• Ulrike Strobel
  • Orthoklas on tour
Oct 2024 – May 2025

Thailand - ohne geht's nicht

A 207-day adventure by Ulrike & Orthoklas on tour Read more
  • Grimmigen Gesichts und mit absonderlichen Kopfbedeckungen trotzen die Einheimischen der Kälte
    Fleißige PutzkolonneChedi der KöniginKamelienblütenBlick hinüber zum Königs-ChediDie Sicht ist überwiegend wolkig verhülltZierkohl und Primeln Ton in Ton beieinanderGoldmohn, die Nationalblume von Kalifornien

    Chedis im Nebel oder Wolkenkuckucksheim

    January 17 in Thailand ⋅ ☀️ 27 °C

    Etwa 200 m unterhalb des Berggipfels findet der Reisende zwei Chedis. Um diese zu erreichen, sind vom nahen Parkplatz für zusätzliche 100 THB pro Person Zubringer-Songthaeos zu benutzen. Der Eintritt in den Nationalpark umfaßt diese zusätzliche Dienstleistung nicht. In einer fünfminütigen Fahrt erreicht man das Ziel. An einem gepflasterten Rund mit einem leise plätschernden Springbrunnen im Zentrum wird man entlassen und sieht sich erst einmal einer größeren Besuchermenge gegenüber, die das Café am Rand des Platzes und die benachbarten WCs belagert. In ca. 30 m Höhe über dem Rund finden sich einander gegenüberliegend auf zwei Plateaus jeweils die beiden Pagoden-Zwillinge.

    Phra Mahathat Naphamethanidon, was „durch die Kraft des Landes und der Luft“ bedeutet, wurde 1987 zu Ehren des 60. Geburtstags von König Bhumipol Adunyadet erbaut. Er ist von eher weißlicher Farbe, während die zweite Pagode, Naphaphonphumisiri, was „die Kraft der Luft und die Anmut des Landes“ bedeutet, 1992 aus Anlaß des 60. Geburtstags von Königin Sirikit eingeweiht wurde und eine leicht violette Außenhaut aufweist. Dieser Chedi enthält Reliquien des Buddha, die von einem neunstufigen silbernen Ehrenschirm gekrönt werden.

    Während wir uns noch orientierend umschauten, waren emsige Arbeiter und Arbeiterinnen mit Schläuchen und Besen bei der Reinigung des Platzes. Zu den beiden Pagoden führen jeweils Rolltreppen hinauf. Besonders der Königinnen-Chedi ist von einer kleinen wohlgepflegten Gartenanlage umgeben, die zur Zeit unseres Besuchs Rabatten bunten Zierkohls, Stiefmütterchenrabatten und Beete voller bunter Löwenmäulchen aufwiesen. Auch Sandnelken, Primeln und kalifornischen Goldmohn konnte man entdecken. Von der die Pagode umgebenden Terrasse kann der Blick weit ins Land schweifen, wenn er nicht, wie wir es erlebten, durch tiefhängende Wolken größtenteils behindert wird.

    Ja, wir werden älter! Das merkten wir schon vor Jahren, als wir von Ehrwald zur Zugspitze hinauffuhren und wir die Höhendifferenz an Hand unseres Kreislaufs merkten - und auch hier erlebten wir Ähnliches. Es wird nicht mehr so leicht sein mit einem Leben in Lima ..... 🤷🤷
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  • Bei halbwegs klarem Wetter geht der Blick weit in die Ferne (Foto: Wikipedia)
    Beide Pagoden zusammen von den Gärten beim Chedi der Königin aus (Foto: Wikipedia)Plötzlich ziehen Wolken herein und verhüllen die SichtDick vermummte ThaisKaren in NationaltrachtSonnenaufgang am Hang des Doi Suthep (Foto: Wikipedia)

    Weitere Eindrücke von hoher Warte

    January 18 in Thailand ⋅ ☀️ 23 °C

    Zurück zum Eingangsrondell hinabgestiegen zogen plötzlich Wolkenfetzen auf unserer Höhe vor die Kulisse und vernebelten teilweise das Panorama. Dafür konnten wir dick eingemummelte Thais beobachten. Auch eine Gruppe von Karen in ihrer Nationaltracht war zu sehen. Die Karen gehören zu den Bergstämmen, die sich ethnologisch von den Thai unterscheiden und eine andere Lebensweise pflegen.Read more

  • Zuerst ein Markt, dann ein Wasserfall

    January 18 in Thailand ⋅ 🌙 23 °C

    Zum Abschluß der Exkursion stand noch ein Markt auf dem Programm, wo lokale Produkte feilgeboten wurden. Die überwiegend leichenblassen Erdbeeren sahen wahrhaftig nicht verlockend aus und 200 THB entsprechen immerhin 5,60 € - für hiesige Verhältnisse exorbitant teuer. Dennoch fanden sich hierfür Käufer. Nahebei blühten einige Kirschbäume und auch einige Blüten des Puderquastenstrauches (Calliandra houstoniana) waren zu entdecken. Die Azteken nannten ihn "Tlacoxiloxochitl" und nutzten Auszüge aus seinen Wurzeln als Hustenmittel.

    Einige Kilometer weiter den Berg hinab erreichten wir einen der vielen Wasserfälle, die seine Flanken hinabstürzen. Dieser hier führt den Namen Wachirathan, was soviel bedeutet wie Diamantenschlucht. Die in Abschnitten zu überwindende Steilstufe im Gestein mißt insgesamt immerhin ca. 80 m und das Wasser fließt weiter über manche Stromschnellen zu Tal.

    Der Vorfluter für alle diese Gewässer ist der Maenam Ping, der Chiang Mai quert und letztendlich in den neben dem Mekong im Norden zweiten großen Strom Thailands mündet: den Maenam Chao Phraya. Dieser entwässert die große Zentralebene gen Süden und passiert kurz vor seiner Mündung in den Golf von Siam dann auch die Hauptstadt Khrung Thep (Bangkok).
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  • Auf zum Wualai-Nachtmarkt!

    January 18 in Thailand ⋅ 🌙 25 °C

    Da wir vergnügungssüchtig waren (und sind 😉) , stürzten wir uns heute Abend in den nur sonnabends stattfindenden Nachtmarkt auf der Wualai Street. Ab 17:30 h füllte sich die extra abgesperrte Straße allmählich. Die Stände beidseits der Straße boten ein buntes Sortiment an Waren an: von Kitsch und Tand bis zu dem einen oder anderen hübschen handwerklich Gefertigten reichte das Spektrum. Essen- und Getränkestände waren nur ab und an eingestreut.

    Für das leibliche Wohl
    wird an konzentrierten Punkten gesorgt, wo derartiges Angebot massiert zu finden ist. Wir hatten viel Spaß, vor allem auch beim Beobachten des Publikums.
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  • Im Nudelshop um die EckeMan kann beim Kochen live zuschauenVon den verschiedenen leckeren Nudeltaschen ist nur noch ein kümmerlicher Rest vorhandenUnd hier werden die Nudeltaschen frittiertDurch einen kleinen Soi mit unterschiedlichen Geschäften geht es zum Empress-HotelWie man am Schild sieht, kommt die Kundschaft auch u.a. aus Israel und die Massage ist realiter eineMit Khun Mon, unserer Rstaurantchefin im Vokalbel-AustauschSom Tam, der Salat aus grüner Papaya, Bohnen, Tomaten, Erdnüssen und getrockneten ShrimpsRotes SchneckencurryKnorrige Würgefeige rund um einen anderen Baumstamm

    Kalt in Thailand

    January 19 in Thailand ⋅ ☀️ 26 °C

    Dieses Jahr macht die kühle Jahreszeit einmal ihrem Namen alle Ehre. Während im vergangenen Jahr der El Niño-Effekt die Jahreszeiten gehörig durcheinanderbrachte und die Temperaturen auf Rekordwerte hochtrieb, macht ich heuer seine Partnerin La Niña bemerkbar und bewirkt Gegenteiliges. Der im Expat-Blättchen "Der Farang" vom gestrigen Tage legt davon beredtes Zeugnis ab.

    Es folgen noch einige Eindrücke, die einige Tage her sind, als wir abends beim Nudelshop um die Ecke geschlemmt haben. Der Laden wird nachts einfach mittels bis zur Erde reichender Metall-Rolladen geschlossen und ist tagsüber fensterlos rundum luftig geöffnet. Man sitzt auf leicht wackeligen Holzhockern an einfachen Tischen und kann aus einem größeren Angebot frisch zubereitet bestellen. Wasser gibt es in Halbliterflachen aber auch einfaches kostenloses Trinkwasser, das man sich in Gläsern selbst zapfen kann. Gegessen wird überwiegend mit Stäbchen, aber auch mittels des üblichen Thai-Bestecks: Löffel und Gabel.

    Beim morgendlichen Frühstück hier im Empress-Hotel haben wir uns mit der Restaurantchefin Khun Non etwas angefreundet und tauschen wechselseitig lernend Vokabeln in Thai und Deutsch aus.

    Und ja - vorgestern Abend waren wir wiederum in dem Restaurant am Maenam Ping, in dem wir vor zwei Jahren zu Loy Krathong gespeist haben und wurden erneut nicht enttäuscht. Es empfiehlt sich, auch wochentags vorab zu reservieren, da die Lokalität bei den Hiesigen immer stark nachgefragt zu sein scheint. Es gab eine gemischte Vorpeisenplatte à la Nordthailand mit den typischen fermentierten Würsten, ein Schneckencurry und eine Tom Yam mit Fleisch von der Schweinshaxe.
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  • Die Braut Abeda mit Angehörigen; die Kopfbedeckung erinnert stark an Pakistan/Afghanistan
    Warnung vor dem Sekundenschlaf am SteuerÜbersichtsplan der Anlage - Wir besuchten die Punkte 4 und 7Verhaltensregeln für den Baumwipfelpfad - zumindest hier sind die Flugdrachen optisch präsentWilde Bananen

    QSBG - Queen Sirikit Botanic Garden

    January 19 in Thailand ⋅ ☀️ 24 °C

    Heute früh fand bei uns im Hotel eine Muslim-Hochzeit statt. Dabei fielen natürlich auch einige Schnappschüsse im Vorbeigehen ab.

    Ansonsten wurden wir gegen Mittag abgeholt; denn wir wollten dem Queen Sirikit Botanical Garden einen Besuch abstatten. Die Zeit bis dahin nutzten wir zum Ausruhen, war doch die vorhergehende Nachtruhe arg gekürzt. Irgendwo in der nahen Umgebung tobte seit dem Nachmittag eine Fete, was uns bis ein Uhr in der Frühe laut wummernde Bässe bescherte, die selbst hier in der 9. Etage die Fenster vibrieren ließen. (GRUMMEL!!)

    Der Botanische Garten ist etwa eine Autostunde nordwestlich außerhalb von Chiang Mai im Verwaltungsbezik Mae Rim gelegen. Er wurde 1993 eröffnet und 1994 nach Königin Sirikit benannt. Das über 1.000 Hektar große Areal erstreckt sich über ein riesiges Gebiet, von einer hügeligen Region in der Nähe des Flusses Mae Sai (ca. 500 m) bis zum höchsten Punkt des Geländes auf 1.200 m. Immergrüne Laubwälder bedecken niedrigere Höhenlagen, während Kiefernwälder in höheren Lagen zu finden sind.

    Der Eintritt kostet für nichtthailändische Erwachsene 150 THB pro Person plus 100 THB für das KfZ.

    Die Anlage beherbergt einen Baumwipfelpfad und auch 12 Gewächshäuser. Mit einer gehörigen Portion Glück soll man auf dem Baumwipfelpfad auch Flugdrachen sehen können, etwa 26 cm lange Echsen (Agamen) der Gattung Draco, die an den verlängerten Rippen über Flughäute verfügen, mit deren Hilfe sie von Baumwipfel zu Baumwipfel zu segeln vermögen. Leider war uns dieses Glück nicht beschieden und der Baumwipfelpfad reichlich unspektakulär: viel Grün halt.

