• Oliver Hollatz
  • Lea Kuhl
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  • Lea Kuhl

Oli & Lea_Balkan Biking

Lea und Oli radeln von Wien, Österreich nach Patras, Griechenland. Hier könnt ihr uns auf Schritt und Tritt verfolgen und auf dem laufenden bleiben. Leer más
  • Hitzköpfe | Orobac - Benkovac

    27 de agosto de 2023, Croacia ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir sind vorsichtig gestartet nach dem Lea am Tag zuvor sehr erschöpft war und wir an der Küste ein Tag länger blieben.
    Wir starteten früh, wenn auch mit etwas Verzögerung, weil wir uns von Peter und Antje (Funfact: die beiden hießen wirklich wie meine Eltern) verabschiedeten.
    Um ca. 10Uhr kamen wir in Orobac an.
    Eigentlich dachten wir, wir würden den kurz hinter Orobac und am Fluss liegenden Campingplatz ansteuern um noch ein paar Wasserfälle mitzunehmen. Wegen der etwas kargen Landschaft und um mehr Meter zu machen, Entschieden wir uns aber kurzerhand einen Lift nach Split zu nehmen. So viel Zeit bleibt uns nicht mehr und etwas mehr Zeit in Albanien und Montenegro würden wir bevorzugen. Aber wie kommen wir nach Split, wenn nicht mit dem Rad? Die Infrastruktur was Züge angeht macht keine Hoffnung. Es fahren wenn überhaupt 3 Züge am Tag und wann und wo ist selbst im Internet nicht verlässlich herauszufinden.
    Wir trafen sogar Kroaten die behaupteten noch nie Zug gefahren zu sein.
    Busse währen hier, neben dem Auto versteht sich, das bevorzugte Fortbewegungsmittel. Als wir mit etlichen einheimischen versuchten heraus zu finden, wo ein Bus fährt kamen nur wage Aussagen. Niemand schien sich wirklich sicher zu sein. So folgten wir letzten Endes den Aussagekräftigsten Worten, die da lauteten: "in Benkovac könntet ihr Glück haben", und fuhren durch die brütende Hitze nach Benkovac. Nach 200 Höhenmetern und Abfahrt kam bei halber Strecke zum Glück ein Strand an dem wir uns erfrischend konnten. Aber die Hitze zerrt an den Nerven. Und alles was nass und kühl ist, ist in 5min wieder trocken und der Schweiß läuft erneut.
    Als wir dann am Benkovacer "Busbahnhof" ankamen, war alles ausgestorben. Bloß ein Linienbusfahrer der nicht verstand was wir wollten. Wir füllten erstmal unsere Mägen und buchten ein Zimmer, weil wir uns nach einer Dusche und einem richtigen Bett sehnten. Zumindest das lief unkompliziert. Morgen schauen wir dann weiter…
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  • Radeln nach Šibenik, Bus nach Split

    28 de agosto de 2023, Croacia ⋅ 🌬 30 °C

    Nach der erholsamen Nacht im Bett fuhren wir am Morgen nach einer netten Plauderei mit dem Apartmentbesitzer zur Bushaltestelle in Benkovac. Wir erfuhren dass ein Bus nach Split fährt. Allerdings erst in 4 Stunden und es würde von der Laune vom Busfahrer abhängen ob wir unsere Räder mitnehmen können oder nicht.
    Um die Wartezeit zu überbrücken und um Meter gemacht zu haben falls wir abgewiesen werden, radelten wir 3 Stunden weiter zur nächsten Haltestelle nach Šibenik. Die Fahrt dorthin war emotional anstrengend und die Landschaft erschien karg. Durch die emotionalen Themen im inneren, waren wir nicht offen und wenig sensibel für die Schönheit um uns herum. Also hielten wir an und wandten uns einander zu um Missverständnisse zu klären und Fehler zu verzeihen. Danach fühlten wir uns etliche Kilos leichter und die Landschaft schien auch wieder ihre Schönheit vor unseren Augen zu entfalten. Es ist ein ständiges nachjustieren-Sowohl was Equipment und die Navigation angeht, als auch in unserer Beziehung. Wir versuchen gut für einander da zu sein. Manchmal aber verpassen wir manche Bedürfnisse wie Ausfahrten. Aber der Tag sollte noch schön werden und wir fuhren im Bus nach Split und kamen erfüllt und verbunden am späten Nachmittag an und genossen die Regenfälle an der Küste im trockenen Café. All good❤️
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  • Split 1

