United States
Kenai Peninsula Borough

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Travelers at this place
  • Jun12

    Alaska: A story about a growing idea

    June 12 in the United States ⋅ ☀️ 11 °C

    Die Ausfahrt aus dem Yellowstone wird begleitet von wirklich schlechtem Wetter. Regen, Wind und kalt. Wir fahren in die nächste größere Stadt Livingston, damit wir bei hoffentlich Handy-Empfang einen Plan machen können. Hier in Livingston ist es zumindest trocken. Wir stellen uns an die Straße, nutzen freies WLAN und überlegen. Ursprungsgedanke war, in den Glacier Nationalpark in Montana zu fahren. Aufgrund des Wetters dort (Regen und Nebel), suchen wir für die nächsten Tage einen Ort an dem die Sonne scheint 🌞. Wir werden fündig in Garryowen. Der Ort ist nur 2 Stunden von uns entfernt, hat einen schönen Campingplatz und gibt uns die Zeit ein bisschen zu entspannen, Wäsche zu waschen, zu duschen und unseren letzten Abschnitt der Reise im Detail zu planen. Wir fahren also den schwarzen Wolken davon. In Garryowwn angekommen, holen diese uns aber schnell wieder ein. Ein mega Gewitter🌩 - das aber schnell vorbei zieht.

    Aber wie geht die Reise jetzt weiter? Welche Städte in den Südstaaten fahren wir an und machen wir den Glacier Nationalpark noch? Und warum überhaupt haben wir noch keinen Plan? Wir gucken uns in die Augen und wissen, dass wir beide das gleiche denken... Keine Lust auf Städte, keine Lust auf 40 Grad.
    Wir fühlen uns so sehr mit der Natur verbunden, dass wir anfangen in Alternativen zu denken! Bis auf einmal "ALASKA" fällt. Ab diesem Zeitpunkt ist das Wetter egal und wir erwischen uns dabei, dass wir seid 5 Stunden vor dem PC und Handy sitzen, um etwaige Routen, Distanzen, Aktivitäten und Machbarkeit zu prüfen. Da die Verschiffung des Wohnmobils noch nicht gebucht ist, sind wir völlig frei in unseren Plänen. Als alle Fakten, die Pro und Kontra Liste und eine mögliche Route feststehen, gönnen wir uns eine Nachdenk Pause.
    Die Entscheidung zwischen Einsamkeit oder Trubel, zwischen Natur oder Bars, frieren oder schwitzen, wandern oder Parkplatz suchen, teuer oder günstig, Abenteuer oder nach Plan.
    Ich muss an dieser Stelle schreiben, dass die Entscheidung wirklich nicht einfach war. Aber am Ende des Tages bzw. am Morgen haben wir uns folgende Frage gestellt: Warum haben wir in 6 Stunden eine mögliche Alaska Reise komplett auf die Beine gestellt und uns nicht mit den Südstaaten beschäftigt? Richtig! Wir wollen Abenteuer, wir wollen in die Natur, wir wollen Tiere sehen und wandern. Das erfüllt uns! Das ist der Grund, warum wir diesen weiten Weg auf uns nehmen, um hoffentlich ein schönes Fleckchen Erde zu erleben - und das mit "kein Bus". Es wird teuer und sehr sehr weit - aber wie immer alle sagen: Der Weg ist das Ziel! So packen wir unsere Sachen und machen uns am nächsten Tag auf den Weg.

    Den Motor gestartet, sehe ich 2 riesen Risse in der Windschutzscheibe (nicht im Fahrerbereich) 😱. Für sowas haben wir bei unserem Zeitplan doch keine Zeit 😜😂. Wir fahren zu SpeedyGlas (sowas wie Carglas), damit die Scheibe getauscht werden kann. So dachte ich 😂. Als wir erzählten wo wir hin wollen, wurde uns gesagt, dass wir nach der Reise wieder kommen sollen, dass da noch ein paar dazu kommen 😂🤔. Also fahren wir mit dem etwas lädierten Womo los.

    4000 Kilometer liegen vor uns - der erste Stop ist Walmart 😂. Konserven und Brot. Wir stellen uns auf darauf ein, die nächsten Tage wild zu campen.

