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Panama 2025

A 21-day adventure by choue Read more
  • Trip start
    November 21, 2025

    Auf gehts

    November 22, 2025 in Panama ⋅ ⛅ 27 °C

    Eine neue Reise steht an... raus aus der deutschen Kälte und rein in die Tropen Panamas. Um 10.25 Uhr gehts von Frankfurt aus los. Die Anreise ist erträglich, 10 Stunden nach Miami und dann noch 3 nach Panama City. Und als ob ich es geahnt hätte
    E, hab ich den Flug mit dem längeren Aufenthalt gebucht... USA begrüßt einen in aller Freundlichkeit, Hunderte am Immigration counter, Koffer holen und neu einchecken, Sicherheitskontrollen noch und nöcher... dabei verlier ich fast mein Handy und rase zum Checkin zurück.

    Die Abholung in Panama funktioniert dann aber und ich lasse mich um 21 Uhr durch das Lichtermeer der Großstadt fahren. Es sind immer noch gut 26 °C und feuchte Luft... willkommen!
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  • Panama City

    November 23, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 31 °C

    Am ersten Tag geht es ein wenig auf Sightseeing durch Panama City, die
    Hauptstadt und größte Stadt Panamas, gelegen am Pazifik am Eingang des Panamakanals. Sie ist ein bedeutendes Wirtschaftszentrum mit einer beeindruckenden Skyline und historischen Vierteln wie der UNESCO-Weltkulturerbestätte Casco Viejo. Die Stadt bietet eine Mischung aus kultureller Vielfalt, historischen Sehenswürdigkeiten, kulinarischen Erlebnissen und der Nähe zu Naturgebieten wie dem Metropolitan Natural Park.

    Ein großes Ziel ist natürlich der Panamakanal, morgen... heute lasse ich mich bei 30 °C und etwa 80% Luftfeuchte durch die Stadt fahren. Das ist schon ein krasses Klima, die Verbindung von warm und feucht mag nicht jedem liegen. Wir fahren durch Wolkenkratzer und wohlhabende Gebiete wie auch durch sehr ärmliche Gegenden. Zu Mittag setzt der übliche Schauer ein. Panama hat etwa 8 Monate Regenzeit, was aber nicht bedeutet, dass es den ganzen Tag regnet. Eine Erfrischung tut auch ganz gut.

    Der Guide erklärt, dass sie die Patrioten feiern, weshalb man der Tage sehr viele blau-weiß-rote Flaggen sieht. Auch geht es raus auf die Isla Perico und Isla Flamenco, eine kleine Landzunge, die gleich wie eine andere Welt wirkt: feine Radwege, Boote und Jachten, Restaurants am Meer... aber keine Strände ider Badegäste. Der Guide erklärt, es besteht die Gefahr auf Krokodile zu treffen 🤨 und tatsächlich seh ich auch zwei, allerdings erst auf dem Weg zum Kanal.

    Auf dem Weg liegt auch das Biomuseo, welches die biologische und kulturelle Vielfalt Panamas feiert, und seine bunte Architektur drückt dies perfekt aus. Ich besuche auch das Poin, ein Hochhaus mit 152 m Höhe. Hier kann man eine kurze Zipline von einem Ende zum anderen fahren oder über den Rand schaukeln oder einfach die Aussicht genießen. Zum Schluss geht es an der Uferpromande, vorbei am Panama Sign #2 Richtung Hotel zurück. Es ist Sonntag, daher findet man hier viele Stände, Leute bieten frisch gegrilltes oder einfach nur süße Getränke an.

    Und überall Lichterketten, es wird Weihnachten bei 30 °C...
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  • Panamakanal

    November 24, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 29 °C

    Heute besuche ich den weltbekannten Panamakanal, aber nicht die Schleusen, nicht das Museum, nein, es geht direkt auf den Kanal.

