• Bigna und Dave
  • David Reinhardt
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PANAMERICANA

Et 777-dags eventyr af Bigna und & David Læs mere
  • Hafenprobleme

    29. august 2025, Colombia ⋅ ☁️ 32 °C

    Eigentlich haben wir gedacht, dass es jetzt noch einige Bearbeitungstage benötigt bis wir die Autos aus den Containern fahren können. Doch plötzlich geht alles ganz schnell und die Infos überschlagen sich ein wenig.

    So kommt es, dass wir schon bald mit Karin am Hafen warten um unsere Camper aus den Containern zu fahren. Wir bekommen einen Zutrittsbadge fürs Hafenareal und komplette Schutzausrüstung (Stahlkappenschuhe, Schutzbrille, Helm und es ist Pflicht lange Kleidung zu tragen).

    Nach langer warterei und ordentlichem Schwitzen bei den hohen Temperaturen ist es endlich soweit und die Container werden geöffnet. Alles sieht gut aus und ich fahre für Karin erst den Van aus dem Container, da Frank der eigentliche Fahrer des Campers keinen Zutritt ins Hafenareal bekam.
    Als ich den Van parkiert hatte und den Schlumpf zum ersten Mal zu sehen bekam überkam mich ein Schreck...
    Der Schlumpf hatte eine ordentlich grosse Öllache unter dem Motor/Getriebebereich...
    Nach kurzer durchsicht wurde klar, dass die neue Ölwanne des neuen Getriebes aus Panama schon undicht wurde und ich ca. 2l Getriebeöl verlohren hatte.
    Natürlich bin ich für einen solchen Notfall gerüstet und fülle erst mal Getriebeöl nach.
    Mir ist jetzt bewusst, dass ich wieder mal eine Reperatur der Reperatur vornehmen werden muss, da es sichtbar an der Dichtung tropft.

    Nicht nur wir haben Probleme nach der Verschiffung. Ein brasilianischer Overlander der ebenfalls von Panama nach Kolumbien verschifft hat, konnte sein Auto auch nicht mehr starten. Ich versuche ihm noch mit dem Schlumpf Starthilfe zu geben, jedoch bleiben bei ihm jegliche Rettungsversuche unbezahlt und er wird zum Parkplatz geschoben.

    Wer jetzt denkt, dass man jetzt einfach aus dem Hafen fahren kann der liegt ziemlich falsch. Wir müssen die Camper jetzt hier lassen während die Zollpapiere erstellt werden. Danach müssen wir zu einem anderen Zeitpunkt wieder kommen und diese unterzeichnen und erst dann nach dem Bezahlen der Gebüren an einem weiteren Tag dürfen wir dann die Camper aus dem Hafenareal fahren.

    Du denkst dir jetzt wömöglich, warum die das nich vorgängig machen können oder an einem Tag schaffen? Tja hierzulande läuft hald alles ein wenig langsamer und ineffizienter...
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  • Endlich wieder Schlumpf

    30. august 2025, Colombia ⋅ ☁️ 31 °C

    Nach weiteren Besuchen für Unterschrift der Zollpapiere am Hafen landen wir heute Morgen im Büro der Verschiffungsagentin um den Rest der Verschiffungskosten und Gebühren zu bezahlen.
    Wir werden mit dem Auto an den Hafen gefahren und bekommen erneut Schutzaurüstung für das Betreten des Hafenareals. Nach einiger Wartezeit dürfen wir endlich zu den Campern.
    Wir pumpen mit Frank noch schnell die Reifen des Vans auf und können dann ohne jegliche Kontrollen einfach aus dem Hafen fahren.

    Nachdem wir durch den turbulenten Stadtverkehr gefahren sind kommen wir endlich am Parkplatz ausserhalb der Stadtmauern der Altstadt an und können hier unsere Camper sicher für die nächsten Tage abstellen. Wir bleiben noch einige Tage, da wir das Airbnb für länger gebucht haben, da wir erwartet hatten, dass der Prozess am Hafen länger dauern wird. Nicht schlimm, da ich so oder so noch viel zu Tun habe...
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  • Vorbereitungen

    3. september 2025, Colombia ⋅ ☁️ 30 °C

    Bis am 3.Sept. hatten wir das Airbnb noch gemietet. Karin und Frank gehen die Stadt besuchen und ich muss mich erst Mal um den Schlumpf kümmern.
    Während der Verschiffung wurde alles im Camper ziemlich miefig und an manchen Stellen wie dem Kühlschrank entstand ein wenig Schimmel. Ich ging Reiniger und einige Desinfektionsmittel kaufen und nahm alles aus Stoff aus dem Camper.
    Ich traktierte die Waschmaschiene des Airbnb und legte alle Stoffe und Bezüge in desinfektions Waschmittel ein. Danach wurden sie zusätzlich mit desinfektionswaschmittel gewaschen.
    Den Camper habe ich komplett mit Essig und desinfektionsmittel geputzt und den Kühlschrank mit Kühlschrankdesinfektion gereinigt. Hoffen wir mal, dass sich der enorme Aufwand gelohnt hat und ich den Mief und die Pilzspohren rausbekommen habe.
    Zusätzlich zu all den Putzarbeiten habe ich bereits die neuen Nebelscheinwerfer montiert. Die alten Gehäuse waren gerissen und wurden beim Offroaden mit Schlamm und Wasser gefüllt.

    Zum Glück wurde ich immer wieder von Karin und Frank aufgemuntert und mit Kuchen und gutem Essen versorgt. Durch eure Gesellschaft und die vielen tollen Gespräche waren all fie Strapazen der Verschiffung halb so schlimm😉
    Leider musste ich am 3.Sept. Abschied von den beiden nehmen. Sie fahren schonmal los und erkunden Kolumbien immer Richtung Süden. Ich habe noch einige Tage zu warten bis Bigna wieder aus der Schweiz zu mir stösst. Da ich aber noch einen Reparaturmaraton vor mir habe ist dies gar nicht mal so schlimm.

