• Katrin W
  • Gregor Fuchs-Eisner
  • Katrin W
  • Gregor Fuchs-Eisner

Unsere große Reise

Von Nepal nach Mexiko En savoir plus
  • ABC Trekking Tag 4: Muldai View Point

    25–29 oct. 2023, Népal ⛅ 8 °C

    4. Annapurna Base Camp Etappe: Dobato (3400m) - Muldai View Point (3640m) - Dobato

    Standardmäßig gönnen wir uns vor dem Frühstück orange gefärbte Berggipfel. Natürlich wieder mit Abmarsch um 05.00 Uhr und ein paar Höhenmeter hinauf, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.

    Diesmal ist es nicht schön, um die Zeit da oben zu stehen. Diesmal ist es sogar wunderschön. Die Yaks, die wir bereits vom Vortag kennen, sind nun auch Richtung Muldai View Point gezogen. Es scheint so, als würden sie wie wir, Sonnenaufgangs süchtig sein. Es könnte auch sein, dass die Yaks auch gerne im Rampenlicht stehen. Sie posen immer an den optimalen Stellen für schöne Fotos ..... ein Traum.

    Abstieg zurück zur Unterkunft, Frühstück und weiter gehts.
    En savoir plus

  • ABC Trekking Tag 4: Die Knieprüfung

    25 octobre 2023, Népal ⛅ 15 °C

    4. Annapurna Base Camp Etappe: Dobato (3400m) - Chhomrong (2140m)

    Wir sind noch froh, so hoch oben zu sein, da sind wir schon wieder am Stufen steigen. Nicht weiter rauf wie gewünscht, sondern runter. So ist das hier in Nepal. Man geht bis man am Ziel ist über etliche Berge, immer wieder hoch und runter. In unserem Fall steigen wir von 3640m auf 1500m also über 2000hm bis zu einem Fluss, der ganz unten im Tal verläuft, ab.
    Kopfsache, wenn man weiß, dass man wieder alles rauf muss. Unten angekommen brennen die Knie und wir sind eigentlich ziemlich durch.

    Zeit wieder hinauf zu gehen. Wir überqueren den Fluss über eine Hängebrücke und sehen Stufen. Endlose Stufen. Es geht hinauf nach Chhomrong, also wieder 640m hoch, jedoch auf und ab und auf und ab ... Aua.

    Beim großen Abstieg meint Tob, dass wir jetzt einen Weg gehen, der nur selten begangen wird. Wir gehen durchs Dickicht. Ein wunderschöner schmaler, bewachsener Pfad durch einen Urwald. Hier darf der Wald wachsen und gedeihen, wie es ihm gefällt. Alles tut weh, es geht steil bergab. Stacheln und kleine Viecher attackieren uns... egal.... es ist sehr toll hier durchgehen zu dürfen und Tob hat dabei die größte Freude.

    So riesig und unberührt wirken die Wälder des Himalaya, dennoch sind sie gefährdet. Die Schattenseiten des Trekking-Tourismus, von dem auch wir ein Teil sind, gehen auf Kosten der Umwelt. So schön es auch ist, nach einem anstrengenden Tag warm zu duschen und Dal Bhat für die Power zu essen, die Umwelt leidet darunter. Hier wird mit Gas und großteils Holz geheizt und gekocht. Eine Wiederaufforstung, wie wir sie Zuhause kennen, gibt es hier nicht und so schrumpfen die Waldflächen.

    Fast wollten wir den Tag schon weiter unten ausklingen lassen. Tob hat uns aber mit einem schönen Ausblick gelockt und so kämpften wir uns noch weiter hoch. Als wir in Chhomrong ankamen, war uns klar, dass der Ausblick auf die Berge und das Tal, welches zum Annapurna Base Camp führt, jede Stufe wert war. Die Unterkunft ist zum Glück auch sehr schön und sogar sauber (ist nicht selbstverständlich). Nicht nur der traumhafte Ausblick, sondern auch die warme Dusche und das leckere Essen begeistern uns. Am nächsten Morgen stehen wir wie immer bald auf. Diesmal müssen wir für den Sonnenaufgang keinen Berg erklimmen, die Terrasse der Unterkunft reicht glücklicherweise auch. Danach wird nochmal gerastet und später gibt es das Frühstück bei Sonnenschein draußen. Ja, es hat sich gelohnt hier hoch zu gehen 😊
    En savoir plus

  • Das Festival Dashain und die Ziegen

    26 octobre 2023, Népal ☀️ 26 °C

    Wir haben die Möglichkeit beim wichtigsten nepalesischen Festival dabei zu sein und bereits spannende Eindrücke gewonnen.

    Dashain, das Fest zur Feier des Guten und Bösen, ist das größte Hindu-Festival und wird überall in Nepal gefeiert, auch von Nicht-Hindus.

    Das Festival wird zu Ehren der hinduistischen Göttin Durga gefeiert und dauert 15 Tage. Während der 15 Festivaltage vollziehen die Nepalesen im Kreise ihrer Familie verschiedene Rituale. In Nepal sind diese Bräuche fest in der Kultur des Landes verankert.

    Zur Feier des Dashain Festes gehört auch die Tradition der Opferungen und so opfern die Nepalesen am achten Tag des „Maha Asthami“ der Göttin Kali in Tempel ihre Tiere. Mit der Opferung ihrer Tiere glauben die Nepalesen daran, dass dese Tiere im nächsten Leben in menschlichen Körpern wiedergeboren werden. Auch im eigenen Heim schlachten Familien ihre Tiere und schenken deren Blut der Kali. Das Fleisch der Tiere gilt als heilig und wird zum Festmahl für die ganze Familie.

    Als Opfergaben werden vor allem Ziegen genommen, die von den Bergdörfern in die Stadt getrieben und anschließend auf einen "Markt" verkauft werden.
    Jetzt wird klar, warum und so viele Ziegenherden auf der Jeep-Straße begegnet sind.

    Wir konnten an unseren "Entspannungstag" in Pokhare den Verkaufstrubel im
    Außenbezirk von Pokhara miterleben. Tausende Ziegen stehen über mehrere Kilometer und sichtlich gestresst am Straßenrand. Immer wieder werden sie gepackt um das Gewicht zu schätzen um sie dann nach dem Erwerb per Motorrad, Taxi, öffentlichen Bus oder Auto abzutransportieren. Eine Ziege kostet 50.000 nepalesische Rupien, das sind ca. 350 €.

