Staunend reisen mit Edith
Wir sind Reisende. Nachdem wir bis vor ein paar Jahren die Welt bereist und erwandert haben, wollen wir jetzt unseren Reisefokus auf Europa von Ost nach West und von Nord nach Süd legen. Balù, unser Wohnmobil, begleitet uns dabei. Читать далее🇦🇹Innsbruck
  • Piazza Armerina - Cavagrande Cassibile

    27 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 24 °C

    Gefahrene Strecke: 135 km

    Heute war ein aufregender Tag. Zunächst haben wir den feinen Parkplatz in Piazza Armerina ziemlich fluchtartig verlassen, weil der Morgenverkehr losging und um uns gefühlt tausende Autos auf Parkplatzsuche kreisten.
    In der irrigen Annahme, dass wir irgendwo auf der Weiterfahrt zu unserem Frühstück kommen würden, verließen wir den Ort. Im Morgentrubel ist es manchmal recht mühsam, durch Städte und Dörfer zu fahren, weil die Straßen links und rechts und kreuz und quer verparkt sind und die Durchfahrt oft nervenaufreibende Millimeterarbeit ist.
    Das mit dem Frühstück wurde zunächst nichts.

    Aber: Ich hab in der Früh auf Facebook gelesen, dass Thair Abud, genannt Ali, in Palazzolo Acreide ist und dort mussten wir sowieso durchfahren.

    Ali ist ein Weitwanderer auf dem Weg von Kap to Kap,dessen Beiträge ich interessiert verfolge und mit dem ich immer wieder geschrieben habe.
    Also hab ich ihn sofort kontaktiert und wir haben ein Treffen in einer Bar in Palazzolo vereinbart.
    Wir freuten uns beide sehr, uns endlich persönlich kennenzulernen.

    Aus der geplanten halben Stunde wurde ein wirklich spannender, feiner Nachmittag.
    Als wir uns verabschieden wollten, tauchte plötzlich Franco auf, der uns mit einer Begeisterung noch unbedingt eine Kirchenführung machen musste. Also haben wie noch Vieles über den Ort gelernt, in dem wir uns zunächst gar nicht aufhalten wollten.

    Gegen 16.30 fuhren wir weiter nach Cavagrande del Cassibile. Dort hatten wir bei Elena einen Übernachtungsplatz. Elena ist eine jungen Frau, die ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt hat, um ins Haus ihrer Großeltern zurückzukehren und dort einerseits Gemüse, Oliven und Sesam anzubauen und Hühner zu züchten und andererseits einen Campingplatz zu machen für Menschen, die in die Schlucht von Cassibile gehen wollen. Der Campingplatz ist noch keineswegs als solcher zu erkennen, aber er wird sicher ganz toll, sollte Elena den langen Atem für die Mühlen der sizilianischen Behörden haben.

    Am Abend freuen wir uns schon, dass es in 2 km ein gutes Restaurant gibt und wir marschieren im Dunkeln los. Leider geschlossen...Also wieder zurück.. Pasta geht immer
    Читать далее

  • Scicli -Caltagirone- Piazza Armerina

    26 сентября 2022 г., Италия ⋅ 🌧 20 °C

    Heute Früh sind wir in einem faschistischen Italien aufgewacht. 🙈
    Absolut kein guter Tag! Und keine/r der Italiener*innen, mit denen ich heute geredet habe, will es gewesen sein.😭

    Da heute ein richtiger Regentag war, haben wir unsere Routenpläne kurzfristig geändert und anstatt weiter am Meer entlang zu fahren, wieder Mal etwas für unsere Bildung zu tun.😃

    Zunächst fuhren wir nach Scicli, wo wir -wie üblich- frühstückten.

    Weiter gings dann nach Caltagirone. Das ist DIE sizilianische Keramikstadt. Die Keramiken von Caltagirone wurden auch zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

    Besonders auffällig ist die riesengroße Treppe di Santa Maria, die aus lauter Keramikkacheln besteht, die alle möglichen Geschichten darstellen. Die Treppe verbindet den unteren Stadtteil mit dem oberen.

    Ansonsten gibt es nicht viel Besonderes in Caltagirone. Sieht aus, wie die meisten sizilianischen Städte dieser Größenordnung im Landesinneren. Viele verlassene, mittlerweile baufällige Häuser, dazwischen einige wenige restaurierte Häuser und ein paar Palazzi. Ich habe auf unserem kurzen Rundgang 42 Gebäude gezählt, die zum Verkauf stehen.

    Nach einer Granita in einem architektonisch und stylisch höchst interessanten Café fuhren wir weiter nach Piazza Armerina.

    Piazza Armerina, ein UNESCO-Welterbe, ist berühmt wegen der römischen "Villa del Casale" aus dem 4. Jh., die eines der weltweit schönsten Beispiele römischer Mosaikkunst enthält (die Mosaike wurden übrigens von nordafrikanischen Handwerkern ausgeführt)
    Die Villa del Casale ist wirklich etwas Einmaliges und für jede/n SizilienbesucherIn ein absolutes Muss. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

    Nach 2 wirklich spannenden Stunden fuhren wir weiter direkt in die Stadt Piazza Armerina, wo wir einen feinen Übernachtungsplatz auf dem Parkplatz am Eingang der Stadt fanden.
    Dort wurden wir auch Ohrenzeug*innen einer Demo gegen die sich abzeichnende Regierungsbildung in Italien.
    Читать далее

  • Wieder ein Tag am Meer

    25 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 24 °C

    Obwohl das Wetter heute nicht strahlend war, haben wir beschlossen, noch einen Tag am diesem schönen Strand zu verbringen. Lange Strandwanderung,
    Frühstück im Nachbardorf Donnalucata, am Strand liegen, lesen... Die weitere Route planen... Ach ja, und mich über die Tirol-Wahl ärgern und vor den Ergebnissen der Italien- Wahl fürchten

    Alle Fotos fallen in die Rubrik " Strandimpressionen", daher keine Untertitel
    Читать далее

  • Scoglitti-Ragusa-Scicli

    24 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 23 °C

    Gefahrene Strecke: 66 km
    Die Überlegung heute früh war, wie bzw. wann wir am besten nach Ragusa fahren. Und frei nach dem Motto "Der beste Tag ist heute", stellten wir fest, dass uns das Heute recht gut ins Konzept passt.

    Gegen 10 starteten wir. Zunächst fuhren wir zum Castello di Donnafugata, ca. 15 km vor Ragusa. Dieses herrschaftliche Schloss mit der riesigen Gartenanlage und dem Labyrinth aus Stein ist unbedingt einen Besuch wert.

    Hier sind übrigens auch einige Szenen der Serie Commissario Montalbano gedreht worden. Wie sich übrigens die Montalbano Fälle sowieso hauptsächlich zwischen Ragusa und Scicli abspielen.
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Castello_di_Don…
    Nach diesem lohnenswerten Besuch ging es weiter nach Ragusa.
    Für uns war Ragusa eine ganz unromantisch wichtige Anlaufstelle, weil es dort bei einem Busparkplatz eine der ganz wenigen Ent- und Versorgungsstellen außerhalb von Campingplätzen bzw. offiziellen Stellplätzen gibt.

    Aber Ragusa ist toll. Eine zweigeteilte Stadt. Die Stadt wurde nämlich
    1693 von einem Erdbeben fast vollständig zerstört und ihre Vergangenheit, mittelalterliche Spuren inbegriffen, komplett vernichtet. Weil man sich im Rahmen des Wiederaufbaus nicht einigen konnte, wo die Stadt neu errichtet werden sollte, entstanden zwei Stadtteile, einer auf dem Gebiet der ursprünglichen Stadt (Ragusa Ibla) und einer auf einem etwas höher gelegenen Felsplateau (Ragusa Alta) im Westen.
    Von Ragusa Ibla nach Ragusa Alta kommt man zu Fuß über 401 Stufen, die wir natürlich erklommen sind.

