• Findus
  • Findus

Das Land von Eis und Feuer

Auf geht es, einen großen Traum zu erfüllen. ❤️
Mit dem Camper fahre ich um Island herum und auf dem Rückweg mache ich noch einen Abstecher auf die Färöer Inseln.
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  • Lystigarður - der botanische Garten

    1. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 7 °C

    Der botanische Garten in Akureyri ist einer der nördlichsten der Welt und bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebt. Der öffentliche Park wurde 1912 eröffnet, der botanische Bereich 1957. Es gibt etwa 6.600 ausländische und über 400 einheimische Arten. Ich genoss den Duft der verschiedenen Blumen und Pflanzen und legte auch eine kleine Pause im Café ein.Lue lisää

  • Naturschutzgebiet Svarfaðardalur

    1. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 7 °C

    Um noch etwas mehr Natur zu erleben, machte ich eine kurze Wanderung im Naturschutzgebiet Svarfaðardalur, Islands ältestem Feuchtgebietsreservat, dass 1972 auf Initiative von Landwirten im Tal gegründet wurde. Das Gebiet hat aufgrund seiner Vegetation und Tierwelt einen bedeutenden Wert als Naturschutzgebiet.
    Die Mischung aus Sumpfgebieten, trockenen Flussufern, Sandbänken und Bodendeckerbüschen schafft einen idealen Lebensraum für Vögel aller Größen und Formen. Im Sommer legen über 40 Arten ihre Eier im Reservat ab, und noch mehr kommen, um sich an dem zu laben, was die Einheimischen als Nahrungskorb der Natur bezeichnen. Die meisten Arten sind Zugvögel, die jedes Jahr tausende Kilometer zurücklegen, um hier ihre Eier abzulegen und unter optimalen Bedingungen eine neue Generation aufzuziehen.
    Als ich auf meiner Wanderung an einer Hängebrücke ankam, lief mir darauf plötzlich eine kleine süße Katze entgegen. Sie ließ sich ausgiebig kraulen und folgte mir anschließend die fast 5km bis zum Parkplatz zurück. Ich war ja fast versucht, sie ins Auto zu lassen...
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  • Küstenstraße

    1. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ⛅ 8 °C

    Ich fuhr weiter entlang der Nordküste Islands und hielt an einem weiteren schönen Wasserfall. Der hat leider bei Google recht schlechte Bewertungen bekommen, weil man ihn eigentlich nur vom Wasser aus sehen kann - nächster Einsatz für die Drohne. Und wieder einmal sah ich - wenn auch nur durch die Kamera - einen Wasserfall, der mich begeisterte!
    Später kam ich auch noch an einem Leuchtturm vorbei und landete schließlich an der Grafarkirkja, der ältesten Torf-Kirche in Island (insgesamt gibt es nur noch 6 davon). Der älteste Bericht über die Kirche stammt aus der Zeit um 1240 und findet sich in der Sturlunga Saga, einer Sammlung isländischer Sagen aus dem 12. und 13. Jahrhundert.
    Die Grafarkirkja war früher für Besucher geöffnet, ist aber heute aus Gründen der Erhaltung für die Öffentlichkeit geschlossen, weshalb ich sie nur von außen besichtigte. Diese Torfkirche ist die einzige in Island mit einer kreisförmigen Torfmauer um den Friedhof und die Kirche, wie sie früher jedoch typisch war. Die kleine Kirche ist gerade einmal 6,25m lang und 3,2m breit.

    Zum Abschluss des Tages machte ich noch einen kleinen Spaziergang am schwarzen Strand von Sauðárkrókur.
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  • Glaumbær Museum

