… am wunderschönen Biwasee
28 Nisan 2024, Japonya ⋅ ☀️ 23 °C
Sonntag,28.04.2024
vom Strand in Otsu zum Strand nach Makino Sunny Beach am Biwasee
62,25 km, 8h45 Gesamtzeit, 246 hm, Zeit in Bewegung 4h48
Um 7:30 kamen wir in die Sättel, heute sollte die Route direkt am Biwasee entlang gehen, teilweise, ca. 30% etwa 2-3 Straßen paralell zum See in den Dörfern.
Eine herrlich entspannte Tour. Es ging an Reisfeldern vorbei, in den kleinen Dörfern
sah ich schmale Häuser mit riesigen Toren, da eines offen war,sah ich dort einen reich gold verzierten Schrein auf einem hohen Wagen.
Diese Wagen werden im Juli an 2 hohen Festtagen zum Gion -Matsuri Fest in einer Prozession geführt, und es ist Festtgsstimmung entlang der Prozessionsroute.
Die Stimmung entlang dem See war einfach nur herrlich, weißer Sandstrand, klares Wasser, funkelnde Sonne und duftende Pinienbäume säumten unseren Radweg. Das war ungefähr in der Mitte unserer Tour. Da heute Sonntag war, waren viele Leute unterwegs, Radlfahrer und Familien. Teilweise wurde auf der Hauptstraße im Schritttempo gefahren. Gefrühstückt haben wir bei einem Combini, wieder mal in Bahnhofsnähe eines kleinen Dorfes, und 3 Stunden später einen Einkauf fürs Abendessen bei einem großen Supermarkt getätigt.
Den Adlern gefällt die Gegend hier am See wohl auch sehr gut. Wieder konnten wir viele kreisen sehen und einem waren wir ganz nah.
Wir wollten heute unbedingt nochmals am See schlafen, und erreichten gegen 17 h einen wunderschönen Platz. Wir sprangen bei warmer Sonne zur Abkühlung und Dusche in den See, und saßen zum Trocknen auf den warmen Steinen am Strand.
Dann nutzten wir noch die letzten Sonnenstrahlen auf der Wiese für unser Abendessen und im Anbruch der Dunkelheit stellten wir unser Zelt auf.
Ein herrlicher Tag, ein wunderschöner See und ein traumhafter Zeltplatz!
Mehr können wir uns nicht wünschen!Okumaya devam et
… auf zur Westküste Honshu`s
29 Nisan 2024, Japonya ⋅ 🌧 18 °C
Montag,29.04.2024
vom Sunny Beach am Biwasee unter die Brücke von Minami-Echizen
56.35 km, 9h04 Gesamtzeit, 4h45 in Bewegung, 789 hm
5.50 Tagwache, denn wenn Alex mal munter ist, ist an weiterschlafen nicht mehr zu denken.Unser Schlafplatz war so herrlich, der See lag spiegelglatt da, und die aufgehende Sonne glitzerte im Osten. Beim Zusammenpacken kam von den Häusern an der Straße ein junger Japaner auf uns zu. ‚Er sprach gutes Englisch, und erzählte uns, dass seine Frau dieses alte Haus am See gekauft hatte, und sie nun gerade dabei sind es zu renovieren. Er ist Architekt, und dann erzählte ich, das ich Interior Design mache. Er wollte mich gleich einladen, das Interieur ihres Hauses zu gestalten. Leider musste ich ablehnen, da wir ja heute 2 Bergetappen und wir nun auf dem Weg zur Westküste Japans aufbrechen wollten.
Dann meinte er, wenn wir wiederkommen, sollen wir vorbeikommen und bei ihm schlafen. Das freute uns sehr und wir sagte haj“, was soviel wie ja heißt.
Wir machten uns also an den 1. Berg nach Tsuruga. Nach ca. 1 Std hatten wir den Sattel erreicht und Alex fuhr vor mir den Berg hinunter, da er ja auch als Erster oben ankam und wir ausgemacht hatten, bei der 1. Auflademöglichkeit eine Frühstückspause einzulegen.
Ich erreichte als den Sattel hinter Alex, und froh den Anstieg geschafft zu haben, brauste ich im „Widhalm-Downhill-Modus“ zu Tal. Natürlich sah ich Alex NICHT bei der Vending Maschine stehen, ich sah ja auch die Vending Maschine überhaupt nicht. So blieb ich im Tal beim 1. Combini stehen. Alex hatte hinter mir her geschrien, aber ich hab nix gehört. 5 Minuten später trafen wir uns beim Combini und machten dort Frühstückspause.
Dann gings weiter und am Ende des selben Städtchens kauften wir im Supermarkt noch alles fürs Mittag- und Abendessen ein.
Der nächste Anstieg wartete schon auf uns.Alex zog wie immer vorne weg! Ganz Lance Armstrong-Manier. Ich zockelte hinterdrein. Es zog sich, es war steiler als der morgige Anstieg, und ich hatte erst noch ⅓ vor mir. Da bot sich eine Abkürzung, die nahm ich. Scheiß, war die steil! Ich musste also absteigen und schieben, samt Gepäck eine schweißtreibende Sache. Und weil ich so dahinschob und mir ein Reisfeld als Fotomotiv unterkam, stellte ich das Rad auf den Ständer und trat in die Wiese - und auf eine Schlange! Die hatte Gott sei Dank mehr Anst als ich und machte sich nach meinem Aufschrei davon.
Ich schob also weiter, und es wurde noch steiler. Doch endlich mit übermenschlicher Hulk-Kraft stand ich wieder oben auf der Straße und sah das Rad von Alex vor einem Gebäude stehen, die Powerbanks waren schon an der Steckdose angeschlossen - nur von Alex fehlte jede Spur. Ich steckte gerade mein Handy dazu, als er mich anrief. Er war mir zu Fuß auf der Straße entgegen gegangen um mir zu helfen! Mein Mann! Mein Ritter! Mein unglaublicher Schatz!
Ich ging ihm also auch ohne Rad entgegen.
Wieder vereint machten wir Mittagspause und ich bekam ein 2. Blasenpflaster, da sich meine Sattelberührungspunkte wieder meldeten.
Kurz darauf hatten wir den Peak erreicht. Ich fuhr nun gesittet und mit Abstand hinter meinem Schatzi her, da wir uns schon auf Schlafplatzsuche begeben wollten. Es sollte auch um 17h zu regnen anfangen.
Alex hatte ihn dann bald gefunden. Einen trockenen Platz unter einer breiten Brücke nur für Fußgänger die ihre Gärten über dem Fluß zu erreichen hatten. In diesem Ort war auch noch ein Combini und eine Münzwäscherei. Idealer kanns nicht sein.
Während ich das Tarp aufstellte, fuhr Alex zur Wäscherei um unsere Wäsche zu waschen, kam wieder retour, wir stellten das Mash auf und Alex fuhr wieder in die Wäscherei um alles in den Trockner zu schmeissen. Ich begann inzwischen die Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch zu schneiden, Alex kam wieder um mir zu helfen, und 30 min später holte er die trockene Wäsche ab. Super!
Dann aßen wir zu Abend.
Ich muss noch erzählen, daß uns meine Mama über WhatsApp zum 1. Hochzeitstag gratulierte, das ich vor dem 2. Bergabfahren gelesen habe. Ich hatte das total vergessen.
Ja, ein Jahr verheiratet und in der Welt unterwegs mit dem besten Mann von ganz überall.Okumaya devam et
…Westküste, wir kommen!
30 Nisan 2024, Japonya ⋅ ☁️ 21 °C
Dienstag, 30.04.2024
19. Radltag
von der Brücke von Minami-Echizen bis Binnenmeer/See bei Awara
71,86 km, 10h31 Gesamtzeit, 194 hm, Zeit in Bewegung 5h50
So schlecht geschlafen hab ich schon lang nicht mehr! …und Alex sagte daselbe!
Ich, weil sich statt ebener Fläche eine Hügellandschaft durch die aufblasbare Isomatte drückte, und nur 2 Stellungen einigermaßen beschlafbar waren, außerdem war es total schwül, und es schüttete. Unter der Brücke war es trocken, jedoch hatte ich Rohre gesehen, die von der Fahrbahn nach unten führten, um das Wasser wegzubringen. Ich fühlte mehrmals in der Nacht am Boden des Zeltes nach, ob wir schon davongeschwemmt wurden.
Alex meinte er hätte schlecht geträumt, und am Ort liegt es bestimmt nicht! OK!
Wir wurden um 5:30 munter, und es war nebelig und es regnete nicht. Wir packten alles zusammen, und fuhren los. Es ging teilweise bergab oder gerade aus, also einfach zu fahren. Um 9h hatten wir richtigen Hunger und warteten schon, das die Supermärkte aufsperrten, damit wir Obst und Sonstiges fürs Frühstück einkaufen konnten, um uns dort im Essbereich hinsetzten zu können. Es hatte wieder zu nieseln angefangen. Das ist für mich beim Radln ok, da einem nicht kalt ist, und Wind ging auch keiner. Danach suchten wir noch einen Outdoorshop auf, um Gas für den Kocher zu besorgen. Alex hatte seinen Sonnenhut und sein neues Radlkapperl schon irgendwo angebaut, also mussten ein neues Kapperl her und ein neuer Hut.
Dann gings weiter im Nieselregen durch die Ebene von Fukui, hier reiht sich eine kleine Stadt an die andere, dazwischen unterbrochen von Tausenden gefluteten Reisfeldern, in denen sich die Regenwolken spiegeln, oder wenn ein Windstoß kommt, sich die Oberflächen zu kräuseln beginnt. Dazwischen waten weiße Reiher und Kraniche durch die Felder auf der Jagd nach Fröschen und anderem Getier.
Nach den endlosen Feldern meldete sich unser Hunger, und wir kehrten beim nächstgelegenen Supermarkt zum Mittagessen ein. Same Procedure as always!
Die Berge in der Ferne wurden niedriger und die Nebelwolken blieben an einer bestimmten Höhenlinie hängen. Nun hatten wir auch noch Gegenwind bei der Fahrt durch das landwirtschaftliche Gebiet, aber wir wollten heute unbedingt noch ganz nahe an die Westküste Japans gelangen. Um 16:30 letzte Anfahrt zum Supermarkt in Awara, kurz vor dem Meer. Abendessen einkaufen. Gut ausgestattet mit Proviant, gings noch bisl berauf, bergab und wir hatten unseren Schlafplatz erreicht. Den hatte ich auf Google Maps Satelit rausgesucht. Einen Park am Binnenmeer, der wie ein See im Wald lag, Kirschbäume säumten einen Asphalt weg und die herabgefallenen rosa Blüten rahmten den Wegesrand farbig ein. Ein blühender Azaleenbusch bot uns den nötigen Sichtschutz, eine Granitbank war ideal zum Kochen und Dinieren, und das Sanitärgebäude, das 30 Schritte vom aufgestellten Zelt entfernt lag, war eine tolle Infrastruktur, die wir gerne nutzten.
