Planung
8 december 2024, Tyskland ⋅ ☁️ 5 °C
Wir stecken aktuell tief in unseren Vorbereitungen für unsere Reise. Unsere Wohnung haben wir untervermietet, Impfpässe sind aktualisiert, Versicherungen abgeschlossen und der Flug nach Medellin gebucht. Medellin ist mit 2,6 Millionen Einwohner*innen die zweitgrößte Stadt Kolumbiens.
Hier werden wir unsere Reise starten und euch über diesen Kanal auf dem laufenden halten.
Wir freuen uns schon sehr ☺️Läs mer
Der Countdown läuft...
26 december 2024, Tyskland ⋅ ☀️ 2 °C
Der Countdown läuft...
Packliste steht (Rucksack kann aufgrund zu wenig Unterhosen erst kurz davor nach finalen Wäschereien finalisiert werden 😉), die "richtigen" Weihnachtsgeschenke (Notfallapotheke, Daunenjacke und die weltbesten Reisesouvenirs) sind unter dem Baum 🌲 gelegen. 😍
Schildi (einer der besagten wichtigen Geschenke) darf sich schon mal regional einstimmen!
Aufgeregt sind wir immer noch nicht - aber die Vorfreude steigt....
Bald geht's loooooos 🎉Läs mer
Jetzt geht's los - Start in München ✈️
2 januari 2025, Tyskland ⋅ ☁️ 7 °C
Mit (fast) leichtem Gepäck (14kg 😉) und nach einem schönen letzten Abend in München geht's um 10.45 Uhr über Madrid los nach Medellin.
3 Monate (Aus-)ZEIT warten.
Status Quo: nervöse Vorfreudemomente gemischt mit ein paar unruhigen Zweiflern und müden Menschen starten jetzt ins Abenteuer.
3 Monate Südamerika wir kommen 🎉Läs mer
Bunter Start in Medellin
2–6 jan. 2025, Colombia ⋅ 🌧 18 °C
Mitten in den Anden und bekannt als die „Stadt des ewigen Frühlings“, hat Medellín sich von einer sehr düsteren Vergangenheit zu einer beeindruckenden Stadt in Südamerikas gewandelt. Für uns perfekt für den Start ins Abenteuer 😀
Nach ca. 16h Flug sind wir gegen 20 Uhr (Ortszeit) gelandet, haben uns nach einer kurzen formalen Einreise eine kolumbianische SIM Karte geholt und sind dann mit öffentlichem Bus und ein paar finalen Kilometern Taxi zum vorab gebuchten Hostel gefahren.
Direkt an der Carrera 70 gelegen (eine der belebten und sicheren Ausgehmeilen in Medellin), für uns gut als Ausgangspunkt.
In den 1980er Jahren zählte Medellín zu den gefährlichsten Städten der Welt. Raubüberfälle, explodierende Bomben und Entführungen waren an der Tagesordnung. Damals organisierte das Medellín-Kartell laut Time Magazin 80 % des Weltdrogenhandels! Der wohl international bekannteste Drogen-Baron Pablo Escobar gab hier mit anderen Bossen den Ton an. Sie kauften Richter, bestachen Politiker und machten immer wieder durch unvorstellbar brutale Morde Schlagzeilen. Nach Pablo Escobars Tod 1993 und der Auflösung des Medellín-Kartells wurde die Stadt zusehends sicherer, die Stadt wurde 2013 zur innovativsten Stadt der Welt gekürt und stach damit sogar New York und Tel Aviv aus.
Beste Voraussetzungen also für ein paar spannende Tage...
Nach einer relativ kurzen ersten Nacht haben wir die letzen drei Tage für 2 free Walking Touren, eine davon in die Comuna 13 (Details unten) Ausflüge (botanischer Garten, Metrocable Fahrt, kleine Wanderung, Cerro de las treve cruzes, el poblado) und einem ersten "Ankommen" genutzt - Medellin hat uns mit seinen herzlichen, hilfsbereiten lebensfrohen Bewohnern, der kolumbianischen Küche und der Kultur definitiv überzeugt.
Morgen geht es mit dem Bus weiter nach Salento - wir sind gespannt ☺️
Comuna 13....
... ein Viertel das immer noch als Favela (Slum) zählt. Hier gab es bis vor ein paar Jahren noch eine der höchsten Mord- und Kriminalitätsraten.
Die Häuser wurden kreuz und quer gebaut, größere Zufahrtsstraßen wurden "vergessen"
Um die Mobilität zu verbessern, baute die Regierung nach Escobas Tod Rolltreppen in das sehr steil gelegene Viertel. So kamen die Touristen um diese Rolltreppen zu bewundern und fanden eine große Streetart-, Breakdance-, und Hip-Hopszene vor. Mittlerweile schieben sich tausende Touristen durch die schmalen Gassen... Einheimische verkaufen Souvenirs und Getränke zu Höchstpreisen.
Wir sind mit gemischten Gefühlen nach Hause gegangen.
Einerseits vermittelt das Viertel ein tolles Lebensgefühl durch die vielen Graffiti und der Musik die aus jeder Ecke kommt. Andererseits sind die Massen an Touristen zu viel für die kleinen Gassen und man bekommt keinen wirklichen Eindruck wie es ohne wäre.
Zum einen bringen die Touristen Geld und Sicherheit für das Viertel. Davon profitieren die Einheimischen am meisten. Auf der anderen Seite geht so auch viel ursprüngliche Kultur verloren.
Die Gentrifizierung ist hier vermutlich erst am Anfang, sie schreitet aber rasend schnell voran...
Unser Resümee: Vermutlich "darf" man hier zwiegespalten sein.Läs mer
Palmen... In Salento
6–9 jan. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 15 °C
Nach einem "Bustag" sind wir gestern in Salento angekommen.
Salento liegt im Herzen der kolumbianischen Kaffeezone und neben dem Valle de Cocora, bekannt für seine Wachspalmen, die bis zu 60 Meter hoch werden.
Außerdem kann man da wandern gehen haben sie gesagt....
Wandern? Nix wie los!
Details der Tour in den Bildunterschriften 😊Läs mer
Bunt und riesig - Bogotá
9–14 jan. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 13 °C
Eigentlich stand Bogotá zuerst gar nicht auf unserer "bucket list".
Aber auf dem Weg zum Amazonas-Regenwald - unser Flug nach Leticia geht am Dienstag - sind wir nun doch hier gelandet.
Und sind so in den Genuss von 9 Stunden Busfahrt - und einer beeindruckenden, holprigen Fahrt durch die Anden gekommen!
Bogotá ist Kolumbiens Hauptstadt und hat ca. 10 Millionen Einwohner*innen. Trotz dieser Größe ist Bogotá eine der ganz wenigen Metropolen, die (noch) keine Metro oder Trambahnen hat!
Das Hauptverkehrsmittel ist der Bus.
Diese fahren entweder auf extra Busspuren oder drängeln sich durch den dichten Verkehr 😉 .
Wir wohnen für 4 Nächte in 2 verschiedenen Hostels im Viertel "la Candelaria", das uns durch seine kleinen bunten Häuser, viele Kneipen, Straßenmusik, der zahlreichen Streetart und sogar von "Chicha" überzeugt.
"Chicha" gibt es nur in "la Candelaria" (überall sonst in Bogotá hat das bayerische Bier Chicha verdrängt, true Story!).
Das Getränk besteht aus Korn, wird heutzutage mit Rohrzucker und Ananas frementiert... Hat das frementieren mit Speichel abgelöst 😇
Heute waren wir auf dem Monsertate, auf dem nicht nur eine Wallfahrtskirche steht, sondern auch einen fantastischen Blick über die Stadt gibt. Das wussten allerdings nicht nur wir....
Ansonsten halten wir uns mit Freewalking Touren bei Laune. Zum Beispiel die Graffiti-Tour, welche tolle Einblicke in die Graffiti-Welthauptstadt (laut Guide) gibt. Aber sehet selbst...Läs mer
Los Gringos 😉
12 januari 2025, Colombia ⋅ ⛅ 8 °C
Mas de Bogotá:
Mit insgesamt 5 Nächten lässt sich so einiges anstellen bzw. erleben in Bogotá.
So sind wir am Sonntag in den Genuss der ciclovía gekommen.
Hintergrund war bzw ist wohl u.a. die enorme Abgas Belastung in der Stadt - sperrt jeden Sonntag von 7 bis 14 Uhr insgesamt 127,24 km der Hauptstraßen für den motorisierten Verkehr.
Finden wir gut 😎
Und stürzen uns - neben ganz vielen Radlern, Joggern und sogar Inline Skatern - ins Getümmel.
Fabio, unser super hilfsbereiter kolumbianischer Hostel-Guide (mit deutscher Freundin, die er im Februar in Berlin besucht, daher gerade am Deutsch lernen ist 😊) hat uns neben dem gängigen "flew market" (ganz viele Stände am Straßenrand) einen Handwerkermarkt empfohlen, zu dem wir laufen. Kolumbianische Schachspieler am Straßenrand, musikalische Tanzeinlagen und sogar ein Fakir passen zu dem bunten, fröhlichen Treiben in der ganzen Stadt.
