• Michael-wandert
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Cleveland Way 🌰

Eine Wanderung durch den North York Moors National Park in Yorkshire / Nordengland Read more
  • Trip start
    September 9, 2024

    Prolog

    September 8, 2024 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    Zwei schöne britische National Trails durfte ich mit GB-Fan und -Kenner Wilfried bereits erwandern. Nun folgt die dritte Tour, die uns nach Nordengland auf einen 175 km langen Wanderweg führt, der 1969 als zweiter National Trail eröffnet wurde.
    Auf der offiziellen Homepage kann man nachlesen:
    "Der Cleveland Way beginnt in der attraktiven Marktstadt Helmsley und führt durch die Heidelandschaft des North York Moors National Park, bevor er die Küste bei Saltburn-by-the-Sea erreicht. Von hier aus ist es ein Augenschmaus entlang der Küste von North Yorkshire nach Filey, vorbei an alten Fischerdörfern und lebhaften Küstenstädten."
    Man darf gespannt sein! Morgen geht es los.
    Wilfried hat die Tour bestens vorbereitet und den geplanten Verlauf in einem Booklet zusammengestellt:
    https://drive.google.com/file/d/1ahTkpcx01CVZk1…

    zum Cleveland Way:
    https://www.nationaltrail.co.uk/en_GB/trails/cl…
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  • It’s not an ordinary monday …

    September 9, 2024 in England ⋅ ☁️ 16 °C

    … meint der Pilot, als er uns offenbart, dass eines der Triebwerke nicht funktioniere, wie es soll. Wir sitzen schon im Flugzeug. Es soll uns von Hamburg nach Manchester bringen. Kann es aber nun nicht. Wir müssen auf eine Ersatzmaschine wechseln. Die versucht der Pilot nun über Handy zu besorgen. Auch ein Bus für den Transfer muss er anschließend noch selbst organisieren und weist uns schließlich an, den ja nicht mehr zu verlassen, wir würden sonst wieder europäischen Raum betreten und müssten erneut durch die Passkontrolle.
    Mit einer nicht unerheblichen Verspätung heben wir ab. Wie gut, dass Wilfried in Manchester genug Puffer eingeplant hat, so erreichen wir unseren Zug mit Leichtigkeit. Der Transpennine Express ist nicht so schnell unterwegs wie vermutet, doch kommen wir nach zwei Stunden in York an. Als erstes geht es zur heutigen Unterkunft, nach zehn Reisestunden gelüstet es uns nach einer kleinen Pause.
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  • York: Sightseeing

    September 9, 2024 in England ⋅ ☁️ 15 °C

    Nach einer Stunde Entspannung ging‘s noch in die Stadt. Das Wetter klarte auf und machte den Spaziergang zum Vergnügen. Viel gibt es zu entdecken in York. Mir gefiel natürlich die Stadtmauer am Besten.
    Zum Schluss kehrten wir im „The Punch Bowl“ ein. Fish & Chips war aus, das war etwas enttäuschend, aber wir fanden mit „Withby breaded scampi“ würdigen Ersatz. Das Bier dazu mundete vorzüglich.
    Nun kann die Wanderung beginnen.
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  • In Helmsley geht es los

    September 10, 2024 in England ⋅ 🌬 14 °C

    Mit dem Bus geht es von York in einer rasanten Fahrt entlang abenteuerlich schmaler Straßen nach Helmsley. Zunächst müssen wir uns im kleinen Supermarkt am Marktplatz für heute Abend versorgen, denn am Ziel wird es außer der Unterkunft nichts geben.
    Danach schauen wir uns den kleinen, aber feinen Ort an. Hübsche Häuser, nette Cafés und feine Boutiquen erfreuen die Touristenherzen. Schade, dass wir nicht mehr Zeit haben, doch der Trail ruft! Noch ein Blick in die Kirche, dann suchen wir den Startpunkt auf. Los geht es.
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  • Helmsley > Sutton Bank

