• Seba K
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Andalusien Tours 2023

A 19-day adventure by Seba Read more
  • Trip start
    September 17, 2023

    1. Tag Ingolstadt- Málaga

    September 17, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 13 °C

    Noch in der Prüfungsphase beschlossen, die freien 2,5 Wochen im Anschluss auszunutzen, buchte ich einen Flug nach Málaga, Abflug genau einem Tag nach der Prüfung um möglichst viele freie Tage nutzen zu können. Typisch für meine allermeisten Urlaube sollte das Rad mit.
    Am Abflugtag startete ich gewohnt bepackt und fuhr frühs zum Flughafen. Einmal die Hallertau gequert, konnte ich noch diesen würzigen Hopfenduft zur Erntezeit erleben. Einfach zu gut. Glücklicherweise blieben die Räder auch Hopfenspike - frei. (Das sind kleine Drahtreste die mit den Hopfen "mitgeerntet" werden und hin und wieder auf die Straße fallen, zum Ärgernis der Radfahrer, die sie mit ihren Reifen wieder aufsammeln.)
    Im Terminal wusste ich noch nicht so richtig, was ich machen sollte. Mit dem Rad und allgemein mit Sperrgepäck war es das erste Mal. Zuerst wurde ich zum Check In geschickt.

    Die Frau am Schalter wusste mit dem Rad auch nichts wirkliches anzufangen, weil es ihrer Meinung nach in einen Karton oder Koffer gehört. Bewusst konnte ich das verneinen, da mit einem Anruf bei der Airline ein paar Tage zuvor die Gepäckbestimmungen etwas anderes sagten. Nur als Empfehlung wurde ein Koffer oder Radkarton empfohlen. Sie telefonierte. Anschließend gab sie mir etwas verärgert die Transportpandarole und meinte, ich solle es mit dem Sperrgepäckschalter klären. 20 Meter weiter, waren zwei Mitarbeiter hinter dem Tresen gesessen, die alles andere als aufgeregt auf mein noch unverpacktes Fahrrad reagierten. Sie sagten, Mach dir keine Gedanken, du machst das schon und wir geben dir Tipps, wenn es nicht passt. So fing ich an mit Frischhaltefolie das Rad und ein paar Ausrüstungsgegenstände einzuwickeln. Den Tipp mit der Frischhaltefolie holte ich mir aus dem Internet und die Packmaße der Airline ließen es ebenso zu, nichts weiter vom Rad abzubauen, außer die Pedale.
    Einer von ihnen war währenddessen recht interessiert über das Fahrrad und die Touren. Er meinte, dass es gut ist sich die Zeit für so ein Hobby zu nehmen und nicht nur die Zeit zu nutzen, um materiellen Wohlstand anzuhäufen. "Gut geht es dir, wenn du körperlich und geistig gesund bist"
    sagte er. Schön war vor allem an der Aussage, dass er nicht nur das Körperliche als Gesund erklärte.
    Etwas die Zeit beim Reden vergessen, wurde es etwas hektischer, da der Abflug nur noch 40 Minuten entfernt war. Das Rad war fertig verpackt und der Sperrgepäckschalter schickte es weiter. Jetzt lag alles in der Hand der Fluggesellschaft, ob ich es in Málaga wieder entgegen nehmen konnte. Memic, der interessierte Mitarbeiter ging mit mir noch die fünf Minuten zum Sicherheits-Gate. Ein Schraubenschlüssel für die Pedale, den ich vergessen habe mit dem Sperrgepäck aufzugeben, brachte nur eine kleine Klärung mit dem Sicherheitspersonal mit sich, angesichts der Tatsache, dass das Paar hinter mir sechs Masskrüge transportierte, die schon einen größeren Schaden verursachen, wenn man das möchte. Das Boarding verzögerte sich. Letzten Endes der Abflug um eine volle Stunde. "Personalmangel wie überall!" hieß es als Grund.
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  • 1. Tag Málaga Airport

    September 17, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 27 °C

    In Málaga angekommen lief ich erst zum Ausgabe-Band, konnte mir jedoch nicht vorstellen, dass das Rad durch die Luke passt. Beim Service wollte ich nachfragen, ob es eine Station für Sperrgepäck gibt und es dauerte nur kurz bis Mitreisende auf mich zu kamen und sagten, "Dein Rad ist auf dem Gepäck-Band". So schnell habe ich es beim besten Willen nicht erwartet und es stand da, wie vor der Abgabe. Die Folie entfernt, die Pedale und Taschen montiert, das Schaltauge wieder angeschraubt und den Sitz eingestellt, fuhr ich raus aus dem Flughafen zum Hotel. Alles war soweit also gut gelaufen.Read more