    Die nächsten 5 Tage verbringen wir mit fahren, fahren und fahren. Die Straßen sind teilweise echt der Hammer. Es ist alles dabei, Teer, Steine, Schlamm, Schlaglöcher,...! Wir wetten schon, wie viele Risse noch dazu kommen. Aber keine Sorge, alles noch in Ordnung.
    Die Fahrt ist trotzdem unbeschreiblich schön. Trotz 12-14 Stunden Fahrzeit und zwischen 800-1200 KM pro Tag können wir die Eindrücke aufnehmen, genießen und uns daran erfreuen. Alleine die Tiere, die uns unterwegs begegnen, machen diese Tage unvergesslich. Bären, Elche, Bisons, Füchse, Adler, Hunde,... Wir nehmen uns immer die Zeit, die schönen Seen, Wälder und Ausblicke zu erleben. Wir mussten dabei immer wieder feststellen, dass kein Foto das widerspiegelt, was das menschliche Auge sieht. Gerade bei diesen unglaublichen Weiten, die man hier erlebt!

    Am meisten haben wir gespürt, dass die Sonne erst um 00:20 untergeht und um 03:30 wieder auf geht. Hier müssen wir Abends um halb elf die Sonnenbrillen auspacken. Von Müdigkeit keine Spur. Wahnsinn, wie der Körper auf diesen "hier wird es einfach nicht dunkel" Fakt reagiert. ☀️🙃

    Wir hoffen, dass wir ein paar Eindrücke vermitteln können und nehmen euch mit auf eine für uns sehr spannenden und nochmal aufregenden Monat geprägt durch Wildlife, Berge, Schnee, Eis und viele Tage fahren.

    Wir sind Homer angekommen - der weiteste Punkt unserer Route. Das erste mal stelle ich einen Blog in Echtzeit rein. Hallo nach Deutschland ❤️.
    Wir machen uns jetzt fertig und steigen gleich in die "Red Lady" ein- auf zur Bären Safari. Mal wieder nur wir beide...
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    Karin Lenthe

    Ich kannte ja den Ursprungsplan nicht, aber euer Alaska-Abenteuer klingt echt leiwand (wie man hierzulande sagt ;)) - genießt es und habt weiterhin eine so tolle Zeit 😍😍

    6/12/22Reply
    Michael Falkenhagen

    Vielleicht trefft ihr ja auch die seltenen Pizzly- oder Grolar-Bären, also Hybride aus Grizzlys und Polarbären. Jedenfalls wünsche ich euch eine tolle Zeit in Alaska. Mit Sicherheit lohnt sich der weite Weg.

    6/12/22Reply
    Jürgen Schmaderer

    Das nenne ich mal eine aktive Reiseroute. Wow! Beeindruckend Ihr Zwei! 💪

    6/13/22Reply
    6 more comments
     
  • Day188

    Anchor Point und Homer

    August 14 in the United States ⋅ ☁️ 14 °C

    Besuchen Anchor Point, der westlichste mit dem Auto erreichbare Punkt in Nordamerika.
    Frage den Fischer, welcher zuvor 40 Jahre im heissen Arizona gelebt hat und nun nach Alaska gezogen ist, wie nun denn das Wetter sei Mitte August: mit 12-15 Grad völlig normal.

    Weiter nach Homer begegnen uns am Strassenrand eine Elchkuh mit ihren zwei Jungen. Extrem scheu, für ein Foto reicht es nicht.
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  • Day189

    Homer Spit

    August 15 in the United States ⋅ ⛅ 12 °C

    Das kleine Städtchen Homer mit 5.500 Einwohnern ist v.a. bekannt wegen seines Heilbutt Fischreichtums. Sportfischer aus aller Welt treffen sich hier und hoffen auf den Fang ihres Lebens.
    Homer ist umgeben von Gletschern und noch aktiven Vulkanen.
    Ist sehr touristisch.
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  • Day60

