• Patrick Sp
Jan – Feb 2020

Südostasien

Der wohl vorerst letzte große Urlaub vor dem Start in den OP Saal. Ich werde versuchen regelmäßig einen kleinen Footprint zu hinterlassen.
Update 14.01.: ich fliege nun am 21.01 nach Bangkok und setze meine Route von dort aus fort.
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  • Trip start
    January 21, 2020

    Qatar Zwischenstop

    January 21, 2020 in Qatar ⋅ 🌙 17 °C

    Heute ging es also von Zuhause erstmal zum Flughafen. Die Deutsche Bahn hat mich Mal überraschenderweise nicht enttäuscht und mich pünktlich zum Frankfurter Flughafen gebracht. Dort bestieg ich endlich mein Qatar Airways Flugzeug, zunächst Richtung Qatar. Und hier sitze ich nun auch und warte auf meinen Anschlussflug nach Bangkok.
    Der Airport ist echt der Hammer. Ein überdimensionierten gelber Teddybär schmückt den Knotenpunkt der Terminals, alles ist exzellent organisiert und verhältnismäßig günstig (eine Sprite für einen US-Dollar!).
    Zum Flug noch ein kleines Wörtchen. Ich habe Babysitter gespielt und einem Kind die ganze Welt des Bildschirms vor sich erklärt. Mit einer gewissen Sprachbarriere (Pakistanisch). Und hey, es hat nur einmal gekotzt.
    Nun ja. Ich melde mich dann als nächstes wohl wieder aus hustling Bangkok.
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  • Hustling Bangkok

    January 22, 2020 in Thailand ⋅ 🌙 30 °C

    Mit einem ruhigen und zugegebenermaßen größtenteils verschlafenen Flug, ging es heute Nacht von Doha nach Bangkok. Die Stadt erwartete mich mit schwülen 32°C, die mir zwar zunächst sehr angenehm waren, nach wenigen Metern Gehen jedoch mein T-Shirt doch sehr durchnässten.
    Aber davon nicht eingeschüchtert machte ich mich zunächst auf den Weg zum Hostel. Das Hostel ist, na sagen wir Mal, bescheiden. Aber zweckmäßig und sauber. Bezüglich Bettwanzen kann ich erst morgen berichten.
    Ich machte mich noch auf zum Wat Traimit, Wat Pho und Wat Arun. Wat ein Durcheinander. Im ersten bestaunte ich einen sitzenden goldenen Buddha, im zweiten einen liegenden goldenen Buddha und im letzten genoss ich die letzten "Sonnenstrahlen" (zwischen mir und den Sonnenstrahlen war leider etwas Smog).
    Nun liege ich erschöpft auf meinem Bett und überlege was ich morgen anstelle.
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  • Bangkok, ich habe mich nicht verlaufen

    January 23, 2020 in Thailand ⋅ ⛅ 27 °C

    Nachdem ich heute morgen dank Jetlag und fieser Schnaken ein wenig verschlafen habe, ging es zunächst zum Chatuchak Weekend Market. Ja der Name verrät es bereits, es handelt sich eigentlich um einen Wochenendmarkt. Trotz dieser Tatsache findet Donnerstags immer der Pflanzenverkauf statt, was für mich nun nicht das Allerschlimmste war. Es gab wunderbare Bananenpflanzen, Rosenstöcke und noch vieles mehr zum kleinen Preis. Jedoch wäre wohl jeder Erwerb in meinem Backpack gestorben, so dass ich mich gegen den Kauf einer kleinen Sukkulente entschieden habe (20 ct nur!).
    Da ich hiernach schweißgebadet (wann merkt mein Körper endlich, dass es hier so feucht ist, dass Verdunstung absolut gar nix bringt ?!?!) und erneut müde war, beschloss ich einen kleinen Zwischenstopp im Hostel mit Mittagsschläfchen einzulegen.
    Danach ging es zum Wat Mangkon weiter. Von hier aus lief ich bis zur berühmten Khaosan Road. Hier erwartet einen alles. Von frischen Früchten und Streetfood, über Massagen bis hin zu gegrilltem Alligator. Ja. Alligator. Ich gönnte mir eine Drachenfrucht für ein paar Pennies und schlenderte gemütlich hin und her.
    Es ging weiter zum Lumphini Park wo ich dem Sonnenuntergang zwischen Wolkenkratzern beiwohnte.
    Nur hatte der Magen wieder etwas Hunger. So machte ich mich auf den Weg zu einem Night Food Market wo ich ein exzellentes Fried Rice with Chicken genoss.
    Nun sitze ich wieder auf der Terrasse, lausche den Tuk Tuks und genieße die Abendwärme (geschätzt 29°C).
    Morgen geht es dann endlich zum Wat Phra Kaeo.
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  • The Grand Palace oder Bling Bling

    January 24, 2020 in Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute einen etwas früheren Post, da ich nachher mit dem Nachtzug ohne Internet nach Chiang Mai fahre.
    Auf dem Programm stand der Königspalast mit dem Wat Phra Kaeo. Eine riesige Anlage mit unzähligen bunt verzierten und glitzernden Tempeln. Dieses Bling Bling lockt allerdings eine Schar von Touristen an, nicht umsonst ist der Grand Palace die meistbesuchte Stätte Bangkoks.
    Hauptattraktion ist der Emerald Buddha, ein grün schimmernder, kleiner (66cm) Buddha der inmitten von vielen goldenen Altären trohnt und sich leider verbietet fotografiert zu werden. Ansonsten durfte ich wieder unzählige kleine und große Tempel bestaunen, Wandmalereien bewundern und das herrliche Wetter genießen.
    Zu Mittag gab es frische Mango.
    Nun warte ich im Hostel auf meinen Zug und lese meinen Reiseführer zu Chiang Mai.
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  • Ruhig. Ruhiger. Chiang Mai.

