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Asien - Es geht weiter

Nach 4.5 Monaten und einem schönen Sommer in Österreich geht es wieder los... Read more
  • GT Tag 3: Gewürze und Essen

    January 27 in Malaysia ⋅ ⛅ 31 °C

    Heute am Nachmittag geht es zur zweiten Guru Tour. Am Programm stehen Gewürze, Düfte und viele Köstlichkeiten. Voll motiviert startet der Guide durch.

    George Town ist ein Gewürz-Kolonial-Epos: Indische Händler schleppten schon im 12. Jahrhundert als Pioniere Kardamom, Nelken und Ingwer per Schiff her. Sie legten somit den Grundstein für den Duftzauber in dieser kleinen faszinierenden Stadt. Im 15. Jahrhundert stürmten die Portugiesen die Bühne, Holländer und Briten folgten – letztere nicht nur als Händler, sondern als Gärtner, die Setzlinge pflanzten und Plantagen zogen. Sogar Deutsche mischten mit, doch der chinesische Einfluss durchflutete die ganze Stadt, machte sie zur Curry-Mee- und Streetfood-Hochburg. Und da kosten wir uns jetzt durch.

    Pani Puri ist ein beliebter indischer Streetfood-Snack, bestehend aus knusprigen, hohlen Teigkugeln (Puri), die mit einer würzigen Mischung aus Kartoffeln, Kichererbsen und Gewürzen gefüllt und kurz vor dem Verzehr mit einem aromatischen, würzigen Wasser (Pani) aus Koriander, Minze und Tamarinde aufgefüllt werden. Das Gericht wird oft als "Geschmacksexplosion" beschrieben und so hat es sich für meinen Gaumen auch angefühlt.

    Im Gewürzladen steigen uns schon vor dem Öffnen der riesigen Behälter betörende Düfte in die Nase – ein wilder Mix aus Schärfe und Süße, der die Sinne kitzelt. Unser Guide führt uns durch die Regale, lässt uns an exotischen Unbekannten schnuppern. Die Preise? Spottbillig. Besonders faszinierend: Die Chilis, die sie waschen, in Salz fermentieren, trocknen und vor dem Knabbern noch frittiieren – stell ich mir doch eigenartig aber auch lecker vor.

    Masala Chai, das authentische indische Gewürztee-Wunder, entsteht durch das Aufkochen cremiger Milch mit aromatischen Gewürzen wie Ingwer, Kardamom, Nelken und Zimt – etwa einem halben Teelöffel Masala-Mischung pro Tasse. Nach dem hinzufügen schwarzer Teeblätter kurz ziehen lassen und nach Geschmack süßen oder halt nicht. Serviert mit Eiswürfeln ist es ein echtes, würzig-schaumiges Highlight, das erfrischt und belebt.

    Bei Mydin gibt es nach dem Gewürze schnuppern Bubur Kacang. Es ist ein cremig-süßer Brei aus Sojabohnen, gekocht mit Kokosmilch, Gula Melaka (Palmzucker) und duftenden Pandanblättern, das wie ein warmer Bohnen-Kuschelpudding schmeckt und perfekt nach Gewürz-Markt-Touren mundet.

    Daneben lockt der "Zauberkaffee" Chukku Malli, ein ayurvedischer Ingwer-Koriander-Trank (Chukku = getrockneter Ingwer, Malli = Koriander), der mit Zimt, Nelken und oft Kurkuma aufgekocht wird – angepriesen als Alleskur gegen Erkältungen, Verdauungsprobleme und "allen anderen Krankheiten", dank der wärmenden, entzündungshemmenden Power von Ingwer und Co. Ich frage den Besitzer dann wieviele Tassen er täglich davon trinkt. Er strahlt und sagt 2, und es gehe ihm so gut. Ich fragte ihn dann ob er wirklich über 300 Jahre alt werden will, wenn er sich jeden Tag das Wundermittel gegen jede Krankheit reinwirft. Das fand er allerdings nicht so lustig. Verstehe nur nicht warum.

    Danach gab es noch Samosas, also gefüllte frittierte Teigtaschen und ein Getränk. Abschließend gingen wir in ein sehr teures Lokal, um dort noch Curryreis zu probieren. Warum der Guide dieses gewählt hat, keine Ahnung. Vollgestopft wird dann die Tour nach knapp 4 h beendet und ich rolle förmlich ins Bett.
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  • GT Tag 2: Kulturerbe-Tour

    January 26 in Malaysia ⋅ ☀️ 27 °C

    Gut dass ich schon weiß, was "Nutmeg" bedeutet. Es handelt sich dabei um die Muskatnuss Frucht. Mit dem Fruchtfleisch um den Kern kann mann leckere würzige Marmelade machen. Schmeckt wie Frau L.'s Weintraubenmarmelade mit Chilli, einfach nur lecker. Um die Muskatnuss befindet sich auch das sogenannte "Maze", ist rot und gitterartig. Daraus, sowie aus dem Fruchtfleisch, wird auch Sirup hergestellt. Warum ich das weiß, ganz einfach, es gibt Nutmeg in meinem Lieblingscafé The Pittstop. Und dort konnte ich die Marmelade probieren sowie das Sirupgetränk im Austausch gegen Münzen erwerben. Hab ich auch noch nicht gewusst, dass die ganze Muskatnussfrucht verwendet wird.

    So hat nämlich die heutige Stadtführung begonnen, denn wenn es um Leckereien geht, hören alle gleich viel besser zu.

    George Town quillt nur so über vor Shop-Häusern im Südchina Style – kein Wunder, dass UNESCO hier zuschlug, denn die ganze Stadt fühlt sich wie ein einziges, großes Chinatown an. Die Dächer der einstigen Häuser kommen in fünf Varianten daher, passend zu Feng-Shui-Elementen wie Feuer, Erde, Metall, Wasser und Holz – als ob die Baumeister Pech mit Architektenlogik austricksen wollten. Und ja, die meisten Straßen sind Einbahnstraßen – praktisch für Locals, ein kleiner Test für Touristen mit Orientierungssinn. Entlang der Beach Street, dem Banken-Hotspot, lockte früher Street Food in Hülle und Fülle, bis die Regierung es in Food Courts verfrachtete. Für saubere Straßen, versteht sich. Malaysier essen jederzeit Nasi Lemak, das ultimative Alltagsgericht, mit Tee oder starkem Kaffee.

    Der Zweite Weltkrieg hat reichlich Gebäude plattgemacht, und britische Spuren lauern in Straßennamen – malaysische Wörter klingen beim lesen oft englisch. UNESCO-Kategorie 3 lässt innen sanieren wie man will, solange die Fassade original bleibt. UNESCO Kategorie 1 wie bei Kirchen pocht auf originalgetreue Sanierung. Street Art? Regulär tabu, aber clevere Metallskulpturen von auserwählten Künstlern umgehen die UNESCO Auflagen geschickt. Henna-Tattoos mögen Inder und Malaien – hübsch und angeblich nagelheilend obendrauf.