  • 2. Tag Málaga - Almuñécar

    September 18, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 24 °C

    Spät eingeschlafen und spät aufgestanden, war die Abfahrtzeit 11:45 Uhr für die 100 km lange Rour nach Almuñécar (gesprochen Almunjecar) einfach viel zu spät. Endlich aus dem Hotel gekommen und bereit zur Abfahrt fragte ein Passant ganz interessiert nach dem Fahrrad. Ich konnte und wollte ihn nicht einfach so stehen lassen, weshalb ich mir Zeit für das Gespräch nahm. Es wurde 12:00 Uhr und es ging endlich los. Aber halt, ein Stopp beim Fahrradgeschäft war noch nötig um die nur mit Hand aufgepumpten Reifen wieder voll zu befüllen. Also 12:15 Uhr und diesmal wirklich Abfahrt. Erster Halt, Málaga Innenstadt. Ein kurzer Stadtbummel, einmal auf die Alcazaba-Burg und weiter ging die Fahrt. Nach Almuñécar waren es noch rund 85 km. Direkt an der Küste mit Rückenwind sehr schön zu fahren. Den Kontakt für meine Unterkunft vermittelte mir Holger, ein sportlicher Kollege, der ohne, dass wir uns absprachen zwei Monate später ebenfalls in Málaga Urlaub machen würde, ebenfalls mit dem Rad.
    18:30 Uhr endlich an der Unterkunft angekekommen versorgte mich Kathrin, mein Host, erst mit frischem Wasser und dann mit Informationen, wo man gut zum Essen hingehen kann.
    Das war auch ein echter Tipp von ihr. Eine Tapas-Bar in der Stadt, wo man nicht nur supergut sondern auch für supergünstig essen gehen kann.
    Wer es allgemein mal in die Provinz Granada schafft, sollte den Weg unbedingt in eine Tapasbar machen, denn es gibt zu jeder Getränkebestellung Tapas dazu, und zwar umsonst! Ein wahnsinnig guter Service, vorausgesetzt der Hunger ist natürlich da :)
    Was ich bezahlt habe um satt zu werden und nicht mehr durstig zu sein überschritt die 10 Euro-Marke nur leicht.
    Im Anschluss wurde nur noch für den nächsten Tag ausgeruht.
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  • 3. Tag Almuñécar - Granada

    September 19, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 24 °C

    An diesem Tag war der Weg nach Granada angesagt. Dazu musste ich einmal hinauf und danach nur noch bergab. Nur schaute ich mir das Streckenprofil nicht akribisch genug an und wurde von unerwarteten Höhenmetern und der verstrichenen Zeit regelrecht überrollt. Aber erstmal zum Anfang. Ausgeschlafen in der schönen und ruhigen Unterkunft mit Meerblick, begann der Tag ganz entspannt mit dem Frühstück auf der Terrasse. Kathrins Freund Emilio gesellte sich noch etwas zu mir. Nach dem ausgibigen Essen musste ich noch zwei, drei Sachen für zu Hause klären, die die Abfahrt wieder etwas hinauszögerten. Ich verabschiedete mich bei den beiden. (Danke für die gute Unterkunft, etwas Heimatklang und die Kekse (: )

    Zum Start um 11:15 Uhr fing der Anstieg an. Es ging durch Cherimoya-Plantagen (Rahmapfel), an Zitrusbäumen vorbei und Granatapfelbäume standen an den Straßenrändern, wie die Apfelbäume in Deutschland.
    Weiter oben bekam man dann einen guten Blick auf das Mittelmeer, das am Horizont eins wurde mit den Wolken. Die Sonne tat ebenso ihren Dienst, so wurde ich regelrecht auf der Straße mit Südhanglage gegrillt. Der Blick in die Landschaft entschädigte zugegebenermaßen. Oben angekommen und schon Freude herbeisehnend auf den Abstieg, sah der Weg eine andere Realität vor. Mit stetigem auf und ab ging es die nächsten Kilometer wellig dahin. Mal 100 hm hinab, kurz darauf wieder 50 hm hinauf. Irgendwann überschreitete ich auch diesen Punkt und konnte es die nächsten Kilometer laufen lassen. Vor mir zeigte sich ein weit ausgedehntes gelbes Land. Olivenbäume stehen auf den Flächen und es weht ein kräftiger, trockener Wind. In Armilla, einer Vorstadt Grandas fallen mir zuerst die alles andere als Rad-tauglichen Radwege auf und ich nehme das ganze eher lachend auf, als gefährlich. Weiß nicht, wie jemand so etwas umständliches zustande bringen kann :) (siehe Bilder)
    Kurz darauf folgte dann "Die Autobahn".
    Einige Kilomter mit leichtem Gefälle und breiten Spuren, ohne Buckel, Kreuzung etc..
    In Granada angekommen, es war ca. 17 Uhr, konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieses Verkehrsloch über eine Stunde bis ans andere Ende der Stadt in Anspruch nehmen sollte. Wilde Kreuzungen, dichter Verkehr, ein Unfall mit Bus und Auto. Es war pures Chaos. Das Navi führte mich später glücklicherweise an einem recht ruhigen Kanal entlang. Jedoch kannte es scheinbar die Wege nicht und wo es zum Abbiegen aufforderte, versperrte eine verschlossene Eisentür das Weiterkommen. Ich drehte um und probierte es eine Kreuzung zuvor. Hier stieß ich auf ein paar Arbeiter, die mir sagten dass es eine Sackgasse sei und Privatgrund. Also wieder umkehren. Es war 18 Uhr und abermals sehr spät geworden. Die Geduld für den Tag war aufgebraucht. Ich wollte nur noch zur Unterkunft.
    Endlich angekommen, wusste der Rezeptionist mich noch nicht einzuordnen, sodass er es erst mit seinen Chef telefonisch klären musste. Letzten Endes war es dann auch egal, er war superfreundlich und ich habe es ins Hotel geschafft. Noch einkaufen, Abendessen, wieder leckere Tapas, gan es noch genügend Zeit alles für den morgigen Tag zu erledigen und genug zu regenerieren.
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  • Tag 4 Pico del Veleta