    January 25, 2020 in Thailand ⋅ ⛅ 31 °C

    Ich sitze gerade bei einer einstündigen Fußmassage. Das haben meine Füße aber auch echt nötig.
    Aber zurück zum Wesentlichen... Ach was, diese Massage ist der Wahnsinn und das eine Stunde lang. Für 4€. Ich glaub ich bleib hier!
    Die Nachtzugfahrt war ein kleines Erlebnis. Wir hatten einen der älteren Waggons (daher aber Gott sei Dank ohne Klimaanlage). Ich hoffte auf Internet und bekam nicht mal Strom. Aber wozu hat man denn eine Power Bank. Wie dem aufmerksamen Leser vielleicht aufgefallen ist, habe ich vorher "Wir" als Pronomen genutzt. Denn wie es auf Bahnreisen, bzw. Nachtzugreisen bisher immer war, lernt man sich sehr schnell kennen. Witzigerweise saß neben mir eine Französin aus Strasbourg (die Welt ist manchmal echt ein Dorf), neben uns zwei Niederländer und etwas weiter ein Finne. Wir saßen dann noch lange im Bordrestaurant und genossen die warme Briese die durch den Zug wehte. Der Zug fuhr auch nicht sonderlich schnell, daher nur eine Briese.
    In Chiang Mai angekommen, erwartete mich endlich eine geringere Luftfeuchtigkeit und generell ein sehr viel entspannteres Tempo. Die Stadt ist überschaubar und das Essen wieder Mal ein Träumchen. Natürlich standen wieder einige Tempel auf dem Programm, außerdem fand ich ein wunderbares, kleines Fotomuseum.
    Gott tut das gut an den Füßen.
    Leider bin ich ein wenig erkältet durch die blöde U-Bahn Bangkoks. Hoffentlich lassen sie mich nach Laos über die Grenze...
    Morgen geht es zu den alten Elefanten, da bin ich schon ganz gespannt. Allerdings muss ich auch um 6 aufstehen...

    Zum Abendessen gab es dann einen Crêpe mit Schokolade und Mango. Warum wird bei uns sowas nicht angeboten??

    Edit: bisher hat mich noch keine Bettwanze gefunden.
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  • Elefanten und noch eine Massage

    January 26, 2020 in Thailand ⋅ 🌙 19 °C

    Sehr früh und bei sehr frischen Temperaturen ging es mit acht Leuten auf in die südlichen Berge Chiang Mais. Und was erwartete uns dort? Ja! Elefanten zum Anfassen. Ein unvergessliches Erlebnis. Zuerst bekamen wir alle sehr schicke Gewänder, die uns dabei helfen sollten, von den Elefanten als nett anerkannt zu werden. Das hätte aber wahrscheinlich auch ohne geklappt, da sie primär auf die von uns angebotenen Bananen scharf waren. Und dann konnten wir sie mit dem Ruf "BunBun" zum Essen locken. Das war ein Spaß. Noch nie habe ich so gerne Bananen verteilt. Man musste nur ein wenig Acht geben, dass nur die Banane in den Rüssel eingerollt wurde und nicht die ganze Hand. Danach hieß es streicheln und schmusen und streicheln und Fotos machen.
    Dann wurde ein Dickhäuter ausgewählt den wir vermessen durften, bevor er gewaschen wurde. Aber da die anderen Elefanten auch Lust hatten, ging es relativ schnell zu 'nem Matschtümpel, in dem sich die Elefanten mit Schlamm einrieben ließen.
    Ein wirklich einzigartiges Erlebnis!
    Zurück in der Realität, bzw. in der Zivilisation, hieß es für mich erstmal nochmal zu einer Massage gehen. Ich mein, die Kosten ja praktisch nichts, und wann komme ich wieder nach Thailand? Dieses Mal gab es eine Head to Toe Thai Massage. Man haben meine Wirbel geknackt. Ich fühle mich nun aber durchaus etwas beweglicher. Muss gleich mal den Finger-Boden-Abstand überprüfen!
    Als ich das Kloster, in dem die Massage stattfand, wieder verließ offenbarte sich bereits der Night Market vor meinen Augen. Dort gibt es alles mögliche zu kaufen und er ist riesig. Zu Essen gab es für mich Chicken Pops scharf (die Verkäuferin fragte mich mehrfach ob ich sicher bin, aber sie haben gut geschmeckt, ich hab nun allerdings ein leichtes Lispeln), ein Chicken Pad Thai und Mango Sticky Rice. Alles ein Gedicht!
    Morgen geht es weiter nach Chiang Khong, in die Nähe der laotischen Grenze.
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  • Bus Bus Bus Mekong

    January 27, 2020 in Thailand ⋅ 🌙 15 °C

    Sehr viel spannendes gab es heute nicht. Es ging mit einem Budgetbus (leider inkl. Klimaanlage) noch weiter in den Norden bis zur Thailändisch-Laotischen Grenze nach Chiang Khong. Dort verbringe ich die Nacht bevor es morgen nach Laos weiter geht.
    Wie gesagt die Busfahrt war recht langweilig, ich habe viel geschlafen und die Scheibe war so dreckig, dass sich schöne Aufnahmen nicht lohnten. Dennoch bekommt ihr einen kleinen Video-Eindruck.
    In Chiang Khong angekommen hieß es erst einmal Hostel finden. Wie sich herausstellte, hatte ich einen Glückstreffer: Einzelzimmer mit Moskitonetz. Unter meinem befand sich allerdings ein Moskito, den ich jedoch schnell und gekonnt schnappen konnte. Leider ist das Moskitonetz nicht ganz verschließbar, so dass ich erfinderisch werden musste und es mit so einem Brotklipper zusammen klippte. Geduscht habe ich dann mit einem Gecko.
    Ich bin noch etwas durchs Dorf gelaufen, am Mekong spazieren gewesen und habe einen ganz tollen Blick auf den Sonnenuntergang gefunden. Zu Essen gab es wieder mal Fried Soya Noodles with Chicken.
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  • The Mighty Mekong

