollten.
Mit dem Bus fuhren wir am ersten Tag von Saigon nach Can Tho, wo wir mit unserer Gruppe (ca 15 Personen) auf ein Boot stiegen. Von einer Honigfarm inkl. Kostprobe und meiner erste Begegnung mit einer Schlange (siehe Bilder), über das Durchqueren der Coconut Canals in kleinen Kanus bis hin zum Essen frischer Früchte begleitet von traditioneller Musik war alles dabei. Wobei wir bei letzterem nicht wussten, ob das was mit Gesang zu tun hat, oder wir doch lieber einen Krankenwagen hätten rufen sollen. Sei's drum. Der erste Tage endete in Can Tho in unserer Unterkunft.
Am zweiten Tag bestand unsere Gruppe zu unserer positiven Überraschung nur noch aus insgesamt vier Personen, denn alle anderen Teilnehmer hatten nur die 1-Tagestour gebucht. Mit unserem Guide machten wir uns erneut mit einem Boot auf den Weg zu einem der hochgelobten "floating markets" des Deltas, auf denen Einheimische von ihren Booten aus ihre Ware zum Kauf anbieten. Eine "Probe" ihrer Ware wird dabei an einem Fahnenmast festgebunden und präsentiert. Das Ganze wird immer als ein buntes Treiben mit spannenden Szenen des Handels zwischen Einheimischen beschrieben.
Als wir dort ankamen bot sich uns ein doch eher enttäuschender Anblick. Vereinzelt lagen ein paar Schiffe vor Anker und handelten mit ihren Waren. Mit dem groß angekündigten Treiben war es offensichtlich nichts - dafür hatte unser Tourguide leider erst zu spät am Vormittag losziehen wollen. Schade! Am Floating Market vorbeischippernd machten wir einen kleinen Abstecher zu einer "Reisnudelfabrik", wo die traditionelle Herstellungsweise dieser vorgeführt wurde.
Insgesamt hatte ich mir von der Mekong Delta Tour etwas mehr erhofft, aber im Großen und Ganzen war es in Ordnung.
Am Nachmittag fuhren wir dann mit dem Bus nach Rach Gia, von wo am nächsten Tag unsere Fähre nach Phu Quoc startete.Read more
Phu Quoc
November 3, 2016 in Vietnam ⋅ ☀️ 29 °C
Phu Quoc ist die größte Insel Vietnams und eignet sich hervorragend, um sich ein paar Tage bei herrlichem Wetter am Strand zu entspannen. Für viel mehr ist die Insel auch nicht gemacht. Die Strände sind dafür umso schöner. Wir buchten ein kleines Resort wenige Minuten von dem ruhigen Ong Lang Strand entfernt. Dieses überzeugte mit seiner Ausstattung (Pool, Zimmer..), nicht aber mit seinem Personal/Service und Essen.
Das kleine Restaurant direkt am Strand bot sich sowieso sehr viel besser dafür an, den Abend bei einer leckeren Mahlzeit mit Blick auf den Sonnenuntergang ausklingen zu lassen.
Phu Quoc ist unser letzter Stop in Vietnam bevor wir anschließend nach Kambodscha weiterreisen.Read more
Phnom Penh
November 5, 2016 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C
Von Phu Quoc fuhren wir mit der Fähre zum Grenzübergang nach Kambodscha. Dort ging es dann mit dem Bus weiter in die Hauptstadt Phnom Penh. Die Art und Weise ein Visum für Kambodscha zu bekommen, unterstreicht einmal mehr die Willkür und Korruption, die in beiden Ländern leider üblich ist. Unser Visum - und die unser Mitreisenden - werden von Locals "verhandelt". Das heißt: Den Preis, den wir für das Visum bezahlten, stand fest. Den Preis, den die Vietnamesen an der Grenze an die Kambodschaner zahlten, war ihren Verhandlungsfähigkeiten überlassen.
Direkt nach Überquerung der Grenze bot sich uns landschaftlich ein ganz anderes Bild als noch in Vietnam. Die grünen Reisfelder gespickt mit Palmen und Holzhütten auf Pfählen, die mit großen Blättern abgedeckt sind, und die weißen Kühe, die offensichtlich zu jedem Haushalt dazugehören, boten ein idyllisches und farbenfrohes Bild. Obwohl wir morgens losfuhren und die zurückzulegende Strecke insgesamt nur knapp 200km (+ 1 Std. Fähre) betrug, mussten wir insgesamt sechs mal umsteigen und erreichten Phnom Penh erst am Abend nach knapp 12h Fahrt.
