• A und E on the way
  • A und E on the way

WELTREISE A+E on the way

A und E on the way tarafından sınır tanımayan bir macera. Okumaya devam et
  • Freitag, 14.08.2026

    234 km, Stellplatz bis Stellplatz nach Dawson

    Alex weckte mich um 5h. Der Himmel war wolkenverhangen, aber es sollte nicht regnen. Alex hatte gestern noch sein Rad zusammengebaut und an unserer Felge mit dem Schloss angehängt.
    Er ging heute 2 Stunden Radfahren, und ich eine Stunde Laufen.Wir hatten den ganzen „Top of the World Highway“ für uns alleine. Kein einziges Fahrzeug kam um diese Zeit hier entlang.
    Da ich immer früher am Kohbi war, bereitete ich unser Frühstück zu. Alex kam erschöpft aber happy zurück. Er hatte ein paar Anstiege zu meistern gehabt, und das liebte er.
    Wir hatten zwar beide unseren Bärenspray mit, jedoch eine Begegnung blieb uns Gott sei Dank erspart.

    Wieder mal stapelte sich das dreckige Geschirr in der Spüle, weil wir ja „Meter machen“ wollten.
    Die Straße war staubig, und unsere Gewürze im Regal klapperten unentwegt, fast wie Musik.

    Wir waren dann sehr froh, als wir gegen fast 12h Mittags den letzten Rastplatz vor der Grenze zu Kanada anfuhren. Endlich wieder Asphalt!.
    Hier verspeisten wir die letzten Reste unserer Obst-und Gemüsevorräte, die wir ja nicht über die Grenze mitnehmen durften. Den vielen Zwiebel haben wir noch gebraten und im Kühlschrank verstaut.
    Alex hatte gestern noch unsere Liste mit den zu deklarierenden Lebensmitteln ausgedruckt.

    So gerüstet, fuhren wir dem kleinen Häuschen entgegen. Eine Grenzbeamtin fragte nach Feuerwaffen, wo wir genau hinwollten und wie lange wir wo bleiben würden.
    Die Lebensmittelliste kam überhaupt nicht ins Spiel und blieb unbeachtet hinter der Windschutzscheibe liegen.
    Sie stempelte unser Carnet de Passage (Zollpapiere für Kohbi) und auch unsere Pässe ab und schon nach 30 Minuten waren wir wieder in Kanada.
    Endlich wieder Asphalt. Eine schöne Straße wand sich den Berg hinunter und unsere Gewürze hielten ihre Klappe.

    Wir erreichten ca. gegen 18 h das Goldgräber-Städtchen Dawson am Yukon River. Wir reihten uns in eine lange Reihe von Fahrzeugen ein, die mit der kostenlosen Fähre übersetzen wollten. Ich nahm mit den Einkaufssäcken bewaffnet eine frühere Fähre und nutzte die eigentliche Wartezeit zum Einkaufen.
    In dem Laden kaufte ich alles ein was wir die nächsten 3 Tage essen wollten, denn unsere Vorräte waren total aufgebraucht.

    Dann nur noch Stellplatz suchen und ins Bett fallen.
    Hier stand ein Autowrack, aber es war ruhig und die vielen Bäume schirmten den Lärm des nahen Alaska Highways sehr gut ab.
    Okumaya devam et

  • „Jasper Nationalpark, wir kommen!“

    15–16 Ağu, Kanada ☁️ 12 °C

    Samstag, 15.08. bis Sonntag, 16.08.2026
    410 km und 396 km

    Unsere Nacht war ungestört gewesen, die Geräusche der vorbeifahrenden Autos wurden von den vielen Bäumen ziemlich gut abgehalten.

    Heute waren wir erst gegen 6h munter geworden und der Morgenhimmel, den ich aus dem Schlafzimmerfenster sah kündigte sich farbenprächtig an.

    Wir legten unsere Unter-Matte mit den Yogamatten auf den Rasen und danach machte ich eine kurze Endeckungstour zu dem kleinen, versteckten Flüßchen hinunter, neben dem unser Stellplatz lag.
    Wow, war das atemberaubend schön anzusehen, wie sich der rosa-pinkfarbene Morgenhimmel im Flusslauf spiegelte.

    Nach unserer Morgenroutine und dem fabelhaften Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg.
    Alle 100 km wechselten wir uns ab. Und ja, weil ich nicht so lang geschlafen hatte, war ich doch schon beim 1. Schlag, den ich immer fuhr nach 50 km schon wieder müde.
    Ein Surren zeigte uns immer an, wenn wir die Rillen außerhalb des Fahrstreifens oder außerhalb der Mittellinie überfuhren.
    Oje, ich hatte wirklich einen Sekundenschlaf! Nach einer gerechtfertigten Predigt über Schlafbedarf, Nahtoderfahrungen und Verantwortungslosigkeit, die ich mir sehr zu Herzen nahm, fuhren wir geänderten Sitzpositionen weiter und ich versuchte mein Schlafdefizit mit einem Nickerchen abzubauen.

    Mittagessen kochten wir irgendwo am Alaska Highway, gegen Abend fanden wir einen Stellplatz in der Nähe von Carmacks.
    Er lag etwas terrassiert hinter Bäumen, die uns ein wenig vom Highway abschirmten.
    Wir spielten auf dem unebenen mit vielen Schottersteinen bestückten Platz noch ein wenig Federball, um uns noch etwas zu bewegen.
    Danach machten wir uns fürs Schlafen fertig. Plötzlich sagte Alex, das seine mittlere Zehe des rechten Fußes geschwollen war. Ich googelte, und da es keine Erfrierung sein konnte, musste es wohl eine Nagelbetteiterung sein.
    Zugsalbe war mein 1. Gedanke. Ich verband Alex´s Fuss, wo ich vorher dick, die schwarze Salbe aufgetragen hatte.
    Auch ein 2. Gerstenkorn war bei Alex unter dem ersten direkt am Lid entstanden. Diesmal versuchte ich sofort einzuschlafen und nicht mehr noch 1 Stunde am Tablett zu hängen.

    Der Sonntag morgen brach an, wir machten noch Yoga und ein paar Terraband-Übungen um dann nach Whitehorse aufzubrechen. Somit war die Schlaufe nach Alaska mit dem Erreichen dieses Städtchens geschlossen.
    Wir tankten, Alex füllte Ad Blue nach, und ich notierte dies alles in unserer fortlaufenden Liste.
    Dann ging’s noch zum bekannten Walmart, wo ich uns mit Lebensmitteln, Obst und Gemüse eindeckte.
    Leider hatte ich wieder etwas Durchfall und dies machte mir nun wirklich Sorgen. Während dem Fahren recherchierte ich wieder und ich fand heraus, dass zuviel Flüssigkeit direkt zu den Mahlzeiten den Darm veranlasst, das Essen zu schnell weiterzuschieben und es nicht genug eindicken kann.
    Ok, dann das Trinken beim Frühstück und Mittagessen nun weglassen. Und mein süßer Ehemann macht dabei mit. Er versucht immer, mir alles einfacher zu machen.
    Gegen Abend suchten wir uns einen Schlafplatz irgendwo am Highway, ich behandelte noch die geschwollene Zehe von Alex und dann gings auch schon ins Hochbett.
    Okumaya devam et

  • Montag, 17.08.2026
    346 km bis nach Liard River Hot Spring

    Um 5h früh Tagwache, Morgenroutine, Frühstück.
    Den Abwasch verstauten wir in der Spüle, damit wir keine Fahrzeit vergeudeten.
    Und plötzlich ein kleiner Stau auf der Autobahn, der sich als Bisonherde entpuppte. Riesige Fellknäuel, die uninteressiert fraßen und schliefen. Die Autos hielten, und auch wir konnten uns an diesen prächtigen Kolossen nicht sattsehen.

    Gegen Mittag, kochten wir uns wieder direkt neben der Autobahn und gegen frühem Nachmittag erreichten wir unser Ziel, Liard´s Hot Springs.
    Es gab einen schönen großen Parkplatz auf dem man nicht übernachten durfte und nach Zahlung von $5,— pro Person am Eingangsschranken, konnten wir vom Parkplatz über einen Holzsteg die Wetlands überqueren. Am Weg zu den heißen Pools entdeckten wir das braune Hinterteil einer Elchkuh, auch ein kleines geschäftiges Mäuschen knabberte neben dem Steg an einem Grashalm.
    Ich darf Euch diesen Ort an Herz legen. Er ist achtsam gestaltet und das heiße Wasser blubbert direkt am äußersten Rand des Naturpools vom Boden an die Oberfläche.
    Wir hatten uns schon im Kohbi das Badezeug angezogen, legten die Oberbekleidung ab und stiegen über Treppen in den heißen Pool. Dieser hatte zwischen 35° und 40° Wassertemperatur. An der Oberfläche schien sich das heiße Wasser zu bewegen, darunter war es kühler. Gräser und Blumen wuchsen rund um den warmen Teich, und man war während des Herumwatens sehr beschäftigt, die unterschiedlichen Temperaturen dieses Beckens auf der Haut auszuhalten.
    Wir durchschritten einen sehr heißen Bereich und hockten uns dann am Rand ins angenehm warme Wasser, direkt hinter uns, tröpfelte ein kalter Bach direkt über den Rand ins Pool und mischte das Wasser zu einer aushaltbaren Temperatur.
    Seit vielen Jahrhunderten ist dies ein bedeutsamer Platz, den schon Native People, Fellhändler und Goldwäscher besucht und genutzt hatten.
    Die Natur ist hier einzigartig, Orchideen blühen hier, und im Winter bleibt dieser Bereich eisfrei.
    Elche lieben die heißen Quellen und wir verbrachten sicher 2 Stunden dort im heißen Wasser. Länger hielten wir es dann nicht aus, denn wir rochen auch den schwachen Schwefelgeruch, der hier vorherrschte, und man wurde richtig müde nur vom Herumsitzen im heißen Wasser.