    September 20, 2023 in Spain ⋅ 🌙 12 °C

    Ohne zeitlichen Plan doch relativ zielsicher wollte ich eine Strecke in diesem Urlaub wirklich gerne machen. In der Sierra Nevada (dt. Schneebedecktes Gebirge) befindet sich der höchste, mit dem Rennrad erreichbare Punkt Europas mit Ausgang Granada. Die atemberaubende Höhe von fast 3400 Metern setzt Schneefreiheit voraus. Die ist in Andalusien mit kaum Regen zum Glück gegeben.
    Später im Herbst bzw. Winter kommt dann der Schnee. Hiervon gibt es ganz schöne Bilder im Internet, worauf Granada mit der Alhambra-Burg im Vordergrund steht und dahinter schneebedeckte Berge zu sehen sind.
    Start ist zwischen 6 Uhr und 7 Uhr angepeilt, mit 6:45 Uhr diesmal pünktlich! Die Sonne geht derzeit um 8 Uhr auf, das heißt noch eine gute Stunde ohne Helligkeit unterwegs zu sein. Mit 15 Grad Außentemperatur ist es mit dem langarm-Trikot recht angenehm. Die Temperatur verändert sich bis zum Gipfel nicht wirklich. Je höher ich komme, desto kälter wird es normalerweise. Die Sonne wirkt dem Ganzen entgegen. An diesem Tag darf sie scheinen, was das Zeug hält.
    Noch im Dunkeln fahren einige Autos und LKWs vorbei. Nach Sonnenaufgang legt sich der Verkehr wieder etwas (wollten sich wohl alle den Sonnenaufgang von oben anschauen). Dann kommen die Deutschen. Wie auch sonst, wo ich bereits gelandet bin ist die zweitmeist vertretende Nation Deutschland. Diesmal allerdings keine Camper und Motorräder, wie es zumeist in Italien der Fall ist sondern deutsche Autobauer, die hier ihre Fahrzeuge testen. Umd alle großen sind sie da: Audi, BMW, Mercedes und Opel.
    Rund 20 Autos rollen rauf und runter, davon ein Viertel Erlkönige.
    Gut, Renault aus Frankreich ist auch ganz gut vertreten.
    Diese treffen alle auf 2500m Höhe zusammen, hier kommt der letzte Parkplatz. An einer Schranke gelangt man nur noch als Zweirädriger oder Wanderer vorbei. Die letzten 900 hm bis zum Gipfel liegen jetzt vor mir und die haben es in sich. War es bisher wie ein langer,  geduldiger Spaziergang, folgt jetzt der steilere Part mit immer weniger Sauerstoff. Ich knacke die 3000m Marke, das zweite mal im Leben mit dem Rad, dann folgen die 3200 m zum ersten Mal. Bis hier war es auch einigermaßen befahrbar. Die Straße zeigt immer mehr Löcher und aufgerissene Abschnitte. Ab und an ist schieben angesagt. Kurz unter dem Gipfel folgt dann lustigerweise ein besser zu befahrendes Stück, was keinen kaputten Asphalt aufweist, sondern recht feinen Schotter. Die letzten 20 hm bestehen letzten Endes aus bergsteigen, wo man das Rad über große Steinplatten tragen muss. Aber dann hat man es geschafft. Mit 3396 m der höchste mit dem Rennrad erreichbare Punkt Europas (Alpen = Ötztaler Gletscherstraße mit 2829 m) und vierthöchster Berg Spaniens.
    Schön war zugegeben die Ruhe bei dem Anstieg, kaum Autos, 2 Motorräder zählte ich, keine Camper und nicht mal Radfahrer. Auf den ganzen 40 km nach oben gerade mal fünf Radler getroffen, davon drei richtige Rennradfahrer, eine Ausnahme und am Wochenende bestimmt auch anders.
    Ein toller Anstieg mit viel Weitblick und mit dem zufriedenstellenden Gefühl, mit genügend Anstrengung und zugegeben auch mit etwas Geduld es weit voran, oder in diesem Fall hoch hinaus zu schaffen.
    Mit Sport sind solche Lebenszusammenhänge einfach wunderbar zu beschreiben.
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  • Tag 6 Granada - El Almendral