Mögen wir!
Den Nachmittag und den letzten Bogota Tag gestalten wir Gringo-like (so nennt man uns Europäer in Südamerika 😉).
Besuch im Goldmuseum, eine Free Biking Tour (Bogotáner lieben das Fahrrad!) und ein bisschen Shopping machen unseren Aufenthalt in der Hauptstadt Kolumbiens rund.
Ein paar Eindrücke in den Fotos...
(Post verfasst um 4 Uhr morgens am Flughafen, es geht heute weiter nach Leticia ✈️)Läs mer
Amazonas und Regenwald - Santa Sofia
14–18 jan. 2025, Colombia ⋅ ☁️ 26 °C
Nachdem wir schon um kurz nach 3.00 Uhr in Bogotá aufstehen mussten, um den Flug nach Leticia zu bekommen (2 Stunden sollte man unbedingt auch in Kolumbien vorher am Flughafen sein, wenn man Gepäck aufgeben muss), sind wir schon gegen 8 Uhr am Flughafen in Leticia, diesem kleinen Städtchen am Amazonas. Bekannt auch für das Dreiländereck Kolumbien, Peru und Brasilien ☺️
Nach umgerechnet ca. 10 Euro Einreisegebühr, die am Flughafen nochmal separat als "foreigner" bezahlt werden müssen, geht es für uns (zunächst) zu Fuß in die Stadt.
Laut, heiß und feucht - die ersten Gedanken.
Zufälligerweise, vielleicht auch versehentlich, aber auf jeden Fall "zum Glück" haben wir ein Hostel ca. 28km außerhalb von Leticia, in Santa Sofía, gebucht. Der Blick auf Google Maps verrät nicht viel: es gibt weder eine Route mit dem Auto, noch mit Öffentlichen, noch zu Fuß! Der Hostelmitarbeiter gibt uns dann zu verstehen: mit dem Tuktuk (ja die gibt es hier auch) zum Hafen, mit dem Schnellboot dann nach Santa Sofía.
Das TukTuk Angebot haben wir nach der Hälfte des Fußmarsches dann übrigens doch noch angenommen. Die Plätze auf dem "Linienschiff" Amazonas sind wohl begrenzt, nicht dass wir keinen Platz mehr bekommen. Es klappt alles, um 14 Uhr geht's auf dem Amazonas Richtung Norden.
Santa Sofía besteht aus einem Hostel und einer indigener Comuna mitten im Amazonasjungle. Das Hostel erinnert stark an die Villa Kunterbunt und ist komplett familiengeführt. Sämtliche Mitarbeiter*innen stammen aus besagtem indigenem Dorf. Unser "Zimmer" ist eigentlich nur eine überdachte Dachterasse - das reicht uns, aus unserer Hängematte können wir auf den Amazonas schauen und (wenn es nicht regnet) einen mega Sonnenuntergang beobachten. Hier fühlen wir uns wohl 😊
Auch wenn der "Lärmpegel" Dschungel (motorisiert ist hier nichts) im ersten Moment ungewohnt ist ...
Nachts aber überhaupt nicht stört!
Wir entscheiden uns für eine mehrtägige geführte Jungle Tour.
Nach einem deftigen Frühstück geht's also am nächsten Tag (trotz der hoher, sehr schwülen Temperaturen) mit Gummistiefel, langer Hose und dickem Pullover (es gibt hier Mücken ohne Ende die durch dünnere Kleidung einfach durchstechen) zum Jungle-Hike.
Vorbei an riesigen Bäumen, ein kleiner Besuch auf der indigenous Schildkrötenauffangstation, geht es weiter in den Amazonasjungle.
Nach dem Mittagessen - Reis, arepas (frittierte Maisfladen) und (frittierter) Fisch (in den nächsten Tagen als "one and only" bekannt) steht am Nachmittag mit Carlos unserem indigenous (nur Spanisch sprechenden) Guide eine Bootfahrt auf die peruanische Flussseite an, bei der man nicht nur die "normalen" Delfine, sondern auch die seltenen rosanen Amazonas-Flussdelfine sehen kann. Ein kleines Highlight zum Schluss: ein Bad im Fluss, die Delfine in nächster Nähe.
Nicht vorgesehen bzw geplant, daher nur in Unterhose, aber für unseren super lieben Guide überhaupt kein Problem 😇😉
Am nächsten Morgen besuchen wir vormittags dir indigene Comuna Santa Sofía. Hier dürfen wir Armbänder basteln, mehr oder weniger schöne Bilder malen und bekommen am Ende noch ein Jungletattoo, welches ca 15 Tage halten soll.
Am Nachmittag kommt dann die plötzliche Wendung in diesem märchenhaften Zwischenstop:
Als Highlight sollte es eigentlich noch tiefer in den Jungle gehen. Die Idee: nach einer (richtigen) Dschungel Wanderung dort ein Camp aufschlagen und in der salva (Dschungel) übernachten.
Kurz bevor es im Hostel losgehen soll, will Benno nochmal seine Ausrüstung checken.
Leider am Rucksack ein (ebenfalls schwarzer) Skorpion, der ihn in den Daumen sticht.
Glück im Unglück, der Skorpion ist nicht giftig, ein Stich nur sehr schmerzhaft.
Und der Grund, warum wir die Jungletour an der Stelle kürzen, und am nächsten Tag zurück nach Leticia fahren. Heute eine letzte Nacht, morgen (Samstag) verlassen wir Leticia ✈️ und damit den Amazonasregenwald.
Es geht (doch noch) nicht nach Bolivien...
Stay tuned 😇😉Läs mer
Santa Marta an der Karibik
18–20 jan. 2025, Colombia ⋅ 🌙 27 °C
Santa Marta stand auch nicht auf unserer Bucket-List und liegt grob gesehen auch garnicht auf unserer Reiseroute.
Doch es gab mehrere Gründe hierher zu kommen:
1. Kolumbien gefiel uns so gut, hier wollten wir noch mehr Zeit verbringen
2. Die nächsten Stops liegen ziemlich hoch in den Anden und sind eher etwas kälter. Hier können wir nochmal warmes Wetter und Sonne tanken
3. Kleiner Ersatz für Peru. Wir haben uns schweren Herzens dazu entschlossen, Peru auszulassen. In Peru wären wir hauptsächlich Wandern gegangen aber leider ist dort gerade die Hochphase der Regenzeit. Da hält sich unsere Wanderlust etwas in Grenzen. Hier an der Karibikküste kann man eine 4-tätige geführte Wanderung zu einer Verlorenen Stadt (Ciudad Perdida) machen - ähnlich wie zu Machu Picchu nur weniger Touristen. Hierzu gibt's einen eigenen Post.
Die Stadt Santa Marta ist weniger interessant. Hier an der Karibik sind viel mehr Touristen.
Santa Marta selbst ist wirklich nicht schön, laut, dreckig, viel mehr unfreundliche Menschen wie wir es aus dem restlichen Kolumbien gewohnt waren.
Wir sind hier um die Tour zu buchen und nochmal unsere Wäsche zu waschen. In der Zwischenzeit haben wir noch eine Mini-Badewanderung entlang der Küste gemacht und trafen auf wahnsinnig überfüllte Strände (vermutlich auch weil Sonntag war)
Alles nicht so schlimm, denn das Highlight steht ja jetzt bevor...Läs mer
Camino a Ciudad Perdida
20–23 jan. 2025, Colombia ⋅ ☀️ 18 °C
Die Ciudad Perdida, auch bekannt als die „Verlorene Stadt“, liegt im Herzen der Sierra Nevada de Santa Marta in Kolumbien, und wird manchmal mit dem Machu Picchu verglichen.
Das war vielleicht auch einer der Gründe, warum wir uns dann (nach Leticia) entschieden haben, (doch) noch in Kolumbien zu bleiben und dort zu wandern. Immerhin wurde Peru wegen der Regenzeit ja von unserer Route gestrichen.
Also ging es von Leticia ✈️ nach Santa Marta, wo wir vor Ort den 4 Tage / 3 Nächte Trip bei einem der nur 6 möglichen Reiseanbieter gebucht haben.
Was uns genau erwartet, und wie anstrengend es dann v.a. für Benno werden würde, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht 😇
Tag 1: Der Start ins Unbekannte
Unser Abenteuer begann morgens im Reisebüro Office, wo wir das erste Mal die restliche Truppe, und Wilson, unseren spanischen Guide getroffen haben.
Wilson war bereits in 1970er Jahren mit dabei, als die verlorene Stadt von Marihuana Farmern und Schmugglern (Gold 🪙 und Kupfer Reliquien in der Stadt) entdeckt wurde, kannte sich also wirklich super aus.