    28 de agosto de 2023, Croacia ⋅ 🌬 30 °C
  • Split 2

    29 de agosto de 2023, Croacia ⋅ 🌧 23 °C

    Die Hafenstadt Split nimmt uns mit abrupten und heftigen Regenschauern in Empfang und besticht dennoch auf Anhieb mit ihrem südländischen Charme. Teils müssen wir uns mit nasser Kleidung begnügen, werden dafür aber mit kitschig anmutenden Regenbögen beglückt. Wir nehmen uns ein Zimmer um uns etwas sortieren, duschen und unsere Wäsche machen zu können. Unser Ekel, der bei dem unhygienischen Zustand der Unterkunft aufkommt, steht etwas unserer Entspannung in diesen Räumlichkeiten im Weg.
    Genussvolle Stille kommt hingegen auf als wir uns mit Tiho (einem Bekannten von Oli aus Split) auf seine Empfehlung in einem Café treffen und damit einen Kaffee finden, der nach etlichen Versuchen in den letzten Tagen wieder unseren Geschmack trifft. Gemeinsam schlendern wir durch die engen Gassen und Tiho zeigt uns in aller Ruhe den festungsähnlichen und historischen Stadtkern sowie sein kleines Tattoostudio.
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  • Korčula

    31 de agosto de 2023, Croacia ⋅ ☀️ 24 °C

    Wir kamen Abends im Hafen von Vela Luka auf Korčula an. Glücklicherweise haben wir ein feines Zimmer für wenig Geld bekommen von dem aus wir am Abend auf dem Balkon das Gewitter in der Ferne beobachteten und am nächsten Tag Morgens starteten. Lea plagten leider noch die Rückenschmerzen also entschieden wir, nach dem wir 10km gemeinsam zurück gelegt hatten und uns ein sehr leckeres traditionelles Mittagessen gegönnt haben, aufzuteilen - Lea nahm den Bus in Richtung Korcula City und ich radelte über die Insel. Wir waren froh, beide unsere Bedürfnisse erfüllt zu haben und genossen am Abend die Stadt in vollen Zügen.
    An einem kleinen Strand mit Blick auf die alte Stadt gingen wir erst schwimmen, später gabs dann das belohnende Eis beim flanieren durch die schmalen Gassen Korculas.
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  • Dubrovnik

    1 de septiembre de 2023, Croacia ⋅ ☀️ 26 °C

    Am Nachmittag treffen wir mit der Fähre aus Korčula in Dubrovnik ein und lassen uns etwas durch die autofreie Altstadt mit ihren imposanten Sakralbauten treiben. Zu Fuß unterwegs genieße ich es, dass wir unsere Eindrücke unmittelbar teilen können. Vor allem weil ich die Freude und den Austausch über visuelle Eindrücke mit Oli als sehr verbindend erlebe. Beim Radfahren fällt der Austausch kürzer aus,- wir bekommen das begeisterte Jubeln, ein kurzes Zulächeln und das Schnaufen des Anderen mit. Ein intensiverer Austausch über Gesehenes findet meistens hingegen erst am Ende des Tages statt, wenn wir uns gemeinsam die Schnappschüsse unserer Fahrt anschauen und dabei den Tag Revue passieren lassen. Erstaunt bemerken wir dann immer wieder, wie abwechslungsreich die Eindrücke innerhalb eines Tages sein können und feiern bei der Feststellung das Reisen mit dem Rad.