    January 28, 2020 in Laos ⋅ 🌙 15 °C

    Heute ging es also nach Laos. Mit dem Tuktuk ging es zunächst zur thailändischen Ausreise, bevor es über die Friendship Bridge rüber nach Laos ging. Dort bekam ich auch relativ schnell mein Visum ausgestellt und es konnte abermals mit dem Tuktuk zu den Schiffsanlegern gehen. Zwischen durch noch einen Halt zum Essen und Sim Karten kaufen und dann war es soweit! Auf rustikalen Schiffen ging es los, stromabwärts immer tiefer nach Laos rein. Vorbei zogen wunderschöne Landschaften und immer wieder winkten uns die Einwohner freundlich zu.
    Insgesamt waren wir heute sechs Stunden auf dem Schiff. Im Hotel hatte ich bereits zwei Französinnen getroffen und unterwegs kamen dann noch zwei Franzosen mehr dazu (man merkt, es ist sehr Franzosen lastig hier, was aber auch ganz nett ist). Außerdem konnten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang über dem Mekong genießen.
    Das Hostel (eigentlich eher wieder ein Hotel) ist fabelhaft. Und vorhin waren wir dann noch für 2,5€ Essen. Es gab Büffel in Kokosmilch und Sticky Rice. Abermals sehr lecker!
    Morgen früh geht es dann weiter Richtung Luang Prabang, vorraussichtlich 7-8 Stunden Bootsfahrt.
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  • Mekong Vol. 2

    January 29, 2020 in Laos ⋅ ☀️ 24 °C

    Erneut ging es heute mit dem Boot von Pakbeng aus weiter. Ziel und Endziel der Schiffsreise war heute Luang Prabang. Eine doch recht überschaubare Stadt.
    Die Bootsfahrt war wieder sehr gemächlich mit einem bedeutend besseren Schiff. Und wie könnte man ein Frühstück mit heißer Schokolade (es war wieder etwas kühl) auf dem Mekong überbieten?
    Nach kurzer Zeit kam die Sonne zum Vorschein und es wurde gemütlich warm. So wehte ständig eine warme Brise um die Ohren und man genoss die sanft vorbeiziehende Landschaft. Auf dem Boot haben wir uns eine kleine Laotin zur Freundin gemacht in dem wir ihr Schießgummis geschenkt haben. Chips wollte sie keine.
    Gegen 17 Uhr kamen wir dann in Luang Prabang an. Mit dem TukTuk ging es vom Anleger in die Stadt.
    Abends habe ich dann noch eine kleine Tour durch die Stadt gemacht und zu Abend gegessen.
    Morgen geht es zu den Kuang Si Falls.
    Das Hostel ist joa.
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  • Kuang Si Falls

    January 30, 2020 in Laos ⋅ 🌙 18 °C

    Mit einem vom Hostel organisierten Mini Van ging es heute auf die holprige Achterbahnfahrt zu den Kuang Si Wasserfällen. Mehrfach bangte ich um das Leben der kleinen Mofas, ohne selbst einen Gurt zu haben, aber es hat ja alles geklappt.
    Die Wasserfälle erinnern stark an die Plitvizer Seen in Kroatien, nur das hier eine eindeutig wärmere Umgebungstemperatur herrscht. Das Wasser war jedoch sehr frisch, und da ich immer noch etwas erkältet bin, beließ ich es beim Hände ins Wasser halten. Am Ende der zahlreichen Becken wartete ein riesiger Wasserfall, an dem man seitlich hochwandern konnte. Oben angelangt bot sich ein wunderbarer Blick über die gesamte Landschaft.
    Außerdem befand sich dort ein kleines Reservat für ehemals in Gefangenhaft lebende Mondbären (bin unsicher ob das die korrekte Übersetzung ist, im Englischen Moon Bear).
    Zurück in Luang Prabang traf ich mich noch zum gemütlichen Ausklang des Abends mit meinen Franzosen in einem Restaurant nahe dem Mekong.
    Unterm Strich war es heute mal ein sehr entspannter Tag.
    Morgen werde ich dann endlich LP erkunden, bevor es am Nachmittag weiter nach Vang Vieng geht.
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  • Luang Prabang & eine holprige Fahrt

    January 31, 2020 in Laos ⋅ 🌙 17 °C

    Nach ausreichendem Ausschlafen, machte ich mich endlich auf den Weg die Stadt an sich zu erkunden. Ich begann mit dem Morning Market, auf dem es Allerlei zu kaufen gibt, unter anderem auch kleine (lebendige) Vögel in noch kleineren Bambuskäfigen. Ich überlegte ob ich eines kaufen sollte um es dann freizulassen, da es jedoch wahrscheinlich schon immer in diesem kleinen Gefängnis lebt, wäre es wohl innerhalb von wenigen Minuten zum Opfer einer Katze oder sonstigem Tier geworden...
    Es ging weiter den Phousi Hill hinauf, auf dem spektakuläre Aussichten über die Stadt warteten. Unter anderem gibt es dort oben auch eine vergoldete Stupa und den Fußabdruck Buddhas (in diesen hätte ich mich aber reinlegen können, an der Echtheit darf man also zweifeln...).
    Es ging wieder runter vom Hill zum Royal Palace und dann weiter durch die kleinen, ruhigen Gässchen bis zum Wat Xieng Thong. Entlang dem Nam Khan ging es über eine kleine Bambusbrücke (die jedes Jahr neu errichtet wird, da sie den Wassermassen der Regenzeit nicht standhält) auf die andere Seite des Flusses. Dort genoss ich exzellente Hühnchenspieße. Dann schlenderte ich entspannt zurück zum Hostel, von wo aus es mit dem Mini Van nach Vang Vieng ging.
    Diese Strecke ist Menschen mit Bandscheibenvorfall oder drohendem Bandscheibenvorfall NICHT zu empfehlen. Ich hoppste in diesem kleinen Van wie ein Flummi rum und meine Erdnüsschen fanden sich gelegentlich beim Nachbar wieder. Aber es war abermals eine sehr szenische und beeindruckende Fahrt durch die Landschaft Laos. Ich habe versucht Bilder zu machen, aber nun ja...
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  • Vang Vieng my Love