    Nächster Stopp auf unserer Führung: Der Queen Victoria Memorial Clock Tower – finanziert von einem steinreichen chinesischen Opium-Baron, weil damals niemand eine Uhr im Haus hatte. Praktisch für die Nachbarschaft, oder? Indisch beeinflusst, minarettartig mit Krone obendrauf – kolonialer Charme pur, denn er erst 1902 vollendete, nach Victorias Tod.

    Das Tsen Lung Fui Kon ist ein exklusives Hakka-Clanhaus. Es entstand während der großen Migration Anfang 1800, als Bürgerkriege in China und die Opiumkriege das Leben unerträglich machten. Penang als wichtiger Handelshafen bot Hoffnung, auch wenn viele Chinesen als Sklaven in Zinnminen landeten. Die Society kümmerte sich um die erschöpften Migranten nach der langen, harten Reise aus China. Heute zählt sie nur noch wenige Mitglieder, und drinnen thront ein Ahnenaltar mit Holztafeln: eine Schriftreihe für Singles, zwei für Paare, drei für unverheiratete Kinder oder Zweitfrauen – typische Hakka-Familienhierarchie in Holz gemeißelt.

    St. George’s Anglican Church ist mehr als 200 Jahre alt (erbaut 1818), überstand schwere japanische Bomben im Zweiten Weltkrieg und wurde danach britisch restauriert. 1943 übernahm sogar ein chinesischer Priester die Leitung, da Europäer flohen – der „chinesische Papst“ in der Not. Nach dem Krieg eskalierten Konflikte mit chinesischen Kommunisten, während Inder in Kolonialarbeit schufteten.

    Im Goddess Of Mercy Temple wird es spannend, denn unser Guide praktiziert ein Ritual. In den ersten 15 Tagen des chinesischen Neujahrs rüttelt man die Box mit den Holzstäbchen – jedes mit Nummer und chinesischen Symbolen versehen – durch, bis eins herausfällt. Zwei rote Halbmond-Holzstücke dienen als Bestätigung: Beide offen? Schlechtes Zeichen, fang von vorne an. Sind zur Bestätigung wieder beide Halbmonde offen? Lass es gut sein, geh raus, zünde Räucherstäbchen an, um alle Götter zu besänftigen, und fang von vorn an. Eines offen, eines geschlossen? Erfolg – Nummer nehmen, Orakel-Gedicht holen und den Sinn deuten. Einfach, oder?

    Letztes Highlight der Tour: Der taoistische Hock Teik Cheng Sin Temple lauert mit einem langen, schmalen Eingang wie eine Falle – perfekt, um die dunklen Schandtaten im Innenhof vor fremden Augen zu verbergen. Eine permanente Bühne thront drohend, doch Stille herrscht in diesem Familien-Tempel. Zwei winzige Notausgänge flüstern von Fluchtwegen bei Gefahr oder verbotenem Treiben – und die Gerüchte von Prostitution in der Vergangenheit lassen die Götter erzittern.

    War eine sehr sehr informative Tour heute und ich mach danach mal ein Mittagsschläfchen. Am Abend sind wir dann noch zu viert zu einem Nachtmarkt gefahren. Christine und ich wollten alles erkunden, doch die 2 Jungs vom Hotel waren nur hungrig. So gingen wir schnurgerade zu den Shops und kauften ein: Zuckerrrohrgetränk, Hühnerspieße und Nudeln. Und nach dem Essen spazieren wir wieder heim. War echt ein schöner aber anstrengender Tag, da es jetzt um die Mittagszeit echt unerträglich heiß ist. 🔥 ♨️ 🥵
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  • GT Tag 1: Straßen von George Town.

    January 25 in Malaysia ⋅ ☀️ 31 °C

    Mit dem vollen Wissen geht es dann gleich mal raus auf die Straße. Es wird jetzt mal alles mit einer anderen Sichtweise abgelichtet. Vorallem das mit den Kindern im Kostüm hat mich wieder erschreckt. Bettelten den ganzen Tag. Da es aber überhaupt nicht heiß war, sind sie demnach schweißgebaded. Und das in dem Alter. Hmmmmm,...

    Später ging es dann zu den Stegen (Jetties).
    Auf den Clan-Stegen balancieren lebendige Stücke China-Geschichte seit 1882 auf dem Wasser – Holzhäuser chinesischer Familienclans auf Stelzen, die UNESCO-Schutz genießen. Chinesische Immigranten kamen im 19. Jahrhundert in den boomenden Hafen von Penang und siedelten genau hier an: Als kleine Ruderboot-Führer, Fischer, Austern-Sammler und Frachtschlepper mussten sie nah am Wasser sein – steuerfrei übers Meer gebaut anstatt auf dem teurem Festland. Clans wie Chew (heute größter Steg mit Souvenirläden und 600 Bewohnern), Tan (Fischer und Kohle-/Holzhändler), Lim (Fährmänner), Lee, Yeoh oder Koay bauten Wohndörfer mit Tempeln, Gemeinschaftsräumen und Laternen – trotz Japan-Besatzung und Modernisierung halten sie stand. Heute mischt sich Alltag mit Tourismus: Morgens fischen Boote, Mittags spielen Kinder und abends glühen Laternen.

    Ach ja, zu Mittag gab es Hühnchen Milani mit Naan. Es ist saftiges Hähnchen in cremiger, mild-würziger Curry-Milch-Sauce, serviert mit knusprigem Fladenbrot – ein märchenhaft aromatischer Penang-Klassiker.

    Und am Abend gab es dann für mich noch mal was Spezielles. Murtabak, besteht aus knuspriger, gefalteter Fladenbrot-Tasche, gefüllt mit saftigem, gewürztem Hühnchenfleisch, fluffigem Ei, feinen Zwiebeln und einer Würzexplosion aus Kurkuma, Kümmel und Chili – ein vibrierendes Feuerwerk, das süchtig macht und ich unbedingt zu Hause auch nachmachen muss.