    2. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 10 °C

    Mein Tag begann heute im Glaumbær Museum mit einem vollständig erhaltenen Komplex aus alten Torfhäusern. Die Gebäude des Hofes entstanden zu unterschiedlichen Zeiten des 18. und 19. Jahrhunderts. Alle jedoch sind in Torfrasenbauweise errichtet, wie es in den ländlichen Gebieten Islands bis etwa um 1900 üblich war. Danach wurde sie allmählich durch Stahlbetonkonstruktionen ersetzt, die für die meisten isländischen Gebäude heutzutage typisch sind. Die skandinavischen Vorfahren der Isländer hatten ihre Häuser aufgrund der zunehmenden Knappheit an grossen Bäumen in der Torfrasenbauweise errichtet.
    Die Gebäude in Glaumbær bestehen aus Holz, Grassoden und Steinen. Die Gebäude sind voneinander durch dicke Schichten von Grassoden getrennt und isoliert und auch das Dach ist mit einer dicken Schicht des gleichen Materials bedeckt. Das isländische Gras wächst sehr kräftig, daher ist dieser Torfrasen eine starke und dauerhafte Verbindung von Wurzeln und Erde.
    Ein Torfhaus kann in Gebieten mit gemäßigten Regenfällen ein Jahrhundert überdauern. Das Dach muß dabei jedoch in einem richtigen Winkel errichtet werden. Ist es zu flach, regnet es durch; ist es zu steil, zerbricht der Untergrund während trockener Jahreszeiten.
    Da es zu schwierig ist, große Gebäude in Torfrasenbauweise zu errichten, waren die alten isländischen Bauernhöfe ein Komplex kleiner, einzelner Gebäude. Diejenigen unter ihnen, die am häufigsten benutzt wurden, waren durch einen zentralen Korridor verbunden. Dieser Korridor ist in Glaumbær ungewöhnlich lang. Der Korridor schafft Zugang zu neun der dreizehn "Häuser". Die Werkzeug - und Lagerräume konnte man nur von außen erreichen. Zwei Zwischentüren, zusätzlich zur Vordertür, schützten die Wohnräume vor dem Eindringen kalter Luft.
    Die "baðstofa" (Bettstube) eines isländischen Hofes war im wahrsten Sinne des Wortes das Wohnzimmer. Hier speisten, arbeiteten und schliefen der Bauer, seine Familie und die Landarbeiter. Die "Baðstofa" in Glaumbær, die um 1876 gebaut wurde, enthält 11 Betten. Da oftmals zwei Personen in einem Bett schliefen, konnte sie bis zu 22 Personen beherbergen. Jeder Mensch arbeitete und speiste auf seinem Bett sitzend. Auf einem Regal über seinem Bett stand sein privater "askur", ein zylindrisches hölzernes Gefäß oder eine Schüssel mit Deckel, oft kunstvoll geschnitzt. Darin wurde das Essen aus dem Vorratsraum gebracht.
    Die Fensterseite war die Frauenseite, da ihre Arbeit - Spinnen und Nähen - mehr Licht erforderte. Die Männer kämmten Wolle, stellten Seile aus Pferdehaar her usw. Während der langen Winterabende, wenn die Leute diesen Arbeiten beim Licht einer kleinen Öllampe nachgingen, unterhielt häufig ein Mitglied des Haushaltes die anderen mit Vorlesen aus den Sagas oder dem Rezitieren von Gedichten. Zur Schlafenszeit zog man, immer noch teilweise bekleidet, wollene Decken und warme Federbetten über sich, die man selbst hergestellt hatte. Diese befestigte man durch ein "Bettkantenbrett" (rúmfjöl) an der Gangseite des Bettes. Wenn die "rúmfjöl" eingesteckt wurden, war dies verbunden mit dem stummen Gebet, welches auf das Brett geschnitzt war: "Beschütze und behüte mich mit Deinem ewigen Segen. Mögen Gottes Engel im Kreise über meinem Bette wachen".

    Ich schlenderte etwas durch die kleinen Räume und versuchte, mir das Leben hier vorzustellen. Irgendwie klang das gar nicht so schlecht...
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  • Schotterpiste und Wasserfälle

    2. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Anschließend begab ich mich in die isländische Wildnis und fuhr die Straße an der Küste entlang weiter. Die "Straße" gilt hier als so genannte secondary road, also eine reguläre Nebenstraße. Ich selbst würde es eher als Schotterpiste bezeichnen. Dazu kamen noch die gelegentlichen Teilstrecken mit 12-17% Steigung oder Gefälle - immer noch auf lockerem Schotter...
    Die Verkehrsschilder hier finde ich auch sehr interessant! Im Vorbeifahren sind sie unmöglich zu entziffern, aber dafür ist hier jeder Hof eingezeichnet und die Wege dahin sind nicht stilisiert, sondern sehr realitätsgetreu.
    Der Weg führte mich an malerischen Aussichten vorbei und auch zwei weitere Wasserfälle, die sich über die Klippen stürzten, fand ich.
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  • Kálfshamarsviti - am Ende der Welt