Am folgenden Tag besuchten wir ein paar Sehenswürdigkeiten der Stadt und kauften auf einem der Märkte die ersten Weihnachtsgeschenke (bei 30 Grad - total skurril).
Die beiden Niederländer Mark und Mathijs, die wir bereits in Da Lat getroffen hatten, waren zur selben Zeit in Phnom Penh und so verabredeten wir uns abends auf einen Drink und eine Runde Pool in der Howie Bar.
Bevor wir Phnom Penh bereits am nächsten Tag in Richtung Siem Reap und die Besichtigung der Tempel von Angkor verließen, besichtigten wir am Vormittag bei strömendem Regen noch den Königspalast und die Silberpagode in Phnom Penh.Read more
Siem Reap
November 7, 2016 in Cambodia ⋅ ⛅ 26 °C
4:30am. Das ist der Zeitpunkt, zu dem man zu den Tempelanlagen von Angkor aufbricht, wenn man den Sonnenaufgang über dem bekanntesten des Tempel - Angkor Wat - aufgehen sehen will. Gemeinsam mit den beiden Niederländern Mark & Mathijs wurden wir von unserem Tuk-Tuk-Fahrer "Lucky" (Asiaten geben sich oft gerne englisch klingende Namen, da westliche Touristen ihre eigentlichen Namen nicht aussprechen können) zur ca. 200km^2 großen Anlage gefahren.
Den Sonnenaufgang sahen wir nicht, dazu war es zu bedeckt. Hell wurde es trotzdem und nach einer kurzen Frühstückspause machten wir uns gestärkt auf den Weg. Dank zuvor erledigten Recherchen wussten wir, dass wir die meisten Tempel in Ruhe besichtigen können, wenn wir die Tour rückwärts - sprich entgegen der Massen an Touristen - angingen. Mithilfe einer App mit Infos über die Tempel, die Dschungel und Seen sahen wir viel der riesigen Anlage. Laut Lonely Planet sahen wir sogar alles, was eigentlich für drei Tage an Aktivitäten angesetzt wird. Hätte man einen Guide mit ausführlichen Infos und langsamen Schritttempo gewählt, wäre das wohl auch hingekommen. Aber so waren wir fix unterwegs und sahen beeindruckende Architekturen, kunstvolle gehauene Figuren in den Tempeln und verrückt gewachsene Bäume, die sich bereits um die eingefallenen Elemente schwingen (diente auch als Set für den Film Lara Croft: Tomb Raider).
Man hätte sich ein paar Tage mehr hier gönnen können! Die Anlage ist einfach unfassbar riesig und auch von den Nachbarorten hätten wir gerne noch etwas mehr gesehen. Der Flug nach Bangkok war leider schon länger gebucht. Schade, im Nachhinein ist man oft schlauer...Read more
Bangkok
November 10, 2016 in Thailand ⋅ ⛅ 31 °C
Nach unserem doch recht kurzen Besuch in Kambodscha, ging es in unserem Zeitplan direkt weiter mit Thailand. Wir hatten uns nur eine kurze Zeit in Bangkok eingeräumt, da wir lediglich alle Messungen der Schneidereien vornehmen lassen wollten, damit Anzug und Kleid bei unserer Rückkehr nach Bangkok im Dezember fertig sein können - man munkelt, es finden so 1-2 Hochzeiten statt im Jahr 2017 :))) Dann werden wir auch die Sightseeing Highlights der Stadt nachholen.
Trotzdem hatten wir noch Zeit für einen Besuch im Zoo. Why not.
Bevor wir in den Nachtbus in Richtung Koh Samui steigen mussten, hatten wir überraschend noch die Möglichkeit mit unserem Freund Martin aus Hanoi Abend zu essen. Manchmal haben Visa-Probleme ja auch einen klitzekleinen Vorteil...Read more
Ko Samui
November 13, 2016 in Thailand ⋅ ☀️ 32 °C
Mit der Fähre kamen wir nach einer 15h Fahrt von Bangkok auf Ko Samui an, dem ersten Stop unserer Inselhopping-Tour im Süden von Thailand.
Unser Hotel lag am Lamai Beach, welcher sich etwas südlich des Hauptstrands Chaweng befindet.
Die Zeit war sehr entspannend und wurde durch einen hervorragenden Food Market in Lamai gekrönt, der so einige Köstlichkeiten für uns bereit hielt. Mit einem Roller erkundeten wir die Insel und stimmten uns langsam auf den in London auf uns wartenden Linksverkehr ein. Auch unsere Billiard-Fähigkeiten bauten wir aus - man will ja vorbereitet sein.