    Graphische Eindrücke vermitteln auf dem Weg abgestorbene Bambustriebe, deren Seitesprosse fast an Fahrradspeichen gemahnen. Auch sieht man immer wieder wilde Bananensstauden. Diese sind größer als die Kulturbananen und bringen, wenn überhaupt, nur winzige Früchte hervor. Immerhin kann man das Mark der Pflanzen zu Nahrungszwecken verwenden, wenn man es kocht. Diese Bananenpflanzen stellen für die wild lebenden Elefanten eine beliebte Delikatesse dar.
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  • Hohe Wasserfontänen sorgen für FrischeIm OrchideenhausVegetative Vermehrung in den SprossachsenDie Blätter dieser Palmenart (Arenga hookeriana) machen stets einen recht zerfransten EindruckBlüte des roten IngwersEin Blatt der großblättrigen Strahlenpalme (Licuala grandis)Rote Hummerschere, auch bekannt als roter PaululusDies ist die Blüte des indischen Losbaumes, der zu den Lippenblütlern zähltDer gesägte Blattrand verrät es bereits: dies ist der kletternde PandanusDie Scharlachrote Alpinie gehört zu den Ingwergewächsen

    Unter Glas

    January 19 in Thailand ⋅ ☀️ 28 °C

    Hübscher sind dann die 14 Gewächshäuser im Garten, in deren Umgebung hohe Wasserfontänen die Luft befeuchten. Aber wenn man beispielsweise den Botanischen Garten in Berlin kennt, dann bietet einem das hiesige Angebot keine neuen Erkenntnisse, geschweige denn Sensationen. Nett anzusehen - aber ansonsten lohnt sich eine Wiederholung dieses Ausflugs kaum.Read more

  • Eine hybride Abart des indischen Blumenrohrs (Canna)Eine traditionelle Art der Dachdeckung mit Laubblättern in einer kleinen Sala bei den FontänenEiner der beiden Yak-Wächter vor dem TempelChinthes flankieren das TorDas Gebäude des Viharns ist hier ungewöhnlicherweise Nord-Süd ausgerichtetDie Göttin Mae Thorani produziert jede Menge WasserDie Gebäude zeigen typisch birmesische Einflüsse

    Von der Botanik aus ins Kloster

    Jan 19–23 in Thailand ⋅ ☀️ 25 °C

    Von den hoch am Berghang gelegenen Gärten ging es sodann bergab hinunter ins Tal auf das Niveau von Chiang Mai. Dort liegt in Mae Rim das Wat Pa Dara Phirom, ein sehenswerter königlicher Tempel erster Ordnung.

    Als wir ankamen, bevölkerte gerade eine Busladung fröhlicher thailändischer Senioren den Ort und wimmelte munter durcheinander. Doch bald schon bestiegen sie den wartenden Bus und Ruhe kehrte im Tempel ein.

    Zwei grimmig dreinschauende Wächterriesen (Yak) stehen vor dem Eingang. Das Tor selbst flankieren zwei Chinthes. Das zeigt schon deutlich die birmesischen Einflüsse an, die sich im Innern der Anlage fortsetzen.

    Der Chinthe ist ein hochstilisierter Leogryph (Mischwesen aus Löwe und Greif), der in der burmesischen Ikonografie und Architektur Myanmars häufig dargestellt wird, insbesondere als Wächterpaar, das die Eingänge der buddhistischen Pagoden flankiert.

    Der Chinthe ist mit anderen Leogryphen in der asiatischen Region verwandt, darunter der sing (สิงห์) von Thailand, Kambodscha, Laos und der simha (සිංහ) von Sri Lanka. Er ist auch mit ostasiatischen Leogryphen verwandt, wie den chinesischen Wächterlöwen, den japanischen Komainu-Löwen, den japanischen Shisa-Löwen von Okinawa und den tibetischen Schneelöwen.

    Nahe des Eingangs befindet sich in einem Wasserbecken an prominenter Position eine Statue der Göttin Mae Thorani, die aus ihren Haaren das Wasser wringt und die Ströme der Erde speist. Sie ist u. a. für die Erdwissenschaften zuständig, und ich hatte über sie geschrieben, als ich mich hier am 4. Dezember letzten Jahres mit der heiligen Barbara und ihrer Bedeutung befaßte.
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  • PM 2,5 Tabelle von AQI
    So sieht es aus, wenn wir die Wasserlieferung abgeholt und in die Wohnung transportiert habenUnd hier der Stapelplatz auf dem BalkonDas "Referenzgebäude" ist der graue quadratische Klotz am oben links - das Bild stammt von heute

    Dicke Luft in Bangkok

    January 26 in Thailand ⋅ ☀️ 34 °C

    Nach den schönen Tagen im Norden sind wir seit dem Nachmittag des 20. Januars wieder in Bangkok. Wie erwartet war in der Wohnung alles okay, wir waren ja nur eine Woche weg.

    Durch den räumlich etwas begrenzten Platz zum Wäscheaufhängen wurden aus der Schmutzwäsche aus dem Norden und ein bisschen regulärer Haushaltswäsche dann vier Maschinen, Dank der durch die Wärme relativ kurzen Trocknungszeit war das Ganze jedoch innerhalb eines Tages erledigt 😉

    Im Moment haben wir eine Inversionswetterlage, die wärmeren Luftschichten liegen also über den kühleren mit der Folge, dass der übliche vertikale Luftaustausch nicht mehr stattfindet. In der unteren, also kühleren Schicht kommt es in der Folge zur verstärkten Ansammlung von Luftschadstoffen. Landläufig bezeichnet man eine solche Ansammlung von Luftschadstoffen als Smog.

    In einer Millionenstadt wie Bangkok mit den mehrfach von uns ja schon beschriebenen Verkehrsproblemen wird Smog ganz schnell zum Problem. Überall in der Stadt sind staatliche und private Luftgütemessstationen positioniert und können mit Apps wie z. B. IQAir verfolgt werden. IQAir haben wir schon lange installiert und haben seit dem letzten Frühjahr in der Wohnung auch einen elektrischen Luftfilter aufgestellt, der bei Anwesenheit täglich läuft. Besonders im Fokus der allgemeinen Beobachtung ist der Anteil an Feinstaubpartikeln (PM 2,5). An dessen Anteil orientieren sich auch die entsprechenden Apps.

    Seit spätestens 22. Januar ist hier in Bangkok nun so richtig dicke Luft. Die Belastung durch PM 2,5 ist permanent im ungesunden Bereich. Wir sehen das ehrlich gesagt auch ohne App, denn unser vom Wohnzimmerfenster bei guter Luft glasklar zu sehendes höheres "Referenzgebäude" in ca. 2 km Luftlinie Entfernung liegend war in den letzten Tagen morgens gar nicht mehr zu sehen, und die App zeigte erstmals seit der Installation im vorletzten Jahr violette Werte an - danach kommt nur noch braun.

    Die Stadtverwaltung ruft dazu auf, die Autos stehen zu lassen, Schulen zu schließen (hat die Schule neben unserer Wohnung offenbar noch nicht betroffen), und die Arbeitgeber sind aufgerufen, den Beschäftigten wo immer möglich Homeoffice zu ermöglichen. Seit dem 25. Januar sind alle öffentlichen Verkehrsmittel für eine Woche zunächst durch die Fahrgäste kostenfrei zu nutzen. Man will die Effekte auf die Luftqualität beobachten und die Maßnahme ggf verlängern.

    Wir waren gestern, am ersten Tag dieser Maßnahme und an einem Sonnabend, in der Stadt, um uns spontan mit einem deutschen Paar, zwei sehr netten Menschen, die uns hier bei Find Penguins folgen und die wir bisher noch nicht persönlich kannten, auf einen Kaffee zu treffen. Die Bahnen waren gepackt voll. Ansonsten bleiben wir vernünftigerweise daheim bzw beschränken den Aufenthalt draußen auf das unbedingt Notwendige.

    Heute, am 26. Januar, ist es schon ein bisschen besser, das dunkle Lila in der App war heute nicht zu sehen. Morgen soll Wind aufkommen und eine Abkühlung um 5 Grad von heute 36 auf morgen 31 Grad bringen - die Luft ist im gelben Bereich vorhergesagt. Das "Referenzgebäude" sehen wir heute jedenfalls schon mal wieder! 😉

    Die kostenfreie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kostet die Stadt übrigens richtig viel Geld. Die Busse gehören der Stadt (BMTA, Bankok Mass Transport Authority), aber die BTS-Hochbahnen, die U-Bahn sowie der Zug zum Flughafen Suvanabhumi befinden sich in privater Hand. Diese Betreiberunternehmen leben natürlich von den Fahrscheinverkäufen, die jetzt ja für mindestens eine Woche wegfallen. Die hiesige Presse spricht von mehr als 140 Mio Baht, die die Stadtverwaltung für die eine Woche an die Betreiber zahlen soll. Der aktuelle Wechselkurs heute: 1.000 Baht sind 28,40 Euro. Die weitere Umrechnung überlassen wir der geneigten Leserschar😀

    Zum Schluss für heute wieder ein bisschen Alltag. Wie wir schon berichtet haben, taugt das Leitungswasser hier zum Duschen, Waschen und Zähnputzen, aber nicht zum Trinken, denn es ist aus hygienischen Gründen sehr stark gechlort. Damit wir nicht gefühlt alle zwei Tage Wasser holen müssen, haben wir uns angewöhnt, alle vier bis fünf Wochen eine Großbestellung auszulösen.

    Das sind dann 12 Träger mit je sechs Flaschen zu 1,5 Liter, also 108 Liter. Einschließlich der Lieferung bezahlen wir pro Liter nach derzeitigem (im Vergleich zu den letzten Jahren für uns recht teuren) Wechselkurs 13,7 ct pro Liter. Viel Trinken ist immer wichtig und im hiesigen Klima erst recht.

    Wir lagern die Trinkwasservorräte auf dem Balkon. Das ist nicht schädlich, denn sie sind dort tagaus-tagein im Schatten, werden zwar auf die Außenlufttemperatur erwärmt, sind ansonsten aber hygienisch dicht verschlossen. Während unserer Abwesenheit zwischen Mai und Oktober hatten wir die Restbestände der Sechserträger allerdings ins Wohnungsinnere geholt. Bei Abreise noch vorhandene Flaschen mit kohlensäurehaltigen Getränken wie Bier oder Cola wurden in dieser Zeit in der Dusche gelagert, um einem etwaigen Bersten durch erhöhte Temperaturen vorzubeugen. Es ist jedoch nichts passiert, und geschmacklich war keine Beeinträchtigung festzustellen.

    Was allerdings von einem durch die zwischendurch erhöhte Innentemperatur ausgelösten Spannungsbruch betroffen war und dadurch geborsten und in schrapnellartige Brösel zerlegt worden ist, war die Ganzglastür eines unserer Einbau-Kleiderschränke. Aber darüber hatten wir ja bereits am 29. Oktober vergangenen Jahres ausführlicher berichtet.
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  • Null oder O - das ist hier die Frage!

    January 27 in Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Oh, unsere weisen, allwissenden, durch und durch perfekten deutschen Paßbehörden! Man kann sie doch nicht genug lobpreisen!

    Da wir nunmehr morgen 90 Tage im Lande sind, wurde es hohe Zeit, wiederum bei der geliebten Einwanderungsbehörde vorstellig zu werden. Da wird nämlich die regelmäßige 90-Tage-Meldung fällig. Wer sich länger in Thailand aufhält bzw. hier lebt und arbeitet, muß sich regelmäßig alle 90 Tage bei der Immigration melden.

    Für den Besuch beim Immigration Office ist ein Zeitfenster vorgegeben. Man hat die Möglichkeit, diese Meldung 15 Tage vor und 7 Tage nach Ablauf der Frist vorzunehmen. Wenn man diese Meldung jedoch versäumt, wird pro Person eine Pauschalstrafe von umgerechnet knapp 60 Euro fällig.

    Wir begaben uns also heute vorsorglich mit einem Onlinetermin versehen wiederum zu dem Haus, das Verrückte macht (vergleiche Eintragung vom 29. Dezember letzten Jahres!). Nun hatte die liebe deutsche Paßbehörde uns beide jeweils mit Paßnummern versehen, die aus Buchstaben und Zahlen zusammengesetzt sind, und unglücklicherweise enthalten diese Nummern jeweils auch Nullen.

    Diese Nullen sind jedoch nur mit Schwierigkeit - wenn überhaupt - von einem großen O zu unterscheiden. Es ist ja nicht so, dass man vielleicht dieses voraussehend die Nullen mit einem Querstrich als Ziffern hätte kennzeichnen können, nein, natürlich nicht! Kampfziel: Verwirrung des Klassenfeindes!!

    Diese Verwirrung hat vor zwei Aufenthalten schon einmal dazu geführt, daß einer unserer beiden Visumsanträge zweimal durch die thailändische Botschaft in Berlin abgelehnt wurde, was dazu führte, dass wir seinerzeit zu unserer größten Freude um eine Visumsverlängerung in Chiang Mai bei der dortigen Einwanderungsbehörde einkommen mußten. Das war zu allem Überfluß zur seligen oder vielmehr unseligen Covidzeit mit ihrer Gesichtsmaskenpflicht und Social Distancing.

    Und wieder einmal schlug der Wahnsinn heute zu! Man benötigt neben dem Antragsformular und Kopien des Reisepasses auch ein Formular mit der Bezeichnung TM 30, das der jeweilige Haus- oder Wohnungseigentümer ausfüllen muß, und dabei wurde wiederum das große O und die Null vertauscht. Also durften wir unseren Onlinetermin vor der Hand erst einmal in die Tonne treten und mußten uns praktisch halbwegs zurück nach „Los“ bewegen, um dieses falsch ausgefüllte Formular zunächst einmal korrigieren zu lassen.

    Gott sei Dank waren wir so vorausschauend gewesen, eine Mietvertragskopie sowie eine Kopie des sogenannten Hausbuches und des Personalausweises der Vermieterin zusätzlich dabei zu haben! Aus stattgehabtem Schaden wird der Aufmerksame klug.