    2. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 10 °C

    Nach vielen weiteren Kilometern auf der Schotterpiste kam ich (gefühlt) am Ende der Welt an - am Leuchtturm Kálfshamarsviti.
    Ich spazierte auf dem Felsen entlang, auf dem der Leuchtturm steht, und sah wieder die sechseckigen Basaltsäulen überall. Außerdem entdeckte ich einige Ruinen von Torfhäusern; wie die aussehen, weiß ich ja inzwischen.
    Anfang des 20. Jahrhunderts begannen sich Menschen in Kálfshamarsnes niederzulassen, und in seiner bevölkerungsreichsten Zeit, in den 1920er Jahren, lebten über hundert Menschen im Dorf.
    Vor der Zeit der Maschinen nutzten die Menschen natürliche Häfen. Die Bucht von Kálfshamarsvik ist ein guter natürlicher Hafen und in der Nähe der lokalen Fischereigebiete waren Kaufleute für den Verkauf des Fisches zuständig. Die meisten Häuser wurden in traditioneller isländischer Bauweise mit Wänden aus Steinen und Torf gebaut, während die Giebel aus Holz bestanden. Einige bauten ihre Häuser jedoch aus Wellblech, einem damals neuen Baumaterial. Das Dorf war in drei Gebiete unterteilt: Hüsabrón, Holtin und Nesid.
    Die Einwohnerzahl von Kälfshamarsnes ging in den 1930er Jahren dramatisch zurück. Der Preis für Salzfisch sank aufgrund einer Welthandelsdepression, und der Spanische Bürgerkrieg von 1936 verschlimmerte die Lage noch weiter. Da Island einen Großteil seines Fischs nach Spanien exportierte, suchten die Isländer nach neuen Wegen des Fischexports, was schließlich zum Export von gefrorenem Fisch sowie zum Bau von Fischfabriken im ganzen Land führte. Dies erforderte größere Schiffe als zuvor, was wiederum bessere Häfen erforderte. Das kleine Dorf Kálfshamarsnes konnte die Fischindustrie in diesem großen Maßstab nicht aufrechterhalten. Die Dorfbewohner akzeptierten den Preis des Fortschritts und zogen in größere Gemeinden, weshalb der Ort seit 1940 unbewohnt und verfallen ist.

    Nach meinem Rundgang beobachtete ich noch bei einem kleinen Mittagssnack die Vögel an diesem Ort, bevor ich weiter auf meiner Schotterpiste fuhr.
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  • Borgarvirki - eine Wikingerfestung

    2. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Borgarvirki - auch die Zitadelle genannt - ist eine säulenförmige Basaltfestung und ein vulkanischer Krater. Die Basaltsäulen am Gipfel des Hügels bilden eine Art natürliche Festung und ragen kreisförmig etwa 10-15 m hoch. Ergänzt werden die natürlichen Wälle der Säulen durch Steinmauern.
    Schon aus einiger Entfernung konnte ich die Burg sehen, allerdings war es noch ein anstrengender Weg bis dort hin. Eine einspurige Schotter-/Sandstraße mit vielen Kurven, hinter denen man sich überraschen lassen musste, ob vielleicht plötzlich Gegenverkehr kommt, schlängelte sich langsam den Hügel hinauf.
    Borgarvirki könnte eine alte Wikingerfestung gewesen sein, zumindest behaupten das einige Legenden, aber gesichert ist das nicht.
    Die Festung stammt jedoch vermutlich aus dem 10. oder 11. Jahrhundert. Bezüglich des Ursprungs und Zwecks dieser Festung existieren verschiedene Theorien.
    Die Heiðarvíga-Saga berichtet von Barður Guðmundarsson und seinem Streit mit den Borgfirdingern. Ihm wird die Errichtung des Borgarvirki zugeschrieben. Eine andere Quelle verweist auf Finnbogi rammi, der auf Stóra-Borg lebte und mit den Vatnsdælingern im Streit lag.
    Eine dritte Geschichte erzählt, der erste Siedler der Gegend Ingimundur Gamli hätte das Borgarvirki als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme während der Winterzeit errichten lassen. Dies ist durchaus vorstellbar, obwohl sicher auch Ingimundur mehr an den Schutz seines Besitzes dabei gedacht haben würde.
    Im Inneren der Burg fand ich auch die Reste von zwei kleineren Häusern sowie einem Brunnen.
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  • Hvítserkur

    2. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Vor der Küste steht ein Nashorn im Wasser - oder der isländischen Sage nach ein Troll, der von der Sonne versteinert wurde, als er das ehemalige Kloster Þingeyrar mit Steinen bewarf.
    Der rund 15m hohe Basaltfelsen ist von der Seite gesehen überraschend dünn, weshalb sein Fundament mittlerweile mit Beton verstärkt wurde, sodass der Felsen nicht durch die Kraft der Gezeiten umkippt.
    Der isländische Name Hvítserkur heißt auf Deutsch "weißer Kittel" und kommt daher, dass der Felsen zu großen Teilen mit weißem Vogelkot bedeckt ist.
    Ich sah mir den Felsen erst vom Aussichtspunkt aus an und kletterte dann noch für einen kleinen Strandspaziergang hinunter ans Wasser.
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  • Faule Seehunde