    Dubrovnik macht was her: am Mittelmeer gelegen beeindruckt die Stadt mit ihren mittelalterlichen Burgen und Palästen sowie der historischen Stadtmauer, von der wir uns an dem Blick über die Dächer der Stadt erfreuen. In der Langsamkeit mit der wir unterwegs sind erfreuen wir uns ebenso an Details: an der Wäsche, die zwischen den Fenstern unterhalb der zahlreichen Terrakottadächer gespannt ist und sich im Wind wiegt, an den herumstreunenden Katzen, den langen Schatten die die Abendsonne wirft sowie den begrünten Gassen.

    Unerwartet erreicht uns ein Anruf von Benni, der unsere Fahrräder in der Stadt gesehen hatte und uns zuordnen konnte. So finden wir uns mit Benni, Lene und Mattis zusammen, die wir in Velebit auf dem Campingplatz kennengelernt hatten. Wie schön mit den Dreien so am Abend noch gemeinsam in Dubrovnik zu verweilen. Mit der Fähre geht es durch die Dunkelheit über das Meer um die Ferienwohnung von Lene und Benni zu erreichen. Wir schätzen uns glücklich auf dem Sofa ihrer Wohnung für die Nacht unterzukommen und damit erholt und geduscht am nächsten Tag die nächste Etappe nach Kotor, Montenegro antreten zu können.
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  • Gipfel des Jezerski - 1657m

    4 de septiembre de 2023, Montenegro ⋅ ☀️ 16 °C

    Wir hinken etwas hinterher mit unseren Posts. Die Eindrücke der letzten Tage und die Strecken waren so gewaltig dass wir keine Zeit fanden etwas zu schreiben. Aber um etwas aktueller zu teilen, greife ich chronologisch etwas vor. Die vorherigen Eindrücke folgen dann.

    Wir starteten an dem Tag in der Nähe der Bucht von Kotor in Montenegro, wo wir am Abend vorher schon mit einigen anderen Fahrradreisenden aus London und Australien connecteten. Wir teilten nicht nur die gleiche Route sondern auch unsere Angst vor dem Aufstieg den wir am nächsten Tagen vor uns haben würden. Und der Morgen kam schneller als erwartet. Wir fuhren einen ganzen Tag bergauf. 1657 Höhenmeter auf über 30km Länge und verbrachten die Nacht oben in den Bergen, wo wir alle leider kein erholsamen Schlaf fanden, weil ein Sturm zwischen den beiden Gipfeln her pfiff zwischen denen wir unser Camp aufschlugen. Dennoch würden wir am nächsten Tag sehr genährt von den Eindrücken aufbrechen und mit einer wahnsinns Abfahrt belohnt werden.
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  • Abfahrt vom Gipfel- Cetinje - Virpazar

    4 de septiembre de 2023, Montenegro ⋅ 🌬 25 °C

    Die Abfahrt vom Gipfel war wieder einmal unfassbar beflügelnd,- und als Crew den Berg herunterzuheizen war ein tolles Gruppenerlebnis. Während Oli die Tendenz hat die Straßenhunde der Gegend zu synchronisieren, sind es bei mir die Serpentinen die mich dazu einladen bei der schnellen Abfahrt einen individuellen Laut von mir zu geben. Eine Vertonung, die meine Begeisterung und Aufregung sowie den Radius der Kurve vereint.