Leider hatten wir etwas Pech mit dem sehr jungen und unerfahrenen englischen Übersetzer, was wir dann die nächsten Tage (insbesondere im Vergleich zu anderen Gruppen die wir getroffen haben) gemerkt haben und der kleine schwarze Punkt der doch exklusiven Tour war.
Zurück zum Abenteuer:
Nach der Fahrt ins kleine Dorf El Mamey und dem dortigen Lunch ging es am Nachmittag mit unserer Truppe (14 bunte Menschen, von der schweiz-peruanischen Familie bis zu den 2 österreichischen Buddys war alles dabei) los.
Vorbei an grünen Tälern, kleinen Kakaoplantagen und kleinen "bewirten" Rastpunkten war das Tagesziel ein kleines Camp am Fluss.
Dort ging nach dem kurzen Refresh im Fluss und dem Abendessen (Fisch mit Reis 😉) - eigener Koch, hat uns die ganze Tour begleitet - schon gegen 9 ins Bett.
Am nächsten Tag war der Weckdienst - wie die ganze Tour, wegen der Hitze untertags - um 5 angekündigt.
Geschlafen haben wir alle drei Tage in bzw auf auf Stockbetten unter einem einfachen Dach in großen Gemeinschaftslagern (siehe Bilder)
Tag 2 und 3: Dschungel pur
Die nächsten Tage führten uns immer tiefer in den Dschungel. Der Weg ging über Flüsse, steinige Pfade und durch viel Grün. Wir trafen indigene Kogi-Familien, die uns einen kleinen Einblick in ihre traditionelle Lebensweise gegeben haben. Beindruckend zu sehen, wie sie in Harmonie mit der Natur leben – ein Kontrast zu unserem Alltag.
Der Aufstieg war oft eine Herausforderung: matschige Steine, steile Passagen und enge Passagen machten den Weg nicht einfacher.
Insbesondere, da wir uns den Weg mit den anderen Gruppen "geteilt" haben die gleichzeitig mit uns unterwegs waren.
Und immer wieder der laute Schrei Achtung "mulas" (Maultiere), die das gesamte Essen, die Stromaggregate und z.T auch Gepäck der Reisenden in die Camps getragen haben.
Da hieß es dann aber auch immer wirklich schnell zur Seite hüpfen, die Mulas liefen ohne Rücksicht auf Verluste 😉
Insbesondere die heiße, schwüle Luft haben das Wandern anstrengend gemacht, aber immer wieder überraschte uns die Natur mit viel Grün und an manchen Camps gab es Bäche, in denen wir uns abkühlen konnten.
Tag 3: Ciudad perdida, die verlorene Stadt
Nach drei Tagen harter Wanderung erreichten wir am dritten Tag nach dem Frühstück endlich die 1.200 steilen Steinstufen, die zur Ciudad Perdida führen.
Vor uns lag eine Ansammlung von Terrassen, Plätzen und zeremoniellen Stätten, umgeben von dichtem Dschungel.
Unser Guide erzählte uns von den Tayrona, der indigenen Zivilisation, die diese Stadt vor über 1.000 Jahren erbaut hatte. Obwohl die Stadt in den 1970er Jahren wiederentdeckt wurde, bleibt sie ein wenig überlaufener Ort, der nur mit einer geführten Tour und zu Fuß erreichbar ist.
Auch interessant: in dieser Gegend gibt es vermutlich noch über 200 weitere, nicht entdeckte Stätten, es wird jedoch von den Indigenen unterbunden, danach zu suchen.
Tag 4: Abschied mit schweren Beinen
Der Rückweg war nicht weniger anstrengend, aber irgendwie leichter – vielleicht, weil wir wussten, dass es jetzt der Rückweg war ☺️
Und so haben wir am Tag vier nach insgesamt über 65 Kilometern und einigen Höhenmetern den Ausgangspunkt, den Ort El Mamey wieder erreicht, wo es nach dem Mittagessen mit den Jeeps wieder zurück ging.
Unterm Strich: Eine besondere Erfahrung, die allerdings wirklich (v.a. für Benno) körperlich anstrengend war und seine weitere bzw akute Wanderlust nicht unbedingt gesteigert hat 😇
Für uns ging es gestern dann weiter nach Minka, ein kleines Bergdorf bei Santa Marta, wo in den nächsten Tagen Pool und Erholung ansteht bevor es dann (wirklich) weiter nach Bolivien geht ☺️Läs mer
Gracias Columbia - y hasta luego 💕
23–26 jan. 2025, Colombia ⋅ ☀️ 27 °C
Schon vor der Trekking Tour war klar: Danach brauchen wir noch ein paar Tage Erholung, bzw. ein bisschen weniger Trubel und kühlerer Luft – also ab nach Minca!
Nur ca. 30 km, also 45 Minuten holprige "Colectivo" (öffentliche Minibusse)- Fahrt entfernt, fühlt sich das kleine Bergdorf ein bisschen wie eine andere Welt an.
Zwar wieder Dschungel, aber klare Flüsse, kühlere Luft und eine kleine Backpacker-Community.
Wir hatten schon vorab ein kleines Hotel ca 7 km Taxifahrt außerhalb von Minca gebucht.
Zitat Benno: Mit Pool und Hängematte bitte! 😇
Was im Nachhinein die absolut richtige Wahl war. Uns hatte es beide ein bisschen erwischt nach dem Trek, der erste Tag vor Ort war also mehr ein Bett-Schlaf-Erholungstag.
Mit der Aussicht und einer super süßen, absolut fantastischen Gastgeberin (kleines familiengeführtes Hotel), die uns mit Tee und Kartoffelsuppe zuckersüß versorgt hat, hätten wir uns keinen besseren Ort dafür vorstellen können 🥹 (siehe Bilder)
Mona war an Tag zwei dann noch ein bisschen Wasserfälle schauen, dann hieß es am dritten Tag Abschied nehmen - von Minca und auch von Kolumbien.
Wir sagen: muchas gracias por todos, encantamos Columbia, y hasta luego 💕Läs mer
La Paz, Bolivien: Höhenluft & Geschichte
27–31 jan. 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 7 °C
Nach einem langen Flug von Santa Marta über Bogota ✈️ sind wir nach 16 Stunden Reise mitten in der Nacht in El Alto gelandet ,dem höchstgelegenen internationalen Flughafen der Welt.
La Paz liegt auf über 3.600 Metern!
(Piloten brauchen fürs landen eine extra Ausbildung)
Das haben wir auch in den ersten Tagen hier gemerkt und sind froh, dass wir in unserer schönen Air bnb Wohnung alles haben, um die Tage entspannt anzugehen 😉
Höhenkrankheit hat Mona nicht, Benno ein bisschen (nach der Wanderung, s.u) erwischt, aber mit viel Tee und Ruhe ist das alles machbar.
La Paz steckt voller Geschichte, die sich in den Straßen, auf den Märkten und in den Menschen widerspiegelt. Die Stadt wurde 1548 von den Spaniern gegründet, lange davor war das Gebiet bereits von den indigenen Aymara bewohnt. Noch heute ist die indigene Kultur hier lebendig – sei es in den traditionellen Märkten oder in der Politik, Bolivien hatte mit Evo Morales den ersten indigenen Präsidenten Südamerikas. Das sieht man auch in der Stadt:
Zwischen den Straßenmärkten und modernen Cafés gibt es die kopfsteingepflasterten Gassen mit bunten Kolonialhäusern und den "Hexen-Markt", auf dem die verrücktesten Indigenen "Heilmittel" und Ritualsgegenstände (getrocknete Lama Föten) verkauft werden.
Ein absolutes Must-Do: Die Fahrt mit den Mi Teleféricos, dem Seilbahnsystem der Stadt.
Hier sieht man auch, wie sich die Stadt wie ein gigantischer Krater ausbreitet – einfach beeindruckend.
Valle de las Ánimas: Ein verrücktes Naturwunder
Gestern ging es dann mit den Öffis zum Wandern ins Valle de las Ánimas, dem „Tal der Seelen“. Nur eine halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt, hat uns eine Landschaft erwartet, die aussah, als wäre sie von einem anderen Planeten.
Riesige Felsformationen, kein Verkehr, keine Menschen, nur Wind, und ein bisschen Regen 😉
Für Einheimische hat das Tal seinen Namen von den Schatten, die bei Sonnenuntergang wie gespenstische Gestalten wirken.
Können wir verstehen! (Siehe Bilder)
Heute lassen wir es entspannt angehen, abends geht's noch zum Cholita-Wrestling, was es so nur in La Paz gibt.
In der bolivianischen Kultur nehmen Cholitas einen besonderen Platz ein. Sie sind indigene Frauen, die stolz ihr kulturelles Erbe annehmen und sich gleichzeitig gesellschaftlichen Normen und Stereotypen widersetzen. Mit ihrer lebendigen und eleganten traditionellen Kleidung, darunter Melonenhüte, bunte Schals und mehrlagige Röcke, stechen Cholitas aus der Masse heraus. Über ihre unverwechselbare Kleidung hinaus sind diese Frauen für ihre Widerstandsfähigkeit, Entschlossenheit und ihren unerschütterlichen Geist bekannt.