Am vorletzten Tag auf der Insel nahmen wir an einer "Safari Tour" teil, die eigentlich eine private Tour für uns war, da sich niemand sonst bei dem ausgewählten Unternehmen für diesen Tag angemeldet hatte. Los ging es mit einem allradangetriebenen Gelände-Pickup. Wir besuchten zuerst ein paar Sehenswürdigkeiten der Insel (Tempel und Buddhas - what else..?!?)bevor uns der nächsten Stop zu den Elefanten führte. Nach einem kurzen Ritt auf "Jumbo", der sich sogar mit einem Tröten für die Bananen bedankte, mit denen wir ihn fütterten, schauten wir beim Baden der Babyelefanten zu. Hier durfte ich (Jan) die kräftigen Tiere ordentlich abbürsten. Die Elefantenshow danach war grenzwertig und wirklich Geschmacksache. Für uns war es etwas zu doll "Show" und die Tieren taten einem eher leid, als dass man Freude an den Kunststücken hatte, die sie vorführten.
Nach dem anschließenden Lunch standen außerdem noch der Nuamang Waterfall II, eine Kokosnuss- und eine Rubber-Farm (die Vorstufe zur Produktion für Plastik wird hier aus dem Kautschuk bestimmter Bäume gewonnen) sowie Kajakfahren auf dem Tages-Programm. Zweitweise konnten wir auf dem Dach des Geländewagens mitfahren, wo eine extra Sitzbank installiert ist. Durch die Wälder zu pesen, war spaßig und barg einen gewissen Nervenkitzel, da die Hügel doch erheblich Steigungen aufwiesen und der Fahrer eher auf einer Ralley unterwegs war als auf einem entspannten Geländetrip.
Ko Samui muss ein Paradies für Taxifahrer sein. Offensichtlich gibt es Absprachen unter den Taxifahrern nicht nach Taximeter zu fahren, sondern horrende Summen für alle Strecken aufzurufen. Für einen Shuttle zum Fähranleger mussten wir also umgerechnet 15€ zahlen, was ungefähr dem Preis der beiden Fährtickets zur nächsten Insel Ko Phangan entspricht.
Besonders beeindruckt hat uns Ko Samui nicht. Wir waren etwas enttäuscht von Strand, Hotel und Insel.
Nun sind wir gespannt auf Ko Phangan.Read more
Ko Phangan
November 18, 2016 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C
Ko Phangan (oder Koh Pha-Ngan - je nach Sprache) liegt nördlich von Ko Samui. Wir erreichten nach einer Stunde Fährfahrt und einer kurzen Sammeltaxi-Runde unser Hotel, wo wir einen kleinen Bungalow am Strand gebucht hatten. Wir beide waren erleichtert, als wir dieses Mal mit einem Lächeln und von gut organisierten Thais mit einem leckeren Tee begrüßt wurden. Das tat gut!
Die Insel ist unter anderem auch berühmt für die jeden Monat stattfindende Full Moon Party, bei der tausende Feierwütige an den Strand von Haad Rin im Süden der Insel pilgern, um dort eine unvergessliche Beachparty zu feiern.
Da wir zu der Zeit praktischerweise auf der Insel waren, wollten wir uns diesen Spaß natürlich nicht entgehen lassen. Die Party war wirklich gut, die Musik ausbaufähig aber ein Erlebnis wert. Unser Fauxpas: das überragende Thai-Buffet, was unser Hotel als kostenloses Dinner an diesem Abend anbot. Mit vollem Magen (oder vielmehr mit dramatisch vollem Magen) tanzt es sich eben nicht mehr so locker-leicht... Trotzdem hatten wir viel Spaß dabei die vielen verschiedenen "sandigen Dancefloors" abzuklappern und mit den rund 12.000 Anwesenden zu feiern.
Ab einem gewissen Zeitpunkt begnügten wir uns damit, den Leuten mit erhöhtem Alkohol-Pegel bei ihren witzigen Aktionen zuzuschauen. Da viele "Bars" oder Strandstände in die Buckets (kleine Eimer mit einer Sorte Alkohol und einem Softdrink in der Mischung 50:50) auch gerne noch etwas gepanschten Alkohol untermixen, damit sie teure Alternative "sparen", sind die Leute dementsprechend schnell und heftig betrunken. Uns ging es gut und wir konnten uns deshalb an den anderen freuen - ein bisschen Schadenfreude sei erlaubt ;)
Nach dem darauffolgenden Strandtag buchten wir für unseren letzten Tag auch hier eine Tagestour, die vom Hotel angeboten wurden. Wir wurden von zwei Berlinern Zivilfahndern des BKAs begleitet, die zum Urlauben im gleichen Hotel untergekommen waren wie wir (ihr Beruf hat den meisten Gesprächsstoff in unserer Runde geboten).