    Wir entschließen uns kurzfristig noch eine Tropfsteinhöhle mit Em, Mikki, Johno und Harisson zu besichtigen. Eine abkühlende Abwechslung bevor wir uns von der liebgewonnen Gruppe verabschieden. Wir hadern mit der Entscheidung weiter zu fahren, entschließen uns dann aber doch schweren Herzens noch die für den Tag vorgenommenen Kilometer anzutreten. Der Abschied wird uns erleichtert durch die Begegnung mit dem Franzosen Bastian, auf den wir unmittelbar nach der Verabschiedung treffen. Ein weiterer Radreisender, der uns die nächsten beiden Tage begleiten wird. Gemeinsam legen wir noch viele Höhenmeter an dem Tag zurück. Überwältigt sind wir von der
    atemberaubenden Weite der Berglandschaften. Die Berge sind mit facettenreichen Grün überzogen und tauchen sanft in die glatte Wasserfläche des Sees ein, der vollkommen unberührt erscheint. Die Bilder, die sich vor unserem Auge darbieten, erscheinen uns fast schon gephotoshopt. Und teils erinnern uns die Eindrücke an Bilder, die wir mit Asien verbinden ohne dort gewesen zu sein. Bereichert von den vielseitigen Eindrücken treffen wir erschöpft und hungrig von diesem langen Tag am Abend auf einem kleinen Campingplatz in den Bergen ein. Hier werden wir interessiert und gastfreundlich in Empfang genommen und haben das Glück von der Mutter des Campingplatzbesitzers bekocht zu werden. Und dann holt Bastian auch noch seine Schokoladensammlung hervor. Was für ein Segen.
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  • Am Skadar See entlang nach Shkodër

    5 de septiembre de 2023, Montenegro ⋅ ☀️ 25 °C

    Mit Bastian an unserer Seite, radelten wir an diesem Tag gefühlt durch ein Teil von Asien. Den fernöstlichen Charme verdankt der Skadar See u.a. Virpazar’s Booten, dessen Dächer mit Stroh bedeckt waren, der grünen hügeligen Landschaft, welche ihre Füße im Wasser des Sees zu kühlen scheint, den moorigen von Seerosen übersäten farbvollen Buchten und den etlichen winzigen Inseln.
    Die hügelige Landschaft hatte natürlich auch ihre anstrengenden Seiten. Zwei Auf- und Abfahrten, die es in sich hatten und wir nahmen einen weiteren großen Anstieg und 20km Umweg in Kauf, um die schwerbefahrbaren Abschnitte der ursprünglich geplanten Route zu umfahren.
    Natürlich, oben angekommen, auch wieder mit einen fantastischen Ausblick auf Albaniens saftige Landschaft und einer 10min langen rasanten Abfahrt belohnt! Manchmal fühlt es sich wie fliegen an von so weit oben hinabzufahren. Vor Allem wenn die Schwalben, in ähnlicher Geschwindigkeit, ein Stück weit neben uns her gleiten. Bei Bastian sollte dieses Gefühl leider kippen, weil seine Bremsen nicht mehr greifen wollten und er mit allen alternativen Mitteln bremsen musste. Das war ein Schock! Zum Glück ist alles gut gegangen. Unten angekommen halfen wir ihm einen Lift nach Shkodër zu bekommen. Die Albaner sind sehr hilfsbereit und gleich die ersten Menschen mit einem größeren Auto, die wir fragten, nahmen ihn und sein Bike mit. Lea und ich waren schon sehr erschöpft und fuhren dennoch noch über die Grenze nach Albanien und versuchten einen Campingplatz zu finden. Leider war es bei den meisten nur möglich Cash zu zahlen. Da wir aber gerade erst ins Land reingefahren sind, hatten wir natürlich noch keine albanische Währung in der Tasche. So kamen wir nach etlichen Misserfolgen im Dunkeln am Rande von Shkodër am Camping Platz Legjienda an und wurden super herzlich empfangen. Was für ein Tag🤪
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  • Shkodër