    Dank an Karin und Frank für die tolle gemeinsame Zeit! ❤️ Wir treffen uns unterwegs sicher nochmals. Bis dahin gute Fahrt.
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  • Werkstattkampf in Cartagena

    4. september 2025, Colombia ⋅ ☁️ 31 °C

    Nach einer Nacht hinter dem Hilton Hotel der Stadt mache ich mich heute auf die Suche nach einer Werkstatt die mir die Getriebedichtung, die hintere Blattfederaufhängung verstärken und die Gummis der hinteren Blattfeder ersetzen kann.
    Natürlich werde ich wie immer bei der offiziellen Ford Vertretung von Cartagena direkt abgelehnt. Die haben offensichtlich null bock an Schlumpf was zu machen...
    Ich versuche also über einen Ford Teilehandel an eine geeignete Werkstatt zu kommen.
    Ich werde an eine Firma verwiesen die nur Federungen und Stossdämpfer bearbeitet. Im Prinzip also ein Spezialist.
    Also gut erst die Gummis und Aufhängung und dann Getriebedichtung.
    Wir einigen uns auf einen für mich unschlagbar guten Deal aus meiner Sicht und die Arbeit beginnt gleich am Strassenrand.
    Schon beim auseinandernehmen merke ich, dass die Arbeitsmentalität und wie die Sachen hier gehandhabt werden komplett anders sind. Es dauert gefühlt unendlich lange von Schritt zu Schritt und das obwohl eine Blattfeder auszubauen wirklich kein Hexenwerk ist.
    Die bis zu 10 Mitarbeiter die ich mit dem Schlumpf beschäftige sind wirklich alle extrem freundlich, jedoch verzweifle ich als schweizer Arbeitsmaschine beim zuschauen schon fast.
    Es dauert alles ewigkeiten und bei Regen wird einfach alles angehalten und die ganze Belegschaft wartet bis es vorbei ist...
    Der Schweisser versteht sowohl meine wie auch die Instruktionen des Chefs nicht und die Schweissnähte, die die Aufhängung optimieren sollte lassen zu wünschen übrig.
    Der Chef hatte mir versprochen, dass er heute mit beiden Blattfedern fertig wird, jedoch merke ich als es langsam Richtung Abend geht, dass dies unmöglich sein wird.
    Ich bereite mich auf eine Nacht am Strassenrand in einer nicht allzu guten Gegend der Stadt vor. Als ich den Schweisser dann frage, ob man hier übernachten kann sagt er mir, dass dies für mich und das Auto in dieser Gegend viel zu Gefährlich wird.
    Ich beginne im Stress dieser Nachricht also auszurufen und Arbeitsanweisungen zu verteilen. Ich sage dem Chef, dass niemand nachhause geht, bevor ich wieder fahrfähig bin.
    Die Arbeiter arbeiten bis in die Nacht. Und ja immer noch nur an der einen Blattfeder. Der Chef der Werkastatt hat wohl gemerkt, dass ich ziemlich sauer bin und lässt mir als entschuldigung wenigstens einige Bier zukommen.
    Nachdem die eine Seite endlich zu Ende ist, kann ich das Industriegebiet endlich verlassen und an einem sicheren Ort übernachten.
    Trotz allem schlafe ich heute nicht gut, da ich weiss, dass mir morgen nochmals das selbe bevorsteht für die andere Blattfeder und Aufhängung...
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  • Werde ich jetzt ausgeraubt?

    5. september 2025, Colombia ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute Morgen fahr ich früh los, damit ich noch vor dem Morgenverkehr der Stadt durchkomme. Der Chef versicherte mir gestern, dass heute alles fertig wird und sie gleich um 8 Uhr mit der Arbeit beginnen.
    Um 8:20 Uhr trifft der erste Mitarbeiter ein und um 9 Uhr beginnen dann endlich die Arbeiten am Schlumpf.
    Ich mache den Mitarbeitern und dem Chef druck, dass ich heute Nachmittag einen Termin bei einer anderen Garage fürs Getriebe habe und sie vorwärts machen müssen.
    Es klappt solala und zeitweise muss ich die Mitarbeiter die unter dem Schlumpf schlafen statt arbeiten mit einem kurzen Fluchen und Schütteln wieder wecken...
    Heute wurde zudem ein wirklicher Mechaniker dazubestellt, welcher mir den Abgaskrümmer auf der Fahrerseite ersetzt. Das Ersatzteil habe ich aus Panama mitgenommen und der Typ ersetzt das Ganze innerhalb einer Stunde. Wenn nur alle anderen so schnell arbeiten würden...
    Der Abgaskrümmer wurde beim Motor ersetzten in Kanada ersetzt, jedoch bekommt man keinen originalen mehr. Der Verbaute Krümmer war zwar nicht billig, jedoch wohl kack Material, welches ziemlich sicher durch einen termischen Schock bei einer Flussdurchfahrt in Costa Riche gerissen ist...
    Tja neuer Versuch neues Glück???

    Am späteren Nachmittag sind die Mitarbeiter endlich mit der Blattfeder fertig. Der Chef startet einen Versuch mich mehr zahlen zu lassen als abgemacht aber mein Blick hat wohl gereicht um ihm klar und deutlich mitzuteilen was mitzuteilen war!