    September 22, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 16 °C

    Gute ausgebaute Straßen mit kaum Verkehr und landschaftlichen Highlights machten die Route ins abseits gelegene El Almendral zu einer wirklich schönen Tour. Eine Stunde nach dem Start schloss ich auf Daniel auf, einen Bikepacker aus der Schweiz, der vor einigen Monaten aufbrach den Jakobsweg zu radeln, im Anschluss rollte er die Küste Portugals hinunter bis zum Süden Spaniens und jetzt ist er auf dem Weg zurück in die Schweiz.
    Wir radelten gemeinsam bis kurz vor Guadix, wo sein Endpunkt für diesen Tag lag. Hier durchquerten wir auch den bisher schönsten Teil der Tour. Es ging an einem Stausee entlang, durch schöne Schluchten, bis wir kurz vor Guadix in einem Canyon landeten, der mit seiner farbvielfalt aus Rot- und Gelbtönen eine filmreife amerikanische Kulisse abgibt. Eine Rally mit ca. 20 Jahren alten Fahrzeugen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich querte des öfteren unseren Weg.
    Kurz darauf fuhren wir dann getrennt weiter. Zu gerne hätte ich noch einen Plausch mit ihm gehalten. Es ist immer interessant, Menschen zu treffen die interessante Geschichten zu erzählen haben und wenn man noch sympatisiert mit dem gleichen Hobby, kann es nur ein gutes Zusammkommen sein. Jedoch wollte ich nicht zuviel Zeit verstreichen lassen. Bis El Almendral, was sehr abgelegen in einem Seitental im sonst schon dünn besiedelten Osten der Sierra Nevada liegt, waren es noch gute 4 Stunden Fahrzeit. Diese Unterkunft buchte ich bereits einen Tag zuvor, da grundsätzlich nur zwei zur Auswahl standen, mehr gab es in dieser Gegend nicht auf Booking.com.
    Die Strecke lief zugegeben dank des Rückenwindes hervorragend. Hinab ins Tal erinnerte mich der Wirtschaftsweg entlang der Autobahn durch sein stellenweises starkes auf und ab an das Gefühl in einer Achterbahn zu sitzen und die G-Kräfte der Beschleunigung und das fallende Herz beim Übergang der Steigung in das Gefälle zu spüren. Es war sehr Einprägsam.
    Auf den letzten zwei Kilometern war die Unterkunft nur noch auf einen Schotterweg erreichbar.
    "Wohin komme ich da nur" dachte ich mir. In Mitten vom Nirgendwo stand dann doch eine sauber hergerichtetes B&B, dass mit seiner weißen Fassade weit in die Umgebung strahlte. Angekommen begrüßten mich dann keine einheimischen Bauern, sondern ein Auswanderer-Pärchen aus Belgien.
    Der Abend klang noch etwas mit meinen holländischen Nachbarn aus.

    Übrigens ist dieser abgelegen Ort zum Sterne schauen sehr interessant. Hier steht das Carlo-Alto-Observatorium, ein Deutsch-Spanisches Projekt.
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  • Tag 7 El Almendral - Almería

    September 23, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 17 °C

    Wieder spät gestartet, jedoch mit weniger Kilometer bis zum Ziel, (keine 80 sollten es werden) wurde der Tag keine sonderliche Herausforderung. 15km Umweg nach Tabernas wurden noch aufgenommen, denn hier gibt es die einzige Wüste in Europa, die vielen Filmen als Drehort diente, wie zahlreiche Sergio Leone Filme. Anschließend ging es nach Almería zurück ans Meer. Hier war Ende für diesen Tag und ich nutze die Gegebenheit, um im Wasser etwas schwimmen zu gehen.Read more

  • Tag 8 Almería - El Pozuelo

    September 24, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 25 °C

    Entlang ging es an der Küstenstraße erstmal wieder Richtung Osten. Durch Felsen geprägt, aber auch durch flachen Landschaften mit Gewächshauskultur, gab es Abwechslung genug. Der Wind gab aus dem Osten kommend Antrieb, dass die nächsten 80km im, für meine Fahrradreisen, Eiltempo vorüber gingen. Abends nochmals an den Strand, wobei es diesmal kein schön hergerichteter touristischer Strand, wie in Almería war. Halt als Beispiel, wie ein Strand aussieht, wenn man ihn nicht pflegt. Viele Äste und Müll, allem voran Plastik spült das Meer über die Dauer an.
    Zum Schwimmen hat es keinen Abbruch getan, das lief wieder bestens.
    Zurück zur Unterkunft gab es dann Abendessen.
    Einen Tag Pause gönne ich mir noch, bevor es in die Alpujarras geht. Wobei Pause ist gut gemeint, da mein Host mir einen schönen felsigen Strand als Geheimtipp empfohlen hat, der allerdings 30km entfernt liegt. Das wird wohl mein Ziel für den nächsten Tag werden.
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  • Tag 9 Playa de la Rijana

    September 25, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Tipp von meinem Host Mercedes. Zwar war etwas Anfahrt nötig, jedoch die Strecke und das Ziel nicht umsonst. An der zerklüfteten Küste fuhr ich bis ca. 20km vor Motril. (Hier gab es die Möglichkeit, mich einer Gruppe Rennradler anzuschließen um im Windschatten mitzufahren) Hier gibt es einen kleinen Strand, der weit unterhalb der Straße liegt und nicht mit dem Auto erreichbar ist. Der Playa de la Rijana. Eingerahmt in einer malerisch, felsigen Bucht ist das Wasser hier besonders klar um Schnorcheln zu gehen und es ist kaum etwas los. So 20 Leute befanden sich dort.
    Der Einstieg war etwas schwierig, die ca. ein Meter hohe Wellen beutelden mich etwas. Einmal drinnen war es dann ein super Erlebnis, die Fische um die Felsen schwimmen zu sehen.
    Ein guter Tipp :)
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  • Tag 10 El Pozuelo - Lanjarón