    Wir haben die Stadt mit ihren verwinkelten Gässchen sehr genossen. Immer, wenn wir durch so enge Stadtgässchen schlendern, bewundern wir die Autofahrkünste der Italiener*innen. Wo überall Autos durchpassen, ist unglaublich.

    Als Krönung gab es noch ein feines Kleinigkeiten-Essen in der Bar -Ristorante 3 Archi.

    Und dann gings weiter, wieder ans Meer, an den Strand von Spinasanta, der zur Gemeinde Scicli gehört.
    Wunderbarer Platz und keine Menschen mehr, obwohl der Strand ein Paradies für Kitesurfer sein soll. Wir haben sowohl Strand, als auch Parkplatz total für uns allein.
    Читать далее

  • Von Enna nach Scoglitti am Meer

    23 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 16 °C

    Gefahrene Strecke: 107 km.

    Ok, Landesinneres schön und gut, Enna ist eine reizvolle Stadt, aber diese Temperaturen haben wir noch früh genug. Daher fahren wir heute wieder ans Meer.
    Aber nicht, ohne vorher Enna gründlich zu erkunden.

    Wegen der Lage und, weil man auf den Turm klettern kann und davon das ganze Tal überblickt, besichtigten wir das Castello della Lombardia. Das ist eine riesige Burganlage. Die Außenanlage mit dem Wehrturm kann man besichtigen und bewandern. Sehenswert wegen der tollen Aussicht. Sehenswert ist auch der 8-eckige Wehrturm, der nach Friedrich II benannt ist und solitär am anderen Ende der Stadt steht.

    Mein Eindruck von gestern hat sich bestätigt: Enna ist chaotisch, verkehrsmäßig völlig außer Rand und Band, als Fußgänger*in schwebst du in ständiger Lebensgefahr.

    Auf dem Rückweg haben wir und dann noch bei einem Verkaufsstand mit Käse, Wurst und Oliven ausgestattet und bei einem Fischhändler mit einer Scheibe Schwertfisch. Schwertfisch kaufen dauerte eine gute Stunde, weil der Pescivendolo ein total herzlicher Mensch war, der uns unbedingt seine Lebensgeschichte erzählen musste und auch von uns alles mögliche wissen wollte.

    Gegen 14.00 Uhr fuhren wir dann wieder ans Meer nach Scoglitti.
    Ganz plötzlich ist an den Stränden absolut nichts mehr los. Die Badegäste sind weg, die Bars und Restaurants geschlossen und wir haben die wunderschönen Strände ganz für uns allein.

    Wieder ein schöner Stellplatz am Meer, leider ist die nahegelegene Stranddusche auch schon abgedreht.

    Am Abend gab es Nudeln mit Gemüse und pesce spada.
    Читать далее

  • Sutera - Enna

    22 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 20 °C

    Gefahrene Strecke: 83km

    Ganz gleich vorweg genommen: Sutera ist ein Kleinod. Ein kleiner Ort mit 1200 Einwohner*innen, mehr als die Hälfte älter als 60.

    Die Lage ist atemberaubend, die archtektonische Gesamtstruktur faszinierend. Aber leider ist der Ort auch das, was man unter " gottverlassen" versteht. Politisch komplett vergessen, interessiert weder die italienische, noch die sizilianische Politik und auch nicht die Regierung der Provinz Caltanisetta, zu der der Ort gehört. Und das hat zur Folge: Abwanderung, keine Arbeitsplätze, verfallene Häuser, depressive Alte. Ich beschreibe das so genau, weil ich überzeugt bin, dass in dem Ort mit klug eingesetzten finanziellen Mitteln vieles möglich wäre. Und Sutera ist exemplarisch für andere sizilianische Dörfer mit ähnlichen Voraussetzungen. Einiges an Geld wurde ja eingesetzt, davon zeugen halbfertige Gebäude oder Attraktionen, wie ein nie in Betrieb genommener Lift auf den Monte San Paolino. Ganz nach sizilianischer Manier verschwinden öffentliche Gelder in irgendwelchen obskuren Taschen und Kanälen.

    Für uns ist Sutera sicherlich das sizilianische Dorf, das wir am besten kennen.
    Denn erstens konnten wir in der Bar stundenlange Gespräche führen und diverse Ansichten über die Situation Siziliens im Allgemeinen und Suteras im Besonderen kennenlernen.
    Zweitens wollten wir auf den Monte San Paolino. Das geht aber nur mit Schlüssel, weil es einen versperrten Sicherheitszaun gibt. Den Schlüssel wiederum gibt's im Pro Loco, das ist sowas wie der Verschönerungsverein, der in Konkurrenz zum Tourismusbüro steht .
    Im Pro Loco sitzt der Zivildiener Domenico, der gleich den Befehl bekommt, nicht nur den Schlüssel zu organisieren, sondern mit uns gleich eine Gesamtführung zu machen. Er hat uns also 3 Stunden begleitet und viel erzählt. War für uns sehr interessant.
    Z.B.besteht Sutera aus einem mehr oder weniger bewohnten neuen Teil, der hauptsächlich aus der Faschistenzeit unter Mussolini stammt und einem mittlerweile unbewohnten arabischen Teil, der ursprünglich auf das 11. Jhdt. zurückzuführen ist.
    Jedes Jahr im Dezember gibt es im arabischen Teil die Presepe, eine Krippendarstellung mit echten Menschen aus Sutera, die über das ganze Dorf geht und vor allem die ausgewanderten Suteresi anlockt.

    Der Vormittag bis 13 Uhr war also äußerst kurzweilig.

    Am Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Enna, der mit 937 m ü.d.M höchstgelegenen Provinzhauptstadt Italiens, die haargenau in der Mitte Siziliens liegt.

    Die Anreise war etwas beschwerlich, weil viele Straßenunterbrechungen aufgrund von Baustellen sowohl uns als auch die Navis an die Grenzen der Orientierungsfähigkeit brachten.

    Der Stellplatz in Enna ist wieder einmal wunderschön. Wenn ich sizilianische Stellplätze "wunderschön" nenne, dann meine ich ihre Lage. Vermüllt sind hier alle Plätze, wenn sie nicht gerade mitten im Zentrum sind oder Campingplätze. Dem Thema Müll widme ich mich um Laufe dieses Blogs einmal ausführlicher. Enna hat uns ausnehmend gut gefallen, aber Hilfe!!!!: Es ist saukalt. Ok, 12 Grad am Abend..Aber, wenn du, wie wir, zwei Tage vorher noch 32 Grad hattest, ist das ein Kälteschock. Trotzdem haben wir, ausgestattet mit langen Hosen und Windjacken, die Stadt gestürmt. Riesenverkehrschaos in engsten Gassen, kaum Gehsteige, aber dennoch irgendwie faszinierend. Und zum Abschluss eine tolle Pizza im Restaurant Mezzogrammo.
    Читать далее

  • Fiumenaro - Sutera

    21 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☁️ 20 °C

    Gefahrene Strecke: 46 km

    Heute wollen wir mal von der Küste weg ins Landesinnere.
    In der Früh machen wir noch unseren üblichen Strandspaziergang und starten dann gemütlich am späten Vormittag los.