    3. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ⛅ 10 °C

    Ich machte mich morgens auf den Weg nach Illugastaðir, um dort nach einer kurzen Wanderung vom Parkplatz aus Seehunde und Kegelrobben sehen zu können. Nur wenige Meter entfernt von der Küste lagen sie dann auch faul auf den Felsen - die ihnen bei Ebbe Platz boten. Fast 2 Stunden saß ich dann dort und schaute ihnen zu, wie sie gelegentlich ihre Position änderten und ab und zu sogar um die Plätze stritten, wobei sie so laut knurrten, dass ich es am Ufer hören konnte. Als sich bei den Seehunden gerade nichts tat, beobachtete ich stattdessen die vielen Vögel oder genoss einfach nur die Sonne, das Wellenrauschen und die Aussicht.Lue lisää

  • Luxus-Camping

    3. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ⛅ 13 °C

    Ich verließ nun die Nordküste Islands und fuhr weiter zu den Westfjorden - diesen langen dünnen Landzungen, die im äußersten Nordwesten sind.
    Die Straßen waren wieder einmal sehr interessant...
    Gegen Nachmittag steuerte ich einen grandiosen Campingplatz an und entspannte mich erst einmal im 40°C warmen Hot Pool mit freier Aussicht auf den Fjord. Auch der Aufenthaltsraum ist luxuriös ausgestattet - nur die Außenduschen passen nicht ganz in diesen Luxus...

    Abends kam dann noch die Sonne raus und obwohl es immer noch nur 13° waren, war es auf einmal irre warm. Also saß ich in kurzer Hose und T-Shirt auf der Terrasse und genoss ein gekühltes Getränk.
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  • Café Litlibær

    4. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Ich fuhr heute entlang der Westfjorde, fast immer der Küstenlinie folgend. Die Aussicht war herrlich, wobei ich auch gelegentlich in Wolken hineinfuhr, die dicht am Wasser und am Berg klebten.
    Ab und zu verfluchte ich die Isländer, dass sie nicht ausreichend Haltebuchten an der Straße haben. So musste ich mich im Vorbeifahren über eine süße Robbe am Ufer freuen und konnte mich auch nur - mit einem Auge weiter auf die Straße gerichtet - aus dem Augenwinkel über den Wal im Fjord, der mir seine Fluke zeigte, freuen.
    Ich legte dann einen Stopp im Café Litlibær ein. Litlibær (der kleine Hof) wurde 1895 erbaut. Die Bewohner ernährten sich vom Fischfang und der Landwirtschaft. Die Grundfläche des Hauses Litlibær beträgt nicht mehr als 3,9 x 7,4 m. Nahe dabei lagen zwei Häuser die als Küchen dienten, von denen ich nur noch die Ruinen sah. Zeitweise wohnten bis zu 20 Personen hier. Das Anwesen war bis 1969 bewohnt.
    Heute ist das Haus ein gemütlich eingerichtetes kleines Café, in dem ich eine wunderbare heiße Schokolade genoss.
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  • Arctic Fox Center

    4. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Ich fuhr weiter entlang der Küstenstraße mit herrlichen Ausblicken.
    Als nächstes besuchte ich das Arctic Fox Center - ein Museum und gleichzeitig eine Auffangstation für verletzte oder kranke Polarfüchse.
    Ich erfuhr, dass der Polarfuchs in alten Sagen als blutrünstig und hinterlistig dargestellt wurde, weshalb er lange Zeit gejagt und beinahe ausgerottet wurde. Inzwischen sind die Tiere größtenteils geschützt, aber immer noch nicht vollständig. Daher leben sie fast nur noch im Naturschutzgebiet auf der Halbinsel Hornstrandir, wo sie vollständig geschützt sind.
    Forscher fanden heraus, dass die Polarfüchse dort, wo sie nicht mehr gejagt werden können, deutlich zahmer und zutraulicher sind.
    Interessant fand ich auch, dass die Füchse ihre Essensreste als Reviermarkierung nutzen. Außerdem haben Polarfüchse über 20.000 Haare pro cm² in ihrem Winterfell (Menschen zum Vergleich nur 150!), sodass sie erst bei -70 °C anfangen würden, zu zittern. Ein spezielles System, um das Blut durch ihre Beine zirkulieren zu lassen, verhindert außerdem Erfrierungen.
    Im Außengehege sah ich noch zwei kleine Polarfüchse, die gerettet und hier per Hand aufgezogen werden, um vielleicht wieder ausgewildert werden zu können.
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  • Zum ältesten Buchladen Islands