    Wanderung Rogers Loop

    June 26 in the United States ⋅ ⛅ 17 °C

    Am Morgen sind die österreichischen Nachbarn überraschenderweise (sie starten normalerweise schon um 7 Uhr) noch da. Sie sind aber schon dabei ihr Boot vorzubereiten, um im Meer Heilbut zu fischen.
    Jutta und ich fahren aber bereits früh zurück nach Homer während die beiden noch am offenen Meer fischen. Lisi schickt uns später ein Foto von ihrem Fang, ein Heilbut mit beachtlichen 10 Kilo. In Homer angekommen führt uns unser erster Weg zum Supermarkt und somit zum Wifi. Wir müssen uns dringend eine amerikanische SIM Karte besorgen, damit wir etwas unabhängiger werden, aber am Sonntag ist das leider auch in Amerika nicht möglich, obwohl die Supermärkte auch am Sonntag bis 22 Uhr geöffnet haben.
    Wir bekommen eine Nachricht von Heidi und verabreden uns mit ihr und Thalia für eine Wanderung.
    Außerdem buchen wir noch ein Wassertaxi für den nächsten Tag. Wir möchten in der Kachemak Bay gegenüber von Homer wandern gehen. Der Trail den wir gehen möchten heißt Grace Ridge und ist eine Überschreitung von Süd nach Nord mit Übernachtung im Zelt. Am nächsten Tag werden wir dort wieder abgeholt.
    Nach langem Hin und Her haben wir nun doch einen Bear Viewing Trip mit einem Wasserflugzeug am Mittwoch gebucht. Wir sind schon sehr gespannt.
    Heidi lädt uns wieder ein bei Ihnen auf dem Grundstück in unsrem Bus zu übernachten und bekocht uns sogar wieder mit fangfrischem Lachs und Salat aus ihrem Garten.
    Ein weiterer schöner Tag in Homer geht zu Ende. Heute hatten wir einen traumhaften Blick auf die Vulkane und Gletscher in der Kachemak Bay, da der Rauch von einem 1000km entfernten Waldbrand endlich vom Wind verblasen wurde. Der Rauch hat leider an den letzten beiden Tagen für einen eher diesigen Himmel gesorgt. Diese beeindruckenden Bilder mit grandioser Aussicht von Heidis Haus runter in die Kachemak Bay begleiten uns bis in den späten Abend. Was für ein traumhaftes Fleckchen Erde! 😍
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  • Jun13

