• A und E on the way
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WELTREISE A+E on the way

Uma aventura indeterminada pela A und E on the way Leia mais
  • Lagerfeuer am Strand in Nikaho

    11 de maio de 2024, Japão ⋅ 🌬 20 °C

    Samstag, 11.05.2024
    28.Radltag
    von Tsuruoka bis zum Sandstrand von Nikaho
    73 km,347 hm, 8h55 Gesamtzeit, 5h14 in Bewegung

    Die Nacht war ruhig, viel wärmer wie gestern, ca. 13-15° und Bärenangriff gabs auch keinen.
    Um 7:40 gelangten wir mit unseren Rädern wieder auf die reguläre Straße. Das Meer links von uns gings nach Norden. Es war warm und angenehm.
    Die Streckenführung wurde sehr selektiv, als wir in eine Sandstraße in den Pinienwald einbogen. Die Fahrspuren waren mit den Nadeln gut fest, und es ging rauf und runter wie auf einer Hochschaubahn. Gott sei Dank war der Wald nach einer halben Stunde aus, denn das Fahren auf dem weichen Terrain war doppelt so anstrengend wie auf der Straße.
    In einem kleinen Fischerdorf machten wir Rast auf einem Fußballplätzchen mitten im Dorf. Das war sehr beschaulich, denn außer einer alten Frau, die ihr Fischgeschäft aufsperrte, oder auch nur zusammenräumte und mit einer Nachbarin tratschte, war dort gar nichts los.
    Es ging dann weiter die Bundesstraße, die war etwas anstrengend, aber die japanischen Autofahrer geben auf uns wirklich sehr gut acht.
    In einem kleinen japanischen Supermarkt in einem kleinen Dorf kauften wir Mittagessen und verspeisten dies gleich vor Ort. Gleich gegenüber in einem Garten ging dann plötzlich der Krawall eines Hand-Motorsensen Gerätes los.
    Alex sprang auf, ging zu dem Mann hin und bat ihn, erst in 20 Minuten hier wieder zu mähen. Er hats wirklich gemacht, und als wir alles zusammengepackt hatten, fragte der Gärtner, ob er nun wieder weiterarbeiten kann. Na klar doch!
    Wirklich ur freundlich!
    Weiter gings, und eine Stunde später waren wir dann schon auf der Suche nach einem Schlafplätzchen. Alex heute vorne weg, entdeckte ein altes,verlassenes, sehr desolates Hotel am Strand. Zuerst stand ein Zeltplatz ganz nah am Hotel zur Debatte, dann entdeckte Alex eine Straße, die direkt am Strand in den Pinienwald hineinführte. Ich gleich hinterdrein.
    Viel Müll, sicherlich vom Meer her bis hierher auf die Straße verfrachtet. Wir fanden einen Weg durch die Betonwellenbrecher an einen wunderschönen Sandstrand.
    Und sprangen gleich mal ins eiskalte Nass. Dann saßen wir in der Sonne um uns wieder aufzuwärmen und ich suchte schon mal nach angeschwemmtem Brennholz für unser Lagerfeuer.
    Heut gabs Spagetti mit Oliven und Salat. Alex kocht immer sehr, sehr köstlich!
    Jetzt sitzen wir am Lagerfeuer und ich schreibe. Alex schaut grad nach einem Hotel für unseren Ruhetag in Akita, denn am Montag sollen sintflutartige Regenfälle kommen.
    Wir schlafen heute direkt am Sandstrand. Haben uns auch schlau gemacht ob uns die Flut eh nicht wegschwemmen kann, und schlafen nur mit dem Mesh/Netz.
    So können wir heut Nacht sogar die Sterne betrachten und das Meeresrauschen wird uns in den Schlaf singen.
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  • … von lustigen Plakaten

    10 de maio de 2024, Japão ⋅ ☀️ 13 °C

    Freitag,10.05.2024
    27. Radltag
    vom Miomote River bis zu den Steilhängen der Westküste kurz vor Tsuruoka
    84 km, 388 hm, Gesamtzeit: 10h48, Zeit in Bewegung 5h 55

    Die Nacht war ordentlich frisch, ich verkroch mich tief in meinen Schlafsack, nur mein Nasenspitzerl schaute noch raus und war auch noch immer eiskalt. Dann tauchte ich auch mit dem Kopf hinein und schön langsam wurde es angenehm warm.
    Der Schlafsack ist spitze! Wir hatten es beide wunderbar warm und haben die Nacht sehr gut eingepackt gut ausgehalten.
    In der Früh ging es nach einem kleinen Anstieg gleich an die Küste. Ein eigenartiges Schild machte mich ein wenig stutzig, da ich es aber im vorbeifahren nicht übersetzen konnte, fand ich es lustig. Die 1. Rast machten wir bei einem schönen WC-Haus am Strand. Wir wuschen uns und dann entdeckte ich am Pfosten des Eingangs einen riesigen Falter, einen Mondspinner. Wunderschöner Falter, der leider seine Schwanzanhängsel schon etwas zerzaust hatte. Kommt in Japan und China und Indien vor und gehört zur Gattung der Pfauenspinner.
    Dann gings weiter der Küste entlang, in einem Dorf bei einer Bahnhofstation machten wir Frühstückspause. Ein netter Tisch, japanisches Musikgedudle aus einem Lautsprecher und wieder ein paar nette Bärenplakate, die ich diesmal mit Googleübersetzer ins Deutsche transferieren konnte, beschäftigten uns beim Porridge essen. OK, also gabs hier gefährliche Bären! Wir werden achtsam sein.
    Die Wegführung an der Küste war wunderschön. Das Meer,die Felsformationen und der Rückenwind ließen uns leicht in die Pedale treten und gut vorankommen.
    Da mir mein Spanngummi plötzlich gerissen ist, haben wir in einem japanischen OBI-MAX-BACH Baumarkt noch 2 Gummiwürschte und für mich eine tolle Arbeitsbrille erstanden. Diese schützt meine Augen perfekt, schließt rund um gut ab, ich kann trotzdem meine Gleitsichtbrille darunter tragen, und das Tränen hörte schlagartig auf.
    Mittags kehrten wir bei einem riesigen Supermarkt ein, und kauften Mittag- und Abendessen und Frühstück.
    Bei einer kurzen Rast lernten wir auch den Franz aus Bayern kennen. Ein bißl ein Narzisst, hört sich gern selber reden, und redet fast ausschließlich nur über sich selbst, wie toll er als 70jähriger Pensionist die Welt mit dem Radl befährt, allein versteht sich, denn er fährt ca. 150 km am Tag, und ich denk da käme eh keiner mit.
    Er verabschiedete sich dann, und meinte wir können ja in seinem Windschatten fahren. Häääh, die lustigen,selbstverliebten Bayern.
    Nach der Episode gingen wir dann auf Schlafplatzsuche. Alex fand als 1. einen, den ich aber nicht wollte, denn ich war schon weiter vorausgefahren, und ich fand seinen Vorschlag ( mit Videotelefonie nicht so super). Er kam dann auch endlich, fand meinen Vorschlag gar nicht super, und wir fuhren weiter. An einem gut einsehbaren Strand mit einigem Grün konnte ich meinen grummelnden Mann doch zum Bleiben animieren.
    Aber große SCH…! Die Zeltharing hielten im Sandboden überhaupt nicht!
    Also OK! Kehrt Marsch zurück! Ich sagte also meinem Schatzi, das wir doch seinen 1. Zeltplatz nehmen und mein nun weniger grummelnder Gatte und ich fuhren die ca. 4 km wieder zurück.
    Der Platz war neben der Straße hinter der 3 m hohen Steinverbauung. Wir wollten also das Zelt aufstellen, doch die Haring gingen genau 3 cm in den Boden hinein. So behalfen wir uns mit großen Steinbrocken als Beschwerung der Harung und Zeltschnüre.
    Nun liegen wir nach einem tollen Curry mit Reis, gekocht vom besten, nicht mehr grummelnden Ehemann im Zelt, die Wellen schlagen an die Felsen, und ab und an fährt unten ein Auto vorbei, oder auch wie gerade jetzt ein Motoradfahrer, der glaubt auf dem Nürnburgring zu sein.
    Heut solls nicht so kalt werden wie gestern. Diese Aussicht hat doch was Positives!
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  • …zum Miomote River

    9 de maio de 2024, Japão ⋅ ☁️ 11 °C

    Donnerstag, 09.05.2024
    26. Radltag
    von Niigata Hotel Daiichi bis Murakami, 19:23 h, 10°
    66 km, 224 hm, 7h45 Gesamtzeit, 4h47 in Bewegung

    Nach dem ausgiebigen Frühstücksbüffet im Hotel, wir haben soviel gegessen, bis wir nicht mehr „UMPF“ sagen konnten, gings endlich los. Wir haben die Radl aus der Garage geholt, aufgepackt und sind in Niigata noch zum nächstgelegenen Bikeshop gefahren, da wir für mich noch einen neuen Schlauch und Pickzeug für den Reifen gekauft haben.
    Denn die 3 Versuche den durchgeschlagenen Schlauch zu kleben schlugen fehl, weil beim 1. Mal wir ein 2. Loch gefunden haben, beim 2. Mal der Flicken am Rand nicht klebte, und beim 3. Mal hat sich der Gummiflicken überhaupt nicht mit dem Reifengummi-Kleber verbunden.
    Danach gings mal wieder ewig durch die Stadt Richtung Meer, Bundesstraße versteht sich. Die Gegend war nicht so interessant, und heute war es für uns gefühlt extrem kalt. Wir hatten jeder oben eine langärmelige Geschichte mehr an und die Regenjacke zusätzlich darüber. So ausgestattet sind wir heute den ganzen Tag adjustiert geblieben. Endlich am Meer angekommen, wurde die Gegend auch nicht besser, fast keine Ausblicke aufs Meer, die Straße wurde durch Sanddünen oder dichte Wälder vom Meer getrennt. Wir beide hörten also Hörbuch und so ließen sich die Kilometer einigermaßen entspannt heruntertreten.
    Da unser Hunger sich erst gegen 15 Uhr meldete (wegen dem Hotelbüffet) kehrten wir bei einem Lawson ein, wärmten uns auf und aßen heiße Misosuppe.
    Dann gings weiter zum anvisierten Zielpunkt unserer heutigen Etappe.
    Supermarkt in Murakami, wir haben ein wenig Abendessen und das morgige Frühstück gekauft. Dann gings schon auf Zeltplatzsuche. Vor der Brücke über den Miomote River wurden wir fündig. Ein schöner ebener Platz, die Grillen zirpen, die Autos hören wir nur entfernt.
    Abendessen gabs noch in den letzten Strahlen der Abendsonne, dann Zelt aufstellen, wobei es mich heute über die vordere mittlere Zeltschnur gehaut hat - habs nicht gesehen, und das Zelt vorne wieder eingestürzt ist. Mein Schatzerl hat gelacht und mir wieder aufgeholfen.
    Jetzt liegen wir im Zelt und hoffen, das die 5°- 7° heute Nacht uns nicht allzu kalt vorkommen und uns unsere Schlafsäcke gut wärmen.
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  • …durch den Regen nach Niigata