    Im Hotel erzählte dann ein Deutscher, in die Jahre gekommenen Hippie, irgendetwas von einem Hindu Fest am Wochenende. Hört sich interessant an. Da sollte ich fast länger hier bleiben und mir das Taipusam Fest ansehen.
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  • GT Tag 1: Asia Camera Museum

    January 25 in Malaysia ⋅ ☀️ 28 °C

    In George Towns verwinkelten Gassen, wo Tuk-Tuks volle Kanne laut Musik spielen und Currywolken tanzen, landete ich vor der unscheinbaren Tür zum Asia Camera Museum, Penangs heimlichen Tempel für analoge Seelen. Für stolze RM25 (5.32€) Eintritt sprang die Zeit an: Über 1.000 staubige Kameras starrten mich an die Opa neidisch gemacht hätten. Der Guide, ein verschmitzter Retro-Fuchs, grinste: „Hier reparieren wir Seelen!“ Mit 60er-Jahre-Schraubendrehern, Pinzetten und Öl-Tropfen drehte er festsitzende Schrauben wie Nüsse auf – zeigte, wie man Gehäuse knackt, Rädchen dreht, Blenden poliert und Verschlüsse zaubert, als wäre ich der Enkel eines Uhrwerkmeisters. Ich lachte, weil’s so simpel schien: Opas Kamera aus der Schublade? Pustekuchen, jetzt läuft sie wieder! Dann der Kick: Er schnappte sich eine Retro-Holzbox, visierte mich an, und das herrliche Klick hallte – er machte Fotos von mir, Schwarz-Weiß-Phantome, die Kindheitserinnerungen hochjagten, bevor iPhones und Co. den Spaß killten. Dunkelkammer-Magie folgte wobei Filme im Rotlicht wirbelnd und lange abhängen bis sie fertig sind. Na da hab ich dann wieder was gelernt hier.Read more

  • Glaubenstetris in George Town!

    January 24 in Malaysia ⋅ ☀️ 32 °C

    Frühstücken, zum Bus laufen, Bus fahren, zur Fähre laufen und dann mit der Fähre rüber und nochmals laufen bis ich in George Town in meiner Unterkunft Cocoa Mews im indischen Bereich ankomme. Super Unterkunft habe ich da ausgewählt für 16€ die Nacht. Bereits 1 Tag vorher wurde ich in eine WhatsApp-Gruppe eingeladen. Da gibt es viele tolle Empfehlungen und am Morgen immer ein kurzes Video, was es zum Frühstück gibt inkl. Verlinkung zu den Shops oder den Rezepten. Mega lässig und total lustig. So kann man sich gleich mal durch die lokalen Leckereien schlemmen. Und zusätzlich gibt es noch 3 Hauskatzen. Fetti (Garfield) sieht dabei fast wie Feli aus. Nur halt fetter.

    Ich werde auch super herzlich empfangen. Er fragt wo ich herkommen. Von den super tollen schönen Cameron Highlands. Er lacht nur als ich vom Beuteltee erzähle und meinte, ist nur Touri abzocke dort. Den richtig guten Tee kannst du dort nicht kaufen. Schlimm, schlimm.

    Danach geht es in die Harmony Street zum Glaubenstetris. Irre, innerhalb weniger 100 m viele unterschiedliche Religionen anzutreffen, von Kirche über Buddha, Hindu und Taoismus. Und alle leben friedlich miteinander im Schmelztiegel der Nationen. Aber morgen dann mehr dazu.

    Nach einem stärkenden Bahn Mi schlendere ich noch ein wenig weiter und denke mir nur so, wo sind hier alle UNESCO Weltkulturerbe Sachen? Oder sehe ich sie nur nicht? Naja, morgen mal schauen, ob es eine gute Entscheidung war hier her zu kommen.
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  • Cameron Highlands

    Jan 22–24 in Malaysia ⋅ ☁️ 16 °C

    Ja Leute was soll ich sagen. Fehlplanung deluxe. Zu kalt und in der Teeplantage gab es Beuteltee, also nur den Produktionsabfall. Dafür war aber die Aussicht ok. Wenn ich mich da an Chiang Mai's Teeplantage erinnere, verdient diese hier nicht mal den Namen. Aber egal. Ich gammle dann halt morgen auch noch. Die anderen "Highlights" sind nämlich auch nicht wirklich Highlights wie von Reisenden berichtet wird. Mir kommt es hier vor als wäre alles eine reine Touriabzocke.

    Dafür schmeckt aber das Tandory Hühnchen und das Naan ausgezeichnet. Bin dort mit Ralf gewesen, der sich auch etwas Fehl am Platz hier vorgekommen ist.

    Und die Scones, das britische Teegebäck, ist dann auch jeden Tag das Highlight. Schmecken echt lecker zum Kaffee.

    Am Samstag geht es dann weiter nach George Town. Bin gespannt ob es eine richtige Planung war.
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  • In die kühlen Berge

    January 21 in Malaysia ⋅ ☁️ 16 °C

    Für 3 Nächte geht es jetzt dann nach dem Frühstück in die kühlen Cameron Highlands, genauer nach Tanah Rata. Etwas Abkühlung nach der ganzen Hitze die letzten Tage tut sicher gut. Denke ich mir halt als ich den Bus und das Hotel buche.

    Aber zuvor noch Frühstück. Google Maps hat mir auf einmal eine Bäckerei angezeigt die es scheinbar vor 2 Tagen noch nicht gab. Da hab ich nämlich nichts gutes gefunden. Dann hin zur Ai Yuan Zi Cafe & Bakery. Es duftet herrlich in der Backstube. Es wird hinten frisch gebacken und vorne wird sogar dunkles Sauerteigbrot verkauft. Ich nehme dann einen Toast gefüllt mit Schinken Käse und Ei für kleines Geld. Lecker schmecker. Warum habe ich das nicht schon gestern entdeckt?

    Dann geht es auch schon los um 11:00 mit nur 45 min Verspätung. Ich hab auch wieder Ulli und Heike getroffen. Die fahren auch in die Berge. Die Fahrt ist etwas anstrengend da ich durch die kurvenreiche Straße ziemlich durchgeschüttelt werde. Kurz vor dem Ziel sieht alles etwas komisch aus. Rießige mit Plastik überspannte Plantagen zieren die Landschaft. Schön, eher weniger. Dort angekommen ist es windig und eiskalt. Es hat nur 18°C. Hab diese durch Mark und Bein fahrende Kälte voll unterschätzt. Am Weg zur Unterkunft treffe ich dann Ralf. Wir holen uns Kaffee und quatschen so lange, bis wir die Kälte nicht mehr ertragen. Er reist auch schon seit Ewigkeiten, und wir philosophieren über die besten Orte und Länder.

    Die Unterkunft, Cameronian Inn, ist voll OK. Nur es ist auch im Zimmer kühl. Dick eingemummt Wärme ich mich mal unter der Decke. Die hab ich seit Beginn meiner Reise bis dato noch nie benötigt. Als ich zum Essen fassen gehe ist es noch kälter und es nieselt ein wenig. Darum etwas Suppenartiges wärmenden gegessen.

    Irgendwie habe ich es mir hier anders vorgestellt. Vorallem zeigten die Berichte alles etwas anders. Aber die Teeplantage wird sicher lässig morgen. Lecker exquisiten Tee frisch vom Feld schlürfen? Oder doch nur eine Illusion meiner sich falsch verlinkten Synapsen?
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  • Ipoh Tag 2: Perak Tong Tempel

    January 20 in Malaysia ⋅ ☁️ 31 °C

    Na dann schaue ich mir halt wieder mal einen Tempel an. Eingangs war ich nicht begeistert und dachte mir, soll ich überhaupt dorthin fahren. Aber ich war dann wieder voll fasziniert was hier geschaffen wurde.