    Die Bären Safari! Look out for Bears 🐻

    June 13 in the United States ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Bären Safari! 🐻
    Erstmal ein dickes Dankeschön an dich, lieber Jerry! Danke für diesen unvergesslichen und schönen Tag mit dir, den Bären und dem Heli!
    Nachdem wir mit unseren High Heels ausgestattet werden, geht's schon los. Heute ist der Platz neben dem Piloten frei 😀. Nachdem der Heli warm gelaufen ist, liegen 40 Minuten Flug übers Meer vor uns. Als wir die Insel überfliegen, sehen wir schon aus der Entfernung eine Bären Familie und eine unberührte Landschaft. Diese Insel ist nicht bewohnt umd nur mit dem Helikopter zu erreichen. Jerry landet den Helikopter etwas entfernt von der Familie, um die Bären nicht zu erschrecken. Beim Landen erwischen wir jedoch einen Bären beim Schwimmen, der aber direkt abhaut 😂.
    Die Bären hier auf der Insel sind keine Menschen gewöhnt, daher im Gegensatz zum Festland sehr, sehr scheu. Was wir hier unten erleben, ist grandios. Wir machen eine Wanderung durch die Sümpfe, um auf der anderen Seite des Berges Bären zu suchen. Dort angekommen, müssen wir nicht nicht lange suchen. Es sind insgesamt 3 Familien und 2 einzelne Bären. Also insgesamt so 10 Bären, die wir bestimmt ca. 1 Stunde beobachten. Wie ihr euch vorstellen könnt, sind diese natürlich recht weit weg. Wir sehen viel durch unser Fernglas und unsere Augen. Leider reicht hier das Objektiv des IPhones nicht, um euch diese Eindrücke zu zeigen. Heute ist mal eure Fantasie gefragt 🙃. In der Zeit erzählt Jerry uns unheimlich viel über Bären und deren Verhaltensweisen. Es ist zum einen total schön zu sehen, wie Mama Bär und die kleinen agieren, aber auch sehr spannend ein bisschen die Körpersprache der Tiere zu verstehen.
    Wir laufen zurück zum Heli und fliegen etwas weiter die Insel entlang. Während des Fluges sehen wir unzählige Bären schwimmen, chillen, laufen und essen. Da wir nicht so hoch fliegen, kann man das aus dem Heli schön beobachten.
    Nach der Landung wandern wir ein bisschen auf den Feldern, als wir einen einzelnen Bär auf dem Feld entdecken. Langsam pierschen wir uns ran, immer unter Berücksichtigung der Bärensprache. Jerry achtet sehr darauf, die Komfortzone der Bären nicht zu verletzen. Es ist wirklich herrlich zu sehen, wie der Bär ganz genau beobachtet, was wir tun. Nachdem der aber scheinbar begriffen hat, dass wir nicht böse sind, legt der sich ab und wir können auf ca. 50 Meter ran gehen.
    Da stehe wir da voller Aufregung vor dem schlafenden Tier. Manchmal schaut er zu uns, und legt sich sofort wieder ab. 😂
    Sowas in mitten von nichts, nur wir drei. Es ist schon ein anderes Gefühl, als wenn man im Zoo steht.
    Unser nächster Flug geht an eine Landzunge, wo nochmals ca. 6 Bären rumschlendern und essen. Es ist einfach schön diese Tiere in einer schönen und außergewöhnlichen und stillen Natur zu beobachten. Wir haben 6 Stunden keinen Menschen, kein Fahrzeug oder sonstwas gesehen oder gehört. Hammer. Hier will man am liebsten gar nicht mehr weg! Aber, was sein muss, muss sein.
    Wir machen uns auf den Weg Richtung Heimat und beschließen noch ein Bierchen trinken zu gehen.
    In einer wirklichen sehr interessanten Kneipe trinken wir zusammen ein lokales Alaska Bier und stellen fest, dass wir Hunger haben. Da wir mittlerweile schon 22:00 Uhr haben, steht die Entscheidung schnell fest, dass wir im Womo Burger 🍔 machen. Also laden wir Jerry auf einen Burger in kein Bus ein. Ein perfekter Tag geht zu Ende mit wunderschönen Erlebnissen und einer wirklich tollen Bekanntschaft und vielen Bären. Das macht die Seele glücklich 😊.
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    Jerry Gallegos

    I miss you Ladies. Thanks for the fun day!!!

    6/21/22Reply
    Vanessa S

    Mega Bilder! Aber wozu brauchtet ihr die schicken Stiefel?