    7 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☁️ 28 °C

    Der Campingplatz in Shkodër ist zwar groß, aber dennoch liebevoll gestaltet. Nach der Anstrengung der letzten Tage und vor allem einer sehr unruhigen Nacht auf einer luftleeren Matratze hatte ich jedoch kaum den Blick dafür. Die ersten Eindrücke in Shkodër überreizen mich in meiner Erschöpfung sehr: laute Musik die aus unterschiedlichen Lautsprechern gegeneinander ansteuert und darüber hinaus vom Gebetsgsang aus den Moscheen der Stadt übertrumpft wird, die Hektik und Schwüle einer Großstadt, Albaner die mit Touristenattraktionen auf sich aufmerksam machen, Turnschuhberge an jeder Ecke und viel Müll. In der Hoffnung mit gutem Schlaf der Erschöpfung entgegen zu wirken, nehmen wir uns ein Zimmer und es tut gut sich den Reizen etwas zu entziehen. Und auch Oli hat so die Gelegenheit etwas runterzufahren. Er übernimmt das Navigieren bei unserer Reise und ist damit neben der körperlichen Beanspruchung auch kognitiv sehr gefordert. Da fällt es teils schwer den wachsamen Modus abzulegen und in der Entspannung anzukommen,- auch wenn die Ankunft erfolgt und der Schlafplatz bereits gesichert ist. Kurzerhand entscheiden wir uns unseren Aufenthalt in Shkodër zu verlängern, um von hier ausgehend Ausflüge zu machen. Wir erhoffen uns davon etwas Entspannung und mehr Raum für uns als Individuum sowie für uns als Paar. Eine gute Entscheidung, wie sich zeigen wird.Leer más

  • Der Fluss "Drin"

    8 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☀️ 28 °C

    Als ersten Tagestrip unseres Entschleunigungs-Aufenthalts im Raum Skodër stand eine Bootsfahrt durch den Fluss Drin an der Reihe.
    Ein Shuttlefahrer nahm uns und einen anderen Touri mit in seinem Golf. Zum Frühstück besorgte er uns typisch albanisches Byrek, mit dessen Blätterteigkrümmel wir die Sitze übersäten, was den Fahrer aber nicht störte.
    Die fast 2 stündige Hinfahrt war durchzogen von Schlaglöchern, im Pkw aber auszuhalten.
    Am Koman Stausee angekommen,stiegen wir in überfüllte Boote mit extrem lauter Musik, die für gute Laune sorgen sollte aber eher ein Unwohlsein auslöste. Zum Glück wurde diese abgeschaltet als wir losfuhren. Es war noch etwas frisch so früh am Morgen und das durch das Boot aufspritzende Wasser sorgte für eine Extra-Erfrischung während der Fahrt. Auf dem Fluss schlängelten wir uns durch die Berge-Das war beeindruckend! Und wir waren froh eine Pause von der körperlichen Anstrengung zu haben. Dennoch stellten wir gemeinsam fest, dass wir uns, wenn wir radeln, die Landschaft mehr erarbeiten und sie körperlich anders greifbar und intensiver erlebbar wird. Bei diesem Ausflug wirkte alles schon so vorbereitet und trotz der vielen Natur weniger natürlich. Wir fuhren zu einem idyllischen Ort in mitten der Berge, der zwar schön aber touristisch aufbereitet war. Das war an diesem Tag okay für uns. Wir legten uns in die Sonne und schliefen eine Weile. Wach wurden wir dann wieder durch ein kurzes Bad im kalten Gebirgs Wasser. Das Nichtstun tat gut, denn es brauchte ne Weile im reinen Sein anzukommen und nicht das Gefühl zu haben Aufgaben erfüllen zu müssen.
    Zurück ging es dann wieder auf dem gleichen Weg über den Fluss.
    Wieder an der Anlegestelle angekommen, organisierten wir uns allerdings einen Sitzplatz im Bus, weil unser Fahrer versäumt hatte eine klare Aussage zu treffen, wann wir uns wo für den Rücktransport treffen, und wir ihn so verpassten. Die Rückfahrt im Bus war wesentlich unangenehmer als die Hinfahrt.
    Jedes Schlagloch war, ohne zu übertreiben, ein Schlag in die Magengrube und in Kombination mit den Serpentinen ein sehr herausforderndes Workout für die Bauchmuskeln.