Nachdem für unsere Sicherheit also gesorgt war, ging es los zum ersten Stop: einem Wasserfall, in dem man auch baden konnte. Danach brachte der Fahrer uns zum Malibu Beach, der mit mit seinem feinen weißen Sand und dem türkisen Wasser kaum an Schönheit zu übertreffen ist. Später ging es zum Schnorcheln zu einem weiteren Strand, bevor wir uns in einer Bar oben auf dem Berg mit tollem Ausblick den Sonnenuntergang anschauten und abschließend unser Abendessen auf dem Food Market der Insel-Hauptstadt fanden.
Die Insel Ko Phangan hat uns sehr gut gefallen! Die vielen schönen Strände mit der unfassbar tollen Kulisse, die lockere Art in der kleinen Stadt, in der wir wohnten, und natürlich die Stimmung auf der Full Moon Party: Insgesamt schien die Atmosphäre deutlich entspannter zu sein als auf Ko Samui. Das lag aber auch nicht zuletzt an unserem großartigen Hotel - das Personal war super hilfsbereit und unser süßer kleiner Bungalow total klasse! Freundlichkeit macht einfach so viel aus...Read more

Jan und Madita
Die Eröffnung der Full Moon Party erfolgte durch eine Zeremonie, in der noch einmal dem verstorbenen thailändischen König gedacht wurde.
Ko Tao
November 21, 2016 in Thailand ⋅ ☀️ 22 °C
Auf Ko Tao, dem Mekka für Tauchfans, kamen wir nach einer turbulenten Fährfahrt an. Die Wellen ließen die Fahrt zu einer Achterbahnfahrt werden, bei der viele Mitreisende ihren Magen entleeren mussten.
Wir verbrachten zwei Tage auf der, verglichen mit Ko Samui und Ko Phangan, kleinen Insel. Highlight war die Schnorcheltour am zweiten Tag, nachdem es am ersten geregnet hatte und durchgängig bedeckt war. An diesem Tag konnten wir zumindest unsere Billard-Künste weiter ausbauen. Die Tour führte mit einem Boot einmal um Ko Tao mit fünf verschiedenen Spots zum Schnorcheln.
Zu bestaunen gab es etliche Fischschwärme, bunte Korallen und sogar Haie. Madita sah ein kleineres und einen größeres (1,5-2m lang) Exemplar. Offensichtlich schnorchelte ich auch mit den Tieren, deren Anblick mir aber leider verwehrt blieb. Zum Abschluss der Tour machten wir an der Nangyuan Island halt. Die kleine Insel, wenige hundert Meter nordöstlich vor Ko Tao gelegen, bot einen Anblick, den ich bisher nur auf Bildern gesehen habe. Vom Viewpoint der Insel war trotzdem ein toller Blick zu bestaunen.
Fazit für Ko Tao:
Die Insel bietet gerade für Tauchfreunde sehr viel Potential. Für uns waren die zwei Tage völlig ausreichend und mit Vorfreude auf Phuket verließen wir die Insel früh am morgen.Read more
Phuket
November 25, 2016 in Thailand ⋅ ⛅ 30 °C
Von Ko Tao fuhren wir mit dem Bus von der Ostküste nach Phuket an die Westküste.
Unser Hotel lag am Karon Beach, der etwas südlich vom Hauptgeschehen in Patong gelegen ist - und das war auch gut so. Nach Patong fuhren wir für einen Nachmittag/Abend und es gefiel uns dort überhaupt nicht. Man fühlte sich eher wie in Moskau (unglaublich viele russische Touristen, Hinweise/Speisekarten eher auf Russisch als Englisch usw.), nur dass es dort derzeit sicherlich nicht so warm ist. Nach einem kurzen Marsch durch die berühmte Bangla Road in Patong, in der uns natürlich versucht wurde ein Ticket für eine der unzähligen "Ping Pong Shows" zu verkaufen, und einem kurzen Besuch einer Bar fuhren wir wieder zurück nach Karon. Das war uns dann doch zu übertriebener Massentourismus, der in dem "belebten Teil" Phukets angeboten wird.