    September 26, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    An diesem Tag war wieder klettern angesagt. Von 0 auf 1370 Meter in einem Zug. Früh wie möglich brach ich deswegen auf um nicht wie eine Woche zuvor am Sonnenhang gebraten zu werden.
    Ich verabschiedete mich von Mercedes, fuhr ans Meer hinab und der Anstieg begann. Wie vor einer Woche von Almuñécar nach Granada führte der Weg am Berghang entlang. Immer wieder gab es tolle Blicke aufs Meer, dass an diesem Tag durch einem weißen Saum vom blauen Himmel gut abzugrenzen war.
    Nach gut 4 Stunden Anstieg und den fast höchsten Punkt der Tagesetappe, erreichte ich einen tollen Ausblick.
    Links erstreckte sich das weite Meer und rechts erhoben sich die 3000er der Sierra Nevada. Der Pico del Veleta war allerdings alles andere als markant und erinnerte von dieser Position eher an einen kleinen abgebrochenen Zahn, als an einem markanten Berg, wie es von der anderen Seite der Fall ist. Dennoch war diese riesige, auftürmende Felswand faszinierend anzuschauen und so wechselte der Blick auf der Kammstraße immer wieder vom Meer in die Berge. An der letzten Weggabelung führte der Weg für mich eine längere Abfahrt hinunter nach Órgiva. Das war auch der Punkt, an dem ich voraussichtlich das letzte mal die  Berge der Sierra gesehen habe. Das Meer werde ich soweit die Planung läuft, diese Woche auch nicht mehr sehen. Die nächsten Tage geht es durch das Landesinnere. Am Freitag möchte ich am Caminito del Rey sein, wofür ich noch ein Ticket ergattern konnte.
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  • Tag 11 Lanjarón - Iznájar

    September 27, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 22 °C

    Dieser Tag war geprägt durch hügelige Landschaft mit gelegentlichen Gravel-Abschnitten und den besten Sommerwetter, was man sich vorstellen kann. Die Kulturlandschaft bot hierbei alles, was man mit dem Mittelmeerraum verbindet. Zitronen, Limonen, Granatäpfel und wie soll es nicht anders sein, eine ganze Menge Oliven.
    Gestartet, lief der Weg an einer kurvigen Strecke entlang eines Stausees, bis in einer Ortschaft ein kleiner Fluss überquert wurde. Danach ging es nur noch steil bergauf und zwar so, dass ich es nicht mehr gepackt habe weiterzufahren. Bei Steigungsprozenten von um die 25 Prozent und einer Länge des Schiebestücks von über einen Kilometer, musste ich mir die geplante Strecke wohl nochmal etwas genauer anschauen, denn das wollte ich nicht noch einmal mitmachen. Oben angekommen, drückte mich glücklicherweise ein starker Rückenwind die nächsten 20km Richtung Westen. Hinter mir wurde der Gebirgsstock der Sierra Nevada immer kleiner und ich fuhr ein in eine Welt voller gelb-roter Felder und voller Olivenhainen. Jene Landschaft, die ich eine Woche zuvor bei der Auffahrt des Pico del Veleta einblicken konnte.
    An einem Punkt kreuzte ich dann die Strecke von letzter Woche, um genau zu sein von Almuñécar nach Granada und umrundete das Gebirge damit einmal.
    Etwa 14 Uhr, auf der Suche im Internet nach einer geeigneten Unterkunft musste ich feststellen, dass ich entweder weniger Strecke an diesem Tag machen würde wie ich wollte oder viel mehr. Es war in geeigneter Entfernung keine einzige Unterkunft auffindbar und so entschied ich mich wohl oder übel für Variante zwei. Lieber war es mir am nächsten Tag etwas entspannter zu fahren und wenn ich erst 21 Uhr ankomme, "Was solls!"
    Das hieß nun auch, den Löwenanteil der Höhenmeter noch an diesem Tag zu machen.
    Es folgte ein größeres Tal (Río Genil), scheinbar auch mit mehr Wasser, denn es war grüner, wie in der Umgebung. Eine mir bekannte Pflanze überwog hierbei den Talboden. Die grünen Büsche, die nach der Ernte aus dem Boden wachsen sind nur allzu markant für den Spargel.
    In der letzten größeren Ortschaft, Huétor-Tájar, machte ich noch eine ausgiebige Pause um meine Energie wieder aufzufüllen und ebenso der Nachmittags-Hitze zu entgehen. 35 Grad zeigte das Thermometer an der Apotheke, 31 Grad die Wetter-App. Die Wahrheit wird wohl irgendwo dazwischen gelegen haben.
    Aus dem Fehler in der Früh gelernt, schaute ich mir nochmal das Streckenprofil an und entschloss, einen größeren Umweg zu machen, aber somit die Höhenmeter auf die insgesamt 10 km mehr Strecke besser aufzuteilen. Eine gute Idee, denn ein Alpen-Pass ist ja auch viel länger wie der direkteste Weg.
    Ein kurzer Halt noch am Supermarkt gemacht um die Getränke aufzufüllen. Dann begannen die letzten drei Stunden und 52 km, aufgeteilt in zwei Anstiegen mit jeweils 450 Höhenmeter. Der erste war länger, jedoch drückte noch die Hitze. Beim zweiten, steileren, verschwand die Sonne bereits am Horizont und es war etwas angenehmer zu fahren. 20:30 Uhr erreichte ich Iznájar. Vom Ort war im feuerroten Hintergrund nur noch eine Silhouette erkennbar. 21:00 Uhr stand ich dann am Hotel. Die Strecke sagte 138 km und über 2100 Höhenmeter in 7:15 Stunden Fahrzeit. Der Trinkverbrauch belief sich um die 5,5 Liter.
    Am darauffolgenden Tag stehen jetzt noch 88 km auf dem Programm, dann könnte ich Freitag nachmittags rechtzeitig und ohne Stress am Caminito del Rey sein.
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  • Tag 12 Iznájar - Ardales