    Perak Tong verbindet atemberaubende Kalksteinlandschaften mit buddhistischem Erbe. 1926 entdeckten Chong Sen Yee und seine Frau Choong Chan Yoke aus Chinas Jiao-Ling-Provinz die Höhle. Mit Genehmigung der Perak-Regierung plante Chong den Ausbau, während seine Frau lokal und international Spenden eintrieb – nach über 50 Jahren harter Arbeit wurde Perak Tong zu einem der besten Höhlentempel Malaysias. Eine steile Treppe mit 450 Stufen führt durch die Höhle bis zum Gipfel des Kalksteinbergs, wo ein Panoramablick auf Ipoh wartet. Und als ich dann wieder unten angekommen war, gab es auch noch gratis Tee für jedermann.
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  • Ipoh Tag 2: Geschichte über Zinnabbau

    January 20 in Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    Han Chin Pet Soo in Ipohs Altstadt ist Malaysias erstes Hakka-Zinnbergbaumuseum, eingerichtet im prächtigen Gentlemen’s Club von 1893 – ein Männerparadies mit Motto „Have fun and relax“, legalem Glücksspiel, einen Infinity-Spiegel-Tisch und striktem Frauenverbot. Die Hakka-Migranten aus China, Asiens „Juden“ als unermüdliche Unternehmer, hatten Ipoh zur Zinnmacht aufgebaut. Ein Großfeuer 1892 legte die Stadt lahm, 1925 folgte eine verheerende Flut, doch 1929 hob man den Eingang des Gebäudes an – seither trocken und kein Hochwasser mehr. Bergbauarbeiter verdienten einen Dollar täglich, genug für hundert Mahlzeiten, und bezahlten mit charmanten Zinn-Figuren, da es keine Münzen gab. 7500 Frauen planschten knöcheltief im Fluss, um Zinn zu waschen, während Männer in den Minen schufteten. Das Gewonnene wurde per Holzeimer gesammelt und mit Hilfe von Wasser-Rinnen das schwerere Zinn getrennt. Später ersetzten Maschinen den Schweiß, doch Zinn bleibt Halbleiter-König.

    Die Schattenseiten machten den Reiz aus: Opium versprach Visionen und Leichtigkeit, mündete aber in Sucht und Kater. Chinesen gambleten wie besessen, Prostituierte aus pleite-Japan füllten Bordelle ab 1893, und geheime Clubs lauerten überall – sie zwangen neu eingewandert Chinesen in ihre Reihen mit blutigem Hühner-Ritual, Treueeid und Reispapier-Diplom, bis Bergwerksbosse die Hierarchie krönten. Ein Auto für fünftausend Dollar? Für die meisten ein ferner Traum. So war Ipohs Zinn-Paradies: harte Arbeit draußen, lasterhafte Oase drin – ein fesselnder und kurzer Einblick in die Geschichte.

    Vor dem Museum treffe ich dann Ulli aus Deutschland. Wir quatschen eine Weile bis ich mir dann ein Grab-Taxi zu einem Höhlentempel bestelle.
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  • Ipoh Tag 1: Überall Photospots

    January 19 in Malaysia ⋅ ⛅ 31 °C

    Weiter geht es dann in die Market Lane, auch eine Straße die den Gespielinnen gehörte. Sieht schön aus, viele Wandmalereien aber tote Hose. Es ist sehr sehr wenig los.

    Und dann kommt noch dazu, dass die meisten Restaurants bereits am frühen Nachmittag schließen. Und am Abend haben dann nur noch ein paar Cafés offen, die was zum Essen anbieten. Voll komisch. Gerade dann wäre es kühler, angenehmer und chilliger. Und somit habe ich ziemliche Herausforderungen am Abend noch etwas essbares zu finden. Es dauert länger und ich kehre dann wo ein. Reis Thai Style, lecker.Read more

  • Ipoh Tag 1: White Coffee wo bist du?

    January 19 in Malaysia ⋅ ☁️ 28 °C

    Im 19. Jahrhundert in Ipoh, der Zinn-Boom-Hochburg Malaysias, flippen Hainanese-Immigranten aus China aus: „Britische Kaffeebitterkeit? Das ist ja ekliger als ein nasser Socken!“ Die Kerle rösten Arabica, Robusta und Liberica-Bohnen nicht verkohlt, sondern schleichend bei niedriger Hitze in Margarine oder Palmöl – zack, karamellig-nussiger Duft, helles Ergebnis ohne Milch, daher „White Coffee“. OldTown hortet das Rezept wie einen Lottoschein, und raus kommt samtiger, säurearmer Wahnsinn mit Nuss-Karamell-Kick, der den Gaumen umarmt wie ein betrunkener Onkel. Mit Kondensmilch serviert, explodiert’s weiter am Gaumen– probier’s, bevor dein Lachen den Kaffee verschüttet!

    Weiter geht es in die Concubine Straße, wo es mal sehr heiß her ging. Concubine Lane in Ipoh: Hier parkten chinesische Zinnbarone ihre Geliebten für schnelle Nummern – heute ein photogenes Selfie-Paradies mit White Coffee. Nach dem 1892er-Brand schenkte der Chinese Yau Tet Shin seinen Damen die Gassen, die Mieten kassieren, während oben Opiumqualm zieht und Betten quietschen. Briten gucken weg, Ipoh boomt als Zinn Stadt. VIP-Geliebte statt Straßenware und 14 Söhne als Beweis. Jetzt? Influencer posen mit Ipoh-White-Coffee statt Seidenroben und ich blogge sarkastisch: „Von Bettenquietschen zu Latte-Liebe – Ipoh, du versautes Genie!“

    Naja, Spaß beiseite. Generell kommt es mir hier echt so vor als wäre alles von einem Designer bis ins letzte Detail geplant worden. Und die Shops sehen echt grenzgenial eingerichtet aus. Mein Handy glüht bereits. Einerseits von der Hitze und andererseits vom ständigen Abdrücken.
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  • Auf nach Ipoh

    January 18 in Malaysia ⋅ ☁️ 29 °C

    So ein letztes Mal vietnamesischen Kaffee @Tú Ann Việt Nam Cafe. Heute, da ich eh schon spät dran bin, ist die Besitzerin ziemlich gesprächig. Sie hat einige Gefäße stehen, wo sie Sachen fermentiert. Von einem großen Gefäß lässt sie mich kosten. Sie nimmt die fermentierten Früchte und gibt Eiswürfel hinein ins Glas. Schmeckt herrlich und soll nach ihrer Übersetzung mit dem Handy sehr gut sein für den Körper. Sie sagt, das Geheimnis ist Zeit, 1 Jahr mindestens stehen lassen, und die Früchte vor dem Einlegen mit Salzwasser abspülen. Dann alles Schichten, also Zucker und Früchte. Ok, wenn es dann gleich gut ist wie der Kaffee, denn da kommt auch eine kleine Prise Salz für den Geschmack rein. Ich sag dann, das ich das auch zu Hause mache, aber mit Honig. Sie wird neidisch, denn Honig wird hier oft gefälscht und es ist schwierig echten zu bekommen. Jetzt muss ich aber los.