    8 de maio de 2024, Japão ⋅ ☁️ 10 °C

    Dienstag, 07.05.2024
    25. Radltag
    Wiese in Isomozaki, oberhalb des Meeres bis ins Hotel Daiitchi Niigata
    65 km,9:37 Gesamtzeit,496 hm, 4:35 Zeit in Bewegung

    In der Nacht hörte ich ab und an wie der Regen auf unser Tarp fiel. Als wir um 6h aufwachten,regnete es gerade nicht, und so packten wir alles zusammen und verließen unseren Aussichtszeltplatz. Heute sollte es den ganzen Tag regnen und wir freuten uns auf das Hotel.
    Ziemlich bald begann es auch leicht zu nieseln, beim Radfahren finde ich, ist das gut auszuhalten. Es ging dem Meer entlang, bißchen bergauf,bergab, durch Tunnels hindurch, die kleinen,Fischerdörfer scheinen wie ausgestorben mit ihren höchstens 15-30 Häusern, die teilweise unbewohnt aussehen.Frühstückpause machten wir in einem Wartehäuschen aus Holz, gut geschützt und warm, da man es zumachen konnte.
    Der Regen wurde stärker, die Straße breiter, da wir Niigata näher kamen. Es ist auch die Hauptstadt der Präfektur Niigata. Vollkommen durchnäßt,wollten wir noch in einem riesigen Kaufhaus 2 Gaspatronen für unseren Kocher kaufen. Während ich die Räder absperrte, schwirrte Alex davon um den Shop zu suchen.
    Durch den vielen Regen hat mein iphone plötzlich zu spinnen angefangen. Das Display wurde schwarz, und ich konnte hören wie Alex mich anrief,aber konnte nicht abnehmen. So wartete ich verzweifelt bei den Rädern, bis Alex,der den gesamten Komplex nach Shops mit Gaskartuschen abgesucht hatte, und der war riesig - wieder zurückkam.
    Er nahm das Handy in die Hand - und Magic, plötzlich funktionierte es wieder. Ich hatte ja währenddessen so viel an den 3 Knöpfen herumgedrückt und hab es sicher total verwirrt.
    Nun zogen wir gemeinsam los, nochmals in den 4. Stock in dieses Outdoorgeschäft. Und schon im Gang sah ich hinter diesem Shop noch einen anderen Outdoorshop. Ich ging hinein und sah im untersten Regal unsere Gaskartuschen stehen.
    Wir erstanden hier auch noch einen Imprägnierungsspray für die Regenjacke - denn die hatte bei stundenlangem Regen das Wasser bis an meine Haut abgegeben.
    Moral von der Geschicht: Verlass deine Frau nicht, 4 Augen sehen besser als 2, und deine Frau sieht Dinge, die Dir gar nicht auffallen!
    Gut ausgerüstet gings in Hotel, pitschnaß und leicht unterkühlt durften wir die Räder in der Garage abstellen, und ab gings ins heiße hoteleigene Onsen, Frauen und Männer wie immer getrennt.
    Danach in die Pizzeria, wo uns der schwule, äußerst liebenswürdige Besitzer zuvorkommend auf Englisch bediente,und uns ein Desert zum Abschied schenkte.Beim Heimwandern machten wir noch einen Halt in einem riesigen Spezialitätengeschäft am Bahnhof noch ein Eis für Alex und ein Erdbeermochi sowie ein Vanille Kucherl für mich.
    Herrlich! Morgen gibts noch Buchhaltung und chillen!
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  • …allerlei Getier!

    6 de maio de 2024, Japão ⋅ ☁️ 18 °C

    Montag, 06.05.2024
    24. Radltag
    von Joetsu nach Izumozaki, ebene Wiese oben am Hang
    67 km, 516 hm, 10h06 Gesamtzeit, 4h25 Zeit in Bewegung

    Wir verließen unseren Aussichts-Schlafplatz um ca. 7:30. Ein kleines Stückchen weiter befand sich ein WC-Häuschen. Hier machten wir unsere Morgenwäsche.
    Da auch heute noch der letzte Tag der Goldenen Woche (längste aneinaneinander gereihte Feiertage) in Japan war, waren die Straßen wie leergefegt, und nur auf den Stränden sah man noch vereinzelt Leute die ihre Angeln auswarfen.
    Wir fuhren durch sehr typisch japanische Fischerdörfer mit vielen schönen alten Holzhäusern, ohne Verkehr! Sehr angenehm. Auch die Temperaturen waren heute fürs Radln ideal. Keine heiße Sonne, sondern angenehme Kühle.
    Frühstückspause machten wir direkt an einem Rastplatz mit Telefonhüttel, WC-Haus mit Steckdose.
    Beim Verlassen des Rastplatzes sah ich aufs Meer, und entdeckte einen Delphinschwarm. Immer wieder tauchten ein paar Flossen und Rücken aus dem Wasser. Ich rief Alex, damit er mit seinem besseren Tele sie fotografieren konnte. Leider waren sie doch sehr weit draußen, und schwer mit dem Handy einzufangen.
    Deswegen, leider kein verwertbares Foto.
    Dann gings weiter die Küste entlang.
    Links das Meer, links der Fahrradstreifen, links hinter uns die Autos die in die selbe Richtung fuhren. Japan hat Linksverkehr.
    Ich fuhr also so dahin, und wich einem großen schwarzen Stein mit dem Vorderrad aus, PENG! Mein Hinterrad hat den Schwenk wohl nicht mitgemacht.
    Ich wusste sofort daß ich einen Platten hatte. Alex war heute hinter mir, ich wechselte hinüber auf die andere Straßenseite, da dort der Randstreifen breiter war.
    Dort baute Alex das Hinterrad aus, er legte den Ersatzschlauch ein, den wir mitführten, und mit vereinten Kräften wollten wir auch noch den kaputten Schlauch kleben.
    Leider hat das nicht so funktioniert. 2 Fahrradpickerl mussten daran glauben, es gelang uns dann erst beim Abendessen in aller Ruhe ihn gemeinsam zu kleben.
    Endlich hatten wir das Problem gefixed, das Rad war fertig, da zeigte Alex auf einen ca. 15 cm langen dicken,fetten Hundertfüßer mit roten Beinen. Er versteckte sich unter der Schlauchschachtel. Ich kickte sie mit dem Schuh weg, und plötzlich war er weg.
    Auf einmal schrie Alex auf, rieß sich das Hosentürl auf, und stieg mit dem linken Fuß aus seinem Hosenbein.
    Siehe Video! Er ist wirklich grauslich, außerdem sehr flink, und kann beißen, und zudem ist er auch noch giftig. Aber Gott sei Dank nicht lebensgefährlich.
    Endlich hatten wir ihn gemeinsam aus der Hose geschüttelt und er machte sich flink über die Fahrbahn davon.
    Weit ist er nicht gekommen! Das 4. vorbeifahrende Auto hat seinem fetten Leben ein matschiges Ende bereitet.
    Gut daß er Alex nicht gebissen hat. Wir machten uns nach diesem aufreibenden Erlebnissen weiter hinauf in den Norden. In der nächsten größeren Stadt machten wir verspätet vonf 14-15 h Mittagspause und Großeinkauf.
    Bergauf und mit schwerem Gepäck am Sattel, strampelten wir bei einem Atomkraftwerk vorbei, immer an der Küste entlang, das Meer im Blick.
    Gegen 17h fanden wir einen tollen Zeltplatz oberhalb der Bundesstraße, wunderbare ebene Fläche, wunderschöne Wiese. Wir stellten schnell das Tarp auf, da schwere Regentropfen zu fallen begannen. Gekocht haben wir heute Spagetti mit Spargel und Brokkoli, dann noch den Reifen geklebt, und nun liegen wir im Zelt und hoffen, daß es morgen nicht zu stark regnen wird.
    Und hoffentlich bleibt die Nacht trocken.
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  • …die Fischer von Joetsu

    5 de maio de 2024, Japão ⋅ ☁️ 17 °C

    Sonntag,05.05.2024
    23. Radltag, Feiertag - Tag der Kinder und markiert das Ende der Goldenen Woche
    in Japan, wo viele Familien auf Urlaub fahren.
    Von Oyashirazu Beach bis Joetsu
    68 km, 9h09 Gesamtzeit, 342 hm, 5h 10 in Bewegung