    September 28, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    An Tag 12 gab es den Vorteil keine allzu lange Strecke mehr absolvieren zu müssen. Den vorherigen Tag zwar noch etwas in den Beinen gespürt, ging es 10:30 Uhr in Iznájar los. Die ersten Kilometer noch von Olivenhainen geprägt, kam eine ausgedehnte Ebene, in der mehrere Inselberge im Fokus waren. Über Archidona erreichte ich Antequera, auf der Karte für mich auch nur ein weiteres spanisches Dorf. Dort angekommen viel mir bereits das große Industriegebiet auf. Der Weg führte über eine vierspurige Straße in die Stadt hinein. Noch dem Zentrum nähernd jetzt einspurig, wollte ich ein paar Autos hinter mir den Vortritt lassen, so hielt ich rechts an und kam einfach nicht mehr zum Zug, weiterzufahren. Es waren wohl um die 30 Autos und der Film riss nicht ab. Irgendwann quetsche ich mich in eine Lücke und fuhr mit dem Verkehr. In der Innenstadt herrschte Auto-Chaos pur. Gefühlt war Stau auf der Autobahn und alle weichten auf die Umleitung durch die Stadt aus. So verging es eine Weile, bis ich wieder rauskam ins Hinterland und sich der Verkehr etwas legte.
    Der Wind kam mittlerweile von vorne und sehr böig. In einem Straßengraben lag ein Auto auf der Seite. Zum Glück ist der Fahrerin nichts passiert und Hilfe war unterwegs.
    Über einen steilen, aber noch machbaren Anstieg erreichte ich den Stausee, andem der Caminito del Rey liegt und konnte schon einmal sehen, wo es am nächsten Tag hingeht. Ardales, mein Ort war noch weitere 10 km entfernt. Ein Ort, wie es manche in Adalusien gibt, mit lauter weißen Häusern. "Bin mal gespannt, wie Ronda aussehen wird!" Ebenso ein weißer Ort, der in Reiseberichten allerdings ggü. Ardales häufig erwähnt wird.
    Zur Unterkunft trennte mich nur noch ein steiler Berg mit engen Gassen. Als dies auch geschafft war, konnte ich diesmal eine geräumige Ferienwohnung beziehen und ging am Abend zum Essen in das Dorf.
    Im Restaurant ergab sich mehr zufällig ein Austausch mit einem Pärchen aus den USA, die ebenfalls mit dem Rad die Gegend erkundeten.
    In guter Gesellschaft ging der Abend so noch dem Ende zu.
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  • Tag 14 Ardales-La Línea de la Conception

    September 30, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Mit dem Gedanken gestartet die rund 140 km bis Gibraltar in zwei Etappen zu absolvieren (Zeitdruck gab es keinen), fuhr ich um 11 Uhr in Ardales los. Erster Teil hügelig bis nach Gaucín, zweiter Teil langes bergab Stück und anschließend 30 km eben bis nach La Línea, den spanischen Teil Gibraltars, wenn man das so ausdrücken darf.
    Ronda war der erste Punkt auf der Etappe. Hier ging es über eine tolle felsige Landschaft hinein bis in die Stadt.
    Von Reiseempfehlungen im Internet konnte ich nicht wirklich zehren. Diese belobigten Ronda als tolles weißes Dorf, dass man gesehen haben muss. Durch die Fußgängerzone bis zur Brücke war es ganz nett, aber nicht sonderlich berauschend. Von einem Dorf kann auch keine Rede sein, denn mit 35000 Einwohner mit Stadtrecht, hat der Reiseberichtende wohl wenig Recherche gemacht.
    Sowohl vor Ronda und dahinter gab es Aussicht allerdings zu ihren besten.
    Weiße Dörfer, die das Bild der nächsten Kilometer nach Gaucín prägten, waren alle paar Kilometer zu sehen und das monotone Weiß machte doch einiges her, um die Landschaft noch ein Stück weit besonders zu machen.
    Mittlerweile beschloss ich noch am selben Tag die Strecke bis La Línea zu absolvieren. Es lief zugegeben ganz gut und die Wunsch-Unterkunft hatte nur die nächsten zwei Nächte ein einigermaßen günstigeres Zimmer frei.
    Hinter Gaucín, was zugegeben ebenso landschaftlich schön liegt, kam die längere bergab-Passage. Unten erreichte ich dann die Provinz Cádiz. Auf den letzten Kilometer waren die Straßen erstmals nicht so wahnsinnig gut, dennoch übertrafen sie so manche Italienischen immer noch bei weitem.
    Über Los Angeles gelangte der Weg in einem Vorort und das Navi leitete mich weg vom Radweg, was etwas mehr Zeit kostete. Zurück auf dem Radweg traf ich wieder auf zwei Mountainbiker, die ich einige Minuten zuvor überholt hatte, was zugegeben ein lustiges Zusammentreffen war und sie führten mich in die Stadt.
    Auf den letzten Kilometern zeigte sich dann dieser markante Fels von Gibraltar und ich muss gestehen, dass ich beeindruckt war, denn so imposant hatte ich mir diesen nicht vorgestellt.
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  • Tag 15 Rock of Gibraltar

    October 1, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Gibraltar vereint gleich mehrere Einzigartigkeiten. Zum einen ist es eine britische Enklave, welche auf dem Landweg nur von Spanien aus erreichbar ist. Es gibt britische Autokennzeichen, rote Telefonzellen und alle Namen erinnern daran, Teil des Commonwealth zu sein.
    Weiter bildet der markante Fels eine Landzunge, welche vom gerade einmal fünf Meter über dem Meeresspiegel gelegene La Línea verbunden ist.
    Und es ist der einzige Ort andem es in Europa freilebende Affen gibt.