Beim Abendessen hatte es schon wieder zum tröpfeln angefangen, nun liegen wir unter den Bäumen und hinter den Azaleen im Zelt, auf der geraden und gemähten Wiese, schreiben noch, sehen uns die Wegführung für morgen an und werden hoffentlich gut schlafen.Okumaya devam et
… im Gegenwind nach Kanazawa
2 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌙 13 °C
Mittwoch, 01.05.2024
vom Kitagata See nach Kanazawa ins Hotel Manten
60,7km, 138 hm
Sehr gut geschlafen! Am Morgen nutzten wir noch das WC zum Waschen, Zähneputzen und aufs WC gehen. Dann gings einen kleinen steilen Grashügel hinauf, das Radl haben wir geschoben,so steil wars. Es ging geruhsam den See entlang. Heute wir alles ziemlich eben, jedoch haben wir nur 16° und es bläst ein Wind entgegen unserer Fahrtrichtung.
Wir passieren Städtchen, Reisfelder, kleiner Dörfer und Landstraßen mit einigen Firmenliegenschaften. Ich würde mal sagen, es war eintönig. Dagegen hilft eigentlich nur ein Hörbuch um dem Wind und der Fadess den Kampf anzusagen.
So haben wir es nun geschafft, mit Frühstück zwischen 2 Holzstößen und Blick ins Reisfeld und einem Mittagessen im Supermarkt uns mit Gegenwind bis nach Kanazawa durchzukämpfen. Alex war irgendwie besser motiviert als ich und kam 15 Minuten vor mir im Hotel an, er hatte inzwischen eingecheckt und mich auf der Straße gerade abgepaßt als er die Aufbewahrungssituation unserer Räder abklärte.
Im Parkhaus war kein Platz, da hier die Autos übereinander in einem Liftsystem übereinander gelagert waren.
Ihm wurde der Vorschlag gemacht, die Räder am Bahnhof abzustellen.
Als ich das hörte, sagte ich: Ganz sicher nicht, unser Rad ist wie unser Auto, wenn es uns gestohlen wird, können wir unsere Reise nicht fortsetzen.
Das brachte er an der Rezeption vor, und tatsächlich fand sich für unsere Radl ein Platzerl bei den Fenstern ganz in der Nähe der Rezeption hinter einem Tisch am Fenster. Da waren sie gut aufgehoben.
Da uns sowieso kalt war, schmiss Alex unser schmutziges Gewand in Waschmaschine und Trockner, die diesmal ganz nah neben unserem Zimmer platziert war. Und dann ging es ins hoteleigene Onsen. Herrlich! Duschen, die Muskel im heißen Wasser entspannen, Haare waschen und föhnen und als neuer Mensch ins Zimmer zurückgekehrt. Mein Schatz hatte inzwischen in der nächstgelegenen Pizzeria einen Tisch reserviert.
Statt japanischem Essen gabs köstliche Pizza, Salat und eiskaltes, spritziges Bier.
Satt und zufrieden wanderten wir ins Hotel zurück, froh, diesmal nicht in den Sattel steigen zu müssen sondern zu Fuß zu sein.
Morgen, am 02.05. 2024, Donnerstag ist Ruhetag.
Tolles Frühstücksbüffet, Büroarbeit und Abendessen mit Delikatessen aus dem Supermarkt und danach wieder Onsen.
…und kein Radlfahren!Okumaya devam et
…endlich wieder am Meer!
3 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌙 18 °C
Morgen, am 02.05. 2024, Donnerstag ist Ruhetag.
Tolles Frühstücksbüffet, Büroarbeit und Abendessen mit Delikatessen aus dem Supermarkt und danach wieder Onsen.
…und kein Radlfahren
Freitag,03.05.2024
vom Hotel Manten in Kawazawa zum Toyama-Beach
71 km,278 hm, 7h49 Gesamtzeit, Zeit in Bewegung 5h17´-ö
Um 8:20 gingen wir im Hotel nochmals fein frühstücken, mit Frenchtoast, Ahornsirup, Joghurt, Croissant, frischen Früchten, Tee, Kaffee, verschiedenen Säfte, und typisches japanisches Büffet mit Fisch, Fleisch, Eierspeise, Misosuppe, verschiedenen herausgebackenen Fischen, oder Gemüsen, Curry und Reis hatten wir die Qual der Wahl.
Alex hatte heute seinen 52. Geburtstag, und das Frühstück war wirklich angemessen für diesen Anlass.
Um 10:30 hatten wir`s geschafft und schmissen uns auf die Sättel unserer Drahtesel. Es ging durch die breiten Straßen von Kawazawa, da mein Bluetooth Kopfhörer defekt waren, kaufte ich in einem Elektromarkt einen neuen. Weiter gings durch die Stadt. Es war nicht viel los, und so war das Durchqueren der Stadt heute angenehm. Die Luft war frisch und kühl, aber trotzdem warm genug für kurze Ärmel.
Ca. 50% der Wegführung waren heute Bundesstraßen, der Verkehr hatte zugenommen, und Mittags kehrten wir in einem Supermarkt ein, aßen dort gleich das Eingekaufte und für Abendessen und Frühstück wurde auch gleich Vorrat angelegt.
Als wir aus der Stadt heraußen waren, bot sich uns ein grandioser Blick auf einen riesigen Gebirgsstock, sogar die schneebedeckten Gipfel (ein paar 3.oooer waren <yschon dabei) konnten wir ausmachen. Ein erhebendes Gefühl, darauf zuzufahren.
Weiter gings, viele Industriegebäude und Reisfelder säumten unseren Weg. Gegen späteren Nachmittag rief dann Claudia an, Alex Schwester, und die beiden quatschten sicher eine Stunde lang,während er fuhr. Der Wind frischte auf und es war Zeit, sich einen Schlafplatz zu suchen.
Und da, endlich hatten wir wieder das Meer erreicht. Während dem Zeltaufstellen und Abendessen herrichten, bot sich uns ein wunderschöner Sonnenuntergang und wir sahen zum ersten Mal seit wir in Japan waren, die Sonne im Meer versinken.
Heute werden wir durch Pinienbäume geschützt, auch der Wind vom Meer hat nachgelassen.
Morgen soll es wieder sonnig werden. Aber wir haben morgen etliche Höhenmeter vor uns.
Also heißt es gut ausruhen für morgenOkumaya devam et
… im Kies vom Oyashirazu Beach
4 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌙 17 °C
Samstag, 04.05.2024
22. Radltag
vom Toyama Beach zum Oyashirazu Beach
74 km, 324 hm, 10h28 Gesamtzeit, Zeit in Bewegung 5h45
Eigentlich hab ich recht gut geschlafen, irgendwann in der Nacht musste ich mal aufs Klo, ich glaub es war 1h20, und als ich aus dem Zelt herausgeklettert war, vielen mir die mindestens 20-25 beweglichen Lichtpunkte am Strand auf! Das waren Leute, die mitten in der Nacht am Strand und im seichten Wasser unterwegs waren.
Sehr eigenartig, dachte ich, und legte mich danach wieder schlafen.
Morgens war dann alles ruhig.
Ich googelte also bei der Toyama Beach in den Rezessionen bei Google Maps und da war mir alles klar:
Die Leutchen waren auf Glühwurm-Kalamari Fang gewesen. Anscheinend, so schloß ich ist dort ein wirklich guter Platz für diese Tierchen, und anscheinend schmecken sie gut. Mir tun sie leid! Statt um zu leuchten, werden sie getötet und gegessen.
Wir brachen also um 7:20 auf, und spulten unsere ersten 45 km bis zum Frühstück herunter. Frühstück heißt bei mir Haferflocken, am Abend eingeweicht in Mandelmilch, mit Rosinen und Zimt, und dazu frische Ananas, Erdbeeren,Banane und Kiwi. Manchmal wenn ich sie im Supermarkt finde gibts noch Maroni dazu.
Und ich kann Euch versichern, daß ich mich wie eine Königin auf dieses Frühstück freue.
Um 13:30 kauften wir dann im Supermarkt groß ein, für Mittagessen, Abendessen und Frühstück. Unser Platzerl war mit einer grandiosen Aussicht auf die schneebedeckten Berge gegenüber.
Wir saßen in der warmen Sonne, und dort oben lag noch der Schnee.
Den ganzen Nachmittag ging es wieder am Meer entlang, aber selektiv, rauf, runter durch mehrere Galerietunnels durch (auf einer Seite immer durchbrochen mit Ausblicken auf das türkisblaue Meer.
Es wurde immer später, und es war keine Chance auf eine ebene Fläche zum Zelten in Sicht. Von der Straße ging der dichte Wald steil hinunter bis zum Meer.
Und die schmale Topografie der Steilküste teilten sich die Autobahn,die Bundesstraße und die Zuggeleise.
Glücklicherweise kamen wir um 18h zum Oyashirazu Beach, oberhalb geht die Autobahn vorbei, aber unten erstreckt sich ein schöner Kiesstrand.
Hier werden wir heute übernachten. Einige Touristen(Japaner auf Wochenendtrip) bevölkerten noch den Parkplatz über dem Strand.
Sobald die Dunkelheit kommt, sind sie aber meistens weg. Heute wird wohl die Autobahn lautere Geräuschwellen schlagen als das Meer.Okumaya devam et
…die Fischer von Joetsu
5 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 17 °C
Sonntag,05.05.2024
23. Radltag, Feiertag - Tag der Kinder und markiert das Ende der Goldenen Woche
in Japan, wo viele Familien auf Urlaub fahren.
Von Oyashirazu Beach bis Joetsu
68 km, 9h09 Gesamtzeit, 342 hm, 5h 10 in Bewegung
Heute gings um 7h40 los. Unsere Route ging an der Küste entlang. Hier wurde ein toller Radlweg installiert, der etwas oberhalb der Bundesstraße 8 entlangführt, und nur Fußgängern und Radfahrern vorbehalten ist. Er nutzt Teile der alten Bundesstraße und führt teilweise durch alte Tunnel. Die Tunnel sind beleuchtet und ca. 400 bis 600 m lang und die Temperatur im Tunnel ist mindestens um 10° kühler als im Freien.
Ebenso führt der Radweg etwas erhöht durch die Fischerdörfer und rechts hat man immer den Ausblick auf das blaue Meer.
Auf der Bundesstraße vor einem Einkaufszentrum mit Park tummelten sich viele Menschen, und es hatte sich ein langer Stau auf der Bundesstraße gebildet.
Wir fuhren in aller Ruhe oberhalb drüber weg, ohne von den Autos belästigt zu werden. Wirklich grandiose Wegführung.
Gefrühstückt haben wir wieder bei einem Supermarkt, und ich kann jetzt wirklich lobend erwähnen, dass es toll ist, auch am Samstag und Sonntag und Feiertag jederzeit einkaufen gehen zu können. So brauchen wir den Proviant nicht unnötig mitschleppen.