    In San Leone halten wir an einer Bar für unseren üblichen Morgenkaffee. Da wir heute unbedingt die Geburtstagskarte für Ingrid aufgeben müssen, lasse ich mir in der Bar den Weg zum dortigen Postamt beschreiben. Dort angekommen, parken wir fast mitten auf der Straße, weil ich glaube, ich laufe schnell hinein und bin gleich wieder da. Denkste!
    Erstmal betritt man das Postamt durch eine 3 fach gesicherte Tür. Dann muss man eine Nummer ziehen, obwohl nur 2 Leute außer mir da sind.
    Endlich bin ich mit meiner Karte, die nach Bozen gehen soll, an der Reihe. Die Anschrift enthält einen deutschsprachigen Straßennamen. Und jetzt geht's los. Der Postbeamte will die Karte nicht annehmen, weil Bolzano ist in Italia und daher wird die Straße wohl auch einen italienischen Namen haben. Diskussion hin her, Geschrei hin und her, bis ich ihn einen Faschisten (hab noch ein recht ungebührliches Adjektiv verwendet), er droht, die Polizei zu holen, ich schrei ihn an: Nur zu, dann lernst du Idiot vielleicht auch ein bisschen Geschichte....
    Schließlich noch, er möge mir aus den Augen gehen und sofort seinen Kollegen rufen, sonst rufe nämlich ich die Polizei.
    Kollege kam und die ganze Geschichte löste sich nach ca. einer halben Stunde auf. Ich hab auf meiner Karte auch den italienischen Namen der Straße geschrieben und die Geburtstagskarte landet hoffentlich pünktlich in Bozen.

    Und unser Auto stand immer noch mitten auf der Straße, ohne, dass es jemanden sonderlich gestört hätte.

    Nach dieser Geschichte fuhren wir weiter nach Sutera.
    Sutera ist ein kleines Dorf zwischen Agrigento und Catania im Landesinneren in wunderbarer Lage um den Monte San Paolino gruppiert. Dazu morgen mehr.

    Dort gibt es einen Stellplatz mit Ver- und Entsorgung bei der Schule. Ist auch als Area Sosta Camper gekennzeichnet.

    Auf der Suche nach einer Bar geraten wir in einen Platzregen. Unterm Balkon vom Gemeindeamt finden wir ausreichend Schutz. Die nette Dame in der Information bietet uns sogar die Sessel in ihrem Büro an. Brauchen wir aber nicht und pünktlich zur Baröffnung um 17. 30 hört der Regen auf.
    Die angeblich beste Bar Siziliens (Bewertung auf Google), entpuppt sich als ganz normale Bar mit sehr geringem Angebot, aber mit einer tollen Besitzerin, mit der ich mich stundenlang über das prekäre Leben in so einem Kaff im Landesinneren von Sizilien unterhalte
    Nach 2 Negroni machen wir uns dann auf den Weg zum Balù, wo wir uns eine tolle Parmiggiana im Omnia zubereiten.
    Übrigens: Hier im Landesinneren wird es etwa kühler, was angenehm ist.
    Читать далее

  • Contrada dei Fiori-Fiumenaro

    20 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 27 °C

    Gefahrene Strecke: 82 km

    Gestern war Ruhetag. Strandspaziergang mit viel Baden im Meer. Dort gibt es auch ganz einsame Stellen zum Nacktbaden.
    Balù gründlich sauber machen und Wäsche waschen.
    Am Abend gesellte sich noch Andreas zu uns, ein Niederösterreicher, der schon ewig in Sizilien und Süditalien unterwegs ist.

    Heute haben wir dann gegen Mittag den Campingplatz verlassen. Vorher machten wir noch einen langen Strandspaziergang mit baden im Meer und fuhren dann weiter Richtung Agrigento und Valle dei Templi.

    Zuerst aber war einkaufen angesagt. In Menfi gab es einen Lidl, bei dem wir uns versorgen wollten. Riesige Enttäuschung un der Obst- und Gemüseabteilung. Tomaten aus Belgien und Holland- und das in Sizilien. Haben wir dann bleiben lassen, in der Hoffnung, irgendwo auf einem Markt einkaufen zu können.

    Auf unserem Weg nach zum Valle dei Templi machten wir halt bei der Scala dei Turchi (Türkische Treppe), die zwischen Realmonte und Porto Empèdocle direkt am Meer liegt.

    Die Scala dei Turchi ist eine leuchtend weiße Gesteinsformation, die aus so genanntem Mergel, einem Sedimentgestein, besteht. Wind und Niederschläge haben im Laufe der Zeit jene Stufen in das leuchtendweiße Mergelgestein geschlagen, denen es heute seinen Namen verdankt.

    Die Bezeichnung türkische Treppe geht auf Sarazenen-Angriffe früherer Zeiten zurück. Muslimische Piraten, im Volksmund damals Türken genannt, sollen sich Sizilien über das Wasser genähert, die Insel über den treppenförmigen Berg betreten und hier mehrere Ortschaften überfallen haben.

    Die Scala dei Turchi ist wirklich beeindruckend und auch auf Grund der wunderschönen Strände rundherum einen Besuch wert.

    Wir fuhren dann weiter zu unserem eigentlichen Ziel des heutigen Tages, dem Tal der Tempel bei Agrigento. Gegen 16.00 Uhr kamen wir an und - was soll ich erzählen: Menschenmassen soweit das Auge reicht. Also beschlossen wir einfach, an dieser Attraktion vorbeizufahren und uns statt dessen einen hübschen Stellplatz an einem Strand zu suchen.

    Und den haben wir auch gefunden:
    Am Lido Cattello in Fiumenaro. Etwas oberhalb des Strandes, aber direkt am vordersten Platz. Wunderschön. Die Einheimischen Strandbesucher*innen gehen vorbei, sind freundlich und nett, freuen sich, dass sie mit mir italienisch reden können. Es ist einfach sehr fein. Zum Schluss ratschen wir noch die längste Zeit mit Gerald, einem oberösterreichischen Münchner, dessen Frau von hier ist und der die meiste Zeit um Jahr hier verbringt.

    Mit Risotto Mare e Monti fatto in casa beschließen wir diesen feinen Tag.
    Читать далее

  • Mazara-Selinunte-Contrada Fiori

    18 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 22 °C

    Gefahrene Strecke: 69 km
    Stellplatz: Camping La Palma am Meer in der Gemeinde Menfi. 26 Euro pro Nacht.

    Wieder ein heißer Tag und wir wollen zum archäologischen Park Selinunte, eine der größten Ausgrabungsstätten Europas.
    Wir kommen gegen Mittag dahin und es ist einiges los.

    Der Eintrittsbereich ist wirklich schön. Der Eintritt kostet 8 Euro pro Person.
    Die Anlage liegt direkt am Meer. Die Lage ist überwältigend.

    Aber sonst: Kann man, soll man, wenn man für Archäologie brennt, muss man aber nicht. Und ich kann solchen Trümmerhaufen, seien sie noch so geschichtsträchtig, sehr wenig abgewinnen. In Selinunte sieht man zwei Tempel, bei einem stehen noch alle 4 Seiten, beim anderen nur eine Seite und sonst liegt halt unendlich viel Geröll herum. Man sagte uns, um die Anlage gründlich zu erleben, sind 4 Stunden notwendig. Wir Banausen waren nach 2 Stunden fertig.

    Heute war Campingplatztag und wir fuhren nach Selinunte direkt weiter auf den Campingplatz. Recht feiner Platz direkt am Meer, einige Wohnmobile, aber keineswegs überfüllt.
    Wir machten noch eine lange Strandwanderung und nahmen ein Bad im Meer. Der Strand ist wunderschön, das Meer fein warm, wirklich toll.

    Danach in Schale werfen und Abendessen gehen ins Restaurant Flavia. Das waren zu Fuß nochmal 2 km jede Richtung. Aber es hat sich gelohnt. Wir haben wunderbare Pizza gespeist und sind dann noch mit dem Pizzaiolo Antonino ins Gespräch gekommen, der übrigens perfekt deutsch spricht und unbedingt in Südtirol arbeiten möchte. Ich habe gleich meine entsprechenden Kontakte
    bemüht. 😀
    Ein feiner, interessanter Abend
    Читать далее

  • Keine Tour nach Favignana🙉

    17 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 26 °C

    Gefahrene Strecke: Trapani - Mazara del Vallo: 63 km

    Stellplatz: Mazara del Vallo, toller Gratisplatz mit Meeresrauschen bei einer Kirche am Lungomare.