    Nun stelle man sich bitte vor, man sitzt gemeinsam mit vielen anderen Antragstellern aus aller Herren Länder in der Wartezone. Um einen herum tobt ein wahrlich babylonisches Sprachwirrwarr in einer Lautstärke, daß man sich untereinander teilweise nur schreiend verständigen kann. Und dann kommen am laufenden Band Ansagen einer weiblichen Computerstimme im amerikanischen Sprachduktus hinzu, die irgendeine Wartenummer zu einem beliebigen Schalter aufruft, wobei sich diese Ansagen teilweise doppelt und dreifach überlagern. Deshalb haben wir das betreffende Video eigentlich ohne Bildmaterial konzipiert. Am besten schließt man zum vollen "Genuß" des Raumeindrucks sogar dazu die Augen.

    Das Durcheinander bedeutet: ständiges Aufpassen wie die Schießhunde, damit man nicht seinen eigenen Aufruf ratzfatz überhört und versäumt. Der durch diese Überforderung hervorgerufene Spannungskopfschmerz ist dadurch schon zuverlässig vorprogrammiert.
    Wir durften also in der Wartezone bis zu einem erneuten Aufruf unserer nunmehr neuen Wartenummer geduldig ausharren. Und es ist uns auch nur ein schwacher Trost, daß man offenbar inzwischen dieses Null- und O-Problem amtlicherseits erkannt hat. Man hat deshalb bei Neuausstellung von Personaldokumenten nach dem 1.11.2021 auf diese Schriftzeichen tunlichst verzichtet – immerhin! Leider stammen unsere Pässe noch aus dem Jahre 2020 😢.

    Im Endeffekt haben wir statt 15 Minuten für diesen Verwaltungsvorgang in Summe an die 90 Minuten gebraucht, aber zumindest die Bescheinigung erhalten, die nun bis 28. April diesen Jahres gilt. Eine erneute Vorstellung beim Immigration Office können wir jedoch vermeiden, wenn wir vor dem 28. April das Land, wenn auch nur für wenige Tage, verlassen und wieder einreisen. Mit der Einreise beginnen die 90 Tage nämlich erneut von vorne an zu laufen.

    Die aktuelle Planung sieht vor, Anfang April für eine gute Woche nach Nord- und Mittelvietnam zu reisen. Wenn wir dann ca. Mitte April wieder nach Thailand kommen, sind nur noch gut vier Wochen Zeit, bevor wir am 15. Mai für den europäischen Sommer zurück nach Deutschland fliegen. Ende Oktober kommen wir dann erneut nach Thailand, und die 90 Tage zählen wieder von vorne.

    Es kursieren im Netz Geschichten über Auswanderer, die seit Jahrzehnten in Thailand sind und durch diese Hin- und Herreiserei noch nie eine 90-Tage-Meldung gemacht haben. Den Wahrheitsgehalt können wir allerdings nicht überprüfen 😀

    Fazit des Tages: rechne bei der Immigration immer damit, dass du eine Überraschung erlebst!

    Zur Belohnung waren wir anschließend in einem Shabu-Shabu-Restaurant in unserer Wohnungsnähe. Das ist eine Art Brühfondue, das ursprünglich aus Japan stammt. Die einzelnen kleinen Zutaten fahren zur freien Auswahl ständig auf Tellerchen oder in Schüsselchen an einem als Fließband vorbei. Im Hintergrund kann man die offene Küche beobachten, in der das Band laufend frisch nachbestückt wird. Es gibt dünn geschnittenes Fleisch von Rind, Schwein oder Geflügel, verschiedenste Meerestiere, rohe Eier, die man in die kochende Brühe schlagen kann, vielerlei Gemüse und manches andere Leckere mehr. Am Ende zahlt man dann einen Pauschalpreis für Vorspeisen, das Brühfondue und Nachspeisen samt Getränken ad libitum.
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  • Chines. Neujahr und wieder dicke Luft!

    February 2 in Thailand ⋅ ☀️ 35 °C

    Wie man an den Bildern von heute Morgen aus dem Norden Bangkoks sehen kann, hat sich die Luftgüte in der Stadt erneut dramatisch verschlechtert. Ein Blick aus unserem Panoramafenster in die Ferne reicht für eine erste Diagnose in der Frühe bereits vollständig. Es war zwischenzeitig eine kurze Besserung mit stärkerer Windbeteiligung eingetreten, doch nun haben wir wieder dicke Luft. Man erkennt, daß im weltweiten Vergleich auch die anderen südostasiatischen Hauptstädte Rangun (Yangon) in Mynmar und Phnom Penh in Kambodscha in der gleichen miesen Lage sind und hinsichtlich der Luftgüte mindestens unter die Kategorie "very unhealthy", also sehr ungesund, fallen. Die Fotos entstammen dem Portal "Khaosod English" der gleichnamigen thailändischen Tageszeitung.

    Inzwischen ist das chinesische Neujahr vorbeigegangen mit seinen spezifischen Festivitäten und der überwältigenden Verwendung der roten Glücksfarbe. Es endete das Jahr des Drachens und begann das Jahr der Schlange. Einige der aus diesem Anlaß in der Stadt installierten Dekorationen sind auf den Fotos ebenfalls zu sehen.

    Auch wir haben in unseren vier Wänden einige Dekorationen aus diesem Anlaß angebracht - man paßt sich na zumindest etwas a.die Umgebung an.

    Das Jahr der Schlange 2025 wird im chinesischen Horoskop als harmonisch beschrieben und bietet Chancen für Wachstum, Kreativität und Veränderung. Es ist eine gute Zeit, alte Konflikte beizulegen, neue berufliche Wege einzuschlagen und kreative Projekte voranzutreiben.

    Im Jahr 2025 sind Geduld, bedachte Entscheidungen und finanzielle Vorsicht wichtig. Kreativität, persönliches Wachstum und neue Hobbys stehen im Fokus. Beziehungen sollten einfühlsam gepflegt und Konflikte diplomatisch gelöst werden. Gesundheit und Balance verdienen besondere Aufmerksamkeit, während Neuanfänge eine Chance bieten, alte Muster hinter sich zu lassen.

    Laßt uns auf eine positive Entwicklung im Ukrainekrieg im Sinne der westlichen Politik hoffen!
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  • Offizielles Logo des Fairs, 68 steht für das aktuelle buddhistische Jahr 2568 = 2025!
    Halbreife TamarindenBuntes Zuckerzeug erfreut jeden Zahnarzt!Im StreetfoodbereichKhao laam - Klebreis mit Kokosmilch und Palmzucker; im Bambusrohr an offener Glut gegarte SüßspeiseVerschiedenfarbige Bougaivilleen auf einem Stämmchen zusammen veredeltBunte SushivariantenDenkmal der drei Gründungsväter der Kasetsart-UniversitätLandwirschaftszubehör und verschiedene andere AngeboteGlutende BougainvilleenprachtPhalaenopsis-ArrangementAdenium multiflorum - gefüllte Wüstenrose, ein Hundsgiftgewächsimmer wieder prachtvoll

    Get ready for Kaset Fair 2025

    February 6 in Thailand ⋅ 🌙 28 °C

    Einmal im Jahr Ende Januar/Anfang Februar erwacht das Gelände der Kasetsart-Universität in unserer Nähe zu extra quirligem Leben. Dann wird dort nämlich für eine Woche der Kaset Fair abgehalten, eine bunte Mischung aus Streetfoodangeboten, Ausstellung landwirschaftlicher Maschinen und Ausrüstungen, Werkzeugen für den Landmann, Landwirtschafterzeugnissen, Zier- und Nutzpflanzen etc.

    Das Ganze erinnert in der Zielrichtung und Konzeption etwas an die Grüne Woche in Berlin, die just ebenso alljährlich im Januar stattfindet, nur daß es sich beim Kaset Fair um eine Openair-Veranstaltung handelt, wohingegen die Grüne Woche als Traditionsveranstaltung seit 1926 naturgemäß im deutschen Winter in den Messehallen unterm Berliner Funkturm zu finden ist.

    Ihren Namen erhielt die Grüne Woche wohl durch die übliche grüne Lodenbekleidung der landwirtschaftlichen Fachbesucher, die gerade in den Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg eben in farblich einheitlich-dominanten Pulks sowohl in der ganzen Stadt, als auch auf dem Messegelände auftraten.

    Obwohl wir bereits im vorigen Jahr auf dem Fair waren, haben wir es uns dieses Jahr nicht nehmen lassen, erneut hinzugehen – und ja: die Fotomotive ähneln natürlich einander, jedoch ist es immer wieder schön und der Finger am Auslöser muß zwangsläufig in Aktion treten.

    Die Kasetsart-Universität ist eine der größten und renommiertesten öffentlichen Universitäten Thailands und war die erste landwirtschaftliche Hochschule des Landes. Sie ist heute aber eine Volluniversität, hat also auch Fakultäten außerhalb der Agrarwissenschaften.

    Kasetsart existierte im Jahr 1914 als pädagogische Fachschule für Landwirtschaft. Sie wurde von drei Freunden gegründet, und dieses Triumvirat wird bis heute als Gründungsväter verehrt. Vor ihrer Statue auf dem Universitätscampus bringen Studenten, insbesondere vor Prüfungen, Blumenkränze und Tierfiguren als Votivgaben dar. Man wird sich nun vielleicht fragen, warum diese drei Personen allesamt Uniformen tragen.

    Dazu muss man wissen, dass in Thailand offensichtlich traditionell schon immer nur als Respektsperson wahrgenommen wird, wer uniformiert auftritt. Das ist wie im alten Preußen so, wo man nur als Mensch galt, wenn man Uniform trug (Hauptmann von Köpenick!). Das ist hierzulande ganz deutlich sichtbar, denn wenn man eine Behörde, ein Ministerium oder dergleichen besucht, wird einem sofort ins Auge springen, daß alle dort amtlich Tätigen, seien es Männer oder Frauen, gleichartige Uniformen inklusive der jeweils individuellen Rangabzeichen tragen.

    Sowohl Schnitt als auch Farbe des jeweiligen Stoffes variieren durchaus von Behörde zu Behörde. Auch nach nunmehr 45 Jahren, in denen ich versuchte, tiefer in das Wesen von Land und Leuten einzudringen, habe ich das dahinter stehende System noch nicht ergründet. Es treibt jedoch durchaus seltsame und auch für uns fremde Beobachter lächerliche Blüten, wenn selbst ein inferiorer Parkplatzwächter dann unbedingt pseudomilitärisch gewandet daherkommt und sich entsprechend gebärdet. Diese Neigung zum Uniformen beginnt bereits in der Jugend. An jedem Donnerstag im Kalender kommen die Kinder nicht in der regulären Schuluniform zum Unterricht, sondern erscheinen fast sämtlich in der Pfadfinderkluft - wieder eine Uniform.

    Am 2. Februar 1943 wurde die Kasetsart-Fachschule durch Beschluss der Regierung zur Universität erhoben. 1962 erweiterte man sie schließlich zur Volluniversität.
    Kasetsart hat zahlreiche internationale Partner, unter anderem seit 1984 ein Kooperationsabkommen mit der Justus-Liebig-Universität Gießen.
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  • Ankündigung für die Zeremonie im Fahrstuhl
    In der Lobby ist alles vorbereitetNeun Mönche sind wie angekündigt erschienenDie Gemeinde, im Vordergrund die Angestellten der AnlageWie im Christentum wird auch hier mit Wasser gesegnetUnd Segen auch für diejenigen, die wegen dienstlicher Pflichten nicht teilnehmen könnenMedidative Klänge, bevor die Mönche kommenRituelle Texte in Pali werden rezitiert

    Verdienste erwerben

    February 16 in Thailand ⋅ ☀️ 36 °C

    Erinnert ihr euch noch an den Footprint vom 25. Februar 2024 in der Reise "Südostasien im Langzeittest"? Da hatten wir vom Makha Bucha-Tag, dem zweithöchsten buddhistischen Feiertag, berichtet.

    Da sich Makha Bucha wie so vieles andere hier nach dem Mondkalender richtet und sich das Vollmonddatum (weiblich: la luna!) durch den regelmäßigen Umlauf des Mondes um die Erde jedes Jahr entsprechend verschiebt, fiel das Fest dieses Jahr schon auf den 12. Februar (2024: am 24. Februar). Es ist stets ein staatlicher Feiertag hier, allerdings in diesem Jahr auf einem Mittwoch, 2024 war es ein Sonnabend, mit der Folge, dass der darauf folgende Montag auch noch ein Feiertag war. Und an allen buddhistischen Feiertagen darf landesweit kein Alkohol verkauft werden.

    Was sich nicht geändert hat, war das Angebot zu einer Zeremonie zum Erwerb von Verdiensten in unserer Wohnanlage. Diese fand am heutigen Sonntagvormittag statt.

    Ich habe im letztjährig erwähnten Footprint ausführlicher sowohl zu Makha Bucha als auch zurZeremonie berichtet, man lese bei Interesse gerne dort einfach nach. Die hier angehängten Bilder sind von heute.