    Da meine Versuche erfolglos blieben einen Mechaniker zu finden, der mir die Getriebedichtung, welche ich schon habe, ersetzt gehe ich zu einer Werkstatt die von anderen Reisenden auf der App IOverlander empfolen wird.
    Dort werde ich zu einer anderen Werkstatt verwiesen und ein Mitarbeiter soll bei mir einsteigen und mir zeigen wo diese ist.
    Wir fahren irgendwo durch kleine Gassen im Industriegebiet, bis wir in einer Slumartigen Gegend landen. Ich werde auf einen abgelegenen Hinterhof geleitet wo eine Gruppe Männer mit Overals stehen.
    Jetzt kommt es auch bei mir an und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich jetzt in die Falle getappt bin und ausgeraubt werde.
    Ich steige aus und es wird ein wenig Smaltalk gesprochen und ich werde gefragt, ob ich Geld dabei habe.
    Ich verneine und sage, dass ich aber gleich bei der Bank abholen werde, sobald sie mir sagen wie viel sie für die Reparatur brauchen.
    Sie nennen eine Unsumme und ich sage kein Problem hole ich gleich ab und komme zurück, nachdem ich den Arbeiter der mich hergelotzt hat wieder bei der Garage absetze.
    Der Mitarbeiter möchte auch Geld von mir sehen und ich gebe ihm vor der Firma ein winziges Trinkgeld und sage ihm, dass dies alles ist was ich habe und mehr bei der Bank holen muss.
    Zum Glück möchte er nicht mitkommen, da ich mich zum Glück genügend doof gestellt habe und flüchte schnell wieder in den reichen und sicheren Stadtteil.

    Puuuh.... Ob ich jetzt wirklich ausgeraubt worden wäre oder nicht weiss ich nicht so genau aber das Ganze kommt mir schon eher zwielichtig vor. Auf jeden Fall bin ich Glücklich heil davon gekommen zu sein.
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  • Schrauberleistung

    6.–10. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Jetzt habe ich noch 4 Tage Zeit bis Bigna in Cartagena landet.
    Es könnte mir ja langweilig werden oder?
    Natürlich falsch... Neben dem Getriebe, dass immer noch massiv Öl verliert habe ich noch zahlreiche andere Reperaturen zu bestreiten.
    Da mir die unangenehme Aktion von gestern noch in den Knochen steckt entscheide ich die Getriebedichtung lieber selbst zu wechseln. Da ich keine Ölauffangwanne habe benutze ich einen grossen Abfallsack und einen Karton auf dem Boden. Um nicht zuviel Aufmerksamkeit zu erregen mache ich das bei Nacht ausserhalb der Stadt.
    Die Ölwanne wurde von der Werkstatt die das Getriebe überholt hat verbogen, weshalb sie nicht mehr perfekt abdichtet. Ich kompensiere diese Unebenheiten mit Gasket maker (Eine Art Silikon für Motoren und heisse Teile) und einigen Richtversuchen.
    In den nächsten Tagen bestätigt sich, dass die Ölwannendichtung jetzt dicht ist aber ich verliere immer noch Getriebeöl.
    Nach langem suchen entdecke ich, dass das Rohr des Ölmessstabs der ins Getriebe führt undicht ist. Beim Getriebewechsel wurde der Dichtring am Rohr zwar ersetzt, jedoch wohl durch einen zu dünnwandigen.
    Ich kann keinen richtigen in der Richtigen Dicke auftreiben und erhöhe den Durchmesser indem ich Teflonband ums Rohr wickle. Die Lösung ist so simpel wie genial und hält dicht!
    Die nächsten Tage baue ich noch den Tacho aus und ersetzte daran Glühlämpchen welche schon länger ersetzt werden sollten. Endlich sehe ich bei Nacht wieder was auf dem Tacho läuft😅.
    Diverse kleinere Teile wie zum Beispiel die Kunstoffführung am Schalthebel oder der gebrochene Stecker am Klimakompressor werden auch noch ersetzt.

    So jetzt lasse ich euch aber vorerst in Ruhe mit Reperaturbeiträgen, da Bigna endlich wieder zurückfliegt nach Cartagena.
    Ich kann es kaum erwarten sie endlich wieder zu sehen😍.

    Für die die jetzt denken, dass die Reperaturbeiträge doch spannend waren. Keine Angst der Rucksack der Bigna im Flieger mitnimmt ist voller Ersatzteile für Schlumpf. Es wird also noch mehr Beiträge zu Reperaturen geben😉.
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  • Endlich zurück!

    10.–14. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 32 °C

    Nach einem langen Flug, 2x umsteigen und hoffen,dass mir die Ersatzteile nicht abgenommen werden,bin ich am Morgen um 7:00 Uhr in Cartagena gelandet.
    Ich freue mich endlich wieder Dave zu sehen. Es war zwar nur ein Monat aber man merkt schnell wie sehr uns diese Reise zusammengeschweisst hat😉.
    Zusammen fuhren wir dann zu unserem Airbnb, welches ausserhalb der Stadtmauer lag. Wir konnten erst um 15:00 Uhr einchecken, deshalb gingen wir erstmal frühstücken. Danach machten wir doch schon eine grössere Stadtrunde und ich bekam die ersten Eindrücke von dieser schönen Stadt. Doch nach dem Mittag kam dann das Jetlag und ich war froh als wir in unser Airbnb konnten. Es war sehr schön. Wir hatten Blick aufs Meer und die Skyline. Das Highlight war der Rooftop Pool. Die nächsten Tage chillten wir in den Tag hinein, eine Erfrischung im Pool durfte nicht fehlen und gegen Abend gingen wir in die Stadt. Wir genossen die Tage in Cartagena sehr, bevor die Reise dann wirklich weiterging.
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  • Erster Spot ein Traumstrand

    14.–15. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Heute war es soweit und es wurde wieder in den Schlumpf eingezogen.
    Als erstes mussten wir unser Gasflasche auffüllen und es gab nur einen Option laut unserer Reiseapp, welche auch kanadische Flaschen befüllen kann. Diese Flasche zu füllen war nicht so einfach, irgendwie war die Zufluss sehr langsam. Wir waren aber froh, dass er sich die Zeit nahm um die Flasche zu füllen 🙈

    Danach fuhren wir einige Stellplätze an aber leider waren es alle Nieten. Langsam kamen wir in einen Zeitstress, denn wir wollen nicht in der Nacht fahren.