Mittags aßen wir im Schatten einer Bibliothek, die offen war, wir luden unsere Handys und die Powerbanks auf, genau gegenüber war ein Shinto Tempel mit tollem Eingangstor mit Holzschnitzereien.
In Joetsu gings nochmals zum Supermarkt (Abendessen und Frühstück) und danach wieder dem Meer entlang, schon die Nase schnuppernd in den Wind gereckt, um den richtigen Zeltplatz ausfindig zu machen.
Und diesmal war es Alex, dessen Nase den richtigen Riecher hatte.
Gegenüber eines neuen Wärmekraftwerkes, auf einer kleinen Anhöhe war eine gerade Fläche, mit rechts Blick aufs Meer und links mit Blick auf die schneebedeckten Berge.
Auch die Japaner genießen den Ausklang ihrer Goldenen Woche, sie strandeln am Meer herum, und vor allem gehen sie ihrer Lieblingsbeschäftigung nach: FISCHEN,KRABBEN SAMMELN….., und das auch mit Stirnlampe von spät in der Nacht bis in die Früh.
Sehr geduldige Leute!
Wir stellten das Zelt auf, kochten, und ich telefonierte noch mit Lena über WhatsApp, was sehr gut funktionierte.
Wir liegen schon im Zelt, während draußen am Pier die Japaner immer noch ihre Angeln ins Meer werfen.Okumaya devam et
…allerlei Getier!
6 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 18 °C
Montag, 06.05.2024
24. Radltag
von Joetsu nach Izumozaki, ebene Wiese oben am Hang
67 km, 516 hm, 10h06 Gesamtzeit, 4h25 Zeit in Bewegung
Wir verließen unseren Aussichts-Schlafplatz um ca. 7:30. Ein kleines Stückchen weiter befand sich ein WC-Häuschen. Hier machten wir unsere Morgenwäsche.
Da auch heute noch der letzte Tag der Goldenen Woche (längste aneinaneinander gereihte Feiertage) in Japan war, waren die Straßen wie leergefegt, und nur auf den Stränden sah man noch vereinzelt Leute die ihre Angeln auswarfen.
Wir fuhren durch sehr typisch japanische Fischerdörfer mit vielen schönen alten Holzhäusern, ohne Verkehr! Sehr angenehm. Auch die Temperaturen waren heute fürs Radln ideal. Keine heiße Sonne, sondern angenehme Kühle.
Frühstückspause machten wir direkt an einem Rastplatz mit Telefonhüttel, WC-Haus mit Steckdose.
Beim Verlassen des Rastplatzes sah ich aufs Meer, und entdeckte einen Delphinschwarm. Immer wieder tauchten ein paar Flossen und Rücken aus dem Wasser. Ich rief Alex, damit er mit seinem besseren Tele sie fotografieren konnte. Leider waren sie doch sehr weit draußen, und schwer mit dem Handy einzufangen.
Deswegen, leider kein verwertbares Foto.
Dann gings weiter die Küste entlang.
Links das Meer, links der Fahrradstreifen, links hinter uns die Autos die in die selbe Richtung fuhren. Japan hat Linksverkehr.
Ich fuhr also so dahin, und wich einem großen schwarzen Stein mit dem Vorderrad aus, PENG! Mein Hinterrad hat den Schwenk wohl nicht mitgemacht.
Ich wusste sofort daß ich einen Platten hatte. Alex war heute hinter mir, ich wechselte hinüber auf die andere Straßenseite, da dort der Randstreifen breiter war.
Dort baute Alex das Hinterrad aus, er legte den Ersatzschlauch ein, den wir mitführten, und mit vereinten Kräften wollten wir auch noch den kaputten Schlauch kleben.
Leider hat das nicht so funktioniert. 2 Fahrradpickerl mussten daran glauben, es gelang uns dann erst beim Abendessen in aller Ruhe ihn gemeinsam zu kleben.
Endlich hatten wir das Problem gefixed, das Rad war fertig, da zeigte Alex auf einen ca. 15 cm langen dicken,fetten Hundertfüßer mit roten Beinen. Er versteckte sich unter der Schlauchschachtel. Ich kickte sie mit dem Schuh weg, und plötzlich war er weg.
Auf einmal schrie Alex auf, rieß sich das Hosentürl auf, und stieg mit dem linken Fuß aus seinem Hosenbein.
Siehe Video! Er ist wirklich grauslich, außerdem sehr flink, und kann beißen, und zudem ist er auch noch giftig. Aber Gott sei Dank nicht lebensgefährlich.
Endlich hatten wir ihn gemeinsam aus der Hose geschüttelt und er machte sich flink über die Fahrbahn davon.
Weit ist er nicht gekommen! Das 4. vorbeifahrende Auto hat seinem fetten Leben ein matschiges Ende bereitet.
Gut daß er Alex nicht gebissen hat. Wir machten uns nach diesem aufreibenden Erlebnissen weiter hinauf in den Norden. In der nächsten größeren Stadt machten wir verspätet vonf 14-15 h Mittagspause und Großeinkauf.
Bergauf und mit schwerem Gepäck am Sattel, strampelten wir bei einem Atomkraftwerk vorbei, immer an der Küste entlang, das Meer im Blick.
Gegen 17h fanden wir einen tollen Zeltplatz oberhalb der Bundesstraße, wunderbare ebene Fläche, wunderschöne Wiese. Wir stellten schnell das Tarp auf, da schwere Regentropfen zu fallen begannen. Gekocht haben wir heute Spagetti mit Spargel und Brokkoli, dann noch den Reifen geklebt, und nun liegen wir im Zelt und hoffen, daß es morgen nicht zu stark regnen wird.
Und hoffentlich bleibt die Nacht trocken.Okumaya devam et
…durch den Regen nach Niigata
8 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 10 °C
Dienstag, 07.05.2024
25. Radltag
Wiese in Isomozaki, oberhalb des Meeres bis ins Hotel Daiitchi Niigata
65 km,9:37 Gesamtzeit,496 hm, 4:35 Zeit in Bewegung
In der Nacht hörte ich ab und an wie der Regen auf unser Tarp fiel. Als wir um 6h aufwachten,regnete es gerade nicht, und so packten wir alles zusammen und verließen unseren Aussichtszeltplatz. Heute sollte es den ganzen Tag regnen und wir freuten uns auf das Hotel.
Ziemlich bald begann es auch leicht zu nieseln, beim Radfahren finde ich, ist das gut auszuhalten. Es ging dem Meer entlang, bißchen bergauf,bergab, durch Tunnels hindurch, die kleinen,Fischerdörfer scheinen wie ausgestorben mit ihren höchstens 15-30 Häusern, die teilweise unbewohnt aussehen.Frühstückpause machten wir in einem Wartehäuschen aus Holz, gut geschützt und warm, da man es zumachen konnte.
Der Regen wurde stärker, die Straße breiter, da wir Niigata näher kamen. Es ist auch die Hauptstadt der Präfektur Niigata. Vollkommen durchnäßt,wollten wir noch in einem riesigen Kaufhaus 2 Gaspatronen für unseren Kocher kaufen. Während ich die Räder absperrte, schwirrte Alex davon um den Shop zu suchen.
Durch den vielen Regen hat mein iphone plötzlich zu spinnen angefangen. Das Display wurde schwarz, und ich konnte hören wie Alex mich anrief,aber konnte nicht abnehmen. So wartete ich verzweifelt bei den Rädern, bis Alex,der den gesamten Komplex nach Shops mit Gaskartuschen abgesucht hatte, und der war riesig - wieder zurückkam.
Er nahm das Handy in die Hand - und Magic, plötzlich funktionierte es wieder. Ich hatte ja währenddessen so viel an den 3 Knöpfen herumgedrückt und hab es sicher total verwirrt.
Nun zogen wir gemeinsam los, nochmals in den 4. Stock in dieses Outdoorgeschäft. Und schon im Gang sah ich hinter diesem Shop noch einen anderen Outdoorshop. Ich ging hinein und sah im untersten Regal unsere Gaskartuschen stehen.
Wir erstanden hier auch noch einen Imprägnierungsspray für die Regenjacke - denn die hatte bei stundenlangem Regen das Wasser bis an meine Haut abgegeben.
Moral von der Geschicht: Verlass deine Frau nicht, 4 Augen sehen besser als 2, und deine Frau sieht Dinge, die Dir gar nicht auffallen!
Gut ausgerüstet gings in Hotel, pitschnaß und leicht unterkühlt durften wir die Räder in der Garage abstellen, und ab gings ins heiße hoteleigene Onsen, Frauen und Männer wie immer getrennt.
Danach in die Pizzeria, wo uns der schwule, äußerst liebenswürdige Besitzer zuvorkommend auf Englisch bediente,und uns ein Desert zum Abschied schenkte.Beim Heimwandern machten wir noch einen Halt in einem riesigen Spezialitätengeschäft am Bahnhof noch ein Eis für Alex und ein Erdbeermochi sowie ein Vanille Kucherl für mich.
Herrlich! Morgen gibts noch Buchhaltung und chillen!Okumaya devam et
…zum Miomote River
9 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 11 °C
Donnerstag, 09.05.2024
26. Radltag
von Niigata Hotel Daiichi bis Murakami, 19:23 h, 10°
66 km, 224 hm, 7h45 Gesamtzeit, 4h47 in Bewegung
Nach dem ausgiebigen Frühstücksbüffet im Hotel, wir haben soviel gegessen, bis wir nicht mehr „UMPF“ sagen konnten, gings endlich los. Wir haben die Radl aus der Garage geholt, aufgepackt und sind in Niigata noch zum nächstgelegenen Bikeshop gefahren, da wir für mich noch einen neuen Schlauch und Pickzeug für den Reifen gekauft haben.
Denn die 3 Versuche den durchgeschlagenen Schlauch zu kleben schlugen fehl, weil beim 1. Mal wir ein 2. Loch gefunden haben, beim 2. Mal der Flicken am Rand nicht klebte, und beim 3. Mal hat sich der Gummiflicken überhaupt nicht mit dem Reifengummi-Kleber verbunden.
Danach gings mal wieder ewig durch die Stadt Richtung Meer, Bundesstraße versteht sich. Die Gegend war nicht so interessant, und heute war es für uns gefühlt extrem kalt. Wir hatten jeder oben eine langärmelige Geschichte mehr an und die Regenjacke zusätzlich darüber. So ausgestattet sind wir heute den ganzen Tag adjustiert geblieben. Endlich am Meer angekommen, wurde die Gegend auch nicht besser, fast keine Ausblicke aufs Meer, die Straße wurde durch Sanddünen oder dichte Wälder vom Meer getrennt. Wir beide hörten also Hörbuch und so ließen sich die Kilometer einigermaßen entspannt heruntertreten.
Da unser Hunger sich erst gegen 15 Uhr meldete (wegen dem Hotelbüffet) kehrten wir bei einem Lawson ein, wärmten uns auf und aßen heiße Misosuppe.
Dann gings weiter zum anvisierten Zielpunkt unserer heutigen Etappe.
