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Asien - Es geht weiter

Nach 4.5 Monaten und einem schönen Sommer in Österreich geht es wieder los... Leggi altro
  • Coron Tag 1: Happy New Year

    31 dicembre 2025, Filippine ⋅ 🌧 26 °C

    Um 23:00 haben wir uns dann getroffen um den Aufstieg zu beginnen. Für mich ist es dann das 2te Mal heute, die 720 Stufen zu erklimmen. Schweißgebadet kommen wir an. Ich bin so froh hier oben zu sein. Unten bräuchte man sicher Gehörschutz. Die Einheimischen geben Vollgas mit ihren getunten Mopeds. Und dann ist es so weit. Lasset das Jahr 2026 beginnen. Ab jetzt bin ich seit 1 Jahr quasi auf Reisen. Und ich genieße es noch immer in vollen Zügen. Auch gerade jetzt wieder. Hier sein zu dürfen ist echt ein Privileg. So viele Erfahrungen wurden im Jahr 2025 gesammelt. Und auch einige Länder wie Thailand, Laos, Kambotscha, Vietnam, Deutschland und Kroatien besucht. Und immer wieder habe ich außergewöhnlichen Menschen begegnen dürfen.

    Aber es geht ja auch in 2026 weiter. Ich freu mich schon rießig darauf, was noch alles kommen wird.

    Dann wird es Zeit wieder runter zu gehen. Wir mischen uns unter die Einheimischen. Verrückt wie die Party machen. Nur die Frage ist, wer freut sich mehr? Wir oder die Einheimischen???
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  • Coron Tag 2: Geisterdorf im Jahre 2026

    1 gennaio, Filippine ⋅ ☁️ 28 °C

    Ist irgendetwas passiert in den letzten Stunden. Alle Shops vor dem Hotel haben zu. Keine Mopeds, kein unerträglicher Lärm, keine Menschen. Nichts, einfach nichts. Und es gibt noch immer kein Bargeld von den Automaten. Ich hole mir dann einen Kaffee und warte gefühlt eine halbe Ewigkeit darauf. Eh klar, wenn nur 2 Cafés offen haben. Auch mit der geplanten Massage wird heute nix. Alles geschlossen. Aber nicht verwunderlich bei dem Gefeier vor wenigen Stunden.

    Erst am Abend kehrt wieder etwas Leben in die Stadt Coron ein. Das Sissig hat gebrutzelt, schmeckte gut, jedoch wieder mal so fettig. Warum nur?!?!?!?!

    Am späteren Nachmittag treffe ich mich dann nochmals mit Sebastian bevor wir uns vorerst mal verabschieden. Er fliegt zwar auch nach Cebu, bleibt dort aber nur 1 Nacht bevor er Richtung Süden weiterreist. Es war mir ein Volksfest.

    Morgen früh geht es dann weiter nach Cebu Stadt.
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  • Flug nach Cebu

    2 gennaio, Filippine ⋅ 🌧 27 °C

    Gemütlich hole ich mir noch was von der Bäckerei und einen Kaffee. Dann warte ich schon auf den Shuttel zum Flughafen. Aber es kommt nicht bis 09:30. Und mich hat es gestern noch gewundert, als sie sagte, ich soll um 09:30 anrufen, würde ich nicht abgeholt werden. Sie geht gleich ran und sagt sie kümmert sich darum. Minuten vergehen. Ich ruf nochmals an und sie sagt nur sie erreicht den Fahrer nicht. Na toll. Egal, dann gehe ich halt die 3 min zum Buchungsoffice. Sie war ziemlich entsetzt darüber und 2 min später stand ein Minivan bereit. Wir luden dann noch 2 weitere Passagiere ein und auf gehts zum Flughafen. Trotzdem bin ich noch viel zu früh da. Hab noch mehr als 2h Zeit, und der Flughafen ist echt klein.

    Nächstes Highlight ist der Check-In. Da steht nur, dass der Check-In für Manila und Clark offen ist. Um 11:30 frage ich mal nach, denn mein Flug soll um 12:40 gehen. Sie sagt nur, ups, einchecken für alle Ziele. Und siehe da, sie ändert auch die Anzeige des Monitors. Ich muss nur schmunzeln und denk mir, so ist es halt in den Philippinen. Aber es funktioniert immer alles erstaunlicherweise komplett ruhig und gelassen. 10 min später war ich dann im voll überfüllten Warteraum bei Gate 3. Ich musste beim Bording aber ins 2te geparkte Flugzeug. So lustig. Nicht das ich bei Gate 2 warte. Hi,hi...

    Und noch was lustiges. Hab auch Max und Romy, die 2 Deutschen von der Bootsfahrt, getroffen. Etwas verwundert bin ich. Wolltet ihr nicht gestern fliegen. Sie lachten nur und sagten sie waren gestern schon da, hatten aber für heute den Flug gebucht. So lustig.

    Und dann geht es auch schon los mit der Propellermaschine Richtung Cebu. Dort angekommen klappt es mit dem Grab-Taxi wieder mal überhaupt nicht. Aber es kommt ein Bus. Ich frage wo er hin fährt. In die Stadt. Ok, dann fahr ich für 50 Pesos (0.72€) mal mit. 30 min später heißt es aussteigen am Cebu North Bus Terminal. Perfekt. Jetzt klappt es mit dem Grab, naja erst beim 2ten Anlauf. Der erste Fahrer hat einfach nach 10 min Wartezeit von mir die Fahrt storniert. Egal.

    Mein Hotel, das Travelbee Business Inn, hat sogar Frühstück dabei. Aber es ist schon ziemlich in die Jahre gekommen. Günstige Hotels gibt es hier echt nicht so einfach bzw. sind auch die teureren nicht wirklich viel besser. Zumindest von den Bewertungen her.

    Und es gibt wieder 7-eleven Supermärkte, die 24 h offen haben. Ich kaufe mir Wasser und so. Auf einmal lächelte mich ein ziemlich schmutziges Kind an. So um die 6 Jahre jung. Sie hält eine Packung Insta-Nudeln in der Hand und bittet mich ihr die zu kaufen. Na klar, und einen Joghurtdrink sucht sie sich auch noch aus. Noch mehr strahlend verlässt sie das Geschäft. Vor dem Geschäft sitzen mehrere dieser Kinder. Sie lächeln, schmatzen und teilen sich das erbettelte Essen. Der Tisch ist reichlich gedeckt mit viel erbettelten. Unter anderem Hühnerkeulen. Es ist so schlimm und arg hier. So jung, weit und breit keine Eltern. Vielleicht sind sie schon vollkommen auf sich gestellt?