    4. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Ich fuhr zunächst in den Ort Ísafjorður. Allerdings gab es dort fast nichts zu sehen, außer wieder einmal einer Regenbogenstraße und zwei Kreuzfahrtschiffen, die sich gerade entluden. Also kaufte ich nur schnell ein - wobei mich besonders die "Bratwürste" faszinierten - und tankte. An der Tankstelle fand ich dann auch eine kostenlose Bürste mit Wasser und befreite Findus vom gröbsten Dreck.
    Dann fuhr ich weiter durch eine engen, einspurigen Tunnel zu Islands ältestem Buchladen. Das Haus wurde 1898 erbaut und 1906 durch den Anbau eines Ladens vergrößert. Im Jahr 1914 wurde der jetzige Laden in diesem Haus eröffnet. Das Geschäft trägt den Namen "Die Gebrüder Eyjólfsson", gegründet von den Brüdern Jón, Jens und Kristján Eyjólfsson von Valþjófsdalur. Das Haus beherbergt Islands älteste Buchhandlung sowie die Wohnung des Kaufmann-Ehepaares, welche bis heute in unveränderter Form erhalten wurden.
    Ich sah mir die Wohnung und auch die Bücher ein wenig an, aber leider verstand ich so wenig von der Sprache...
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  • Wasserfallträume

    4. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 12 °C

    Meine nächste kurze Wanderung lässt das Herz eines jeden Wasserfall-Fans höher schlagen.
    Ich stieg die Mündung des Flusses Dynjandisá hinauf, der sich in etlichen Wasserfällen in den Fjord ergießt. Vorbei am Bæjarfoss, Hundafoss, Kvíslarfoss, Hrísvaðsfoss, Göngumannafoss und Strompgljúfrafoss kam ich schließlich am Fuße des beeindruckenden Dynjandifoss an. Er ist der größte der sieben Wasserfälle und verbreitert sich, während er 100m in die Tiefe stürzt, von oben 30m auf unten 60m.
    Ich kletterte noch etwas weiter, bis ich dem Wasserfall so nahe war, dass der Nebel mich schon durchnässte.
    Ich liebe diesen Wasserfall!
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  • Mit Zwischenstop zum Nachtplatz

    4. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 12 °C

    Über einsame (und wieder etwas holprige) Straßen mit tollem Ausblick fuhr ich weiter zu meinem Platz für die Nacht.
    Dabei musste ich jedoch spontan einen Zwischenstop einlegen, als ich direkt am Wegrand einen Hot Pool entdeckte. Also hielt ich an, testete die Wassertemperatur, zog mich schnell um und sprang rein - herrlich!
    Hier wird einfach das Wasser aus dem nahen heißen Bach in ein Becken umgeleitet und fließt dann am anderen Ende wieder weiter Richtung Meer.
    Bei traumhafter Aussicht auf den Fjord genoss ich so noch ein paar Minuten den Abend und fuhr dann weiter.
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  • Puffins am Westende

    5. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ 🌬 10 °C

    Über eine (mal wieder) sehr huckelige Schotter-/Sandpiste erreichte ich schließlich Látrabjarg, den westlichsten Punkt Islands und damit auch Europas. Alleine die Klippen hier sind schon sehr beeindruckend, aber zusätzlich beherbergt Látrabjarg Millionen von Vögeln und ist für deren Überleben von entscheidender Bedeutung, da es bis zu 40 % der Weltpopulation einiger Arten wie des Tordalken beherbergt. Es ist Europas größte Vogelklippe. Trottellummen und andere Klippenvögel gibt es hier in Zehntausenden, Hunderttausenden oder Millionen.
    Látrabjarg ist berühmt dafür, wie nah man z. B. die Papageitaucher beobachten kann, und auch ich legte mich eine Weile einfach ins Gras und genoss das Treiben um mich herum.