Supermarkt in Murakami, wir haben ein wenig Abendessen und das morgige Frühstück gekauft. Dann gings schon auf Zeltplatzsuche. Vor der Brücke über den Miomote River wurden wir fündig. Ein schöner ebener Platz, die Grillen zirpen, die Autos hören wir nur entfernt.
Abendessen gabs noch in den letzten Strahlen der Abendsonne, dann Zelt aufstellen, wobei es mich heute über die vordere mittlere Zeltschnur gehaut hat - habs nicht gesehen, und das Zelt vorne wieder eingestürzt ist. Mein Schatzerl hat gelacht und mir wieder aufgeholfen.
Jetzt liegen wir im Zelt und hoffen, das die 5°- 7° heute Nacht uns nicht allzu kalt vorkommen und uns unsere Schlafsäcke gut wärmen.Okumaya devam et
… von lustigen Plakaten
10 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☀️ 13 °C
Freitag,10.05.2024
27. Radltag
vom Miomote River bis zu den Steilhängen der Westküste kurz vor Tsuruoka
84 km, 388 hm, Gesamtzeit: 10h48, Zeit in Bewegung 5h 55
Die Nacht war ordentlich frisch, ich verkroch mich tief in meinen Schlafsack, nur mein Nasenspitzerl schaute noch raus und war auch noch immer eiskalt. Dann tauchte ich auch mit dem Kopf hinein und schön langsam wurde es angenehm warm.
Der Schlafsack ist spitze! Wir hatten es beide wunderbar warm und haben die Nacht sehr gut eingepackt gut ausgehalten.
In der Früh ging es nach einem kleinen Anstieg gleich an die Küste. Ein eigenartiges Schild machte mich ein wenig stutzig, da ich es aber im vorbeifahren nicht übersetzen konnte, fand ich es lustig. Die 1. Rast machten wir bei einem schönen WC-Haus am Strand. Wir wuschen uns und dann entdeckte ich am Pfosten des Eingangs einen riesigen Falter, einen Mondspinner. Wunderschöner Falter, der leider seine Schwanzanhängsel schon etwas zerzaust hatte. Kommt in Japan und China und Indien vor und gehört zur Gattung der Pfauenspinner.
Dann gings weiter der Küste entlang, in einem Dorf bei einer Bahnhofstation machten wir Frühstückspause. Ein netter Tisch, japanisches Musikgedudle aus einem Lautsprecher und wieder ein paar nette Bärenplakate, die ich diesmal mit Googleübersetzer ins Deutsche transferieren konnte, beschäftigten uns beim Porridge essen. OK, also gabs hier gefährliche Bären! Wir werden achtsam sein.
Die Wegführung an der Küste war wunderschön. Das Meer,die Felsformationen und der Rückenwind ließen uns leicht in die Pedale treten und gut vorankommen.
Da mir mein Spanngummi plötzlich gerissen ist, haben wir in einem japanischen OBI-MAX-BACH Baumarkt noch 2 Gummiwürschte und für mich eine tolle Arbeitsbrille erstanden. Diese schützt meine Augen perfekt, schließt rund um gut ab, ich kann trotzdem meine Gleitsichtbrille darunter tragen, und das Tränen hörte schlagartig auf.
Mittags kehrten wir bei einem riesigen Supermarkt ein, und kauften Mittag- und Abendessen und Frühstück.
Bei einer kurzen Rast lernten wir auch den Franz aus Bayern kennen. Ein bißl ein Narzisst, hört sich gern selber reden, und redet fast ausschließlich nur über sich selbst, wie toll er als 70jähriger Pensionist die Welt mit dem Radl befährt, allein versteht sich, denn er fährt ca. 150 km am Tag, und ich denk da käme eh keiner mit.
Er verabschiedete sich dann, und meinte wir können ja in seinem Windschatten fahren. Häääh, die lustigen,selbstverliebten Bayern.
Nach der Episode gingen wir dann auf Schlafplatzsuche. Alex fand als 1. einen, den ich aber nicht wollte, denn ich war schon weiter vorausgefahren, und ich fand seinen Vorschlag ( mit Videotelefonie nicht so super). Er kam dann auch endlich, fand meinen Vorschlag gar nicht super, und wir fuhren weiter. An einem gut einsehbaren Strand mit einigem Grün konnte ich meinen grummelnden Mann doch zum Bleiben animieren.
Aber große SCH…! Die Zeltharing hielten im Sandboden überhaupt nicht!
Also OK! Kehrt Marsch zurück! Ich sagte also meinem Schatzi, das wir doch seinen 1. Zeltplatz nehmen und mein nun weniger grummelnder Gatte und ich fuhren die ca. 4 km wieder zurück.
Der Platz war neben der Straße hinter der 3 m hohen Steinverbauung. Wir wollten also das Zelt aufstellen, doch die Haring gingen genau 3 cm in den Boden hinein. So behalfen wir uns mit großen Steinbrocken als Beschwerung der Harung und Zeltschnüre.
Nun liegen wir nach einem tollen Curry mit Reis, gekocht vom besten, nicht mehr grummelnden Ehemann im Zelt, die Wellen schlagen an die Felsen, und ab und an fährt unten ein Auto vorbei, oder auch wie gerade jetzt ein Motoradfahrer, der glaubt auf dem Nürnburgring zu sein.
Heut solls nicht so kalt werden wie gestern. Diese Aussicht hat doch was Positives!Okumaya devam et
Lagerfeuer am Strand in Nikaho
11 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌬 20 °C
Samstag, 11.05.2024
28.Radltag
von Tsuruoka bis zum Sandstrand von Nikaho
73 km,347 hm, 8h55 Gesamtzeit, 5h14 in Bewegung
Die Nacht war ruhig, viel wärmer wie gestern, ca. 13-15° und Bärenangriff gabs auch keinen.
Um 7:40 gelangten wir mit unseren Rädern wieder auf die reguläre Straße. Das Meer links von uns gings nach Norden. Es war warm und angenehm.
Die Streckenführung wurde sehr selektiv, als wir in eine Sandstraße in den Pinienwald einbogen. Die Fahrspuren waren mit den Nadeln gut fest, und es ging rauf und runter wie auf einer Hochschaubahn. Gott sei Dank war der Wald nach einer halben Stunde aus, denn das Fahren auf dem weichen Terrain war doppelt so anstrengend wie auf der Straße.
In einem kleinen Fischerdorf machten wir Rast auf einem Fußballplätzchen mitten im Dorf. Das war sehr beschaulich, denn außer einer alten Frau, die ihr Fischgeschäft aufsperrte, oder auch nur zusammenräumte und mit einer Nachbarin tratschte, war dort gar nichts los.
Es ging dann weiter die Bundesstraße, die war etwas anstrengend, aber die japanischen Autofahrer geben auf uns wirklich sehr gut acht.
In einem kleinen japanischen Supermarkt in einem kleinen Dorf kauften wir Mittagessen und verspeisten dies gleich vor Ort. Gleich gegenüber in einem Garten ging dann plötzlich der Krawall eines Hand-Motorsensen Gerätes los.
Alex sprang auf, ging zu dem Mann hin und bat ihn, erst in 20 Minuten hier wieder zu mähen. Er hats wirklich gemacht, und als wir alles zusammengepackt hatten, fragte der Gärtner, ob er nun wieder weiterarbeiten kann. Na klar doch!
Wirklich ur freundlich!
Weiter gings, und eine Stunde später waren wir dann schon auf der Suche nach einem Schlafplätzchen. Alex heute vorne weg, entdeckte ein altes,verlassenes, sehr desolates Hotel am Strand. Zuerst stand ein Zeltplatz ganz nah am Hotel zur Debatte, dann entdeckte Alex eine Straße, die direkt am Strand in den Pinienwald hineinführte. Ich gleich hinterdrein.
Viel Müll, sicherlich vom Meer her bis hierher auf die Straße verfrachtet. Wir fanden einen Weg durch die Betonwellenbrecher an einen wunderschönen Sandstrand.
Und sprangen gleich mal ins eiskalte Nass. Dann saßen wir in der Sonne um uns wieder aufzuwärmen und ich suchte schon mal nach angeschwemmtem Brennholz für unser Lagerfeuer.
Heut gabs Spagetti mit Oliven und Salat. Alex kocht immer sehr, sehr köstlich!
Jetzt sitzen wir am Lagerfeuer und ich schreibe. Alex schaut grad nach einem Hotel für unseren Ruhetag in Akita, denn am Montag sollen sintflutartige Regenfälle kommen.
Wir schlafen heute direkt am Sandstrand. Haben uns auch schlau gemacht ob uns die Flut eh nicht wegschwemmen kann, und schlafen nur mit dem Mesh/Netz.
So können wir heut Nacht sogar die Sterne betrachten und das Meeresrauschen wird uns in den Schlaf singen.Okumaya devam et
… auf nach Akita!
12 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 17 °C
Sonntag, 12.05.2024
vom Sandstrand in Nikaho nach Akita
75 km, 485hm, 10h02 Gesamtzeit, 5h 18 in Bewegung
Bereits irgendwann um 4h schlug ich unter unserem Netzzelt das 1.Mal die Augen auf. Es war fast taghell! Das konnte doch nicht sein! Nein, noch nicht aufstehen und radeln! Ich rollte mich nochmals in meinen Schlafsack ein, zog die Kapuze über meine Augen und es wurde wieder dunkel. So schlief ich doch noch bis 6h früh wieder ein, trotz des lauten Geräusches der Wellen, die an den Sandstrand rollten.
Alex hatte sich dagegen Ohrstöpsel verordnet.
Wir packten alles zusammen, und verließen diesen einsamen Ort der krassen Gegensätze. Auf der einen Seite der angeschwemmte Müll (bzw. meiner Meinung nach stammten die angeschwemmten Überreste zu 70% aus der Fischerei, Netze,Seile,PVC Behälter ect) und auf der andern Seite,die starke,überbordende Natur, die mit ihrer ungebändigten Kraft und Schönheit der purpurfarbenen Königin,der Rose, diese menschliche Schande überdeckt hat.
Als wir abfuhren, war der Himmel mit Schäfchenwolken überzogen, es war schwül, und mit dem Wind im Rücken, ging es die Bundesstraße der Küste entlang hinauf in den Norden, Richtung Akita.
Es war eine ganz eigene Stimmung, Sonntag, wieder mal niemand unterwegs, und es schien als ob die Küste nur uns allein gehörte.
Der Wasserdampf stieg aus dem Meer auf und hüllte den Küstenstrich in gedämpftes,warmes und weiches Licht.
Die gegenüberliegende Insel schien wie auf einem Schwimmreifen aus Wolken zu schweben.
So fuhren wir dahin, unangestrengt und die Eindrücke in uns aufsaugend.
Gefrühstückt haben wir auf einem mit dichten Blättern bewachsenen Abhang mit toller Aussicht aufs Meer.