    September 10, 2024 in England ⋅ 🌬 12 °C

    Es ist schön, wenn ein Trail einen offiziellen Startpunkt hat. Der Cleveland Way hat einen - die charakteristische Eichel des National Trail. So ist es gut und ich bekomme auf den ersten Kilometern das Hochgefühl, endlich wieder auf einem Fernwanderweg unterwegs zu sein.
    Nach sechs ruhigen Kilometern kommen wir zu den Ruinen der Rievaulx Abbey, die etwas abseits liegen. Wir sind unschlüssig, ob wir den kleinen Umweg machen wollen. Doch es lohnt sich und ein Flat White springt auch noch raus.
    In westlicher Richtung wandern wir weiter durch bewirtschaftete Wälder. Dann geht es allmählich bergauf, bis wir das kleine Dorf Cold Kirby erreichen. Die Zeit ist schon weit fortgeschritten, wir suchen und finden eine Abkürzung. Sie führt uns mitten durch ein Getreidefeld.
    Zum Schluss führt uns der Weg zum Steilhang von Sutton Bank – dem westlichen Tor zum Nationalpark North York Moors. Hier gibt es spektakuläre Weite, doch auch kräftigen Wind, der uns auskühlt. Wir sind froh, endlich unsere Unterkunft „High Paradise Farm“ zu erreichen, die in einem kleinen Heidebauernhof aus dem 16. Jahrhundert liegt. Hier müssen wir uns heute selbst verpflegen.
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  • Boltby > Chop Gate

    September 11, 2024 in England ⋅ ☀️ 12 °C

    Wir wußten, dass es heute anstrengend wird. Dreißig Kilometer mit ständigem Rauf und Runter stehen uns bevor. Dabei gab es heute nicht mal das kräftigende „Full English Breakfast“, sondern nur karges Baguette mit Dip von gestern.
    Los geht es bei strahlendem, aber kaltem Wetter. Bald haben wir das Hochmoor erreicht. Die Heide hat leider schon fast abgeblüht, trotzdem ist die Gegend spektakulär. An einer endlos langen Trockenmauer geht es für viele Kilometer entlang. Links der schier endlose Blick vom Steilhang hinab in die Ebene, rechts der riesige Heideteppich der Hochebene.
    Nach 12 km machen wir in einem niedlichen Shop Halt. Hier finden wir alles, um uns für die nächsten zwei Tage zu versorgen. Nach einem Flat White geht es weiter, den nächsten Berg hinauf, zurück in die Heidelandschaft.
    Dunkle Wolken ziehen auf. Es regnet und hagelt, es wird kalt. Mit klammen Fingern ziehen wir weiter, Wilfried ist nun viel schneller als ich. Berg und Tal wechseln sich ab, wir sammeln ordentlich Höhenmeter. Der Weg ist fast durchgängig mit Steinplatten gepflastert, dadurch geht es sich leichter. Zwei Mal noch werden wir nass, dann ist das Schlechtwetter durchgezogen. Beim vorletzten Berg, über den der Cleveland Way uns scheucht, keuchen wir schon mächtig. Den Letzten - White Hill - lassen wir aus. Doch auch die den Berg umrundende Alternativstrecke ist schön.
    Noch ein Kilometer im Tal, dann haben wir unsere heutige Unterkunft erreicht. Hier werden wir einen Tag bleiben, denn das kleine Appartement ließ sich nur für zwei Nächte buchen. Und Unterkünfte sind rar in dieser Gegend.
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  • The Bay Horse in Great Broughton

    September 12, 2024 in England ⋅ ☁️ 12 °C

    Den heutigen Tag verbringen wir zwecks Kalorienzufuhr in Great Broughton. Dort gibt es zwei Einkehrmöglichkeiten. Wir entscheiden uns für „The Bay Horse“, das sich als gute Wahl erweist. Wir verbringen dort eine chillige Zeit.Read more

  • Chop Gate ➡️ Guisborough

    September 13, 2024 in England ⋅ ⛅ 14 °C

    Rauhreif liegt über dem Garten von Bluebells Cottage, als wir los marschieren. Doch die Sonne wärmt uns schnell auf. Heute geht es zum Roseberry Topping, das man schon von Weitem ausmacht. Es ragt markant aus der Umgebung; wegen seiner prägnanten Form nennt man es auch Yorkshire Matterhorn. Der Weg dorthin jedoch ist lang und führt zurück ins Hochmoor zu Schafen und Heide. Der Blick über das Land ist wieder überwältigend. Stille liegt über der Heidelandschaft, nur vom gelegentlichen Blöcken der Schafe durchbrochen.
    Nach Kildale geht es runter und gleich wieder hinauf in das nächste Hochmoor. Vorbei an einen Obelisken, der James Cook gedenkt, der hier in der Nähe geboren wurde. Wir hoffen, hier würden wir DEN Blick auf das Meer ergattern, den Cook zu seinen Weltreisen animierte. Doch hier ist es noch nicht so weit. Erst als wir Roseberry Topping erreichen, breitet sich das blaue Meer vor uns aus. Morgen dann werden wir es erreicht haben, doch heute steigen wir bei Guisborough aus dem Hochmoor ab. Es reicht uns auch, die zurückliegenden 25km nagen an Waden und Oberschenkeln. Im Fox&Hound, einem Hotel, das wohl schon bessere Tage gesehen hat, lassen wir den Abend bei Fish&Ships nebst Bier ausklingen. War ein harter Ritt heute.
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  • Guisborough ➡️ Saltburn by the Sea