    Auch am Rückweg konnten wir nochmals eine Elchkuh erspähen, und ein kleines fleißiges Mäuschen beobachten.
    Auf IOverlander hatten wir uns fast gegenüber einen Stellplatz gefunden, der eher mehr nach einem verlassenen Eigentümer-Grundstück glich. Ein kleiner Bach ergoß sich in einen weißen Eimer, Autowracks verrosteten in Blumenwiesen und ein großer Hippie-Wohnwagen stand bemalt und verlassen mit eingeschlagenen Fenstern unter dichtem Buschwerk. Das konnten wir aber erst alles am nächsten Morgen so feststellen. Denn als wir den Platz erreichten, wollten wir müde vom heißen Wasser nur mehr in unser Bett.
    Okumaya devam et

  • Pink Mountain Stellplatz

    18 Ağustos, Kanada ☁️ 12 °C

    Dienstag, 18.08.2026 und Mittwoch 19.08.2026
    528 km +363 km bis Stellplatz Pink Mountain

    Pink Mountain Stellplatz

    Es war eine äußerst ruhige Nacht gewesen, wir standen auf einer Waldlichtung in einer grünen Wiese und hatten nach der heißen Quelle sehr gut geschlafen.
    Heute stand Ausdauertraining auf dem Programm. Alex hatte sich gestern Abend noch das Rad zusammengebaut und war nun 2 Std unterwegs. Ich hatte mir 1 Stunde Laufen verordnet. Ich absolvierte diesmal sogar ein HIT-Training, es ging mir gut dabei und ich konnte mich sehr gut motivieren.

    Ich war früher im Auto und bereitete Tee und unser Frühstück zu. Der Abwasch landete wie in den letzteren Tagen wieder mal in der Spüle. „Meter machen“ war unser Motto und so drückte sich Alex dann aus.

    Wir wechselten uns beim Fahren wieder ab, ich viel besser ausgeschlafen, seit ich auch gemeinsam mit Alex schlafen ging und kein Tablett mehr zur Hand nahm.
    Mittagessen irgendwo am Highway, ranfahren,Geschirr aus der Spüle wiederverwenden, kochen, essen,Geschirr verschwindet wieder in der Spüle. Immer stecke ich das große Schneidbrett seitlich in die Spüle, damit bei einer Bremsung das Geschirr nicht vorne bei uns landet.
    Zurück auf der Autobahn mit Fahrerwechsel nach ca. 100 km.

    Wieder trafen wir mitten am Highway auf eine kleine Bisonherde. Schön waren sie anzuschauen, diese riesigen Tiere mit ihrem überdimensionalen Kopf, den sie wie in Trance immer leicht hin und her bewegten, wenn sie atmeten.
    Wir blieben stehen und filmten und betrachteten diese freien wilden Tiere. Diese Herde dürfte wirklich frei sein, sie hatten eine Marken oder Brandzeichen.
    Bei der ersten Herde konnten wir Nummern und Halsbänder ausmachen.
    Ab und an konnten wir teilweise abgebrannte Waldregionen ausmachen. Hier standen nur mehr schlanke Silhouetten der Nadelbäume und zeichneten sich gegen den blauen Himmel ab.
    Alex hatte diesmal auf Google Maps einen tollen Schlafplatz gefunden. Hinter einem hohen Hügel führte eine Schotterstraße direkt von der Autobahn auf eine grüne Wiese.
    Wir wurden auch mit einem herrlichen Sonnenuntergang in den schönsten Rosatönen hier am Pink Mountain belohnt.
    Ich fand anschließend heraus, dass dieses Gebiet wirklich so heißt.
    Wir hatten eine ruhige Nacht und einen zart rosa getönten Sonnenaufgang, der sich gegen die Gräser der Wiese abzeichnete. Ein Geschenk, Yoga und Krafttraining draußen in der schönen Natur machen zu können. Nach dem Frühstück rumpelten wir auf der Schotterstraße zurück zum Alaska Highway.
    Gegen Mittag erreichten wir Dawson Creek, ein Industriestädtchen und da der Walmart direkt neben dem Highway lag, fuhren wir dort vorbei und noch Essen einzukaufen.
    Da es auch eine Medical Klinik im Walmart gab, haben wir dort gleich noch vorgesprochen und beim Diensthabenden Arzt einen Termin bekommen. Alex wegen seiner Gerstenkörner im Auge und seiner roten Zehe, und ich wegen einer Überweisung zu einem Blutbefund und einer Kolonoskopie.
    Das hat ca. 1 Stunde in Anspruch genommen. Alex bekam Pillen mit Antibiotika und ich eine Überweisung ins Labor und einen Brief für meine Welt-Krankenversicherung, zur Beantragung einer Darmspiegelung. Es wurde auch gleich von der netten Dame an der Rezeption noch ein Email an eine Klinik in Quebec geschickt, um dort mal vorzusprechen und abzuklären, was das kostet.
    Danach haben wir noch gekocht und zu Mittag gegessen gleich noch am Parkplatz vom Walmart.
    Nach dem Mittagessen habe ich noch die Antibiotika für Alex aus der Walmart-Apotheke geholt.

    Wir fuhren noch weiter bis nach Grande Prairie, eine richtig große Stadt, mit einem Planet Fitness Studio und einem Reformhaus.
    So kamen wir abends noch zu einem Training, konnten wieder mal eine heiße Dusche nehmen und stellten uns dann hinter ein großes Hotel, das den Lärm von der Hauptstraße abhielt. Hier standen schon 2 Vans und 1 Lkw.
    Die Nacht verbrachten wir ruhig und entspannt mitten in Grande Prairie.
    Okumaya devam et

  • Jasper National Park

    20 Ağustos, Kanada ☀️ 24 °C

    Donnerstag, 20.08.2026
    404 km

    Heute war um 5h Tagwache, dann fuhren wir mit Kohbi 2 x ums Eck und landeten direkt am Parkplatz vor dem Planet Fitness Studio. Nach 2 Trainingsstunden mit 1 Stunde Crosstrainer und 1 Stunde Gerätetraining und einer heißen Dusche frühstückten wir gleich noch direkt am Parkplatz neben dem Studio.
    Wir hatten noch ein paar hundert Kilometer abzuspulen, Mittagessen wieder mal on the road, neben dem Highway.
    So wie immer bei Zeitmangel, machen wir uns meist was schnelles. Reis, Gemüse mit Tofu, als Nachspeise gabs für mich noch Joghurt mit Beeren und einem Eßlöffel Ahornsirup.
    Dann spulten wir noch die letzten Kilometer in den Jasper Nationalpark herunter. Viele der Campingplätze waren schon voll belegt. Direkt in Jasper, beim Wistler Campground, fuhren wir an die Rezeption und nach dem System wer zuerst kommt, bekommt einen Platz, bis alles voll ist.
    Wir bezogen einen Platz mit Tisch und Bank, ausgedörrtem gelbem Gras und ohne Bäume, die waren bei einem Waldbrand 2024 den Flammen zum Opfer gefallen.
    Aber aus dem Schlafzimmerfenster hatten wir noch einen herrlichen Blick auf die Bergkette vor uns. Sie erhob sich in schattigem Blau vom apricotfarbenen, wolkenlosen Himmel ab.
    Bevor wir ins Bett stiegen richteten wir noch Frühstück, und Mittagessen für unsere Wanderung her.
    Der Rucksack wurde fix und fertig für den morgigen Wandertrail gepackt.
    Wir arbeiteten bis 22 Uhr und fielen hundemüde in unser Bett.
    Okumaya devam et

  • Yellowhead County

    21 Ağustos, Kanada ⛅ 10 °C

    Freitag, 21.08.2026

    Bold Hill Trail, ca. 15 km, Kamm-Wanderung mit Blick auf den Maligne Lake

    Frühmorgens verließen wir den Campingplatz und fuhren ca. 45 Minuten in das Maligne Tal hinein, zum Maligne Lake, hier befand sich der Trail-Einstieg.

    Zuerst ging es auf schönem breiten Weg, wo man nebeneinander herlaufen konnte immer stetig bergauf.
    Nach 1 Stunde machten wir Frühstückspause auf weichem Waldboden und marschierten danach frisch gestärkt weiter.

    Die schönen Ausblicke auf den See , wo die Bäume schon weniger dicht standen, waren atemberaubend. Blauer Himmel und keine einzige Wolke am Himmel. Der See glitzerte im Talgrund und wir beide kletterten immer höher hinauf. Den zweiten Gipfel konnten wir über den Kamm bezwingen,und oben angelangt fragte uns ein Japaner ob wir Fotos von ihm machen konnten, und wir bekamen deswegen schöne Paarfotos auf dem riesigen Felsen!
    Auch freche Berg-Streifenhörnchen haben wir oben gesichtet. Es machte sich am Mittagessen unseres japanischen Fotografen gütlich.
    Unter dem Gipfel, in einer windgeschützten Grasmulde machten wir unsere ausgedehnte Mittagspause mit gefüllten Wraps. Leider durfte ich nur glutenfreie Wraps essen, da meiner aus Reismehl gemacht war, zerbröselte er mir buchstäblich unter den Fingern. Ich aß also Brösel- Wraps mit Gemüse und selbstgemachte Tomatensauße aus der Schüssel.
    Meine Nachspeise, Joghurt mit Früchte und Ahornsirup, war dafür beim Essen mein Highlight.
    Ein kleines Schläfchen in der Sonne, und dann machten wir uns auf den Weg den Berg hinunter.
    Gegen 16h waren wir wieder bei Kohbi angelangt. Wir fuhren das Tal zurück nach Jasper, Alex tankte dort nochmals auf, füllte Ad Blue nach, während ich im gegenüberliegenden Supermarkt nochmals Vorräte an Obst und Gemüse einkaufte.

    Wir wollten unbedingt wieder frei campen und keinen Campingplatz mehr anfahren. Dies entpuppte sich jedoch in jeder Hinsicht als schwieriges Unterfangen.
    Alle Campgrounds auf den Weg Richtung Süden nach Banff, waren schon voll belegt.
    Der Honeymoon Campground war wegen einer Bärensichtung gesperrt gewesen, die beiden weiblichen Rangers, die wir auf dem einen Campingplatz trafen, erzählten uns, sie würden diesen gerade wieder aufsperren, und wir sollten dort warten.
    Auch ein schwarzer normaler Pkw mit einem jungen Mann, wartete dort ebenfalls auf die Öffnung.
    Als sie ankamen und am Schloss hantierten, stellte sich heraus, dass sie keinen Schlüssel besaßen. Es würde also 1 Stunde dauern, bis wir hinein könnten.
    Das wollten wir nicht, und wir machten uns weiter auf in südliche Richtung. Jeden Platz den wir anfuhren und absuchten, war proppenvoll.
    Alex fand dann über IOverlander einen Stellplatz in einem Fluss-Seitental, mit 15 Minuten Umweg wieder zurück auf den Highway.
    Als wir in den Schotterweg abbogen, sah die Sache sehr vielversprechend aus. Großer Platz, wenige Camper.
    Als wir jedoch Kohbi gerade platzieren wollten und sein Niveau einstellten, drang laute Party-Musik an unsere Ohren.