Es ist nicht nur ein Sport oder eine Leistung; Es ist ein starkes Symbol für die Stärkung der Frau und eine Plattform, um Geschlechterstereotypen in Frage zu stellen.
Im Wrestling-Ring zeigen Cholitas ihr körperliches Können, ihre Beweglichkeit und ihre Wrestling-Fähigkeiten, während sie ihre traditionelle Kleidung anziehen.
Wir sind also gespannt was uns erwartet!Läs mer
Finale La Paz: Wrestling & Markt
30–31 jan. 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 13 °C
El Alto ist die höchste Großstadt der Welt und liegt auf 4150m. Sie ist mit der etwas unterhalb gelegenen Stadt La Paz quasi zusammengewachsen und über die "teleférico" (Gondel) bestens erreichbar.
Wenn man sämtliche Vororte nicht dazu zählt hat El Alto mit 840.000 Einwohner*innen sogar mehr als La Paz (755.000) 😲
In El Alto wohnen hauptsächlich Indigene, was sich auch im Stadtbild zeigt.
Jeden Donnerstag und Sonntag gibt es hier den größten Freiluftmarkt der Welt und da dürfen wir natürlich nicht fehlen.
Auf der Suche nach frischen Obst (Mona 🥰) einheimischen Snacks und Kuriositäten werden uns die Ausmaße dieses Markes bewusst. Wir haben eindeutig zu wenig Zeit eingeplant und so kommen wir in ca. 1,5h nicht über die Bereiche mit Klamotten, Schuhe (mehrere Straßenzüge nur Schuhe! 😇😁) und Ersatzteile heraus.
Hier würde man wirklich ALLES finden, ob das Ersatz Teil dann aber z.B. der bessere Ersatz wäre, bleibt offen 😉. Unverichteter Dinge (Mona leicht enttäuscht, soooo gern bringt sie sonst frische Marktfunde nach Hause) ziehen wir von Dannen, der Eindruck bleibt.
Am späten Nachmittag folgt das nächste Highlight, das Cholita-Wrestling.
Wie im letzten Post erklärt sind Cholitas indigene Frauen. Da die Veranstaltung ganz offensichtlich für Touristen organisiert wird, sind (leider) auch mexikanische und peruanische (männliche) Wrestler dabei.
Die natürlich auch ihr Können zeigen.
Egal, Benno hatte Spaß und Mona konnte es (mit Bier) ertragen.
Am nächsten Tag geht es früh zum Busbahnhof und ab zum Titicacasee. Dazu mehr im nächsten Post 📯Läs mer
Titicacasee und Isla del Sol
31 jan.–2 feb. 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 11 °C
Wir kommen mittags in Copacabana, einer Kleinstadt am Titicacasee, an und suchen unser Hostal-Zimmer.
Haben uns hier zuerst für eine Nacht Copacabana entschieden, eine (touristische) Kleinstadt, aber gut um "einmal zu sortieren" super leckere "Trucha"(Forelle aus dem Titikaka See 🥰) zu essen und bolivianische "buenelos de Copacabana", das sind "Kiachla" Ala Oma zu snacketieren. Die sind hier übrigens (auch) Spezialität und sau lecker.
Unser Plan: gleich am nächsten Morgen nur mit leichtem Gepäck auf die Isla del sol (Sonneninsel) zu böteln, und von dort aus den Titicacasee zu bewundern.
Der Titicacasee liegt auf 3900m und ist ca 15,6x so groß wie der Bodensee. 25 Flüsse fließen hinein, nur einer heraus. 😉
Die Mehrheit des einfließendes Wassers geht über Verdunstung durch die aggressive Sonne heraus. Für uns das Zeichen: Gaaanzn dick Sonnencreme und ja nicht den Sonnenhut und Sonnenbrille vergessen!
Die Isla del Sol (Sonneninsel) war einer der wichtigsten Orte für die Inkas.
Hier soll der Sonnengott geboren sein und die ersten Herrscher sollen hier aus dem Wasser gestiegen sein, bevor sie Machu Picchu erbaut haben.
Als wir den ersten Hügel bestiegen können wir diesen Mythos nachvollziehen (siehe Fotos).
Immer noch hat die Insel was mystisches und die alten Ruinen sind beeindruckend.
Aber zurück auf Start:
Am nächsten Tag starten wir früh und lassen uns mit dem Boot zur Nordseite der Insel bringen. Keine Autos, nix Motorisiertes darf hier fahren, herrlich nach den Trubel Tagen in la Paz.
Wir wandern in ca. 3-4h zur Südseite. Auf dem Weg begegnen uns tatsächlich wenig Touristen, dafür dürfen wir karge Landschaft, Buchten mit tiefblauen Wasser, Esel, Alpaka, Schafe und sogar alte Inkaruinen bewundern.
Wir haben uns vorher schon entschieden auf der Insel eine Nacht zu verbringen und so können wir Sonnenunter- und Sonnenaufgang bestaunen. Mona düst abends noch die kleine extra Runde, lohnt sich, es gibt (noch mehr) Hügel 😇😀
Und das gemeinsame Essen und Bier 🍻 am Abend schmeckt mit Sonnenuntergang doppelt so gut.
(Ist übrigens auch der Moment, in dem Mona den 10-Jährigen Kellner - auch hier ist alles familiengeführt, und jede*r hilft mit - nach einer Bier Empfehlung gefragt hat...)
Am nächsten Morgen verlassen wir schweren Herzens die Insel und machen uns auf den langen Weg nach Sucre.Läs mer
Sucre - Geschichte & lecker Essen
3–6 feb. 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 15 °C
Wir kommen nach einem langen Reisetag und einer Nachtbusfahrt (Boot von der Isla del Sol nach Copacabana, dann mit dem Bus weiter nach La Paz, dann in den Nachtbus nach Sucre - Mona liiiiebts 😄) in der Früh in Sucre an. Etwas übermüdet laufen wir zu unserem leicht - bzw. eindeutig zu großem Airbnb, das quasi fast "auf" dem Hauptplatz, Plaza 25 de Mayo, liegt und sage und schreibe zwei!!! Esszimmer hat.
Wird aber noch wichtig - dazu später mehr 😇😀
Wie so oft machen wir nach bissi Pause (können wieder früher ins Air BNB, mögen wir sehr) eine Freewalking Tour mit Manu.
Um uns eine Übersicht über Stadt, Geschichte, Menschen und Kultur zu verschaffen. Dieses Mal wieder super informativ, außerdem treffen wir drei chicos, die uns Empfehlungen für Salta, Argentinien mit auf den Weg geben 😊 Auch dafür sind solche Touren oft super. (Empfehlungen anderer Reisenden)
Gerade an Geschichte hat Sucre einiges zu bieten: Die Stadt wurde in der Kolonialzeit von den Südspanier*innen (Andalusien) erbaut und wurde vor allem durch das hohe Silbervorkommen (etwa die Hälfte des weltweiten Vorkommen) bei den Spanier*innen bekannt. Die kleinen weißen Häuser (mittlerweile Unesco-Weltkulturerbe) erinnern auch tatsächlich an Andalusien - Mona fühlt sich fast wie Zuhause 😚 (Auslandssemester)
In Sucre begann die bolivianische Revolution (Unabhängigkeit von Spanien). War damit das erste Land in Südamerika!
Leider dann aber (aufgrund des Silbers) das letzte Land Südamerikas das die Unabhängigkeit erreicht hat.
Der erste Präsident "Simon Bolivar" (Freiheitskämpfer von ganz Südamerika) war nur kurz an der Macht, bevor "Antonio José de Sucre" Präsident von Bolivien wurde und die Hauptstadt nach ihm benannt wurde.
Wir verlieben uns in die kolonialen Bauten, die unzähligen Märkte mit wahnsinnig leckeren Obst und Gemüse und den süßen Backwaren, die hier auch mal ganz unkonventionell vom Autodach verkauft werden (siehe Fotos). Natürlich kommt Benno auch nicht ganz ums Wandern rum. Wir finden einen kleinen Trek der uns zu 7 Wasserfällen führen soll. Sieben haben wir nicht gefunden, dafür zwei die uns vom doch eher lautem Stadttrubel entspannen lassen.
Achja, noch kurz zum zweiten Esszimmer in der Air BNB Wohnung: Wie gesagt ist die Wohnung zwar super zentral gelegen - allerdings liegt das offizielle Schlafzimmer als einziges Zimmer direkt an der Straße. Nach der ersten Nacht (wir sind ja nicht auf den Kopf gefallen) wird daher kurzerhand die Matratze einmal durch die Wohnung ins zweite Esszimmer verfrachtet - und damit sehr funktional umfunktioniert 😇😀
Wie gesagt - Air BNB - mögen wir.