Doch auch Karon bot außer einem wirklich schönen Strand nicht viel. "Es gibt Orte, da fühlt man sich von Anfang an nicht wohl; dieser ist einer davon", meinte Madita noch am ersten Tag.
Die restlichen Tage verbrachten wir trotz allem sehr entspannt und freuten uns auf alles weitere, was noch vor uns lag.Read more
Krabi
December 1, 2016 in Thailand ⋅ ⛅ 26 °C
Krabi ist zum einen eine ganze Region im Süden Thailands, zum anderen der Name der größten Stadt in der Umgebung (auch Krabi Town genannt). Auch hier eröffnet an jedem Wochenende wie in fast allen Städten Thailands ein großer Nachtmarkt. Nachmärkte sind hier eine Kombination aus vielen Ständen mit ganz unterschiedlichen Gerichten und Ständen, an denen lokale Ware zum Handel angeboten werden. Doch dieser hatte etwas Besonderes: hier gab es das mit Abstand beste Pad Thai, das wir bis dahin gegessen haben. Nudeln und Fleisch würzig angebraten und in einem "Eifladen" serviert - einfach traumhaft! (Anm. Madita: man beachte Jans stetig gewachsene Vorliebe für die thailändische Küche :) )
Zwei Tage verbrachten wir in Ao Nang und am Railay Beach, welche wohl die bekanntesten Orte für einen Strand- und Badeurlaub in der näheren Umgebung von Krabi Town sind. Zum Railay Beach gelangt man nur mit dem Boot. Den wunderschönen Strand zu bestaunen war das eine, wir wollten jedoch zusätzlich die Princess Lagoon besuchen. Diese ist nur über einen Kletteranstieg am Berghang zu erreichen. Dieser war am Anfang zwar steil und felsig aber machbar. Da sich die Lagune auf Meeresspiegel befindet und sich darin auch nur zur "Hochwasser" Wasser befindet, geht es auf der anderen Seite des Anstieges wieder nach unten. Als wir dachten die Lagune fast erreicht zu haben, taten sich uns zwei 7-8m hohe senkrechte Felswände nacheinander (bis dahin dachte ich die Felsen, die wir bisher rauf und runtergeklettert waren, seien schon steil) unter uns auf. Diese waren mit Seilen ausgestattet, die zugegebenermaßen nicht mehr im besten Zustand waren, und zudem aufgrund der Regenzeit sehr schlammig und rutschig. Hier war der Punkt erreicht, wo wir uns absolut nicht mehr sicher fühlten und nicht garantieren konnten, dass wir auf dem Rückweg dort wieder heil hinaufkommen würden. Die Atmosphäre der Lagune wäre mit Sicherheit ein Highlight gewesen, aber nicht um diesen Preis... wir genossen anschließen noch den Blick vom Viewpoint über East und West Railay und begannen mit dem Abstieg.
Am letzten Tag machten wir eine Jungle Trekking Tour mit Besuch der Hot Springs (heißes Quellwasser in der Natur, in dem man baden kann), was das Highlight der Tour war. Außerdem besuchten wir mit unserer Gruppe den Esmerald und Blue Pool, zu denen man nur auf einem etwa 1,5km Weg durch den "Regenwald" erreicht. Diese beiden "Pools" sind aufgrund ihrer stark blauen Farbe und des trotzdem sehr klaren Wassers schön anzusehen. Zuletzt stand der Tiger Cave Temple auf dem Programm. Dieser Tempel besteht aus einer kleinen Siedlung am Fuß eines Berges, wo 89 Mönche in kleinen Häuschen oder in den Höhlen wohnen, leben und meditieren.
Mit Krabi endete unsere Rundreise durch den Süden Thailands und es stehen mit Kuala Lumpur, Singapur und Jakarta drei Metropolen auf dem Programm für die nächsten Tage, bevor wir es uns dann für eine weitere Woche auf Bali gemütlich machen werden.Read more
Kuala Lumpur
December 3, 2016 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C
In keiner anderen Stadt, die wir auf unserer bisherigen Reise besucht haben, war ein so krasser Gegensatz zwischen purem Luxus und bitterer Armut zu erkennen wie in Kuala Lumpur. Zum einen gibt es luxuriöse Einkaufszentren - in einem ist sogar ein ganzer Themenpark inkl. Achterbahn zu finden - und moderne Szeneviertel, in denen es sich die Oberklasse und Geschäftsleute gemütlich machen. Zum anderen sieht man viele perspektivlose Menschen, die obdachlos sind und betteln müssen. Auffällig war zudem wie wir von etlichen Bewohnern "begafft" wurden.