    Ein Zeichen aufzubrechen, und uns ein stilleres Örtchen zu suchen. Also wieder hinaus auf die asphaltierte Straße und die nächste Möglichkeit genommen: „Wildhorse Creek, Rustic Camping Area“, hier im Staat Alberta, konnte Alex eine Online National Park- Karte um $ 35 CAN kaufen. Somit konnten wir nun kostenlos in jeder Camping Area in Alberta frei stehen.

    Ein riesiges Gelände tat sich vor uns auf, überall Erdwege, teils mit tiefem Staub belegt, viele Camper suchten vor der Dunkelheit noch einen Platz. Die besten Plätze direkt am Flussufer waren natürlich schon belegt und teilweise auch mit Kohbi nicht befahrbar.
    Ok, also wieder zurückfahren, denn Alex hatte bei der Einfahrt auf den Platz zwischen den Bäumen einen Stellplatz erspäht.
    Es dauerte dann noch gut fast 1 Stunde, bis wir einen versteckten Platz auserkoren hatten, Alex, unseren Kohbi mit dem Heck voran hinein bugsiert hatte, dann mussten wir auch noch wegen der vielen Bodenunebenheiten unsere Auffahrtskeile auslegen.

    Hier stehen wir nun. Mitten im Wald, nur schemenhaft nehmen wir die anderen Camper wahr.
    Ok, wir bleiben hier, 2 Nächte, rasten, erholen, ein wenig lesen, Bergschuhe reparieren (auf unseren beiden Kybun-Bock klafft seitlich auf jedem Schuh ein Loch).

    Aber jetzt endlich ab unter die warme Decke!
    Okumaya devam et

  • Ruhe mit Pizza im Wald

    22 Ağustos, Kanada ☁️ 17 °C

    Samstag, 22.08.2026 und Sonntag 23.08.2026
    0 km

    Yeah!!!!! Ich durfte ausschlafen! Alex kletterte irgendwann gegen 4:30 über mich drüber, meditierte, machte Yoga, und ich mummelte mich unter der warmen Decke ein und schlief bis 8h. Beim Frühstück zubereiten telefonierte ich mit meinen Zwillingssöhnen, die durch Zufall gerade zusammen in Dornbirn zusammensaßen. Endlich konnte die Mama wieder mal mit ihren Buben quatschen.
    Wir zelebrierten unser Frühstück, und danach hatte ich leider wieder einen Durchfall-Rückfaller.
    Ich aß doch eh Low Foodmap.

    Ok, um es zu kompensieren, bereitete ich meinen ersten glutenfreien Pizzateig zu. Zuerst ein wenig vorbacken. Oje, als ich die Gitterroste mit den leeren Pizzen rausnahm, wiesen sie schon mehrfache Risse auf. Wir belegten den einen Boden bei mir mit den erlaubten Köstlichkeiten und Alex überlud seine Pizza mit allem möglichen, samt veganem Käse und schoben ihn ins vorgeheizte Backrohr.

    Gut, der Pizzaboden war sehr bröselig (halb Reismehl, halb Buchweizenmehl) und trocken, aber es schmeckte trotzdem nach Pizza.
    Später hatte ich noch ein wenig Büroarbeit, alle Rechnungen bei der Weltreise-Krankenversicherung hochladen und einreichen. Und ein kleines Schläfchen ging sich auch noch aus.
    Danach saßen wir in der Sonne und lasen in unseren Ebooks.
    Wir gingen dann schon um 21h ins Bett um unser Schlafdefizit aufzuholen.

    Eigentlich hätte es Sonntag morgen um 6h lt. Wetterbericht regnen sollen. Wir wurden verschont und machten bei 12° wieder unser Morgenyoga und Krafttraining.
    Da wir Windstille hatten, war es angenehm, denn wir waren ausreichend adjustiert. Und es ist ein Privileg, am Morgen in einem mit Tannenduft gefüllten Wald, Yoga machen zu können.
    Das muss man sich eingestehen.

    Nach unserem Frühstück wusch Alex mal das Geschirr, und ich konnte endlich mal die noch fehlenden „Find Pinguins“-Beiträge schreiben. Danke mein Schatz!
    Ich fand auch beim Recherchieren heraus, dass ich die ganze Zeit den normalen, scharfen Zimt zum Porridge gegessen hatte. Ceylon-Zimt war viel milder und bei Low Foodmap angeraten. Gott sei Dank hatte ich in unserer Vorratskiste von Zuhause eine Packung davon mitgenommen.
    Der schlechte Zimt wanderte ins Klo.
    Hoffentlich hatte ich nun die Stellschraube für meine Probleme mit meinem Durchfall entdeckt.
    Wir werden ja sehen.

    Heute probierte Alex eine neue Variante Pizzateig mit beigemischten Flohsamenschalen und Trockenhefe. Auch das war bei Low FODMAP erlaubt. Und es funktionierte überraschend gut. KI hatte mir das Rezept auf unsere 160g Mehl heruntergebrochen. Dieses KI nutzt uns auf dieser Reise wirklich sehr gut.
    Die Pizza wurde einfach köstlich! Wieder bot sich Alex an, unsere Küche zu machen. Und ich konnte weiter schreiben.
    Auch ein 1-stündiges Telefonat mit Mama, die mich anrief und extra von 23-24h dafür noch die Augen offen hielt, ging sich am Nachmittag aus.

    Dann wurde es auch schon wieder Zeit, das Essen für unsere morgige Wanderung in Banff herzurichten.
    Also ab in die Küche und dann ins Bett, denn morgen früh gehts zeitig los.
    Okumaya devam et

  • Cory Pass Trail/ Banff National Park

    24 Ağustos, Kanada ☁️ 17 °C

    Montag, 24.08.2026
    300 km

    Alex wachte wie immer so gegen 5h früh auf und es war noch dunkel, als wir uns aus unserem Stellplatz ausfädelten und auf die Schotterstraße hinausholperten. Wenige Minuten später waren wir wieder am Highway und fuhren den Ausgangspunkt unserer Wanderung an.

    1 Stunde 40 Fahrzeit, und ca. um 7:30 fanden wir gerade noch einen Parkplatz. Zu Fuß mit unserem Essen im Gepäck ging es nun den Berg hoch. Die Strecke war bekannt, ein Wadelbeisser zu sein, und das bekamen wir bald zu spüren. Es ging steil bergauf.
    Nach einer Stunde plagte uns schon der Hunger und unsere Energiereserven waren leer. Wir suchten uns einen Frühstücksplatz, welcher wie „Erste Reihe Fussfrei“ sich anfühlte. Unter uns das Tal, die Autobahn, die glitzernden Mäander des Flusses, das herrliche Grün der Nadelbäume rund um uns und die hoch aufragenden Berge.
    Ein herrlicher Frühstücksplatz an der Sonne.
    Gut gestärkt mit Porridge ging es immer weiter bergauf. Bald hatten wir die Baumgrenze überwunden und querten über die großen Schotterhalden hinüber bis zum Pass-Sattel.
    Dort oben suchten wir uns wieder ein Plätzchen fürs Mittagessen. Es gab wieder mal Tacos und Wraps mit Gemüse,Tomatensauce und Tempeh. Dann ging es die andere Seite des Passes hinunter. Wir marschierten einen schmalen Pfad über die Geröllhalden, verloren den Trail aus den Augen, und wurden noch abgelenkt durch eine Herde von Steinbockweibchen, die mit ihren Jungtieren uns genau auf dem vermeintlich richtigen Pfad entgegenkamen. Kurz darauf fanden wir wieder auf den Weg zurück. Die Strecke war gut zu wandern und nach ca. 3 Stunden hatten wir das Tal und Kohbi wieder erreicht. Nach ca 16 km und mehr als 1000 Höhenmeter wollten wir die ca. 140 km nach Calgary heute noch zurücklegen.
    Wir erreichten diese große Stadt gegen Abend, fanden einen herrlich ruhigen Stellplatz bei einer Schule und schliefen nach dem Abwasch und müde von der Wanderung bald in unserem Hochbett ein.
    Okumaya devam et

  • Calgary

    24 Ağustos, Kanada ☀️ 22 °C

    Dienstag, 25.08.2026 bis Samstag, 29.08.2026

    Wir hatten herrlich ruhig geschlafen, nicht ein einziges Auto ist an uns vorbeigefahren. Gegen 5h früh begann unsere Tagwache, es war noch dunkel, als wir unseren Stellplatz verließen und zum Planet Fitness fuhren. Training, Duschen und dann am Parkplatz unser Frühstück zubereiten und genießen.
    Leider hatte ich mit meinem Darm heute wieder mal einen Rückfall. Ziemlich dünn, die ganze Sache.
    Aber wir hatten heute viel vor. Bei Walmart hatte Alex einen Konverter gefunden, um die in Kanada gekaufte Rotlichtlampe endlich in Betrieb nehmen zu können. Er recherchiert dann immer wo der Konverter lagernd ist und ich kaufe dann persönlich im Walmart ein.
    Danach wurde gleich umgebaut und der neue Inverter funktionierte perfekt. Er war nur sehr laut.
    Auch dem DHL-Center am Flughafen statteten wir einen Besuch ab, den Alex`s Visakarte der DKB hatte ihren Geist aufgegeben und die liebe Waltraud hatte die ihr zugeschickte neue Visakarte uns vor ca. 1 Woche von Linz nach Calgary auf die Reise geschickt.

    Auch unserer Gesundheit widmeten wir wieder hier mehr Aufmerksamkeit. Da Alex`s Gerstenkorn noch immer nicht im Ansatz auf die Augencreme ansprach, googelten wir mit KI eine entsprechende Augensalbe, die andere Antibiotika enthielt. Vielleicht war er ja gegen die erste Salbe resistent. Auch für die rote Zehe, die schon etwas besser aussah kauften wir noch eine Antibiotika Salbe, denn unsere war inzwischen aufgebraucht.
    Somit war der Tag auch schon wieder vorbei und wir kehrten zu unserem Schlafplatz an der Schule zurück.