    February 1, 2020 in Laos ⋅ 🌙 19 °C

    Zusammenfassend kann ich guten Gewissens sagen, dass heute der schönste, wundervollste und aufregendste Tag dieser Reise war. Und genau wegen solchen Tagen reise ich so gerne.
    Zunächst begann der erste Tag des Monats wieder Mal sehr laotisch entspannt. Ich wachte auf, zog mein neues, tolles Elefanten T-Shirt an und stapfte los in der kühlen Morgenröte. Ziel war zunächst etwas Essbares zu finden (Toast mit Gelee) und dann ein Fahrrad zu mieten. Das ging alles ratzfatz, sodass mein 2€ Fahrrad und ich uns auf den Weg gen Westen machen konnten. Auf einer staubigen Straße (!) genoss ich die Landschaft die sich um mich herum bot: steile Berge übersät mit grünen Bäumen, neben mir immer wieder kleine Stände die Allerlei verkauften und eine wärmende Sonne die mich braun bruzeln sollte.
    Recht zügig erreichte ich meinen ersten Halt: einen Trekking Pfad zu einem Aussichtspunkt. Trekking ist hier wörtlich zu nehmen, es handelte sich um alles andere als nur eine schnöde Wanderung: nach wenigen Tritten war ich schon schweißgebadet. Doch es wurde noch besser. Teilweise konnte man sich nur dank einem gespannten Seil vorwärts - nein eher aufwärts - bewegen. Die letzten 50m waren dann im Grunde eine Kletteraktion ohne Karabiner oder sonstiges Equipment. Lianen wurden zu meinen besten Freunden, auch wenn ein kleiner Teil meines Hirns immer Panik hatte, dass es sich bei dieser einen Liane möglicherweise um eine herunterhängende Schlange handeln könnte.
    Doch jeder Schweiß/Bluttropfen war die Aussicht wert, die sich mir oben auf dem Gipfel bot. Traurig war allerdings, dass es dort oben auch einen kleinen Shop gab, geführt von einer älteren Dame (meine Theorie: sie wurde da oben geboren und hat sich seitdem nicht weg bewegt, denn dass sie diesen Weg jeden Tag geht, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen). Ich verbrachte dort oben einiges an Zeit, lernte junge Laoten kennen, mit denen ich mich lange unterhielt, bevor wir gemeinsam den Abstieg antraten.
    Unten angekommen trennten sich unsere Wege wieder und ich fuhr weiter mit dem Fahrrad durch die Ebene. Kaufte mir einen Reispflücker Hut und passte mich so den Locals an. Von Touris in Baggys hörte ich dann immer Mal wieder "Hey Look at this crazy dude!" was ich als Kompliment auffasste (mir begegnete nur ein weiterer Fahrradfahrer).
    Überwältigt von dieser einzigartigen Landschaft machte ich mich auf zurück zur Unterkunft, wo ich erfreut feststellte, dass ich schön braun wurde. Leider war das nur Dreck, und nach der Dusche war ich nicht mehr sehr braun...
    Abends lief ich noch dem Sonnenuntergang hinterher, genoss die warme Abendbrise und krönte den Tag mit einem Pad Thai Chicken.
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  • Vang Vieng Relaxed

    February 2, 2020 in Laos ⋅ 🌙 20 °C

    Getreu der laotischen Lebensphilosophie habe ich den heutigen Tag dem Entspannen gewidmet. Ich habe lange ausgeschlafen, dann gemütlich gefrühstückt und habe mich anschließend auf den Weg gemacht, durch Vang Vieng zu schlendern.
    Wie sich herausstellte, hat diese Stadt nicht allzu viel zu bieten, kulturtechnisch zumindest. Ich fand eine knallorangene Brücke. Allerdings war ich dort auch der einzige Ausländer, was mich zu einem äußerst beliebten Fotomotiv erkor. Ich habe sogar den Verdacht, einmal als Werbefigur für eine Tüte Chips gedient zu haben... Aber diese Chips schmecken auch wirklich gut. Kauft diese Chips!
    Dann bin ich noch ein wenig am Fluss spazieren gegangen, bevor ich mich zurück zum Hotel begab. Denn das Highlight des Tages stand noch an: eine Heißluftballonfahrt.
    Ich habe diese ziemlich spontan heute morgen gebucht und mich den ganzen Tag drauf gefreut. Mit einem kleinem Pickup ging es aus der Stadt raus und dort wartete der bunten Ballon auch schon auf uns. Und schnell ging es auch auf in die Lüfte. Aber das ist ja sowas von heiß durch die Flammen. Der Blick über die Ebene Vang Viengs und die weite Sicht gesäumt von schroffen Bergen ist ein Traum. Wir stiegen bis auf 400m, höher dürfen sie leider nicht, da sonst die Gefahr besteht über die Berge hinweg geweht zu werden...
    Mit diesen wunderbaren Eindrücken nähert sich das Ende dieses Tages, morgen geht es auf in die Hauptstadt Vientiane!
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  • Vientiane, eindeutig französisch

    February 3, 2020 in Laos ⋅ 🌙 26 °C

    Auf dem Tagesplan heute stand eigentlich nur die Weiterfahrt nach Vientiane, die Hauptstadt, weiter im Süden liegend. Doch zunächst gab es ein paar technische Probleme mit dem Bus und dann war der Bus zu klein für all die Passagiere. So wurde schnell ein Mini Van organisiert und ich durfte mit letzterem die kurvenreiche Fahrt nach Vientiane antreten.
    Dort angekommen war es auch schon fast dunkel. Sodass ich mich auf die Suche nach meinem Hostel begab und danach noch etwas durch die Stadt wanderte. Am Ufer des Mekongs angekommen (ja diesem Fluss begene ich immer wieder, schließlich ist er auch die Lebensader) fand ich eine Art Jahrmarkt vor. Hier ist die Welt noch in Ordnung, eine Runde Autoboxen kostet nur 50 Cent. Ich muss sagen, ich wäre gerne gefahren, allerdings war das nur für Kinder und ich hätte noch nicht einmal in das Autochen reingepasst. So schaute ich nur ein wenig zu und begriff abermals, dass wir Menschen, egal wo wir herkommen, welche Abstammung oder Religion wir haben, uns in keinster Weise unterscheiden... Diese ganzen ausländerfeindlich Menschen sollten Mal gezwungen werden zu reisen, damit sie's mal checken...
    Zu Abend gab es dann eine Art Waffel (?) einmal pur und einmal mit Schokolade (?) gefüllt. Ich hab der netten Frau nur verklickern können, dass ich einmal "original" will und einmal "something sweet". Aber es hat gut geschmeckt. Foto leider vergessen...
    Morgen schaue ich mir die Stadt dann Mal in aller Ruhe an, bevor es Abends auf ein weiteres Abenteuer geht...