    Gleich nach der Grenze, mittlerweile EU-Ausland, überquert man als Fußgänger oder auch Radfahrer eine Landebahn eines Passagierflugplatzes. Wo bitte gibt es sowas! Kommt ein Flugzeug, wird die Landebahn kurzerhand wie bei einem Bahnübergang gesperrt und man wartet, bis der Touchdown vorüber ist. Sowas kannte ich bisher nur vom Segelflugplatz in Eichstätt, da redet man nur von anderen Dimension.
    Zielgerichtet zum Affenfelsen (Apes Dan) und zum Upper Rock, probierte ich soweit mit dem Rad nach oben zu kommen, wie nur möglich. An der Bezahlstation zum Naturrservat gab man mir grünes Licht mit den Worten "It's a nice climb" und recht hatte die Person. Mit starken Prozenten von 20% - 25% ging es hinauf bis ca. 50 Meter unter dem höchsten Punkt. Der Rest wurde zu Fuß bewältigt.
    Die freilebenden, aber nicht wild lebenden Affen im Reservat sind auf jeden Fall ein Anziehungspunkt für die Leute.
    Mit menschlich, bewundernder Gelassenenheit nehmen sie die nach Sensation suchenden Handykameraphotografen wie mich hin.
    Nach ein paar Stunden Aufenthalt ging es wieder hinunter an die Südspitze zum Europa-Point. Das ist, was ich erst seit einigen Wochen weiß, nicht der südlichste Punkt Europas und auch nicht die engste Stelle von der Meerenge, die Europa und Afrika an dieser Stelle trennt. Denn diese Stelle befindet sich in Tarifa, ungefähr 40 km Richtung Süd-Westen.
    Anschließend an der steil Abfallenden Ostküste entlang wieder zum Flugfeld zurück geradelt, ging es schon bald zurück zur Unterkunft.
    So habe ich am Vortag Los Angeles besucht und bin anschließend zurück über Spanien an die britische Grenze, für mich ein neuer Rekord mit mehreren tausend Kilometern in 16 Stunden :)
    Weiter kann ich von diesem Tag nur sagen, dass mich die Natur dieses Felses wahnsinnig fasziniert hat und es einfach wert war, diese ganzen Kuriositäten anzusehen.
    La Línea kann ich nun auch gewiss sagen, wird nicht die Stadt meiner Träume. Ein wenig, wie in Neapel, gibt es hier einfach zu krasse spürbare Unterschiede zwischen den Vierteln und den Personen, die hier Leben. Zwischen Arm und Reich spürt man einfach zu starke Gegensätze. Am besten ist es natürlich, wenn eine gesunde Ausgeglichenheit gibt. Und so freue ich mich am nächsten Tag wieder in Richtung Land unterwegs zu sein, wo ich diese Ausgeglichenheit eher sehe.
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  • Tag 16 La Línea - Cancelata

    October 2, 2023 in Spain ⋅ ⛅ 22 °C

    Gibraltar war das letzte Ziel, was ich noch unterbringen wollte in diesem Urlaub. Weiter nach Algeciras oder Tarifa fahren und ein paar Stunden nach Marokko übersetzen schien möglich, aber letztlich zu gepresst und ich entschloss mir die Zeit zu nehmen, um die kommenden drei Tage für die ~130 km lange Strecke nach Torremolinos etwas auszuschmücken.
    Kurz nach La Línea kam der einzige größere Anstieg des Tages.
    Darauf führte mich das Navi in eine Siedlung, wo ein Pförtner mir die Schranke öffnete. An noblen Villen vorbei, mit prächtigen Vorgärten, an den Straßenrändern waren Blumen und Palmen, alles war akkurat, sauber und wunderbar hergerichtet.
    Ein Garten wie im Paradies, nur halt auch sehr menschenleer und nichts los. Die einzigen Menschen, die dort anzutreffen waren, waren die Landschaftsgärtner die sich drum bemühten, der Anlage eine entsprechende Außenwirkung zu verleihen. Ein leerer Ort also, ohne Seele und ohne Innenleben.
    Gut, was zumindest noch angenehmer war, wie die nächsten Kilometer. Diese führten entlang einer 4-spurigen autobahnähnlichen Straße, ohne Seitenstreifen. Mit etwas Glück konnte ich mich 10 km an ein Pärchen von Rennraldern anhängen, um so diesen öden Weg und den Autolärm schnell wie möglich hinter mich zu bringen.
    Es gab hier schlichtweg keinen anderen Weg und die erste Möglichkeit, direkt an der Uferpromenade entlang zu radeln, wurde auch genutzt. Respekt an die zwei Rennradler, die ihr Ding unter diesen Umständen durchzogen! Das ist alles andere als spaßig mit dem Autolärm und den Abgasen!
    Ich nutzte, wie gesagt, den langsameren Weg an der Promenade und beschloss schon bald es für den Tag sein zu lassen. Nahe eines Strandes stand ein geeignetes Hotel und Restaurants in der Nähe. Der Tag war so bereits nach 55 km beendet.
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  • Tag 17 Cancelata - Fuengirola