    Wir merken, wie sich Dinge wiederholen, dadurch einerseits ein wenig den Charakter des Außergewöhnlichen für uns verlieren, wir andererseits immer tiefer in die hiesige Kultur und den Alltag eintauchen. Und das ist genau das, was wir uns gewünscht und vorgestellt haben!

    In den kommenden Tagen werden wir die große Freude haben, langjährige Freunde aus Deutschland bei ihren ersten Schritten in Asien begleiten zu können. Das lenkt unseren "Alltagsblick" dann ganz schnell wieder Richtung Exotik. 😉
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  • Wahlen und andere Dinge

    February 22 in Thailand ⋅ ⛅ 34 °C

    Heute ist der 22. Februar, und morgen, am 23. Februar, wird in vorgezogenen Neuwahlen ein neuer Bundestag gewählt. Keine Angst, es wird jetzt nicht politisch! Wir sind in den vergangenen Tagen aber auf unterschiedlichen Kanälen gefragt worden, ob wir denn auch von hier aus wählen können.

    Radio Eriwan hätte geantwortet: im Prinzip ja! Schon im November, als die Koalition brach - da waren wir ja gerade mal ein paar Tage wieder im Land - haben wir uns gefragt, wie das denn mit der Ausübung des Wahlrechts von hier aus gehen könnte. Ehrlich gesagt, hatten wir uns vorher nie mit dieser Frage auseinander gesetzt - mußten wir ja auch nicht!

    Die regulären Wahlen hätten ja Ende September stattgefunden, also unproblematisch für uns, denn da wären wir planmäßig in Deutschland gewesen.

    Nun also vorgezogene Neuwahlen. Wir haben den Besuch bei der Deutschen Botschaft im Dezember genutzt, um uns zu erkundigen, wie das denn von hier aus ginge. Unsere - zugegeben naive - Idee: wer sich hier per Reisepass und/oder Personalausweis als deutscher Staatsangehöriger ausweist, kann in der Botschaft als kleinem Stück Deutschland im Ausland wählen. Und die Botschaft schickt dann den Wahlzettel per Kurierpost nach Deutschland. Weit gefehlt!

    Es ist nämlich so, dass man zunächst mal schauen muss, ob das letzte in Deutschland zuständige Wahlamt einen Antrag des Wahlberechtigten rechtzeitig erhalten hat, dass dieser sein Wahlrecht ausüben möchte. Das betrifft diejenigen, die, anders als wir, komplett ausgewandert sind. Dieser Antrag muss vor jeder Wahl erneut gestellt werden. Erst danach erfolgt die Eintragung ins Wählerverzeichnis.

    "Teilzeitauswanderer" gleich uns mit festem Wohnsitz in Deutschland sind ja nach wie vor in ihrer jeweiligen Heimatgemeinde im Wählerverzeichnis eingetragen.
    Dort muss zunächst ein Antrag auf Briefwahl gestellt werden. Das ging in der Vergangenheit jedenfalls für uns unproblematisch online, und die Unterlagen wurden an die gewünschte Adresse in Deutschland geschickt. Das örtliche Wahlamt übernimmt wie auch bei den gänzlich Ausgewanderten den Versand der Wahlunterlagen. Technisch gesehen ist es eine normale Briefwahl, nur mit ein paar zusätzlichen Wegen. 😉

    Man muss also das örtliche Wahlamt mit der Bitte anschreiben, die Wahlunterlagen ins Ausland zu versenden. Das geht entweder direkt oder in einem relativ komplizierten Verfahren über den Kurierdienst, den das Auswärtige Amt mit den Botschaften weltweit unterhält. So oder so dauert das geraume Zeit, denn die Unterlagen müssen nach Eintreffen in der Botschaft durch den Wahlberechtigten oder dessen förmlich Bevollmächtigten persönlich abgeholt werden.

    Sollten die Unterlagen rechtzeitig ankommen, müssen diese wie bei der Briefwahl ausgefüllt werden und dann auf den Rückweg gehen. Das kann wiederum der reguläre Postweg oder der Kurierdienst der Botschaft sein, wobei bei letzterem alles zunächst im Auswärtigen Amt ankommt und von dort innerhalb Deutschlands an die einzelnen Gemeindewahlbehörden weitergeleitet werden muss.

    Quelle dieser Ausführungen ist die offizielle Website der Bundeswahlleiterin.

    Dieses ganze Procedere ist schon bei einer regulären Wahl mit weitaus größerem zeitlichen Vorlauf herausfordernd und sportlich. Aktuell ist es aber so, dass der Druck der Wahlzettel erst am 30. Januar begonnen werden konnte. Also eine super knappe Sache und dadurch kaum zu schaffen!!!

    Ich habe in dieser Woche mit mehreren Deutschen gesprochen: nicht einer hatte, obwohl beantragt, die Unterlagen rechtzeitig bekommen. Wir selber hatten schon im Dezember nach dem Besuch bei der Botschaft beschlossen, dass wir uns das Ganze nicht antun, und werden so zum ersten Mal, seit wir wahlberechtigt sind, zu Nichtwählern.

    Im Netz kursieren sowohl bei den Öffentlichrechlichen wie Tagesschau und Co. als auch in den sozialen Medien zahlreiche Berichte zu der Thematik unter der Überschrift "Auslandsdeutsche von der Wahl ausgeschlossen?" Da wird wohl nach dem morgigen Tag noch eine Menge aufzuarbeiten sein, und Klagen Betroffener sind nicht auszuschließen.

    Spannend in diesem Zusammenhang finde ich, dass ich im Internet auf der Seite des Statistischen Bundesamtes unter dem Stichwort "Anzahl der Auslandsdeutschen weltweit" die wenig befriedigende Aussage fand, dass diese nicht systematisch erfasst werde. Die Frage ist deshalb interessant, weil bei eventuellen Klagen vor Gericht immer auch die Relevanz der nicht abgebbaren Stimmen für das Wahlergebnis eine Rolle spielen wird. Und je höher die Zahl der potentiell Wahlberechtigten, desto größer natürlich auch die Bedeutung. Wenn es aber keine offiziellen Zahlen gibt, ahnt man schon, wie die Gerichtsverfahren ausgehen werden .....

    Themenwechsel!
    Seit letztem Jahr benutzen wir in unserer Wohnung einen elektrischen Luftfilter. Dieser HEPA-Filter (Akronym für high eficiency particulate Filter, zu Deutsch hochwirksamer Partikelfilter) hat eine Filterkassette, durch die ein elektrisches Gebläse die Raumluft hindurchzieht. Durch unsere Klimaanlagen halten wir die Fenster den überwiegenden Teil unseres Aufenthaltes in der Wohnung geschlossen. Frischluft kommt also nur durch die Klimaanlagen gekühlt und etwas vorgefiltert in die Räume.

    Das Gerät wurde damals beschafft, nachdem mich eine sogenannte kalte Lungenentzündung, also eine Pneumonie ohne Fieber, erwischt hatte. Gleichzeitig beobachteten wir, daß besonders in der heißen Jahreszeit - also von Februar bis Mai - die Luftgüte hier in der Metropole fast durchgängig schlecht bis sehr schlecht war. Als Verursacher sind sowohl der überbordende Fahrzeugverkehr auf den Straßen, als auch die Praxis des Stoppelabbrands in der Landwirtschaft zu nennen.

    Die Bauern flämmen halt die abgeernteten Felder traditionell vor neuer Aussaat ab. Das ist zwar verboten, aber niemand kontrolliert und reglementiert/sanktioniert stattfindende Verstöße. Der Rauch lagert bei hohem Luftdruck und weitgehender Windstille dann tagelang auf der Landschaft und bewegt sich, wenn überhaupt , nur recht träge.

    Nach gut sechmonatigem Betrieb war nun der Wechsel der Filterkassette angesagt. Die beigefügten Bilder dokumentieren anschaulich den Zustand des gebrauchten neben dem des jungfräulich-unbenutzten Filters. Es bedarf keiner weiteren Erläuterungen!
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  • Tourismuswerbung von 1961
    Thai Airways-Werbung 1960Hallo, Theresa! Willkommen in Bangkok!Die alte portugiesische BotschaftBuntes Treiben auf dem FlußKitsch-Architektur: Wohnturm des Bangkok River ParksNeoklassizistische Architektur der Kolonialära: Ehemal. HauptpostamtTaoistischer Che Chin Khor-Tempel mit Pagode in ThonburiWir legen am Wat Arun anOstasiatische Grazien in klassischer GewandungKönigspalast vom Fluß aus gesehenNur die Schuhe passen absolut nicht! Sie im Sarong, er trägt Phanung, die klassischen ThaihosenDie Rama IX.-Brücke, benannt nach dem letzten König Bumiphol AdunjadetDer Glockenturm des alten Bahnhofs Bangkok Noi verliert sich vor dem Neubau des Siriraj-KlinikumsNoch einmal Wat Arun

    Thailand-Neulinge oder das Siam-Virus

    March 1 in Thailand ⋅ ☀️ 34 °C

    Mitte Februar hatte ich ja am Ende des Footprint "Verdienste erwerben" berichtet, dass in den nächsten Tagen mehrere Freunde von uns erstmals Asien und Thailand bereisen werden.

    Das ist zum einen Anette, eine Jugendfreundin von mir, mit ihrem Partner Gerd, die Bangkok als Ausgangspunkt für eine Kreuzfahrt gewählt hatte - bis Singapur und dann über Malaysia und die Andamanensee zurück nach Thailand. Wir kennen uns noch aus seligen Schulzeiten. Sie hatte in den vergangenen Jahren ganz unterschiedliche Teile der Welt bereist, aber in Asien war sie noch nie. Was liegt näher, als sich am Rande der Kreuzfahrt in Bangkok zu treffen?

    Zum anderen ist es Theresa, die jüngere Tochter einer Grundschulfreundin von Christian. Ihre ältere Schwester Valeria durften wir im vergangenen Jahr auf ihren ersten Schritten hier begleiten. Es muss Valeria damals wohl sehr gut gefallen haben in Südostasien, denn in diesem Jahr hat sie für sich wiederum ein paar Tage Tauchlehrgang auf der Schildkröteninsel (Ko Tao) eingeplant und anschließend eine gemeinsame mehrwöchige Reise mit ihrer Schwester Theresa.

    Mit Valeria hat ein Treffen dieses Mal nicht geklappt, aber Theresa durften wir für einen Tag an ihrem ersten vollen Tag durch Bangkok begleiten. So etwas macht uns alten und erfahrenen Thailand-Hasen stets besonders viel Freude!

    Was plant man nun für solchen ersten Tag auf dem Boden eines anderen Kontinents, wenn die Leute mit der langen Anreise in den Knochen hier ankommen und von dem im Februar schon krassen Temperaturen, den Geräuschen, Gerüchen, dem Straßenverkehr etc erstmal überwältigt werden?
    Man hat, nachdem man bei den Reisenden deren Zeitplan erfragt hat, bereits Ideen für mögliche Aktivitäten im Kopf und spricht sie soweit möglich im Vorfeld per WhatsApp ab. Platz für spontane Umplanungen oder Überraschungen findet sich dann noch immer 😉

    Klar ist, nur ein Tag für Bangkok ist viel zu wenig, gerade auch, wenn am gleichen Abend schon die Weiterreise erfolgt und der Abfahrtspunkt, in Theresas Fall ein Busbahnhof ziemlich im Westen der Stadt, rechtzeitig erreicht werden muss! Oder was macht man, wenn die Kreuzfahrer in spe mal eben mitten am Tag raus zum Flughafen müssen, weil die Reederei (AIDA Cruises) sich weigert, den Namen des von ihr vorgesehenen Übernachtungshotels vorher bekannt zu geben? 😢

    Es hat sich bei der Planung bewährt, die Sache quasi von hinten aufzurollen, also die durch den Zeitplan vorgegebenen Fixpunkte wie die Abfahrt des Busses als Ausgangspunkt zu nehmen. Wo ist der Busbahnhof (es gibt in Bangkok zahlreiche!), wie kommt man dahin und wieviel Zeit muss man für die Anreise einplanen? Daraus ergibt sich das Zeitfenster, das für Unternehmen zur Verfügung steht. Wo übernachtet der Gast, muss Gepäck über Tag gelagert werden, steht evtl ein Wechsel der Unterkunft an diesem Tag an?

    Mit allen diesen Informationen durch die Gäste versorgt, können wir uns als "Teilzeitasiaten", wie uns ein guter Freund scherzhaft-zutreffend betitelt hat, an die Gestaltung der Tagesplanung machen.