    Heute Nacht hat es tatsächlich ein bisschen geregnet.

    Heute früh um 9.15 sind wir also voller Freude am Hafen Columbus in Trapani eingetroffen, weil wir eine Tour nach Levanzo und Favignana gebucht haben.

    Es ist etwas windig, aber das Wetter ist angenehm.

    Wir warten und warten, aber keiner kommt. Schließlich kommt ein Mann auf uns zu, der uns sagt, dass die Tour wegen Wind und Wetter abgesagt wird. Er erstattet uns auch die schon bezahlten 140 Euro in bar und wir beschließen, heute weiterzufahren.

    Der Shuttledienst vom Parkplatz holt uns also wieder am Hafen ab.

    Wir fahren weiter nach Mazaro del Vallo.
    Die Stadt mit rund 52.000 Einwohnern ist aufgrund ihrer Nähe zu Tunesien kulturell sehr gemischt.
    An der Mündung des Flusses Mazara, der die Stadt durchquert, befindet sich der Hafenkanal. Hier ist die größte Fischereiflotte Italiens tätig.

    Wir durchstreifen die Stadt am frühen Nachmittag und da ist absolut nichts los. Nur am Lungomare sind Menschen anzutreffen. Aber, da wir hier auch über Nacht bleiben, erleben wir, wie die Stadt ab 18.00 Uhr nach und nach zum Leben erwacht.

    Diese Stadt ist auf Grund ihrer Multikulturalität, ihrer verwinkelten Gassen, ihrer Fliesendekorationen und ihrer Lebendigkeit auf jeden Fall einen Besuch wert.

    In einer Bar auf der Piazza della Repubblica trinken wir unseren Aperitiv und bekommen so einiges zum Essen dazu, sodass das Abendessen heute ausfällt.

    Der Stellplatz am Lungomare ist sehr schön. Die Kirchenglocken stimmen um 20.00 Uhr ein Riesenkonzert an, bis 23.00 Uhr kommt immer wieder mal der Touristenzug vorbei, aber sonst ists ruhig.
    Читать далее

  • Trapani und Erice

    16 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 27 °C

    Gefahrene Strecke: 59 km
    Stellplatz: Le Saline, Trapani, 10 € pro 24 Std.
    Hat Ver- und Entsorgung und kostenlosen Shuttledienst.

    Gestern sind wir am Vormittag am Parkplatz vor dem Eingang Nord in den Naturpark Zingaro aufgebrochen und über San Vito lo Capo nach Trapani gefahren. Während wir unseren Aufbruch vorbereiteten, kamen die ersten Naturpark-Besucher*innen, die aber der Reihe nach wieder weggeschickt wurden, weil der Naturpark wegen Brandgefahr aufgrund des Scirocco geschlossen war.

    In Trapani fuhren wir zum Stellplatz Le Saline, von dem uns schon ein italienisches Paar in Castellamare del Golfo erzählt hat. Der Stellplatz hat alles, was man von einem Stellplatz erwartet und noch einiges mehr, wie z. B. einen Shuttledienst, der dich überallhin in die Stadt bringt und auch von überall in der Stadt wieder abholt und zwar kostenlos.

    Trapani ist eine nette Stadt, direkt am Meer. Die Altstadt zu durchstreifen lohnt sich auf jeden Fall und kulinarisch hat die Stadt einiges zu bieten.

    Wir verbrachten einen netten Abend in der Stadt in einem angenehmen, wenn auch etwas touristischen Restaurant in der Altstadt. Das Essen war nicht sensationell, aber gut. Dass aber der abschließende Cafè in einem Plastikbecherchen serviert wurde, das fand ich skandalös. 🙈 Das hab ich dem überaus engagierten Kellner auch so gesagt. Der gab sich zumindest zerknirscht.😃

    Wir buchten an diesem Abend bei einer kompetenten und sehr freundlichen Touranbieterin für Samstag eine Tour auf die Egadischen Inseln Favignana und Levanzo. Das Angebot klingt wirklich gut und für eine Ganztagestour von 9 Stunden mit Essen und Trinken durchaus akzeptabel.
    Als wir gegen 22 00 Uhr nach Hause kamen, war der Stellplatz plötzlich voller italienischer Wohnmobile.
    Da ich neugierig bin, wollte ich auch wissen, woher und wohin und warum.
    Es handelte sich um Mitglieder eines italienischen Wohnmobilclub, alle mit eigenem Wohnmobil, alle in Pension und hyperaktiv und jedes Jahr auf 12 Touren von mindestens 3 Wochen gemeinsam unterwegs.

    Heute früh fuhren wir dann nach Erice. Der Shuttledienst vom Campingplatz brachte uns zum Busbahnhof. Dort kauften wir für 3€ pro Person ein Tageskarte. Mit dem Bus ging es zur Talstation der Erice-Seilbahn. Erice liegt nämlich 780m ü.d.M., ist aber mit der Seilbahn bequem erreichbar. Kostet 9 € Hin- und Rückfahrt.

    Erice ist ein wirklich nettes Städtchen in spektakulärer Lage. Das wissen allerdings nicht nur wir. Es ist sehr viel los und entsprechend viele Bars, Restaurants und Souvenirgeschäfte gibt es. Ein Besuch lohnt sich aber auf jeden Fall.

    Drei Stunden später waren wie schon wieder auf dem Rückweg.

    Wir wollten noch ein bisschen an den Strand. Besonders einladend ist der Stadtstrand von Trapani nicht Ein kurzes Bad im Meer hat uns genügt.

    Zurück in die Stadt: Hier gibt es in vielen Restaurants zum Überbrücken der Zeit zwischen Mittag- und Abendessen den sog Aperitivo: Klassisches Aperitivgetränk wie Aperol Spritz oder Weißwein und dazu ein paar pikante Knabbereien wie kl Fischplatte, oder Wurst, Käse, Tomaten oder Bruschette usw.

    Sowas war dann für uns ausreichend, um Mittag- und Abendessen zu ersetzen.

    Wir ließen uns dann in der Stadt vom Shuttle abholen und wollten noch zu den vielgerühmten Salinen von Trapani und Marsala. Da sie nicht weit von unserem Stellplatz sind, brachte uns der Shuttledienst inq die Nähe und wir gingen dann noch zu Fuß ca 1, 5 km dorthin. War aber enttäuschend.

    Abendessen "Zuhause": Obst und Käse und Brot. Hat vollkommen gereicht
    Читать далее

  • Riserva naturale dello Zingaro

    14 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 30 °C

    Gefahrene Strecke von Castellamare del Golfo nach San Vito lo Capo: 59 km
    Übrrnachtungsplatz: Am Nordeingang zum Naturpark drllo Zingaro; kostenlos

    Zunächst: Ich brauche wahrscheinlich nicht zu erwähnen, dass wir, seit wir in Sizilien angekommen sind, täglich wolkenlosen Himmel und Temperaturen zwischen 32 und 37 Grad haben. Heiß halt, wenn man mehr tut, als im 25 Grad warmen Meer zu baden.

    Also heute haben wir unseren Strandplatz verlassen und sind zum Naturpark dello Zingaro gefahren, den wir über den Nordeingang bei San Vito lo Capo bewanderten.

    Auf dem Weg dahin sahen wir viele Marmorbrüche mit braunem Marmor. Weißen Marmor gibt es hier nicht

    Trekkingtour von 15 km bei 35 Grad mit wenig Schatten ist zwar möglich, aber völlig bescheuert.