Inzwischen hatten sich auch die Wolken verdichtet, und unser nächster Zielpunkt war ein Supermarkt in einer Vorstadt von Akita. Wir aßen gleich vor Ort, und hatten auch nicht wie sonst auf Vorrat eingekauft, da wir ja am Nachmittag im Hotel einchecken würden.
Auf dem Weg dorthin brach in einem Ort beim Hinunterfahren einer abschüssigen Straße plötzlich Alexanders Packträger. Eine Hülse für einenSchrauben war verloren gegangen. Alex fixte das Problem und so steuerten wir als erstes einen Baumarkt an, dort kauften wir Ersatz für diesen Teil,Klettband für die Hose von Alex zum Verschließen seiner Hosentaschen, Gewebeband zum fixen von Allerlei.Ich muß dazu sagen, daß wir uns im Lieblingsshop von Alex befanden.
Ich fand dort auch nochmals eine viel bessere Arbeitsbrille, die meine tränenden Augen schützen sollten, denn die letzte grub mir beim Tragen eine tiefe schmerzende Rille in meinen Nasenrücken.
So verschenkte ich dann am Eingang meine alte Brille an einen vorbeieilenden Japaner, der sich sehr wunderte und freute über mein Geschenk.
Dann gings noch weiter in einen „Mediamarkt“ auf japanisch, wo ich eine Hülle für mein Tablet erstand, da meine auch schon Löcher bekam und ich Angst hatte, jedesmal meinen Pen zu verlieren. Alex erstand dort noch einen neuen Kopfhörer, da seiner gebrochen war.
Dann vielen auch schon die ersten dicken Regentropfen. So kamen wir am Hotel an und checkten ein, Alex ging ins Onsen und ich regenerierte mein wieder mal aufgescheuertes Hinterteil - ja, ich hatte heute mal die Blasenpflaster weggelassen und geglaubt, es hätte sich schon an die Belastung gewöhnt. Fehlglaube!
Wir suchten uns noch eine nahe gelegene Pizzeria, wo wir mit Pizza und Bier den Tag beendeten.
Morgen mal nicht in den Sattel! Allgemeine Dinge erledigen! Ausrasten!Okumaya devam et
Kampf der Wind Warriors
17 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ⛅ 21 °C
2 Nächte Pause im Spa Resort in Akita mit Onsen
3 Nächte Pause im Ana Crown in Akita
Freitag, 17.05.2024
von Akita zum Campground in Fukumezawa
50 km, 215 hm, 6 h25 Gesamtzeit, 3h 51 Zeit in Bewegung
Heute hervorragendes Frühstücksbuffet im Ana Crown, um 11h ausgecheckt. Ich bin wieder heil! Zinkoxydsalbe hilft ja doch gut! Es geht im leichten Nieselregen durch Akita, wir durchfahren Stadtteile mit vielen Einfamilienhäusern, dann geht es wieder Teile auf der Bundesstraße und durch die Reisfelder.
Es ist heute sehr windig und teilweise gibt es Böen mit 40 km/h, sonst ist der Wind bei 2o-25 km/h. Beim Fahren kommt der Wind von links, und wenn eine Böe kommt versetzt es das Radl um ca. 30 cm. Stellenweise gelingt es mir, mich direkt links an den Wind anzulehnen, wenn eine Böe daherkommt. Es ist also heute spannendes Fahrtechniktraining angesagt. Mittagspause machen wir bei einem Max Valu, bei dem wir gleich drinnen essen können. Auch Abendessen und Frühstück haben wir gleich eingekauft.
Alex entdeckt auch noch seinen Lieblingshop, Daiso, einen mit bei uns vergleichbarem 1€ Shop. Dort ersteht er zu dem vorher schon gekauften sauteurem Bärenspray (€ 110,—) ein Gürtelhalterung und ein Küchenmesser, das zum Bärenfänger umfunktioniert wird und auch in der Gürtelhalterung seinen Platz findet.
Auch 2 Stück 10m lange dünne Seile hat er noch erstanden. Damit können wir unser Essen in den Bäumen aufhängen.
Ich denke wir sind jetzt wirklich save!
Wir steigen wieder auf unsere Drahtesel und siehe da, das Wetter hat sich gebessert, der Himmel hat ein paar blaue Flecken bekommen und die Sonne kämpft sich durch die Wolken.
Ich habe für die Nacht einen kostenlosen Campground herausgesucht. Dieser liegt an einem kleinen See, unter vielen Kirschbäumen, und es gibt überdachte Plätze mit Tischen und Bänken, und es gibt sogar einen Waschplatz mit Strom, wo wir unsere Handys laden können. Auch ein Sanitärhäuschen gibt es.
Um 17h hat die Sonne es geschafft alle Wolken zu vertreiben, der See glitzert und Alex hat uns Udon Nudeln gekocht. Ich hab den Salat gemacht und Zwiebel, Knoblauch und Ingwer geschnitten.
Inzwischen hat auch ein junger Japaner hier sein Zelt aufgestellt. Er ist mit dem Motorrad unterwegs und kommt aus Tokio. Er meint sein Englisch ist dürftig und ich glaube deswegen ist unser Gespräch auch sehr sehr kurz.
Nach 5 Nächten Hotelluft und Fenster die nur einen Spalt breit zu öffnen sind, ist Alex richtig glücklich,heute wieder ganz viel Frischluft tanken zu können.
Wir liegen schon im Zelt, eingepackt in unsere warmen Schlafsäcke. Ich schreibe und Alex telefoniert noch geschäftlich.
Es wird auch nicht mehr regnen, und morgen wirds sonnig!Okumaya devam et
…bis zum Yoneshiro River
18 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 21 °C
Samstag, 18.05.2024
vom Campground Fukumezawa zum Schlafplatzerl am Yoneshiro River
78 km, 387 hm, 9h12 Gesamtzeit, 5 h in Bewegung
Heute um 7:30 verließen wir unseren schönen Zeltplatz. Der junge Japaner mit dem Motorbike war schon lange vor uns aufgebrochen.
Wir fuhren die 7er Bundesstraße mindestens 30 km, es ging an 1000den von Reisfeldern vorbei. Heute hatte ich das Gefühl, ganz Japan beginnt mit dem Einpflanzen der Reishalme in die Felder.
Die kleinen Lkws mit den Millionen von kleinen Reishälmchen waren überall zu sehen.
Bei einem schönen großen Supermarkt frühstückten wir, luden unsere Handys und Powerbanks, und danach kauften wir Mittag-, Abendessen und Frühstück ein.
Heute wars einfach nur herrlich! Angenehme Temperaturen, moderate Steigungen und wunderschöne Landschaft. Japan ist wirklich ein Traum.
Mittagessen gabs auf einem Rastplatz mit tollem WC und Schatten. Wir saßen am Gehsteig, und vor uns ein riesiger abgestellter LKW mit Autos drauf. Niemand war zu sehen. Wir waren schon fertig, da wurde plötzlich der Motor eingeschaltet. Kurz darauf spang eine Japanerin aus der Fahrerkabine. Alex plauderte gleich mit ihr drauf los,sichtlich beeindruckt, daß so ein Riesen-LKW mit 2 Autos drauf von einer kleinen zierlichen Frau gelenkt wurde. Leider verneinte sie ein gemeinsames Foto.
Es ging zügig dahin, und so spulten wir unsere km sehr easy herunter. Gegen 16:30 begannen wir mit der Schlafplatzsuche am Fluss.
Wir fanden ein sehr nettes Platzerl, direkt bei der Schleuse eines Wasserkanals in den Fluss.
Wir kochten, speisten, und Alex montierte unsere Airtags an unseren Bikes. So wissen wir immer, wo unsere Radln sind. Die Montagestelle wird natürlich nicht verraten.
Dann hängten wir noch unseren Lebensmittel-Rucksack in einen hohen Baum.
Beim 1. Mal werfen, Seil mit Stein durch eine Astgabel, hätte der Stein Alex fast getroffen. Beim 2. Mal klappte es dann.
Jetzt hängt er hoch oben und der Bär kann nicht ran. Na, er hat ja eh uns 2 im Zelt,
falls er Fleisch doch lieber mag als unsere Nüsse und Früchte und den Reis.
Heute plätschert der Bach bei uns vorbei, und wir werden sicher deswegen gut schlafen,wenn nicht ab und zu der Zug vorbeifährt und uns aus dem Schlaf reißt.
Aber das Geräusch des Zuges ist zumindestens sehr rythmisch.Okumaya devam et
… unser letzter Tag und Nacht auf Honshu
19 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 16 °C
Sonntag, 19.05.2024
32. Radltag
vom Yoneshiro River bis Namioka, ca. 17 km vor Aomori
73 km, 9h29 Gesamtzeit, 418 hm, 5h 08 in Bewegung
Sind um 7:30 vom Fluß weggekommen, heute soll es sonnig und bis zu 27° bekommen. Zuerst geht es am Damm entlang, wieder an ganz vielen Reisfeldern vorbei. Dann haben wir einen Anstieg mit ca. 300 hm vor uns. Wir schaffen inzwischen die Anstiege sehr easy und und oben haben wir dann gleich mal Frühstück gegessen. Danach gings bergab und der Wind kam auch noch von rückwärts und so machten wir heute vormittag gute Kilometer.
Mittags kauften wir wieder bei Max Valu ein.(Mittagessen, Abendessen und Frühstück). Gut gestärkt mussten wir ca. 1,5 Std auf einer großen Bundesstraße radeln, dann wurde das Tal enger, und es waren neben den vielen Reisfelder nun auch einige Apfelplantagen zu sehen.
Heute Sonntag war auf der großen Bundesstraße auch viel Verkehr. In den kleinen nachfolgenden Dörfern beruhigte sich die Situation und wir sahen viele Obstbauern in den Plantagen arbeiten.
Sehr fleißiges Völkchen, die Japaner.
Um 16h30 fing unsere Schlafplatzsuche an. Endlich wurden wir mitten in einem kleinen Dörfchen fündig. Ein riesiges zugewuchertes Grundstück bot uns Sichtschutz. Wir kochten noch Spagetti in der letzten Abendsonne, stellten unser Zelt auf und endlich als es schon dunkel wurde, kam ich dazu, alle meine 4 Kinder per Video-WhatsApp anzurufen. Ich sah sie gut, bei mir wars schon finster, also schwarzer Bildschirm. Na, wichtig is, das ich sie gesehen hab und das es Ihnen gut geht.
Morgen werden wir Honshu verlassen und mit der Fähre auf die nördlichste Insel Japans Hokkaido übersetzen.
Wir sind gespannt, was uns noch erwartet.Okumaya devam et
Ankunft in Hokkaido
20 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 16 °C
Montag, 20.05.2024
33.Radltag
von Aomori bis Onuma Quasi Nationalpark/Hokkaido
49km, 396 hm 9h17 Gesamtzeit, 4h38 in Bewegung
Um 7h früh verließen wir unseren Schlafplatz, es ging mitten durchs Dorf, wo uns zum Abschied vom Bahnhof noch laute Musik begleitete. Dann gings die Bundesstraße den Berg hinauf, denn auf der anderen Seite erwartete uns Aomori und das Meer.