    Das kann beispielsweise bedeuten, einführend - und einen etwaig anreisebedingten Jetlag überbrückend - einen knappen halben Tag das schierwegs unerschöpfliche Angebot des MBK zu erkunden (Zitat: Hier gibt's echt nichts, was es nicht gibt!), sodann am Nachmittag den Schneider des Vertrauens zwecks Stoffauswahl und Aufmaß aufzusuchen und am Abend thailändisch essen zu gehen. Selbst ein hier immer einmal vorkommender Stromausfall - heute allerdings längerfristig und glücklicherweise nach Beendigung des Essens - wurde geboten! Nur die Kartenzahlung klappte wegen der fehlenden Stromversorgung nicht, und alles musste per Hand addiert werden und am Ende war dann nur Bares wirklich Wahres 😀.

    Oder man fährt mit der Hochbahn zum Fluss und entert dort ein Touristenboot. Auf der Strecke auf dem Wasser des Chao Phraya hat man vom Oberdeck aus eine schöne Aussicht über das immer wieder faszinierende Panorama und das Nebeneinander von alten und neuen Gebäuden und passiert nebenbei noch schöne Tempel wie das Wat Arun oder auch den alten Königspalast mit dem Wat Phra Keo.
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  • Synthese aus der aktuellen Landesfahne und der des alten Königreichs Siam bis 1939 (weißer Elefant)
    Polizeistation am KönigspalastKaffeepauseWartende Tuktuks vor dem Wat PhoAm Straßenrand fällt die dekorative Blüte des Rangunschlingers (chinese honeysuckle) aufSiesta in aller Gemütsruhe inmitten des TrubelsGirlande von Michelinmännchen an einer Tuktuk-WindschutzscheibePrachtvolles Eingangstor zum TempelgeländeEin alter Bekannter: dräuender Chinakrieger mit Schilddrüsenüberfunktion (Augen!)Wiederbegenung mit dem Rangunschlinger im Kloster. Es ist eine Art Liane.

    Besuch im Wat Pho 1

    March 1 in Thailand ⋅ ☀️ 32 °C

    Anschließend besucht man noch das Wat Pho; das ist eigentlich die Kurzform für Wat Phra Chetuphon Wimonmangkalaram Ratchaworamahawihan. Ha!!

    Auf dem Rückweg gibt's sodann Gratisunterricht: die unverschämte Taximafia versucht an solchen Touristen-Hotspots unerfahrene Touristen auszunehmen.

    Die Fahrer weigern sich gegen jegliche Vorschriften, das Taxameter einzuschalten und verlangen pauschale Mondpreise für die gewünschte Strecke. Aber nicht mit uns! Dreiste Taxipiraten werden barsch zurecht- und abgewiesen (sie haben ohnehin ihr Gesicht verloren!) und der gefühlt zwölfte Fahrer offerierte dann doch einen annehmbaren Preisvorschlag. Zum Abschluss und vor dem Durchstarten zum Busbahnhof hatten wir noch ein schmackhaftes Thaidinner im Foodcourt des MBK.

    Valeria und Theresa kommen Mitte März noch einmal ķurz nach Bangkok zurück; wir werden dann allerdings schon auf Koh Chang sein. Meine Jugendfreundin ist offenbar ebenfalls vom Thailandvirus infiziert und wählt die einzige Art der Therapie: mit mehr Zeit wiederkommen! Am Sonntag und Montag sehen wir uns erneut und freuen uns heute schon auf den November, wenn sie dann eine ganze Woche für Bangkok planen. Da ist natürlich Zeit für jede Menge Kultur, aber auch ganz viele andere schöne Dinge.
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  • Überall findet man im vorderen Tempelteil diese großen Gongs (Tamtams), die jeder anschlagen darf
    Diese und die nachfolgende Figur beziehen sich auf die medizinische Schule im TempelViele der Verzierungen haben unter dem Klima gelitten und sind schon wieder überholungsbedürftigTheresa schlägt den Gong arg zaghaft an!vier junge Japanerinnen in traditioneller KleidungUlrike erwirbt sich Karma durch ein FotoangebotIm MBK hat sich ein neues chinesisches Feuertopf-Restaurant etabliert

    Besuch im Wat Pho 2

    March 1 in Thailand ⋅ ☀️ 31 °C

    Das Wat Pho ist ein königlicher buddhistischer Tempel erster Ordnung, der unmittelbar südlich des Königspalastes im Zentrum der historischen Altstadt von Bangkok liegt. König Rama III. (1788-1851) richtete im Wat Pho eine »demokratische, offene Universität« ein, für jedermann ungeachtet seiner Herkunft oder seines Standes. Zahlreiche Textbücher wurden aus diesem Grund in Marmortafeln gemeißelt und im Tempel aufgestellt. Insbesondere die traditionelle thailändische Heilkunst wird hier gelehrt, zum Beispiel die bekannte Thai-Massage.

    1962 schließlich etablierte man dort die Schule für traditionelle Medizin und Massage. Absolventen dieser Schule dürfen ihre Behandlung "Wat Pho-Therapie" nennen.
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  • Das Gerüst der Riesenschaukel, wie es heute in Bangkok zu sehen ist
    Wandbild, das die Schaukelzeremonie zeigt, Wat Senasanaram, Provinz AyutthayaSchaukelzeremonie 1903Beim Schaukeln 1898Die Riesenschaukel vor dem Wat SuthatAlte Postkarte: Blick entlang der Banrung Muang Road zur Riesenschaukel in der Ferne

    Das Rätsel der Riesenschaukel

    March 2 in Thailand ⋅ 🌙 28 °C

    Strolcht man erkundend durch das heutige Bangkok, dann fällt dem aufmerksamen Betrachter in der Nähe des Chinesenviertels ein großes rot angestrichenes Holzgerüst auf dem Platz vor dem Wat Suthat unterhalb des Wat Saket (Golden Mountain) auf. Das ist die Große Schaukel, die Giant Swing, die heute etwas verlassen und eigentlich funktionslos in der Gegend herumsteht. Der interessierte Zeitgenosse fragt sich nun, was es mit dieser Konstruktion für eine Bewandnis habe. Steigen wir dazu etwas in die Vorgeschichte ein!

    Seit alten Zeiten existierte offenbar bereits eine brahmanische Schaukelzeremonie in der Thai-Kultur. Dieses wichtige Ritual des Tri Yampawai Tripawai, im Volksmund bekannt als Lo Jin Ja (die Schaukel anschieben), war eine der interessantesten der siamesischen Staatszeremonien. Keiner der europäischen Schriftsteller des 17. Jahrhunderts erwähnt allerdings dieses Ritual, mit Ausnahme des Jeremias van Vliet. Jeremias van Vliet (in Thailand auch: „Wan Walit“, *1602 in Schiedam, Holland; † Februar 1663 ebenda) war ein Kaufmann und Faktor der Niederländischen Ostindien-Kompanie (VOC).

    Der Faktor ist der Leiter einer sogenannten Faktorei. Eine Faktorei (französisch factorerie oder factorie, englisch factory, spanisch factoría, portugiesisch feitoria, italienisch fattoria, niederländisch factorij) war im Mittelalter und in der frühen Neuzeit die Niederlassung eines Handelshauses oder einer Handelskompanie in anderen Handelszentren. In seiner Eigenschaft als Faktor des VOC-Handelskontors in Ayutthaya, der damaligen Hauptstadt des siamesischen Königreiches, war van Vliet ein bedeutender westlicher Chronist der Geschichte Siams bis 1642.

    Obwohl Jeremias van Vliet 1640 in seiner „Kurzen Geschichte der Könige von Siam“ schrieb, dass die erste Schaukel während der Herrschaft von König Ramathibodi II. (reg. 1491-1529) von zwei Brahmanenpriestern nach Ayutthaya gebracht wurde, war die königliche Zeremonie wahrscheinlich bereits seit der Sukhothai-Zeit bekannt, also bereits lange, bevor der Sitz der Hauptstadt nach Ayutthaya verlegt wurde. Das Ritual wurde noch während der Ratanakosin-Ära bis in die 1930er Jahre durchgeführt.

    Van Vliet führt zur Entstehung des Brauchs weiter aus:
    „Der König von Ramaradt (Benares/Indien?) sandte daher zwei gelehrte Brahmanenpriester mit einem Brief in freundlichem Ton an den König von Siam, in dem er Seine Majestät bat, alles Vorangegangene zu vergessen und ihn als Bruder anzunehmen. Er wies die Brahmanen auch an, das Spiel Schoppen oder Schongelen in Siam bekannt zu machen und dort einzuführen. Der siamesische König akzeptierte die Brahmanen, den Brief und den angebotenen Frieden und sandte einen Antwortbrief, in dem er eine Freundschaft zwischen beiden Königen begründete, die bis heute aufrechterhalten und alle zwei bis drei Jahre durch in Gold eingravierte Briefe erneuert wird. Seitdem sind verschiedene Brahmanen aus vielen Orten, insbesondere aus Ramaradt, nach Siam gekommen und werden weiterhin von den Königen, Prinzen, der königlichen Familie und der Gemeinde hoch geschätzt. Zu dieser Zeit kamen die maurischen Händler von der Koromandelküste mit ihren Stoffen, was bis heute so üblich ist. Schoppen oder Schongelen gibt es auch heute noch, weil es dafür spezielle Plätze gibt. Es gibt jedes Jahr besondere Festtage, die sich über lange Zeit von einem Tag zum nächsten hinziehen."

    Der britische Thailandexperte Horace Geoffrey Quaritch Wales (1900-1981) kam zu dem Schluß, daß das Schaukeln ursprünglich eine Sonnenzeremonie war. Er erklärte, daß in Indien zwei ähnliche Zeremonien bekannt seien und beide solaren Ursprungs seien. Seine Behauptung, daß das siamesische „Lo Jin Ja“ ursprünglich eine Sonnenzeremonie darstellte, basiert auf den folgenden Tatsachen:
    1.) Das „Schwingen“ fand etwa zur Zeit der Wintersonnenwende statt. Es wurde von Ost nach West in Richtung des Laufs der Sonne durchgeführt.
    2.) Die Schaukelpfosten waren zur Querachse des Platzes, in dessen Mitte sie sich befanden, ausgerichtet, so daß das Schwingen genau von Ost nach West erfolgte.
    3.) Und schließlich symbolisierten die Kreistänze, die dem Schwingen folgten, wahrscheinlich die Umdrehung der Sonne und ihre Wiedergeburt anlässlich ihrer Rückkehr in die nördliche Hemisphäre.

    Die Zeremonie war ursprünglich ein Ritual der nachahmenden Magie, das den alten Hindu-Sonnengott Surya an die Erfüllung seiner Aufgaben erinnern sollte. Es war die Hin- und Herbewegung der Schaukel, die den Lauf der Sonne symbolisierte. Quaritch Wales schrieb: „Die auffälligste und vielleicht früheste Änderung, die in der späteren Geschichte dieser Zeremonie stattfand, war die Ersetzung des Sonnengottes Surya durch Shiva ... Surya war ein vedischer Gott, der in brahmanischen Zeiten auf einen vergleichsweise niedrigen Stand herabsank, und mit dem Aufkommen des Shivaismus ging die ursprüngliche Bedeutung der Zeremonie verloren, und der Große Gott (Shiva) nahm den Platz des vergessenen Sonnengottes ein."

    Das Ritual wurde also dann durchgeführt, um Shiva zu huldigen und an den jährlichen Besuch des Gottes auf der Erde zu erinnern. Einmal im Jahr steigt nämlich der Gott herab, um diese Welt zu besuchen, und bleibt zehn Tage hier. Er kam normalerweise am siebten Tag des zunehmenden Mondes im ersten Mond-Monat an und reiste am ersten Tag des abnehmenden Mondes ab. Daher wurde das Schaukelfest im ersten Mondmonat durchgeführt, wurde später jedoch in der Ratanakosin-Zeit auf den zweiten Mond-Monat verlegt.

    Das Schwingen wurde möglicherweise als Symbol für die Funktionen Shivas als Zerstörer und Reproduzent umgedeutet, und so hätte es seine magische Bedeutung behalten, obwohl es nun als eines der vielen hinduistischen Erntefeste stärker mit der Landwirtschaft in Verbindung gebracht wird.

    Nach siamesischer Auffassung ist Shiva ein fröhlicher Gott, der gern unterhalten wird; daher waren das Schwingen und die akrobatischen Kunststücke, die die zur Zeremonie gehörende Prozession begleiteten, zu seiner Zerstreuung gedacht. Die Verbindung zwischen Schwingen und Ernte entstand wahrscheinlich schon vor der Einführung des Rituals in Siam, und es war hier wahrscheinlich nie eine reine Sonnen- Zeremonie.

    Während der Ayutthaya-Zeit blieb der König anläßlich der Schaukelzeremonie in seinem Palast und bestimmte, daß der amtierende Landwirtschaftsminister den Gott Shiva zu verkörpern hatte. Während der drei Tage, die das Fest dauerte, hatte dieser Adlige fast unbegrenzte Macht und Rechte über bestimmte Staatseinnahmen. Er war in der Tat ein „zeitweiliger König“ oder „zeitweiliger Gott“, wobei die beiden Begriffe in Siam fast synonym sind. Die Tatsache, daß die Rolle des Shiva vom Landwirtschaftsminister übernommen wurde, deutet auf einen Zusammenhang mit einem Erntedankfest hin. Das Schaukel-Fest wurde so gelegt, dass es mit dem Neujahrsfest der Brahmanen zusammenfiel.