    Aber offensichtlich gibt es hier jede Menge bescheuerter
    Menschen, denn die Tour war gut besucht.
    Und trotz Hitze wirklich wunderschön: Immer parallel zum Thyrrenischen Meer, das hier ein wunderschönes Blau hat, vorbei an ganz tollen Badebuchten, die sehr überlaufen sind, weil von Castellamare del Golfo die Menschen mit größeren und kleineren Booten zu diesen Buchten gebracht werden.

    Wir fuhren also zum Eingang in den Naturpark bei San Vito lo Capo. Wir kamen kurz vor 10 an und die Parkplätze waren schon sehr voll.

    Man zahlt keine Parkgebühr, aber 5 Euro Eintritt in den Park, was eigentlich eine lächerliche Summe ist. Gleich beim Eingang haben wir ein junges Paar aus Olang getroffen. ( Für alle Unkundigen: Olang liegt gerade mal 20 km von dem Ort in Südtirol entfernt, wo ich geboren wurde, aufgewachsen bin und sozialisiert wurde) Wir erkannten uns gleich am Dialekt. Sie Carabiniera, er Krankenpfleger.

    Bei 10 Grad weniger, wäre dieser Treck eine wahre Wonne, so haben wir uns eigentlich von schattigem Platz zu schattigem Platz gekämpft.
    Wir marschierten also vom Eingang Nord zum Eingang Süd bei Scopello, wo wir eine ausführliche Pause machten und wieder zurück
    Auf dem Rückweg gab es Badevergnügen in der Cala dell'Uzzo.

    Der Naturpark hat eine recht spannende Geschichte:
    Das Naturreservat Zingaro (ital. Riserva Naturale orientata dello Zingaro) ist ein regionales Naturreservat in der Provinz Trapani

    Als Ende der 1970er Jahre der Bau einer Autostraße entlang einer der landschaftlich schönsten Küstenstrecken von Castellammare del Golfo bis San Vito lo Capo geplant wurde, gab es erhebliche Bürgerproteste.
    Die Regierung lenkte daraufhin ein und errichtete zum 6. Mai 1981 mit Zingaro das erste Naturreservat auf Sizilien.

    Am 5. August 2012 vernichtete ein riesiger Flächenbrand 80 Prozent des Reservats. Das Reservat glich nach den tagelangen Bränden einer Mondlandschaft.
    Mittlerweile zeichnet sich wieder Vegetation ab, aber immer noch stehen verkohlte Baumstämme in der Landschaft. Faszinierend ist, dass aus sehr vielen dieser Baumstämme wieder Leben entsteht. Unten verkohlter Stamm oben saftige grüne Blätter.

    Jetzt stehen wir immer noch am Nordeingang bei San Vito lo Capo. Heute übernachten wir hier auf dem Parkplatz.
    Abendessen war nach dem Motto: Pasta geht immer
    Читать далее

  • Castellamare del Golfo

    13 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 27 °C

    Gerade erst Sizilien geschnuppert und schon 2 Tage Strandrelax. Aber unser Stellplatz hier in Castellamare del Golfo, direkt am Meer schreit förmlich nach mehr. Also haben wir gestern und heute unserem Balù und uns eine Auszeit gegönnt mit Sonne, Meer und heißem Strand.
    Gleich in der Nähe gibt's eine Bar mit Kaffee, Süßem und ganz tollen Arancini. Neverland heißt die Bar.

    Gestern Abend sind wir noch zu Fuß in das Städtchen Castellamare del Golfo gegangen. Sind ja nur 2,5 km. Abendessen um Restaurant La Timpa. Nicht schlecht, aber auch nicht sensationell.

    Heute waren wir dann allein auf dem Stellplatz.
    Abendessen selfmade.
    Morgen früh fahren wir weiter
    Читать далее

  • Von Palermo nach Castellamare del Golfo

    11 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 29 °C

    Gefahrene Strecke: 102 km
    Stellplatz: Privater Parkplatz ohne nichts 5 € die Nacht, 10 € für 24 Stunden.
    Der heutige Tag war nicht sehr aufregend.
    Gegen 10 Uhr verließen wir Palermo über die Autobahn Richtung Sferracavallo und Mondello. Der Plan war zunächst, in einem dieser Orte, die ganz toll am Meer liegen, einige Meerstunden einzulegen und dann über Castellamare del Golfo weiter nach Scopello zu fahren.
    Aber:
    1. Sowohl Sferracavallo als auch Mondello waren restlos überfüllt. Weit und breit kein einziger Parkplatz. Die Palermitaner*innen haben offensichtlich dieses strahlend heiße Wochenende dazu genutzt, um nochmal aus der Stadt herauszukommen und einen Tag am Meer zu genießen.
    In Mondello fanden wir noch einen Parkplatz vor einem Cafè, sodass wir wenigstens Kaffeetrinken und Cannoli essen konnten.

    In Castellamare del Golfo hat Thomas einen Stellplatz entdeckt, der aber aufgrund der auch hier vollgeparkten Straßen und Gassen unmöglich zu erreichen war.

    Also fuhren wir weiter nach Scopello. Scopello soll laut Reiseführer ein kleines, verträumten Fischerdorf sein und der ideale Ausgangspunkt für Touren in den Naturpark Zingaro.

    Wir fuhren also dorthin, stellten uns auf den großen Parkplatz am Ortseingang und waren enttäuscht
    Scopello entpuppte sich nämlich als eine Touristenhochburg ohne Einheimische. Ein Restaurant neben dem anderen,die fast alle zugegebenermaßen eine Wahnsinnslage hoch über dem Meer haben, ein Bootsverleih und Tourenanbieter neben dem anderen. Sehr schnell stellten wir fest, dass wir hier wohl nicht bleiben wollten. Aber natürlich haben wir uns in ein spektakulär gelegene Bar begeben und dort Weißwein getrunken.

    Dann fuhren wir zurück nach Castellamare del Golfo, in der Hoffnung, dass sich mittlerweile die Reihen etwas gelichtet haben. Bei einer Bar am Meer ergatterten wir einen Parkplatz mit Bezahlautomat, dessen Funktion sich uns nicht erschloss. Und der Parkplatz war auch nicht ganz legal, weil Behindertenpsrkplatz. Aber wir wollten eigentlich bleiben und uns ein nettes Restaurant suchen.
    Ein einheimisches Paar parkte genau hinter uns und wir unterhielten uns prächtig mit denen.
    Sie empfahlen uns auch das Restaurant Vanity Beach und begleiteten uns zu einem Parkplatz 500 m weiter, der sich als offizieller Wohnmobilparkplatz entpuppte.

    Das Abendessen im Restaurant Vanity Beach war ausgezeichnet und der Abend richtig fein
    Читать далее

  • Tag 2 in Palermo

    10 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 28 °C

    Was soll ich sagen? Palermo hat mich wirklich zum Staunen gebracht, beeindruckt und überwältigt.
    Obwohl die Stadt lebhaft und quirlig ist, hatte ich nie das Gefühl von Chaos.

    Obwohl: Die Busse kommen pünktlich oder auch nicht, man wartet unter Umständen auch mal 1 Stunde auf einen Bus. Aber: Er kommt irgendwann immer.

    Die Menschen habe ich als freundlich, hilfsbereit, entspannt und friedlich erlebt. Viel Geschrei, viel Zuneigung, viel Herzlichkeit.