    Heute gings um 7h40 los. Unsere Route ging an der Küste entlang. Hier wurde ein toller Radlweg installiert, der etwas oberhalb der Bundesstraße 8 entlangführt, und nur Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Er nutzt Teile der alten Bundesstraße und führt teilweise durch alte Tunnel. Die Tunnel sind beleuchtet und ca. 400 bis 600 m lang und die Temperatur im Tunnel ist mindestens um 10° kühler als im Freien.
    Ebenso führt der Radweg etwas erhöht durch die Fischerdörfer und rechts hat man immer den Ausblick auf das blaue Meer.
    Auf der Bundesstraße vor einem Einkaufszentrum mit Park tummelten sich viele Menschen, und es hatte sich ein langer Stau auf der Bundesstraße gebildet.
    Wir fuhren in aller Ruhe oberhalb drüber weg, ohne von den Autos belästigt zu werden. Wirklich grandiose Wegführung.
    Gefrühstückt haben wir wieder bei einem Supermarkt, und ich kann jetzt wirklich lobend erwähnen, dass es toll ist, auch am Samstag und Sonntag und Feiertag jederzeit einkaufen gehen zu können. So brauchen wir den Proviant nicht unnötig mitschleppen.
    Mittags aßen wir im Schatten einer Bibliothek, die offen war, wir luden unsere Handys und die Powerbanks auf, genau gegenüber war ein Shinto Tempel mit tollem Eingangstor mit Holzschnitzereien.
    In Joetsu gings nochmals zum Supermarkt (Abendessen und Frühstück) und danach wieder dem Meer entlang, schon die Nase schnuppernd in den Wind gereckt, um den richtigen Zeltplatz ausfindig zu machen.
    Und diesmal war es Alex, dessen Nase den richtigen Riecher hatte.
    Gegenüber eines neuen Wärmekraftwerkes, auf einer kleinen Anhöhe war eine gerade Fläche, mit rechts Blick aufs Meer und links mit Blick auf die schneebedeckten Berge.
    Auch die Japaner genießen den Ausklang ihrer Goldenen Woche, sie strandeln am Meer herum, und vor allem gehen sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: FISCHEN,KRABBEN SAMMELN….., und das auch mit Stirnlampe von spät in der Nacht bis in die Früh.
    Sehr geduldige Leute!
    Wir stellten das Zelt auf, kochten, und ich telefonierte noch mit Lena über WhatsApp, was sehr gut funktionierte.
    Wir liegen schon im Zelt, während draußen am Pier die Japaner immer noch ihre Angeln ins Meer werfen.
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  • … im Kies vom Oyashirazu Beach

    4 de maio de 2024, Japão ⋅ 🌙 17 °C

    Samstag, 04.05.2024
    22. Radltag
    vom Toyama Beach zum Oyashirazu Beach
    74 km, 324 hm, 10h28 Gesamtzeit, Zeit in Bewegung 5h45

    Eigentlich hab ich recht gut geschlafen, irgendwann in der Nacht musste ich mal aufs Klo, ich glaub es war 1h20, und als ich aus dem Zelt herausgeklettert war, vielen mir die mindestens 20-25 beweglichen Lichtpunkte am Strand auf! Das waren Leute, die mitten in der Nacht am Strand und im seichten Wasser unterwegs waren.
    Sehr eigenartig, dachte ich, und legte mich danach wieder schlafen.
    Morgens war dann alles ruhig.
    Ich googelte also bei der Toyama Beach in den Rezessionen bei Google Maps und da war mir alles klar:
    Die Leutchen waren auf Glühwurm-Kalamari Fang gewesen. Anscheinend, so schloß ich ist dort ein wirklich guter Platz für diese Tierchen, und anscheinend schmecken sie gut. Mir tun sie leid! Statt um zu leuchten, werden sie getötet und gegessen.

    Wir brachen also um 7:20 auf, und spulten unsere ersten 45 km bis zum Frühstück herunter. Frühstück heißt bei mir Haferflocken, am Abend eingeweicht in Mandelmilch, mit Rosinen und Zimt, und dazu frische Ananas, Erdbeeren,Banane und Kiwi. Manchmal wenn ich sie im Supermarkt finde gibts noch Maroni dazu.
    Und ich kann Euch versichern, daß ich mich wie eine Königin auf dieses Frühstück freue.
    Um 13:30 kauften wir dann im Supermarkt groß ein, für Mittagessen, Abendessen und Frühstück. Unser Platzerl war mit einer grandiosen Aussicht auf die schneebedeckten Berge gegenüber.
    Wir saßen in der warmen Sonne, und dort oben lag noch der Schnee.

    Den ganzen Nachmittag ging es wieder am Meer entlang, aber selektiv, rauf, runter durch mehrere Galerietunnels durch (auf einer Seite immer durchbrochen mit Ausblicken auf das türkisblaue Meer.
    Es wurde immer später, und es war keine Chance auf eine ebene Fläche zum Zelten in Sicht. Von der Straße ging der dichte Wald steil hinunter bis zum Meer.
    Und die schmale Topografie der Steilküste teilten sich die Autobahn,die Bundesstraße und die Zuggeleise.

    Glücklicherweise kamen wir um 18h zum Oyashirazu Beach, oberhalb geht die Autobahn vorbei, aber unten erstreckt sich ein schöner Kiesstrand.
    Hier werden wir heute übernachten. Einige Touristen(Japaner auf Wochenendtrip) bevölkerten noch den Parkplatz über dem Strand.
    Sobald die Dunkelheit kommt, sind sie aber meistens weg. Heute wird wohl die Autobahn lautere Geräuschwellen schlagen als das Meer.
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  • …endlich wieder am Meer!

    3 de maio de 2024, Japão ⋅ 🌙 18 °C

    Morgen, am 02.05. 2024, Donnerstag ist Ruhetag.
    Tolles Frühstücksbüffet, Büroarbeit und Abendessen mit Delikatessen aus dem Supermarkt und danach wieder Onsen.
    …und kein Radlfahren

    Freitag,03.05.2024
    vom Hotel Manten in Kawazawa zum Toyama-Beach
    71 km,278 hm, 7h49 Gesamtzeit, Zeit in Bewegung 5h17´-ö

    Um 8:20 gingen wir im Hotel nochmals fein frühstücken, mit Frenchtoast, Ahornsirup, Joghurt, Croissant, frischen Früchten, Tee, Kaffee, verschiedenen Säfte, und typisches japanisches Büffet mit Fisch, Fleisch, Eierspeise, Misosuppe, verschiedenen herausgebackenen Fischen, oder Gemüsen, Curry und Reis hatten wir die Qual der Wahl.
    Alex hatte heute seinen 52. Geburtstag, und das Frühstück war wirklich angemessen für diesen Anlass.
    Um 10:30 hatten wir`s geschafft und schmissen uns auf die Sättel unserer Drahtesel. Es ging durch die breiten Straßen von Kawazawa, da mein Bluetooth Kopfhörer defekt waren, kaufte ich in einem Elektromarkt einen neuen. Weiter gings durch die Stadt. Es war nicht viel los, und so war das Durchqueren der Stadt heute angenehm. Die Luft war frisch und kühl, aber trotzdem warm genug für kurze Ärmel.
    Ca. 50% der Wegführung waren heute Bundesstraßen, der Verkehr hatte zugenommen, und Mittags kehrten wir in einem Supermarkt ein, aßen dort gleich das Eingekaufte und für Abendessen und Frühstück wurde auch gleich Vorrat angelegt.
    Als wir aus der Stadt heraußen waren, bot sich uns ein grandioser Blick auf einen riesigen Gebirgsstock, sogar die schneebedeckten Gipfel (ein paar 3.oooer waren <yschon dabei) konnten wir ausmachen. Ein erhebendes Gefühl, darauf zuzufahren.

    Weiter gings, viele Industriegebäude und Reisfelder säumten unseren Weg. Gegen späteren Nachmittag rief dann Claudia an, Alex Schwester, und die beiden quatschten sicher eine Stunde lang,während er fuhr. Der Wind frischte auf und es war Zeit, sich einen Schlafplatz zu suchen.
    Und da, endlich hatten wir wieder das Meer erreicht. Während dem Zeltaufstellen und Abendessen herrichten, bot sich uns ein wunderschöner Sonnenuntergang und wir sahen zum ersten Mal seit wir in Japan waren, die Sonne im Meer versinken.
    Heute werden wir durch Pinienbäume geschützt, auch der Wind vom Meer hat nachgelassen.
    Morgen soll es wieder sonnig werden. Aber wir haben morgen etliche Höhenmeter vor uns.
    Also heißt es gut ausruhen für morgen
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  • … im Gegenwind nach Kanazawa

    2 de maio de 2024, Japão ⋅ 🌙 13 °C

    Mittwoch, 01.05.2024
    vom Kitagata See nach Kanazawa ins Hotel Manten
    60,7km, 138 hm

    Sehr gut geschlafen! Am Morgen nutzten wir noch das WC zum Waschen, Zähneputzen und aufs WC gehen. Dann gings einen kleinen steilen Grashügel hinauf, das Radl haben wir geschoben,so steil wars. Es ging geruhsam den See entlang. Heute wir alles ziemlich eben, jedoch haben wir nur 16° und es bläst ein Wind entgegen unserer Fahrtrichtung.
    Wir passieren Städtchen, Reisfelder, kleiner Dörfer und Landstraßen mit einigen Firmenliegenschaften. Ich würde mal sagen, es war eintönig. Dagegen hilft eigentlich nur ein Hörbuch um dem Wind und der Fadess den Kampf anzusagen.
    So haben wir es nun geschafft, mit Frühstück zwischen 2 Holzstößen und Blick ins Reisfeld und einem Mittagessen im Supermarkt uns mit Gegenwind bis nach Kanazawa durchzukämpfen. Alex war irgendwie besser motiviert als ich und kam 15 Minuten vor mir im Hotel an, er hatte inzwischen eingecheckt und mich auf der Straße gerade abgepaßt als er die Aufbewahrungssituation unserer Räder abklärte.
    Im Parkhaus war kein Platz, da hier die Autos übereinander in einem Liftsystem übereinander gelagert waren.
    Ihm wurde der Vorschlag gemacht, die Räder am Bahnhof abzustellen.
    Als ich das hörte, sagte ich: Ganz sicher nicht, unser Rad ist wie unser Auto, wenn es uns gestohlen wird, können wir unsere Reise nicht fortsetzen.
    Das brachte er an der Rezeption vor, und tatsächlich fand sich für unsere Radl ein Platzerl bei den Fenstern ganz in der Nähe der Rezeption hinter einem Tisch am Fenster. Da waren sie gut aufgehoben.
    Da uns sowieso kalt war, schmiss Alex unser schmutziges Gewand in Waschmaschine und Trockner, die diesmal ganz nah neben unserem Zimmer platziert war. Und dann ging es ins hoteleigene Onsen. Herrlich! Duschen, die Muskel im heißen Wasser entspannen, Haare waschen und föhnen und als neuer Mensch ins Zimmer zurückgekehrt. Mein Schatz hatte inzwischen in der nächstgelegenen Pizzeria einen Tisch reserviert.
    Statt japanischem Essen gabs köstliche Pizza, Salat und eiskaltes, spritziges Bier.
    Satt und zufrieden wanderten wir ins Hotel zurück, froh, diesmal nicht in den Sattel steigen zu müssen sondern zu Fuß zu sein.