    Unser Navi führte uns zu unserem nächsten Stellplatz durch einen holprigen und staubigen Nebenweg.

    Wir kamen kurz vor Sonnenuntergang an unserem Stellplatz an direkt am Meer. Wir gönnten uns noch eine Abkühlung und geniessen den Abend unter den Palmen.
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  • Ab in die Berge!

    15.–16. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 33 °C

    Unser nächster Stop war ein kleiner Nationalpark mit speziellen Felsformationen. Dafür fuhren wir 2 Tage durch die Hügellandschaft Kolumbiens. Da wir die vielen Kurven und die Strecke unterstätzt haben mussten wir einen Zwischenstopp einlegen und haben einen kleinen Stellplatz direkt an einem Fluss gefunden. Hier genossen wir einer der schönsten Sonnenuntergänge unserer Reise. Am nächsten Tag ging es weiter bis wir nach etlichen Kurven und einem kleinen Bergdorf an unserem Ziel dem Areal Natural Unica los Estoraques ankamen. Dort haben wir auch Diego und seinen Hund Isla wieder angetroffen. Er verschiffte auf dem selben Schiff wie wir von Panama nach Kolumbien.Læs mere

  • Area Natural Unica Los Estoraques

    16.–17. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Los Estoraques ist ein Ort von außergewöhnlicher geologischer Schönheit und bekannt für seine hohen und geheimnisvollen Geoformen, Labyrinthe und Höhlen, die über Millionen von Jahren durch Erosion geformt wurden.

    Wir konnten einen kurzen Trail durchs Gelände gehen und die Felsformationen anschauen. Es war sehr beeindruckend was hier durch Erosionen entstanden ist.

    Danach gab es wieder eine länger als gedachte Schraubereinheit. Da die Schaltung noch nicht gut war. Dabei fand Dave heraus das bei der Antriebswelle eine Schraube fehlte. Natürlich war es eine Spezialschraube, die man nicht überall bekommt. Die Schaltung neu Einstellen war nicht so einfach wie gedacht. Aber es war extrem wichtig das wir den 1. Gang wieder benutzen können beim runterfahren in den Steilen Bergen von Kolumbien. Wir arbeiteten bis in die Nacht denken aber, dass wir es jetzt richtig eingestellt haben.

    Danach gab es einen gemeinsamen Abend mit Diego und einen Topf Pasta.

    Leider bemerkten wir am nächsten Morgen als wir weiterfahren wollten, dass es noch nicht stimmte mit der einstellung der Gangschaltung. Dave gelang es jedoch die Schaltung nochmals gut einzustellen und es ging wieder auf die Bergstrassen und das sogar mit der Möglichkeit manuell in den ersten Gang zu schalten.
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  • Via Ferrea

    17.–18. sep. 2025, Colombia ⋅ 🌧 25 °C

    Für den nächsten Tag planten wir ein Teil der bekannten alten Eisenbahnstrecke Kolumbiens zu fahren. Für Motorfans das ist die Strecke die in einer der Sendungen von "Top Gear" vorkam.
    Von anderen Reisenden haben wir gehört es hat 6 bis 8h gedauert die Strecke zu absolvieren. Deshalb suchten wir einen nahen Platz zum Übernachten und das Posi Lok (Ein Kabelzug der das anfällige Unterdrucksystem zum Einlegen der Vorderachse für den 4x4 Antrieb ersetzt) einzubauen, denn wir wussten nicht wie gut die Strecke ist und ob wir allenfalls den 4x4 brauchen werden. Das Einbauen wurde wie immer eine Nachtaktion.

    Die Eisenbahnstrecke war ein richtiges Abenteuer denn wir mussten mehrere Brücken, die teilweise aus alten Holzbalken bestanden überqueren. Auf der Seite ging es steil in die Tiefe. Auch diverese alte Eisenbahntunnels konnten wir durchfahren.

    Es war eine schöne Strecke und wir haben es trotz der Herausforderung in 4.5 h geschafft.

    Nach dieser Strecke kommt man bei einem kleinen Dorf vorbei, dort pumpten wir wieder Luft in unsere Reifen und machten eine kurze Mittagspause.

    Um uns herum versammelten sich Kinder vom Dorf die interessiert zu uns schauten. Plötzlich kam der kleinste und fing an zu sprechen. Zum Schluss standen alle bei uns und fragten uns aus. Sie waren alle sehr interessiert. Als Souvenier gab es für jeden 10 Rappen aus der Schweiz viel mehr typisch schweizerisches haben wir nicht mehr dabei. 🙈🇨🇭
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  • Auf der Suche nach der Spezialschraube