    Ich stopfe alles in den Rucksack und auf zum Busbahnhof in Ipoh. Ich hab keine Ahnung wo ich hin muss. Sehe nur Geschäfte, keinen Ticketcounter. Ich hab zwar das Ticket schon online, muss es aber noch ausdrucken lassen. Na toll. In letzter Minute schaffe ich es dann noch. Wir duckern los und machen dann fast 1h Mittagspause in Kuala Lumpur. Der Fahrer ist hungrig und speißt gemütlich. So kommen wir wieder sehr spät an. Egal. Dann mit dem Grab-Taxi ins Hotel. Der Taxler ist voll redebedürftig, und erzählt mir sehr viel über Ipoh und die Lebensweise als Chinese in Malaysien. Er ist mittlerweile schon in Pension und wäre echt ein guter Reiseführer. Hat sehr viel Witz in seinen Erzählungen.

    Ich hole mir dann nur noch was zum Essen neben meinem Hotel Namens Boss und lass es gut sein für heute. Morgen ist auch noch ein Tag.
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  • Malakka Tag 2: Chillen

    January 17 in Malaysia ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute steht nix mehr großartiges am Plan. Nach der Recherche zur Weiterreise und der Bus und Hotelreservierung gibt es erstmal Kaffee. Am Holländerplatz findet dann ein Photoshooting statt. Ob da mal nicht die Kulturen aufeinander prallen - Freizügigkeit vs. Vermummung!

    Essen ist wieder super lecker. Und dann bis morgen mit Infos aus dem Norden.

    Achja, weil es schon mehrere gefragt haben: In Malaysien könnte ich 90 Tage bleiben, es herrscht wieder Linksverkehr und es wird english gesprochen. Wollte es eh schon erwähnen. Hab es aber immer vergessen. Des Weiteren gibt es keine Grab Moped-Taxis sondern nur normale Grab-Taxis. Die sind aber verhältnismäßig sehr günstig. Danke fürs aufmerksam mitlesen.
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  • Malakka Tag 1: Gassen und Geschichten.

    January 16 in Malaysia ⋅ ☁️ 31 °C

    Melaka, oft auch Malakka geschrieben, thront als älteste malaysische Stadt an der Straße von Malakka. 2008 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt – zu Recht, denn ihre Geschichte liest sich wie ein Actionfilm mit Piraten, Sultanen und Kolonialmächten. Der Legende nach flüchtete Parameswara, der Gründer von Melaka, Ende des 14. Jahrhunderts hierher. Unter einem Baum namens Melaka rastend, sah er ungläubig, wie seine Jagdhunde von einer winzigen Maus in den Fluss gejagt wurden. Amüsiert nannte er den Ort einfach nach dem Baum – eine Lektion: Große Helden fürchten manchmal die Kleinsten. Die Architektur und Kultur spiegeln die Händler und Eroberer wider, die hier ein- und ausgingen. Im frühen 15. Jahrhundert pushte China Melaka als Handels-Hub und Basis für Indische-Ozean-Abenteuer. Arabische, persische und indische Kaufleute strömten herbei. Parameswara konvertierte zum Islam durch seine Ehe mit einer sumatranischen Prinzessin, und voilà: Ein Sultanat entstand. 1511 räumten die Portugiesen die Bühne – bis 1641 die Niederländer übernahmen. Die Holländer regierten bis 1798, dann kamen die Briten (mit Japaner-Unterbrechung im Zweiten Weltkrieg), die erst 1957 abzogen. 1963 wurde Melaka Teil Malaysias.

    Irgendwann wurde es in der Festung zu eng erzählt Guide Imrahn. Die Holländer eröffneten einen neuen Bereich – also die Gebäude um die Herrenstraße. Da die Holländer aber am bis dato größten Hafen beschäftigt waren, bauten die Chinesen alles. Warum gibt's Kreisfenster bei jedem Haus im Eingangsbereich? Der Schuhmacher weiß es natürlich. Es war für die Frauen zum Quatschen – denn sie durften nicht allein auf die Straße. Oder besser gesagt: Sie konnten es gar nicht mehr. Fetisch zur damaligen Zeit waren kleine Füße, Schuhe mit gerade mal 9 cm Länge. Stellt euch vor, wie verstümmelt die Füße dadurch aussahen. Aber hey, so konnten die Frauen nicht weglaufen. Denn was hilft eine Schönheit, wenn sie abhaut? Sie sollte zu Hause bleiben. Dazu kamen die Abgaben: Die wurden nach der Breite der Hausfront berechnet. Deshalb bauten sie tief. Ich hab's selbst im Hotel nachgemessen – über 80 Meter! Verrückt. Aber die Männer hatten ja mehrere Frauen, viele Kinder und noch mehr Enkel usw. In den nächsten zwei Parallelstraßen siedelten sich ärmere Leute an: In Straße 2 die Händler, in Straße 3 das Fußvolk. Viele vom Fußvolk waren opiumabhängig – und direkt danach kamen die Sklaven. Als die Briten kamen, zerstörten sie von der Festung alles bis auf die Kirche am Hügel und ein Eingangsportal. Und so endet wieder mal eine sehr informative Tour.
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  • Malakka, ich komme per Bus.

    January 15 in Malaysia ⋅ ☁️ 30 °C

    Für wenig Geld geht es zuerst mit dem Monorail und dann mit dem Zug zur Busstation Bersepadu Selatan (TBS). Ticket kaufen und wenige Minuten später sitze ich im bequemen Bus. 2 h später kommen wir dann auch schon wieder an. Mein Hotel The Cozy Place By Nestcove liegt etwas außerhalb und ist nur per Pin-Code zugänglich. Ist aber super sauber und ich habe auch einen Balkon. Oben drauf gibt es noch ein sehr kleines Frühstück, Toastbrot und Marmelade. Besser als nix.