    Morgen, am 02.05. 2024, Donnerstag ist Ruhetag.
    Tolles Frühstücksbüffet, Büroarbeit und Abendessen mit Delikatessen aus dem Supermarkt und danach wieder Onsen.
    …und kein Radlfahren!
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  • …Westküste, wir kommen!

    30 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 21 °C

    Dienstag, 30.04.2024
    19. Radltag
    von der Brücke von Minami-Echizen bis Binnenmeer/See bei Awara
    71,86 km, 10h31 Gesamtzeit, 194 hm, Zeit in Bewegung 5h50

    So schlecht geschlafen hab ich schon lang nicht mehr! …und Alex sagte daselbe!
    Ich, weil sich statt ebener Fläche eine Hügellandschaft durch die aufblasbare Isomatte drückte, und nur 2 Stellungen einigermaßen beschlafbar waren, außerdem war es total schwül, und es schüttete. Unter der Brücke war es trocken, jedoch hatte ich Rohre gesehen, die von der Fahrbahn nach unten führten, um das Wasser wegzubringen. Ich fühlte mehrmals in der Nacht am Boden des Zeltes nach, ob wir schon davongeschwemmt wurden.
    Alex meinte er hätte schlecht geträumt, und am Ort liegt es bestimmt nicht! OK!
    Wir wurden um 5:30 munter, und es war nebelig und es regnete nicht. Wir packten alles zusammen, und fuhren los. Es ging teilweise bergab oder gerade aus, also einfach zu fahren. Um 9h hatten wir richtigen Hunger und warteten schon, das die Supermärkte aufsperrten, damit wir Obst und Sonstiges fürs Frühstück einkaufen konnten, um uns dort im Essbereich hinsetzten zu können. Es hatte wieder zu nieseln angefangen. Das ist für mich beim Radln ok, da einem nicht kalt ist, und Wind ging auch keiner. Danach suchten wir noch einen Outdoorshop auf, um Gas für den Kocher zu besorgen. Alex hatte seinen Sonnenhut und sein neues Radlkapperl schon irgendwo angebaut, also mussten ein neues Kapperl her und ein neuer Hut.
    Dann gings weiter im Nieselregen durch die Ebene von Fukui, hier reiht sich eine kleine Stadt an die andere, dazwischen unterbrochen von Tausenden gefluteten Reisfeldern, in denen sich die Regenwolken spiegeln, oder wenn ein Windstoß kommt, sich die Oberflächen zu kräuseln beginnt. Dazwischen waten weiße Reiher und Kraniche durch die Felder auf der Jagd nach Fröschen und anderem Getier.
    Nach den endlosen Feldern meldete sich unser Hunger, und wir kehrten beim nächstgelegenen Supermarkt zum Mittagessen ein. Same Procedure as always!
    Die Berge in der Ferne wurden niedriger und die Nebelwolken blieben an einer bestimmten Höhenlinie hängen. Nun hatten wir auch noch Gegenwind bei der Fahrt durch das landwirtschaftliche Gebiet, aber wir wollten heute unbedingt noch ganz nahe an die Westküste Japans gelangen. Um 16:30 letzte Anfahrt zum Supermarkt in Awara, kurz vor dem Meer. Abendessen einkaufen. Gut ausgestattet mit Proviant, gings noch bisl berauf, bergab und wir hatten unseren Schlafplatz erreicht. Den hatte ich auf Google Maps Satelit rausgesucht. Einen Park am Binnenmeer, der wie ein See im Wald lag, Kirschbäume säumten einen Asphalt weg und die herabgefallenen rosa Blüten rahmten den Wegesrand farbig ein. Ein blühender Azaleenbusch bot uns den nötigen Sichtschutz, eine Granitbank war ideal zum Kochen und Dinieren, und das Sanitärgebäude, das 30 Schritte vom aufgestellten Zelt entfernt lag, war eine tolle Infrastruktur, die wir gerne nutzten.
    Beim Abendessen hatte es schon wieder zum tröpfeln angefangen, nun liegen wir unter den Bäumen und hinter den Azaleen im Zelt, auf der geraden und gemähten Wiese, schreiben noch, sehen uns die Wegführung für morgen an und werden hoffentlich gut schlafen.
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  • … auf zur Westküste Honshu`s

    29 de abril de 2024, Japão ⋅ 🌧 18 °C

    Montag,29.04.2024
    vom Sunny Beach am Biwasee unter die Brücke von Minami-Echizen
    56.35 km, 9h04 Gesamtzeit, 4h45 in Bewegung, 789 hm

    5.50 Tagwache, denn wenn Alex mal munter ist, ist an weiterschlafen nicht mehr zu denken.Unser Schlafplatz war so herrlich, der See lag spiegelglatt da, und die aufgehende Sonne glitzerte im Osten. Beim Zusammenpacken kam von den Häusern an der Straße ein junger Japaner auf uns zu. ‚Er sprach gutes Englisch, und erzählte uns, dass seine Frau dieses alte Haus am See gekauft hatte, und sie nun gerade dabei sind es zu renovieren. Er ist Architekt, und dann erzählte ich, das ich Interior Design mache. Er wollte mich gleich einladen, das Interieur ihres Hauses zu gestalten. Leider musste ich ablehnen, da wir ja heute 2 Bergetappen und wir nun auf dem Weg zur Westküste Japans aufbrechen wollten.
    Dann meinte er, wenn wir wiederkommen, sollen wir vorbeikommen und bei ihm schlafen. Das freute uns sehr und wir sagte haj“, was soviel wie ja heißt.
    Wir machten uns also an den 1. Berg nach Tsuruga. Nach ca. 1 Std hatten wir den Sattel erreicht und Alex fuhr vor mir den Berg hinunter, da er ja auch als Erster oben ankam und wir ausgemacht hatten, bei der 1. Auflademöglichkeit eine Frühstückspause einzulegen.
    Ich erreichte als den Sattel hinter Alex, und froh den Anstieg geschafft zu haben, brauste ich im „Widhalm-Downhill-Modus“ zu Tal. Natürlich sah ich Alex NICHT bei der Vending Maschine stehen, ich sah ja auch die Vending Maschine überhaupt nicht. So blieb ich im Tal beim 1. Combini stehen. Alex hatte hinter mir her geschrien, aber ich hab nix gehört. 5 Minuten später trafen wir uns beim Combini und machten dort Frühstückspause.
    Dann gings weiter und am Ende des selben Städtchens kauften wir im Supermarkt noch alles fürs Mittag- und Abendessen ein.
    Der nächste Anstieg wartete schon auf uns.Alex zog wie immer vorne weg! Ganz Lance Armstrong-Manier. Ich zockelte hinterdrein. Es zog sich, es war steiler als der morgige Anstieg, und ich hatte erst noch ⅓ vor mir. Da bot sich eine Abkürzung, die nahm ich. Scheiß, war die steil! Ich musste also absteigen und schieben, samt Gepäck eine schweißtreibende Sache. Und weil ich so dahinschob und mir ein Reisfeld als Fotomotiv unterkam, stellte ich das Rad auf den Ständer und trat in die Wiese - und auf eine Schlange! Die hatte Gott sei Dank mehr Anst als ich und machte sich nach meinem Aufschrei davon.
    Ich schob also weiter, und es wurde noch steiler. Doch endlich mit übermenschlicher Hulk-Kraft stand ich wieder oben auf der Straße und sah das Rad von Alex vor einem Gebäude stehen, die Powerbanks waren schon an der Steckdose angeschlossen - nur von Alex fehlte jede Spur. Ich steckte gerade mein Handy dazu, als er mich anrief. Er war mir zu Fuß auf der Straße entgegen gegangen um mir zu helfen! Mein Mann! Mein Ritter! Mein unglaublicher Schatz!
    Ich ging ihm also auch ohne Rad entgegen.
    Wieder vereint machten wir Mittagspause und ich bekam ein 2. Blasenpflaster, da sich meine Sattelberührungspunkte wieder meldeten.
    Kurz darauf hatten wir den Peak erreicht. Ich fuhr nun gesittet und mit Abstand hinter meinem Schatzi her, da wir uns schon auf Schlafplatzsuche begeben wollten. Es sollte auch um 17h zu regnen anfangen.
    Alex hatte ihn dann bald gefunden. Einen trockenen Platz unter einer breiten Brücke nur für Fußgänger die ihre Gärten über dem Fluß zu erreichen hatten. In diesem Ort war auch noch ein Combini und eine Münzwäscherei. Idealer kanns nicht sein.
    Während ich das Tarp aufstellte, fuhr Alex zur Wäscherei um unsere Wäsche zu waschen, kam wieder retour, wir stellten das Mash auf und Alex fuhr wieder in die Wäscherei um alles in den Trockner zu schmeissen. Ich begann inzwischen die Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch zu schneiden, Alex kam wieder um mir zu helfen, und 30 min später holte er die trockene Wäsche ab. Super!
    Dann aßen wir zu Abend.
    Ich muss noch erzählen, daß uns meine Mama über WhatsApp zum 1. Hochzeitstag gratulierte, das ich vor dem 2. Bergabfahren gelesen habe. Ich hatte das total vergessen.
    Ja, ein Jahr verheiratet und in der Welt unterwegs mit dem besten Mann von ganz überall.
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  • … am wunderschönen Biwasee

    28 de abril de 2024, Japão ⋅ ☀️ 23 °C

    Sonntag,28.04.2024
    vom Strand in Otsu zum Strand nach Makino Sunny Beach am Biwasee
    62,25 km, 8h45 Gesamtzeit, 246 hm, Zeit in Bewegung 4h48