    19. september 2025, Colombia ⋅ ☁️ 20 °C

    Als nächstes auf dem Plan stand die Spezialschraube für die Antriebswelle zu organisieren. Dafür fuhren wir nach Bucaramanga, die nächst grössere Stadt. Zuerst ging es ins Industriegebiet zu einem grossen Autoteilhändler doch die schickten uns in die Stadt. In der Stadt zu parken wie immer sehr schwierig. Ich blieb im Auto und Dave klapperte die kleinen Händler ab. Keine Chance, die Spezialschraube hatte niemand, da sie einen Härtegrad von 12.9 hat.
    Letzte Chance die Ford Garage. Nach all unseren negativen Erfahrungen mit Fordgaragen hatten wir nur eine kleine Hoffung. Tatsächlich wollten sie uns helfen und telefonierten herum, statt uns wie gewohnt gleich abzulehnen.
    Wir gingen in dieser Zeit Mittag essen. Nach einem halben Tag in der Stadt herumfahren wegen einer Schraube hatten wir einen Bärenhunger. Wir gönnten uns wiedermal einen Burger. Für Dave gab es einen fancy Käse Burger (siehe Video).
    Wir warteten auf ein WhatsApp vom Mitarbeiter um zu wissen ob er jemand gefunden hat, um die Schraube zu bestellen. Tatsächlich hat er es geschaft einen Händler zu finden bei der man diese Schraube bestellen konnte. Die 2. Herausforderungen war jetzt, wir brauchten eine Adresse. Wir versuchten es in unserer Reise WhatsApp Gruppe von Kolumbien ob jemand eine Adresse hat und uns das Packet annehmen würde. Wir hatten Glück und Alejandro meldete sich, da er in Kolumbien lebt und auch schon 3 Jahre in Südamerika reisen war. Wir durften die Adresse seiner Eltern nutzen.
    Was für ein Glück, da es zudem auf dem perfekten Weg lag um keine Wartezeit für das Teil zu haben!
    Es kam dann doch noch ein hoher administrative Aufwand auf uns zu und ohne die hilfe von Alejandro hätten wir es glaub nicht hingekriegt, da man diverse Nummern ect. gebraucht hätten für die Bestellung, die wir als Ausländer gar nicht haben...
    Nach einem Tag war alles organsiert und wir waren überglücklich, dass wir doch noch an die eine Schraube kommen werden und so unseren 4x4 wieder nutzen werden können.
    Danke hier nochmals an Alejandro, der es als selbstverständlich sah uns zu helfen!
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  • Auf nach Zapatoca!

    19.–20. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 19 °C

    Unser nächster Halt war in Zapatoca, ein kleines Bergdörfchen in Kolumbien. Wir hatten eine abenteuerliche Fahrt dorthin mit vielen Kurven. Wir mussten einen Teil der Streke im Dunkeln fahren, da es momentan schon um 18.00 Uhr dunkel wird.
    An einem erhöhten Pullout übernachteten wir. Am nächsten Tag bestaunten wir die Aussicht. Bevor wir das Döfchen besichtigen fuhren wir einige Kurven nochmal runter um einen gelben Renault 4 anzuschauen der auf einem Fels befestigt war. Die Geschichte besagt, dass es sich um ein beschlagnahmtes Fahrzeug handelt, dass nach seiner Amtszeit als Kunstwerk auf den Fels gesetzt wurde.
    In Zapatoca angekommen gab es einen kleinen Rundgang im Dorf und danach ging es in ein lokales Restaurant. Diese Gegend ist für Ziegenfleisch und Ziegenprodukte bekannt. Wir bestellten deshalb auch Ziegenfleisch und dazu noch einen Teller mit Rippchen vom Schwein.
    Da sie in diesem Restaurant auch Craftbier haben probierte Dave ein lokales Schokoladenbier und Bigna ein Maracujabier . Das essen und Bier war so lecker und wieder mal eine riesige Portion.
    In diesem Restaurant kauften wir gleich noch lokalen Ziegenkäse.
    Wir erfuhren, dass an diesem Tag etwas ähnliches wie der Valentistag bei uns gefeiert wird. Das erklärte auch die vielen Leute unter der Woche.
    Für den Ziegenkäse kauften wir das typische weiche Brot, dass es in den Bäckereien hier gibt. Wir wählten eines, dass mit Salz gewürzt wurde. Es war aber auch eher süss. Zum Abschluss gönnten wir uns noch einen Kaffeefrappe und einen Cappuccino mit einem weiteren herrlichen Kaffeebohne aus der Region.

    Die Zeit verging zu schnell und plötzlich bemerkten wir das schon 16.00 Uhr war und wir hatten noch ein langer Weg vor uns bis zum nächsten Berdorf. Die Strecke war eine holprige und kurvige unbefestigte Strasse. Wieder mal waren wir zu spät dran und mussten ein Teil im dunkeln fahren.
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  • Barichara

    20.–21. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 26 °C

    Es war bereits dunkel als wir in Barichara ankamen. Diesmal haben wir einen Pullout am Stadtrand gefunden hinter der letzten Häuserreihe. Wir gönnten uns hinter dem Auto noch eine Outdoordusche.
    Barichara ist eine Stadt im Norden Kolumbiens und bekannt für seine Kopfsteinpflasterstrassen und Kolonialarchitektur. Im Zentrum steht die Sandsteinkathedrale mit einem Altar aus Blattgold. Wir machen einen kleinen Spaziergang durch ein Skulpturenpark und schlendern die steilen Wege hinunter zum Hauptplatz. Auf dem Weg kommt uns ein duft von frischgebackenem Brot entgegen. So entecken wir Per Zufall ein Café, dass feines Brot bäckt. Wir merken es uns für den Rückweg.
    Wir sind auf der Suche nach einer lokalen Käserei, die wir auf Google Maps entdeckt haben. Leider gibt es diese nicht mehr. Käse haben wir trotzdem gefunden.
    Uns wurde von Alejandor ein Restaurant empfohlen mit traditionellem Essen. Heute gibt es nochmals Ziegeenfleisch für Dave und eine Forelle bauern Art für Bigna.
    Wir sind wieder mal überrascht über die grossen Portionen. Es war sooo lecker!
    Nach dem Mittagessen schauen wir auf die Uhr und entscheiden heute noch ein Stück weiter zu fahren.
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  • Las Gachas natürliche Pools