    6/22/22Reply
    Viktoria Scherer

    Für die Wanderung im Sumpf 😜

    6/22/22Reply
    4 more comments
     
  • Day56

    Fahrt nach Homer

    June 22 in the United States ⋅ ☀️ 14 °C

    Wieder eine gemütliche Nacht im Flussbett in der Nähe des Exit Glaciers verbracht. Ausgeschlafen düsen wir los Richtung Homer. Davor besuchen wir noch eine Fischwehr vor dem Bear Lake. Den Tipp haben wir von einem netten Mädl im Visitor Center in Seward bekommen. So etwas haben Jutta und ich noch nie gesehen. Der Fluss ist randvoll mit Lachsen. Beim ersten kurzen Blick sieht es so aus, als wären es Steine. Doch sieht man genauer hin, erkennt man, dass der Fluss nur so von Lachsen wimmelt. Soviele, dass man den Eindruck hat, dass diese vielen Fische fast zuviel sind für den kleinen Bach. Die Lachse stapeln sich schon teilweise übereinander und viele Rückenflossen ragen aus den eisigen Fluten dieses Gebirgsbaches. Die Lachse springen hoch auf die Wehr und müssen eine ziemlich starke Strömung überwinden, um den Fluss aufwärts in den Bear Lake zu kommen. Diese Lachse sind im Bear Lake geboren und haben dort ihre ersten beiden Lebensjahre verbracht. Danach sind sie den Bear River bis zum Pazifik geschwommen, haben dort zirka 4 Jahre verbracht und kommen nun zurück an den Ort ihrer Geburt, um dort zu laichen. Es ist ein absoluter Wahnsinn mit welchem Orientierungssinn diese Fische ausgestattet sind und mit welchem Kraftaufwand sie die langen Wege flussaufwärts bewältigen. Forschungen haben gezeigt, dass diese King Salmons bis zu 4000 Kilometer flussaufwärts wandern können.
    An der Fischwehr sind Wissenschaftler, die jeden Lachs zählen und vermessen. So können sie sehen wie viele Lachse hierher zurückkehren. Ein interessantes Spektakel.
    Leider erfahren wir später, dass nur die weiblichen Lachse den Weg in den Bear Lake schaffen. Diese werden von den beschriebenen Wissenschaftler nach deren Vermessung in den Fluss ober der Wehr eingebracht. Die männlichen Lachse werden von Fischereiarbeitern lebendig in große blaue Kisten gesteckt, dann wird Eis darüber geleert, um sie zur Weiterverarbeitung in die Fischfabrik nach Seward zu bringen. Die Wissenschaftler vor Ort regulieren die Wehr und die Fische können nur so lange weiterziehen, solange jemand vor Ort ist. Andernfalls springen sie verzweifelt immer wieder hoch, verletzen sich dabei und bleiben im Fluss stehen, da sie nicht weiterkommen. Sehr grausam. So haben wir uns das nicht vorgestellt. Die Evolution brauchte Millionen von Jahren um diese Lachse mit so einem ausgeklügelten Magnetorientierungssinn auszustatten, doch hier an dieser Wehr gibt es kein Vorbeikommen für viele, sie folgen ihrem Instinkt und schwimmen in ihren sicheren Tod. 😢

    Wir fahren weiter und halten am Kenai Lake, ein traumhaft türkis funkelnder Bergsee auf dem einige Fischer ihr Glück versuchen. Mich freut es heute nicht fischen, deshalb gibt es heute hausgemachte Hot Dogs mit Sauerkraut und Gurkerl und wir genießen den warmen Tag. Hier am See hat es heute 27 Grad, Zeit für kurze Hosen. Weiter geht die Fahrt Richtung Homer.

    In der Stadt Soldotna füllen wir unsere Wassertanks wieder auf und suchen uns einen Stellplatz für die Nacht. In unserer iOverlander App finden wir einen tollen Platz am Meer. Da wollen wir hin.
    Beim Durchfahren durch Soldotna sehen wir noch einen großen Markt. Uns wird berichtet, dass dieser Markt jeden Mittwoch stattfindet. Es gibt Essensstände, Verkaufsstände mit selbsthergestellten Dingen und Live Musik. Wir verbringen einige Zeit hier, denn die Stimmung ist sehr gut. Die Leute sind aufgeschlossen und freundlich und so kommen wir mit einigen schnell ins Gespräch. Geschichten werden ausgetauscht und jede Menge guter Tipps für Homer und unsere weitere Reise erhalten wir auch noch.
    Zu leicht vortgeschrittener Stunde machen uns dann auf zu unserem Übernachtungsplatz, dem Whiskey Gulch Beach.
    Eine steile Straße führt direkt zum Meer. Wir genießen die Abendsonne von unseren Liegestühlen aus und blicken aufs Meer. Die sanften Wellen spielen mit dem feinen Kiesstrand. Weißkopfseeadler ziehen ihre Kreise über uns und uns trennt nur ein kurzes Stück Strand vom Meer.
    Einfach herrlich.
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    Wir Menschen sind die grausamste Spezies, die es auf unserer schönen Welt gibt! Die armen Lachse! Sinnlos. - Hauptsache wir können etwas zählen, messen... Ist es nicht vermessen, alles zu (ver)messen? [Sigrid]

    7/5/22Reply
     
  • Day55

    Mount Marathon

    June 21 in the United States ⋅ ☀️ 14 °C

    Ausgeschlafen fahren wir Richtung Seward Stadt und halten beim Supermarkt. Wie so oft gibt es super Wifi und wir erledigen ein paar Dinge online. Nach der gestrigen Wanderung beschließen wir heute einen Ruhetag einzulegen. Aber gegen Mittag sieht Michi mehrmals zum Mount Marathon hoch und entscheidet hochzugehen, da das Wetter heute einfach perfekt ist. Mir ist aber heute nicht nach einer Wanderung zu Mute und daher bleibe ich beim Bus und mache mir einen gemütlichen Nachmittag.