    September 14, 2024 in England ⋅ ☁️ 17 °C

    Nach einem recht uninteressanten Verbindungsweg kommen wir in
    Saltburn bts an, einem im viktorianischen Architekturstil erbauten Strandbad, das sich durch eine Rasterordnung auszeichnet. Eine geplante Stadt also. In der ersten Reihe stehen mehrgeschossige Wohnhäuser mit Meerblick. Eine Standseilbahn transportiert seit 150 Jahren Strandhungrige den Steilhang hinab. Derzeit allerdings ist sie außer Betrieb. Unten führt ein langer Pier ins Nordseewasser, auf dem Surfer ihr Glück suchen. Wir bummeln herum, doch irgendwann müssen wir weiter, hoch oben den Kliffweg des Hunt Cliffs entlang, Richtung Süden. Noch ein paar Kilometer und wir biegen ab zur heutigen Unterkunft, die nicht weit des Cleveland Ways auf einem Golfplatz liegt.
    Das war ein gemütlicher Wandertag.
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  • Saltburn by the Sea ➡️ Ellerby

    September 15, 2024 in England ⋅ ⛅ 17 °C

    50 shades of grey - kommt mir heute in den Sinn, blicke ich über Meer und Himmel. Die Grauschattierungen passen wunderbar zur Landschaft. Immer an der Klippe lang, ist heute das Motto, und ein Schritt zu weit nach links könnte der Letzte sein...
    Die Höhepunkte heute: neben Klippen und Meer die drei Orte Skinningrove, Staithes und Runswik Bay, jeder für sich auf seine Art schön und skurril. Shinningrove eine ehemalige Verladestelle für Eisenerz, das hier 100 Jahre lang abgebaut und verschifft wurde. Nun ist hier nicht mehr viel los. Ganz anders Staithes, wo an diesem Wochenende ein Kunstfestival Touristen in großer Zahl anlockt. Dagegen ist Runswik Bay ein ruhiger Ort mit schönen Häusern, die am Fels kleben. Tief hinab muss steigen, wer den Ort besichtigen möchte. Auch nicht schlecht ist Ellerby, wo wir heute logieren. Es liegt nur leider etwas abseits der Route und morgen müssen wir zurück nach Runswik Bay.
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  • Ellerby ➡️ Robin Hood's Bay

    September 16, 2024 in England ⋅ ☀️ 14 °C

    Es fällt uns etwas schwer, das schöne Hotel in Ellerby zu verlassen. Aber mut ja. Bald sind wir am Strand von Runswik Bay, wo gleich die nächste Klippe auf ihre Besteigung wartet.
    Insgesamt empfinden wir es heute beschwerlich, ohne genau zu wissen, warum. Vielleicht ist es der unebene Küstenweg, vielleicht die permanente Nähe zum Abgrund?
    In Sandsend beginnt ein langer Sandstrand. Hier sollen die höchsten Immobilienpreise in Yorkshire verlangt werden. Dabei ist es nur ein langgezogenes Straßendorf, dass außer Strand nicht viel bietet. Ganz anders dagegen Withby am anderen Strandende, das einem ehemals mondänen Strandbad gleicht. Am Hafen ist die Hölle los, hier drängen sich Touristen auf Straßen, Shops, Cafés und Bars. Schnell weiter, den gegenüberliegenden Berg hinauf, wo ein altes Abbey steht, seit dem 16. Jhdt dem Verfall anheim gestellt. Trotz der 15£ Eintritt sind die Überreste gut besucht. Wir aber gehen weiter auf dem Cleveland Way, der hier auf den westlichen Coast Path trifft. Die restlichen Kilometer gestalten sich anstrengend, so dass wir schließlich eine Abkürzung auf dem ehemaligen Gleisbett nutzen, das zu einem Radweg umfunktioniert wurde. Hier geht es sich schnell und ohne Anstrengung. Endlich sind wir in Robin Hood Bay, wo wir heute übernachten.
    Es wurde ein langer Tag.
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  • The Cinder Track