    Achso, warum "eindeutig französisch"? In dieser Stadt spürt man mehr denn je, die vergangene französische Kolonialzeit. Viel ist noch auf Französisch übersetzt, und die Sandwiches heißen nicht mehr "Sandwich" sondern "Baguette".
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  • Neues aus Vientiane

    February 4, 2020 in Laos ⋅ ⛅ 30 °C

    Es ging auf Erkundungstour durch Vientiane. Zwar ist diese Stadt die Hauptstadt des Landes, dies merkt man jedoch kaum. Seien es die TukTuk Fahrer, die ein Nickerchen halten oder die entspannten Straßenverkäufer die einen nur mit müdem Blick anstarren, die Nervosität Bangkoks findet man hier nirgends. Da überrascht es auch nicht, dass die meisten Minimärkte erst um 10 aufmachen und die touristischen Highlights einen eher mageren Andrang verspüren. Kurz um, hier schlägt das philosophisch, langsame Herz Laos.
    Offiziell heißt der Staat übrigens Laos PDR, also Popular Democratic Republic. Im täglichen Sprachgebrauch aber eher Please Don't Rush.
    Zuerst ging es durch die "Altstadt", verträumte Gässchen mit viel Grün, ohne Lärm. Überraschend viele Cafés gibt es hier. Weiter vorbei am Wat Sisaket, einem schön erhaltenen Wat mit wunderbaren Wandmalereien im Inneren (leider waren hier Fotos verboten...), bis zum Patuxai.
    Der oder das Patuxai ist eine Triumphbogen Replica, jedoch weniger gut erhalten bzw. restauriert. Der Bogen wurde 1962 errichtet aus US-Amerikanischem Beton, der eigentlich für einen neuen Flughafen vorgesehen war. Hierbei stellen sich mir jedoch ein paar Fragen: wieso haben die USA das zugelassen? Dachten die USA mit so bisschen Beton könnte man einen ganzen Flughafen bauen? Wie kamen die Laoten darauf einen Triumphbogen zu bauen? Leider fand ich auf diese Fragen nirgends eine Antwort, bzw. meine laotischen Kenntnisse reichten dafür nicht aus (Sie beschränken sich aber auch auf Hallo und Danke... 😅).
    So lief ich wieder zurück in Richtung Innenstadt um mir noch den Wat Chanthabuli und weitere Wats anzuschauen.
    Nun erfolgt lediglich noch der Versuch irgendwie zur Southern Bus Station zu kommen um dort meinen Nachtbus nach Pakse, weit im Süden des Landes, zu erreichen.
    Ah und noch eine Neuheit heute: ich habe zum ersten Mal Erdbeer Fanta getrunken. Schmeckt... Interessant.
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  • Nachtbus und erste Eindrücke aus Pakse

    February 5, 2020 in Laos ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute mal ein sehr früher Post, denn es gibt schon bisschen was zu berichten.
    Es ging also mit dem Nachtbus von Vientiane nach Pakse. Ja man fühlt sich ein wenig wie Harry Potter im Fahrenden Ritter. Das Licht flackert, man wird hin und her geworfen und Steckdosen gibt es auch keine. Das Einzige das fehlt sind vielleicht die Schrumpfköpfe. Auch hat man gewiss das Gefühl, dass der Bus von Muggeln nicht gesehen wird und er bei engen Passagen kurzerhand etwas schrumpft und sich zusammenzieht. Trotzdem habe ich die meiste Zeit tief und fest geschlafen, denn eh ich es mir versah waren wir schon in Pakse angekommen. Satte zwei Stunden VOR planmäßiger Ankunft. Mit dieser Situation war ich zunächst überfordert da ich noch dick eingemummelt in meinem Bettchen lag...
    Raus ging es an die frische Luft dem Mekong entgegen. Ich hoffte den Sonnenaufgang mitzuerleben, doch leider war der Horizont wolkenverhangen und es blieb bei einer nicht minderschönen Morgenröte.
    Als erstes suchte ich dann mein Hostel, natürlich noch zu früh zum einchecken, aber immerhin konnte ich mein Gepäck dort lassen. Durch eine Bekannte erfuhr ich, dass es in Pakse einen Franzosen gab, der echtes Baguette herstellte. Daher dürft ihr nun nur einmal raten, wo es als nächstes hinging.
    Ausgestattet mit einem warmen, knackigen Baguette machte ich mich auf den Weg zu einem Markt. Lag zwar etwas außerhalb, aber was mich dort erwartete rechtfertigte die Strecke.
    Es war ein ganz normaler Markt, jedoch ohne einen einzigen Touristen, also wenn man von mir mal absieht. So konnte ich das regelhafte Treibe beobachten, studieren und analysieren. Nein Quatsch, ich bin einfach mitgelaufen und habe große Augen gemacht. Es handelt sich um einen der größten Märkte des Landes und man bekommt wirklich alles. Über exotisches Gemüse, zu "frischem" Fleisch und lebendem Vieh. Bzgl. der Gänsefüßchen bei frisch, Kühlkette gibt's hier nicht und der Geruch kann durchaus etwas streng werden, aber nichts im Vergleich zu einem schimmelden Darmtumor. Fisch gab es auch zu Massen, teilweise noch lebend, teilweise schon tot, teilweise saß auch ein Frosch mit dabei (unklar ob Absicht oder nicht). Das Highlight und die größte Frage sind und bleiben aber die toten Ratten. Ich weiß nicht wer die isst oder wie. Ein anderer schöner Punkt, niemand wollte mir was andrehen.
    Das einzige Museum in Pakse hat leider zu, so sitze ich nun am Mekong Ufer und dümple ein bisschen herum bis ich einchecken kann und mich endlich umziehen kann.