    Michi geht die Strecke des Mt. Marathon Rennens hoch. Das Rennen findet jährlich am 4. Juli statt und gilt als härtestes 5 Kilometer Rennen der Welt mit ca 900hm. Profisportler wie Kilian Journet und seine Frau Emilie Forsberg (beide Ultrarunner) nahmen bereits daran teil. Rekord: 42 Minuten (rauf und runter!!)
    An den steilsten Stellen hat die Route 60 Grad und im Durchschnitt 40-45 Grad Steilheit. Ich bin ganz froh, dass ich nicht mit muss.
    Michi ist schnell oben und auch wieder schnell unten, aber er ist am Ende überrascht wie steil der Aufstieg ist. Leider erkennt man auf den Fotos die er gemacht hat nicht wie steil der Weg tatsächlich ist.
    Wir verbringen eine weitere Nacht in dem ausgetrockneten Flussbett, in dem wir gestern schon geschlafen haben. Davor kaufen wir noch Holz bei 2 Herren, die sich ein Business an der Einfahrt zum Ausgetrockneten Flussbett aufgebaut haben. Die 2 Herren haben gemeinsam zirka so viele Zähne wie ein Bieber und leider fehlt einem Herren sogar ein Ohr. Sie schauen etwas wild aus, sind aber sehr nett und freundlich zu uns. Wir zahlen 10 Dollar für ca 11 Holzscheite, das ist ein Spitzenpreis für Feuerholz in Alaska.
    Gemütlich heizen wir das Lagerfeuer ein, bereiten essbare Beilagen zu und tratschen mit einem Tour Guide aus Utha/USA, der mit seinem Pickup neben uns einen Platz gefunden hat. Er bietet geführte Touren rund um die Welt an. Die Gäste die ihn als Guide buchen entscheiden das Land und er als Guide bucht alles und begleitet die Reise als Fahrer und organisiert auch unterwegs alles. Eine tolle Idee um die Welt gratis zu bereisen und sogar noch Geld dafür zu bekommen. Seine heutigen Gäste hat er am nahen Campingplatz in einem Zelt positioniert, er selbst meidet Campingplätze und versucht immer frei zu stehen.

    Nach dem interessanten Gespräch gibt's frische Grillwürstl vom Lagerfeuer mit Grillbrot und Kartoffelgratin und ein kühles Bier von der Alaska Brewery dazu. Unser Tag klingt wiedereinmal sehr entspannt aus. 😃😍
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  • Day54

    Exit Glacier

    June 20 in the United States ⋅ ☁️ 14 °C

    Wir verbrachten die Nacht am Fuße des Exit Glaciers auf einem Parkplatz des Nationalparks. Hier gibt es Toiletten mit fließendem Wasser und man kann hier auch Trinkwasser auffüllen.