    Und dann ruft mich auch schon Sebastian an und fragt wo ich wohne. Der Stalker verfolgt mich. Er wohnt nur ein paar Gehminuten von mir entfernt. So gehen wir noch etwas ins Nachtleben mit Hopfensüppchen und Billiardspielen.

    Davor gehe ich aber noch was Essen. Spanferkel, ein typische Cebuanisches Gericht. Es mundet total. Eine der bisher wenigen sehr leckeren Speisen. Und der Preis von 2.61€ war auch vollkommen okay. Generell kommt mir Cebu viel, viel günstiger vor als Manila und Palawan.

    Achja, bevor ich es vergesse. Es ist mir schon die ganze Zeit aufgefallen. Es gibt keine Plastiksackerl mehr in den Supermärkten. Anstatt dessen, gibt es Papiertüten. Da die aber nicht halten, werden meistens 2 zusammengesteckt. Hilft aber auch nichts beim Einkauf von gekühlten Wasser. Nach 5 min tragen ist das Dingsbums hinüber.
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  • Cebu Tag 1: Beste Tour überhaupt!

    3 gennaio, Filippine ⋅ 🌧 28 °C

    Cebu Entdeckt: Von Vulkanen und Korallen bis zu epischem StreetfoodI. Ich streife durch die Altstadt von Cebu, direkt ins Museum, und tauche ein in die wilde Geologie der Insel. Chrislann unser Guide fängt voller Motivation an zu berichten. Der Osmeña Peak thront über einem ganzen Riff aus Sedimenten, geformt durch Plattenverschiebungen und Vulkane – genau deswegen peitschen hier die Taifune so hart durch. Viele Mineralien datieren fünf Millionen Jahre zurück, und die Philippinen beherbergen zwei Drittel der globalen Biodiversität. Kein Wunder, dass Taucher hier süchtig werden. Der Museumsbereich liegt mitten in der historischen Altstadt, und die Geschichten fesseln: Warum kamen die ersten Menschen nach Cebu? Früher war alles ein Kontinent, und sie sind vor rund 50.000 Jahren aus Afrika hergewandert. Später folgte die austronesische Migration, Handel mit Chinesen – alles bezahlt mit Gold. Mindanao blieb muslimisch, Christen kamen erst in der Kolonialzeit. Das Museum selbst, ein alter Handelsbereich, bauten die USA. Lustige Fact: Die Reiseversicherung erfanden Seeleute – wenn das Schiff sank, floss das Geld. Filipinos sind mega stolz auf ihre gemischten Blutlinien!

    Vom Museum spaziere wir zum Fort – benannt nach Ferdinand Magellan, der 1521 als Erster die Welt umrundete und hier anlegte, um frisches Essen zu bunkern. Die Leute dachten damals noch, die Erde sei flach! Cebu diente nur acht Jahre als Hauptstadt, weil's zu bergig war; Manila mit seiner flachen Lage übernahm. Das Fort selbst ist ein Meisterwerk aus Korallensteinen – Korallen wachsen ja nur lächerliche 1 mm pro Jahr, total verrückt. 1565 kamen die Spanier und bauten Dutzende Festungen wie diese. Heute schicken 10% der Filipinos ihr Geld aus dem Ausland heim – Touristen sind nett, aber nicht der Star. Gleich nebenan die Basilika, erbaut von Chinesen, und Colon Street, benannt nach Christopher Columbus. Die Philippinen? Das Callcenter der Welt. Ich muss grinsen: Von kühnen Seefahrern zu Headset-Profis – Evolution level up! Der Tag krönt sich bei Puso Village mit purem Gemeinschaftsessen. Chrislann geht Essen fassen für uns und bringt immer wieder leckere Gerichte, die einem das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Gegessen wird mit den Händen. Dabei ziehen wir Handschuhe an, um die Finger clean zu halten, und jeder greift zu, was ihm mundet. Gegrillter Fisch, Muscheln, Seegras, Frühlingsrollen und das unverzichtbare Kraftfutter der Filipinos Reis – es schmeckt himmlisch, ein wahres Fest für alle Sinne! Und dazu, früher noch von Meeresgetier gesprochen und soeben auch verzehrt. So geht Geschichte erzählen von Chrislann.

    Nach dem Essen quetschen wir uns in einen überfüllten Jeepney, aus Nachkriegs-Jeep-Wracks gebastelt, jetzt ein rollendes Kunstwerk und günstiges Filipino Transportmittel. Schulter an Schulter mit Locals rumpelt's los – "Bayad!" ruft's, Pesos wandern Hand für Hand nach vorn, während der Fahrer ohne Bremsen kassiert.

    Danach ging es noch weiter durch die Straßen bei netten Geschichten und frischer Kokusnuss. Als Highlight zählten für mich dabei die in der Colon Street hängenden Steckdosen. Den Nachtmark werde ich mir wohl noch ansehen. Geendet hat die Tour dann nach 6h in Bo's Cafe. Kam mir gar nicht so lange vor.
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  • Cebu Tag 2: Regnerisch

    4 gennaio, Filippine ⋅ 🌧 27 °C

    Schlecht geschlafen und trotzdem früh wach. Das im Hotel inkludierte Frühstück ist auch nicht prickelnd. Reis, undefinierbares Hühnchen, Kaffee der den Namen nicht verdient. Ich lasse es heute mal aus und gehe zu einer Bäckerei. Es fängt dann an zu regnen und ich bin sozusagen in einem Cafè gefangen. Naja, es gibt schlimmeres. Um die Mittagszeit hört es dann auf und ich gehe mal ins Zimmer zurück.

    Ups, bin eingeschlafen und jetzt ist es Abend. Es ist trocken. Somit fahre ich nochmals ins Pusô Village, also dorthin wo wir gestern mit unserem Guide gegessen haben. Es ist wahnsinnig viel los.

    Ich sparziere dann noch in die Colon Street, also dorthin wo gestern die Steckdosen gehangen haben. Alles voller Straßenmärkte. Aber ich bin schon satt vom Spanferkel und dem süßen Nachtisch. Am Weg dorthin bin ich auch noch bei der Basilica Minore del Sto. Niño de Cebu borbeigekommen. Es wird gerade eine Messe abgehalten. Da es keinen Platz mehr gibt tummeln sich die Massen in der umliegenden Straße. Verkehrschaos pur. Aber schön mit anzusehen. Und schon wie erwähnt, es gibt wieder 7-elenven shops. Hurra...
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  • Cebu Tag 3: Eingelebt!