Nach drei schönen Nächten bzw Tagen geht's mit dem Nachtbus (wie in Bolivien üblich) weiter nach Samaipata. Stay tuned 😉Läs mer
Drei Tage Samaipata, Bolivien
6–9 feb. 2025, Bolivia ⋅ 🌙 17 °C
Samaipata, ein kleines, süßes Dorf in den bolivianischen Anden.
Auf Empfehlung von Freunden war es eine recht kurzfristige Entscheidung den (Nacht-)Bus von Sucre aus zu buchen.
Erst danach haben wir uns mit dem "nach" Samaipata beschäftigt, und festgestellt, dass es - uupsiii- iwi aus der geplanten Reiseroute fällt.
Und wir danach vermutlich wieder zurück nach Sucre müssen, um nach Uyuni zu kommen.
Die andere Möglichkeit wäre 21 Stunden Bus fahren mit Umstieg in Santa Cruz. Da streikt aber ggf. Monas Rücken, fällt also raus.
Egal. Bus und Air BnB sind schon gebucht, dieses Samaipata wird schon gut werden! Wird es auch :)
Auch wenn wir etwas müde starten.
Nach einer holprigen, aber landschaftlich beeindruckenden Busfahrt von Sucre schmeißt uns der Busfahrer nachts um kurz nach 1 an einer Tankstelle an der Hauptstraße raus. Samaipata ist nämlich bloß ein kurzer Stop auf der Fahrt nach Santa Cruz.
Es folgt ein halbstündiges, doch recht steiles Märschlein (mit 15 kg Marschgepäck 😄) zum Air BNB. Wir sehen erst am nächsten Tag mit Licht, dass der Weg nicht nur steil, sondern auch recht steinig war - aber auch stolpern im Dunkeln muss gelernt werden 😉
Wir werden aber auch um halb 2 im Air BnB noch reingelassen, und nach einer kurzen Nacht lassens wir am ersten Tag gemütlich angehen.
Den Vormittag nutzen wir für einen entspannten Spaziergang durchs Dorf. Hier sind die Straßen ruhig, überall bunte Häusern, kleine Cafés und Handwerksläden.
Samaipata - der Name bedeutet in der indigenen Quechua-Sprache „Ruhe in den Höhen“ – und das beschreibt das Flair auch sehr gut. Aber man merkt auch, dass es bei (wohl überwiegend amerikanischen) Hippies und "Aussteigern" beliebt ist 😉
So sind die Straßenmusiker und Handwerksstände z.T. sehr "westlich".
Abends kocht Benno - Pasta 🍝 😉 👍.
Wir bemerken allerdings zu spät, dass es weder Besteck noch Teller gibt, also gibt's One-Pot Pasta mit unserem kleinen Müsli Löffel und dem Plastik - Notfallbesteck. Lecker war's auf jeden Fall!
Tag 2: Mona stiefelt ein bisschen in die umliegenden Hügel, Benno nutzt das Air BnB für ein bisschen Erholungsurlaub.
Abends lassen wir es uns bei bolivianischem Wein (Reben wachsen auf über 2.000m!) und "rico cocina méjico" gut gehen.
Tag 3: EIGENTLICH wollten wir den letzten Tag für eine gemeinsame, etwas außerhalb liegende Wanderung nutzen (Anfahrt wäre mit dem 🛵 Taxi). ABER es regnet. Also Plan anpassen.
Gemütlich starten, nochmal Café (und Teilchen) genießen, durch den Markt schlawanzen und dann zu Fuß los.
Und einen super schönen Tag "finden"!
Mona ist gestern durch Zufall schon am "Refugio Jacha Inti" vorbei gekommen. Einer
Auffangstation für gerettete Wildtiere (aus dem Wildtierhandel), der Erlös der Eintrittskarten geht dem Erhalt des Platzes und den Tieren zugute.
Und was es dort nicht alles zu sehen gibt! Landschildkröten, verschiedene Papageien, Aras, kleine und größere Affen, Wildschweine, Hirsche, Tapire, aber auch Nutztiere (Kaninchen, Enten, Gänse, Ziegen, Lamas, Schweine und Pferde). Gefällt uns sehr! Teilweise darf man sogar in die Gehege rein.
Abschließend noch ein kleiner Aussichtspunkt mit wunderschönem Rundumblick, dann Gepäck satteln und zum kleinen "Busunternehmen" (Welches witzigerweise auch eine Wäscheri ist) im Ort. Bedeutet hier: eine Familie - Sohn verkauft uns in der früh die Tickets, Papa und Mama fahren uns abends um 20 Uhr mit dem Auto zur nächsten Tankstelle, warten dort mit uns (im Auto) auf den vorbeifahrenden Nachtbus und begleiten uns dann persönlich zur Bustür 😉
Ist übrigens ein wunderbares Beispiel für die bolivianische Mentalität die wir hier erleben (dürfen): Immer sehr hilfsbereit, mit einem Lächeln im Gesicht und (meistens) gut drauf. Und alle grüßen alle. Mögen wir (auch) sehr 😊
Busfahrt zurück nach Sucre ist trotzdem bisschen zäh. Kommen morgens um 5 an und müssen uns (gerade) noch bis 11 Uhr die Zeit (mit Frühstück und Kaffee) tot schlagen. Dann können wir ins Air bnb. Aber so bleibt Zeit für (diesen) Blogeintrag.Läs mer
Salar de Uyuni - Spiegel der Welt
12–15 feb. 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 7 °C
Es wurde uns als "must -do" und als eines DER Highlights Boliviens empfohlen - und hat trotzdem alle Erwartungen übertroffen 😉
Aber von Anfang an: Wir kommen mal wieder früh morgens (oder spät nachts) nach der Fahrt von Sucre mit dem Nachtbus in Uyuni an.
Wir hatten uns ne Zwischenstopp Nacht in Sucre nach Samaipata zum waschen und chillen "gegönnt" 😉
Schnell merken wir: Uyuni als Stadt gibt nicht viel her, also nutzen wir den Tag für Anbieter Vergleiche vor Ort und buchen für den nächsten Tag eine 3-Tagestour durch die Salar de Uyuni und die angrenzende Vulkanlandschaft.
Die Salar de Uyuni ist eine Salzwüste, die sich vor 30.000 Jahren gebildet hat.
Damals ist der ursprüngliche See ausgetrocknet und hat eine ca 11.000 km2 große Salzkruste hinterlassen. Die unendliche weiße Weite ist (als eine der ganz wenigen Flächen) sogar vom Weltall aus zu sehen.
Am ersten Tag besuchen wir zuerst einen Zugfriedhof. Die Züge wurden früher benutzt um abgebautes Salz, Mineralien und andere seltene Rohstoffe nach Chile und zum Ozean abzutransportieren. Nun werden sie aber nicht mehr gebraucht und sie rosten hier vor sich hin.
Nach einem Autowechsel, unser erstes springt nicht mehr an, geht's dann in Richtung Wüste.
(eine Panne braucht man hier wohl, also warum nicht gleich damit starten 😉)
Etwas ungeduldig lassen wir uns auf den Standard Stopp an der Salzfabrik zum Almuerzo (Mittagessen) ein, dann geht es endlich auf, in die unendliche weiße Weite der Wüste.
Wir sind wahnsinnig beeindruckt und kommen aus dem Staunen nicht mehr raus.
Unser Fahrer "Frans" entpuppt sich als bester Fotograf (El mejor 😍) und macht spiegelige, etwas touristische aber super Aufnahmen von uns und unseren Travel buddies (drei Mädels aus London, und Stiefvater und Tochter aus Russland - auch damit sind wir super happy).
An manchen Stellen hat das Regenwasser (nur jetzt möglich da Regenzeit) große Pfützen hinterlassen in denen sich nicht nur der Himmel spiegelt, sondern auch unser Jeep - und wir natürlich. Abschließend sehen wir einen Sonnenuntergang den wir so noch nicht erlebt haben. Und lassen den Abend mit leckerem Essen, unseren Mitreisenden und georgianischen Schnaps, den Vladimir (russischer Stiefpapa) mitgebracht hat, ausklingen.
Am nächsten Tag geht es weg von der Wüste, vorbei an schneebedeckten Vulkanen, Wüsten, Steppen, Felslandschaften, verschiedenfarbige Lagunen (z.B eine rote, hier hat sich das Wasser durch Mikroalgen gefärbt), Flamingos, Lamas, Vikunjas und Chinchillas.
Wir sind immer wieder sprachlos und absolut beeindruckt. Das Highlight diesen Tages: Geysire die auf ca. 4900m Höhe kochenden Schlamm und stinkenden Dampf in die Umwelt schleudern.
Unser letzter Tag startet vor dem Frühstück mit einem Bad in einer heißen Quelle bevor es mit dem Geländewagen wieder Richtung Uyuni geht.
An den 3 Tagen konnten wir die beeindruckendsten Landschaften bewundern und über 1000km durch Wüsten und Steppen fahren. Für uns ein einmaliges Erlebnis.