    Edit 20Uhr: ich habe heute etwas Schlaf nachgeholt und bin sonst durch die Stadt spazieren gegangen. Habe noch einen Wat gefunden (ok, er war nicht wirklich zu übersehen) und ein sehr leckeres Restaurant entdeckt. Das Essen hier wird mir echt fehlen und wenn ich heimkomme, muss ich mich zunächst wieder an die Preise gewöhnen. Das Bild was ihr seht sind gebratene Nudeln mit Gemüse und Hühnchen. Inklusive eines 7up und Trinkgeld hat mich das 2€ gekostet. Und ich bin papsatt... Ah und ich hab Wäsche waschen lassen. Über den Spottpreis brauchen wir erst gar nicht reden.
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  • Angekommen in Kambodscha

    February 6, 2020 in Cambodia ⋅ ⛅ 24 °C

    Früh morgens ging es heute von Pakse gen Süden, immer der Nase nach. Allerdings war das ein ständiges hin und her, bis wir mal in dem Van saßen der uns zur Grenze bringen sollte. Und dann, 2km vor der Grenze wurden wir in ein TukTuk verfrachtet, dass dann erstmal wieder in die andere Richtung fuhr... um zu tanken.
    Angekommen an der laotischen Grenze musste ich erstmal 2$ abdrücken um den Ausgangsstempel zu erhalten. Dann lief ich unter brütendender Hitze durchs Noman's Land bis zur kambodschanischen Grenze. Gott sei Dank hatte ich ein eVisa. Die anderen Mitreisenden wurden dezent ausgebeutet. Von mir hat man dann "nur" 1$ verlangt um mein eVisum auszuschneiden.
    Nachdem ich dann einen Anschlussbus nach Siem Reap gefunden hatte, konnte es auch auf die 5 stündige Fahrt weiter gehen.
    In Siem Reap angekommen erwartete mich wieder der Trubel, den ich aus Bangkok
    bereits kannte. Aber das Ganze schien organisierter von statten zu gehen. Mit einer Rikscha erreichte ich dann auch bald meine Unterkunft. Die Inhaber sind so freundlich! Man hat mir gleich auf Maps.me alle wichtigen Punkte eingetragen.
    Morgen geht es dann zum Höhepunkt: Angkor und seine vielen verwunschenen Tempeln. Angkor Wat, wie wir es meist nennen ist nur ein Teil hiervon. Allerdings geht es auch schon um 4 Uhr los...

    Für die 4000 Islands hatte ich leider keine Zeit. Das ist aber ein Grund mehr, nochmal nach Laos zu kommen!
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  • Angkor What?

    February 7, 2020 in Cambodia ⋅ ⛅ 18 °C

    Ja, der Witz ist älter als das Reiskorn, aber dennoch. Der Tag begann also, wie Chrissi richtig profezeite, um 04:00 morgens. Ich war aber sowas von hell wach! Für den ersten Tag habe ich mir eine kleine Tour gebucht, so konnte ich mir den Weg zum weit entfernten Ticket Schalter schenken und musste mich auch nicht um eins der TukTuks kümmern.
    Noch vor den ersten Dämmerungsstrahlen standen wir vor Angkor Wat, heißt soviel wie, es war dunkel, man hätte uns auch vor eine Wand stellen können, wir hätten sie aufmerksam beobachtet. Aber schon da spürte man diese faszinierende Aufregung die in der warmen Luft lag. Alle starrten gebannt geradewegs nach vorn. Und so langsam konnte man erste Umrisse erahnen. Leider konnten die Moskitos dadurch auch unsere Umrisse erahnen, so erhob sich schon bald eine Wolke aus Moskito Spray aus der Masse der Menschen.
    Und dann war es soweit. Die Sonne, noch nicht aufgegangen, tauchte den Hintergrund in ein wundervolles Meer an rosa-violetten Farbtönen. Im Wasser spiegelte sich dieses Schauspiel nochmals und in der Ferne hörte man das sanfte Brummen vieler Grillen und den ein oder anderen Affenruf. Man fühlte sich wie in eine andere Welt versetzt. Es war SAGENHAFT. Das muss man in seinem Leben einmal erlebt haben. Aber seht euch die Bilder selbst an. Und diese geben nur ein Fünkchen von dem wieder, was wirklich geschah.
    Danach führte uns der Reiseleiter ein wenig weg von den Menschenmassen, wobei sich diese eigentlich relativ gut verliefen und man nirgends geschoben wurde oder ähnliches. Ein großer Vorteil ist wohl hier das Coronavirus. Es sind absolut keine Chinesen mehr unterwegs, was wohl laut Reiseführer einiges ausmacht.
    Anschließend ging es erstmal durch Angkor Wat. Wir erklommen den Himmel auf 37 (46) Stufen und beobachteten die gesamte Anlage von oben. Wenn man durch die Gänge wandelt ergreift es einen immer wieder. Hier lebte einst eine Hochkultur, bevor es Jahrhunderte in Vergessenheit geriet.
    Wie gestern bereits erwähnt ist Angkor Wat nur ein kleiner Teil Angkor's. Daher ging es als nächstes zu Ta Prohm. Das ist der berühmte, baumüberwachsene Tempel mit den riesen Wurzeln die sich ihren Weg bahnen. Auch das wieder spektakulär und atemberaubend. Ich kann euch noch so viel erzählen, man muss es selbst gesehen haben um die Kraft zu verstehen. Jetzt wird's philosophisch...
    Nach einem stärkenden Snack ging es durch das Osttor nach Angkor Thom vorbei an der Elefantenterasse zum Herzstück, dem Bayon Tempel. Hier findet man unzählige lächelnde Buddha Gesichter. Und aggressive Affen.
    Nach diesen Eindrücken ging es erstmal zurück zum Guesthouse, bevor ich mir ein wenig Siem Reap (das ea wird übrigens wie in "bread" ausgesprochen) angeguckt habe und mir zum Schluss ein Amok (nein, nicht das, sondern ein typisches Gericht mit Kokosmilch, Currypaste und Reis - ihr ahnt es, sehr lecker) gönnte.
    Da ich mir ein 3 Tages Ticket geleistet habe, geht es morgen wieder nach Angkor. Ich werde mir auch die kleineren, verborgeneren Tempel anschauen und fleißig berichten.
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  • Arms are heavy, Legs Spaghetti