    5 gennaio, Filippine ⋅ ☁️ 28 °C

    Mittlerweile habe mich hier eingelebt. Finde Cebu hat einen speziellen Vipe. Nicht zu sehr Großstadt, nicht zu klein, auch nicht übertrieben viel los und es gibt wieder Märkte zum Essen fassen. Und die Qualität und der Geschmack des Essens ist viel viel besser hier.

    Es ist bewölkt und ich hole mir einen guten Morgen Kaffee. Nicht schon wieder, es fängt an zu regnen. Aber nur kurz, aber immer wieder. Hatte auch glück beim Hotel wechseln. Hab ein besseres gefunden für die eine Nacht die ich jetzt länger bleibe, bevor ich meinen letzten Stopp in den Phillipinen anvisiere. Es handelt sich dabei um das The Maximilian Hotel. Dieses wurde erst vor einem Monat eröffnet, ist super sauber und riesengroß. Ein Doppelbett und ein Einzelbett für mich alleine.

    Dann gönn ich mir mal eine schwedische Massage. Kosten für die 1h liegen bei 325 PHP (4.71€). Unfassbar günstig. Da die Massage echt gut war, gibt es auch noch Trinkgeld. Danach hab ich Hunger. Ich gehe ins Pares Pinoy und gönn mir ein Süppchen mit Rindfleisch und Reis. Super lecker und das für 49 PHP (0.71€). Cebu ist im Vergleich zu El Nido echt verhältnismäßig saugünstig und auch leckerer. Achja, meine Matte ist auch schon wieder zu lang. 200 PHP (2.90€) wechselten zum Barber und ich hab die Haare wieder schön, eh kurz.

    Da das Wetter noch immer unbeständig ist, fahre ich am späteren Nachmittag in die Ayala Shopping Mall. Riesengroß, supersauber und ein kleiner Shop, der meine Aufmerksamkeit zu 100 % erhält. Egal was es kostet. Ich will es haben. Jetzt. Sofort. Das Banh Mi mundet fast wie in Vietnam. Wie konnte ich nur so viele Jahre ohne Koriander überleben. Ich gönn mir dann in Bo's Cafe noch schwarzes Gold und beobachte das bunte treiben. Am Abend dann noch alles einpacken, da es morgen dann zur Mittagszeit weiter geht für 3 Tage.
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  • Auf nach Oslob: Vorerst letztes Highligh

    6 gennaio, Filippine ⋅ ☁️ 30 °C

    Am Vormittag wird noch gemütlich genossen. Um kurz vor 13:00 kommt dann mein Grab Taxi. Ziel ist die South Bus Station. Hier sollen stündlich Busse nach Oslob fahren. Ich gehe hinein. Die freundliche diplomierte Eingangssicherungstechnikerin (Security) fragt mich gleich wo es hin geht. Sie zeigt mir dann den Schalter zum Ticket kaufen. 255 PHP (3.69€) sind fällig für die 4-stündige Fahrt. Die Dame dort sagt, dass mein Bus in 20 min abfährt. Perfekt. Bei der Ticketkontrolle redet mich ein Mann an. Wo geht es hin. Oslob. Ok, er nimmt mein Ticket, scannt es ein, verstaut meinen Rucksack im Bus und sagt nur ich soll Platz nehmen. Ich frage dann noch, wo der Bus in Oslob stehen bleibt. Nachdem ich ihm mein Hotel genannt habe, sagte er nur, wir bleiben für jeden überall stehen. Und so war es auch. Bei voller Fahrt öffnet der Ticketkontolleur die Bustür, der Bus bremst ab, er springt raus um meinen Rucksack zu holen und wünscht mir während dem Einsteigen, der Bus fährt dabei schon wieder los, noch einen schönen Tag. Ich stehe direkt vor meinem Hotel Germaroze. Wie genial. Fühle mich wie so oft in den Philipinen wie ein Baby. Es wird sich voll um mich gekümmert.

    Das Hotel ist grenzgenial. Seht euch den Meerblick an. Und das ganze für 14€/Nacht im Doppelzimmer. Hier chille ich mal, bevor es dann übermorgen fischig wird.

    Am Abend hol ich mir dann noch was zum Essen. Habe gesündigt und mir einen Burger gegönnt für unfassbare 95 PHP (1.38€). Dieser wurde sorgfältigst zubereitet und dann Schicht für Schicht zusammengebaut. Auch lecker. Und am Abend sehen ich dann der schwarzen Sonne zu wie sie sich Stück für Stück mit den unzählbaren Sternen bewegt. Untermauert wird das ganze vom Rauschen den Meeres.
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  • Oslob Tag 1: Was gibt es hier sonst so?

    7 gennaio, Filippine ⋅ ☁️ 25 °C

    Warum bin ich schon um 06:00 wach geworden. Richtig, Sonnenaufgang ansehen. Herrlich und das Meer ist total ruhig. Dann lege ich mich noch mal schlafen. Warum? Weil ich es kann.

    Nach einem Kaffee geht es auf Erkundung. Viel gibt es allerdings nicht zu sehen. Eine Kirche, einen verfallenen Aussichtsturm und Meer so weit das Auge reicht. Nach dem Erkunden geht es dann zurück zu meiner grenzgenialen Unterkunft. Dort chille ich ab, hole auf beim Pinguin befüllen und bringe somit meine Gedanken zum Erlebten der letzten Tage auf digitales Papier.

    Kurz vor Sonnenuntergang treffe ich zufällig Manuela, eine Deutsche höheren Alters. Sie hat die Schnautze voll vom kalten Wetter und den trotz guten Verdienst ständig nörgelnden Menschen. Demnach ist sie auch schon länger unterwegs und hat schon ziemlich viele Orte Besucht. Bei schwarzen Gold unterhalten wir uns dann länger und tauschen wertvolle Reiseinfos aus. Erspart mir demnach einiges an Recherchearbeit. Ich liebe solche spontanen Begegnungen. Kommen immer wieder vor.

    Abends gehe ich dann noch fein Essen ins Lucky 9ers Unlimited. Es gibt Tunasteak. Herrlich. Heute bekomme ich noch Besteck. Morgen gönn ich mir nochmals ein Tunasteak. Da bekomm ich keines mehr. Nur mehr einen Plastikhandschuh. Zähl wahrscheinlich beim 2ten Besuch schon zu den Einheimischen.
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  • Oslo Tag 2: Ob sie mich fressen werden?