    Der Mittwochmorgen war noch jung, als wir wieder zum auserkorenen Planet Fitness aufbrachen.
    Training, Crossfit-Trainer und Duschen war angesagt. Danach verbrachten wir den halben Vormittag gleich dort am Parkplatz. Nach dem Frühstück recherchierte ich im Internet meinen in Wien noch gemachten Blutbefund und fand heraus, das leider einige Untersuchungen nicht gemacht wurden, die vielleicht einen Hinweis auf die Ursache meiner Durchfälle schließen konnten. So suchte ich mir heraus, was noch festgestellt werden könnte, und nach dem Mittagessen, das wir auch noch am Parkplatz kochten und verspeisten, fuhren wir zu einer Walk-In Clinic.
    Natürlich war der Doktor nicht sehr erfreut, das seine Patienten recherchieren und mehr wissen als er, er auch über RDS und Low - FODMAP noch nie etwas gehört hat. Aber er war kooperativ, vielleicht ein wenig eingeschnappt, aber doch dann so nett, das er noch meinen Bauch abtastete und mir dann eine Überweisung ausstellte mit den gewünschten Erhebungen und nochmals einer Stuhlprobe.
    Ich zahlte also meinen Obulus und danach gingen wir um die nächste Ecke zum Blutlabor. Nach 15 Minuten Wartezeit, hatte mir eine nette Dame Blut abgezapft und ich hatte ein Gefäß für meine Stuhlprobe bekommen. Auch hier zahlte ich ca.Can $190,— für meine Untersuchungen.
    Das war ja mal gut gelaufen. Am Nachmittag hatte ich noch Büroarbeit und Überweisungen zu tätigen und natürlich noch einen ausführlichen Bericht an meine Weltversicherung für USA,Kanada und Mexiko, mit allen angehängten Dokumenten zu schicken. Alex hatte noch einen weiteren Inverter über Amazon nach Calgary bestellt, der in 1-2 Tagen im Locker angelieferte werden würde. Damit war auch unser zweiter Tag in Calgary voll ausgefüllt.

    Donnerstag morgen erwachte für uns in Calgary mit einer Ankündigung der Sonne am noch dunklen Nachthimmel. Pinkfarben beleuchtete Wolken zogen draußen vor unserem Schlafzimmerfenster vorbei. Zeit für uns aufzustehen und beim Planet Fitness unser Training zu absolvieren.
    Nach einer heißen Dusche kochten wir unser Frühstück wieder am Parkplatz und fuhren danach zum Amazon Locker, denn der Inverter war schon geliefert worden. Nun konnten wir den lauten momentan eingebauten Inverter austauschen gegen den neuen.
    Wir fuhren also zum Walmart zurück, wo wir ihn gekauft hatten und ich konnte das Teil in der Originalverpackung anstandslos zurückgeben. Währenddessen hatte Alex den neuen Inverter eingebaut, und dieser lieferte seine Leistung nun unhörbar für unsere Ohren ab. Alex bestrahlte nun seine Gerstenkörner mit Rotlicht mehrmals am Tag. Ja, er ist da immer sehr konsequent.
    Auch unser Mittagessen hielten wir am Walmart Parkplatz ab, und da sich eine Bezirksbibliothek direkt daneben befand, statten wir dieser am Nachmittag noch einen fast 4-stündigen Besuch ab, bis sie zusperrte. Man kann hier einfach reinmarschieren, sich gemütlich zurückziehen und dort alle nur erdenklichen Bücher begutachten. Eines unserer liebsten Hobbies. Auch Einrichtungszeitschriften, Gartenbücher, Architekturbildbände usw. kann man sich in einer gemütlichen Ecke reinziehen.
    So fuhren wir dann gegen 20 h zurück zu unserer „Corpus Christi Schule“, und konnten beim Heimfahren noch einen herrlichen Ausblick auf die Skyline von Calgary bei Sonnenuntergang erhaschen.
    Wiederholt verbrachten wir eine ruhige und erholsame Nacht vor der Schule. Da ja Ferien waren, war die ganze Gegend um die Schule richtig verwaist.

    Der Freitag brach an und nachdem wir wieder um 5h früh aufgestanden waren, ging es wieder zum Fitness Studio. Nach Dusche und Frühstück verbrachten wir noch Zeit im Van mit Büroarbeit.
    Danach fuhren wir in die Stadt zur Hauptbibliothek. Es ist ein interessantes Gebäude und hat sich zum architektonischen Wahrzeichen der Stadt Calgary gemausert.
    Gleich neben der Bibliothek war noch ein Supermarkt, bei dem ich noch unsere gesamten Vorräte aufstockte.
    Die Gegend um die Bibliothek ist leider der Aufenthaltsort sehr vieler „Homeless People“,die meist unter berauschtem Zustand diverser Drogen stehen. Und es waren dort viele. Auf einem gerade erst gebautem Parkplatz neben der Bibliothek, der noch keine Parkometer hatte, stellten wir unseren Van ab und kochten dort unserere Mittagsmahlzeit. Zwei Polizisten, die über den leeren Parkplatz marschierten, fragte ich ob wir hier ohne Probleme parken könnten. Sie sagten, hier sind keine Schilder, dass ihr das nicht dürft, so sei es OK.
    Super, einen ganzen Parkplatz, auf den sich keiner reinfahren traut, für uns alleine.
    So gingen wir beruhigt in die Bibliothek, die mich architektonisch auch von innen begeisterte,mit viel Holz, Glas und Stahl,jedoch bei Alex aber ausgesprochene Gedanken zur Geldverschwendung im krassen Gegensatz zu den Obdachlosen draußen, herausstieß.
    Unsere bevorzugten Bücher fanden wir im 4. Stock, von dort aus hatten wir einen tollen Blick auf ein leeren Parkplatz mit Kohbi.
    Wir verbrachten den ganzen Nachmittag in der Bibliothek, kehrten dann zurück zu unserem Van. Bei der Heimfahrt poppte dann die Warnung „Motorölstand kontrollieren lassen“ auf, und wir googelten fieberhaft, um hier in Calgary noch das richtige Motoröl für unseren Fiat ausfindig zu machen und auch noch heute kaufen zu können. KI machte es schnell möglich, fand ein Autoteilegeschäft „Canada tire“ heraus, wir machten uns dorthin auf den Weg und konnten tatsächlich das richtige Motoröl kaufen. In der hintersten Ecke des Parkplatzes hat Alex dann vorsichtig mal einen ½ Liter Öl nachgefüllt. Die Sensoren zeigten dann erst nach einigen Minuten Fahrzeit an, dass wieder ausreichend Öl da war. Beruhigt, nun das richtige Motoröl mit zu haben, fuhren wir zum Stellplatz neben der Schule.
    Unsere Köpfe voll gefüllt mit den Dingen, die wir in der Bibliothek gesehen hatten, aber ebenfalls mit den Bildern der Obdachlosen und drogensüchtigen Menschen, die sich um dieses Gebäude aufhielten. Gegensätze können nicht krasser sein.
    Okumaya devam et

  • Grenzübergang „Sweet Grass“ Kanada-USA

    29 Ağustos, Amerika Birleşik Devletleri 🌧 18 °C

    Samstag, 29.08.2026
    396 km

    Noch einmal hatten wir die letzte Nacht hier in Calgary auf der Straße zwischen den beiden derzeit leerstehenden Schulen verbracht.
    Wir waren wieder um 5h aufgestanden und wollten noch ein letztes Mal trainieren gehen und die heiße Dusche genießen.
    Danach frühstückten wir noch auf dem Parkplatz von Planet Fitness und dann brachen wir auf.
    Wir fuhren Richtung Süden, dem Yellow Stone National Park entgegen. Vorbei an unendlichen Getreidefeldern, so weit das Auge reichte.
    Gegen die Mittagszeit blieben wir bei einer Rest Area stehen, kochten unser Essen, und fuhren dann weiter. Unsere Fahrt wurde von dunklen Regenwolken begleitet, doch es tröpfelte nur ab und zu auf unsere Windschutzscheibe.

    Gegen 16h erreichten wir Sweet Grass, die Grenze. Alex fuhr Schritttempo, als uns der amerikanische Grenzbeamte anschnauzte. Wir hatten die kanadische Grenzstation total übersehen! Keine Tafeln, kein extra Gebäude, sehr eigenartig!
    Er wies uns an Kohbi im Hof stehen zu lassen, ins Gebäude zu marschieren und hinüber nach Kanada zu gehen und unsere Grenzformalitäten dort zu erledigen.
    Wir gingen als in das Gebäude, fragten nochmals und wurden über ein Treppenhaus hinunter mit Hinweistafeln zurück nach Kanada geführt. Dort angekommen, ließen wir das Carnet, unsere Ausfuhrpapiere für Kohbi abstempeln, dass wir das Auto wieder exportiert hatten. Zurück über eine Außentüre marschierten wir zurück in die USA, erhielten dort unseren Import-Stempel am CDP und unsere Stempel im Pass, und waren nun doch endlich in den USA eingereist.
    Komplett erschöpft von diese Aufregung, schlief ich dann am Beifahrersitz ein.
    In Shelby gingen wir noch in einen „Albertsons“ Vorräte einkaufen und fuhren dann im selben Städtchen zum Lincoln Park, der ganz am Rand lag. Die Straße am Park war sehr ruhig, niemand war zu sehen, und die letzten Sonnenstrahlen leuchteten über den korngoldenen Feldern.
    Ja, hier würden wir gut schlafen können und uns für morgen ausrasten.
    Okumaya devam et