    February 8, 2020 in Cambodia ⋅ 🌙 27 °C

    Was gibt es heute zu erzählen? Sehr viel!
    Erstmal frühstückte ich ein herrliches Omelette mit Gemüsefüllung und frischem Toast bevor ich mir eines der Mountainbikes schnappte und mich auf eigene Faust auf den Weg Richtung Angkor machte. Auf dem Plan standen sehr viele Tempel und Tempelruinen. Ich verschone euch jetzt mit den Namen, ich weiß sie nämlich selbst nicht mehr und die Rechtschreibung würde wohl auch leiden.
    Erstmal zum Fahrradfahren an sich. Ist eine super Möglichkeit die ganzen Tempel, die sich auf einer Fläche von 40.000 Hektar verteilen, zu erkunden. Die Straßen sind (meistens) geteert und man muss sich lediglich gegen ein paar Mofas und Busse durchsetzen.
    Schnell erreichte ich den ersten Tempel. Kein Touri. Ich erklomm ihn und hatte eine sagenhafte Aussicht auf Bäume. Er war also nicht hoch genug. Doch davon ließ ich mich nicht beirren und suchte fix den nächsten Tempel. Hier waren vereinzelt andere Touris zu sehen. Der Aufstieg dauert hier etwas länger. Es war zwar erst 9 Uhr, aber die Sonne brütete schon und ich schwitzte. Doch von oben konnte man in der Ferne Angkor Wat erkennen. Weiter ging es mit dem Fahrrad durchs Nordtor Angkor Thoms immer der Nase nach bis zum nächsten Tempel. Wenn man sich von den Hauptattraktion Angkor Wat/Thom und Ta Prohm entfernt begegnet man nur noch selten einem Touri und schafft es locker Fotos ohne andere Menschen zu machen.
    Der Aufstieg auf einen Tempel soll schwer sein, da er sozusagen den Aufstieg bzw. den Weg in den Himmel symbolisiert, und der soll nun mal kein leichter sein. Die Stufen sind sehr schmal und dafür sehr hoch. Nix mit deutscher DIN Norm. Zwischendurch gönnte ich mir Mal ein Eis und eine Ladung Sonnencreme. Leider hat die nicht so viel gebracht, mein Nacken ähnelt dem einer gekochten Langouste.
    Immer weiter ging es rund um die gesamte Anlage. Nochmals habe ich Ta Prohm (Wurzeln) und Angkor Wat besucht. Erwähnenswert ist noch ein Wasser-Tempel.
    Einmal habe ich mich in einem Tempel verlaufen und einmal habe ich einen aus Versehen zwei Mal besichtigt: ich dachte, ich wäre schon ein ganzes Stück weiter gefahren, war dann aber nur ein anderer Eingang.
    Wenn man sich genug Zeit an den einzelnen Tempeln lässt, kann man diese Energie spüren die an diesem Ort zelebriert wurde. Immer wieder überfällt einen eine Gänsehaut. Und ein sanfter Duft von Räucherstäbchen bestätigt, dass man sich wieder in der Nähe einer Buddha Statue befindet. Herrlich.
    Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang ging es zurück in die Stadt Siem Reap. Nun war deutlich mehr Verkehr und ich fühlte mich auf meinem Fahrrad doch sehr klein. Und plötzlich stand ich auf einer Art Autobahn. Aber da hier immer noch genügend Mofas fuhren, fuhr ich einfach ein wenig schneller und passte mich dem Verkehr an.
    Ah und medizinische Bilanz des Tages: Ich habe 4,5L Wasser getrunken (+2 Sprite und einen Kakao) und ich war kein einziges Mal auf dem Klo.
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  • Mit dem Motoroller durch Kambodscha

    February 9, 2020 in Cambodia ⋅ ⛅ 29 °C

    Nach ausgiebigem Ausschlafen gab es ein ausgiebiges Frühstück in meiner Unterkunft. Die Besitzerin hat mir ein typisch kambodschanischen Frühstück zubereitet, bestehend aus einer Art süßer Nudelsuppe und in ein Bananenblatt eingewickelter Reis mit süßen Früchten und einem Hauch Zimt. Es war sehr lecker!
    Dann begann das heutige Abenteuer. Eigentlich wollte ich mir ein Scooter/Motoroller ausleihen, doch ich bekam ein kleines Motorrad, das man SCHALTEN musste. Ich hatte ja selbst mal ein Motoroller, aber den hat man nur angeschaltet, Gas gegeben und dumm gelächelt. Und wenn man so ein Teil noch nie gefahren ist und auf einmal im asiatischen Verkehr steckt, weckt dies sehr interessante und krasse Emotionen. Nach ein paar Kreuzungen hatte ich den Dreh aber raus und hupte munter mit und schlängelte mich zwischen den Autos durch. Einen Helm hatte ich diesmal.
    Es ging 50km nach Norden zu einem abseits liegenden Tempel, dem Banteay Srei. Dieser besteht im Gegensatz zu den meisten Tempel zentral Angkors aus Sandstein und schimmert so leicht Rosa-Orange. Unterwegs legte ich noch einen kurzen Stop in einem Landminen-Museum ein. Sehr interessant und doch sehr grauenhaft. Es wird unterschieden zwischen Landminen die einen Menschen töten sollen und denen die einen Menschen sehr stark verletzen sollen. In den Kriegen der Khmer Rouge und des Vietnamkriegs wurden hauptsächlich zweitere benutzt, da die Versorgung von Verwundeten aufwändiger ist als sie nur zu begraben. Leider litt und leidet die Zivilbevölkerung unter Landminen am meisten. Allein von Januar bis Juni 2019 gab es knapp 70 Fälle, davon 11 sofort tödlich... Und dieser Idiot von Trump hat den Einsatz von Landminen wieder erlaubt. Der könnte doch mal auf eine treten.
    Es ging nochmal ein ganzes Stück weiter in den Norden um einem vermeintlichen Bach zu besichtigen. Leider ist ja gerade Trockenzeit und da floss kein einziges Tröpfchen Wasser...
    Auf dem Rückweg legte ich noch einen weiteren Stopp bei einem Schmetterlingspark ein, bevor es am späten Nachmittag, nachdem ich mich ein wenig verfuhr, zurück zum Guesthouse.
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  • Die Reistüte und Ich