    8 gennaio, Filippine ⋅ ☁️ 25 °C

    Um 04:30 klingelt der Wecker. Viel, viel, viel zu früh. Müde und aufgeregt schleppe ich mich aus dem Bett. Um 05:00 geht es bereits los. Ich bin nicht alleine im Dreirad. Es sind noch Alex aus Russland und Feru aus Kasachstan dabei. Bei vollkommener Dunkelheit rast das Dreirad los. Es schaukelt und rüttelt. Angekommen wollten wir fürs bringen bezahlen. Er sagt nur später. Es stellte sich heraus, daß er uns noch bei allem half. Und das arge ist, dass wir nicht die ersten hier sind. Es tummeln sich schon die Leute. Wir geben dem Fahrer oder Guide, so genau wissen wir das noch immer nicht, die 1000 PHP (14,50€) für den Eintritt und er gibt uns im Austausch dafür einen Zettel mit der Nr. 0083. Also wir sind die 83zigsten bereits hier. Er meinte nur um 07:00 wird es für uns los gehen. Und so war es auch. Wir werden aufgerufen, bekommen die Schwimmweste und werden etwa 50 m hinausgerudert. Ab ins Wasser die Walhaie beobachten. Irre mega komisches krasses Gefühl die mächtigen Tiere hautnah vorbeischwimmen zu sehen. Wir haben uns auch eine GoPro ausgeborgt. Nur der Bootsmann war da nicht so begabt darin. ZumGlück hatte Alex auch eine dabei, und somit gibt es Aufnahmen vom mächtigen Meerestier. Ein absolut irres Gefühl den Wahlhai so nah zu erleben. Dass der Walhai so neben uns schwamm war deshalb, da er von einem Boot aus gefüttert wurde. Und nach 30 min war alles vorbei. Unser Fahrer brachte uns wieder zur Unterkunft zurück und es waren 200 PHP (2.90€) pro Person fällig. Voll Ok für das, dass er uns auch geholfen hat. Wir tauschen dann noch die Fotos aus und quatschen eine Weile. Dann geht es ab für ein zwingend notwendiges Mittagsschläfchen.

    Aber es ist nicht alles golden was glänzt.
    Walhaie, die sanften Filterfresser-Ozeanriesen, pumpen natürlich 326–614 m³ Wasser pro Stunde durch ihr Maul (je nach Größe von 4,4–6,2 m). Bei 4,5 g Plankton/m³ ergattern sie somit 1,5–2,8 kg Futter stündlich – in ihren gemächlichen 7,5 Stunden täglicher Fresszeit kommen so 11–21 kg raus. Sie wandern wild lebend tausende Kilometer in warmen Gewässern, tauchen tief bis 1000 m und filtern vielfältig Plankton/Krill, ohne menschliche "Hilfe". Oslobs Fütterungs-Show? Ein Witz: Reine Krill-Diäten machen sie abhängig, verursachen Mangelernährung durch die künstliche Fütterung und Verhaltensänderungen durch Massenchaos – Studien spotten über diese Pseudo-Natur.
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  • Zurück nach Cebu

    9 gennaio, Filippine ⋅ ⛅ 30 °C

    Es ist so herrlich hier in Oslob am Meer. So richtig zum Seele baumeln lassen. Es hilft aber alles nichts. Da mein Visum morgen ausläuft, geht es zurück nach Cebu für 1 Nacht.

    Eine Busstation oder einen Busbahnhof sucht man in Oslob vergebens. Einfach an die Straße stellen, warten bis der Richtige Bus kommt, winken und dann einsteigen. So machte ich es auch, um kurz vor 12:00. Nach 2 min warten rast er schon daher; die Busfahrer sind echt verrückte Fahrer. Durchgeschüttelt und nicht gerührt komme ich um ca. 16:00 in Cebu beim Busbahnhof an. Manchmal hat es meinen trägen Körper mindestens 30 cm in die Luft geworfen. Mit so einer Mopsgeschwindigkeit ist der klapprige Bus über die Schlaglöcher gedonnert. Aber ich habe es endlich überstanden. Naja, fast halt. Es staut überall da es ein Festival gibt und dadurch einige Straßen gesperrt sind. Ich dachte mir demnach, ich spaziere so 10 min zu einem Café, gönn mir schwarzes Gold und bestell dann ein Grap-Taxi. Pustekuchen, das Café existierte nicht mehr. Somit wartete ich eine halbe Ewigkeit im Schatten bis das Taxi kam. Und nach gefühlt einer weiteren Ewigkeit (2h für die paar Kilometer) komme ich im Hotel an. Dann gibt es heute nur noch eine Dusche, eine Massage und die letzte Nacht auf den Philippinen.Leggi altro

  • 30 Tage Philipinen sind vorbei!

    10 gennaio, Filippine ⋅ ☁️ 30 °C

    Irre wie schnell die Zeit auf den Philippinen vergangen ist. Musste mich zuerst in Manila doch etwas gewöhnen. Aber ab Palawan war es mega lässig, mit Highlights der 3 Tages Bootstour von El Nido nach Coron, der Tagestour in Port Barton mit Schildkröte und natürlich den faszinierenden und extrem freundlichen und english sprechenden Filipinos. Achja, so ein blaues und funkelndes Meer habe ich bis dato noch nicht erleben dürfen. Danke für alles und bis bald mal. Freue mich aber auch schon aufs nächste Land. Dort soll es wieder irre leckeres Essen geben.

    Kurz nach 17:00 bin ich dann in Kuala Lumpur am Flughafen angekommen. Vor der Landung haben sie noch eine komplette Dose Mückenspray ausgesprüht. Damit wir nix einschleppen. Voll gaga das giftige Zeug einatmen zu müssen.

    Normal kaufe ich am Flughafen keine Sim-Karte, da zu teuer. Das Internet sagte aber, dass es ähnlich günstig ist. Also Sim im Tune Talk Shop gekauft. 150 GB, 30 Tage für 35 RM (7,37€). Voll OK. Nur als ich im Express Zug nach KL City die App herunter lade, sehe ich, die Sau hat mich abgezockt. Habe nur 14 Tage und 40 GB bekommen. Und in der App kann man auch nur Shit Pakete nachkaufen. Also in 14 Tage das selbe Spiel nochmals.