    Alles in allem empfanden wir den zeitlichen Aufwand der Fahrt und ihre Intensität nicht angemessen für das Erlebnis. Aber naja… ist halt nicht immer alles so toll wie man es sich vorstellt und das ist auch okay. Dennoch waren es schöne Eindrücke, die wir gern in Erinnerung behalten.
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  • Teth und sein blaues Auge

    9 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☀️ 26 °C

    Mit dem Camping Kocher morgens schnell noch Wasser für Tee und Kaffee gekocht und etwas Müsli gemampft, ging es noch halb schlaftrunken in Eile zum Bus nach Teth.
    2 Std. Fahrt in die Berge. Als der Fahrer bei der Hälfte des Weges an einem Café mitten im Nirgendwo hält, trauten wir unseren Augen nicht. DA SIND DIE AUSTRALIER!! Freudig hingen wir uns in den Armen und feierten unser ungeplantes und unwahrscheinliches Wiedersehen. Auch sie waren auf den Weg nach Teth. Lea und ich planten anfangs eine 7 Stunden Route nach Valbona zu wandern. Als wir dann aber erfuhren, dass der Rückweg am Folgetag 8 Std. mit Bus und Fähre in Anspruch nehmen würde und wir uns nochmal auf unsere Motivation des Entschleunigens zurückbesinnen, entscheiden wir uns für die kürzere Wander Route zum Blauen Auge von Teth. Wir genießen das langsame Tempo und, dass zur Abwechslung auch mal andere Muskelgruppen als beim Radeln beansprucht werden. Auch wenn wir uns am Ende der Route eine Abkühlung im 7 Grad kalten blauen Auge gönnten und der Anblick toll war, war unser Highlight der Weg dort hin.
    Selbst für die kleinere Wanderung brauchten wir einen ganzen Tag und waren froh über unsere Entscheidung und die Zweisamkeit am Ende des Tages.
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  • Teth 2

    9 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☀️ 26 °C
  • Tirana - Gjirokastër

    11 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☀️ 31 °C

    Unser Aufenthalt in Tirana ist nur kurz und der Eindruck entsprechend flüchtig. Schnell geht es weiter mit dem Bus nach Gjirokastër. Auch hier erhaschen wir nur ein paar Impressionen im stimmungsvollen Abendlicht bevor es am nächsten Tag mit dem Rad weitergeht.
    Nachdem ich bei der Busanreise in einer Kurve einen Koffer auf den Kopf bekommen hatte (ausnahmsweise hatte ich keinen Helm auf), wurde dies in Gjirokastër mit einem Wespenstich in den Zeh gekrönt (ausnahmsweise hatte ich keine Schuhe an). Von da an ging es erst mal mit Schlappen weiter, die wir am Folgetag noch besorgten.
    Ein kleiner Trost aber sollte an dem Abend noch der albanische Nachtisch Trilecce sein, den wir in einem kleinen Restaurant für uns entdeckten :)
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  • Gjirokastër und noch ein blaues Auge

    12 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☀️ 31 °C

    Leas Wespenstich machte an diesem Tag mehr Probleme als am Vortag. Am Morgen war noch nicht ganz klar wie sich das ganze entwickeln würde. Wir blieben erstmal noch in der Stadt. Die Festung/Burg wollten wir uns zumindest noch ansehen bevor wir fahren. Nur wurde der Eingang damals clever versteckt gebaut und nachdem wir vergebens mit Wespenstich rauf und runter kraxelten ohne den richtigen Weg zum Eingang zu finden, verloren wir die Lust und gingen in die Altstadt😄 Sehr kleines Örtchen, etwas touristisch aber schöne Atmosphäre. Dort verweilten wir noch in einem Café und versorgten Leas Fuß mit Eiswürfeln bevor wir bei der nächsten Apotheke und einem Supermarkt Salbe und Proviant besorgten. Natürlich ging es nach einer Weile wieder Bergauf und für Lea, dessen Fuß zu angeschwollen war um in den Schuh zu passen, ging es mit Schlappen bergauf. Ganz schön Ze…Zäh die Gute. Wir passierten erfolgreich Straßenhunde und Bergkühe und wurden belohnt mit einem Sonnenuntergang mit Blick auf eine Landschaft die mich an König der Löwen erinnerte. Lea sah zwar selbst in den Bergen angeschwollene Füße, aber ihr ging es soweit gut. Wir rollten den Berg wieder ein Stück weit hinunter in die Nähe vom blauen Auge und schlugen unser Zelt dort auf wo sich auch andere wild Camper niedergelassen hatten. Ich freute mich sehr darüber eine gute Feuerstelle gefunden zu haben und machte mich gleich ans Lagerfeuer und kochte nebenbei. Nach der Stärkung telefonierten wir noch mit Eva und Rolf und ließen den Tag am Feuer ausklingen.