    Der etwa 82 Kilometer lange künstliche Kanal verbindet den Pazifik mit dem Atlantik und erspart somit dem Schiffsverkehr erheblich Zeit. Das "achte Weltwunder" ist eines der größten und aufwendigsten Meisterwerke der Ingenieurbaukunst seit Menschengedenken. Um durch den Kanal zu gelangen, müssen die Schiffe einen Höhenunterschied von 26 m überwinden. Die Schiffe durchlaufen drei Schleusen. Der Kanal wird von mehr als 14.000 Schiffen jährlich befahren, dabei ist eine enorme Gebühr (von ca. 100.000 Euro) für die Durchfahrt zu entrichten. Die Arbeiten begannen 1881 bzw. 1894, eröffnet wurde schließlich am 15. August 1914.

    Meine Tour führt allerdings mitten hinein. Zuerst heißt es allerdings Richtung Gamboa fahren. Der Guide verspricht mit 90% Wahrscheinlichkeit, dass sein Fahrer ein Faultier findet. Das Faultier, dem ich "folge", hängt ja immer noch in Costa Rica rum, also wären 100% toll. Wir fahren Richtung Smithsonian Tropical Research Institute, und schon auf dem Weg dahin ist es soweit. Raus aus dem Bus, da hängt ein kleines Kerlchen, und er bewegt sich sogar. Ich mag diese Tiere sehr.

    Dann heißt es wieder aussteigen, wir gehen ein Stück den Bird Watcher Pipeline Trail entlang. Und es ist heiß! Ich hoffe so, dass es nicht regnet. Ich hab keine Lust auf diese Militärponchos, Plastik pur, da fließt man nur so dahin. Auf dem Weg sehen wir nicht besonders viel, der Guide erspäht einen Tukan und Affen. Und Blattschneideameisen... zum Schluss findet er noch ein sehr seltenes Etwas am Baum, ich hab den Namen vergessen, fotografien lassen wollt es sich auch nicht wirklich.

    Also gut, auf zur Bootstour. Zuerst gibt's noch einen Snack (na wenn das mal gut geht). Das Speedboot rast vorbei an einem riesigen Containerschiff unter liberianischer Flagge, welches gerade zum Kanal geschleppt wird. Wir fahren Richtung Gatúnsee, dem künstlichen See, der für den Bau des Panamakanals durch die Aufstauung des Río Chagres geschaffen wurde. Wir suchen nach Affen und finden Kapizineräffchen. Der Kapitän steuert das Boot ans Ufer und lässt Trauben und Limette verteilen. Darauf springen sie an, ein wilder Lauf übers Boot beginnt, man sammelt direkt mehrere Trauben auf einmal ein. Und hopp auf Schulter, Kopf... mit den Limetten wird sich sauber gemacht, das scheint ihnen fast mehr zu gefallen als die Trauben. Weiter gehts, wir finden noch ein paar Wasservögeln und kleine Fledermäuse an einem Baumstamm festgekrallt - wie der Kapitän die erspähen konnte, sind sie kaum größer als 5 cm. Zum Schluss noch der Beweis, die Gewässer um den Kanal sind nicht sicher: wir erspähen ein Krokodil.

    Beseelt fahren wir zurück, selbst die kleine Gruppe von jungen Motzern aus Deutschland scheint besänftigt. Es wird schon dunkel, als ich am Hotel ankomme.

    Die letzte Nacht in Panama City steht an und ich wollte noch einmal die schöne Weihnachtsbeleuchtung im Dunkeln sehen, die überall auf der Promenade installiert wurde. Aber leider werde ich enttäuscht, wann auch immer sie geschaltet wird, jetzt wohl offensichtlich noch nicht.
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  • Auf nach El Valle