    In den touristischen Gegenden zahlt man auch in Palermo recht stolze Preise für Essen und Trinken.
    Aber als ich heute am Ballarò den Kellner im Scherz fragte, ob beim Preis der Touristenzuschlag eingerechnet wurde, wollte er gleich die zwei Gläser Weißwein neu berechnen.
    Heute sind wir viel in der Stadt herumgegangen, haben verfallene und wunderschön renovierte Palazzi entdeckt, an den Quattro Canti versucht, das obligate Foto mit allen 4 Ecken zu machen, was natürlich misslungen ist, die Fontana Pretoria besucht und das Treiben der Stadt auf uns wirken lassen.
    Am Nachmittag sind wir dann noch mit der Buslinie 389 nach Monreale gefahren, ein Städtchen über den Hügeln von Palermo, das vor allem aufgrund seiner prächtigen UNESCO- geschützten Kathedrale weltberühmt ist.
    Mich hat die Kathedrale nicht sonderlich beeindruckt, aber der Rundgang über den Dächern der Kathedrale ist überwältigend. Und der zu Kathedrale gehörige Kreuzgang ist wunderschön.

    Den Rückweg von Monreale haben wir zum größten Teil zu Fuß bewältigt, weil wir 75 Minuten hätten auf den Bus warten müssen. Die 12 km wären eigentlich gar kein Problem, aber bei dieser Hitze eine Herausforderung. Daher waren wir ganz froh, als wir kurz nach der Ortstafel von Palermo eine alternative Buslinie zur Piazza della dipendenza fanden. Von dort gingen wir nochmal zu Fuß zur Stazione Centrale, wo wir unserem Bus noch beim Abfahren zusahen, also ca. 45 Minuten warteten. Die Wartezeit hat mir allerdings Mimmo, ein ca. 60 jähriger Palermitaner verkürzt, indem er mir seine Lebensgeschichte aufs ausführlichste geschildert hat.

    Heute, trotz guten Willens, wieder kein Abendessen im Restaurant.

    Aber morgen fahren wir weiter, dann klappt's sicher.
    Читать далее

  • Tag 1 in Palermo

    9 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 31 °C

    Die Nacht am Stellplatz war ok, wenn man von den Mücken und den lärmenden Palermitaner*innen in der Umgebung absieht.

    Heute morgen fuhren wir mit dem Bus 107 zur stazione centrale und dann weiter zum Normannenpalast. Das Tagesticket für den Bus kostet übrigens 3,50 und wir konnten es am Stellplatz kaufen.
    Am Normannenpalast trafen wir uns mit unserer Führerin Stefania, die wir schon von zu Hause aus gebucht hatten. Sie konnte uns viel über die Stadt, deren Geschichte, über die aktuelle Situation und die Mafia erzählen. Außerdem hat sie und die Sehenswürdigkeiten der Stadt nähergebracht und uns in Straßen und Gassen und auf Märkte geführt, in denen ganz normaler sizilianischer Alltag gelebt wird.

    Es gibt so viel zu sehen und zu staunen:
    Der Normannenpalast mit seiner bewegten Geschichte und der Kirche mit Mosaiken aus lauter Blattgold
    Die Basilika von außen, weil drei Kulturen und verschiedene Baustile aufeinandertreffen
    Die Quattro canti, eine Straßenkreuzung mit 4 identischen Ecken
    Das große Theater
    Die vielen kleinen Gassen
    Der Markt CAPO
    Der Ballarò
    Und noch vieles mehr

    Am Capo haben wir sizilianische Spezialitäten in Form von Street Food gegessen . Sehr gut.
    Am Nachmittag hat uns dann doch die Hitze ziemlich zugesetzt. 36 Grad!! Also haben wir uns am Ballarò vor einen Stand hingesetzt, an dem frisch gepresste Säfte ( Orangen und Granatäpfel) verkauft werden und haben dem Markttreiben, das so langsam zu Ende ging, zugesehen.

    Abend gegessen haben wir "zu Hause". Nudeln mit Fisch und Gemüse.

    Jetzt ist es Mitternacht und es hat immer noch 30 Grad.

    Morgen erkunden wir die Stadt nochmal auf eigene Faust.
    Читать далее

  • Bagni di Lucca-Livorno-Palermo

    8 сентября 2022 г., Италия ⋅ ☀️ 32 °C

    Gefahrene Strecke: 76 km mit dem Auto + die Strecke Livorno-Palermo mit der Fähre.

    Stellplatz in Palermo: Idea vacanze in der Nähe des Hafens. 17 € pro Nacht ohne Strom. Für die Dusche Jetons (1 € für 4,5 Minuten)

    Gestern ging es also von Bagni di Lucca (Ortsteil Chifeni) nach Livorno.
    Die Strecke auf der Strada statale (wird in Italien mit SS abgekürzt 🤔 - ich schreibe es lieber aus) 12 war sehr angenehm zu fahren. Wir waren frühzeitig in Livorno, so dass sich noch einige Irrfahrten im Hafengebiet stressfrei ausgingen.🤣.
    Grimaldi Lines hat empfohlen, um 15.30 spätestens da zu sein, wir waren schon um 14.00 Uhr da. So hatten wir Gelegenheit, das geschäftige Treiben im Hafengebiet hautnah zu erleben. Nur die glühende Hitze hat uns in der Wartezeit zu schaffen gemacht. Und gegen 15.30 kam tatsächlich Bewegung in die Sache und wir durften uns zum Einschiffen anstellen. Bis wir dann tatsächlich an Bord waren vergingen weitere 2 Stunden in brütender Hitze.
    Aber dann verlief alles höchst unkompliziert.

    Nachdem das Auto sicher verstaut war, bezogen wir unsere Kabine. Dann sahen wir vom Deck aus dem Schiff beim Auslaufen zu.

    Wir hatten ein Abendessen im a là carte Restaurant gebucht, was sich als super Entscheidung herausstellte, weil sich im Selbsbedienungsrestaurant die Massen wälzten.

    Die Nacht auf See war super. Erfrischt und ausgeruht begaben wir uns nach dem Frühstück ans Sonnendeck.
    Heute um 14.00 Uhr liefen wir in den Hafen von Palermo ein.
    Unser Stellplatz (idea vacanze) für die nächsten 2-3 Nächte liegt in der Nähe des Hafens, von wo aus wir morgen die Stadt Palermo erkunden. Nach Abendessen war uns nicht...

    Die Hitze der Stadt ist im Sommer brutal, singt schon Reinhard Fendrich
    Читать далее

  • Wieder auf Reisen

    6 сентября 2022 г., Италия ⋅ ⛅ 20 °C

    1. Tag: Innsbruck - Chifeni (Bagni di Lucca)
    Tagesstrecke: 493 km

    Endlich ist es wieder soweit. Wir sind on tour. In den nächsten Wochen werden wir Sizilien und Süditalien bereisen.
    Unsere erste Etappe haben wir heute absolviert.

    Wir sind ziemlich zügig durchgefahren. Zunächst auf der Autobahn bis Modena und von dort über die Strada statale 12 über die Berge des Abetone Richtung Lucca. Um ca. 20.00 Uhr erreichten wir unseren heutigen Stellplatz in Chifeni, der Nähe von Bagni di Lucca. Ist ein kleiner Stellplatz für ca. 6 Wohnmobile. Stand aber nur ein französisches Wohnmobil da.

    Auf der Suche nach Essen kamen wir zufällig ins Daiquiri Pub. Dort bekamen wir eine wunderbare Pizza zu einem äußerst erstaunlichen Preis ( 7€). Allerdings erzählte uns die junge Frau, die dort arbeitet -übrigens eine Brixnerin- dass sie nicht wissen, wie sie in nächster Zeit Pizza machen sollen, da es große Lieferengpässe bei Tomatensoße gibt. Echt jetzt? Tomatensoßenmangel in Italien? Und vom Rotwein bekamen wir überhaupt das allerletzte Viertel, das im Lokal auffindbar war. Lieferschwierigkeiten.
    Trotzdem wurde es ein feiner Abend.
    Читать далее

  • Tag 71: Wieder daheim

    13 июня 2022 г., Австрия ⋅ ⛅ 18 °C

    Gefahrene Strecke: Feldkirch- Innsbruck 161 km.