    Um 7:30 kamen wir in die Sättel, heute sollte die Route direkt am Biwasee entlang gehen, teilweise, ca. 30% etwa 2-3 Straßen paralell zum See in den Dörfern.
    Eine herrlich entspannte Tour. Es ging an Reisfeldern vorbei, in den kleinen Dörfern
    sah ich schmale Häuser mit riesigen Toren, da eines offen war,sah ich dort einen reich gold verzierten Schrein auf einem hohen Wagen.
    Diese Wagen werden im Juli an 2 hohen Festtagen zum Gion -Matsuri Fest in einer Prozession geführt, und es ist Festtgsstimmung entlang der Prozessionsroute.
    Die Stimmung entlang dem See war einfach nur herrlich, weißer Sandstrand, klares Wasser, funkelnde Sonne und duftende Pinienbäume säumten unseren Radweg. Das war ungefähr in der Mitte unserer Tour. Da heute Sonntag war, waren viele Leute unterwegs, Radlfahrer und Familien. Teilweise wurde auf der Hauptstraße im Schritttempo gefahren. Gefrühstückt haben wir bei einem Combini, wieder mal in Bahnhofsnähe eines kleinen Dorfes, und 3 Stunden später einen Einkauf fürs Abendessen bei einem großen Supermarkt getätigt.
    Den Adlern gefällt die Gegend hier am See wohl auch sehr gut. Wieder konnten wir viele kreisen sehen und einem waren wir ganz nah.
    Wir wollten heute unbedingt nochmals am See schlafen, und erreichten gegen 17 h einen wunderschönen Platz. Wir sprangen bei warmer Sonne zur Abkühlung und Dusche in den See, und saßen zum Trocknen auf den warmen Steinen am Strand.
    Dann nutzten wir noch die letzten Sonnenstrahlen auf der Wiese für unser Abendessen und im Anbruch der Dunkelheit stellten wir unser Zelt auf.
    Ein herrlicher Tag, ein wunderschöner See und ein traumhafter Zeltplatz!
    Mehr können wir uns nicht wünschen!
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  • … an den Biwasee

    27 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 20 °C

    Samstag, 27.04.2024
    16. Radltag
    Flußebene Moriguchi bis Otsu, am Anfang vom Biwasee
    59 km, 11h58 in Bewegung, 489 hm, Zeit in Bewegung 5h25

    Die Nacht war leicht unruhig, wegen mir sehr wohl bekannten Lauten, die in unserer unmittelbaren Umgebung zu hören waren. Sogar Alex bekam es diesmal mit. Ich war mir ja nicht ganz sicher, doch später sollte es noch einen Hinweis am Weg dafür geben.
    Am Morgen klopften ganz zaghaft Regentropfen auf das Tarp. Es hielt dicht. Jetzt hatte es Patina angesetzt.
    Um 7:30 saßen wir wieder auf den Sätteln und fuhren weiter den Fluß entlang.
    Wir hätten auch am Damm fahren können, dies bedeutete jedoch mehr Hindernisse, die wir zu überwinden hatten, als direkt unten neben dem Fluss.
    Wir mussten jedesmal das Rad, wegen den blöden Absperrungen hinten drüberheben.
    Am Weg kam dann eine Tafel mit dem dezenten Hinweis: „Achtung Wildschweine“!
    Hatte ich ja doch richtig gehört gestern Nacht!
    Gefrühstückt wurde bei einem Combini, etwas abseits vom Flußweg, dann gings wieder weiter am Fluss, bis wir Kyoto erreichten.
    Das erste Ziel, welches wir ansteuerten war der schon 400 Jahre alte Nishiki-Markt.
    Gleich beim ersten Standl erstanden wir unsere Lieblingsmochi, Mochireisteig mit Schokocreme und mittig eine frische Erdbeere! Das ist ein Geschmackserlebnis ohne Gleichen‘!
    Wir kosteten uns durch das berühmte japanische Bisquitomlet mit Eis und Ahornsirup, Beerencake und Schokocookie. Beim Rückweg mussten wir nochmals beim Standl mit den Mochis vorbei und deckten uns für die Weiterreise ein.
    Es ging durch enge Gassen raus aus der Stadt, leider sah ich ein rotes Tempeltor nur mehr von der Ferne, denn Alex hatte bereits genug vom Wahnsinnsgewusel in der Stadt. Es wurde grüner und auf der 10 km langen Strecke waren eine kleinere und eine sehr steile Steigung zu bewältigen. Diese schaffte ich mit dem schweren Gepäck nicht. Ich musste schieben. Dafür hatte ich Zeit mir den wunderschönen Bambuswald mit den blauen Immergrün anzusehen und das entschädigte mich für die 30-minütige Plackerei. Die letzten 10m kam mir mein Schatzi entgegen und übernahm das Schieben des Rades für mich.
    Und dann gings auch schon wieder bergab, Richtung Biwasee, der größte Süßwasser-Binnensee Japans, beste Wasserqualität und eine Größe von 674 Quadratkilometer groß, größer als der Bodensee.
    Hier kehrten wir noch im Supermarkt ein und kauften Abendessen. Abwechselnd recherchierten wir per Google Maps Satelit die Gegend für ein Schlafplätzchen.
    Und daß fanden wir: ….wunderbar direkt am See, ein paar Bäume schützten uns, Sandstrand und ein netter japanischer Pensionist , 63 Jahre, der hier Golf übte und
    sehr gerne mit uns eine Konversation Englisch/Japanisch mit Hilfe von Direktsprachübersetzung mit uns führte.
    Nach ein wenig Hin und Her-Geplänkel verabschiedete er sich und wir hatten den herrlichen Platz für uns allein. Wir speisten bei Sonnenuntergang während über uns mindestens 5 japanische Goldadler ihre Kreise zogen.
    Bevor wir ins Zelt hüpften gabs noch ein herrliches Bad im 14,7° warmen See.
    Alex sprang ganz hinein, und ich,feige Nuss, stand bis zu den Knien im See und wusch mich so.
    Herrlich erfrischend!
    Wir freuen uns auf das, was morgen kommt!
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  • … von Kobe nach Moriguchi am Fluß

    26 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 20 °C

    Freitag, 26.04.2024
    15. Radltag
    vom Campingplatz BE KOBE, nach Moriguchi,
    58,34 km, 157 hm, 8h25 Gesamtzeit, 4h26 in Bewegung

    Gut durchgeräuchert vom Lagerfeuer, wachten wir heute gut ausgeruht auf.
    Schnell war alles zusammengepackt, und die Räder waren startklar. Es ging gleich mal 15 Minuten noch bergauf. Wir waren so früh dran, das wir viele japanische Kinder in Schuluniform, Kindergartenkinder, Mütter mit ihren Kindern am Rad und den schwarz gekleideten Geschäftsmännern auf der Straße begegneten.
    Es ging teilweise wieder der Bahn entlang,sowie viele kleine Straßen in der Stadt und dann eine ganz lange Strecke am Damm an einem Fluss.
    Gefrühstückt wurde heute bei einem Combini, und Mittagessen von einem Supermarkt,am Boden sitzend beim Supermarkt.
    Wir hatten vor, heute ein nettes Schlafplätzchen am Fluss zu finden, und da mein Popo trotz der beiden Radlhosen wieder etwas zu spüren war, haben wir heute schon früh damit angefangen.
    Gegen 16h war er gefunden, wir stellten das Zelt auf, und da die Bäume so dicht standen, konnten wir das Tarp an den Stämmen befestigen. Das darunterliegende Mash sollte mit den Wanderstecken abgespannt werden. Diese Variante hatten wir heute zum ersten Mal. Leider hab ich nicht aufgepaßt, und so durchbohrte mein Stecken das Tarp. Ein Loch! OMG! Alex schimpfte wie eine Rohrspatz und pickte mit dem Radlflickzeug das Loch, und ich hoffe es hält bei Regen dicht.
    Wir kochten noch, aßen, und schlupften dann ins Zelt, denn am Fluss ist die Luft immer mit kleinen Mücken bevölkert, und im Zelt können sie uns überhaupt nicht stören. Da werden sie einfach ausgesperrt.
    Morgen geht es weiter nach Kyoto, ein wenig Sightseeing.
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  • durch die Stadt,bis Campingplatz B-Kobe

    25 de abril de 2024, Japão ⋅ ☀️ 19 °C

    Donnerstag,25.04.2024
    14. Radltag
    von Comfort Hotel Himeji nach B-Kobe Campingplatz
    55,2 km, 6h 59 Gesamtzeit, 217 hm, 3h56 Zeit in Bewegung

    Nach dem Hotelfrühstück gings durch die Stadt Himeji, lange Teile der Strecke unter der Bahntrasse auf einer sehr wenig befahrenen Straße. Heute hatte ich die 2. Radlhose noch zusätzlich angezogen, um weicher gepolstert zu sein. Bei einer Pause hab ich dann diesen Blau-Schwarzen Schmetterling gesehen, und ihn mir auf Google herausgesucht - hab mich voll gefreut so etwas seltenes zu sehen. Auch Rotwangenschildkröten lagen am Fluss in der Sonne, und als ich stehenblieb um sie auf den warmen Steinen zu fotografieren, sprangen sie alle vor Schreck in den Fluss.
    Mittags machten wir Pause in einer großen Stadt, und deckten uns für Mittagessen und Abendessen in einem unterirdischen Mega-Supermarkt ein. Zu Mittag gegessen haben wir dann erst um 14h am Strand vor der großen Brücke. Dort quatschte uns eine alte Japanerin an, ich versteh sowieso Nüsse, und Alex quatschte japanisch zurück, meist versteht er aber dann nicht, was die alte Dame sagt. Er sagt dann immer „hai“, mehrere Male, damit es auch nachdrücklich klingt, somit glaubt die Frau, er habe eh alles verstanden, und quatscht uns noch mehr nieder. Irgendwann ist diese einseitige Konversation verstummt, und wir können uns endlich aus dem Staub machen.
    Für uns geht es nun noch mehr oder weniger steil bergauf, zum Campingplatz B-Kobe, am Berg gelegen, mit schöner Aussicht.
    Das Beste aber ist, das wir eine offene Feuerstelle mieten können, uns Holz dazu gekauft haben und nun vor einem warmen Feucherchen sitzen, Alex in die Flammen starrt und ich auf das Tablet einhämmere.
    Ich liebe es am Abend alles aufzuschreiben.
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  • auf zum Sightseeing nach Himeji

    24 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 18 °C

    Dienstag, 23.04.2024
    von Hinase Campground nach Himeji
    52,1 km, 5 h 34 Gesamtfahrzeit , Zeit in Bewegung 3h 58 , 321 hm,

    Mittwoch, 24.04.2024 Ruhetag in Himeji

    Wir wachten um 5:30 auf, packten alles zusammen, denn wir hatten eine tolle Sightseeing-Tour in Himeji vor.
    Es ging nach wenigen Kilometern wieder einmal steil bergauf, und es gab nicht wirklich eine ausgesprochene Radspur auf der Passstraße. Soll rollte der Schwerverkehr und die Schuhschachteln direkt neben dir vorbei. Alex wartete oben auf der Passhöhe auf mich und da dort ein Park mit Sitzgelegenheiten war und uns der Frühstückshunger nach dem Anstieg plagte, machten wir dort Pause.
    Gut gestärkt gings dann hinunter in Tal. Allerdings merkte ich schon, das meine Sattelberührungspunkte sich schmerzhaft meldeten.
    Trotz der nur 51 km zu unserem Hotel nach Himeji, hatte ich mich mal wieder wundgerieben. Gerne nehme ich Tipps entgegen, was ich dagegen machen könnte!