    September 17, 2024 in England ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir hätten länger bleiben mögen in „Robin Hood‘s Bay“, bestätigen wir uns, als wir morgens durch den Ort schlendernd. Vor allem, weil noch keine Touristen da sind, die vermutlich bald die hübschen Gassen verstopfen würden. Aber wir müssen weiter. Auf dem Cleveland Way heißt das hier: ein Cliff rauf, ein Hole runter, ein Cliff rauf, ein Hole runter. Beim dritten Hole haben wir die Faxen dicke und wechseln auf den Cinder Track, der weiter oben am Hang verläuft. Auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Whitby und Scarborough geht es sich deutlich komfortabler und schneller. Allerdings ist es nicht so abwechslungsreich. Aber irgendwas ist immer…
    In Ravenscar finden sich die Reste eines Bahnhofs. Am Ende des 19. Jhdt. gab es Pläne, das Dorf in einen Ferienort umzuwandeln, der mit dem nahegelegenen Scarborough konkurrieren sollte. Straßen wurden angelegt, einige Häuser gebaut und Abwasserkanäle angelegt. Wegen des langen Weges zu seinem felsigen Strand wurde Ravenscar nie beliebt. Die Sache wurde ein Flop. Die Bahnlinie wurde in den 1960ern endgültig stillgelegt und in einen Radweg umgewandelt.
    Aufgrund des guten Untergrunds erreichen wir Scarborough recht schnell. Doch der Ort kann uns nicht überzeugen. Alles ein wenig herunter gekommen. Wir finden nach einigem Suchen ein Fischrestaurant, das uns üppige Portionen auftischt. Die Bierwahl ist eine Homage an einen Song von Simon & Garfunkel, die über eine Liebe singen, die einst hier lebte (https://youtu.be/-BakWVXHSug?si=oSf6eUV5p2iFsMUg).
    Satt und zufrieden kehren wir in unser B&B zurück und freuen uns auf morgen.
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  • To the End of Cleveland (Way)

    September 18, 2024 in England ⋅ ⛅ 15 °C

    Die letzte Etappe auf dem Cleveland Way können wir gemächlich angehen, denn sie ist nicht mehr so lang und hügelig. So schlendern wir zunächst durch Scarborough, sind dabei teils entsetzt vom touristischen Firlefanz, teils fasziniert von dem alten Seebad. Eines ist klar: dieser Ort hat seine besten Zeiten hinter sich.
    Frohgemut wandern wir die letzten Kilometer auf dem Cleveland Way, der es uns heute nicht so schwer macht wie bisher. Nach 15 Kilometern ist das Ziel erreicht. Ein älteres Paar, selbst auf dem Cleveland Way unterwegs, macht für uns das Schlussfoto.
    Von Filey geht es mit dem Bus zurück nach Scarborough.
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  • Manchester at a glance

    September 19, 2024 in England ⋅ ☁️ 20 °C

    Heute geht es mit dem TransPennine Express von Scarborough über York nach Manchester. Der Nachmittag steht für eine kleine Stadtbesichtigung zu Verfügung. Während es Wilfried in die City zieht, will ich mir die Kanäle und den River Irwell anschauen. Ich erlebe eine Stadt, die im Umbruch ist. Altes verschwindet, Neues entsteht. Der Wandel vollzieht sich offenbar recht rasch. Und schlecht wird es nicht. Für diese Stadt hätte ich gerne mehr Zeit gehabt.Read more

  • Manchester Airport

    September 20, 2024 in England ⋅ ⛅ 18 °C

    Den Weg zum Bahnhof gestalten wir zu einem kleinen Spaziergang nach New Islington (https://www.komoot.com/de-de/tour/1870891613), einem Millennium-Village-Projekt, das darauf abzielte, innerstädtische Gebiete zu sanieren. Ich war gestern schon hier, aber ich wollte es Wilfried noch zeigen. Danach geht’s zum Bahnhof. Mit dem TransPennine Express soll‘s nun zum Manchester Airport gehen. Allein der Zug kommt nicht. Eine Signalstörung hindert alle Züge aus nördlicher Richtung an der Einfahrt. Das Schienennetz in GB ist wohl noch desolater als das Unsere. Mit einer Stunde Verspätung fahren wir los, aber nicht mit dem TransPennine Express, sondern mit einer anderen Privatbahn. Das ist eigentlich nicht erlaubt, aber uns im Moment egal. Wir müssen zum Flieger! Da der Security Check ungewöhnlich schnell absolviert ist, bleibt doch noch Zeit zum Relaxen bzw. Duty Free Shopping. Mit Verspätung heben wir ab.Read more

    Trip end
    September 20, 2024