Nach 1,5 Stunden, es ging ja auch viel bergab, hatten wir den Fährhafen erreicht.
Um 10:30 ging unser Schiff nach Hokkaido. Wir hatten also noch 1 Stunde Zeit, die wir in Alexs Lieblingsshop, dem Komeri, verbrachten. Wir erstanden dort noch Batterien für die neue Stirnlampe und Bärenglöckchen für das Rad. Und eine Trillerpfeife für jeden war auch noch drin.
Dann gings zurück, wir wurden gleich ins Innere des Schiffbauches dirigiert, unsere Räder wurden professionell befestigt und wir suchten uns einen guten Platz zum Strom nachladen und Frühstücken.
3,5 Stunden dauerte die Überfahrt, und wir hatten so viel zu tun, dass es uns viel viel kürzer vorkam. Kurz nach der Abfahrt hatten wir noch einen europäischen Biker gesehen, und ich sagte zu Alex, daß wir unbedingt mit ihm plaudern müssten, wenn sich die Gelegenheit bietet.
… und die bot sich: Beim der Landung trafen wir Merick, unseren Amerikaner, bei den Rädern an. Gleich entwickelte sich ein total nettes Gespräch, daß wir noch 1 Stunde nach dem Verlassen des Schiffes direkt neben der Fähre fortsetzten. Es war total nett und super interessant. Er ist 52, und macht tolle Projekte, Fotos und Reportagen, und war vor kurzer Zeit in Buthan auf einer Radreise mit Guide und Führer
Wir hoffen ihn wiederzusehen, und tauschten Facebookadressen aus.
Danach gings für uns in den Supermarkt und mit Essen vollgepackt, visierten wir unser Ziel an. Einen See direkt über den ersten Bergen in Hokkaido.
Wir fuhren durch viele Gemüsefelder, und mir kam vor,daß Hokkaido viel entwickelter und nicht so verlassen und teilweise verfallen ist wie der Norden von Honshu.
Nach dem anstrengenden Uphill wurden wir mit einem herrlichen Blick auf den Vulkanberg mit See belohnt.
Wir haben auch ein Schlafplätzchen in einem Wald nah am See gefunden. Leider auch mit vielen Gelsen, deswegen liegen wir jetzt schon in unserem Zelt, geschützt vor Mücken und Regentropfen, diese haben vor 5 Minuten angefangen auf unser Zelt zu fallen.Okumaya devam et
… der Verlier-Tag.
21 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌙 10 °C
Dienstag, 21.05.2024
34. Radltag
vom Onuma Quasi Nationalpark/Hokkaido bis nach Yakumo
40km,von Alex zusätzlich eigentlich 56km normale Route plus, 637 hm Alex und Elisa 200 hm, 11h Gesamtzeit, 6h 10 in Bewegung
Wir schmissen uns um 7:30 auf unsere Drahtesel und verließen den Wald.
Bei leichtem Nieselregen und ca. 15° fuhren wir den See entlang und über die den See teilende Brücke. Wunderschön lag der See da, mit seinen kleinen Bauminseln, richtig mystisch. Es ging danach gemächlich bergauf, und schön langsam wurde uns wärmer. Wir hatten auch alles an: 2 Radlhosen, Berghose und Regenhose.
Die Straße wurde breiter, und der Verkehr nahm zu.
Um 9h hielten wir bei Autobahnraststation mit super Toilette, und Aussichtsgebäude aufs Meer und den tollen Berg. Der Gipfel war jedoch in den Wolken. Wir wollten uns mit Tee und Suppe aufwärmen, und waren die 2 Geschoße in dem Gebäude hinaufgestiegen. Alex begann den Brenner zusammenzusetzen und fand den Topfaufsatz nicht. Wir begannen alles umzudrehen, und auszuräumen, in jedes Sackerl und auch in die 2 Geschoße unten aufgehängten Packtaschen auf dem Radl wurden penibelst umgedreht. WEG! Einfach nicht mehr zu finden! Alex glaubte er hätte sie auf unserem Schlafplatz, der lag 20 km entfernt, ausgestreut.
Er machte sich also auf den Weg, hin und zurück 40 km! Natürlich haben wir vorher noch gefrühstückt. Er hat es leider nicht gefunden. 2 Stunden später war er wieder da. Wir hatten keinen Kocher mehr!
Wir fuhren los, Richtung Yakumo, dort gab es einen Baumarkt und einen Supermarkt.
Ich fuhr vorne weg. Ich merkte, das Alex keine Power mehr hatte, so legten wir an einem sonnigen Plätzchen unsere Mittagspause ein und aßen alles, was wir noch so im Rucksack hatten auf. Dort habe ich auch den wunderschönen türkisen Falter entdeckt. Ein blauer Mahaon, oder Segelboot Maaka. Ein Tagesschmetterling.
Ich fuhr als erste los. Alex hatte noch ein Telefonat mit Österreich geführt und hing am Telefon, und organisierte noch einige wichtige Dinge.
Inzwischen war ich 10 km voraus. Wir telefonierten miteinander und wir beschlossen das ich vorfahren und im Supermarkt einkaufen sollte. Gesagt getan. Mehr oder Weniger, denn der Wind blies heute besonders stark vom Meer her, er direkt kalt und wir mussten beide gegen den Wind ankämpfen.Ich wollte meine Mütze aufsetzen, da es so blies, kam jedoch drauf, daß ich sie verloren hatte.
Ich erreichte als erste den Supermarkt. Alex war dazwischen noch bei einem Combini eingekehrt und hatte 3 Bananen und eine Orange gegen seinen Hungerast eingeworfen.
Als ich mit den Einkäufen aus dem Markt nach draußen ging, war Alex endlich da.
War ich froh! Ich sollte nun einen Schlafplatz ausfindig machen, während er im Baumarkt noch einen neuen Campingkocher besorgte.
Gesagt, getan, gefunden. Etwas außerhalb der Stadt, fand ich eine Ebene bei einem Fluss.
Dann endlich kam Alex, mit dem neuen Kocher und einem neuen Bärenfänger und einer neuen Kopflampe mit USB Auflademöglichkeit. Er war glücklich! Und er hatte meine Haube gefunden! Jetzt war auch ich glücklich!
Wir stellten das Zelt auf, aßen, ich bekam noch heißen Tee und Alex heiße Suppe.
Heute wird es ziemlich huschi, 7° sollen es nur sein. Heute ist es die volle Belohnung, satt im warmen Schlafsack zu liegen.Okumaya devam et
… an den wunderbaren Toya - See!
23 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ⛅ 19 °C
Donnerstag,23.05.2024
36.Radltag
von Toyoura an den Toyasee
19 km, 4h53 Gesamtzeit, 388hm, 1h36 Zeit in Bewegung
…es war warm im Zelt, die Sonne schien und es war schon 7h. Heute würden wir es ganz geruhsam angehen lassen. Uns Zeit nehmen!
Alex hatte am Abend noch ein tolles Hotel am Toyasee gebucht, in das wir um 15h einchecken konnten. Dieser vulkanische Caldera-See ist der nördlichste See Japans, der nie zufriert, und der zweitklarste in Japan. In der Mitte des Sees befindet sich eine bewaldete Insel. Also ein wahrer Genuss fürs Auge.
Um dorthin zu gelangen, mussten wir noch 3 Anstiege bewältigen. Aber diese fielen uns leicht, denn die Sonne schien und der Wind war eingeschlafen.
Am letzten Anstieg kamen wir bei einem noch tätigen Vulkan vorbei, wir sahen aus der Ferne kleine Wölkchen aufsteigen. Auch eine Tafel beschrieb den Ausbruch im Jahre 2000. Sehr interessant und gut nachvollziehbare Geschehnisse waren fotografisch und auf einem Trail ganz real anzusehen. (Diesen haben wir aber ausgelassen.)
Dann ging es hügelabwärts. Schon war der See teilweise auszumachen, noch durch die hohen Bäume des Waldes verdeckt.
Als wir unten am See ankamen, erschloß sich uns hier die gesamte Schönheit dieses Naturwunders.
Links ein noch mit etwas Schnee bedeckter Vulkanberg mit ca. 1500 m Höhe in der Ferne, vor uns der klare See, mit der im schönsten grün erleuchteten Waldinsel, der strahlend blaue Himmel und die bewaldete Kreisrundung des umlaufenden Seeufers.
3 Stunden haben wir diese Szenerie in uns aufgesogen, die Sonne hat uns gewärmt,wir haben dort gefrühstückt und uns ganz viel Zeit gelassen.
Das haben wir uns nach dem vielen Strampeln wirklich mal gegönnt.
Gegen 15 h rissen wir uns los, machten noch einen Abstecher in die Münzwäscherei, die nur 130 m von unserem Hotel entfernt lag, schmissen unsere Wäsche in die Waschmaschine, und checkten im Hotel ein.
Ein schönes, schon etwas in die Jahre gekommenes, sehr traditionelles Hotel mit eigenem Onsen auf dem Dach. Wir bekamen ein Zimmer im japanischen Stil mit herrlichen Blick auf den See.
Wir gingen gleich mal hinauf, um im heißen Onsen den Wahnsinnsausblick zu inhalieren
Danach konnten wir noch ein tolles Abendbuffet mit Ausblick auf den See und ein frisches Bett genießen. Sogar ein Feuerwerk war für diesen Abend noch Programm.
Satt, und müde vom heißen Bad schliefen wir unserem morgigen Ruhetag entgegen.Okumaya devam et
… nach Toyoura
24 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌫 13 °C
Mittwoch, 22.05.2024
35.Radltag
von Yakumo bis kurz vor Toyoura
65 km, 9h02 Gesamtzeit 3h50 in Bewegung, 398 hm,
Es war wohl irgendwann um 4h früh, als ein Fahrzeug auf dem Feldweg durch die Wasserlacken pflügte, ziemlich nah an unserem Zeltplatz. Dann wachte ich erst wieder auf, als Alex mich um 6h weckte. Wie immer macht er grünen Tee für uns beide. Er ist so ein lieber Schatz, kümmert sich so gut um mich, daß ich auch genug trinke in der Früh. Bis wir dann unsere Sachen auf die Räder gepackt haben, dauert es immer ca. 1,5 Std,um abfahrbereit zu sein.
Es ging also die Bundesstraße am Meer entlang. Wir hatten Hose und Jacke angezogen, denn der Wind vom Meer war frisch. Ziemlicher Gegenwind.
Wir fuhren an weit voneinander entfernten Fischereibetrieben oder auch Muschelfangbetrieben vorbei. Ich entdeckte beim Vorbeiradeln Berge von Jacobsmuschelschalen.
Auch dieser Geruch hing in der Luft, jedoch nicht unangenehm,da der frische Wind vom Meer,diesen zerstreute.
Bei einem Supermarkt an der Meeresküste kauften wir für Mittag,Abendessen und Frühstück nochmals ein.