    Wir sind wieder in Österreich und es regnet. Schon in der Nacht hat hat es zu regnen begonnen, quasi aus heiterem Himmel.
    In der Früh schüttet es in Strömen, also nichts wie nach Hause. Noch tanken und einkaufen bei Hofer in Feldkirch und dann geht's auf die Autobahn bis heim.

    Das wars, liebe FreundInnen...Jede noch so schöne Reise hat ihr Ende.
    Bleibt mir treu, bleibt mir gewogen bis zur nächsten Reise, von der ich mich mit Sicherheit wieder melde.
    Читать далее

  • Tag 70 Saint Nazaire-Feldkirch

    12 июня 2022 г., Австрия ⋅ ☀️ 23 °C

    Gefahrene Strecke: 640 km

    Jetzt gehts einfach nur mehr zügig nach Hause.

    Um noch einen schönen Reiseabschluss zu haben, haben wir die Strecke über Chamonix - Mont Blanc gewählt.
    Wär ja auch superschön gewesen, weil ich ja so gerne Bergstraßen fahre, wenn sie nicht allzu eng sind.
    Diese Straße, die wir gewählt haben, war zwar eng, aber durchaus gut befahrbar. Allerdings fand auf dieser Straße gleichzeitig in gleicher Richtung ein Radrennen mit über 200 Teilnehmenden statt und das war eine gewaltige Herausforderung.

    So musste ich mich die ganze Zeit auf die Straße, die RadfahrerInnen und den nicht geringen Gegenverkehr konzentrieren, sodass mir die Schönheit dieser Gegend buchstäblich entgangen ist.

    Kurz nach Chamonix kommt man an die Dreiländergrenze FR-I-CH. Eigentlich wollten wir über Aosta, Mailand, Verona heimfahren, haben dann auf der Grenze beschlossen, über die Schweiz zu fahren. Vignette für die Schweiz konnten wir problemlos an der Grenze kaufen.

    Durch die Schweiz sind wir mit einmal tanken durchgerauscht und kamen gegen halb 9 am Abend in Feldkirch an, auf einem Übernachtungsplatz den wir schon kennen.
    Zum Kochen waren wir zu erschöpft, zum Essengehen auch, also haben wir einfach den Kühlschrank leer gegessen.
    Читать далее

  • Tag 69: Colombiers - Saint Nazairé

    11 июня 2022 г., Франция ⋅ ☀️ 28 °C

    Gefahrene Strecke: 336 km

    Der Plan war heute, bis nach Grenoble zu fahren. Und eigentlich sind wir recht zügig durchgefahren. Aber es ist sehr heiß und da ist Autofahren für mich recht ermüdend. Wär aber bis nach Grenoble ganz gut gegangen. Wir haben versucht, so wenig wie möglich auf Autobahnen zu fahren, weil wir auf Landstraßen in der Regel doch mehr von der Gegend mitbekommen.

    Allerdings wird man in Frankreich komplett wahnsinnig auf Landstraßen, denn auf 10 km Fahrtstrecke gibt es gefühlt mindestens 20 Kreisverkehre, egal, ob in städtischem Gebiet oder über Land. Verschärft wird das Ganze dann noch, wenn das Navi plappert: In 200m nehmen Sie im Kreisverkehr die zweite Ausfahrt......

    Warum wir dann doch nicht nach Grenoble gefahren sind, lag an einem ganz tollen alten Viadukt, von dem wir natürlich nichts wussten. Wir haben es von der Straße aus gesehen und wollten es eigentlich nur fotografieren. Aber dann sahen wir, dass unterhalb am Fluss ein Wohnmobil steht. Da es sehr heiß ist, klingt ein Stellplatz am Fluss unterhalb des Viadukts wirklich verlockend.

    Also fuhren wir bis zum Fluss (Bourne heißt er) und siehe da, das spanische Paar im anderen Wohnmobil bestätigte uns, dass man hier stehen und übernachten kann. Das war also ca 60 km vor Grenoble und es war einfach wunderschön
    Читать далее

  • Tag 68: Andorra - Colombiers (Fr)

    10 июня 2022 г., Франция ⋅ ⛅ 14 °C

    Gefahrene Strecke: 277km

    Der Weg führt uns immer näher Richtung heim..

    Wir sind heute relativ früh aufgebrochen. Durch die Orte in Andorra zu fahren, ist ein Wahnsinn: Enge Straßen, sehr viel Verkehr und die AndoranerInnen sind äußerst rowdyhafte AutofahrerInnen.

    Die bewohnten Gebiete liegen in wunderschöner Umgebung. Aber ein Hotel nach dem anderen - unter 4 Sternen geht gar nichts.. Es gibt Häuserreihnen, da stehen mindestens 5 Fünfstern-Hotels nebeneinander.

    Nichtsdestotrotz finden wir ein ganz feines Lokal zum Frühstücken, in dem wir zum vermutlich letzten Mal auf dieser Reise die spanischen Tostadas con Aceite y Tomate bekommen.

    Bald lassen wir die bewohnten Orte hinter uns und fahren durch wunderschöne Landschaft bis auf den Pass (Port d'Envalira) auf 2.408m.

    Bald danach beginnt Frankreich, ein Frankreich, das wir so nicht kennen. Bäuerliche Struktur, kleine Dörfer, aber sehr gepflegt und -im Gegensatz zu den ländlichen Gegenden in Spanien- belebt und bewohnt.

    Heute haben wir noch den wahrscheinlich letzten kulturellen Höhepunkt dieser Reise: Die Stadt Carcassonne in Frankreich. Die haben wir schon bei unserer Frankreichreise besuchen wollen, ist sich aber irgendwie nicht ausgegangen. Dann wollten wir am Anfang dieser Reise, als wir auch in Marseille waren, nach Carcassonne, aber da zog es uns dann mit aller Kraft nach Spanien.

    Aber heute haben wir es geschafft. Stadtbesichtigung bei fast 40 Grad habe ich mir mühsamer vorgestellt, als es dann im Endeffekt war.

    Die Stadt liegt etwa 70 Kilometer nordwestlich von Perpignan in Südfrankreich an einer alten Handelsstraße zwischen Mittelmeer und Atlantik, an den Flüssen Aude und Fresquel und wird vom Canal du Midi durchquert.

    Carcassonne wurde bereits im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern gegründet. Diese im Mittelalter hoch bevölkerte Stadt (zeitweise bis zu 3000 – 4000 Menschen auf den gerade mal 14 Hektar Fläche), dient heute beinah nur als reines Touristenzentrum. Carcassonne liegt strategisch sehr günstig direkt an einer Handelsstraße zwischen Atlantik und Mittelmeer, ca. 70 km nordwestlich der Stadt Perpignan. Aufgrund dieser hervorragenden Lage hatte die Stadt somit die perfekte Kontrolle über diesen Handelsweg. Ein Vorteil, welcher sich auch auf die militärische Geschichte auswirkte. Erste Ausgrabungen wurden auf das 6. Jahrhundert v. Chr. datiert, gegründet aber wurde die Stadt Carcassonne ca. 43 – 30 v. Chr. durch die Römer.

    Diese waren es auch, die im 3. Jahrhundert einen ersten Festungsring um die Stadt herumbauten. 30 Türme und 4 Tore sollten Carcassonne vor Angreifern schützen. Ein Gedanke, der nicht lange anhielt. Später besetzten die Westgoten die Burgstadt, gefolgt von den Arabern und Pippin dem Kleinen durch die Hilfe der Westgoten. Dies Belagerungen und Herrscherwechsel der Burgstadt hielten bis ins Jahr 14.Jhdt. an. Zu dieser Zeit war es Edward, der „Schwarze Prinz“, der aber auf eine Belagerung verzichtete, dafür aber die komplette Unterstadt Carcassonnes in Brand steckte.