    November 25, 2025 in Panama ⋅ 🌧 27 °C

    Nach zwei Tagen in der Hauptstadt hole ich nun meinen Mietwagen ab und begebe mich auf die Fahrt nach David im Norden. Der Fahrer vom Hotel bringt mich zum Flughafen und die Übergabe klappt problemlos. Das Auto ist ein netter kleiner SUV von Toyota, allerdings werde ich noch merken, dass er ein paar Problemchen im Hochland hat. Die Straße außerhalb von Panama City sind nicht so schlecht wie erwartet, zumindest solange man auf der Panamericana ist. Abseits dessen warten einige richtig tiefe Löcher. Auf meinem Weg zur zweiten Unterkunft mache ich an dem sehr kleinen Canyon Los Cajones de Chame. Die Schlucht wird durch jahrelange Erosion dank der Chame River verursacht. Das Sedimentgestein wurde über Jahrhunderte abgenutzt und bildet heute eine steile Schlucht, die Hunderte von Metern umfasst. Tief ist die Schlucht nicht, allerdings gibt es einen netten Platz zum Einstieg, wenn man nicht springen möchte. Bei den Temperaturen eine sehr willkommene Abwechslung.

    Auf der weiteren Fahrt erlebe ich zum ersten Mal, dass Google sich irrt. Ich fahre den vermeintlich kürzeren Weg durchs Hochland und zack, ich lande an einer Schranke! Privatgebiet! Bitte was? Also umdrehen und zurück zur Panamericana.

    Im Hotel angekommen zeigt sich, was ich geahnt hab. Es is einfach herrlich! Natur pur, Wasser rauschen, zirpen und naja keine Ahnung was noch so rumhuscht... ein herrlicher Garten und Hängematte auf der Terrasse! Schade dass es nur zwei Nächte sind.
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  • Ruhetag in El Valle

    November 26, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 26 °C

    Aufgrund einer leichten Verletzung leg ich heute mal einen Ruhetag am Pool ein. Das Hotel 'The Golden Frog Inn' ist auch einfach toll. Nicht zu groß, ein herrlicher Garten voller Pflanzen und einem tollen Ausblick. Selbst den Nachmittagsregen kann man genießen, in der Hängematte auf der Terrasse 😁Read more

  • Nach Chitre

    November 27, 2025 in Panama ⋅ 🌧 30 °C

    Heute heißt es leider schon Abschied nehmen von der tollen Umgebung von El Valle, obwohl ich eigentlich nichts davon gesehen habe. Schade, hier hätte man auch etwas länger bleiben können, wie wahrscheinlich überall.

    Zurück auf der Panamericana gehts dann auch wieder mit den Schlaglöchern, aber insgesamt hatte ich sogar schlechtere Straßenverhältnisse erwartet. Und hey, es sind asphaltierte Straßen, es sei denn Google meint, eine Abkürzung zu finden.

    Auf der Fahrt auf die Halbinsel Azuero. Die Halbinsel an der Pazifikküste gelegen ist eine der traditionsverbundendsten Region in Panama. Je weiter man nach Süden gelangt, desto grüner und satter wird die Landschaft, im Norden gibt es sehr trockene Regionen. Am Meer findet man Mangroven, Bergwälder und schöne Strände, hierher kommen Surfer und Ruhesuchende.
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  • Halbinsel Azuerto

    November 28, 2025 in Panama ⋅ 🌧 26 °C

    Heute fahre ich ein wenig dem Ozean entgegen, ohne ihn wirklich nahe zu kommen. Mein Ziel ist Eco Venao bzw. die Isla Cañas. In dem Resort mit Surfschule soll es auch einen schönen Wanderweg geben. Die Fahrt dahin dauert gut 1.5 Std. Auch wenn es oft nicht viele Kilometer sind, die Straßen lassen teils nicht viel mehr als 60 km/h zu. Zum einen ist Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts 40 und außerorts 80 (was man bei der Polizeipräsenz auch einhalten), zum anderen muss man besonders auf den kleineren Straßen immer wieder auf die Schlaglöcher achten. Und die Landschaft will man ja auch genießen.