Am Abend schleppen wir uns noch zum Busbahnhof und fahren weiter nach Tupiza, was schon sehr nahe an der argentinischen Grenze liegt.Läs mer
Tupiza - der wilde Westens Boliviens
16–18 feb. 2025, Bolivia ⋅ ☁️ 11 °C
Nach unserer Tour durch die Salar de Uyuni sind wir am Abend noch weiter nach Tupiza gefahren.
Tupiza - Stadt der roten Felsen wird die Stadt ganz im Süden von Bolivien auch genannt. Zurecht 🙃
In der ca. vierstündigen Busfahrt verändert sich die Landschaft. Weg von weiß und weit hin zu rot und felsig.
Hier ist sieht es aus wie im Wilden Westen - und es ist wärmer!
Wir finden: Rote Felsen, Canyons, bolivianische Märkte im Kleinformat und ganz ganz viele Kacktussen ähhh Kakteen (Zitat Mona: "muss rein!" 😄)
Wir bleiben insgesamt 2,5 Tage in Tupiza. Am ersten Tag geht's ("endlich!", Zitat Mona) mal wieder wandern; eine sehr beeindruckende und vor allem "einsame" Wanderung durch zwei Canyons mit sehr nassem Ende.
In Tupiza regnet es zurzeit nämlich wieder jeden Tag pünktlich um 16.00 Uhr.
Den zweiten Tag nutzen wir für Einkäufe und starten nachmittags zu einem kleinen Aussichtspunkt. Betonung liegt auf starten.
Weil wirs nämlich immer noch nicht verstanden haben (nachmittags wird es regnen!) fällt dieser Ausflug ins Wasser 🙃
Im wahrsten Sinne.
(Erst) am dritten Tag sind wir klüger. Wir buchen VORMITTAGS einen Ausritt durch den Cañon del Inka. (Auf Wunsch von Benno 😉😇)
Hoch zu Ross, mit unseren Pferden Bonette und Imperator (Bennos seins) geht's vorbei am Puerta del Diablo (Teufelstor) und dem Valle de los Machos (riesige Steinpenise). Macht aber wirklich Spaß, ist mal was anderes und den Pferden geht es hier gut. KEINE armen, abgedroschenen "Turi-Pferde".
Unser Guide Juan bringt uns nach 3h wieder pünktlich vor dem Regen zurück nach Tupiza. Schon schön wo die Schoschonen - äääh Tupizer - schön wohnen 😉
Für uns geht's jetzt weiter über die argentinische Grenze bei Villazon und weiter nach Salta. Wir sind gespannt!Läs mer
Hasta luego bolivia y hola Argentina
19–21 feb. 2025, Argentina ⋅ ⛅ 15 °C
Schon über Halbzeit unserer drei Monate.(🫣😥) und damit Zeit für unser nächstes Land.
Bolíva - muchas gracias - fue una fiesta para nosotros.
Unser nächstes Ziel: Argentinien.
Tubiza ist super nah an Argentinien, also geht's dieses Mal zu Fuß über die Grenze.
Also fast 😉😃
Von Tupiza geht's zuerst mit dem Kleinbus nach Villazón, die Grenzstadt zu Argentina. Dann ein Stück zu Fuß zur Grenzbrücke, kurz die letzten Bolivianos in argentinische Pesos gewechselt, und rein ins Grenzbüro. Es gibt nicht mal mehr einen Aus- oder Einreise-Stempel. Alles digital. Dann das Gepäck einmal durch den "Flughafen Scanner" und wir sind offiziell in La Quiaca, Argentinien.
Unser Bus nach Salta ist wieder mal ein Nachtbus, Start um Mitternacht. Die nächsten Stunden werden mit Brotzeit, später Pommes und ner Flasche argentinischem Rotwein überbrückt. Kann man (gut!) machen, schlafen tun wir dann im sehr engen Bus auch besser 😉
In Salta sind wir wieder sehr zentral in einem süßen Air BNB untergekommen und von der Stadt sofort angetan.
Salta, auch „La Linda“ (die Schöne) genannt, macht Eindruck. Die koloniale Architektur, lebhafte Plätze und die entspannte Atmosphäre – und irgendwie alles etwas "gehobener".
Salta sollte als strategischer Stützpunkt auf der Handelsroute zwischen Lima (Peru) und Buenos Aires dienen. Die Stadt entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Zentrum des spanischen Vizekönigreichs, geprägt von kolonialer Architektur und europäischem Einfluss.
Heute gilt Salta als eines der kulturellen Zentren Argentiniens und ist wie ein Tor zur Anden Landschaft des Nordwestens... Touristisch auch noch nicht soooo überlaufen wie Patagonien ☺️
Die nächsten Tage erkunden wir die Stadt, inklusive Free Walking Tour und Mirador, genießen Kaffee, Croissants (Medialunas) und Empanadas (gibt hier wohl die besten in ganz Argentinien) und kommen in den Genuss von argentinischen Folklore Tänzen und gutem Rotwein.
Ein kleines Highlight: Abends Einblicke in die Lokale Kultur zu bekommen, wir genießen die Zeit in einem Jugend bzw. Kulturzentrum (Rapbattels, Salsa und Bachatta Kurse)
Für uns wird es die nächsten sieben Tage nochmal spannend ☺️ Wir haben uns ein Auto gemietet, wir wollen die Gegend um Salta erkunden, auf uns warten verschiedenfarbige Berge, die Salzwüste von Argentinien und vielleicht ein, zwei drei Gläser Wein (oder 🍻) 😉Läs mer

Resenär
Haha, die gleiche Pose gabs mit den vielen Scheinen auch bei unserer Ankunft 😄 Liebe Grüße ganz aus dem Süden Argentiniens!
Mit Gusti in die Provinz Jujuy
21–25 feb. 2025, Argentina ⋅ ☁️ 11 °C
In Salta haben wir uns nach drei Nächten Stadt ganz frech (Luxus für die Budget Backpacker 💸😃) n Auto gemietet.
Muss man machen, haben uns Reisebekanntschaften gesagt. Und da wir ja IMMER (?😁) machen, was man uns sagt, gibt es in den nächsten 2 Posts eine Dritte im Bunde. Unsere Gusti, wie wir es nennen.
Gusti brauchen wir, um die Provinzen Jujuy und Salta zu erkunden.
Der aufmerksame Leser hat es gemerkt: 2 Posts? Da es uns leider nicht gelungen ist unsere Fotos auf 20 Stück zu begrenzen (Findpinguins Obergrenze), wurde dieser Post in zwei Posts aufgeteilt. Einmal die Provinz Jujuy (nördlich von der Stadt Salta) und einmal die Provinz Salta (südlich der Stadt)
Der "nördliche" Loop:
Am ersten Tag geht's von Salta durch die Pampa nach Pumarmarca. Hier gibt (nur für uns - und viele andere Touris 😙) einen (sehr großen) siebenfarbingen Felsen.
Und ne kleine Wanderung drum rum.
Dieses "Ding" mit den mehrfarbigen Felsen zieht sich übrigens von der bolivianischen Grenze bis runter nach Cafayate.
Hier hat gefühlt jedes Dorf seinen eigenen, mehrfarbigen Felsen!
Bei Humahuaca soll es sogar einen vierzehnfarbigen geben. Das haben wir allerdings aus Zeitgründen nicht mehr geschafft.
Zurück auf Start bzw. zurück zu Tag 1: Am Abend bewundern wir den siebenfarbigen Felsen dann nochmal mit heimischen Wein, und vielleicht auch einem Bier von unserer Veranda aus.
In bester Gesellschaft - den zwei obersüßen Hunden unserer Gastgeber. Kann man wirklich (sehr gut) aushalten hier!
Am nächsten Tag geht's weiter nach Tilcara. Bekannt u.a. für eine alte Inkastätte - und mehrfarbige Felsen!
Vielleicht liegt es an den heißen, sehr schwülen Temperaturen, vielleicht aber auch am fantastischen Wein vom Vortag, an dem Tag sind wir beide nicht richtig fit und wir beschließen, es ruhig angehen zu lassen. Was wiederum zu einer zweiten Nacht in Tilcara führt, um wieder 100% fit zu werden.
Am nächsten Tag geht's besser, wir starten mit einer Wasserfall Wanderung und lassen uns bei einer Tour von José die "Quebrada de las Señoritas" (mehrfarbige Felsen 😃) und einen ausgetrockneten Canyon zeigen.
Es sieht hier wirklich so aus, wie wir uns den wilden Westen bzw den Grand Canyon in den USA vorstellen. Mögen wir sehr! Zwei Fliegen mit einer Klappe!
Tag 4 - Autotag.
Es geht zu den "Salinas Grandes", die Salzwüsten von Argentinien. Da wir schon in Bolivien die "Salar de Uyuni" gesehen haben, war das für uns weniger neu bzw. spannend. Es hat sich trotzdem mehr als gelohnt denn die Fahrt führt uns auf einem sehr schönen Bergpass durch die Anden und mal wieder auf über 4000m. Danach geht's als Zwischenstopp zurück nach Salta, wo wir die Nacht verbringen.