  • Sonntag, 30.08.2026
    600 km

    Alex hatte gestern Abend noch sein Rad zusammengebaut und verließ gegen 6h früh mich und Kohbi. Ich telefonierte mit all meinen Lieben daheim, mit meiner Mama im Krankenhaus, die sich die Schulter hatte operieren lassen und erfuhr, was es daheim so alles Neues gab.
    Dann noch eine Stunde Yoga im Rasen des Lincoln Parks
    Heute würden wir noch etwas mehr als 600 km herunterspulen. Wir wechselten uns wieder alle 100 km ab, und kamen schnell voran.
    In Columbus ging ich im IGA nochmals einkaufen und versuchten am 18h auf der Strecke einen Stellplatz zu finden. Doch nichts war passend, zu nah am Highway. So machte ich mich auf Google Maps Satelit auf die Suche und fand tatsächlich einen herausragenden Platz. Nach einem Berg führte eine Schotterstraße ein wenig bergauf, gut für Kohbi schaffbar. Auf einem fast ebenen Plateau blieben wir stehen, fuhren noch auf der Tagseite auf die Keile und standen schön gerade. Mit herrlichem Blick in die Berge und rund um uns lauter Artemisia Pflanzen. Wie ich später nachlas, eine der artenreichsten Gattungen (500 Arten) in der Familie der Korbblütler. Einzelne Arten werden Beifuß,Wermut, Stabwurz oder Edelraute genannt. Es ist eine Heil- und Gewürzpflanze mit Insekten abwehrendem Duft und soll bei Arthrose,Entzündungen, Warzen, gegen Würmer und auch gegen Erkältung wirken, es ist auch ein hochwirksames Mittel gegen Malaria und es soll sogar gegen Krebs wirksam sein.
    Also um uns herum überall wuchs dieses besondere Kraut.
    Ich war begeistert.
    Um für unsere Wanderung morgen gut gerüstet zu sein, bereiteten wir unser Frühstück und Mittagessen zu und verpackten alles in unsere Dosen. Wir hatten also wieder 2 Stunden gebraucht, um alles dafür herzurichten.
    Wir erlebten noch einen wunderschönen Sonnenuntergang und waren froh, einen so friedvollen Schlafplatz gefunden zu haben.
    Okumaya devam et

  • Wanderung auf den Mount Washbu

    30 Ağustos, Amerika Birleşik Devletleri 🌙 18 °C

    Montag, 31.08.2026
    286 km

    rn

    Gegen 5h 30 starteten wir los. Wir kamen gut in der Dunkelheit den Berg hinunter und bogen wieder auf den Highway ein.
    Der Himmel zeigte ein paar rosa Wolken und ein schönes Blau. Wir würden einen herrlichen Tag haben. Die Berggipfel waren in rosa Licht getaucht und wir waren fast allein auf der Straße. Wir hatten schon länger den Eingang des Nationalparkes passiert, als unser Armaturenbrett ein Warnsignal aufleuchten ließ. Unser Sprit wurde knapp. Als wir nur mehr eine Reichweite von 40 km hatten, blieb Alex stehen, und der komplette Inhalt unseres Reserve-Diesel-Kanisters von 20 Liter verschwand im Tank von Kohbi. Kurz darauf erreichten wir ein kleines Dorf mit vielen Blockhütten und 2 Tankstellen, und so konnten wir dort wieder den Dieseltank und auch den Kanister auffüllen.
    Nachdem wir die Bergstraße verlassen hatten kamen wir an weiten Grasebenen vorbei, auf denen kleine Büffelherden grasten. Die Autos fuhren sehr langsam und diszipliniert, blieben stehen, wenn die majestätischen Zotteltiere die Fahrbahn überquerten.
    Da wir heute später als sonst den Ausgangspunkt unserer Wanderung erreichen würden, beschlossen wir unser Frühstück während des Fahrens zu essen, damit wir nicht noch mehr Zeit verlieren würden.
    Wir kamen um ca. 10:30 am Parkplatz an, und waren froh, das wir unsere Daunenjacken anhatten, denn ein kühler Wind blies trotz des knallblauen,wolkenlosen Himmels und nur an den windgeschützten Stellen wurde es warm und wir konnten eine Kleidungsschicht nach der anderen ablegen.
    Mount Washburn ist 3.150 m hoch, und oben angekommen blies doch ein kühler Wind. Der Weg hinauf zur Brandfeuerwache des Nationalparkes war angenehm und leicht ansteigend zu gehen.Oben angekommen suchten wir uns einen windgeschützten Platz und verspeisten unsere mitgebrachten Wraps und Tacos mit selbstgemachte Tomatenketchup.
    Dann gings wieder bergab. So waren wir insgesamt 4 Stunden mit 1 Stunde Pause unterwegs und ist nach den ca.10km schon etwas geschafft. Alex setzte sich an Steuer, und wir fuhren Richtung West-Eingang, da alle Campingplätze im Nationalpark ausgebucht waren. Wir machten noch beim Emerald Geysir Halt, und da Alex sich müde fühlte und seine Nase lief, besuchte ich die Naturwunder alleine.
    Nach der Besichtigung setzte ich mich ans Lenkrad und wir steuerten unseren Stellplatz kurz nach dem Einfahrtstor des Nationalparks an.
    Wir fanden einen ruhigen, ebenen Grasplatz, und würden hier mal die nächsten 3 Nächte campieren.
    Okumaya devam et

  • Ruhetage + Tour im Yellowtone Park

    1–3 Eyl, Amerika Birleşik Devletleri ⛅ 17 °C

    Dienstag, 01.09.2026 bis Mittwoch 02.09.2026

    Donnerstag, 03.09.2026 /
    271 km

    Diese beiden Tage waren ausgefüllt mit längerem Schlafen, ein wenig Yoga, gutes Frühstück und Mittagessen kochen und die Route durch den Yellowstone Park planen. Alex hatte noch immer Probleme mit seiner Nase, und inhalierte 2 x täglich und gab sich Rotlicht-Seccions hin.
    Auch arbeiteten wir wieder ein wenig an unserem Future-Projekt.

    Am Donnerstag frühstückten wir noch in aller Ruhe und dann verließen wir unser Waldstück, fuhren zurück zum Parkeingang. Die Straße lief parallel zum Madison River, schlängelte sich wunderschön durch die Landschaft. Einmal sichtete ich einen einsamen,riesigen Bison in dem hohen Grasland entlang des Flusses.
    Unsere erste Station lag in einer Senke, dort sollte sich das Clepsydra-Geysir befinden. Überall dampften die heißen Quellen, sodaß sich wabernder Wasserdampf mal da und mal dort abzeichneten. Ein Holzsteg bildete einen Weg oberhalb des Wasser, daß hier aus der Erde stieg, teilweise waren die Bäume abgestorben von den giftigen Inhaltsstoffen der Geysire und die weißen Stämme ragten wie Skelette aus dem Wasser. Die Geysire selbst schillerten im schönsten Türkisblau und man konnte tief in das Loch aus dem das heiße Wasser kam, hinunterschauen. So marschierten wir die Runde auf dem Steg, sahen bei Clepsydra das heiße Wasser wie eine Fontäne aus der Erde schießen. Es war heut relativ frisch und so hatten wir sogar unsere Daunenjacken angezogen, weil der Wind so stark blies.
    Wir fuhren danach die nächste Attraktion an, das “Grand prismatic Geysire“, ein riesiges, rundes, türkises, dampfendes Becken schillerte an dessen Rand in den herrlichsten Farben von Gelb, Orange und Braun.
    Wir hatten die Aussicht von oben gewählt und wanderten einen kleinen Berg hinauf, um das Becken von oben bewundern zu können. Und klar, viele Besucher waren mit uns auf den Beinen. Und dieses Naturereignis war ja wirklich beeindruckend.
    Unsere Route führte uns zum „Old Faithful“,welcher ca. alle 90 Minuten ausbricht. Das Schauspiel dauert zwischen 1 und 5 Minuten, die Fontaine wird bis zu 44 m hoch und spuckt dabei ca. 26.500 Liter Wasser bei jeder Erruption aus.
    Gespannt warteten wir auf den rundum aufgestellten Sitzplätzen wie in einer Arena auf den Ausbruch dieses Geysirs. Wow! Das muss man gesehen haben!

    Unsere weitere Reise führte am Yellowstone Lake entlang, bis wir den Ost-Eingang des Parks passierten. Kurze Zeit danach, ich saß gerade am Steuer, und Alex war eingeschlafen, blieben die Fahrzeuge am Straßenrand stehen. Auch ich parkte mich ein, Alex schien dies gar nicht bemerkt zu haben, er schlief einfach weiter.
    Ich stieg aus und konnte eine Elchkuh mit ihrem Kalb entdecken. Ich beobachtete die beiden, und war happy, wieder mal „Wildlife“ gesehen zu haben.
    Nach ca. 270 km, wo wir wieder abwechselnd am Fahrersitz Platz nahmen, fanden wir einen wunderschönen Übernachtungsplatz auf BLM-Land , wir fuhren direkt vom Highway eine Schotterstraße herunter, um einen kleinen Berg herum und waren vom Autolärm weitgehend verschont.
    Hier darf man auf öffentlichen Flächen der USA frei und kostenlos in der amerikanischen Wildnis übernachten. Auf der Bergspitze wehte pathetisch die Amerikanische Flagge.

    Wir nahmen noch ein Dusche in den letzten Sonnenstrahlen des Tages und bestaunten dabei den herrlichen Sonnenuntergang. Ja, wir fühlten uns privilegiert,frei und unabhängig und wir fühlten uns sicher und gut aufgehoben. So kuschelten uns nach einem anstrengenden und aufregendem Tag müde in unser Hochbett.
    Okumaya devam et

  • Mount Rushmooreh

    4 Eylül, Amerika Birleşik Devletleri 🌙 13 °C

    Freitag, 04.09.2026
    639 km
    Der Morgen erwachte mit uns um ca. 6h. Wir hatten Yoga mit Aussicht, es war herrlich ruhig und der Himmel ohne eine einzige Wolke. Die Sonne tauchte die Prärie in ein oranges Licht und ein Gabelbock fraß nur unweit von unserem Van sein Frühstückgras in großer Ruhe und Gelassenheit.
    Optisch erinnert der Gabelbock an eine Antilope, gehören aber einer eigenen, biologisch isolierten Familie an, deren einziger überlebender Vertreter sie heute sind.
    Sie sind die schnellsten Landsäugetiere Nordamerikas. Er kann Geschwindigkeiten von 80-90 km/h erreichen und diese im Gegensatz zum Geparden über sehr weite Strecken halten.
    Er blieb ca. eine halbe Stunde auf diesem Platz und ließ sich das Präriegras schmecken.
    Heute lag noch ein langer Tag mit vielen Kilometern vor uns und da wir gegen Abend in die Nähe des Mount Rushmore kamen, wollten wir uns dort die 4 in Stein gehauenen Präsidenten nicht entgehen lassen.
    Bei untergehender Sonne, trafen wir am Mount Rushmore ein.
    Die 4 Präsidenten schauten auf uns herunter und wir zu Ihnen hinauf. Die Gesichter waren sehr deutlich mit ihren Konturen zu sehen. Später las ich noch darüber das der Künstler, ein aus Polen emigrierter Amerikaner fast 40 Jahre daran gearbeitet hatte, später hatte sein Sohn sein Werk fast vollendet. Wegen des 2. Weltkrieges wurden die finanziellen Mittel aus der Staatskasse gestoppt. Aber das erstaunlichste ist wohl die Side-Geschichte. Denn 27 km vor diesem präsidentialien Monument entsteht gerade noch ein anderes Gebilde, ich sah es sogar von der Straße aus, nicht wissend, das dies der Lakotahäuptling „Crazy Horse“ war, dessen Kopf schon deutlich zu sehen war. Dieses Monument wird mit privaten Geldern finanziert und wenn es fertig ist, wird der mit 37 Jahren ermordete Häuptling mit seiner Hand über das Land seiner Väter zeigen, das die amerikanischen Präsidenten ihm auf Grund von Goldfunden zuerst zugesprochen und ihm dann wieder illegal weggenommen hatten.
    Ja, solche Geschichten bewegen mich, wie Menschen damals und auch noch heute, miteinander umgehen.