    Am Vormittag starten wir eine Wanderung zum Exit Gletscher, eine Gletscherzunge des Harding Icefields. Die Tour ist mit 6-8h und 1000hm beschrieben. Wir packen unseren Rucksack und los gehts. Überraschend viele Leute starten diese Tour, aber nicht alle gehen diese Tour bis zum Ende. Wir wandern am Anfang durch eine Art Regenwald und es fühlt sich auch so an, denn es ist sehr sehr schwül. Danach haben wir immer wieder freien Blick auf den Exit Glacier. Der riesen Gletscherbruch klafft wild auseinander und etliche Seracs drohen jederzeit in die Tiefe zu stürzen. Je höher wir kommen, umso mehr Schneefelder müssen wir queren bzw durchstapfen. Es ist aber alles gut ausgetreten und deshalb kommen wir zügig voran. Am Ende des Weges steht eine kleine Hütte. Ein Notbiwak. Man kann hier aber nicht einheizen, denn die Hütte ist komplett leer und hat keinen Ofen. Deutlich weniger Komfort als in vergleichbaren Hütten in Österreich, denken wir uns. Wäre diese Hütte in den Alpen, dann wären mit Sicherheit ein Holzofen, ein Tisch mit Sitzmöglichkeiten und 1-2 Stockbetten darin. Wahrscheinlich irgendwo in einem Kasterl ein paar Flaschl Bier versteckt.. 😉
    Ganz oben, am Ende des Trails angekommen, machen wir eine kurze Rast, Essen eine Kleinigkeit und bewundern den riesigen Gletscher und die Berge dahinter. Michi träumt schon von den vielen Touren die man hier machen könnte und erspät viele Rinnen, die sich gut zum Abfahren mit Ski eignen würden. Man blickt hier auf ein Gletscherfeld, dass sich gesamt auf über 780 Quadratkilometer erstreckt. Große Gipfel ragen aus dem Gletscher, um sich wild und uneinnehmbar in den Himmel zu schrauben. Ein gewaltiger Anblick! 😍
    Es ziehen einige sehr schwarze Wolken auf und wir beschließen wieder abzusteigen. Über die vielen Schneefelder rutschen wir schnell hinunter. Am Ende waren es 16km und 1100 und wir waren 5,5h unterwegs.

    Beim Bus angekommen kochen wir uns eine gute Nudelsuppe und Toast. Als Nachspeise gibt's wieder Kuchen, den Michi gestern noch gebacken hat.
    Wir tratschen noch mit einem deutschen Paar, dass mit ihren Motorrädern hier unterwegs ist und die gesamte Panamericana bereisen möchte. Sie haben ihre beiden Husquvarna Motorräder per Luftfracht von Frankfurt nach Anchorage verschickt. Die Anreise eines Motorrades kostete fast soviel, wie die Verschiffung unseres Busses.

    Wir rasten uns am Parkplatz aus und fahren am Abend zum Supermarkt nach Seward, nutzen das Wifi und schmieden Pläne für den restlichen Abend. Wir beschließen wieder Richtung Exit Glacier zu fahren, um dort in einem ausgetrockneten Flussbett die Nacht zu verbringen. Dies sollte einer der wildesten Übernachtungsplätze werden, den wir bisher auf unserer Reise erkunden durften. 😃
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  • Day76

    Die armen Lachse!

    July 30 in the United States ⋅ ☁️ 15 °C

    Wir wandern zum Russian River, wo man Lachse bei ihrem beschwerlichen Weg flussaufwärts beobachten kann. Die meisten klatschen bei ihren Sprungversuchen auf die Felsen und werden zurückgespült zu denen in der Warteschleife! Und der Weg ist noch weit... Außer ein Bär frisst sie schon vorher.Read more

    Uta Imandt

    Ich kann die Bären verstehen! So schöne frische Lachse sind bestimmt lecker.

    In Filmen oft gesehen, doch in Natura muss es toll sein [Wolfgang]

     
  • Day77

    Engineer Lake

    July 31 in the United States ⋅ ⛅ 12 °C

    Toller Platz am See zum Übernachten!
    Der Wald war abgebrannt und wird jetzt zunächst vom fireweed, dem Schmalblättrigen Weidenröschen, besiedelt, das hier (und auch bei uns) überall zu finden ist.

You might also know this place by the following names:

Kenai Peninsula Borough, مقاطعة كيناي بنينسولا بورو, কেনাই পেনিসুল্লা ব্যুরো, Borough de Península de Kenai, Borough de la péninsule de Kenai, Kenai Peninsula, Kenai Peninsula megye, Քենայ Պենինսուլա շրջան, Borough della Penisola di Kenai, キナイペニンシュラ郡, Kenai Peninsula Kūn, Okręg Kenai Peninsula, Distrito da Peninsula do Kenai, Кенай, Кинај Пенинсула, کینائی جزیرہ نما برو، الاسکا, Boro han Kenai Peninsula, 基奈半島自治市鎮

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