    Leider wird es zunehmend wolkig und fängt auch an zu regnen. Am Eco Venao angekommen, werde ich erstmal sehr erfrischend nicht auf spanisch begrüßt. Fließend Englisch wow! Der junge Mann rät mir allerdings aufgrund des Wetters von der Wanderung ab. Nett! In Costa Rica hat man uns noch bei Gewitter durch den Regenwald gejagt. Aber ein Kaffee und Früchte-Bowls mit Blick in der Regen geht. Es hat etwas beruhigendes. Wie oft hatten wir das in CR... allerdings saßen wir da am Pazifik in einer Strandbar zur Happy Hour fest. Daniela, das werde ich nie vergessen 😄

    Schade, aber dann fahr ich eine Schleife und schau mir noch die wirklich grüne Halbinsel an. Nahe der Insel Cañas gibt es Mangroven zu sehen. Hier is nur leider auch nichts los. Auf dem Weg gerate ich in eine kleine Prozession. Ob sie dem Unabhängigkeitstag oder etwas anderem gilt, kann ich nicht erkennen.

    Am Nachmittag gehts durch den strömenden Regen zurück nach Chitre.
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  • Santa Fé

    November 29, 2025 in Panama ⋅ 🌧 22 °C

    Heute geht es noch einmal ins Hochland, in die kleine Gemeinde Santa Fé. Schon im Voraus hat meine Unterkunft viele Informationen geschickt, auch dass die Straßenverhältnisse nicht die besten seien uns gerade gebaut wird. Das kann ja interessant werden.

    Santa Fe ist eine kleine und authentische Stadt im Hochland von Panama. Auf den Hügeln rund um das Dorf nehmen Familienbetriebe mit Kaffeeplantagen an der Santa Fe Coffee Cooperative teil. Das Dorf selbst ist eine ältester Gemeinden in Panama, die 1557 von Captain Francisco Vásques gegründet wurde.

    Die Straße in die Gemeinde ist aber doch erstaunlich gut, viele Teilstrecken sind bereits fertiggestellt und der Rest lässt sich aushalten. Dafür ist die Aussicht um so besser. Man kann nur begeistert sein von der tollen Umgebung, auch wenn es hier mal wieder an guten Aussichtspunkten mangelt. Aber wie oft hab ich schon gesehen, dass einfach geparkt wird und der Warnblinker reingemacht wird und gut.

    Auch die Dörfer auf dem Weg sind irgendwie nett und gepflegt, irgendwie hatte ich mir das fast anders vorgestellt. Ich fahre auch durch San Francisco 😆, na gut... ohne die Golden Gate ist es nicht das Gleiche. In Santa Fé angekommen, gibts erstmal einen Kaffee, bevor es zur Unterkunft, dem Coffee Mountain Inn, geht. Hier angekommen wird man herzlich und im besten Englisch von der Besitzerin empfangen. Was für eine Abwechslung. Die Unterkunft ist nicht groß, ist aber nett eingerichtet und das Zimmer hat einen tollen Ausblick auf die Berge. Ein selbst gekochtes Abendessen und Frühstück wird auf der eigenen Terrasse serviert. Sehr entspannend.
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  • Parque Nacional Santa Fé

    November 30, 2025 in Panama ⋅ 🌧 24 °C

    Die idyllische Umgebung von Santa Fé ist eine bisher wenig touristische Umgebung. Eigentlich verwunderlich bei den schönen Berghängen, vielen Wasserfällen und Badestellen, die es hier gibt. Über 350 Familien sind hier zu einer Kaffeekooperative zusammengeschlossen, die auf winzigen Grundstücken Kaffee anbauen. Der 726 Quadratkilometer große Nationalpark ist größtenteils unberührte Natur und erstreckt sich bis zum karibischen Meer.

    Hier mache ich eine kleine Wanderung durch den Regenwald zu einem Wasserfall. Die Ranger sind mal wieder irritiert, dass man als Frau allein reist. Die Kommunikation natürlich nur auf spanisch. Der sogenannte Wanderweg ist hier eher eine Schlammpiste, man muss bei jedem Schritt aufpassen, wohin man tritt. Normal in der Regenzeit und an dem Ort, alles feucht und rutschig. Wenn ich allerdings an Costa Rica zurück denke, da gab es schöne feste Wanderwege durch den Regenwald. Dieses Prinzip ist hier noch nicht angekommen. Dafür genießt man ursprüngliche Natur und Stille. Und wird natürlich nass, von innen und außen.