    Dann mal in den Trubel nur wo sind denn alle. Sehr viel hat zu, und das am Donnerstag gegen 17:00. Ok?!? Ich schländere so durch die Gassen, alles ist sehr bunt und es gibt unmengen an Grafittis für Photospots. Ich folge dann Manuelas Rat, sie habe ich in Oslob kennen gelernt, und hole mir leckeren Vietnamesichen Kaffee und Banh Mi. Hätte ich so nicht entdeckt. Morgen geht es dann auf eine Walking Tour. Bin schon gespannt was das verschlafene Städtchen für eine Geschichte zu bieten hat.
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  • KL Tag 4: Little India

    January 14 in Malaysia ⋅ ⛅ 31 °C

    In Kuala Lumpurs Bukit Bintang thront Raflis Vietnam Coffee, kurz RVC – mein ultimativer Tageskick. Ein sämiger, starker vietnamesischer Kaffee lockt am üppig-grünen Gehweg. Gemütliche Sitzgelegenheiten laden ein. Zwei katzenroyale Bosse regieren diesen Bereich: ein orange-weißes Fluff-Wunder und ein schwarz-weißer Zen-Meister. Ratten huschen ab und an wie Schatten durchs Pflanzengewirr. Die Miezen blinzeln gelassen. Sie ignorieren alles und schnabulieren Gäste-Snacks. Pure Idylle pulsiert inmitten des Stadttrubels. Der Glanzmoment beim Bezahlen: Ein handgeschriebener Zettel klebt auf einem Glastopf und bettelt witzig um Trinkgeld. Ziel ist es, die Katzen in die Ninja-Akademie zu senden. Tarnkunst ersetzt Tiefschlaf. Präziser Pfotenstoß vertreibt Ratten. Faulenzen hört auf! Ich lache mich kaputt. Münzen klimpern hinein. Der Kaffee mundet noch besser. Hier sprüht Katzenhumor inmitten des Grünparadieses. Perfekter Spot für scharfe Reiseanekdoten. Komm her – bevor die Pranken zupacken!

    Am frühen Nachmittag geht es dann nach Little India. Gerüche stechen mir schon in die Nase, kaum dass ich den Monorail in Kuala Lumpurs Little India verlasse – als ob der Curry-Duft Rache übt für meinen letzten Roti. Straßen explodieren in Buntstörungen, Leute schlürfen Tee wie ewige Hippies, und am Markt türmt sich Grünzeug, das wahrscheinlich magische Kräfte gegen Jetlag hat. Nichts Weltbewegendes? Pah, bis du kapierst: Innerhalb von wenig 100 Metern prahlen vier Religionen mit Tempel-Showdown – Tamil Methodist Kirche, Sri Sakthi Karpaga Vinayagar-Hindutempel, buddhistischer Maha Vihara und Evangelical Lutheran Zion Church. Beeindruckend? Klar, als würde Gott ’nen Vierreligionen-Buffet schmeißen. Ich schnüffel Gewürze, ignoriere das Grünzeug-Chaos und grinse – Little India, wo Spiritualität bunter zuschlägt als Gewürzhändler im Rausch. Prost mit Tee, bevor der nächste Tempel dich bekehrt! Naja, man kann es auch lustig ausdrücken auch wenn es in Wirklichkeit nicht so prickelnd war. Ich lass den Tag dann ausklingen. Morgen geht es dann weiter südlich zum UNESCO Welkulturerbe Malakka mit dem Bus.
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  • KL Tag 3: Landleben in der Metropole?!?

    January 13 in Malaysia ⋅ ☁️ 31 °C

    Stell dir vor: Vor 500 Jahren landet der erste Sultan in Malakka, in dieser Perle 2 Stunden südlich von Kuala Lumpur – und zack, entsteht eine der diversesten Städte der Welt. In Kuala Lumpur prallen Inder, Chinesen und Malaiier aufeinander, 2 Millionen Leute in der Stadt, 9 Millionen im Umland. In ganz Malaysien? Über 70 Ethnien – ein bunter Wahnsinn, der nie langweilig wird! Aber Achtung: KL hockt nur 35 Meter überm Meer, Regenzeit bedeutet Überschwemmungsparty. Kein Wunder, dass die Alten ihre Häuser auf Stelzen bauten. Und für die Malaiier? Allah ganz oben: Fünf Gebete am Tag, Ramadan-Fasten – das sitzt tief in den Knochen. Dann die Petronas Towers, diese stählernen Riesen: Sechs Jahre Bauzeit, Japaner gegen Südkoreaner im Duell. Die Koreaner siegen, Turm 2 steht zuerst – 452 Meter purer Wahnsinn, mittendrin eine Brücke wie ein High-Wire-Act. Fun Fact, der krasseste: Alain "Spiderman" Robert, der Franzose, klettert die Dinger frei hoch. Respekt oder Wahnsinn? Du entscheidest.

    Über die Saloma-Brücke schlendern wir mit unserem Guide Lisa ins Dorf Kampung Baru, vorbei an schlichten Gräbern: Stein am Kopf, Stein am Fuß (manchmal chillt da 'n Vogel drauf), alles nach Mekka ausgerichtet. Unten der Fluss – "Fluss des Lebens" genannt, weil ohne ihn gäb's KL nicht. Chinesen schnüffelten Zinn, Handel explodierte: Von Zinn-Dorf zur Hochhaus-Meute. Bonus: Früher krochen Krokodile rum wie in 'nem Horrorfilm, bis man's sie jagte. Nächster Hit: Ein 150 Jahre altes Holzhaus, wo 1999 sogar der Sultan vorbeischaute. Tipp für Romantiker: Malay-Frau heiraten? Konvertiere erstmal. Typisches Setup der alten Häuser: Mutterhaus mit Wohn-, Ess- und Badezimmer, dann 'n Gang zur Küche – wie Petronas Tower mit Brücke, symbolisch clever! Der Holzboden? Offene Schlitze für Luft und Feind-Alarm. Schlangen? Keine Chance an rechteckigen Pfählern hochzuklettern– Stelzenpower!
    Guide Lisa, die Queen, serviert Nasi Lemak – cremig, kokosnussig, himmlisch lecker. Weiter zu den Streetfood-Ständen, wo wir uns durchfuttern wie Profis. Finale: Eine Moschee unter vielen (Malaysia ist muslimisch). Lisa droppt die Bombe: Petronas von oben? Sternförmig – purer Islam-Vibe. KL, du legendärer Mix aus Tradition und Turbo-Modern!
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  • KL Tag 2: Nicht viel.