    Am zehnten Tag findet das große Familienfest „Dashami“ statt, zu dem die gesamte Familie zusammenkommt. Kinder besuchen ihre Eltern und werden mit der „Tika“, einem roten Punkt auf der Stirn, gesegnet. Die „Tika“ ist ein hinduistisches Symbol für Kraft und soll das auf der Stirn vermutete Energiezentrum, das „dritte Auge“, schützen. Dieses Ritual ist für Groß und Klein von besonderer Bedeutung.

    Neben dem großen Festmahl und des Segens werden für Kinder riesige Holzschaukeln zum Spielen gebaut. Auch viele andere besondere Spiele werden auf den Straßen gespielt. Die Freude der Kinder ist dabei nicht zu übersehen.
    En savoir plus

  • ABC Trekking Tag 5: Vielfalt

    26 octobre 2023, Népal

    5. Annapurna Base Camp Etappe: Chhomrong (2140 m) - Dovan (2600m)

    Es geht also hinein in die riesige Schlucht bzw. das Tal, welches hinauf zum Annapurna Base Camp führt.
    Natürlich nicht nur hinauf, sondern auf und ab wie immer.

    Wie überwindet man tausende Stufen ohne durchzudrehen:

    Punkt 1:
    Man zieht den Hut so tief ins Gesicht, dass man nur 3-5 Stufen sieht. Wie bereits erwähnt, oft ist es am besten, wenn man nicht weiß, was noch auf einen zukommt.

    Punkt 2:
    Man überlegt sich Gedankenspiele. Beliebt ist Stufen zählen und Tierkot- Slalom. Kot zum Auszuweichen ist immer da und so vergeht die Zeit.

    Punkt 3:
    Man macht eine Pause. Zieht den Hut nach oben und siehe da, was für eine schöne Landschaft.

    Punkt 4:
    Eine Runde Sudern hilft für kurze Zeit.

    Punkt 5:
    Man lässt sich von Tob, der noch immer top fit ist, motivieren.

    Punkt 6:
    Man ist glücklich hier sein zu können, freut sich über die schönen Eindrücke lacht und geht weiter.

    Punkt 7:
    Zurück zu Punkt 1 😉

    Es ist schon wirklich spannend, wie unterschiedlich die Landschaft um uns herum ist. In den letzten Tagen gingen wir durch Schnee und bei 30 Grad schmale dschungelartige Wege entlang. Hoch oben ist die Welt eine andere. Es ist kalt und Bergriesen umgeben uns. Plötzlich befinden wir uns in Wäldern die grün, fruchtbar und herrlich duften und kurz darauf durchqueren wir tiefe Täler, deren Hänge Reisfelder und kleine bunte Steinhäuser zieren. Ackerbau und die Bewirtschaftung der Felder wird hier mit bloser Handarbeit und Arbeitstieren verrichtet. Mühsam ist die Arbeit auf den steilen Hängen. Ganz unten im Tal verläuft der reißende Fluss, der von den Gletschern gespeist wird. An ihm erkennt man gut, wie hoch man gerade ist.

    Auch die Tierwelt ist hier allgegenwärtig. Immer wieder kommen uns Ziegenherden entgegen. Pferde, die gerade nicht vom Menschen für die harte Arbeit gebraucht werden, ziehen friedlich herum und grasen entlang der Wege.
    In den Dörfern regieren die Hühner und zahlreiche Hunde, die vor allem Nachts den Geräuschpegel heben.
    Der Hahn weckt uns pünktlich zum Sonnenaufgang auf und die Ochsen und Yak mit ihren riesigen Hörnern zwingen so manchen Wanderer dazu, ihre Route zu ändern.

    Die Menschen hier sind sehr herzlich. Ihnen ist bewusst, wie wichtig der Tourismus für die Region ist. Beim Wandern ist genug Zeit die Einwohner*innen zu beobachten. Es ist ein einfaches Leben, das sie führen. Zwar kein leichtes in dieser rauen Umgebung und unter diesen schweren Umständen, jedoch verrichten sie ihre Tätigkeiten mit großer Geduld und einfachen Mitteln.

    Die Personen, die hier nur zu Gast sind, wie auch wir, kommen aus aller Welt. Namaste, Hello, Nihau, Zervus..... von Russland bis Brasilien begegnet man hier allerlei Nationen auf ihrer Wanderroute. Alle sind zufrieden und allen ist kalt / heiß und jeder hat Schmerzen 😀
    En savoir plus

  • ABC Trekking Tag 6: Hinter den Kulissen

    27 octobre 2023, Népal 🌫 9 °C

    6. Annapurna Base Camp Etappe: Dovan (2600m) - Deurali (3160m)

    Wer sorgt dafür, dass wir hier fließendes Wasser haben? Wer hat eigentlich diese Unmengen an Stufen gelegt? Warum gibt es hier Strom und Internet? Und wieso sind unsere Füße in dicken Socken und Wanderstiefeln tiefgefroren und Tob hat Flip Flops an?

    Auf manche Fragen finden wir Antworten, wie man bei 0 Grad Flip Flops tragen kann bleibt jedoch offen.

    Wenn man am Wandern ist und das tagelang, hat man Zeit zum Nachdenken. Dabei fallen einem mit der Zeit Details, wie zum Beispiel Wasserleitungen und Strommasten entlang des Weges, auf. Unmengen an Verpflegung für die Touristen wird gebraucht.

    WO SIND DIE HELIKOPTER, DIE DAS ALLES HOCHFLIEGEN???

    "Keine Helikopter", meint Tob, "Nur Männer- und Frauenpower, und viiiiel Zeit". Hier wird alles hochgetragen. Hat man erst einmal angefangen darüber nachzudenken, achtet man viel mehr auf diese Kleinigkeiten, die den Trekking-Tourismus hier möglich machen.

    Die Stufen auf denen wir gehen, wurden Platte für Platte aus großen Steinen gehauen. Bei genauerer Betrachtung sieht man die Bruchstellen in den Steinen. Stufen, Terassenplatten für die Teehäuser und sogar Dachschindel werden in kleinen Steinbrüchen am Fluss per Hand zurecht geklopft.

    Was hat der Sherpa da in seinem Korb? Ist das die Gasflasche, die das Wasser unserer herrlichen Dusche gestern Abend erwärmt hat?
    Und aus was sind eigentlich diese Körbe, die jeder Sherpa auf seinem Rücken trägt? Immer wieder sieht man Einheimische mit langen Bambusstangen auf den Rücken die Stufen hinunterlaufen. Sind genug davon gesammelt, werden sie halbiert, flach geklopft und getrocknet. Daraus werden anschließend allerlei Dinge hergestellt. Bambusmatten dienen als Isolierung und sogar kleine "Häuser" werden daraus gebaut. Ja, ohne den Bambuskorb würde hier gar nichts gehen. Einfach alles wird darin befördert, von der Ernte auf den Feldern bis zum Snickers, das täglich von uns konsumiert wird.