    Als ich zurück in die Unterkunft fahre, finde ich eine Nachricht meiner Gastgeberin. Für die Nachtwanderung hat sich eine weitere Person angemeldet, es kann los gehen. Super. Der Guide bringt uns mit dem Allrad in den Park, bestückt mit Taschenlampen gehts auf zur nächsten Schlammwanderung. Ohne die Lampen ist es total dunkel, keine Sterne und natürlich kein künstliches Licht. Wir staunen immer wieder, wie der Guide die kleinen Tiere erkennt, trotz "perfect camouflage". Oder wenn er losspringt und mit einem seltenen Frosch in der Hand wieder kommt. Fotos sind hier natürlich schlecht zu machen. Wir sehen sogar einen schlafenden Tukan. Leider keine Affen, auch wenn sie gut zu hören sind. Auch wenn wir mehr mit den Lampen am Boden sind, um durch Dickicht laufen zu können, ist dies auf jeden Fall eine Erfahrung wert.
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  • Santa Catalina

    Dec 1–3, 2025 in Panama ⋅ 🌧 26 °C

    Es geht wieder zurück an den Pazifik, in die kleine Ortschaft Santa Catalina, oder besser gesagt 10 km außerhalb zu dem wirklich netten Hotel Catalina's Hideaway. Die Strecke von Santa Fé aus ist vorerst die Gleiche, leider mit deutlich mehr Wolken. Aber es ist halt immer noch Regenzeit. Gegen 15 Uhr erreiche ich das Hotel. Eine nette kleine Anlage mit Bungalows, einfach eingerichtet, mit schönem Garten drumrum. Nur die Beach Bungalows sind sicher eine Nummer besser, waren nur leider nicht mehr frei. Dann eben der Blick auf den kleinen See, wo angeblich Krokodile zu finden sind. Ich seh nix... außer gelegentlich eines von den vielen Reptilien, die auch mal von den Bäumen fallen und dann schnellen Schrittes davon eilen.

    An der Poolbar gibt es sehr leckere Cocktails... naja bis auf einen Gurken-Margarita, echt jetz mit Salz? Puhhh...... egal, das Essen ist gut, das Personal aufmerksam, wenn man es mal nicht vom Strand zurückschafft, wenn der Regen einsetzt - nicht, dass es bei dem Wetter einen Schirm braucht, aber trotzdem nett! Hier lässt es sich gut zwei Nächte aushalten.

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  • Boca Chica

    December 3, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 27 °C

    Heute fahre ich weiter Richtung David, wo ich meinen Leihwagen abgeben werde. Einen kleinen Zwischenstopp wird noch in Boca Chica eingelegt. Die Fahrt bis dahin ist wirklich wunderschön. Immer wieder sieht man diese sanften grünen Hügel, die ein wenig an Neuseeland und die Hobbits erinnern. Zwischendrin hängen immer wieder Lianen über der Straße. Viele kleine Ortschaften werden passiert, die Straßenverhältnisse sind echt gut.

    Kurz vor dem Ziel zeigt sich auch immer wieder der Ozean. Ein netter Roadtrip. Ich übernachte in einem netten Resort nahe der Bahia de los Muertos. Auch hier ist das Wasser, was schlussendlich der Pazifik ist, nicht wirklich klar. Dafür ist die Aussicht in die Bucht doch ganz schön. Nur zum Strand sind es echt viele Stufen... im Pool mit Aussicht wird man dann von Affen mit Zweigen beworfen 😅, im Restaurant läuft 60er Weihnachtsmusik. Na gut, is ja bald soweit...
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  • Bajo Boquete

    Dec 4–7, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach einem kurzen Aufenthalt in Boca Chica werde ich heute den Mietwagen abgeben. Da ich von Deutschland aus keinen Anbieter gefunden habe, der nahe dem Archipel Bocas del Toro eine Rückgabe anbot, gebe ich den Wagen in David am Flughafen ab, etwa eine Stunde Fahrt entfernt. Von hier holt mich ein Fahrer zum nächsten Hotel in Boquete ab. Nett wenn man mal ohne aufpassen zu müssen die Landschaft genießen kann.