    January 12 in Malaysia ⋅ ☁️ 32 °C

    Nach einem herrlichen vietnamesischen Kaffee hol ich mir Roti. Wie immer ist @ Restoran MonChinese Beef Roti eine lange Warteschlange anzutreffen. Und das von morgens bis abends. Aber es vergeht schnell, da ich beim Zubereiten zusehen kann. Das Roti schmeckt herrlich und das für nur 6.5 RM (1,38). Danach aber in mein kleines Zimmer zurück. Mal schauen was ich heute noch so mache. Ok, ich fahre noch mal in die Nähe Chinatowns zum Merdeka Square. Schöne alte Gebäude und Zeit das bunte treiben zu beobachten. Am Rückweg hol ich mir dann in der Chinatown einen frisch gepressten Granatapfelsaft, um meinen Körper etwas von ersten Überhitzungsanzeichen zurückzuholen. Es ist irre warm heute. Gefühlt 38°C und das Wasser läuft mir den Rücken runter. Am Abend regnet es dann wieder auf die Minute genau um 18:00. Aber nur kurz.Read more

  • KL Tag 1: Schmelztiegel der Kulturen - 2

    January 11 in Malaysia ⋅ ⛅ 30 °C

    Petaling Street und Sin Sze Si Ya Tempel runden ab: Nudel-Fabrik-Straße, wo Klamotten in hartem Plastik verpackt sind, die echten Kracher. Malays essen draußen, wir schnuppern den Duft – und hey, Chinatown ist extrem sauber, quasi klinisch steril im Vergleich zu Manilas Müll-Chaos oder anderen asiatischen Chinatowns; als hätte Malaysien die Reinigungsfieber-App erfunden, während der Rest Asiens noch im „Wer wirft zuerst?“-Spiel steckt!

    Finale im ältesten chinesischen Tempel KL's – Mix aus Chinese, Hindu und Taoismus. Rauch-Alarm durch Opfergaben! Es qualmt wie in 'ner Billig-Disco, aber heilig. Han's spruch : „Hier opferst du nicht dein Gehalt – nur Räucherstäbchen!“

    Hungrig von der Tour werfe ich in meine Futterlucke noch eine Hühnersuppe. Hat ja eh nur 38°C heute. Dabei treffe ich zufällig ein Pensionistenpärchen aus Wien. Wir quatschen wieder sehr lange. Das lustige, vorgestellt haben wir uns aber nicht. War uns anscheinend nicht wichtig genug.

    Und am Abend regnete es wieder mal kurz als ich beim Essen war. Vielen herzlichen Dank an Dr.G. für die perfekte Empfehlung ins Restoran Nasi Kandar Umar Restaurant zu gehen. Das im Tandoori Ofen gebackene Naan-Brot schmeckt himmlisch. Ich brauch auch so einen Ofen zu Hause, Atze hast du Platz dafür?!?
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  • KL Tag 1: Schmelztiegel der Kulturen - 1

    January 11 in Malaysia ⋅ ☁️ 27 °C

    Stell dir vor: Vor 600 Jahren rockte Malakka als Hafen-Hub, aber Kuala Lumpur? Reine Jungle-Wildnis, bis Zinn-Minenarbeiter und Kautschukplantagen daraus eine Boomtown machten. Chinesen kamen zuerst als fleißige Pioniere sowie Inder um 1900 dazu – heute mixen Malaysier, Chinesen und Inder friedlich in KLs Schmelztiegel der Kulturen. Industrie? Gummi, Palmöl, Gewürze, Kaffee – fast alles lokal, außer Klamotten. Fabriken pumpen oroginal Schuhe und Kleidung über die Nachfrage raus, Überproduktion landet als „Originale“ (hart-plastig verpackt!) in Chinatown. Fakes? Fehlanzeige!

    Kick-off bei der Chan She Shu Yuen Clan Ancestral Hall. Mit Guide Han, unserem Guru-Held, starten wir 1895 bei der prächtigen Ahnenhalle. Arme chinesische Arbeiter konnten weder lesen noch schreiben – daher gibt es nur eine davon hier. Die vier Gründer waren schlau: Jeder warf Geld rein, zack gebaut! Eingangstore mit blauen Dächern symbolisieren Schreibpinsel – Mahnung an Kids: „Geht zur Schule, Leute!“

    Bonus: Malaysia war britische Kolonie, daher Familenname vorne (Familie first!), anders als bei uns Europäern mit Vorname am Beginn (Individuum rules). Zumindest interpretierte es unser Guide so. Heute werden hier sogar Ehen eingetragen. 1957 Unabhängigkeit, keine Einkaufszentren – ergo wurde Chinatown für Shopping geflutet. Opfergaben? Fast ausgestorben. Früher waren sie arm. Demnach geben sie den Ahnen das Beste was sie hatten: Essen!

    Durch Kwai Chai Hong ins Herz des Chaos. Malaysia ist ein Friedensparadies. In den coolen versteckten Gassen posen wir für Fotos – Han erzählt: Analphabeten diktierten Briefe. Eine junge Frau? Mit 20 Prostituierte. Landbesitzerin? Die Minenarbeiter hatten null Land, mieteten Zimmer hier. Malaysier rocken Work-Life-Balance, speisen am liebsten unter freien Himmel an der Straße. Häuser mit zwei Türen plus mittlerem Fenster? Praktisch, um Waren hochzuhieven! Und Krankenhäuser? Gratis für Arme, finanziert von Chinesen – Miner-Liebling!
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  • 30 Tage Philipinen sind vorbei!

    January 10 on the Philippines ⋅ ☁️ 30 °C

    Irre wie schnell die Zeit auf den Philippinen vergangen ist. Musste mich zuerst in Manila doch etwas gewöhnen. Aber ab Palawan war es mega lässig, mit Highlights der 3 Tages Bootstour von El Nido nach Coron, der Tagestour in Port Barton mit Schildkröte und natürlich den faszinierenden und extrem freundlichen und english sprechenden Filipinos. Achja, so ein blaues und funkelndes Meer habe ich bis dato noch nicht erleben dürfen. Danke für alles und bis bald mal. Freue mich aber auch schon aufs nächste Land. Dort soll es wieder irre leckeres Essen geben.

    Kurz nach 17:00 bin ich dann in Kuala Lumpur am Flughafen angekommen. Vor der Landung haben sie noch eine komplette Dose Mückenspray ausgesprüht. Damit wir nix einschleppen. Voll gaga das giftige Zeug einatmen zu müssen.

    Normal kaufe ich am Flughafen keine Sim-Karte, da zu teuer. Das Internet sagte aber, dass es ähnlich günstig ist. Also Sim im Tune Talk Shop gekauft. 150 GB, 30 Tage für 35 RM (7,37€). Voll OK. Nur als ich im Express Zug nach KL City die App herunter lade, sehe ich, die Sau hat mich abgezockt. Habe nur 14 Tage und 40 GB bekommen. Und in der App kann man auch nur Shit Pakete nachkaufen. Also in 14 Tage das selbe Spiel nochmals.

    Das Swing and Pillows @ Sungei Wang ist mein Hotel für die nächsten 5 Nächte. Nur von den sehr guten Bewertungen auf Google Maps sehe ich nichts. Naja, was solls. Und einchecken musste ich auch im Hotel gegenüber, da die Rezeption nicht besetzt war. Verlief aber alles reibungslos.