    Das Swing and Pillows @ Sungei Wang ist mein Hotel für die nächsten 5 Nächte. Nur von den sehr guten Bewertungen auf Google Maps sehe ich nichts. Naja, was solls. Und einchecken musste ich auch im Hotel gegenüber, da die Rezeption nicht besetzt war. Verlief aber alles reibungslos.

    Dann gleich mal raus. Es ist sehr viel los in Bukit Bintang. Was gleich mal auffällt, ist, dass es sehr wenige Mopeds gibt und ich im Zentrum der Partymeile gelandet bin. Demnach ist der Essensmarkt gleich um die Ecke. Ich bestell mir Nudeln mit Rindfleisch. Herrlich lecker. Wie ich das nur vermisst habe.
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  • KL Tag 1: Schmelztiegel der Kulturen - 1

    11 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 27 °C

    Stell dir vor: Vor 600 Jahren rockte Malakka als Hafen-Hub, aber Kuala Lumpur? Reine Jungle-Wildnis, bis Zinn-Minenarbeiter und Kautschukplantagen daraus eine Boomtown machten. Chinesen kamen zuerst als fleißige Pioniere sowie Inder um 1900 dazu – heute mixen Malaysier, Chinesen und Inder friedlich in KLs Schmelztiegel der Kulturen. Industrie? Gummi, Palmöl, Gewürze, Kaffee – fast alles lokal, außer Klamotten. Fabriken pumpen oroginal Schuhe und Kleidung über die Nachfrage raus, Überproduktion landet als „Originale“ (hart-plastig verpackt!) in Chinatown. Fakes? Fehlanzeige!

    Kick-off bei der Chan She Shu Yuen Clan Ancestral Hall. Mit Guide Han, unserem Guru-Held, starten wir 1895 bei der prächtigen Ahnenhalle. Arme chinesische Arbeiter konnten weder lesen noch schreiben – daher gibt es nur eine davon hier. Die vier Gründer waren schlau: Jeder warf Geld rein, zack gebaut! Eingangstore mit blauen Dächern symbolisieren Schreibpinsel – Mahnung an Kids: „Geht zur Schule, Leute!“

    Bonus: Malaysia war britische Kolonie, daher Familenname vorne (Familie first!), anders als bei uns Europäern mit Vorname am Beginn (Individuum rules). Zumindest interpretierte es unser Guide so. Heute werden hier sogar Ehen eingetragen. 1957 Unabhängigkeit, keine Einkaufszentren – ergo wurde Chinatown für Shopping geflutet. Opfergaben? Fast ausgestorben. Früher waren sie arm. Demnach geben sie den Ahnen das Beste was sie hatten: Essen!

    Durch Kwai Chai Hong ins Herz des Chaos. Malaysia ist ein Friedensparadies. In den coolen versteckten Gassen posen wir für Fotos – Han erzählt: Analphabeten diktierten Briefe. Eine junge Frau? Mit 20 Prostituierte. Landbesitzerin? Die Minenarbeiter hatten null Land, mieteten Zimmer hier. Malaysier rocken Work-Life-Balance, speisen am liebsten unter freien Himmel an der Straße. Häuser mit zwei Türen plus mittlerem Fenster? Praktisch, um Waren hochzuhieven! Und Krankenhäuser? Gratis für Arme, finanziert von Chinesen – Miner-Liebling!
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  • KL Tag 1: Schmelztiegel der Kulturen - 2

    11 gennaio, Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Petaling Street und Sin Sze Si Ya Tempel runden ab: Nudel-Fabrik-Straße, wo Klamotten in hartem Plastik verpackt sind, die echten Kracher. Malays essen draußen, wir schnuppern den Duft – und hey, Chinatown ist extrem sauber, quasi klinisch steril im Vergleich zu Manilas Müll-Chaos oder anderen asiatischen Chinatowns; als hätte Malaysien die Reinigungsfieber-App erfunden, während der Rest Asiens noch im „Wer wirft zuerst?“-Spiel steckt!

    Finale im ältesten chinesischen Tempel KL's – Mix aus Chinese, Hindu und Taoismus. Rauch-Alarm durch Opfergaben! Es qualmt wie in 'ner Billig-Disco, aber heilig. Han's spruch : „Hier opferst du nicht dein Gehalt – nur Räucherstäbchen!“

    Hungrig von der Tour werfe ich in meine Futterlucke noch eine Hühnersuppe. Hat ja eh nur 38°C heute. Dabei treffe ich zufällig ein Pensionistenpärchen aus Wien. Wir quatschen wieder sehr lange. Das lustige, vorgestellt haben wir uns aber nicht. War uns anscheinend nicht wichtig genug.

    Und am Abend regnete es wieder mal kurz als ich beim Essen war. Vielen herzlichen Dank an Dr.G. für die perfekte Empfehlung ins Restoran Nasi Kandar Umar Restaurant zu gehen. Das im Tandoori Ofen gebackene Naan-Brot schmeckt himmlisch. Ich brauch auch so einen Ofen zu Hause, Atze hast du Platz dafür?!?
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  • KL Tag 2: Nicht viel.

    12 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 32 °C

    Nach einem herrlichen vietnamesischen Kaffee hol ich mir Roti. Wie immer ist @ Restoran MonChinese Beef Roti eine lange Warteschlange anzutreffen. Und das von morgens bis abends. Aber es vergeht schnell, da ich beim Zubereiten zusehen kann. Das Roti schmeckt herrlich und das für nur 6.5 RM (1,38). Danach aber in mein kleines Zimmer zurück. Mal schauen was ich heute noch so mache. Ok, ich fahre noch mal in die Nähe Chinatowns zum Merdeka Square. Schöne alte Gebäude und Zeit das bunte treiben zu beobachten. Am Rückweg hol ich mir dann in der Chinatown einen frisch gepressten Granatapfelsaft, um meinen Körper etwas von ersten Überhitzungsanzeichen zurückzuholen. Es ist irre warm heute. Gefühlt 38°C und das Wasser läuft mir den Rücken runter. Am Abend regnet es dann wieder auf die Minute genau um 18:00. Aber nur kurz.Leggi altro

  • KL Tag 3: Landleben in der Metropole?!?