Die Stadt bietet mit dem Menara Fernsehturm und den Petronas Towers ("Twin Towers" genannt) zwei Sehenswürdigkeiten, von denen aus man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Der Anblick der Twin Towers bei Nacht ist einfach gigantisch!!!:) Außerdem gibt es eine hübsche Altstadt, die noch aus der Kolonialzeit besteht. Ein kleiner Stadtteil wird zudem als Little India bezeichnet - keine weiteren Erläuterungen nötig...;)
2,5 Tage reichten uns aus, um die Stadt zu erkunden und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu sehen.Read more
Singapur
December 6, 2016 in Singapore ⋅ ⛅ 32 °C
In Singapur wartete nicht nur die teuerste und regulierteste Stadt auf uns, sondern auch Elsie und Chris mit ihrer kleinen Tochter Leah. Elsie und Chris durften wir bereits ganz am Anfang unserer Reise in Hanoi kennenlernen (--> siehe Beitrag Hòa Bình)
Die beiden nahmen sich extra zwei Tage frei, um uns so viel wie möglich von der Stadt zeigen zu können.
Der erste Tag in Singapur war ein Sonntag und Elsie und Chris, ebenfalls Christen, nahmen uns mit zu sich in die Gemeinde. So konnten wir nach einer gefühlten Ewigkeit endlich mal wieder einen Gottesdienst besuchen. Zweiter Advent, Weihnachtslieder, 30°C, läuft!
Elsie warnte uns bereits im Voraus vor der Essensvielfalt, die in Singapur auf uns wartet und wir sollten nicht enttäuscht werden. Auf dem Food-Markt gab es etliche Gerichte, die der malaysischen, thailändischen, indischen aber auch chinesischen Küche entspringen - süße als auch herzhafte Speisen, die meisten lecker, einige... nicht! Und eine Zutat war fast immer dabei: Zucker!
Am zweiten Tag drehten wir eine Runde im Singapore Flyer, welches das zweitgrößte Riesenrad der Welt ist - und nein, das London Eye ist nicht das Größte. Außerdem konnten wir einen Spaziergang auf der Formel-1 Rennstrecke machen, die direkt an der Marina Bay entlang führt.
An der Marina Bay sind gleich mehrere Highlights von Singapur zu finden. Der gesamte Marina-Komplex soll eine Vision für das zukünftige Singapur darstellen und steht für modernste Technik in einer ohnehin modernen Stadt. Das bekannteste Gebäude ist das Marina Bay Sands. Ein Hotel bestehend aus drei Türmen, die über eine riesige Dachterrasse miteinander verbunden sind und einen der größten "Infinity Pools" der Welt beherbergt. Das Dach sieht aus wie ein Kreuzfahrtschiff und ragt über viele naheliegende Gebäude hinaus, weshalb es umso gigantischer wirkt.
Auch die künstlich angelegten "Gardens by the Bay" und der Skywalk in den "Supertrees", welche nachts beleuchtet sind, gehören dem Komplex an.
Die Stadtteile Chinatown und Little India in der Stadt wirkten auf uns nicht sehr authentisch, da es schlicht und einfach wie in der gesamten Stadt viel zu sauber war und das "typische Flair" verliert, für die diese Gegenden in anderen Städten stehen.
Singapur steht aber besonders für Luxus und ist dementsprechend teuer! Das zieht sich bis auf die einfachsten Einkäufe wie eine Flasche Wasser durch. Wir waren vorgewarnt und deswegen nur mäßig schockiert.
Insgesamt ist Singapur eine multikulturelle und aufregende Stadt - wir kommen gerne wieder.Read more
Jakarta
December 10, 2016 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C
Jakarta besuchten wir für 1,5 Tage, bevor wir nach Bali flogen.
Zu der Stadt gibt es nicht sehr viel zu erzählen. Wir besuchten das Nationalmuseum, welches eines der langweiligsten von allen war, die ich bisher besucht habe, und das Nationalmonument - ein 130m hoher Obelisk mit Aussichtspunkt - von dem aus man einen guten Blick über die Stadt hat. Ein schöner Ort war dagegen die Altstadt (Kota Tua). Auf einem niederländisch geprägten Platz, an dem sich auch eine selbsternannte "Holland Bakery" befand, könnte man bunte Fahrräder ausleihen und die mit Blumen beschmückten Drahtesel über den Ort jagen - oder gegen die Mülleimer, wie es einer jungen Einheimischen passierte. Nicht so wild, Fahrradfahren ist bei dem wilden Verkehr der Stadt eh keine gute Idee...