    Boquete ist ein farbenfrohes, bewaldetes Tal, umgeben von den Bergen von Chiriquí, im Nordwesten von Panama. Hier finden sich viele Wanderwegen mit Wasserfällen, natürliche Felsformationen und laut Touristeninformation, der beste Kaffee. Na wer weiß, ob dies nicht jede Kaffeeregion für sich beansprucht. Ich habe jedenfalls schon vier Pakete im Koffer, ob ich mal nachgucken muss, ab wann man als Kaffeeschmuggler gilt?

    Mehr als Kaffee habe ich übrigens Moskitostiche am Körper, an Stellen wo man nicht mit dem Spray hinkommt. Oder es wirkt nicht (mehr). Für Bocas muss ich glaub sehen, ob sich noch etwas anderes findet. Für Boquete sind kühlere Temperaturen angesagt, immer noch um die 20 °C, aber nach den letzten Tagen echt kalt! Joel vom Hideaway sagte mir, für Mitte Dezember sei richtig Regen angesagt, gut dass ich jetzt fahren würde.

    Hier habe ich mir ein wenig Luxus gegönnt, ein Wellness Resort. Was ich morgen mache, steht dann ja wohl fest 😅 die Anlage ist ganz hübsch, man merkt aber, dass noch nicht Hochsaison ist, überall wird noch gewerkelt. Die Anlage liegt in einem größeren privatem Bereich mit Golfanlage. Die Villen am Rande kosten wohl um die 1 Mio. USD. Überhaupt hab ich auf der Fahrt hierher das Gefühl, dass es den Menschen hier nicht allzu schlecht geht. Die Häuser sehen zunehmend nicht mehr so einfach aus, wie zuvor gesehen.

    Und überhaupt mal ein paar Worte zu den Einheimischen. Auch wenn ich manchmal auf die Übersetzer App meines Handys zurückgreifen muss, weil es teils mit Englisch echt schwierig ist, sind die Leute durchgehend nett. Liebe Menschen, zurückhaltend, kein aufdringlichen Gehabe oder Verkaufsgebahren. Meist ein Lächeln im Gesicht und läuft man so die Straßen entlang, wird man oft einfach gegrüßt oder fröhlich zugewunken. Es ist wirklich angenehm, anders als z.B. in Namibia, wo man (wohl auch als weiße Frau) nicht unbehelligt laufen konnte, ohne irgendwo reingewunken oder Krimskram angeboten zu bekommen.

    Also dann, auf zum Abendessen durch das mit Lichterketten geschmückte Resort.
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  • Vulkan Barú

    December 5, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 6 °C

    Der Wecker klingelt, es ist 2.45 Uhr morgens.... jawoll ja... spät ins Bett gehen kann ich, aber früh aufstehen? Da muss es schon einen sehr guten Grund geben, sowas wie einen Flug oder... einen Vulkan. Okay letzteres wäre auch noch was später da. Aber nicht, wenn man den Sonnenaufgang sehen will.