    13 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 31 °C

    Stell dir vor: Vor 500 Jahren landet der erste Sultan in Malakka, in dieser Perle 2 Stunden südlich von Kuala Lumpur – und zack, entsteht eine der diversesten Städte der Welt. In Kuala Lumpur prallen Inder, Chinesen und Malaiier aufeinander, 2 Millionen Leute in der Stadt, 9 Millionen im Umland. In ganz Malaysien? Über 70 Ethnien – ein bunter Wahnsinn, der nie langweilig wird! Aber Achtung: KL hockt nur 35 Meter überm Meer, Regenzeit bedeutet Überschwemmungsparty. Kein Wunder, dass die Alten ihre Häuser auf Stelzen bauten. Und für die Malaiier? Allah ganz oben: Fünf Gebete am Tag, Ramadan-Fasten – das sitzt tief in den Knochen. Dann die Petronas Towers, diese stählernen Riesen: Sechs Jahre Bauzeit, Japaner gegen Südkoreaner im Duell. Die Koreaner siegen, Turm 2 steht zuerst – 452 Meter purer Wahnsinn, mittendrin eine Brücke wie ein High-Wire-Act. Fun Fact, der krasseste: Alain "Spiderman" Robert, der Franzose, klettert die Dinger frei hoch. Respekt oder Wahnsinn? Du entscheidest.

    Über die Saloma-Brücke schlendern wir mit unserem Guide Lisa ins Dorf Kampung Baru, vorbei an schlichten Gräbern: Stein am Kopf, Stein am Fuß (manchmal chillt da 'n Vogel drauf), alles nach Mekka ausgerichtet. Unten der Fluss – "Fluss des Lebens" genannt, weil ohne ihn gäb's KL nicht. Chinesen schnüffelten Zinn, Handel explodierte: Von Zinn-Dorf zur Hochhaus-Meute. Bonus: Früher krochen Krokodile rum wie in 'nem Horrorfilm, bis man's sie jagte. Nächster Hit: Ein 150 Jahre altes Holzhaus, wo 1999 sogar der Sultan vorbeischaute. Tipp für Romantiker: Malay-Frau heiraten? Konvertiere erstmal. Typisches Setup der alten Häuser: Mutterhaus mit Wohn-, Ess- und Badezimmer, dann 'n Gang zur Küche – wie Petronas Tower mit Brücke, symbolisch clever! Der Holzboden? Offene Schlitze für Luft und Feind-Alarm. Schlangen? Keine Chance an rechteckigen Pfählern hochzuklettern– Stelzenpower!
    Guide Lisa, die Queen, serviert Nasi Lemak – cremig, kokosnussig, himmlisch lecker. Weiter zu den Streetfood-Ständen, wo wir uns durchfuttern wie Profis. Finale: Eine Moschee unter vielen (Malaysia ist muslimisch). Lisa droppt die Bombe: Petronas von oben? Sternförmig – purer Islam-Vibe. KL, du legendärer Mix aus Tradition und Turbo-Modern!
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  • KL Tag 4: Little India

    14 gennaio, Malaysia ⋅ ⛅ 31 °C

    In Kuala Lumpurs Bukit Bintang thront Raflis Vietnam Coffee, kurz RVC – mein ultimativer Tageskick. Ein sämiger, starker vietnamesischer Kaffee lockt am üppig-grünen Gehweg. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden ein. Zwei katzenroyale Bosse regieren diesen Bereich: ein orange-weißes Fluff-Wunder und ein schwarz-weißer Zen-Meister. Ratten huschen ab und an wie Schatten durchs Pflanzengewirr. Die Miezen blinzeln gelassen. Sie ignorieren alles und schnabulieren Gäste-Snacks. Pure Idylle pulsiert inmitten des Stadttrubels. Der Glanzmoment beim Bezahlen: Ein handgeschriebener Zettel klebt auf einem Glastopf und bettelt witzig um Trinkgeld. Ziel ist es, die Katzen in die Ninja-Akademie zu senden. Tarnkunst ersetzt Tiefschlaf. Präziser Pfotenstoß vertreibt Ratten. Faulenzen hört auf! Ich lache mich kaputt. Münzen klimpern hinein. Der Kaffee mundet noch besser. Hier sprüht Katzenhumor inmitten des Grünparadieses. Perfekter Spot für scharfe Reiseanekdoten. Komm her – bevor die Pranken zupacken!

    Am frühen Nachmittag geht es dann nach Little India. Gerüche stechen mir schon in die Nase, kaum dass ich den Monorail in Kuala Lumpurs Little India verlasse – als ob der Curry-Duft Rache übt für meinen letzten Roti. Straßen explodieren in Buntstörungen, Leute schlürfen Tee wie ewige Hippies, und am Markt türmt sich Grünzeug, das wahrscheinlich magische Kräfte gegen Jetlag hat. Nichts Weltbewegendes? Pah, bis du kapierst: Innerhalb von wenig 100 Metern prahlen vier Religionen mit Tempel-Showdown – Tamil Methodist Kirche, Sri Sakthi Karpaga Vinayagar-Hindutempel, buddhistischer Maha Vihara und Evangelical Lutheran Zion Church. Beeindruckend? Klar, als würde Gott ’nen Vierreligionen-Buffet schmeißen. Ich schnüffel Gewürze, ignoriere das Grünzeug-Chaos und grinse – Little India, wo Spiritualität bunter zuschlägt als Gewürzhändler im Rausch. Prost mit Tee, bevor der nächste Tempel dich bekehrt! Naja, man kann es auch lustig ausdrücken auch wenn es in Wirklichkeit nicht so prickelnd war. Ich lass den Tag dann ausklingen. Morgen geht es dann weiter südlich zum UNESCO Welkulturerbe Malakka mit dem Bus.
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  • Malakka, ich komme per Bus.

    15 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 30 °C

    Für wenig Geld geht es zuerst mit dem Monorail und dann mit dem Zug zur Busstation Bersepadu Selatan (TBS). Ticket kaufen und wenige Minuten später sitze ich im bequemen Bus. 2 h später kommen wir dann auch schon wieder an. Mein Hotel The Cozy Place By Nestcove liegt etwas außerhalb und ist nur per Pin-Code zugänglich. Ist aber super sauber und ich habe auch einen Balkon. Oben drauf gibt es noch ein sehr kleines Frühstück, Toastbrot und Marmelade. Besser als nix.