So ausgerüstet können wir überall, wo wir wollen Rast machen, und fühlen uns frei und unabhängiger dadurch.
Dann ging es vom Meer weg in die Hügel. Auf einem sattgrünen Hügel auf einer Anhöhe grasten Kühe, die als weiß-schwarze Flecken auf grün auszumachen waren.
Ich fühlte mich auf den Jacobsweg zurückversetzt, in die grüne Schweiz, mit ihren vielen Kühen. Auch an einer Schweinefarm zog ich vorbei.
Hier auf Hokkaido scheint alles weiter auseinander zu liegen. Es ist mehr Platz vorhanden, menschenleerer.
Auch bei einem Schul-Sportplatz kam ich vorbei. Die Kinder in ihren schwarzen Schuluniformen, grüßten mich überschwänglich, riefen „Hallo“, Good Morning“, sie hatten keinerlei Berührungsängste,wie ich das bei den Erwachsenen beobachten konnte, die sehr,sehr selten auf uns reagierten.
Alex fand eine Route, die uns autofrei in die Berge führte.
Bei einer kurzen Rast vor einem Tunnel schickte ich noch ein Glückwunsch-Video
an meine Zwillingsjungs Leon und Lorenz ab, die heute 21 Jahre geworden sind.
In diesem Moment vermisste ich es sehr, sie nicht drücken zu können.
In der Nachmittagssonne, vor einem weiteren Anstieg, begann ich nach einem Zeltplatz zu suchen, und wurde bald fündig. Alex fand ihn auch sehr gut, er war direkt neben einem Bach, zwischen hohen Stauden, die uns etwas von der fast nicht befahrenen Straße abschirmte. Eine schöne ebene Wiese, Sonnenschein, einfach nur herrlich. Und dennoch konnten wir das so nicht genießen. Wir stellten das Zelt auf und mußten dabei feststellen, das lauter kleine Steckmücken es uns so unangenehm wie nur möglich machen wollten.
Alex wollte in jedem Fall noch meine Schlafmatte, bei der wir ein Loch vermuteten,reparieren. Im Bach,beim Untertauchen, hatte er es schnell entdeckt.
Wir reparierten sie mit Radlschlauch-Pick-Zeug. Mein Mc Giver-Schatzi!
Und nachdem ich sie mit einem Handtuch getrocknet hatte, war sie auch für die Nacht wieder einsatzbereit. Mein Gentlemen hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, die Matte selbst in der Nacht einem Test zu unterziehen.
Die Mücken wurden immer lästiger und so zogen wir uns ins Zelt zurück, kochten im Inneren, und waren froh, nicht gebissen zu werden.
Alles andere wäre nicht auszuhalten gewesen.
Ich hatte auch eine Anhäufung lauter roter Punkte auf einer Stelle meines Oberschenkels und seitlich beim Hals ebenfalls das selbe Phänomen. Die juckten extrem. Hatte mich was gestochen? War es eine Sonnen-Allergie? (Aber dort hatte ich Gewand angehabt)… na gut, ich werde das weiter beobachten.
Bald war die Sonne weg, und es wurde frisch. Wir schlupften in unsere warmen Schlafsäcke und ich war so müde, das ich nicht mal mehr schreiben wollte.Okumaya devam et
…zum Onsen nach Noboribetsu
25 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 18 °C
Samstag, 25.05.2024
37. Radltag
vom Toyasee nach Noboribetsu Onsen
76 km , 11h30 Gesamtzeit, 1.193 hm, 5h38 Zeit in Bewegung
6h Tagwache, 6:45 Frühstück mit herrlichem Ausblick auf den See und Abfahrt aus dem Hotel um 8:30. Es ging mal gleich kurz ein wenig um den See, und dann aus der Calderasenke des Sees wieder bergauf dem Meer zu.
Wir fuhren auf der Bundesstraße, das Meer zur Rechten und links bewaldete Hügel, es war frisch, wir hatten ca. 14° aber die Sonne schien und zwischen weißen Wolken blitzte der blaue Himmel durch.
Mittags gegen 12.30 enterten wir den Supermarkt und kauften für Mittagessen, Abendessen und Frühstück ein. Dann gings noch ein wenig am Meer entlang, doch die Straße nach Noboribetsu wand sich wieder mal den Hügel hinauf. Inzwischen muß ich sagen, daß mir das mental überhaupt nichts mehr ausmacht. Ich weiß ich werd den Berg in meinem Tempo ohne Absteigen schaffen.Und es macht überhaupt nichts aus wie lange ich brauch.
Aber ich werde schon schneller, und heute war Alex hinter mir. Er hat sich heute auf einem Firmengelände verfranzt und so kamen wir fast gleichzeitig beim Dai ichi Thaki motokan Hotel an. Schon 100 m vor dem Hotel traten heiße Dampfwolken aus der Erde.
Es war 16h und wir genoßen bis 18 h das öffentliche Onsen direkt an den heißen Geysiren. Leider wieder mal getrennt. Aber vielleicht kam ich gerade deshalb mit einer Australierin mit japanischem Aussehen ins Gespräch. Eva hieß sie. Sie war allein hier, und wir redeten über Gott und die Welt. Auf Englisch, und sie hat mich doch direkt gut verstanden. So hatte ich jedenfalls den Eindruck und ich hatte sie auch gut verstanden.
So traf ich um 18h Alex wieder vor der Eingangstüre. Nun gings an die Schlafplatzsuche. Wir radelten noch ca. 1 km bergauf, dort lag lt. Google maps der Geysirsee, der den Onsen speiste. Und da war er schon! Es dampfte und sprudelte und es stank doch etwas nach Schwefel. Dazu muss ich sagen, daß mein Ausschlag inzwischen auf Grund des schwefelhaltigen Onsenwassers schon viel besser geworden ist.
Neben dem Aussichtsparkplatz am See, wurde eine schöne Wiese für das Zelt auserkoren. Es gab einen Tisch mit 2 Bänken (sehr feudal, sonst sitzen wir ja immer auf dem Boden). Alex kochte Udon Nudeln mit Brokkoli-Spargel-Schwammerlsauce und es gab Salat dazu.
Die paar Japaner die auch noch heraufgekommen waren mit ihren Autos verschwanden, und nun hatten wir den ganzen Spot für uns allein.
Herrlich, vielleicht wird es heute in der Nacht auch nicht so Kalt, denn wir liegen ja in der Senke des heißen Sees mit dem warmen Wasserdampf.
Bin gespannt.Okumaya devam et
Tomakomai, wir kommen!
26 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 11 °C
Sonntag,27.05.2024
38. Radltag
von Noboribetsu nach Tomakomei
65 km , 9h50 Gesamtzeit, 348 hm, 3h56 Zeit in Bewegung
Ich hatte doch ganz gut geschlafen, um 5 Uhr früh hörte ich schon die ersten Touristen anmarschieren! Konnte das wahr sein? Wahrscheinlich hatten die Schlafstörungen und hielten es in ihren Betten nicht aus.
Ich schlief dann doch wieder ein, und wir wurden um 6h wach. Das Zelt war trocken und die Nacht im Schlafsack gut warm gewesen.
Wir packten alles zusammen, und Alex machte uns noch unseren grünen Morgentee.
Dann gings bergauf, vorbei an Felsspalten aus denen der heiße Wasserdampf stieg.Es war frisch heroben, ca. 12°, doch der Anstieg mit dem Radl wärmte uns.
Die Straße führte einsam durch dichten Wald zum nächsten See, einem kreisrunden Vulkansee. Auf Grund des dichten Waldes konnten wir nur Ausschnitte erahnen. Hier war dichtester grünster Wald und die asphaltierte Straße führte uns bergauf auf den Kamm des Grates. Dann ging es eine lange Strecke durch den Wald bergab. Wir strampelten wieder Richtung Meer.
Die Bundesstraße führte uns an der Küste bis zum Ort Tomakomei. Der Wind hatte wieder aufgefrischt, fegte Wolken über den Himmel und wir hatten heute mehr angezogen als sonst.
Alex spürte auch seine Nase, musste niesen und war deswegen unrund. Und heute hatte sich in mir ein ganz eigenes Gefühl breitgemacht: Hokkaido zeigte uns die kalte Schulter, schickte eine dicke Regenfront, die uns am Montag erreichen soll, die ganze Küste hinauf rauhe Klippen, verlassene Fischerdörfer, wenig besiedeltes Gebiet, sturmgepeitschtes Meer, Wind gegen den ich anfahren müsste, und dieselbe Strecke dann auch wieder zurück, da wir sonst bei Wahl einer anderen Strecke über die hohen Berge im Inland müssten. Diese Bilder strömten durch meine Gedanken.
Nachdem wir in einem Supermarkt Essen eingekauft hatten, beschlossen wir dem Fährhafen von Tomakomei noch einen Besuch abzustatten. In uns hatte sich der Gedanke eingenistet, vielleicht heute noch eine Fähre nach Oarai zu bekommen. Oarai liegt ca. 150 km oberhalb von Tokio und lt Wetterapp war es dort um 10° wärmer.
Leider waren die Schalter zu, und die Fähren gingen erst morgen wieder um 18.45.
So buchte ich in Tomakomaik nochmals ein Hotel für eine Nacht für uns beide um € 68. Alex wollte prinzipielle die Nacht prinzipielle im Zelt verbringen, regengeschützt unter irgendeiner Brücke , aber heute konnte ich mir das gar nicht gut vorstellen.
So buchte Alex für morgen Abend die Fähre Richtung Tokio und ich für heute abend das Hotel. Dies hatte sogar ein kleines Onsen. So ist uns heute eine geschützte, trockene Nacht in einem warmen Hotelbett sicher.
Morgen ist 100% Regen angesagt.
Wir sind beide froh,nun in den wärmeren Süden zurückzukehren und freuen uns nun wieder auf das was noch kommt.Okumaya devam et
…zurück in den Sommer?
27 Mayıs 2024, Japonya ⋅ 🌧 15 °C
Montag, 27.05.2024
Tomakomai
Ruhetag? Vertrödeltag?Abreisetag nach Honshu/Oarai
Heute früh um 7h aufgewacht, im 8. Stock des Route Inn Hotels, Frühstück war ok, dann packten wir unsere Räder auf und fuhren im Regen ins AEON Einfkaufscenter.
Unsere Einkaufsliste war lang: ein Pen für das Tablet von Alex, da verlorengegangen,
Eine Geburtstags-Regenjacke für Alex, da seine alte Jacke sich schon von Innen her zerbröselte und den Regen durchließ, Radlhandschuh für mich, da verlorengegangen. Essen für die Fähre, Kaffee für mich und Kakao für Alex bei Starbucks.
Wir konnten gar nicht so schnell schauen, war es auch schon 16h und um 16:30 war schon einchecken in die Fähre. Wir radelten also wieder durch den strömenden Regen zum Fährterminal. Alex checkte die Tickets und dann richteten wir noch unsere Sachen für die Übernachtung in den Rucksack.