    Die Teehäuser werden von Familien betrieben. In der Hochsaison sind sie ein wichtiger Arbeitgeber in Nepal. Köche/Köchinnen, die Dal Bhat in Massen zubereiten, werden benötigt und täglich werden unzählige Betten für die Trekker*innen vorbereitet. Die Bettwäsche wird allerdings nur ausgelüftet, nicht gewaschen.

    Eine Sache gibt es noch auf die wir keine Antwort wissen. Warum lässt hier jeder die Tür hinter sich offen? Vor allem bleibt die Tür zum Essensraum immer offen. Es ist der einzige Platz im Teehaus, der wegen der vielen Menschen, die sich darin aufhalten theoretisch warm sein sollte. Hier wird quasi bei unter 0 Grad dauerhaft gelüftet. Nepalesen ist niemals kalt und darum muss man auch die Tür nicht schließen.
    En savoir plus

  • ABC Trekking Tag 7: Eisiges Amphitheater

    28 octobre 2023, Népal ☁️ 4 °C

    7. Annapurna Base Camp Etappe: Deurali (3160m) - Annapurna Base Camp (4130m)

    Ein kleiner Schritt für Tob ein großer Schritt für uns.

    1000 Höhenmeter sind heute Morgen noch zwischen uns und dem Base Camp. Das ist für uns mittlerweile eine Kleinigkeit, würde nicht die Höhe wieder eine Hauptrolle im heutigen Stück spielen. Die letzten Meter sind mühsam. Schnell verändert sich über 3800m unsere körperliche Verfassung. Es geht langsam hinauf ins Amphitheater der Bergriesen. So wird es zurecht genannt. Die Lage des Camps ist grandios. Mitten drinnen sind wir und es fühlt sich an, als würde man in einem Vulkankrater stehen, dessen Flanken die höchsten Berge der Welt bilden.

    Wir sind umgeben vom Annapurna 1 mit seinen 8091m, dem Annapurna South (7219m), den wir schon vom Muldai View Point aus bewundern durften und dem schönsten Berg von allen, der Machhapuchhre (6993m), den noch nie ein Mensch erklommen hat. Alle Versuche sind gescheitert. Später wurde eine Besteigung von der Regierung aus religiösen Gründen verboten, denn der heilige Berg gilt als Sitz des Buddha.
    En savoir plus

  • ABC Trekking Tag 8: Der Höhepunkt

    29 octobre 2023, Népal

    8. Annapurna Base Camp Etappe: ABC (4130m) - Dovan (2600m)

    Was wäre schon eine Nacht am Base Camp ohne Sonnenaufgang?!
    Wir kriechen aus dem gemütlich warmen Schlafsack raus in die Kälte. Schnell werden noch die eiskalten Schuhe angezogen und wir spazieren los. Denn mit unserem Schlafoutfit - Haube, Fäustlinge, Daunenjacke, ... - sind wir bereits gut bedient.

    Hier oben ist es auch in der Nacht nicht komplett dunkel und beim Sonnenaufgang bereits sehr hell.
    Fast unwirklich wirkt es, wenn sich die Spitzen der Berge trotz des hellen Lichts tief Orange färben.

    Nachdem wir bei Minusgraden den Sonnenaufgang bewunderten und tausende Fotos machten, wärmten wir uns beim Frühstück im Teehaus auf.

    Immer wieder hören und sehen wir Helikopter am Landeplatz des Base Camps landen. Nicht wie vermutet, sind die Helikopter wegen Unfällen oder Personen, die es wegen akuter Höhenkrankheit nicht mehr runter ins Tal schaffen, im Einsatz. Sie befördern Touristen, die keine Lust haben, die Wanderung auf sich zu nehmen und mehrere hundert Dollar für den Heliflug ausgeben möchten. Traurig ist, dass Lebensmittel, Baumaterialen und dringend benötigte Sachgüter von nepalesischen Träger*innen in die Dörfer befördert werden müssen. Auch der Einsatz von Lasttieren, wie zum Beispiel Pferden, ist nur in niedrigen Höhenlagen möglich und der Helikopter ist ausschließlich für den Tourismus da.

    Zeit ist es, den Rückweg auf uns zu nehmen. Wir steigen rund 2000m ab, verlassen das alpine Gelände und marschieren durch den urigen Wald bis nach Dovan.
    En savoir plus

  • ABC Trekking Tag 9, 10, 11: Auf und Ab

    2 novembre 2023, Népal ☀️ 25 °C

    9. Annapurna Base Camp Etappe: Dovan (2600m) - Chhomrong (2140m)

    Ein Auf und Ab, nicht nur des Wanderwegs, sondern auch der Motivation. Es geht runter und wieder rauf und runter und wieder rauf.
    Kann ganz schön deprimierend sein, wenn man Hügel für Hügel überwinden muss und das Ziel so weit entfernt scheint. Genug gesudert ... der Weg zurück durch den tropischen Wald war sehr schön und zwischendurch wurden wir von ziemlich großen Affen mit schwarzen Gesichtern überrascht, die geschickt über unseren Köpfen von Baum zu Baum tanzten.

    Die Highlights des Tages waren nach den vergangenen kalten Nächten das leckere und wohlverdiente Dal Bhat in der schönen und sauberen Unterkunft mit Ofen und frischen Socken in Chhomrong. Am Abend waren wir streichfähig und Netflix&Chill war angesagt.

    10. Annapurna Base Camp Etappe: Chhomrong (2140m) - Ghandruk (2012m)

    "Almost", wie Tob immer sagt. Wir sind "almost" in Ghandruk. Nur einen Berg hinunter und wieder hoch und schon sind wir da.
    Als wir diese vorletzte Wanderetappe geschafft haben, sind wir im beliebten Dorf Ghandruk angekommen und besichtigen das historische Viertel mit den traditionellen Steinhäusern.

    11. Annapurna Base Camp Etappe: Ghandruk (2012m) - Shyauli Bazar (550m) und Rückfahrt Pokhara.

    Unser Himalaya-Trekking-Abenteuer geht nun nach insgesamt 17 reinen Wandertagen zu Ende. Ein letztes Mal bestaunen wir den Sonnenaufgang im Himalaya. Ein letztes Mal ziehen wir unsere Wanderschuhe (in Nepal) an und marschieren die letzten Höhenmeter durch Reisefelder hinunter. Von Shyauli Bazar treten wir mit Knieschmerzen und strammen Wadeln die diesmal zum Glück kurze Rückfahrt nach Pokhara an.
    En savoir plus

  • Safaris im Chitwan Nationalpark

    3 novembre 2023, Népal ☀️ 29 °C

    Im Süden Nepals befindet sich der Chitwan Nationalpark. Dort zieht es uns hin und so nehmen wir eine siebenstündige Busfahrt auf uns und verlassen damit Pokhara.