    February 10, 2020 in Cambodia ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach einem abermals sehr leckeren Frühstück ging es heute zunächst auf einen lokalen Markt. Ich war mal wieder der einzige Tourist weit und breit, aber es war ein Erlebnis. Überall frisches Obst und Gemüse, lebendige Fische, tote Hühner und Schweine, auch ein Schweinekopf. Außerdem gab es Waffeln, wovon ich mir eine gegönnt habe.
    Danach lief ich weiter zu einem Wat, dieser war kombiniert mit einem Museum über die Killing Fields, bzw. den Terror des Bürgerkrieges. Die Menschen hier haben sehr viel Leid durchleben müssen und trotzdem sind sie eines der freundlichsten und aufmerksamsten Völker denen ich je begegnen durfte...
    Weiter ging es diesmal mit dem Tuk Tuk zu den Senteurs D'Angkor. Hier werden Einheimische dazu ermuntert ihre Handwerkskünste auszuführen. Unter anderem wird Seife, Tiger Balm, verschiedene Gewürze, Tee, Kaffee, Öle, uvm. nach traditionellen Verfahren und in Handarbeit hergestellt. Sehr groß wird auch Nachhaltigkeit geschrieben: so wird z.B. versucht möglichst auf Plastik zu verzichten.
    Am späten Nachmittag ging es dann zu einem weiteren kleinen Highlight. Beim morgendlichen Lonely Planet (Bester Reiseführer) durchschmökern sind mir die Kochkurse aufgefallen. Kurzerhand über WhatsApp ein Termin ausgemacht und schon stand ich in einer Küche, mit Hut und Schürze und war alle möglichen Sachen am kleinschnibbeln. Vorher ging es noch über den Markt frische Zutaten kaufen. Da ich der einzige Lehrling an diesem Tage war, war das ganze ein Privatunterricht. Ohne mich jetzt mit Eigenlob überschütten zu wollen: es hat vorzüglich geschmeckt. Aber mit einer so guten Lehrerin und den besten Zutaten bekommt das jeder hin!
    Nachdem ich mich vollgefuttert habe, ging es zurück zum Guesthouse, wo ich die Kinder bespaßt habe und wir "Europäisches Gemüse" Raten gespielt haben. Und ich habe ihnen gezeigt wie ein Baguette und ein Schnitzel aussehen. Dafür bekam ich als Dank eine Pommes und ganz viel Lotus-Früchte. Schmeckt ein wenig nach Kolrabi und Gurke.
    Morgen geht es mit einer langen Busfahrt zurück nach Bangkok... Leider... Ich will hier bleiben.

    Achso, jetzt hätte ich fast vergessen den Titel zu erklären: nach dem Kochkurs habe ich noch ein Pfund Sticky Reis auf dem Markt gekauft. Nachdem ich dann mit meiner Tüte voll Reis durch die Straßen lief wurde ich von keinem Restaurant-Eintreiber oder TukTuk Fahrer angesprochen. Die dachten alle ich würde hier wohnen und mir jetzt Reis kochen. Fand ich toll. Zumindest bilde ich mir das jetzt einfach mal ein 😊
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  • Back to Bangkok

    February 11, 2020 in Thailand ⋅ ⛅ 30 °C

    Naja heute gibt es nicht viel zu berichten. Relativ früh am Morgen ging es zunächst mit einem TukTuk zum ZOB und von da mit dem Bus auf eine lange Reise bis nach Bangkok. Unterwegs gab es einen Snack und ein Lunch vom Bus.
    Der Grenzübergang gestaltete sich problemlos. Schnell hatte ich meinen Ausreisestempel, der Einreisestempel Thailands hat etwas länger gedauert, das lag aber an unfähigen Italienern.
    Nun bin ich wieder an meinem Startpunkt angekommen. Von allen Orten ist es hier immer noch am schwülsten und wärmsten, aber mein Körper hat sich dran gewöhnt.
    Morgen geht es dann leider zum Flughafen. Ich hoffe ja immer noch, dass mein Flug vielleicht abgesagt wird und ich auf Kosten Qatar Airways noch ein paar Nächte bleiben darf...
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  • Suvarnabhumi Airport - unaussprechlich

    February 12, 2020 in Thailand ⋅ ☀️ 33 °C

    Es wäre einfach, wenn man den Namen einfach so aussprechen könnte wie er da steht, aber es wird dann halt doch anders ausgesprochen.
    Ich sitze mittlerweile am Flughafen und der Check In beginnt auch gleich. Es wundert mich, dass hier nicht alle eine Maske tragen... Es werden aber am Eingang zum Sicherheitsbereich Temperaturkontrollen durchgeführt. Was wohl passiert wenn man ein wenig Fieber hat?
    Ich werde diesen Post im Laufe des Tages updaten, da sonst zu viele Footprints entstehen würden (12:06).

    12:09: im Check-In Bereich eines Fluges nach New Delhi "modeln" 3 vor sich hin. Und blockieren immer wieder Passagiere. Jede will einmal mit Köfferchen posieren, einmal mit Rollwagen und einmal mit Rucksack auf dem Bauch. Jetzt werden sogar noch kleine Luftsprünge inszeniert. Das ganze dauert schon ca. 10 min. Ich halte euch up-to-date!

    12:31: sie sind jetzt fertig...

    13:34: ich durfte ausreisen und sitze nun mit meinem Eis am Gate.

    15:40: ich sitze erfolgreich im Flugzeug, dass mich nach Doha bringen wird. 7 lange Stunden...

    20:19 (Ortszeit Doha): ich bin gut in Doha gelandet. Hatten aber etwas Verspätung.

    23:05: nach einer kleinen Runde im Schwimmbad (ja an diesem Flughafen gibt es ein Schwimmbad) und aufweichendem Verweilen im ebenfalls vorhandenen Whirlpool sitze ich nun frisch duftend am Gate und warte noch 2 Stunden...
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  • Wieder im Lande

    February 13, 2020 in Germany ⋅ ⛅ 0 °C

    Nach einem anstrengenden Flug bin ich nun wieder am Frankfurter Flughafen am Gepäckband. Dieses Mal ist es nicht so warm wie an meinem Ursprungsflughafen.

    Es war ein wunderbarer Urlaub mit vielen tollen neuen Begegnungen und Eindrücken, die ich so schnell nicht mehr vergessen werde!

    Bis bald. Bis zur nächsten Reise. Take Care and Bye Bye.
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    Trip end
    February 13, 2020