Da nach Jakarta nur wenige Reisende und Urlauber kommen, waren wir offensichtlich für viele Indonesier dort ein kleines Highlight. Zumindest wurden wir etliche Male von überwiegend jungen Bewohnern nach einem Foto/Selfie mit uns gefragt. Diesen Bitten kamen wir natürlich gerne nach. Vor allem fiel uns auf, dass sowohl die Bewohner als auch Sicherheitsbeamte des Ordnungsdienstes und der Polizei verglichen mit Thailand oder Vietnam uns gegenüber sehr höflich und zuvorkommend waren.
Außerdem schlenderten wir durch das größte Einkaufszentrum der Stadt, in dem man sich schnell verlaufen konnte.
Den Abend wollten wir dann noch mit einem Drink in der Skybar im 56. Stock eines der Hochhäuser ausklingen lassen, wo uns allerdings aufgrund eines Dresscodes der Zugang verweigert wurde - Kleider machen (leider) eben doch Leute.
Ein Drink bei Starbucks tat es dann auch:)
Am zweiten Tag besuchten wir dann noch Pasar Baru, einen lokalen Markt nordöstlich des Nationalmonuments. Anschließend machten wir uns mit dem Taxi auf zum Flughafen durch den zähen Verkehr Jakartas.Read more
Bali - Ubud
December 11, 2016 in Indonesia ⋅ ⛅ 27 °C
Auf Bali splitteten wir unseren Aufenthalt in zwei Orte, die wir auf der Urlaubsinsel gerne sehen wollten. Die ersten Tage verbrachten wir in Ubud. Bali ist deutlich größer als die thailändischen Inseln, die wir auf unserer Reise besucht haben, und bietet eine große Vielfalt an komplett unterschiedlichen "Flairs": der Norden mit dem Vulkan und den schwarzen Sandstränden, im Westen die Party-Szene und der Osten mit seinen Dschungeln, Reisfeldern und Naturschätzen. Der Ort Ubud liegt ziemlich genau in der Mitte der Insel. Auch wenn schon sehr von Touristen begehrt, schafft es Ubud weiterhin vollkommen für die indonesische Tradition zu stehen. Das Dorf besteht nur aus wenigen Straßen. Drum herum eröffnet sich eine riesige Landschaft aus Dschungel und Reisfeldern. Im Ort selbst behält Ubud durch seine Mischung aus alten Tempeln, kleinen Läden, die perfekt in den indonesischen Stil integriert sind und dem Urwald-Feeling seine Attraktivität. Der Ort bietet eine geheimnisvolle Schönheit, die ich bisher in dieser Weise noch nicht gesehen habe.
Am Rande des Ortes gibt es einen Affenwald, in dem tatsächlich sehr (!) viele Affen ihr Zuhause haben. Menschen und insbesondere Touristen sind sie gewohnt und nicht gut gesicherte Gegenstände wie Handys, Sonnenbrillen oder Portemonnaies auch. Einige Frauen wurden regelrecht angegriffen, weil sie in ihren Rucksäcken Bananen versteckt hatten - die Affen riechen selbst das und da sie wissen, wie man Rucksäcke öffnet, waren die "Übergriffe" vorprogrammiert. Uns ist zum Glück nichts passiert und so konnten wir den kleinen wirklich super schönen Wald mit seinen Flüssen, Hängebrücken und Bewohnern genießen.