    Ich habe also eine Tour gebucht, die mich um 3.33 (so die Ansage der Guide) am Hotel abholt. Der Wagen sieht nach einem zuverlässigen Allrad aus, ist vollgepackt mit Gästen. Hat was von einer Sardinendose, aber was solls. Das erste Stück bis zum Parkeingang ist schnell hinter uns gebracht. Eigentlich hatte ich gedacht, ich könnte während der Fahrt direkt schreiben, dies hat sich aber recht schnell erledigt. Die Straße nach oben, 13 km, kann man eher nicht so nennen. Anfangs nur ein wenig schlammig, wird es je höher wir kommen, immer besser. Das sind auch keine Schlaglöcher, es wirkt eher wie in den Berg gekratzte Furchen... viele große, lose Steine fordern die Jeeps bis auf ein Maximum. Lustigerweise fährt man an Bauarbeiten vorbei und ich sehe drei Schaufelbagger. Wie die wohl hier hoch gekommen sind? Der Wagen liegt ein ums andere Mal reichlich schief. Unser Guide, übrigens eine Frau, erzählt, dass wir ganz gut in der Zeit sind. Sie holen die Gäste üblicherweise früh ab, falls man mal stecken bleibt und der Wagen zum Beispiel rausgezogen werden muss. Daher fahren sie wohl auch mit min. zwei Wagen. Und es ist ja noch dunkel! Im Nachhinein würde ich sagen, sie sollten die Tour eher "Adventure drive with sunrise" oder so nennen.... mir wird schon ein wenig übel, was allerdings auch an der dünner werdenden luft liegen kann.

    Der Vulkan ist mit 3.474 m der höchste Berg Panamas. Der ruhende Vulkan ist umgeben von fruchtbarem Hochland, von dem die Flüsse Chiriquí und Caldera abfließen. Die Städte Volcán und Cerro Punta liegen im Westen, Bajo Boquete im Osten. Er ist Teil des Nationalparks Parque Nacional Volcán Barú. Die letzte größere Eruption fand etwa im Jahr 700 statt. Die ersten Berichte über eine kleinere Eruption gehen auf die Jahre um 1550 zurück. Bei klaren Tagen kann man auf der Spitze sowohl den Pazifik, als auch den Atlantik sehen.

    Und heute ist einer dieser Tage. Oben angekommen wird an der Rundfunk- und Wetterstation geparkt. Hier warten wir einen Moment, um uns ein wenig an die Höhe zu gewöhnen. Da noch keine Hauptsaison ist, hält sich die Anzahl der Touristen noch in Grenzen. Wir bekommen noch Jacken spendiert und begeben uns sodann auf den kleinen Aufstieg, teils über Treppen, zum Gipfelkreuz. Hier warten wir auf die Sonne 🌞. Man sieht zu beiden Seiten die Lichter der Städte. Und dann kommt sie 😄

    Bei vollem Licht hat man dann auch eine tolle Sicht rundum, und tatsächlich auf beide Weltmeere. Abschließend erwartet uns noch ein kleines Frühstück von den Guides, frisches Obst, Kaffee und heiße Schokolade mit Marshsmallows. Ein wenig kühl für ein Frühstück unter freiem Himmel, aber warum nicht. Ich erinnere mich an den Ausflug zum Haleakala auf Maui. Wir hatten den Sonnenuntergang gewählt und waren auch früh da. Dort war es echt entschieden kälter!

    Gegen 7 Uhr geht es zurück über die Schotterpiste. Zur Frühstückszeit bin ich zurück im Hotel, und es geht schon besser mit der Übelkeit. Trotzdem brauche ich erstmal noch eine Mütze Schlaf 😊
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  • Don Pepe Estate Coffee

    December 6, 2025 in Panama ⋅ ☁️ 22 °C

    Zu guter Letzt habe ich hier noch eine Coffee Tour gebucht. Panama mag sich ja auch gern rühmen, den besten Kaffee der Welt zu produzieren. Nun ich hab noch nicht alle probiert, aber Mittelamerika war auch so schon mein Favorit für Kaffee.

    Es geht also nach dem Mittag auf zur Kaffeefarm Don Pepe. Meine ersten Bedenken bezüglich der Sprache sind direkt weg, der Guide spricht wunderbar englisch. Nur kommt wie immer in den meisten Ländern als erstes die Frage "wie spreche ich deinen Namen aus". Wir holen noch ein Paar aus Portugal ab und dann gehts wieder ab in die Berge. Das Familienunternehmen gibt es nunmehr seit 1898. Der Guide führt uns durch die Anlage und erklärt die vier genutzten Verarbeitungsverfahren sowie einiges Wissenswertes über die Pflanzen. Hier wird noch mit Hand gepflückt. Auch die teure Marke Geisha wird hier angebaut. Er erklärt u.a., dass die günstige Lage Panamas mit ihrem einzigartigen Mikroklima den Kaffee so besonders macht.