    Im Dunkel fuhren wir hinunter nach Rapid City. Hier stellten wir uns auf den großen Parkplatz unseres Planet Fitness, und schliefen geschafft vom ereignisreichen Tag schnell ein.
    Okumaya devam et

  • Reparaturtage in Rapid City

    5–6 Eyl, Kanada 🌧 21 °C

    Sonntag, 06.09. und Montag, 07.09.2026

    Trotz der über uns hängenden Reparatur am Auto, absolvierten wir noch eine kleine Einheit in der Mucki-Bude.
    Während ich Frühstück machte und danach abwusch, klemmte sich Alex unters Fahrzeug, montierte die Verkleidungen ab, und wir versuchten alle ID-Nummern der defekten Teile abzulesen. Auch KI war uns wieder eine große Hilfe. Wir wussten auch nicht wieviel Getriebeöl wir schon durch das Loch verloren hatten. Wir besorgten auch dieses spezielle Öl für unseren Fiat Ducato bei einem Auto-Parts Händler in Rapid City. Da das Auto nicht fahrbereit war, holte ich das Öl zu Fuß.
    Inzwischen sind wir beide der Meinung, dass KI uns bei der Recherche eine Riesenhilfe ist. Alex bastelte sich auch einen Ölstab zur Messung für den Getriebeöltank aus einer Gewindestange, aber dies stellte sich als undurchführbar heraus. Er brachte ihn gar nicht hinein.
    Zu dem ganzen Schlamassel machten auch noch unsere beiden Körper Spompernadeln. Ich bekam wieder mal Durchfall und bei Alex bildete sich eine schmerzhafte Hämoroide. Ja, Reisen ist nicht immer einfach, immer kann was passieren, immer müssen Lösungen gefunden werden, um ein Weiterkommen zu sichern. Trotz gesunder Ernährung, spielt auch Stress und Psyche eine große Rolle.
    Aber ich besorgte in der Apotheke eine gute Creme und setzte meine Low Fodmap Diät weiter fort.
    Montag hatten wir gar keinen Kopf fürs Fitnesstudio und so begann Alex gleich nach dem Frühstück mit dem Schrauben. Dies setzte er den ganzen Tag fort, glücklicherweise befand sich neben unserem Planet Fitness eine Auto-Part Filiale, wo er alle benötigten Teile auch am Sonntag und am Montag,dem Labour day, ein Feiertag in Amerika, bekam. Also Glück im Unglück. Er baute das Provisorium mit unseren Wasserschläuchen aus und schnitt das Rohrteil mit dem Loch aus der Leitung heraus und ersetzte es durch einen Spezialschlauch, genau passend für diese Zuleitung.
    Ich kochte natürlich Mittagessen und machte noch Besorgungen, die Alex brauchte.
    Das komplette Getriebeöl hat Alex auch noch getauscht, da es schon schwarz verfärbt war.
    Den defekten Injektor fixte Alu mit Material aus einer Alu-Getränkedose und einer speziellen Dichtungspaste, denn unsere Originaldichtung war schon porös und löchrig, und auch das könnte der Grund für den enormen AdBlueverbrauch gewesen sein. Wahrscheinlich alles zusammen.
    Als es dunkel wurde war alles gefixt und Kohbi wieder zusammengebaut.
    Morgen würden wir unser Glück versuchen, und beim ansässigen Fiat/RAM Händler vorbeischauen, ob dieser sich mal unseren enormen AdBlue-Verbrauch ansehen konnte.
    So gingen wir schlafen, auch irgendwie vertrauend darauf, dass sich morgen jemand professionell um unseren VAN annahm.
    Okumaya devam et

  • Jackson County

    5 Eylül, Amerika Birleşik Devletleri ☀️ 33 °C

    Samstag, 05.09.2026
    115 km
    „Da is was kaputt!“

    Der nächste Tag startete mit einer Einheit im Fitnessstudio, Frühstück zubereiten und Essen unterm Fahren.

    Wir kamen jedoch nicht weit. 115 km nach Rapid City dann wieder eine Meldung im Cockpit: „Ad Blue nachfüllen“. Wir hatten inzwischen einen Adblue-Verbrauch von 1l auf 100 km, das war definitiv viel zu viel!
    Alex legte sich unters Auto, kontrollierte, schaute nach Spuren von kristallisiertem Adblu. Nichts. Aber etwas anderes viel ihm ins Auge. Auf der Fahrersitzseite war die PVC - Verkleidung komplett innen verölt. War war das für eine Flüssigkeit? Wo kam sie her? Und auch eine Schelle bei einem AdBlue Injektor war defekt. Wir befragten KI und nach einer Stunde war klar, das dies Getriebeöl war.Auch das Leck hatte Alex bald geortet. Es befand sich neben dem Getriebeölkühler. Eines der beiden Alurohre hatte ein Loch. Irrtümlicherweise hatte Alex nicht mit dem kurzen Schrauben die PVC-Verkleidung der Motorhaube befestigt sondern mit einem langen, und der hatte an das Alurohr herangereicht, hatte sich hineingedrückt und durch die Fahrzeugvibrationen genau dort ein Loch in die Leitung gemacht. Alex fixte das Problem mit einem Teil unseres Wasserschlauches und 3 Schraubschellen.

    Die 400 km nach La Crosse würden wir in diesem Zustand aber nicht schaffen. So ging es zurück nach Rapid City.
    Im Sonnenuntergang, vorbei an den Feldern und dem riesigen Plastikdinosaurier neben dem Highway.
    Wir kehrten zurück zum Parkplatz beim Planet Fitness.
    Morgen würden wir versuchen alle Teile die wir brauchten,zu besorgen. Erschöpft und fertig, mit vielen Gedanken beladen gingen wir zu Bett.
    Okumaya devam et

  • Der Reinfall

    8 Eylül, Kanada ☁️ 16 °C

    Dienstag, 08.09.2026
    500 km

    So standen wir also an diesem Tag voller Enthusiasmus auf, und hatten auch wieder Lust, das Fitnessstudio zu besuchen. Nach einem guten Training und Videotelefonaten auf der Crossfit-Maschine mit all meinen Lieben zu Hause, ging es mir auch emotional wieder viel besser.
    Nach dem Frühstück füllten wir nochmals unsere Vorräte auf und dann ging es zum Liberty-Fiat-RAM Händler in Rapid City.

    Dort wurden wir jedoch herb enttäuscht. Die Empfangsdame im Service konnte unsere europäische Fahrzeugnummer nicht finden, da aber eigentlich RAM baugleich mit Fiat ist, wäre es kein Problem gewesen, manuell einen Reparaturauftrag anzulegen. Diese Dame jedoch konnte dies nicht, war nicht im Stande dies zu tun und hat es wahrscheinlich auch noch nie gemacht. Also keine Chance, das sich jemand unseren Kohbi anschaut.

    Mein Mc Gyver Alex besitzt dann so viel Sicherheit und Vertrauen in unser Auto und in sich selbst, das wir hoch erhobenen Hauptes von dort abzogen, wo uns niemand helfen wollte.
    Ich muss sagen, Alex hat sich im Laufe unserer nun schon fast 2,5jährigen Reise enorm viel Wissen über unseren Fiat zugelegt, lernt immer neues dazu und ist sowieso ein Problemlöser par excellence. Ja, ich habe wirklich einen tollen Mann geheiratet, der niemals aufgibt und nichts aufschiebt und Probleme sofort in Angriff nimmt. Dadurch kommt immer wieder alles ins Lot und wir haben nie verschleppte oder aufgeschobene Fehler gemacht, die nicht angegangen worden wären.

    Und es beruhigt ungemein, wenn Kohbi auf der Autobahn bei 100 dann wieder dahinschnurrt, der AdBlue Verbrauch sinkt wie uns KI bestätigte, dass die Werte unseres Autos wieder im grünen Bereich bewegten.
    So erreichten wir La Crosse. Auch hier verbringen wir die Nacht am Parkplatz des Planet Fitness Studios. Irgendeine Parkplatzleuchte surrt extrem, aber inzwischen sind wir Stadt gewohnt. Wir schliefen bald ein, denn die Fahrt war doch recht lang gewesen.
    Okumaya devam et

  • Chicago

    9–12 Eyl, Amerika Birleşik Devletleri 🌧 22 °C

    Mittwoch, 09.09.2026 bis Samstag,12.09.2026
    477 km

    Wir erwachten um 5h auf einem leeren Parkplatz, fuhren dann noch das kleine Stückchen bis zum Eingang des Fitnessstudios hinauf und stellten unseren Kohbi dort ab. Eine Trainingseinheit für mich auf dem Crossfit-Gerät und für Alex auf dem Fahrrad, und danach ein paar Geräte für den Kraftaufbau. Auf die Dusche freuten wir uns wie immer beide und dann gings zurück in unseren Van zum Frühstück zubereiten. Diesmal frühstückten wir jedoch nicht am Parkplatz, sondern während des Fahrens. Alex checkt das viel besser als ich, er hat Übung darin, hinter dem Lenkrad zu essen.
    Donnerstag, 10.09.2026
    Dann spulten wir die fast 500 km bis Chicago auf dem Highway herunter. Gegen 16h erfasste uns die Blechlawine des Nachmittagsverkehrs, die Skyline winkte uns aus der Ferne zu, während wir uns gemächlich durch die Stadtautobahn bis zu unserem Stellplatz am Lincoln Park durch den Verkehr bugsierten.
    Die Stadt war beeindruckend, die alten Viertel mit ihren kleinen Backsteinhäusern und den Stiegenaufgängen ins erste Geschoß gaben einen ersten Eindruck des alten Chicagos wieder. Und dahinter die imposanten Hochhäuser.