Am zweiten Tag wollten wir gerne durch einige Reisfelder schlendern und waren zunächst sehr enttäuscht über die ausgeschilderten Wege, bis wir - eher durch Zufall - ein kleines Schild mitten im Ort fanden, auf dem weitere Felder ausgeschildert waren. Wir gingen also durch Häuser und Hintergärten und standen auf einmal vor riesigen Feldern, auf denen Einheimische arbeiteten. Der Anblick war gigantisch und lässt sich nur schwer beschreiben! Hier konnten wir nun also eine große Runde durch die Reisfelder drehen und die dort herrschende Ruhe genießen!Read more
Bali - Seminyak
December 15, 2016 in Indonesia ⋅ ⛅ 28 °C
Den zweiten Teil unserer Zeit auf Bali verbrachten wir rund um den Ort Seminyak. Dieser liegt direkt am Strand und dicht an dem wohl touristischsten Ort Balis, Kuta. Dementsprechend befinden sich hier sehr viele Shoppingmöglichkeiten, Restaurants, (Strand-)Bars etc. Wir hatten uns vor allem eins vorgenommen: Entspannung pur! Unser Hotel bot uns auch gute sportliche Aktivitäten: Tennis, Tischtennis (zählt eigentlich nicht, da die Platte durch die Hitze komplett aufgeplatzt und somit eigentlich unbespielbar war), Wasserbasketball und Billard. Besonders die beiden letzten Angebote nutzen wir fast täglich. Außerdem probierte ich (Jan) mich auch im Surfen - ob Board und Wellen dafür so geeignet waren, sei mal dahingestellt. Spaß gemacht hat es trotzdem. Wir genossen die paar ruhigen unspektakulären Tage, bevor es zu unserem letzten Stopp auf unserer Reise ging: BangkokRead more
Bangkok
December 19, 2016 in Thailand ⋅ ☀️ 31 °C
Ein zweites Mal in Bangkok. Dieses Mal war unser klares Ziel: die letzten Weihnachtsgeschenke kaufen und uns selbst ein paar Dinge zu gönnen. Doch natürlich wollten wir auch noch einiges sehen. Es gibt sehr (!) viele kleine und größere Tempel in Bangkok. Einer der größten ist "Wat Pho" mit mehreren Höfen, Hallen und einem überdimensionalen auf der Seite liegenden Buddah aus Gold. Als Christen schaut man sich vor allem - oder ausschließlich - die Architektur und die wirklich beeindruckend bunten Türme an, die auf den Plätzen verteilt standen. Ansonsten waren wir fix durch und draußen, wo wir sehr überrascht waren, dass von überallher Scharen von Menschen in schwarz gekleideter Menschen zum Palast strömten. Diesen wollten wir eigentlich als nächstes besichtigen, der aber für eine Zeremonie komplett gesperrt waren. Ebenso wie sämtliche Straßen drumherum. Überall wurde Essen und Trinken for free an die tausenden Menschen verteilt. Da der König erst kürzlich verstorben ist und von den Thais wirklich nach wie vor zutiefst verehrt wird, werden das ganze Jahr über Gedenkfeiern für ihn abgehalten. Die 1-jährige Trauerphase hält nach wie vor an. Für uns war es schade, dass wir den Palast somit nur von außen betrachten konnten.
Der nahegelegene Fluss mit seinen kleinen Häfen ließ uns schnell über das Verpasste hinweg schauen. Hier wimmelte es wieder von Einheimischen und Touristen, die zu Bootsfahrten und/oder den üblichen Handelswaren überredet werden sollten.
Ansonsten besuchten wir verschiedene Stadtteile, machten noch einen Abstecher zur berühmten Party- & Backpacker-Straße Khao San Road. Ein letztes kleines Highlight war der Besuch des dritthöchsten Gebäudes Thailands dem "Lebua Tower", auf dem sich unter anderem eine Rooftopbar befindet. Hier wurde auch eine Szene des Films "Hangover 2" gedreht. Die Aussicht nach Sonnenuntergang war fantastisch - die sich dort tummelnde Gesellschaft und die exorbitanten Preise nicht so unser Fall. Wir haben das beste daraus gemacht und hatten eine gute Zeit!
Nun ist unsere Reise vorbei. Wir sind wahnsinnig dankbar für die Bewahrung, all die Leute, die wir treffen und kennen lernen durften und all die genialen Erlebnisse! Wir empfinden es als unfassbar großes Privileg durch Südostasien reisen zu dürfen! Nun freuen wir uns auf zu Hause, auf Weihnachten (Madita sich riesig auf mindestens einen Weihnachtsmarkt) und unseren Umzug nach England Anfang Januar!Read more



































































































































































































Jan und Madita
Vanilleeis in einer Kokosnuss gönnt man sich auch mal nachts um 23:30.
Jan und Madita
So sieht also gegrillter Hund aus... ich habe mich bisher nicht daran versucht und werde es wohl auch nicht mehr probieren.
Jan und Madita
Motorradfahren zu dritt: was selbst in Vietnam offiziell nicht erlaubt ist. Was ein Spaß im Verkehrschaos von Hanoi!:)