Stay tuned, es folgt mehr Farben-Spam in Post 2 😊Läs mer
Mit Gusti weiter in die Provinz Salta
25–27 feb. 2025, Argentina ⋅ ☁️ 20 °C
Tag 5: Es geht mit unserer Gusti weiter, von Salta nach Süden in Richtung Cafayate.
(Auch) hier ist wieder der Weg das Ziel, wir können gefühlt (auf mehr als 80km) alle 100m aussteigen und Schluchten, Aussichtspunkte und kurriose Felsformationen bewundern. Am Nachmittag kommen wir in Cafayate an (sehr knapp, Tankfüllung war - sagen wir mal - eine effiziente Punktlandung 😁).
Unserer Unterkunft - ein grünes Träumchen.
Wir werden hier zwei Nächte in einem halbkugeligen "Haus" verbringen, das von einer sehr netten jungen Familie vermietet wird (siehe Bilder).
Am Abend geht's noch zu einer "Bodega" (Winzerei), ein Must-Do, der sogenannte "High-altitude" Wein von hier ist weltbekannt. Höhe, viel Sonne und regelmäßiger Niederschlag gibt dem Wein einen besonderen und ausgezeichneten Geschmack. Wir lassen danach den Abend mit 12! verschiedenen Empanadas ausklingen, hier lässt es sich aushalten.
Am nächsten Tag steht - Zitat Benno - "mal wieder" eine Wanderung an.
Dieses Mal eine Wanderung, die uns unsere Gastgeberin empfohlen hat.
Es geht "mal wieder" durch einen Canyon, vorbei an farbigen Felsen, rauf zu einem Aussichtspunkt und zurück auf einem ausgetrocknetem Flusslauf. Das mag sich vielleicht nicht sehr abwechslungsreich anhören, wir können allerdings nicht genug davon kriegen 😉
Die Bilder sprechen für sich.
Am letzten Tag bringen wir Gusti (mit diversen Zwischenstops, s.o. 😉) wieder zurück nach Salta. Mit dem Bus geht's zum Flughafen und dann weiter nach Buenos Aires wo wir mal wieder in tiefster Nacht ankommen...Läs mer
Buenos Aires - Stadt, die nicht schläft
28 feb.–5 mars 2025, Argentina ⋅ 🌙 26 °C
Wir sind (wieder mal) nachts mit dem Flieger in Buenos Aires gelandet und haben uns zur Feier des Tages (ausnahmsweise 😄, nachts um 2 darf man das) ein Uber ins Air BnB gegönnt.
Am ersten Tag haben wir erstmal Pause gemacht - ist an "Ankunftstagen" immer eine gute Idee, der Harmonie wegen, wie wir mittlerweile gelernt haben 😉
Und sind dann am zweiten Tag mit einer den aufmerksamen Leser*innen bereits bekannten Freewalkingtour duch das Zentrum gestartet.
Hat sich wie meistens gelohnt, um zumindest einen ersten Eindruck von dieser riesigen Metropole zu bekommen.
Monas Prämisse für Buenos Aires war "mindestens 5 Tage" (sonst krass FOMO 😀) - wir haben 5 Nächte draus gemacht, gut so.
Buenos Aires ist die Hauptstadt Argentiniens und hat mit Einzugsgebiet ca 15,4 Millionen Einwohner*innen. Der Name Buenos Aires bedeutet übersetzt "gute Luft" oder "gute Lüfte" was auf die Seefahrt zurück zu führen ist.
Heute merkt man von der guten Luft zwar nicht mehr viel, obwohl die Stadt wirklich grün ist! (Viele Parks und Grünflächen 🌲🌳🌴)
Wir werden von der Stadt mit einem Schmelztiegel verschiedener Kulturen begrüßt.
Noch von der Kolonialzeit haben viele Menschen spanische und vor allem auch italienische Wurzeln (die Pizza hier ist - neben ganz vielen weiteren kulinarischen Köstlichkeiten - wirklich lecker! Generell lassen wir es uns in Buenos Aires kulinarisch verwöhnen 😉).
Später (in den 80ern) kommen Menschen aus China und Asien dazu. Auch beeindruckend: nach Jerusalem und New York hat die Weltmetropole die drittgrößte jüdische Gemeine der Welt, die in Frieden neben Moscheen der Muslime leben. Mögen wir!
Für uns geht es am Abend aber erstmal "Carneval" suchen. Gar nicht so einfach!
Wie wir nämlich erfahren, ist für viele Argentinier selbst der Carneval "muy aburrido" (langweilig), und so müssen wir uns erstmal etwas schlau googlen wo wir hin können.
Erfolgreich. An mehreren Plätzen finden die sogenannten "Murgas" statt, eine Art Umzug von verschiedenen Carnevalsvereinen (siehe Video).
Im Vergleich zu Rio sind die Feierlichkeiten natürlich nicht so groß - und damit nicht so beliebt. Wir fanden es trotzdem nett ☺️
Apropos feiern bzw. Tanzen: Von unserem Guide erfahren wir das die Argentinier*innen generell gar nicht so gerne tanzen, es wohl auch nicht so gut können. Sie werden dafür auch gerne mal von den anderen südamerikanischen Ländern belächelt 😄
Tango - für den Argentinien ja bei uns auch bekannt ist - bezieht sich bei den einheimischen Argentiniern lediglich auf die Musik, nicht auf den Tanz. Der wird hier in den Lokalen tatsächlich mehr für die Touris "aufgeführt".
Da gibt's hier ja ein paar davon (Touris), haben deshalb trotzdem Tangotänzer entdeckt (Video 📷) 😉
Am nächsten Tag gibt's ne zweite Tour, wir entscheiden uns für eine Walking Tour durch das Viertel San Telmo, bekannt für seine Märkte, kulinarische Spezialitäten und den großen Flohmarkt am Sonntag.
Mona + Markt = ❤️ Musste also sein.
Abschließend gibt's ein Mittagessen in der völlig überfüllten Markthalle. Schmecken tuts trotzdem.
Am 3 Tag macht uns der Regen leider (zuerst) ein bisschen einen Strich durch die Rechnung, wir entscheiden uns trotzdem für einen größeren Spaziergang (ist zwar Regenzeit aber einfach super warm) durch das moderne Buenos Aires hinter der weltberühmten Brücke "Puente de la Mujer". Die in echt leider gar nicht so spektakulär aussieht wie auf den Fotos.
Wir enden im Hafenviertel "la Boca". Hier geben sich bunte Häuser und die argentinische Fußballverrücktheit die Hand.
Bekannt als Zuhause der "Boca Junjors", dem Verein in dem auch schon Diego Maradona gespielt haben soll.
Mona steigt an dem Tag mit dem Kauf einer Kalebasse und einer Bombilla übrigens offiziell ins Mate 🧉 Game ein.
Mate, auch als Yerba Mate bekannt, ist ein traditionelles südamerikanisches Getränk, das vor allem in Argentinien, Uruguay, Paraguay und Brasilien beliebt ist. Es wird traditionell mit einer Bombilla (Metallstrohhalm mit Sieb) aus einem speziellen Gefäß - Kalebasse - getrunken. Man gibt die Mate-Blätter in die Kalebasse, gießt heißes Wasser darüber und trinkt direkt daraus.
Hier laufen deshalb fast alle immer mit der Thermoskanne und der Kalebasse in der Hand durch die Stadt - Mona jetzt auch 😄
Der vorletzte Tag bringt uns wir - oh wunderbar - einen weiteren Spaziergang durch Palermo.
Ein junges Viertel mit vielen Cafés, Bars und Restaurants - und (für uns interessant) auch vielen Graffitis. "Leider" viel Auftragsgraffiti, uns fehlt ein bisschen (politischer) Deep Dive. Trotzdem schön!
Zu Fuß geht's weiter in einen der zahlreichen Parks. Buenos Aires zählt wie gesagt zu den grünen Städten Südamerikas. Und das kommt auch der argentinische Liebe zu Hunden zugute ☺️. Aber wieso einen Hund wenn man ganz viele haben bzw. Gassi führen kann? Wohl als eine Art "Volkssport" bzw. als Möglichkeit sich etwas dazu zu verdienen, sieht man hier Hundesitter die zum Teil mit mehr als 20 Hunden gleichzeitig Gassi gehen. Liiieben wir 😄 😇 (siehe Fotos)
Am Abend geht's kulinarisch weiter, wir "dinieren" in eine "Bodegon", ein typisches argentinisches Restaurant.
Generell müssen uns hier erstmal an den anderen Lebensrythmus hier gewöhnen. Gegessen wird hier nicht vor 22.00 Uhr, eine Bar erst danach besucht. Für uns heißt das: Mittagsschlaf!
Der letzte Tag kommt (wie immer) schneller als gedacht. Es geht noch ins Viertel "Belgrano" mit der "China Town" - "Barrio Chino" - bevor es zum Flughafen und ab nach Iquazu geht.