    Dann gleich mal raus. Es ist sehr viel los in Bukit Bintang. Was gleich mal auffällt, ist, dass es sehr wenige Mopeds gibt und ich im Zentrum der Partymeile gelandet bin. Demnach ist der Essensmarkt gleich um die Ecke. Ich bestell mir Nudeln mit Rindfleisch. Herrlich lecker. Wie ich das nur vermisst habe.
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  • Zurück nach Cebu

    January 9 on the Philippines ⋅ ⛅ 30 °C

    Es ist so herrlich hier in Oslob am Meer. So richtig zum Seele baumeln lassen. Es hilft aber alles nichts. Da mein Visum morgen ausläuft, geht es zurück nach Cebu für 1 Nacht.

    Eine Busstation oder einen Busbahnhof sucht man in Oslob vergebens. Einfach an die Straße stellen, warten bis der Richtige Bus kommt, winken und dann einsteigen. So machte ich es auch, um kurz vor 12:00. Nach 2 min warten rast er schon daher; die Busfahrer sind echt verrückte Fahrer. Durchgeschüttelt und nicht gerührt komme ich um ca. 16:00 in Cebu beim Busbahnhof an. Manchmal hat es meinen trägen Körper mindestens 30 cm in die Luft geworfen. Mit so einer Mopsgeschwindigkeit ist der klapprige Bus über die Schlaglöcher gedonnert. Aber ich habe es endlich überstanden. Naja, fast halt. Es staut überall da es ein Festival gibt und dadurch einige Straßen gesperrt sind. Ich dachte mir demnach, ich spaziere so 10 min zu einem Café, gönn mir schwarzes Gold und bestell dann ein Grap-Taxi. Pustekuchen, das Café existierte nicht mehr. Somit wartete ich eine halbe Ewigkeit im Schatten bis das Taxi kam. Und nach gefühlt einer weiteren Ewigkeit (2h für die paar Kilometer) komme ich im Hotel an. Dann gibt es heute nur noch eine Dusche, eine Massage und die letzte Nacht auf den Philippinen.Read more

  • Oslo Tag 2: Ob sie mich fressen werden?

    January 8 on the Philippines ⋅ ☁️ 25 °C

    Um 04:30 klingelt der Wecker. Viel, viel, viel zu früh. Müde und aufgeregt schleppe ich mich aus dem Bett. Um 05:00 geht es bereits los. Ich bin nicht alleine im Dreirad. Es sind noch Alex aus Russland und Feru aus Kasachstan dabei. Bei vollkommener Dunkelheit rast das Dreirad los. Es schaukelt und rüttelt. Angekommen wollten wir fürs bringen bezahlen. Er sagt nur später. Es stellte sich heraus, daß er uns noch bei allem half. Und das arge ist, dass wir nicht die ersten hier sind. Es tummeln sich schon die Leute. Wir geben dem Fahrer oder Guide, so genau wissen wir das noch immer nicht, die 1000 PHP (14,50€) für den Eintritt und er gibt uns im Austausch dafür einen Zettel mit der Nr. 0083. Also wir sind die 83zigsten bereits hier. Er meinte nur um 07:00 wird es für uns los gehen. Und so war es auch. Wir werden aufgerufen, bekommen die Schwimmweste und werden etwa 50 m hinausgerudert. Ab ins Wasser die Walhaie beobachten. Irre mega komisches krasses Gefühl die mächtigen Tiere hautnah vorbeischwimmen zu sehen. Wir haben uns auch eine GoPro ausgeborgt. Nur der Bootsmann war da nicht so begabt darin. ZumGlück hatte Alex auch eine dabei, und somit gibt es Aufnahmen vom mächtigen Meerestier. Ein absolut irres Gefühl den Wahlhai so nah zu erleben. Dass der Walhai so neben uns schwamm war deshalb, da er von einem Boot aus gefüttert wurde. Und nach 30 min war alles vorbei. Unser Fahrer brachte uns wieder zur Unterkunft zurück und es waren 200 PHP (2.90€) pro Person fällig. Voll Ok für das, dass er uns auch geholfen hat. Wir tauschen dann noch die Fotos aus und quatschen eine Weile. Dann geht es ab für ein zwingend notwendiges Mittagsschläfchen.

    Aber es ist nicht alles golden was glänzt.
    Walhaie, die sanften Filterfresser-Ozeanriesen, pumpen natürlich 326–614 m³ Wasser pro Stunde durch ihr Maul (je nach Größe von 4,4–6,2 m). Bei 4,5 g Plankton/m³ ergattern sie somit 1,5–2,8 kg Futter stündlich – in ihren gemächlichen 7,5 Stunden täglicher Fresszeit kommen so 11–21 kg raus. Sie wandern wild lebend tausende Kilometer in warmen Gewässern, tauchen tief bis 1000 m und filtern vielfältig Plankton/Krill, ohne menschliche "Hilfe". Oslobs Fütterungs-Show? Ein Witz: Reine Krill-Diäten machen sie abhängig, verursachen Mangelernährung durch die künstliche Fütterung und Verhaltensänderungen durch Massenchaos – Studien spotten über diese Pseudo-Natur.
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  • Oslob Tag 1: Was gibt es hier sonst so?

    January 7 on the Philippines ⋅ ☁️ 25 °C

    Warum bin ich schon um 06:00 wach geworden. Richtig, Sonnenaufgang ansehen. Herrlich und das Meer ist total ruhig. Dann lege ich mich noch mal schlafen. Warum? Weil ich es kann.

    Nach einem Kaffee geht es auf Erkundung. Viel gibt es allerdings nicht zu sehen. Eine Kirche, einen verfallenen Aussichtsturm und Meer so weit das Auge reicht. Nach dem Erkunden geht es dann zurück zu meiner grenzgenialen Unterkunft. Dort chille ich ab, hole auf beim Pinguin befüllen und bringe somit meine Gedanken zum Erlebten der letzten Tage auf digitales Papier.

    Kurz vor Sonnenuntergang treffe ich zufällig Manuela, eine Deutsche höheren Alters. Sie hat die Schnautze voll vom kalten Wetter und den trotz guten Verdienst ständig nörgelnden Menschen. Demnach ist sie auch schon länger unterwegs und hat schon ziemlich viele Orte Besucht. Bei schwarzen Gold unterhalten wir uns dann länger und tauschen wertvolle Reiseinfos aus. Erspart mir demnach einiges an Recherchearbeit. Ich liebe solche spontanen Begegnungen. Kommen immer wieder vor.

    Abends gehe ich dann noch fein Essen ins Lucky 9ers Unlimited. Es gibt Tunasteak. Herrlich. Heute bekomme ich noch Besteck. Morgen gönn ich mir nochmals ein Tunasteak. Da bekomm ich keines mehr. Nur mehr einen Plastikhandschuh. Zähl wahrscheinlich beim 2ten Besuch schon zu den Einheimischen.
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