    Auf jeden Fall kamen wir um 12 h Mittags im Hotel an, konnten unser Gepäck und die Räder deponieren und machten uns ins nächstgelegene Kaufhaus zum Essen Einkaufen auf. Danach gings durch eine große Mall zur Burg Himeji jo, in wundervollen japapanische Gärten und in ein dort gelegenes Teehaus zu einer traditionellen Teezeremonie.
    Den Tee bekamen wir in einer wunderschönen Schale, von einer älteren Dame im Kimono überreicht, mit vielen Verbeugungen. Matcha Tee, fast schaumig geschlagen! Ich find ihn sehr gut, auf Tatamimatten kredenzt, bekam er dadurch eine besondere Note für mich.
    Dann machten wir uns auf in die imposante Burg mit 6 Geschoßen, durch und durch aus Holz - Papa hätte seine Freude daran gehabt - im 16. Jahrhundert gebaut. Sehr gut renoviert, und die Besucher dürfen nur ohne Schuhe eintreten.
    Über steile Treppen geht es ins oberste Geschoß und ich hatte Schwierigkeiten mir vorzustellen, wie die Frauen in den engen Kimonos die Treppen mit fast 30 cm Höhe hinaufgekommen sind. Die Fenster sind alles Schiebefenster mit Reispapier, mit einer 2. Lage Schiebefenster aus dickem Holz.
    Innen sind die großen Räume wieder mit Schiebetüren in kleinere abzutrennen.
    Auf jeden Fall sehr sehenswert.
    Dann gings ins Hotel und dort nahmen wir das selbst eingekaufte Abendessen im Zimmer ein.
    Heute gibts als Draufgabe noch einen Ruhetag fürs wehe Popscherl, und ich hoffe dann wieder einigermaßen fit zu sein.
    P.S: und heute regnet es auch den ganz Tag immer mal wieder. Das passt doch auch gut, den Tag im Bett im Trockenen zu verbringen.
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  • …vom Container ins Infinity-Pool

    22 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 19 °C

    Montag, 22.04.2024, 12. Radltag
    Kurashiki bis Wohnwagenpark Hinase
    69,55 km, 9Std 28 , 226 hm, 5 h 21 in Bewegung
    Heute früh verließen wir gut ausgeruht unseren Schiffscontainer, sattelten unsere Drahtesel und ritten mitten durch die ganze Stadt. Das dauerte mindestens 2 Stunden und bedeutete viele Lkws, Autos und viele Abgase.
    Wir waren froh, wenn uns die Route durch kleine Straßen führte, die neben den Hauptverkehrsrouten im Zickzack durch fast unbefahrene Wohngegenden führte.
    Das waren aber leider nur 20% unserer Route.
    Wir hatten 18°, und es war warm und drückend schwül, und feucht wegen des gestrigen Regens. Wir waren kurzärmelig unterwegs mit langen Hosen.
    Wir frühstückten diesmal bei einem Combini, der drinnen eine Sitzgelegenheit mit
    Stecker für Handy und Pcs hatte. Sehr praktisch. Draußen war es sowieso ziemlich schwül. Dann gings weiter einer der Hauptstraßen entlang, aber es wurde schon wieder grüner und ein paar Berge waren im Dunst zu sehen.
    Mittagsessen, bei uns ist das ca. 14h, war ein Supermarkt,Hallows unser Ziel. Irgendwo auf der Hauptstraße gab es davon immer einen.
    Wir gingen einkaufen dort und verspeisten das Essen immer gleich vor Ort.
    Dann gings weiter, weil es heute doch von der Gegend nicht so spannend war,
    hatte ich mir ein Hörbuch über die japanische Mythologie heruntergeladen.
    Dieses war aber zum Zuhören schon ziemlich anstrengend, wegen der vielen verschiedenen Namen, die ich mir einfach nicht merken konnte und der Zusammenhang dadurch verloren ging. ….. und auch Alex ging mir im Gewirr der Vorstadtsträsschen ab und zu verloren. Gott sei Dank fuhren wir beide mit der Bergfex-App die gleiche Strecke und so sah ich ihn dann doch mit seinem blauen Radtrikot an irgendeiner Abzweigung auf mich warten.
    Ab 16h hatten wir ausgemacht, nun auf Schlafplatzsuche die Augen durch die Gegend zu schicken.
    Auf Google Maps hatten wir bald einen Park ausfindig gemacht, da es heute
    Abend noch regnen würde, und wir am besten wieder so einen tollen Unterstand mit schützendem Dach bevorzugten.
    Der 1. Park war ein Reinfaller, dreckig, heruntergekommen und unter dem schützenden Dach standen unverrückbare Tische und Stühle. Wir befanden uns gerade auf einer kleinen Halbinsel, und hier wurden Millionen von Jakobsmuschel-Schalen gelagert.
    Alex war schon ein wenig verzagt, ich fuhr also einfach mal um die Insel herum und da war er unser Zeltplatz: ein Rasen wie am Golfplatz, 3 silberne Airstream-Wohnwägen mit Zeltvordach, ein netter Besitzer, der auch gleich noch Besitzer vom angrenzenden nagelneuen Onsen war. Wir durften für 8.000 Yen unser Zelt hier aufschlagen und 1 Stunde im herrlichen Onsen( mit Warmwasserbecken und gleichzeitig ein Infinity-Pool sowie Sauna mit Blick auf die beleuchtete Brücke und das Meer genießen.
    So erfrischt, Haare gewaschen, sauber geh ich heute gern auf meine luftbefüllte Isomatte und in meinen Schlafsack.
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  • …durch den Regen bis ins Container-Hotel

    21 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 19 °C

    21.04.2024, Sonntag, 11. Radltag
    Inselchen vor Onomichi bis kurz vor Kurasiki
    83 km, 600 hm,
    Gesamtzeit: 11h 25, Stunden in Bewegung 7h
    Unter dem festen Dach haben wir gut geschützt übernachtet. Aufgestanden sind wir um 6:30, bis wir dann endlich auf die Sättel kamen, war es 8h. 100 m weiter gab es noch Toiletten und dort haben wir uns gewaschen und Zähne geputzt.
    Dazu muss ich erzählen, das es in Japan eigentlich überall die Möglichkeit gibt aufs Klo zu gehen. Es gibt unzählige Toiletten, auch für Behinderte, und auch in den Supermärkten oder in den Combinis gibt es fast immer Dusch-WCs mit beheizter Klobrille.
    So kommt auch nie jemand auf die Idee, irgendwohin in die Natur zu ……… und so ist alles wirklich sauber.
    Da könnte sich Österreich noch was abschauen von Japan!
    Nachdem wir die letzte Brücke überquert hatten, und für einen kleinen Meeresarm noch die Fähre benutzten, sind wir nun auf der Hauptinsel Honsuh gelandet.
    Da heute Sonntag ist, sind viele mit ihren Kindern einkaufen, oder es gibt Veranstaltungen von den Kindern, ist ab 11h sehr viel los auf den Straßen.
    Es regnete schon leicht. Im Nieselregen ging es weiter Richtung Fukuyama.
    Die Strecke führte durch größere Städte und neben stark befahrenen Straßen entlang am breiten Gehsteig, der für Fußgänger und Radfahrer gilt. Heute haben wir 2 x für Frühstück und Mittagessen, einen Supermarkt gewählt, der im Inneren Sitzgelegenheiten für Jause bot. So mussten wir nicht im Regen sitzen und konnten meist auch drinnen unsere Powerbanks und Handys laden.
    Wir erhofften uns auch für heute Abend wieder so einen geschützten Unterstand zu finden. Jedoch jeder Versuch, in Parkanlagen so einen zu finden, schlug fehl. Ab 17:30 entschieden wir uns ein Hotel zu nehmen. Es regnete immer noch sehr stark und wir waren schon waschelnaß bis auf die Haut. Das 1. Hotel in 7 km Entfernung war zu, 2 weitere die wir per Handy kontaktierten, waren voll. Alex fand dann 11 km entfernt auf Booking.com ein Hotel, und buchte sofort.
    Es war also schon dunkel, es schüttete und als wir dort nach 1 Stunde eintrafen und in die Rezeption traten, tropften wir dort alles an wie nasse Waschlappen.
    Es war ein Hotel aus 42 Schiffscontainern, mit Parkplatz vor jedem Container.
    Super tolle Idee, es gibt auch Waschmaschine und Trockner in einem extra Container, und zum Einchecken gabs Tiefkühlessen für 2 Personen gratis.
    Das schlugen wir natürlich nicht aus.
    Am Zimmer angekommen,nahm ich mal ne heiße Dusche, während Alex versuchte die Mikrowelle in Gang zu setzen.
    Aufgewärmt und satt, genießen wir jetzt die frische Bettwäsche und Alex ein heißes Bad.
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  • … bis zur Imoshima Brücke

    20 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 17 °C

    20.04.2024, Samstag, 10. Radltag
    von Oshima bis kurz vor die Imoshima Brücke
    60 km,390 hm, 8h50 Gesamtzeit, Zeit in Bewegung: 5h

    Unser verstecktes Schlafplätzchen bescherte uns eine gute Nacht. Um 6:30 wachten wir auf und machten uns fertig, das hieß Teekochen und alles zusammenpacken und unsere Drahtesel satteln.
    Dann gings die Küstenstraße entlang. Wir kamen durch kleine, einsam anmutende Fischerdörfchen, wo wir ab und an eine alte Frau bei der Gartenarbeit beobachten konnten.
    Die Bikeroute war sehr gut ausgeschrieben, und auf der Straße mit Kilometerangaben und Zielort gekennzeichnet. Die Auffahrten zu den Brücken mit einer 3% Steigung war sehr gut zu bewältigen. Viele Serpentinen führten durch terrassierte Orangen- und Zitronenplantagen, und obwohl es bewölkt war, und der Wind frisch war uns beim Fahren sehr angenehm.
    Frühstück gabs beim Combini, um unsere Powerbank und das Telefon nachzuladen.
    Mittagessen und Abendessen kauften wir bei einem größeren Supermarkt.
    Dann erwartete uns das Tageshighlight: Dolce, eine Eisdiele mit selbst produziertem Eis in köstlichen Sorten, natürlich mit mehreren verschiedenen Orangen- und Zitronensorten, die hier auf der Insel angebaut werden.