    Ein einheimischer Bauer trieb sein Vieh and unserem Zelt vorbei, und weckte uns mit seinen motivierenden, Viehtreibenden Gesängen. Das passte uns ganz gut, so waren wir dann wie geplant früh beim Blue eye.
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  • Saranda & Sivananda

    15 de septiembre de 2023, Albania ⋅ ☀️ 28 °C

    In Saranda fragen wir uns, warum Menschen eigentlich in solche Tourismus Orte fahren, wo doch die Unterschiede der einzelnen Länder an diesen Orten gar nicht erlebbar sind, weil sie z.B. in Kroatien genauso aussehen wie Touri Orte in Albanien oder anders wo. Trotz der fehlenden Begeisterung für diesen Ort, bleiben wir einige Tage in Saranda, weil meine Yoga Ausbildung beginnt. Vier Tage verbringen wir in einem Apartment, wo ich von Morgens bis Abends vorm Handy hänge, weil ich mich via Zoom zur Ausbildung dazu schalte.
    In den Pausen essen Lea und ich meist zusammen, gehen an den Strand schwimmen oder amüsieren uns über das Verhalten der Katzen, dessen Wahlheimat, durch das ein oder andere Füttern unsererseits, unser Balkon geworden war. Einerseits ist es ungewohnt so viel Zeit in einer Unterkunft zu verbringen und andererseits ist es ganz wohltuend zu entschleunigen und das Gefühl zu haben an einem Ort anzukommen, einen Kühlschrank zu haben, an einem Herd zu kochen, regelmäßig Duschen zu können. Dinge die Zuhause so selbstverständlich in unserem Alltag sind, sorgen hier für ein Gefühl von purem Wohlstand.
    Bald schon geht das Wandmalerei Projekt in Patras los und langsam schleicht sich eine Traurigkeit über das baldige Ende der Reise ins Gemüt. Aber wir sind hochmotiviert das beste aus den letzten Tagen der Reise rauszuholen und beschließen am Tag vor der Abreise in Saranda nach Korfu rüber zu setzen um etwas Inselhopping zu betreiben.
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  • Korfu / Igoumenitsa

    20 de septiembre de 2023, Grecia ⋅ ⛅ 28 °C

    Mit einer schnittigen Fähre pesten wir von Saranda aus Richtung Korfu, wo wir uns kurz nach der Ankunft stärkten und anschließend aufs Rad schwangen. Nach den vielen Tagen vorm Handy, tat es gut wieder zu strampeln. Durch den Bewegungsdrang sahen wir nicht viel von der Stadt Korfu aber freuten uns über das grüne Antlitz der Insel und ihre diverse Fauna. Am Abend suchten wir uns in der Dämmerung einen Schlafplatz und landeten in einem Mienenfeld voller Mücken Nester. In Scharen befielen sie uns und wir bemühten uns nicht nur einen neuen Rekord in Sachen Geschwindigkeit beim Zeltaufbau aufzustellen, nein, wir sahen dabei auch noch aus wie bei einem Zirkusauftritt, weil wir, während wir mit den Händen die Stangen zusammensteckten, auf einem Bein balancierten, um das andere Bein zum einen zum kratzen der Wade zu benutzen und zum anderen, um die Mücken zu verscheuchen, die auf uns zuflogen und das kleinste Schlupfloch in unserer Hose zu finden versuchten, wie die Rebellen bei StarWars beim Angriff auf den Todesstern. Dank unserer Performance, kamen wir den Umständen entsprechend gut davon.