    October 3, 2023 in Spain ⋅ ☀️ 21 °C

    Ein letztes Mal Berge, ein letzter Anstieg mit anschließender Abfahrt. So sah der vorletzte Tag aus. Erst hinauf nach Istán, führte im Anschluss eine schöne kleine Straße durch den Naturpark Sierra de las Nieves. Kein Verkehr und ebenso kein Empfang, dafür Naturgeräusche pur. Der nächste Ort nach 10 km hieß Monda. Ein kleines Dorf abseits der großen Städte und Attraktionen. Vielleicht war es selbst die Attraktion. Viele, wahrscheinlich Studenten, sind an diesem Tag in dem Dorf unterwegs gewesen um auf ihren Zeichenbrettern etwas fest zu halten.
    Die anschließende Abfahrt war zugegeben noch einmal Spaßfaktor pur.
    700 Höhenmeter hinunter bis zur Küste. Dafür muss ich zu Hause schon den Anweg in die Alpen auf mich nehmen.
    Unten war Fuengirola erreicht und hier konnte ich nochmal das Meerwasser ausnutzen.
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  • Tag 18 Fuengirola - Torremolinos

    October 4, 2023 in Spain ⋅ ☁️ 22 °C

    Zurück zum Anfang, wie man so schön sagt und mit 18 km Strecke das anstrengendste Stück der Reise :). 15 Uhr konnte ich erst einchecken und so musste ich noch etwas Zeit vergehen lassen. Zum Glück waren auf dem Weg noch 3 Berliner Radfahrer anzutreffen und wir suchten eine Bar auf für einen Austausch von unseren Erlebnissen.
    Diese sind mit dem Flugzeug nach Faro in Portugal geflogen und bis nach Málaga mit ihren Rädern gefahren mit schönen, teilweise auch spannenden Streckenabschnitten, wie durch ein Flussdelta, welches nur zu Ebbe befahrbar ist. Für sie geht es einen Tag später zurück.
    Ich nutze die Gelegenheit noch ein allerletztes Mal um im Meer schwimmen zu gehen und machte dann alles fertig für den nächsten Morgen. Um 7 Uhr sollte der Flughafen erreicht sein, um das Rad wieder in einen Kokon aus Frischhaltefolie zu spinnen und 10:05 Uhr mit dem Flieger zurück nach München abheben zu können.
    Zugegeben schon ein bisschen froh auf die Rückkehr, denn die letzten Tage ohne ein wirkliches Ziel waren mir etwas zu planlos. Vielleicht aber auch mal ganz gut nichts zu verfolgen.
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  • Tag 19 Málaga - Ingolstadt

    October 5, 2023 in Germany ⋅ ☁️ 5 °C

    Wieder 3 Stunden vor Abflug am Flughafen wurde das Fahrrad abermals in den Plastik-Kokon gesponnen und abgeschickt. Auf der 50 Meter langen Strecke zur Sondergepäckabgabe konnte ich mit dem Rad unter dem Arm so noch einmal die neugierigen Blicke der anderen Flugreisenden auf mich ziehen.
    Der Rest lief problemlos. Kurz nachdem Start konnte vom Fenster aus ein letzter Blick auf die Sierra Nevada und ihren höchsten Berg geworfen werden, den die Wolken, wie durch einen Schnitt vom Boden trennten. Keine 10 Minuten dauerte es, die Strecke mit dem Flugzeug zu bewältigen für die ich mit dem Rad zwei volle Tage brauchte :).

    Knapp drei Stunden später waren beim Landeanflug am Münchener Flughafen dann das erste Mal endlich wieder grasgrüne Flächen zu sehen und ein Gefühl von Heimat stellte sich ein.
    Heraus aus dem Flugzeug mit 10 Grad Temperaturunterschied zu Spanien (17 Grad), wurden die Sondergepäckstücke sogleich händisch von einem Mitarbeiter des Flughafens an das Gepäckausgabeband gestellt. Das Rad entgegen genommen war es diesmal nur fast heil vom Transport zurück gekommen. Das Lenkerband vom Aeroaufsatz hatte einen Riss und das Ventil vom Vorderrad einen Knick. Alles nicht weiter dramatisch. Das Lenkerband wurde mit Klebeband fixiert und wegen des verborgenen Ventils bedurfte es keinen Wechsel, das hatte bis zum nächsten Schlauchwechsel Zeit.
    Heraus aus dem Flughafen führte die Route direkt zurück nach Ingolstadt und die prächtigen Herbstfarben zeigten sich an den Bäumen und Sträuchern. Zum Glück war die dritte Jahreszeit noch nicht allzu weit vorangeschritten.
    Meine Lieblingsjahreszeit konnte ich so noch in vollen Zügen bewundern.
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    Trip end
    October 5, 2023