    Wir übernachten am Eingang des Nationalparks. Nur ein Fluss voller Krokodile trennt uns vom Park durch den wir am nächsten Morgen spazieren. Denn neben zwei Jeep Safaris stehen auch zwei Ausflüge zu Fuß am Programm.

    Am Abend können wir bereits ein wenig in den Park hineinschnuppern.
    Dabei erfahren wir, dass dieser vom Militär überwacht wird. Auf dem riesigen Gelände mit 932km² sind überall Stützpunkte verteilt, von denen aus das Militär patrouilliert. So soll verhindert werden, dass Wilderer die unter Schutz stehenden Tiere jagen und die hiesige Bevölkerung die Wälder rodet. Teilweise mit Erfolg. Denn die Anzahl der Nashörner, für die der Park bekannt ist, steigt stetig. Auch eine vom Austerben bedrohte Krokodilart wird hier gezüchtet und in den Fluss ausgewildert.

    Leider sehen wir bereits am ersten Tag mehrere Unterstände mit Elefanten, dessen Vorderbeine zusammengebunden und mit Ketten an Holzpflöcke befestigt sind. Ca. 150 der einheimischen Elefanten stehen im Dienste des Staates. Auf deren Rücken reiten die Soldaten durch den großen Nationalpark. So kann man alle Ecken der Parks erreichen, heißt es. Elefanten gehen durch Flüsse, Wälder und hochgewachsene Elefantengras und bieten dabei Schutz vor Tigern, Bären, Krokodilen und Nashörnern.

    Auch viele Touristen lassen sich für Geld von versklavter Elefanten durch den Park tragen. Leider gibt es hier einen Aufwärtstrend. Hotel Betreiber erfreuen sich über die steigende Beliebtheit von Elefanten Taxis bei Besucher*innen aus dem asiatischen Raum. Aber auch lassen sich unter anderem europäische Touristen von Elefanten durch den Nationalpark kutschieren.
    Damit lässt sich viel Geld verdienen und so werden Elefanten illegal aus Indien importiert. An Regulierungen seitens der nepalesischen Regierung fehlt es komplett.

    Nein, wir reiten nicht auf Elefanten und wir besuchen auch nicht das Elephant Breading Center, wo die sensiblen Tiere für das Militär gezüchtet und gedrillt werden.

    Auch wilde Elefanten leben im Park. Sie greifen neben Tigern und Krokodilen auch immer wieder Menschen an. Also auf ins Holzboot um im Kroko-Fluss zum Start der Walking Safari zu fahren. Die Boote sind aus einem ganzen Baum gefertigt bzw. wurden aus diesem heraus gehackt. Die schon in die Jahre gekommenen Nussschalen bieten Platz bis zu 15 Personen. Wir wackeln leise und teilweise etwas zu nahe an den Krokodilen vorbei. Dabei werden uns die verschiedenen Krokodilarten erklärt und immer wieder auf die gefährliche Sorte, der man nicht in die Quere kommen soll, hingedeutet.

    Die kommenden Tage werden wir wohl nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette stehen. Wieso wollten wir nochmal zu Fuß im Jagdrevier von Bären und Tigern nach Nashörnern suchen?
    En savoir plus

  • Als wir uns an Nashörner anpirschten

    4 novembre 2023, Népal ☀️ 28 °C

    Mit zwei bis zu den Zähne bewaffneten Guides (Bambusstöcke) schleichen wir uns auf dem kleinen Trampelpfad der Tiere durch den Nationalpark. Im Falle einer Tierattacke soll neben den Stöcken das Klettern auf Bäume und ein Stoßgebet sehr effektiv sein (Bären klettern auf Bäume). Anhand der Pfotenabdrücke und riesigen Kackhaufen erkennen die Guides das wir auf der richtigen Fährte sind. Plötzlich hören wir das Schnaufen eines Nashorns im Dickicht des Elefantengrases. Wir schleichen uns langsam von hinten an. Alles gut bis auf den erhöhten Herzschlag und den Moment, wo wir von ihm bemerkt werden. Das letzte Mal Baumklettern ist eine Weile her, also SCHNELL WEG.
    Wir sind eigentlich froh, dass es bei den Tigern nur bei den Spuren im Sand geblieben ist.

    Vom Jeep aus (zum Glück) läuft uns später ein ziemlich großer Bär über den Weg. Ansonsten sehen wir viele verschiedene Vögelarten, Rehe und Affen. Spektakulär waren vor allem die zahlreichen Nashornsichtigungen und somit sind wir mit den zwei Safari-Tagen vollkommen zufrieden.
    ________________

    Abseits der Nationalparks und der Berge mit den ruhigen Dörfern wird einem in Nepal immer wieder bewusst, wo man ist - in einem Entwicklungsland. Vor allen die vielen Umweltkatastrophen, wie zum Beispiel Erdbeben, Lawinen und Überflutungen, aber auch Corona gaben und geben dem Land keine Zeit sich zu entwickeln. Es fehlt hier an allem und das wird einem besonders bewusst, wenn man gerade nicht durch die wundervollen Landschaften streift. Neben dem Mount Everest gibt es hier wohl auch die größten Müllberge der Welt.

    Trauigerweise erschütterte ein Erdbeben mit der Stärke 6,4 am 3. November den Westen Nepals. Über 150 Todesopfer und mehr als 300 Schwerverletzte wurden gezählt. In den am stärksten betroffenen Bezirken - Jajarkot und Rukum West - sind schätzungsweise mehr als 200.000 Menschen und darunter über 80.000 Kinder von den Schäden des Erdbebens betroffen. 🤍
    _________________

    Nach einer abenteuerlichen Zeit im Chitwan Nationalpark geht es weiter nach Bandipur, zurück in eine ruhigere Gegend, wo wir uns etwas erholen wollen, bevor wir die Reise zurück nach Kathmandu und weiter nach Mexiko antreten.
    En savoir plus

  • Bandipur, ein kleines Nawari Bergstädtchen, welches als ein verstecktes und touristisch unberührtes Juwel Nepals gilt, ist unser nächster Stopp. Obwohl uns von einigen Nepalesen abgeraten wurde, die Reise nach Bandipur aufgrund der schlechten Verkehrsanbindung auf uns zu nehmen, haben wir es zum Glück trotzdem gewagt. Das kleine, gut erhaltene, ruhige Städtchen hat uns bereits kurz nach unserer Ankunft verzaubert und somit haben wir sofort entschieden, unseren Aufenthalt in Bandipur zu verlängern. Vor allem gefiel uns die wunderschöne Altstadt mit ihrer kleinen Fußgängerzone, an der sich nette und traditionelle Restaurants und Cafés befinden.