    21.–22. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 25 °C

    Unser nächster Stopp war bei den Las Gachas. Las Gachas ist ein Flussschlucht in der Gemeinde Guadelupe, die für ihre einzigartigen Felsformationen bekannt ist.
    Hauptattraktion sind die natürlichen Pools. Das Flussbett ist voller kreisförmigen, hohlen Becken, die im Laufe der Jahre durch Wassererosion entstanden sind.
    Wir haben auf einem "Campingplatz" eher einfach einer Wiese parkiert. Von dort spazierten wir ca. 30 min auf schönen Weg zu den Becken. Wir stiegen langsam in die Becken hinein, denn man sah nicht wie tief sie waren. Es war kalt aber zum Glück hatte wir schönes Wetter und wir konnten uns an der Sonne wieder aufwärmen.
    Als wir zurück beim Schlumpf waren gingen wir noch die Papageien der Campingplatzbesitzern anschauen und Dave reparierte noch einen Aussenspiegel, den er gestern Nacht nicht mehr fertigreparieren konnte. Intern war ein Gussteil gebrochen, weshalb der Spiegel nicht mehr in der Position gehalten wurde.
    Die vielen Rüttelpisten haben da wohl ganze Arbeit geleistet und Dave musste wieder mal sein Improvisationdtalent auf die Probe stellen.
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  • Las Cabra Gris

    22.–23. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Heute stand wieder ein Fahrtag an. Wir fuhren durch das Gebirge an einem grossen Wasserfall vorbei. Um diesen zu besichtigen musste man jedoch Eintritt bezahlen, deshalb entschieden wir uns dagegen. Im nahegelegenen Dorf konnten man früher eine alte Stoffverarbeitungsfabrik besichtigen. Heute ist diese Gelände abgesperrt.
    Da der Tag mittlerweile schon fortgeschritten war, entschieden wir uns, uns auf die Suche nach einem Campspot zu machten. Wir entschieden weitere 2 h zu fahren um ein Schweizer Paar auf ihrem Campingplatz "La Cabra Gris" zu besuchen.
    Wir wurden von zwei Hunden und der Besitzerin Marina begrüsst. Sie zeigte uns wo wir uns hinstellen konnten und es gab einen kleinen Rundgang. Sie besitzen ein grosses Gelände mit einer Finca drauf. Auf der grossen Wiese hat es viel Platz für Overlander. Es gibt eine Toilette und eine Dusche mit warmen Wasser.
    Sie selbst sind 3 Jahre mit dem Motorrad durch Südamerika gereist. Wir verbrachten zusammen einen gemütlichen Abend mit Ziegenkäse, gutem Wein und spannenden Gesprächen. Wir konnten noch leckere Sauerteigbrötchen, eine köstliche Erdbeermarmelade und würzige Bratwürste kaufen.
    Danke für die tollen Gespräche und gemütlichen Abend Marina & Rino.
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  • Töpferstädtchen Ráquira

    23.–24. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Am nächten Morgen fuhren wir Richtung Ráquira einer Ortschaft, die für ihre Töpferei und farbigen Häuser bekannt ist. Einen Zwischenstopp machten wir in der Ortschaft Villa de Leyva. Hier spazierten wir durch die Gassen bis zum Hauptplatz. Kaum ist das Wochenende vorbei läuft in diesen Bergstädten nichts mehr. Ein Röstduft lockte uns in ein kleines Kaffee. Wir genossen wieder einen leckeren Cappuccino und schauten der Röstimaschine zu.
    Nun ging es weiter nach Ráquira ein Dorf welches für seine Töpferwaren bekannt ist. Hier hatte es doch mehr Leute auf den Strassen als erwartet. Wir parkierten beim Hauptplatz und spazierten durch die farbigen Gassen. Es war voll von Töpferwaren aber das Sortiment der Läden war dann doch überschaubar. Unseren Hunger stillten wir mit Empanadas, die wir in einem kleinen einheimischen Kiosk kaufen konnten.
    Mit vollen Mägen waren wir bereit für die Weiterfahrt.
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  • Pablo Escobar's Kokain Nilpferde

    24.–25. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 32 °C

    Wir haben einen Tipp von Cora und Michi bekommen, dass es in Kolumbien tatsächlich Nilpferde gibt. Um zu diesen Nilpferde zu kommen fuhren wir eine abenteuerliche Offroadbergstrecke in den Bergen. Wir fuhren wiedermal bis es dunkel wurde. Deshalb übernachten wir wieder bei einem Pullout und fuhren die restlichen 2 h bis zur Hauptstrasse am nächsten Tag.
    Wieso Kokain Nilpferde?
    Die Nilpferde gehörten Pablo Escobar, der die Tiere irgendwie nach Kolumbien auf sein Grundstück schmuggelte. Er hatte einen Privatzoo. Als er starb wurden die meisten Tiere in Zoos untergebracht, nicht die Nilpferde. Es war nicht möglich sie einzufangen aufgrund ihrer Grösse, Gewichts und Revierverhalten. Die Natutschutzgruppen waren gegen das Töten. So waren die Nilpferdere sich selbst überlassen. Heute kämpft Kolumbien gegen die Population der Tiere.
    Wir buchten also eine Nilpferdtour auf dem Rio Magdalena. Der Touranbieter ist im kleinen Dörfchen Estacion Cocorná. So mussten wir via Fähre über Den Rio Magdalena fahren. Ein echtes Erlebnis. Denn Tipp mit der Fähre bekamen wir von Yamit dem Tourguide. Wir sparten so einge Fahrtzeit ein.
    Die Tour war von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Wir hatten einen sehr heissen Tag erwischt mit 39° Grad. Wir sahen viele Tiere auf dem Weg zum Rio Magdalena. Wir fuhren hoch und runter und warteten an den bekannten Stellen und beobachteten ob ein Hippo auftaucht. Leider wollten sie sich nicht zeigen. Die beiden Tourguides haben alles versucht und gegeben uns die Tiere zu zeigen. So ist die Natur eben.
    Wir waren trotzdem begeistert von der Tour und würden sie auch weiterempfehlen.
    Besonders die Tourgides und der Besitzer selbst haben uns ein wirklich tolles Erlebnis ermöglicht. Gemeinsam haben wir sogar noch einige Biere getrunken und wir durften sogar die Dusche benutzen und neben der Lodge übernachten.
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  • Ausruhen am Lago Guatape