    In der alten siamesischen Hauptstadt Ayutthaya existierte seinerzeit das Wat Sao Ching Cha - der Tempel des Schaukelpfostens – der längst verschwunden ist. Er befand sich in einem Gebiet, wo sich die Brahmanen der Stadt niedergelassen hatten. Der Standort ist deshalb wahrscheinlich ein Brahmanentempel gewesen. Einer Karte aus dem 19. Jahrhundert zufolge befand sich das Kloster am Ostufer des Khlong Pratu Jin und teilweise entlang der Straße, die die Franzosen seinerzeit „Rue des Maures“ oder „Moor Street“ nannten. Historische Daten zum Kloster und seinem Bau sind nicht überliefert.

    Die aktuelle Bangkoker Riesenschaukel wurde 1784 auf Befehl von König Rama I. vor dem Brahmanentempel Thewasathan Bot Phram ( „Der Aufenthalt der Götter' oder Brahmanenbüro des thailändischen Königshofs) errichtet und 1920 nach Renovierung auf ihren heutigen Standplatz vor dem Wat Suthat versetzt.

    "... Brahmane Naliwan, genannt Phra Khru Phram Sittichai (Kratay), aus der Provinz Sukhothai, berichtete Seiner Majestät König Rama I, dass die Triyampawai-Zeremonie, eine alte Brahmanentradition, eine Schaukel erfordert. Seine Majestät ordnete daher am Mittwoch, dem 4. abnehmenden Mond des 5. Monats, im Jahr des Pferdes 2327 (1784 n. Chr.), den Bau einer Schaukel vor dem Tempel an. Später wurde an der ursprünglichen Stelle der Schaukel ein Lagergebäude für Kerosin errichtet, wodurch das Gerüst von seinem ursprünglichen Standort an seinen heutigen Standort vor dem Wat Suthat verlegt werden mußte...“

    "... Während der Herrschaft von König Rama V. war das Gebiet um die Riesenschaukel herum zugewuchert. König Chulalongkorn ordnete daher Verbesserungen in der Gegend an, indem er das Gerüst abriß und dort einen Markt baute. Während des Ministertreffens besprach Seine Majestät Folgendes: Wohin sollte die Schaukel nach der Demontage gebracht werden oder sollte die Triyampawai- oder Loh Ching Cha-Zeremonie eingestellt werden? Wenn es für angemessen erachtet würde, sie einzustellen, wäre es nicht nötig, eine weitere Schaukel zu bauen.
    Die Mehrheit der Minister stimmte zu, dass sie nicht eingestellt werden sollte, da es sich um eine uralte Tradition handele. Daher ordnete Seine Majestät den Bau eines neuen Gerüstes an. Diese neue Schaukel befand sich in kurzer Entfernung von der alten, wo sie sich heute befindet. Für die diesmal gebaute Schaukel wurde Holz der Louis T. Leonowens Company verwendet. Das Unternehmen bot zwei große und sehr lange Teakholzstämme zum Bau an."

    Einschub:
    Die Firma Louis T. Leonowens (LTL) besteht bis heute und geht auf den Sohn von Anna Leonowens zurück, der 1862 siebenjährig mit seiner Mutter nach Thailand kam, als sie von König Mongkout als Erzieherin an den königlichen Hof berufen wurde (vgl. "Anna und der König von Siam", "The King and I"). Louis wurde zusammen mit den Kindern des Königs erzogen. Er kehrte nach einigen Jahren in Europa 1881 nach Siam zurück und diente als Hauptmann in der Kavallerie König Chulalongkorns. Anschließend arbeitete er im Teakholzgeschäft für die Borneo Company im Lande und gründete 1905 schließlich die Firma unter seinem Namen. Die Firma LTL besaß Teakholzkonzessionen und vertrat innerhalb eines bunten Portfolios darüber hinaus internationale Zementfimen, Whiskybrennereien, Champagnerkellereien, Schreibmaschinenhersteller und auch Versicherungen. 1913 kehrte er nach Großbritannien zurück und verstarb dort 1919.

    Während des Schaukelns versuchten jüngere Brahmanen einen Sack mit Münzen zu erhaschen, der erreichbar auf einem Pfeiler in der Nähe des Gerüstes plaziert worden war. Hierbei kam es öfter zu tödlichen Stürzen.

    Die nächsten Renovierungsarbeiten fanden dann 1959 statt. Nach weiteren 45 Jahren fortgesetzter Witterungseinflüsse zeigten die Holzpfeiler Anzeichen schwerer Schäden. Im April 2005 begann eine umfassende Sanierung der Konstruktion. Dabei kamen sechs Teakholzstämme zum Einsatz. Die beiden Hauptpfosten der Schaukel haben einen Umfang von über 3,5 m und eine Höhe von über 30 m. Die restlichen vier Pfosten dienen der Stabilisierung und haben einen Umfang von 2,30 Metern und eine Höhe von 10 Metern. Die wiederaufgebaute Schaukel wurde im September 2007 im Rahmen einer feierlichen Zeremonien unter der Leitung von König Bhumipol Adunjadet eingeweiht. Das Holz der ursprünglichen Schaukel wird im Bangkoker Nationalmuseum aufbewahrt.

    Im Jahr 2005 wurde die Riesenschaukel zusammen mit dem Wat Suthat zur Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der UNESCO vorgeschlagen.

    Man praktizierte den aktiven Schaukel-Ritus noch bis zum Jahr 1935 regelmäßig, bis er dann eingestellt wurde. Quaritch Wales schrieb bereits 1930, dass ihm von „hoher Stelle“ mitgeteilt worden sei, dass man die Frage der Abschaffung im Obersten Staatsrat geprüft habe. Man stellte fest, dass es seinerzeit wenig Interesse am „Swingen“ gab, da es den modernen Siamesen absolut nichts mehr bedeute.
    Andere Quellen sprechen wenn es um die Abschaffung geht von wirtschaftlichen Gründen oder den vielen tödlichen Unfällen, die das wilde Schaukeln forderte.

    Quellen: https://www.ayutthaya-history.com/ & Wikipedia
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  • Schneider Nick und ein leckeres Dinner

    March 2 in Thailand ⋅ ☀️ 34 °C

    Vor einer Woche hatten wir ja Theresa hier in Bangkok etwas herumgeführt – nun waren Anette und Gerd aus Ulrikes alter Heimat wiederum in der Hauptstadt angelangt. Mit Anette ist Ulrike seit der Schulzeit eng befreundet. Sie ist nun gleich uns ebenfalls im Ruhestand, Gerd führt als Meister ein Sanitätshaus in der nördlichen Umgbung von Hannover. Anette war am 17. Februar mit Gerd über Singapur angereist, und die beiden hatten ab dem 20.02. zunächst eine AIDA-Kreuzfahrttour rund um die Malayenhalbinsel unternommen, die sie auf dem Seeweg zurück via Singapur dann nach Kuala Lumpur und Penang und anschließend Phuket in der Andamanensee geführt hatte, wobei sie dann auf der Rückreise im Golf von Siam noch auf Koh Samui Station gemacht hatten.

    Der Hafen für die Kreuzfahrtschiffe befindet sich im Südosten von Bangkok in Laem Chabang (laem = Kap) etwas nördlich oberhalb von Pattaya. Dies erfordert von der Hauptstadt aus eine PkW-Anreise von knapp zwei Stunden.

    Nachdem die beiden am 18. Februar vor dem Antritt ihrer Schiffsreise noch eben mit Ulrike bei Nick, dem Schneider unseres Vertrauens in der Si Lom Road gewesen waren, um ihre Maße nehmen zu lassen und Stoffe für verschiedene Bestellungen auszusuchen, war nun eine fliegende Zwischenprobe angesagt, um letzte Korrekturen vornehmen zu können, bevor am Folgetag abends der Rückflug nach Deutschland angetreten werden sollte.

    Alles – Schnitte und Ausführung - fiel wie gewohnt im Allgemeinen zur vollsten Zufriedenheit aus, und nur einige wenige Korrekturen wurden als erforderlich ausgemacht. Ulrike behielt ihr neues sommerliches Waschkleid aus Madraskaro gleich an. Danach ging es gemeinsam zum Dinner im Baan Som Tam (baan = Haus) im Stadtteil Bang Rak. Wir genossen in fröhlicher Runde im Freien sitzend das abwechslungsreiche Speisenangebot und verabredeten uns dann voneinander Abschied nehmend für den folgenden Morgen.
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  • Wieder einmal der Königspalast...
    Die beiden Appartement-Türme des Iconsiam-CentersIm Innern der MallLecker-scharfe Tom Yam TaleeIn etwa ein Panoramablick von 160 GradDas eigenartige dreieckige grünliche Gebäude, Bildmitte, ufernah, ist die Botschaft FrankreichsFranz. Botschaft (Trikolore am Ufer!), rechts daneben das berühmte Oriental-HotelDas alte Oriental-Hotel 1897Fensterputz-Kolonne in schwindelnder Höhe pendelnd an den Wohntürmen beschäftigtWohnboote auf dem Chao Phraya 1923Bangkok 1893Hafen Bangkok März 1893

    Ein heißer Tag auf dem Menam Chao Phraya

    March 3 in Thailand ⋅ ☁️ 35 °C

    Heute ist der letzte Tag von Anette und Gerd in Bangkok - für dieses Mal! Mit dem langen Rückflug vor Augen hatten sie sich gegen ein "großes Programm", also die Besichtigung von Palast und Tempeln, entschieden. Da bot sich alternativ ein erster Überblick über die Attraktionen vom Fluss aus an!

    Wir hatten die Tour eine Woche vorher ja bereits mit Theresa bei wolkigem Wetter und relativ moderaten Temperaturen unternommen. Heute waren die äußeren Bedingungen etwas anders: knallblauer Himmel und Temperaturen um die 35 Grad. Kein Wunder - per Dekret der Regierung hat am 28. Februar offiziell der Sommer begonnen, unter den Farangs auch die heiße Jahreszeit genannt, die bis etwa Mitte Mai andauern wird. Also beste Voraussetzungen für schöne Bilder, aber im Verlauf der Fahrt fanden wir uns nach und nach im angenehm klimatisierten Unterdeck des Schiffes ein.

    Auch auf einen angedachten Zwischenstopp im Wat Arun verzichteten wir der Hitze wegen und zogen an dessen Stelle einen Besuch im Iconsiam vor. Diese Mall mit vielen Geschäften höchstpreisigen Angebots (Porsche, BMW, Dolce & Gabana, Louis Vuitton u.ä.) wurde 2018 in Thonburi auf der Bangkok gegenüberliegenden Seite des Maenam Chao Phraya eröffnet. Anstatt einer eigentlich geplanten Kaffeepause ließen wir uns schließlich auf der Außenterrasse im 6. Stock geruhsam im Schatten einen Lunch schmecken. Dabei hatten wir einen tollen Panorama-Ausblick über den Fluß auf die gegenüber liegende Hochhaussilouetten des Geschäftsviertels der Hauptstadt.

    Als letzter Punkt vor der Rückfahrt zum Hotel und dem nachfolgenden Aufbruch zum Flughafen stand für Anette und Gerd noch die Abholung der von Nick fertig geänderten Kleidung auf dem Programm.

    Ein bisschen traurig nahmen wir dann, nachdem das bestellte Taxi pünktlich zur Stelle war, Abschied von den beiden, die wir aber im November diesen Jahres hier in Bangkok schon wiedersehen werden.

    Dann haben wir uns die Besichtigung von Palast und diversen Tempeln fest vorgenommen, was in der kühlen Jahreszeit sicher ein größeres Vergnügen sein wird, als im thailändischen Sommer. Wir freuen uns schon sehr darauf!
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  • Junges Mädchen aus der Zeit von König Rama IV. (Mongkut)
    Hier noch einmal explizit die Linie des der HaaransatzesBild einer jungen Frau mit deutlichem "versteckten" HaarDer kahle Haaransatz mit krönendem "Dutt"Junge Frau aus der Regierungszeit Rama V. (Chulalongkorn) beim KochenBlüte des Champak-Baumes, der Magnolia champaka

    Eine haarige Angelegenheit

    March 6 in Thailand ⋅ 🌙 27 °C

    Wenn man sich neigungshalber näher auf Thailand einläßt, dann befaßt man sich natürlich mit der Geschichte des Landes und seiner Kultur und deren Entwicklung.

    Und dann findet man im Netz alte Fotos und stolpert über so einiges. Heute beschäftigen wir uns einmal mit der Haarmode von Frauen im 19. Jahrhundert. Dies ist das Bild eines jungen Mädchens, vielleicht 12 oder 13 Jahre alt, aus der Regierungszeit von König Rama IV. (Mongkut) der von 1851 bis 1868 auf dem Thron saß. Es gibt Hinweise, daß die dargestellte Haartracht mindestens seit der Ayutthaya-Zeit im 18. Jahrhundert in Mode war.