    Dann mal in den Trubel nur wo sind denn alle. Sehr viel hat zu, und das am Donnerstag gegen 17:00. Ok?!? Ich schländere so durch die Gassen, alles ist sehr bunt und es gibt unmengen an Grafittis für Photospots. Ich folge dann Manuelas Rat, sie habe ich in Oslob kennen gelernt, und hole mir leckeren Vietnamesichen Kaffee und Banh Mi. Hätte ich so nicht entdeckt. Morgen geht es dann auf eine Walking Tour. Bin schon gespannt was das verschlafene Städtchen für eine Geschichte zu bieten hat.
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  • Malakka Tag 1: Gassen und Geschichten.

    16 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 31 °C

    Melaka, oft auch Malakka geschrieben, thront als älteste malaysische Stadt an der Straße von Malakka. 2008 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt – zu Recht, denn ihre Geschichte liest sich wie ein Actionfilm mit Piraten, Sultanen und Kolonialmächten. Der Legende nach flüchtete Parameswara, der Gründer von Melaka, Ende des 14. Jahrhunderts hierher. Unter einem Baum namens Melaka rastend, sah er ungläubig, wie seine Jagdhunde von einer winzigen Maus in den Fluss gejagt wurden. Amüsiert nannte er den Ort einfach nach dem Baum – eine Lektion: Große Helden fürchten manchmal die Kleinsten. Die Architektur und Kultur spiegeln die Händler und Eroberer wider, die hier ein- und ausgingen. Im frühen 15. Jahrhundert pushte China Melaka als Handels-Hub und Basis für Indische-Ozean-Abenteuer. Arabische, persische und indische Kaufleute strömten herbei. Parameswara konvertierte zum Islam durch seine Ehe mit einer sumatranischen Prinzessin, und voilà: Ein Sultanat entstand. 1511 räumten die Portugiesen die Bühne – bis 1641 die Niederländer übernahmen. Die Holländer regierten bis 1798, dann kamen die Briten (mit Japaner-Unterbrechung im Zweiten Weltkrieg), die erst 1957 abzogen. 1963 wurde Melaka Teil Malaysias.

    Irgendwann wurde es in der Festung zu eng erzählt Guide Imrahn. Die Holländer eröffneten einen neuen Bereich – also die Gebäude um die Herrenstraße. Da die Holländer aber am bis dato größten Hafen beschäftigt waren, bauten die Chinesen alles. Warum gibt's Kreisfenster bei jedem Haus im Eingangsbereich? Der Schuhmacher weiß es natürlich. Es war für die Frauen zum Quatschen – denn sie durften nicht allein auf die Straße. Oder besser gesagt: Sie konnten es gar nicht mehr. Fetisch zur damaligen Zeit waren kleine Füße, Schuhe mit gerade mal 9 cm Länge. Stellt euch vor, wie verstümmelt die Füße dadurch aussahen. Aber hey, so konnten die Frauen nicht weglaufen. Denn was hilft eine Schönheit, wenn sie abhaut? Sie sollte zu Hause bleiben. Dazu kamen die Abgaben: Die wurden nach der Breite der Hausfront berechnet. Deshalb bauten sie tief. Ich hab's selbst im Hotel nachgemessen – über 80 Meter! Verrückt. Aber die Männer hatten ja mehrere Frauen, viele Kinder und noch mehr Enkel usw. In den nächsten zwei Parallelstraßen siedelten sich ärmere Leute an: In Straße 2 die Händler, in Straße 3 das Fußvolk. Viele vom Fußvolk waren opiumabhängig – und direkt danach kamen die Sklaven. Als die Briten kamen, zerstörten sie von der Festung alles bis auf die Kirche am Hügel und ein Eingangsportal. Und so endet wieder mal eine sehr informative Tour.
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  • Malakka Tag 2: Chillen

    17 gennaio, Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute steht nix mehr großartiges am Plan. Nach der Recherche zur Weiterreise und der Bus und Hotelreservierung gibt es erstmal Kaffee. Am Holländerplatz findet dann ein Photoshooting statt. Ob da mal nicht die Kulturen aufeinander prallen - Freizügigkeit vs. Vermummung!

    Essen ist wieder super lecker. Und dann bis morgen mit Infos aus dem Norden.

    Achja, weil es schon mehrere gefragt haben: In Malaysien könnte ich 90 Tage bleiben, es herrscht wieder Linksverkehr und es wird english gesprochen. Wollte es eh schon erwähnen. Hab es aber immer vergessen. Des Weiteren gibt es keine Grab Moped-Taxis sondern nur normale Grab-Taxis. Die sind aber verhältnismäßig sehr günstig. Danke fürs aufmerksam mitlesen.
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  • Auf nach Ipoh

    18 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    So ein letztes Mal vietnamesischen Kaffee @Tú Ann Việt Nam Cafe. Heute, da ich eh schon spät dran bin, ist die Besitzerin ziemlich gesprächig. Sie hat einige Gefäße stehen, wo sie Sachen fermentiert. Von einem großen Gefäß lässt sie mich kosten. Sie nimmt die fermentierten Früchte und gibt Eiswürfel hinein ins Glas. Schmeckt herrlich und soll nach ihrer Übersetzung mit dem Handy sehr gut sein für den Körper. Sie sagt, das Geheimnis ist Zeit, 1 Jahr mindestens stehen lassen, und die Früchte vor dem Einlegen mit Salzwasser abspülen. Dann alles Schichten, also Zucker und Früchte. Ok, wenn es dann gleich gut ist wie der Kaffee, denn da kommt auch eine kleine Prise Salz für den Geschmack rein. Ich sag dann, das ich das auch zu Hause mache, aber mit Honig. Sie wird neidisch, denn Honig wird hier oft gefälscht und es ist schwierig echten zu bekommen. Jetzt muss ich aber los.

    Ich stopfe alles in den Rucksack und auf zum Busbahnhof in Ipoh. Ich hab keine Ahnung wo ich hin muss. Sehe nur Geschäfte, keinen Ticketcounter. Ich hab zwar das Ticket schon online, muss es aber noch ausdrucken lassen. Na toll. In letzter Minute schaffe ich es dann noch. Wir duckern los und machen dann fast 1h Mittagspause in Kuala Lumpur. Der Fahrer ist hungrig und speißt gemütlich. So kommen wir wieder sehr spät an. Egal. Dann mit dem Grab-Taxi ins Hotel. Der Taxler ist voll redebedürftig, und erzählt mir sehr viel über Ipoh und die Lebensweise als Chinese in Malaysien. Er ist mittlerweile schon in Pension und wäre echt ein guter Reiseführer. Hat sehr viel Witz in seinen Erzählungen.