    Heute ist die gesamte Festungsanlage Weltkulturerbe. Ein Besuch der Stadt ist wirklich empfehlenswert.

    Wir besichtigten die gesamte Anlage, hielten uns also ca. 4 Stunden in der Stadt auf und fuhren dann weiter nach Colombiers auf einen Campingplatz. Colombiers, weil dort ein Campingplatz ist, den wir heute brauchen und wollen.
    Der Ort liegt ca. 80km vor Montpellier am Canal Midi.
    Am Campingplatz kamen wir an, als die Rezeption schon geschlossen war, aber ein netter Praktikant hat uns eingelassen.
    Sehr angenehmer Campingplatz um 15,60€. Und Pizza gab es auch noch im Restaurant
    Читать далее

  • Tag 67: Fuentebureba - Andorra

    10 июня 2022 г., андорра ⋅ ☀️ 18 °C

    Gefahrene Strecke: 547 km
    Heute war klar, wir wollen zügig weiterkommen. Und ich will unbedingt über Andorra fahren. Weil ich noch nie dort war, weil ich eine bestimmte Vorstellung davon habe..
    Die Fahrt ist zunächst relativ langweilig. Links Getreidefelder, rechts Getreidefelder, unendlich groß, unendlich weit...

    Je näher wir an Andorra herankommen, desto abwechslungsreicher und kleinteiliger wird die Landschaft.

    Andorra: Da gibt es ganz eine richtige Grenze.., weil Andorra ja nicht in der EU ist.

    Andorra ist der größte der 6 europäischen Zwergstaaten.
    Das Land hat ca. 77.000 Einwohner und hat als einziges Land der Welt zwei ausländische Staatsoberhäupter: Den französischen Präsidenten und den Bischof der katalanischen Diözese Urgell.
    Die Amtssprache ist katalanisch. Französisch und spanisch sind Zweitsprachen.

    Der Zwergstaat liegt mitten in den Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich auf ca. 2000 m. Höhe. Andorra lebt vom Tourismus und vom Geld diverser Steuerflüchtlinge aus allen Ländern.

    Ich habe Andorra als landschaftlich wunderschön erlebt. Aber es ist alles sehr hektisch und halt typische Tourismusorte, teilweise aber sehr gut in die Landschaft integriert.

    Unser heutiges Stellplatz ist gleich hinter der spanischen Grenze beim Einkaufscenter River.

    Im Einkaufszentrum kaufen wir zu Duty free Bedingungen ordentlich ein.
    Читать далее

  • Tag 66: Zamora - Fuentebureba

    8 июня 2022 г., Испания ⋅ ☁️ 26 °C

    Gefahrene Strecke: 235 km

    So, heute morgen in Zamora große Diskussion: Picos de Europa? Ja oder nein. Weil, obwohl überall schönes Wetter ist, die Picos angeblich in Wolken liegen sollen. Ich meine, fahren wir doch mal hin, dann sehen wir ja.. Thomas meint, es ist Blödsinn, 300 km Umweg zu fahren, um dann keine Picos zu sehen. Die Diskussion ist intensiv, aber irgendwann gebe ich mich geschlagen.., Also keine Picos, also beginnt ab jetzt ernsthaft der Heimweg, das Auto ist schon nach Nordosten ausgerichtet.

    Also machen wir noch einen Spaziergang durch Zamora und fahren dann weiter nach Fuentebureba. Nein, das ist nichts Wichtiges. Ist nur ein Ort mit einem netten Übernachtungsplatz auf dem langen Weg nach Hause. Fuentebureba liegt in der Provinz Burgos und hat angeblich 78 Einwohner und einen wirklich netten Platz auf einer Wiese unter Pappeln, auf dem wir übernachtet haben.
    Pimientos del Padron, kleine Kartoffeln, Schalotten, Brot und Käse gab's dann zum Abendessen.
    Читать далее

  • Tag 65: Camino de Hierro

    7 июня 2022 г., Испания ⋅ ⛅ 22 °C

    Gefahrene Strecke: La Fregeneda - Zamora 139 km

    Heute hieß es früh aufstehen, um rechtzeitig los gehen. Da wir am Startpunkt übernachtet haben, war das relativ easy. Am Eingang, einem ausrangierten Eisenbahnwaggon, der als Büro dient, wurden nochmal unsere Anmeldedaten gecheckt und d wir bekamen genaue Verhaltenshinweise.
    Eines vorweg: Die Anmeldung per Internet (caminodehierro.es) mindestens 24 Std. vorher ist unbedingt erforderlich, sonst hast du keine Chance.

    Montags ist geschlossen. An allen anderen Tagen kann man zwischen 7:30 und 8:30 starten; nicht früher und nicht später. Von Barca d'Alva wird man dann ab 12.30 mit einem Shuttledienst zurückgebracht. Den Weg in die andere Richtung zu gehen ist verboten

    Zum Camino de Hierro: Es handelt sich um eine spektakuläre Wanderung entlang einer aufgelassenen Eisenbahnstrecke
    Die Bahnstrecke Barca d'Alva–La Fuente de San Esteban, auf portugiesisch gelegentlich Linha Internacional de Barca d’Alva a La Fregeneda e a Salamanca genannt („Internationale Strecke von Barca d'Alva nach La Fregeneda und Salamanca“), ist eine Eisenbahnstrecke in iberischer Breitspur, welche die Linha do Douro mit dem spanischen Eisenbahnnetz verband. Bis zur Schließung der Strecke im Jahr 1985 verkehrten dort regelmäßig Personen- und Güterzüge.
    Zudem diente die Strecke als häufig genutztes Verkehrsmittel für die Bevölkerung von Tras os Montes, um die zahlreichen Volksfeste auf spanischer Seite zu besuchen, unter anderem in La Fregeneda und Sobradillo

    Mit dem hochkomplexen und technisch äußerst hersusfordernden Bau dieser Eisenbahnstrecke wurde 1882 begonnen. Im Dezember 1887 konnte die Strecke fertiggestellt werden.

    Die Strecke, die bewanderbar ist, liegt zwischen Fregeneda und Barca d'Alva in Spanien, immer ziemlich direkt an der spanisch-portugiesischen Grenze und beträgt 18 km. Der gesamte Weg befindet sich im Naturpark de Arribes de Duero in der Provinz Salamanca.

    Diese Strecke ist die bautechnisch anspruchvollste. Sie hat 20 Tunnels und 10 Brücken. Der längste Tunnel ist der Tunnel Nr.1 mit einer Länge von 1,5 km. Der Tunnel Nr.3 muss in den Monaten April bis August umgangen werden, da in dieser Zeit im Tunnel die Fledermäuse brüten.
    Die Wanderung führt immer leicht bergab, ist also konditionsmäßig nicht anstrengend. Sie erfordert aber volle Konzentration, weil naturgemäß am Weg viele Steine liegen, weil man sehr genau hinschauen muss. Das hat dann zur Folge, dass man am Ende der 18 km doch relativ erschöpft ist.

    Die Wanderung lohnt sich auf jeden Fall, ist dringende Empfehlung für alle, die Spanien außerhalb der üblichen Attraktionen und touristischen Zentren bereisen wollen.

    Heute waren angeblich genau 19 Menschen am Weg. Wir haben uns mit einem spanischen Paar unterhalten, die uns wertvolle Tipps für unsere geplante Picos de Europa Tour geben konnten.

    Am späteren Nachmittag fuhren wir dann weiter nach Zamora. Dort gibt es am Stadtrand einen recht angenehmen kostenlosen Stellplatz.

    Am Abend gab es dann in einem äußerst belebten Lokal Tapas und Rotwein.
    Читать далее

Создайте ваш личный профиль

Бесплатно

QR code

FindPenguins для iOSFindPenguins для Android