    Am nächsten Morgen war unser erstes Ziel Frühstück, und weil wir kein Proviant mehr hatten und ich große Lust auf ein Croissant verspürte, fuhren wir zur nächsten Bäckerei, deckten uns ein und frühstückten auf einem Steg mit Blick Richtung Meer und Sonnenaufgang. Der Strand war noch leer gefegt und wir schwammen eine Runde an unserem gefühlten Privatstrand bevor es wieder rauf aufs Alu-Ross ging. Nach einigen schönen Eindrücken, waren wir auch schon wieder auf der anderen Seite der Insel und nahmen die Fähre nach Igoumenitsa, von wo aus wir einen Bus Richtung Süden nehmen wollten, weil uns nicht mehr viel Zeit bis zum Festival blieb. Unser Plan auf halber Strecke Richtung Patras auszusteigen und den Rest zu radeln ging leider nicht auf und wir waren gezwungen eine alternative Lösung zu finden. Wir entschieden uns dafür den Bus nach Athen zu nehmen und dort die restlichen Tage bis zum Festival zu verbringen und noch etwas Kultur mitzunehmen. Der Bus fuhr erst spät am Abend. Wir nutzten die Stunden bis zur Abfahrt und fuhren zu einem Strand, den wir auch wieder die meiste Zeit für uns allein hatten.
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  • Athen

    22 de septiembre de 2023, Grecia ⋅ ☀️ 32 °C

    Um 3.00 Uhr Nachts erreichen wir Athen. Verknautscht, müde und etwas widerwillig begeben wir uns in der Dunkelheit aufs Rad. In Kombination mit unserer Müdigkeit sind es vor allem die absurd vielen und steilen Anstiege, die uns in dieser Nacht etwas wahnwitzig werden lassen. Damit hatten wir nicht gerechnet! So wird mit jedem weiteren Anstieg, der es auch noch wagt den Vorherigen zu übertrumpfen, unser Schnaufen von einem Prusten begleitet. Um 5 Uhr morgens erreichen wir dann schließlich das Appartment, in dem wir trotz der unangenehmen Ankunftszeit freundlich vom Vermieter empfangen werden. Kurz nach unserem Check in und ein paar Stunden Schlaf erfolgt auch schon unser Check out, da uns die Unterkunft nur zur Überbrückung dienen sollte- was die erschwerliche Anreise noch absurder erscheinen ließ. Die Wohnung, in der wir in den Folgetagen unterkommen, ist ausgesprochen gemütlich und lädt dazu ein gemeinsam zu kochen,- ohne dabei die Lebensmittel nach Gewicht auswählen zu müssen. Wir schlagen entsprechend zu und kommen darüber hinaus auch auswärts kulinarisch voll auf unsere Kosten.
    Dabei genießen wir die Geselligkeit der Griechen auf lebendigen Plätzen in spätsommerlicher Abendstimmung. Abgesehen von der historischen Altstadt erleben wir die Archiektur Athens als wenig abwechslungsreich (was auf den rasanten Wachstum in den 1920/30er Jahren und 1960/70er Jahren zurückzuführen ist) und fühlen uns von der Größe Athens erschlagen.
    Da das Programm an Sehenswürdigkeiten nicht so umfassend ist wie erwartet, kommt ungewohnt viel Zeit zum Verweilen auf und damit auch etwas Schwermut, dass unsere Radreise hier ihr Ende findet. Noch sträubt sich Vieles in uns bei dem Gedanken.
    Wir kommen sogar dazu einen Film zu schauen... auch wenn ich dabei einschlafe. Mehrere Tage an einem Standort zu sein, inmitten einer Großstadt in einer heimeligen Wohnung die uns in vielen Details an meine erinnert,- das fühlt sich schon fast wie eine vorsichtige Eingewöhnung an unsere Umgebung in Deutschland an. Während es für Oli nach Patras zum Street Art Festival geht, fahre ich nach Chalkida um dort eine mehrtägige Yin Yoga Fortbildung wahrzunehmen.
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