    Neben einen ausführlichen Stadtrundgang haben wir am ersten Tag auch die etwas abgelegene Seidenraupenfarm besichtigt. Hier wurde uns die Herstellung von Seide nähergebracht. Die Farm ist sehr interessant, aber wie es in Nepal öfters so ist, nicht besonders ansprechend. Sie könnte einen Schliff gut vertragen und sollte besser ausgebaut werden, um für Touristen attraktiver zu wirken, denn wir waren leider die Einzigen dort.

    Am nächsten Tag wanderten wir nach Ramkot. Das abgelegene und traditionelle Newari Bergdorf hat uns begeistert. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Wir beobachteten das Dorfleben und fühlten uns dabei viele Jahre zurückversetzt.
    Nach einem leckeren und kräftigenden Dal Bhat wanderten wir über einen Ausschichtspunkt wieder zurück nach Bandipur.
    En savoir plus

  • Patan Durbar Square

    11 novembre 2023, Népal ⛅ 21 °C

    Nach erlebnissreichen Tagen abseits der großen Stadt und einer stundenlangen Busfahrt auf dem ach so grandiosen Straßennetz Nepals (Vorteil: ab jetzt wird nie wieder etwas schlimmer für uns sein), sind wir zurück in Kathmandu. Die kommenden Tage möchten wir die umliegende Region erkunden und noch einmal die Straßen von Thamel und vor allem Dal Bhat genießen.
    ... Wie war noch einmal das Leben ohne Dal Bhat und Momos?

    Der Patan Durbar-Square liegt im Zentrum der angrenzenden Stadt Lalitpur. Er ist einer der drei Durbar Plätze im Kathmandu Tal. Lalitpur ist nur durch einen Fluss von der Hauptstadt getrennt und damit schnell mit dem Taxi erreichbar.

    Besonders der Königspalast ist hier sehr gut erhalten und man darf alle Ecken erkunden. Die Holzschnitzereien und vergoldeten Statuen lassen einen erahnen, wie prunkvoll hier einst die Königsfamilien gelebt haben.
    En savoir plus

  • Bhaktapur... die Schönste zum Schluss

    11 novembre 2023, Népal

    Nur 40min mit dem Taxi liegt neben Lalitpur und Kathmandu die dritte und kleinste der Königsstädte. Das Zentrum der einstigen Hauptstadt Nepals steht unter dem Schutz der UNESCO. Zurecht, denn Bhaktapur gilt als Kulturzentrum Nepals und darum wird hier besonders darauf geachtet, die Architektur der alten Königreiche zu bewahren. Die sauberste Stadt Nepals (was nicht schwer ist) protzt mit Tempelanlagen und wunderschönen, traditionellen Plätzen. Da wir schon recht bald am Morgen abseits des Trubels durch den Durban Square streifen, haben wir das Gefühl in die Vergangenheit zurück versetzt zu werden.

    Doch nicht lange und das hektische Leben zieht auch hier ein. Die Tempel sind kein reines Objekt der Bewunderung. Mit Opfergaben, wie Reis und Zucker, oder dem Läuten von Glocken sollen die Götter besänftigt werden. 90% Hinduisten leben hier, der Rest ist buddhistisch.

    Schnell müssen noch alle Geschenke 🎁, Blumenketten und bunte Farbpulfer kaufen. Tihar, das Festival der Farben und Lichter hat begonnen. Auch bei diesem Festival werden verschiedene Rituale gelebt. Zum Beispiel wird an 5 aufeinander folgenden Tagen je ein Tier angebetet und verehrt. Bei diesem Familienfest werden ebenso Lichterketten an Häusern montiert und die Eingangsbereiche mit Kerzen und Mandalas aus den bunten Farbpulvern verziert.

    Bhaktapur ist auch für seine Keramikmärkte bekannt. Immer wieder sieht man Einheimische beim Durchkneten von Ton. Ganze Plätze sind mit Vasen und kleinen Ölschalen bedeckt, die von dem Töpferscheiben der Handwerker*innen auf bunte Tücher zum Trocknen wandern.

    Auf Bhaktapurs Plätzen wird auch einfach mal eine riesige Fläche zum Trocknen von Reis verwendet. Die Stadt wirkt sehr ländlich und es gefällt uns, zu beobachten, wie hier alte Traditionen gelebt werden. Das macht den Charme dieser Stadt aus.
    En savoir plus

  • Goodbye Nepal 🥰

    12 novembre 2023, Népal ⛅ 21 °C

    Wir sind sehr sehr froh, dieses wunderbare Land mit seinen atemberaubenden Landschaften, unglaublichen Kultur und Dal Bhat 😉 als Start unserer Reise gewählt zu haben.

    Die Menschen in der Himalaya-Region sind sehr herzlich und besonders Thorje und Tob haben uns ihre Heimat von der schönsten Seite gezeigt.

    Es geht weiter nach Mexiko. Wir sind voller Vorfreude und gespannt auf eine ganz andere Welt in Lateinamerika. Um diesen starken Kontrast zu Nepal zu erreichen, liegen jetzt erstmal 23h reine Flugzeit vor uns. Wir reisen in ein Land, wo die Zeit 11h und 45min hinter uns liegt.
    En savoir plus

  • Jetlag City & Teotihuacan

    14 novembre 2023, Mexique ☁️ 15 °C

    Nach endlosen Stunden setzt unser Flugzeug endlich in Mexico auf.

    Unser ziemlich cooles Hostel befindet sich in der Altstadt von Mexico City. Ein 6m hohes Zimmer mit Balkon in die Fußgängerzone für uns alleine, das tut gut 😊

    Nach einem kurzen Stadtrundgang und dem ersten kulinarischen Abenteuer ins Reich der Tacos fallen wir mit tiefen Augenringen ins Bett.

    Jeder Mensch hat eine innere Uhr. Unsere haben wir völlig verwirrt.
    Bis auf Weiteres ist sie außer Betrieb. Der Jetlag hat uns komplett im Griff und so werden wir die kommenden Tage immer um ca. 1.00 Uhr früh munter. An Schlafen ist danach nicht mehr zu denken.

    Wir sind im Land der Maya und Azteken und brennen darauf es zu erkunden (und zu verkosten 😉) und somit brechen wir früh am Morgen zur ersten von vielen Ausgrabungsstätten auf.