    Ich hole mir dann nur noch was zum Essen neben meinem Hotel Namens Boss und lass es gut sein für heute. Morgen ist auch noch ein Tag.
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  • Ipoh Tag 1: White Coffee wo bist du?

    19 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 28 °C

    Im 19. Jahrhundert in Ipoh, der Zinn-Boom-Hochburg Malaysias, flippen Hainanese-Immigranten aus China aus: „Britische Kaffeebitterkeit? Das ist ja ekliger als ein nasser Socken!“ Die Kerle rösten Arabica, Robusta und Liberica-Bohnen nicht verkohlt, sondern schleichend bei niedriger Hitze in Margarine oder Palmöl – zack, karamellig-nussiger Duft, helles Ergebnis ohne Milch, daher „White Coffee“. OldTown hortet das Rezept wie einen Lottoschein, und raus kommt samtiger, säurearmer Wahnsinn mit Nuss-Karamell-Kick, der den Gaumen umarmt wie ein betrunkener Onkel. Mit Kondensmilch serviert, explodiert’s weiter am Gaumen– probier’s, bevor dein Lachen den Kaffee verschüttet!

    Weiter geht es in die Concubine Straße, wo es mal sehr heiß her ging. Concubine Lane in Ipoh: Hier parkten chinesische Zinnbarone ihre Geliebten für schnelle Nummern – heute ein photogenes Selfie-Paradies mit White Coffee. Nach dem 1892er-Brand schenkte der Chinese Yau Tet Shin seinen Damen die Gassen, die Mieten kassieren, während oben Opiumqualm zieht und Betten quietschen. Briten gucken weg, Ipoh boomt als Zinn Stadt. VIP-Geliebte statt Straßenware und 14 Söhne als Beweis. Jetzt? Influencer posen mit Ipoh-White-Coffee statt Seidenroben und ich blogge sarkastisch: „Von Bettenquietschen zu Latte-Liebe – Ipoh, du versautes Genie!“

    Naja, Spaß beiseite. Generell kommt es mir hier echt so vor als wäre alles von einem Designer bis ins letzte Detail geplant worden. Und die Shops sehen echt grenzgenial eingerichtet aus. Mein Handy glüht bereits. Einerseits von der Hitze und andererseits vom ständigen Abdrücken.
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  • Ipoh Tag 1: Überall Photospots

    19 gennaio, Malaysia ⋅ ⛅ 31 °C

    Weiter geht es dann in die Market Lane, auch eine Straße die den Gespielinnen gehörte. Sieht schön aus, viele Wandmalereien aber tote Hose. Es ist sehr sehr wenig los.

    Und dann kommt noch dazu, dass die meisten Restaurants bereits am frühen Nachmittag schließen. Und am Abend haben dann nur noch ein paar Cafés offen, die was zum Essen anbieten. Voll komisch. Gerade dann wäre es kühler, angenehmer und chilliger. Und somit habe ich ziemliche Herausforderungen am Abend noch etwas essbares zu finden. Es dauert länger und ich kehre dann wo ein. Reis Thai Style, lecker.Leggi altro

  • Ipoh Tag 2: Geschichte über Zinnabbau

    20 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    Han Chin Pet Soo in Ipohs Altstadt ist Malaysias erstes Hakka-Zinnbergbaumuseum, eingerichtet im prächtigen Gentlemen’s Club von 1893 – ein Männerparadies mit Motto „Have fun and relax“, legalem Glücksspiel, einen Infinity-Spiegel-Tisch und striktem Frauenverbot. Die Hakka-Migranten aus China, Asiens „Juden“ als unermüdliche Unternehmer, hatten Ipoh zur Zinnmacht aufgebaut. Ein Großfeuer 1892 legte die Stadt lahm, 1925 folgte eine verheerende Flut, doch 1929 hob man den Eingang des Gebäudes an – seither trocken und kein Hochwasser mehr. Bergbauarbeiter verdienten einen Dollar täglich, genug für hundert Mahlzeiten, und bezahlten mit charmanten Zinn-Figuren, da es keine Münzen gab. 7500 Frauen planschten knöcheltief im Fluss, um Zinn zu waschen, während Männer in den Minen schufteten. Das Gewonnene wurde per Holzeimer gesammelt und mit Hilfe von Wasser-Rinnen das schwerere Zinn getrennt. Später ersetzten Maschinen den Schweiß, doch Zinn bleibt Halbleiter-König.

    Die Schattenseiten machten den Reiz aus: Opium versprach Visionen und Leichtigkeit, mündete aber in Sucht und Kater. Chinesen gambleten wie besessen, Prostituierte aus pleite-Japan füllten Bordelle ab 1893, und geheime Clubs lauerten überall – sie zwangen neu eingewandert Chinesen in ihre Reihen mit blutigem Hühner-Ritual, Treueeid und Reispapier-Diplom, bis Bergwerksbosse die Hierarchie krönten. Ein Auto für fünftausend Dollar? Für die meisten ein ferner Traum. So war Ipohs Zinn-Paradies: harte Arbeit draußen, lasterhafte Oase drin – ein fesselnder und kurzer Einblick in die Geschichte.

    Vor dem Museum treffe ich dann Ulli aus Deutschland. Wir quatschen eine Weile bis ich mir dann ein Grab-Taxi zu einem Höhlentempel bestelle.
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  • Ipoh Tag 2: Perak Tong Tempel

    20 gennaio, Malaysia ⋅ ☁️ 31 °C

    Na dann schaue ich mir halt wieder mal einen Tempel an. Eingangs war ich nicht begeistert und dachte mir, soll ich überhaupt dorthin fahren. Aber ich war dann wieder voll fasziniert was hier geschaffen wurde.

    Perak Tong verbindet atemberaubende Kalksteinlandschaften mit buddhistischem Erbe. 1926 entdeckten Chong Sen Yee und seine Frau Choong Chan Yoke aus Chinas Jiao-Ling-Provinz die Höhle. Mit Genehmigung der Perak-Regierung plante Chong den Ausbau, während seine Frau lokal und international Spenden eintrieb – nach über 50 Jahren harter Arbeit wurde Perak Tong zu einem der besten Höhlentempel Malaysias. Eine steile Treppe mit 450 Stufen führt durch die Höhle bis zum Gipfel des Kalksteinbergs, wo ein Panoramablick auf Ipoh wartet. Und als ich dann wieder unten angekommen war, gab es auch noch gratis Tee für jedermann.
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