    Damit es heute nicht zuviele Kilometer werden, und mein Popi wieder heilen kann,
    machten wir heute vor der Imoshima Brücke einen Unterstand für Pilger aus, kochten dort unser Abendessen,Reis mit Schwammerlsauce und Mochis und Natto und Salat.
    Teilweise fing es dazwischen schon zu regnen an. Gut, dass wir heute ein Dach über dem Kopf haben. Zum Schutz vor Moskitos stellten wir nur unser Mesh auf und beschwerten die Eckpunkte mit schweren Steinen und banden den Dachfirst an den Zaun des Unterstandes.

    PS: nun kommt ein Insider Tip - nur für Frauen:
    Da ich mich wirklich schlimm aufgerieben hab, und es höllisch bei jedem Reintreten brannte, erinnerte ich mich an meine tollen Comped - Blasenpflaster. Diese verhindern auch ein Wundwerden oder mildern schon aufgeriebene Blasen beim Wandern.
    Diese wurden für meine wehe Stelle zweckentfremdet. Und es funktioniert perfekt!
    Das Brennen ist weg und ich bin sehr erleichtert, weiterfahren zu können.
    Über Nacht kommt das Pflaster weg und Wundcreme drauf. So heilt es langsam zu.

    Das Meer rauscht, wir hören in der Ferne die Lkws über die Brücke fahren und hoffen hier eine trockene und ruhige Nacht zu haben.
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  • … es geht zum Shimanami Trail

    19 de abril de 2024, Japão ⋅ 🌙 18 °C

    18.04.2024 Ruhetag
    19.04.2024, Freitag, 9. Radltag von
    Matsuyama nach 1. Insel nach Imabari,Oshima Island
    Start des Shimanamit Trails über 6 Brücken und 6 Inseln
    60.27 km, 286 hm,8.47 Stunden Gesamtzeit, Zeit in Bewegung 4 h 47 mins

    Heute verließen wir nach einem guten Frühstück ausgeruht das Hotel. Es ging am Fluß entlang und dort entdeckte ich viele Schildkröten die zum Sonnen auf den großen Steinen saßen. Es waren Rotwangen-Schildkröten, die im Süßwasser leben.
    Danach ging es am Meer entlang. Wir fuhren sogar einen Teil des Weges einen Pilgerweg, den 88 Tempel Trail auf Shikkoku, den Alex schon einmal vor vielen Jahren zu Fuß gegangen ist., Bei einem dieser Tempel lernten wir Alice aus Kanada kennen, die schon 53 Tempel besucht hatte und uns mit ihrem Outfit begeisterte.

    Wir radeltn weiter bis nach Imabari, um dort den berühmtesten Radweg Japans zu erobern. Der Shimanami Trail geht über 6 Insel mit 6 Brücken und wurde 1999 eröffnet. Er verbindet die große Insel Shikoku mit Honshu.. Es wurden eigene Fahrradwege geschaffen, und fährt man von insel zu Insel mit dem Rad. Es ist wunderschön, so weit oben übers Wasser auf die Inselwelt Japans zu schauen. Ich kann es nur jedem empfehlen, wenn er mal hier ist. Fahrräder kann man sich ausborgen und auf der anderen Seite zurückgeben.

    Wir nahmen gleich die 1. Ausfahrt auf die erste Insel Oshima, und suchten uns ein Schlafplätzchen. Alex kochte uns noch Ramennudeln, während ich mit Luisa telefonierte und Fotos von der untergehenden Sonne machte.
    Unser Abendessen nahmen wir auf einer warmen Steinsitzbank mit Blick aufs Meer ein.
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  • …von Beppu nach Matsuyama

    18 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 20 °C

    17.04.2024, Mittwoch
    8. Radltag, von Beppu nach Matsuyama
    78 km und 525 hm
    4:20 läutete der Wecker,wir packten alles zusammen und in der Dunkelheit ging es an der Küste entlang zum Fährhafen nach Beppu. Dort legte unsere Fähre um 6:20 ab und wir verließen unser erste Insel Kyushu um nach Shikoku zu gelangen.
    Auf der Fähre wurde gefrühstückt und auf bequemen Sesseln und mit einem Becher Kaffee verging die Fahrt von fast 3 Stunden sehr schnell. Schönheitspflege inbegriffen.
    Im Fährhafengebäude angekommen, lernten wir noch Sam(Frankreich)und Lesley(Belgien) kennen, Bikepacker, die schon seit 2 Monaten in Japan unterwegs waren und nun in die umgekehrte Richtung wie wir, nach Kyushu wollten.
    Fertig adjustiert gings dann an der Küstenstraße entlang Richtung Matsuyama.
    Es ging gleich mal als erstes wieder steil und lang bergauf.
    Durch duftende Orangenplantagen, in Glashäusern und auch im Freien auf Plantagen wuchsen die Bäume und standen in satter Blüte.
    Die Fahrt am Meer war geprägt von vielen ärmlichen Fischerdörfern, dem Geruch des salzigen Meeres, frischem Wind und die Fahrt ging teilweise am ca.1,5m breiten Gehweg oder wenn es zu schmal für unsere Packtaschen war, auf der Straße.
    3 mal ging es durch Tunnels im Berg, nur einmal leider wurde extra für Fußgänger und Radfahrer ein eigener Tunnel durch den Berg geschlagen.
    Beim Fahren durch den Tunnel bin ich doch eher ängstlich. Wenn ein LKW sich von hinten mir nähert, fahre ich äußerst konzentriert, mit dem Herz in der Hose, denn es hört sich an, als ob neben Dir gerade ein Kampfjet in den Himmel startet.

    So gings also am Meer dahin, und unsere Konstitution, besonders meine, litt unter
    der unebenen Straße, der langen Fahrzeit und meiner Müdigkeit.
    Trotz der öfter eingelegten Pausen mit eiskaltem Wasser aus den Vending Machines oder einer Eistüte an einem schönen Sandstrand und dem jedesmal Einschmieren meines Hinterteils konnte ich am Ende schon nicht mehr Sitzen. Mein Popi brannte wie Feuer.

    Wir beschlossen also, in Matsuyama einen Pausentag einzulegen. Alex buchte ein Hotel, Check In, und mit dieser Aussicht kämpfte ich mich durch bis ins Zentrum von Matsuyama.
    Im Hotel angekommen, nahm ich gleich mal eine Dusche. Frisch angezogen mit unserer Schmutzwäsche im Sack, konnten wir im Hotel auch gleich noch unsere Wäsche waschen und trocknen. Dann gings in die belebten Straßen der Stadt, denn zu Fuß ging das körperlich gut. In einer Pizzeria gönnten wir uns Salat, und Pizza Margarita, dann gings noch zum Starbucks auf Kakao und Cookie.
    Satt und zufrieden machten wir uns auf den Weg ins Hotel.
    Endlich schlafen in einem richtigen Bett und nicht auf einem harten Futon, welch eine
    Erholung.
    Doch um plötzlich um 23.14 schrillten unsere beiden Handys laut auf! ERDBEBENALARM!
    Wir waren beide auf einmal wach! Und wir spürten wie sich unser Zimmer von links nach rechts bewegte und dann nochmals!
    Wir hielten uns an den Händen und dann war nichts mehr zu spüren.
    Ein Erdbeben! Vor der Küste von Shikoku hatte es Stärke 6,3, bei uns in Matsuyama nur mehr 3,4, und das war schon entrisch.
    Unser Zimmer befindet sich im 3. Stock, Gott sei Dank nicht höher.
    Eine halbe Stunde später konnten wir dann endlich wieder einschlafen.
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  • … unser letzter Tag auf Kyushu

    16 de abril de 2024, Japão ⋅ 🌙 18 °C

    Dienstag, 16.04.2024
    7.Radltag, Hotel Aso Kumenoi bis kurz nach Oita
    89 km, 915 Hm, 9,5 Stunden unterwegs, reine Fahrzeit 6 Std
    Kalorienverbrauch gesamt:E: 3.250, A: 3.612f

    Das Frühstücksbüffet war der Wahnsinn! Ich hielt mich ein wenig zurück, da ein steiler Anstieg bevorstand, Alex schlug ordentlich zu und meinte: „ da brauch ich erst am Abend was essen“!.
    Um 9:30 verließen wir das Hotel und machten uns auf in Richtung Takita.
    Es war wunderbar warm, und wir fuhren kurz-kurz. Gut geschützt mit der 50er Sonnencreme. Ich glaub ich fuhr zwischen 5-7 km/h, ca. 2 Stunden, dann die herrliche Belohnung einer noch längeren Abfahrt, so viele Kilometer ohne zu treten, stehend,ohne auf dem Sattel zu sitzen - „eine wahre Erholung für meinen Popi“.
    In Takita angekommen kauften wir im Supermarkt gut ein.
    Ein weiterer langer Anstieg stand und noch bevor.
    Wieder gings in der Sonne bergauf. Alex immer vorne weg, ich hinterher. Er ist berauf einfach eine flinke Bergziege, und ich eine lahme Ente.
    Wir fahren mit der Bergfex-App, und so sehen wir genau wann ein Anstieg kommt und wieviel wir geschafft haben.
    So wartete Alex fast ganz oben auf mich und sagte mir die nächste Möglichkeit mit Strom machen wir Pause.
    Dann kam doch noch ein ordentlicher kleiner steiler Schupfer und Alex zog wie Lance Armstrong bei der Tour de France davon.
    Na gut, ich machte wie immer auf langsame Ente. Dann hatte ich es geschafft! Ich sah am Profil es geht nur mehr bergab. Ich verfiel in den Widhalmschen Downhill-Modus. Lei lafen losen!!!!! Ich gab alles - Popo nach hinten, auf die Pedale abgestützt brauste ich talwärts.
    Komisch, Alex muss wohl auch sehr schnell sein, das ist eigentlich gar nicht er.
    Nach einer halben Stunde läutete mein Telefon - ALEX!
    Er war ca. 5 km hinter mir, und kochte gerade Reis, und fragte wo ich sei.
    Ich fuhr nicht zurück, machte Rast bei einem Restaurant am Stausee, aß 3 Bananen,alle Weintrauben, Cashwekerne und 3 Motchis.
    … und wartete bis Alex wieder zu mir gestoßen war. Gemeinsam setzten wir
    unsere Abfahrt fort bis wir Oita Centrum erreichten. Dort mussten wir noch in einen Bikeshop, denn das Radl von Alex klakerte so komisch beim Tretlager.
    Dort eingetroffen, sprühte der nette Herr etwas Silikonspray drauf, und das Klackern war weg. Wir hatten schon Schlimmeres befürchtet.
    Dann gings weiter Richtung Küste, denn wir wollen mit der Fähre morgen nach Shikoku übersetzen.
    Ein Schlafplatz war in einem Park unter Bäumen schnell gefunden - von mir natürlich, noch ‚Abendessen und dann ab in den Schlafsack lund noch alles festhalten was heute so passiert ist.
    Bis morgen, Ihr Lieben!
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  • … von Kumamoto nach Aso