    Es war dunkel, als wir endlich einen Parkplatz auf der Fahrbahn am Lincoln Park fanden, rechts davon lag der Zoo, links ein großer Parkstreifen mit Gras und vielen Bäumen und einem Kinderspielplatz, der nun allein in der Dunkelheit lag.

    Der Freitag morgen begann früh, gegen 5h früh standen wir auf und dann gings in der Morgendämmerung zum nächstgelegenen Planet Fitness. Morgentraining! Und danach Frühstück am Parkplatz. Auch Essen musste wieder eingekauft werden, und so machten wir uns auf den Weg zu einem tollen Bioladen. Dort gab es Gemüse und Obst in herrlicher Fülle und Qualität. Auch die 2 vollen Ikea-Taschen, die ich mit den Herrlichkeiten angefüllt hatte, mussten danach im Kühlschrank von Kohbi untergebracht werden. Wir waren inzwischen auch dazu übergegangen, Kartoffel, Karotten und Tomaten in unseren Baumwollnetzen über unserer Dusche luftig aufzuhängen. Das sparte Platz im Kühlschrank. Und dann wars auch schon wieder Zeit fürs Mittagessen. Das Herrichten, Essen und Wegräumen verschlingt schon mal gerne 2 Stunden.
    So wars dann schlussendlich 14h, als wir in die Bibliothek des Botanischen Gartens in Chicago aufbrachen. Dieser lag fast 40 Minuten von unserem Stellplatz entfernt. Nach einer langen Strecke Autobahn trafen wir am Gelände ein. Eine Parkwächterin hielt uns auf. Ich erzählte ihr, wir würden zur Bibliotek wollen, und so mussten wir keine Parkgebühren entrichten. Schnell war ein geeigneter Parkplatz gefunden und wir marschierten zielstrebig Richtung Bibliotheksgebäude, das mitten im botanischen Garten lag. Also doch am Eingang noch 25 Can $ Eintritt für jeden abgelegt. Die Bibliothek lag mitten im Grünen, die Fenster richteten ihren Blick in die Bäume. Wunderschön, stimmig und lauter Bücher über Garten, Wald, Permakultur usw. Wir vertrieben uns dort die Zeit bis zur Sperrstunde, wälzten Bücher, scannten und blätterten in schönen Bildbänden.
    Dann gings hinaus in den herrlichen Park, oft sehr geometrisch angelegt, mit Wasserspielen, Teichen und großen Glashäusern, in welchen Sukkulenten und Wüstenkaktusse, riesige Bananenstauden und seltene tropische Pflanzen wuchsen.
    Wir wandelten weiter zum Obstgarten, legten uns in die Wiese und ließen die letzten warmen Sonnenstrahlen auf unserer Haut tanzen. Beim zurückgehen, wanderten wir am großen angelegten See vorbei, auf dem Wasserfontainen die Stille durchbrachen.
    Ja, hier fühlten wir uns wohl, kamen ein wenig runter und genossen den herrlichen Garten.
    Beim nach Hause fahren, wählten wir die Uferstraße, vorbei an wunderschönen alten Villen. Ich konnte mich gar nicht sattsehen, so detailverliebt, mit Veranden und Giebeln und Fachwerk waren diese Gebäude ausgestattet.

    Es ging zurück zum Lincoln Park. Auch diesmal hatten wir Glück, und fast der selbe Parkplatz war noch frei,direkt neben dem verwaisten Kinderspielplatz.
    Müde vom vielen Wandern durch den Garten, schliefen wir bald ein, unbeeindruckt vom nächtlichen Chicagoer Verkehrsstrom auf der Paralellstraße.

    Auch der Samstagmorgen begann früh wie immer. 5h Tagwache, Planet Fitness Training, Frühstück. Aber für heute war ein besonderes Highlight geplant. Es ging hinein ins Stadtzentrum und hinauf auf einen der höchsten Wolkenkratzer Chicagos. Das 360° Observation Deck. Die Ausblicke waren unbeschreiblich, alles sah von hier heroben so klein und unwichtig aus. Man hatte einen tollen Rundblick und konnte nun das Ausmaß dieser Stadt aus alten und neuen Hochhäusern, niedrig verbauten Vorstädten und den Blick auf den, wie ein Meer anmutenden Lake Michigan genießen.

    Danach gönnten wir uns in einem kleinen mexikanischen Restaurant ein feines veganes Mittagessen. Mal keinen Abwasch machen zu müssen, war sehr fein.

    Danach machten wir uns zurück auf unseren Stellplatz am Zoo. Alex ließ mich an einer strategisch nah liegenden Kreuzung zur Altstadt aussteigen und ich marschierte noch für knappe 2 Stunden durch „Old Town“. Dennoch war es enttäuschend für mich. Ich hatte mehr erwartet. Mehr alte Häuser, mehr kleine Shops mit interessanten Dingen zum ansehen. Das einzige was ich kaufte, war also eine Tüte Eis, und das war eigentlich mehr als süß und auch da hatte ich mehr Geschmack erwartet. Dafür grölten die jungen Leute aus den unendlich aneinander gereihten Sportbars raus auf die Straße, den es wurde da gerade ein wichtiges Baseballmatch gespielt und lief auf jedem verfügbaren TV-Gerät.
    So machte ich mich auf zum Lincoln Park, traf Alex an, als er gerade in der Sonne saß und las.
    Ich packte unsere Federballschläger aus und wir spielten im schönen Rasen noch ein kleines Match.

    Damit war der letzte Tag in Chicago nun zur Neige gegangen. Als es kühler wurde, richteten wir uns im Kohbi gemütlich ein, planten unseren nächsten Tag und gingen dann bald schlafen.
    Okumaya devam et

  • “ es geht nach Detroit“

    13 Eylül, Amerika Birleşik Devletleri ⛅ 30 °C

    Sonntag, 13.09.2026
    503 km

    Diesmal wurden wir mitten in der Nacht von lauten Schüssen geweckt. Alex hörte 3 Stück, ich nur einen. Das war schon ein wenig furchterregend. Wir konnten aber dann doch nochmals einschlafen. Was genau passiert war, konnte ich jedoch auch später nie herausfinden. Jedoch dürften Schießereien damals wie heute immer noch Gang und Gebe sein hier in Chicago.

    Heute suchten wir ein Planet Fitness Studio in einem Randbezirk von Chicago auf, absolvierten unser Training,gönnten uns eine heiße Dusche und frühstückten wieder am Parkplatz und machten uns danach auf nach Detroit.
    Für das Mittagessen blieben wir irgendwo auf einem Rastplatz am Highway stehen, abgewaschen wurde später als wir den riesigen Parkplatz vor dem Fitnesscenter erreichten. Hier würden wir heute schlafen. Eine der Straßenleuchten surrte wie irre, aber als wir dann das Schlafzimmerfenster schloßen, war das Geräusch zumindest erträglich.
    Okumaya devam et

  • Grenzübergang Kanada- Niagara Falls

    14 Eylül, Kanada ☀️ 18 °C

    Montag, 14.09.2026
    409 km

    Wir nutzten unsere Mitgliedschaft von Planet Fitness sehr gut aus. Als Stellplatz zur Verfügung Steller und auch das morgendliche Duschen nach dem Training war ein Riesenbonus. Nach dem Herrichten des Frühstücks machten wir uns gleich wieder auf den Weg und speisten im Fahren auf der Autobahn. Irgendwie war ich wieder mal hundemüde und schlief am Beifahrersitz ein.
    Gegen ca. 12h erreichten wir Port Huron, wir fuhren über eine Brücke und waren auf einmal in der Schlange zum Grenzübergang Kanada. Mahhhhhh, schon wieder hatten wir das Grenzgebäude der USA übersehen! Die nette Grenzbeamtin schickte uns nach der Grenze gleich wieder kehrtwendend nach Amerika zurück. Denn wir mussten ja unser CDP abstempeln lassen und Kohbi wieder ausführen.
    Da! Ganz versteckt lag das Grenzgebäude seitlich fast unterhalb der Straße, das war also nur wenn man es wusste, das es das Grenzgebäude war, ersichtlich. Alex erledigte die Ausreisestempel in unseren Pässen und im CDP im Gebäude, und danach visierten wir erneut die Brücke und die Schlange zur Einreise Richtung Kanada an.
    Der Grenzbeamte stempelte unsere Pässe ab und schickte uns in das dahinter liegende Gebäude um die Einreisestempel für unseren Van abzuholen.
    15 Minuten später hatte Alex alle Formalitäten erledigt und wir waren wieder in Kanada. Das hatte uns Zeit gekostet!
    Nun aber auf zu den berühmtesten Wasserfällen Kanadas und der USA. Die Staatsgrenze läuft genau mitten durch die Fälle.

    Der Niagara River verbindet den Eriesee mit dem Ontariosee und der riesige hufeisenförmige Wasserfall ist von der kanadischen Seite am besten zu sehen. Auf der kanadischen Seite fahren Boote mitten hinein in das tosende Hufeisen, sodaß man total nass wird. Das haben wir uns gespart.

    Aber wir hatten eine ganz tolle Attraktion: Die Abendsonne ließ genau im Hufeisenfall einen Doppel-Regenbogen entstehen, die aufsteigende Wassergischt glänzte in den schönsten Regenbogenfarben. Das sieht man auch nicht alle Tage.
    Atemberaubend, wie sich das türkisblaue Wasser über den Felsenrand stürzt. Imposant und unvergesslich beeindruckend!

    Wir waren sicher mehr als 2 Stunden an den Wasserfällen und haben das Schauspiel sehr genossen.
    Als Abend-Schlafplatz haben wir natürlich wieder mal ein Planet Fitness Studio hier in Niagara gefunden.
    Der Parkplatz davor war riesig. Über Nacht menschenleer und ruhig.
    A
    Okumaya devam et

  • Dienstag,15.09.2026 und Mittwoch, 16.09.2026
    147 km

    Wir hatten gut geschlafen. Um 5h war Tagwache, dann ab ins Fitness Studio gleich ums Eck, unter die heiße Dusche, Frühstück herrichten und während dem Fahren essen.
    Noch vor dem Mittagessen erreichen wir Toronto.
    Eine beeindruckende Skyline ist schon vom Highway zu sehen.