    Bei stürmischem und kaltem Wetter kurz vor Weihnachten 1947 strandete der britische Trawler Dhoon unterhalb von Látrabjarg, 70 m vom Ufer entfernt, im „Geldingaskoradalur“, wo die Klippe 200 Meter steil ins Meer abfällt. Eine Rettungsmission schien für jeden unmöglich. Doch 12 mutige Bauern aus der Region beschlossen, sich die eisige Klippe hinunter abzuseilen. Sie schafften es, die schwere Rettungsausrüstung etwa 1 km über eisige Felsen bei eiskaltem und stürmischem Wetter weiter zu tragen. Und es gelang ihnen, eine Rettungsleine zum Trawler zu schießen und alle überlebenden 12 Besatzungsmitglieder an Land zu retten. Alle Besatzungsmitglieder, von denen sich einige aufgrund der Unterkühlung ihrer Körpertemperatur kaum bewegen konnten, wurden schließlich mit Seilen die größtenteils senkrechte, 200 Meter hohe Klippe hinauf in Sicherheit gebracht. Das Rettungsteam wurde später von der Königin von England für seine herausragende und erfolgreiche, aber höchst riskante Rettung besonders geehrt.

    Während ich dort war, frischte der Wind deutlich auf. Ich genoss die Brise und blickte aufs Meer hinaus - meilenweit kommt hier nichts und dann Grönland. Ich bemerkte, dass auch die Papageitaucher den Wind zu genießen schienen und deutlich aktiver wurden. Ich erfuhr später von der Rangerin, dass die Tierchen Wind tatsächlich gerne mögen und dann einfach nur aus Spaß fliegen und die Thermik nutzen.
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  • Schiffswrack

    5. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☀️ 12 °C

    Ich fuhr nun an der Südseite der Westfjorde wieder landeinwärts und genoss das tolle Panorama - zumindest an den Stellen, an denen ich mich nicht voll auf die Straße konzentrieren musste. Ich hielt an Islands ältestem Stahlschiff an. Die Garðar BA 64 wurde 1912 in Norwegen gebaut - seetüchtig ist es wohl nicht mehr, da es seit 1981 hier am Strand liegt und langsam verrottet.
    Etwas später am obersten Punkt eines Bergpasses entdeckte ich eine aus Steinen geschichtete Statue namens Kleifabúi. Daneben fand ich ein Schild mit der Aufschrift: "Der Bergfried wurde 1947 von Männern aus Kristleif Jónssons Straßenbaugruppe erbaut. Als die Straße, die nur mit Handwerkzeugen gebaut wurde, diesen Punkt erreicht hatte, beschlossen die Straßenarbeiter, einen stattlichen Bergfried zu errichten. Einar Einarsson und Guðjón Jóhannesson stapelten die Steine, Kristján Jóhannesson fertigte den Kopf an, und Kristleifs Gruppe kümmerte sich um das Sammeln des Materials.
    Hoch oben auf einem Felsen steht der Búi, bietet sein treues Maul an und blickt über die Heidelandschaft, hoch oben und die ganze Zeit still."

    Anschließend kam ich noch an wunderbaren Sandstränden vorbei. Ich hielt dann auch an einem weiteren frei zugänglichen Hot Pod. Bevor ich dort hinein kletterte, wagte ich mich jedoch ganz kurz in die ziemlich kalte Grönlandsee - danach war das warme Wasser umso schöner!
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  • Durch die Lavafelder

    6. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☀️ 11 °C

    Nach einer stürmischen, aber auch sehr erholsamen Nacht fuhr ich weiter in Richtung Süden. Ich erreichte die Isländische Westküste und fuhr streckenweise mitten durch die Lavafelder - eine bizarre Landschaft. Etwas später kam ich an einer Felsformation vorbei, an der man den ehemaligen Fluss der Lava noch sehr deutlich sehen konnte.
    Auf der Halbinsel Snæfellsnes fuhr ich dann auch wieder einige Schotterstraßen, die diesmal jedoch zurecht die Bezeichnung "Straße" tragen. Eigentlich waren die Wege sehr gut befahrbar und fast ohne Schlaglöcher, allerdings merkte ich nun auch, dass ich im touristischen Teil Islands angekommen bin. Der Verkehr war mehr und die Autos fuhren teilweise nur 30 km/h (statt der erlaubten 80) oder hielten mitten auf der Straße an.
    Irgendwann kam ich dann in dem kleinen Ort Grundafjörður an und machte mir hier ein ganz spezielles Souvenir selbst. Mit einem kräftigen Schlag mit einem großen Hammer prägte ich selbst eine Münze, die dann an einen Schlüsselanhänger kam.
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  • Kirkjufell