Wenig später wurden wir in den Bauch der Fähre gelotst, unsere Räder wurden seitlich an horizontalen Stangen festgebunden, und wir konnten nach oben gehen.
Als erstes besuchten wir den Onsen, wir konnten uns duschen, Haarewaschen und durch das heiße Wasser wurde uns endlich wieder warm.
Vor unserem Schlafbereich besetzten wir gleich einen netten Sitzplatz, richteten unser Abendessen her und Alex hat uns für morgen in Oarai nochmals ein Hotel gebucht. Es soll dort nämlich auch regnen, jedoch ist es um 10° wärmer als hier in Hokkaido. Auch hat mein Schatzi morgen ein Zoom-Treffen mit seiner Hausgemeinschaft.
Ich bin froh, das es nun wieder in wärmere Gefielde geht, ich denke die Wärme und Sonne wird uns beiden gut tun. Schließlich haben wir Ende Mai! Ich will den Sommer spüren!Okumaya devam et
… auf dem Weg nach Tokio
29 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 19 °C
Dienstag,28.05.2024
Die Nacht auf der Fähre war ziemlich unruhig. Wir hatten gefühlt ziemlichen Seegang,besonders zu spüren war dies, wenn man sich auf den langen Weg im Mittelgang des Schiffes zum Klo aufmachte. Der eigene Gang war ziemlich unsicher und schwankend. Wir waren in einem Gemeinschaftsraum, ausgelegt mit Tatamis und Futons mit Bettzeug, ausgelegt auf ca. 12 Personen, jedoch nur 50% belegt.
Ich schlief irgendwie um 1h nachts erst ein und wurde um 4:30 wieder wach.
Die Luft war dermaßen stickig, daß ich mich gleich nach dem munter werden, wieder auf die bequemen Sessel mit Tisch im Aufenthaltsraum,setzte um zu lesen.
Alex hatte in jedem Fall besser geschlafen.
Um 7 h war auch er dann munter und setzte sich zu mir.
Beim Einchecken in die Fähre hatten wir im Lift einen Englisch sprechenden Japaner mit seiner Frau kennengelernt. Er saß im Rollstuhl und wir kamen total nett gleich ins Gespräch.
Nobu und Yukae,seine Frau, kamen zu uns in den Aufenthaltsraum, setzten sich neben uns, und bald darauf war schon ein tolles Gespräch im Gange. Wir plauderten und die Zeit verging wie im Flug, Als um 14 h die Fähre in den Hafen Oarai einfuhr,wurde uns erst bewußt, wie interessant und kurzweilig unsere Gespräche gewesen waren.
Alex fiel in den letzten 10 Minuten noch ein, daß mein Ausschlag den ich am Oberschenkel und Dekollte bekommen hatte, vielleicht doch in einem Krankenhaus begutachtet werden sollte.
Nobu und seine Frau boten sofort ihre Hilfe an, telefonierten, recherchierten mit uns.
Die Hilfsaktion wurde im Lift der Fähre sowie noch am Parkplatz ausgedehnt.
Die beiden waren unglaublich lieb und hilfsbereit. Auch eine Einladung zu ihnen nach Hause haben wir bekommen.
Wir mussten dann zu unserem Hotel mit dem Rad fahren, denn um 16h begann die Zoom-Sitzung der Hausverwaltung.
Wir schafften es rechtzeitig ins Kamenoi Hotel.
Nur zum schreiben war ich definitv durch den Schlafentzug auf der Fähre zu müde.
Mittwoch, 29.05.2024
39. Radltag
60 km, 8h 37 Gesamtzeit, 226 hm, 3h29 in Bewegung
von Oarai in Richtung Tokio
Heute früh um 6:30 bekamen wir von Frau Julia von der Help-Line Fiat Österreich Bescheid, das unser Kohbi endlich fertig repariert war und auf uns wartet.
Wir freuten uns total! Alle Pläne die wir für eine Weiterreise in Japan gestern noch geschmiedet hatten, wurden nochmals über den Haufen geworfen.
Wir suchten einen Flug, einen Bikeshop um zu Bikekartons zu kommen und Hotels heraus, mailten mit Nobu hin und her, und im Laufe des Tages fügten sich noch durch einige Informationen die noch notwendigen Puzzelsteine zum Großen Ganzen zusammen.
Dies checkten wir mit einigen größeren Pausen,während wir die ca. 116 km Richtung Tokio angerissen haben.
Die Luft ist warm und es radelt sich leicht und beschwingt. Wir biken einen wunderschönen See auf einem eigenen Radlweg entlang. Ich sehe japanische Fischer beim Miesmuschel einsammeln und unser Weg ist gesäumt von wahnsinnig vielen Maroni-Plantagen. Die Maronibäume stehen gerade in voller Blüte und beim Vorbeirauschen können wir eine Brise dieses herrlichen süßlichen Duftes wahrnehmen.
Mittagessen wird in einem Supermarkt eingekauft und gleich dort verspeist. Abendessen und Frühstück eingepackt.
Weiter geht es in der abendlichen Sonne, vorbei an Maronibäumen und blühenden Hortensien.
Kurz nach Tsuchiura finde ich einen Feldweg mit einer kleinen Lichtung im Wald, wo wir unser Zelt aufstellen können. Auf Grund der vielen Gelsen flüchten wir zum Kochen und Essen ins rasch aufgestellte Zelt.
Endlich hat Alex alle Infos beieinander und hat gerade unsere Flüge gebucht.
Wir fliegen nun am Sonntag, den 02.06. 2024 nach Bucarest, haben über Amazon Japan 2 Stk Bikeboxen zu Nobus Wohnung bestellen können, da in Narita/Flughafen Tokio, in keinem einzigen von den 3 Bikeshops, Kartons zu bekommen waren.
Wir werdern die Einladung zum Übernachten bei Nobu und seiner Frau Yukae von Donnerstag bis Freitag, sehr gerne annehmen.
…. Wahnsinn, wie schnell wir nun Entscheidungen getroffen haben.
Wir freuen uns auch unbändig, daß wir Nobu und seine Frau nochmals sehen werden.
Und alles andere wird sich finden.Okumaya devam et
Regen bringt Segen
31 Mayıs 2024, Japonya ⋅ ☁️ 19 °C
Freitag, 31.05.2024
41. Radltag
67,3 km, 6 h 19 Gesamtzeit, 397hm , 4h38 in Bewegung
Trotz einem manchmal krächzendem Papagei und einem verhalten bellenden kleinen Wuffi, waren wir erholt und hatten gut geschlafen.
Und Nobusan hatte Recht behalten. Es schüttete wie aus Schaffeln.
Wir packten alles zusammen, verabschiedeten uns von den beiden und fuhren mit dem Lift und den Rädern ins Erdgeschoß.
Wir hatten mit Nobu und Yakue noch ausgemacht, daß wir uns in der Nähe des Flughafenhotels nochmals treffen würden. Die beiden waren so lieb und brachten unsere Fahrradkartons in unser Hotel. Ohne die tolle angebotene Hilfe der beiden, wäre unser Plan nie aufgegangen.
Wir fuhren also los. Nobusan hatte uns noch empfohlen kleinere Straßen durch Tokio zu nehmen, da viel Verkehr auf den Hauptrouten sein würde.
Und er hatte recht! So fuhren wir durch kleine enge Gässchen, ohne Verkehr, und der Regen trommelte auf unseren Fahrradhelm.
Die Straßen glänzten naß vom starken Regen und unsere Reifen schnitten regelrecht durch die Lacken, daß es nur so spritzte.
Nach ca. 20 km machten wir Frühstückspause in einem Supermarkt.
Dort schälten wir uns aus den tropfnassen Regensachen, und ich zog mir oben etwas Trockenes an, denn meinen Pulli konnte man auswringen, so naß war er.. Meine Hände waren aufgeweicht vom Wasser und hatten regelrecht Wellen bekommen.
Nach dem Essen wurde der Regen immer weniger, und hörte sogar ganz auf.
Wir fuhren teilweise durch Reisfelder, sowie auch neben stark befahrenen Straßen,
Jedoch diesmal meistens auf breiten Gehsteigen.
So kamen wir um die Mittagszeit nach weiteren ca. 20 km in der AEON Mall vor Narita an. Dort aßen wir zu Mittag und kauften noch für unser Abendessen im Hotel etwas ein. Auch Verpackungsmaterial wurde von mir noch besorgt, während sich Alex bei seinem Lieblingseis-Dealer noch ein paar Eiskugeln holte. Er wolle eigentlich ein Stanizel mit 4 Kugeln. Aber die Japaner sind doch sehr strikt und bürokratisch, so bekam er dann 4 Stanizel mit je 1 Kugel. Nun sollten wir aber los, denn Nobu hatte unsere Kartons schon im Hotel abgegeben und wartete auf einer Raststation auf uns.
Und dann, als wir gerade unsere Räder aufpackten unter dem Dach des Haupteingangs, kam ein Schwarm Ausländer um die Ecke. Ich musste 3 x hinschauen, den einen kannte ich doch!! Ja, definitiv! Es war Andreas Mandler, der Mann von Angelika Mandler-Saul,wiederunterwegs.com.
Auch er kannte mich und unsere Geschichte vom Kohbi, und vom Beginn unserer Reise.
Das war ein großes Hallo! Na, niemals hätte ich mir gedacht, hier jemanden zu treffen, in dem großen Japan, den man kennt! Ich hab mich so gefreut!
Nach 15 Minuten plaudern und Beweis-Foto für Angelika mussten wir los.
Wir radelten unsere letzten Kilometer auf autofreien Wegen, durch grünen Wald, über kleine Brücken und neben dunkelgrünen Wiesen und Reisfeldern. Es war einfach wunderschön und der krönende Abschluß war das Treffen mit Nobu und Yakue! Sie hatten so geduldig auf uns gewartet. Wir verabschiedeten uns mit einer dicken Umarmung. Wir hatten die letzen 8 Wochen viel gesehen und erlebt, das schönste jedoch, passierte uns am Ende unserer Reise: Wir haben liebe Menschen kennengelernt, die uns ohne Vorbehalte Gastfreundschaft gewährt haben, uns Einblick in ihr Leben gegeben haben. Das ist wohl das Schönste am Reisen: Neue Freunde gewinnen und wir werden in Verbindung bleiben!Okumaya devam et









































































































































































































































































