    26.–29. sep. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Fürs Wochenende haben wir uns ein idyllisches Plätzchen am See ausgesucht. Wir fuhren über San Rafael und die Berge nach Guatape. Im Supermarkt kauften wir feine Spareribs und Hackfleisch für Burger ein.
    Wir freuten uns auf diesen Platz und Zeit zum Ausruhen von den ganzen Bergstrecken. Angekommen am Platz stand schon ein grosser Unimog am See. So lernten wir Harald und Ulrike kennen, die seit 6 Jahre in Südamerika unterwegs sind.
    Dank den beiden bekammen wir viele Tipps für unsere Reise durch Südamerika.
    Es freute uns, dass wir super Wetter haben und wir konnten sogar eine Erfrischung im See nehmen.
    Das Wochenende war eine tolle Erholung. Danke an Harald und Ulrike für die spannenden Gespräche und vielen Tips.
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  • Rionegro

    29.–30. sep. 2025, Colombia ⋅ ⛅ 22 °C

    Bevor es nach Rionegro ging machten wir noch einen Stopp beim Aussichtspunkt um uns den Piedra del Peñol anzuschauen .Der Felsen von Guatapé , oder Peñol-Stein, ist ein 220 Meter hoher Monolit. Er ist eine Touristenattraktion, denn man kann ihn mit 708 Stufentritte besteigen. Das bedeutet aber auch, dass es Eintritt kostet. Deshalb entschieden wir uns dagegen die Treppen hochzulaufen.
    Danach ging es nach Rionegro. Dort trafen wir uns mit Alejandro. Wir durften die Spezialschrauben für unsere vordere Antriebswelle zu seinen Eltern senden.
    Wir bekamen die Schrauben und waren überglücklich, dass wir jetzt unseren 4x4 endlich wieder haben und erproben können. Wir luden Alejandro noch zum Mittagessenessen ein und tranken guten Kaffee den er aus Brasilien mitgebracht hat bei ihm Zuhause. Es war super spannend sich mit Alejandro auszutauschen, da er selbst 3 Jahre mit seinem Van in Südamerika unterwegs war. Sein Van ist momentan auf dem Schiff Richtung Deutschland unterwegs, da er die nächsten Jahre Europa bereisen möchte.
    Wir lernten auch seine Hunde kennen Cleo (Dogge) und Ari (Ich glaube es war ein anderer Name aber wir können uns nicht mehr erinnern).

    Danke Alejandro für den schönen Tag, deine Unterstützung mit der Spezialschraube und allen Tipps für Südamerika.
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  • Medellin Comuna 13

    30. sep.–1. okt. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 22 °C

    Unser nächstes Ziel war Medellin. Wir haben uns lange gefragt was wir uns da anschauen möchten, ob wir überhaubt reinfahren sollen etc. und haben uns schlussendlich doch dafür entschieden.
    Zuerst fuhren wir eine Wäscherei an, mit einem Integrierten Bistro. So könnten wir während des Waschen, mittagessen und einen Cappuccino trinken.
    Wir haben über unsere Reiseapp einen Parkplatz herausgesucht, der in der Nähe einer Metro Station war und auch schon einige andere Reisende parkiert hatten.
    Wir entschieden uns am gleichen Nachmittag noch die bekannte Comuna 13 zu besuchen, da morgen wieder schlecht Wetter angekündigt ist.
    Die Comuna 13 war jahrelang von Gewalt durch Drogenkartelle, Paramilitärs und Guerillas geprägt. Es galt als eines der gefährlichsten Viertel dieser Welt.
    2002 kam die Wendung mit der Operation Orion. Es war eine gewaltvolle militärische Aktion der Regierung mit einem Strassenkrieg die Kontrolle über das Viertel zurückzuerlangen. Erst verschlechterte sich die Situation danach aber durch soziale Projekte, Kunst und den Bau von Infrastruktur wie z.B. Rolltreppen verbesserte sich die Situation in den kommenden Jahren stetig.
    Heute ist die Comuna 13 eines der Haupttouristenziele der Stadt. Neben viel Strassenkunst ist es aber auch ein unglaublicher Rummelplatz.
    Wir fanden die vielen bunten Graffitis und Malereien zwar schön aber die vielen Menschen und der Rummel hat uns auch schnell abgeschreckt und wir waren auch froh als wir wieder aus dem Stadtviertel draussen waren. Die Übernachtung auf dem Parkplatz mitten in der Stadt neben der Bibliothek hat super funktioniert und wir waren erstaunt wie ruhig die Nacht war.
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  • Jérico

    2.–3. okt. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach Medellin ging es wieder durch die Berge mit viele Kurven zum Bergdorf Jerico, welches auf 2500 m.ü.M steht.
    Da wir an vielen Kaffeeplantagen vorbei fuhren, machten wir einen Kaffeestop und bekamen einen kräftigen Cappuccino serviert.
    Wir genossen die kurze Pause in den Bergen und kamen am späteren Nachmittag in Jerico an. Wir parkten beim Mirrador und liefen zum Aussichstpunkt, beidem man die Stadt gut sehen kann.
    Am nächsten Morgen spazierten wir ins Zentrum des Dorfes. Auffallend waren die farbigen Häuser. Vom Aussichtspunkt sah man 2 Kirchen, die wir besichtigen wollten. Die eine war direkt beim Hauptplatz und die andere versteckte sich im hinteren Teil des Dorfes. Dies war auch die speziellere Kirche, den sie war pink.

    Wir spazierten durch die Gassen, genossen wieder einen herrlichen Cappuccino und gingen zurück zum Schlumpf.