    6. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☀️ 10 °C

    Der Kirkjufell ist vermutlich der am häufigsten fotografierte Berg in Island und ein Standard-Postkartenmotiv.
    Der 463m hohe Berg wurde nach seiner Form, die an eine Kirche erinnert, benannt. Dänische Fischer, die in frühere Jahrhunderten häufige Gäste in der Gegend von Kjufell weren, nannten den Berg "Zuckerspitze".
    Die Entstehung des Kirkjufell ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Der untere Teil des Berges besteht aus Sedimentgestein, das Fossilien enthält. Dieses ist vermutlich während der letzten Kälteperioden der Eiszeit, vor mehr als einer Millionen Jahre, entstanden. Darin befinden sich Überreste von Lebewesen, die sowohl aus Kälte- wie auch Wärmeperioden der Eiszeit stammen.
    Der obere Teil des Kirkjufell ist während der letzten einer Millionen Jahre entstanden und besteht sowohl aus Lavaschichten, die in den Wärmeperioden entstanden, als auch aus Tuff, der in Kälteperiodei durch Vulkanausbrüche unter dem Eiszeitgletscher entstanden. Der Kirkjufell bekam seine heutige Form durch Gletschererosion während der zweiten Hälfte der Eiszeit. In Island gibt es nur wenige so klare Beispiele von Gletschererosion.

    Ich sparte mir wieder einmal die unverschämt hohen Parkgebühren des offiziellen Parkplatzes und hielt in einer Parkbucht, etwa 1,5km vor dem Berg. Also machte ich einen kleinen Spaziergang für den perfekten Blick mit Wasserfall im Vordergrund und umging so auch größtenteils die Menschenmassen.
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  • Hellisandur - Hauptstadt der Street Art

    6. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☀️ 11 °C

    Ich entschied mich spontan, in dem kleinen Ort Hellisandur zu übernachten. Der Campingplatz liegt direkt in einem alten Lavafeld und zu allen Seiten ragt das bizarr geformte Gestein aus dem Moos. Da der Tag aber noch nicht vorbei war, machte ich noch einen kurzen Spaziergang zum Wasser. Ich genoss die Wellen, die sich an dem schwarzen Lavagestein brachen, und ging dann weiter in den Ort. Durch Hinweisschilder entdeckte ich, dass sich der 364 Einwohner zählende Ort selbst als "Hauptstadt der Street Art" bezeichnet - wie ich zugeben musste möglicherweise zu Recht. Ich entdeckte viele tolle Wandgemälde und außerdem einen liebevoll hergerichteten Pfad am Ufer entlang. Hier gab es kleine Häuschen für die Elfen und überall Blumenbeete.Lue lisää

  • Saxhóll Krater

    7. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Mein Tag begann heute früh mit einem kleinen Abstecher zum Saxhóll Krater. Hier kann man relativ einfach auf den Rand eines Vulkankraters klettern und sich das Lavafeld ansehen.
    Der Krater entstand vor mehr als 3.000 Jahren durch eine vulkanische Explosion und hat die klassische Form eines Aschekegels, wie viele andere Krater auf der Halbinsel hier. Der Saxhóll gehört zum Vulkan Snæfellsjökull, ein alter Zentralvulkan, der die Gegend seit vielen Jahrtausenden prägt. Seine letzten Ausbrüche fanden vor ca. 4.000 und 1.750 Jahren statt. Dabei kam es auch zu kleineren Glutwolken und Gletscherläufen. Die vielen Krater und Lavafelder der Gegend sind alle auf die Ausbrüche in diesem Vulkansystem zurückzuführen.

    Ich fand es spannend, zu sehen, wie auf dem kargen Lavagestein viele kleine Blümchen wuchsen. Im Hintergrund sah ich stets die schneebedeckte Spitze des Snæfellsjökull.
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  • Vatnshellir Lava Höhle

    7. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Mit einer geführten Tour stieg ich hinab in die Vatshellir Lava Höhle am Fuße des Snæfellsjökull.
    Hier in der Gegend gibt es viele solche Höhlen. Sie entstanden dadurch, dass die fließende Lava an der Oberfläche schneller abkühlte, während sie darunter noch weiter floss. Viele dieser Höhlen sind unentdeckt, weil sie keinen Ein- oder Ausgang haben. Bei dieser hier brach jedoch vor vielen hundert Jahren das Dach an einer Stelle ein. Vor etwa sieben Jahren wurde sie dann von Einheimischen entdeckt und begehbar gemacht.
    Im Inneren entdeckte ich auch kleine Lava-Stalagmiten, die dadurch entstanden, dass zähflüssige Lavareste von der Decke tropften. In einem weiteren Gang liefen wir durch einen Bereich, in dem die noch warme Lava sehr schnell floss, sodass die Höhle dort aussieht, wie ein Flussbett.
    Ganz unten angekommen, schalteten wir alle Taschenlampen aus - irre, diese tiefschwarze Dunkelheit!
    Im Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" von Jules Verne liegt hier in diesem Gebiet der Eingang, zum Mittelpunkt der Erde. Als kleine Referenz gibt es in der Höhle einen Wegweiser, der auf den Weg zum Stromboli in Italien hinweist 😉
    In der Höhle gibt es keine Hinweise auf Lebewesen, ausgenommen von den (für Menschen ungefährlichen) Bakterien, die sich von den Mineralien ernähren und deren Kolonien weiße Ablagerungen bilden. Und auch das Skelett eines Polarfuchses sah ich.
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  • Lava-Küste