    TEOTIHUACAN hatte während ihres Höhepunkts bis zu 200.000 Einwohner*innen und war zu ihrer Zeit das kulturelle und militärische Zentrum Mesoamerikas. Die Stadt ist so alt, dass die Azteken sie bereits als Ruine vorfanden. Umso erstaunlicher ist es, wie gut die gesamte Ruinenstadt und vor allem die Sonnenpyramide erhalten ist. Nur mit Hammer und Muskelkraft wurde sie 100 n. Chr. erbaut und ist Heute die drittgrößte Pyramide der Welt.
    En savoir plus

  • Die Viertel von Mexico City

    15 novembre 2023, Mexique ☀️ 23 °C

    Den Jetlag sind wir immer noch nicht los, aber das hält uns nicht davon ab, die verschiedenen und besonderen Stadtvierteln von Mexico City zu erkunden. Neben dem historischen Zentrum entdecken wir die aufstrebenden Viertel Roma und La Condesa. Sie sind vor allem für ihre bezaubernden Boutiquen, gemütlichen Cafés und tollen Bars bekannt und sind somit auch beliebte Wohngegenden.

    Beeindruckend für uns ist, wie grün und sauber diese Viertel sind. Die Parks und manche Straßen gleichen beinahe einen kleinen Dschungel. Erstaunlich ist auch, dass so gut wie kein Müll auf den Straßen herumliegt, obwohl Mülleimer sehr sehr selten sind. Auch der Verkehr ist geregelt und gehupt wird hier kaum. Kein Vergleich zu Kathmandu!

    Am meisten hat uns jedoch das Stadtviertel Coyoácan gefallen. Die lebendige Atmosphäre die hippen Läden und die Märkte haben es uns angetan. Zu verdanken haben wir die tolle Erkundungstour Luis, unseren einheimischen Guide der Free Walking Tour. Ganze 3,5 Stunden zeigte er uns die schönsten Ecken, das beste Street Food und belieferte uns mit vielen geschichtlichen Infos.

    Glücklicherweise haben wir auch Tickets für das Frida Kahlo Museum bekommen, das normalerweise schon wochenlang im Voraus ausverkauft ist. Somit konnten wir "Casa Azul", das farbenfrohe Wohnhaus der mexikanischen Ikone und Künstlerin und dessen faszinierende Ausstellung besuchen.

    Eins haben all diese Viertel gemeinsam, und zwar Street Food. Das Flanieren durch ein Viertel kann man auch als kulinarische Entdeckungsreise beschreiben. Was wieder ein krasses Gegenteil zu Nepal ist, wo wir uns fast ausschließlich von Dal Bhat und Momos ernährten.

    Aber nicht alle Viertel sind so ruhig und schön. Die Schattenseiten, wie Armut, Kriminalität und Müllberge, bekommt man sofort zu sehen wenn mann nur einmal falsch abbiegt.
    En savoir plus

  • ❤️🧡💛💚 OAXACA💜🩷🩵💙

    17–25 nov. 2023, Mexique

    Wir sind der Meinung, dass wir nach den nicht wirklich vorhandenen Straßen Nepals, auf denen wir tagelang unser Leben riskiert haben, doch etwas Komfort verdienen. Im Land der Berge hatten wir definitiv weniger Angst vor Krokodilen und anderen Fleischfressern als vor den Busfahrten.

    Die erste längere Fahrt in Mexiko sitzen wir also auf gepolsterten Sitzen und gleiten im klimatisierten Luxusbus mit TV und viel Beinfreiheit über "echte" Straßen. Die absolute Krönung dabei ist, dass es in beide Richtungen eine eigene Fahrspur gibt ...WOW!!!

    Wir begeben uns in den Bundesstaat Oaxaca, genauer gesagt in seine gleichnamige Hauptstadt.

    Auch wegen der guten Erfahrung, die wir in Mexico City mit der Free Walking Tour gemacht haben, spazieren wir früh am nächsten Morgen mit einem Guide durch die Innenstadt. Dabei wird uns viel über die Kultur, Geschichte und Kunst der Stadt nähergebracht und uns vor allem das mexikanische Essen noch schmackhafter gemacht.

    Es dauert ca. 20 Minuten bis wir entscheiden den Aufenthalt in der lebendigen Künstlerstadt von drei auf fünf Nächte zu verlängern.
    Warum?...weil es hier wahnsinnig gemütlich ist und es einiges zu entdecken gibt!

    Das UNESCO Weltkulturerbe ist bekannt für sein spannendes Kunsthandwerk, seine farbenfrohen Straßenzüge und die leckere Schokolade 🍫. Letzteres ist kein Wunder, denn bereits 1000 v. Chr. tauchte die kultivierte Kakaopflanze in Guatemala, Honduras und Mexiko auf.

    Die knalligen, bunten Farben der Fasaden sind hier kein Zufall. Entscheidet doch die Stadtverwaltung darüber, in welchem Farbton die zahlreichen netten Cafés, Restaurantes, Häuser und kleinen Geschäfte in Oaxaca erstrahlen dürfen. Ignoriert ein*e Besitzer*in die Anordnung und verwendet nicht die von der Gemeinde verordnete und zur Verfügung gestellte Farbe, wird ihr/sein Haus promt als nicht genehmigt gekennzeichnet und muss nach Bezahlung der Strafe rasch geändert werden.

    Nicht nur die Farbe, sondern auch die Höhe der Gebäude ist streng geregelt.
    Man will die UNESCO nicht verärgern. Der begehrte Titel für das kulturelle Erbe der Stadt wird konsequent verteidigt und das merkt man. Besonders wenn man durch die bunten Straßen schlendert, um auf den umtriebigen Märkten und den zahlreichen Dachterrassen die Geheimnisse der mexikanischen Küche zu lüften.

    Auch die besonderen Lebensmittel und deren Zubereitung stehen unter dem Schutz der UNESCO. Als immaterielles Weltkulturerbe wurde bisher nur die französische, japanische und mexikanische Küche anerkannt. Ein Titel für den sich Italien gerade erst beworben hat.

    So wie die Italiener die leckere Pizza und den besten Parmesan der Welt haben, gibt es in Mexiko die besten Tacos und etliche andere Dinge, die wir bisher jedoch noch nicht kannten.
    Und genauso wie die Italiener verstehen es die Mexikaner mit ihren regionalen Zutaten ware Wunder zu vollbringen.
    En savoir plus

  • Monte Alban & Street Art

    18 novembre 2023, Mexique ☀️ 26 °C

    Nicht weit von Oaxaca entfernt, liegt eine der bedeutendsten Ruinenstätte Mexikos: Monte Albán. Diese lassen wir uns natürlich nicht entgehen.