Uns hat Buenos Aires sehr gut gefallen. Wir sind (Zitat Benno) "seeehr viel gelaufen" und haben uns kulinarisch durch die verschiedenen Leckereien und Spezialitäten geschlemmt.
Die Mischung aus moderner Stadt und multikulturellen Menschen hat uns hier absolut überzeugt. Anschließendes Resümee: Vielleicht wandern wir nach Buenos Aires aus? 😄Läs mer
Iguazú-Wasserfälle 💦
5–7 mars 2025, Argentina ⋅ 🌙 22 °C
Die Iguazú-Wasserfälle gehören zu den beeindruckendsten Naturwundern der Welt. Mit über 270 einzelnen Kaskaden, die sich über fast drei Kilometer erstrecken, sind sie größer als die Niagara-Fälle und gehören seit 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Sie liegen im Dreiländereck von Argentinien, Brasilien und Paraguay, wir haben uns für einen Tag auf der argentinischen Seite entschieden.
Nach einem (sehr) verspäteten Flieger sind wir (wieder mal zu) spät von Buenos Aires in Puerto Iguazú angekommen.
Mit dem Bus vom Flughafen in die touristische Kleinstadt zum Hostel, (sehr) kurze Nacht und am nächsten Tag ganz in der Früh in den Parque Nacional Iguazú.
Zuerst waren 2 Tage geplant, wir haben dann einen "strengen Marschtag" daraus gemacht, insgesamt (fast) alle vier Rundwege und den Teufelsschlund (Garganta del Diablo) geschafft.
Abends zwar sehr geplättet aber auch völlig geflasht von den Eindrücken.
Wir lassen an der Stelle einfach mal ein paar Bilder sprechen.
Nach einer zweiten Nacht gönnen wir uns an Tag zwei einen "Spa Tag" am Hostel Pool bevor es nachmittags Gen Brasilien geht.
Die brasilianische Einreise ist erfolgreich gemeistert und mit ein bisschen Stress (wurden am falschen - weil lokalen - Bus Terminal rausgeschmissen und waren dann ohne Internet und Geld erstmal bisschen lost - gängige Probleme von Backpackern 🙈😄)
geht es nun mit dem Nachtbus nach Florianópolis.
Strand, Meer, Caipirinha - wir kommen!Läs mer

Resenär
Des is schon der Wahnsinn... und gut, dass Regenzeit ist, sonst kommt vllt gar nicht so viel Wasser

Servus Simona und Benno, verfolge immer ganz gespannt eure tollen Berichte und die Fotos. Sehr schön, gut geschrieben und bestimmt tolle Eindrücke. Ich wünsche euch noch eine gute Zeit und dann eine gute Heimreise. Markus [Markus]

ResenärDanke Markus! Wir freuen uns sehr, wenn unser Blog gelesen wird - und gefällt ☺️ Freue mich auf ein Wiedersehen im April, ganz liebe Grüße ins ferne SBB 🥰
Florianópolis - Insel 🏝️ der Magie
8–13 mars 2025, Brasilien ⋅ ☁️ 27 °C
Strand, Meer und Caipirinha - so haben wir den letzten Blog Beitrag beendet. Strand und Meer haben wir in Florianópolis gefunden, den Caipirinha heben wir uns für einen der folgenden Stops in Brasilien auf 😉
Nach 15 Stunden (sehr komfortablen Liegebus-) Fahrt sind wir für Fahrttage-Verhältnisse ausgeschlafen in Florianópolis auf der Ilha de Catarina angekommen.
Florianópolis, oder einfach "Floripa", ist eine Insel im Süden Brasiliens und bei Backpackern vor allem für "traumhafte Strände, wilde Natur und eine entspannte Surf- und Partyszene" bekannt.
Wir hatten Glück, wir konnten im Haus von Bekannten schlafen, es hat sich außerdem ein bisschen "Zuhause" Feeling eingestellt.
Vor allem durch "mal wieder selber kochen", einem entspannten "Zuhause" Tag inklusive Friseur- Tätigkeiten (Mona hat sich an Bennos Kurzhaarfrisur gewagt, kann sich aber sehen lassen!) und entspannten Frühstücken. Mögen wir 😊
So wurden es dann fünf Nächte Florianópolis, mit ein bisschen wandern, ein bisschen Strand, ein bisschen Dschungel, ein bisschen chillen. Wir lassen an der Stelle wieder ein paar Bilder erzählen.
Jetzt geht's weiter in "den Norden" sitzen gerade im Bus nach Curitiba...
Denn - auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen - sind wir in den letzten Wochen unserer Reise angekommen.... Stay tuned! 😇Läs mer

ResenärHallo Urlauber heute ist Zeit für einen kleinen Kommentar zu schreiben. Ich lese Eure Texte und schaue mir die Bilder von euch an. Ich finde es super und sehr schön wie wir Eure Reise begleiten können.
Ilha do Mel - kleines Inselparadies
13–17 mars 2025, Brasilien ⋅ ☁️ 27 °C
Die Ilha do Mel – übersetzt „Insel des Honigs“ – klingt nicht nur süß, ist es auch. Ein kleines Paradies vor der Küste Paranás, wo es keine Autos gibt, kein Stress – und viele Strände.
Anreise – Der Weg ist das Ziel. Nach Florianópolis geht's für uns zuerst mit dem Bus nach Curitiba, wo wir nach einem schönen Abend und einer Zwischenstopp Nacht am nächsten Tag zuerst mit dem "Touri-Zug", dem Sierra Verde Express, nach Morretes fahren. Zwar wirklich touristisch aber als "Busfahrtalternative" ist die Zugfahrt durch den atlantischen Regenwald schon "ganz nett" ☺️
Es geht mit dem Localbus weiter nach Paranaguá, von dort 2 Stunden mit dem Boot zur Insel. Guuuut das uns ein französischer Reisender nach dem Weg gefragt hat - und wir so ins Gespräch kommen. Sein Hinweis war in dem Fall "Geld 💸 wert", wir hätten sonst Mister Google vertraut und die letzte Überfahrt zur Insel - und damit die Fahrt zum bereits gebuchten Domizil - um wenige Minuten verpasst 😇😁
(Nein Google, das letzte Boot fährt um 15.30 Uhr, NICHT um 17 Uhr 🙈)
Unsere Unterkunft – wenig Komfort aber viel Charme: Ilha do Mel hat zwei Hauptorte: Encantadas und Brasília. Wir entscheiden uns für das einfache aber sehr gemütliche "Casa de Kaká" in Encantadas. Uns begrüßt hier "Seniora kaka". Wir sehen sie in den nächsten Tagen immer nur mit einem Tuch bekleidet, sie spricht nur portugiesisch und sie wohnt (nach eigener Aussage wegen dem Rheuma) seit 32 Jahren auf der 🏝️.
Seniora Kaka ist ist aber einfach nur Zucker 😊.
Von unserer Unterkunft aus gibt's in den nächsten zwei Tagen (bzw 3 Nächten) für uns ein bisschen wandern, verschiedene, wunderschöne Strände und Low-Budget Supermarkt Romantik (Abendessen und Bier vom Supermarkt auf den Plastik Stühlen vor dem Supermarkt mit der Live Musik vom teuren Restaurant nebenan genießen und lieben wir 😇😁).
Fazit – Minimalismus auf brasilianisch. Wir lassen an der Stelle wieder ein paar Fotos von unseren Tagen erzählen 😊
Die Erholung können wir gut gebrauchen, danach steht wieder einmal ein anstrengender, langer Reisetag - mit anschließender (hoffentlich letzter) Nachtbus Fahrt an. Mit dem Boot nach Pontal do Sul, mit der Mitfahrgelegenheit von Blabla Car nach Sao Paulo, dort in den nächsten Nachtbus nach Paraty, dem letzten Stopp vor Rio de Janeiro.
Hier bleiben wir jetzt die nächsten drei Nächte - stay tuned 😉Läs mer


































































































































































































































































































































































































