    7. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 10 °C

    Ich fuhr ein kleines Stück weiter und wanderte dann entlang der Küste bei Arnarstapi.
    Schon weit vorher ragten zwei hohe Basaltsäulen in den Himmel. Unser Höhlenguide erklärte, dass das das ehemals flüssige Herz eines Vulkans war, das nun ausgekühlt ist. Der Rest des Berges wurde von Meer und Wind weggespült und abgetragen, sodass nur noch dieses harte, steinerne Herz übrig blieb.
    Ich wanderte weiter an der Steilküste entlang und fand ein interessantes Monument, aufgeschichtet aus Steinen. Bárður Snæfellsás wurde lange Zeit als Schutzgeist der Halbinsel Snæfellsnes und ihrer Bewohner angesehen. Er ist eine mythische Figur, ein Mann und ein Riese, ein Sterblicher, der nie starb. Es heißt, dass Bárður Snæfellsás Ausdruck und Personifizierung der Landschaft und Natur der Halbinsel und des Snæfellsnes-Gletschers als Ganzes ist. Es kann hier wirklich bedrohlich wirken mit den hohen Bergketten und steilen schwarzen Klippen, die seit jeher der Wut der Atlantikwellen trotzen, die unaufhörlich mit donnerndem Getöse gegen sie schlagen. Der sagenumwobene und mystische Snæfellsnes-Gletscher ist auch eng verbunden mit Bárður, da man glaubt, dass er immer noch in einer geräumigen Höhle darin lebt. Das Zusammenspiel von Mensch und Natur hat das Leben und das Schicksal derer, die hier auf der Halbinsel Snæfellsnes lebten, stark beeinflusst. Die Natur hat jedoch auch andere Seiten, wie man an einer zarten Blume aus dem Norden und einem atemberaubenden Sonnenuntergang sehen kann. Auch Bárður Snæfelisás hatte zwei Seiten seiner Persönlichkeit. Er konnte grob und rau sein. Gleichzeitig war er der freundlichste Mensch. Niemand kennt die wahre Wahrheit über Bárður Snæfellsás, aber er verkörpert die Eigenschaften, die man zum Überleben in Island braucht.

    Anschließend fuhr ich weiter zur Búðakirkja, die oft einfach als “Schwarze Kirche” bezeichnet wird. Diese kleine schwarze Holzkirche mit ihrem weißen Fensterrahmen und Türen steht in faszinierendem Kontrast zur umgebenden Landschaft – sei es vor dem Hintergrund schneebedeckter Berge, grüner Lavafelder oder des atlantischen Ozeans. Was diese Kirche so besonders macht, ist nicht nur ihre ungewöhnliche Farbgebung, sondern auch ihre abgeschiedene Lage. Heute besteht der ehemals bedeutende Handelsort Búðir fast ausschließlich aus der Kirche und dem benachbarten Luxushotel. Die Kirche wurde 1848 erbaut und steht auf den Fundamenten der ersten Kirche von 1703, die bis 1816 Bestand hatte. Als ich dort ankam, war gerade auch ein frisch gebackenes Ehepaar dabei, an dieser Kirche Hochzeitsfotos zu machen.
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  • Schon wieder Seehunde

    7. heinäkuuta 2025, Islanti ⋅ ☁️ 11 °C

    Da gerade immer noch Ebbe war, hielt ich auch noch am Ytri-Strand, wo ich über die Felsen klettern und den süßen Seehunden ganz nah kommen konnte. Ganz nah heißt dabei, dass ich den Sicherheitsabstand von 50m einhielt, aber den Blick- und Fotowinkel immer wieder anpassen konnte. Zum Glück war dann irgendwann der Kameraakku leer, sonst hätte ich noch unzählige Fotos mehr gemacht...Lue lisää