    Um kurz nach 7 Uhr brechen wir von unserer Unterkunft auf. Für mexikanische Verhältnisse ist das extrem früh, denn das Leben beginnt hier erst im Laufe des Vormittags. Nach einem kurzen Morgenspaziergang zur Haltestelle nehmen wir den ersten lokalen Bus zur Tempelstadt. Außer einem ebenfalls motivierten französischen Pärchen und uns befinden sich nur Mexikaner*innen, die ihre Produkte vor der Stätte verkaufen, im Bus. Das frühe Aufstehen hat sich somit gelohnt, denn wir haben die gesamte Tempelanlage quasi für uns alleine und können das beeindruckende Areal ausführlich erforschen .... naja, zumindest solange bis die Touristenbusse antanzen.

    Die Tempelstadt Monte Albán, auch heiliger oder weißer Berg genannt, ist die ehemalige Hauptstadt der Zapoteken und war damals deren wichtigstes religiöses, wirtschaftliches und politisches Zentrum. Man nimmt an, dass die Stadt rund 2000 Jahre lang bewohnt war und ihrer Blütezeit zwischen 500 vor und 500 nach Christus war.

    Auf der enormen Ruinenstätte erstrecken sich Tempel, Paläste, Höfe, über 200 Gräber und ein Ballspielplatz. Auch die Zapoteken haben damals schon gern Ball gespielt.

    Nach einer ausführlichen Erkundung der eindrucksvollen Tempelstadt, geht es zurück ins Zentrum von Oaxaca, wo wir uns auf Graffiti-Jagd begeben ...und das ist auch gar nicht schwer. Wunderschöne, schrille und außergewöhnliche Graffitis schmücken die Stadt und lassen sie dabei noch farbenfroher erstrahlen. Oaxaca und vor allem das Stadtviertel Jalatlaco ist für Street Art bekannt. Die Straßenkünstler*innen, die ihre Arbeiten auf den Fassaden verewigten, haben Oaxaca in gewisser Weise in ein fabelhaftes Freilichtmuseum verwandelt. Die riesigen Wandgemälde sind von mexikanischer Geschichte, Politik und Kultur durchdrungen. Sie erzählen die Geschichten über Mexiko, die Bevölkerung und ihre Kämpfe.
    En savoir plus

  • Markttag

    19 novembre 2023, Mexique ☀️ 27 °C

    Sonntag ist Markttag und der Mercado de Tlacolula ist einer der ältesten und größten in ganz Mesoamerika.

    Mit dem lokalen Bus erreichen wir Tlacolula, das etwas außerhalb von Oaxaca liegt, in ca. 40 Minuten.

    Es ist ein sonniger und heißer Tag, doch auf der Hauptachse des Marktes ist es schattig. Unter bunten Tüchern und Planen, die zu Sonnensegeln mit Leinen zusammengespannt sind, schlendern wir durch die geschäftigen Gassen.

    Dieser Sonntagsmarkt ist für die Einheimischen der Hauptversorger. Von Blumen bis zum Federvieh wird in diesem Labyrinth aus Handelswaren alles verkauft und man muss aufpassen, dass man sich nicht verirrt.

    Immer wieder wechselt man zwischen Marktabschnitten die unterschiedliche Schwerpunkte haben. In der "Fleischhalle" wird das Stück deiner Wahl sofort auf den Grill geschmissen und man kann es selber zubereiten oder die Damen am Grill übernehmen dies für dich. Reihenweise glüht die Holzkohle auf den Grillern und ist immer bereit für die nächste Grillsession. Rauch steht in der Luft und es dampft aus den Suppentöpfen.
    Zwischen den Verkaufsständen und den kleinen Kochstellen stehen Stühle und Tische an denen den hungrigen Marktbesuchern köstliche Gerichte serviert werden.

    Neben pikanten Speisen findet man regionalen Backwaren und große Mengen an Obst und Gemüse. Auch den traditionellen Kakao kann man an jeder Ecke probieren. Spannend zu beobachten ist vor allem die Zubereitung des Kakaogetränks. Die Señoritas mixen zuerst mit ihren Händen den Trinkschoko zu einer cremige Kakaomasse und unter Zugabe von Wasser wird diese flüssig gemacht und kalt getrunken.

    Nicht nur das Beobachten des Verkaufstrubels ist etwas besonderes, auch die traditionellen, bunten Kleider und Hüte der indigenen Bevölkerung sind schön anzusehen.

    Nach einem aufregenden Marktbesuch und vielen speziellen Köstlichkeiten geht es wieder zurück nach Oaxaca.
    En savoir plus

  • Traditionelles Oaxaca

    21–27 nov. 2023, Mexique ⛅ 29 °C

    In Oaxaca geht die Post ab. Wohl auch wegen der schönen Kirchen und der guten Gastronomie ist die Stadt der place to be für Hochzeiten.
    Wer sich hier das Ja-Wort gibt, wird mit Pauken und Trompeten durch die Stadt geführt. Riesige Puppen, die dem Brautpaar nachempfunden sind, tanzen mit bunt kostümierten Tänzer*innen und den Hochzeitsgästen durch die Straßen. Für das leibliche Wohl nach der Parade ist auch gesorgt den die Mexikaner*innen sind stolz auf ihre Küche und sie wissen was sie tun.

    In Mexiko und besonders im Bundesstaat Oaxaca wird großer Wert auf natürliche Produkte gelegt, mit denen frische Köstlichkeiten aus der Region gezaubert werden. Um diese Qualität der kleinen Bauern zu bewahren wird hier verteidigt was gut ist. Als eine mächtige Fast-Food-Kette in Oaxaca Fuß fassen und ihre Pforten öffnen wollte, wurde diese promt blockiert, und zwar mit allen Leckereien, die das Land zu bieten hat. Um den Eingang des unerwünschten Fast-Food-Tempels zu erreichen, mussten die potentiellen Kunden an etlichen Street-Food-Ständen vorbei, die sich links und rechts positioniert hatten. Kaum einer schaffte all die herrlichen Köstlichkeiten zu ignorieren und so musste der Neuankömmling schon nach 3 Monaten zusperren. Subways hat es auch versucht und schaffte nur 1 Monat.

    Zum Fest der Revolution gab es natürlich auch eine große Parade. Dort konnten Vereine, traditionelle Tanzgruppen und junge Sportler*innen ihr Können unter Beweis stellen.