    Wir sehen neben dem Mädchen auf dem Tisch noch einige weitere Dinge des Lebens der gehobenen Schichten wie eine Blumenvase in der Mitte, vorn eine Schale mit Betelnüssen und einem Beutel für die dazugehörigen Blätter des Betelpfeffers und hinten eine Präsentierschale mit Chilipaste und anderen Gewürzen.

    Das Mädchen hat sich erst kürzlich die Haare oben auf dem Kopf rasiert, denn diese sind noch recht dünn. Die weiße Kreislinie um den Mitteldutt herum entsteht durch das Auszupfen dort wachsender Haare mit einer Pinzette. Die unterhalb dieser als "Haaransatz" bezeichneten ausgekahlten Linie wachsenden Haare konnten durchaus schulterlang herabfallen. Die seitlich der Ohren als Koteletten sichtbaren Haarzöpfe galten als sehr schick und hießen „hair tucked“ also seltsamerweise „verstecktes“ Haar. Als besonders fashionable galt es, wenn dieses „versteckte“ Haar um eine Champakblüte drapiert wurde.

    Die Magnolia champaka, die Königsmagnolie, ist ein immergrünes Gehölz, das entweder in Weiß oder Orange blüht. Der Baum kann bis zu 50 m hoch werden und wird neben der Holzgewinnung vornehmlich zur dekorativen Wirkung seiner Blüten und der Duftölbereitung aus diesen verwendet. Das Parfum "Joy" von Jean Patou, Nummer zwei hinter Chanel Nr. 5 hinsichtlich seiner weltweiten Verbreitung, basiert hauptsächlich auf dem Duft der Champaka-Blüten.

    Die alte Haartracht des Ayutthaya-Stils kam mit dem Regierungsantritt von König Rama V. (Chulalongkorn) 1868 aus der Mode. Der Haaransatz verschwand und die Haare der Frauen wurden meist recht kurz als Pony oder Bob getragen wie das abschließende Bild zeigt.

    Quellen: https://www.reurnthai.com/ und Wikipedia
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  • Betelplantage in TaiwanDie reife Frucht der Palme, etwa hühnereigroß, die die Nuß umschließtBetelnüsse, etwa muskatnuß-großNüsse fertig zum Genuß in Scheiben geschnittenTraube von Betelfrüchten an der gleichnamigen PalmeBlatt des BetelpfeffersKaupäckchenvor dem Zusammenrollen, daneben Kalk, geschnittene Nüsse und GeschmacksbeigabenBetelnußmädchen in Taiwan

    Betel - rot verfärbte Straßen

    March 7 in Thailand ⋅ ☁️ 30 °C

    Betel-Kauen ist eine weit verbreitete kulturelle Praxis. Diese Tradition hat sowohl in Asien aber auch in Ostafrika und in verschiedenen ozeanischen Kulturen große Bedeutung, oft verbunden mit Ritualen und sozialen Interaktionen. Betel-Kauen spiegelt somit auch kulturelle Identität wider, die durch den Einfluß von Religionen wie Hinduismus und Buddhismus weiterverbreitet wurde.

    Hier in Thailand wird das Kauen von Betel nur noch wenig praktiziert und wenn, dann überwiedgend in ärmeren und abgelegenen ländlichen Regionen.

    Die Betelnusspalme (Areca catechu), auch Betelpalme, Katechupalme oder Arekapalme genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Palmengewächse (Arecaceae). Zusammen mit den etwa 60 anderen Arten aus der Gattung der Betelpalmen (Areca) ist sie im indo-malayischen Raum verbreitet.

    Die Steinkerne („Nüsse“) der Früchte der Pflanze werden Betelnüsse (seltener Arekanüsse) genannt und vor allem in Asien als Droge konsumiert. Der Konsum von Betel macht abhängig und ist krebserregend. Die enthaltenen Alkaloide, eventuell auch Eugenol, sind mutagen und können zu Krebs in der Mundhöhle und Speiseröhre führen. In der Regel ist hierfür jedoch ein längerfristiger Konsum nötig. Mit derzeit mehr als einer halben Milliarde regelmäßigen Konsumenten ist Betel nach Koffein, Alkohol und Nikotin eine der am häufigsten konsumierten Drogen der Welt.

    Die Betelnusspalme bildet schlanke, einstämmige Fiederpalmen, die bis zu 25 m hoch werden können. Die Fiederblätter erreichen dabei Längen von bis zu 2 m. Sowohl die männlichen als auch die weiblichen Blüten stehen in zylindrischen Blütenrispen mit etwa 150–200 ovalen, orangen bis roten Steinfrüchten. Sie haben etwa die Größe eines Hühnereis, etwa 7 cm, und umschließen mit faserigem Fruchtfleisch einen 3 – 10 g schweren, braunen Steinkern. Die Steinkerne („Nüsse“) der Früchte werden Betelnüsse oder Arekanüsse genannt und ähneln in ihrer Gestalt den Muskatnüssen.

    Zur Bereitung der Kaupäckchen werden unreife Betelnüsse mit speziellen Betelschneidern kleingehackt. Üblicherweise rollt man diese in mit gelöschtem Kalk bestrichene Blätter, welche nicht von der Betelpalme, sondern vom Betelpfeffer (Piper betle) stammen. Der Betelpfeffer wächst als immergrüne, ausdauernde Kletterpflanze und rankt etwa 1 Meter hoch. Die etwas wollig behaarte Sprossachse besitzt einen Durchmesser von 2,5 bis 5 mm und bildet an den Knoten (Nodien) Wurzeln aus.

    Der fertige Betelbissen wird gekaut. Wegen des bitteren Geschmacks fügt man häufig Gewürze wie Pfefferminze, Lakritze, Gewürznelken oder auch Kautabak hinzu.

    Der gelöschte Kalk bewirkt, dass das in den Nüssen befindliche Arecolin in Arecaidin und Methanol hydrolysiert wird, was jedoch ebenfalls das Zahnfleisch angreift. Sinn der Umwandlung des Alkaloids in die freie Base Arecaidin ist deren leichtere Resorbierbarkeit. Durch die Alkalisierung bilden sich Phlobatannine, welche den Speichel und auch das Zahnfleisch rot färben. Daher fand dies in Asien auch zum Färben der Lippen Verwendung. Der durch die Anregung vermehrte Speichel wird ausgespien, was zu dauerhaften Rotverfärbungen auf der Straße und auch von Hauswänden in der Umgebung der Stellen führt, wo sie die Betelkauer aufhalten und ausruhen. Das verschandelt die Gegend.

    Die Wirkstoffe werden nach dem Kauen im Mund direkt resorbiert und passieren rasch die Blut-Hirn-Schranke, was gegen Ermüdung wirkt und den Appetit zügelt. Das Betelkauen wird seit Jahrhunderten praktiziert, rezent aktuellen Schätzungen zufolge in Ostafrika und Asien von mehr als 450 Millionen Menschen.

    Ähnliche „Nüsse“, chinesische Betelnüsse, liefert die Manilapalme Adonidia merrillii oder auch andere Palmen wie Areca caliso, Heterospathe elata und Livistona jenkinsiana u. a.; sie sind jedoch nur ein schlechter Ersatz.
    Neben dem Konsum durch den Menschen findet Arecolin auch in der Tiermedizin Anwendung. Bei Rindern und Hunden wird es als Mittel gegen Eingeweidewürmer verwendet. Aus den grünen, unreifen Früchten können außerdem Gerbstoffe zum Färben gewonnen werden.

    Die Wirkung des Betelwirkstoffs Arecaidin ist ähnlich der von Alkohol. Bei hohen Dosen treten typische Symptome wie Übelkeit, starkes Schwitzen sowie ein Brennen im Mund- und Rachenraum auf. Es kommt zur Bradykardie (verlangsamte Herzschlagfrequenz), zu Zittern, Erbrechen, Verwirrung, Krämpfen und Durchfall. Tod durch Atem- oder Herzstillstand kann die Folge sein.

    In Taiwan sind sogenannte „Betelnuss-Mädchen“ an jeder Straßenecke zu finden und verkaufen Betelnüsse. Da die Konkurrenz sehr hoch ist, sind die Verkäuferinnen oft nur spärlich bekleidet, um vor allem bei der männlichen Kundschaft ihren Absatz zu steigern (sex sells) . Die Verkaufsorte sind landesweit an großen Glasscheiben und an ihrer bunten Beleuchtung erkennbar.

    Taiwans Gesundheitsbehörde ist bestrebt, den Konsum einzudämmen. Regelmäßiges Kauen kann neben schwarz verfärbten Zähnen und schlechtem Atem auch Mundhöhlenkrebs verursachen: in Taiwan im Jahr 2011 die fünfttödlichste Krebsart. Die Diagnose Mundhöhlenkrebs erhalten in Taiwan pro Jahr rund 6.000 Menschen.

    Der Verkauf von Betel ist in Australien verboten, und in den Emiraten wird Besitz und Konsum sogar streng bestraft. In Myanmar kauen geschätzt 50% der Bevölkerung die Droge.

    Ergänzend sei nachfolgend hierzu ein Online-Artikel der "Welt" aus dem Jahre 2015 zitiert:

    KAUTABAK
    Krebserregende Betelnuss gefährdet Birmas Ruf
    Von Verena Hölzl / 26.05.2015 / Die Welt
    Birmas Regierung ist besorgt. Jeder zweite Mann kaut Betelnüsse. Die verursachen Krebs und regen die Speichelproduktion an. Die Folge: Die Straßen sind gepflastert mit blutroten Speichelpfützen.

    Wenn Win Zaw lacht, erschrickt der unbedarfte Beobachter. Denn aus einem mickrigen Rest Zahnfleisch stehen bei dem Obstverkäufer aus Birma karminrote Zähne hervor. Und damit kann er sich noch glücklich schätzen. Bei vielen anderen Männern in seiner Heimat sind nur noch Zahnstümpfe übrig. Der Grund: Sie kauen Betelnüsse.

    Betelkauen ist in diesem bitterarmen Land in Südostasien wie eine Epidemie. Jeder zweite Mann des 50-Millionen-Volkes konsumiert das Rauschmittel, wie das Gesundheitsministerium schätzt.
    Die Betelnüsse – botanisch korrekt handelt es sich eigentlich um Samen – stammen von der Areca-Palme. Sie werden klein geschnitten, mit Gewürzen und meist mit Tabak in Blätter gewickelt, dann wird der Priem in die Backe gesteckt.

    Das Kauen macht süchtig und kann Mundhöhlenkrebs und viele andere Krankheiten verursachen, warnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Kürzlich befasste sich auch das Parlament der einstigen Militärdiktatur mit dem Thema.
    Die Parlamentarier verlangen mehr Aufklärung über die Risiken. Und mehr Disziplin, um den Ruf des Landes bei den immer zahlreicher ins Land strömenden Touristen nicht zu ruinieren.

    Als seien überall Blutspritzer
    Das Betelnusskauen produziert viel Speichel. Kauer müssen deshalb ständig ausspucken: Auf den Straßen sieht es aus, als seien alle paar Meter Blutspritzer gelandet. In Mandalay gibt es schon Straßenschilder, auf denen steht: „Speichel nur diszipliniert ausspucken“.
    Irgendwie weiß Win Zaw ja, dass die Betelnuss nicht gut für ihn ist. Der 48-Jährigen findet Zigaretten aber schädlicher. „Den Rauch atme ich in die Lunge ein, die Betelnuss spucke ich wieder aus“, meint er.

    Er ist Stammgast bei Ma Aye, die neben seinem Obststand Betel anbietet. Einen Schuhkarton voller Blätter wird sie jeden Tag los. Drei Päckchen kosten umgerechnet zehn Cent.
    Betel ist ein weltweit verbreitetes Suchtmittel, nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kauen regelmäßig 600 Millionen Menschen darauf herum. Die WHO sieht darin ein ernsthaftes Problem für die öffentliche Gesundheit.

    „Wer Betel kaut, schädigt sich doppelt“
    Ma Aye weiß davon nichts. Sie hackt violett-weiß-marmorierte Nüsse in Scheibchen und verteilt ein paar auf einem tassengroßen Betelblatt. Dann träufelt sie gelöschten Kalk darüber. Der sorgt dafür, dass der Körper die stimulierende Substanz der Nuss aufnehmen kann.
    Dazu kommt Tabak, und je nach Geschmack auch Zimt, Kokos oder Kardamom. Behände wickelt sie die Blätter zu kleinen Päckchen. Ihre jüngsten Kunden sind 15. Und gar nicht so selten auch weiblich.

    Tint Tint Kyi ist Ärztin am Insein-General-Krankenhaus und warnt vor den Gefahren. „Wer Betel kaut, schädigt sich doppelt: einmal durch den Tabak und dann noch durch die krebserregenden Substanzen der Nuss.“
    Sie kämpft seit Jahren gegen das Betelkauen. Wenn sie aufs Land fährt oder in ihrem Krankenhaus zu Aufklärungsrunden einlädt, setzt sie auf einen Ekelschock: Sie zeigt Fotos von Mündern mit Geschwüren und verfaulten Zahnstumpen. „Alleine kann ich nicht viel ausrichten“, sagt sie frustriert. Und die Zahl der Betelfans geht nicht zurück.