    15 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 16 °C

    Montag,15.04.2024
    6.Radltag, 1130 hm, ca. 65 km
    von Kumamoto nach Aso, Hotel Kamenoi

    …gar nicht mal so schlecht geschlafen. Wir wachten auf um 6h und hörten die ersten Regentropfen aufs Tarp fallen. Es nieselte leicht.
    Wir mussten als erstes durch Kumamoto, Alex meinte sie sei so groß wie Linz. Gefühlt fuhren wir 2 Stunden durch die Stadt. Dann hielten wir bei einem Combini.
    Alle Geräte mit Strom beladen und Frühstück fassen. Als wir aufbrachen fing es wieder leicht zu regnen an. Und nachdem wir ca. 20 km gerades Terrain durch die Stadt und am Fluß,sowie durch die Felder radelten, ging es dann ca. 20 km mal moderat bergauf.
    …und es regnete immer noch. Dann begann die Steigung, und eine Stunde danach schüttete es wie aus Kübeln. Wir kämpften uns gegen den immer stärkeren Wind nach oben und waren durchnäßt bis auf die Haut.
    Alex wartete an einem Anstieg auf mich und fuhr auf die andere Straßenseite, da es schon 14h war und wir schon keine Power mehr hatten. Dort war ein Restaurant!
    Ja, ich will da rein! …sagte aber nix, weil Alex mir entgegenrief: „ Die haben da nur Scheiß!“. Also biß ich die Zähne zusammen und dachte bei mir das Scheiß gleich Fleisch heißt und ich eh nur Reis mit irgendeinem Gemüse gegessen hätte.
    Alex hat wohl meinen verzweifelten Blick gesehen - mitten im Regensturm, der noch stärker geworden war.
    Unbeirrt trat er in die Pedale und wechselte wieder auf die Straßenseite von vorher.
    Ich hinterher. „Wir halten bei der nächsten Möglichkeit!“ Ok, dann bitte nächste Möglichkeit KOMM!
    Sie kam: eine verlassene Autowerkstatt ohne Tore direkt an der Straße, die paar Regale mit dickem schwarzem Staub bedeckt.
    Aber es regnete nicht herein, wir waren geschützt. Draußen tobte der Regensturm und wir wechselten drinnen die waschelnaßen Klamotten gegen trockene aus den Packtaschen. Dann aßen wir alles was wir in unseren Taschen noch finden konnten und wurden doch noch satt.
    Alex fand sogar noch ein unangetastetes staubiges Packerl Chips auf einem staubigen Regal, öffnete es und wir aßen mit Genuss die knackigen Chips. Sehr köstlich! Und mein liebster Ehemann buchte für heute Abend ein Hotel in Aso mit heißem Onsen (Bad).
    So gestärkt von diesem Trailmagic und der Aussicht auf Wärme,heißes Wasser, ein Bett und ein tolles Abendbuffet kämpften wir uns den Berg hinauf.
    Dann ließ der Regen für ca. 1 Std etwas nach, aber dann waschelte es noch ordentlich durch bis wir das Hotel erreichten.
    Immer wieder wartete Alex auf mich, ermutigte mich und erzählte mir das wir es bald geschafft haben. Toller Mann!
    Jetzt liegen wir am Futon, haben heißes Onsen genossen, gut gegessen und unsere schon etwas wunden Popis mit Creme versorgt.
    Morgen ist ein neuer Tag und sicher besseres Wetter.
    Liebe Grüsse
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  • …mit der Fähre nach Kumamoto

    14 de abril de 2024, Japão ⋅ ☁️ 18 °C

    Sonntag,14.04.2024
    von Nagasaki nach Kumamoto
    68 km, Fahrzeit ca. 5 Std
    Wir hatten uns den Wecker auf 6h gestellt. Alles mußte noch in die Packtaschen und in die Rucksäcke verstaut werden. Alex trug noch beide Radln aus dem 1. Stock hinunter auf die Straße und dann gings schon los.
    Gleich mals 150 hm bergauf, aber wir waren ausgeruht, und die Strecke führte selektiv eine zuerst breite Nebenstraße den Berg hinauf. Das Runterdüsen war ein wahrer Genuss, da wir ganz enge Gassen mit Serpentinen bewältigen mussten und hier ging es durch richtige Bergdörfer.
    Dann ging es weiter auf die Halbinsel Shimabara.Immer am Meer entlang.
    Heute war es herrlich warm, es hatte 25 ° Höchsttemperatur, wir fuhren mit kurzen Ärmeln und langer Hose.
    Und diese Blumendüfte, vorbei an in allen Farben blühenden Azaleen, der Jasmin blühte, die Ringelblumen, auch Rapsfelder haben wir passiert.
    Sogar einen Kranich hab ich heut gesehen. Die mit den schwarzen Federn an den Flügelenden.
    Wir frühstückten wieder bei einem Combini und holten uns Strom an der Steckdose
    in der Außenwand. Sehr praktisch. Mittagessen same way.
    Gegen 17h erreichten wir Shimabara.
    Wir sahen uns noch originale Samurai-Häuser an, aus Holz gebaut, mit Tatamis ausgelegt und mit Holzschiebetüren mit Reispapier.
    Muss saukalt gewesen sein im Winter. Die Samuraihäuser sind alle an einer Straße situiert, wo mittig der Bach durchfließt. Sehr idyllisch war das, sie mit dem Radl zu befahren.
    Leider wurde aus unserem Vorhaben ein Teehaus zu besuchen nichts! Es war schon zu.
    So gings dann zum Hafen und wir erwischten noch die Fähre nach Kumamoto.
    Während der Überfahrt nahmen wir gleich das Abendessen ein, und nach einer Stunde konnten wir die Fähre wieder verlassen. Jetzt war Schlafplatz suchen angesagt. Schon auf der Fähre hat Alex einen ca. 7 km entfernten grünen Fleck auserkoren.
    Meine Fähigkeiten als Schlafplatzlfinder meldeten sich schon beim Rausfahren aus dem Bauch der Fähre, da war ein Park, ich gleich mit dem Radl hinein und Runde gedreht, ein guter windgeschützter Platz hinter einem Erdwall wurde von mir auserkoren. Alex strampelte hinter mir drein, und stimmte dann meiner Wahl
    erfreut zu.
    So liegen wir schon im Zelt und planen die nächste Etappe.
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  • … im Hypercenter in Nagasaki

    13 de abril de 2024, Japão ⋅ 🌙 17 °C

    Samstag,13.04.2024
    Ruhetag in Nagasaki

    Heute schliefen wir uns bis 9h mal aus. Dann gabs Frühstück in der Gemeinschaftsküche und Alex ging nochmal auf die Post um unser Paket nun endgültig abzusenden - Kostenpunkt € 75,— na, dafür sind wir um ca. 5 kg leichter - hat auch so seinen Wert.
    Dann marschierten wir zu Fuß ins nahe gelegene Atomic Bomb Museum.
    Es ging in einer überdimensionalen Spirale aus dem Jetzt hinunter ins Jahr 1945, auch architektonisch sehr inspirierend gelöst.
    Die Ausstellung war sehr,sehr berührend.Verstörend! Wie Menschen anderen Menschen so viel Leid antun können. Wie die Menschen aus Nagasaki diese ungeheure Katastrophe überstanden haben, oder auch wie ganz viele von ihnen daran gestorben sind, wird hier unpathetisch, zu Herzen gehend erzählt. Man ist so nah auch an Einzelschicksalen dran, durch Fotos, Erzählungen, Beschreibungen und Originalexponaten, dass, und ich kann jetzt nur für mich sprechen, man unglaublich gerührt ist.
    Man weiß am Ende, dass es nie wieder eine Atombombe geben darf!
    Doch das Schreckliche ist, das die Nordhalbkugel so viele Atombomben besitzt um die ganze Menschheit auszurotten - wenn auch nicht gleich auf einen Schlag, aber auch durch die späteren Langzeitschäden.
    Die ganze Südhalbkugel ist atombombenfrei.
    Es kommt auch sehr gut rüber, dass ganz Japan, insbesondere Nagasaki und Hiroshima keinen Haß und Groll gegenüber den Verursachern verspüren lässt.
    Im Vordergrund steht der Frieden, das Miteinander und der Bürgermeister und die ganze Stadt Nagasaki will bis heute und in die Zukunft ein Mahnmal sein, das so eine vom Menschen gemachte Katastrophe nie wieder stattfinden darf.
    Man geht also hinaus aus dem Museum, die Rampe hinauf ans Licht, aus der dargestellten Verwüstung, und ein paar Meter weiter in den Park des Friedens, wo viele Staaten Exponate gespendet haben und wo auf einem weiten Platz ein Monument steht, genau dort wo die Bombe detoniert ist.
    Die Vögel zwitschern, die Bäume blühen, die Sonne scheint - es ist so unglaublich
    wie diese Stadt dies überlebt hat.
    Wir waren beide sehr beeindruckt und froh im Park das Gesehene verarbeiten zu können.
    Jetzt gehen wir noch fürs Abendessen einkaufen, kochen und dann noch chillen.
    Damit wir für morgen Kraft fürs Bergaufradeln sammeln können.
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