    Hier wird viel getanzt, es is bunt und alles schmeckt köstlich.
    Wir Lieben diese Stadt!!!!
    En savoir plus

  • Puerto Escondido

    24 novembre 2023, Mexique ⛅ 30 °C

    Wir stellen uns wieder einmal auf eine lange Fahrt mit dem Bus ein. 10 Stunden dauert normalerweise die Strecke zwischen Oaxaca und unserem Ziel an der Pazifikküste. Heute nicht, denn es wird gestreikt und zwar in Form von "wir lassen euch nicht durch". Für uns dauert die Fahrt nach Puerto Escondido also genau doppelt so lange. Die 10h extra machen aus unserer Tagfahrt eine 20 stündige Tag- und Nachtfahrt. Hurrraaaaa!!!

    Um fünf Uhr früh fallen wir froh endlich angekommen zu sein in ein wunderbar weiches Bett. Die Unterkunft ist sehr schön sagen wir uns noch und schon sind wir beide voller Vorfreude auf die kommenden Tage eingeschlafen.

    Unser Hotel mit Pool (sind wir noch Backpacker?) hat eine sehr gute Lage abseits der Stadt an der Playa Zicatela bei La Punta. Der 3,5 km lange Strand ist berühmt für die sogenannte Mexican Pipe, eine Rohrwelle die im Herbst bis zu 10m Höhe erreicht und zu den größten Wellen dieser Art weltweit zählt.

    Ein perfekter Ort um Wellen zu reiten oder einfach nur in der Sonne zu baden. Hier in La Punta sind vor allem Surfer und Backpacker aus aller Welt und das sorgt für eine unheimlich lockere Stimmung. Surfshops wechseln sich mit Cafés und tollen Lokalen ab. Alles befindet sich auf sandigem Boden, dazu gibt es richtig gute Livemusik und leckeres Essen. Es wird gefeiert und man tauscht sich aus, an einem Ort, der ohne übertriebenen Partytourismus ganz viel Gemütlichkeit und Charme bietet.

    Um die schönen, umliegenden Strände, die etwas geschützter vor den großen Wellen in kleinen Buchten liegen, zu erreichen, haben wir uns für die kommenden Tage ein Mopet ausgeliehen.
    Bei 30 Grad Außentemparatur und 28 Grad Wassertemperatur nutzen wir die Zeit am Strand bis zu den letzten Sonnenstrahlen und darüber hinaus. Am Abend geht's mit dem Mopet zurück nach La Punta zur Livemusik und so vergehen die Tage.

    Auch wir konnten es nicht lassen und wollten noch tiefer ins lässige Surferleben reinschnuppern, also machten wir einen Surfkurs. Nach den 2h am Wasser mussten wir feststellen, dass wir Wellencatcher und keine Wellenreiter sind.

    Die 20h im Bus sind längst vergessen, denn es hat sich mehr als gelohnt.
    En savoir plus

  • San Cristóbal de las Casas

    27 novembre 2023, Mexique ⛅ 13 °C

    Nach reichlich Sonne, Piña Coladas und Meer verschlug es uns wieder ins kalte und bergige Hochland, genauer gesagt nach San Cristóbal de las Casas.

    Diese einzigartige Stadt liegt im Bundesstaat Chiapas, welcher zu den ärmsten in Mexiko zählt.

    Nach der Nachtfahrt setzen wir unsere schweren Rucksäcke in unserer zentral gelegenen Unterkunft ab und beginnen den Morgen direkt mit einer sehr interessanten Free Walking Tour, worauf wir unseren Aufenthalt wieder mal verlängerten ;)

    Eine junge Rebellin führt uns durch die Stadt und spricht frei heraus, welche Probleme Chiapas, die Stadt und vor allem die Bewohner*innen betreffen.

    Der Bundesstaat Chiapas ist bekannt für eine besonders hohe Korruption. Vor allem bei der Polizei ist korruptes Verhalten alltäglich. Anders als im Bundesstaat Oaxaca sind hier die Sicherheitsbeauftragte eine große Gefahr für die Einwohner*innen und auch wir sollen uns vor ihnen in Acht nehmen. Mit einem Einkommen von rund 300 US Dollar pro Monat geben sie sich nicht zufrieden und so spielen sie mit ihrer Machtposition die Bewohner*innen und Touristen aus.

    Während der Walking Tour werden auch die Themen Gewalt an Frauen und wie die Jugend gegen solche Ungerechtigkeiten ankämpfen will aufgegriffen.

    Ebenso erfahren wir über das wohl größte Problem in Chiapas. Es handelt sich dabei um die Wasserversorgung. Auch ein weltbekannter Getränkehersteller soll dafür mitverantwortlich sein. Dieses spannende Thema werden wir in den kommenden Tagen noch weiter verfolgen.
    En savoir plus

  • Tradition mit Stil

    27 novembre 2023, Mexique ☁️ 20 °C

    In Chiapas und in der Umgebung lebt ein großer Anteil der indigenen Bevölkerung.
    Vor allem am großen zentralen Markt zu dem die Polizei keinen Zutritt hat (weshalb er tagsüber als sehr sicher gilt, nachts sollte man ihn dennoch unbedingt meiden), merkt man anhand der Bekleidung die Unterschiede zu anderen Regionen in Mexiko. Hier trägt man bunte Stoffe, die aufwändig von Frauen per Hand bestickt sind. Besonders der Rock aus Schafswolle, der schwarz eingefärbt wird, sticht uns immer wieder ins Auge. Er gilt als Statussymbol unter den Einheimischen. Umso dicker und damit teuer der Schafsrock ist, umso höher ist die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Auch vor der Kälte schützt der flauschige Rock und wird deshalb auch gern getragen.

    Ebenso kommt beim Essen das traditionelle Mexiko zum Vorschein. Neben leckeren Tacos, Burritos und Empanadas werden speziell typische Gerichte der Region serviert. Dazu gibt es Pox, den traditionellen und beinahe heiligen Schnaps von Chiapas.
    Wie überall in Mexiko ist Mais die Hauptzutat. Dessen Wichtigkeit wird in Chiapas besonders hervorgehoben.
    Hier ist auch der einzige Bundesstaat in Mexiko, in dem keine Schafe gegessen werden, da diese als heilig gelten.

    Unser Rucksack wird hier nicht leichter. Die schönen Straßen von San Cristóbal de las Casas Zentrums sind voll mit gemütlichen Cafés und geschmackvollen Geschäften.

    Hier trifft modernes auf traditionelles Leben, was San Cristóbal de las Casas einzigartig macht. Wir genießen die Stadt mit ihren stilvollen Zentrum und aufregenden traditionellen Außengebieten.
    En savoir plus