    Zum Abschluss dürfen wir natürlich auch die angebauten Sorten kosten. Sieben Schälchen stehen vor uns. Zuerst dürfen wir nur den Kaffee riechen. Der Guide fragt nach unseren Favoriten und schwört uns, das wird sich noch ändern. Nach dem "trockenen" Schnuppern wird Wasser aufgegossen und wieder dürfen wir nur riechen. Und tatsächlich, meine Favoriten ändern sich. Als nächstes wird geschlürft, bevor wir die Tasse auch normal nutzen können. Ähnlich wie beim Wein tu ich mich schwer, Aromen heraus zu schmecken. Was ich vorher wusste und sich bestätigt, ich mag keinen Java. Tatsächlich ist der Geisha auch nicht so wirklich mein Geschmack. Aber das ist wohl so, man mag ihn oder auch nicht. Und dafür, dass er hier in der Produktionsstätte 25 Eur das Pfund kostet (und im Handel gern deutlich mehr), muss er dann auch schmecken.

    Ich nehm dafür ein zwei andere Päckchen, die sich zu den anderen gesellen, die schon im Koffer schlummern.... ich freu mich jetzt schon aufs "Koffer-flugzeuggerecht-packen". Ich könnte zwar zwei Koffer à 23 kg mit auf den Interkontinentalflug nehmen, aber ich habe ja noch einen Inlandsflug zu bewältigen. Das wird wohl lustig.
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  • Isla Colón

    Dec 7–10, 2025 in Panama ⋅ ⛅ 28 °C

    Nun geht es auch schon zum letzten Stopp der Reise, zwei Tage zur Insel Colón, die Teil der Bocas del Toro ist. Morgens um 7 Uhr werde ich abgeholt, ich habe einen Transfer von Boquete aus gebucht. Die Strecke durch das Hochland ist wirklich sehenswert und wäre sicher gut für einen eigenen Roadtrip, allerdings habe ich hier keine Mietwagenstation gefunden, weshalb ich den Wagen schon in David abgegeben hatte. In Chiquiri Grande heißt es, eine halbe Stunde warten bis es mit dem Schnellboot zur Insel geht. Es wird reichlich voll, aber man kümmert sich gut um die Touristen, die die Überfahrt gebucht haben. Kurz nach dem Start stottert der Motor und unser Kapitän muss Hand anlegen. Na das wird ja lustig, wo ich Bootsfahrten so gut ab kann. Neben mir sitzt eine Frau mit gebrochenem Arm, die mit Hund unterwegs ist. Ihr gehts auch nicht besonders. Aber nach ein paar Minuten können wir die Fahrt fortsetzen...

    Das Boot liegt ruhiger als gedacht auf dem Wasser, erst kurz vor der Anlegestelle wirds nochmal was hart. Egal, überstanden! Mein Taxi steht auch bereit. Und natürlich kann man es auch hier kaum noch Straße nennen, wir fahren auf einer Sandpiste nahe dem Strand. Es ist wieder heiß. Ich finds ja schon lustig, dass die Taxis hier Pickups sind, meistens jedenfalls.

    Kurz vor dem Hotel dann ein weiteres Problem. Es hat wohl geregnet und die "Auffahrt" zur neuen Brücke weißt tiefe Furchen auf. Mein Fahrer traut sich nicht recht rüber und ruft in der Unterkunft an. Der Manager kommt mit seinem Pickup von der anderen Seite, ihn scheint der Sand nicht zu stören.

    Dann kommen wir in dem kleinen Paradies an, ein paar Häuschen, ein Pool und ein Junglegarten. Das muss dann reichen 😆 nur das Meer ist hier nicht zum Schwimmen gedacht, es ist eher ein Surferstrand bei den Wellen. Entsprechend laut is es übrigens dann auch in der Unterkunft direkt 20 Meter entfernt.
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    Trip end
    December 11, 2025