    Die Reise ging weiter Richtung Jardin natürlich wieder über eine unbefestigte Bergstrecke.
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  • Komischer Vogel in Jardin

    3.–5. okt. 2025, Colombia ⋅ 🌧 21 °C

    Nach einer tollen Bergstrecke kamen wir am späteren Nachmittag in Jardin an. Leider hatte uns der Starkregen wieder mal fest im Griff und wir entschieden hoch in den Berg zu fahren, um hoffentlich spätestens morgen früh mit guter Aussicht belohnt zu werden.
    Die Strecke hoch zum Übernachtungsplatz hatte es in sich. Infolge des Regens machte ein kleiner Erdrutsch die extrem steile Strecke unpassierbar. Arbeiter schaufelten die Stelle bereits frei. Nach einiger Wartezeit und dank dem funktiobierendem 4x4 konnten wir die Stelle dan passieren. Wenden hätten wir nicht können und die steile Strecke runter wäre durch den Schlamm wohl nicht machbar gewesen.
    Also wieder mal Glück gehabt und unbeschadet am schönen Übernachtungsspot angekommen.
    Nach einer ruhigen Nacht beschlossen wir das Dorf Jardin zu besichtigen und zum Mittag essen wir wieder mal eine köstliche Pizza.
    Das universelle Gebot, dass man überall auf der Welt an einem touristischen Ort Pizza und Pasta bekommt gilt auch in Jardin😉.
    Am Nachmittag meldete der Wettervogel wieder Regen.
    Trotzdem machten wir uns in einem kleinen Naturreservat auf die Suche nach dem Vogel Rubicola/ Cock of the Rock oder auch Andenfelshahn. Wie hatten Glück und es waren zahlreiche der roten Vögel zu sichten. Ein unglaublich schönes Tier, dass eigentlich der Nationalvogel von Peru ist. Der männliche Vogel ist bekannt für seine rote Haube über dem Schnabel. Das weibchen ist jedoch braun und sieht komplett anders aus.

    Nach diesem tollen Besuch am Nachmittag und weiteren starken Regenfällen entscheiden wir uns über eine unbefestigte Bergstrecke natürlich wieder über den Berg Richtung Riosucio zu fahren. Wir kaufen unterwegs noch ein Kilo frische Forelle bei einer der vielen Zuchten in den Bergen und verbringen die kalte Nacht auf einem alten Fussballfeld, dass ausgedient hat.
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  • In Salento auf der Kaffeeplantage

    5. oktober 2025, Colombia ⋅ ⛅ 19 °C

    Nach einer kalten Nacht ging es nach Salento. Wir haben über WhatsApp eine Kaffeetour bei einem Hostel gebucht für den Folgetag. Wir konnten beim Hostel für ca. 8 Fr campen, die Duschen benutzen und am nächsten Morgen frühstücken. Bei diesem Angebot konnten wir nicht Nein sagen.
    Wir kamen am Nachmittag an und schauten uns direkt die Ortschaft an. Slaento ist ein touristisches Ort in Kolumbien. Am Anfang merkten wir nichts davon. Als wir jedoch beim Hauptplatz ankamen und bei dieser einten bekannten Gassen sahen wir auch schon die Touristenherden. Es gab viele verschiedene Souvenirshops und Restaurants. Am Ende der Gasse kam eine lange Treppe die zum Aussichstpunkt hochführt. Von dort hat man die Aussicht auf Salento. Beim Rückweg besuchten wir eine kleine lokale Bierbar, die natürlich getestet werden musste.
    Am nächsten Morgen war dann die gebuchte Kaffeetour. Da wir die Einzigen waren, hatten wir eine private Tour. Gleich hinter dem Hostel befand sich die Plantage durch die wir geführt wurden. Dabei lernten wir viel über die Pflanzen und verschiedenen Sorten von Kaffee kennen. Wir gingen den Prozess von der Jungpflanze bis zum Ernten durch und konnten gleich in traditioneller Montur selbst ein wenig Kaffee sammeln.
    Wir entkernten die Früchte von den Bohnen, lernten was über sie Röstung und den weltweiten Kaffeemarkt, Ökologie, Verarbeitung und zu guter letzt durfte ein Tasting natürlich nicht fehlen.
    Die Tour war aber bedeutend umfangreicher als nur eine Kaffeetour, da uns viel über Geschichte, Region und diverse Pflanzenarten die hier wachsen gezeigt und gelernt wurde.
    Die Touren dieser Farm werden noch nicht lange angeboten, jedoch strahlt die Besitzerfamilie unglaubliche Gastfreundschaft und vor allem Stolz für ihr Produkt und ihren Garten aus!
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  • Die Wachspalmen von Cocora

    6. oktober 2025, Colombia ⋅ ☁️ 15 °C

    Die Palmen die am grössten respektive höchsten wachsen liegen im Cocora Valley in Kolumbien. Die Palmen werden bis zu 60 Meter hoch und wurden früher zur Gewinnung von Wachs für Kerzen, Fackeln, Strechhölzer und im Bau verwendet.
    Wir fuhren die wenigen Kilometer von Salento hoch und ergatterten uns trotz Wochentag einen der wenigen begehrten Parkplätze. Uns erwarteten hier einige der berühmten Wachspalmen aber noch mehr Touristen und Einheimische die alle zu den Aussichtspunkten pilgerten.
    Wir machten bei dem Massenmarsch mit und konnten sogar einige Fotos ohne Menschenmasse drauf schiessen.
    Das Ganze war irgendwodurch schön aber hatte uns irgendwie zu viele Menschen und war nicht so das was wir erwartet hatten. Gerne wären wir von hier in den Nationalpark Los Nevados in die Bergen gewandert um abseits vom Rummel was zu erleben, jedoch war die Wettervorhersage für die ganze Woche miserabel. Solange wollen wir nicht abwarten und entscheiden stattdessen eine unbefestigte Strasse durch die Berge nach Ibagué zu nehmen, die schon viele andere Reisende vor uns auch genommen haben. Anscheinend soll man da ganze Wachspalmenwälder ohne grossen Tourismus erleben können. Mal schauen wies wird.
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