    „Ich brauche es, um wach zu bleiben“
    Noch gibt es keine systematische Aufklärung. Kaum ein Taxifahrer in Yangon reißt an der Ampel nicht die Tür auf, um die dickflüssige rote Betelspuke loszuwerden. Wer einen Bus passiert, muss aufpassen: Spucke fliegt regelmäßig in hohem Bogen aus dem Fenster.

    Pyae Phyo hat auch einen Priem im Mund. Klar wisse er, dass das nicht gut sei, sagt der 26-Jährige. Der Vater eines Freundes sei sogar an Mundhöhlenkrebs gestorben. „Aber was soll ich tun? Ich bin Lastwagenfahrer, ich brauche es, um wach zu bleiben“, rechtfertigt er sich.
    Außerdem sei Betel günstiger als Zigaretten. Finden Mädchen das nicht ekelig bei einem jungen Mann? „Denen gefällt es doch, wenn wir Betel kauen“, behauptet er. So ganz überzeugt scheint er davon aber selbst nicht zu sein.
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  • Weiße Elefanten auf Koh Chang??

    March 20 in Thailand ⋅ 🌬 27 °C

    Nun sind wir also wieder einmal für zwei Wochen am Meer, das dritte Mal in Serie bereits auf der Elefanteninsel Koh Chang im Golf von Thailand, deren Umriß ein wenig an den Kopf eines der grauen Dickhäuter erinnert. Ja, hinzu kommt, daß der Elefant das Wappentier von Thailand ist, stehen doch alle „weißen“ Elefanten, wenn sie entdeckt werden, hierzulande dem König zu. Dabei sind diese selten vorkommenden Albinos beileibe nicht weiß, sondern weisen nur eine deutlich hellere Hautfarbe auf. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts schmückte ein weißer Elefant auf rotem Grund die Flagge des damals noch Siam genannten Landes.

    Alle entdeckten weißen Elefanten werden nach dem Gesetz („The Elephant Maintenance Act“, 1921) dem König präsentiert: normalerweise in einer Zeremonie – sie werden nicht in Gefangenschaft genommen. Je mehr weiße Elefanten der König hat, desto größer ist sein Ansehen. Der verstorbene König Bhumipol Adunyadet besaß zehn. Den weißen Pachydermen ist sogar ein eigenes kleines Museum auf dem Gelände des Dusit-Palastes gewidmet. Die dortigen Beschriftungen sind allerdings nur in Thaischrift angebracht.
    Ein weißer Elefant in Thailand ist nicht zwangsweise ein Albino, jedoch muss er eine blasse Haut haben. Mögliche Kandidaten werden nach verschiedenen Kriterien bewertet, die in alten Texten festgeschrieben sind:

    • eine weiße oder rosa Färbung des Auges rund um die Hornhaut,
    • der Gaumen muss rosafarben und glatt sein,
    • eine charakteristische Hautfalte an den Schultern,
    • die Haut um die Stoßzähne hat die gleiche Farbe wie die unter den Schultern,
    • weiße oder rosa Genitalien,
    • weiße oder rosa Zehennägel,
    • die Nagelhaut muss heller sein, als die umgebende Haut,
    • das Haar ist von hellbrauner Farbe und durchscheinend, wenn gegen das Licht gehalten,
    • aus einem Haarfollikel wachsen zwei Haare,
    • die Schwanzhaare müssen besonders lang sein,
    • die Öffnung der Musth-Drüse hat eine hellere Farbe als bei gewöhnlichen Elefanten,
    • die allgemeine Körperfärbung ist ein „Kastanien-Grau“.

    Elefanten, die diesen Test bestehen, werden in vier Kategorien eingeteilt und dann dem König angeboten. Manchmal werden Elefanten aus den niedrigen Kategorien zurückgewiesen.

    Weiße Elefanten in Redewendungen
    • „Weißer Elefant“ ist eine Bezeichnung für eine Investitionsruine. Der Begriff wird nicht nur auf gescheiterte Großprojekte angewendet, sondern auch auf solche, die im Verhältnis zum Nutzen übermäßig teuer sind oder hohe Folgekosten verursachen, zum Beispiel wenig genutzte Fußballstadien oder Olympiastadien. Dirk van Laak nannte in seinem Buch Weiße Elefanten (1999) unter anderem das gigantische Staudamm-Projekt Atlantropa, die Concorde und das Kernkraftwerk Kalkar als Beispiele. Der Schweizer Fotograf Christian Helmle dokumentierte „Weiße Elefanten“ in Europa und veröffentlichte im Jahr 2007 einen Bildband unter diesem Titel. In der Entwicklungspolitik werden Entwicklungsprojekte, die viel kosten, soziale und ökologische Schäden anrichten und geringen Nutzen bringen, als „Weiße Elefanten“ bezeichnet.

    • Im Englischen spricht man ähnlich wie im Deutschen von einem weißen Elefanten (englisch white elephant), wenn eine Sache keinen Nutzen hat, aber viel Aufwand verursacht oder übermäßig viel kostet, oder wenn der Besitzer kein Interesse an ihr hat. Der Ausdruck white elephant in der Bedeutung „mit erdrückenden Kosten verbundener Gegenstand, den man gern los wäre“ ist seit 1851 belegt. Er geht anscheinend darauf zurück, dass der König von Siam weiße Elefanten gelegentlich mit der Absicht verschenkte, den Empfänger finanziell zu ruinieren.

    Aber genug Elefantöses! Hier im Hotel KC Grande kennen wir die Rahmenbedingungen bereits von unseren vorhergehenden Aufenthalten, so daß man sich gut auf Gewohntes einstellen konnte. Auffallend ist, daß gegenwärtig eine deutsche Übermacht an Touristen in der Anlage zu finden ist. Offenbar haben einige deutsche (Pauschal)Anbieter das Haus in ihre Programme aufgenommen.

    Auch das Zimmermädchen, das hinter uns aufräumt, ist eine Bekannte aus dem vorigen Jahr. Damals hatte sie einmal ein Handtuch in Form eines Schwanes auf unseren Betten drapiert und mit in der Vornacht vom Regen herabgewaschenen verschiedenfarbigen Frangipaniblüten dekoriert. Ich zeigte ihr die damals gemachten Fotos, worauf sie wiederum eine Handtuch-Schwanenskulptur anfertigte. Die Thais haben eben Sinn und Neigung für handwerklich-dekorative Basteleien. Das kann man im Alltag immer wieder beobachten.

    Ein wenig habe ich mich auch wieder mit den uns umgebenden Gehölzen befaßt. Da ist zum einen ein KATAPPENBAUM direkt vor unserem Zimmer, der auch Meer- oder Seemandel, Indische Mandel oder Badam genannt wird. Die Art ist in Malesien (Malaiischer Archipel von Sumatra, der Süden der Halbinsel Malakka bis Neuguinea und der Bismarck-Archipel sowie die Philippinen) und bis ins Pazifikgebiet beheimatet, ist aber auch außerhalb des ursprünglichen Verbreitungsgebietes oft zu finden.

    Katappenbäume sind halbimmergrüne Bäume, die Wuchshöhen von bis über 30 Meter erreichen. Sie weisen eine quirlige, horizontale Verzweigung auf, die zu einer offen spreizenden Krone führen. Der Stammdurchmesser erreicht bis 150 Zentimeter und manchmal werden Brettwurzeln gebildet. Die Borke ist gräulich-braun und im Alter langsrissig und schuppig.
    Das Fruchtfleisch und der Kern der Frucht sind essbar und wohlschmeckend, die Hülle jedoch ist sehr zäh und muss zuvor entfernt werden, was oftmals nicht einfach ist.

    In Asien und Afrika wird die Art oftmals als Schattenspender angepflanzt. Das mäßig beständige und mittelschwere Holz wird auf Grund seiner leichten Bearbeitung als Nutzholz verwendet, ihm wird auch ein angenehmer Geruch nachgesagt. Das elastische Holz ist rötlich mit einer gekreuzten und gewundenen Maserung. In Malaysia wird es für den Boots- und Hausbau eingesetzt. Das Holz kann in Wasser eingeweicht werden und ergibt eine gelbe Farbe, die Rinde eine schwarze, beide Lösungen werden als Färbemittel genutzt.

    Der Rinde werden auch medizinische Wirkungen zugeschrieben, beispielsweise gegen Durchfall, Gonorrhö, Leukorrhö, Typhus und Magenkrämpfe.
    In der Aquaristik verwendet man die getrockneten Blätter (als Seemandelbaumblätter) vorbeugend und zur Behandlung von Krankheiten. Die Inhaltsstoffe der Blätter (Flavonoide/Gerbstoffe, Tannine, Saponine/Triterpinoide) haben eine antibiotische, antimykotische, antioxidative, adstringierende und entzündungshemmende Wirkung.

    Dann ist da auch noch der ALEXANDRISCHE LORBEER, der entlang unseres Strandabschnitts gedeiht. Calophyllum inophyllum, auch Tamanu, Kamani oder Foraha genannt, ist ein nur langsam wachsender Hartholzbaum, dessen Holz als Indisches Mahagoni oder Rosenholz gehandelt wurde; es wird auch als Bintangor verkauft. Der Baum ist von Ostafrika bis Malesien, Polynesien und Nordaustralien beheimatet. Er ist vergleichsweise tolerant gegenüber Salz.

    Der Alexandrische Lorbeer darf – was zur Verwirrung beiträgt – nicht mit dem Alexandrinischen Lorbeer verwechselt werden. Bei letzterem, der auch als „Traubendorn“ bezeichnet wird und zu den Spargelgewächsen zählt, handelt es sich um einen eher kriechend wachsenden Halbstrauch.

    Aus den Samen des Alexandrischen Lorbeers wird Tamanuöl (Calophyllum- oder Forahaöl) gewonnen, wobei ein ausgewachsener Baum zwischen einem und zehn Kilogramm Öl pro Jahr liefern kann. Auf Madagaskar und in Ostafrika ernähren sich dort beheimatete Flughunde von den ölhaltigen Samen und tragen so zur Verbreitung der Pflanze bei.
    Das Tamanuöl findet mittlerweile in der Behandlung von Hautkrankheiten und in der Kosmetik Verwendung. Es hat eine antibakterielle, entzündungshemmende und wundheilende Wirkung.

    Die Elefanten lassen uns nicht los! Gerade entdecken wir eine neue Dekoration von unseren Zimmerfeen auf den Betten: diesmal sind es eben ausgerechnet WEISSE Elefanten, die uns überraschen und erfreuen! Und damit ist die eingangs formulierte Frage quasi aus dem Stegreif beantwortet und bejaht worden!

    Quelle: Wikipedia
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  • Weitere Beobachtungen am Meeressaum

    March 24 in Thailand ⋅ ☀️ 33 °C

    Am Strand laufen tagsüber immer wieder fliegende Händler hin und her, die diverse Dinge offerieren: geschnitzte Holzfiguren von Buddhas oder Elefanten, Pareos, billigen Schmuck und anderen Tand.

    In den Gartenanlagen unseres Resorts begegnen uns derweil eine Menge alter Bekannter, wie z.B. die weißen filigranen Blüten der Ismene (Hymenocallis oder Schönhäutchen), die nicht, wie der erste Anschein vermuten läßt, zu den Lilien-, sondern zu den Amaryllisgewäch>sen gehört.

    Die gelb blühende Sägeblättrige Nagelbeere ist ein kleiner Strauch von bis zu zwei Metern Wuchshöhe. Die Heimat der Sägeblättrigen Nagelbeere liegt im subtropischen südlichen Afrika, genauer im östlicheren Südafrika. Die zuerst grünen, dann roten, in reifem Zustand schwarzen Steinfrüchte liegen inmitten der roten Kelchblätter, was der Pflanze im englischen Sprachraum zum Namen "Mickeymouse plant" verhalf. Bis zur Reifezeit der Früchte vergrößern sich die kräftig leuchtend-roten Kelchblätter. Da diese Kelchblätter bis in die heiße Jahreszeit hinein am Strauch bleiben, erscheint der ganze Strauch mehrere Monate lang auffällig rot. Hier bei uns prügeln sich die Hirtenstare, die die ganze Anlage bevölkern, gerne um die Früchte.
    Schaut man genauer hin, dann erkennt man am Blattrand die charakteristische Zähnung, der der Strauch seine deutsche Bezeichnung verdankt.

    Das zu den sogenannten Süßgräsern zählende Bärtige Gilbgras (Chloris barbata) ist ab und an zu finden. Zu der Süßgras-Pflanzengruppe zählen im übrigen auch alle Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis. Das Bärtige Gilbgras bildet dekorative quirlständige Rispen, ist aber überall als invasive Art verschrien. Zudem ist es Wirtspflanze für eine Reihe landwirtschaftlicher Schädlinge.
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