    Wir hatten sehr viel vor. Aber da sich unser Magen meldete, blieben wir in einer Seitenstraße unweit von der Haupt-Bibliothek in Toronto stehen und machten uns mal Mittagessen. Danach gings in die Bibliothek, die mit ihren äußerst unangenehmen und unkomfortablen architektonischen Z-Holzstühlen als Sitzgelegenheiten bei uns punktete. Mir tat schon nach 1 Stunde Sitzen mein A….. weh.
    Um 17h schloss die Bibliothek und wir gingen noch einkaufen. Als Schlafplatz hatten wir uns in einem ruhigen Stadtviertel einen Park herausgesucht, natürlich hatten wir darauf geschaut, dass in annehmbarer Nähe ein Planet Fitness Studio sich befand.
    Es war schon dunkel, als wir uns am Parkplatz des Parks einparkten.
    Okumaya devam et

  • Centennial Park/ Trenton

    17 Eylül, Kanada ⛅ 23 °C

    Donnerstag, 17.09.2026

    Heute gings nach dem Aufstehen zum Fitnessstudio, das wir am Anfang gar nicht gefunden haben, weil es so versteckt in der Mall lag, und der Eingang wegen Bauarbeiten über irgendeine Außentreppe zu erreichen war.
    Wir trainierten brav, gönnten uns die obligatorische Dusche und frühstückten danach auf dem Parkplatz.
    Ich marschierte auch noch in die nächstgelegene Apotheke um mir die empfohlenen Abführmittel für die Koloskopie zu besorgen. Wir suchten so lange einen Hausarzt, das wir auch gleich unser Mittagessen neben dem Mc Donalds Restaurant am Parkplatz verspeisten.
    Wir beschlossen uns nun einen Stellplatz außerhalb Torontos zu suchen, wo wir näher an dem nächsten Hausarzt waren. Es war an einem See, in der Nähe eines canadischen Militärstützpunktes. Am Nachmittag sagen wir ein paarmal ein Flugzeug starten. Ein riesiger Park, gut zum Stehen, die befahrenen Straßen weit weg. Sogar ein Supermarkt lag fußläufig in der Nähe, und ich besorgte mir noch Butter und Brot und Beeren für Alex.
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  • …ein Reinfaller!

    18 Eylül, Kanada ☀️ 13 °C

    Freitag, 18.09.2026

    Heute standen wir auch wieder zeitig auf, jedoch wollten wir beide nicht in das komische Fitnesscenter gehen und zurückfahren in die wuselige Stadt, und so beschlossen wir auf der grünen Wiese wieder mal Yoga zu machen. Dabei durften wir einen schönen Sonnenaufgang bei schon etwas kühleren Außentemperaturen miterleben.

    Ich musste fürs Frühstück ja auch schon Diät essen, aber bei Honigbrot mit Butter, zwar ohne Kaffee, denn den musste ich auch weglassen, fiel mir das jetzt nicht allzu schwer. Danach machten wir uns auf den Weg zum Hausarzt. Dort angekommen erfuhren wir, das wir die Überweisung aus der Provinz Toronto in der Provinz Quebec nicht gültig war. Denn meine Koloskopie und die Eiseninfusion würde ich in Montreal/Quebec machen. Ok, das war ein Reinfaller. Auch fanden wir heraus, dass das Unternehmen Planet Fitness keine einzige Niederlassung in der Provinz Quebec hatte. Zu viele Auflagen, alle Computersysteme in französisch umstellen, ist für ein amerikanisches Unternehmen schier unmöglich und zu teuer. So nutzten wir noch die Gelegenheit, ein letztes Mal trainieren zu gehen. Diesmal eben abends. Eine Niederlassung fanden wir bald, fuhren hin, übernachteten auch dort am Parkplatz.
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  • Montreal

    19 Eylül, Kanada ☀️ 16 °C

    Samstag, 19.09.2026
    37km
    …beim Hausarzt in Montreal

    Heute blieb keine Zeit für Morgensport. Nach der Tagwache fuhren wir zum Hausarzt, den wir herausgesucht hatten, da er am Samstag geöffnet hatte. Er sperrte um 7:30 auf und so stand ich bereits um 7h am Stiegenaufgang zum Eingang der Praxis.
    Mit mir waren es noch 6 andere Personen, die auf die Öffnung der Türe warteten. Alles ging ganz zivilisiert vor sich. Während ich also wartete, stellte Alex unseren Van auf den Parkplatz gegenüber ab. Glücklicherweise war dort ein kleiner Sportplatz mit Park und so konnte wenigstens Alex seine Morgen-Trainingsroutine absolvieren. Danach machte er Frühstück.
    Mir wurde Blutdruck gemessen, dann musste ich wieder warten. Ich hatte auch die Ergebnisse des Bluttests mitgenommen.
    Dann wurde ich endlich aufgerufen und konnte ein kleines Zimmer betreten, wartete dann nochmals ca. 10 Minuten, bis ein junger Arzt hereinkam.
    Er war sehr bemüht und fragte viel nach, untersuchte meinen Bauch ebenso gründlich.
    Schließendlich hielt ich die Überweisung zur Eisen-Infusion in meinen Händen, ausgestellt in der Provinz Quebec, damit ich damit zur Infusions-Klinik gehen konnte.
    Einziges Problem war, das er die genaue Dosierung nicht berechnen konnte, dies machte die Apotheke, zu der er alles schicken würde. Diese hatte jedoch Samstag und Sonntag zu, und wir würden das Rezept für die Eiseninfusion erst am Montag per email geschickt bekommen.
    Wir hatten schon einen Infusionstermin in der Summit Health Klinik in Montreal gebucht, und auch schon unsere Kreditkartennummer dort hinterlegt. Ich musste also das Eisenpräperat dorthin mitnehmen. Hoffentlich ging sich dies alles zeitlich aus.

    Gegen 10h war ich dann beim Hausarzt draußen, hatte meinen Obulus bezahlt und auch eine Rechnung bekommen, sowie einen Arztbrief.
    Mein Schatz hatte mir bereits Frühstück gemacht und ich glücklich, nur mehr essen zu müssen. Diesmal diätologisch mit Briochweckerl, Butter und Honig zum Tee.

    Im Anschluss fuhren wir dann in den Botanischen Garten von Montreal. Auf dem riesigen Parkplatz mit Parkgebühren, buchten wir 4 Stunden, bereiteten noch unser Mittagessen zu und wanderten dann zum Eingangsbereich, so wir nochmals gemeinsam Can $ 50 ablegten, um in den Park zu gelangen.

    Wir verbrachten den ganzen Nachmittag in dem herrlichen Gelände, wir hatten sogar noch unsere Sitzplane mitgenommen um uns ein Schläfchen auf dem Rasen zu gönnen. Jedoch wurden wir schon nach ca. 40 Minuten vom vorbeifahrenden Parkranger aufgeweckt und uns wurde gesagt, dass dies hier verboten sei.
    So schade, die Herbstsonne tat doch so gut. So suchten wir uns also eine Parkbank in der Sonne, die wir nach langem Suchen endlich gefunden hatten. Bis zur Sperrstunde um 18h blieben wir im Park.
    Aber eigentlich war es enttäuschend, sehr kommerziell angelegt und die Menschen durften den Rasen leider nicht betreten. Beim Rausgehen sehen wir sogar noch einen roten Fuchs, der den Kanada-Gänsen nachjagte, aber keine fangen konnte.

    So fuhren wir durch die Dunkelheit Montreals, auf der Suche nach unserem Stellplatz. Der als erstes herausgesuchte entpuppte sich als zu voll, und wir passten nicht unter die Autobahnbrücke mit unserem hohen Kohbi. Der 2. Stellplatz in nahe einiger Volleyball-Sandplätze war auch nicht ideal, viel zu crowdy und zuviele Straßenlaternen.
    So wählten wir den nächstbesten in unserer Nähe. Einen Stellplatz in einer ruhigeren Straße, in der Firmen angesiedelt waren. Irgendwo dröhnte laut ein Kompressor. Ok, das ging für heute Abend zur Not. Müde krochen wir in unser Hochbett und schliefen bald ein.
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  • … die Zeit in Montreal

    20 Eylül, Kanada ☁️ 10 °C

    Sonntag, 20.09.2026
    18km

    Alex erwachte wie immer früh, um 4h. Er meditierte noch und hatte einen naheliegenden Park, den Joe-Beef-Park gefunden, auf dem wir unser Morgentraining absolvieren konnten.Wir parkten das Auto am Straßenrand und dann gings mit unseren Trainingsutensilien in den Park.
    Hier gab es einen Kinderspielplatz mit Klettergerüsten auf einem mit Rindenmulch ausgelegten Platz und ein wenig Wiese.
    Gegen 6h früh begannen wir dort mit unserem Yoga und Krafttraining und Alex konnte die Kletterstangen sehr gut zur Befestigung der Ringe und des Slingtrainers verwenden.

    Hier waren wir fast alleine, um 6:04 begann der Wasserspielplatz Sprühfontainen aus dem Boden zu befördern, die Eichkätzchen sprangen munter aus ihren Schlafbäumen und spielten Nachlaufen. Sie kamen uns ziemlich nahe und hatten gar keine Angst.
    Auch ein junger schwarzer Golie kam zum Training auf den Fußballplatz. Ganz alleine trainierte er verschiedene Bewegungsabläufe und wir sollten ihm nun jeden Tag begegnen, wir grüßten uns und zeigten uns gegenseitig den „Daumen nach oben“ als gegenseitigen Respekt, die alltägliche Morgenträgheit hinter uns gelassen zu haben und hier im Freien bei ca. 10° auf der Wiese und am Sportplatz zu trainieren.
    Nach Trainingsende gabs Frühstück und Abwasch am Parkstreifen neben dem Park und danach machten wir uns auf zur großen Bibliothek in Montreal.
    Von 11h bis 18h verbrachten wir die Zeit mit Lesen in der Bibliothek, Alex vertiefte sich in seine Fachbücher und ich schmökerte in den Garten- und Interiormagazinen. Nur zum Mittagessen verließen wir das große Gebäude kehrten zu unserem kostenlosen (wegen Sonntag) Parkplatz in der Nähe zurück, kochten und ließen diesmal ausnahmsweise das schmutzige Geschirr gestapelt in der Abwasch liegen.

    Nach der Bibliothek fuhren wir in der hereinbrechenden Dunkelheit wieder Richtung Joe-Beef Park, stellten uns aber diesmal in eine andere Seitengasse, in der wir den Generator nicht mehr hörten. Ja, ein guter Platz.
    So schliefen wir tief und fest bis in den nächsten Morgen.
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